"Wt, lgen. )ttn bei r Ww, 1879. A° । AnM- M Amtsblitl für den Kreis Gieße«. 'SALLL'. )»-->. >- «««"LLL MkV Amtlicher Hheit. 'S* Bekanntmachung. B- 4 beforgt Betreffend: Das öffentliche Fuhrwesen in der Provinzial-Hauptstadt Gießen. ----7-n Der seitherige Droschkenhalteplatz Ecke der Plockstraße und des Selterswegs, ist bis auf Weiteres als solcher nung nebst weggefallen. von Gießen, den 8. April 1879. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. __Fresenius.______________________________________ Bekanntmachung. Droschenkutscher Heinrich Mahler hat die ihm am 15. Oktober 1878 ertheilte Concesston zur in Betriebsetzung der Droschke vvsr 2 zurückgegeben. -28—— G ießen, den 8. April 1879. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. tMb . r __________________________ Fr°senius. iskstt ein drei- überschaft. ebneten sind 1 ?k & Co. suche freund- irchk. (hing bfld ■nhalle il- Zerl-ofung. Ubt 0 *1' VorstM_ indergarte» n übtrno®»”1- W'* politischer Hyeil. Das Gute an den alten Innungen. Wenn man in unfern Tagen damit umgeht, Innungen zu gründen, um dem darniederliegenden Handwerk aufzuhelfen, so wird kein vernünftiger Mensch daran denken, jene alten Zunftgenoffenschaften in getreuer Nachahmung, d. h. mit Beibehaltung aller Verkehrtheiten und Widersprüche, welche sie ohne Zweifel mit sich brachten, wieder tn's Leben zu rufen. Oder sollte wirklich Jemand im Ernste es für rathsam halten, „prtvilegtrten Amtsmeistern" dos Recht zuzusprechen, dem fleiß'geu, aber nicht zünftigen Arbeiter ungescheut in das Hetligthum seines Hauses zu dringen und alle Winkel durchsuchend die Producte seiner Arbeit und sein Handwerkszeug zu constsciren, um ihn und die Seinen dem Elend preiszugeben? Oder könnte Jemand heute die Bestimmung für wünfchenswerth erachten, daß nur „Meistersöhne" oder diejenigen, welche „Töchter oder Wittwen der Meister heiratheten", zum selbständigen Betriebe des betr. Handwerks in einer Stadt zuzulaffen seien? Daß „Uneheliche", die allerdings unvorsichtig in der Wahl ihrer Eltern gewesen sind, aber doch schließlich nichts dafür können, keine zünftigen Handwerker werden sollten? Daß die Barbiere, Leineweber, Müller, Musiker u. a. für „anrüchig' oder „unehrlich" zu erklären seien und nicht einmal ihren Söhnen Aufnahme in die Zunft gestattet werden dürfe? Ja, daß der aus der Zunft gestoßen werde, der mit den vorbenannten Barbieren, Leinewebern rc. an einem Tische geseffen oder aus einem Kruge getrunken? Denn das Alles findet sich in den Bestimmungen alter Innungen. Nein, wir glauben: daran denkt heutzutage kein vernünftiger Mensch mehr. Ob man aber nicht das Gute aus den alten Innungen herausnehmen und auf Grund deffelben neue Innungen in's Leben rufen solle, darüber läßt sich eher verhandeln. Denn das Gute jener Institutionen war allerdings nicht gering. Wir glauben am übersichtlichsten zu Werke zu gehen, wenn wir die dem Jnnungswesen innewohnenden Vortheile in kurze Thesen zusammenfaffen. I. Die Innungen wirkten segensreich in Bezug auf das Verhältniß zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. In erster Linie denken wir hier an das geordnete Lehrlingswesen, wie es bei den Zünften bestand. Der nach Abschließnng des Lehrcontractes in die Lehre aufgenommene Knabe mußte durch Handschlag geloben, „seinen künftigen Beruf mit Gott zu beginnen, durch Gehorsam, Treue und Aufmerksamkeit gegen seinen Meister und durch sittliche Aufführung ein würdiges Mitglied der Zunft zu werden." Daß der Lehrling dann als Glied des Hauses betrachtet wurde, war ein weiterer Vorthetl, aber vor allem fällt der Umstand in's Gewicht, daß ein Lehrling nicht Geselle werden konnte, bevor er freige-- sprochen war, d. h. den vollgilttgen Beweis geliefert hatte, daß er allen an ihn zu stellenden Anforderungen entsprach. Auch die Gesellen — in früherer Zett „Knechte" — gehörten zur Familie, wie schon das Wort anzeigt, und dadurch wurde in den meisten Fällen ein pietätvolles Verhältniß zwischen ihnen und den Meistern begründet, an das man in den heutigen Tagen kaum noch zu denken wagt. Ueber beide aber, Lehrlinge wie Gesellen, übte die Innung eine strenge Zucht, durch welche die Ehre des Handwerkerstandes hochgehallen wurde. Das führt uns zu These II. Die Innungen übten einen