Freitag, den 7. März Sikr. 36 1879 unjs Singe, bl® Wald. Se»artien#bttrt>!« Deutschland. Darmstadt, 4. Marz. Die Regierung hat sofort mit Beginn des gegenwärtigen 23. Landtags der Ständen wiederholt den Gesetzentwurf, die Ausübung des Erziehungsrechts in Bezug auf die Religion der Kinder betreffend, vorgelegt, nachdem das Zustandekommen des Gesetzes auf dem vorigen Landtage an dem Widerstande der ersten Kammer bezüglich des Art. 6 des Entwurfs gescheitert ist. Namens des Gesetzgebungs-Ausschusses der zweiten Kammer hat nunmehr der Abgeordnete Jockel Bericht über die neue Vorlage erstattet. Der Ausschuß erkennt hiernach dankbar an, daß die Regierung den Gesetzentwurf dem gegenwärtigen Landtag sofort wiederholt vorgelegt hat und knüpft daran den Wunsch, daß die diesmalige Vorlage von Erfolg begleitet sein möge, da auch der Ausschuß mit der Regierung der Ansicht sei, daß es außerordentlich wünschenswerth sei, daß die den Gegenstand des Gesetzentwurfs bildende Materie endlich einmal die so nöthige gesetzliche Regelung finde. — Was den Entwurf selbst anbelangt, so kann der Ausschuß denselben im Wesentlichen nur zur Annahme empfehlen, und zwar aus denselben Gründen, aus denen die zweite Kammer des vorigen Landtags und beziehungsweise deren Gesetzgebungs-Ausschuß sich für denselben ausgesprochen hatte. Artikel 1 des Gesetz- Entwurfes, welcher auf dem vorigen Landtag von beiden Kammern einstimmig angenommen wurde, lautet: Die Bestimmung darüber, in welcher Religion die Kinder erzogen werden sollen, steht bis" zum zurückgelegten 14. Lebensjahre derselben bei ehelichen oder legttimirten Kindern den Eltern — wobei im Falle der Meinungsverschiedenheit der Vater entscheidet — bei unehelichen Kindern, einerlei, ob sie vom Vater anerkannt sind oder nicht, der Mutter zu. Ist eine Bestimmung hierüber nicht getroffen, so folgen die ehelichen Kinder der Religion des Vaters, die unehelichen derjenigen der Mutter." Der Ausschuß beantragt unveränderte Annahme des Artikels. Artikel 2 des Entwurfes lautet: , Der nach Art. 1 zur Bestimmung der religiösen Erziehung der Kinder berufene Ettern- theil kann innerhalb des oben festgesetzten Lebensalters auch eine Aenderung in seiner Bestimmung vornehmen. Das gleiche Recht steht bei ehelichen oder legttimirten Kindern auch der Mutter dann zu, wenn auf sie das Recht der Erziehung der Kinder übergegangen ist. Jedoch kann sie diese Aendernng nur nach erhobenem Gutachten der nächsten beiderseitigen Verwandten und mit Genehmigung der Ober-Vormundschaftsbehörde vornehmen." Der Gesetzgebungsausschuß beantragt, mit Rücksicht auf die Beschlüsse des vorigen Landtags, Art. 2 in folgender Fassung und Erweiterung anzunehmen: „Wer nach Art. 1 zur Bestimmung der religiösen Erziehung der Kinder berufen tst, kann innerhalb des oben festgesetzten Lebensalters auch eine Aenderung in seiner Bestimmung vornehmen Das gleiche Recht steht bei ehelichen oder legttimirten Kindern auch der Mutter dann zu, wenn auf sie das Recht der Erziehung der Kinder übergegangen ist. Jedoch kann diese Aenderung in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen nur mit Genehmigung der Obervormundschaftsbehörde erfolgen und darf solche nur nach stattgefundener Sachuntersuchung und nach vorgängigem Gehör der beiderseitigen nächsten, im Deutschen Reiche wohnenden Verwandten erfolgen. Das in Vormundschafts-Angelegenheiten zulässige Recht der Beschwerde gegen den Beschluß der Obervormunvschaftsbehölde steht der butter bei Meidung Ausschlusses innerhalb 4 Wochen, vom Tage der Zustellung des anzufechtenden Beschlusses an gerechnet, zu. In der Provinz Rheinhessen hat die Mutter ein Gutachten des Familienrathes ern- zuholen und dem Bezirksgerichte vorzulegen, welches nach Prüfung der Sache die Aenderung zuläßt oder verwirft. Im letzteren Falle steht der Mutter das Recht der Berufung an das Obergericht zu." , ... Der Art. 3 des Gesetzentwurfs bestimmt, daß bei Waisen eine Veränderung der religiösen Erziehung durch Den Vormund nur