Donnerstag den 11. September 187» Nr. 211 A»M- unii AmisdM fit den Kreis Gießen Red-ctionSbureaur | 6(6uIflra6 GxpediiionSbureaur j Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. e B. 18. ft mmon. i Gatten und llebenen* . Eours. »illige und reelle Publikums zu rr- PreiA vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Ps. nb btt ll'GeMlhzst )n Dersichem^n i Elb^ htemit unseren gentur: ’ Sohn. wir uns dem ge- r oben ermähnte jr Ausnahme voir *gTö Emeute des Bolts in Kabul in Frage gestellt-. Die englische Gesandtschaft ist vom Volke belagert, vollständig niedergenutzelt worden. — Gleichzeitig erwächst dem britischen Reiche eine neue große Schwierigkeit mit dem Könige Thebaw von Birma. Dieser grausame Fürst soll die ernste Absicht hegen, es zu einem Bruche mit England kommen zu lasten, und zwar wegen der Provinz Karennee, von welcher selbst die Engländer bisher nichts gehört hatten. Die Provinz blieb bisher unabhängig von Birma, wie von der bri- tischen Herrschaft in Indien; jetzt erhebt Thebaw Ansprüche, welche England sich angeblich nicht gefallen lasten kann. Die Engländer scheinen indesten die kriegerischen Absichten des indischen Generalgouverneuiö n,cht zu theilen, zumal auch sie zur Zeit ihre Aufmerksamkeit dm inneren wtrthschaftlichen Fragen zu- wenden wollten. Stück Politische Ueberficht. Die angestrengte militärische Thätigkeit, welche Kaiser Wilhelm soeben bei den ostpreußischen Manövern entwickelt hat, nöthigt „ns ein Gefühl des Staunens und der Hochachtung vor dem greisen Herrscher oL, der inmitten seiner angestrengten Regterungsarbeit und nach der bedeutsamen Entrevue von Alexandrowo in so eingehender und fast strapaziöser Weift seine Pflichttreue in der Pflege der Armee bekundet. Das großartige milttä- rische Schauspiel gewinnt dadurch eine große Bedeutung, daß es den Kaiser mit seinen alten Paladinen dem Continent als einen Monarchen zeigt, der sein schneidiges Werkzeug, die Armee, zu pflegen nicht vergißt. Die Zusammenkunft der Kaiser von Rußland und Deutschland hat der jüngsten Zeit em hochpolitisches Gepräge verliehen. Es stellt sich nunmehr heraus, daß der Czar die Besprechung gewünscht und veranlaßt hat. Damit ist ganz Europa, vor Allem aber dem erregten Rußland selbst klar gemacht worden, daß Kaiser Alexander seine persönlichen Freundschaftsgefühle über die Plänkeleien der russischen Presse, hinter denen Gortschakoss steckte, stellt. So lange beide Kaiser am Leben sind, wird dem Aufeinander, platzen der diplomatischen Geister ein Aufetnanderplatzen der militärischen Körper nicht folgen. Die neu bestätigten Friedensbürgschaften bieten Deutschland den großen Vortheil, daß es ohne Sorgen um auswärtige Verwicklungen in den Wahlkampf eintreten und seine Aufmerksamkeit voll und ganz seiner inneren Entwicklung zuwenden kann. Der Ausfall der preußischen Landtags- Wahlen wird für das ganze Reich von Bedeutung sein. Die Wahlbewegung wirb Seitens der Regierung mit schutzzöllnerischen Schlagworten eröffnet. Nur langsam kommt die liberale Agitation in Fluß; — in einem Punkte t,scheint ein gemeinsames Wirken aller liberalen Parteien nicht nur möglich, sondern auch dringend geboten. Ein Wahlsieg der conservativen und ultramontanen Elemente stellt eine Revision der neuen Kirchen- und Schulge- setzgebuna in sichere Aussicht. Dann hätten wir nach den Wahlen ohne Weiteres den modua vivendi auf Kosten des Staates, den vermeiden zu wollen vielleicht die preußische Regierung selbst nicht abgeneigt ist. Leider scheint es, als'ob, wie die letzte Reichstagswahl sich vollzog unter dem Feld- qeschrei: „Nieder mit den Socialdemokraten!" und eine schutzzöllnertsche Majorität ergab, jetzt der Ruf: „Schutz der nationalen Arbeit!" zum Schein ertönte, um Preußen mit einer Revisionskammer für die Maigesetze und was sonst mit der kirchlichen und politischen Reaction zusammenhängt, zu beglücken. In Oesterreick hat sich ein ähnliches, trügerisches Schauspiel vollzogen, als das Ministerium Ta affe in den Wahlkampf eintrat. Man »ptelte dort verführerische verfassungstreue Melodien, bis endlich ein Coalittvns- Mtnisterium zu Stande kam, welches den Czechen und Ultramontanen aus Kosten der Deutschen und der Verfaffungspartei schlimme Concessionen machte. So ist die slavische Aera etngebrochen, deren Beseitigung das nächste Ziel dver Deutschland. Darmstadt, 9. Septbr. Das heute ausgegebene Großh. Regierungsblatt Nr. 40 enthält: p 1. Gesetz, die Ausführung des deutschen Gerichtskostengesetzes und der deutschen Gebührenordnungen für Gerichtsvollzieher und für Zeugen und Sachverständige betreffend. 