II. ;"b Wied^ - «"« KM- "'Men 5 ««lerer y6 ttreichte Spendens new Bev este- (|y|. an9ene^meti ■* HttM ^"igabe be8 en! ’Vr Bramm, “Jfl- rchrer [Rübsamen. "lnasiallehrer chaft r 7 Uhr, Spechte und (5130 >eige, daß ich nnpfehle mich il unb reeller , bas früher nch übertragen «djcr, (5138 lÄirn die Wallthor in mir kas chung guter hwieger- denen. '.ler >. ABkltrt' -^Msucht srr. 181, Donnerstag den 7. August 1879, Mchener Anzeiger Aijkige- unb Amtsblatt fit den Kreis Gießen. RedacttonSbureau r Expedittonsbureau r Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. politisch Politische Uebersicht. Obwohl bis jetzt ke>ne Maßregel einen Anhalt bietet, daß die Reactton, welche unverkennbar auf dem politischen und wirthschaftlichen Gebiete herrscht, schon in nächster Zett auf dem Gebiete der Kirche und Schule in Preußen Triumphe zu feiern gedenkt, so wird doch von vielen Seiten als „sicher bevorstehend" der baldige Beginn dieses Feldzugs gemeldet. Die Frommen im Lande erstreben allerdings die Aufhebung der obligatorischen Civilehe, die Abschaffung der wiffenschaftltchen Staatsprüfung für die evangelischen Candtdaten der Theologie, die Wiedereinführung der kirchlichen Schulaufsicht, die Beseiti- gung der Maigefetze, soweit sie die evangelische Kirche betreffen, die Einführung der Stiehl'schen Regulative, eine strengere Sonntagsheiligung u. s. w. Aber das Alles sind Dinge, die man für Preußen mit Hülfe der Polizei nicht allein durchsetzen kann; die Vorbedingung wären doch mindestens reaktionäre Landtagswahlen. Daß ferner diese Bestrebungen für das Reich sich äußern könnten, dafür fehlt trotz der allerdings auch der kirchlichen Reactton günstigen Stimmung doch jeder Anhalt und sogar der Punkt, wo der Hebel anzusetzen ist. Es scheint also, als ob die Bäume auch hier nicht in den Himmel wachsen werden. Der Rücktritt Lasker's von der parlamentarischen Bühne wird dementirt. Offen gestanden würden wir es nicht nur erklärlich gefunden, sondern auch nicht bedauert haben, wenn er dem Beispiele v. Benntgsen's gefolgt wäre. Das Auftreten Lasker's hat in jüngster Zeit vielfach die persönliche Verbitterung im Reichstage verschärft, nicht allein zwischen dem Reichskanzler und den national-liberalen Führern, sondern überhaupt zwischen den hervorragenden Mitgliedern aller Parteien. Die Liberalen im Lande, welche Lasker als das Gewissen des Reichstages proclamirt hatten, find daran Schuld, daß Lasker seit Jahren an einer Art Ueberhebung leidet, als sei er der maßgebende Interpret aller parlamentarischen Zwischenfälle; er hatte zuletzt etwas Schul- meisterliches an sich, wenn er über die Regierung oder die Parteien urtheilte; wie ein Präsident eines Schwurgerichts hatte er sich angewöhnt, immer das letzte Wort zu ergreifen und eine Art Resums über alle Reden zu geben, welches er stets mit einem Appell an die Nation, deren gedeihliche Entwickelung über Allem stehe, schloß. Eine freiwillige Muße von seiner angestrengten parlamentarischen Thättgkeit hätte weder ihm noch dem Lande geschadet. Aber Lasker selbst scheint der Meinung zu sein, daß es „ohne ihn nicht ginge." Die Neuordnung der Dinge in Elsaß-Lothringen bezeichnet einen wichtigen Abschluß in der Geschichte der Reichslande. Es ist interessant, daß sir in denselben Tagen in Kraft tritt, da in der Grenzstadt Nancy, die nicht zum wenigsten von dem Kriege vor 9 Jahren zu leiden hatte, die Statue des großen Bürgers sich erhebt, welcher die Friedensbedingungen zur Ausführung brachte und Deutschland so rasch mit den Milliarden überschwemmte, daß ein großer Theil über die Grenze nach Frankreich zurückfloß. Zur selben Zeit soll auch im fernen Osten Alles, was noch an den Kriegszustand erinnerte, beseitigt sein. Das russische Cabinet hat versprochen, die Räumung der Balkan-Halbinsel am 3. August vollständig beendet zu haben, und die Türkei wird von diesem Tage ab wieder Herrin auf ihrem Gebiete sein. Sie hat nun Zett, alle versprochenen Reformen zu erfüllen. Leider scheint es, als ob der kranke Mann durchaus fremder Stützen bedürfte. Die neuesten Mtntsterveränderungen haben einen so demonstrativ alttürkischen Charakter, daß die Großmächte muthwillig erbittert werden und die kaum begrabene orientalische Frage wieder als Gespenst auftaucht. Wie tief Rumänien durch die Judenfrage aufgeregt wird, beweist die Vertagung der Kammern, die Mtntsterkrise und die Rundreise des Ministers Sturdza. Die Motive gegen den Humanitären Fortschritt, welchen der Berliner Vertrag durchgeführt wissen will, sind klägliche. Die Wahrheit ist ganz einfach, daß der größte Theil des Grundbesitzes den Juden verschuldet ist, und daß er, wenn die Juden Grundbesitz erwerben dürfen, ihnen anheimfällt. Man verschweigt aber dabei, daß die Juden keineswegs sämmtlich Wucherer sind, sondern daß sie alle Handwerke treiben, daß sie aus verkommenen Dörfern Marktorte geschaffen und den ganzen rumänischen Handel organisirt haben. In Hayti hat eine große Parlamentschlacht stattgefunden. Die Herren Deputirten schossen auf einander mit ihren Äevoloern, so daß fünfzig getödtet, der Präsident leicht verwundet wurde. So