unter Wahrung der vorstehend für die Mutter gegebenen Vorschriften und zwar nur dann vorgenommen werden darf, wenn der letztverstorbene erziehungs- berechtigte Elterntheil die Ermächtigung zu einer solchen letztwillig ertheilt hatte. Art. 4 verfügt, daß, wenn die Eltern eines Kindes unbekannt sind, die Reckte des VaterS in Bezug auf die religiöse Erziehung von der Ober-Vormundschaftsbehörde nach Anhörung des Vormundes und zweier Beistände ausgeübt werden. Nach Art. 5 des Gesetzentwurfs steht nach zuruckgelegtem 14. Lebenswahre Jedem die Wahl der Religion frei. Der Gesetzgebungsausschuß beantragt Annahme der Artikel 3—5. Der Artikel 6 des Gesetzentwurfes lautet: „Die in diesem Gesetze getroffenen Bestimmungen können durch Vertrag nicht wrrkfam föntge^ Vertragsbestimmungen, sowie solche, welche Zusicherungen für den Fall Meßmer ÄWiger Anzeige- Mi Amtsblatt fit Den Kreis Gießen. Mlitft, i en ■■ Drm red- '>S- (1365 t'lchcimer. dchen geiehten welches ftodjen e zu erlernen ommener Auslesen hoher idk’ welche sich licke genügend berücksichtigt. d. A efffliir her im 1. April iH grludjl 5 jimmet düng eines che Merten Bi. (1372 m »o,i Stnf’ \ nfertigen aller wirb prompt Philipp , tiefen ir. 5 t. Lesbos Putz- gtM. jg Mur- _ (chf. tzebr. Lotz. 1 enthalten, daß ein Elterntheil oder Vormund von seinem religiösen Erziehungsrechte einen bestimmten Gebrauch machen oder nicht machen werde, sollen nicht protokollirt, gerichtlich bestätigt oder notariell beurkundet werden und erzeugen keinen Anspruch auf Erfüllung der Zusicherung." Dieser Artikel wurde auf dem vorigen Landtage mit 13 gegen 12 Stimmen von der ersten Kammer abgelehnt und an dessen Stelle wurden Bestimmungen beschlossen, welche den Eltern allgemein alles Vertragsrecht in Bezug auf die religiöse Erziehung ihrer Kinder einräumten. Damit konnten sich weder die Großh. Regierung noch die zweite Kammer einverstanden erklären und scheiterte daran die ganze Gesetzesvorlage. Der Gesetzgebungsausschuß der zweiten Kammer beantragt mit Rücksicht auf die Nothwendigkeit dieser Bestimmungen Annahme des Artikel 6. Zu Art. 7 des Gesetzentwurfes endlich beantragt der Ausschuß Annahme mit einer kleinen Modifikation mehr redaktioneller Natur. (D. Ztg.) Berlin, 4. Marz. Die Ansprache, die der Kaiser bet (Gelegenheit des 25jährigen Jubiläums des Prinzen Karl als Feldzeugmeister und Cyef der Artillerie an den Jubilar gerichtet, hat folgenden Wortlaut: Als heute vor 25 Jahren unser in Gott ruhender Bruder Dich zum General-Feldzeugmeister und Chef der Artillerie ernannte, konnte, als er Dir diese ausgezeichnete Stellung anvertraute, nicht vorausgesehen werden, daß Du nach 25 Jahren diesen Tag in solcher Frische feiern würdest und daß in dieser Zeit so gewaltige Umwandlungen der Waffe beschieden sein würden. Die großartigen Erfolge, welche die Artillerie besonders in den letzten Kriegen errungen und die von Mir und Jedem, der dre Waffe in ihrer Wirkung gesehen, bewundert worden sind, gereichen ihr zur höchsten Ehre. Wir haben mit Genugthuung gesehen, daß die Einrichtungen unserer Artillerie von anderen Staaten angenommen und als Vorbild benutzt worden sind. Ich ergreife mit Freuden dle Gelegenheit, der Waffe an dem heutigen Tage meine Anerkennung tn vollstem Maße auszusprechen. Ich danke Dir und allen Denen, bk zu diesen Erfolgen beigetragen haben. Ich trinke auf das Wohl des General-Feldzeugmeisters und auf das Meiner Artillerie." — Osfictös wird geschrieben: In Bezug auf die Haltung des Reichstages gegenüber der Zoll- und Steuerreform scheint sich die oft gemachte Erfahrung zu wiederholen, daß man aus der Haltung der Parteipreffe keinen sichern Schluß aus die Stimmung der Partei im Parlamente machen kann. Wenn man auch nicht vorhersehen kann, wie die vorparlamentarischen Parteien sich schließlich zu den formultrten wtrthschaftlichen Vorlagen verhalten werden, so ist doch seit dem Zusammentritt des Reichstages immer deutlicher der Wunsch nach einer positiven Verständigung hervorgetreten. Die