Nsir. Mittwoch den 6. August Nr. ISO 1879 Redactionsbureaur 1 Expeditionsbureau r f Schulftraße B. 18. Erscheint tciglich mit Ausnahme des Montags. AW tfW- en» •t von * 2 3 4 5 6 7 8 9’- Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. ♦ r Holzheim hat nkenem Zustand bis heute noch fttr werden des- cr Konrad Stipp auibfllitn fottter ; r/ntcrzetchneten i taffen. ift 1879. LrnstLeipp- Deutschland. Darmstadt, 3. August. Das Großherzogltche Regierungsblatt (Beil. Nr. 18) enthält: 1. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 20. Juni l. Js. dem Sergeant Johann Michael Krebs von der 3. Compagnie des 2. Infanterie-Regiments (Großherzog) Nr. 116, aus Lanzingen, im Königr. Preußen, fü.r die von ihm mit Muth und eigener Lebensgefahr vollbrachte Errettung des Oeconomen Konrad Noll von Gießen von dem Tode des Ertrinkens das ' Ausflug mir * Zur allgemeinen politischen Lage. Die allgemeine politische Lage zeigt andauernd ein ziemlich friedliches Bild. Fürst Alexander von Bulgarien hat sofort nach seinem Regierungsantritt Schritte gethan, um die Agitation unter der bulgarischen Bevölkerung der angrenzenden Provinzen zu beschwichtigen. Der Gouverneur von Ostrumelten soll nach dem Abzug der Russen nur dann türkische Truppen tn's Land rufen, wenn die internationale Commission es einstimmig wünscht. Die griechische Frage tritt augenblicklich, trotzdem die Pforte endlich Commtsiare für die Verhandlungen über die Grenzfrage ernannt hat, hinter der brennend gewordenen egyptischen in den Hintergrund. Letztere bietet aber, trotz der Energie, mit welcher die Westmächte in Konstantinopel auf Wiederherstellung der früheren, fast vollständigen Unabhängigkeit des Vtcekönigs dringen, Hine Gefahren für den Frieden, da Frankreich und England dabei im Etnverstäni>- niß mit den übrigen Mächten vorgehen, es also an einer Erledigung der Frage nach den Wünschen Europas, welches unter allen Umständen eine geordnete Finanzverwaltung und Justizpflege verlangen muß, schließlich nicht fehlen wird. Der schwärzeste Punkt am östlichen Horizont ist leider die traurige Lage der Dinge in Konstantinopel und in der Türket überhaupt. In Folge der gänzlichen Unberechenbarkeit des geistig kranken Sultans sind die Zustände in der Hauptstadt geradezu unhaltbar geworden. Kaum hatte z. B. der Telegraph gemeldet, daß der bisherige Großveztr Khereddtn unter Bewilligung seiner Forderungen in seinem Amte bestätigt sei, so kommt gleich hintendrein die Nachricht von dem plötzlichen Sturz der gesammten Regierung und der Aufhebung des Großvezirats. Bei solcher Zerfahrenheit im Mittelvunkt des Reichs ist es denn nicht zu verwundern, daß der Zersetzungsproceß auch in den Provinzen rasche Forschritte macht: von allen Seiten her werden Aufstände gemeldet, und englische Minister geniren sich nicht, öffentlich zu erklären, der Türket sei durch den Berliner Vertrag eine „Gnadenfrist" gegeben, von deren Benutzung ihr Schicksal abhänge. Bet der Unfähigkeit der Pforte, wirk- liche Reformen etnzuführen, wie sie durch das englische Blaubuch über diesen Gegenstand jüngsthin constattrt ist, kann der Zerfall des osmanischen Reichs nicht lange mehr auf sich warten lassen. Glücklicher Weise tritt nach dem demnächst vollendeten Rückzug der russt- ichen Truppen Oesterreich als ausschlaggebende Macht auf den Schauplatz ; der Balkan-Halbinsel. Und da man in Wien weiß, daß man bei der Mission Oesterreichs, die europäische Cultur nach dem Südosten zu tragen, die mächtigste aller europäischen Regierungen auf seiner Sette hat, da der Kaiser i^ranz Joseph selbst soeben durch den eigenster Initiative entspringenden Wunsch nach einer persönlichen Zusammenkunft mit Kaiser Wilhelm in Gastein ein laut sprechendes Zeugntß von den festen Freundschaftsbeziehungen liefert, welche zwischen den Herrschern und Regierungen der beiden Nachbarreiche obwalten, so braucht man sich über etwaige üble Folgen eines Vorrückens österreichischer Truppen nach Novtbazar und selbst weiter nach Süden hin keine Sorge zu machen. ’m «N l3 t>" Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für Retttung von Menschenleben" Allergnädtgft zu verleihen geruht. 2. Bekanntmachung Großherzogltchen Ministeriums des Innern und der Justiz, die Bestätigung von Stiftungen und Vermächtnissen betreffend. 3. Bekanntmachung desselben Ministeriums, die Ergebniffe der Vermal- tung der Wittwen- und Watsenkaffe der Volksschullehrer vom Jahre 1877 betr. 4. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Friedberg, die Erhebung einer nachträglichen Umlage der israelit. Religions-Gemeinde Rodheim v. d. £. für 1877/79 betreffend. J 5. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen eines ftemden Ordens. 6. Namensveränderungen. 7. Dienstnachrtchten. