Str. 132. Mittwoch den 11. Juni I87rr. chiehener Wnzeiger Anzeige- Mi KmlsbM für iti Kreis Gieße«. RedaetionSbirrearr r \ ELpedittonSbureau r f Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags Schulstraße B. 18. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Tßeil. Gießen, am 7. Juni 1879. B etreffend: Die ständigen Beiträge der Gemeinden zum allgemeinen Schullehrer-Pensionssond. Das Großherzoqliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Durch die Verlegung des Etatsjahres auf die Zeit von Anfang April bis Ende März des folgenden Jahres ist die Verrechnung der Staats- ausgaben für das I. Quartal 1879 in der Rechnung der Großberzoglichen Hauptstaatskasse für 1878 angeordnet worden und ergibt sich hieraus die Notwendigkeit, daß die oben genannten, zur Deckung der Ausgaben bestimmten Beiträge für das I. Quartal 1879 mit 5 für jede beitragspflichtige Lehrerstelle für sich und für die Folge die Jahresbeiträge immer für die Zett vom 1. April bis 31. März des folgenden Jahres erhoben werden. Indem wir Sie hiervon benachrichtigen, beauftragen wir Sie, die Beiträge für die Zeit vom 1. Januar 1879 bis Ende März 1880 in der Rechnung für 1879 verrechnen zu lasten und den Gemeinde-Einnehmern hiernach entsprechende Anweisung zu erthetlen. Dr. Boekmann. Aokitischer Pheit. Zur Goldenen Hochzeitsfeier des deutschen KaiferpaareS. In unserer unruhigen und keineswegs sorgenfreien Zeit blickt das deutsche Volk seit vielen Jahren dankbar auf das in allen schweren Lagen des menschlichen Lebens oft hart geprüfte und doch stets seinem Gott ergebene und vertrauende deutsche Katserpaar. Ein hehres Vorbild in allen Tugenden, hat es sich die Liebe des Volkes erobert, in Treue wie in Ehrfurcht blickt zu ihm Deutschlands Bevölkerung empor wie zu einer Leuchte auf dunklem Pfad. Die Geschichte der letzten Jahrzehnte hat die Namen Kaiser Wilhelm und Kaiserin Augusta mit ehernem Griffel in ihre lorbeerbekränzten Taf-ln eingegraben, aber das Denkmal, das sie sich im Herzen eines dankbaren Volkes begründet, ist dauernder denn Erz, von Geschlecht zu Geschlecht wird die deutsche Nation ihre Namen ehren, so lang' die deutsche Zunge klingt. Unter diesen Verhältniffen wird die heutige Feier der Goldenen Hochzeit des deutschen Kaiserpaares zu einem wahren Nattonalfeste. Es ist ein seltenes Ereigr.iß, welches eine gütige Vorsehung das Kaiserpaar feiern läßt, und das Volk fühlt das Außerordentliche destelben. Mit Recht wird eine Goldene Hochzeit überhaupt an einem Ehepaar wie eine besondere Gnaee Gottes betrachtet, und wenn man bedenkt, daß ein solches Wethefest gekrönten Häuptern fast niemals beschieden war, so mag es Deutschland als ein glückliches Omen preisen, daß seinem ersten deutschen Kaiser und seiner Kaiserin die hehre Ertnnerungsseier an den vor 50 Jahren geschloffenen Ehebund beschieden ist. Es liegt etwas Patriarchalisches in dem Ereigniß. Vor uns steht jenes schöne Bild, welches Kaiser Wilhelm im Kreise seiner Familie darstellt, neben sich die beglückte Kaiserin und rings herum die kronprtnzltche Familie. Seit wenigen Wochen werden Kaiser und Kaiserin als Urgroßeltern begrüßt; als Großeltern blicken sie bereits auf Enkel, die sich „zu Master und zu Lande" auf chren späteren hohen Berus vorberetten, und als Eltern aus den kaiserlichen Sohn, der auf dem Schlachtfelde die höchsten militärischen Ehren erworben und bereits in schweren Stunden mit fester Hand die Zügel der Rcichsregierung als Stellvertreter seines kaiserlichen Vaters ergriffen hatte. Das leuchtende Bild des glücklichen Familienlebens kann einem großen Volke nicht herrlicher als Muster geboten werden, als auf dem Thron und an seinen Stufen. Innigere Liebe, einfachere Sitten, edlere Erziehung, größerer Trost im Leid, glücklichere Freude am Familienleben, dies Alles dürfte reiner und selbstloser im wetten deutschen Reiche nicht gesunden werden. Selbst in der Ergebung in schweres Unglück und tiefe Trauer leuchtet uns das hohe Katserpaaar als Muster voran. Wir wollen heute nicht die reichen Blätter der Geschichte umwenden, welche schon jetzt Wilhelm I. von Deutschland die ehrenden Beinamen des Siegreichen und des Heldengreises verliehen hat, den die Nachwelt einst noch begeisterter als den Schöpfer des einigen Deutschlands feiern wird als die Mitwelt, weil sie oft im erbitterten Kamps um die Meinungen des Tages vergißt, welches Heil ihr widerfahren ist, als Kaiser Wilhelm mit jugendlichem Muth, aber mit der gereisten Besonnenheit eines wahren Feldherrn, würdig der Ahnen, des großen Kursürften und des unvergeßlichen alten Fritz in das Rad der Weltgeschichte eingriff und sein Volk von Sieg zu Steg sührte. Zweimal erschien in Flammenschrist der Aufruf: „An mein Volk", welcher an die Freiheitskriege erinnnerte, — und wer denkt heute nicht zurück an den 19. Juli 1870, als Kaiser Wilhelm