national- liberale Partei scheidet sich unverkennbar von der verneinenden Haltung der Fortschrittspartei und die erste Berathung des Reichshaushalts darf in ihrem Verlause insofern als günstig bezeichnet werden, als sie den Anhaltspunkt einer positiven Politik der Reichstags-Mehrheit hat an den Tag kommen lasten. Gegenüber den Mttthetlungen über die Arbeiten der Zolltarif-Commission muß darauf hingewiesen werden, daß die Amtsverschwiegenheit, welche die Commission sich auferlegt hat, nur tn Bezug auf die Beschlüfle über Vieh- und Getreidezölle aufgehoben war. seitdem aber wieder in alte Kraft gesetzt worden ist. Nichtsdestoweniger bringt die „Weserztg." Mttthetlungen, welche anscheinend von einer mit den Arbeiten der Commission tn enger Berührung stehenden Sette vermittelt werden. Eine neuliche Mittheilung des Berliner Correspondenten der „Weserztg." lautet folgendermaßen: „Während die Com Mission sich mit Erfolg bemüht, einen Theil ihrer Arbeiten zu erledigen, sind ihr Seitens des Reichskanzlers aus Gruno eines Beschluffes des Bundesrathes vom 15. Februar auch die Finanzzollartikel Petroleum, Wein, Kaffee, Thee Südfrüchte überwiesen worden." Wir sind nicht tn der Lage, diese aus dem Kreis derjenigen Angelegenheiten der Commission, über welche sich der Schleier des Amtsgeheimntffes breiten soll, geschöpfte Mittheilung richtig zu stellen, soviel wird uns jedoch versichert, daß dieselbe tn dem Hauptpunkte unrichtig ist. Im Uebrtgen hören wir, daß gegenwärtig noch nicht zu übersehen ist, wann die Arbeiten der Commission beendet sein werden. Ntchtsdesioweniger herrscht innerhalb der Commission die Zuversicht, daß tn drei Wochen der Abschluß herbeigeführt sein werde. Sesterreich. Teplitz, 3. März, Abends. Der deutsche Kaiser hat folgendes Telegramm an den Fürsten Clary gesandt: ^Bei den geschichtlichen Erinnerungen, die mir Teplttz so werth machen, bei dem jahrelangen Gebrauche seiner Heil- quellen, der ich noch im vorigen Sommer fortschreitende Genesung verdankte, erregte die Nachricht ihrer Versiegung meine lebhafteste Theilnahme. Um so froher begrüße ich die so eben erhaltene Nachricht der Wiederauffindung dieser Quelle, wozu ich Ihnen, sowie der Stadt Teplttz, meinen wahrhaften Glück- wünsch ausspreche, den ich Sie ersuche, der Stadt mttzutheilen, und in Dankbarkeit den Wunsch steten Gedeihens derselben htnzuzufügen. gez. Wilhelm, Imperator Rex. — Der Großherzog von Baden hat an den Bürgermeister ein Telegramm gerichtet, in welchem er der Stadt Teplitz seine Glückwünsche und die der Großherzogin zu der Wtederausfindung der Heilquellen ausspricht. Die Stadtvervrdneten-Versammlung nahm diese Kundgebungen der Theilnahme mit großer Begeisterung auf. Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Korrespondent-Bureau. Darmstadt, 5. März. Prinz Heinrich von Heffen, derzeit Brigade- Commandeur in Trier, ist zum Commandeur der Großherzoglich hessischen 25. Division ernannt worden. Berlin, 5. März. Reichstag. Fortsetzung der Berathung des Gesetzentwurfs, de, treffend die Strafgewalt des Reichstags. Häncl wendet sich gegen die gestrigen Ausführungen v. Klcist-Retzow's, der hochbefriedigt sein müsse durch den Entwurf, denn Kleist sei gleich dem Reichskanzler ein erklärter Gegner der parlamentarischen Redefreiheit. Die Berufung auf die socialistische Gefahr lasse er (Redner) nicht gelten, denn was hätten 9 socialistische Abgeordnete in einer Körperschaft von 40U Mitgliedern zu bedeuten? Auch das Argument mit dem Mißbrauch der Redefreiheit habe in seinen Aug ' ZD" meint, L b-ss-r gebient. ’«Wrj anfBer- 7ni» dafür stimme- ° »n Plenum. _ iS betr. die Straf: Delegation naha lat das Heerei Millionen ®uloer Mionen - seß * Stimmen bet ufgefocbert wirb, Kartal von 187S 8riedenssianb esf der Nichtoer 'der Jnoe-itio^ )ft über die Ln- , lhllng auf rnorga drnes' aus Ko' *00 Griechen 6b itten. - „DaL das KiHrriiik jufolßt finb dit unb Ratten tint zpsing heute bw chi daSAmeft Imrn und ttf lag des ©anbei? ilifoff meldet ad ,anz des