2. Verordnung, die Gerichtskosten und Gebühren betreffend. — Das am 27. August erlaffene Ausschretben Großh. Oberconfistoriums Nr. 14 betrifft die Berichtigung der Besoldungsverzeichniffe der evangelischen Psarrstellen. Berlin, 7. Septbr. Die „Neue Pr. Ztg." schreibt heute: „Ueber das Börsentretben hörten wir einmal die Aeußerung: „Die Leichtfertigkeit, mit welcher auf der Börse und zum Zweck der Börsenspeculattonen Nachrichten erfunden und ausgestreut werden, wird nur noch Überboten von der Leichtgläubigkeit, mit welcher die Börse und das mit ihr verkehrende Publikum solche Tendenzgerüchte aufnehmen." Dieses Urtheil hat in den letzten Tagen wieder eine rechte Bestätigung gesunden durch das Fangeballspiel, welches man mit dem angeblichen Gntlaffungsgesuche des Fürsten Bismarcks getrieben. Unser Börsenbericht vom 4. d. meldete darüber: „Gestern nach Schluß des diesigen osficiellen Verkehrs ward gerüchtweise verbreitet, der Fürst Bismarck gedenke um seine Entlastung nachzusuchen; daraufhin verliefen die Abendbörsen in Frankfurt, Hamburg und Wien matt. Die Wiener Vorbörse sandte zwar etwas bestere Notirungen; aber dieselben vermochten nicht die hier herrschende Verstimmung wieder zu heben. Fast ausnahmslos setzten daher hier die Spielpapiere niedriger ein und erlitten da, wo sich etwas Geschäft zeigte, rasch weitere Rückgänge." Hierzu kam noch eine „höchst (!) ungünstige (!) Auffassung der Reise des Kaisers nach Alexandrowo"; die Haltung wurde in Folge besten „fortgesetzt matter" und schließlich die „Verstimmung immer allgemeiner." Also am 3. b., Nachmittags, wird hier in Berlin das Gerücht von dem Entlastungsgesuch des Reichskanzlers — erfunden und in Umlauf gesetzt; es geht sofort telegraphisch nach auswärts, verstimmt dort die „Abenb- börsen" und kehrt nach gethaner Arbeit nach Berlin zurück, um hier Tags daraus sein Werk sortzusetzen. Zu guter Letzt bringen es feine Köpfe bis zu einer „höchst ungünstigen" Austastung der Kaiser-Zusammenkunst in Alexandrowo, und die Geschichte endet mit einer allgemeinen Verwirrung, welche etn Fischen im Trüben begünstigt und den Mistenden gestattet, den nach Widerlegung des Gerüchts zu erwartenden Rückschlag im Voraus zu „escomptiren." Wetter etn Wort über solche „Börsenmache" noch zu verlieren, ist nicht nöthig; sie spricht sich selber ihr Urtheil." Berlin, 8. Septbr. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Unsere neu- liche Richtigstellung der Notiz der „Nat.-Ztg.", wonach Fürst Bismarck die Jnittatwe zur Sendung des Feldmarschalls v. Manteuffel nach Warschau er- ii M *,*A M !6 '^MJlontaß >onn^Sa -bil- ffitr W"2t (Ält b--- >« 50 in W' Heuttt In Gemäßheit des § 9 des Gesetzes vom 13. Februar 1875 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden werden hiermit nachstehende Durchschnittsmarktpreise vom Monat August 1879 veröffentlicht: Hafer Mk. 15,30, Heu Mk. 3, Stroh Mk. 3 per 100 Kilogramm. Gießen, am 8. September 1879. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Bookman n. ---------~ ~ Hungen, am 4. September 1879. Betreffend: Das Porto für Hin- und Hersendung von Gewerbspatenten. Das Großherzoglichc Steiiercommiffariat Hungen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Bezirks. Nach Verfügung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, Abteilung für Steuerwesen, müssen zum Visiren an die Großher- zoglichen Steuer-Commissariate eingesendete Gewerbspatente von den Absendern frankirt werden. S n e l l. — Cbli>. ? ergebene An- leichensand- griffen haben sollte, hat in einheimischen und auswärtigen Blättern eine nach unserer Meinung über die Bedeutung jener Rchrigstellung hmausgehende Er- örterung wachgerusen. Wir haben ke-.ne Veranlassung, auf alle Commentare näher einzugehen, welche dazu in der Preffe austauchten; wenn man aber, wie hier und da geschehen, die Zuverlässtzkeir unserer Informationen in Zweifel riehen zu müssen glaubte, so müssen wir demgegenüber unsere Angaben in vollem Umfange ausrechterhalten. Manteuffel ist nur in Erfüllung des von Kaiser Alexander ausgesprochenen Wunsches, welcher preußische Osstciere den Manöver» seiner Truppen verwohnen zu sehen wünschte, an der Spitze einer Deputation preußischer Osstciere nach Warschau gesendet worden und hat, wie wir außerdem erfahren, dem Kaiser Alexander die Antwort auf einen Brief überbracht, welchen unser Kaiser von Seinem erlauchten Neffen vorher erhalten hatte- Königsberg, 8. Septbr., Abends. Der Kaiser, die Kaiserin und die Prinzen nebst Gefolge wohnten dem von der Stadt gegebenen Abendfeste in der Flora bet. Ihre Majestäten wurden bet der Ankunft tn dem glänzend erleuchteten Garten von den nach Tausenden zählenden Anwesenden enthu- siasttsch begrüßt. Auf dem Wege vom Schloß nach Hufen war zahlreiches Publikum angesammelt, welches das Kaiserpaar mit nicht enden wollenden Zurufen begrüßte. Die Kaiserin verließ das Fest früher als die andern hohen Herrschaften wegen der auf Abends 10y3 Uhr festgesetzten Abreise nach Berlin. England. London, 8. Septbr., Abends. In Kings-County (Irland) hat es seit Samstag unaufhörlich geregnet; tn Folge der großen Ueberfluthungen ist viel neuer Hafer fortgeschwemmt und auch sonst viel Etgenthum beschädigt. Auch in der Umgegend von Monmouth ist durch gestern und heute gefallenen starken Regen die Getreide-Ernte beschädigt. Türkei. Konstantinopel, 7. Septbr. Der Minister des Auswärtigen, Savfet Pascha, erklärte dem österreichischen Botschafter, daß die Pforte es als ihr größtes Interesse erkenne, ihr vollkommenes Etnverständnitz mit Oesterreich- Ungarn möglichst deutlich zu markiren. Um diesem Einverständniß unzweideutigsten Ausdruck zu geben, ist Husni Pascha heute ausdrücklich angewiesen worden, die einrückenden österreichischen Truppen zu begleiten. Auch den übrigen Organen der Pforte im District Novtbazar wurden die Befehle des Sultans erneuert, dem Vormarsche der österreichischen Truppen möglichsten Vorschub zu leisten. ______________________________________________ Telegraphische Depeschen. Wagner'» telegr. T-rresp-uvenz * »ureas. Darmstadt, 9. Septbr. Großsürst Alexis von Rußland ist heute von Jugenheim nach Biarritz abgercist. London, 9. Septbr. Reuter's Bureau" meldet