Nr. 287 Dienstag den 9. December L8-7D Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag-. i*) 5 Uhr, Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 K 0 Dora Schir- • Hoftheater- i des I. öster- Tschampa. Marianne pa (II. Alt) /. Rubinstm- in: Abt. ahms-Doppkr» n, nns X •a&dof W :/iäftr. Die Hoffnungen der Welfen. Merkwüidig muß eS immerhin genannt werden, daß in Deutschland zur selben Zeit, in welcher die polnische Reactton herrscht, der Schutzzoll gesiegt hat und die Haltung des Centrums bekundet, daß man in Rom, wie unter ben deutschen Römlingen auf den Gang nach Canosia hofft, nicht nur der Partikularismus überhaupt einige welke Knospen aufblühen läßt, sondern auch dcs WlfeMhum mit großer Zuversicht auftritt. Sehr zweifelhafte Dinge, wie die Herausgabe dis Welfenfonds und die Erbfolge in Braunschweig, werden mit solcher Sicherheit in welfenfreundlichem Sinne besprochen, als batte der Besuch des Königs von Dänemark völlig genügt, alle Differenzen auszugleichen und dem Herzog von Cumberland die Bahn zu einem deutschen Throne zu ebnen. Was über dieses Thema in den Spalten der Zeitungen herumläuft, sind Gerüchte. Sie ctrculiren seit der Abreise des Königs von Dänemark und gipfeln sämmllich in einem „Abkommen", welches der deutsche Kaiser mit dem dänischen Monarchen in Bezug auf den Herzog von Cumberland getroffen haben soll. ES ist zwar nicht unmöglich, daß der Drcht zwischen Berlin und Varzin zum Vertrauten einiger Vorschläge in der Welfenfrage gemacht worden ist, aber geradezu unmöglich erscheint es, daß sie irgendwie spruchreif geworden wäre. Was also das „Abkommen" anbelangt, so wird man gut thuu, alle Andeutungen und Behauptungen als wohlfeile Elfindungen zu betrachten. Die deutsche Regierung hat bereits seit langen Jahren dem Prätendenten auf den Hannoverischen Thron gegenüber eine feste Stellung eingenommen, an der um io weniger gerüttelt werden dürfte, als der deutsche Kaiser bekanntlich in den Fragen der auswärtigen Politik, unter Hintenansetzung aller seiner persönlichen Gefühle, lediglich die Jntereffen des Staates im Auge hat, stets nur im Einklänge mit dem Fürsten Bismarck und mit den bewährten Räthen der Krone handelt und es sorgsam vermeidet, über die Köpfe seiner Minister hinweg Entschließungen zu treffen, die irgendwie von eingreifender Bedeutung für die Staatsangelegenheiten sein könnten. Selbstverständlich ist die Welfenfrage an hoher Stelle besprochen worden; es ist natürlich, daß der König von Dänemark bei dieser Gelegenheit seine persönlichen Wünsche und Ansichten geäußert hat; aber von diesem Meinungsaustausch bis zu dem Zustandekommen bestimmter Abmachungen ist ein weiter Weg. Ueber die Stellung des Herzogs von Cumberland gelten folgende Worte von hoher Seite für maßgebend: „Das Verhältniß des Herzogs zur deutschen Regierung kann sich nur ändern, wenn er sich entschließen wird, seine Rolle als Führer riuer partikularistischrn Partei aufzugeben und sich denjenigen Bedingungen zu fügen, welche aus dem frondirenden Chef der Welfen einen deutschen Staatsbürger machen würden." T in Wn irn»N! Mi" I Schulstraße B. 18. v. Beethoven- Hermes. h. Morley. ranz Schubert- L Moszkowsky- . Mendelssohn- r. Chopin. len Nebenan' eit p* Deutschland. Darmstadt, 6. December. Der nunmehr erschienene Bericht des ersten Ausschusses der ersten Kammer der Stände über die Vorlage Großh. Gesammtministeriums über die Abtretung des hessischen Antheils an der Mam-Weser-Eisenbahn an Preußen und die damit zusammenhängenden Petitionen der Stadtverordnetenversammlung in (Hießen, des Gemeindevorstcmdes in Dortelweil und des Gemeindcvorstandes der Stadt Bad-Nauheim betr., erstattet von des Grafen zu Solms-Laubach Erlaucht, hat folgenden Wortlaut: „Diese Vorlage ist, wie bekannt, bereits mit nicht unbedeutender Majorität in der verehrlichen zweiten Kammer verworfen worden, und da dieselbe von Großherzoglicher Negierung aufrecht erhalten wird, so erwächst hoher Kammer die Pflicht, auch ihrerseits Stellung zu der Frage zu nehmen. Die Grunde, die für und gegen die Vorlage in den beiden Berichten der Majorität und der Minorität des jenseitigen Ausschusses, sowie in der Debatte im Plenum verehrlicher zweiter Kammer angeführt worden sind, lassen sich im Allgemeinen in zwei Kategorien, in politische und finanzielle, theilen, was auch dem Eharakler der Vorlage völlig entspricht. Der berichtende Ausschuß wird, da er, wie jetzt schon vorausgcschickt werden soll, zu dem Resultate gekommen ist, den Dertragsentwuri dieser hohen Kammer zur Annahme zu