'M in weiteren: .[W ^vcheilt Pöernfien ,S-ber nicht in aLäx ^nzer s« *SS ^tr v< 1.75,2.60 modern m L Ui, 6.- in'Wkichauer- und iniügni, p. Meter . vrritt 132 Cent., - - ui Diensten» tkanat Nehm e. >g ter Jahresbei- ifjiangntn (Selber hier, tmjenben m Uten, Jnferate jeder tö Lürgnmristn tzeie^nMtz «wb tpebitwn__ I. Ibends 8 Uhr: ?hen i!e» ebr. Nach*. 4 Uhr y. S-mge-til«- 1 Der Vorstand. usteiÄ* 1879. Dienstag, den 11. Februar Rr. SS Erscheint täglich mit Ausnahme deS MontagS. RedaettsttSbureaur | Schulstraße B. 18. «xpedittsnSbirreairr j - *Ä und nur di-j-n Fragen Nnn'mmt und „laube ich mir deßhalb Großh. Staatsministerium um deren geneigte Beantwortung nocymaes zu ver,uu-ru, xxx „klären , wie er sich SSiÄfcÄ®? ss Acutfchkand. Darmstadt, 8. Februar. In ihrer Heuligen Sitzung setzte die zweite Kammer nach Verlesung einiger neuer Einläufe die Budgelberathungen so l und wurden die angesorderten Betrage durchweg bewilligt, darunter 3000^Mk. sür Förderung des Molkereiwesens und 6700 Mk. (rncl. der sachlichen Aus- "ngLtts und des Re.chsgesetzblat.es und die sür die Ser rauen -r Justizverwaltung geforderten Beträge wurden ohne erhebliche Debatte bewilligt. 3 cvn heutigen Sitzung der zweiten Kammer wurde von dem Abg. Ärbrn. v. Nordeck zur Rabenau folgende Interpellation eingereicht: ® der Budgetcommission des preußischen Abgeordnetenhauses erklärte | der Reaierungsccmm'siär om 17. v. Mts., daß die königl. preuß. Regierung krast dä ihr zustehenden Oberaussichtsrechts Hesien und Baden zum Bau des 6ar auf einer Verwechslung der Landeshoheit Preußens aus seinem eigenen Gebiete mit einem vermeintlichen Oberaufstchtsrechte über Hesien und Baden beruhende Erklärung durch den badischen Staatsminister Turban in der Sitzung der zweiten Kammer vom 22. v. Mts. mit aller Schärfe zuruckgewtesen worden 5 Er sagte dort u. A. in Beantwortung der gestellten Interpellation. Der h^r allein maßgebende Vertrag von 1844 begründet kein Ober- aufstcktsrecht Preußens über die beiden anderen Vertragsstaaten und vornehmlich kein solches, durch welches Letztere zu einem Kostenbetrag für den Frank- turter Centralbahnhos gezwungen werden konnten. 1 __ . .» « rr... t. .n -L* ttrxki S CrntorPMP $U Wellen; Herr Ministerpräsident Freiherr v Starck beantwor.ei die c-tntervellation sofort dahin, daß er die Beantwortung, die seitens des badischen uon der Kammer mit Beifall aufgenommenen Erklärung befriedigt. Berlin. Einen Artikel, in welchem die Vorgänge, welche den Rucktri r des Marschalls Mac Mohon und die Wahl Grevy s zum Präsidenten der französischen Republik herbeigesührt haben, bargesteüt werden, schU-ßt d Rnrrpfti" wie fnlat * . Der ganze bedeutsame Wechsel in ver yocysien LOtung der Republik hat sich mit der größten äußeren ^heund Regelmäßig- , und die gesammte republikanische Partei glaubt darin «inen enstchiedenen Beweis der inneren Festigkeit der neuen Zustände erblicken ... türfen. Doch kann man sich auch im Hinblick aus die überraschenden V° sönae dieser ersten Woche der neuen republikanischen Aera nicht verhehlen, daß wöbl a östere Proben erst noch zu bestehen haben wird. Dle anid;eb Ä»' Handels- SMSSSSS gÄS==SSSS£ Mchcmr 'Mnznger lustige-- unii Amtsblatt fit den Kreis Gieße«. -------------------------------- Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. 71/2 ^Berlin, 7. Februar. Der „Volksztg." wird die Nachricht bestätigt, Sentralbahnhof gezwungen werven rennten. | ba6 unter Zustimmung des Reichskanzlers die Referenten in ver Zouraris- Ai-ch für Hesien besteht ein hohes Interesse, officieü zu constatiren, welche ^ d aiission" einen Zoll von 50 Pfg. aus den Centner Getreide Vorschlägen «Uch ,m 4>eg I ------kl„,_ .ennimmt. und erlaube I auch die Mebrheit im Schooße der Commtsston erhalten Selbst diesen ,-ndwirthschaf.lichen Kreise, welche sich für Ge.re de- zölle so lebhaft echautfiren, heben hervor, Wie em so niedriger Zoll von 50 Pfg. der darniederltegenden Landwirthschast nichts helfe und die Concur- renz des Auslandes nicht aushalten werde. Die Agrarier verlangen 1 Mk. fcl« 1 Mk 50 Pfg. per Eentner, wofür sie weder, trotz aller Zustimmungs- Avreffen an den Reichskanzler, die G-nehmigmig des letzteren noch die^des Reichstages erhalten werden. Im Uebrtgen durste der Reichskanzler 'n nächster Zeit von den größten Städten Deutschlands Adreffen erhalten, die sich auf das Schärfste gegeil die Einführung