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben aller- gnädtgst geruht: am 24. Juni dem evang. Pfarrer Friedrich Jacob Flick zu Ober-Seemen die evang. Pfarrstelle zu Reichelsheim zu übertragen; am 27. Juni den von dem Herrn Fürsten zu Ysenburg-Büdingen auf die dritte evang. Pfarrstelle zu Büdingen mit Herrnhag präsentirten Pfarrer Ferdinand Heumann von Ober-Mockstadt für diefe Stelle zu bestätigen. Am 18. Juni wurde Hülfsconducteur Jacob Rodrian aus Fürfeld zum Conducteur bei der Main-Neckar-Eisenbahn ernannt; am 6. Jult wurde dem Schullehrer Theodor August Friedrich Grünewald zu Reichelsheim im Odenwald eine erledigte Lehrerstelle an der Volksschule zu Worms, an demselben Tage wurde dem Schullehrer Georg Zimmermann zu Armsheim eine erledigte Lehrerstelle an der Volksschule zu Worms ü^?ttragen; an dems. Tage wurde Katharina Diehm aus Gießen zur Oberhebamme an der Entbindungsanstalt zu Gießen auf Widerruf, am 17. Juli wurde der Brückenwärter bet der Mainüberfahrt zu Kostheim Balthasar Gönner zum Brückenwärter bei der Schiffbrücke zu Mainz ernannt. 8. Ruhestandsversetzungen. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 24. Juni den Forstwarten der Forstwartei Gontershausen Förster Johann Georg Seibel zu Haarhausen auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, am 4. Juli den Canzlet- Jnspector bei dem Haus- und Staats-Archiv Archivregistrator Adam Budde aus Anlaß der veränderten Organisation des Archivdienstes mit Wirkung vom 1. August l. Js. an, am 11. Juli den Bahnmeister der Bahnmeisterei Darmstadt der MaiN'Neckar-Eisenbahn Johannes Saß auf sein Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen. Am 15. Juli wurde der erste Universitätsdiener Heinrich Zimmermann zu Gießen, auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner mehr als 65jährigen treuen und eifrigen Dienste, mit Wirkung vom 1. October d. Js. an in den Ruhestand versetzt. 9. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: Eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Worms mit einem jährlichen Anfangsgehalte von 1200 X, nach Klaffen aufsteigend bis 2200 X Die evang. Pfarrstelle zu Romrod; dotationsmäßiger Gehalt 2138 «X. Eine mit einem kath. Lehrer zu befetzende Lehrerstelle an der Gemeindefchule zu Pfeddersheim, mit einem nach dem Dienst- alter sich bemeffenden Gehalte von 1000 bis 1400 X Sechs Lehrerinnenstellen an der Volksschule zu Mainz mit einem Gehalte von je 1200 x.\ von diesen Stellen sind vier mit katholischen und zwei mit evangelischen Lehrerinnen zu besetzen. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Griedel mit einem Gehalte von 900 «X.; das Präsentationsrecht steht dem Herrn Fürsten zu SolmS-Braunfels zu. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Geiß-Nidda mit einem jährlichen Gehalte von 900 «X. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Leeheim mit einem Gehalte von 900 X. Die evang. Pfarrstelle zu Armsheim; dotationsmäßiger Gehalt 2224 X. pLk- _ Plis ’iöer. coßflülkarveiier nfl u. dauernde HettmGarde« Bekanntmachung. N°gimm.ka'u?d°7 S fÄÄ ^""'tt-gs cl" P*üf«»gsschi-ßen des Gr°ßh°rzoglich°n 2. Jnfanterie- Die Schußlinie geht von der Einbuchtung der Lahn gegen den Ostrand der Teufelsberge. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der zunächst betheiligten Gemeinden wollen dies noch besonders ortsüblich verkündigen lasten. Gießen, den 4. August 1879. Großherzogltches Kreisamt Gießen. __________ Dr. Boekrnann. Nr. 30 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 1. l. M., enthält: (Nr. 1327.) Gesetz, betreffend die Anfechtung von Rechtshandlungen eines Schuldners außerhalb des Concursverfahrens. Vom 21. Juli 1879. Nr. 31 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 2. l. M., enthält: 1879 Vom 23$^uli 1879^^"""^ $crmin für Ausführung des Gesetzes, betreffend die Verfaffung und Verwaltung Elsaß-Lothringens, vom 4. Juli (Nr. 1329.) Verordnung, betreffend die Uebertragung landesherrlicher Befugniffe auf den Statthalter in Elsaß-Lothringen. Vom 23. Juli 1879 Gießen, am 4. August 1879. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ö __________________________________________ Dr. Boekrnann. ®_äg fliege hoch. Mr Ögr nm ~ ju Lyraey. Zimmer /Laieiswez. ermiNhen^ ^oplanSgape ?r' Neuenweg, flirre Zimmer lott beziehbar. [£5_S_145iL_ • Etägnäes lecen, Küche re., melden. ndler Roth. '"Hause ist ein Minern rc., jn )■ zu beziehen E 4? Kröll. Mtvermie- zimmer, un- tolofalytignct, Buchhändler, ■A'Mo-— 'tübd/cn ju ver Ä D. Vitz. nzeigen. zur Feldarbeit der Eiv. d. A. »ursche wird gt die Exp. ieszemr Wr^eiger A«?eige- iinii Amtsblatt für den Kreis Gießen. Telegraphische Depeschen. Wagner'« telegr. T»rresppuveur«vurea«. Berlin, 4. August. Der „Reichsanzeiger" schreibt: Seine Majestät der König hat, um Seiner Anerkennung der treuen Dienste, welche