Mill, her, ) "Nir 6„t, Werk. Restauration. I®W«M Nr. 207. Samstag den 6. September 1870. Kichener ^Anzeiger Ailjkizk- uni AmtsblM für htn Kreis Kießeii. Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohru Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pj» Amtlicher Tsteil. Gießen, am 3. September 1879. Betreffend: Statistische Ermittelung der landwirthschaftlichen Bodenbenutzung und des Erndte-Ertags im Deutschen Reich im Jahr 1879. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzogliche« Bürgermeistereien. Diejenigen von Ihnen, weiche dem Schlußsatz- unserer Verfügung vom 12. Juli l. I. — Anzeiger Nr. 162 - noch nicht nachgekommen sind, werden hieran mit Frist von 8 Tagen erinnert. ö ' ' __________________________________________ Dr. B o e k m a n n. iau-Vereine , Mannheim* au lauten Hallen -r 1879. Bllg verbunden, selbst angekauft mittag II Uhr. von Morgens 9 , 4. Tag 20 Pfg, fte. ;arten zu 1 Mk.r tellung, sind von leuning, Ludwig?’ ei des Giessener gewährt den Be- - Bildet innerhalb bezügliche Es* Iau-Vereins haben ■tere gebeten, ihre । Nachmittag der Kapelle des gegen besonderes , derselben 9 Lbr Dorsta^" Bekanntmachung. Betreffend: Antrag auf Zusammenlegung der Grundstücke in der Gemarkung Gießen. Bei der am 21., 22. und 23. Juli I. I. vorgenommenen Abstimmung über den Antrag auf Zusammenlegung der Grundstücke eines Theils der Gemarkung Gießen haben von 1628 Stimmberechtigten 898 gegen eine Zusammenlegung gestimmt. Demgemäß ist der Antrag abgelehnt Worden, da nach Art. 1 des Gesetzes vom 18. August 1871 eine Zusammenlegung der Grundstücke nur alsdann ausgeführt werden darf, wenn mehr als die Hälfte der Eigenthümer der zusammenzulegenden Grundstücke sich dafür erklärt. Es wird dies mit dem Anfügen bekannt gemacht, daß das Abstimmungsprotocoll mit Anlagen 14 Tage lang bet der unterzeichneten Behörde zur Einsicht offen liegt und daß eine Anfechtung der Zulässigkeit oder Rechtsbeständigkeit der Abstimmung, oder des vorstehend angegebenen Resultates der Abstimmung nur binnen der gleichen Frist von 14 Tagen — von der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung an gerechnet — bei Metdung des Ausschlusses mittelst Rekurses an den Kretsausfchuß des Kreises Gießen zulässig ist. Gießen, am 3. September 1879. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. B o e k m a n n. Iskitisch Zur allgemeinen politischen Lage. Die Welt ist einige Wochen hindurch in Angst und Sorge gewesen, weil sie eine Umbildung der bisherigen Bündntßgruppen und im Zusammenhang damit eine Störung des Weltfriedens fürchtete. Die Feinde Deutschlands, in erster Linie die Organe der ultramontanen Partei in allen Ländern Europas, machten ein förmliches Geschäft daraus, den Fürsten Bismarck als den gefähr- ltchsten Störenfried hinzustellen und ihm die Schuld für den angeblich sicher bevorstehenden Krieg deS mit Frankreich verbündeten Rußland gegen Deutschland und Oesterreich in die Schuhe zu schieben. Wer freilich wußte, daß die Bemühungen des deutschen Reichskanzlers vor Allem auf die Erhaltung des Weltfriedens gerichtet find, wer andererseits die unermüdlichen Agitationen seiner Feinde gegen die bestehende Ordnung der Dinge kannte, der konnte voraussehen, was gegenwärtig glücklicher Weise schon deutlich zu Tage getreten ist, daß die Welt es lediglich dem Fürsten Bismarck zu danken hat, wenn fie den Frieden wieder als gesichert betrachten kann. Im Orient ist die griech. Frage seit Kurzem wieder Gegenstand von Verhandlungen zwischen den beiden unmittelbar betheiligten Mächten. Die türkischen Commiffare gaben in der am 31. August abgehaltenen Eonferenz die Erklärung ab, daß sie das bekannte Protokoll des Berliner Congreffes über die Grenzbertchttgung als Grundlage der Verhandlungen annähmen, sich aber wettere Erörterungen, event. auch Abänderungen desselben Vorbehalten müßten. Die griechischen Commiffare erhoben gegen diese Erklärung freilich Etnwendun- gen. Es läßt sich indeß nicht leugnen, daß mit Gewinnung jener Grundlage etwas Wesentliches erreicht ist. Die Pforte hat sich nachgerade wirklich darein gesunden, daß sie Griechenland einen Grenzstrtch abtreten soll: es ergibt sich auch aus der Thatsache, daß fie den Scheck el Islam zu einer Kundgebung veranlaßt hat, worin derselbe „Mtldthättgkeit" gegen den griechischen Nachbar empfiehlt, sowie daß sie den Albanesen in Epirus und Thessalien schon für den Fall, daß die Verhältnisse sie