von Eingalrgszöllen aus Iant,®lT^3 schastUche Producte ^klären. Wir hoffen, daßdieOfficiösendann mit der bekannten Rührigkeit auch diese Adresien zum Abdruck bringen werden. - Wie die „Voss. Ztg." hört, ist an eine Zustimmung> Wm -ntbergs und Bayerns zu dem den Bundesregierungen zug-g°ngen°n R°tchseisenbabn- (Sefchentninfe nicht zu denken. Die Regierung von Württemberg soll in sol- gender Bestimmung des Entwurfs eine formelle und ""i°^lle Aenderung der Reichsverfasinng erblicken: „Die Aufsicht über das Eisenbahnwesersteht dem Reiche zu, soweit dieselbe nicht den Landesregierungen nach ausdrücklicher Be sttmmimg dieses Gesetzes verbleibt. Alle sonstigen, den Landesregierungen nach gesetzlichen, vertragsmäßigen, eoneessionsmäßigen oder statutarischen Bchimmun- SÄS ÄÄ'5‘«5 s= --S-w-1 ÄtfÄTÄ ’ä“S « > baben bieten «*»£> M fragen, ob die bisherige Einigung der gemäßigten S°wM^ai^ihr^Rese^ indem von den Art- 42 bis 47, welche sich aus das Revublikaner fest und stark genug sein wird, die daraus ^wachsenden Gesa )ren Lcen^flhnroeffn beleben, die fünf ersten auf Bayern nicht Anwendung finden au? die Dauer zu bewältigen. Für die Aufrechterhaltungsriedlicher47 welcher die militärischen Anforderungen an die Bahnen en der Republik nach Außen hat der ausdrücklich und en schien kundgeg^ene und nur Reiches unterstellt sind. 2 b-m st«. Ile-ä äSs äs ÄrahSrBS die Im Landtag erfolgte einstimmige Annahme eines Vermiitlungsantrages der Conflict mit dem StaatSmintster ausgeglichen worden. Oesterreich. Wien, 8. Februar. Die „Polit. Corresp." meldet aus Konstantinopel: Die Frage des Kostenersatzes für die türkischen Kriegsgefangenen wurde dahin entschieden, daß die Pforte die Erhaltungskostrn bis zur Unterzeichnung des Berliner Vertrags vergütet, wogegen ein entsprechender Betrag für die von den Gefangenen in Rußland geleisteten Arbeiten abgezogen wird. Die Rati- ficattonSfrtst des Frtedensvertrages wird auf 14 Tage festgesetzt. Die offi- ctellen Kreise bestreiten nach Telegrammen aus Salonichi auf das Ent« schtedenste, daß es sich bet den in Xanthi vorg^kommenen Krankheitsfällen um die P st handle. Es sei positiv lediglich der Flecktyphus- Pesth, 7. Februar. Die Mmisterial-Cvnferenz vereinbarte mit den rumänischen Delegirten, daß eine Commission nach Rumänien gesendet werde, welche über die Sanitätsverhältnisse in Bulgarien, Bessarabien und den sonstigen von den Rusten besetzten Gebieten authentische fortlaufende Berichte erstatten soll. Rumänien gestattet für russische Provenienzen nur wenige Einbruchs-Stationen. Reisende aus Rußland, die durch Rumänien kommen, müsten ein rumänisches Certtficat haben, daß sie sich den entsprechenden Maßnahmen unterzogen. Rumänien wird dahin zu wirken suchen, daß die russischen Etup- penltnten weiter ostwärts verlegt werden, daß westlich derselben längs der Donau und des Pruth ein Cordon unterhalten wird und der Schiffsverkehr auf der oberen Donau frei bleibt. Ilrankreich. Paris, 8. Februar. Präsident Grevy, der heute das diplomatische Corps empfing, wünschte sich diesem gegenüber Glück, b?i seinem ersten Empfange der Vertreter der fremden Mächte constatiren zu können, daß die Beziehungen Frankreichs zum Auslande ausgezeichnet seien; er könne die Versicherung geben, daß die Regierung der Republik Alles Menschenmögliche thun werde, um dieselben noch fester zu gestalten; er bitte die Vertreter der sremoen Mächte, ihren resp. Regierungen seinen Dank zu übermitteln für die sofortige Regulirung ihrer Stellung bei der Regierung der französischen Republik. Grevy schloß mit dem Ausdrucke der Gefühle hoher Achtung und aufrichtiger Herzlichkeit für die Vertreter der fremden Mächte. England. London, 8. Februar. „Daily Telegraph" meldet aus Kelatigilai vom 29. Januar: Die britischen Truppen erhielten Ordre nach Kandahar zurückzukehren. Italien. Nom, 6. Februar, Abends. Durch Erlaß des Ministers des Innern vom Heutigen wird für Schiffe, welche aus dem Schwarzen und Asow'schen Meere kommen, die bereits eingeführte siebentägige Quarantäne auf 20 Tige verlängert und aus alle Häfen der Türket, Griechenlands und Montenegros ausgedehnt. Außer den Gegenständen, deren Einfuhr bereits durch frühere Decrcte untersagt ist. wird durch gegenwärtigen Erlaß auch die Einfuhr aller in den Sanitätsgesetzen von 1871 als Sachen erster Categorte aufgeführten Objecte verboten. Spanien. Madrid, 8. Februar. Die