schlimm war es in Ver- satlles doch nicht! Deutschland. Berlin, 3. August. Nach Allem, was in den, der Regierung nahestehenden Blättern gegen die Socialdemokratte jetzt vorgebracht wird, will es scheinen, als ob irgend ein Nachtrag zu dem Gesetze vom 21. October v. Js. nach der Richtung vorbereitet wird, einzelne voriges Mal abgelehnte Besttm- munflcn mit Zusätzen wieder vorzulegen. Bestimmtes steht darüber in keiner Weise fest, auch verlautet nichts von legislativen Vorbereitungen oder Vorbe- rathungen; inzwischen wird doch auch die geflissentlich verbreitete Nachricht zu beachten sein, daß die Socialtsten nächstens mit irgend einem Coup hervor- er HHeil. treten werden. Es liegt auf der Hand, daß, wenn Derartiges wirklich beabsichtigt sein sollte, es nicht vorher in die Oeffentlichkett kommen wird. — Die „Nordd. Allg. Ztg." redet der Prügelstrafe das Wort. Anläßlich der jetzt erfolgten Verschärfung des englischen Militärstrafgesetzes sagt das Blatt: „Man ging bet uns in der Milde häufig so weit, über dem Mitleid gegen den Verbrecher die Rücksicht auf das Opfer aus den Augen zu verlieren ; spectell bet absoluter und vollständiger Abschaffung der Letbesstrafen aber, die man im Widerspruch mit der Menschenwürde fand, übersah man einerseits, daß gewisse Verbrechen nur denkbar sind unter Voraussetzung einer vollständigen Entmenschung, andererseits, daß jede Strafe, welche nicht als Züchtigung empfunden wird, für rohe Naturen ihre Bedeutung verliert. Die gemachten Erfahrungen haben bereits zur Revision des Strafgesetzes geführt; sie werden dazu nöthigen, die Revisionsarbett noch fortzusetzen, und dann kann nicht auöbletben, daß auch die Frage der körperlichen Züchtigung wieder in Erwägung gezogen wird, namentlich mit Rücksicht auf die Brutalttätsverbrechen. Wenn schon für die gewohnheitsmäßigen Verbrecher die Freiheitsstrafe wenig Abschreckendes hat im Vergleich mit den Vorthetlen der Unterkunft und sorgenfreien Ernährung, so wird die Bestialität, welche gewisse Kategorien von Verbrechen charaktertstrt, von selbst zur Androhung von Strafen nöthigen, von denen allein man die Bändigung der „Bestie" erwarten kann." Berlin, 4. August. Der „Reichs-Anz." publictrt die Ernennung des Feldmarschalls v. Manteuffel zum Statthalter von Elsaß-Lothringen, und des seitherigen Unterstaattzsecretärs Herzog zum Staatssecretär des Ministeriums für Elsaß-Lothringen mit dem Range eines Staatsmtnisters und dem Prädikate „Excellenz." Zu Unterstaatssecretären und Abtheilungs-Vorständen sind ernannt: der Geh. Oberregierungsrath v. Pommer-Esche für Inneres, Cultus und Unterricht, General-Advocat v. Puttkamer (Kolmar) für Justiz und der bayerische Ministerialrath Mayr für Finanzen und Domänen. England. London, 4. August. Eine Depesche des Generals Wolseley meldet: General Chelmsfort kehrt nach England zurück. — Von König Cetewayo, welcher sich angeblich mit seinen Weibern und einem kleinen Gefolge im Wald von Ugomc befindet, liegen keine Nachrichten vor. Die unterworfenen Häuptlinge erklären, daß sie ihn nicht mehr als König anerkennen wollen. — General Wolseley beabsichtigt eine Brigade nach Transvaal zu dirigiren. Italien. Aus Nom, 1. August, meldet die „Agence Havas" telegraphisch: „Non- cetti, der neue apostolische Nuntius in Bayern, wird den modus vivendi überbringen, wie er zwischen Deutschland und dem Vatican auf folgenden Grundlagen vereinbart worden ist: Die Anwendung der Mai-Dtsciplinar- gesetze wird aufgegeben, dagegen erkennt der Vatican den Status quo bis zur Revision der Matgesetze an. Die extltrten Bischöfe und Geistlichen kehren zurück, wenn sie um Begnadigung bitten und sich verpflichten, sich den rein bürgerlichen Bestimmungen, welche nicht den geistlichen Vorschriften widersprechen, anzubequemen. Freie Ausübung der den Bischöfen gelassenen geistlichen Macht; dieselben verpflichten sich, den Staat nicht za beunruhigen. Beide Parteien sind einig, die Maigesetze im geeigneten Zeitpunkte zu revi- diren. Der modus vivendi ist mit dem Fürsten Bismarck vereinbart worden und es bleibt nur noch die Frage der Unterschriften zu regeln." Wir brauchen wohl kaum hinzuzusetzen, daß ausländische Nachrichten über die Verhandlungen zwischen Deutschland und der Curie stets mit Zweifel aufzunehmen sind. Spanien. Madrid. Die Angaben über die bevorstehende Neuvermählung des Königs Alfonso haben sich in neuester Zett stark widersprochen; zuletzt wurde jeder derartige Plan gänzlich in Abrede gestellt. Zu allerletzt aber kommt nun die oft wohlunterrichtete „Bohemia" und sagt ausdrücklich, Erzherzogin Christine sei mit ihrer Mutter, Erzherzogin Elisabeth, von Wien nach Biarritz ab- geretst, um ein Zusammentreffen mit dem König Alfonso herbeizuführen. Das Wiener „Vaterland" schreibt schon: „Es ist nun nicht mehr daran zu zwei- fein, daß Ihre Königl. Hoheit Frau Erzherzogin Christine in nicht ferner Zett den spanischen Königsthron einnehmen wird." Bulgarien. Sophia, 4. August. Von Setten der Regierung wird mitgethetlt, daß die beschränkte Art von Belagerungszustand, welche von der bulgarischen Regierung über das Departement Varna