das eiserne Kreuz wieder aufleben ließ? Zu aller Zett unb an jedem Platz wußte Wilhelm von Deutschland, als König, wie als Kaiser die rechten Männer, die besten Rathgeber zu finden, so daß die Namen der deutschen Feldmarschälle, Kanzler und Minister für immer so hell in der Weltgeschichte erglänzen, wie die Namen der Blücher, Scharnhorst, Gnetsenau und eines Fretherrn von Stein. Kaiserin Augusta sahen wir nicht allein als liebende Mutter und als edle Wohltäterin in bürgerlichen Kreisen. Groß wie ihre Zeit ergriff sie die Aufgabe, welche die Humanität in schwerer Kriegszeit an das daheim in banger Erwartung harrende, mit seinem Herzen aber bei den wehenden Fahnen befindliche deutsche Volk stellte. Sie ward zur Bannerträgerin des rothen Kreuzes und organisirte rastlos thätig und geschickt jene großen Verbindungen zur Pflege verwundeter und erkrankter Krieger, welche bis auf den heutigen Tag chren segensreichen Beruf erfüllen. Zu ihr jubelte das Volk empor, wenn eine neue Siegesbotschaft eintraf, in ihre Hand floffen jene reichen Spenden, welche bewiesen, daß die Opferwilligkeit unserer Vorfahren ebensowenig auS- gestorben waren, als ihre Begeisterung und ihr Muth, und durch die Kaiserin fanden die Gaben den rechten Weg an die Adreffe der Leidendsten undHülfs- bedürftigsten. Und noch heute steht die deutsche Kaiserin, eine Priesterin der Charitas, an der Spitze aller größeren Vereinigungen, welche der Nächstenliebe und Humanität ehrende Denkmale errichten. Ihre Gaben sind bekannt auf dem weiten Erdenrund, wo es nur irgendwo große Noth zu lindern gibt, und wer sie daheim als Samariterin kennen lernen will, der mag bei den Wittwen und Waisen, in Hospitalen und in Volksküchen, in den Rettungsanstallen und in den wohlthätigen Vereinen nach ihr fragen; heute gedenkt Ihrer das Volk im Gebet, die Unmündige und Verwaiste, Blinde und Taubstumme, Arme und Elende tagtäglich segnen. Unsere Zett ist in Unruhe. Wilde Stürme haben an dem Bollwerke des jungen deutschen Reiches gerüttelt. Statt des erwarteten Segens für schwere Kämpfe und Opfer hat Gott in unersorschlicher Weisheit für gut befunden, sowohl dem Herrscherhause als dem Volke schwere Prüfungen aufzuerlegen. Für uns, für sein Volk hat Kaiser Wilhelm gelitten, um uns eine edle Kaiserin geweint. Noch leuchtet uns nicht die klare Sonne eines socialen und kirchlichen Friedens, noch kämpft das deutsche Volk einen schweren Kampf um sein tägliches Brod. Aber mit Vertrauen blicken wir heute empor zu dem Jubelpaar auf kaiserlichem Thron. Mit ihm erhoffen wir den endlichen Sieg der Wahrheit und des Rechts, den Sieg der Tugend und Beständigkeit, den Lohn für ein treues und redliches Leben, für ein den edelsten Zielen zugewandtes Streben. Von Neuem hat das kaiserliche Paar seinen Verdiensten um das Volk ein Lorbeerblatt hinzugefügt, indem es verzichtete auf allen äußeren Glanz der Feier des Tages und auf alle reichen zugedachten Ehrengaben. Der Segen, der aus einer Fülle milder Stiftungen erquillt, ist ihr schönster Lohn. Am heutigen Ehrentage, wie für die Zukunft steht unser Katserpaar vor uns als ein Hort des Friedens, ein Fels des Vertrauens, ein Vorbild aller menschlichen Tugenden, als die Leuchte aller unserer Hoffnungen für eine bessere Zett. Im Chor von Millionen ertönt am Tage, wo der goldene Myrthen- zweig auf dem Katserthron erglänzt, der Ruf und das Gebet: Heil dem kaiserlichen Jubelpaar! Gott schütze und erhalte Kaiser Wilhelm und Kaiserin Augusta von Deutschland! Deutschland. Darmstadt, 6. Juni. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: Am 31. Mai den Gerichtsaccesststen Dr. August Dietz aus Gießen zum Polizetcommissär zweiter Klaffe bet dem Polizeiamt Darmstadt unter Verleihung des Amtstitels: „PolizetJnspector" zu ernennen. Berlin, 7. Juni. Die „Nordd. Allg. Ztg." bringt folgende Mittheilung aus Wien von gestern: Hiesige und auswärtige Blätter verbreiten das Gerücht, die österreichisch-ungarische Regierung habe die Initiative zu irgend welchen gemeinsamen Schritten der Nachbarstaaten gegen die handelspolitischen Entschließungen des deutschen Reiches ergriffen. Holland hätte bereits dem von hier ausgegangenen Antrag zur Abhaltung einer Zollconserenz zngestimmt. Alle diese und ähnliche Ausstreuungen entbehren, wie auf Grund authentischer Informationen versichert werden kann, jeglicher Begründung. — Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge wurden die im Laufe der Woche eingetroffenen Delegirten Ostrumeliens, welche die Wünsche der ostrumelischen Bevölkerung zur Kenntntß der Berliner Signatarmächte bringen sollen, hier ebensowenig an amtlicher Stelle empfangen, wie die Mitglieder der albanesi- schen Deputation, die sich unlängst hier aufhielt, um gegen die Einverleibung epirotischen Gebiets in Griechenland zu protestiren. — Gegenüber den kritischen Aussührungen über die deutsche auswärtige Politik, welche die gestrigen seinen Schutz nehmen, auf daß uns noch viele Jahre die j 6. 