Sonntag den 7. September 187» Nr. ns. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. ist Deutschland ? a. f. 3urg. Kesternich England tung8»o0 isser. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringcrloh,-. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 P^ Kairo, 4. Septbr. Durch Dekret des Khedioe werden Barmg unO Bligntörrs ju Finanz-Controleuren ernannt. Berlin, 5. Septbr. Im Sitzungssaale der Akademie der Wiffen- schäften trat heute die achte Generalversammlung der astronomischen Gesellschaft zusammen, welcher eine große Zahl wissenschaftlicher Capacitäten auch aus Oesterreich-Ungarn, England, Frankreich, Belgien, Holland, Rußland und Scandinavien beiwohnen. Den Vorsitz führte der Director der Sternwarte in Gotha, Krüger. Namens der Staatsregierung hieß der Cultusminister die Versammlung in einer Ansprache willkommen. Königsberg, 5. Septbr. Heute Morgen empfingen der Kaiser und die Kaiserin, ehe sich Ihre Majestäten zur Parade nach dem Exercierplatz begaben, die Bewillkommnung hiesiger Stadt in einer Deputation von 27 Jungfrauen, geführt vom Oberbürgermeister Selke und den beiden Stadtverordneten- Vorstehern. Bei der Deputation befand sich auch der Dichter des poetischen Festgrußes, Tribunalrath Wichert. Fräul. Braun sprach das an beide Majestäten gerichtete Festgedicht. Die Uebergabe eines prächtigen Straußes an die Kaiseriir wurde ebenfalls von einem poetischen Gruße begleitet. Die Majestäten nahmen diese Huldigung der Stadt mit hoher Befriedigung auf und sprachen dies rn tiefgefühlten Worten des Dankes aus. Der Kaiser gedachte hierbei der Zeiten schwerer Heimsuchung, die Se. Majestät hier mit Seinen königl. Eltern verlebt, hob aber auch die weise Fügung Gottes hervor, der Alles so herrlich hinausgeführt habe; an Gottes Segen sei Alles gelegen. Petersburg, 5. Septbr. Der Mörder des Gouverneurs von Charkow ist im Gouvernement Tschernigow verhaftet; derselbe soll durch Bestechung Seitens des bereits Hingerichteten Lisogub zum Morde veranlaßt worden sein; er wird nach Charkow tranöportirt und daselbst abgeurtheilt. — Dis „Agence ruffe" schreibt: Die Zusammenkunft in Alexandrows ist die beste Antwort auf die jüngsten Versuche, die guten Beziehungen zwischen Rußland und Deutschland zu stören und ein Beweis, daß im Geiste der beiden Monarchen die Traditionen tief eingeprägt sind, wodurch dieselben neben den Banden der Verwandtschaft, auch durch ihre von den Vorfahren ererbten Erinnerungen und Beispiele mit einander verbunden wurden. Wien, 5. Septbr. Dem § Fremdenblatt" und der „Presse" zufolge sind die Nachrichten von der RecognoScirungs-Commission bisher sehr günstig. Die Bevölkerung in Prrbois ließ bereits dir Commission ersuchen, die Besetzung durch österreichische Truppen möge noch in diesem Jahre erfolgen und erklärte sich bereit, die nothwendigen Häuser für Unterbringung der Soldaten zur Verfügung zu stellen. Auch die Bevölkerung Taschlidfchas (Plewje) ist bereit, alle für die Truppen erforderlichen Materialien zu liefern. — Bei dem heute tm Moskowiter Saale des Schloßes stattgehabten Galadiner brachte Se. Majestät der Kaiser folgenden Trinkspruch auf das Wohl des 1. Armee - CorpS aus: Ich trinke auf das Wohl des 1. Armee- Corps, welches unter seinen Königen stets im Kriege wie Frieden deren Zufriedenheit und Anerkennung sich erworben hat, so auch die Meinige am heutigen Tage im vollsten Maße. — Abrnds. Die heutige Parade hat den glänzendsten Verlauf genommen. Der Kaiser und sämm'.liche Prinzen ritten die Front der Truppen ab, die Kaiserin folgte im vierspännigen Wagen. Sodann fand zweimaliger Vorbeimarsch statt, wobei der Kronprinz sein ostpreußisches Grenadier-Regiment zweimal vorbeiführte. Aus dem Hin- und Rückwege wurde der Kaiser von stürmischen Kundgebungen der Volksmaffen begrüßt; vom Königsthor bis zum Schloß bildeten die Gewerke mit ihren Fahnen und Abzeichen Spalier. Um 4 Uhr sand das Parade-Diner von 300 Gedecken statt. Dem Kaiser gegenüber saß der Kriegsminister, welcher neben sich den eommandirenden General des 1. Armee-Corps, v. Barnekow, und den General Skobeleff harte. Der Kaiser brachte den bereits gemeldeten Trinkspruch aus. Se. Majestät besuchte um 8 Uhr das Stadttheater. Telegraphische Depeschen. Wagner'- telegr. W»rrefpOudenr-B«rr«n. Gefundene Gegenstände: 1 Maurrrhammer, 1 Armband, 1 weiße« Taschentuch, 2 Schlüssel, 1 kleiner Kinderschuh, 1 Portemonnaie mit Inhalt. Die Gegenstände sind auf der Polizeiwache (Schloßgafle 258) aufbewahrt. Gießen, den 6. September 1879. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. Fresenius. 208. Erstes Blatt „ (5754 00,000 R,r, rm- bi§ ß nt »ug btn und bi?&nb: ,be un» Tdeil- Snpen R-daetton-birreair r 1 _ , , D 1O SrpedttionSburearrr / Schulstraße B. 18. Wien, 4. Septbr. Hebet die Verhandlungen wegen eines deutsch. Herretchischen Handelsvertrages erfährt man, daß die Anfrage der österreichischen Regierung, um sich über die Geneigtheit Deutschlands zum Ab- ff eines Vertrages Klarheit zu verschaffen, deutscherseits beantwortet wor- Illi! TU* Antwort ist, gleichwie die Anfrage es war, ganz allgemein uu ^halten und drückt blos die principielle Bereitwilligkeit der deutschen Reichs- irgterung aus, mit Oesterreich-Ungarn den Abschluß eines neuen Handelsver- Mahler. trags anzubahnen. Es ist dabet dem Wunsch Ausdruck gegeben worden, daß ______ Verhandlungen in Berlin stattfinden möchten. Petersburg, 5. Septbr. Durch heftige Stürme im Finnischen Meer- iiifm schwoll die Newa außergewöhnlich hoch an. Der Verkehr kleinerer Dampfer und der Pferdebahnen über die Brücken ist eingestellt. Die Canal- Mässer des Stadtcentrums treten aus. Einige Vorstädte sind bereits über- iHwemmt. Viele Hausdächer und Rauchsänge sind vom Sturme fortgesührt. Konstantinopel, 4. Septbr. Der hiesigen ^Agence Havas" zufolge 118 unrichtig, daß die Sitzungen der griechischen und türkischen Bevollmäch- ijttn auf Samstag vertagt worden seien, weil die griechischen Bevollmächtigten 'eint weiteren Instructionen erhalten hätten. Ebenso sei es unrichtig, daß öriechenland die Mächte