aus Simla, der Gou verneur von Kandahar habe den Engländern seine Ergebenheit angezetgt. Memphis, 9. Septbr. Die hiesigen Kirchen sind geschlossen worden, da daö gelbe Fieber wieder heftiger austritt. Bukarest, 8. Septbr., Abends. Die Deputirtenkammer vertagte die Debatte über den Commisstonsbericht bezüglich der Verfassungs-Revision bls Montag, da Boerescu erst Ende der Woche zurückkehrt. Wien, 9. Septbr. Ofstciell. Der Herzog von Württemberg telegra- phirt aus Han Kovacs vom 8. d., Mittags: Die Colonne des Generals Killic, welche um 6 Uhr früh von Cajnica ausbrach, erreichte nm 10 Uhr Vormittags die Grenze des Sandschaks und bezog um 12 Uhr Mittags beim Han Kovacs ein Lager. Die türkischen Posten in Goczd und Han Kovacs hatten sich zwei Stunden früher gegen Plewlje zurückgezogen. Die spärliche Bevölkerung zeigt sich durchaus friedlich. Von der Colonne des Generalmajors Obadich, welche gegen Priboj marschirt, ist noch keine Meldung eingelaufen. — Die „Presse" meldet aus Banja bei Priboj vom 8. b.: Die nörd- llche Abteilung der österreichischen Truppen unter General Obadich ist heute Nachmittag um 3 Uhr von Vissegrad aus in das Paschaltk Novtbazar ein- marschtrt. Die Brücke über den Grenzfluß Uvaz wurde mit den Feldzeichen unter den Klängen des Radetzky-Marsches überschritten. Am türklschen User wurden die Truppen von dem nächsten Militärcomman'oanten, dem Katmakam und den Notabeln aus Priboj freundlichst begrüßt, sodann tn Priboj von dem Mudtr und dem Gemeindevorstand feierlich empfangen und von der Bevölke- rnng freundlich ausgenommen. Der Marsch ging mit Beobachtung aller kriegsmäßigen Sicherheitsmaßregeln ohne den geringsten Zwischenfall bis über Banja hinaus, wo ein durch Vorposten gesichertes Lager bezogen wurde. Paris, 9. Septbr. Die hiesige Ankunft des zweiten Transportes der Amnesttrten, 200 Personen zählend, ist heute srüh 6 Uhr ohne jede Ruhestörung erfolgt. Berlin, 9. September. Den Bemerkungen der heutigen „National- zeitung" zu der gestrigen Notiz der „Nordd. Allg. Ztg." über die Man- teuffel'scbe Mission gegenüber bezeichnet die „Nordd. Allg. Ztg." in ihrer heutigen Abend-Ausgabe die diesbezüglichen Mittheilungen der „Nationalzeitung" vom 29. August nochmals und wiederholt als erfunden und hält ihre Rlchttg- stellung, sowie ihre Angaben über bte Manteuffel'sche Mission wiederholt in vollem Umfange aufrecht. Die „Nordd. Allg. Ztg." constatirt ferner das Factum, daß die russische Presse, nachdem sie kurz vor der Reise des Czaren nach Warschau und der freundschaftlichen Sendung preußischer Osstciere unter der Führung des General- Feldmarschalls v. Manteuffel die Angriffe gegen Deutschland auf Weisung der Regierung eingestellt, nach der Zusammenkunft in Alexandrowo den Kampf wieder ausgenommen zu haben scheine. Der „Golos" habe tn seinen Artikeln vom 4. und 5. ds. Mts. in einem an die frühere Berliner „Reichsglocke" erinnernden Ton die gehässigsten Ausfälle gegen den Reichskanzler und die deutsche Politik gerichtet und die „Agence russe" habe den Artikel vom 5. ds. wörtlich reproductrt. Königsberg, 9. September. Der Kaiser fuhr heute um 9 Uhr bis Medenau auf der Bahn und wohnte hierauf zu Pferde dem Feldmanöver zwischen Medenau und Katharinenhof bei. Bet letzterem Orte gab Se. Maj. die übliche Kritik unter dem Ausdruck der höchsten Anerkennungen für die Leistungen des Armeekorps. Der General der Infanterie und Commandeur des ersten Armeekorps, v. Barnekow, erhielt den schwarzen Adlerorden. Außerdem wurden viele Orden und Avancements den übrigen Generalen und Osstcieren zu Theil. Auch viele Civilbeamten sind durch Orden ausgezeichnet worden. — Prinz Wilhelm hat der Preisoertheilung deö Thierschutzveretns in der Flora beigewohnt und bei dieser G legenheit eine Ansprache gehalten. Wien, 9. Septbr. Die „Polit. Corresp." meldet aus Barja: Die Nord-Colonne, unter dem Commando des Generals Obadich, überschritt am 8. ds., um 3 Ubr Nachmittags, von Viseg^ad nächst Priboj die Grenze des Sandschaks Novibazar und wurde von dem nächsten tü'kischen Militär-Com- Mandanten, dem Kaimakam aus Novavaros und dem Mudir aus Oriboi aus's Freundschaftlichste empfangen, sowie auch von der Bevölkerung Prtbojs freund« lich ausgenommen. Der Marsch ging bis über Barja hinaus, woselbst unter Sicherung durch Vorposten das Lager bezogen wurde. — Die Morgenblätter melden auS Han-Kovacs vom 8. ds., daß die österreichischen Truppen daselbst Mittags tn ihrem ersten Lager im Sandschak Novibazar etntrafen. Der Abmarsch erfolgte früh 6 Uhr von Tschainizza unter Commando des Generals Killic; es war auf den steilen Gebirgswegen ein sehr beschwerlicher Marsch. Die Nachrichten von Taschlidscha lauten befriedigend; die türkischen Karaul-Wachen in Goczd hatten das Wachthaus vor Ankunft der Truppen geräumt. — Die Abreise des Fürsten von Montenegro von Wien ist bis zum 11. d. M. verschoben. Konstantinopel, 9. Septbr. Der Bestand des türkischen Cabinets Aarifi-Savfet wird neuerlich als sehr bedroht bezeichnet. Man erwartet sicher, daß nach dem Bairamfeste ein Cabtnetswechsel eintreten werde. Wien, 9. Septbr. Ofstciell. Der Herzog von Württemberg meldet aus Cajnica: General Obadich überschritt am 8. d. um 2 Uhr Nachmittags mit seiner ganzen Colonne den Uoac und besetzte Priboj und schob den Rest der Colonne bis Banja vor. Der Einmarsch gestaltete sich durchaus friedlich. Die türkischen Truppmabthetlungen