srr. 182, Freitag den 8. August 1879, iT Hkllvielfierä (5167 geben wir lahme den (5156 in der Stadt , welche Vj Liter 3/ :n Geschäfts- Kühewaltunz kn Aas* Dem Nwand WirthschchL- orstehenb für ließen. N 0 Mn. 30 sind 5UMalt' irujffl' befte"* Michel. f HcrUanö. , i uiuxrgih' W ”jLS»r «I» w K''k°lK ■ ießener Wyerger Anzeige- unb Amtsblatt für den Kreis Gieße». Ncdactionsbnreau r ^xpeditionSburcau: Schul st raße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Ptz. Amtlicher H h e i l. Gießen, am 6. August 1879. Betreffend: Privatstunden der Volksschullehrer. Die Großherzogliche Kreis-Schul-Commission Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Wir lasten Ihnen nachstehende hohe Verfügung zur Kenntnißnahme und Nachachtung, wie Mttthetlung an die Lehrer zugehen. Dr. Boekmann. Darmstadt, am 31. Juli 1879. Betref send : Wie oben. Das Großherzogliche Ministerium des Innern nnd der Justiz, Abteilung für Schulangetegenheiten, an die Großherzoglichen Kreisfchulkommifstonen. Wir haben verschiedentlich in Erfahrung gebracht, daß manche Lehrer, namentlich in Städten oder in größeren Orten mit thetlwetse städtischer Bevölkerung, ihre Kraft außerhalb der regelmäßigen Schulzeit deimaßen durch Erthetlung von Privatunterricht erschöpfen, daß ihnen für die Schule nicht mehr die Lebendigkeit und Frische bleibt, welche zu einem erfolgreichen Betrieb des Unterrichts in derselben nicht entbehrt werden kann und die wesentlichste Bedingung tüchtiger Leistungen ist. Wir sehen uns dadurch veranlaßt, Ihnen zu empfehlen, daß Sie die Lehrer, unter Hinweisung auf die schweren Nach- theile, welche eine Ueberlastung mit Privatunterricht auf die Gesundheit selbst des kräftigsten Mannes unausbleiblich äußern und unter denen eine vorzeitige Erschöpfung der Lebenskraft, ein allzu frühes Alter, in erster Linie genannt werden muß, aufmerksam machen und mit allem Nachdruck von solcher Ueberlastung abmahnen. Zugleich wollen Sie aber auch die Schulvorstände anwetsen, die Privatthätigkeit der Lehrer aufmerksam zu kontrvliren und in jedem Fall, in welchem wegen zu großer Anstrengung eines Lehrers durch Privatunterricht Befürchtungen bezüglich der Thätigkett deffelben in der Schule wachgerufen werden, Ihnen ungesäumte Anzeige zu machen. Nach Prüfung des Falles wollen Sie dann erwägen, ob nicht etwa Veranlassung vorliegt, von der Ihnen im Artikel 51, Abs. 2 des Volksschulgesetzes ertheilten Befugniß Gebrauch zu machen und dem betreffenden Lehrer die Erthetlung von Prtvat-Unterrtcht zu untersagen, oder eventuell das sonst Erforderliche anordnen. Knorr. deBeauclair. Edietalladung. Der Musketier Johannes Gibb der 4. Compagnie 2. Großh. Hess. Infanterie-Regiments (Großherzog) Nr. 116, geboren zu Leihgestern, Kreis Gießen, am 7. Juli 1856, gegen welchen das kriegsgerichtliche Contumactal-Deserttons-Verfahren eingelettet ist, wird zu dem auf Montag den 1. December d. I., Vormittags 10 Uhr, im hiesigen Militärgerichtslocal (Riedeselstraße Nr. 60) anstehenden Ternun unter dem Bedrohen vorgeladen, daß er bet fernerem Ausbleiben für einen Deserteur in contumaciam erklärt und mit einer Geldbuße von 150 bis 3000 JL belegt werden wird. Darmstadt, den 4. August 1879. Großberzogliches Gericht der Großh. Hess. (25.) Division. litt sch Die neue Justizorganisation. X. Die Fristen im Strafverfahren. Die „Frist" ist der Zeitraum, innerhalb dessen eine gewisse Proceßhand- lung vorgenommen werden muß, widrigenfalls an die Unterlassung bestimmte Nachtheile geknüpft sind. Die Fristen, die dem Richter einzuhalten obliegen, mteresstren uns hier weniger, als die den am Proceß Betheiligten gestellten Fristen. Die Einhaltung dieser Fristen ist ungemein wichtig und Jeder wird gut daran thun, sich mit den betr. Vorschriften genau bekannt zu machen. Die Erklärungsfristen, d. h. die Fristen, innerhalb deren eine „Erklärung" stattzusinden hat, sind entweder gesetzliche, deren Dauer, meist acht Tage, fest- gestellt ist, oder richterliche, welche der Richter nach seinem Ermessen, meist nach Lage der Sache, anordnet. Bei Wahrung der Frist entscheidet nicht etwa, wie vielfach geglaubt wird, der Zeitpunkt, in welchem das Schriftstück in den Briefkasten gesteckt ist, sondern es kommt darauf an, wann das Schriftstück bet Gericht „etnge- gangen", d. h. in die Hände eines zur Annahme des Schriftstückes befugten Beamten gelangt ist. Sicherer ist es also, wenn die erforderte Erklärung zu Protokoll gegeben ist. Der Zeitpunkt toirb lediglich durch