empfehlen, versuchen, zuerst die politische und sodann die finanzielle Seite der Vorlage zu besprechen, und nachzuweisen suchen, daß überwiegende Grunde für Ratification des Vertrags sprechen. Hierbei kommt gleich dasjenige Verhältniß zur Sprache, das überhaupt wohl Großh. Regierung den Gedanken eines Verkaufs der in Rede stehenden Theilstrecke nahe gelegt hat, nämlich das Verhältniß des Großherzogthums zur derzeitigen Verwaltung der Main-Weser-Bahn. Leider stehen wir hier vor unabänderlich gegebenen Thatsachen, die allgemein bekannt sind. Man kann es beklagen, daß in Folge des Friedensvertrags von 1866 im Jahre 1868 ein Verhältniß vertragsmäßig geworden ist, das unserem Staate nur eine Scheineinwirkung auf die Verwaltung der Main-Weser-Bahn anweist und in Folge dessen demselben auch fast all- Einwirkung auf die Erträgnisse entzieht; man kann dies Verhältniß beklagen, ja man kann bedauern, daß in einem auf gegenseitigem nachbarlichem Vertrauen bafirenben bundesstaatlichen Verhältniß solcheZwangs- lagen dauernd auf,echt erhalten werden; alles das hilft aber nicht über die eiferne Rothwendigkeit hinweg, den Thatbestand anerkennen zu müssen. Und trotz aller Meinungen, wie sie von den Gegnern der Vorlage ausgesprochen worden sind, daß die Einwirkunaslosigkeit Hessens bei der Direction der Main-Weser-Babu doch nicht so groß sein könne, findet sich auch nicht der Schatten eines Beweises dafür, weder in dem Majoritätsbericht des jenseitigen Ausschusses, noch in den Debatten der Kammer, io we.t dieselben durch die „Darmstädter Zeitung" zur Keuntniß des Referenten ge- lommen sind. Daß ein Mitglied von dreien überstimmt werden kann, wird anerkannt, ober theils von den gleichen Interessen Preußens und Hessens, von dem persönlichen chichener MnMger A»M- »Ä AMdlM für hro Km» Gieße«. 'jerulf aus dem Piano- t e r'scben Badischen Musikalien- Einflusse des Vertreters der Großh. Regierung, theils gar von einem Recurs an baS Reich bei etwaigen unbilligen Zumuthungen Großes erwartet. Abgesehen davon, daß überzeugend, und zwar zum Theil von Großh. Regierung selbst, nachgewiesen ist, baß die Interessen Hessens und Preußens denn doch mcht immer identisch sind, sondern oft recht ernsthaft collidiren, wird wohl von dieser hohen Kammer auf die beiden anderen heroorgehobenen Punkte kein so großes Gewicht gelegt werden. Da nun die Jnteressencollisionen hauptsächlich bei solchen Dingen hervortreten, die auf die Rente der Bahn von Einfluß sind, und die Verkehrsinteressen der Provinz Oderhessen bis auf verhältnißmäßig untergeordnete Punkte bei dem Verkauf ebenso gewahrt sind, wie bei dem jetzt bestehenden vertragsmäßigen Verhältniß, so ist es einleuchrend, daß durch den Verkauf eine Quelle beständiger unliebsamer, meist zum Schaden und pecuniärcn Nachtheil des Großherzogthums ausschlagenden Streitigkeiten beseitigt wirb. Ferner wurde der in Rede stehende Vertrag gewissermaßen als ein Schritt zur Abgabe der Souverainetät in Oberhesscn an Preußen, als ein Fortschreiten auf der Bahn zum Einheitsstaat geschildert, und die Behauptung aufgeworfen, Hessen dürfe um keinen Preis eine andere Souverainetät in seinen Grenzen sich einbürgern lasten. Bei nüchterner Betrachtung zerfällt dieser Einwurf, denn es ist doch gewiß vernünftiger und eines Staates würdiger, einem factisch bestehenden Verhältniß auch den richtigen Namen zu geben und eigentlich imaginäres Eigenthum verhältaißmäßig gegen eine entsprechende Summe abzutreten. Eine fremde Souverainetät haben wir ja so wie so im Land. Hat nicht die Königlich Preußische Regierung quer durch die Provinz Oberhessen das Eigenthum an der Hanau-Friedberger-Bahn? Und wie vielfach besitzen Nachbarstaaten Bahnlinien auf fremden Gebieten! Ist es je Jemand eingefallen, den Besitz der Theilstrecken der Oberhessischen Bahnen, Sie in Fulda und Gelnhausen auf preußischem Gebiet ehimünben, als eine Gefährdung der Souvei ainetätsrechle Preußens anzufehen? Und ist es nicht eigentlich ein natürliches Verhältniß, so wichtige Rechte, wie das Eigenthum an einer Bahn, einem benachbarten, in bundesstaatlichen Beziehungen stehenden, befreundeten Staate, als einer Privat-Gesellschaft zu übertragen, die beim doch auch einen Staat im Staate bilden kann? Auch die Reichseisenbahnidee ist auf Grund ihrer Erwähnung in dem Vertragsentwurf bei dieser Sache und zwar als Mittel zu seiner Bekämpfung herangezogcn worden- Referem ist, wie aus früheren Verhandlungen erhellt, wohl im Einverständniß mit eineni großen Theil der Mitglieder dieser hohen Kammer, dem