wohlthätigen Einfluß aus die Sittlichkeit. Es liegt etwas Charakteristische- in der Anrede: „Ehrsame Meister, ehrbare Gesellen", und eine alte Bestimmung lautet, daß „die Zünfte an Ehre und Leumund so rein fein müssen, wie von den Tauben gelesen." Mag auch diese Bestimmung nicht immer ganz streng genommen worden fein, so wurden doch Mitglieder, die sich einem lasterhaften Leben Hingaben und offen Zucht und Sitte verletzten, von der Zunft ausgeschlossen. Nicht unerwähnt bleiben darf hier auch der stttigende Einfluß, den die Innungen durch die Sorge für Alte, Kranke und Arme aus ihrer Mitte ausübten. Von nicht minderer Bedeutung waren die Innungen III. für das gesellige Leben der Mitglieder untereinander. Die Zusammenkünfte der Meister und Gesellen in den Herbergen, deren Wirthsleute charakteristischer Weife Herbergsvater und Herbergsmutter hießen, oder von reicheren Zünften in den Gaffelhäusern oder Zunststuben, bei denen nach bestimmtem Ritus aus stellenweise kostbaren Gefäßen poculirt und die erlaubten Freuden des Lebens genoffen wurden, die öffentlichen Aufzüge, bei denen manchmal sehr großer Kunstsinn entfaltet ward, das Alles steht in angenehmem Gegensätze zu dem heutigen Leben so vieler Gesellen, die in gemeinen Kneipen und Tingeltangeln ihre verdienten Groschen verludern. Am meisten aber wirkten die Innungen IV. durch die Verhütung unsolider Arbeit. Dies wurde angestrebt durch die sog. Schaugerichte. Die Vorsteher der Zunft hatten die Arbeiten zu untersuchen und nöthtgeufalls mit strengen Strafen vorzugehen, wenn Jemand verpfuschte Arbeit geliefert oder solche an den Mann zu bringen versucht hatte. Durch diese Forderung, nur auf ehrliche Weise Geld zu verdienen, wurde vor allen Dingen der goldene Boden des Handwerks gelegt. Denn es wurde dadurch Zwiefaches verhütet. Einerseits kam der Handwerker nicht dazu, billig und schlecht produciren zu müssen, weil die Käufer durch Schleuder-Concurreuz verleitet, nur billige Sachen zu kaufen suchten, wie das heute der Fall ist, andererseits konnte aber der Handwerker nicht schlechte Waare für schweres Geld an den Mann bringen. Man fleht, die alten Innungen so ohne Weiteres vom Standpunkt der Neuzeit, in der „wir es so herrlich wett gebracht" haben, verdammen zu wollen, hieße das Kind mit dem Bade ausschütten und dem historischen Sachverhalt Gewalt anthun. Was man aus der alten Zeit in die neue herüberzunehmen habe, das werden natürlich diejenigen am besten wiffen, welche Innungen wieder in's Leben rufen wollen. Nehmen sie das Gute, so thun sie ein gutes Werk, und die Sympath e Aller, die für das deutsche Handwerk ein Herz haben, wird ihnen nicht fehlen. Nur soll man nicht vergessen, daß es das äußerliche Institut an sich allein noch lange nicht thut, wie denn auch die große Bedeutung der alten Innungen in erster Linie in der Tüchtigkeit ihrer Mitglieder ihren Grund hatte. Deutschland. Darmstadt, 6. April. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 5. d. M. den Stabs-Veterinär- arzt i. P. Dr. Jakob Müller zum Hos-Veterinärarzt, mit Wirkung vom 1. April I. I. an, Allergnädigft zu ernennen geruht. Berlin, 6. April. Der Gesetzentwurf, betr. die Erhebung einer Nachsteuer von Tabak und Tabaksfabrikaten, hat folgenden Wortlaut: § 1 Die zur Zeit des Eintritts der Wirksamkeit des Gesetzes vom . ... im freien Verkehr befindlichen Rohlabake, Halb- und Ganzfabrikate von Tabak unterliegen einer Nachsteuer, gleichviel, ob der Inhaber ein Handel- und Gewerbetreibender ist oder nicht. Die Nachsteuer beträgt für 100 Kg. netto von Tabaksblättern, Tabaksstengeln, Halb- und Ganzfabrikaten von Tabak 74 Mk. § 2. Eine Nachsteuer wird nicht erhoben, wenn die bezeichneten Gegenstände binnen einer hierzu bestimmten Frist unter amtlicher Controle über die Zollgrenze geschafft oder unter Beobachtung der bestehenden Zollvorschriften in eine öffentliche Niederlage ober auf eine unter amtlicher Controle stehende Privatniederlage gebracht und zu dem Ende, soweit nöihig, einstweilen unter Steuerverschluß gestellt werden. Für die hiernach zur Ausfuhr gelangenden Rohtabake und Tabaksfabrikate wird eine den früheren inneren Steuersätzen entsprechende Rückvergütung gewährt. § 3. Von dek Nachsteuer find befreit: a. die eigenen Vorräthe, wen« die Gesammtmenge