den Eingangsvermerk des befugten Beamten festgesteüt. Wie wichtig dies sein kann, ergeben die an das Nichttnnehalten der Frist geknüpften Nachthetle; wer z. B. binnen einer Woche nicht die Berufung anzeigt, kann nicht mehr appelltren. Die Nachthetle treten auch ein, wenn ohne Verschulden des Absenders das Schriftstück zu spät eingeht (z. B. durch Abgabe an nicht befugte Beamten, Verschulden des Gerichts, Nachlässigkeit der Post, Verlorengehen des Briefes u s. w.). Es widerspricht diese neue Anordnung den siüheren Rechtsgrundsätzen, welche die Frist für gewahrt annahmen, wenn der Betreffende Alles in seiner Macht stehende zur Wahrung der Frist gethan hatte. Es ist jetzt in solchen Fällen nur ein Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zulässig- Gtebt aber z. B. Jemand aus Versehen das Schriftstück an ein nicht zuständiges Gericht und verstreicht durch Versäumntß daselbst die Frist, so ist nicht einmal die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zulässig. Sehr wichtig ist die Art der Berechnung der Fristen. Bet einer nach Tagen bestimmten Frist wird der Tag nicht mitgerechnet, auf welchen derZeit- vunkt oder das Eretgntß fällt, nach welchem der Anfang der Frist sich richten soll. Eine solche Frist läuft auch an Sonntagen und allgemeinen Festtagen ab. Eine Frist, welche nach Wochen oder Mouaten bestimmt ist, endigt mit Ablauf desjenigen Tages der letzten Woche oder des letzten Monats, welcher durch seine Benennung oder Zahl dem Tage entspricht, an welchem die Frist er Hheil. begonnen hat. Ist z. B. das Erkenntniß am Freitag publicirt, so kann bis zum Abend des nächsten Freitags die Berufung angemeldet werden. Fehlt bei Monaisbestunmung der Tag am Monatsschluffe, an welchem die Frist abläust, so endigt diese mit Ablauf des letzten Tages des Ablaufmonats. Fällt bei Wochen- oder Monatsberechnung das Ende der Frist auf einen Sonntag oder allgemeinen Feiertag, so endet die Frist mit Ablauf des nächstfolgenden Werktages. Die „Wiedereinsetzung in den vorigen Stand" kann bei Versäumung jeder Frist nachgesucht werden, wenn der Antragsteller durch Naturereignisse (z B. Überschwemmung) oder andere unabwendbare Zufälle an der Einhaltung der Frist abgehalten ist. In Bezug auf letztere ist das Ermessen des Richters maßgebend. Das Gesetz bestimmt nur noch, daß als ein solcher Zufall anzusehen ist, wenn der Antragsteller ohne sein Verschulden von einer Zustellung keine Kenntniß erlangt hat. Indessen wird ein solcher Zufall auch anerkannt werden, wenn ein Verschulden des Gerichts oder auch des Rechtsanwalts vorliegt; kommt aber ein eigenes Verschulden hinzu, so ist die Frist verstrichen. Das Gesuch um Wtederemsetzung muß binnen der gesetzlichen Frist von einer Woche nach Beseitigung des Hindernisses bet dem betr. Gerichte unter Angabe der Versäumntßgründe angebracht werden; mit dem Gesuch ist zugleich die versäumte Handlung nachzuholen. Das Gericht entscheidet über das Gesuch. Die Entscheidung, welche dem Gesuche stattgtebt, unterliegt keiner Anfechtung; wird dasselbe verworfen, so ist Beschwerde (binnen einer Woche) zulässig. Die Vollstreckung einer gerichtlichen Entscheidung wird durch das Gesuch nicht gehemmt, um Mißbrauch vorzubeugen; in besonderen Fällen kann das Gericht einen Aufschub der Vollstreckung anordnen. Auch gegen die Versäumung der Frist zur Anbringung des Gesuchs um Wiedereinsetzung in den vorigen Stand findet ein Wiedereinsetzungs-Verfahren mit der Frist von einer Woche statt. Die Wirkung der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand ist, daß die versäumte Frist als gewahrt gilt, so daß der angedrohte Nachtheil in Wegfall kommt. Deutschland. Berlin, 2. August. Die „Magd. Ztg." hat bei Besprechung des Gerüchts, Herr v. Bennigsen werde sich von der parlamentarischen Thätigkeit zurückziehen, schwere Steine auf Lasker geworfen und u. A. bemerkt. Lasker sei eine „Art von Unglück". Daraus und aus den Vorwürfen der „Köln. Ztg." gegen den linken Flügel der nationalliberalen Partei des Reichstages nimmt das „Berl Tagebl." Veranlassung, Folgendes zu schreiben: Also Herr Lasker „eine Art von National-Unglück!" Wer wollte sich wundern, wenn er seinerseits der „Magd. Ztg." das Compliment Zurückgabe. Damit kämen denn aber die Nationalliberalen aus den Complimenten gar nicht heraus, und wir sollten denken, sie hätten jetzt Wichtigeres za thun, als sich derartige Höflichkellen an den Kopf zu werfen, bei denen der Unparteiische doch schließlich nur