nledG. Ürner dauern sor us Äonftantinopt ,e ist sivie Btrf tarf mit türkistz sunection tau«1 nme an den isten der W nfffl d-iMZ H«, ' (jilDfortttwj mn «M rtMW»-«* , w “»’S nortei » •* ,n 06®altenb«n ® -'AS ÄN'» Vfnp, * "J i-r W* ff I** Vermischtes. Darmstadt, 5. März. Heute Nacht zwischen 1 und 2 Uhr schreckte Feuerlärm und die sich sofort verbreitende Nachricht, daß es im Großherzoglichen Residenzschlosse brenne, die Einwohner unserer Stadt aus dem Schlafe. Es brannte im Dachstuhle desjenigen Theils des Schlosses, welcher nach Nordwesten dem sog. Hofkonditoreibau vorliegt und nach dem Wall gerichtet ist. Es ist derjenige Theil, welchen Seine Königliche Hoheit der Großherzog gegenwärtig bewohnen- Der Brand wurde glücklicherweise bald durch die Feuerwehr gelöscht, jedoch ist der Dachstuhl südwestlich von dem in der Mitte des Baues befindlichen Giebel fast zerstört. Wir fügen noch die Notiz bei, daß der fragliche Bau in seinem nordöstlichen Theile um das Jahr 1630 (Audienzsaalbau) und in seinem südwestlichen Theil, dessen Dachstuhl durch das heutige Feuer beschädigt wurde, in dem Jahre 1786 angelegt und 1858 erhöht wurde. Der Hofcon- ditoreibau mit seinen Mauern von höchst beträchtlicher Stärke ist bekanntlich der älteste Theil des Schlosses und stammt in der Anlage aus dem 14. Jahrhundert. --lieber den heute Nacht im Großh. Nesidenzschloß ausgebrochenen Brand erhalten wir von zuverlässiger Seite folgende Mittheilung: Die Brandstätte war das Kabinet neben dem Marmorzimmer in den Appartements der böchstseltgen Großherzogin Mathilde im Herrnbau des Rcsidenzschlosses, unmittelbar über dem Bibliothekzimmer des höchstseltgen Großherzogs Ludwig III., dessen Decke durchgebrannt ist. Veranlassung zu Dem Brand gab die mangelhafte Kaminanlage; der Kaminofen war mit unterlegter eiserner Platte auf dem Deckbalken errichtet und hat jedenfalls, nachdem daselbst lange Zeit nicht gefeuert und erst in den letzten Tagen wieder gehetzt worden war, diese Balken entzündet, wobei es wahrscheinlich ist, daß daß Feuer nach mehrtägigem Glimmen zum Ausbruch kam. Die Entdeckung des Brandes geschah durch Kammerlaquai Brückmann, welcher den Nachtdienst bei Sr. Kgl. Hoh. dem Großherzog hatte und durch Rauch und Hitze aus dem Schlafe geweckt wurde. Die erste Hilfe war rasch zur Hand, doch währte es geraume Zett, bis der Herd des Feuers entdeckt wurde. S. K. H. der Großherzog betheiligte sich selbst mit Muth und Ausdauer bei den Lösch- und Nettungsarbeiten und verließ die Brandstätte erst als die bald darauf eintreffende Feuerwehr genügende Arbeitskräfte zur Verfügung stellte. Es darf bei allem Unglück noch als ein Glück betrachtet werden, daß das Feuer in den unbewohnten Räumen des betr. Baues ausbrach und nicht vorher seinen Herd noch weiter auSbreitete, als dies ohnedem geschehen ist. Der Schaden an Mobiliar ist nicht sehr bedeutend, dagegen ist von dem zur Gr. Cabtnets- bibliothek gehörigen Inhalt des obenerwähnten Bibliothekztmmers vieles zerstört und leider auch das zum Privatbesitz der höchstseligen Großherzogin Mathilde gehörende, unersetzliche Oel- bild „die büßende Magdalena", ein Geschenk des Königs Ludwig von Bayern, verbrannt. (Tgl. Anz.) Darmstadt, 3. März. (Postpersonalnachrichten.) 1. Angestellt sind: die Telegraphen- Assistenten Range in Alsfeld und Krösing in Butzbach. 2. Versetzt sind: der Ober-Telegraphen- Assistent Metzner von Darmstadt nach Mainz und der Ober-Telegraphist Lenninger von Mainz nach Darmstadt. 