Rcichseifenbahnproject durchaus nicht zugeneigt, aber gerade um deswillen ist er für Ratificirung des vorliegenden Entwurfs. Denn das Princip der Staatsbahnen, das im Gegensatz zu dem der Reichsbahnen von demselben vertreten wird, kann doch nur da Sinn haben, wo ein einigermaßen selbstständiges Eisenbahnnetz möglich ist, und daß dies in Oberhessen conflruirt werden könnte, wird bei dem gänzlichen Mangel emes Ausgangs- und Endpunktes doch wohl Niemand ernsthaft behaupten. Man conccntrire sich daher da, wo man die Möglichkeit vor Augen sieht, und gebe die Außenposten auf. Daß in dem Vertrag übrigens auf die Idee der Reichsbahnen Rücksicht genommen wird, ist begreiflich, wenn auch natürlich des Referenten Wunsch ist, daß die darauf bezüglichen Paragraphen keine practische Bedeutung erlangen. Freilich verbleiben bann unterem Lanbe bie Oberhessischen Bahnen, bie kaum die Betriebskosten decken, und aus deren Acquisition begreiflicher Wei e von Preußen fein Gewicht gelegt wird. Es wurde von einigen Seiten angebeutet, daß die Mitübernahme dieser Bahnen von Seiten Preußens zur conditio sine qua non hätte gemacht werden müssen, und es fei doch eigen, daß man bei uns gute Bahnen verkaufe und bie schlechten behalte. Hier heißt es nur wieder, die Eonsequenzen factisch gegebener Verhältnisse ziehen. Es fragt sich: ist der Verkauf der Main-Weser-Bahn rathsam, dann verkaufe man sie. da Preußen eben nicht auf den Ankauf der Oberhessischen Bahnen eingehen wird, und stelle nicht Bedingungen, die ein wünschenswerthes Geschäft annuUircn. Uebrigens liegt der Fehler bei den Oberhessischen Bahnen, nebenbei gesagt, tu der falschen Richtung und, wenn man sie in dieser Richtung bauen wollte, in dem Umstande, daß inan nur zum Secundärbabn- betrieb geeignete Linien als kostspielige Vollbahnen anlegte. Die Degradirung derselben zu billig betriebenen Secunbärbahnen dürfte hier die richtigste Maßregel sein. (Schluß folgt.) Berlin, 6. Decemder. Der Kaiser conferirte gestern Nachmittag mit den Ministern Grafen Stolberg, Maybach und Bitter und ertheilte dem russischen Giheimerath Köhne, sowie dem Gesandten in Stockholm, v. Pfucl, Audienz. Berlin, 6 December. Die „Voff. Ztg." erhält aus Kassel Mchrich- ten über die Vergleichsoerhandlungen, die gegenwärtig hier mit den hessischen Agnaten geführt werden. Die Agnaten haben, wie bekannt, den preußischen FlScus auf Herausgabe des großen FamiUenfideicommisses verklagt. In elfter Instanz haben sie im April 1877 in allen wesentlichen Punkten obgesiegt. DaS Casseler Oberlandesgericht wird bald in zweiter I.«stanz zu entscheiden haben. Jetzt wird nun versucht, vor der Entscheidung ein gütliches Abkommen herbeizuführen. Preußen hatte für Abtretung der Rechte auf Krone und Vermögen dem Thronfolger, Landgrafen Friedrich von Heffen, eine jährliche Rente von 606,000 Mk. bewilligt, womit er denn zufrieden war und fein könnte. Den vier Agnaten wurde der Beitritt gegen eine Jahresrente von zusammen nur 54,000 Mk. offen gelassen. Die Bevollmächtigten der Agnaten, die Kaffeler Rechtsanwälte Laymann und Renner und Herr Armano- Strubberg, suchen nun eine größere Rente herauszufchlagen. Prinz Wilhelm von Heffen-Philippsthal besteht sogar auf einer Cipitalsabfindung. — Aus der jetzt im Wortlaut vorliegenden umfangreichen Erklärung des Rheders Herrn Schiller zu Memel über die bekannte „Falke"- Affatre geht zur Evidenz hervor, daß mcht, wie die russische Regierung hervorhebt, ihre Lokalbehörden aus Mißverständuiß die preußische Dampfschifffahrt auf dem Niemen chikanirt haben, sondern daß höheren Orts von Petersburg aus jene bekannten unverschämten Forderungen, wie Niederziehen dir oeutschen und Auf- hissen d.r russischen Flagge auf dem deutschen Dampfer verlangt wurden. Das Memeler Blatt „Dampfboot" hört auch ferner, daß der deutsche Reichskanzler eine g>naue Untersuchung der Niemen-Dampfschifffahrt angeordnet bar, so daß eine gründliche Lösung des deulsch'russifchen Grenzconflicts und die Gewährung einer vollständigen Genugth-uung in sicherer Aussicht steht. Berlin, 6. Decbr. Don etn.m Specialbcrich'eistatter e.häli das „Kl. Journal" folgnbe Depesche aus Rybnlk: Gestern und heute habe ich den südlichen Theil les Ry^ntkec Kreises, südlich von Gleiwitz zwischen Pley und Ratibor gelegen, bereist und mich davon überz-.ugt, daß schon jetzt em weit, verbreiteter Nothstand vorhanden ,st und in kurzer Zeit außerordentliche Dimensionen anz nehmen droht. Am schwersten sind bie klemen Handwerker in den kleinen Städten getroffen, ganz besonders in Loslau, nahe an der