* uilg ,s ’ «hi, Füllung des Ar. 118. (5199 MO Wart. l'kum ergebest >3 ein ^rAbds. ’s 10 Uhr birrorrkauf n Wtw. i leit 15 Jahren leben unb dafür lid) übernommen Denkmäler, (5187 Ncucrn. * Anzeige, daß ich b empfehle mich ifen und reeller id, das früher mich überttagen enmalhei, $el". (5138 -'ßjrtbit t teil Sliisflug litt, mir dick Ebenen. 5W* „tjimüiik'" Samstag den 9. August 187». Klchener MHeW Anzcizk- unb Amtsdlnii sm btu Kreis Gießen.________________ Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. m Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brmgerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Nedactionsbureanr ( Schulstraße L. 18. w »»* p Ör. Boek mann- Programm der CnthMungsseier des Landes-Denkmals ;u Darmstadt am 18. August 1879. IX. Der Divisionspfarrer spricht ein kurzes Gebet. X. Ansprache des Präsidenten des Central-Comitä's XL Auf das mit Genehmigung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs gegebene Zeichen fällt die Verhüllung des Denkmals unter Leitung des Künstlers August Herzig. In diesem Augenblicke beginnen die Glocken zu läuten, cs werden 101 Kanonenschüsse abgefeuert und die Festversammlung singt, unter Begleitung der Musik, die „Wacht am Rhein". XII. Ein Mitglied des Comite's übergiebt mit kurzer Ansprache das Denkmal den Vertretern der Stadt Darmstadt. XIII. Erwiederung des Großherzoglichen Ober-Bürgermeisters mit Hoch auf Seine Majestät den Kaiser und seine Königliche Hoheit den Großherzog. XIV. Die Festversammlung singt eine Strophe des Liedes: „Nun danket I. Morgens Reveille der Militär-Musik-Capellen. 1L Um 9 Uhr Gottesdienst in den Kirchen, mit Rücksicht auf die Bedeutung des Tags, insbesondere zum Gedächtniß der Gebliebenen. III. Vormittags 10 Uhr versammeln sich die Theilnehmer an dem Felt- zuge auf dem Marktplatz resp. in dem Rathhaus. Der Fest zu g ordnet sich unter Leitung des Festcomitäs und besonderer Festordner. r T IV. Die zur Feier der Enthüllung eingeladenen Personen versammeln sich Vormittags halb 11 Uhr auf dem Paradeplatz und nehmen dort, unter Führung von Mitgliedern des Fest-Comit6s die für sie bestimmten Plätze ein. V. Um 11 Uhr setzt sich der Festzug, dessin Ordnung im Einzelnen vom Fest-Comit6 bestimmt wird, in Bewegung und begiebt sich von dem Marktplatz durch die Ludwigsstraße, obere Elisabethenstraße, die Wilhelminenstraße, die obere Rheinstraße, auf den Paradeplatz, woselbst er unter Leitung der Festordner Ausstellung nimmt. Während des Zuges läuten die Glocken. VI. Gleichzeitig mit dem Festzug nimmt die Großherzoglrche (25.) Division resp. Deputionen der einzelnen Regimenter Aufstellung auf dem Pa- radeplotz, nach der von Großherzoglicher Division getroffen werdenden An- DTbntiy0fL Der Präsident des Central-Comtt6's mit dem geschäftsführenden Ausschuß geleitet Seine Königliche Hoheit den Großherzog, sowie die Prinzen und Prinzessinnen des Hauses auf die hierfür erbaute Estrade. Bei dem Erscheinen der Herrschaften auf dem Paradeplatz lauten die Glocken und spielen die Musiken. VIII. Wenn die Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften auf der Estrade Platz genommen haben, beginnt ein noch zu bestimmender Gesangsvortrag der vereinigten Gesangsveretne.__ alle Gott." XV. Die Großherzogliche Division defilirt vor Seiner Königl. Hoheit dem Großherzog und dem Denkmal. XVI. Der Festzug begiebt sich an der Estrade der Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften und an dem Denkmal vorüber auf den Marktplatz, wo er sich auflöst. XVII. Der Präsident des Comit^s und die Mitglieder des Ausschusses geleiten Seine Königliche Hoheit den Großherzog, sowie die Prinzen und Prinzessinnen des Hauses zurück. Hiermit schließt die Feier der Enthüllung. ~ XVIII. Nachmitttgs 2 Uhr findet Fest-Diner in dem Saalbau statt. XIX. Abends bei eingetretener Dunkelheit wird das Denkmal beleuchtet werden. XX. Abends gesellige Vereinigung der Festgenoffen in der: verschiedenen öffentlichen Lokalen, woselbst Concerte veranstaltet werden. verschiedene Wohlthätigkeitszwecke 17. Im Auslande wurden in Veranlaffung der Hochzeitsfeier 5 milde Stiftungen in's Leben gerufen. Unter den Stiftungen für Krankenpflege weisen 13 ein Kapital von 461,861 eT Goldenen Hochzeit des Kaiserpaares gemachten Stiftungen b S letzt noch in der Vorbereitung begriffen ist, liegt in der -.Soc-Corre p. bereits eine derartige Zusammenstellung vor. Aus ihrer Uebersicht ergibt sich , daß dieselben, soweit die Beträge bestimmt angegeben sind, eine Gesammtsumme non 2 628 315 «X repräsenttren. Die Hauptzwecke, für welche die Stiftungen fcpnrnnhft wurden waren: für Krankenpflege 16, für Altersversorgung