zu der Meinung kommen kann, daß die ganze national-liberale Fraction „so eine Art National-Unglück" gewesen ist. Die verzwickte Lage, in die sie jetzt gerathen, ist nur eine Folge des unklaren und verschwommenen Programms, welches conservativen Elementen mit Leichtigkeit ermöglichte, sich das liberale Mäntelchen umzuhängen und die wirklich liberalen Mitglieder der Partei stets in conservativcm Sinne zu beeinflussen. So lange Fürst Bismarck vermöge der immer erneuten Versicherungen dieser seiner conservativen Anhänger im nationalliberalen Lager für einen liberalen Minister galt, konnte das Versteckensspielen in der sogenannten „maßgebenden" Partei ungestört fortgesetzt werden. Seitdem der leitende Staatsmann sich aber die liberale Maske nicht länger vorbinden lassen will, zeigt sich auch sofort die völlige innere Haltlosigkeit der Partei und es ist eitel Täuschung, wenn sie hofft, sich auf Grund ihres elastischen Programms auch in Zukunft erhalten zu können. Oder glauben die Erfurter Nationalliberalen etwa, Herr Dr. Lucius werde deswegen, weil er ihnen seine Wahl zu danken hat, nun auch nationalliberale und nicht vielmehr conseroative Ideen vertreten? Wenn es so weit kommt, daß Partei-An- gehörige grundsätzlich Männer wählen, die ihrer Partei nicht angehören, so ist damit die Ohnmacht dieser ihrer Partei unwiderruflich ausgesprochen. Die definitive Auflösung mag sich immerhin noch eine Weile hinziehen, aber sie ist unvermeidlich geworden. Vom liberalen Standpunkt aber kann man nicht wünschen, daß an Stelle der einstmaligen geschlossenen Partei lauter vereinzelte kleine Gruppen treten; es ist vielmehr dringend nothwendig, daß ein neues liberales Programm aufgestellt werde und hierzu werden alle Liberale ohne Unterschied sich einigen müssen. Das beste Programm aber ist die Verfassung, und Angesichts der angekündigten Neuerungen, die darin vorgenommen werden sollen, ist es um so nothwendiger, an Dem festzuhalten, was in der Verfassung geschrieben steht. Einer Partei, die darauf vor Allem ihr Augenmerk richtet, wird die Zukunft gehören, und darum glaüben wir, daß die liberale Verfassungs-Partei, die es anzustreben gilt, alle liberalen Elemente wieder einmüthig in sich aufnehmen wird. Berlin, 5. August. Mit dem 1. October tritt das neue Relchsge- richt in Leipzig an Stelle des bisherigen Reichs-Oberhandelsgerichts mic einer ganz neuen Zuständigkeit. Es wird für ganz Deutschland die höchste Instanz bilden in Strafsachen, in den bisher vor das Retchs-Oberhandelsgericht gehörigen Angelegenheiten, in den durch Retchsgesetze normirten, für die keine abweichenden Bestimmungen gegeben sind, endlich mit Ausschluß Bayerns, das seinen obersten Gerichtshof beibehält, für die bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten. Die Entscheidungen dieses Reichsgerichts werden naturgemäß für die Praxis in ganz Deutschland, bezw. für dieselbe außerhalb Bayerns in Bälde maßgebend werden und von der Theorie stets berücksichtigt werden müssen. Wenn man bedenkt, daß bereits jetzt das Reichs-Oberhandelsgericht wiederholt eine andere Ansicht durch Urthetle aufgestellt hat, als das preußische Obertribunal, so ist außer Zweifel, daß sich in Zukunft eine vielfach andere Praxis bilden wird. Berlin, 5. August. Nachdem die meisten deutschen Staaten dem Beispiele Preußens gefolgt sind, und die Einführung einer Amtstracht für die Mitglieder der auf Grund des G-.rtchtsverfassungsgesetzes etnzusetzenden Gerichte beschlossen haben — bekanntlich haben außer Preußen auch Bayern und Sachsen bie französische Richter-Robe, allerdings mit einigen Modificationen angenommen — ist in Frage gekommen, ob sich auch für die Mitglieder des Reichsgerichts die Einführung einer Amtstracht empfehle. Da aber eine gesetzliche Bestimmung in dieser Hinsicht nicht vorhanden ist, so hat man von einer officiellen Beantwortung dieser Frage Abstand genommen, mit dem Vorbehalt, nach der Constituirung des Reichsgerichts das Gutachten desselben etnzuholen. — Der „Bresl. Ztg." wird geschrieben: Wenn sich jemals das Sprichwort bewährt hat, daß der Appetit beim Essen kommt, so ist das bet der Eisenbahnpolitik des gegenwärtigen Ministers für öffentliche Arbeiten der Fall gewesen. Als derselbe im Beginne dieses Jahres im Abgeordnetenhause seine große Etsenbahnrede hielt, fragte er: „Wenn es richtig ist, daß wir in Unterhandlungen stehen mit verschiedenen Prtvatbahnen (und das ist der Fall), deren Unternehmungen auf den Staat