österreichischen Grenze. Auch bti den kleinen Bauern zeigte sich ungeheuer g oßer Mangel. Es ist namenloses Elend in diesem Theile Oöerschlesiens Ui d nimmt mit jedem Tage größere Dimensionen an. Es fehlt ihnen durchaus an Mitteln, um die nothwendigsten L:benöbebülsmffe zu befriedigen. Schon seit längerer Zeit leben die Leute nur noch vor» Mais und Wasser- rüben. Weder Brod noch Kartoffeln sind vorhanden. Nur in größeren Orten sind noch Kartoffeln zu haben, aber auch dort fehlt es durchaus an Geld, um selbst dieses Nahrungsmittel anzukaufen, es ist daher schleunigste Hülfe ganz besonders im Rybntker Kreise nothwendig, wenn nicht eine furchtbare Hungers- noth und im Gefolge davon Hungertyphus ausbrechen soll. Zunächst ist es am Wichtigsten, den Bedürftigen die nöthigen Geldmittel, und zwar m kürzester Feist, zu gewähren, um dem größten Mangel abzuhelfen. Noch einmal hebe ich hervor: es ist die größte Gefahr im Derzuge. — Aus Kattowitz dagegen beichtet derselbe Cocrespondent: Das erste Resultat der von mir hier in um- sangreichstem Maße vorgenommenen Nachforschungen über den Nothstand in Obertchlesten ist em direct überraschendes. Im Jndustriebezirk g-.bt es keinen Nothstand, hat es keinen gegeben und steht ein solcher nach Lage der Ver- hältniffe nicht in Aussicht. Berlin, 6. Decbr. Bezüglich des am 7. und 8. Septbr. in Bucara- manga in Kolumbien stattgehabten Pöbelaufstandes erfährt die „Nordd. AUg. Ztg.", daß die deutsche Regierung die nachdrückliche Wahrung Der verletzten deutschen Interessen bereits übernommen habe. Die kolumbische Regierung habe inzwischen zu erkennen gegeben, daß sie die vorgefallenen Verbrechen be. dauere, die Schuldigen der verdienten Strafe übergeben habe und volle Entschädigung und Genugthuung gewähren werde. Der kürzlich hier beglaubigte Gesandte Kolumbiens, General Camargo, sei beauftragt gewesen, in diesem Sinne mit dem Auswärtigen Amte in Verbindung zu treten. Hiernach dürfe «ine befriedigende Elledigung der Angelegenheit erwartet werden. Gmden, 6. Decbr. Del der Ersatzwahl zum Reichstage wurden im Wahlkreise Emden>Leer-Norden nach amtlicher Mitlheilung abgegeben 11,171 Stimmen. Amtsrichter v. Beaulieu-Marconay (nat. 116.) aus Norden wurde mit 5682 Stimmen gen ählt; Regierungsrath Faustenau (confervativ) aus Berlin erhielt 5369 Stimmen. Au- Sachsen, 6. Decbr. In der ersten Kammer entwickelte sich gelegentlich der Berathung über die Jmmatrikulattons» und DiSciplinar-Ocdnung für die Universität Leipzig eine kleine pikante DiScussion über die Zulaffung weiblicher Hörer an oer Universität. Die Frage regte ein galanter geistlicher H»rr, der Superintendent Dr. Lechler aus Leipzig, an. Der Depulations- berichl erhielt u. A. die Bemerkung, daß die Zulaffung weiblicher Personen zu den Vorlesungen nur unter Voraussetzung einer Dispensation des Mini- steriums des Cultus zu gestatten sei. Superintendent Dr. Lechler fragte nun, warum man die weiblichen Studenten hinausweisen wolle? Er fei damit einverstanden, daß daö Geschlecht der Blaustrümpfe nicht vermehrt werde, daß eine junge Dame nur den Dociortitel erlangen solle, wenn sie einem wohlpro- movirten Doctor die Hand reiche. Aber man solle den Bildungstrieb des weiblichen Geschlechts nicht aufhalten, er wünsche hierin ein laisser aller. Der Cultusminister Dr. v. Gerber entgegnete, daß die deutschen Universitäten den Charakter männlicher Bildungsanstalten trügen und mit Recht. Der Referent Bürgermeister Dr. Andre stellte in Abrede, daß für Deutschland ein Bedürfniß zu weiblicher Universitätsbildung vorhanden sei; die Russinnen aber möchten ihren Bildungstrieb nur in Rußland befriedigen. Was werde wohl Dr. Lechler davon halten, wenn männliche und weibliche Seminarien zusam- mengelegt würden. Trete für Deutschland ein Bedürfniß obiger Art hervor, dann solle man weibliche Universitäten schaffen. Der vormalige Appeüalions- gerichts-Prästdent v. Criegern, ein lebendiges Corpus juris, führte ans, daß die Zulaffung von „Frauenzimmern" zu den Vorlesungen der männlichen Stu- direnden große Bedenken habe; so bekämen die „Frauenspersonen" bei der medicinischen Fakultät Dinge zu hören, die sich nicht für Frauenzimmerohren eigneten. Nachdem der Vertreter der Leipziger Universität, Professor Dr. Hofmann, dieses Bild noch weiter ausgemalt, wurde die Debatte geschloffen und beschlossen, daß die Immatrikulations-Ordnung zu Anträgen keinen Anlaß gebe. Hefterreich. Wien, 6. Decbr. Anläßlich der Vorkommniffe in den letzten Tagen an der diesigen technischen Hochschule veifügt ein Erlaß