und jnvaltdenunterstützung 8, für invalide Militärs 5, für Bltndenpflege 2, für Taubstummenpflege 3, Freistellen in Asylen 10, für Waisenpflege 10, für windererüebuna und -Pflege 4, für Beamtenhülfe 8, Herbergen zur Hennath 2, an" Stipendien^ für Lernende an Btldungsanstalten 5, für Beschenkungen an 51ubdlhochzeitspaare 3, für die Hebung und Kräftigung^es^Handwerks^fm An die Herren Bürgermeister- Beigeordneten und Mitgtieder des Gemeinderaths der Städte und Gemeinden des Großherzogthums. Denkmal soll Montag den 18. August ds. Js., ober her Einwohner, welche sich an dem Festzuge be.hüligen wollen, Thellnahme an b» E.llhull^gs^ewr ergebenst Herrn Buchhändler G °^r" die O'rdnÜ7/dis'FeAges «erden die auf dem Marktplatz zu Darmstadt fungirenden Fest-Ordner jede gewünschie Auskunft ereilen. Darmstadt, den 14. Juli 1879. Das Central - Comite zur Errichtung eines Landes-Denkmals. Der Präsident: Bruno, Fürst zu Isenburg und Büdingen. lassen werden können, nicht unerheblich erweitert sind. Daß das unbefugte Verlassen der Arbeit Seitens des Arbeiters (Gesellen, Gehülfen oder Fabrik- arbeites) jetzt dem Falle völlig gleichgestellt ist, in welchem der Arbeiter den nach dem Arbeitsverlrage ihm obliegenden Verpflichtungen nachzukommen beharrlich verweigert, wird noch vielfach übersehen. Wichtiger noch und durchgreifender sind die abändernden Bestimmungen, die hinsichtlich des Lehrverhältnisses getroffen sind. In Zukunft, d. h. bei allen Lehrverhältniffen, die nach dem 1. Januar des Jahres eingegangen sind, ist das Recht, die Zurückführung eines Lehrlings, der die Lehre eigenmächtig verlassen hat, durch polizeiliche Hülfe zu verlangen, davon abhängig, daß der Lehrvertrag schriftlich abgeschlossen ist. Ebenso ist die Geltendmachung jedes Entschädigungsanspruchs, sowohl des Meisters als des Lehrlings, der daraus entsteht, daß der Lehrvertrag aus irgend einem Grunde vor Ablauf der verabredeten Lehrzeit sein Ende erreicht, davon abhängig, daß der Lehrvertrag schriftlich geschlossen ist. Daß in Zukunft jedes Lehrverhältniß einer vierwöchentlichen Probezeit unterliegt, während deren jeder Theil ohne Weiteres das Verhältniß aufheben kann; daß das Uebergehen des Lehrlings zu einem anderen Gewerbe nur dann das Verlassen der Lehre rechtfertigt, wenn der Vater oder Vormund eine dahin gehende schriftliche Erklärung dem Meister gegenüber abgegeben hat, sind gleichfalls Neuerungen von eingreifender Bedeutung für die Betheiltgten. Berlin, 6. August. Eine noch fortbestehende Etgenthümltchkeit ist das Cadettenwesen der sächsischen Armee. Wie wir hören, wird diese Herrlichkeit ihrem Ende entgegengeführt. Einstweilen sollen die bisherigen Uniformen der sächsischen Cadetten denen der preußischen Platz machen, der bisherige Degen durch das Seitengewehr und das Käppi durch den Helm ersetzt werden. Ferner wird eine Verschmelzung des Dresdener Cadettencorps mit der Central- Anstalt in Lichterfelde erfolgen, sobald dafür der nöthige Raum beschafft sein wird. — Die bisherigen Einnahmen der Berliner Gewerbe-Ausstellung berechtigen zu der bestimmten Erwartung, daß ein sehr erheblicher Ueberschuß erzielt werden wird. Man beabsichtigt, denselben zum Bau eines Künstlerhauses, in welchem dauernd kunstgewerbliche Ausstellungen sich befinden sollen, zu verwenden. Wie wir hören, nimmt die Frau Kronprinzessin ein besonderes Interesse an der Verwirklichung eines solchen Planes nach dem Muster des Sydenham- Palastes in London. Die hohe Frau hat wiederholt Gelegenheit genommen, sich dem Cornitö gegenüber zu äußern, wie erwünscht es sei, den Schönheitssinn des Volkes und den Eifer der Gewerbetreibenden durch solche Ausstellungen zu wecken. (Köln. Ztg.) England. London, 5. August. Die Maurer von Bristol, welche, gegen 1000 an der Zahl, vor zwei Monaten die Arbeit einstellten, weil sie sich einen von den Meistern geforderten Lohnabzug von j/2 P. für die Stunde nicht gefallen lassen wollten, haben sich nunmehr dieser Bedingung gefügt und sind bereits wieder in Arbeit getreten. Die Zimmerleute dagegen setzen den Strike einstweilen noch fort. Amerika. Bei der letzten Revolution in Hayti fand in der gesetzgebenden Versammlung ein Vorfall statt, der, tragikomisch, wohl Alles übertrifft, was bisher in hitzigen Kammer-Debatten geleistet worden ist. Der eigentliche Anlaß des Vorganges ist noch nicht bekannt, aber es scheint, daß Herr Petit Canal, ein Bruder des Präsidenten, von einem Herrn de Lorm, einem andern Mttgltede der Versammlung, gröblich beleidigt wurde und darauf sofort einen Revolver zog und seinen Gegner kurz und gut ntederschoß. Darauf zogen die übrigen Mitglieder auch ihre Revolver