und einige Bezirke der Departements Tirnowa und Rustschuk verhängt worden ist, durch das von Räuberbanden beurlaubter tüikischer Soldaten getriebene Unwesen veranlaßt wurde. Derselbe trägt den Charakter einer reinen Präventiv-Maßregel. Auch durch Baschi-Bozuks und selbst durch reguläre türkische Truppentheile finden unausgesetzt Grenzverletzungen, Plünderung und andere Gewaltthättgkeiten statt. Fürst Alexander wandte sich deshalb telegraphisch an die Pforte in Konstantinopel. — Der gestrige Namenstag der Kaiserin von Rußland, der Schwester des Vaters des Fürsten, wurde mit feierlichem Gottesdienste mit Tedeum in der Kirche, sowie Abends mit einem größeren Diner im Palais des Fürsten begangen, woran sämmtliche hier anwesende Vertreter der fremden Mächte theilnahmen. Fürst Alexander brachte einen Toast auf den Kaiser und die Kai- serin von Rußland aus. Telegraphische Depeschen. Waguer's telegr. T»rrespoudeuz-vure«». Darwstadt, 5. August. Die Ankunft der Kaiserin von Rußland ist auf den 12. August festgesetzt. Als Dauer des Aufenthaltes sind sechs Wochen vorgesehen. Gastein, 5. August. Der Kaiser von Oesterreich trifft bereits am Sonnabend zum Besuche des Kaisers Wilhelm hier ein. London, 5. August, früh. Unterhaus- Schatzkanzler Northcote beantragt ein Dankootum an den Vicekönig von Indien, Lytton, sowie an die Officiere und Soldaten der Armee gegen Afghanistan. Hartington bedauert, daß Lytton's Name m das Dankootum ausgenommen sei. Groman beantragt die Weglaffung deffelben, was jedoch mit 146 gegen 33 Stimmen abgelehnt wird. Lawson beantragt den Üebergang zur Vorfrage. Nachdem letzterer Antrag mit 140 gegen 28 Stimmen verworfen ist, wird Northcote's Antrag einstimmig angenommen. Der Seitens der Regierung nachgesuchte Credit von 3 Mill. Pfund für den Zulukrieg wird einstimmig genehmigt. Oberhaus. Das vom Staatssecretär für Indien, Cranbrook, beantragte Dankvotum für Officiere und Soldaten der Armee gegen Afghanistan wird nach kurzer Debatte ohne Abstimmung angenommen. Wien, 5. August. Die „Poltt. Corresp." meldet aus Bukarest, daß am 3. August, Mittags, das letzte russische Regiment sich in Rustschuk einge- schtfft habe. 50 in Schumla gebliebene russische Geschütze werden dieser Tage nachgesendet. San Sebastian, 5. August. Die Infantin Maria del Pilar, Schwester des Königs Alfons, starb heute Morgen in Folge eines Schlag' anfalles. Konstantinopel, 5. August. Der Minister des Auswärtigen, Savfet Pascha, ist gestern eingetroffen und vom Sultan bereits empfangen worden. London, 5. August. Unterhaus. Der Marine-Minister Smith antwortete Jenkins, er wiffe nicht, daß die englische Flotte nach der Bestka- Bay gesegelt sei. Vielleicht sei sie nur nach jener Richtung abgegangen. Der Admiral habe keine specielle Ordre, sondern habe einfach die übliche Sommerübungsfahrt unternommen. Derselbe berichtet von Zeit zu Zett, welche Plätze er angelaufen. Unter diesen Umständen könne von Communi- kattonen mit der französischen Regierung bezüglich der maritimen Operationen keine Rede sein. Konstantinopel, 5. August. Der Investitur-Ferman für den Fürsten von Bulgarien, vom Sultan ratificirt, wird durch Partew Effendi, Director des Preß-Bureaus und ehemaliger kaiserlicher Commiffar in Bulgarien nach Sophia überbracht werden. — Nachdem der Minister der öffentlichen Arbeiten, Savas Pascha, zum Unterstaatssecretär im Mintstertm des Aeußern ernannt wurde, ist davan die Rede, ans Sparsamkeits-Rücksichten und weil die gegenwärtigen Umstände eine besondere Thätigkeit des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten nicht erwarten laffen, Letzteres mit dem Handelsministerium wieder zu vereinigen. Lokales. Gießen, 6. August. Se. Königliche Hoheit der Großherzog traf gestern Nachmittag hier ein, besichtigte die Klinik sowie die neue Aula und reiste Abends 7 35 mit der Oberhess. Bahn nach Romrod weiter, woselbst Hochderselbe auf längere Zeit der Jagd obzuliegen gedenkt. — Der Schwurgerichtshof verurtheilte in seiner gestrigen Vormittags-Sitzung die Elisabetha Gimbel von Wehrda, seither Dienstmagd zu Bad Nauheim, wegen Kindesmords in eine Zuchthausstrafe von 3 Jahren, abzüglich 4 Monate erlittener Untersuchungshaft- In der Nachmittags - Sitzung wurde Heinrich Karl Nicolaus von Rödgen bei Bad Nauheim, angeklagt der Körperverletzung, in Folge des auf „Nichtschuldig" lautenden Wahrspruchs der Geschwornen, freigesprochen. — Bezüglich unserer früheren Mittheilung, daß im Stadtwalde die Knochen der Hand eines Kindes und mehrere andere Theile eines Skeletts durch Knaben aufgefunden worden seien, können wir nun unseren Lesern die Nachricht geben, daß es sich hier keineswegs um ein Verbrechen handelt. Von dem Gerichte wurden die sämmtlichcn Knochen an den Kreisarzt zur Untersuchung abgegeben, welcher sie ganz bestimmt als die eines Thieres und zwar höchst wahrscheinlich eines großen Hundes, erkannte. Nicht weit von der Stelle wo die Knochen gefunden wurden, ist der Abdeckerplatz und es ist leicht möglich, daß durch Füchse die Knochen dort ausgescharrt und weitergeschleppt wurden. — Im Monat Juli waren in Gießen im Ganzen 25 Todesfälle zu verzeichnen, nämlich 4 bei Kindern im ersten Lebensjahre (an Bronchiencntzündung 2, an Lungen entzündung und s. g. hitzigem Wasserköpfe je eins), 5 bei Kindern die im 2. bis 15. Lebensjahre standen (3 auswärtige an Diphteritis, eins an Bronchienentzündung, eins an einem organischen Herzleiden) und 16 bei Erwachsenen. Bei diesen letzteren erfolgte der Tod 4mal durch Lungenschwindsucht, 2mal durch Schlagfluß, durch Bronchicn- erweiterung, Lungenentzündung, organisches Herzleiden, Bauchfellentzündung, Brightische Krankheit und Altersschwäche je einmal. 