Regierung hat beschloflen, daß alle Handelsschiffe und Reisende, welche aus dem schwarzen und ägeischen Meere spanische Häsen anlaufen, in ein besonderes Lazareth gebracht oder einer Ausräucherung während 7 Tagen unterworfen werden. Das letztere findet auch mit den Briesen statt. — Auf den Antrag des Gesunbheitsrathes wurde der Expreßzug Liffa- bon-Petersburg eingestellt und eine Quarantäne von 14 Tagen für alle aus den verpesteten Ortschaften kommenden Provenienzen im Hafen von Mahon angeordnct. Rußland. Petersburg, 8. Februar. Das bereits gemeldete officielle Telegramm aus Astrachan vom 7. d- hebt noch besonders hervor, daß Aerzte und Polizeibeamte fortfahren, ihre Thätigkeit aus die Desinfection aller verdächtigen Gegenstände, sowie Durchführung der sanitätlichen und polizeilichen Maß regeln zu concentriren. Wohnungen, worin an br Epidemie Verstorbene und Erkrankte sich befanden, werden zum zweiten Male desinficirt. Alle verdächtigen Kleidungsstücke werden verbrannt und gleichzeitig wird zur Einrichtung besonderer Friedhöfe geschritten. Die bevölkerten Orte würden mit Medica- menten und Desinfectionsmitteln versehen. Die ergriffenen Maßregeln sichern die Möglichkeit der Localistrung der Epidemie vollständig. — Osficielles Telegramm aus Astrachan vom 7. b.: Seit dem 6. d. kein Pestkranker mehr in den ivficirten Districten. Das Gouvernement in Astrachan trifft jetzt alle Vorkehrungen, um die geeigneten Präventivmaßregeln auszuführen. Das Welter ist klar bei 8 Grad Kälte. Türkei. ,, , ^OttJ?can^,no^c^' Februar. Wie in Regierungskreisen verlautet, scheint die Pforte in den Gegenvorschlägen auf die ihr unterbreiteten Finanz- proj'wte nicht abgeneigt, eine auswärtige Controle der Zollverwaltung zuzuge- fiehen derart, daß den bet Finanzoperationen betheiligten Interessen alle wünschtnsw-ttb.en Garantien geboten wären. Di- bezügliche'n Fmanchläne S°0-wkunften und bedecken ausschließlich die Z rnck,iehunq des Paviergeldes und ein Arrangement mit den Inb^bern d-r türkischen ds Telegraphische Depeschen. Waguer'S telegr. Correspondenz-Bureau. Berlin, 9. F-bruar. Der „Nationalzeitung" zufolge hat der Bundes- rath in der gestrigen Plenarsitzung die Vorlage über die Strafgewalt des Reichs, tages nach den Nusschußanträgen angenommen. Petersburg, 9. Februar. Ein osficielles Telegramm aus Astrachan vom 8. d. m-ldet: In Wetlianka und Umgegend befindet sich kein Kranker In dem Flscken Nikolajewsk (District Tharcwo, Gouvern. Saratow, 600 W. von Astrachans kam ein zweifelhafter Fall vor. Der Gouverneur erwartet einen näheren ärztlichen Bericht. In Selnrennoie und innerhalb des Quarantäne Rayons kamen einige mue Fälle vor, die tödlich verliefen. Der Gouverneur ist »oforl an Ort und Stelle abgereist. 9 Grav Kälte. Petersburg, 9. Februar. Der General-Gouverneur Loris-Melikoff ist, wie aus Zarizlu telegraphirt wird, gestern Vormittag 10 Uhr mit G folge va'elbst emgenoffen, von den Bchö oen und einer sehr großen Volksmenge begrüßt. Zur Verstärkung des Sanitätscordons treffen fortwährend Trappen rn u.ch um Zarizm ein. Aus verschiedenen Tyeilen des Reiches, nrmemlich aus MoSkm, gehen große Sendungen von für das Gouvernement Astrachan bestimmte Lebensmittel und Medikamente em. Die Kälte hat in Zrirnin seit 2 Tagen wesentlich uachgelaffen. Wien, 9. Februar. Die.Montagsrevue" schreibt, sie glaube nicht zu irren, wenn ste annehme, daß eine officielle Mitlheilung des Prager Friedens an Dänemark auch von Seiten O sterreichs nie erfolgt sei, und bemerkt weiter: Der Art, 5 dieses Vertrages war der letzte nicht dunkle, aber doch unauf- geklärte Punkt in dem Verhältnisse Oesterreichs zu Deutschland. Erne Klärung he-betzuführen, den Angelpunkt möglicher Differenzen zu beseitigen, dem Vertrauen in der Gegenwart auch das Vertrauen für die Zuktnft hinzu- zufügen, war ein G^bot der Staatsklugheit wie ein Gebot der loyalen Auf« faffung beider Staaten. Wenn für Deutschland der materielle W-rth des Erreichten ein größerer sein mag, so ist für Oesterreich Ungrrn der ideale Werth gleichfalls ein nicht u .erheblicher. Der Freundschaftsbund z vischen Deut'ch. landend Österreich-Ungarn ist nicht von Individuen, nicht vor der wechselnden Strömung der Tigesmeinung abhängig; er ruht vielmehr auf der gefestigten Basts klarer staatsrechtlicher Beziehungen, gegenseitigen Vertrauens und der realen, daue-nden Jntereffen beider