überzuführen, Unternehmungen, die vielleicht einen Umfang von 2000 Kilometern haben, was wird dadurch in der gegenwärtigen Lage unseres Eisenbahnwesens verändert? Wird der Zustand ein anderer, toetm zu den 6000 Kilometern Staatsbahnen noch 2000 Kllom. hinzutreten." Jetzt umfassen die Bahnen, mit denen der neue Minister in bereits ziemlich wett gediehenen Unterhandlungen steht, schon über 3000 Ktlom., und bewahrheitet es sich, daß auch der Ankauf der rheinischen Bahn beabsichtigt ist (was trotz aller officiellen Dementis thatsächltch der Fall zu sein scheint), so treten wettere 1000 hinzu, so daß die von Herrn Maybach angegebene Ziffer schon auf das Doppelte sich erhöht. Die Berlin-Potsdam-Magdeburger Bahn hat 260 Ktlom. in Betrieb, die Berlin-Stettiner mit ihren Zweigbahnen 583, die Hannover-Altenbekener 291, die Magdeburg-Halberstädter 995, die Köln-Mindener mit der Köln-Gießener und Venlo-Hamburger 1086. Da käme dann die Rheinische Eisenbahn incl. der Call-Trierer Strecke mit 1043 Kilom. England. London, 5. August. Der Steg bet Ulundi hat Frucht getragen, doch vielleicht nicht ganz in dem Maße, wie Str Garnet Wolseley erwartet haben möchte. Wiewohl viele Häuptlinge sich unterworfen haben, scheint Ceteweyo, der mit seinen früheren Friedensunterhandlungen die Engländer nur Hinhalten und irreführen wollte, auch jetzt noch nicht zur Nachgiebigkeit gestimmt. Er hat sich mit seinen Weibern und Hofstaat in den Jngomewald zurückgezogen, und Wolseley's Anordnungen beweisen, daß man noch auf Widerstand rechnet. Seit Anfang Juli, als Wolseley dem Zulukönig den letzten Frtedensantrag zustellte, hatte Cetewayo bis zum 15. jenes Monats kein Lebenszeichen von sich gegeben. Die Häuptlinge, welche sich den Engländern unterworfen haben, erklären zwar, daß sie von ihrem bisherigen König nichts m-hr wissen wollen: allein es ist noch durchaus nicht klar, ob diesen Betheuerungen allzuviel Bedeutung beizulegen ist, denn wie Wolseley in seiner Depesche an den Kriegsminister an einer Stelle erklärt, hat sich viel Gebiet, aber nur eine geringe Anzahl kampffähiger Männer unterworfen. Die Krieger haben sich vermuth- lich mit Cetewayo in den Wald zurückgezogen, wo ihnen nicht so leicht beizukommen ist. Bei alledem glaubt Wolseley den Krieg mit wesentlich verringertem Heere zu Ende führen zu können. Rußland. Moskau, 2. August. Nach Beendigung des letzten türkischen Krieges macht sich in der russischen Armee nicht nur unter Soldaten, sondern auch unter Officieren eine ganz eige, thümliche, wir möchten sagen, komische Erscheinung geltend. Die russischen Truppen, welche auf Tod und Leben mit den Türken gekämpft, kehren heute aus Bulgarien mit entschiedener Sympathie, wenn nicht Zärtlichkeit für diese Türken, zurück. Die Officiere namentlich sprechen offen aus, daß, wenn es unter der Bevölkerung der Balkanh.lbiusel etwas Gutes gibt, dieses nur unter den Türken zu suchen sei. Will man I etwas kaufen oder hat sonst ein Geschäft, so wird vor dem Bulgaren als Betrüger gewarnt, der Türke als ehrlich empfohlen. Officiell geschieht dies nicht, im Privatverkebr aber wiegt das Wort eines Türken den Schwur des Bulgaren auf. Höchst bezeichnend ist dabei, daß nicht nur die Russen, sondern auch die in Rußland erzogenen Bulgaren eine solche geringschätzende Meinung von ihren Landsleuten hegen. Telegraphische Depeschen. Wagner'« telegr. GOrrefpondeur'Bure««. London, 6. August. Nach einem dem hiesigen Gesandten von Peru zugegangenen Telegramm aus Panama vom 4. d. wurde Jquique abermals von der chilenischen Flotte bombardirt, aber nur wenig beschädigt. Der „Huaskar" kaperte ein chilenisches Transportschiff mit einem Reiterregiment an Bord und drei mit Kohlen und Kupfer befrachtete chilenische Fahrzeuge Breslau, 6. August. Meldung der „Bresl. Zeitung" aus Zabrze vom 5. d. Mts.: In Folge eindringenden Wassers kamen auf der Ludwtgs- glückgrube 2 Bergleute um's Leben, ein Bergmann wurde schwer verletzt und 11 sind noch verschüttet. Berlin, 6. August. In einem „die Bekämpfung des reformirten I Tarifs" betitelten längeren Artikel weist die „Proo.