zur Auswanderung zwingen sollten, Grund und Boden in den Nachbarprovtnzen hat anbieten lassen. Eine schließliche Verständigung über die neue Grenze ist und bleibt daher, wenn Griechenland auch auf Janina verzichten muß, unter dem gemeinsamen Druck der Großmächte wahrscheinlich. Mit weit größerer Spannung als auf die griechisch-türkischen Verhandlungen blickt die Welt indeß auf das, was Oesterreich zu thun im Begriffe steht. Ohne Frage hängt die dortige „Kanzlerkrtsis" mit den Schritten zusammen, welche in den entscheidenden Kreisen zur Besetzung des Bezirks von Novtbazar beschlossen find. Da Niemand die Folgen des ersten Schrittes in dieser Richtung vorherzusagen vermag, Manches vielmehr darauf htndeutet, daß ein Vordringen der österreich. Armee nach Süden, der Convention mit der Pforte ungeachtet, das Vorspiel zu ernsten Vorgängen sein wird, so ist es ebenso begreiflich, daß Graf Andrassy die Verantwortlichkeit dafür nicht auf sich nehmen, wie daß die Hofpartet die Zwischenzeit benutzen will, um eine vollendete Thalsache zu schaffen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Der Besuch des Grafen Andrassy in Gastein beweist, daß er es für nothwendtg gehalten hat, dem Letter der deutschen Politik beruhigende Ver« stcherungen über die fernere deutschfreundliche Haltung seines Nachfolgers zu geben und zugleich der österreichische« Armee für alle Fälle den Rücken zu decken. Auch ohne die Nachricht, daß Fürst Bismarck den Besuch des Grafen er Hheit. demnächst in Wien erwidern werde, kann man als sicher annehmen, daß Andrassy seinen Zweck vollständig erreicht hat: bildet doch die Ausdehnung der Machtsphäre Oesterreichs nach Südosten einen Liebltngsgedanken des deutschen Reichskanzlers. Gab aber die enge Freundschaft zwischen Oesterreich und Deutschland eine neue Bürgschaft für die Sicherung des Weltfriedens, so mußten die Feinde dieses Friedens, nachdem sie bisher vergeblich auf die Trennung jener beiden Mächte speculirt, nunmehr um so eifriger aus die Sprengung des Freund- schaftsverhältnisses zwischen Deutschland und Rußland htnarbeiten. Die leidenschaftlichen Angriffe der russischen Presse auf das Deutsche Reich und den Fürsten Bismarck insbesondere, in Verbindung mit der Antipathie, welche die Kanzler der beiden nordischen Reiche gegen einander hegen, ließen es in der That eine Zeit lang möglich erscheinen, daß die Feinde Deutschlands ihr Ziel erreichen würden. In dem Augenblick indeß, wo die Gefahr eines Bruches wirklich drohend geworden war, griff Fürst Bismarck mit gewohnter Energie ein, um das frühere Verhältntß wieder herzustellen. Auf die ernsten Warnungen der offictösen Berliner Blätter folgte bie Sendung des General- Feldmarschalls v. Manteuffel nach Warschau, und daß sie von einem günstigen Erfolg begleitet worden, ergibt sich auch für den mißtrauischsten Beobachter aus dem Umstande, daß Kaiser Wilhelm in diesen Tagen eine persönliche Zusammenkunft mit Kaiser Alexander hatte. Mit der Wiederherstellung der intimen Beziehungen zwischen den nordischen Kaiserreichen ist natürlich auch Sicherheit dafür gegeben, daß die russische Regierung der wichtigen Action, welche Oesterreich zu unternehmen im Begriffe steht, mag ihr dieselbe auch nicht gerade sehr erwünscht sein, doch kein Hin- derntß in den Weg legen, das bisherige Dreikaiser-Verhältntß also ungestört bleiben wird. Wer unter diesen Umständen noch ernstlich an der Erhaltung des Weltfriedens zweifelt, muß wirklich mit Blindheit geschlagen sein. Uebri- gens liegen noch wettere Beweise für die Wahrscheinlichkeit einer friedlichen Entwickelung der Dinge in dem Umstande, daß man von Petersburg aus gegenwärtig selbst England durch entgegenkommende Erklärungen in Bezug auf Central-Asien die Hand zum Frieden bietet, sowie in den Verhältnissen Egyptens, wo die Westmächte sich noch immerfort mit den Augen neidischer Nebenbuhler beobachten und damit die Eventualität einer gegen andere Mächte gerichteten engeren Verbindung unter einander in weite Ferne rücken. Die große Heerschau endlich, welche Kaiser Wilhelm am Sedantage gehalten, wird wohl auch jenseits der Vogesen als ein Wink verstanden werden, daß man sich auf deutscher Sette für alle Fälle bereit hält. __ Deutschland. Berlin, 3. September. Bezüglich der Sisttrung der Silberverkäufe und einer umfangreicheren Circulatton des Silbers wird jetzt bekannt, daß, abgesehen von den zur Einziehung bestimmten älteren Jahrgängen