ihm und der Monarchie der Staatsminister Falk in seinem bisherigen Amte mit aufopfernder Hingebung unter schwierigen Verhältniffen geleistet hat, in der Familie orterbende Erinnerung zu geben, dem einzigen Sohne des Ministers Falk den Adel verliehen. München, 4. August. Abgeordnetenkammer. Auf die Interpellation Ziendorfer's, betreffs der Baupflichten bet organisirten Pfarreien, erklärt Minister v. Lutz, die Angelegenheit gehe auch den Finanzminister an, daher sei erst in einigen Tagen die Beantwortung möglich. Die Legitimationen der Abg. Dürrschmitt und Stenglein werten anerkannt. Schels äußert, auch hier zeige sich die Nothwendigkett der Wahlgesetz-Reform. — Bei der Berathung der Gebühren-Ordnung wird der Antrag Äub, den Gemeinden einen Anthetl an dem Erträgniß der Jagdkarten zu überweisen, abgelehnt. Finanzminister Riedel gtebt eine Darlegung der bayerischen Finanzlage: Bei den Einnahmen ergeben sich Ausfälle im Betrage von rund 25,327,000. Dabet stehe eine Erhöhung der Ausgaben in Aussicht. Der Ertrag der Zollreform im Reich werde voraussichtlich die Verchetlung von 95 Millionen an die Emzelstaaten ergeben, für nächstes Jahr jedoch nur 60 Millionen. Davon entfielen auf Bayern 11, resp. 7 Millionen, so daß für nächstes Jahr ein Deficit von 16 Millionen zu decken sei. — Morgen Fortsetzung der Berathung. .London, 4. August. „Times" meldet die Suspenfion der Consolidated Bank of Canada. Ferner suspendirten George Wall Company in Colombo und London, Kaffeeplantagen-Besitzer und Exporteure mit 300,000 L. Passiva. Wien, 4. August. Meldung der „Poltt. Corresp." aus Bukarest. Das letzte russische Husaren-Regiment in Silistria ist nunmchr nach Reni etnge- schifft, woselbst 30,000 Ruffen auf Weiterbeförderung durch die Eisenbahn harren. c _ Paris, 4. August. Im 8. Arrondtffement von Parts wurde der Con. servattve Riant zum Mitglied des Gemetnderaths gewählt. Nancy, 4. August. Gelegentlich der Beantwortung eines Toastes kündigte der Maire von Belfort an, daß Belfort eine ähnliche Feier wie die hiesige vorbereite. London, 4. August, Abends. Unterhaus. Auf Befragen Dllke s thetlt Unterstaatssecretär Bourke mit: Die Pforte hat die Rote vom 27. Juni, betr. Reformen, nicht formell beantwortet, aber gegenüber Layard versichert, sie beabsichtige nicht die ihr im Berliner Vertrage auferlegte Verantwortlichkeit zu umgehen. Die Reformen seien nur verzögert, weil sie eine zeitraubende Erwägung erforderten. Die Pforte hoffe diese Erwägungen in einigen Tagen zu beendigen und alsbald die Angelegenheit zu regeln. — Auf eine Anfrage Goldshmtd's erklärt Northcote: Es sei im Wesentlichen richtig, daß durch die erfolgte Absetzung des Khedive Egyptens Privilegien nicht geändert seien, aber der Ferman sei noch nicht erlaffen. Unvahr sei, daß die Pforte die Erhöhung des Tributes vor Gewährung des Fermans fordere. Auf Anregung von Jenkin's erklärt Bourke: Es liege keine officielle Mittheilung vor über Höhe und Beschaffenheit des Elgenthums, welches der ehemalige Khedive mitgenommen hat. Weder England noch eine andere Macht hat bezügliche Schritte gethan. Darmstadt, 5. August. Dem Vernehmen nach wird die Kaiserin von Rußland nächste Woche nach Jugenheim kommen. Lok a l e S. England. London, 2. August. „Times" verbreitet sich über die hochbedeutenden Ergebniffe. welche durch den Berliner Vertrag bisher schon erreicht seien, und nimmt aus der allgemeinen Befriedigung über dieses Resultat Veranlaffung, die besonderen Verdienste des Fürsten Bismarck um das Zustandekommen des Vertrages in warmer Weise hervorzuheben. Dem Staatsmanne, welcher gewiffermahen als Schiedsrichter des diplomatischen Streites fungirte, dürfte sicher nicht die Anerkennung versagt werden, daß das Zustandekommen des Vertrages in hervorragendem Maße seinem festen und umsichtigen Einflüsse zu verdanken sei. „Times" knüpft hieran die ermuthigende Hoffnung, daß die orientalische Frage auch künftig einen befriedigenden Verlauf nehmen und der Berliner Vertrag die permanente Basis der zukünftigen Entwickelung der europäischen und asiatischen Türket bilden werde. Rußland. Aus Rußland. ließet den angeblichen Grund der auffallend schnellen Rückkehr des russischen Kaiserpaares aus Ltvadia schreibt man der „Erml. Ztg." aus dem Czarenreiche: Obwohl officiell die Nachricht verbreitet war, daß der Kaiser den ganzen Sommer und einen Theil des Herbstes in Livadia zubringen werde, ist die kaiserl. Familie unverhofft in die Hauptstadt zurückgekehrt. Die Politiker zerbrechen sich die Köpfe, auf welche diplomatische Ursache dieser schnelle Restdenzwechsel zurückzuführen sei. Hier erzählt man sich ein trauriges, aber die ganze Sache leicht zu erklärendes Ereigntß. Ungeachtet aller Vorsichtsmaßregeln entdeckte der die Runde machende Officier im