des Unterrichtsmini' sters vom heurigen Tage, nachdem gütliche Mittel des Profefforen-Collegiums wirkungslos geblieben sind, strenge Maßnahmen und droht den Studtrenden Relegation von der hiesigen technischen Hochschule, event. Relegation von allen technischen Hochschulen an, verfügt erforderlichenfalls das Einschreiten der Sicherhellsorgane und stellt bei Fortdauer der Unordnungen die Schließung dec Anstalt auf ein Jahr in Aussicht. Wien, 6. Decbr. Einer Conferenz von Abgeordneten aus Handels- und Industrie-Kreisen gab der Handelsmintster Korb ein ausführliches Exvoiö über die Handelsbeziehungen zu Deutschland. Aus dem Expose, deffen Geheimhaltung zugesichert ist, geht hervor, daß das Zustandekommen eines Provisoriums mit Deutschland ebensowenig ausgeschloffen sei, als das Eintreten eines vertragslosen Zustandes. Sämmtliche Anwesende stimmten der gestrigen Regierungsvorlage zu, wonach die Regierung die Ermächtigung verlangt, den deutschen Handelsvertrag bis Ende 1880 zu verlängern oder im Verordvungs' wege Vorkebrungen zu treffen. Allseitig wurde der Regierung nahegelegt, das Appreturoerfavren mioerweilt aufzuheben, im Falle Deutschland keine Erleichterungen im Rohletnen-Verkehr gewähre. England. London, 6 December. Der Dampfer „Anglia" von der Anchor- Linie strandete auf der Fahrt von New-Aork nach Glasgow gestern Nacht in Folge eines Schneesturms in der Nähe von Kilbonaus an der schottischen Küste. Passagiere und Mannschaften wurden gerettet. Man hofft das Schiff unversehrt flott machen zu können. KuhLand. Petersburg, 6. Dec mder. Das „Journal be St. Pete Sbourg" meldet: Bei burss ter Srundzug' Ä obsehe, diese Zu- S Stfktbtn, welches i zväkeeHlechmtlk i und fotnt. Mn- itM, wl^mdne hMeMm- d acta gtnonuntn. tt sich aus dem W- ksian Statt. Sagte-- lt rejp. Lntheüungs Htiri, wkläer die n9me w WS M iM«*1 X >b; V »J55** «14« j» ! . Ä । :6f is in dee f«’*’««•* 1 »< ®“^,n . „le« ;'!?= f11 । ;i»'"SÄ« 3»rf i*J I I ILubUkum vielleicht nicht ganz gefällig gewählt waren, so sind seine Leistungen, die jetzt schon «inen bedeutenden Claviervirtuosen bekundeten, durchweg warm und dankbar ausgenommen toDtDCn®?it besonderer Freude hörten wir den in jeder Beziehung ausgezeichneten Vorträgen des Herrn Robert Hausmann zu. Seine edle Erscheinung, sein überaus gediegenes seelenvolles Spiel, unterstützt durch ein vortreffliches Instrument, ließen ihn sowohl rn den Solo- Lücken als auch in beiden Sonaten, von denen die eine vortrefflich von Herrn Musikdirektor Malst'aus Marburg begleitet wurde, als Meister seines Faches, als Stern erster Größe unter den Cellisten erscheinen/ Einen besseren haben wir hier nicht gehört. Seinen bedeutenden -Leistunaen gegenüber, die mit rauschendem Beifall ausgenommen wurden, möchten wir nur den «imiacn Wunsch aussprechen: könnten wir doch Herrn Hausmann, im Bunde mit Herrn c. im, de Ahna und Wtr t h, in seiner ganzen künstlerischen Große auch einmal in unseren -Loncerträumen hören in dem vielgerühmten JoachumHauSmann'schen Quartett. .... Was das Oesterreichische Damen-Quartett betrifft, so stimmen wir mir dem in diesem Blatte vor dem Concert Mttgetheilten im Wesentlichen überein. , Wir horten hier rin Quar- .trtt welches die Eigenschaften höchster Kunstvollendung, musikalischer Meisterschaft und lieblichster Klangschönheiten in seltenem Maße vereinigte." Ohne auf die Beurtheilung der einzelnen Lieder einzugehen, die uns dieses Mal noch zweckmäßiger ausgewahlt schienen, als in dem vorigen Winter, bemerken w,r nur noch, daß der Beifall ein so bedeutender war, tote er wohl nie rauschender in unserem Concertsaale vorgekommen ist; einen noch größeren Werth legen wir freilich darauf, daß unter diesen Begeisterten unter Alt und Jung sich zahlreiche gewiegte Kunstkenner befanden, denen man aniah, daß ihre Beifallsäußerung von Herzen gmg. - Zu bedauern war, was aber von Denen, welche die Damen zum ersten Male horten wohl kaum bemerkt wurde, daß die Vertreterin des I. Alt durch Heiserkeit verhindert war, mit threr sonst so klangvollen, prächtigen Stimme zur Geltung zu kommen. Und nun noch zu dem vielen wohlberechtigten Lobe ein Wort des wahlberechtigten Tadel-. betrifft di- fortlffime -»«geführten mehrstimmigen V-rtrSg- auf «inet Seiten, naderte die mehrfach die Jnstrumentalvorträge in unangenehmster Weise störten. Wo die lebhafte Konversation stattfand, ist den meisten Concertbesuchern wohl bekannt. - «letze,. 8. December. Trotz 20« Kälte heute Nacht waren diverse Herren so Hitzig, daß sie sich gründlich durchkeilten Auch soll das Messer eine Rolle dabei gesptelt^haben^ yLirth auf dem Seltersberg wurde gestern Abend die "Ladenkasse^estohlem^^.