eines und deffelben Inhabers 10 Kg. netto nicht übersteigt. Inhaber größerer Mengen haben keinen Anspruch auf Abzug der sonst von der Nachsteuer freigelaffenen Quantitäten; b. diejenigen Mengen, welche unter amt. llcher Controls vernichtet werden. § 4. Die Entrichtung der Nachsteuer liegt dem Inhaber der nachsteuerpflichtigen Tabake ob, welcher dieselben, gleichviel, ob er sie in seinen eigenen ooer in fremden Räumen ausbewahrt, spätestens 8 Tage nach Verkündigung des neuen Tabakssteuergesetzes bei der nächsten Steuerbehörde schriftlich anzu- melden hat. $ 5. Die Beträge der zu entrichtenden Nachsteuer werden, soweit nöthig nach vorgängiger Revision durch die Steuerbehörde festgesetzt. Die bei der Revifio» erforderlichen Handleistungen hat der Inhaber der nachsteuerpfltch- Ligen Tabake auf Verlangen zu leisten oder aus seine Losten durch Andere ^n^a Zeitpunkte der Beendigung der Nachversteuerung dürfen"Rohtabake und Tabaksfabrikate nur unter steueramtlicher Bezettelung versendet werden. Hiervon stnd jedoch Sendungen unter 1 Kg. ausgenommen. Dergleichen Sendungen muffen in ein dem revidirenden Steuerbeamten vorzu- legendes Verzeichntß eingetragen werden. § 7. Wer den Bestimmungen dieses Gesetzes zuwider Tabake oder Tabaks- sabrikate nicht anmeldet oder unrichtig anmeldet oder versendet, macht sich der Nacksteuerdesraudatton schuldig und unterliegt derselben Bestrafung, welche für die Defraudation eines der Nachsteuer gleichkommenden Eingangszoll-Betrages bestimmt ist. § 8. Die in Beziehung auf die Entdeckung, Verfolgung und Untersuchung und Bestrafung von Zolldesraudationen bestehenden Bestimmungen finden auch aus Nachsteuerdefraudationen Anwendung. Berlin, 7. April. Ueber das finanzielle Ergebniß der Zoll- und Steuer- Vorlagen stellt eine fortschrittliche Correspondenz folgende Berechnung an: „Ohne irgend einen Schutzzoll, Getreldezoll oder Viehzoll mit einzurechnen, ergeben die Zoll- und Steuer-Vorlagen der Regierungen jetzt schon ein Plus für die Reichskaffe von 102,338,000 M. Das ist etwa 36 pEt. mehr als jetzt an Steuern und Zöllen erhoben werden, und 37 Mill. M. mehr, als die eigentlichen Matrlkularbeiträge betragen. Jnsgesammt wird der finanzielle Effect der Vorlagen inclusive Schutzzölle, Getrerdezölle und Viehzölle hinter den bereits bei den letzten Wahlen von fortschrittlicher Seite angekündigten 200 Mill. M. neuer Steuern nicht zurückbleiben. Die obigen 102,338,000 M. setzen sich zusammen aus Plus an Tabaksteuer und Lizenzgebühren 47 Mill. M., Verdoppelung der Brausteuer 17y2 Mill. M., Petroleumzoll (3 Pf. das Pfd.) 183/. Mill. M., Erhöhung des Kaffeezolls (künftig 21 Pf. oder 3^ Pf. mehr «uf das Pfd.), 63/4 Mill. M., Erhöhung der Weinzölle 6*/2 Mill. M-, Erhöhung der Zölle auf getrocknete Südfrüchte (künftig 15 Pf., oder 3 Pf. mehr auf das Pfd.), Gewürze (künftig 25 Pf. oder 5*/2 Pf. mehr aus das Pfd.), Reis (künftig 2 statt 1% Pf. aus das Psd.), Thee (künftig 50 statt 24 Pf. auf das Pfd.), Salz, Zucker, Bier, Branntwein rc." Hesterreich. Wien. Einer Petersburger Correspondenz der „Wiener Abendpost" zufolge wurde am 30. März in Petersburg der Verüber des Mordan- faüs auf den General Drentelen verhaftet. Der Verhaftete, Namens Bartke- witsch, ist von polnisch-lithauischem Adel und hat sich bisher standhaft geweigert, seine Mitschuldigen zu verrathen. Es wäre sehr erfreulich, wenn diese Meldung sich bestätigte, doch muß es auffällig erscheinen, daß besagte Verhaftung nicht sofort telegraphisch von Petersburg aus gemeldet worden ist. Itaüen. Rom, 6. April, Abends. Deputtrtenkammer. Auf Antrag Crispi's wurde Trauer für einen Monat anläßlich Pisanelli's Tod beschlossen. Sodann trat das Haus in die Debatte über die Nachtrags-Convention mit Deutschland und der Schweiz ein, betr. die Subvention von 10 Mlll. Frcs. behufs Sicherung der Vollendung der Gotthard-Bahn und zugleich in die Berathung des Gesetzentwurfs, wodurch die Regierung ermächtigt wird, sich an dem internationalen Syndikate zum Bau der Montecenere- Bahn mit 3 Mill. Frcs. Ausgaben zu betheiligen. Nachdem mehrere Deputirte das Wort genommen hatten und Seitens des Ministeriums Aufklärungen gegeben waren, wurden die einzelnen Artikel der Vorlage angenommen; bei der geheimen Abstimmung über die Vorlage im Ganzen erwies sich das Haus als nicht beschlußfähig, so daß nach der am 23. April erfolgenden Wiederaufnahme der Sitzungen eine wiederholte Abstimmung erforderlich ist. Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Eorrespondenz- Bureau. Paris, 7. April. Gegenüber den fortdauernd curstrenden Gerüchten über Waddington's Rücktritt wird von bestunterrichteter Sette bemerkt, daß die Position des Ministers befestigter wie je ist und als in keiner Weise bedroht angesehen wird. Alle bei früheren Anlässen an den Botschafter in Berlin, Grasen St. Vallter, gerichteten Aufforderungen wegen Uebernahme des Minister-Portefeuilles wurden von diesem abgelehnt. — Nach r. 3 Uhr. Nach den nunmehr vollständig vorliegenden Ergeb- ntffen der Nachwahlen zur Deputirtenkammer stnd 13 Republikaner und 1 Legitimist gewählt und 7 Stichwahlen erforderlich. Weimar, 7. April. Der Ausschuß des Vereins für Socialpolitik beschloß, seine Generalversammlung am 21. und 22. April in Frankfurt a. M. abzuhalten. Den einzigen Gegenstand der Berathung soll die Zolltarif-Vorlage bilden. London, 7. April. „Standard" erfährt, in Folge der Angelegenheit, betr. die Insel Matacong, sei die auf dem Wege nach China befindliche Kriegs- sregatte „Encounter" nach Sierra Leone beordert. — „Daily News" meldet aus der Capstadt, in Transvaal sei eine Jnsurrection ausgebrochen. — „Times" empfiehlt energischere Action in der griechischen Frage. Die britische Regierung brauche nicht die Intervention zu beschleunigen, aber es sei wichtig, der Pforte zu verstehen zu geben, daß, falls keine Verständigung erzielt werde, die Mediation etntreten müsse; die Basts der Verständigung müßten die Vorschläge des Protokolls bilden. Rom, 7. April, Abends. Der Papst richtete an den Cardinalvicar ein Schreiben, worin er Ne Errichtung protestantischer Schulen in Rom und deren jährliche Vermehrung lebhaft beklagt. Der Papst erklärt: Diese Schulen würden mit Hülfe ausländischen Geldes vermehrt; um die mittellose Jugend heranzuziehen, biete man derselben Geldunterstützungen an und mache ihr Versprechungen aller Art. Zur Milderung dieses Nebels ernannte der Papst eine Commission von Prälaten und römischen Adeligen, welche die dem Vatikan unterstehenden Schulen infpicücn u. d sich über deren Bedürfnisse uno Unter« richtest^nd msoimiien soll. Der Papst fügt hinzu: Da dieser Kampf des JrrthumS gegen die Wahrhelt namentl ch durch inmitten der ärmeren Bevölkerung re-chllch gespendetes (SdD unterstützt werde, so habe er in Erwägung, daß an tue Erhaltung des Glaubens m Rom die Jntereffen der ganzen katholischen Welr geknüpft feien, besch offen, zur Hebung der vatikanischen Schulen mit einem Thetle des PeterePfennigs beizutragen, je nachdem dies das Bedürf- niß der allgemeinen Kirche gestatten werde. Dcr Papst wenoet sich gleichzeitig an den römischen Kl.ruS, Damir derselbe dem vatikanischen Schulwesen finan- zielle Hülfe angedeihen lasse. L o k a l e S Gießen, 8. April. In der am Sonntag in Cassel stattgefundenen Versammlung des Ausschusses deutscher Handels- und Gewerbekammern sinb nachstehende Beschlüsse gefaßt worden: Beschlüsse der von 32 Handelscorporationen Deutschlands beschickten Versammlung des Ausschusses deutscher Handels- und Gewerbekammern für die Tabaksteuerfrage. 1. Die versammelten Delegirten erachten eS, wenn die gesetzgebenden Factoren eine höhere Tabakbesteuerung nicht umgehen zu können glauben, im Interesse fernerer Lebensfähigkeit dcr schwerbedrängten und seit Jahren beuuruhigten Tabaksindustrie und »es Handels und deS Tabaksbaues für absolut geboten, um eine endgültige Lösung der Frage in der laufenden Reichstagssession, unabhängig von politischen Constellationen, dringend zu bitten. II. Die »eriammelten Delegirten halten das durch die Schlußabstimmung der Cnquete- Cemmtssion empfohlene System der Gewichtssteuer (mit Erhebung der Steuer tom fcrmentirtm in.