kaiserl. Parke zwei unbekannte Individuen, welche bet seinem Erscheinen sofort verschwanden. Bet einer genauen Durchsuchung des Gartes wurden die beiden verdächtigen Personen nicht gefunden, wohl aber ein in den letzten Zügen liegender Wachtposten, der nach einigen Stunden verschied, ohne daß er einen Augenblick zum Bewußtsein zu bringen war. Die Aerzte constatirten bei der Section des Leichnams Vergiftung. Diese unheimliche That habe besonders die Kaiserin in einen solchen Schrecken versetzt, daß das sonst so ruhige und geliebte Livadia als höchst verdächtig sofort wieder von der kaiserl. Familie verlaffen wurde. _______________ 10. Sterbefälle. Gestorben sind: am 29. Juni der Revisionscontroleur i. P. Heinrich Karl Philipp Thomin zu Mainz; am l Juli der Landgerichrs- affeffor i. P. Karl Kleinschmidt zu Darmstadt; am 12. Juli der evang. Pfarrer Philipp August Victor zu Groß-Rohrheim; am 13. Julr der Friedensrichter K„aus zu Alzey; am 14. Juli der Zahlmeister i. P. Albert Wilhelm Bruno Kirchhoff zu Mainz; an dems. der Schullehrer Wilhelm Müller zu Worms; am 16. Juli der Schullehrer t. P. Georg Dtntelmann zu Altheim ; am 17. Julr der charakteristrte Major i. P. Friedrich Wilhelm Heß zu Darmstadt. Darmstadt, 4. August. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: , Am 28. Mai den Repetitor an der Thterarznerschule zu Hannover, Dr. Friedrich Eichbaum, zum außerordentlichen Profeffor bei der medtcini- schen Fakultät der Landes-Universität mit Wirkung vom 30. Juli d. Js. zu ernennen und in der genannten Eigenschaft zu berufen. Frankreich. Versailles, 2. August. Die Deputirtenkammer hat das Gesetz, betr. den Dienst des Generalstabes, definitiv angenommen. Der Vorsitzende der Zolltarifcommisston, Malezieux, sprach die Hoffnung aus, daß die Tanfe noch vor Ende dieses Jahres angenommen sein würden. Ministerpräsident Waddington verlas im Senate und in der Deputirtenkammer ein Dekret, durch welches die Session für geschloffen erklärt wird. Die Wiedereröffnung der Kammern wird in Paris zwischen dem 25. November und dem 1. December ftattfinden. gtancb, 3. August. Die feierliche Enthüllung des Standbildes Thiers fand unter sehr großer Theilnahme der Bevölkerung statt. Fünf Mitglieder des Ministeriums und viele parlamentarische Notabilitäten wohnten der Feierlichkeit bei. ^uleS ©imon kennzeichnete in seiner Gedenkrede den Ruhm Thiers' als Geschichtsschreiber und Staatsmann. Thiers sei stets ein unwandelbarer Verteidiger der Freiheit gewesen. Handelte es sich um feine Ueberzeugung, verstand er es auch, auf seine Popularität zu verzichten und seiner eigenen Pattei die Spitze zu bieten. Diese edle und kluge Festigkeit 1 einer Ueberzeugung machte ihn zum großen Manne. Er habe den Krieg zu verhindern gesucht Während des Krieges habe er sich bei Europa für Frankreich verwandt. Als er zur Macht gelangt sei, habe er drei große Kämpfe zu bestehen gehabt, gegen d-e Commune, gegen den Feind und gegen die Nationalversammlung. Thiers habe Frankreich die größten Dienste geleistet. Auch in seiner Zurückgezogenheit fei er Frankreichs Führer und Frankreichs Hoffnung gewesen. Er habe den Sieg der Republik voraus- aesaat und Recht behalten, vermöge des allgemeinen Stimmrechts und vermöge der Haltung des Parlaments. Frankreich sei gerettet und besitze für immer eine republikanische Regierung, die Freiheit zu denken, zu lehren und zu schreiben Die Republik habe den Kampf, in welchem sie ihre Feinde besiegen mußte, hinter sich, um m eine Periode der Macht zu treten, wo sie diese Feinde beruhigen und an sich ziehen muffe. Die Revolution von 1870 finde ihre definitive Form. Diese sei.die confervative und liberale Republik, wie sie Thiers gewollt. — Nach Jules Simon hielt der Minister des Innern Lepere, eine Rede, worin er erklärte, die Regierung sei anwesend, um eine glänzende Huldigung Demjenigen darzubringen, der den ruhmreichen Titel eines Be- tteiers des Landes verdiene. w . ... In einem Rückblick auf die Thätigkett Thiers' wies der Minister darauf hm, wie Thiers es verstanden, das Land so rasch zu befreien, trotz der Schwierigkeiten, die unübersteiglich geschienen. Das Land sei in einem Bürgerkriege, die Staatsnnanzen erschöpft gewesen und Requisitionen hätten die Bürger belastet, die Festungen leien entweder genommen oder geschleift, die Armee gefangen und die Nationalversammlung gespalten gewesen. Thiers habe Allen Muth gegeben, wieder Hülfsquellen entdeckt und schließlich eine Regierung des Landes durch das Land geschaffen, die er m einer parlamentarisch-constitutionellen Monarchie glaubte gefunden zu haben, 'ähnlich der englischen trotz der Verschiedenheit der politischen und socialen Gebrauche beider Lander. Thiers habe acht Regierungen stürzen gesehen und sei dahm gekommen, die Republik