Staaten. Die Pest in Rustland. Das Kaiser!. Deutsche Gesundheitsamt veröffentlicht folgende Darstellung über die Entstehung und Ausbreitung der Pest tm Gouvernement Astrachan. ,.rr, ^eber die im unteren Wolga-Thale ausgebrochene Seuche liegen erst jetzt so weit zuverlässige Berichte aus theils amtlichen, theils privaten Quellen vor, daß wir über Herkunft Character und bisherige Ausdehnung der Krankheit ein vorläufiges Bild zu gewinnen ver! mögen, dessen Vervollständigung und vielleicht theilweise Berichtigung erst den Ergebnissen der bevorstehenden Sendung fremdländischer Aerzte nach dem Schauplatz der Ereignisse vorbehalten bleiben muß. 0 11 . _ Zunächst lasten die genaueren Krankheitsschildcrungen, welche wir den russischen, an Ort und Stelle gewesenen Ober-M.l.tärärzten verdanken, kaum mehr einen Zweifel darüber bestehen daß es sich um einen sehr begrenzten, aber intensiven Ausbruch der Pest, und zwar der indischen Pest handelt, welche sich durch vorherrschende Complication mit entzündlicher Lungenaffection und durch außerordentlich acuten, meist sehr rasch zum Tode führenden Verlauf auszeichnet Es wäre demnach dieselbe Form, welche im 14. Jahrhundert Deutschland unter dem Namen des „schwarzen Todes" verheerend durchzog. Der erste nachweisliche Ausbruch der Seuche auf ihrem augenblicklichen Schauplatz fand am 19. November v. I zu Wetljanka statt, einem nahe dem rechten Wolga^Ufer, 28 deutsche Meilen von Astrachan auf hohem, mäßig abfallendem nicht sumpfigem Boden gelegenen Dorfe, dessen 1700 Einwohner sich meist von Fischfang und von Handel mit gedorrten und gesalzenen Fischen ernähren. Ob und welche örtlichen Bedingungen den Ausbruch der Krankheit gerade an diesem Punkte veranlaßt oder begünstigt haben, ist bis jetzt nicht bekannt; auch für die Angabe, daß aus dem Kriege zurückkchrende Truppen dort eine Anzahl gestorbener Typhuskranken oder, nach anderer Version, gefallener rotz kranker Pferde, oberflächlich beerdigt und in der Nähe dieser B^erdigungsstclle die erstm Erkrankungen beobachtet worden seien, liegt bis dahin keine Bestätigung vor. Dagegen fehlt es Nicht an Ermittelungen, welche mit Wahrscheinlichkeit darauf Hinweisen, daß es sich in dem vorliegenden Falle nicht um eine selbstständige primäre Entstehung der Krankheit handelt, sondern um das Entglied einer vorher unbeachtet gebliebenen Kette von geiingfügigercn Ausbrüchen und Ber chleppungen, deren erster Ursprung in einer der Hauptwiegen dieser Seuche, in dem nord- Gebietswmkel des persischen Reiches, zu suchen ist. Dort, in dem Hochlande Aderbeidichan, welches sich vom Ararat bis südlich vo.n Schari-See binzieht und nordwärts unmittelbar an Russisch Kaukasien angrenzt, hat die Pest, nachdem sie daselbst anscheinend 28 Jahren hindurch verschwunden gewesen, seit 1863 sich in wiederholten, mehr oder weniger zur öffentlichen Kenniniß gelangenden, zunächst schwächeren, dann allmälich stäikeren Ausbrüchen gezeigt (1^63—6^ 187t»—71, 1873—71, 1x76—77), welche mit ähnlichen Ausbrüchen im unteren Euphrat-Thale bei Bagdad abwechselten (1867—68, 1873—74, 1877) Der rege Verkehr der im nordwestlichen Persien lebenden Schiiten mit den die Heiliqthümer derselben bergenden Orten Kerbela und Ncdchef in der Euphrat-Niederung, namentlich aber der Gebrauch ;encr mobamedanischen Secte, die Leichen ihrer verstorbenen Angehörigen von Feit in «eit mittels eigener Karawanenzüge aus Persien nach jenen heiligen Orten zum Zweck der Bestattung zu bringen, scheint mit der wiederholten Aufeinanderfolge von Seuchenausbrüchen in jenen be'ven Gegenden in ur achlichem Zusammenhänge zu stehen. Es ist dies um so wahrscheinlicher, da sowohl die provl,oriiche Aufbewahrungsweise der schiitischen Leichen vor ihrer Ueberbringunq nödLb!n JCt l9Cn ?Trten to,c auch die Bestattungsweise an den letzteren und die Art des Trans- Ports dahin eme äußerst nachlässige, allen öffentlichen Gesundheitsrücksichten hohnspreckende ist. Die Begegnung solcher Leichen-Karawanen wird von dortigen Reisenden als einer der denkbar widerwärtigsten Eindrücke geschildert, und dieser religiöse Mißbrauch als einer der Haupt- vermittelungswege zum Austausck der Pest zwischen jenen beiden Gegenden — wenn nicht sogar als eine Entstehungsquelle der Krankheit — angesehen. b Welche Häufigkeit und Verbreitung die Krankheit während des letzten Jahrzehnts im gebirgigen Innern von Aderbeidschan