der Silbermünzen, ziemlich alles bis dahin zurückgchaltene Silber wieder in Umlauf gesetzt ist. Hierbei soll es aber sein Bewenden haben. Die Reichsregierung hebt ausdrücklich hervor, daß sie dieses Verfahren bet Berathung des Münz- gefetzes bereits sich vorbehalten habe, daß tm Uebrigen aber eine Aenderung der Münzgefetzgebung auch jetzt durchaus nicht beabsichtigt sei. Metz, 3. Septbr. Heute find die letzten Regimenter der htefigen stän- diaen B-satzuna zum Manöver abgerück:; trotzdem ist der fonfl zu dieser Zeit in den Garnisonstävten üblich- mtltiLrische Stillstand nicht zu bemerken, da dre Trupventheile der 16. Division bereits etnzerückt sind und die Pflichten der Besatzung übernommen haben. Das in Zabern garnisonirende Rheinische Jäaerbataillon Nr. 8 ist ebenfalls nach Metz herangezogen und wird die bevorstehenden Feldmanöver bei der 32. Jnsanteriebrigade mitmachen. Die Gele- aenheit ihrer Anwesenheit benutzten vor wenigen Tagen die 69er, um mit dem aanlen Regiment gelegentlich einer kleinen Felddienstübung das Schlachtfeld von Graoelotte zu besuchen, wo an dem Denkmal des Regiments bet der Ferme St. Hubert eine kleine militärische Feier zum Gedächtniß an die gefalle- nen Helden des Regiments stattsand. England. London, 2. Septbr. Die heutige Feier des Sedantages gtebt meh- reren unserer heutigen Blätter, namentlich der „Times" und dem „Standard , Anlaß, mit herzlichen Worten der in langer, geduldiger Vorbereitung und mit hartem Kampfe in heißen Schlachten vollbrachten Einigung Deutschlands zu aed-nken. Das Krtegsglück könne sich wohl in künftigen Tagen einmal »Über wenden, dies müsse man Angesichts geschichtlicher Erfahrungen zugeben. Aber die Einheit Deut chlands stehe nun einmal als unwandelbare Thatsache fest, und an ihr könne weder fremde Esiersucht noch dle Reibereien feinU cher Parteien im Innern rütteln. Freilich erscheine die Bürde, welche den Einwohnern des Reiches für die gewaltigen Rüstungen zu dessen Verthetdtgung auferlegt sei als eine schwere und drückende, aber die große Mehrheit des Volkes trage sie ohne Murren, ja, mit Freuden, gleichsam als ob es ein Gesammtbewußt- sein aäbe, das, die persönlichen Wünsche und Empfindlichkeiten der Emzelmn überragend und sie auflösend, gern Alles für die Aufrechterhaltung der starke und des Ansehens des Reiches dahingebe. In der Stärke dieses Bewußtseins liegt nach der Ansicht des „Standard" die Erklärung für die trotz mancher m wetten Kreisen unbeliebten Maßregeln ungeschwächte, unvergleichliche Volks- thümlichkeit des Fürsten Bismarck. So lange wenigstens als er lebe, darüber dürfe man sich nicht täuschen, werde das deutsche Volk kaum an dre Abwälzung der auf ihm liegenden schweren Bürde denken. — In einem Rückblicke aus die Schlacht von Sedan und ihre Folgen kommt die „Times" aus die eigenthümltchen Erscheinungen zu sprechen, die in der Gegenwart in Deutschland, dem durch jenes glänzende geschichtliche Eretg- niß seine Einigung errungen wurde, zu Tage getreten sind. In Deutschland folgte ein Zeitraum unbedachter Speculation auf zukünftiges Gedeihen, eine Zeit der Niedergeschlagenheit und der Noch. Ganz Europa aber scheint jetzt ein bewafflietes Lager zu sein und Nation rüstet gegen Nation nicht nur mit den Waffen, sondern auch im Handel. Wollte man den Versicherungen europäischer Staatsmänner glauben, so würde in wenigen Jahren jedes Land durch eine chinesische Mauer von den anderen abgeschlosien sein, damit es nur nicht durch die Arbeit seiner Nachbarn prostttren könne. Telegraphische Depeschen. «aguer'4 telegie. GOrrespendenz-vurearr. Berlin, 4. Septbr. Der „Reichs-Anzeiger publicirt eine kaiserliche Verordnung, durch welche der Bundesrath aus den 15. Septbr. nach Berlin einberufen wird. , Halifax, 3. Septbr. Der Dampfer „Quebec", von Ltverpool nach Halifax, Quebec und Montreal bestimmt, ist heute bet Eastpotnt (Prince Edwardinsel) gestrandet. Die Reisenden sind gerettet und in Ptctou gelandet. Man hofft, die Fluth werde das Schiff wieder flott machen. New-Aork, 4. Septbr. Die Baumwollen- und die Zucker-Ernte in Louisiana und Texas ist von Gewittern stark beschädigt. Mehrere Schiffe sind verloren. . „ Wien, 4. Septbr. Die „Poltt. Cvrresp." meldet aus Konstantinopel: Die für heute onberaumte Konferenz in der griechischen Frage ist auf den 6. d. vertagt. Wie es heißt, beabsichtigt Savset Pascha zu beantragen, baß unverweilt in bk Erörterung btt Grenzfrage eingegangen