über ihre Ansichten bezüglich der Auslegung des ß. Congreß-Protokoll- durch die Pforte befragt habe. Die griechischen Dele- chtm erhielten gestern früh Instructionen, dahin gehend, daß sie von der Morte bejahende oder verneinende Antwort darüber verlangen sollten, ob die Mort« bereit sei, als Grundlage der Verhandlungen das 13. Congreß-Proto- oll anzunehmen. Unter diesen Umständen werde der Abbruch der Verhand- a»gen als bevorstehend angesehen. Rew-Novk, 5. Septbr. Einer Depesche aus Havannah vom 3. d. M. Lokales. Gießen, 6. Septbr. (Sitzung der Stadtverordneten am -1. Septbr.) Anwesend: Herr Bürgermeister Bramm, Herr Beigeordneter Keller; von Seiten der Stadtverordneten die Herren Baist, Gail, Grüneberg, Hoch, Homberger, Kauf, May, Ad. Noll, Aug/Noll, Petri, Pfannmüller, Scheel, Schopbach und Wenzel. Zu Beginn der Sitzung theilte der Vorsitzende den Stadtverordneten eine Einladung des Lokal-Comitö's der Blumen-Ausstellung mit, wonach die Herren aur Eröffnung der Ausstellung etngeladen sind. Auf ein desfallsiges Gesuch werven eine Anzahl Fichten, Fichtenreiser und mehrere Wagen Moos dem Ausstellungs-Comit4 kostenfrei überlasten. — Es wird der Versammlung Kenntniß von einem Rescripte Großh. Ministeriums gegeben, in welchem mttgethetlt wird, daß über die Mchener ^üueiger Anitigk- mH Jlmtslilfltt für ben Kreis Gießen. .... London, 4. Septbr. Die „Times" begrüßen den Nachfolger des Grasen yn^rehe derselbe ernannt und im Amte ist. Das Cityblatt 'Nwtg 184 nu’mit Wohlwollen und Sympathie von dem künftigen österreichischen Mister des Aeußern, dem sie es hoch anrecknet, daß er seine delikate Stellung r'stiail PttN V., I« Rom mit viel Geschick behauptet hat, und von dem sie erwartet, daß er in e f MrWiitfotr höheren Sphäre der Wirksamkeit ebenso maßvoll auftreten werde; die »Times" meinen, daß eine Aenderung in der Richtung der österreichisch-unga- lilchen Politik, wie sie von dem Grafen Andrassy auf das innige Einver- n K, ftinbr.il? mit Deutschland und England basirt und geführt worden sei, nicht Thoten/?,,ttc*en wcr^c- Sie könnte, meint das Blatt, nur herbetgeführt werden durch ►nt Erschütterung der Verfaffung und speciell der Stellung der Magyaren; nt das xeifitin die ungarischen Minister werden sich wohl nicht letchtweg aus ihrer con- -s Fach eiils^ ^Mionellen Position verdrängen laffen und ihr Widerstand könnte nicht besei- jcn übrworn^' werden ohne einen Kampf, der die Aufmerksamkeit ganz Europas prüfen würde. W8* 0 »i , faqen ’ (5169 Berlin, 4. Septbr. Namhafte Führer der Centrumspartei Wftqe und reelle W>cn stH über die Situation lange nicht mehr so ruhig und hoffnungsvoll ^ubllkum-i -n -r- üu8, tote na(^ dem Zoll- und Steuer-Compromtß mit der Regierung. Die ' i ir' Herren sind sehr genau davon unterrichtet, daß an eine Beendigung des Cul- mkampfes in ihrem Sinne, nämlich an die gänzliche Aufhebung der Maige- ßtze noch lange nicht zu denken ist. In der ultramontanen Preffe ist nicht mehr jene Siegeszuversicht zu finden, wie früher; auch der höhnende Ton, mit .mrnon. welchem man den Gegnern der neuen Wirthschaftspolitik begegnete, ist einer ------------- ruhigeren Kritik gewichen. Man traut der Partei des Herrn v. Kleist-Retzow ' öttlhrttime$T a^usehr, weil ihm und seinen Genoffen ausschließlich die evan^ ' jelifdje Hierarchie am Herzen liegt. Die Herren vom Centrum beabsich- I. Sept. llgen, im preußischen Abgeordnetenhause mit einer Fluth von Anträgen, die /-MMchenpolitische Gesetzgebung betreffend, zu debutiren, und ihre taktische Hal- "itifl nach der Stimmung, welche ihnen vom Regierungstische und aus dem >oufe entgegengebracht wird, einzurtchten. M । ^rptcmber in| »stand. ergebene h| IReichensand- . - - „ . ... ., .... . I Mge hat die spanische Regierung dorthin angezeigt, daß sie die sofortige üfmdung von 20,000 Mann Truppen und der erforderlichen Geldmittel zur lchechterhaltung der Ruhe in Cuba anordnen werde. Niederlegung der Arresthaus-Mauer und Entfernung der Freitreppe am Anatomie Gebäude demnächst Entscheidung getroffen würde. Bis solche erfolgt muß auch mit der Tieferlcgung ver Univ -Straße Seitens der Stadt gewartet werden. — Der „Rhein Kurier" in Wiesbaden und 'nach diesem die „Frankfurter Zeitung" und das „Frankfurter Journal" brachten vor einiger Zeit eine Notiz, worin gesagt worben, daß in Hattersheim Rindvieh an der Lungenieuche verendet sei, welches auf dem Viehmarkte zu Gießen gekauft worden. Nach einer von der Bürgermeisterei Hattersheim erlaffenen Antwort, trifft diese Nachricht nicht zu. Der Herr Bürgermeister hat nun an die bett. Redactionen der obigen Blätter eine Berichllgung gesendet, welche auch ausgenommen worden. — In Die Tages - Ordnung eintretend beschließt die Versammlung, daß bet der demnächst vorzunehmenden Pflasterung des rechtsseitigen Bankets der Grünberger Straße ein Uebergang über qu. Straße zwischen der Einfahrt zum Marx leben Zimmerplatze und dem Stollmer schen Hause gepflastert werden soll. — In einem an Die Bürgermeisterei gerichteten Schreiben verlangt Herr F. Zöller die Anlegung eines Abzugs- Canals von seinem Hause nach der Stadtbach, sowie Genehmigung zur Anlage eines Treppentritts und Reparirung des Pflasters vor seinem Hause. Die Bau-Deputation, welche Augenschein genommen, beantragt, daß dem Ansinnen wegen Anlegung eines Abzugskanals, weil hier, wie behauptet, kein Servitut vorliege, nicht zu entsprechen sei; der Wasserlauf am qu. Hause |et immer nach der Httaße gewesen, dagegen möge die Versammlung den Treppentritt gestatten und auch daS Pflaster repariren laffen. Die Versammlung genehmigt diesen Antrag. — Herrn Metzger Friedrich Möhl und Herrn Emil Lotz wtrd gleichfalls die Anlage von Treppentritten in die Straße auf Wiverruf gestattet. — Die Baugesuche der Herren M. Rosenthal, Loh. Bender, Loh. Schleuuiug, E. Pansch Wittwe und Alexander Meyer sollen befürwortet werden. — Pos. 10 der Tagesordnung entwickelte eine längere Discussron. Es handelte sich um das Reinigen der Straßen, resp. um die Abfuhr des Kehrichts und im Winter Des Eises, von Seiten der Stadt. In der Sitzung vorn 