thatsächlich gehabt habe - wie viele kleinere Erkrankunqs- Ausbruche außer den bedeutenderen sich der allgemeinen Kenntniß entzogen haben mögen - ist bei den dortigen Verbaltniffen und namentlich bei der Furcht der Einwohner vor allen Ab- lperrungsmaßregeln, die beim Kundwerden der Erkrankungsfälle über sie verhängt werden könnten, unbemeßbar. Als wahrend des größeren Ausdrucks von 1871 eine aus vier Aerzten bestehende amtüche Comml>sion tue Verbreitung der Seuche näher festzustellen versuchte, war dieselbe nicht im Stani-e, in dre inneren Bezirke, in den eigentlichen Ursprungsherd der Krankheit zu qe« langen, da die umwohnenden Stämme sie mit dem Tode bedrohten, wenn sie wagen würden weiter vorzudringen. ' D • t B Februar 1>77 erreichte die Seuche ostwärts vordringend die Provinz Gbilan am kaspischen Meere, deren Hauptstadt Rescht stark heimgesucht wurde. Don dort besteht ein reger Seeverkehr mit dem Gouveinement Astrachan, während zu Lande mit den stammverwandten Bewohnern des östlichen Kaukasiens lebhafte Beziehungen, auch ein nicht unbedeutender Sckmuqqel m Thee und Leide untcrhalren wird. Bei diesen vielfachen Verbindungen darf es nicht verwundern ?enno— gegenwärtig aus mehreren glaubwürdigen Quellen übereinstimmend verlautet — bereits im Mai 1*77 und seitdem wiederholt von Zeit zu Zett an verschiedenen Orten im Süden des Gouvernements Astrackan Erkrankungßfälle — zuweilen in größerer Zahl gleick- 5Clt’^ ~ beobachtet wurden, deren Symptome mit denjenigen des jetzigen heftigeren Ausbruchs äu Wetlianka greise Aehnlichkeit hatten, wenngleich der Verlauf ein verhältnißmäßig gutartiger jvar. jn einem derartigen sporadischen Falle wurde von den Ergriffenen die Berührung mit persischen Hauten als Unache der Erkrankung angegeben. 9 Auch zu Wetljanka ging dem ''ckweren Maffenausbruch eine Gruppe leichterer Erkrankungen voraus letztere fielen mit trockener Kalte im November zusammen; als aber dann zu Ende November und Anfang December eine Temperatur von + 2 big + 1 i Grad Neaumur und gleichzeitig feuchtes, nebeliges Wetter eintrat, da schnellte plötzlich die Zahl der Erkrankungen Pml n,nL9 rd’5CÄ Heftigkeit des Krankheitsverlaufes zu einem erschreckenden Grade empor Fast sammtlicke Kranke - angeblich nahezu 300 - erlagen nach kurzer Dauer, und der größte The.l der überlebenden Bevölkerung floh in die Umgegend, den Keim der Seuche K Ä’J?0 Erkrankungen von gleich heftigem Charakter in Nikolskoje, Udatschuoje, Michailowsk, Otantzkoje auf, und als zu Anfang Januar eine militärische Absperrung des ganzen ?^Euchten Deznks zum Sckutz der weiteren Umgebung vorgenommen wurde, mußten 19 Ort- KWen .m diesen Cordon hinemgejogen werden: am rechten Wolga-Ufer Staritzkoje Kirda Wladimirowska, Jenotajewsk, Kopanowskaja, Wetljanka, Gratschewskaja, Tschernyijar- am Batajewka, Sukrutow, Bolckuny, Pirogows Udatschnaja, Michailowsk, Sasykalskoje, Tambowka und Selitrenoje. Um eine Infektion des von dem Seuchen- W u e 799) Weyer. 15 Buchenstämme von 29—44 cm Rmtr. Waqner. 300) -1 2 Zu haben bei 203) Piauliio’s ii. [laviere ;u haben bei (212 in von Clg« IZ Gebauer jiiu« in Alsfeld 261 581 1 1 Buchen-Schettholz, Buchen'Knüppelholz, NadelKnüppelholz, Buchen Reisbolz, Nadel-Reisbolz, Buchen Stockvolz, Nidel-Stockholz 2 1 73 Wellen 2 nicht gehabt. Der Verkehr in einzelnen Straßen der Stadt, sowie theilwetse vor dem Neustadter Thor ist ganz gehemmt. In der Löwengasse, Reichensand, Tiefen- tt-eg, Wetzsteingasse rc. könnte der Ruderclub Wettfahrten veranstalten. Bei dem fortdauernden Regen und der Stauung von Labn und Wieseck ist an ein baldiges Sinken des Wassers fast -nicht zu denken. — — Gestern Abend stahl ein fremder Handwerksbursche, seinem verlorenen Arbeits- Luche nach ein Bäckergeselle, im Cafö Leib 5 Servietten, 2 Kistchen feine Cigarren und einen halb en Radankuchen. Don einem Schutzmann verfolgt, warf er die gestohlenen Sachen weg -and entwischte vorläufig den Händen der Gerechtigkeit. — — Das gestrige Concert des hiesigen Concertvereins war ganz außerordentlich besucht und ernteten sämmtliche mitwirkenden Personen den reichsten und wohlverdientesten Beifall Iver Zuhörer. Ein ausführlicheres Referat bringen wir in nächster Nummer. Verwischtes. Wetzlar, 8. Februar. Der Uebergang der Nassauischen Eisenbahn an dem hiesigen Bahnhof war heute Morgen der Schauplatz eines Unglücks, dessen Ausgang, so traurig