werbe. Eine Diskussion bet Botbehalte, welche die Psoite an die Annahme bet Bestimmungen des 13. Congteß.Ptotokolls knüpfte, sollen die tütkischen Bevollmächtigten nicht zuzulasten beauftragt sein. — Der Sultan soll heute den Gesandten Monte- negros empfangen. Alexandrowo, 4. Septbr. Der Kaiser Alexander reist heute Mittag um 1 Uhr nach Warschau. Kaiser Wilhelm gegen Mittag via Bromberg nach Dirschau ab, wo die Ankunft um 4 Uhr stattfindet. — Kaiser Alexander verrichtete in Begleitung seines Stabes Morgens 8Va Uhr in der Kirche das Frühgebet und stattete daraus dem Kaiser Wilhelm einen Besuch ab. Die Abreise des deutschen Kaisers erfolgte um 121/z Uhr, die des Kaisers von Rußland 2 Minuten später. Berlin, 4. Septbr. Die Kaiserin, der Kronprinz, Prinz Wilhelm, die Prinzen Karl und Friedrich Karl und der Eibgroßherzog von Mecklenburg- Schwerin sind mit Gefolge heute Morgen 8i/2 Uhr mittelst Extrazuges nach Königsberg abgereist. Köln, 4. Septbr. Die außerordentliche Generalversammlung der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft zur Beschlußfaffung über den Vertrag, betreffend die Uebergabe der Bahn an den Staat, ist zum 10. October einberufen. , t c , Danzig, 4. Septbr. Heute Vormittag sand der ^»tapellaus einer auf bet hiesigen Werft erbauten eisernen Korvette statt; Admiral v. Stosch taufte das Schiff „Gneisenau." Wien, 3. Septbr. Der Fürst von Montenegro empfing gestern den Besuch Andraffy's und stattete demselben seinen Gegenbesuch ab. Paris, 4. Septbr. Die „Republique francaise" meldet: Der Bischof von Grenoble wird wegen Amtsmißbrauch vor den Staatsrath gestellt, weil er die Kircbe zu Salettes zu einer Basilika erhoben hat, ohne daß er die päpstliche Bulle in Betreff dieser Aenderung vorher einregtstriren ließ. — Prtvatnachrichten aus Stockholm melden, daß die unter dem Befehl des Prof. Nordenskiöld stehende schwedische Expedition das Meer im Norden Asiens glücklich passtrt habe und in Japan angekommen sei. Darmstadt, 5. Septbr. Die Großfürsten Paul und Sergius von Rußland sind gestern Abend in Jugenheim angekommen. Brüssel, 4. Septbr. Das hier tagende Institut für Codification des Völkerrechts nahm den Antrag Bluntschli's an, wonach die Regierungen ersucht werden sollen, die Bestimmungen des Kriegsrechts durch Verträge zu regeln. Königsberg, 4. Septbr. Heute Abend 8 Uhr 40 Min. traf Se. Maj. der Kaiser, empfangen von den Spitzen der Behörden der Stadt hier ein. Der Kaiser sprach sehr huldvoll mit fast allen auf dem Perron ausgestellten Herren, ebenso die Kaiserin, der Kronprinz, Prinz Wilhelm. Der Bahnhof war elektrisch beleuchiet; die Stadt ist reich geschmückt, beflaggt und illuminirt. Begeistertes Hurrahrufen von der dichtgedrängten Menge begleiteten den Kaiser auf dem ganzen Wege zum Schlöffe. Namur, 4. Septbr. Die „Opiuione liberale" meldet, daß der hiesige Btscbof seine Demission geaeben habe. L 0 k a l e S. Gießen, 5. September. Gestern Vormittag wurde ein junger Mann wegen Vornahme unzüchtiger Handlungen verhaftet. - Bei einer heute Morgen gegen 4 Uhr abgehaltenen Razzia wurden 4 Obdachlose und 1 lüderliche Dirne verhaftet. — Ein hiesiger Spenglermeister verunglückte gestern Morgen in LaunSbach dadurch, daß er bei Anbringung eines Kandels vom Dache fiel und sich sehr schwer verletzte. Die Kinnlade soll einaeschlagen und der rechte Arm gebrochen sein. Außerdem klagt der Bedauernswerthc über innerliche Schmerzen. Möge ihm baldige Genesung werden. Vermischtes. Offenbach, 4. September. Mit unverkennbarem Jnteresie und hoher Befriedigung sieht man seit einigen Tagen die Besucher der Offenbacher Landes-Gewerbe-Ausftellung dm Annex des Ausstellungsgebäudes durchwandern, in welchem die Zeichnungen, plastischen Modelle und Schulhefte aller hessischen Handwerker-Schulen zusammengestellt sind Für die Schaulust bilden die vielen prächtigen Ornament-Darstellungen, meist nach antiken oder Renaissance-Mustern einen befriedigenden Anziehungspunkt; für den Freund der Volksbildung und gewerblichen Entwickelung aber werden die der praktischen Thätigkeits-Sphare verschiedener Handwerke angebörenden Zeichnungen, wenn auch unscheinbarer als die Schaustücke, doch nicht weniger Werth und Bedeutung haben. Es ist ja überaus wichtig, daß der Zögling einer deutschen Handwerkerschule das geschmackvolle Formenbild aus dem Alterthume und der Renatsiance, das seine Hand nachgezeichnet, auch in seinem Geiste aufnehmen und da, wo er