ändischen Tabak, Errichtung von Transitmagazinen) als das geeignete, zweckentsprechende. III. Die versammelten Delegirten erklären nach eingehender Prüfung der einschlagenden Verhältnisse, daß ihres Erachtens auch die niedrigsten von der Tabak-Enquete-Commission vor- gcjchlagenen Zoll-, bez. Steuersätze bet der heutigen wirtschaftlichen Lage Deutschlands noch zu hoch bemeßen sind. IV. Die Licenzsteuer würde ein verwerfliches Hinderniß für den Handelsverkehr mit Tabak und Tabakfabrikaten und eine weitere Belastung des ohnehin schon schwer bedrohten Artikels sein. Da ferner bei dem hohen Ertrag, welcher aus der Gewichtsteuer vorgesehen ist, der Ertrag einer Licenzsteuer doch nur von untergeordneter Bedeutung sein könnte, so beschließe die Versammlung, mit allen Kräften dahin zu wirken, daß davon ganz abgesehen wird. V. Die Versammlung beschließt, daß gegen eine jede Nachversteuerung, als ungerecht, als Eingriffe in die staatlich garantirten Rechte deS Kanfmanns, als schädigend für Pflanzer, Händler,' Producenten und Eonsumenten, unter jeglicher Form auf's Energischste protestirt werden muß VI. 1) Der Ausschuß beschließt, von der Berufung einer allgemeinen Delegirten-Ber- sammlung vorläufig abzusehen, fordert jedoch sämmtltcke Theilnehmer der Versammlung auf, in ihren Orten Jnteressenten-Versammlungen abzuhalteie und in denselben die Beschlüße des Ausschusses zum Antrag und bei dem Reichstag zur Vorstellung zu bringen. 2) Der Ausschuß beschließt, nach Berlin eine Deputation von Hanvelskammer-Delegirten zu senden, welche in Ausführung der einstimmig gefaßten Beschlüße vorn 6. April 1879 die Aufgabe hat, während der Reichstags-Verhandlungen über die Tabaksteuerfrage die Jntereffen der Tabakindustrie, des Tabakhandels und der Tabakproduction, sowie der Hülfsindustrteen energisch zu wahren. 3) Der Ausschuß fordert die Centralstelle auf, das Gutachten des Herrn Professor Geheimerath Bluntschli, sowie Auszüge aus dem stenographischen Bericht über die heutige Versammlung, insbesondere die Rede des Herrn Franz Thorb ecke-Mannheim, gegen Nachversteuerung zu vervielfältigen und energisch alle wetteren Schritte bis zur endgültigen Erlevtgung der Tabaksteuerfrage einzuleiten und unter Mitwirkung der Herren Delegirten der Handelskammern Mannheim, Hanau, Gießen, Cassel, Darmstadt und Heidelberg zum Vollzug zu bringen. Gi eßen, 8. April. Der Schwurgerichtshof verurtheilte gestern den Justus Dotzert von Mainzlar wegen Urkundenfälschung, in eine Gefängnißstrafe von 4 Monaten und 2 Wochen; di r Katharina Steuernagel von Romrod wurde auf Grund des VerdictS der Geschworenen von dem ihr angeschulbigten Diebstahl freigesprochen; Johannes Laux Ehefrau von Ober-Ohmen, wurde wegen Diebstahls und Betrugs, in eine Gefängnißstrafe von 5 Monaten verurtheilt. — Die Brutto-Einnahme der hier zu wohlthätigen Zwecken am 3. und 4. d. Mts. stattgehabten Aufführung betrug JL 1348.91 und wird diese Summe, wie wir hören, nach Abzug der Unkosten, zum Theil für Szegedi», der größere Theil jedoch für hiesige Bedürftige verwendet werden. — Wie uns mitgctheilt wird, laufen noch fortwährend Anmeldungen zur bevorstehenden Ausstellung ein und sind neuerdings noch angemcldet 20 Hühner, 2 Pfauen, 5 Paar Tauben und 46 ausländische Vögel. Vermischtes. Hanau, 4. April. Wie wir vernehmen, beabsichtigt man im Gemeindeausschuß den Antrag an den Stadtrath zu stellen, die Reinigung aller Straßen der Stadt durch solche Personen, welche der Armenunterstützung zur Last fallen, bewerkstelligen zu lassen und dafür von den Hausbesitzern, je nach der Größe ihrer Straßenfront, eine Gebühr zu erheben. Wir glauben, daß dieser Antrag allseitig mit Freuoe begrüßt werden wird. Abgesehen davon, daß für die meisten Hausbesitzer dadurch manche Belästigungen Wegfällen, dürfte in Folge einer solchen Organisation das bereits zu einer enormen Höhe angewachsene Budget unserer Armen-Com- mission wesentlich entlastet und arbeitsscheuen Subjecten, die jetzt auf städtische Unterstützung pochen, ein Riegel vorgeschoben werden. (Dürfte auch anderen Städten zur Nachachtung zu empfehlen sein.) Frankfurt, 4 April. Der am 3 l. März mit 32,00«» JC. von hier entwichene Bank- diener Albrecht ist am 2. d. M. früh am Morgen in dem Dorfe Frensdorf bei Bamberg mit zerbrochenen Beinen auf der Straße liegend aufgefunfcen worden. Er war daselbst Abends in einer kleinen Wirthschaft eingekehrt und hatte sich bann, wie er selbst angibt, da ihm Gewissensbisse und der Gedanke an Frau und Kinder keine Ruhe gelaffen, in der Absicht, sich zu tobten, zum Fenster hinausgestürzt. Auf diese Thatsachen reduciren sich die seither in die