und die beiden Parteien eröffneten ein lustiges Feuer aufeinander. Es muß gut geschossen worden sein, denn 40 Mitglieder wurden kampf- und redeunfähig gemacht. Damit war es aber noch nicht aus, denn das Publikum von Außen mischte sich in den Kampf und setzte das Gefecht fort, und dann kam die Polizei und machte auch mit. Bet dieser Zeit war auch der Präsident des Senats bereits gefallen und es hatte den Anschein, als ob die ganze hohe Körperschaft sich gegenseitig aufretben würde, als Truppen heranrückten. Diese feuerten mit einer Mitrailleuse ohne Wahl noch Qual tn's Gelag hinein und machten den Schluß mit einigen Granatschüffen. Dann war wieder Ruhe in Port au Prtnce und man begrub die Todten. Telegraphische Depeschen. Wagner'» telegr. G»rrespoudeuz-V«rea». 7 August. Die Nordd. Allg. Ztg." bespricht in einem län- geren Artikel die Antworten, welche von einigen Blättern auf ihre Frage an die „Weg mit Bismarck"- Rufer: wer an des Reichskanzlers Stelle treten solle, emgegangen sind und bemerkt bezüglich des Wahlkampfes: Sprechen wir unsere Ueberzeugung aus, die Parole der nächsten Wahlen muß lauten • Schutz der nationalen Arbeit oder Preisgeben derselben. Wien, 7. August. Die „Polit. Corresp." meldet: Der rumänische Mmtster des Auswärtigen, Boerescu, stattete gestern dem Grafen Andrassy emen längeren Besuch ab. Morgen reift Boerescu nach Berlin, von wo er amÄ d- in Paris emzutreffen gedenkt. - Dieselbe Correspondenz meldet aus Konstantinopel: Gestern hat ein Ministerrath unter dem Vorsitze des Sultans stattgefunden, welcher die Frage der Reconstituirung des Cabinets erörtert haben soll. Es heißt, Savset Pascha werde das Präsidium, Aarifi Pascha das Auswärtige, Sadyk Pascha die Finanzen und Server Pascha das Vereinigte Bauten- und Handels-Ministerium übernehmen. 7. August. Aus Capetown wird unterm 22. Juli gemel- bet : General Wolseley nahm die Unterwerfung der Zulu-Häuptlinge an und erklärte denselben, daß die englische Regierung das Land schützen und regieren werde. Ferner wird berichtet, daß General Wolseley mit einer Truppenabthei- ouf Marsche nach Ulundt begriffen sei und eine zweite Truppen- abtheilung gleichzeitig gegen den neuen Kraal, wo sich König Cetewayo befinde, vorgehen werde. * 7 ’ ' London, 7. August, früh. Bet dem vom Lordmayor zu Ehren des Cabinets m Manstonhouse veranstalteten Banket war kein Vertreter fremder Mächte zugegen. Den Toast auf das Ministerium erwiderte Beaconsfield in folgender Weise: Als er zuletzt bei dem Lordmayor-Banket gesprochen, schienen die Angelegenheiten ein kritisches Aussehen zu haben. Unsere Gegner be- chuldigten uns, einen völlig unpraktischen Vertrag geschlossen zu haben, ebenso daß wir das Land in einen unheilvollen Krieg verwickelten unter dem Bor- wände, die wissenschaftliche Grenze Indiens zu fichern. Jener unpraktische Vertrag ist jetzt vollständig ausgeführt. Im gegerwärtigen Augenblick ist, glaube ich, tcotz wiederholter gegentheiliger Prophezeihungen fein russischer '©olbflt mehr auf dem Gebiete des Sultans. (Beifall.) Der russische Kaiser erfüllte seine Verpflichtungen ehren- und würdevoll und cooperirt augenblicklich mit England und den übrigen Mächten in Bestrebungen, den Frieden zu 8U eilten. (Beifall.) Es werde gesagt, die Türkei führe ihre Verpflichtungen nicht ebenso treulich aus, daher seien die Reformen nicht ver- wirkltcht worden. Allein es sei nur gerecht, wenn man erwäge, daß die Türket ^st seit wenigen Tagen frei von der Invasion sei, daß der Sultan seit dem Berliner Vertrag bei Umbildung der Provinzen auf zahlreichere schwierige or^en gestoßen ses, als wahrscheinlich irgend ein anderer Monarch zu gleicher Zeit. (Beifall.) Gegenwärtig sei nichts weiter über den Berliner Vertrag zu sagen. Der Vertrag habe seinen Platz unter den Capital-Urkunden einge- rwmmen, welche die Sicherung des allgemeinen Friedens bezweckten. Falls Gefahren und Schwierigkeiten wieder entstehen in den Ländern, auf welche fick der Vertrag besonders b.'zieht, wird man, glaube ich, in den Bestimmungen des Vertrages für alle Eventualitäten genügende Hülfsquellen finden. Betreffs Indiens wissenschaftlicher Grenze sei der Zweck mit fast beispielloser Präcision und L>chnelligkeit erreicht. Man werde bald erfahren, daß auck in Süd-Asrika ^befriedigende^Lösung aller Fragen erfolgte. Die gedrückte Lage des Handels, welche sei 4 Jahren alle civilisirten Länder heimsuche, sei leider noch mcht beendigt. Eine der sekundären Ursachen derselben sei die rücksichtslose Speculatton. Aufmerksame Beobachter hätten seit einiger Zett Zeichen der Besserung gesehen. Würden diese Zeichen durch reichliche Ernten unterstützt, so