3. In, Ruhestand ist getreten: der Postseeretär Weber in Darmstadt. — Aus Philadelphia vom 13. Februar schreibt der Philad. Demokrat: „Um den spitzbübischen Handel mit falschen Doetor-Diplomen und dem sogenannten Doctor „in absentia“ für immer lahm zu legen, wurde von Herrn Petroff eine Vorlage in der Legislatur eingebracht, welche besagt, daß der Charter der American University of Philadelphia und der Philadelphia University of Medicine and Surgery von der Legislatur widerrufen wurde, daß aber das Staats - Obergericht entschieden hat, dieser Widerruf sei verfassungswidrig, weil er in den Wirkungskreis der Gerichte eingriff. Darauf hatten die Councils von Philadelphia beschlossen, den Staatsanwalt zu ersuchen, gegen die American University klagbar zu werden, welche öffentlich ihre Doctor-Diplome zum Kauf ausbot. Der vorige Staatsanwalt Dimmick hat auch diesen Proceß angestrengt, um den Charter der Universität als verwirkt erklären zu lassen. Alle guten Bürger sind dabei interessirt, daß dieses Ziel erreicht wird, und deßhalb soll der gegenwärtige Staatsanwalt Beauftragt werden, den Proceß gegen die Universität wegen Mißbrauchs ihrer Privilegien fortzusetzen." Joseph Haydn und sein letztes Werk, die Jahreszeiten. Nach der »Schöpfung"' jener Welt, für die wir auf eine oder die andere Weise gemacht sind, sehen wir in den Jahreszeiten das schöne, reiche Leben auf derselben — anknüpfend an die verschiedenen Zustande, in welchen wir sie uns aneignen. Alle ursprünglichen Thätigkeiten, die Freuden und das Ungemach, die das laufende Jahr mit sich bringt, sie ziehen an uns vorüber. Säemann, Hirt, Jäger, Winzer stellen sich dar. Der Lenz bringt seine belebenden Lüfte, die Pracht seiner Blüthen, — der Sommer seine Schwüle, die Macht seiner Gewitter, den Frieden seiner lauen Nächte. Das Treiben der Jagd, das Fest der Weinlese mit seiner übermüthigen Lust erheitert uns in den Herbsttagen, und der Winter, in welchem dem müden Wandersmann nach langem Irren ein trautes Licht schimmert, führt uns ein in das gemüthliche Innere der ländlichen Wohnung, zum Spinnrade der Mädchen, dem Geplauder und dem Hellen Lachen der Jugend Und weder die Herzlichkeit treuer Liebe fehlt, noch das ernste Dareinschauen des alten Gottes. Die Empfindungen der Sehnsucht und der Lust, des frommen Denkens und des starken Glaubens sind ausgesprochen. Und in allen diesen verschiedenartigen Momenten, die in bunter Fülle einander folgen, zeigt sich jener Geist der Wahrhaftigkeit, der Einfachheit und Treue, der Heiterkeit und des Friedens, den man „Vater Haydn" zu nennen pflegt. Man bezeichnet die Jahreszeiten als ein Oratorium, sie sind ein Idyll —, sie sind vielleicht das Idyll in seiner höchsten Vollendung. Der Verfertiger des Textes Freiherr v. Smieten, der (wie einige Jahre zuvor bei dem Texte die „Schöpfung") einen zweiten englischen Text, nämlich James Thomson's Lehrgedicht „Seasons" zu einer Art Oratorium umarbeitete, hat den Componisten vortrefflich bedient, — die Erfindungskraft und die Meisterschaft aber, welche Haydn in diesem seinem letzten großen Werke leuchten läßt, sind gar nicht genug zu preisen, und man müßte alle Ausdrücke hinschreiben, mit welchen man die außerordentlichste Vereinigung von Genie und Kunst zu analysiren sucht, um denselben gerecht zu werden. (Schluß folgt.) Handel und Verkehr. Frankfurt, 5. März. (Marktbericht.) Butter im Großen 1. Qual. 90 H, 2. Qual. 80 jf, im Detail 1. Qual. Jt, 1—115, 2. Äual. 95 H bis 1 Handkäse das Pfund 50—75 H. Ganze Erbsen stellten sich per 1OU Kilo auf 22—25, geschälte Erbsen 24—28, Speisebohnen 18—24, Linsen 24—34 JL Kartoffeln jü 6.20—7 Roggenmehl- Dorschuß 20.50—21.50 JL, Schrot 23—24 JL Es kostete Ochsenfletsch per Pfd. 65—70 Kuh-, Rind- und Farrenfleisch 55—64 H, Hammelfleisch 55—65 Kalbfleisch, abgeschlagen, kostete jetzt 50—60 Schweinefleisch 65—70 Speck 60—70 H, Dörrfleisch 90 H, Schinken 90 H bis 1 JL, auggebeint JL 110, Fleischwurst 80 H, Hausmacher Leberwurst 90 Preßkopf 90 H, Schwartenmagen 90 gewöhnliche ßeber und Blutwurst 60 Schmalz 80 Holz: Buchenscheitholz per Kubikmeter 1. Sorte JL. 9.50—10.55, 2. Sorte JL 8.50—9 50. Tannenscheitholz 1. Sorte JL. 6.80—7, 2. Sorte JL 6.50. Holz je nachdem geschnitten der Centner im Großen 1.50—80, im Detail Jl. 1.80—2. Steinkohlen per Hectoliter JL 1.90—2. Tannäpfel per Hectoliter 1. Lohkuchen das Tausend «M. 10. Hahnen 1.80—2.40, Tauben 70 Enten 3, Hühner Jt. 2 Limburg, 5. März. (Frachtmarkt.) Rother Weizen Jü 16.50, Weißer Wetzen JL 16.30, Korn 10.75, Gerstel 9.25, Hafer 6.05, Erbsen JC. —, Kartoffeln JL —- Durchschnittspreis pro Malter.) Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. 1386) Unter Bezugnahme auf die Art. 34 und 35 des Berggesetzes vom 28. Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Handelsgesellschaft Gebrüder Buderus zu Lollar unterm heutigen Taze mit dem Eisen- und Manganerzbergwerk „Leicester" in der Gemarkung Leihgestern, Kreises Gießen, mit einem Felde von 95,600 Quadratmetern beliehen worden ist. Etwaige Einwendungen gegen diese Verleihung muffen bei Vermeidung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klage gegen den Bergwerkseigeuthümer geltend gemacht werden. Während dieser Frist ist die Einsicht des Situationsriffes bei der Bergmeisterei Gießen Jedem gestattet. Darmstadt, den 6. Februar 1879. Großh. Gber-Korst- und Domänen-Direction, Berg-Abteilung. Bose. Tecklenburg. Bauhostverfleigerung. Mittwoch den 12 März, von 9 Uhr Vormittags an, sollen in der Freiberrlich von Rabe- nauischen Oberförsterei, District Dietzen- fobl und Altenbrunnen: 51,75 Festmtr. Kiefern-Stammholz, 4,69 „ NadebSiangenholz (meistens sehr gesundes und starkes Holz aus der 1878r Holzerndte) öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am Pflanz« garten des Districts Kirchgeheg um 9 Ubr Morgens. Keffelbach, am 4. März 1879. Der Oberförster: 1379) Hopps. Mobilienversteigerung. Dienstag den 11. d. M., Nachmittags 2 Ubr, und folgende Tage sollen in der Wohnung des verst. Herrn Prof. Dr. Keim Möbel aller Art, wo- mnter 1 schöner Schreibftcretär, 1 Schreibtisch, Sophas, 1 Fauteuil, Büchergestelle, sowie Silberzeug, 1 eiserner Kasseschrank, Porträts, 1 große Standuhr; ferner sehr gutes Bett- und Weißzeug, Herrenkleider und verschiedenes Haus- und Küchenge- räthe meistbietend versteigert werden. Die Gegenstände können Montaa den 10. d. M., Nachmittags von 2 — o Uhr einaesehen werden. Gießen, den 1. März 1879. Großh. Ortsgericht Gießen. 1317) Lüdeking, Vorsteher. Holzversteigerung. Mittwoch den 12. März, von Morgens 9 Uhr an, sollen in dem Nied^r-Bessinger Gemeindewald , District Altenheegwald, folgende Holzsortimente versteigert werden: 189 Rmtr. Buchen-Scheitholz, 165 „ „ Knüppelholz, 2458 B'ichen-Wellen, 250 Rmtr. Buchen«Stock, 26 Buchen - Stämme von 8 — 10 Mtr. Länge und 70—160 Ctm. Durchmesser, 16 Eichen - Stämme und Stangen, brauchbar zu W^gnerholz. Ni der-Bessingen, am 5. März 1879. Gr. Bürgermeisterei Nieder-Bessingeu. 1387)________Roth._____________ Samstag den 8. l. Mts., Vormittags ll1^ Uhr, soll ans dem Lenz'schen Felsenkeller eine Mufikhalle versteigert werden. Dieselbe ist im Mittel 6,30 m lang, 4,30 m breit und 3,45 m im Lichten hoch, aus Fichten-Rundholz gezimmert, mit Bretterwänden und Schieferdach versehen. Gießen, den 4. März 1879. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 1348) A. ©ramm. 1104) 200 Stück Birnstämmchen zu verkaufen im Körner'schen Garten. Mmmtmadjung des Rechnungsergebniffes des Spar- und Vorschuß-Vereins zu Leihgestern. (Eingetragene Genossenschaft). 1) a. Zahl der Einleger zu Anfang 1878 ...... 70 b. Zugang im Laufe des Jahres....... . 28 zusammen 98 c* Abgang im Laufe des Jahres....... 24 d. Bestand am Schluffe des Jahres.......74 2) Betrag der Einlagen: Jl. H. a. Bestand am Anfang des Jahres....... 35,009 6 b. Zugang im Laufe des Jahres durch neue Einlagen 15,136 79 zusammen 50,145 85 c. Abgang im Laufe des Jahres durch Rückzahlung . 12 026 18 d. Bestand am Schluß des Jahres .... . 38,119 67 3) Baarer Kaffenbestand am Schlüße des Jahres. ' ! 917 v6 Gesammtbetrag der verzinslich angelegten Kapitalien . . 39,246 7 Bestand des Reservefonds am Schluß des Jahres . . 2,044 26 Leihgestern, am 4. März 1879. 