17. April dsS. Jahres wurde ein Antrag Der Bau-Deputation angenommen (mit nicht großer Majorität, »von 19 Stimmen waren Damato aeaen diesen Antrag) daß bei Großh. Ministerium die Aufhebung derjenigen Paragraphen im Regulativ, betr. die Straßenreinigung, welche die ötabt zur Abfuhr des Kehrichts und EijeS verpflichten, beantragt werden solle Motivirt wurde die Aufhebung damit, Daß Der neu cm; geführte Modus der Reinigung sich nicht bewährt hätte, daß im Winter die Fuhrwerke nicht beizutreiben seien, welche die Wegschaffung des Eises besorgen sollten u. dgl. m. Diese Eingabe von Seiten der Stadt wurde vorn Großh. Kreisamte der Polizei - Verwaltung zur gut; achtlichen Aeußerung übergeben. In einem längeren Schreiben entwickelt Die Polizeiverwaltung ihre Ansicht über den vorliegenden Punkt und kommt schließlich zu der entgegengesetzten Ansicht als die Vertreter der Stadt. Sie behauptet es seien bei der Ausdehnung unserer Staot viel zu wenig Fuhrwerke zur Wegschaffung des Kehrichts angenommen worden. Gießen, welches im Flächengehalt bet Ausbehnung nicht viel hinter Darmstabt zurückstehe, habe nur 4 Fuhrwerke unb 4 Kehrdistricte, währenb Darmstabt solcher 43 habe. Kein Wunder also wenn die Abfuhr mangelhaft sei. Im Uebrigen kommt im Gutachten ein Punkt vor, gegen welchen Die Stadtverordneten entschieden protestiren zu müffen glauben. Sie unterstellen, daß ihnen von Seiten der Polizeiverwaltung Illoyalität bet dem gefaßten Beschluffe vorgeworfen wirb und weisen diesen Vorwurf ganz entschieden zurück. Der Herr Bürgermeister beantragt nun in einer Resolution, daß man auf dem früher gefaßten Beschluffe: gänzliches Fallenlaffen der Abfuhr, beharren möge. Dieser Antrag wird heute abgelehnt. Es gelangt nun em Antrag Gail zur Abstimmung, welcher besagt, daß man bei Großh. Ministerium einkommen möge, daß solches die Wegschaffung des Eises von Seiten der Stadt aus dem Regulativ streiche. Dieser Antrag wird angenommen. (Die Stadt würde demnach nach wie vor die Abfuyr des Kehrichts aus dem Hause und von der Straße besorgen und erwartet, daß sie von der Wegschaffung des Eises dispensirt werde. Wir möchten den Wunsch noch beifügen, daß die Häuserbesttzer Durchaus den Straßenkehricht in geschloffenen Behältern bis zur Abnahme durch die Fuhrwerke bereit halten und nicht denselben wie seither mitten auf der Straße liegen lassen, wo er alsbalD toieDer auseinandergefahren wird. Unseres Erachtens wird sich die Abfuhr viel leichter gestalten wenn der betr. Fuhrmann einfach die Behälter auf seinen Wagen auszuleeren braucht als wenn er sich auf die Straße hinstellen und nochmals den Kehricht zusammenfegen muß. Es werden sich dann auch wohl mehr Fuhrwerke finden, welche die Abfuhr besorgen. Eine amtliche Anweisung in diesem Sinne könnte hier nichts schaden.) — Zur inneren Einrichtung der neuen Mädchenschule wirD der entsprechende Credit bewilligt. — Den Bewohnern der Schießgärten werden 2 Petroleumlaternen für den Fall bewilligt, daß sich einer der Bewohner bereit findet die Bedienung zum üblichen Preise zu übernehmen. — Das Gesuch deS Metzgermeisters Herrn Balth. Schmidt um käufliche Uebctlafiung von stadt. Gelände auf der Mäusburg kommt nun zur Verhandlung. Herr Schmidt hatte Den Platz, wo eben die Pumpe steht, fammt einem sog. „Feuerlauf" an seinem Hause der Stadt im Jahre 1860 für 850 fl. verkauft. Er bedarf jetzt, da sein Haus baufällig geworden und abgesprießt ist, einen Theil von seinem früheren Besitzthum, um einen Neubau zu errichten. Es liegt hier ein eigenthümltcher Fall vor. Wie eben gesagt, kaufte die Staot den Platz für 850 fl., konnte aber damals über die Verwendung desselben nicht schlüssig werben. Für ober gegen die Verbauung waren immer nur Majoritäten mit einer Stimme, ja, als in einer Sitzung die Minorität voraussah, daß sie unterliegen mußte, erklärten 8 Der damaligen Gemeinve- rätbe nicht abzustimmen und machten dadurch die Versammlung beschlußunfähig. In Folge dieser Zustände bestimmte ein Ministerialreseript, daß der fragt. Platz vorerst unbebaut bleibe, bis eine regelrechte Majorität gültig über dle Verwendung sich ausspreche. Es lag diese Angelegenheit 19 Jahre lang ruhig bis heute, wo die Versammlung darüber zu verhanoeln hatte, 1) ob der Platz überhaupt verbaut werden solle und 2) inwieweit man Herrn Balth. Schmidt nothwendiges Gelände abtreten wolle. Die Versammlung beschließt nun 1) daß der Platz nicht verbaut werde, 2) daß man Herrn Schmidt Gelänbe abtrete, wie viel unb unter welchen ©eolngungen, darüber sehe man Anträgen der Bau-Deputation entgegen. — Verschiedene Losten- becreturen werden genehmigt und einem von der Direktion der Oberh. Eisenbahnen proponirten Vergleich wegen beiderseitigen Niederschlagens von Steuern rc. beigepflichtet. Schluß der öffentlichen ß. September. In dem prachtvollen Etablissement des Herrn Wilh. Wenzel einem Orte, wo sich Alles arrangiren läßt, sei es Turn-, Sänger-, Kriegeroder ein anderes Fest, bat eben die liebliche Göttin Flora ihr Hauptquartier aufge- schlaaen. Wir meinen hier die Ausstellung des Oberheff. Obst- u. Gartenbau-Vereins, welche am heutigen Tage eröffnet worden ist. Zweck dieser Zeilen sei es nun, dem Besucher die Ausstellung vor Augen zu führen und ihm gewissermaßen als Leitfaden zu dienen. Wir wollen versuchen, so einfach und nüchtern wie möglich, die ausgestellten Pflanzen rc. zu schildern und die Namen der Aussteller zu verzeichnen, zumal von dem Drucke eines Katalogs abgesehen wurde. — Der Ausstellungsraum mmmt den großen Spielplatz ein, wo ringsherum die Hallen aufgeschlagen sind. Die Mtttelpartte des Platzes ist zu einem reizenden Zier- und Lustgarten umgewandelt worden. Ferner sind noch die beiden Säle der Etablissements zugezogen worden, in welchen diejenigen Pflanzen, welche des Schutzes bedürfen, sowie die getrockneten Blumen rc. und die Aquarien ihren Platz finden. Betreten wir nun den Ziergarten, so präsentirt sich dem Auge vor allem das Wappen der Stadt Gießen, welches nach einer alten Zeichnung, von dem Gärtner Herr I o h. B a l s e r dem Hause G g. H. S ch i r m