3 Personen entleibten sich selbst, 2 Männer durch Erhängen (von denen der eine im Walde aufgefunden wurde) und ein Mädchen durch Vergiftung. Im Juli des vorigen Jahres starben in Gießen 31 Personen. Darunter 11 Kinder im ersten Lebensjahre und 6 Kinder vom 2. bis 15. Lebensjahre. G. — Gestern Nachmittag hing ein Professions - Dieb vor einem Laden auf der Mäusburg ein Paar Schuhe (Special-Bedarfsartikel des Betreffenden) ab, wichste dieselbe unterwegs hübsch blank und zog sie an, seine etwas defekten Schuhe wegwerfend. Auf dem Bahnhof wurde der Annectant erwischt, seiner Beute entledigt, und er selbst barfuß nach Nr. Sicher spedirt. Gießen, 6. August. Aus Berlin wird uns vom 2. August berichtet: „Die königlichen Militärärztlichen Bildungsanstalten begingen beute Mittags 12 Ubr im großen Hörsaale des medicinisch-ckirurgischen Friedrick-Wilhelm-Jnstituts ibre Stiftungsfeier, der die Vertreter der vorgesetzten Behörden, die Docenten und zahlreiche frühere Eleven beiwohnten. Nachdem die Studirendcn das salvum fac regem gesungen, erstattete der Subdirektor, General-Arzt Dr. Schubert den Jahresbericht, welcher die gegenwärtigen Verbältniffe der Anstalt beleuchtete. Alsdann erfolgte ein Vortrag „über die Pest und ibr Auftreten in Europa im 19. Jahrhundert", welcher von dem Studirendcn Herrn cand. med. Carl Zimmermann aus Darmstadt gehalten wurde. Die Festrede hielt der Profestor Dr. Gusserow über das Tbcina: „Zur Geschichte und Methode des klinischen Unterrichts. Den Schluß der Feier bildete die übliche Prämienvertheilung. Nachdem der Generalarzt Dr. Schubert darauf bingewiesen, daß bereits im Laufe des verflosienen Studienjahres bei festlicher Gelegenheit Prämien vertheilt seien an die Herren Dr. Siegfried und die Doktoranden Janssen, Westphal, Görne und Pfeiffer, vertheiltc er diesmal mit einigen anerkennenden und ermunternden Worten an die Herren Doktoranden Böckler und Grochowski und cand. med. Goldscheider je ein Ctui mit Instrumenten zu Operationen in Nothfällen, während die Herren Candidaten Carl Zimmermann aus Darmstadt, ein geborener Gießener und Herr Nietn er aus Potsdam je ein Mikroskop erhielten. Um 2 Uhr erreichte d»e Feier ihr Ende. Vermischtes. Offenbach, 4. August. Der gestrige Tag des Mlttelrhcinischen Turnfestes wurde Früh durch Neveille und Böllerschüße eingeleitet und die cintreffenden Vereine wurden Durch Deputationen feicrlichst empfangen. Um 2 Uhr nahm bei der drückendsten Hitze die Aufstellung des Festzugcs in der Frankfurter Straps und dem Lagerhausplatze seinen Anfang, die gegen 3 Uhr beendet war. Eröffnet wurde derselbe durch Festreiter, der Capelle des 81. Infanterie- Regimentes und den Festjungfrauen, deren cs einige 50 gewesen sein mochten. Als erster Gau marschirte der „Gau Frankfurt" mit seinem Musikcorps an der Spitze. Diesem folgten in alphabetischer Ordnung die anderen Gaue des Mittclrhcinkreises, in diesen die bett. Vereine, ebenfalls in derselben Ordnung und durch vorangetragene Blechschilder dem Publikum kenntlich gemacht. Großartig war dieser Festzug, in dem noch mehrere andere Musikchöre und sämmtliche Trommler und Pfeiffer des Offenbacher Jnfantericbataillons mitwirklen. Wir zählten einige 80 Fahnen und dürften wohl über WO Turnvereine im Zuge marschirt sein, der noch durch die Mitbetheiligung der Feuerwehr, der Ruder- und anderer Vereine ein großartige Ausdehnung erhielt. Unter fortwährendem Jubel und Tüchcrschwenkcn der Einwohner bewegte sich derselbe durch die Kaiserstraße (Gegenzug), Dom, Herren , Frankfurter-Straße, Markt und Waldstraße nach dem Festplatz an der Bebraer Bahn, den er gegen 4 Uhr erreichte, wo, nachdem die sämmtlichcn Fahnen auf eine eigens hierfür errichtete Tribüne gebracht, Herr Kappes, Präsident des Offenbacher Turnvereins, die Turner zunächst willkommen hieß und in seiner Ansprache unter Rückblick auf das vor 19 Jahren auf demselben Platze und in so großer Herrlichkeit statt- Zehahte erste mittelrhcinische Turnfest die Hoffnung aussprach, daß das heutige 11. mittelrhei- -wjche Turnfest diesem sich würdig anreihcn möge und daß es an den Turnern ist, das freudige und opferwillige Entgegenkommen Der Stadt Offenbach durch Ordnung, Ausdauer und treffliche Leistungen zu erwiedcrn. Die sodann vorgcnomwenen Maffen-Freiübungen, acht an der Zahl, wurden schön und mit Präcision ausgeführt. Das diesen Uebungen sich anschließende Riegen- und Kürturnen war durch die übermäßige Hitze fast unmöglich gemacht, so daß dieser Theil des Programms leider nur sehr wenige Theilnchmer fand. Auch