anzuerkennen, welche die Revolution gekrönt habe und welche für Frankreich fortan Die einzig mögliche Regierungsform gewesen sii. Der Redner erinnerte an das was Thters durch seinen Rath und seine Klugheit gethan, um dre Republik zu bereftigen Die Regierung habe beschlossen, den hohen Ideen Thiers' in der konservativen Republik treu zu bleiben, indem sie das Volk aufkläre, Unterricht und Arbeit in jeber Weise unterstütze und mit chimärischen Utopien abbreche. Die Regierung wolle alle Freiheiten achten und die legitimen Interessen beschützen Sie wolle die Schutzerm sein der Rechte des Staates, der socialen Errungenschaften der französischen Revolution, sowie der nationalen Traditionen und des gerechten Einflusses Frankreichs m Europa und in der Welt. SehlfFsberictit. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Llovd ^Ne?yott, 2. August. (Per transatlantischen Telegraph.) Dn Postdan^fcr Wes^ Capt. A. Jäger, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 20. Juli von Bremen u am 22. Juli von Southampton abgegangen war, ist heute 8 Uhr Morgens wohlbehalten hu* angekommen. Gießen 5. August. Am 6. October a. c. feiert der Großh. Rabbine der Provinz Obtthessen Sr. Ehrwürdcn Herr Dr. Levi dahier, sein 50jähriges Amtsjubiläum. Gleichwie ihm zur Zeit seines Doctorjubiläums am 7. November v. I. zahlreiche Beweise der Hochachtung und Verehrung geworden, so regt es sich auch schon jetzt und ist man bestrebt, die so seltene Feier zu einer angemessenen und würdigen zu gestalten. Möge vas Be- müden allseitige Unterstützung finden. . . ' Dem ehrwürdigen Jubilar aber möge es vergönnt ,em, die,en seinen Ehrentag in ungetrübtem körperlichen wie geistigen Wohlbefinden, umgeben von Kindern unv Enkeln, von Schülern und Freunden zu verleben, und möge noch eine lange Reihe von Jahren der beruflichen Wirksamkeit und gemeinnützigen Thättgkeit ihm beschieden sein. Gießen, 5. August. Vor einigen Wochen ist hier in Gießen die berüchtigte Wasierpesi (Elodea canadensis) gefunden worven und zwar in einem kleinen Teiche dicht an der Lahn (beim Schmall'schen Eiskeller oberhalb des Promenadenhauses), welchen sie in ungeheurer Menge erfüllt. Möge das Publikum nicht versäumen, das niedliche und doch so gefährliche Pflänzchen einmal ju Ibetr die Pflanze nicht so sehr gefährlich sein, da es nur Mutterpflanzen ohne Samenvermehrung sind, welche sich an obigem Platze finden. Wurde hier auch die Fortpflanzung durch Samen anstatt einfacher Weiterverbreitung durch Abzweigungen stattfinden, dann könnte allerdings in ganz kurzer Zeit eine Versperrung resp. Verfilzung eines damit betroffenen Wassers eintreten. D- Red.) Gießen 5. August In der gestrigen Vormittagssitzung des Schwurgerichtshofei wurde Heinrich'-Heeres von Schlotzau wegen Vergehen oes Diebstahls zu 6 Monat Gefängnis und Erstattung der Kosten des Verfahrens, jedoch unter Anrechnung von 3y2 Monat Unter suchungshaft, vcrurtheilt. ' _ In der Nachmittagssitzung kam die Anklagesache gegen Johannes Prang von Nösberts wegen Raub und widernatürlicher Unzucht zur Verhandlung. Der Beschuldigte wurei ,u 7 Jahr 1 Monat Zuchthaus und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte aus die Dauer vor 3 Jahren vcrurtheilt. 4 Monat erlittene Untersuchungshaft kommen auch hier in Abzug. — Heute Vormittag passirte eine Batterie Artillerie unter klingendem Spiel die Straßer 61 taJ Aus einer Wiese bei Rödgen fiel gestern ein Mann (Wiesenwärter Weller vor Wieseck) von einem beladenen Heuwagen so unglücklich, daß er an einer erlittenen Gehirn erschütterung alsbald verstarb. Gießen, 5. August- Bei dem am 2., 3. und 4. d. M- m Offenbach a. M. statt- gehabten XI. Mittelrheinischen Turnfeste wurden von den hiesigen Turnern 4 Preil- erzielt und zwar der 3., 5., 2l^und^30^^reis^^——gi _ mischt e S. Frankfurt 1 August. Der seit zwei Jahren in Frankfurt a. M. bestehende Frauev- bildungsvere.n hat es'sich zur'Ausaabe gestellt, Frauen und Mädchen zu, gewerblicher Thätigkec und selbständigem Erwerb auszubilden und hat in der kurzen Zeit ,eines Bestehens schon rech aünfl ac Erkolae erzielt. In der Fortbildungs- und Gewerbeschule wurden circa vierhunbert M Je Tn!internet in allen Zweigen weiblicher Arbeit In der Kochschule: da ersten dieser Art in Süddeutschlanv, ist em großer Zudrang von Schülerinnen und d e damU verbundene Speiseanstalt für Damen wird von Einheimischen unv Fremden gern besuch. »uy der mit der Anstalt verbundene Kindergarten wird von circa hundert Kindern benutzt. L)a» Lokal dieser verschiedenen Anstalten liegt im Mittelpunkte der Stadt, durch einen Durchgang - aeqenüber dem Russischen Hof mit der Zeil verbunden. Es sind schöne luftige Raume und ea ?d?attiqcr ©arten, weßhalb wir den angenehmen Aufenthalt, der auch eui Lesezimmer enthalt, allen Damen warm empfehlen. Die