e r angehorend, mittelst Teppich-Pflanzen angelegt worden ist. Die Farben-Zusammenstellung des Wappens an sich, sowie der beiden Nebenbeete, ist eine ganz vortreffliche zu nennen und verdient der Fleiß bei dieser Anlage, sowie das Arrangement, alles Lob. Vor diesem Wappen hat Herr Gärtner Karl Berger von Gießen ein Teppichbeet in erhabener Form angelegt, welches allen Anforderungen des verwöhntesten Geschmackes in gärtnerischer Hinsicht entsprechen dürfte. Rechts und links von beiden eben bezeichneten Anlagen rechen sich die schönen und seltenen Nadelhölzer der Herren Hartmann Henckel von Bickenbach an. Die Umgebung auf der rechten Seite nimmt eine Zusammenstellung von Kalthauspflanzen des Gärtners Herrn Ehr. Georg von hier ein. Links präsentirt sich dem Beschauer eine Gruppe von Canna's, der Frau Gärtner Becker angehörend, welche recht schön ist, sowie eine weitere Nadelholzgruppe dem Gärtner Herrn v. Rocken - t hsin in Büdingen angehörend. Wir müssen hier noch lobend der einzelnen in üppigster Pracht sich darbietenden Dracenen, Yucca's, Agaven und Phormium des Herrn Wenzel im Garten erwähnen, welche einen würdigen Abschluß der einzelnen Gruppen bilden und von gedachtem Herrn in liberalster Weise zur Verfügung gestellt wurden. Die Aucca's und Agaven in Vasen, dem Herrn Buderus auf der Main-Weser-Hütte gehörend, zeugen durch ihre Ueppigkeit und Schönheit von dem Sinne, mit welchem diese Pflanzen gepflegt werden. Die freien Plätze im Mittel des Platzes, sind durch reckt scköne Gartenmöbel des Herrn Emil Pi stör hier, sowie von Möbel in Naturholz des Herrn Bahnhofsvorstandes Möhl in Salzschlirf, welche sich durch ihre Originalität auszeichnen, bestellt. Herr Ferdinand Gail und Herr G. Grausgrill haben durch freundliche Ueberlassung einer Anzahl Lorbeerbäume zur Ausschniückung der Mittelpartie, wesentlich beigetragen. Beim Eintritt in die Hallen bietet sich uns ein überraschender Anblick durch die Ausstellung von Geranium zonale und Fuchsien, einfach wie gefüllt, des Herrn Gärtner Georg, welche in recht vielen und zum Theil neuen Sorten vertreten sind und sich durch ihre treffliche Kultur ganz besonders auszeichnen. An diese Ausstellung reihen sich die Coleus desselben Ausstellers, bestechend durch prachtvolle Färbung der Blätter, an. Wir kommen nun an ein Quodlibet von Zimmerpflanzen, ausgestellt von Herrn Rose zu Gonsenheim bei Mainz, welche recht sckön sind. Eine Auswahl Pflanzen zur Bestellung von Blumenbeeten des Herrn von Rockenthin in Büdingen reiht sich hier an. Trotzdem daß in diesem Jahr kein eigentliches Obstjahr zu verzeichnen ist, sind doch reckt gute und schöne Sorten von diversem Obst von den Herren Hofgärtner Junker in Llch, Hofgartner Welle in Assenheim, Oberaärtner Kambeitz in Hof-Gill und der Freiherr von Schenk'schen Gutsgärtnerei in Nieder-Ofleiden ausgestellt. Zahlreiche und gut bestimmte Sorten sehen wir hier, wie auch eine Collection Pilze, giftige und eßbare, des Herrn Professor Hoffmann von hier, welche für ein größeres Publikum interessant und instruktiv sein dürfte. Die Hallen weiter betretend, sehen wir nun eine Ausstellung von Gemüsen und Kartoffeln, welche geeignet sind das Herz der Hausfrau zu erfreuen. Betheiligt haben sich bei dieser Gruppe Herr Gutsbesitzer Schlencke auf dem Hardthofs, dessen Erfolge im Gemüsegarten beweisen, daß man mit Fleiß und Verständniß ganz Vorzügliches erzielen kann, sowie Herr Jean v. Rebell, welcher sich nut ca. 300 Sorten Gemüse und 100 Kartoffelsorten beteiligte, eine Leistung, welche es erklärliä, macht, daß Herr v. Rebell den verschiedenen ökonomischen Vereinen angehört und welche ihn mit Freuden zu den Ihrigen zählen. Außer diesen Gemüse- und Kartoffelsorten hat gedachter Herr sich mit einer schönen Collection von Obst bei unserer Ausstellung beteiligt. Wir kommen nun weiter an die Gemüse-Ausstellung des Herrn Jacobi bei Freiherrn v. Schenk und des Gärtners Herrn Ziep recht bei Herrn Buderus auf der Main-Weser-Hütte. Frau Inspektor Gabriel von hier reiht sich mit den Erzeugnissen ihres Gartens den eben genannten Ausstellern würdig an. Ten Wirthschaftsgarten verlassend, erblicken wir in der Halle die Blattpflanzen, Fuchsien und Geranien der Herren Dölstedt u. Richter aus Frankfurt a.M., ausgezeichnet durch hübsche Cultur. Ferner die abgeschnittenen Blumen von Gladiolus und Dahlien derselben Herren. Herr Gg. H. Schirmer, seither bekannt nur durch seinen vorzüglichen Rauchtabak, bietet dem Auge durch eine Zusammenstellung von Geranien und Fuchsien einen ganz reizenden Anblick. Herr Hartmann Henckel von Bickenbach hat hieran zwei Blattpflanzengruppen (Warm- und Kalthaus) aufgestellt, welche sich durch Reichhaltigkeit und schöne Eultur sehr hervorheben. Die Thonwaarenfabrik des Herrn I. Bertram in Siegburg, prämiirt auf den verschiedensten Gartenbau-Ausstellungen, hat eine schöne Collection von Blumentöpfen, Blumenständern rc. gesendet, welche „ch durch ganz vorzüglichen Gesckmack und außerdem durch Billigkeit auszeichnen. Einzeliie Privat-Ausstellungen in der Eile übergehend, sind wir nun so ziemlich mit den Hallen fertig und wenden uns nun zu den beiden Sälen, wo Pracht und Herrlichkeit der Flora ihren Hauptsitz aufgeschlagen hat. Im großen Saale nimmt den Hintergrund eine hübsche, zahlreiche und mit vielem Fleiß arrangirte Gruppe der Frau Gärtner Becker von hier ein. Rechts von dieser Gruppe sehen wir eine ähnliche, wenn auch nicht so zabl- reiche des Herrn Moser bei Freiherrn von Rabenau zu Friedelhausen. Dieser gegenüber, auf der linken Seite, erblicken, wir eine das Auge wahrhaft bestrickende Gruppe von tropischen Pflanzen des Herrn Gärtner Kampeitz zu Hof-Gill. Dem Pflanzen- und Raturfreunde hüpft das Herz vor Vergnügen beim Anblick dieser Gruppe, so schön und frisch sehen die Pflanzen hier aus. Die Mitte des Saales nimmt eine Gruppe des Herrn Ibach von Frankfurt a. M. ein, welche sich durch ihre Feinheil und Farbenpracht ganz besonders auszeichnet. Herr v. Rockenthin hat auch hier recht hübsch in Warmhauspflanzen ausgestellt. Im Anbau angelangt, sehen nur hin