Oeffentltchkett gelangten Mittbeilungen. — Die neue Staatsbahn von Berlin nach Wetzlar wird dem Vernehmen nach — mit Ausnahme der Strecke Dingelstädt-Eschwege — am 15. April für den Güter-Verkehr uno am 15. Mai auch für den Personen-Verkehr eröffnet werden. Gleichzeitig wird auch die Moselthal' babn dem Betriebe übergeben, soweit dies noch nicht geschehen ist, so daß sich alsdann — da das noch fehlende Stück von Berlin-Wetzlar durch eine andere Staatsbahnlinie via Arenshausen mit kleinem Umweg ersetzt werden kann — eine ununterbrochene Staatsbahnlinie von Eydtkuhnen bis nack Diedenhofen erstreckt. Die Fahrpläne sind so disponirt, daß der neuen Bahn von vornherein ein erheblicher Tbei! deS Verkehrs nach dem Westen zufallen wird. Handel und Verkehr. Gießen, 8 April. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. 80 bis 90 Hübncreier, per Stück 5 2 Stück 9 H, Gänseeier, per Stück 11 H, Enteneier, per Stück 5—6 Käse, per Stück 4—8 Käsematte, per Stück 3 H, Erbsen, 1 Liter 18 H, Linsen, 1 Liter 24 H, Tauben, das Paar 75 H, Hühner, per Stück JL 1.40, Hahnen, per Stück X 2.-, Enten, per Stück X Kartoffeln, per 100 Kilo X 6.40—6.80, Zwiebeln, per Ctr. X 10—11 Ocksenfleisch 70 H per Pfd., Kuh. und Rindfleisch 56—60 Schweinefleisch 58-60 Kalbfleisch 46 50 H, Hammelfleisch 60-70 H. Frankfurt, 5. April. (Marktbericht.> Butter im Großen 1 dual. 85 H, 2. Qual. 70—75 im Detail 1. Qual. X 1—, 2. Qual. 90 H. Handkäse das Pfund — Ganze Erbsen stellten sich per 100 Kil» auf 22—25, geschälte Erbsen 24—28, Speisebohnen 18—24, Linsen 24—34 X Kartoffeln X 6.50—7 Es kostete Ochsenfleifch per Pfb. 60—70 H, Kuh-, Rind- und Farrenfleisch 50—60 Hammelfleisch 50—65 Kalbfleisch 50—65 Schweinefleisch 56—70 Dörrfleisch 58-90 H, Schinken >*0—90 ausgebeint 90 H bis'l X, Fleischwurst 70—80 H, Hausmacher Leberwurst, Preßkopf, Schwart- massen, Zungenwurst wird mit 85—95 $ bezahlt, gewöhnliche Leber- und Blutwurst 60 H. Holz • Buchenscheitholz per Kubikmeter 1. Sorte X 8.50—10, 2. Sorte X 7.80—9. Tannen- scheitbolz 1. Sorte X 6—7, 2. Sorte X 5.80—6. Holz je nachdem geschnitten der Centner im Großen X 1.30—40, im Detail X 1.60—80. Tannäpfel per Hectoliter X 1, per Ctr. X 3. Lohkuchen das Tausend X 9. Geflügel: Hahnen 1.70—2, Hühner X 1.80—2 20, Enten X 3.50, Schnepfen X 3 —, Poularden X 3.50 -4. Rheinsalm das Pfund X 3 —, Cabliau 60 H, Karpfen 90 Hecht 90 Seedorsch 30 H. Eier das Hundert deutsche X 4.60, italienische X 5.80. Heu- und Strohmarkt gut befahren. Heu kostete je nach Qualität per Ctr. X 2-3, Stroh X 2-2.20. »k--Mk Aiftrwm,. Gegen den Weißbinder Balthaser Häuser XI. von Steinberg ist der förmlicheConcuisproceß erkannt worden. Es werden daher alle, weiche Ansprüche .in denselben zu bilden haben, hiermit aufgefordert, solche in dem Termin Montag den 16. Juni 1879, Vormittags 10 Uhr, bei Meldung des stillschweigend- erfolgenden Ausschluffes von der Masse dahier anzumelden und etwaige Vorzugsrechte bei Meldung Verzichts auf dieselben zu begründen. Auch soll in diesem Termin die Güte versucht, und eventuell ein Maffe- curatorund Gläubigerausschuß erwählt sowie deren Befugnisse festgestellt werden. Die nicht erscheinenden Gläubiger werden in diesen Punkten als den Beschlüssen der Mehrheit der erschienenen bettretend angesehen. Den Bctheiligten ist Acteneinsicht verstattet. (2355 Gießen, den 4. April 1879. Großh. Stadtgericht Gießen. I. A. d. D.: Oppermann. Stammler. Holzverfteigerimg. Mittwoch den 16. April, von Morgens 9 Uhr an, sollen in dem Wiesecker Gemeindewald, District Badenburger Wald, versteigert werden: 32 Rmtr. Buchen-Scheit, 205 „ Nadel-Scheit, 12 „ Buchen-Prügel, 145 „ Nadel-Prügel, 16 „ Buchen-Stock, 5 „ Nadel-Stock, 850 Buchen-Wellen, 3010 Nadel-Wellen, 51 Radel-Stämme, 5 Buchen-Stämme, 16 Nadel-Stangen. Wieseck, den 7. April 1879. Großherzogl. Bürgermeisterei Wieseck. 2260)_____Lang._________ Holzversteigerung. Mittwoch den 16. April l.J., Vormittags präcis 9 Uhr anfangend, sollen in den hiesigen Waldungen, Distrtcte Zimmerplatz, Rödern und Winnerecke öffentlich versteigert werden: 53 Rmtr. Buchen-Scheiter, 25 „ Eichen rc.-Scheiter, 199 „ Buches-Knüppel, 103 „ Eichen-Nadel-Knüppel, 300 Wellen Eichen-Reisholz, 6600 „ Nadel-Reisholz, 156 Rmtr. Buchen-Stöcke, 21 „ Eichen-rc.