Speisen und Getränke sind gut und preiswürdig und zu allen Zeiten zu haben. Eine der Vorsteherinnen ist gegenwärtig und zui jeder Auskunft gera bexeit. — Auswärtige Schülerinnen finden daselbst Pension und gute Aufsicht^ * AI. •'«fei f,r® <« ta e n entfielen auf Jln Deficit von ?nng. !n der Tonfoli- »°lnprny in Co. mit 300,000 ß. Bukarest. Das lat Neni einge» ch die Eisen. »«litt aib daher g^tionen btt fe‘. cluch hj„ ,b" Munt abei ftehp wurde bet Eon. 15 eines Toastes he geiet wie die gen Dilke's theiit vom 27. Juni, ^yard verficheei, ZerantwortliÄeil ine zeitraubende gen in eiuigtii . — Auf eine d)tn richtig, H w nicht geändev , daß die Psorle li fordere. Alls Mr Mtheilunz hes der e^miigk ere Macht hat 6 ) die Saiserin w Sabbine btt Prock nlejubiläum. er v. 3. zahlrei-he S- schon jeLt und isi m ialfffl. Köge va8 8? inen öhrentaz tn unp ü önteln, vonKA» „ beruftichm Mth«- tidje dicht an btt W fie in unzthtllrtrM-^' jo gefährliche m «8 nut ®uö® biwtigungen fiattsinbÄ Sin M,‘ ÄiS» ö ;xSä; M f^tbb* V»pdaA"Ä .z Schwurgerichts - ’ -u 6 Monat ®tfaj von ZV, Monat M TS** Ostenbaö) igen Turners Handel und Verkehr. tat 6»n 5 Auaust Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. 0,83 Lr Sück^ ^ Enteneier, per Stück 5V--6 Käse, per Stück Li« X _g 's» Mfcn 1 Liter 20 Linsen, 1 Liter 18 H, 4~l A ?maar 70 X Hühner per Stä' L—, alte Hahnen, per Stück X 0,90, junge Tauben, pe7Stück 170, Kartoffeln per 100 Kilo X 6.-, Hahnen, p» Stuck 7«^ ^^Milch p» Liter 16 u. 18 H, Ochsenfleisch 70 per Pfd., SÄ Lfl^ 50-70 Schweinefleisch 58-60 Kalb- fieisch ^-48 Aua ^"tÄ^tbericht.) "©eit 8 Tagen erfreuen wir uns Prachtwetter. , 8,ta taar« 9bie Ääufcr febr zurückhaltend und daö Hauptgeschäft concentrirte Am heutig n n. 2ßeiAen ab unserer Gegend brachte X 2V/2—22. Russischer N °uf ?3vn‘In$^rS totorÄer unb Pr.Itz »a.llr.n °°n JC 22-24./. je Ä »• S 22 Roggenmehl "/, (B.rUn« Marke) >4 22 50, do, I (Berliner Marke) M. 20.50-21, do. II (Berliner Marke) M. 15.50-16.50, Wetzen effecti« hiesiger ab Bahnhof hier M 22,50, ab M>»°r Umgegend * 21,50-22, do, tembir ,e na» Qualität M 21.50-22,50, Roggen, je noch Qua ttot jä 13.25-15.50, Gerste X 16.-17 50, Hafer X 14.50-15.75, Kohlsamen X 22--21.50, Gv^cn X 19—27, Wicken X 14—16, Linsen X 17—36, Bohnen, weiße, X 19.50, Noggenkleic » Weizen- kleie arobe und feine X -, Rüböl, detail, X 62. Stimmung unsicher. Hauptsächlich gefragt war: —. Dringend offertrt: — (Die Preise verstehen sich sammtlich per 200 Pfund Zollgewicht — 100 Kilo.) Frankfurt 4. August. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Angetrieben waren ca. 400 Ochsen und Stiere, 210 Kühe, 200 Kälber und 2<»0 Hämmel. Die Preise stellten sich- Ochsen 1. Qual. X 67-68, 2. Qual. X 60-62, Kühe und Rinder 1. Qual. 'n 6Q—63 2. Qual. X 53—55, Kälber 1. Qual. X 52—54, 2. Qual. 45—50, Hammel X. dual. X 55-bO, 2. Qual. X 50-54 per 100 Pfd. Schlachtgewicht. Schweine daS Pfund zu 60 frei in's Haus. II. Schnell Die Kolilenhamlliing von Georg Unverzagt Kaplansgasse Nr 197, (4928 Eis H. Nubsamen. 4079) 5140) Soeben ist erschienen: Gicßcn vor 100 Jahren. Culturgesch. Bilder aus der -zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts von Dr. Otto Buchner mit einer Ansicht von Gießen aus d- I- 1775. Preis X 2.50. Vorräthig in der . Je r herrschen Univ.-Buchh. in Gießen. Bei Frankoeinsendung des Preises von auswärts in Briefmarken, erfolgt Franko- zusendung. Mr das Jugendsest sind Epheukränzchen auf das Nmesw u haben ä St. 18 IS» " Friedr. Rüger. Feinsten Himbeer-Syrup in Vi und Vr Flaschen, sowie im Anbruch empfiehlt (5046 Gg. Wilh. Weidig. 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Schinken, ächt Gothaer Cervclat- rourft, Schinkenwurst, «mxst-vli (4001 C. R. Textor, Prandgasse. " 5074) Meinen geehrten Kunden diene -ur Nachricht, daß ich dieses Jahr wieder Mit Preiselbeeren in gewohnter, guter Waarc, eintreffen wnde. Frau Plett aus Erndtebrück - Kaffee von 1 bis X. 1.60, gebrannten Kaffee von X. 150 bis X. 1-85, Raffinade in Broden u. Würfeln, sowie alle sonstige Specereiwaaren, empfiehlt billigst 5015) Julius Wallach. 4994) 4 Stubenthüren, gebrauchte aut erhalten, zu verkaufen. I. Rothenberger, Lmdenplatz. Feinsten vollsaftigen ScfHüeiAcrfms empfiehlt (5013 G-g. Wilh.. Weidig. 4960) Ein fein gearbeiteter Nußbaum- schrank ist zu verkaufen bei W. Müller, Schreiner, Flügelsgasse. Ieikgevotmes. 5139) Ein Billard, fast neu, mit ächten ^ummibanden, sowie ein sehr gut erhaltenes Büffet sind billig zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d- Bl- Strohhüte Bekanntmachung. 5154) Die Berichtigung der im Monat Juni 1879 erkannten unb Feldstrafen muß in den ersten 25 Tagen des Monats August d. I- und zwar mit Ausschluß des 12., 13. und 14. : Dienstags und Samstags Vormittags bei Großherzoglicher Dtstrictsetnnehmerei Gießen I bei Meldung Id er Beitreibung erfolgen. Gießen, am 2. August 1879. _______A. Bramm, Bürgermeister.