7. — Auch der hiesige Kriegerverein ließ es sich nickt nehmen, die Kaiser!. Majestäten zum hohen Jubeltage zu beglückwünschen. Die Adresse desielben lautet: Allerdurchlauchtigster Allergroßmächtigster Kaiser! Allergnädigster Kaiser und Herr! Wenn in diesen festlichen Tagen sich alle Kreise des deutschen Volkes beeilen Ew. Majestät die herzlichsten Glückwünsche und die Versicherungen, der Treue und Ergebenheit zu Füßen zu legen, so darf eine Vereinigung von Männern nicht fehlen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, dahin zu wirken, daß in unserem Volke die Liebe zu seinem hohen Kaiserhaus unwandelbar erhalten bleibe. Anlegung einer Straße zwischen Gartfeld und Asterweg. Verlegung des linken Lahnufers zwischen dem Ober- und Unterwehr. Den städtischen Pflanzgarten betreffend. Die Abholzung eines Streifen Waldes im Heegstrauch. Die Ueberlaffung eines Schießplatzes an die Schützengesellschaft. Die Straßenbeleuchtung. Kostendecreturen. Bürgschaftsleistungen. Gesuch des Schneidermeisters Weiner um Bauerlaubniß. Okchksß 3918) Mit n Nachtrag zr stlischen Verbai ttmber v. I-, » lere Berichtig» Zerkehr mit en mthält, zur Ei Verkaufspreis Eießen, den Großhe und Frauentugenden voranleuchten. Gott schütze, Gott segne Eure Majestäten jetzt und immerdar! In unverbrüchlicher Treue verharrt Eurer Majestät allerunterthänigster, allergehorsamster Vorstand des Krtegervereins Gießen. Gießen, 10. Juni. Tagesordnung für die Stadtverordneten - Sitzung am Donnerstag den 12. Juni 1879, Nachmittags 4 Uhr: 1. Die Erbauung eines Schulhauses für die höhere Mädchenschule. 2. Herstellungsarbeiten an dem städtischen Hause in der Weidgaffe. 3. Gesuch des Otto Mögenburg um Erlaubniß zur Herstellung eine Einfriedigung. Telegraphische Depeschen. Wagner's telegr. Torrespondeur-Bureau. Berlin, 9. Juni. Se. Maj. der Kaiser hatte eine gute Nacht und promenirt seit gestern im Zimmer. Berlin, 9. Juni. Reichstag. Die Tagesordnung beginnt mit Wahlprüfungsberichten. Die Wahl des Grafen Plessen (4. Wahlkreis Mecklenburg-Schwerin) wird dem Anträge der Commission gemäß beanstandet. Die Wahl v. Arnswaldt's wird gleichfalls beanstandet, die Wahl Lorette's an die Commission zurückverwiesen. — Es folgt nunmehr die erste Lesung der Novelle zur Gewerbeordnung. Ackermann ist im Großen und Ganzen mit den Bestimmungen der Vorlage einverstanden und befürwortet deren Verweisung an die Commission. Richter (Hagen) wendet sich gegen die Vorlage, insbesondere gegen den geforderten Nachweis des Bedürfnisses für Gastwirthschaften. Minister Hofmann bestreitet gegenüber den Ausführungen Richter's, daß die Vorlage von einem reactionären Principe ausgehe und rechtfertigt die Forderung des Bedürfnißnachweises für Gastwirthschaften unter Hinweis auf die Zunahme der Schankwirthschaften und der Trunksucht. Windthorst erklärt sich gegen Branntwein-Consum überhaupt, will aber den Polizeibehörden allein den Befund über das Vorhandensein des Bedürfnisses nicht anheimgegeben wissen, da er besorgt, die Polizeibehörden würden sich vielfach von Nebenrücksichten leiten lassen. Redner verlangt, daß man den Polizeibehörden die Gemeindebehörden substituire, befürwortet übrigens Verweisung an die Commission, v. Kleist-Retzow befürwortet die Vorlage aus dem Gesichtspunkte der öffentlichen Moral und des allgemeinen Wohles überhaupt. Braun (Glogau) führt gegen die Vorlage aus, daß für die Bedürfnißfrage kein gerechter Maßstab gegeben sei, mithin lediglich Willkür walten werde. Lasker spricht gegen die Vorlage und plaidirt für hohe Besteuerung der Schankwirthschaften. — Die Vorlage wird zur Commissionsberathung verwiesen. Nächste Sitzung morgen 12 Uhr. Rom, 9. Juni. Der Papst ernannte den Cardinal Hergenröther zum Archivar des heiligen Stuhles. — Der Ausbruch des Aetna ist als beendet zu betrachten; es steigt nur noch Rauch auf. Berlin, 9. Juni. Die von der „Nat.-Ztg." am 5. Juni nach einem schottischen Blatte reproducirte Angabe, als hätten bereits 1873 oder überhaupt vor dem letzten Kriege Abmachungen der drei Kaisermächte über die orientalischen Verhältnifle stattgefunden, ist dem „Reichs-Anz." zufolge nichts als eine vorwandlose Erfindung. Deutschland war vor dem Congreß an keiner Abmachung über die Zukunft des Orients und an keiner Verhandlung bethei- ligt, welche nicht publici juris wäre. — Von autoritativer Seite wird der Nachricht von der beabsichtigten Verlobung des Fürsten von Bulgarien mit der Prinzessin Jusiupoff auf das Bestimmteste widersprochen. — Fürst Bismarck wird heute Abend 6 Uhr hier erwartet. Catania, 9. Juni. Der Ausbruch des Aetna hat fast gänzlich aufgehört, desgl. auch die Lavaströmung; es sind keine Erdstöße verfpürbar, nur schwaches Getöse; vom Hauptkrater