sei Hoffnung, daß die dunkelsten Stunden vorüber seien. Gastein, 7. August. Kaiser Wilhelm, welcher sich in bestem Wohl- sem befindet, nimmt Vorträge entgegen und setzt die Bäder, Promenaden und Ausfahrten regelmäßig fort. Die Abreise des Kaisers erfolgt schon am Dien- stag, die Ankunft in Babelsberg am Donnerstag Nachmittag. Madrid, 7. August, Nachmittags. Der Wagen des Königs warf heute zwischen dem Eskurtal und San Jldefonso um, der König trug eine sichte Coutusion davon, General Echagua ward verletzt. Der König ist mit den Infantinnen in San Jldefonso angekommen. Madrid, 7. August, Abends. (Amtlich). Der König hat beim Um- werfen des Wagens eine Verrenkung des rechten Armes davongetragen, welcher leicht abzuhelfen ist. Die Infantinnen sind unversehrt. General Echague hat sich eine Verstauchung der Hand zugezogen. Lokales. Gießen, 8. August. (Schwurgerichtsverhandlungen vom 7. August.) In der Vormittagssitzung endete die Verhandlung gegen Konrad Kratz von Ruppertenrod, angeklaqt I eines Verbrechens wider die Sittlichkeit, damit, daß Beschuldigter in eine Gefängnißstrafe von 5 Monaten 7 Tagen, worauf jedock 4 Monate erlittene Untersuchungshaft in Anrechnung kommen, verurtheilt wurde. — In der Nachmittagßsitzung erhielt Johannes Dauern beim von Wölfersheim, angeklagt des gleichen obigen Verbrechens, eine Zuchthausstrafe von einem Jahr. Vermischtes. W orm s, 6. August. Der am nächsten Samstag und Sonntag hier stattfindende zehnte hessische Feuerwehrtag verspricht ein sehr gelungenes Fest zu werden. Das Festcomite gibt sich alle Mühe, den wackeren Männern, welche sich Jahr aus Jahr ein den Schutz des Eigenthums ihrer Mitbürger mit großer Aufopferung zur Aufgabe machen, alle Annehmlichkeiten während ihres Aufenthalts in hiesiger Stadt zu bieten. Mit anerkennenswerther Freundlichkeit sind auch dir Babnverwaltungen der Hessischen Ludwigs-, Main-Neckar- und Pfälzischen Bahnen den Festtheilnehmern entgegengekommen, indem die Hessische Ludwigsbahn den Abgeordneten sowohl als den übrigen Feuerwehrleuten, sofern sie sich in Uniform befinden und am 10. ds. Monats fahren, gegen einfache Billete freie Rückfahrt am 10. und 11. ds. Mts. gewährt. Die Pfälzischen Bahnen gestatten den in Uniform erscheinenden Feuerwehrleuten aus der Pfalz gegen einfache Billete freie Rückfahrt am 9. und 10. August, wobei jedoch der Aufdruck des 'Stationsstempels der Abgangsstation nöthig ist. Für Schnellzüge sind Schnellzugsbillete erforderlich. Die Main-Neckar-Bahn gewährt den in Uniform erscheinenden Feuerwehrmännern eine Fahrbegünstigung in der Art, daß die am 10. und 11. gelösten Retourbillete zur Benützung aller fahrplanmäßigen Züge bis 11. ds. berechtigen. - Den Besuchern des Festes ist endlich in einem Extrazuge Gelegenheit gegeben, Abends 9 Uhr in der Richtung nach Mainz ihre Heimreise anzutreten. Hildburghausen. Der Landtag des Herzogthums hat dem unter Aufsicht des Staates stehenden Technikum Hildburghausen, welches eine Maschinenbau- und Baugewerkschule umfaßt, m Anbetracht der für die Industrie und das Gewerbe so wichtigen theoretischen Ausbildung junger Techniker und der anerkannten Leistungen der Anstalt eine fortlaufende Staats- Unterstützung bewilligt. — (Schicksale eines Franzosen im Kriege gegen die Zulus.) Ernst Grandier, geboren in Bordeaux, ein starker, großer Mann, dient in der irregulären Cavallerie. Bet der Erstürmung des Zlobam-Berges, den Umbellini vertheidigte, wurde Grandier von den Zulus gefangen genommen. Umbellini, nach dessen Kraal er gebracht worben war, schickte ihn an Cetewayo als Geschenk. Halb verhungert und verdurstet im Königskraal angelangt, wurde Grandier aller seiner Kleider beraubt und nackt an einen Pfahl gebunden, jedoch so, daß er die Füße kaum bewegen konnte, Hände und Arme waren an den Pfahl geschnürt, unter den Achseln und vor der Brust waren Riemen so gelegt, daß der Unglückliche sich nicht vorwärts beugen und folglich auch nicht kauern oder setzen konnte. So stehend mußte er mehrere Tage verharren, des Tages den glühenden Sonnenstrahlen, des Nachts der eisigen feuchten Kälte ausgesetzt (denn es ist jetzt im Zululande Winter). Des Morgens wurde er mit Peitschenhieben bearbeitet, um den Blutumlauf wieder herzustellen. Man stopfte ihm, als Nahrung, Maiskörner in den Mund. Endlich kam Cetewayo, sein Geschenk in Augenschein zu nehmen. Der König setzte sich vor demselben auf ein Leopardenfell nieder, seine Idunas (Räthe) nahmen im Halbkreis hinter Dem Könige Platz, des Königs Frauen kamen aus den Hütten, und in die Hände klatschend spieen sie auf den Gefangenen Deren Bitte, ihnen den Gefangenen zum Martern zu übergeben, wurde