^En ^hafteter Schinken,-welchen unser Fleischbeschauer entdeckte, half beute Morgen die Kessel in der Volksküche Heizen. 9 — Die Passage über den provisorischen Steg an der Wieseckbrucke ist nun geradezu hals- und beinbrcchcud. Läßt sich denn nicht wenigstens Abhulfe dadurch schaffen, daß Man diesen Steg mit Lahukies oder dergl. bestreut, damit nicht em Unglück geschieht . — Am verflossenen Samstag standen auf dem Wochen- wie auch ^bmusemarckt Käufer und Verkäufer im fußhohen Schnee, wo solcher von den ^utM selbst nicht weggeschafft worden war. Das Localreglement betr. Reinhaltung un^Wegsamkeit^ber Straßen und Plätze dürste auch an Markttagen gehandhabt werden, damit eine solche Unzuträglichkeit nicht wieder vorkommt. — In der heute Vormittag abgehaltenen Sitzung des Schwurgerichts erhielt: 1. Mathaus Keel von Rebstein, angeklagt wegen Raubversuch und Diebstahl, eine Zuchthausstrafe von 2 Jahren und 7 Monaten 2. Konrad Stichler von Rülfenrod, der Brandstiftung angeklagt, eine solche von 2 Jahren und 6 Monaten — Für die „Volksküche" gingen ferner ein: P' of. Baltzer 10 X, Prof. Perls 20 X, Prof. St 6 X, Frau Prof. Schäfer 8 X, Dr. o. Helmoit 10 X, Dr. Tasche 5 X, Dr. K 10 X, Frau N. R 5 X, M. Kaan 5 X, Baurath Holzapfel 20 x., L. S. 6 X, N N. 3 X, ferner von Herrn Emil Fischbach w eiter je 12'z Pfund Reis Gerste, Erbsen, L nsen, Bohnen, sowie von Herrn Schulhof je 5 Pfund Graupen, Bohnen, Erbsen, Linsen und Reis. Summa 108 X in Geld; mit den in letzter Nr. quittirten 1117 X 26 4 nunmehr 1225 X 26 hiervon haben wir am Samstag Abend dem Comitä bereits 1150 X übergeben. Den freundlich n Gebern Dank sagend, nehmen wir recht gerne noch weitere Gaben entgegen. Gaben an Viktualien bitten wir für die Folge uns nur anzeigen zu wollen, es werd.n dann solche von der Anstalt ab- geholt werden. _ Handel und Verkehr. Frankfurt, 6. December. (Marktbericht.» Der heutige Heu- und Strohmarkt war schleckt befahren. Heu kostete je nach Qualität der Centner X 2.50—4, Strob X 2.50—3.00. Butter das Pfund im Großen 1. Qual. X 1 — 00, 2 Qual. X 0.90, im Detail das Pfund X 1.30—00, 2. Qual. X 1.20—00. Eier das Hundert X 6.5o—m.M). Ganze Erbsen das Pfv. 28—32 geschälte Erbsen 32—38 Bohnen 27-30 Linsen 34—50 Weißkraut das Stück 10 Ä 100 Stück — X, Rothkraut, 1 Stück 15 -25 $ Kohlrabi 8—15 Kohlkraut 8-12 Blumenkohl 1 Stück 40-100 Wirsing 8-12^, Kartoffeln 100 Kilo X 7-9 00, Zwiebeln 25 Bund - X. Merrettige Stück — 1 Stück - Ochsenflenck per Pfund 65—70 Rindfleisch 5"-60 Kuhfleijch 45-60 Kalbfleisch 50—55 Hammelfleisch 40—65 Schweinefleisch 65-70 H, ein Hobn X 0.80—1.70, ein Huhn X 1.20 — 1.50, eine Ente X 1.30—1.80, Gans da« Pfunv 60 eine Taube 45—50^. Schiffsberieht. Mttgethetlt von dem Agenten des Norddeuffchen Lloyt C. W. Dietz in Gießen. Newyork, 6. December. (Per transatlantischen Telegraph ) Der Postdampfer Donau, Captitän R. Bujsius, vom Norddeut'chcn Llovd in Bremen, welcher am 23. November von Bremen und am 25. November von Southampton abgegangen war, ist gestern 2 Uhr Nackmit- tags wohlbehalten hier angekommen. Bergest! das Hüttern der hungernden Vögel nicht! Oeffeutliche Kekannimachung. 7962) D'e Entmündigung des Jo- Hannes Hoffmann II. von Bersrod wegen Verschwendung wird mit dem Anfügen bekannt gemacht, daß gültige Rechtsgeschäfte mit demselben nur durch den bestellten Curator Philipp Hoffmann III. von Bersrod abgeschlossen werden können. Gießen, den 28. November 1879. Grostherzoglick es Amtsgericht Gießen. G e b h a r d t. Versteigerung. Dienstag, den 9. Deebr. l. I., Vormittags 11 Uhr, Werden in btm Psandlocal dahier emSopha unb eine Kornmobe öffentlich meiftbietenb gegen Baarzahlung versteigert. Gieüen, den 28. November 1879- 7942 Bühner, Gerichtsvollzieher. Mittwoch den 10. ds Mts^ u. folgende Tage, Nachmittags Vs2 Uhr, -sollen im Petri'schen Hause am Lub- wigsplatz im obersten Stock, gut erhaltene Möbel, Betten, Weißzeug, Glas,^ Porzellan und allerlei sonstige Hausgerathc gegen gleich baare Zahlung versteigert werden- 8 Die Gegenstände können an demselben Tage von Morgens 10 bis Vrl2 Uhr em- gesehen werden.__ Ieitgeöolenes. 7367) Ein Acker am Rodberg, 1 und 3/a Wärmflaschen, Wärmsteine, Anissormen empfiehlt ^7970 J. H- Fuhr, Sonnenstr. 104. 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In der Delicatessen-Handlung von Carl Schwaab sind zu haben: (7882 getr. Pfirsiche, „ Apricosen, „ Kirscben, „ Heidelbeeren, „ Bordeauxpflaumen, „ Zwetschen, „ Apfelscknitzen, „ Oporto-Birnen. 