steigt noch Rauch auf. London, 9. Juni. Die Königin verlieh dem Prinzen von Battenberg, Fürsten von Bulgarien, das Großkreuz des Bath-Ordens. Petersburg, 9. Juni. Großfürst Alexis Alexandrowitsch ist gestern Nachmittag von Zarskoje-Selo nach Berlin abgereist. — In dem Krankheitszustande der Großfürstin Maria Paulowna dauert der günstige Verlauf fort; Temperatur 36i/z, Puls 60. — Der „Regierungsbote" meldet, die Hinrichtung des Staatsverbrechers Solowjeff werde heute Morgen um 10 Uhr aus dem Smolensky- Felde vollzogen. Konstantinopel, 9. Juni. Die hiesige „Agence Havas" will fol- gende Meldung erhalten haben: Der russische Consul in Serajewo weigere sich, das Exequatur Oesterreichs nachzusuchen, indem er ausführe, Bosnien bilde einen Theil des ottomanischen Reiches; Oesterreich bestehe aber auf Einholung des Exequatur. — Die Pforte sendet Truppen nach Macedonien an die rumelische Grenze. Frankfurt a. M., 9. Juni. Anläßlich des Goldenen Hochzeitsfestes Ihrer Maj. des Kaisers und der Kaiserin bleiben am Mittwoch, den 11. Juni, die Börse und die Localitäten der Effecten-Societät geschlosien. Berlin, 9. Juni. Die „Nordd. Allg. Ztg." ist in der Lage, den Wortlaut der von dem deutschen General-Consul im Namen der deutschen Regierung dem Khedive am 18. Mai überreichten Protestnote, wie folgt, mitzutheilen: Die kaiserliche Regierung erblickt in dem Dekret vom 22. April, durch welches einseitig unter Aufhebung bestehender und anerkannter Rechte seitens der egyptischen Regierung die Regelung der Schuldverhältntffe bestimmt wird, eine offene und directe Verletzung der mit der Justizreform übernommenen internationalen Verpflichtungen und muß dem Dekrete jede rechtsverbindliche Wirkung bezüglich der Competenz der gemischten Gerichtshöfe und der Rechte der Reichs- angehörigen absprechen. Sie macht den Vicekönig für alle Consequenzen seines rechtswidrigen Verfahrens verantwortlich. — Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine kaiserliche Verordnung vom 6. Juni, wonach die Wahlen zur Ernennung des zweiten Drittheils der Bezirksvertretungen und der zweiten Hälfte der Kreisvertretungen von Elsaß-Loth- ringen am 21. und 22. d. stattfinden. — Die „Nordd. Allg. Ztg.", indem sie auf ihre frühere Besprechung des Vereinsfreikartenwesens auf den Bahnen des deutschen Eisenbahn-Vereins zurückkommt, beziffert die Zahl der ausgegebenen Karten nach genauer Information auf 2745, wovon 450 itn Besitze von Personen sich befänden, die Morgenblätler an die Meldung der „Augsburger Allg. Ztg." aus Natal vom 25. April von der gewaltsamen Vernichtung der Berliner Missions-Station Saaron durch Mannschaften des englischen Obersten Warren und von den Mißhandlungen des deutschen Missionärs Brune geknüpft hatten, ist die „Nordd. Allg. Ztg." nach eingezogener Information in der Lage, mitzutheilen, daß das Auswärtige Amt von jenen Vorgängen directe Kenntniß erhielt und nicht säumte, dieselben aus diplomatischem Wege bei der englischen Regierung zur Sprache zu bringen. Die bezüglichen Erörterungen seien noch im Gange. England. London, 7. Juni. Die Taucher, die in der vergangenen Woche an der „Pommerania" und dem „Großen Kurfürsten" thätig waren, besichtigten letzteren gestern abermals und sanden seine Lage unverändert. Sie überzeugten sich, daß die obwaltenden Hindernisse vermittelst Leutner's System sämmtlich überwindbar seien und nahmen ein genaues Maß des Riffes, welcher entweder durch einen luftgefüllten Ballon oder durch eine Eisenplatte verstopft werden soll. Die Taucher hoffen die Postbeutel und den Geldvorrath der „Pommerania" binnen wenigen Tagen in Sicherheit zu bringen, die Gesammtladung aber in wenigen Wochen. Innerhalb eines Monats soll der „Große Kurfürst" sicher in seichtem Waffer liegen. Lokales. Gießen, 10. Juni. Die Glückwunsch-Adresse der Stadt Gießen, welche von sämmt- lichen Herren des Stadtvorstandes unterzeichnet, heute nach Berlin abgegangen ist, hat folgenven Wortlaut: Allerdurchlauchtigster Großmächtigster Kaiser! Allerdurchlauchtigste Kaiserin! Allergnädigstes Herrscher-Paar! An dem festlichen Tage, der Millionen von Herzen zu dem inbrünstigen Dankgebet gegen den Allmächtigen vereint für die Gnade, die er dem erhabenen Herrscher-Paare des deutschen Reichs durch die 50jährige Wiederkehr der feierlichen Stunde, in welcher es den Bund für das Leben schloß, hat zu Theil werden lasten, wollen Ew. Ew. Kaiserlichen Majestäten gestatten, daß auch die Stadt Gießen den Gefühlen der innigsten Theil- nahme an diesem die ganze deutsche Nation beglückenden Ereigniß erfurchtsvollen Ausdruck verleihe und den Wunsch und die Hoffnung ausspreche, daß Ew. Ew. Majestäten noch lange Jahre in ungetrübter Gesundheit miteinander vereint sein mögen. Geruhen Ew. Ew. Majestäten zugleich huldvollst davon Kenntniß zu nehmen, daß^der ehrerbietigst unterzeichnete Stadtvorstand zur dauernden Erinnerung an diesen Ehrentag des allgeliebten Herrscherpaares des deutschen Volkes eine Stiftung zu Gunsten dahier wohnender bedürftiger Ehepaare, welche ihr goldenes Ehejubiläum erleben, beschlossen hat. In allertiefster Ebrfurcht verharrt Ew. Ew. Kaiserlichen Majestäten allerunterthänigster Stadtvorstand der Stadt Gießen im Großherzogthum Heffen. (Folgen die Unterschriften.) 