jedoch nicht gewährt, denn nach einigem Berathen wurde beschlosien, ihn, ehe der Mond sich erneuere, an Umbellini zurückzuschicken, derselbe soll ihn dann mit einem Messer nach und nach in kleine Stücke verhacken zu lasten. Nach einigen Tagen wurde Grandier zwei Zulus zum Weitertransportiren übergeben. Auf dem Wege erlaubten sie Grandier, sich in ein Maisfeld zu begeben, um sich Nahrung zu suchen. Mittlerweile legten die Zulus die Waffen auf den Boden. Grandier erfaßte in einem günstigen Momente einen Assegay, mit welchem er den einen Zulu todtstach, ebenso rasch ergriff er die Schießwaffe des andern, der eilig die Flucht ergriff. Grandier verbarg sich in einer Schlucht und wurde von einer Zuluarmee, 15,"00 Mann stark, die vorüberzog, nicht gesehen. Die Sonne als Compaß benutzend, kam er, erschöpft und in schrecklichem Fieber, im Kambula-Lager an. Da er erst 28 Jahre alt ist, glaubt der Arzt, daß er die Krankheit Überstehen werde. - Die Ausländer werden gerupft. Aus Salzburg wird mitgetheilt, daß die Wirthe der dortigen Umgegend die günstige Gelegenheit nicht unbenützt vorübergeben lasten un^ — Gäste, insbesondere die zahlreichen Ausländer, nicht auf das Schonendste behandeln. Ein Wiener, der dieser Tage in einer Restauration nächst Salzburg einkehrte, wurde, als ihm der Betrag seiner Zeche etwas bedenklich erschien, von der Kellnerin gefragt: „San S' a Preuß?" — „Nein," antwortete er. — „San S' vielleicht a Baier?" worauf er erwiderte: »Ich bin auch fein Baier, sondern ich bin aus Wien und für einige Wochen in Salzburg." — „Na, wann das so is, nachher krieg'ns noch a paar Zehnerln z'ruck, denn nur die Ausländer müssen mehr zahlen." Erstaunt über diesen sonderbaren Dualismus in der Behandlung der Gäste, gab der Wiener den zurückerstatteten Betrag der Kellnerin für ihre Aufrichtigkeit als Trinkgeld. erregende Fall betraf einen etwa 12jährigen Knaben mit drei Ohren, welcher diese Mißbildung schon seit seiner Geburt besitzt. Gegenüber dem rechten, normal gebauten Ohre saß auf dem hervortretenden Backenknochen der rechten Wange eine vollständig entwickelte Ohrmuschel mit Knorpel und Ohrläppchen, jedoch ohne weitere Ausbildung üks Gehörganges. Herr v. Langen- bcck hob die überaus große Seltenheit dieser Art von Mißbildung hervor, indem er erklärte, daß er diesen Fall zum ersten Male in seiner Praxis sehe und in der gesammten medictntschen Literatur noch kein derartiges Vorkommniß verzeichnet wäre. Natürlich hat er den Knaben von dieser, das ganze Gesicht entstellenden Mißbildung befreit, indem er das dritte Ohr aus der Wangenhaut und von dem Backenknochen, mit dem es innig verwachsen war, löste und abtrennte. — Für Briefmarkensammler der ganzen Welt dürfte die Nachricht nicht ohne Interesse sein, daß das General-Postamt zu Washington neue Postmarken hat anfertigen lassen, welche unvollständig frankirtcn Briefen aufgeklebt werden und den Portobetrag anzeigen, welcher vom Empfänger des Briefes nachzuzahlen ist. Stuttgart, 3. August. Am Samstag Abends nach 5 Uhr ereignete sich, wie wir dem „St. f. W." entnehmen, am Neubau des Real-Gymnasiums, gegenüber der neuen Garnisonskirche, ein schrecklicher Unfall. Es wurde an der nordwestlichen Ecke desielben ein 55 bis 60 Ctr. schwerer Stein des Hauptgesimses aufgezogen und er war wohl 17-18 Meter weit oben, — die bereitstehenden Maurer langten schon aus, um den Stein in die Richtung zu bringen, — da kam durch eine noch nicht aufgeklärte Ursache, vielleicht durch das Nachgeben der Trommel, der Stein in's Fallen; das Kammrad der Aufzugsmaschtne mit den anliegenden Maschinentheilen wurde zertrümmert, die eisernen Trümmerstücke flogen mit großer Vehemenz nach verschiedenen Seiten auseinander, der mächtige Stein stürzte in die Tiefe, die Walze mit der aufgewickelten Aufzugskette ihm nach, und oben standen auf dem Gerüste die 6 Arbeiter, der Polier, welcher das Aufziehen zu überwachen hatte, neben ihnen, alle sieben unversehrt. Auch das Baugerüst war unbeschädigt geblieben und unten lag der Stein, von welchem die schwere eiserne. Trommel mit der aufgewickelten Kette nur eine Ecke abgeschlagen hatte. Während die nächststehenden Arbeiter wie durch ein Wunder verschont blieben, wurde eine andere dem Schauplatz ziemlich fernstehende Person das bedauernswerthe Opfer des Unfalles. Von den Maschinentrümmern waren zwei Stücke in weitem Bogen über das Gaab'sche Haus an der Kanzleistraße in den Wirthschaftsgarten des Stadtgartens, also auf eine gradlinige Entfernung von mindestens 170 Schritt geschleudert worden und eines derselben — das andere fiel vor dem Wirthschaftßbuffet auf den Kiesboden, ohne Jemand zu