7764) Ein gut erhaltener Patent-Kugel- Kaffee-Brenner, 10 Pfd. Inhalt, ist billig abzugeben. Zn erfragen in der Expedition d. BlttS. Gießener Volksküche. Dienstag den 8. December wird die Volksküche im KreiSamts- gebäude auf dem Brand eröffnet. Die Ausgabe der Speisen beginnt täglich um 11 Uhr. Die Volksküche bat den Zweck, der weniger bemittelten Bevölkerung eine gesunde, kräftige und schmackhafte Nahrung zu dem billigsten Preise zu liefern, doch so, daß die Käufer dadurch nicht zu Almosenempfängern werden. Die Portion Effen von 3/i Liter kostet 10 Pfennig, die halbe Portion 5 Pfennig. Die Speisen können an der Verkaufsstelle in einem geräumigen Speisesaal genoffen werden. Zum Abholen werden sie nur an solche Personen verabfolgt, welche ganz reine Gefäße dazu mitbringen. Kinder, die zum Abholen geschickt werden, muffen sauber gewaschen und gekämmt sein. Die Volksküche ist aber zugleich dazu bestimmt, dem Hunger der täglich hier durchziehenden sowohl, als der ansässigen Armen zu stillen, welche nicht im Stande sind, die Speisen zu bezahlen. Zu diesem Zwecke werden Marken ausgethetlt, welche zu Freiportionen berechtigen. Die durchreisenden Handwerksburschen erhalten solche Freimarken auf dem Polizeiamt und wir bitten alle Einwohner, bettelnde Handwerksburschen dorthin zu weisen. Alle anderen wirklich bedürftigen Personen, welche Freimarken wünschen, wollen sich sobald als möglich an einen der nachbenannten Herren Almosen psteger wenden: 1) Herr Stieber, Strumpfwaarenhändler, 2) Herr Bier au. Glaser, 3) Herr Haßler, Schuhm., 4) Herr Pimper, Scvnerde - meister 5) Hrrr Hetnrick Vogt, Metzger, 6) Herr Emil Noll, Bäcker, 7) Herr Adam Huhn, Seiler, 8) Herr Louis Petri II., Weißbinder. Wer Hausarme durch Schenkung von Freimarken unterstützen will, wende sich grfälligst zu diesem Zweck an Frau Profeffor Wtlbrandt. In der Volksküche werden nur gegen baare Bezahlung oder gegen Freimarken Speisen verabreicht. Um die Mittel zur Gewährung von Freimarken aufzubringen, müssen die bisherigen Sammlungen fortgesetzt werden. Reiche Beiträge sind bereits bet ter Redaction des Gießener Anzeigers etngegangen; nicht unbeträchtliche Summen sind auch aus den von uns ousgelegten Listen gezeichnet. Aber noch reichen diese M-ttel dem gegenwärtigen außerordentlichen Nothstand gegenüber nicht aus. Daher werden wir im Vertrauen auf die M ldthätigkeit unserer Mitbürger in den nächsten Tagen eine Hanscollecte veranstalten. Das Sr- gebniß derselben wird in diesem Blatt bekannt gemacht werden. Zur Ver- meidl ng jedes Mißbrauchs machen wir darauf aufmerksam, daß untere Listen von unseren Mitgliedern selbst herumgetraxen werden und polizeilich gestempelt sind. Das Comite. Georg Voll, Professor Bratuscheck, Vorsitzender. Schriftsührer. (7968 Alice - Stiftung. Einladung jur constituirenden Generalversammlung. Da die Sammlungen zur Alice-Stiftung, zu welchen durch Aufruf vom Januar l. I. etngeladen wurde, nunmehr als geschlcssen zu befrachten sind, erlaubt sich der unterzeichnete Vorsitzende M provisorischen Comiis alle Dieser igen, v elche Beiträge gezeichnet hab.n, zu einer Generalversammlung auf Mittwoch den 17. l. Mts., Nachmittags 2 Uhr, in den Saalbau zu Darmstadt eirzuladen. In dieser Generalvcrsommlnng soll Beschlußfassung über die Statuten, und eventuell die Wahl des Vorstandes e> folgen. Der der Ve- raihung zu Grunde liegende Entwurf der Statuten wird an sämmtUche Unterzeichner des Aufrufs versendet und kann bei diesen in Empfang genommen werden. Darmstadt, den 3. December 1879. Dr. Goldmann, Oberem sistorial - Präsident, üorträflf i)is üdMßifÖfthgs - unö flemerßcocrcms. 7973) Der 3. Vorkrag des Herrn Professor Dr. Gareis über „die Reichsgesetzgebung" findet Dienstag den 9. December, Abends 8 Uhr, auf dem Lahn st ein statt. Der Vorstand. Leinen. Indem ich meiner verehrlichen Kundschaft hiermit ergebenst mittheile, daß ich von Mittwoch den 10. ds. an wieder in Gießen fein werde, verbinde ich damit die Bitte, wo es sich um Aufträge „für Weihnachten bestimmt" handelt, es mich im Hotel Kühne gütigst wissen zu lassen. Georg Benz aus Wiesbaden. Vertreter von (7920 Fr. W. Strathmann Sf Sohn, Bielefeld. Wäsche. U J. Cli. Retter pfichlt feil; reichhaltiges Lrger in Teppichen, abgepoßte und am Stück, Bettvorlagen, rotbe. weiße und Bunte, rein wolltne Bettteppiche, ächt englische Reisedecken, Tischdecken, sowie altdeutsche Tischdecken und Servietten. (7854 7885) Zur diesjährigen = Weihnaclits - Ausstellung = ladet ergebenst ein Carl