die blühenden Begonien in mannigfaltigster Farbenzusammenstellung und Große. Tu Kunst der Bouquetbinderei (lebend) ist durch die diversen hiesigen Gärtnereien, sowie von Frau F. C las mann aus Mainz und Herrn Gärtner Rösing von Marburg sehr hübsch vertreten. In getrockneten Blumen, sowie Bouquets, Kränzen, Ampeln:c. in geschmackvoller Zusammenstellung zeichnen sich Frau C las mann aus Mamt | Döllstedt u. Richter aus Frankfurt a. M. und Chr. Georg hier sehr vorthetlhal । aus. Künstliche Blumen, eine Concurrenz der Pariser, sind durch Herrn Weber tun i hier vertreten. Im Nebenbau erblicken nur sodann noch 3 Aquarien, welche eine Bieröt für jedes Zimmer sein dürften. Es ist jedes schön in seiner Art. Gedenken wir hm noch der einzelnen Ausstellungen von Privaten, so u. A. des Pflanzenständers und der Farrn des Herrn B o r n m ü l l e r, der Campanulas der Herren D a u e r n h e i m u. K i n k el, des Fruchtaufsatzes der Frau Lina v. Gehren u. A. m., so sehen wir, daß nut Liebt und Aufmerksamkeit auch im Zimmer sich herrlich kultwiren läßt. Baumwack s, Gartenmesser u. bergt, ausgestellt von Herrn Paul Neid hart aus Erfurt, Carl Brande- in Hannover, L. Kalbfleisch aus Lauterbach und Rinker aus Weilburg mögen den Schluß der Ausstellung im Saale bilden. Uns wieder nach dem Freren wenden), sehen wir die Obstbaumzucht durch Sendungen des Herrn Müll er kl ein aus Cai.« stadt und die Herrnhager Baumschule bei Büdingen vertreten. Chemische Producte M Herrn Dr. Thront von Gießen, sowie eine Collektton Pflanzenkübel von Herrn Kohle:- mann von hier sind noch zu verzeichnen. Wenden wir nun einen Blick auf das Ganze d« Ausstellung so drängt sich uns der Gedanke auf, daß es einer unermüdlichen und rar.; losen Thätigkeit bedurfte von Seiten des Mannes, welcher die praktische Seele M Ganzen gewesen ist. Wir meinen hier Herrn Carl Deines, welcher, mtt Hmtansetzuiq des eigenen Geschäftes, rastlos und thätig nur das Beste der Ausstellung im Auß hatte und durch den ihm innewohnenden Geschmack wesentlich zum Gelingen der Anstellung beitrug. Ihm sind das Comite und die Aussteller zu großem Danke verpflicht und diesen hier auszusprechen, sei unsere Pflicht. J . Vermischtes. Darmstadt, 2. September. (Postpersonalnachnchten.) Angestellt ist: Der Pcd Praktikant Hu eg In Worms als Postsecretär. Mainz, 30. August. Aus Nierstein, Dem nahegelegenen bekannten Wrinorte, wird ub von Durchaus glaubwürdiger Seite ein Vorkommniß berichtet, das, wenn die Schilderung unfne Gewährsmannes vollständig der Wahrheit entsprechen sollte, bis jetzt in unserer Gegend sich' ohne Beispiel dastehen würDe. Wir geben wörtlich wieder, was uns von Nierstein geschrirdr wird: Auf der vorjährigen Kirchweihe wurde ein junger Mann von hier in einer Wirthscha' erstochen. Die That erregte um so größere Entrüstung, weil der Erstochene, dl« Stütze cm alten Vaters, nicht den geringsten Anlaß zu einem Angriffe auf ihn gegeben hatte. M Thäter ein roher Bursche von Schwabsburg, wurde in allen Nedenumftanden überführt un von dem Assisenhof zu 13 Monaten Gefängniß verurtheilt. Nach verbüßter Haft wurde dc Thäter am Montag in Freiheit gesetzt. Als der Zug, in welchem sich derselbe befand, m - Niersteiner Bahnbofe eindampfte, wurde »on dem eine halbe Stunde entfernten Schwadsburs' Schloßthurme Böllerschüsse gelöst, der soeben Freigelassene unter förmlichen Ehrenbezeugung- an einen bereitgebaltenen Wagen geleitet und unter fortwährendem Schießen nach Schw^« bürg geführt, wo demselben fast die halbe Gemeinde zum Empfang entgegen gelaufen kam. D' Schwabsburqer hatten einen förmlichen Feiertag veranstaltet, alle Arbeiter kamen au8 dem nach Hause, Musik ertönte, Kegelspiele erschallten und es war Des Jubels kein Ende, v- heftig auch Die Unthat vor einem Jahre alle Gemüther der Niersteiner Bevölkerung «W; so ist doch die damalige Stimmung nicht zu vergleichen mit der Aufregung, die sich hi» in der Umgegend über eine solche offenkundige Verherrlichung einer Mordthat durch eine ß»? GemeinDe eben kundgibt." So weit unser Niersteiner vertchterstatter. ES fällt uns doch W®* zu glaub«, Daß eine ganze Gemeinde eine blutige That so leichtfertig beurtheilen und eine« Verbrecher in solcher Weise feiern könne und erwarten wir darum eine entschiedene Berlin, 31. August. Der Sohn eines wohlhabenden Kaufmanns hatte vor einigv Jahren an Derf'olgungswahnsinn gelitten, war längere Zeit in einer Irrenanstalt behände, und als geheilt entlassen worben. Er fand bei seinen Eltern wieDer Aufnahme und wurde Comptoir seines Vaters beschäftigt. Vor einigen Monaten lernte er eine junge Dame kenne und verlobte sich mit derselben. Die Hochzeit sollte beschleunigt werden und alle Vorbcreitung zu derselben waren bereits getroffen. Der junge Mann, welcher seiner Braut mit leiben»®1*^ licher Liebe zugethan war, befand sich, je näher der Hochzeitstag, u*b mit ihm die Jtiw“1’ seines heißesten Wunsches berannahte, in einer fieberhaften Aufregung. Am Donnerstag « • mittag sollte die Ehe auf Dem Standesamt geschlossen werden. Wie gewöhnlich erschien Mittwoch Morgen der junge glückliche Bräutigam im Comptoir seines VaterS An viel Tage befand er sich ebenfalls in sichtlicher Aufregung. Das Comptoirpersonal bemerkte zwar, achtete jedoch nicht weiter darauf, ein Jeder verrichtete feine Arbeit. Plötzlich F‘eP / an seinem Pult stehende Sohn des Chefs ein wahres Wuthgeheul aus, ergriff eine fl ». Papierscheere und stürzte sich auf einen Kollegen, der an einem NebeNpult arbeitete, mi Worten: „Du willst meine Braut ermorden!" Der Angegriffene flüchtete; der plötzlich , . sinnig gewordene Mann eilte hinter ihm her, immer mit dem kreischenden Rufe: „er will Braut ermorden." Glücklicher Weise stolperte der Unglückliche Über eine Thuttchwelle u» stürzte zu BoDen. Die Buchhalter und der Chef selbst versuchten den tobenden Menschen I wart"nil$ ck--- 5776) D IdfrS bn Lu Eheleute v ist deren Tochte Wittwe in. heim die Wiese zv^fisie", meld von Johanne in HaujtN steh tie Wiese bild Mangel der Rechte sogewiß tzfilend zu mai hmgrn Juba «ÄNN II. @] iUmtt angef bic wm Ein dcr Wirse au forderliche Vk solle. Gießen, bet HroßöerjoM _______Jia Eruinnich § 1 Wen ob« Dienstag ?onmtta "tes Dienst^ nnb ft. Nttßd) Hü'NiKV ?