das vorgesehene Muster-Riegenturnen kam von den meisten Vereinen, die sich hierfür angemeldet hatten, nicht zur Ausführung. Solo- und Kürübungen, denen bas Publikum stets am meisten Aufmerksamkeit zuwendet, und welche stets in jeder Hinsicht das größte Interesse erregen, kamen cinestheils in Folge der hohen Temperatur, andercnthcils in Anbetracht des morgen bevorstehenden Preisturnens, für welches die besten Turner ihre ganze Kraft aufsparen, ebenfalls nur in sehr beschränktem Maße zur Ausführung. Gegen Abend nahm der Festzug durch die Wald-, Bismarck-, Mtttelsec- uud Geleitstraße, Schillerplatz, Louisen-, Babnbof-, Kaiser«, Frankfurter-, Herren- und Kirchstraße wieder seinen Rückmarsch nach Schlossers Garten, wo bei großem Concert und Gesangsvor trägen der erste Tag des 11. mittelrheinischen Turnfestes seinen Abschluß fand. Großen-Buseck, 5. August. Sonntag den 3. August wurde in unserer Gemeinde ein seltenes und herrliches Fest gefeiert. Es war das Fest der Einweihung unseres neuen Schulgebäudes. Schon lange hatte sich Alt und Jung, insbesondere unsere Schuljugend auf dieses Fest gefreut. Endlich war nun der Tag der feierlichen Einweihung erschienen. Schon von früh morgens bis zur Aufstellung des Festzugs strömten Fremde in unser Dorf, um sich an dieser Festlichkeit zu betheiligen. Gegen 123 Uhr wurde der Festzug vor dem alten Schulgebäude auf ein gegebenes Zeichen mit der Glocke in folgender Ordnung aufgestellt. Voran em zu diesem Zwecke von der Gemeinde bestelltes Musikchor. Dann drei festlich geschmückte Schülerinnen der I. Klaffe, welche den Schlüffel zu dem neuen Gebäude, auf einem prachtvoll verzierten Kiffen dem Herrn Bautcebniker vorantrugen. Hierauf die Großh. Kreisschulcommision, vertreten durch Herrn Kreisschulinspector Büchner in Begleitung des Herrn Bürgermeisters und Bautechnikers Herrn H a b n. An diese schloffen sich die Bauhandwerker, der Gemeinde- Vorstand, der Schul- und Kirchenvorstand, sowie der Vorstand der israelitischen Gemeinde. Alsdann folgte die durch und durch festlich geschmückte Schuljugend unserer 3 Klassen mit Fahnen, sämmtliche Mädchen die Köpfe mit sinnigen Kränzen verziert. Man konnte sich aus den Gesichtern der Schuljugend überzeugen, baß etwas Großes, etwas Feierliches Vorgehen sollte. An diese schloß sich das zahlreich erschienene Publikum an. Unter den Klängen der Musik setzte sich nun der Festzug in Bewegung nach dem neuen Schulgebäude. Vor den Thoren desselben angenommen, wurde Halt gemacht. Der Bautcchniker, Herr Bauaufseher Hahn überreichte nun in einer einfachen Ansprache die Schlüssel des BaueS dem Großh. Bürgermeister, welcher demselben durch eine einfache Rede im Namen der Gemeinde seinen herzlichsten Dank für den unter vielen Mühseligkeiten und Hinderniffen mancherlei Arc begonnenen, aber nun zur größten Zufriedenheit der Gemeinde vollendeten, herrlichen Bau aussprach und im Weiteren die Bedeutung der Schule für unsere Gemeinde hervorhob. Alsdann wurden die Thore geöffnet und der stattliche Festzug bewegte sich durch eine sinnig errichtete Ehrenpforte in den Hofraum des Gebäudes. Dieser war mit Guirlanden und Bäumchen unt-’r der Leitung des Herrn Hofgärtners B ü ch ö l e r von der Schuljugend geschmückt. Hier wurde von der Schuljugend das Lied „Lobet den Herrn :c.fl mehrstimmig vorgetragen, worauf Herr Kreisschulinspector Büchner die Tribüne bestieg, um die eigentliche Festrede zu halten Derselbe hielt eine von Herzen kommende und zu Herzen gehende, in jeder Beziehung sehr gelungene Rede, welche der Hauptsache nad) in Nachfolgendem gipfelte: Als Thema hatte sich derselbe das Schriftwort: „Wohl dem Volke, dcß der Herr Gott ist" erwählet. Er zeigte nun in beredten Worten, wie das neue Schulgebäude sein solle: 1) Eine Stätte, da Gottes Ehre wohnt. 2) Eine Stätte des Unterrichts in den nützlichsten Kenntniffcn für den irdischen Beruf. 3) Eine Stätte der Erziehung zum künftigen Bürger und Unterthanen. 4) Eine Stätte, an der stets berufstreue Männer als Lehrer und Erzieyer wirken mögen. 5) Eine Stätte, an der stets fleißige und dankbare Kinder weilen möchten. 6) Eine Stätte, die ein Ehrcndenkmal für das jetzige und zukünftige Geschlechter trägt, das Zeugniß von dem Sinn der Gemeinde giebt, wie sie für das Wohl der Schule sorgt, und weiter gesorgt werden soll. Die Weihercde schloß mit einem Gebet um göttlichen Segen und endete mit dem Schriftwort: Herr halte den Bau, den Deine Rechte gepflanzt und den Du Dir festigljch erwählet hast! Darüber ist die ganze Gemeinde einstimmig, daß Herr Kreisschulmivector Büchner durch seine würdige Festrede und die weitere ungezwungene Belhciligung an Dem Feste sehr viel zu dem Gelingen unseres seltenen Festes beigetragen und sich dadurch ein bleibendes Denkmal in den Herzen unserer Gemeinde gesetzt bat. Nach der Festrede sang die ganze versammelte Gemeinde mit Musikbegleitung das Dank- lieb: Nun danket Alle Gott rc., worauf jedes Schulkind mit einer Bretzel beehrt wurde. Der Festzug stellte sich alsdann in der oben erwähnten Ordnung wieder auf und zog mit Musik auf Den sogenannten Anger, welcher zum Festplatz