1388) Der Rechner: Weller. Hostverfleigerung im Gemeindewald Hausen. Dienstag den II. März I. J., von Vormittags 9 Uhr an, sollen im hiesigen Gemeindewald, District Bekertswald und Bruch nachverzeichnetes Holz, als: 60 Fichtenstämme bis zu 18 Mir. Länge = 16,16 Cbm., 799 Fichtenstangen bis zu 18 Mtr. Länge, — 58,02 Cbm., 22 Rmtr. Eichen- u. Nadelknüppel, 39 „ Nabelstock, 2000 Buchen-Durchforstungswellen u. 2650 Nabel-Wellen versteigert werden. Bemerkt wird, daß das Stangenholz ganz besonders zu Dachsparren, Rüststangen u. s. w. geeignet ist. Der Anfang ist zur bestimmten Stunde im District Bruch beim Wegweiser, wo der Wcg von Hausen nach Annerod über die Staatsstraße führt. Hausen, am 3. Mä'z 1879. Großh. Bürgermeisterei Hausen. 1345)______Dem_______ 1385) Ühina zu verkaufen bei Georg Mohl, Neustadt. Aeikgeöotenes. 1390) Eiserne Tragbalken, Schienen, Rohre, Dachfenster, Schieber, Tuffsteine, Kaminrohre, Thon- u. Saudsteinplatten, Cement, Gips, Krippen, Tröge rc. bei ______________________Emil Pistor. Frische Schellfische eingetroffen 1389) I. A. Busch Söhne. 1380) Durch ein Waaren-Tausch-Geschäft kamen wir in den Besitz eines großen Postens ausländ. Monopol-Cigarren äußerst sauberer Arbeit, hocheleganten Formates, leicht, mild, sehr angenehm und pikant im Geschmack und Geruch, vorzüglichen Brand, in der That einer feinen Salon-Cigarre. Wir liefern davon soweit Vorrath reicht — franco per Post — das Mille zu 30 JL, 100er Probezehntel zu 3l/2 vH. gegen Nachnahme oder vorherige Einsendung und gestatten im nicht con- verirenden Falle sofortige Rückgabe unter gleicher Nachnahme. Roßbach # Hagenbruch in Erfurt. Feinsten, reifen Limburger Käse, sowie Holl. Häringe empfiehlt (1234 Robert Stuhl. 1182) Kleiderschränke, ein- und zwei- thürige.Kommoden in verschiedenen Grützen, Waschkommode und Nachttische mit Marmoraussatz, Sophas, Spiegel, Tische und Stühle, Bettstellen (ein- und zweischläfrige) und sonstige Möbel billig. ______I. Rothenberger, Lindenplatz. Prima Steinkohlen in bester Qualität bei (1247 C. 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Stock. Vermischte Anzeigen. 1382) Ein Dienstmädchen mit guten Zeugnissen, welches einfach kochen kann, gegen hohen Lohn gesucht. Näheres im Darmstädter Haus 1 Stiege hoch. SehwAchezustande. 37. Der persönliche Schutz von Ijaurentius Rathgeber für Männer jeden Alter«, Hilfe M Schwächezuständen etc. etc. Daß dieses weltberühmte Werk jedes in diesem Genre erscheinende Buch übertrifft, beweist schon, dah dasselbe bereits 6 Uebersetzungen in fremde Sprachen erlebte und bedarf es deshalb keiner wetteren Anpreisung. Die Original - Aufgabe von Laurentius in Leipzig. ein Octavband von 232 Seiten mit 60 anat. Abbildungen ist durch jede Buchhandlung oder vom Verfasser, Leipzig, Sopken- atrasee 7B„ franco zu beziehen gegen .^ranco-Einfcn >mg von 3 Mk. Auch zu habbn'in der Aos. Dill mann'schen Buchhlg. in Wiesbaden, Marktstraße 3b Für einen Professor der Universität wird zum i. April d. I. eine Wohnung gesucht. Freie Luge, 4 bis 5 Zimmer mit Zugehör, Benutzung eines Gartens. Schriftliche Bsserte an die Exped. d. M. (,372 1337) Es wird für eine herrschaftliche Küche eine von 25 bis 40 Jahre alte, im Kochen, Backen und Eikimachen erfahrene Köchin, evangelischer Confession, mit guten Zeugnissen gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl.___________ 1016) Das Flechten von Stroh- und Robr-Stühlen, Anscrtigen aller Gattungen von Stühlen wird prompt und reell ausgeführt von Philipp Henhel^h il) lmacher, Tiefenw.51. •») Frische Schellfische treffen heute ein. Gg, llifh Weidig. Stets frisch gebrannten Kaffee, 1233) per Psd. Mk. 1,60, Mk. 1,80 und Mk. 2,-, „Reingeschmack garantirt", empfiehlt Robert Stuhl, Marktstratze 23. Das „Deutsche Haus" C. 90. Wolkengasse C. 90' hält Fremden - Verkehr, bietet freundliche Aufnahme, saubere Betten und mäßige Preise und hält sich Handelsleuten, sowie durchreisenden Fremden auf's Beste empfohlen. JE. Scfn*«mme 1394) __________________________C. 90. Wolkengaffe C. 90. Freiwillig städt. Feuerwehr. Montag den 10. März, von 8 Uhr Abends an, auf dem Lahnstein: Jahresversammlung. Tagesordnung: 1) Wahl der Führer und Vorstände; 2) Stiftungsfest; 1381)_______________ 3) Satzungen._____________Der Vorstand. Bauschule zu Dillenburg. 