-Stöcke, 36 Stück Eichenstämme, 20,60 fm, 6 „ Nadelstämme 1,97 „ 2 „ Buchenstämme 2,47 „ Die Zusammenkunft ist im District Zimmcrplatz oder auch in der Struth an der s. g. Viehweide. Allendorf a. d. Lda., 5. April 1879. Gr. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lda. 2352) .Bieber. Hostschneiderei-Derkauf. Donnerstag den 17. April, Nachmittags 2 Uhr, Versteigerung der Holzschueiderei der Gebrüder Köhler in Gießen mit Dampfmaschine, einem dreistöckigen Wohnhaus und einem Bauplatz, zu- sammen oder getrennt. Das Werk ist im Betrieb. Gießen, den 19. März 1879. 2096) Th. Baist, Hofg.-Adv. Jeikgeöolenes. la. Limburger Käse, ganz reif, ä Md. 48 H, »ollsaft. Schweizer-Käse empstkblt (2347 W. Heuser, Bonn. Bieler. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. 2363) Unter Bezugnahme auf die Art. 34 und 35 des Berggesetzes vom 28. Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Herr Johannes Heiland zu Grünberg unterm heutigen Taze ntt dem Eisen- und Manganerzbergwerke „Juno" in der Gemarkung Leihgestern, Kreises Gießen, mit einem Felde von 391456 Quadratmetern beliehen worden ist. Etwaige Einwendungen gegen diese Verleihung müssm bet Vermeidung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klrge gegen den Bergwerkseigenthümer geltend gemacht werden. Während dieser Frist ist die Einsicht des Sttuattonsriffes bei der Bergmeisteret Gießen Jedem gestattet. Darmstadt, den 18. März 1879. Großh. Ober- Forst - und Domänen-Direction, Derg-Abtheilung. Bose. Tecklenburg. Grossherz, technische Hochschule zu Darmstadt. Beginn der Vorlesutgen des Sommer-Semesters 28. April. Anmeldungen bis zum 24 April. Programme gratis vom Secretariat. Die Direction. 1932) Dr. Schäffer. Danksagung. Den geehrten Damen und Herren, die uns so bereitwillig bei der zu milden Zwecken am 3. und 4. d. Mts. stattgehabten Aufführung unterstützten, sowie dem verehrlichen Vorstande des hiesigen Gesellschafts-Vereins für Ueberlassung des Saales, dem Sängerkranz für gütige Gestellung der Bühne, und der hiesigen Militärkapelle unfern herzlichsten Dank. Möge Allen das Bewußtsein einer edlen That, Ersatz für ihre Mühen und Entgegenkommen sein. Gießen am 8. April 1879. Das Comite. Fehrermnen-Seminar zu Darmstadt. 2202) Der neue Jahrescursus beginnt Montag den 28. April d. I. Die Aufnahmen finden am 21., 22. und 23. April d. I. im Local der höheren Mädchenschule statt.j Anfragen sind an den U terzetchneten zu richten. Die Großh. Direction der höheren Mädchenschule. Dr. Wulckow._______________ 2369) Feinstes Blütbenmehl aus der Kunstmühle des Herrn Ferd. Burk, sowie gestoßenen Zucker, Rosinen, Corinthen und Mandeln empfehlen J. A. Busch Söhne. 2325) Zu meiner großen Oster Ausstellung in schönsten Osterhasen und -Eiern labe zum Besuche freund- lichst ein. . H. Kinkel, SchulstMe. 2237) Rillige s 2214) M. KAAN, vorm. 8. WEIMERSHEIM. oocxxxxxxxxsxxxxxxxxxxx: Schwarzen Cachemir von Ml. 2.50 per Meter bis zu den allerfeinsten Quält täten empfiehlt Groninger -Zuccade - Tandies - Honigkuchen ä 100, 30, 23 und 10 Pfg. pr. St. in hochfeiner Qualität. Der Verkauf dieser Specialität >st mir von der Honigkuchen- Fabrik des Herrn Louis Runge in Leer übertragen worden. Ed* Und, Hofconditor. 2348) Prämiirt auf 4 Ausstellm^en. Osterkucden schnell, vorzüglich im Geschmack und ohne alle Mühe herzustellen ist nur möglich mit dem $adiiurl)l Liebig'lchen Jeder Kuchen ist in einer Stunde fix und fertig, angerührt und gebacken. Vorzügliche Necepte bei jedem Packete. Niederlage bei Emil Fischbach und W. Heuser in Gießen. 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Ebenso eine Wohnung von 4 Zimmern u. s. w. Näheres bei Dr. Körniger, Grünbergerstr. B. 151,5. 1804) Ein Logis von 4Zimmern, Küche nebst Zubehör zu vermiethen. __Adolf Hoß, Schießgärten. 1292) Eine Familienwohnung und em möblirtes Zimmer mit Cabinet zu ver- miethen.____Neuenweg 134. 2216) Ein Familienlogis zu vermiethen, am 1. Juni beziehbar. 2142) Ein kleines Logis zu vermiethen bei Carl H eil, Schießgärten. ~ 545) Eine Familienwohnung zu vermiethen bei Kerd. Felfing, Neuenweg. 