________________________ Versteigerung von Braunstein -Gruben. 4973) Die der Bergbau - und Hüttengesellschaft in Liquwation „Concordia“, welche dahier ihren Sitz hat, noch rustehendm Berg- -auberechtigungen auf Braunster» in dem s. g- Hinterlande, 31(imhT „consolidirte Gruben" in der Gemarkung Wallau. b. „consolidirtes Grubenfeld" in der Gemarkung Weifenbach. c. Grube „Pracht" in der Gemarkung Hatzfeld. d. Grube „Kohlenberg II" in den Gemarkungen Frohnhausen und Montag 'ben 11. August d. I., Nachmittags 2 Uhr, auf dem Bülkau des Großherzoglichen Ortsgerichts dahier einer öffentlichen Versteigerung an den Meistbietenden ausgcseht werden. Der Zu chlag wird Len Meistgeboten ohne Rücksicht aus deren Betrag sofort crthcüt. Legen vorheriger Besichtigung der Gruben wolle man sich an Herrn H- Weigel ru Biedenkopf wenden. Nähere Auskunft ertheüt der Unterzeichnete- Gießen den 22. Atoll 1879. ^leVen' Dr. Muhl, Liquidator. De(Öruchöi(Öcr in feinster Ausführung, zu außergewöhnlich billigen Preisen verkauft (4993 I. Rothenberger, Lindenplatz. 4961) Der außergewöhnlich billige Verkauf wollener sehr haltbarer Strickgarne — ein rein gekämmtes Garn schon per V2 Kilo von X. 2.50 an — dauert nur noch bis September. ________Theodor Küchler. Frischer Zwiebelkucheü Montag, Mittwoch u. Freitags, Morgens zwischen 9 u. 10 Uhr, zu haben . (4992 _______Aug. Noll im Stern. Forbacher Formziegeln, sowie gewöhnliche Dachziegeln empfiehlt (3520 Fr. Müller II- orahtgestechl und -Gewebe für Hühnerhäuser, Volieren, Staketenwände und Vergitterungen, blaue, grüne und schwarz lackirte Gewebe für Fllegenschranke Fensteroorsätze in verschiedenen Bretten stets vorräthig bei (d7b/ M. Werßbacker. erlaubt sich ergebenst zu offeriren: aKI AVI in stückreicher und steinfreier Maare BlClIlliOlllCIl gew. Nusskohlen und Hessenbrücker Braunkohlen. Bestellnngen für Winterbedars nehme ich von jetzt an schon entgegen. Me nach genauer Vorschrift eines sehr erfahrenen deutschen Sanitätsraths und eines D sehr berühmten Medicinalraths bereiteten Krauterbitter-Tropfen, genannt Bunde«- tropfen, sind seit vielen Jahren als ein völlig unschädliches jedoch vorzügliches Hausmittel anerkannt, millionenfach als besonders geeignetes Schutzmittel >n t bestem Erfolg gegen Ansteckung von Krankheiten, Cholera.Durchfall, Lewsch merzen, Magcnkrampfe. Seekrankheit angewendet, auch haben sich die Bundestropfen (deren Hauptthetle mts den allgemein bekannten besten bewährtesten Ingredienzen: Cortex Cascanilae, Herba Centaurii minorie, Herba Arnicae, Radix Zedoariae Radix Gentiannae rcbrac etc. bestehen, deren hoher reeller Werth fast allen Menschen bekannt ist, und lebet Consumcnt al o weiß, was dem Magen eigentlich zugesührt wirdj durch ihre innehabende etgen- tbümlich belebende Kraft und äußerst angenehme Erfrischung im Fam liengebrauch, auf Land- und Seereisen, aus der Jagd viele hohe Verehrer erworben. Auf dem ganzen Erdball und in fast allen Städten sind die von mir allem fabricirten achten Bundes- ttopfen (mit Schutzmarke, deutscher Reichsadler, meiner Firma nebst Gebrauchsanwe.- suna versehen) zu haben *) Dieselben sind auch direct von meiner Fabrik, loco Hamm M Westfalen, jedoch dii kleinste Quantität nicht unter ^15 zu beziehen; in diesem ^alle wird der Netto-Engros-Preis für eine Berliner Quartflasche x 2.d0, eine halbe Luartflasche .X 1.50, eine viertel Quartflasche X ^berechnet. August Andernach in Hamm in Westfalen. —muck bei den Herren I. Klein, B. Lenz, C. Steuernagel, I. Seibel in Kieüen- ^ Qnenttn, M. Weber, G. Bersch, «. Nicolai, H. B. Frendenstel«, ^Ernft in Mar^ra; W Kaltwaffer, H. Kuhn, G. Koch, $a^tl^)of§reftauro. K ÄS Louise Getlfuß in Wetzlar; W. Staaden, W. PiScator in Leun.______________ Gute Steinkohlen für Ofen- und Herdbrand, (5141 Prima Knabbel- und gewaschene Nußkohlen empfiehlt A. Beling Wwe., xranlifurtcrstr. (ff. 59,4. Bestellungen für Winterbedars werden billigst und reell ausgeführt. Die Dampf ^Kaffee-Brennerei von Gg. Wilh. Weidig, Marktplatz Ur. 8, empfiehlt jederzeit frisch gebrannten Kaffee in vorzüglichen Qualitäten wie folgt: STr. 1 per Pfund » $ „ „ »» „ » »» ® » » Sämmtliche Sorten in Vi, Vr und Mk. l.SO 1 70 1.00 140 ITO V- Pfund Packeten verpackt und versiegelt, sowie mit Nummern und Preisen versehen. Diese Kaffee’s sind nach einer besonderen Methode gebrannt, wodurch die aromatischen Bestandtheile derselben nicht verfluchten, sondern zurück gehalten werden und dadurch an Kraft und Feinheit nichts verlieren. Berücksichtigt man, dass Kaffee durch die Röstung circa 20 Procent seines Gewichtes verliert, so sind meine gebrannten Kaffee’s im Verhältniss billiger als rohe und daher letzteren stets vorzuziehen. (5151 3952) Das Neueste in ächt französischen Kleiderkattunen und Kleiderstoffen empfiehlt zu den bekannten billigen Preisen -M ei' ■ ■■■ <1 UM UM H Hotel Einhorn. Avis, Scllärpeilbällder in allen Farben, zum Jugendfest, Tüll-Eichüs, Eiswoll- Tücher und Sonnenschirme, sowie meine sonstigen Artikel empfehle zu bedeutend herabgesetzten Preisen. 