4. Desgleichen des Kaufmanns Karl Wenzel. 5. Gesuch des Johannes Luh um Bauerlaubniß. Gesuch des Privatmanns Louis Kauf um Verlegung eines städtischen Grabens. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. nicht Eisenbahnsachmänner seien, sondern ganz andere Lebensstellungen einnehmen. Der größte Theil der letzterwähnten Karten entfalle auf nichtdeutsche Eisen bahnen; aber auch für Eisenbahnfachmänner selbst sei über das sachliche Maß hinausgegangen. Wien, 9. Juni. Die „Polit. Corresp." meldet aus Philippopel: Aus die Vorstellungen der Pforte wegen der Anstellung von lauter Bulgaren antwortete Aleko Pascha mit dem Bedauern, daß er nur in den Kreisen bulgarischer Intelligenz für die leitenden Posten geeignete Personen gefunden habe. Bei der Besetzung von Verwaltungsposten werde er gern auch Mohamedaner berücksichtigen. — Dieselbe Corresondenz meldet aus Konstantinopel: Der britische Botschafter Layard beschwerte sich bei dem Sultan über die Verzögerung des Exequaturberats sür den britischen General-Consul Wilson in Kleinasien. Berlin, 9. Juni. Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin, sowie der Großherzog und die Großherzogin von Baden sind Abends 7 Uhr 45 Min. von Potsdam hier eingetroffen. Fürst Bismarck ist um 6 Uhr Abends hier angekommen. Catania, 9. Juni. In Folge der Erhebung der Municipalsteuer sind in Calatabiana Unruhen ansgebrochen, wobei das Municipal-Archiv verbrannt und mehrere Soldaten und Bürger getödtet wurden. Es sind bereits Truppen dahin abgegangen. Versailles, 9. Juni. Die Deputirtenkammer ertheilte nach langer Discussion mit 306 gegen 195 Stimmen die Ermächtigung zur gerichtlichen Verfolgung Coffagnac's. Petersburg, 9. Juni. Das Todesurtheil gegen Solowjeff wurde heute Vormittag 10 Uhr auf dem Smolensky Felde mittelst Stranges vollstreckt. Der Platz war mit Militär besetzt, in der Umgebung unzählige Volks- maffen angesammelt. Der Delinquent benahm sich ruhig und wies geistlichen Zuspruch ab. Die Ruhe wurde durch keinerlei Zwischenfall gestört. Wien, 10. Juni. Gestern fand die konstituirende Generalversammlung des Donauvereins statt, an welcher die Vertreter der großen Städte, hervorragender Corporationen und bedeutender Verkehrsanstalten Oesterreich-Ungarns theilnahmen. Zweck des Vereins ist, auf Beschleunigung der Schiffbarmachung der ganzen Donau hinzuwirken. Deffentlii Nachdem G Oberhessen ük Georg $ den förmlicher tat, werden fordert, ihre? Georg Klo jugsrechten irr Dienstag I Nachm bei unterzeichn AuWd w ßchon erfolgt, zeichneten Ter Im Termir versucht, Glä rurator em Versilberung Von den nich treten en Wn daß sie den 9 der erschienen« Gießen, an Großherzogli« Langerm Landg Tchiilli Nachdem E Dberhesirn ü Philipp H ven förmliche werden fordert im $ ,, Nach, Fordern gelten' genani ^ucht, M ?tQtorfletoäE S?'" "ich Jetten @| Ew bh •'M Gi-ßrn, 6 tii 5-5 /i ' :2, «M «* 1'50'7’ 100 Ailo vM* '/ sseisch 70 H P« frisch 56-60 MN". gttg; frl- Jrl. 23eim< Mittel rioit- ____ Vermischtes. Stuttgart, 3. Juni. (Die 25jährige Wirksamkeit der Lebensversicherungs- und Erfparnißbank in Stuttgart.) Heute am 3. Juni sind eS 25 Jahre, daß diese Bank ihre erste Police ausgcfertigt hat. Nur mit aller Genugthuung können die Banktheilhaber auf die Geschäftsergebnisse dieses ersten Vterteljahrhunberts zurückbltcken. Diese im Jahre 1854 von patriotischen Männern gegründete Gegensettigkeitsanstalt hat sich allseitig bewährt, ihre Garantiemittel haben eine absolute Sicherheit erreicht, die während 25 Jahren constaut erzielten hoben Uebericküffe ermöglichten die niedrigsten Nettoprämien und dabet konnten noch die statutarischen Bestimmungen — ohne Beeinträchtigung dieser beiden Hauptvorzüge und unter Erhaltung der soliden Grundlage des ganzen Instituts — ihre stetige Vervollkommnung im liberalen und Humanitären Geiste finden. Die Bank hat ihr anfänglich enges, beinahe partikulares Geschäfts- gefeia -u einem deutschen erweitert und selbst über die Grenzen Deutschlands hinaus, namentlich in der Schweiz, genießt sie großes Vertrauen. lieber den Gang und Stand der Bank, wie sich derselbe während der abgelaufenen Periode von 25 Jahren gestaltet, können wir folgende Daten mittheilen: Es gingen 53.498 Anträge ein mit JC. 215,025,680. — Versicherungssumme, und wurden für 42,420 Personen die Policen ausgcfertigt mit Jü 182,433,580. — Der derzeitige Versicherungsstand umfaßt 31,481 Personen mit Jü 144,421,550. — An Prämien wurden