-Corresp." auf den Eifer der Gegner, welche der Ausführung der neuen Tarifpolitik keine Ruhe und keine ungefälschte Erfahrung gönnten, ferner auf die Kampfmittel hin, deren sie sich bedienten, was Alles deutlich zeige, daß die Wirthschaftsreform die praktische Hauptfrage der nächsten Zukunft bleibe. Auch die zunächst zu erwartenden politischen Waylen könnten keinen anderen Gegenstand haben. Es gelte, das gesetzlich feststehende Werk trotz seines Abschlusses nicht gefährden und vereiteln zu lassen. Der Artikel schließt: Die Lösung der Wahlen kann keine andere sein als: nationale Arbeit, Selbständigkeit oder Abhängigkeit des Nationalwohlstandes von Handlangerdiensten für den Absatz fremder Erzeugs- länder, für Leistungen fremder Industrien, die es in der Hand haben, diese Dienste jeden Augenblick aufzukündigen und dadurch dem deutschen Volke zugleich mit der wirtschaftlichen die politische Existenz zu schmälern oder zu rauben. — Die „Prov.-Corresp." schreibt: Die „Agence Havas" bringt folgende Notiz: „Rom, 3. August. Roncetti, der Botschafter beim deutschen Hofe, wird sich vor dem 20. August auf seinen Posten begeben und wird sich sofort mit dem Fürsten Bismarck in Verbindung setzen. Er ist Träger der Ernennungen der neuen Bischöfe, welche die mit Tode abgegangenen ersetzen sollen." — Die „Prov.-Corresp." bemerkt hierzu: Abgesehen von der vielleicht nur aus Unwissenheit des Correspondenten zurückzuführenden Verwechslung des Nuntius in München mit dem „Botschafter bet dem deutschen Hofe" haben wir zu bemerken, daß alle in neuester Zeit von Rom aus in Wiener und Pariser Blättern verbreiteten Nachrichten über das Verhältntß zwischen der preußischen Regierung und dem heiligen Stuhl sich mit der wirklichen Sachlage in einem Grade widersprechen, welcher die Vermuthung absichtlicher Mystification nahelegt. Madrid, 6. August, Abends. Der König trifft mit der Leiche der Infantin Maria del Pilar morgen tat Eskurtal ein. — In L'eres wurden sieben Socialtsten verhaftet, welche verdächtig sind, Feldfrüchte in Brand ge- steckt und Heerden wegaetrteben zu haben._______________________________________ Lokales. (Hießen, 7. August. (Schwurgerichtsverhandlungen vom 6. August.) In der Vormittags-Sitzung erhielt Heinrich Karl Schleuning von Feldkrücken, angeklagt der Körperverletzung seiner Ehefrau mit todtlichcm Erfolg, eine Gefängnißstrofe von 2 Jahren unter Anrechnung von 2 Monaten Untersuchungshaft. — In der Nachmittagssitzung erhielten Jo Hannes Nolte von Kaichen wegen Urkundenfälschung Gefängniß von 14 Tagen und Karl Hermann H u g von Hutzweil wegen Diebstahl 6 Monate Gefängniß. — In dem gestern erwähnten Schuh-Dieb wurde bei seiner Entlassung auch derjenige Uebelthäter ermittelt, welcher vergangene Woche auf einer Bleiche einen Hrrren-Anzug mirgehen geheißen. Der Rock war bereits für 50 H versilbert, Hose und Weste aber hatte bet Dieb selbst angezogen. Aus dem (Aefängniß vorläufig entlasten, mußte der Ertappte nun wieder in dasselbe abgeführt werden. — Am Freitag Nachmittag wurde an einem 7jährigen Mädchen von einem Soldaten ein schändliches Verbrechen verübt. Nach den sofort angestellten Recherchen wurde gestern Nachmittag ein der Unthat dringend Verdächtiger ermittelt und darauf alsbald in Untersuchungshaft verbracht. Vermischtes. Offenbach, 5. August. Der zweite Festtag des Mittelrheinischen Turnfestes dahier war vornehmlich dem Preisturnen gewidmet. Dasselbe begann um 8 Uhr Morgens, nachvem unmittelbar vorher das Preisgericht zusammengetretcn war und die Uebungen an den Geräthen (Reck, Barren, Schwingel oder Pferd), deren drei, meistens zusammengesetzte, an jedem Gcräthe obligatorisch waren, berathen hatte. In der Frühe harte sich auch ein kurzer Regen eingestellt, der die Temperatur etwas abkühlte und einige Stunden, sehr zum Vorrheile des Turnens, bedeckten Himmel brachte. Geturnt wurde in sechs Riegen ä 30—35 Mann. Den anderen Festgenosscn, welche sich nicht am Preisturnen betbciligten, wurde um 9 Uhr das Schauspiel einer sehr schön und exact durchgeführten Steigerübung der Offenbacher Freiwilligen Feuerwehr am Justizgebäude zu Theil Mittags 2 Uhr erfolgte wieverum die Aufstellung des Festzuges; dieses Mal am Mathildcnplatze und in umgekehrter Reihenfolge, als am ersten Tage. Derselbe nahm seinen Weg durch die Karlstraße, Obermainstraße, Großen und Kleinen Biergrund, Biederer Straße, Markt, Sandgaste, Schloßgrabenstraße, Schloß- und Waldstraße, aus allen Fenstern mit Sträußen und Kränzen beworfen und mit Tücherschwenken, Hurrah und „Gut Heil" begrüßt, nach dem Festplatze, wo das Preisturnen noch nicht beendet war. Ein zahlreiches Publikum hatte sich eingefunden, das dem Turnen mit großer Aufmerksamkeit folgte. Das Schauturnen fand heute, trotzdem die Temperatur wieder einen hohen Grad erreicht batte, mehr Thcilnchmer als am ersten Tage und halte sich überhaupt