beschädigen, — traf eine hochbetagte Dame, die Freifrau v. Einsiedel, Obersten Wittwe, mitten auf die Stirn und mit solcher Wucht, daß der obere Theil des Hauptes vom Rumpfe getrennt wurde; die Unglückliche sank augenblicklich tobt vom Stuhle Zum Glück war der Stadtgarten bei der tropischen Hitze wenig besucht. Durch die anderen Maschinenstücke, wovon eines sogar bis über den Stadt, garten hinaus, ein anderes in entgegengesetzter Richtung über die kleinen Thürmchen der Garnisonskirche hinweg auf die Staffel ver Herb'schen Restauration geschleudert woroen war, wurde Niemand verletzt, auch kein Schaden durch dieselben angerichtet. Das Schicksal der 81jährigen allverehrten Dame erweckte in der Stadt allgemeine Theilnahme. Ueber die Ursache des Unfalles wird die eingeleitete Untersuchung näheres Licht verbreiten. Eingesandt. Wir hatten gestern Abend Gelegenheit einer Theater-Vorstellung (Direction von Herrn Jockisch) auf Textor's Hardt beizuwohnen und können als Freunde der Kunst konslatiren, daß die beiden zur Aufführung gelangten Possen „Lustige Studentenstreiche" und „Berliner Sonntagsjäger" wirklich ganz vorzüglich über die Bühne gingen. Ebenso haben wir mit Vergnügen bemerkt, daß das Publikum ein ganz auserwähltes war und war das Urtheil über die Leistungen der, Gesellschaft einstimmig ein sehr günstiges. Wir können daher Herrn Jockisch von nun an zu seinem Unternehmen nur gratuliren und empfehlen allen Freunden der Kunst wiederholt die Vorstellungen recht häufig zu besuchen. (5223 Mehrere Theaterfreunde. n bestem Wohl, Promenaden und schon am L)ien« u tl ultan seit dem e Ertrag w Aden ringe; 9 ßch Kimmungen "den- Betreffs ’n Süd-Wa Ee Lige des )tl leider noch MchtW ,elt oelchen der ntfn unterstützt, & Königs warf önlg trug eine ' König ist mit hat beim Um» tragen, welcher il Echague hat ijt) ter Boi- eiteniDt), mMagt TefLngnihsnast 'm oft in 2nred)nunj 's Dauerndes ift von einem ZaL ■ üattfinbenbe zehnte Festcomite gibt sch >ux des Sigentbumi Mlichkckm während unbliifeit find auch ischen Lahnen den igeorbneten sowohl n 10. M. Monats ährt Die Pfälzi- n Pfalz 9e9tn fin: tui des StationJ- ibiüete ersoiderl^ innen, eine Fahüd ,tnüjung aller fahr- jst enolich in einem my ihre Hei-nettse intet »ufjicht des U Iaugrwerbchll k ldeoretischen Aus- rtlaufenbe Staats- »randier, zkboren Bei der en Zulus »W , an Cetewayo als de Grandier aller er die Füße auni n «chieln und beugen und f° hebert" randier i ratt. fy ft und XJI, Vi » s-ri-^.Ajnceln- all tzan ■n v zosia^ 'S**' Petersb?urg. Der „Herold" erzählt: Jrn Hausgärtchen des Hotel Dernuth fand kürzlich ein äußerst mysteriöses Diner statt. Eines Tages in der Mittagsstunde erschien daselbst em älterer, überaus fein gekleideter Herr und bestellte ein exquisites Diner für sechs Personen. Er besprach mit Herrn Pintscher, dem Leiter des Restaurants, alle Einzelheiten des Menus, wählte die dazu gehörigen Weine, bezüglich jeder Sorte mit minutiöser Genauigkeit den Wärme- arao genau vorschreibend und empfahl vor Allem das gewiffenhafteste Frappiren des Champagners, von .dem er zwei Flaschen „Heydsieck-Monopol" bestellte. Indem der Herr den Betrag des Diners sofort erlegte, ersuchte er noch sehr bringend, dasselbe Schlag 7 Uhr bereit zu halten. Zur selben Stunde erschien denn auch der Besteller des Diners und wurde nach dem Parterrezimmer geleitet, in dem das Diner servirt werden sollte. Auf die Frage, ob die Gesellschaft balv erscheinen werde, erwiderte der Herr, daß dieselbe bereits vollzählig beisammen sei und das Diner sofort aufgetragen werden könne. Laut Auftrag des Herrn mußte von jedem Gerichte jedem ver abwesenden Gäste servirt, jedes der Gläser derselben mit dem entsprechenden Weine gefüllt werden. Der alte Herr aß von jeder Speise mit sichtlichem Appetit und brachte, so oft er sein Glas leerte, dieses mit all den anderen fünf Gläsern in klingende Berührung. Als der Champagner in den Kelchgläsern perlte, erhob sich der Festgeber von seinem Sitze und hielt an feine abwesende Gesellschaft eine Rede, aus der die servirenden Kellner entnahmen, daß zu dem Mahle Gäste geladen worden seien, die sich — nicht mehr unter den Sterblichen befinden. Als der alte Herr seinen Toast gesprochen, sein Glas mit allen anderen Gläsern in Berührung gebracht und bann geleert hatte, sagte er zu bem ihn überrascht anblickenben Herrn Pintscher: „Ich feire heute bas Erinnerungsfest an meine theuren Angehörigen, an meine Gattin und Tochter, an meine drei Söhne, von denen zwei im letzten Kriege geblieben sind. Fürchten Sie nichts; ich bin nicht wahnsinnig; es hat mir überaus wohlgethan, mit meiner Familie wieder einmal