leisteten unseren Truppen Ehrenbezeugungen und behielten ihre Olslocalionen bei. Die Colonne des Generalmajors Killic erreichte heute ohne Hindernisse das Bivouak nächst Kotline. Die türkischen Posten sind überall abgezogen. Vor und nach dem Einmarsch sind im Lager bei General Killic Abgesandte von Plewlje mit friedlichen Versicherungen etngetroffen. E- - m **w * sä« MIN V0M *■_ Der I. deutsche Thierschutz-Congrest zu Gotha. Es ist eine erfreuliche Thatsache, welche wir hiermit gerne constatiren, daß in unserem, meist als materiell verschriebenen Jahrhundert, gerade diejenigen Vereine und Bestrebungen, welche ideale Zwecke verfolgen, eine früher nie geahnte Ausdehnung und Unterstützung finden. Allüberall sehen wir Vereine, welche sich die Verbesserung des Menschenlooses zur Aufgabe gemacht haben, wie Vereine gegen Verarmung, zur Unterstützung bereits Verarmter, zur Unterstützung der Invaliden, für Krankenpflege, für Hebung und Förderung der Erwerbsthätigkcit der Frauen zc entstehen, blühen und gedeihen. Und ein Gleiches ist von denjenigen Vereinen zu sagen, welche nicht nur des drückenden Looses so vieler Menschen gedenken, sondern auch derjenigen, welche dem Menschen untergeben sind, nämlich der Thiere, und welche versuchen, die unvermeidliche Bürde derselben so weit als thunlich zu erleichtern, in voller Anerkennung der Daseinsberechtigung der Thiere. Ueberall in der ganzen Welt sind solche Thier- schutz-Vereine gegründet worden und haben namentlich in den letzten 20 Jahren eine bedeutende Ausdehnung gewonnen und viel Gutes in ihren Kreisen gewirkt. Aber febr bald sah man ein, daß die einzelnen Vereine nicht im Stande waren, die großen, ganze Völker bewegenden Fragen des Thierschutzes zu lösen und man suchte daher nach einem gemeinsamen Bande, welches alle Vereine verbinden und so denselben ermöglichen sollte, mit vereinten Kräften ihre hohen sittlichen Ideale zu erreichen. Ein solches Band glaubte man darin zu finden, daß man sich zu sogenannten internationalen Con- gressen zusammenschaarte, auf denen ein reger Gedankenaustausch über alles auf dem Gebiete des Thierschutzes Vorkommende gepflogen wurde. Aber leider blieb es vielfach bei diesem Gedankenaustausch und nach vielen Worten blieben meistens die Thaten aus, so daß man sehr bald zu der Ansicht kam, daß die internationalen Thierschutz: Congresse, welche ja gewiß ihrerzeit volle Berechtigung und gewiß manches Gute gewirkt hatten zu einer Zeit, wo es noch weniger Vereine gab, denn jetzt, sich überlebt hätten, zumal die politischen Grenzen, die Sitten und Volksanschauungen, Gesetze und sonstige Verhältnisse ein einheitliches Wirken aller Vereine der Erde dock unmöglich machten Namentlich konnten sich diesen Bedenken gegen internationale Thierschutz-Congresse die deutschen Vereine nicht verschließen, und nachdem in unserem Vaterlande eine große Anzahl von Thierschutz-Vereinen gegründet worden waren, wurde gar bald das Be- dürfniß eines engeren Anschlüsse? derselben aneinander so laut und dringend, daß die Idee eines nationalen, eines deutschen Thierschutz-Eongresses, sobald sie aufgeworfen wurde, die allseitigste Zustimmung fand. Ein Comitee conftituirte sick zur Ausführung der Sache und so trat denn, als Erfolg dieser Bemühungen, am 17., 18. und 19. August ds. Js. der I. deutsche Thiers chutz - Eon greß in Gotha zusammen, beschickt von 88 deutschen Tierschutz-Vereinen mit 52 Delegirten und besucht von einer großen Anzahl von Gästen, theils aus Deutschland, theils aus dem Auslande, indem Abgesandte der Vereine in Graz, Kopenhagen, London, Wien, Klagenfurt, Lemberg und Prag anwesend waren, welche an der Arbeit der deutschen Vereine Theil nehmen wollten unb der Sympathie ihrer Vereine für die deutschen Vereine Ausdruck geben sollten. Am Vorabend des Congresses, am 17. August, fand die Vorversammlung i® Gasthof zum Schützen statt, in welcher, nachdem die Delegirten durch den Vorsitzenden des Gothaer Vereins, Herrn Dr. v. Schwarz (Sohn der auf dem Gebiete des Thierschutzes wohlbekannten Elpis Melena, welche ebenfalls den CongretzversammlungM beiwohnte) auf das Herzlichste begrüßt worden waren, unter dem Vorsitze Seiner Excellenz des Herrn Generalmajor a. D. v. Podewils-Görl tz als Alterspräsidenten die Wahl des Präsidenten, sowie der Vicepräsidenten und Schriftführer vorgenommm wurde. Dieser etwas langweiligen Procedur ging ein Namensaufruf der Delegirten voraus, um constatiren zu können, welche der Anwesenden Stimmberechtigte seien. Aus der Urne gingen hervor: Als Präsident: Schuldirector Bruno Marquart-Dresden; als Vicepräsidenten: Kaufmann Otto Hartmann-Cöln, Dr. v. Schwär,-! Gotha und Hofthierarzt Sondermann-München; als Schriftführer: Lehrer Angermeyr-Gotha, Kreisschulinspector Nink-Cöl', Kreisveterinärarzt Dr. Schäfer-Darmstadt und Departementsthterarzt Veterinär- assessor Dr. Ulrich-Breslau. Auf dem vom Gothaer Vereine entworfene Programm waren öffentliche urä ' nicht öffentliche Sitzungen vorgesehen; in ersteren sollten nur Vorträge stattfinden, er letzteren neben denselben auch nock Debatten. Da man eigentlich die Zweckmäßigkeit. einer solchen Einrichtung nicht einsah, da der Congreß ja keine Geheimnisse zu ver-1 handeln habe, so wurde beschlossen, daß alle Sitzungen öffentüch sein und daß alle auf der Tagesordnung stehenden Fragen auch debattirt werden sollten. Am 18. August, Vormittags 9 Uhr, wurde