selbstständig schafft, wiederum schöne Formen und geschmackvolle Zierrathen anbringe. Man sieht, die tüchtig geleiteten hessischen Handwerkerschulen sind auf dem besten Wege, das Schöne und Gediegene aus dem Bereiche der- idealen Kunst in den des praktischen Alltagslebens überzutragen. Das zeigt sich am besten dort, wo die Natur des Handwerks eben auf die Benutzung möglichst anziehender Vorbilde hinwetst. Ein Ornammt, das der Bauhandwerker an einer Haus-Fa^ade, der Schmied an einem Gitterthor, der Goldarbeiter an einem Schmuckgegenstand, der Möbeltischler an einem Einrichtungsstück anbringt, ist natürlich von viel Höherem Werth für den Cultur- und Geschmacksfortschrttt des Volkes als das, wenn auch noch so hübsch und correct ausgeführte Bild dieses Ornaments, das er mit Bleistift, Kceide u. s. w. auf ein Blatt Papier zeichnet. Die Offenbacher Handwerker-Schulausstellung zeigt uns nun dessen Uebergang aus der Theorie in die Praxis in seinem Wcrde-Stadium auf's Anziehendste. Der große Kreis hessischer Städte und Landorte wetteifert in der Veredelung des Schönheit-: sinnes seiner Handwerkerjugend. Der Erfolg wird nicht fehlen. Möge diese intereffante Ausstellung recht zahlreiche Besucher finden. — Aus Zarskoje-Selo, der bekannten Sommer-Residenz des Kaisers von Rußland, wird dem „GoloS" folgender abscheulicher Vorfall berichtet: Am vorigen Mittwoch, etwa um 4 Uhr Morgens, hörte ein auf Posten befindlicher Wächter der- Stadt unheimliches Wehegestöhne, das gleichsam aus oer Erde zu ihm empordrang; er konnte bei genauerem Hinhorchen die Worte: „Wache! Rettet!" vernehmen. Die Patrouille nahte und der Wächter machte derselben den Vorschlag, gemeinsam mit ihm in den Hof jenes Hauses zu treten und sich über den Sachverhalt dort zu vergewiffern. Die schmerzerfüllten Wehelaute leiteten die Suchenden in das Kellergeschoß; dort bot sich ihnen folgendes Schauerbild dar: Auf einer Strohschichte lag ein Weib, das mit einer langen Kette angekettet war. Ein Ende der Kette war um einen Pfahl geschlungen und dort mit einem starken Schlöffe befestigt; das andere Ende umschloß den Fuß der Unglücklichen und war gleichfalls durch ein großes Schloß geschloffen. Neben dem Weibe lagen drei Gurken, ein Stück Brod und stand ein Krug mit Wasser. Als die Leute eintraten, warf sich das Weib ihnen zu Füßen und flehte sie um Hilft, um Erbarmen an. Es ist die Frau deS Besitzers jene« Hauses; sie soll über zweimal 24 Stunden angekettet im Kellergeschoffe gelegen haben. Sie wurde vom herbeigerufenen Polizisten aus ihren Banden befreit und tn's Hospital geschafft. — (Der Barbier be ? Kaisers.) Die Barbierherren von Berlin haben kürzlich eine festliche Zusammenkunft gehalten, bei welcher sich folgende heitere Episode ereignete: Als Ehrengast war auch Herr F. Staude, der Leib-Barbier unseres Kaisers, anwesend, der.den hohen Herrn auf allen Reisen begleitet und auch jetzt täglich nach Babelsberg hinüberfährt, um dort seines Amtes zu warten Als Herrn Staude einige als Gäste anwesende Fachgenoffen aus den Hansestädten vorgestellt wurden, erkundigte sich einer derselben sofort danach, ob Seine Majestät auch den vom Verein festgesetzten Tarifsatz für das Rasiren zahle. Schmunzelnd erwiderte Herr Staude: „Ja wohl, meine Herren, er zahlt sogar noch etwas mehr!" Herr Staude bezieht nämlich als Leibraseur einen Gehalt von 3600 — Das Schwurgericht zu Lyck verurtheilte unlängst, der „Tils. Ztg." zufolge, den Waisenvater eines größeren Waisenhauses in Margrabowa wegen einer großen Reihe von Sittlichkettsverbrechen, welche er seit 7 Jahren gegen heranreifende Mädchen seiner Anstalt ver- übt hatte, zu 15 Jahren Zuchthaus. Der Verurtheilte hatte sowohl mit seinen Pfleglingen wie mit einzelnen Lehrerinnen höchst intime Verhältnisse unterhalten. Er ist 40 Jahre alt, verheirathet und Vater von 4 Kindern, daneben ein sehr frommer Mann, der Augenschmerzen empfand, wenn er Jemand nur Karten spielen sah. Seine Entschuldigung vor Gericht war, daß der Teufel, mit dem er tüchtig gerungen, ihn stets besiegt habe. Trotz seines Geständnisies haben die Geschworenen die mildernden Umstände ihm versagt und der Gerichtshof hat auf die höchste zeitige Zuchthausstrafe erkannt. ____- Irischbäcker in Gießen. Sonntag, den 7. September. Hermann Vogt, Seltersweg. LoutS Klemm rath, Neuenweg. Daniel Rühl, am Rathhaus.