vereinnahmt ca. 42 Millionen Mark, für Sterbefälle dagegen ausbezahlt »AL 12,459,875. — Überschüsse wurden erzielt 12,130,162 und an die Lebensversicherten konnten im Durchschnitt 37,6o/o der Prämie als Dividende vertheilt werden. Die Fonds der Dersicheruugs- branche erreichten pr. Ende 1878 die Summe von JL 26,857,163. — Die Derwaltungskosten stellen sich im Durchschnitt auf 5,41°/o der Jahres-Einnahme. Wir dürfen dem Institute zu diesen ungewöhnlichen Erfolgen gratuliren und können ihm nur die gleichmäßige fernere Entwicklung seiner Wirksamkeit wünschen, durch welche es unter seine Mitglieder so reichen Segen auszustreuen vermocht hat. Möge der Allgüttge Ew. Majestät und Allcrhöchstderen Gemahlin auch ferner in Schutz nehmen, auf daß uns noch viele Jahre die erhabensten Beispiele deutscher Mannes- 1 in Eis Eis t, aWW -SiM StnftitdigMS' j^n Srabeas. ft 2773) gKMMKXXXXXXXXtXXXXXXXXXXXX Buchene Meidengasse. 3313) eff wurde lgrs Dott» ige Volks, sjtistliihrn 4 langer ^sichtlichen lammlung le, hervor- h-UlMNs armachung -lpHeuer rPv ver- 'b bereits ,/, Bärmann im Hotel Einhorn. 1569) Arbeiter-Hosen in Baumwolle, Halbwolle, engl. Leder rc. von JL 1.75 an, Hemden von t. V. d. L.: vr. Trapp, (3291 Landgerichtsasteffor. empfiehlt die Delicatessenhandlung *■ Ä tl, nai'efltlw .. Ilflö $%.» 'S» Heugrasversteigerung in der Oberförsterei Schiffenberg. Montag den 16. I. Mts., Vormittags 9 Uhr, soll das Heugras von den cameral- fiscalischen Wiesen in den Gemarkungen Leihgestern, Schiffenberg und Watzenborn-Steinberg auf dem Rathhauö zu Watzenborn versteigert werden. Gießen, den 10. Juni 1879. Großh. Oberförsterei Sch'ffmberg. 3934) G e o r^t. Lager in sonstigen Frühjahrsspielen ■ Mein Lager in allen Sorten Pinsel für Maler, Ä« « «a-ki-", 3p.d-iam.fF«, S«9plf««- «rtikel empfehle hiermit bestens. Emil Fischbach. Cassa - Schränke WOLFF, Meinen werthen Kunden, sowie allen, welche Eis bedürfen, diene zur Nachricht, daß mein Eiswagen jetzt täglich geht daß Eis in sedew Quantum zu jeder Zeit zum billigsten Preise frei ms Haus liefere. Arme Kranke erhalten solches umsonst. Eis-Schränke zu Fabr.kpretsen halte stets auf Lager. Bei Aufträgen per Post-Karte wird Porto vergütet. oqiqa Achtungsvoll ’ H. Schmall, DGscher »f. XXXXXXXXXXXXXIXXXXXXXXXXXX 8 Ausverkauf. z x Nm mit meinem Waarenlager, ans anerkannten guten X X Qualitäten, rasch zu räumen, verkanse dasselbe X x 2S"|0 5 5 unter dem Einkaufspreis. X Karpfen (3924 Handel und Verkehr. Gieiren 10 ^uni. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. «A 0,75 bis ^O^Nühnereier per Stück 4?/, A, Ganseeier per Stück—er per föh'trf 5—5Vo Eäie ver Stück 5—8 £>, Kasematte, per Stuck 3 Erbsen, 1 X.tteT m tofen, 1 Liter Tauben. daS Paar 70 Hühner, per ®tüi.M 1.25, -»teHahnen, p« «to '« u! 18 ^Ochfin- per Pfd,' Kuh. und Rindfleisch 56-60 Hammelfleisch 60-70 Schweine- fletsch 56-60 Kalbfleisch 40-48 jnamun 2846) Vorzüglichen = aenfefroein = bei C. ]Roth, Neue Bäue. 3813) Die Kleeerndte von einem Acker ist zu verkaufen. Neuenweg Lit. B. Nr. 202. Croquels in sehr reichhaltiger Auswahl mit und ohne gerieften Kugeln wieder eingetroffen. Ebenso bringen wir unser reichhaltiges 'e Tlstn b°M«ß Ppopel: ulgaren en bub ;tl habe, mbaner l: Du »ft in, fotßn An. ends hi« Kunstnotiz. ^reitaa den 13. Juni findet in „Wenzel's Saalbau" eine von Herrn Alberti a^airte^musikalische Soiree statt und zwar unter gütiger Mitwirkung hiesiger vorzüglicher Kräfte' Jbre Mitwirkung haben in der liebenswürdigsten Weise ^gesagt die Damen Louise cm io und 9vuise Lanasdorff sowie die Herren Hau bach und Bl er s ch.— «ÄMar^Langsd?rsfist im Conseivatdrium in Stuttgart gebildet worden, hat dramatischen U„ienl*t in Weimar qenjfien und wird sich im nächsten Winter der Bühne als Tragadw maßgebender Aussage soll dieselbe große Befähigung und geradezu überraschende ?,nktlerische Mittel besitzen. Möge die Mitwirkung der obigen Kräfte dazu beitragen, Herrn dl l berti einen recht vollen Saal zu ermöglichen! — Er hat SIneTfenniing durch ferne „künstlerische" und in jeder Beziehung „anständige" Leitung des Wlntertheaters redlich ver« Üent 1 Keikgeöotenes. 3929) Alle Sorten Pflanzen verkauft. Emil Beiam Hamm la. weiße Kernseife ä 40 (bei Abnahme größerer Quan- titäten entsprechend billiger) Ha. Kern-, sowie Schmier- und Putzseifen aus der Fabrik des Herrn C. Naumann in Offenbach offerirt EF* Hcttsci*- 3913) vormals F. Bieler. 3935) Oberndorfer Dickwurz-Pslanzen verkauft. Jungblut, Promenaden-Haus. 3925) Täglich Gefrorenes«, sowie jede Portion frei über die Straße geliefert, empfiehlt bestens Covditor Kinkel, Sckulstraße. 3928) Eine fast noch neue Drehbank, bestehend in Spindelstock, Reitstock, Plan- scheibe, Futterkopf und ©upport ju öer= kaufen. Näheres in der Exped. d. Bl. " Feingeräucherten Speck 10 Pfund 4 Mark empfiehlt C39?1 C. R Textor, Brandgasse. 