841) Eröffnung des Sommer-Semesters am 5. Mai. — Prospecte und nähere Auskunft ertheilt gratis und franco der Director R. Schoenebeck. U56) Zur Widerlegung falscher Gerüchte bringe hiermit mein Lager in Prima-Bettfedern, meine Reinigungsanstalt von Bettfedern und Wäscherei von Bettwerken in empfehlende Erinnerung. Ph. Wagner, Asterweg. Hicheuer Concett-Verein. Fünftes Concert Sonntag den 9. März 1879, Abends präcls 5 Uhr im Clubsaale unter Leitung des Grossh. Universitäts - Musikdirectors Herrn A. Felchner und unter gefälliger Mitwirkung der Fräulein Antonie Kufferath aus Frankfurt a. M. (Sopran), des Herrn Heinrich Müller aus Giessen (Tenor), des Herrn Ernst Hungar aus Frankfurt a. M. (Bass), sowie des akad. Gesangvereins und des durch auswärtige Künstler verstärkten Orchesters. PROGRAMM: Die Jahreszeiten von Joseph Haydn. Persouen : Simon, ein Pachter, Bass. Hanne, dessen Tochter, Sopran. Lukas, ein junger Bauer, Tenor. Landvolk. Jäger. Eintrittskarten für Nichtmitglieder sind in der R icker’schen Buchhandlung (Sonntags nur bis 12 Uhr) und in der R u d o 1p h’schen Musikalienhandlung ä JL. 2 (Sperrsitze ä Jt 3 nur bis Freitag Abend sicher> zu haben; ebendaselbst Textbücher ä 20 H. (1327 Der Besuch der Generalprobe, Samstag Abend 5 Uhr, im Clubsaal, ist nur gegen Karten zu 1 Mark (bei Herren Ricker und Rudolph zu haben) gestattet 228) Das Pariser Weltausstellung 1878. MAIZENA erhielt auf der Pariser Weltausstellung 1878 GOLDENE MEDAILLE (Zusammen 83 Ausstellungs-Medaillen#) Dieses delicate Kinder-, Kuchen- und Pudding-Mehl, aus einer weissen amerikanischen Maisgattung erzeugt, empfiehlt sich wegen seiner Reinheit und Leichtverdaulichkeit, sowie seines angenehmen Geschmacks, zur Ernährung von Rändern, Schwachen, Magenleidenden und Kranken. Beim Feinschmecker sowie beim Oeconomen (zur Bereitung von köstlichen Mehlspeisen, Puddings u. s. w) ebenfalls unentbehrlich. Von einer grossen Anzahl Spital- Aerzten Deutschlands, Oesterreichs etc., unter anderen im Frankfurter und im Brünner Kinderspital, im Petrusspital zu Brüssel und in der Gebäranstalt Wiens, wird Maizena täglich verwendet und schriftlich empfohlen Auch vom Königlichen Pharmaceut. Verein Belgiens, in dessen Bericht über die preisgekrönten Nahrungsmittel der Hygienischen Ausstellung zu Brüssel 1876 besonders hervorgehoben. Jede Hausfrau kann die Maizena-Bäckereien, -Mehlspeisen, -Kuchen u. s. w. mit Leichtigkeit zubereiten. Dieselben sind am Kaiserlichen Hof Wiens sowie in der Kammer und im Senat zu Versailles seit einiger Zeit eingeführt. Maizena höchst ökonomisch. Zu haben in Packeten bei allen bedeutenden Delikatessenhändlern u.Droguisten sowie Apothekern Europa’S. (Man sehe den überall gratis vertheilten Prospectus.) N die Einzige Ab G-iessen. *WC Im Wenzel’schen Saale Heute, Bonnerstag den 6. Mär;: 1396 Letzte Vorstellung: Schwarze Magie in einer nur dem Repräsentanten allein eigenen Art,gegeben von Dr. Wlljalb» 1309) Eine leistungsfähige Zeche, welche in früheren Jahren bedeutend nach dort in Zieaelkohlen arbeitete, sucht am Platze einen tüchtigen Agenten. Nur solche, welche mit dieser Branche vertraut, wollen sich mit Angabe der bisherigen Thätigkeit und Nachweisung ihrer Solvenz sub M. Nr. 123 in der Exped. d. Bl. melden. 281) Getragene Kleider, Stiefel, altes Geld, Gold und Silber, Antiquitäten, Del- gemälde, Zinn rc. kauft LouIb Rothenberger. ________________Neuenweg 193.__ 1391) Lehrling mit guten Vorkenntnissen gesucht._________________Emil Ptftor. 498) Ucberziehen von Schirmen und Reparaturen an denselben werden rasch und billig ausgeführt. I. Weitzenkorn, Krem. Theater in Giessen. (Cafe Leib.) Freitag den 7. März (3. Vorstellung im 3. Abonnement) Neu einstudirt! Der Veilchenfresser. Lustspiel in 4 Acten von Moser. Kasseöfsnung 7 ubr. — Anfang Uhr. 1384) 1—1 7/3 7-/- S. Instr. 5 U-l 10/3 7 Les. III. «r. 5 Nerantwortliche Redaction: A. Sch-oda. - Druck und Verlag der Brühl'schc» Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pi-tsM in Gießen.