__ Kirchliche Anzeigen der evangelischenGemeinde suGießen. Gottesdienst: Sonntag den 7. September. Morgens: Pfarrer Dr. See! (Feier des heiligen Abendmahls). Nachmittags: Pfarrer Schlosser. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 7. bis 13. September besorgt Pfarrvicar Schöner. Temperatur in G i e st e n. August 1879. Niederste..........4- 2,5 0 R. Mittlere..........-f-13,33 „ Mittel früherer Jahre........4-13,52 „ Höchste...........4-24,0 „ Niederschlag an 18 Tagen - ..... 2,07 Par. Zoll „ im Mittel früherer Jahre an 14 Tagen . . 2,31 „ Sciiiir*bericiit. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd E. W. Dietz in Gießen. Southampton, 3. Septbr. Der Postdampfer Neckar, Capt. R. Hoffmann, vom Norv deutschen Lloyd in Bremen, welcher am 23. August von Newyork abgegangen war, ist gestern 10 Uhr Abends wohlbehalten hier angekommen und hat nach Landung der für Southampton bestimmten Passagiere, Post und Ladung 12 Uhr Nachts die Reise nach Bremen fortgesetzt- Der Neckar überbringt 115 Passagiere und volle Ladung. Kaum Hadll ■" 5 Bau-, *er H zchmstämo 31 Menst«»» Di- Zchmu 66iufite nach 8tc Girhm, am 2 Sw»h-rj°gl> BI 5719) (gej.) r Samstag d Rachmil (ollen jw-i M< landwirWaM Ott unb SteL t werben- Gießen, den >• H-aßherchzWL 5693) A GruuMtM in Lberförsterei Mittwoch d Natzmitt soll bet Mch W l das Grunmettzu HscaMen Svt' von je V/t $01 Treis a./Lda., Großh. Öberfi 5749) An KkWMtzW Dienstag den Morgens 8% soll das Grummet "her Herren: Johann Heil Heinrich Beci Karl Löber l @6 Chr. Sr Heinrich Adc ,unb von den ^schert werden. Niing am New ■4^'w Montag der ,„ Nachmit Ä ,Ernte von 'n Hafers Weigert werden. Ae Zusammenkl den 5. € ^herzogliches ___Mi LrK 94 Hvfraii KL .. !!' n Nb 60 5751) w bei Frankfurt a. M. 5753) letztmals Dienstag, den 9. September l. I. Vormittag- SV2 Uhr, Nadel Schmitt. 5693) DODOOIODOOODODI Amendt. 5749) O regenmänteln. 5390 von Horneby. Morits Weil jun., Maschinen-Ausstellung, Frankfurt a. NI. (Landwirthsohaftliche Halle.) 2229) ÖH 6«-«-!' der 4477) in Wetzlar. 5750) Müller. Abendmahls)- 5751) Schloßgasse. Theodor Küchler 5599) Konrad Frcy IV. ziehen. werden. Gießen, den 1. September 1879. Großherzogliches Universitäts-Rentamt. 5740) Ein vollständiger Bäcker - Ofen billig zu verkaufen bei 0 1 Conditor Kinkel. Verkauf einer Villa ju Bad-Nauheim, sowie des gesammten Inventars. Die hier in nächster Nähe der Bäder und des Bahnhofs gelegene zum Nachlasse des Wilhem Küstner gehörige Villa, bestehend aus zwei Stockwerken und Mansarden mit bequemer und allen Erfordernissen entsprechender Zimmer - Einrichtung nebst dazu gehöriger Stallung und Wagenremise soll 5461) Ein Logis von 3 Zimmern nebst Zubehör in meinem Vorderhaus zu ver- miethen. Justus Gg. Unverzagt, gegenüber Pöschel's Bierhalle. 8. Bau-, Werk- und Nutzholz 11 Fichtenstämme mit 1,84 Festm., 31 Fichtenstangen mit 1,85 Festm. Die Zusammenkunft ist auf der Chaussee nach Lich an der 3. Schneise. Gießen, am 2. September 1879. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. 5719) (gez.) A. 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September, von Morgens 9 Uhr ab: die Zimmer-Einrichtungen, bestehend in antiken Schränken, Spiegeln, emgelegten Tischen, Statuetten, Standuhren, Vasen in Porzellan und Marmor, circa 200 Oelgemälden und Oeldruckbildern und Teppichen, sowie Donnerstag, den 11. September, von Morgens 9 Uhr ab: 8 bis 10 vollständige Betten, ein- und zweischläfrig, und alle sonstigen Mobilien. Sämmtliche zum Verkauf kommenden Gegenstände befinden sich noch im besten Zustande. Bad-Nauheim, den 29. August 1879. GroßhenogUches Brtsgericht Bad-Nauheim. 5690)Schutt. rebelung deS Schönheit zr diese interessanle U rz des Kaisers von Sch ' 8m vorigen Mittwei r der- Stabt unheimiiiL :omtt bei genauerem ffo le nahte unb bet Wachin mes Hauses zu treten rat Uten Sebelaute leiteten bii ' chaunbilb bar: N einet ; cor. 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September, Nachmittags 2 Uhr, soll die Ernte von mehreren Aeckern, bestehend in Hafer, Kartoffeln und Gemüse, versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am Sand. Gießen, den 5. September 1879. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Müller.________(5763 Dienstag den 9. September, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hof- raithe der Christian Dörr Erben nochmals versteigert werden, als: Flur. Mtr. _ . lto/53 94 Hofraithe in der Wetzstem- gasse. Gießen, den 4. September 1879. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. | Havanna-Cigarren in anerkannter Güte und Reinheit bis zu eX 40 pr. Hundert, empfiehlt___Carl Wenzel. Reue holl. Bollhäringe, la. Sardellen, vollsaftigen Schweizerkäfe, la» Limburgerkäse, Handkäse, Butter u. Gier. Westph. Speck u. la. amerik. Schmalz empfiehlt (5326 R. Göbel, Neue Haue. Vermietyungen. 5766) Zwei Familienlogis, das eine sofort, das andere per 13. Oktober d. I. zu ver- miethen bei Carl Lony, Neuenweg. 5770) Ein kleines Familienlogis zu vermieden bei A. Hillgärtner, __Gartfeld Lit. 119,6- 5767) Ein Logis zu vermiethen. ____Mühlgaffe D. 84._ 5761) Ein Logis zu vermiethen. __Schlosser Noll, Kaplansgasse. 5757) In meinem neuerbauten Hause an der Bahnstation Lang-Göns ist ein Logis, bestehend aus 3—5 heizbaren Zimmern zu vermiethen und alsbald zu be- Aus der berühmtesten Fabrik Englands, liefert zu Originial-Fabrikpreisen und günstigen Bedingungen- tttU* ' + 2,5 ' ' +1’-3’ ' ■ w' A w.'. 5768) Neue Sendung Goldfische angekommen bei ___________Wilh. Balser. 5578) Als neu und äußerst praktisch, besonders zur Benutzung im Freien, empfehlen neusilb. Lundenseuerzeuge mit Zündmasie. Morib Gregori Sf Sohn. Der außergewöhnlich billige Verkauf wollener sehr haltbarer Strickgarne — ein rein gekämmtes Garn schon per Vr Kilo von «X 2.50 an — dauert nur noch bis Ende September. 5378) Geräumiges Zimmer mit Cabinet mit oder ohne Möbel zu vermithen. ______________S. Loeser, Btsmarckstr- 5745) Ein kleines Logis zu oermlethen. Eduard Roll, Neustadt. 5736) Ein Familienlogis zu vcrmiethen bei Conditor Kinkel. 5717) Ein Logis von 5 Zimmern rc. zu vermiethen. ________Earl Lange, Seltersweg_44. 5713) Ein kleines Familienlogis ist im Nebenhaus zu vermiethen und am 1. Oktober beziehbar. __I. Ruckstuhl, Gartfeld. 5653) Der mittlere Stock meines neuen Hauses, 6 Zimmer, ist zu vermiethen. ____________________Th. Wode. 5322) Möblirte Zimmer (auch feine). ______________________Weinsaal. 5287) Ein Familienlogis zu vermiethen per 1. December oder früher im Hinter- hause des Darmstädter Hauses 3024) Eine Wohnung von 4 Zimmern und Zubehör in meinem Nebenhaus an eine stille Familie sofort zu vermiethen. _________________________Dr. Ploch. 5465) Ein möbUrtes Zimmer zu ver- miethen bei C. Fr. Conrad, Friseur, _______________Mäusburg 48._______ 5685) Der mittlere Stock meines Hauses bestehend in 5 Zimmern, Küche, Keller rc ist sofort zu vermiethen, und alsbald be- ziehbar.____________Balth. Strauch. 5712) Der 3. Stock meines Hauses ist zu vermiethen und am 1. Oktbr. beziehbar. _________Peter Pitz, Zimmermeister. 3898) Ein Familienlogis zu vermiethen und sofort zu beziehen bei ______________F. Felfing, Neuenweg. 5702) Ein Familienlogis ist zu vermiethen und gleich zu beziehen. _____________G. Fischer, Mühlgasse. 5637) Ein kleines Familienlogis zu vermiethen bei Christian Horehseck. 5007) Ein Logis, bestehend aus drei ineinandergehenden Zimmern, nebst Kammer, Küche 2c. zu vermiethen. Küfer Arnold, Asterweg. vermischte Anzeigen. 5759) Eine oder zwei junge Damen od. Schülerinnen der höheren Töchterschule, die ihrer Ausbildung wegen längeren Aufenthalt in Wiesbaden wünschen finden freundlichste Aufnahme und billige Pension in gutem Hause. Näheres bei der Exped. d. Bltts.______ 5756) Ern tüchtiger Schuhmachergeselle wird fogeich gesucht, auch kann ein Junge der das Schuhmachergeschäft erlernen will bei mir in die Lehre treten. Philipp Kinkel, Schuhmacher im Darmstädter Haus. 5769) Eine Lauffrau gesucht _________________________Lit. C. N< 1. Maurer u. Handlanger finden sofort dauernde Beschäftigung. (5765 Aug. Nauheimer Ww. Annonce. D'e Agenturen zweier deutschen Feuer- u. Lebens-Vers.-Ges. für Giessen, mit bereits erheblicher Rente, find neu zu besetzen. Schrift!. Offerten mit Angabe von Referenzen sub. M. 94 bittet man bei der Exped. d. Bl. so- fort einzureichen._______________(5730 5746) Ein Dienstmädchen auf Michaeli gesucht. Restauration Müller, Brand A- 207. Giessen. Hess. Landes-Gewerbe-Ansslellmig in Offenbach a. M. Die Ausstellungsräume sind geöffnet von 10 Uhr Dorm. bis 6 Uhr AbdS. — Der Zutritt zur Ausstellung von Schülerarbeiten auS den Hand- werkerschulen in den Seitenhallen ist frei. — Der Park und die Restaurationen von 9 Uhr Dorm. bis 11 Uhr Abds. — Jeden Nachmittag von 3V2 Uhr, AbendS 6 und 8 Uhr CoHcerte der Capelle des Großh. Hessischen Infanterie - Regiments Rr. 118. Tagesbillette 1 jl G-rosse Verlooaung (5754 von Ausstellungsgegenständen. Gesammtwerth der Gewinne 100,000 Mark. Loose ä 1 Mark sind in der Ausstellung zu haben. Bibel- und Misstonsfest feiern wir, so Gott will, Sonntag, den 7. September in Dorf-Gill, wozu alle Bibel- und Missionsfreunde herzlich eingeladen werden. 