2192) £)te Alicen Schule eröffnet ihren Sommer Curius den 16. April, Bormittags 10 Uhr. Anmeldungen zum Lehrerin - Cursus uno Hand - und Maschinen - Arbeit können noch angenommen werden_________________Der Vorstand. Baden bürg. Am 3. Osterfeiertage: c > rostes C oncert 2333) ausgeführt von einem Thetl der Regimentsmufik. Anfang des Concerts um 4 Uhr. Zur MW Willing daß ich neben meinen Manufacturwaaren ftetS ein großes Lager in fertigen Herren- und Knaben-Kteidern von den geringsten bis zu den feinsten, sowie Tuche und Buckskins in den neuesten Dessins und reichhaltigster Auswahl unterhalten werde. Anfertigung nach Maaß C2290 wird prompt und billigst ausgesührt — für reelle Stoffe, solide Arbeit und gutes Passen der Kleider wird garantirt. J. Schmücker, vorm. H. M. Jughardt. Abends: BALL. Chr. Dtiill. Bürger-Gesellschaft. Mittwoch den 9. April, Abends präcis 8*/2 Uhr: General - Versammlung in Der Restauration Schnell. Tagesordnung: 1) Berichterstattung. 2) Rechnungsablage. 3) Statutenabänderung. 4) Vorstandswahl. Um zahlreiche Betheiligung wird gebeten. 2323) Der Vorstand. An- und Abmeldungen find bei Herrn Gotdarbeiter Carl Brück abzngeben. 2351) Todes - Anzeige. Allen Freunden, Verwandten und Bekannten die traurige Mit- theilung, daß unser inn gst geliebtes Töchterchen Franziska, nach kurzem, schwerem Leiden, beute Mittag 1 Uhr dem Herrn sanft entschlafen ist. Um stille Theilnabme bitten Die trauernden Hinterbliebenen: Ernst Koch. Elisabeth Koch, geb. Masflng. Gießen, den 7. April 1879. 2194) Ein FamilienlogtS zu vermiethen im Darmstädter HauS, Vorderhaus. _____________ 2212) Ein schönes Mansardenzimmer (nach der Straße) zu vermiethen. I. Schmitt, Glaser Kanzleiberg. 2200) In meinem neu erbauten Hause, Heuchelheimerstraße, ist der Mansardenstock ganz oder getheilt auf sofort, sowie die Bel-Etage per 1. Mai zu vermiethen. ______________D. Weller, V. 2291) Zwei möblirte Zimmer zu vermiethen bei Ludwig Geißler Ww. Reichensandstraße. Vermischte Anzeigen. 2354) Ein der dopp. Buchhaltung und Correspondenz mächtiger sowie in allen Comptoirarbeiten bewanderter junger Kaufmann sucht gestützt auf gute Zeugnisse unter bescheidenen Ansprüchen Stellung als Commis event. auch als Polontair. Offerten beliebe man unter M. an die Exped. d. Bl. zu senden._____________ l Hauslehrer für einen 13jährigen Knaben gewünscht, der ein Realgymnasium besucht, zur Ueber- wachung seiner Zeit außer den Schulstunden. Nur Bewerber evangelischer Consession wollen sich wenden unter Chiffre U. 8037 an Rud. noase in Frankfurt a. M 2372) Ein gewandter Lohnkellner empfiehlt sich. Näheres i. d. Exped. d. Bl. Petroleum, Oel- und Tcrpcntin- Fäfser werden gekauft in der Bade- Anstalt von Rübs amen.________(2353 Anfrage ob nian in einem Hause einen Studiosus aufnehmen wolle. Derselbe erbietet sich, die Schularbeiten der Kinder zu beaufsichtigen, resp. denselben Nachbülfe zu er- theilen. Näheres bei Herrn Realschuldir. Soldan.__________________ (2350 2043) Aufpoliren von Möbeln besorgt prompt und billigst ____________L. Roloff, Wallthor 145. (Äesncht wird eine Wohnung von 3—4 Zimmern im 1. oder 2. Stock oder '1 Wobnung mit Laden in guter Geschäftslage der Stadt, bis Mitte Mai beziehbar. Offerten an die Exped d. Bl. (2270 1545) Ein bis zwei Schüler, welche die hiesigen Lehranstalten besuchen, werden in Pension gewünscht. Markt B. 32. Pension. Auf Ostern findet bei mir ein Pensionär, Gymnasiast oder Realschüler, Aufnahme. Neben sorgfältiger Pflege und Aufsicht kann auch Nachhilfe qe. währt werden. (1726 Dr. Buchhold, Gartseld 115,5. Strohhüte für Herren und Damen werden aufs Schönste gewaschen und fayonnirt bei 1360) A. Fangmann. »erautwortliche Redaction: A. Schepda. — Druck und Verlag der Brühl'scke« Uui».-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. WdU Sadist Darr allergnädigst Am 2 Wingen, a Schmehl a Dr. Philipp stabt mit Wi am 29. der Blindena am 31. zm Lehrer i d. 3- an zu i Berlü fügte § 5 Im Maaren Maaren deut oder welche lasten, als deutsche Zoll entgegenstebri gangsabgabe nach ersolgt allgeordnet. -De Pe/rowUen ^uffchreitun^ den. Beide sehen Schule i iuttonären P verübte W schrieben. $ Ttudenten S Celle Astern v«i| Wesikohl, f Schwanns, rntlassen wt mann, Johl wurden: mann, Diel Moritz und wurde mit die übrjg-„ , Monatei bestraft. .Wie ?a8 »tflauij b« Sulirtt !u,n9 einer ] Wt der 6ul Aschen H ^fn don l •3- Mai. ein6,S»6< NÄ nicht s 6o6,„ 5. !»-•.< ttÄnbet Mi,1' 6- <*•«