ausersehcn war. Hier blieben Die Fcstthcil nehmer bis zur Abendstunde bei einem Glase Bier ungezwungen beisammen. Inzwischen spielte die Musik und die Schulkinder sangen verschiedene Volkslieder. Unter den vielen Toasten erwähnen wir nur den auf Se Kgl. Hoheit den Großherzog ausgebrachten, sowie den auf Herrn Kreisschulinspector Büchner, die Bürger der Gemeinde, Den Festtechniker re. Gegen V29 Uhr Abends veranstalteten die sämmtlichcn Schulkinder bet brei Klassen einen solennen Fackelzug mit ungefähr 300 Lämpchen burch alle Ortsstraßen, worauf alsdann bie Feier mit einem Hoch auf ben deutschen Kaiser geschloffen wurde Noch lange wird uns dieser schöne Tag im Andenken bleiben. W—r. ** In der „Köln. Ztg." vom vorletzten Samstag, Zweites Blatt, befindet sich folgender Stoßseufzer eines früheren „Schwarzen" : Nun liebes „Centrum" gute Nacht! Du kannst Dich ruhig betten; Du hast ein großes Werk vollbracht, Wie wir's geahnt nicht hätten. Schmalz, Tabak nnb Petroleum Und nock viel andre Dinge, Die kreisen uns im Kopf herum Als wenn ein Mühlrad ginge Sogar das liebe, trockne Brod, Die kärgste Kost auf Erden, Soll noch vermehren unsre Noch Und uns gepfeffert werden. Die Landbarone „von und zu" Die mögen jetzt sich freuen, Sie mästen sich in guter Ruh', Die Armen aber schreien. Doch wartet eine kurze Zeit, Bald nahet der Octobcr, Dann wählen klug wir und gescheit Für „schwarz" einmal Zinnober. Einige vom „schwarzen Staar" geheilte Wähler, “'nNn L. Froh.nh.au.Ber. ZT-----------TZ T Z r r - zum Ausscheiden von Ra- Rast en^lutzseseMasch men 116 60 85 — 22 — besonders aufmerksam. 5066) am 10. August stattfindenven 3610) Zu dem laden ergebenst ein Salzhausen. Evangel. Kirchengesangverein Die Probe fällt heute aus. (5179 ^<"1- 0 0 Arbeitsversteigerung. Samstag den 9. d. Mts., Heilen öffentlich in Accord werden: 1) Schreinerarbeit im Schulhaus, veranschlagt zu . . 2) Maurerarbeit am Weg nach Lollar, veranschl. zu 3) Pflasterarbeit bei dem neuen Brunnen, veran- Wochenurarktes ist zu Der kaufen durch I. Blitz. Gebrüder Eich, Kurhauspiichter. fiocfer 4* Hals, am Settersweg. Berichtigung. In dem Artikel „O Gießen, 4. Aug." von Nr. 179 d8. Bl. ist in der 7. Zeile von unten nach dem Worte „dahin" gieng weggclassen. ______________________________________ Trieur zur Bereitung von Saatfrucht. u anderen Unkrautiamen, halten auf Lager und liefern sofort unter Garantie und Probezeit. Beschreibungen und Zeichnungen franco und gratis. Solide Agenten erwünscht. 5101) ph. frlayfartli 4? Co., Maschinenfabrik, Frankfurt a. ML Für das Jugendfest empfehlen paffende Geschenke im Preise von 30—50 Pfg. in reichhaltiger Auswahl (5176 Moritz Gregori L Sohn. Jeikgebotenes. 5139) Ein Billard, fast neu, mit ächten Gummibanden, sowie ein sehr gut erhaltenes Büffet sind billig zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bl. Turntuch- > uv Lüster - Nocke, Sommer-Unterhosen und Unterjacken, Herren-Hemden von den billigsten bis zu den feinsten Qualitäten empfiehlt sehr billig Aug. Hauback. Lieferung nach Maaß in kurzer Zeit. (4399 Jugendfest» Einen großen Posten Kuabeiianziige, neuestes Faoon rind gediegene Stoffe, empfehlen bedeutend unter seitherigem Preise. 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OOOOOOOIOOOOOÖ Bekanntmachung. 5173) Nachdem von der Stadtoerordneten-Versammlung die Eröffnung .einer Sandgrube im District Sandberg an der Schneise rechts der Chauffee irach Rödgen, den Ochsenwiesen gegenüber, beschlossen worden ist, bringen wir dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß, daß die Preise des Sandes, mit der Verpflichtung der Interventen zur Förderung deffelben, wie folgt Lestimmt worden sind: a) für einen Wagen mit 2 Pferden bespannt.....60 H, b) , „ „ „ 2 Ochsen bespannt.....40 „ c) „ „ „ „2 Kühen oder 1 Pferd bespannt . 30 „ Die Sandförderung geschieht nur Dienstags und Donnerstags und sind die zur Abfuhr erforderlichen Scheine auf Großh. Bürgermeisterei- Bureau zu erwirken. Gießen, den 5. August 1879. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. B r a m m. den itbi|d)tn Bmi- ;anen. . Wieher wirken megtc. mölhten. . ut SWchter W btt ßch-Ie s°rgh uni mD endete mit bt" (n Du Dir festigt'- i ^eiSschul'n'vttt°l öe-he'l'guag »» ivurch ein bleibend» lgleitung bas D-°l b-ehr- wur° ■ und pg bveben btt E Inzwischen^ nr vielen T-chn ' ioroit den auf F1 öw*- schlagt zu Davbrtnaen, am 6. August 1879. Großh. Bürgermeisterei Daubringen. I. A.: (5166 L. Hahn. Bezirksbauaufseber. Lissinacn Im Jahre des Heiles Eintausend Achthundert siebenzig und neun -rkrankte baii.r -in ÄirthfchaftSpScht-r unb aI8 et fein tobe h-rannah-n fühlte, verlnn-t-ihn, Sf mit feinem Herrn unb Schöpfer ansziiföbncn. Es -richi-n am Krankenbette ein GelstNcher, bet in W-üfal-n feinen g-f-tzlich-n Boben mehr für fein« 1‘”b ben man bähet b «tb™ v-r-tz-n mußte, unb wollte bem atmen Kranken die Wegzehrung reichem Der fromme Ä L erfuhr nun, baß bet Kranke mit einer ansg-st-ß-n-n K-tz-rm. mit einer Pr°-stantm «.rbeiratiet fei, unb verlangte, baß betSterbenbe Verorbnung hmlerlaffe baß bie überlebenben Ä im fali ol'ftben Glauben