5710) Der Vorstand. Einem verehrlichen Publikum mache hiermit die ergebene Anzeige, daß ich unterm Heutigen an hiesigem Platze (Reichenfand- Bahnhofstraste Lit. C. 22£) ein Spenglergeschäft eröffnet habe. Es wird mein Bestreben sein, durch gute, billige und reelle Bedienung mir das Vertrauen eines verehrlichen Publikums zu erwerben und halte mich demselben bestens empfohlen. Giessen, den 4. September 1879. 573i) Wilhelm Ammon. Grosse Ausstellung von Obst, Blumen, Gemüsen etc. des Verhauds Rheinischer Gartenbau - Vereine Carlsruhe, Frankfurt, Darmstadt, Mainz, Mannheim, Oberhessischer Verein in WenzeFs Saalbau und den für diesen Zweck im Garten erbauten Hallen am 6., 7., 8. u. 9- September 1879. Mit der Ausstellung ist eine Vcrloosnilg verbunden, wozu nur Gegenstände aus der Ausstellung selbst fangekauft werden. Der Preis des Looses beträgt 40 Pfg. Eröffnung der Ausstellung: Samstag Vormittag II Uhr. An den übrigen Tagen ist das Ausstellungslocal von Morgens 9 bis Abends 6 Uhr geöffnet. Eintrittsgeld: I. u. 2. Tag ä Person 50 Pfg., 3. Tag 30 Pfg., 4. Tag 20 Pfg. Kinder unter 15 Jahren die Hälfte. Familienkarten zu 2 Mk. und Personalkarten zu 1 Mk., berechtigend zum dauernden Besuche der Ausstellung, sind von Montag an bei Herrn Rechnungsrath Aug. Reuning, Ludwigs- strasse, sowie bei Herrn A. Scheyda (Exped. des Giessener Anzeigers) zu haben. Aussteller, sowie Mitglieder des Gartenbau-Vereins haben freien Zutritt zur Ausstellung und werden Letztere gebeten, ihre Karten mitzubringen. Am Samstag Nachmittag und Sonntag Nachmittag von 4 Uhr an COUCERT, ausgeführt von der Kapelle des 2. Grossh. Hess. Inf.-Regiments Nr. 116, gegen besonderes Entree von 20 Pfg. im Ausstellungslocal. Ende derselben 9 Uhr Abends. (5667 Die Direction der Oberb. Eisenbahnen gewährt den Besuchern der Ausstellung auf ein einfach gelöstes Billet innerhalb zweier Tage freie Rückfahrt, wenn das bezügliche Eisen- bahnbillet im Ausstellungslokal abgestempelt worden ist. Kirchweihfest in Klein - Linden Sonntag den 7. u. Montag den 8. Sept«, wozu ergebest einlobni (5735 Philipp Rinn. Friedrich Runge a. d. Burg. Zum Kirchweihfest in Londorf. Sonntag den 7. September: Vinnibus-Msahrt °°»Stadt Cassel aus. Früh 8 Uhr. 5758) Mahler. Geschäfts - Verlegung. 5535) Hiermit meinen werthen Kunden sowie einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich mein Geschäft vom Neuen weg 184 in das von mir erbaute Haus an der Bismarckstraße, neben Herrn Christian Petri V., verlegt habe, damit die Bitte verbindend, das mir seither geschenkte Vertrauen auch fernerhin bewahren zu wollen. Zugleich empfehle mein Lager in Schlössern und Banden rc. rc. Das An fertigen von schmied eiserneu Geländern und Thoren, eleetr. Haustelegraphen und Blitzableitern und das Probiren der Letzteren auf ihre Leitungsfähigkett, sowie alle in dieses Fach eitlfchlagende Arbeiten werden bei reeller Ausführung zu billigsten Preisen übernommen. Hochachtungsvoll Carl Wiegandt, Schlosser. (5769 Die trauernden Hinterbliebenen. Allen hiermit unfern herzlichsten Dank. Lich, den 5. September 1879. Für die überaus große und herzliche Liebe und Theil- nahme, erwiesen unserem nun in Gott ruhenden lieben Gatten, Vater, Schwieger- und Großvater Jolt» RriedWelt Rette* von Verwandten und Bekannten von hier und auswärts am Krankenbett, am Sarge und bei der Beerdigung, sagen wir Her«tw,ttliche Redaktion: A. Schema. — Druck rmd Verl«, tot BrRhl'sche, Inti^nuferei (F». GHr Pietsch) tu Gießen. ^Monöburean ffk. 2°8, u d 1 Maurer Die Gegensti! Gießen, »erlitt, 4. e Men sich über die t d, wie nach dem Zl jertn sind sehr genau Dachses in ihrem T k noch lange nicht jun jene Siegchuverf ühem man den Ge lügeren Kritik gelviä tot mehr allzufihr, tische hirrarch 'M, im preußischen ßlchempvlitische Gesetz kv'/g nach der Stimr i-uft tntgfgtngtbrafy Wien, 4. Se) iretchischen Ho tichischen Regierul e eines Verttages Die Antwort und drückt Bl aus, mit Oe «njubahnen. Ei ^Handlungen in London, 4. S ss«skn Andrassy, W mit Wohlwoüei K" »M Tesch E*» Sphäre | Kmein«,, bnfi ,Ntif mit sie Pt* Sie«; der! «SB*» I Wu*" de> *’« unb 55» Ree bei ftl™ mmt. Ä e®rt0> öt* : Rüebita ’< ’äm t|| i * • Unte; W^enb 8 der R,