auf allen Seiten des großen Festplatzes bald ein reges und gemüthliches Treiben entwickelt, wobei auch die ambulanten Wirthsckaftcn, wie am gestrigen Tage, wieder die besten Geschäfte machten. Die Waßmann'sche Capelle war in ihrer Thätigkeit unermüdlich. Erst um 7 Uhr wurde der Rückmarsch in die Schloster'sche Liegenschaft angctreten. Mehrere Riegen hatten in Folge der abnormen Hitze das Preisturnen eben erst beendet, daher die Preisvertheilung erst gegen 11 Uhr Abends vorgcnommen werden konnte, bis zu welcher Zeit die Turner und Gäste bei den Klängen der Capelle es sich in dem schönen Garten, der sich aber für eine derartige Festlichkeit durchaus ungenügend und beschränkt erwies, gemüthlich sein ließen. Das Resultat des Turnens war ein günstigeres, als das vor vier Jahren in Darmstadt erzielte, wo ebenfalls die Hitze eine große war, und überhaupt das günstigste von allen bis jetzt gefeierten 10 mittelrhcinischen Turnfesten. Während des Preistürnens traten noch eine Anzahl Turner von der Concurrenz aus, so daß bis zum Schluß noch 182 Mann wettturnten. Den ersten Preis erhielt August Klein von Darmstadt mit 52V6 Punkten; den zweiten Preis Christian Riese von der Frankfurter Turngesellschaft; den dritten Preis Wilhelm Dapper von Gießen; den vierten August Funk vom Franffurter Turn- und Fecht-Club. Im Ganzen kamen, die Doppelpreise abgerechnet, 32 Preise, deren, letztere die Vunktzahl 34 erreichte, zur Vertheilung. Leider ging das Turnen nicht obne Unfälle ab. Zwei Turner stürzten bei Ausführung der Preisübungen vom Reck unv besckädigten sich, mehrere andere, welche ihre Kraft überschätzt und überangestrengt hatten, verloren beim Klettern am Seil den Halt und rutschten an demselben ab, sich Hände und Füße verletzend. Das ganze Fest nahm eiüen sehr schönen und würdigen Verlauf. Rach Beendigung der Preisvertheilung schloß der Obmann des Preisgerichts, Herr L. Stahl, das Fest mit einem dreimaligen „Gut Heil" auf das fernere Gedeihen der Turnsache und des Mittcbheinkreises. — In Nünschweiler ist durch Unvorsichtigkeit eines Hausvaters ein schreckliches Unglück passirt. Derselbe hatte nämlich Sprengpulver im Küchenschrank aufbewahrt, ohne daß »Olt Pnu $“«*• ®i0|s ’« »triefet unb Si o'i 8e, LrL stnbe Mun; 1(8 reformiiten , den Eifer uwe Ruhe und Ute! hin, deren as" bringt fob ’ beim deutschen ?n und wird sich ist Träger der langen«! ersetzen m von der viel- enden Verwechs- i deutschen Hofe" aus in Wiener rhältniß zwischen t der wirklichen hung absichtliche! 't btt Leiche k |n l'eres wiM lU \n Brand ge- gufl.) In bcr $ov it, angefimjf der W 2 Haficn unter -hielten J° Hannes unö Karl Her- jjung auch vcrjech nenlnjug miigjm al>n hatte d-r Di» :appte nun wieder it n einem Soldaten ei» ^ernN^N” a Turnfeites vahier ■ Aorgens, nachrv' (n an ten Gerathm fln jedem G-rch m Regen emgeM cheile dee Turne^. Den anoer» kJ®** Ä» 8-un”* 'S-Z ßin # °Vs er Atlnarich abnoNN'nH^e- ir ei« übel" ato^1 Während bis dn> Turn' - I,xtere tlk oerrn r-v .i iinV VZ L ccr >«8®^ 19 Aut §tU . id^'S 5197) Marburg. Namen der Besitzer. öffentlich vergeben werden, als: X. 296. 880. 1. 1) VII. 122. III. 636. 2. 2) 414 3) 853 4) 5) H. I. 600. 23. (4873 Prima Steinkohlen und (1247 in bester Qualität bei 195 veranschlagt JL zu tt if tt Leihgestern, den 6. August 1879. (5193 5133) 30 455 n n 974 620 2831 935 3359 959 1173 1975 347 3978 1980 576 506 tf tf fi tt u — (Postkarten mit Antwort im Verkehr des Weltpostvereins.) Die Niederländischen Colonien sind denjenigen Ländern beigetreten, nach welchen Weltpostkarten mit Antwort abgesendet werden können. Derartige Karten sind nunmehr verwendbar für Mittheilungen nach Belgien, Frankreich, Helgoland, Italien, Luxemburg, Ntederland und den Niederländischen Colonien, Norwegen, Portugal, Rumänien, der Schweiz, Spanien und der Argentinischen Republik. 1) Erdarbeiten, . . . . 2) Maurerarbeiten a. Arbeitslohn, . . b. Backsteinlieferung, c. Wasserkalklieferung, d. Luftkalklieferung, . 