er auch für die Betroffenen sein mag, immer noch als ein glücklicher bezeichnet zu werden verdient. Bei offener Barriere passirte gegen 6l/2 Uhr der die Post des Frühzugs abholende Omnibus des hiesigen Postamtes den Uebergang, gerade in dem Augenblicke, als sich von dem unteren Bahnhofsgeleise ein Rangirzug zurückbewegte Heftig rannte der Zug wider den Omnibus, denselben total zerschmetternd Zwei der drei Insassen des Wagens blieben unverletzt, nur der dritte wurde auf die Schienen geschleudert, wobei er sehr erhebliche Verletzungen erlitt. Lässlich frische Veilchen Theater. Die Aufführung von .Marianne" bot nicht allein einzelne schöne Leisiunaen fonbenr vereinigten sich Fleiß und Streben der Darsteller um dem ganzm SEe die gebührende Anerkennung zu verschaffen! — Frau Alberti spielte die Titelrolle mit acht weiblichem tiefen Gefühl und Verständniß und traf den Ton für die leidenschaftlichen Momente mit feinem Takte! Nirgends ein unschönes Haschen nach Effekt, immer in den Schranken der Wahrheit! Eigenschaften, die man an einer Darstellerin nicht hoch aenua schätzen kann. Frl Hafer repräsentirte die Frau von Bussiäres in Erscheinung und Spiel sehr Ailte sich mit Frau Alberti und Herrn Richard, der die gerade nicht dankbare Rolle des Bertram sehr brav darsteüte, in die Ehren des Abends! Eine prächtige Cbarae bot Herr Lindner 1. als Remy! Die Herren Kentler, Lindner II. und Hantle waren nach Kräften bemüht sich dem Ganzen würdig anzureihen. p Cdiclalladung. Forderungen aller Art an den Nachlaß des Friedrich Minheim auf der Bergermühle bei Arnsburg sind binnen 14 Tagen Dahier anzumelden, wenn sie bei Ver- theilung des Nachlasses Berücksichtigung Puden sollen. Lich, den 6. Februar 1879. Großh. Landgericht Lich. 781) Mehrere 100 Stück Grüner Kohl sind b llig abrugeben. Karl Gutdub, Schuhmacher, Neustadt. N a Buchen- 107 Eichen- — Nadelbolz — ferner: Ganz reifen feinsten Limburger Käse empfiehlt Fehler Benedicliner liqiienr der Eenedictiner Mönche der Abtei zu Fecamp, der beste aller Liqueure, vortrefflich stärkendes VerdauungsmifeteL Zum Schutze gegen Fälschungen trägt jede Flasche äusser den Schutzmarken die Unterschrift des General-Directors. IugHard 11. an bei Marburger Straße dahier nachbenannte Gegenstände öffentlich gegen Baarzahlung versteigert: Zugpferde und 1 einjähriges Fohlen, Oeconomiewagen, 1 Möbel- und Haudelsgärtner (Mio Garn^ Linden- und.Kirchenplatz. >• Liebigs Kindermehl üb^lriffr alle a der«n an Elwe ßstoff (18,25 %) und ist das Verhältniß von diesem zu den Kohlehydraten genau n-te bei der Muttermilch. Liebig s Malto - Leguminose. 280) B ster blutbildender Nahrungsstoff, enthält 21 % leicht lösliche Eiweifißoffe. 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Frische Ssrsen, per Stück 2 Jt 80, bei (846 Wildbändler Ebel, Marktstraße. Cabliau sind eingetroffen <^mtl Fischbach. (853 Theater. Dienstag den 11. Februar findet die Aufführung von Benedix reizendem Lustspiele ».Die HochzettSreise" statt. Herr Alberti zählt nach des verstorbenen Dichters eigener Aeußerung zu den besten Darstellern dieses eigenthürnlichen Cbaracters, der so leicht zur Ueber- tvcibung verleiten kann! - Alsdann werden wir ein Stück zu sehen bekommen, was den Meisten aus dem Publikum unbekannt sein dürfte, was aber überall Sensation erregte! ^,Der Zigeuner ", Genrebild mit Gesang von dem rühmlichst bekannten österreichischen Dichter Berla! — Er zeigt uns einen jener braunen Söhne der ungarischen Haide, denen die Freiheit und ihre Geige Alles ist, die ein elendes Leben selbst dem Glanz und dem Wohlleben vorziehen! Dazu eine reizende charakteristische Musik, die uns in ihren schwermüthigen Weisen mitten in eine Stcrncnnacht auf die ungarische Pußta versetzt, wo in der Czarda der EzardaS erklingt und die braunen Kinder bei feurigem Ungarwein ihren nationalen Tanz und die dabei üblichen Gelange aufführen. Ein ächtes Genrebild, wobei wir oft unter Thränen herzlich lachen müssen! - Das Stück wurde unseres Wissens hier noch nicht gegeben. — Herr Alberti wird die Titelrolle, den Zigeuner Peti, spielen. X. '0.4°trneur 'M n 1Itel 00000001 oooooa * prima Bettfedern u. Daunen. $ v Lieferung vollsta-diger Betten 0 0 in streng reeller Ausführung, em- 0 0 pfiehlt zu billigsten Preisen Q 0 JF. Hofberg. ft 0 275) Kirchenplatz. A oooooooi oooooa Mdhmg übet die Ent- 71 fsti j^t so iteit juuei: »n übet