beisammen zu fein." Der alte Herr dankte in den herzlichsten Worten für das vortreffliche Diner und die prompte Bedienung, ließ einen geschloffenen Wagen vorfahren, und mit bem Versprechen, im nächsten Jahre wiederzukommen, fuhr er von bannen. Basel. Davon, was ein Schützenbecher kosten kann, haben Viele keinen Begriff. Ein deutscher Schütze, welcher durchaus der wartenden Gattin zu Hause einen Becher von Basel mitbringen wollte, verwandte hierzu nicht mehr und nicht weniger als 1540 Schüsse. Das machte einen Kostenaufwand von 385 Fr. für 1540 Kehrmarken zu 25 Centimes; diese 1540 Schüsse haben nöthig 1540 Stück Schießbedarf zu 7 Cent., macht 107 Fr. 80 Cent-, zusammen 492 Fr. 80 Cent. Hierzu kommt noch die übliche Becherverschwellung. Rechnen wir für Champagner und Zubehör noch 107 Fr. 20 Cent., so haben wir genau 600 Franken. Solche einträgliche Schützen für die Festkaffe hat ein Schützenfest viele. Daß auch von dieser Becher- schweüung die harrende Gattin zu Hause etwas erfährt, ist nicht gerade nöthig. Herborn, 6. August. Ein von 103 hiesigen Einwohnern unterzeichnetes, an den Gemeinderath gerichtetes Gesuch, „an Stelle des Sedanfestes das Kirchweihfest in früherer Weise wieder zu feiern", hat großes Aufsehen in den Zeitungen hervorgerufen, und mit Recht sprechen sich viele derselben in mißbilligender Weise hierüber aus. Wer aber in dieser Angelegenheit Localkenntniß hat und auf den Ursprung der fraglichen Petition zurückgehen kann, findet, daß derselbe sehr harmloser Natur war. Es wünschte nämlich eine Anzahl meistens junger Leute, wohl auch unterstützt von Einigen aus geschäftlichen Jntereffen, baß bas früher auf ben letzten Sonntag im August gefeierte Volksfest, welches in ben letzten Jahren zur Feier bes Sebantages auf ben 2. September verlegt unb ihm bie Bebeutung beffelben gegeben war, baß bieses Fest wieber auf den Sonntag zurückverlegt werbe. Es würbe durchaus nicht beabsichtigt, gegen eine Sedanfeier zu agitiren, sondern nur um bie Verlegung bes Festes von einem Werktag auf ben Sonntag zu bitten. Der mit Abfaffung des Gesuchs Beauftragte hatte baffelbe auch zu begrünben, unb ihm allein fällt es zur Last, baß biese Begrünbung ganz auf eine politische Seite gelegt würbe und bie Petition als eine politische Agitation gegen bas Sebans- fest erschien, bie, Einzelne vielleicht ausgenommen, von den Unterzeichnern derselben gar nicht beabsichtigt war. Allerdings hätte der Wortlaut derselben sie von der Unterzeichnung abhalten sollen, aber leider kam es denselben mehr auf bie Erreichung bes Zwecks, bie Feier bes Volksfestes auf ben Sonntag verlegt zu sehen, als auf ben Wortlaut ber Petition an, dieser letztere schien ihnen Nebensache zu sein- Haben doch mehrere selbst erklärt, daß sie die Petition gar nicht gelesen hätten, der ihnen bekannte Zweck, bas Fest auf ben Sonntag verlegt zu sehen, fei ihnen genügenb gewesen. Unglücklicherweise brachte nun ein hiesiger Corresponbent bes „Rhein. Kuriers" biese ursprünglich unbebeutenbe locale Angelegenheit an bie Oeffentlichkeit mit Angabe von Grünben, welche zur Einreichung ber Petition geführt haben sollen, bie wahrhaftig von dem Patriotismus ber Herborner keine hohe Meinung Hervorrufen konnten, unb welche mit Recht bie Mißbilligungen vieler Zeitungen erfuhren. Er stellte sich unb seine Vaterstabt, wie <8 scheint unbewußt, in ein keineswegs günstiges Licht. — Es möge hier eine Probe folgen, wie bas in Berlin erscheinende Witzblatt, „Die Wespen", wenn auch in nicht besonbers geistreicher Weise, in Folge besten sich ausläßt. Eingabe an ben Gemeinderath in Herborn im Regierungsbezirk Wiesbaden: Weisester Gemeinderath, hör' uns, ehe es zu spat, Hör' die Bitt' aus unserm Munde, eh' wir alle geh'n zu Grunde, Eh' ber Pest- und Reblausbringer, eh' ber mächt'ge Gottesfinger Schleudert in der Hölle Graus diese Stavt mit Mann unb Maus! Ach, bem schönen Kirchweihfest gabst, Unsel'ger, bu ben Rest, Se't es nicht mehr wirb begangen, mehren sich ber Sünbe Schlangen, Mehren sich ber Sünde Unken, ist bic Stabt im Pfuhl versunken, — Hergestellt aus's Neue sei s in der alten Väterweis'! Dafür schwinben wieber mag ber Sebcm! bieser Tag Mahnt uns nur an Schmach unb Schaube, beim ach um bie beutschen Lanbe Schlang er frech — o bie Gemeinheit! - jenen Strick ber beutschen Einheit, Den wir heute schleppen noch nur als Last und Qual unb Joch. Denn bas Lied die Wacht am Rhein bracht uns keinen Nickel ein; An der Einheit, bie erschienen, war kein Markstück zu verbienen. Größerer Crebit zu kriegen, war nicht nach ben beutschen Siegen: Doch im Kirchweihfeste blüht jährlich allerlei Profit! (Folgen bie Unterschriften vieler Herbornirten.) Der Gerneinberath lehnte bas fragliche Gesuch in seiner Sitzung am 29. Juli ab unb . Bapst auf dem Markt in Gießen. (196 Großhcrzogl. Salinen- und Bergamt Bad Nauheim. Iermietyungen. 