3922) Im Rufs. Hof sind 7 Fenster, 1,45 M. hoch, 0,85 M. breit, verander- u'ngshalber zu verkaufen. Niederste Mittlere Mittel früherer Jahre Höchste ......... Niederschlag an 16 Tagen . • •• Niederschlag im Mittel früherer Jahre an 14 Tagen Holzkohlen verkauft (3849) Eduard Noll. 3782) Ein neuer guter Bier-Apparat und ein schönes Buffet ist zu verkaufen. Ehr. Dix, am Neuenweger Thor. von Carl ^chtvaab. 3791) Eine zweispännige noch in gutem Zustande befindliche Chaise mit Glasverdeck ist billig zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. _________ Gebackene Fische auf der Pulvermühle. (3023 Frankfurt, 9. Juni. (Fruchtbericht.) Mehl Nr. 1 Rabatt. 3812) Martin Scheel. Wernntthungen. 3919) An eine ruhige Famile eine schöne Wohnung im Freien zu vermiethen _______________________________Lit- D. 106. 3921) ^in schön möbl-Zimmer zu ver- miethen bei Adolf Bertram, ____________Reichensand-Bahnhofstraße. 3920) Ein Logis, 2 Zimmer, Cabinet, Küche und Keller, zu vermiethen. _________Ad. Hilgärtner, Gartfeld. 3916) 2 größere Familicnlogis, das eine 6 das andere 5 Zimmer (auf Wunsch auch eines getrennt,) sind zu vermiethen und gleich zu beziehen. ________________Wilh. Krämer. Gartfeld Lit. A. Ur. 118,6 ist die Parterre - Wohnung, bestehend in 5 heizbaren Zimmern, 2 Kammern u. s. ro-, sowie Gartenantheil, zu vermiethen und 1. September beziehbar.____________(3917 2428) Mansarden-Wohnung zu vermiethen. Chr. Spruck. 3691) Ein Logis, 4—5 Zimmer und abgeschlossenen Corridor, sofort zu ver- miethen.__________M. Weißbäcker. 2587) Der untere Stock meines Hauses, bestehend aus 5—6 Zimmern, per 1. August zu vermiethen. ______L. Bersch, Alicenstraße E. 102. 2847) Schönes Zimmer, möblirt oder unmöblirt, in der Nähe der neuen Aula zu vermiethen. Wo? sagt die Exp. d. Bl. 3157) Schloßgasse A. 258 ist ein FamilienlogiS, aus 4 Zimmern bestehend, zu vermiethen und sogleich beziehbar. 3468) Die Bel-Etage, sowie ein kleines Mansardenlogis, zu vermiethen bei D. Weller V., Heuchelheimerstr. 3560) Ein schönes möblirtes Zimmer vermiethet Eugen Kauffmann, Alicenstraße. 3814) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen bei Herrn Kaufmann Schlatter. 3866) Sonnenstraße B. 77 ist ein Logis (5 Zimmer mit allem Zugehör) zu vermiethen.______________ 3864) Ein Logis von 4 Zimmern mit Zubehör zu vermiethen. Kaplansgasse 218 bei Franz Gerbode. 3855) Der 2. Stock nreines Hauses an der Reichensand-Bahnhofstraße mit 5 Zimmern, Küche und sonstigem Zubehör zu vermiethen. I. Stein, Architekt. 2470) In meinem neuerbauten Hause, in der Bleichstraße, sind 2 Logis, je mit 5 Zimmern und Zubehör, auch Gartenan- theil, alsbald zu vermiethen. _______________________A. Huhn. 3839) Zwei kleine Familienwohnungen zu vermiethen bei _________Herm. Euler, Mäusburg. 3892) Möblirtes Zimmer zu vermiethen. Frau Pfarrer Lampas Ww-, __Günbergerstraße 169. 3862) Der 2. Stock, 3 Zimmer nebst Zubehör, per 1. August iu vermiethen. Th. Stiehl, neben dem Fischerhof. 3857) Mansardenwohnung zu vermiethen, gleich beziehbar. C. Herbert, Nahrungsb. 3886) Ein Heines Logis zu vermiethen. _____________________Neuenweg 116. 3825) Zwei aneinander stoßende Zimmer, das eine elegant möblirt, per 1. Septbr. zu vermiethen. Näheres bei der Erped d. Bl._________________________ 3783) Die unteren Localitäten nebst 4 Stuben in den oberen Gelassen im Doflein'schen Hause sind zu vermiethen und gleich zu beziehen. Ehr. Vix, am Neuenweger Thor. Vermrethungen. 2524) Zur Beachtung der Wohnungsuchenden jeden Standes: Stets Zimmer zu vermiethen, billig für 3t. 8 bis 3t. 12, monatlich. TöktdcnhauS, Dienstmann, Neustadt bei Stieb er. Vermischte Anzeigen. 3914) Ein gut empfohlenes Mädchen, das durch den Tod seiner Herrschaft stellenlos geworden ist, sucht auf sofort ein anderes Unterkommen. erfragen Neichensand C. 121. Meine Wohnung und Geschäftsloenl befinden fich im Haufe des Herrn Gerlipp, Kirchenplatz 23. Schäfer, 3881)_______Gemüsehändler. 3889) Eine geprüfte Krankenpflegerin (von auswärts) wäre im Stande, Pflegen zu übernehmen. Zu erfragen in der Exped. Für das Ktnderhospital in Nauheim sind noch eingegangcn- von Hofgerichtsrath Dr. Kritzler 3t 5. A. K. 3t 5. L. P. 3t. 4. Fabrikant Georg: 3t. 20. Bezirksstrafrichter Kullmann 3t 5. Fr. B- 3t 1. Kr. 31. 