Herkunft, oilb ju gewinnen vw m9 ktft den ßrgebnijjei ’JP14 der Ereignisse voi- rrT tfn russischen, an Ort Zweifel darüber bestehen, ! ü und zwar der inti)©en Züntlicher Lungenaffeeiil« U nbfn Verlauf auszeilbnei, 2.and unter dem Genial ‘ Ausbruch dn Seuche auf M !et:;afa statt, einem nahe j 'Sem, müßig abfallendem, i meist von Fischfang und und »eiche örtlichen Bl- i veranlaßt oder begünstigt tm Untat zluMehrende '* derer ßnfion, gtfaöentt fiiiaunaEftdle tit erfttn . ict Tagegen M es ,' m, raß \\4) \n ttu lanlbnt bandelt, ientern iwigntti Ausbrüchen ab I] rr Leuche, in dem neid- Dort, m dem Hochlande j e tmjiebt und nortiiirti j fik daselbst anschnnwd 1 tün, mehr oder treniotr stäikerm Ausbrüch« ^nlichen Ausbrüchen la -74, 1877) Der uze t Heiliatbümer derselbe, ; .--.ich aber der Gebrauch y .rtqrr wn 3"* i" 3* \ dn B-ß-ttM ; jd-inaufbrü^en in I™ s um 1° «I)*™*' •[tt ,tr„ unbEieit Mi«* f&m dn« t« nie «n« »“ .,r _ »tun «4* l’S” , , nOT«tSrf.««h-"! . e«8" ' -ti «et * ’h' ‘:(T jhanfbtiM“ Km fittr0^ Ei' ««»8« ",b 11 ®,aE ,t tv1'’ Le* . tl6 »g Ort Ifj’i’ prat'»"' r . - Zeucht" E . ,rt extn - E.cheustamm mit 3,11 Festm., Nadelstämme „ 20,82 „ Nidelstangm „ 6,63 „ Fischbach. werden gründlich reparirt in dem Piano-Geschäft lasensleio L Voller Annoncen für In-1 Ausland. Wermiethungen. 852) Ein schöner Laden mit Logis in bester Lage der Stadt per 1. März zu vermiethen. Näheres in d. Exped. d. Bl. 435) Der 3. Stock meines Hauses zu vermiethen- Dr. Dornsetff. 426) Die Wohnung des Herrn Professor Dr. Seuffer t ist wegzugshalber per 1- Avril d. I. ganz oder getrennt zu vermiethen. Geisse. 726) Rimmer mit Bett zu vermiethen- Lindenplatz A. 242. 804) Ein kleines Familienlogis zu vermiethen. Th. Schmidt, Gartfeld. 753) Der 2. Stock (ganz oder getheilt) und das Mansardenlogis per 1. März zu vermiethen.___________Carl Herbert. 436) Laden mit Wohnung zu ver- miethen- Näheres in der Exped. d. Bl. Vermischte Anzeigen. 845) Eine schwarz und weiß gezeichnete große Hündin, auf den Namen Juno hörend, ist mir vergangne Woche entlaufen- Dem Wiederbringer eine Belohnung in der Papiermühle zu Londorf, bet Kneifet. 855) Ein gebrauchtes Clavier zu kaufen gesucht- Bon wem? sagt d. Exped. d. Bl. Z Entlaufen ein Hund (Neufundländer), schwarz mit etwas weißer Brust, auf den Namen . Leo" hörend. Dem Wiederbringer eine Belohnung. I Weber, Stadt Cassel. 840) Ein Taschenmesser am Bahnhof gefunden. Abzuholen bei Postschaffner Seitz, Kirchenplatz. 498) Ueberziehen von Schirmen und Reparaturen an denselben werden rasch und billig ausgeführt. I Wcitzenkorn, Kreuz. s Wichtige Anzeige. Die Handlung Hartwig Kantorowicz zu Posen veröffentlicht seit einiger Zeit, nachdem sie in dem, gegen dieselbe angestrengten Processe wegen rechtswidriger Nnchahmung der Marken des echten Bencdiktiner-Liqucurs durch die gleichlautenden Erkenntnisse des Königlichen Appellationsgerichts zu Posen und des Reichs-Ober-Handelsgerichts zu Leipzig WOtbClt, Annoncen mit allerlei Angaben, welche den wahren Sachverhalt zu verdunkeln bemüht sind. Zur berechtigten Wahrung ihrer Interessen theilt die unterzeichnete Gesellschaft dem Publikum Folgendes mit: a 1) Der von der Firma Hartwig Kantorowicz Bene- dictiner-Liqueur ist im Jahre 1873 sowohl von der Wiener Welt-Ausstellung , als auch von der Welt-Ausstellung zu Philadelphia zurückgewiesen worden. 2) Die Deutsche Jurh hat bet der letztgedachtcn Ausstellung die Entfernung des Fabrikats jener Firma ausdrücklich „zur WahlUNg der Ehrt der deutschen Ausstellung" beschlossen und ist die internationale Jury diesem Uriheil beigetreten. 3) Die Eingangs erwähnten richterlichen Entscheidungen COUfttttitCtt die vorstehenden Thatsachen und kennzeichnen sodann die HlMbllMstHweise bet Finna Hartwig Kantorowicz als „unreell, illoyal und eines anständigen Kaufmanns unwürdig, da jene Firma sich einer weltbekannten französischen Marke zum offenbaren Nachtheile des Fabri- kanten des echten Benedictiner - Liqueurs und lediglich zu dem Zwecke bediene, dem eigenen Prodnete ein Verkehrsgebiet zu erschließen". Ferner stellt das Urtheil des Appellationsgerichts zu Posen fest, daß, als die Firma Hartwig Kantorowicz die Eintragung der nachgeahmten Marken beim Handelsgericht veranlaßte, „sie nicht ben Schutz eines reblichen Besitzes, sondern die Sicherung eines erschlichenen Besttzstanbes herbeizuführen gesucht habe. Dasselbe Urtheil