3) Steinhauerarbeiten: Bekanntmachung. Dienstag den 12. d. Mts., Vormiltags 11 Uhr, sollen im Saale des alten Rathhauses nachfolgende tm Gießener Stadtwald erforderlichen Arbeiten und Lieferungen I. Gemarkung Beuern» Arnold, Jacob, von Beuern II. Gemarkung Burkhardsfelden. Magel, Friedrich, von Burkhardsfelden . . III. Gemarkung Mainzlar. Klingelhöfer, Ludwig, von Mainzlar . . . Kern, Philipp, von da ...... . IV. Gemarkung Reiskirchen. Magel, Johannes, von Queckborn . . . Eine der wichtigsten Erfindungen ist unstreitig die der Frau Haarkünstlerin Mari» Schubert zu Htrschberg im schlesischen Riesengebirge. Haarleidende, die nirgends Hülfe fanden,spenden derselben zu Tausenden ihren Dank. Gebirgs- Kräuter-Haarbalsam, Bachstegelversteigerung. Am Samstag den 9. Ang. werden auf dem Kirchenplatz A. 26 gut erhaltene und neue Dachziegel meistbietend versteigert. (5208 A. Fangmann. /3Riii eleganter Sommerwagen 'S/ (Break) zu verkaufen. Georg Klein, Schmied, Oeffentliche Aufforderung. Nachverzeichnete Personen wollen die ihren Namen beigesetzten, ihnen in Bem Grund- und bzw. Flurbuche vor Namen stehenden Parcellen veräußern. Da sie ihr Eigenthum resp. die erfolgte Zahlung der Kaufschillinge nicht genügend nachzuweisen vermögen, so werden alle Diejenigen, welche irgend welche Rechte oder Forderungen an diese Parcellen bilden zu können glauben, hiermit aufgefordert, diese, ihre Ansprüche „binnen sechs Wochen" Lei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden als sonst nach Ablauf dieser Frist, da wo dies erforderlich, die Löschung der Bemerkung „beschränkt" verfügt, die neuen Eigenthumsurkunden gerichtlich bestätigt und die Ueberschreibung der Verkaufsgegenstände auf die Namen der neuen Erwerber wird verfügt werden. efeinlteiilüßineflig empfiehlt (5047 Gg. Wilh. Weidig. D. 2659. „ 2659. „ 2659. „ 2659. „ 2659. „ 2659. „ 2659. „ 2659. „ 2659. „ 2673. „ 2674. „ 2672. „ 2659. „ 2659. „ 2659. „ 2659. „ 2659. Treis, Gemeinde zu Treis a. b. Lda. . . . Formhals, Heinrich II., von da..... Göbel, Johannes, von da ...... . Berghöfer, Johannes II., von da .... . Wolf, Johannes II., von da ..... Berghöfer, Heinrich II., von da .... . Becker, Heinrich VI., von da..... Kehr, Philipp IV., von da . Will, Johannes IV , von da Will, Johannes V., von da . ..... Liemestruth, Philipp II., von da .... . Römer, Heinrich II., von da Burk, Philipp III., von da ...... - Amend, Johannes, von da...... Kehr, Georg III., von da ..... . Benner, Johann Adam, von da .... . VI. Gemarkung Lollar. Albach, Johannes und Eons., zu Lollar . . MrWsche Eisenbahnen. 5210) Zwischen Hungen und Carlsruhe sind mit dem heutigen Tage directe Frachtsätze der Specialtarife ab und III in Kraft getreten. Näheres kann auf der Station Hungen erfahren werden. Gießen, den 6. August 1879. Großherzogliche Direction. I. V.: Altvater. 7. •8. 9. 10. 11. 12. 13. Gießen, den 16. Juli 1879. Großherzogliches Landgericht Gießen. I. B. d. D-: Langermann, Landg.-Assessor. Handel und Verkehr. Limburg, 6. August. (Fruchtmarkt.) Rotber Weizen X 19.25, Weißer Weizen Korn X 11.10, Gerste X —, Hafer X 8.30 Erbsen X —, Kartoffeln X — /Durchschnittspreis pro Malter.) Frankfurt, 6. August. (Marktbericht.) Der heutige Heu- und Strohmarkt war tchlecht befahren. Heu kostete je nach Qualität der Centner X 1.50—2, altes Heu X 3.30. Stroh X 2 — 2.30. Butter das Pfund im Centner 1. Qual. 90 H, 2. Qual. 80 H im Detail 1 Qual. X 1.10, 2. Qual. X 1- Eier das Hundert deutsche X 4.50, italienische X 5 50. Ochsenflency per Pfund 65 — 70 H, Rindfleisch 50 H, Kuhflcisch 60 Kalbfleisch 45—55 H, Stier- und Farrenfleisch - H, Hammelfleisch 50—65 Schweine- geisch 60 —70 H. Roggenbrod 2 Kilo 39—42 Roggenbrot), gemischt, 3 Kilo 80 Schwarzbrot) 1 Kilo 20 X Hühner ein Stück X 1 20—2, Hahnen X 1.20—80, Enten 18. 19. 20. 21. 22. Arbeitsversteigerung. Dienstag den 12. August, Nachmittags 2 Ahr, Strohhüte von 50 Pfg. an und feine Sorten, sowie Badehosen empfiehlt billigst ä Fl. 21/r X, fallen der Haare und Großherzogliche Bürgermeisterei Leihgestern. Hetz. sollen auf dem Rathhause in Leihgestern nachverzeichnete Arbeiten Lieferungen öffentlich in Accord versteigert werden: Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. 5207) A. Bramm. (4570 stillet sofort das Ausfa! befördert den Haarwuchs überraschend sicher Pegeiab. Haarbalsam (mit Bismuth) & Fl. 2 . 176. 5110) Mehrere Logis in meinem Hause in der Nähe des Cölner Bahnhofs, Frankfurter Sttaße zu vermiethen bei ___________F. Jung in Klein-Linden. 4782) 3 Zimmer mit Zubehör im 2. Stock zu vermiethen. ___________________Neue Baue B. 80. 5144) Zimmer mit Bett zu vermiethen. _________________Schloßgasse B. Nr. 5. 3714) In meinem neu erbauten Hause im hinteren Gartfeld sind mehrere kleine und größere Familienlogis mit abgeschlossenem Corridor und allen Bequemlichkeiten zu vermiethen und alsbald beziehbar^W. Seuling. Vermischte Anzeigen. 