nun durch den Vorsitzenden dS j 1. Sitzung in Gegenwart- von etwa 50 Vertretern und vielen Gästen mit einer Bk- grüßung der Erschienenen und einem Nekrolog auf den um das Zustandekommen des; Congresses hochverdienten, vor Kurzem verstorbenen Vorsitzenden des Gothaer Vereins Herrn Oberlandforstmeister Deyßing, eröffnet, worauf Herr Bürgermeister Hüner^-I darf von Gotha den Congreß im Namen der Stadt willkommen hieß, indem er der hohen Aufgabe der Thierschutzvereine gedachte und hervorhob, daß die Bestrebung n derselben den Dank Aller verdienten, und den Berathungen des Congresses befhn \ Erfolg wünschte. Hierauf ergriff Herr Geh. Regierungsrath Jacobi von Gotha da» Wort und gab dem Interesse Ausdruck, welches die Regierung der Tbätigkeit und dell Erfolgen der Thierschutzvereine, welche er als zur Veredelung und Verbesserung der, Menschheit dienende anerkannte, entgegenbringe Er schloß mit dem Wunsche, daß bit , Vereine blühen und gedeihen möchten. ' Nachdem der Vorsitzende den beiden Vorrednern den Dank des Congresses aus-r gesprochen hatte, brachte er verschiedene Begrüßungsschreiben und Telegramme zur i Kenntniß der Versammlung. > 'M) Gib Tcrfauftn bei Nnabe ii •< <. Butzba' 424 stimmdmch Mheln ~ Stimmen pallsindtn. Mariei Rammen gewo dn Cigamnsab «ntjünbet. Sch Dortm Verwaltungen vc einem Streite ei gebraucht, sofort Friedb tom 31. August erkennen, indem 0 in L vemani outb größtenlhkil abgetroönct, daß Die Aus- Plan über das < »on großer Aust Ein ganz nbaltenem Mau dem Castelle un' art, die meisten- Als erhaltene Mae ■von Mey ( bei, M) - Ebenso bill Gei lliafd)-- in Zuber, l sowie alle Art nnpsiehlt! 5867) Jll Pap Garten, j preis wür -nähere - Herr» unb f(li Zi looo Tt in der i Lich. * U'ld -J Morgen ^kaufen ifltn ft Örben srKü a’aöS W 7’W lauten bchi,. 2ai Wachthaus v« fr"6»« Uonta« t8J?*« E-ilm» .^*1 «tibi 2 Uhr Nmittini < lch-b ben Ü M buid)au8 frieblli )>en Ehrenbezmgungti (SentcalinajoTg »Hine. Die türW 1 Eimnarlch sind (t kdlichen Vnsilherungk ju Gotha. ’me conftatiren, datz h diejenigen Vereine uiti eahnte Ausdehnung W ch die Verbesserung bii Verarmung, zur Unter jur Krankenpflege, L entstehen, blühen uni fügen, welche nicht m auch derjenigen, weich che verfuchen, die mit , in voller ÄneckiMM i Well sind solche Wer- n letzten 20 Jahren ein eisen gewirkt _ Aber (eh mren, Oie großen, ganz # fußte daher nach einen denselben ewötM-i erreichen- Ein W4» Un rntnnüllonalen lM! .Usch über alles auf Vn i et leider blieb es üklid :ben meistens die Ma iternationalen Thiersch^ dir manches Gute atro jetzt, sich überlebt HM „gen, GesP und stM docb unmöglich ma^ e Thirrschutz-ConslnsstH m Vaterlande eine M wurde gar bald das - H und dringend, datzu > sobald sie aufgewM iiirte sich Zur Ausmhnix m 17 18 und 19-.W1 a zusammen, beschickt^ von einer großen %,SÄ •SS*; ÄS"-»! ZSZ S5v'; )resden; B Joln, ”■ ,;l >m ,®0SeäÄ ir ^Ä aN«1* i! IS.*-"' | g , (,e | Vermischtes. Butzbach 5 Sevtbr. Bei der heute stattgehabten Bürgermeistir - Wahl machten von 424 stimmberechtigten Wählern 330 von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Das Resultat war Folacndes - Fabrikant % W. Küchel erhielt 161 Stimmen, Conrad Hagemann II. W2 Stimmen, Avochekrr H Doat 67 (Stimmen. Da keiner der Kandidaten die absolute Mazorttat = 166 Stimmen Ahiett, so muß in Folge dcsien eine Stichwahl zwischen Küchel und Hagemann stattfinden. , _ f L Marienschloß 2. September. Unser Landeszuchthaus wäre beinahe ein Raub der -Flammen geworden. Gestern Abend sah man Rauch an der westlichen Seite aufsteigen. In der Cigarrenfabrtk hatte sich auf eine bis jetzt noch nicht aufgeklarte Weise eine Parthre Tabak entzündet. Schnelle Hülfe verhinderte einen größeren Schaden. Dortmund 5 Septbr. Der Oberstaatsanwalt in Hamm hat an sämmtliche Polizei-. -Verwaltungen vor kurzer Zeit eine Verfügung erlösten, nach welcher ein Jever welcher bei «inem Streite ein Mester, einen Kugelstock, ein Bierglas oder sonst em gefährliches Instrument gebraucht, sofort verhaftet werden soll. Friedberg 7. September. (Ausgrabungen auf der Capersburg.) Der im Berichte i>ont 31 August erwähnte Jnschriftstcin ließ bei seiner Abtrocknung schon einen Fehler im Lesen «rkennen, indem sich beim Abfallen von anhängender Erde das in der dritten Zeile vermeintliche O in I. verwandelte. Im Uebrigen scheint die Inschrift richtig gelesen zu sem und wird sich auch größtentheils entziffern lasten. Hoffentlich ist der Stein rm Laufe der Woche so weit abqetrocknet, daß ein Abwaschen vorgenommen werden kann. Die Ausgrabungen sind wieder gut vorangeschritten und wird sich schon ein recht voller Plan über das Castell zeichnen lasten, da außer den bereits erwähnten Gebäuden noch weitere von großer Ausdehnung zum Vorschein traten. . . Ein ganz besonders gut erhaltenes Befestigungswerk mit gut ausgefuhrtem und gut -erbaltenem Mauerwerk tritt in großer Ausdehnung und eigenthümlichen Einrichtungen zwischen dem Castelle und dem Polgraben zu Tage, daS besondere Aufklärung über diese Befestigungsart, die meistens für einen einfachen Thurm gehalten wurde verspricht. Als Fundstücke sind zu erwähnen: Eiserne Chamterbander; Haftkloben, einige so gut erhaltene Nägel, daß man sie für neu halten möchte; ein Eimcrhenkel; eine spitze schlanke Rittmeister o-Luck-Wiesbaden stellte den Antrag, Seine Majestät den Kaiser 1e Leiche eines Soldaten, der sich ertrankt Die qahl der Sterbfälle