führt aus: „daß, wenn jene Firma in der Aneignung der französischen Marke so weit gehe, sich sogar der Bezeichnung le Directeur A. L. (A. Legrand) zu bedienen, sie über den auch in der Concurrenz zu wahrenden Anstand hinausgehe". Ungeachtet ihrer VeiUrtheilUNg versucht die Firma Hartwig Kantorowicz von Neuem, den ihr untersagten Weg zu betreten, insofern sie sich heute z. B. noch der, den Flaschen des echten Benedictiner-Liqueurs beigefügten Pro- specte, deren Inhalt sie Wort für Wort copirt hat, bedient. Dem Publikum überlassen wir, sich aus Vorstehendem einen Maßstab zur Beurteilung der Annoncen der gedachten Posener Firma zu bilden, und werden wir fortfahren, den Schutz der Gerichte gegen weitere Beeinträchtigung unserer Rechte und gegen fortgesetzte Täuschungen des Publikums anzurufen. Der General-Director der Distillerie de la Benedictine, Liqueur der Benedictincr-Mönche der Abtei zu Fecamp. A. Legrand am©. ÄS3 Der echte Benedictlner-iaqiieur ist in allen feineren Geschäften — den refpcctabelsten Hausern jeder Stadt - der Wein-, Spirituosen- nnd ________________Deltcateßwaaren-Branche zu finden. ______ «> Bürger-Club. Dienstag den 11. Februar im Cafe Klein (Carl Fuhr): Generalversammlung der außerordentl. Mitglieder. Tagesordnung: Besprechung wegen des Maskenkränzchens. Theatermaskenball! " 847) Der Unterzeichnete beabsichtigt während der Fastnacht einen „Theatermaskenball" zu arrangiren und zwar in der Art und Weise w e in größeren Städten 1 Zueist bochkomische Aufführung eines „Fastnachts- schwankes" und dann „Ball!" — Zu diesem Zwecke wird eine Subscriptionsliste cirkuliren! Indem ich mein Project dem mir so vielfach bewiesenen Wohlwollen des Publikums empfehle, lade ich zu zahlreicher Betheiligung ein. Hochachtungsvoll C- Alberti, Director. 848) Die Theaterdirection wird um recht baldige Wiederholung des „alten Corporals“ gebeten! „Einer im Namen Bieler." OOOOOOOOOOOOIOOOOCOOCOOOOO | Geschäfts-Eröffnung § q 851) Einem hiesigen und auswärtigen Publikum die K q ergebene Anzeige, daß ich unterm Heutigen in meinem Hause X q am Asterweg Nr. 101 eine q g vchsea- und 8chweinemetzgerei g 8 eröffnet habe. Es wird mein Bestreben sein, durch gute rt Waare und reelle Bedienung meine werthen Abnehmer Ä O zufrieden zu stellen. y O //. Feusser« Ö OOOOOOÖOOOCCIOCOOOOQCOOOOO Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. Sitzung Mittwoch ben 12. Februar, Abenbs 7 Uhr, in der kleinen Aula. Vertrag des Herrn Prof. Kehrer: „über Blutleere." 849) Auch Nichtmitglieder haben Zutritt. ÜTl* B. 6 am Kirchenplatz B. 6 empfiehlt zu billigen Preisen: Cylinder (gewöhnliche und in Bleiglas), Dochte, Schirme, Licht- schützer und weiße Gasglocken, Dorleg-, Gemüse-, Suppen- und Kaffeelöffel, sowie Gabeln in Britannia -Metall, 594)_______________Goldfische.__________________ Kriegerverein. Mittwoch den 12. Februar, Abends 8 Uhr, 842) im pereinslocale (Cafe Klein): Monats wer Sammlung.____ Bauschule zu Dillenburg. 841) Eröffnung des Sommer-Semesters am 5. Mat. ■ Prospecte und nähere Auskunft ertheilt gratis und franco der Director N. Schoenebeck. 281) Getragene Kleider, Stiefel, altes Geld, Gold und Silber, Antiquitäten, Ölgemälde, Zinn 2C. kauft Loulo Rothenberger. Neuenweg 193. Theater in Giessen. (Cafe E.elb.) Dienstag den 11. Februar, (6. Vorstellung im 2. Abonnement.) Die Hochzeitsreise. Lustspiel in 2 Acten von Benedix. Lobes - Anzeige. 857) Am 8. d. Mts., Abends Va8 Uhr, verschied unsere gute Mutter, Schwieger- und Großmutter Frau Margaretha Glock im 73. Lebensjahre. Um stille Theilnahme bitten Gießen, den 10. Februar 1879. I. Henn und Familie. NB. Die Beerdigung findet heute Dienstag Nachmittag 3 Uhr vom Sterbehause (Löwengaffe) statt. 792) Gesucht wird, bis zum 25 März, ein braves Dienstmädchen, das alle Hausarbeit versteht und einfach bürgerlich kochen kann. Näheres bei der Exped. d. Bl. Hierauf: Der Zigeuner ober Die Macht der Musik. Genrebild mit Gesang in 1 Act von Berla. Kasseöffnung 7 Uhr. — Anfang V28 Uhr. 850) »le »Irectlon. 836) Ein Dienstmädchen gesucht. Wo? sagt d. Exped. d. Bl. Geld - Cours. 20-Francs-Stücke . . . 16 16-20 do. in Vz . 16 16-20 Englische Souvereigns . 20 32—37 Russische Imperiales . 16 66-71 Holländische ft. 10-Stücke 16 65 Ducaten ...... 9 51-56 Dollars in Gold . • • 4 17-20 Verantwortliche Redaction: A..Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.