«ark meitag HK 5187) 5ürf«. 6 JÜeiS Sog f Hetzer ßeptmber ■SB* fti-d Höhn- von «ugust. ntlla F'iednike Schuhmacher Papiermachers, Zufluß ( Soul« «inkel. - Philipp Manck 25. Dem Fabrik Tochter. 27. 4 auswärts. 30. S Weingarten, Iw «arethe, außereh, Johannes Schwe tzchuhmachtt Lea Laglöhnns Chris August. 3 Heinrich Sinn. 3 misters Martin § e b. Happel, 57 ' köpf. 2. Laglvhne alt, außerehelich t Bremser Joseph P den geb. den 16. August. Beerdigte. Mein 5774) Schulsaale wentgstnehmend vergeben c^. werden, als: Maurerarbeit, veranschl. zu 30,34 5783 Neue Heringe St. p. Faß JL 3.00 H Loose Zimmerarbeit, Spenglerarbeit, Rob. Stuhl. 6g. W. Weidlg. Niederlage in Wetzlar: A. L. Bepler. Niederlage in Haiger r H. Goebel. Arbeitsversteigerung. Dienstag den 9. September, des Nachmittags um 5 Uhr, sollen nachstehende Arbeiten in dem Den 31. August. Dem Schuhmacher Balthasar Wetzberger ein Sohn, Heinrich, geb. 19. August. Denselben. Dem Lokomotivheizer Friedrich Goubeaud ein Sohn, Friedrich, geb. d. 3 Aug. Denselben. Ein unehel. Sohn, Karl, geb den 20. August. 5802) Von zwei Morgen Wiesen das Grummetgras zu verkaufen. Ludwig Pfaff. Bekanntmachung. 5776) Bet Theilung des Nach- lasses der Ludwig Hofmann II. Eheleute von Allendorf o. d. Lahn ist deren Tochter, Anton Plitsch'S AFtttwe in der Gemarkung Heuchelheim die Wiese Flur XIII. Nr. 411,7 zu gefall en, welche noch auf dem Namen von Johannes DernS Ghefrau in Hausen steht. Wer Ansprüche an die Wiese bilden kann, hat bei dem Mangel der Erwerbsurkunden seine Rechte sogcwtß binnen 6 Wochen hier geltend zu machen, als sonst die seitherigen Inhaber Ludwig Hof- wunn II. Gheleute als tue Eigen- thümer angesehen werden sollen und die zum Eintrag der Uebertragung der Wiese aus die neue Erwerberin erforderliche Verfügung ertheilt werden solle. Gießen, den 2. September 1879. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Langsdorfs. Den 1. September. Anna Gertraud Rinn, geb. Marx, Wittwe des verst. MaurerS Heinrich Rinn, alt 72 I. 2 M 14 T-, gest. den 3". August. Den 4. September. Johann Heinrich Stein, Küfermeister, alt 90 I. 5 M. 7 T., gest. den 2. September. Handel und Verkehr. Gießen, 6. Septbr. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. JL 1,10 bis JL 1,20, Hühnereier per Stück 5 und 5Vz Käse per Stück 4—10 Käsematte per Stück 3 Erbsen 1 Liter 20 X Linsen 1 Liter 22 X Tauben das Paar 55 H, Hühner per Stück 0.90, Hahnen, per Stück 60—85, Enten, per Stück JL 1,50, Gänse —, Kartoffeln per 100 Kilo 6—7, Zwiebeln, per Gentner JL 7—10, Milch per Liter 16 u. 18 H, Ocbsenfleisch 70 per Pfd., Kuh- und Rindfleisch 52—60 H, Kalbfleisch 45—50 Hammelfleisch 60—70 Schweinefleisch 60 -.40 1 — 2.- 3.— (5796 Israelitische Neujahrskarten, große Auswahl neuer Muster bei (5800 Ernst Balser, Mäusburg. 2.75 3 00 2.75 2.50 , 3.50 3.75 3.00 (5773 Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 31. August. Joseph Huber, Schloffer dahier, des Bortschnitters in Morlautern, Philipp Huber, ehel. Sohn, und Johanna Luise Petronella Friederike Linker, des Maschinen- schloffers Heinrich Linker dahier, ehel. Tochter. Denselben. Karl Philipp Steuerwald, Schuhmacher dahier, des verst. Schuhmacher- Philipp Karl Steuerwald, ehel. Sohn, und Karoline Hofmann, des Papiermachers Johann Hofmann zu Ober-Schmitten, ehel. Tochter. Getaufte Rädgen, am 4. September 1879. Großherzogl. Bürgermeisterei Rödgen. 5784) Jnderthal._________ Denn auch nicht jo Ahausen. Dieser^ »ast bestrickende 'f-Gill. Dem M blick dieser Grup;> es Saales nimmt - ch durch ihre Fcr enthin Hal aud: .gelangt, sehen ton! iellung und GrU i jigen Gärtnereien, is Äösing von M cts, Kränzen, Ampel: lasmann aus K >rg hier sehr voithL mrch Herrn SBebei: larien, welche eine Zs Urt. Menten wii! isianzenständers UL'! uernherrnu. then Mr, daß AÄ l itzaumwack s, A Erfurt, Carl te er aus Weilburg r. iad) dm Kreien to^ Jlüllertlein l Chemische PrA« Mel von Herrn M en Maus das« ■r unemüdlichenB- ■ Die praküsche M welcher, mit Hm» >er Ausstellung ± zum Gelmgev ^.- i großem Danke Veto- selben 4s, - n nun an Blenheim huti-u"biä”e* »rs-Ä ’!Äi 'rx-Z Denselben. Dem Gigarrenfabrikanten Ludwig Georgi eine Tochter, Theodore Amalie Elisabeth, geb. den 18. Juli. Denselben. Dem Gehilfen an der Güterexpedition Urias Maurer eine Tochter, Theresa, geb. den 13. Juli. Denselben. Dem Schreiner Eduard Menn ein Sohn, Eduard Johannes, geb. d. 7. Aug. Denselben. Dem Schneider Johann Georg Beckel ein Sohn, Karl, geb. den 10. Aug. Den 3. September. Dem Postsecretär Emil Schneider eine Tochter, Wilhelmine Emilie Sophie, geb. den 8. August. Denselben. Dem Kaufmann August von Gehren eine Tochter, Ella, geb. den 24. Mat 1877 zu Austin in Texas, und ein Sohn, Franz Walter, geb. den 12. März 1879. Den 4. September. Dem Kaufmann Fritz Adami, eine Tochter, Sophie Friederike, .hnütfli W'norte, w* « di» '» l***2 ** Ibn gegeben “ssrtf? « d» w 18 - cee"llu^D°°^ n ^e MS •:«sk Donnerstag den 11. Septbr., Nachmittags 2 Uhr, werden im Saale der Restauration B r a m m in der Neustadt dahier wegen Wegzugs von hier eine Partie hochfeine Wintermäntel für Damen und unerwachsene Mädchen öffentlich gegen Baarzahlung versteigert. Gießen, den 6. September 1879 I. A.: M- Pilger. 