5184) Ein Dienstmädchen mit guten Zeugnissen gesucht. Jacob Thomas, Schiffenberg. Weg. Cigarren-^" Wickel macher werden gegen hohen Lohn gesucht 5183) Nattmann & Wcidig. 5188) Ein braver Junge in die Lehre gesucht von Fr. Wilh. Lö'ber, Schuhmachermstr. 5212) Tüchtige Steinhauer auf sofort gesucht. Aug. Nauheimer Ww. 5211) Tüchtige Maurer u. Handlanger finden fofort Be- fchäftigung bei I. Wagner, Maurerm. Lindnrr's Somnurlheater. 5205) Um irrigen Beurtheilungen — bdreff3 des in gestriger Nummer d. Bl. erschienenen „Eingesanot" — oorzubeugen, gebe ich bekannt, daß meinerseits die Gastspiele der Gesellschaft Jo ckisch abgebrochen wurden, weil Hr. Jockisch, den zwischen uns vereinbarten, von mir nachträglich coulantest reduzirten.contractlichen Punktationen nicht nachkam. Ob zwei Sommertheater hier Existenz finden können, wird die Folge lehren. Achtungsvoll Fritz Lindner. W «Krieger=üerein »D Zußerorsteulttche Uerlammlung Freitag den 8. August 1. J., Abends 9 Nhr^ bei Gastwirth Grün. Tagesordnung: 1) Betheiligung an der Feier der Enthüllung des Landeskriegerdenkmals. 5201) 2) Einladung des Kriegervereins Grünberg. WWI^WII^WWWW^WWWMWWWWWWMMWW» Hess. Laodes-Gewerbe AüsstelluDg I in Offenbach a. M. Die Ausstellungsräume sind geöffnet von 10 Uhr Dorm. bis 6 Uhr ■ AbdS. — Der Park und die Restauration von 0 Uhr Vorrn. bis 11 Uhr AbdS. I Jeden Nachmittag von 3'/r bis S Uhr und AbendS von 6s r bis 10 Uhr I Concerle der Eapelle des Großh. Hessischen Infanterie - Regiments Nr. 118. I Tagesbillete 1 je. Grosse Verloosung (5199 ■ von Ausstellungsgegenständen. Gesammtwerth der Gewinne 100,000 Mark. Loose ä 1 Mark sind in der Ausstellung zu haben. GeMäfMErSffmmgl 5064) Unterzeichnete erlaubt sich, einem verebrlichen Publikum ergebenst mitzutheilen, daß sie unterm Heutigen Löwengaffe Nr. 133 ein Colonialwaarengeschäft verbunden mit Ftaschknbikrvkrkauf eröffnet hat und bittet um geneigten Zuspruch. Gießen, den 1. August 1879.______E- Fitthan Wtw. Andurch die ergebene Anzeige, daß ich mit dem Heutigen den seit 15 Jahren betriebenen Steinbruch des Herrn Ehr. Seitz von Laubach abgegeben und dafür den Steinbruch des Herrn Konrad Sommeriad bei Beuern käuflich übernommen habe und empfehle ich mich hiermit bei Bedarf folgender Artikel: Krippen, Schweintröge, Treppentritte, Grabdenkmäler, Eck-, Schicht- u. Mauersteine, (5187 liMdwig Fuhr II., von Beuern unter der Versicherung prompter und billiger Bedienung. Auch für Hochbauten halte mich bestens empfohlen. Beuern, den 6. August 1879. Geschäfts-Empfehlung. Einem hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich mich dahier als Jfappenmacher etablirt habe und empfehle mich in aller in mein Fach emschlagender Arbeit zu billigen Preisen und reeller Bedienung. Die Bewohner von Lich und Umgegend bittend, das früher meinem verstorbenen Vater geschenkte Zutrauen gefl. auch auf mich übertragen $u tooIIen zeichne Achtungsvoll August Etsch, Kappenmacher, neben dem Gasthaus „zum Engel". Lich, den 2. August 1879. NB. Reparaturen werden schnell und billig angefertigt. (5138 5198) Eine bürgerlich erzogene Dame, 24 Jahre alt, kath., im Geschäft, wie Haushalt bewandert, aber gänzlich ohne Vermögen, sucht, Familienverhältnisse halber, behufs ehelicher Verbindung die Bekanntschaft eines gut situirten, wenn auch älilichen Herrn oder Wittwer zu machen. Frco.-Offerten sub E. 4854 befördert die Annoncen - Expedition von Rudolf löosse in C61n. Annonyme Briefe bleiben unberücksichtigt. 5127) Ich ersuche die hiesigen Mitglieder des ,,Oberbef- fifchen Vereins für Lokalgefchichte", welche den Ausflug nach Büdingen am 10. August mitzumachen beabsichtigen, mir diese ihre Absicht vor Freitag Abend mitzutheilen. Dr. Grareis. Todes - Anzeige. 5194) Gestern Abend 10 Uhr verschied sanft nach kurzem Leiden unser unvergeßlicher Vater, Bruder und Schwager Herr Georg Muskulus im 48. Lebensjahre. Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 7. August 1879. Die Beerdigung findet Freitag Nachmittag um 5 Uhr vom Sterbehause (Crofdorferweg 113) aus statt. 4596) Das Flechten von Stroh- und Rohrstnhlen, Unfertigen aller Gattungen von Stühlen wird prompt und reell ansgefnhrl von Philipp Henkel, Stnhlmacher, Tiefenw. 51. 5192. Größere und kleinere Kapitalien sind auszuleihen auf erste Hypothek. Nähe- res bei der Exped d. Bl._________________ Sommer-Theater auf Tertor'r Hardt. Freitag: Monsieur Herkules, Posse. Singvögelchen, Operette. Sachsen in Preußen, Posse. Streich Eoncert. 5195) Anfang 7 Uhr. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.