erzogen mürben. liefet ert arte er habe nut noet) tuen Se S .u leben unb glaube, baß, wenn bie protestantifche Mutter bi- Kinb-r erziehe, es beffer Sroenn sie ptotesianiifck erzogen würben, er wolle audj me^t in bet l-tzt-n Stunb- loch fein «beweib betrüben, bas gekränkt fein muffe, wenn er ihr bab Hetz bet Kinder entg eben würbe, der Mann glaubte eben richtig, baß bie wahre Religion im Herzen sitzen müffe. Unser milbet, Mißlich denkender Priester verweigerte ihm Absolution unb Wegzehrung, »nb nachdem der Qranfe vor einigen Tagen verstorben, verweigerten ihm bie Vertreter bet Nächstenliebe, ^ Frömmigkeit und Dulbsamkeik auch die Beerdigung, so daß sich der hiesige protestantifche Geistlich« entschließen mußte, den Verstorbenen zu begraben. Der Kirchhof wat überfüllt von Gästen unb es war nur eine Stimme be8 Lobes über die takt- unb maßvolle Rede des Dohnen- und Gurkensäßchen in allen Größen empfiehlt billigst (5159 Louis Lony, Holzwaarenlager und Küferei. Reparaturen rasch und gut._______ oooooooioooooa 9 Prima Bettfedern u. Daunen. 9 0 Lieferung vollständiger Betten v 0 in streng reeller Ausführung, em- Q 0 pfiehlt zu billigsten Preisen 0 <8 mV* 9'gen bie betr $Cn ,n A-2eh^ . Jf9'« sich derselbe * nachdem 6 e & 7's Prastbe!. [j kmer Ansprache »i l9eJl. mittehbtb ’ N 'li, das freudige Mr und tref^ aJ(bt an der «abl ' Wlifßenbe $i,gen; ^esnTheilbes ?'NustnrRiegen- .. ^tMAusfübruna. t«. Mendet, unv ■ 'n v°lzr der hohen " ntvms, sm welches hranktem Mähe zur ck-', Mittelsee- uud nn: und «irchstraße tt und Gesangsvor mb. 1 unserer Gemeinde > tng unseres neuen . e Schuljugend auf .| erschienen. Schon t ser Dorf, um sich s dem alten Schul- aufgestellt. Boran ; festlich geschmückle us einem prachtvoll 5 Areisfchulcommisivn, .. Dürgermcisieis - rler, dn Gemeinde- iien Gemeinde. Al8- - Klassen mit Kähnen, . tte sech aus den 0:; Vorgehen sollte. Sn - jung nach dem neuen . Der Balltechnik!- Schlüsse/ des Bau; tarnen der Gemeinii issm mancherlei 3it hmiichm Bau aushervorhob. Alsdann eine sinnig errichten unb Bäumchen un!-r - chmuekt. Hier mit! tragen, worauf Hm ehe zu halten Du ebung sehr gelungen, la hatte sich derselbe Er zeigte nun in tt« Oberliessisdier Verein lür Lokalgeschichte Sonntag den 10. "August: Ausflug nach Büdingen» Abfabrt von Gießen: 820. Ankunft in Büdingen: 10'-. Rückfahrt von da: 5» 5070)____________________Der Ausschuß. Universitäts - Bibliothek. 5076) Sämmtliche aus ver Universitäts-Bibliothek entliehene Bücher sind alljährlich zwischen dem 1. und 15. "August zurück- zuliefern.Großh. Bibliothek Verwaltung. Mr das Zugendfest sind Epheukränzchen auf das Neueste zu haben ä St. 18 (5128 __________________Friedr. Rüger. 5117) Ein nahezu 500 Casseler Acker großes, mit guten Wohn- und Wirthschafts- gebäuden versehenes, wirthschastlich zu- samnienaelegtes, unweit einer Universitätsstadt Mitteldeutschlands (Sitz eines Landgerichts, Gymnasiums u. s. w.) in gesunder und angenehmer Gegend gelegenes Landgut nebst complettem Gutsinventar und Aerndte steht alsbald unter billigen Zahlbedingungen zu verkaufen. Geehrte Reflectanten belieben sich direkt und unter Ausschluß jeder Mittelperson an den Unterzeichneten zu wenden. Marburg im August 1879. Der Rechtsanwalt u. Königl. Notar: _________Dr. V. Schmidt._________ 4699) Ein kleineres Ge schäftshaus in der Nähe des Wasch- u. Badebütteii empfiehlt (5161 Louis Lony, ______Holzwaarenlager und Küferei. Zum Einmachen empfiehlt: 4677 Feinsten Weinessig, Nelken, Zimmet, chinesischen und Ceylon, Pfeffer, weiß und schwarz, Senfsaat, aelb und grün, Muskatnüsse und -Blüthe, Cardamomen, Ingber, Piemont, ganz und garanttrt rein gemahlen, Arrac, Num, Cognac, sowie die feinsten Korn- und Franz- Branntweine. Fritz Flimm, Maus bürg. Zum Zugendsefl empfiehlt frische Epheukränze und Sträußchen billigst (5163 Otto Garn, Handelsgärtner, Ecke des Linden- u. Kirchenplatzes. NB. Bestellungen bitte recht bald zu machen. __________________________ Zur Desinfection empfiehlt (4675 Carbolsäure, flüssig und in Pulver, Chlorkalk, Eisenvitriol und Desinfectionslosung Fritz Flimm, Mäusburg. Niederlage § H. Heyer'scher HaniMs Weine: «x A KaSee. Roh in allen Sorten pr. Pfd. JL 1—1,60, stets frisch gebrannten pr. Pfd. 2. 5144) Zimmer mit Bett zu vermlethen. ____________ Schloßgasse B. Nr. 5. 5131) Zwei gut möblirte Zimmer zu vermiethen. Neue Gäue Lit. B. 100. 4324) In meinem Hause, Wilhelm- straße, sind in dem Parterrestock 4 Zimmer mit Küche und allem Zubehör, auf Wunsch auch eine Mansarde, zum 1. Oktober, event. auch früher, zu vermiethen _____________________Dr, Weichet. 5007) Ein Logis, bestehend aus drei ineinandergehenden Zimmern, nebst Kammer, Küche 2c. zu vermiethen. ____________Küfer Arnold, Asterweg. 3024) Eine Wohnung von 4 Zimmern und Zubehör in meinem Nebenhaus an eine stille Familie zum 1. August zu vermiethen.___________________Dr. Ploch. 4154) In unserem Nebenhause ist ein Logis, bestehend aus drei Zimmern rc., zu vermiethen und am 1. Aug. zu beziehen. ________________ Flick Kröll. 4452) Der mittlere Stock meines Hauses ist vom 1. October an anderweit zu vermiethen. Unio.