5789 rubalten und zu beruhigen, doch dieser war bereits in vollständige Tobsucht verfallen und vier Mann waren nicht im Stande, ihn zu bändigen. Ehe ihm dieScheere entrißen werden konnte, hatte ti einem Eollegen mehrere, wenn auch geringere Verletzungen aygeügt. Das Comptoir wurde sofort geschloffen und am projectirten Hochzeitstage der UnMckliche nicht ber Braut zu«e führt, sondern dem Jrrenhause übergeben. Es ist vielleicht ein Gluck für die Draut gewesen, daß der traurige Vorfälle kurz vor der beabsichtigten Trauung stattgefunden hat. (Trib.) I Das Neueste in ♦ Herbst- unö Minterbseiberstossen r nebst da;u passendem Besah ♦ von JL 0,50 bis zu 1.10 in reiner Wolle, (4695 > 8|4 breite reinwollene Lamas t zu JL 1.20, entpfiehlt in reichhaltigster Auswahl ▲ ♦ F. llolberg«, Kirchenplatz, r Porzellan-, Steingut- u. Glaswaaren-Iager bringe iw m empfehlende Erinnerung. Ernst Gebhardt, Porzellanmaler, Reichensand. Unentbehrlich für feine Wäsche. Fatent- Stärheglans von Franz Coblenzer in Cöln. Dieses ausgezeichnete neue Präparat verleiht als Zusatz zur Stärke der Wäsche einen prächtigen Glanz, elastische Steife und blendende Weiße. In Päckchen mit Gebrauchsanweisung » 25 und 50 H. Niederlagen in Gießen: W. Heuser. P. J. Mobs. C. F. Semmler. Erummetgrasversteigerungen der Fürst!. Solms. Rentei Lich. L Wiesen oberhalb der Stadt Lich. Dienstag den 9. September, Vormittags präcis 8 Uhr, Wiesen der Peinmühle gegenüber, den Wiesengrund herab, Großer Wörth, Stock- wiese, zusammen 115 Morgen n. Wiesen unterhalb der Stadt Lich. Dienstag den 9. September, Nachmittags 1 Uhr, Gänsweidwiese an der Lohmühle, Bleichgarten am Dietert, zusammen 10 Morgen. DI. Gemarkungen Mühlsachsen, Ober- uud Rieder-Bessingen. Mittwoch den 10. September, Vormittags präcis 8 Uhr. Hainwiese, Krummwiese, Riedchen, See- wiese, Sautenkor, im Ganzen 100 Morgen. IV. Gemarkung Burkhardsfelden. Freitag den 12. September, Vormittags präcis 9 Uhr, Mönchwiese und Strauchwaldwicse, im Ganzen 70 Morgen. Die Ausgebote geschehen an Ort und Stelle in Abteilungen von ein bis zwei Morgen. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martini l. I. gestattet. Lich, den 5. September 1879. Fürst!. Solms. Rentei Lich. 5787) K r e utzer. 5805) Ich beabsichtige mein in der Schloßgasse gelegenes Haus mit Laden zu vermiethen event. zu verkaufen. ___________ Wtlh Herbert. 5811) Ein Acker in der Nähe der Heuchelheimer Chaussee, auf der Hohleiche, welcher sich zum Anlegen einer Wiese eignet und ein Handwagen sind billig zu verkaufen. M. Hartmann, Nahrungsberg.— 5791) Das Grummetgras von mehreren Wiesen hat zu verkaufen Semmler. „ 25,90 „ 8,70 zur Blumenausstellung . ä JL „ Offeub. Ausstellung . ä „ zum Darmft. Pferdemarkt ä „ Ziehung am 17. er. „ Franks. Pferdemarkt ä „ Ziehung am 1 Oktober, vorräthig bei Brandgasse. Markt-Anzeige. 5781) In Folge des durch Lungenseuche erlaffenen Verbots der Gießener Rindviehmärkte hat Großherzogliches Kreisamt Friedberg die provisorische Einführung von Rindviehmarkten zu Butzbach und deren Abhaltung an folgenden Tagen genehmigt, als: den 16. September, 30. September, 21. October, 4. November, 18. November, 2. December, 16. December d. I. Verkäufer und Käufer ladet zu zahlreichem Besuche ein. Die Herren Bürgermeister und Ortsvorsteher werden um gefällige ortsübliche Bekanntmachung ersucht. Butzbach, den 3. September 1879. Grossherzogliche Bürgermeisterei Butzbach. I. V.: ______________Häuser._______________ 5771) Unsere seit Jahren mit bestem Erfolge betriebene Dampf-Kaffee-Brennerei in verschiedenen Sorten, bringen wir in empfehlende Erinnerung und offeriren zu folgenden Preisen per Pfd. Mk. 1.40, Mk. 1.60 u. Mk. 180. welche sich vaarenfabnk des attenbau-Ausstellup gesendet, welckcl U ausjeichnen. lltch mit den Hallens ; altchkeit der Flora i.7 lntergrund eine u Gärtner Beckern Sicherungen): 47,223 80,814,443 699,410 JL Eröffnet 1835. . Kapital-Vermögen Ende 1878: . . . 24,783,334 «A. Jahreseinnahme an Prämien u. Zinsen . 4,739,171 Jl Allgemeine Versorgungs-Anstalt im Grossh. Baden zu Karlsruhe. Seitheriger Geschäftsgewinn der Mitglieder ...........4,493,340 vÄ । Versichertes Kapital..... .......... I Versicherte Rente...... Reiner Zuwachs der letzten 3 Jahre : 36,204,584 Ji. versichertes Kapital. Renten-, Aussteuer- und Kapital-Versicherung auf Todesfall und auf bestimmte Alter. Beruht auf reiner Gegenseitigkeit. Erweitert 1864. Zahl der bestehenden Verträge (Ver- Die Anstalt ist empfohlen von den höchsten Staats-Behörden und vielen Korporationen. Aller Gewinn wird an die Mitglieder abgegeben. Vertheilungsmassstab: der jährlich wachsende Werth der Versicherungen. Folge davon: Stetig wachsende Dividende und daher Verminderung der Versicherungskosten von Jahr zu Jahr. Als Dividende für 1878 erhielten durchschnittlich an Prämien zurückbezahlt die Lebensversicherten der Jahrgänge 1874/73 . 20% I 1871 . . 29% I 1869 . . 36% I 1867 . . 44% I 1865 . . 52 % 1872 . . 25% | 1870 . . 32% | 1868 . . 40% | 1866 . . 48% ; 1864 . . 57% Volle Dividende nicht nur bei der gewöhnlichen einfachen, sondern auch bei der abgekürzten Versicherung. Auszahlung der Versicherungskapitalien binnen 14 Tagen nach deren Fälligkeit. Bei Erlöschen der Versicherung dnrch Nichtzahlung der Prämien gleich hohe Abfindung wie bei Kündigung. Rechenschaftsberichte, Prospecte und jede weitere Auskunft unentgeltlich bei dem Vertreter der Anstalt: 5782) Jean Boeck, Wallthorstrasse 223. Für kostet Band bei Entnahme von 6 Bänden auf einmal. Für 50 oder mehr Bände tritt weitere Preisermäßigung ein. Durch passende Wahl und Wechseln der Bücker unter den Teilnehmern werden die Frachtspesen auf ein Geringes reducirt. «r. i°S Familienkreise und Kese- geselllchasten das Monatsabonnement für einen mit beliebigem Umtauschen 25 Pfennig Leihbibliothek von Liebhaber! einer vorzüglichen Taffe Kaffee setzen dem Bohnenkaffee etwas garan- tirt ächten Feigenkaffee von Carl Peter Brandt in Hanau zu. Der weltberühmte Kaffee, welcher in Oesterreich getrunken wird, verdankt seine Güte ausschließlich diesem Zusatz. — Niederlage bei Fritz Flimm, Carl Hensel, Heinzerling & Tribus, C. Hoffmann, Gr- Chr. Spruck- (5788 5801) Die Grummet - Erndte zweier Wiesen ist zu verkaufen auf der Kunstmühle von Ferd. Burk. 5664) Ein zweistöckiges Wohnhaus mit Stallung und Hofraum, nahe des Selterswegs, Geschäftsveränderungshalber zu verkaufen. Näheres in der Exped. d. Bl. Kermischte Anzeigen. 5718) Zwei Mansardenlogis zu oer- miethen bei I. Bellof Wwe., Grünbergerstraße. 5772) Ein sein möblirtes Zimmer mit Cabinet und ein kleines Familien-Logis ist sofort zu vermiethen ________________Neustadt D 86. 5790) Ein Familienlogis sofort zu ver- miethen.__Gg. Roll, Gärtner. "5806) Eine kleine Wohnung zu ver- miethen._____________Tiefenweg C. 144. 