5214) Eine kleine Wohnung zu ver- miethen. _________B. Katzcnstein, Marktplatz. 5213) Ein freundliches mittelgroßes Familienlogis ist Wegzugshalber zu ver- miethen.____________Seltersberg E. 38. 5219) Ein Zimmer, mit oder ohne Möbel, ist zu vermielhen. ______________________Neuenweg 117. 5144) Zimmer mit Bett zu vermiethen. ________________Schloßgasse B. Nr. 5. 5131) Zwei gut möblirte Zimmer zu vermiethen. Neue Bäue Lit. B. 100. 5177) Ein Logis von 3 Zimmern nebst Zubehör in meinem Vorderhaus zu vermiethen. Justus Gg. Unverzagt, _______gegenüber Pöschel's Bierhalle. 51)57) Ein möblirtes Zimmer vermiethet Eugen Kauffmann, Alicenftraße. 5050) Der 3 Stock meines Hauses, bestehend aus 6 Peccn, Küche rc., pro 1. Oktober zu vermiethen- Otto Roth, Marburgerstr. 179. 5026) Zwei schön möblirte Zimmer sind zu vermiethen und sofort beziehbar. ________________Ludwigsplatz B 145,1. 5007) Ein Logis, bestehend aus drei ineinandergehenden Zimmern, nebst Kammer, Küche rc. zu vermiethen. Küfer Arnold, Asterweg. 4865) Ei» Logis zu vermiethen _______I Mannbcrger, Neuenweg. 4452) Der mittlere Stock meines Hauses ist vom 1. October an anderweit zu vermiethen. Univ.-Rentamtmann Schmitt, __________Gartenstraße Lit. B, Nr. 165,6. 4552) Ein schönes großes Familienlogis, in dem Hause des Herrn Käß auf dem Kreuz, ist zu vermiethen. Näheres bei ___________August Noll im Stern. 4640) Ein einfach möblirtes Zimmer pr. sofort zu vermiethen. _________Wilh. Boger, Seltersweg. 3024) Eine Wohnung von 4 Zimmern und Zubehör in meinem Nebenhaus an eine stille Familie zum 1. August zu vermiethen.___________________vr. P loch. 5150) Ein Logis mit Werkstätte und ein kleineres Familienlogis zu vermiethen. Zu erfragen_____________Lit D. 176.__ 5142) Ein möbl. Zimmerchen zu ver- miethen._________A. Frei, Neuenweg. 5051) Die Parterre-Wohnung unseres Hauses ist per 1. November cr. anderweitig zu vermiethen. ___________E. Friedberger Söhne. 4308) Das von Herrn Kreisrath Dr. Dicffenbach bewohnte Logis ist durch dessen Wegzug von hier per 1. October anderweit zu vermiethen. H. Hochftätter Wittwe. 3898) Ein Familienlogis zu vermiethen und sofort zu beziehen bei F. Felsing, Neuenweg. 2428) Mansarden-Wohnung zu ver- miethen.__G. Ehr. Spruck. 4887) In der Nähe des Cöln-Gießener Güterbahnhofs sind 2 Familienlogis mit abgeschlossenem Corridor und je aus 5 Zimmern nebst Zubehör bestehend zu vermiethen und alsbald beziehbar. Näheres bei I Blitz. Vermischte Anzeigen. 5222) 3000 vtt und 6000 JL gegen erste Hypothek zu leihen gesucht. Näheres- ___bei PH. Maurer, Löwengasse 118. Cigarren- u. Wiekelmacher finden Beschäftigung. (5227 3. -Bernhard!. 5052) Ein hiesiges Engros-Geschäit sucht per sofort einen mit den nöthigen Vorkenntnissen versehenen jungen Mann ate Lehrling unter günstigen Bedingungen. Wo? sagt die Expedition d. Bl._______ Zugendfest. Kellner gesucht von (5226 JLeib9 philosophennmld. 5224) Zwei gutgehende Wirrhschafte« zu verpachten und eine zu verkaufen, sämtlich in bester Lage der Stadt, durch _____PH. Maurer, Löwengasse 118. 5212) Tüchtige Steinhauer auf sofort gesucht. Aug. Nauheimer Ww. 5198' Eine bürgerlich erzogene Dame, 24 Jahre alt, kath., im Geschäft, wie Haushalt bewandert, aber gänzlich ohne Vermögen, sucht, Familienverhältnisse halber, behufs ehelicher Verbindung die Bekanntschaft eines gut situirten, wenn auch ältlichen Herrn oder Wittwer zu machen. Frco.-Offerten sub E. 4834 befördert die Annoncen - Expedition von Rudolf Moese in C6iu. Annonyme Briefe bleiben unberücksichtigt. 5221) Ein junger kräftiger Mann mit besten Zeugnissen sucht einen Platz als Hausbursche, einerlei in welchem Geschäft. Zu erfragen bei Ph. Maurer, Löwengasse 118. Lindner's Ismmrrtheater. (Lony's Bierkeller). '»Freitag u. Sonnabend von 8 Uhr ab: Unterhaltungsmusik. « Elavier und Zither. Enträe frei. (o23O Es ladet freundlichst ein Fritz Lindner. Leines Mas «rport-Sier. irische Uollmöpschen. Köln-Gießener Kahn. Abfahrten von Gießen nach: Deutz 6«, 12 443. Dillenburg 6« 12, 4« 9«. Stegen 6«, 12, 4,<3. (3256 Wetzlar 6", 8« 10, 12, 4«, 7«, 9* Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Diejent -weiten hierdurch ßLndigr Ach thn 2. Die l>g erbt! 3. Dar wen 4. Der U b. 1 c. d. Sodai » Z" JmUel Da M 1 der d $ Affin Netze s,' ' w **.lk . Die Abg- W wefinlljchft Eikinkhmung vo Aage macher M bringt er «'»di-Lhk- "nie biö $UDl 3 N tcenn tie j biel W Mt un holen »’ '"Mttlj "l’9t »iibt, ,2* » .T.««« all«