-Rentamtmann Schmitt, Gartenstraße Lit. B. Nr. 165,6. 4552) Ein schönes großes Familienlogis, in dem Hause des Herrn Käß auf dem Kreuz, ist zu vermiethen. Näheres bei ___________August 9?oll im Stern 4640) Ein einfach möblirtes Zimmer pr. sofort zu vermiethen. __Wilh. Böger, Seltersweg. 4865) Ein Logis zu vermiethen. _______I. Mannbcrger, Neuenweg. , 5026) Zwei schön möblirte Zimmer sind zu vermiethen und sofort beziehbar. ________________Ludwigsplatz B 145,1. 5050) Die ganze obere Etage meines Hauses, bestehend aus 6 Piecen, Küche rc., ist zum 1. Oktober zu vermiethen- Buchhändler Noth. 5079) Ein freundliches möblirtes Zimmer auf gleich oder später zu vermiethen. Näheres im Gambrinus eine Stiege hoch. 5096) Ein kleines Logis mit allem Zubehör bis zum 1. Septbr. zu beziehen. Gg. Unverzagt, Kaplansgasse. 5041) Eine Famllienwohnung von drei Zimmern nebst Zubehör zu vermiethen. ________H. Schaffstädt, Neichensand. 3157) Schloßgasse A- 258 ist ein FamilicnlogiS, aus 4 Zimmern bestehend, zu vermiethen und sogleich beziehbar. 4412) Der 2. Stock meines Hauses ist zu vermiethen und sofort beziehbar. _________S. Katzenstein, Seltersberg. 20064 5 Zimmer, Küche rc. im 1. Stocke gleich beziehbar, zu vermiethen. _________________F. Zöller, Neustadt. 2737) Ein möblirtes Zimmer zu Der; miethen im Frankfurter Hof. 4554) Mein Nebenhaus, mittleres Familienlogis, bestehend aus 5 Zimmern, allem Zugehör und Gartenantheil, per 1. Octbr. zu vermiethen. Helfrich, vorm. Wagner, _________________Marburgerstraße. 4668) Wegen Versetzung des Herrn Hofgerichtssecretair Scharmann ist der obere Stock meines Hauses pr. 1. Oktober anderweitig zu vermiethen. __________________Emil Fifchbach. 4670) Der zweite Stock meines Vorderhauses ist per 1. Oktober anderweit zu ver- miethen H. Keck, Neuenweg B. 177. 4672) Eine schöne Mansardenwohnung mit allem Zubehör per 8. Oktober zu ver- miethen.______________Alicenstraße E. 97. 4942) Der zweite Stock meines Hauses, 6 Zimmer und allem sonstigen Zubehör zu vermiethen. _______Karl Bergmann, Gartfeld. 4963) Der dritte Stock unseres Hauses ist per 1. Oktober zu vermiethen. ________________Grbr. Stamm. 5022) Geräumiges Zimmer mit Cabinet mit oder ohne Möbel zu vermiethen. _____________S- Loeser, Bismarckstr. 4410) Ein größeres FamilicnlogiS auf der Germania zu veriniethen. 5082) Ein kleines Logis, Parterre, zu vermiethen._____________Chr. Weiß. 436) Laden mit Wohnung zu oer- miethen. Näheres in der Exped. d. Bl. Vermiethnngen. 2524) Zur Beachtung der Wohnungsuchenden jeden Standes: Stets Zimmer zu vermiethen, billig für JL 8 bis JL 12, monatlich. Wetdenbaus, Dienstmann, Neustadt bei Streber. Vermischte Anzeige- 5164) Ein junges Mädchen von 16 bis 18 Jahren, welches im elterlichen Hause schlafen kann, wird gesucht. Näheres Lindenplay Nr. 247 im Eckladen. Einen Lehrling sucht (5160 __________Wilh. Hofch, Mechanikus. 5157) Samstag den 26. Juli wurde in Wenzel's Garten eine silberne Ankeruhr verloren. Gegen gute Belohnung abzugeben bei Herrn A. 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Der Preis für den AllSSChank in den in der Stadt Gießen beleqenen Restaurationen kann nach den Preisen, welche wir in Ansatz bringen müssen, ') * (Erportöier "* •* IÜ * * i2*“' 2> »’ Lagerbier ’* “S <°: % :: von Seiten der Restaurateure gestellt werden, wenn deren Geschäftsgewinn ein den Wirthschaftsbetriebskosten und der Mühewaltung entsprechender sein soll. In den Gartenwirthschaften muß der Preis für den Aus» scliank unseres Fabrikates je nach dem Aufwand an Kosten, welche dieselben auf die Ausstattung ihrer Wirthschafts- räume verwenden, ein höherer sein, als solcher vorstehend für Stadlwirthschaften angegeben wurde. Aetren Brauerei Gießen. Bürger - Club. JJartöie aus öen tzlaufeuberg am 10. August. Extrazug. Abfahrt 2 Uhr 45 Min. Rückfahrt von Lollar 9 Uhr 30 Min. Billete hierzu ä 60 und für Kinder ä 30 sind haben bei den Herren Ernst Balser, Emil Fischbach und Gehr. Michel. 5172) Der Vorstand. Todes Anzeige. 5168) Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß es dem Allmächtigen gefallen hat, unseren unvergeßlichen Sohn, Bruder und Schwager Wilhelm Sunt) Mch langem schwerem Leiden in ein befferes Jenseits abzurufen. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Donnerstag Abend um 5 Uhr statt. 5162) Ein fleißiges Dienstmädchen zum baldigen Eintritt gesucht. Näheres __Marktstraße D- 32. 3*7. Auflajel ' Der persönliche Schutz °°" Laurentius bei SchwLchtjuslänLt» des mnnn(. <«e>ch.'.ch:S leben 2Utir§, den unausbleiblichen folgen heimlicher Gewohnheiten rc. Dieses berühmte Werk erscheint bereits in 7 Spricht», Her beste Beweis seiner Gediegenheit. Zu be;iehcn durch jede Buchhandlung, ober o.'tr. B.rsasscr Lau» rentiuS inLeipzig, Sophieustr.7 B. 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Zugil * wegen jii Ha ungesäumte T! des Wf MM das sonst Da Mu! ^eis Tnhkn, am Jj hiesigen Miiitä Deserteur in conti X . „Stift' vorgenomwe Ntyilt geknüp 'Asirrn uns hi *• Die barnn tbun ikiiärungsstjs ^Wden hgs n LV'°der'ri Qd) H der Soc 5|nn«i «inj, V” S:®> loH ß 1 das Tx ab. fol^e » t