5785) Ein Familienlogis auf den 1. November zu vermiethen. __I. Schäcker Wtttwe. 5809) Ein Familienlogis im 2. Stock meines Hauses, bestehend in 3 Zimmern, Küche und sonstigem Zubehör ist zu vermiethen und am 1. October zu beziehen. Io Hanne- Schmidt, Franks. Str. 5792) Ein Logis zu vermiethen. ________Fr. Blumöhr, Schießgärten. 5797) In meinem Hause an der Lahn (Bahnhof) sind 2 Zimmer, mit besonderem Eingang, mit oder ohne Möbel, zu ver- miethen. S. PaScoc, Seltersberg 32. 5793) Ein Stübchen mit Bett zu ver- miethen.______________Neustadt D- 198. 5813) Ein Familrenlogis zu vermiethen __________bei Carl Heil, Sckießgärten. 5799) Ein kleines Logis zu vermiethen. Grünbergerstraße B- 167. 5812) Ein freundliches Familienlogis ist zu vermiethen und bald zu beziehen. Zu erfragen bei Wildprethändlcr Ebel, Marktstraße D. 29._____ 5810) Zum 1- Oktober d. I. ist im Petri'schen Hause am Ludwigsplatz die geräumige Mansardenwohnung rm Ganzen oder getheilt zu vermiethen. Näheres da- sclbst im 1. Stock. _______________________ 5694) Ein Mansarden-Logls und ein Stübchen mit Bett zu vermiethen und gleich zu beziehen. ___________H erbert, Nahrungsberg. 5555) Ein möblirtes, freundliches Zim- in er mit Cabinet, nach der Straße, auch für zwei Bekannte geeignet, ist zu ver- miethen._________________Markt B. 32. 5459) Ein Logis, bestehend aus sechs geräumigen Zimmern nebst Zubehör, per 1. November zu vermiethen. Ebenso eine Werkstätte aus sofort __M. Marku-, Reichensand 224. 5745) Ein kleines Logis zu vermiethen. Eduard Noll, Neustadt. 5761) Ein Logis zu vermiethen. Schlosser Noll, Kaplansgasse. 5767) Ein Logis zu vermiethen. Mühlgasse D. 84. 5322) Möblirte Zimmer (auch feine). ______________________Weinsaal. 5653) Der mittlere Stock meines neuen Hauses, 6 Zimmer, ist zu vermiethen. ___________________Th. Wode. 5713) Ein kleines Familienlogis ist im Nebenhaus zu vermiethen und am 1. Oktober beziehbar. ____________I. Ruckstuhl, Gartfeld. 5736) Ein Familienlogis zu vermiethen bei Conditor Kinkel. Jermischle Anzeigen. Dienstmädchen auf Michaelis d. I gesucht. 5778 Auskunft ertheilt die Exped. d. Bl. 5803) Ich bringe meine Korb- und Sluhlflechterei in empfehlende Erinnerung. Chr. Reinhardt^ _____ Tiefenweg C. 145. Eine der wichtigsten Er- findungen ist unstreitig die der Frau Haarkünstlerin ; Schubert zu Hirschberg J im schlesischen Riesengebirge M Haarleidende, die nirgends Hülse fanden,spenden derselben zu Tausenden ihren Dank. WJ, Gebirgs- Kräuter-Haarbalsam, (4570 a Fl. 21/2 stillet sofort das Ausfallen der Haare und befördert den Haarwuchs überraschend sicher. Uegetab. Haarbalsam (mit Bismuth), ä Fl. 2 JC, einzig unübertreffliches Mittel, jedem grauen Haar in 4—5 Tagen seine frühere Farbe wieder zu verschaffen. Lilienmilch (cosmet. Schönheitsmittel), ä Fl. 1% JL, entfernt Sommersprossen, Mitesser,Flechten rc. und das Gesicht entstellende Barthaare der Damen. Vorräthig in Gießen bei Gustav Gerhardt, Fnseur. Wiesbaden. Geehrte Frau Schuberti Ihre mir gesandten Haarbalsame erweisen sich entschieden wirkungsvoll und bitte noch um 2 Flaschen. Höchst wahrscheinlich erhalten Sie in diesen Tagen einen Auftrag von Herrn Müller Grand Hötel de Paris St. Petersburg. Es dürfte dies die Initiative zu einem bedeutenden Absatz nach Rußland sein. Ich werde für Ihre ausgezeichneten Präparate mit Neber, zeugung empfehlend eintreten. Hochachtungsvoll Franz Bouffier, Oberlehrer, _______________Bleichstraße Nr. 23. 5808) Wir suchen einen Lehrling mit den nöthigen Vorkenntnissen. Ohler & Dofflein, Lederhandlung, ___________Marburger Straße Nr. 179. 5780) Ein braves Dienstmädchen gesucht- Näheres bei der E xped. d. Bl 5804) Auf dem Wege von der Neustadt um die Schoor nach Alten-Buseck ist ein neuer rother Shawl verloren worden. Der redliche Finder wolle denselben gegen Be- lohnung bei der Exped. d. Bl. abgeben. 5779) Ein zuverlässiges Kindermädchen wird auf Michaelis gesucht von IustuS Lenz, am Bahnhof. Gust. Gehler. Frankfurt a. M. Zeil 38. Gegen 100,000 Bände — alle Hervorraaende Erscheinungen — deutsch, französisch, englisch, — Wissenschaft» liches wie Beletriftik. (Lohnender Verdienst ohne Risiko für Agenten, welche Abonnements und Bücher- senduugen vermitteln.) _________(5786 5794) Als Taglöhnerin wird per sofort ein braves Mädchen zum Bekleben von Cigarrenkistche« gesucht. August Ackermann. 5807) Ein reinliches, mit guten Zeugnissen versehenes Dienstmädchen für Michaelis gesucht. Seltersweg C. 182. Giessener Ruder-Gesellschaft. Heute Sonntag, den 7. September, von Nachmittags 3 Uhrab: Große Auffahrt, bestehend in Wett- u. Corfofahrten sämmllichcr Boote der Gesellschaft. Cott c er l ausgeführt von der Capelle des 2. Großh. heff. Infanterie-Regiments Nr. 11 6. Abends Großes Feuerwerk. Bengalische Beleuchtung der Lahn. Illumination des Mplatze«. Entrdc: I. Platz für Herren 1 JL für Damen 50 H. II. Platz ä Person 50 H. (5795 Programms sind an der Caffe zu haben. NB. Bei ungünstiger Witterung Abends Banket im Saale des Hotel „Prinz Carl", wozu die für die Auffahrt gelösten Karten event. Gültigkeit haben. Der Vorstand. Uirchmeihfefl in Meseck Sonntag den 7. uns Montag den 8. Septbr. Es ladet zu einem GlaS Frankfurter Bier, aus btr Brauerei Leschhorn, ganz ergebenst ein 5798) _______Karl Korfeld. d.nsÄ. Concordia. Ä8 Taiizuiiterhafituiig im Mensel^'" Saale. Freunde von Mitgliedern können durch Erwirkung von Karten, ä 1 JL, welche bei Herrn Buchbinder H. Bourgeois (hinter der Kirche) zu haben sind, Zutritt erlangen. (5643) Der Vorstand. Hierdurch bringen wir zur öffentlichen Kenntniß, daß wir den Herren Gg. Hoch in Trohe und A. Ohly in Großliuden die Agenturen der Magdeburger Feuerverficherungs-Gcscllschast, Magdeburger Hagelversicherungs-Gesellschaft und der Magdeburger Allgemeinen Veefichcrungs-Actien-Gefeltschaft (für deren Lebens- und Unsallbranche) übertragen haben und dieselben somit zur Vermittelung von Versicherungen für genannte Gesellschaften berechtigt sind. Offenbach a. M., im August 1879. Die Geueral-Agentur: 55641 H. Hahn V, S-ä rsK W\ tthhu 0e