Schwaab's _______Dettcatessen-Aandlung Louis Wenzel, Achen, C. 63. Seltersweg C. 63. Kthographische Anstalt, Buch & Steinbruckerci. Papier- & Schreibmaterialien-Handlung. Durch Gegenwärtiges beehre ich mich ergebenst anzuzeigen, dass ich unterm Heutigen mit meiner seit vielen Jahren bestehenden Litho» graphischen Anstalt und Steindruckerei eine Ättchflrtecherei verbunden habe. Bei eintretendem Bedarf in Drucksachen aller Art halte ich mich zur geschmackvollen Anfertigung derselben in Schwarz- und Farbendruck bestens empfohlen und sichere irn Voraus prompte Bedienung und billiger Preise zu. „ , . Hochachtungsvoll Louis Wenzel, fliessen, im December 1879. NB. Speciell für Weihnachten empfehle: Visitenkarten mit Etui per 100 Stück von 75 Pfg. an, lieferbar 1 Stunde nach Bestellung. Ferner MONOGRAMME in jeder gewünschten Ausführung, aut Briefbogen und Couverts, von welchen ich ein wohlassortirtes Lager unterhalte. Vorräthige Monogramme in eleganten Mappen und Cartons von 50 Pfg. an. (7925 Hierumthungen. 6538) Ein Familienlogis und ein möblir: tes Zimmer zu vermiethen Neuenweg 134. 7564) Möbtirte Zimmer auf sofort billig zu vcrmiethen. Näheres bei der Exped. d. Bl_______ 7949) Ein freundliches Zimmer, möbln t, für einen auch zwei Herren zu vermiethen. ______________Emil Junker. 7901) Zwei ineinandergehende möbtirte Zimmer zu vermiethen, auf Wunsch auch getrennt.____________Lit. D. 85. 7436) Ein freundliches Familienlogis, bestehend aus 6 Zimmern nebst allem Zubehör ist zu vermiethen und sogleich be- ziehbar. Näheres bei der Exped. d. Bl. 7697) Ein moblirtes Zimmer zu vermiethen bei Chr. Neider am Kreuz. 7797) Ein Famdienlogis zu vermiethen bei Wilh. Barthel, Grünbergerstr 5820) Freundliche neue ^Bohnung, 6 geräumige Piecen mit Zubehör, Hof fließendes Wasser, Gartenbenutzung / zu vermiethen. Näheres bei der Exp d. Bl. 7498) Der oberste Stock meines"Hauses, bestehend aus 5 Zimmern, Küche, Wasserleitung 2C. ist anderweitig zu vermiethen. _____________________<$m11 Fischbach. 435) Der 3. Stock meines Hauses zu vermiethen.,____________Dr. Dornsetff. 436) Tatzen mit Wohnung zu ver- miethen. Näheres in der Exped. d. Bl. Kermifchte Anzeigen. 7971) Ein tüchtiges Mädchen, welches kochen kann, gesucht. Marktstraße D. 219 MneSckenkam ine sucht Stelle. Näheres bei (7963 ________H. Erbe, Wetdorf (Wetzlar). 7944) Das Einrabmen von Bildern und Spiegeln wird bei mir schön ausgeführt Ludwig Schmidt, Kanzleiberg. 7976^ Ein Bursche wird gestickt. Emil Lotz, Kirchenplatz. üicderBage | 3. Heyer'scher Ianitäts Weiner Zi. Frohnhäuser. JL. Pueinte Reine per Flasche 1 — Priorate secco . 1 20 Priorato dulce , t 30 Badalono „ 1 60 Garnacho 1 90 Sherry 2 50 Malaga Madeira 2 2 60 0 porto „ 2 Vino Rancio „ v J — 7959) Eine Frau wünscht em Kind zum Mitstillen. Zu erfragen Neuenweg D. 134 Stflöt Kainz. Dienstag den 9. December: Concert, ausgesührt von der Nieder-Rheinischen Sängergesellschast, bestehend aus 5 Personen. 7972) Anfang 7 Uhr. 7852) Ein junger Mann aus guter Familie kann in ein hiesiges Cigarren- fabrik«Geschäft als Lehrlina eintreten. Näheres durch die Exped. d. Bl. 7922) Ein gesetztes Frauenzimmer aus anständiger Familie wird in eine hiesige Gastwirthsckaft als Haushälterin gesucht Wo? sogt die Exped. d. Bltts. Gesucht ein Mädcben für Kücke und Hausarbeit Reickensand Lit. C- 128, 7937) (im unteren Stock). Ccfcn werden geputzt von 7954 Karl Naubcr, Löwengasse 116. Verantwortliche Redactton: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brübl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Ntetsch) in Gießen. Darmstadt ersten Kammer de Abtretung des ycst bamtt zusammenhl des Gemeindeoorstl Nauheim bett-, ers Was die fii Ausschußberichtm s Detail in so erschoß daraus verwiesen w vollkommen der An Objects ausgedrückt Preisen »erthooüe dahin aussprechen, entsprechend, doch d schlag bei dieser Arc ;u sichern geeignet i| lheils zu nmartende Aach dem Si Gründlichkest alle eii verwiesen werden ka theils für die Sum capitals zu 4 pCt. i zuweisen versucht n ' Dauer eine höhere i öegeuseile, im Gege scheinlich sei, eine i ! unter den jetzigen S Verkauss Recht hat überlege«, da man sollte, die Einnahn sichten, die von der die auch GrM Ah Mhr lieber auf b fl’e|en, als auf die s ÖÄe,fen Hot " $ Verhältnisse : J Wn direct Beu Planmäßigen Züge chr ab, abgesehen frankfurter Gentrolh WÄ?« 'N durch B»si,w ? durch AugenblickIei solchen ^^te oder oucb denn c i°0tn bat „r6/ datz wirb, w,' fber es l r td>nuna ,n ^°unen, s? 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