ist eine ungewöhnlich bohe, wie es noch in keinem Monate dieses Jahres war und übertrifft auch die des Monats August 1878 um ein Bedeutendes da in diesem letzteren nur 26 Sterbsälle sich ereigneten, wovon 5 bei Kindern im ersten und 4 bei Kindern vom 2. bis 15.. Lebensjahre. ________________ Messerklinge; Reste von mit verschiedenen Farben bemalten Wänden; viele Reste von Fensterscheiben, welche sämmtlich eine rauhe und eine glatte Fläche tragen, also wohl durch Gießen auf eine Fläche hergestellt sind. Es befinden sich einige Randsiücke und ein Eckstück unter denselben, und da dieselben sorgfältig gesammelt wurden, läßt sich vielleicht auch noch ihre ursprüngliche Form construtren; einige Stücke aus terra sig. mit interessanten Figuren, andere mit Einritzungen; ein Boden mit dem Stempel NASSO; ein Glasgefäßstück, auf welchem mitgegossen außer einem unkenntlichen Buchstaben noch FEC (rückwärts zu leien) sich befinden; außer einigen anderen Stempeln der Leg. XXII pr. p. f. ein solches mit verschiedenen kleineren Halbmonden; ein Stempel der Leg'. VIII augusta mit einer Ligatur des A und V; endlich eine sehr intereffante und schöne, in dunkelbraunen Carneol geschnittene Gemme. Die eingeschnittene Figur scheint die eine Krone darreichende Fortuna vorzustellen. (Darmst. Ztg). Elbing. Viel Aufsehen erregt hier eine Erklärung des Rabbiners Dr. Klein, der in der „Altpreuß. Ztg." Folgendes veröffentlicht: Ein Polizetdtener meldete mir gestern im Laufe des Vormittags, daß die gesammte Geistlichkeit der Stadt, dem Befehl, das ehrwürdige Regentenhaupt am Bahnhof zu begrüßen, Folge leisten solle. Ich habe diesen Auftrag gan- natürlich gefunden, hat doch der jüdische Seelsorger mit dem christlichen die hohe Aufgabe gemein, durch Leben und Lehre das Wort Gottes zu bethätigen und zu verkündigen; auch für ihn heißt es: „Es wird befestigt durch Liebe der Thron (Jes. 16. 15)". Ferner bin ich es seit Jahre» gewöhnt, daß ich mit gleichem Maße gemessen werde. Die gestrige Affaire hat mich jedoch eine- Befferen belehrt. In der zwölften Stunde hat ein zweiter Beamte die erste Einladung anullirt. Den Grund erfuhr ich nicht, bin darum zum Herrn Oberbürgermeister gegangen, um mich über die Ursache dieses merkwürdigen Verfahrens aufklären zu lasten. Herr Oberbürgermeister war so freundlich, mir den Bescheid zu geben, daß in dem Reglement nur von der Geistlichkeit beider Confessionen die Reve ist und hielt es kaum der Mühe werth, ein Wort der Entschuldigung über das Mtßverständniß hinzuzufügen. Ich habe kein Recht, oder will es mir jetzt nicht nehmen, meine Meinung über dies Reglement zu äußern. Aber dazu hübe ich ein Recht zu fragen: Wäre das Verbrechen ein so großes gewesen, wenn die städtische Behörde, diesmal gegen den Buchstaben des Gesetzes, es bei der ersten Einladung hätte bewenden lasten? Unser allverchrter Kaiser, besten Herz warm schlägt für Göttliches und HeiligeS, für den es nicht umsonst in der Apostelgeschichte (10, 35) heißt: „Unter allerlei Volk, wer ihn (Gott) fürchtet und recht thut, der ist ihm angenehm," — hätte ganz entschieden nicht die feierliche Stimmung, die sich Aller beim Anblicke des hohen Herrschers bemächtigte, durch den Ruf getrübt. „Was will der Jude hier?!" Eingesandt. Gegenwärtig bat der Stadtvorstand über eine Frage zu berathen, die für die ganze hiesige Bürgerschaft von so großem Interesse ist, daß dieselbe verdient, öffentlich besprochen zu werden. Schon vor mehreren Jahren wurde die Ansicht lebhaft vertreten, daß durch den Ankauf und die Niederlage des ganzen Häuser.Complexes zwischen dem Marktplatze und der Wettergaste ein großer und schöner Marktplatz könne geschaffen werden, der im Herzen der Stadt derselben nur zur Zierde gereichen könne. — Später wurden 2 von jenen Häusern baufällig und die Stadt kaufte lic Plätze an, so daß der ganzen Nachbarschaft etwas Luft und Licht geschaffen wurde. — Jetzt sind aber wieder 2 dieser Häuser in einem so bedenklichen Zustande, daß ihretwegen energisch eingcschritten werden muß, wenn dieselben nicht über kurz oder lang zusammenfallen sollen. Einer der Häuserbesitzer ist um Abtretung eines Theils des d:r Stadt gehörigen freien Platzes beim Stadtvorstand eingekommen, um denselben zu verbauen, und das ist die Frage, welche Einsender dieses von hoher Bedeutung hält. Ist es überhaupt räthlich, an dieser Stelle neue Gebäude aufzusühren? Wäre es nicht vielmehr besser, wenn die Stadt die durch Wegnahme der beiden Häuser frei werdenden Räume ankaufte? Vorerst wäre dadurch wenigstens ein freier Platz geschaffen, der genügend zur Aufstellung der Töpferwaaren an Markttagen sich eignet, und dann wäre es nach und nach leicht möglich, die sogenannte Insel ganz wegzuräumen. Möge darum der Stadtvorstand diese Frage recht genau prüfen, ehe er Bau-Erlaubniß ertheilt oder gar Gelände abtritt. —D- Aeikgeöatenes. 5881) Gebrauchte Flaschenkörbe zu verkaufen bei _, Gebr. Schwan. Wasch - und Badbütten in allen Größen, Zuber, Brenken, sowie alle Arten hölzerne Küchengerathe, empfiehlt billigst 5867) ill. Welesbacker. Papierwäsche. 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' '* 1 5878) Bei der heute unter polizeilicher Controls stattgehabten Ver- Dienstag den 16. September, loofung haben nachstehende Loos-Nummern gewonnen: 6180 1546 1552. ziehbar. Balth. Strauch. Die Gewinne können Das Ausstellungs-Comite Gießen, 9. Septbr. 