2. Decan ©tratf31 6. Pfarrer Dr. Seel 3t 10. Frau Jughardt 3t. 2. Ungenannt 3t. 10. Pralat Dr. Simon 3t 6. L. Schl. 3t 1. Bürgermeister Bramm 3t. 10. Ungenannt 3t 10. Zusammen 3t 97; wofür den Gebern der herzlichste Dank gesagt wird. In Auftrag des geschäftsleitenden Ausschusses. Der Rechner: . Eugen Kauffmann. Außer dem Unterzeichneten nehmen weitere Beiträge für das Nauheimer Kinder- hosprtal gerne entgegen: Pfarrer Schlosser. Gymnasiallehrer Stamm, Professor ^-.Thaer, Dr. Baur, Rentner Louis Bücking, Hofgerichtsrath Dr. Kritzler, Bezirksstrafrichter Kullmann, Hofgerichtsadvokat Dr. Reatz, Pfarrer Dr Seel Kaufmann Gustav Windecker, Bankoorstand Georg Wortman n. 3610) Zu dem am 15. Juni stattfindenden ---- Balle---- laden ergebenst ein Gebrüder Eich, Salzhausen. Kurstauspächter. Jhcofnibs Sdjmiöt, Eid), Chemische Wasch- und Ileckenreinigungs-AMalt für Herrengarderoben, Uniformen, sowie Damenkleidern, unzer- trennt, mit sämmtlichen Garnirungen, als: Spitzen, Federn und Pelzbesätzen- ebenso Handschuhe rc. Kunstfärberei u. Druckerei. Als: Seide, Sammt, Plüsch, Tuch, Möbelstoffe in Rips und Damast, Blonden, Gaze, Cachemir, Crepe de Chine, Handschuhe. Herstellung von Moire. Appretur- und Glätt-Anstalt. Reparaturen aller Arten von Hüten. (3815 Annahmestelle für Gießen bei Herrn Valentin Klein, Färber, Ecke der Sonnenstraße und Neue Baue, wo Muster zur Einsicht offen liegen. 3915) Ein anständiges Dienstmädchen, das gut kochen kann, sucht 'n Abwesenheit der Herrschaft Stelle auf sechs Wochen. Näheres in der Exped d. Bl._________ 3904) Für einen soliden und zuverlässigen Pferdeknecht resp. Kutscher, dem die besten Zeugnisse nir Seite stehen, wird eine Stelle gesucht. Am liebsten wenn er fich die Kost selbst stellen kann. Gest. Offerten beliebe man in der Exped. d. BlttS. niederzu- legen.__ 281) Getragene Kleider, Stiefel, altes Geld, Gold und Silber, Antiquitäten, Oel- gemälde, Zinn rc. kauft Louis Rothenberger, ____________özmusnsU _____ 3890) Alle Sorten Handschuhe werden aufs Schönste gewaschen und gefärbt bei Karoline März, Marklstraße 31. s j- o a- s co co <=D ♦ ■d X 5 ♦ o Krieger - Verein. Zur Feier der goldenen Hochzeit Sr. Majestät des Kaisers COHCERT am 11. Juni, Abends 8 Uhr, bei Kreiling (Gambrinus). Entree für Mitglieder und deren Angehörige nach Belieben^ für Nichtmitglieder 30 Die Vereinsabzeichen find anzulegen. (3932 Obcrhcssische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. Sitzung Mittwoch den 11. Juni, Abends 7 Uhr in der kleinen Aula. VORTRAG- des Herrn Director Svldan über Oir physikalische Beschaffenheit der Firsterne. Auch Nichtmitglieder haben Zutritt. (3902 Danksagung 3930) Allen Denjenigen, welche unsere unvergeßliche Gattin, Mutter und Schwester Wilhelmine Kumpf, geb. Zick, zur letzten Ruhestätte geleitet haben, sagen wir hiermit unseren innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Postschaffner Kumpf und Familie. ThieFs Land wirtschaftliches Konversations-Lexikon in 7 Bänden oder 72 Lieferungen Preis T4 Hark. Redigirt von Prof. Dr. K. Birnbaum und Dr. E. Werner. Bis jetzt erschienen Band I—IV. Brillant recensirt in ca. 700 Zeitungsnummern. Das vollständigste Werk der gesammten Land- wirthschaftlichen Literatur. Agenten gesucht. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen an und LEIPZIG Die Verlagshandlung (Eisenbahnstr. 8.) ». Thiel. Im gleichen Verlage erscheint: Thiels Kleines Landwirthschaftl. Lexikon 20 Lieferungen ä 80 H. Die Ursachen der Vererbungskraft Broschüre von Dr Werner 3t 1. Illustrirte Ausgabe von 1793 Roman von Victor Hugo. 12 Lieferungen ä 50 Im Herbst die Oper: Meister Martin und seine Gesellen Musik von W. Weissheimer. MOZART nach Schilderungen seiner Zeitgenossen von Dr. L. Nohl. 10 Lieferungen a 60 H.________ | Geschäfts-Verlegung. ' Meine Werkstätte befindet sich von heute an Maigaffe Lit. C. Nr. 14. G. M. Tränkner, Bau- und Möbel schreiner. 3927) Ein braves ordentliches Dienstmädchen auf sofort gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bl. Lindners Sommertheater. (Lony's Bierkeller). Dienstag den 10. Juni (3933 Concert-Soir^e. Entr6e 20 H. Mittwoch den 11. Juni: Theater-V orstellung» Eine Taffe Thee. Lustspiel tn 1 Act. Personen: Baron Henri v. Villedeuil Hr. Lindner jr- -permonie, seine Gemahlin Frl. Steffan. Camouflet, Privatsekretär Hr. Heideck. Joseph, Diener.......Hr. Banzer. Mitten in der ^acht oder Nur mit dem Hausschlüssel. Posse in 1 Act. Personen: Herr Piesecke, Rentier . . Hr. Heydeck. Ein Ungenannter . . . Hr. Banzer. Eine Frauenstimme... * * * Ein Hausknecht .... * * * Zum Schluß: Eine Wette um die Braut. Posse mit Gesang in 1, Act. Personen: Herr v. Ruheleben . . . Hr. Lindner jr. Louise, seine Frau . . . Fr. Lindner. Adolphine, seine Schwester Frl. Steffan. Baron Palm, ihr Verlobter Hr. Banzer. Scene: 1 Gasthof. — Anfang 8 Uhr. — Entröe I. Platz 50 H. II. Platz 30 H. Die regelmäßigen Theater - Spieltage sind von heute ab: Sonntag — Mittwoch — Freitag. Achtungsvoll Fritz Lindner. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. «r. > MMCtiOi W-ditio Da stattfinden. Es Bezirk der 4 a b c d e Der lich zuzustel ihre Loos Di So bisherigen T Die nen rechtzeitig Gie Dari veier der das Großh. rogthums da nächsten I.Ä u zu Deutsd uchrGotl! glmacht das und bis ihr dritten." y hje tat uni 6,8 W ihres l JQWer ,u ®er«nitalt4" SM a'41 Ti-sts ynol aus ü W Unb ha* Ws?« lubh’ pum ei «Ion Nlhfjtjui