1879. (5843 Winhetm. 5880) Der Vorstand beziehbar. I. Jutzi. Verantwortliche Redaktion: A. Scheyda. — Druck und Berlaq dor Brühl'schen Hew.*$ie*r« (K». FHr. Pietsch) fe Gießon. 1626. 1677. 1740. 1818. 1902. 1994. 2054. 2104. 2171. 3668. 1631. 1687. 1742. 1821. 1903. 1999. 2073. 2110. 2177. 3671. 1067. 1151. 1220. 1269. 1347. 1443. 1495. 1571. 1643. 1699. 1761. 1830. 1927. 2022. 2075. 2134. 2184. 1019. 1128. 1193. 1265. 1326. 1427. 1477. 1075. 1154. 1225. 1274. 1348. 1444. 1500. 1579. 1656. 1717. 1762. 1840. 1933. 2023. 2083. 2139. 2194. 1109. 1185. 1251. 1291. 1385. 1447. 1524. 1602. 1660. 1733. 1786. 1877. 1960. 2041. 2095. 2148. 3623. Abends 8 Uhr, 1124. 1190. 1256. 1310. 1421. 1473. 1539. 1621. 1676. 1736. 1808. 1899. 1975. 2052. 2102. 2168. 3664. Im Auftrag: Müller. Nadel — Gemischtes \ Buchen-, / Eichen und/ Weichholz J 1094. 1180. 1237. 1290. 1367. 1446. 1512. 1600. 1659. 1721. 1776. 1875. 1950. 2036. 2090. 2145. 2199 1056. 1143. 1204. 1266. 1336. 1435. 1482. 1065. 1149. 1213. 1268. 1339. 1437. 1492. 1553. 1641. 1698. 1743. 1826. 1918. 2012. 2074. 2120. 2179. 3674. 1079. 1177. 1234. 1280. 1354. 1445. 1502. 1588. 1658. 1718. 1766. 1848. 1936. 2029. 2085. 2143. 2195. 1123. 1188. 1255. 1296. 1413. 1465. 1536. 1607. 1671. 1735. 1796. 1885. 1967. 2048. 2099. 2166. 3653. 1118. 1186. 1254. 1293. 1398. 1454. 1531. 1605. 1666. 1734. 1787. 1878. 1963. 2046. 2096. 2155. 3652. 5879) Ein anständiges Dienstmädchen mit guten Zeugnissen nach Offenbach gesucht Näheres bei Frau Zurbnch, dahier. 5885) Ein junges Mädchen (nicht von hier) im Nähen und Bügeln bewandert, sucht Stellung als Stütze der Hausfrau. Zu erfragen in der Exped. d. Bl. Montag den 13* September, Nachmittags 2 Uhr, werden in der Behausung des verlebten Bierbrauereibesitzers FricS vor dem Neustädter Thor: 1 Pferd, 1 Zweispänner und 2 einspänner Wagen. 1 Stoßkarren, Heu und Stroh, verschiedenes Arbeitsholz und Werkzeug, 1 Parthie Honig, sowie die Ernte des Gartens, bestehend aus Obst und Gemüse öffentlich meistbietend gegen baare Zahlung versteigert. Gießen, den 10. September 1879. Bekanntmachung. Nächsten Sonnabend den 13. Sept., Nachmittags 2 Uhr, sollen im Tonnenschuppen am Rodberg (Weg von Gießen nach Wißmar hinter der Main-Weser-Babn) circa 50 Tausend Liter Abtrittsdünger in Loosen zu ü 2 Tausend Liter öffentlich an. den Meistbietenden gegen Bürgschaft mit 2monatl. Zahlungsausstande ver- f uft werden. Gießen, den 7. Septbr. 1879. Ferd. Broel. Obcrh. Verein für l'okulgtfdjidjlc. Sonntag den 14. Septbr.: Dereinsausflug nach Schotten. Abfahrt von Gießen nach Nidda 8 Uhr 20 M. (Bon Nidda nach Schotten und von da Abends nach Grünberg wird die Theilnehmer ein eigener Omnibus bringen.) (5833 A-ckunft in Gießen 10 Uhr 30 M. Die Gießener Mitglieder, welche den Ausflug nutmachen wollen, sind gebeten, sich bis Freitag den 12. September Abends bei mir anzumelden. _____________________ Dr. Gareis. 1,5 5,4 3130 Rirchtimveihlmg $u Röthges t>. xaub»ch. 5868) Zur Feier der Einweihung unserer neu erbaute,'. Kirche laden für nächsten Sonntag den U. d. M., Vormittags 10 Uhr, freund- lichst ein Namens des K'.rcbenvorstandes: ___Koch, Pfarrer. Döpfer, Bürgermeister. 2174) Ein Logis im Freien, erster Stocks 4—5 Zimmer mit Zubehör, sowie Theil am Garten .zu vermiethen und sofort von Donnerstag 9 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2—6 Uhr im Ausstellungslokal in Empfang genommen werden. von Nachmittags 9 Uhr an, nach beendeter Grummetqras-Versteige- rung soll im Gießener Stadtwalde in den Dtstrtcten Strangswiese und Bannwald nachverzetchnetes Holz versteigert werden: A. Brennholz: Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter. Wellen. d=nsi4nnseg,tb. Concordia Französischer und englischer Unterricht. 5877) Mein Sprachunterricht wird Montag den 15. September wieder anfangen. Anmeldungen zu demselben können vom 13. d. M. an in meiner Wohnung, Marburgerstrasse 178, gemacht werden. ___________________Lina Oeser. Sonntag den 144* und Montag den 15. Septbr.: Kirchweihfest zu Staufenberg, wozu erffebmst emladen (5872) die Wirtbe Fink und Hammel. Tanzunterhaltung im Menfel ^'" Saale. Freunde von Mitgliedern können durch Erwirkung von Karten, h 1 welche bei Herrn Buchbinder H. Bourgeois (hinter der Kirche) zu haben sind, Zutritt erlangen. (5643) Der Vorstand. Alice - Verein für Frauenbildung und. Erwerb. 5834) Zu der Donnerstag den 11. September, Morgens 9 Uhr. im Vereinslocal (Schule auf dem Asterweg, II. Stoch) beginnenden Prüfung der Schülerinnen des Lehrkursus in sämmtlichen Unterrichtsgegen- ständen der weiblichen Handarbeiten und im Rechnen, wie zu der qm demselben und dem folgenden Tag daselbst stattfindenden Ausstellung der Arbeiten werden die verehrlichen Mitglieder und Freunde des Vereins ergebenst eingeladen. Gießen, den 8. September 1879. Vermischte Anzeigen. 5874) Ein einjährig Freiwilliger sucht per 1. Oktober er. Wohnung in der Nähe der Caserne. Gefl. Offerten bittet man an die Exped. d. Bl. zu senden.________ 5826) Ein j. Mann sucht einen gangbaren Artikel Provisionsweise zu übernehmen. Offerten beliebe man gefl. unter R- an die Exped. d. Bltts. zu richten. 5876) Bahnhofs-Restaurateur Harding in Dillenburg sucht auf sofort ein tüchtiges, braves, ansehnliches Mädchen für Hausarbeit; vorgezogen wird ein solches, das auch am Büffet mit zu verwenden ist. Gute Zeugnisse unbedingt erforderlich.__________ 5875) Eine besonders frequente Haus- und Gartenwirthschaft, außerhalb Gießen, mit Billard und Kegelbahn, bedeutendem Mittagstisch rc., beziehbar den 1. Oktober, wird einem cautionsfähigen Wirthe nachgewiesen auf Anfragen unter M. E. bei der Exped. d. Bl._______________________ Gesucht K ein braves Dienstmädchen zum sofortigen Eintritt. Rothenberger, Kaplansgasse. 5884) Ein braves Mädchen in häuslichen Arbeiten erfahren wird Ludwigs- straße B. 1706 gesucht. Die Zusammenkunft ist des Nachmittags 2 Uhr an der Strangswiese. Gießen, am 9. September 1879. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. 5870)____A. Bramm._________ Donnerstag den 11. Septbr., Nachmittags 2 Uhr, werden im Saale der Restauration Bramm in der Neustadt dahier wegen Wegzugs von hier eine Partie hochfeine Wintermäntel für Damen und unerwachsene Mädchen öffentlich gegen Baarzahlung versteigert. Gießen, den 6. September 1879. ________I. A.: M. Pilger. 5789 Grasversteigerung. Freitag den 12. Sept. d. I., Vormittags 8 Uhr aufangend, soll das diesjährige Grummetgras von den dem Martenftist Lich zustehenden circa 100 Morgen Wiesen in den Gemarkungen Lich, Ober- u. Niederbessingen versteigert werden. Der Anfang ist hinter dem Kirchhof an der Straße nach Grünberg. Lich, den 8. September 1879. | 4668) Wegen Versetzung des Herr» | Hofgericbtssecretair Scharmann isi b*r obere Stock meines Hauses, bestehend ou-:- 5 Zimmern, Küche mit Wasserleitung :c.r pr. 1. Oktober anderweitig zu vermiethen' __Emil Fischbach 4672) Eine schöne Mansardenwohnung, mit allem Zubehör per 8. Oktober zu ver- miethen.__Aliccnstraße E. 97. 4670) Der zweite Stock meines Vorderhauses ist per 1. Oktober anderweit zu oers miethen H. Keck, Neuenweg B, 177. 4942) Der zweite Stock meines Haus es, 6 Zimmer und aller sonstiger Zubehör, zu vermiethen. __Karl Bergmann, Gartfeld. 3024) Eine Wohnung von 4 Zimmern und Zubehör in meinem Nebenhaus an eine stille Familie sofort zu vermiethen. __Dr. Ploch. 5287) Ein Familienlogis zu vermiethen per 1. December oder früher un Hinter- hause des Darmftädter Hauses. 5322) Möblirte Zimmer (auch feine). ______________________Wetnsaal. 5713) Ein kleines Familientogis ist im Nebenhaus zu vermiethen und am 1. Oktober beziehbar. ____________I Ruckstuhl, Gartfeld. 5805) Ich beabsichtige mein in der Schloßgasse gelegenes Haus mit Laden zu vermiethen event. zu verkaufen. _________________Wilh Herbert. 5685) Der mittlere Stock meines Hauses bestehend in 5 Zimmern, Küche, Keller rc. ist sofort zu vermiethen, und alsbald be- 5869) Eine schöne Familienwohnung zu vermiethen in______Ltt. A. Nr. 166. _ 5871) Zwei Familienlogis, das eine den 1. October, das andere den 13. October er. zu vermiethen bei Carl Lony, Neuenweg. 5465) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen bei C. Fr. Eonrad, Friseur, _______________Mäusburg 48._______ 5459) Ein Logis, bestehend aus sechs geräumigen Zimmern nebst Zubehör, per 1. November zu vermiethen. Ebenso eine Werkstatte auf sofort _______A. Markus, Reichensand 224. 3714) In meinem neu erbauten Hause im hinteren Gartfeld sind mehrere kleine und größere Familienlogis mit abgeschlossenem Corridor und allen Bequemlichkeiten zu vermiethen und alsbald beziehbar. W. Seuling. 5712) Der 3. «Ltock meines Hauses ist zu vermiethen und am 1. Oktbr. beziehbar- _________Peter Pitz, Zimmermeister. 5717) Ein Logis von 5 Zimmern rc. zu vermiethen. ________Earl Lange, Seltersweg 44. 5792) Ein Logis zu vermiethen. ________Fr. Blnmöhr, Schießgärten. 5818) Ein Familienlogis per Anfang December, sowie ein hübsches, möblirtes Zimmer, zu vermiethen bei Wilh. Barthel, Grünberger Straße. 5829) Der 3. Stock meines Hauses, bestehend aus 6 Piecen, Küche rc. rc., pro 1. October zu vermiethen. ___Otto Roth, Marburgerstraße. 5806) Eine kleine Wohnung zu ver- miethen._____________Tiefen weg E. 144. 5799) Ein kleines Logis zu vermiethen. ____Grünbergerstraße B 167. 5041) Eine Familienwohnung von drei Zimmern nebst Zubehör zu vermiethen- _______H. Sch affst ädt, Reichensand. 4963) Der dritte Stock unseres Hauses ist per 1. Oktober zu vermiethen. _____Gebr. Stamm. 4324) In meinem Hause, Wilhelm- ftraße, sind in dem Parterrestock 4 Zimmer mit Küche und allem Zubehör, auf Wunsch auch eine Mansarde, zum 1. Oktober, event. auch früher, zu vermiethen __Dr. Weichet. 4154) In unserem Nebenhause ist ein Logis, bestehend aus drei Zimmern rc., zu vermiethen und soglerch zu beziehen. ____________FUck 4? Kröll. 2737) Ein möblirtes Zimmer zu oer: miethen im Frankfurter Hof.________ 2006) 5 Zimmer, Küche rc. im 1. Stocke, gleich beziehbar, zu vermiethen. F. Zöller, Neustadt. Loos - Nr. 13. 16. 18. 19. 25. 28. 30. 46. 82. 85. 89. 95. 97. 101. HO. 115. 131. 137. 148. 153. 154. 155. 156. 160. 163. 165. 175. 181. 182. 184. 186. 190. 191. 196. 210. 212. 217. 220. 228. 237. 240. 245. 247. 249. 261. 265. 266. 270. 278. 284. 311. 313. 320. 342. 345. 348. 349. 354. 357. 358. 361. 364. 389. 394. 440. 451. 469. 475. 478. 484. 494. 497. 498. 500. 501. 503. 504. 512. 513. 521. 525. 531. 533. 534. 536. 546. 549. 570. 575. 581. 584. 594. 597. 601. 617. 634. 636. 651. 652. 691. 699. 700. 702. 703. 709. 710. 719. 722. 724. 728. 729. 740. 753. 755. 756. 759. 763. 775. 776. 777. 794. 797. 806. 807. 813. 815. 819. 825. 836. 842. 847. 856. 857. 861. 882. 885. 889. 890. 894. 916. 931. 942. 943. 959. 971. 978 980. 990. 996. 1000. 1004. 1008. ■ 1011.