4988)A, Fangmann. Vermietungen. 5144) Zimmer mit Bett zu vermiethen. _________________Schloßgasse B- Nr. 5. 5142) Ein möbl. Zimmerchen zu ver- miethen. A. Frei, Neuenweg. 5132) Ein Stübchen für einen Arbeiter zu vermiethen- Brandgasse Nr. 2u2. 5129) Ein kleines Familienlogis zu vermiethen. A- M o og, Flügelsgasse 93. 5131) Zwei gut möblirte Zimmer zu- vermiethen. Neue Baue Lit. B- 100. 5051) Die Parterre-Wohnung unseres Hauses ist per 1. November er. anderweitig zu vermiethen. ___________E. Friedberger Söhne. 5150) Ein Logis mit Werkstätte und ein kleineres Familienlogis zu vermiethen. Zu erfragen_____________Lit D- 176. 4308) Das von Herrn Kreisrath Dr. Dieffenbach bewohnte Logis ist durch dessen Wegzug von hier per 1. October anderweit zu vermiethen. ____________H. Hochstätter Wittme. 5091) Ein anständiger Arbeiter kann Logis erhalten bei Karl Hiittenberger, ______________Grünbergerstraße Nr. 149. 3864) Ein Logis von 4 Zimmern mit Zubehör zu vermiethen. Kaplansgasse 218 bei Fran; Gerbode. 3898) Ein Familienlogis zu vermiethen und sofort zu beziehen bei ______________F. Felfing, Neuenweg.__ 5008) Der 3. Stock meines Hauses, 6 Zimmer nebst allem Zubehör, ist Versetzungshalber zu vermiethen und am 1. October beziehbar. Näheres im 2. Stock. _________Peter Pitz, Zimmermeister. 4918) Wegen Versetzung des Herrn Actuaraspiranten Orth ist das von dems. bewohnte Logis pr. 15. October anderweit zu vermiethen. _______H» Schnell,^randgasse. 4782) 3 Zimmer mit Zubehör im 2. Stock zu vermiethen. _________________ Neue Bäue B. 80. 4887) In der Nähe des Eöln-Gießener Güterbahnhofs sind 2 Familienlogis mit abgeschlossenem Eorridor und je aus 5 Zimmern nebst Zubehör bestehend zu vermiethen und alsbald beziehbar. Näheres bei __________________________I. Blitz. 4739) Der 2. Stock, 3 Zimmer nebst Zubehori, beziehbar 1. Oktober, zu vermiethen. Earl Stückrath, Gartfeld. 4139) Ein Logis von 5 Zimmern, Keller, Küche 2c. pr. 15. Aug. zu vermiethen. Näheres in der Exped. d. Bl. Vermischte Anzeigen. 5152) Für eine hiesige Llqueurfabrik und Branntweingeschäft en gros wird ein tüchtiger junger Mann für Comptoir und zeitweilige Reisen zum sofortigen Eintritt gesucht Offerten unter R. zu richten an die l^xped. d. Bitts.______ 5137) Ein tüchtiger .ll(nlrf)iiiriilüljrrr für eine Dreschmaschine wird gesucht. Ant. Volk II., Pohlgöns. Cigarren- u. Wickelmacher finden Beschäftigung bei (5075 I. Bernhardt. 5135) Die diesjährige Generalversammlung soll Donnerstag d. 7. Aua., Abends *8 Uhr, im Vereinslokal abgehalten werden. Tagesordnung: 1) Rechnungsablage, 2) Vorstandswahl, 3) Sonstige Vereinsangelegenheiten. Zu recht zahlreicher Betheiligung wird ergenst eingeladen. Der Vorstand. 5119) Ein Taglöhner zur Feldarbeit gesucht. Zu erfragen in der Exp. d. Bl. Warnung. Ich warne hiermit Jeder mann meiner Frau Anna Katharine Barrn, geb, Pitzer, auf meinen Namen etwas zu borgen, indem ich für nichts hafte. (5077 Emil Bärrn, Aufseher zu Marienschloß. XIV. Jagendfest. 5148) Mit Bezug auf unsere Mittheilung in Nr. 174 und 176 d. Bl. ricpten wir an die geehrten Eltern und an alle Freunde der Jugend Mieder- holt die ebenso freundliche wie dringende Bitte, uns wohlwollend durch Beiträge an ®db und durch Verabreichung der zu Lp'elpreisen für Kinder geeigneten Gegenständen zu unterstützen. Die Betheiligung unserer Jugend hat — wie schon früher erwähnt — diesmal eine niemals erreichte Höhe erlangt. Leider sind aber die bis jetzt einaegangenen Spenden an Geld rc.^noch sehr unbedeutend und stehen in gar keinem Verhältnis zu den für die würdige Begehung des Festes aufzuwendenden kosten. Wir dürfen uns jedoch wohl der angenehmen Hoffnung hingeben, daß, sich in den nächsten Tagen noch recht viele Herzen und Hände der Unterstützung der schönen aber höchst mühevollen Aufgabe des Comitö's offnen werden 1 Auch die kleinste Gabe ist willkommen! Jeder der Unterzeichneten ist zur Empfangnahme gerne bereit. Gießen, den 5. August 1879. Reallehrer Albach. Stadtverordneter Baist. Bürgermeister Bramm. Reallehrer Dr. Buchner. Lehrer Curschmann. Lehrer Felsing. Lehrer Franz. Stadtverordneter ttanstein. Lehrer lung. Turnlehrer Büdsarnen. Realschuldirector Soldan. Schulinfpector Vigelius. Gymnasiallehrer Dr. Weiffenbach. Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. Sitzung nicht Mittwoch den 6. August, sondern Donnerstag den 7. August, Abends 7 Uhr, in der kleinen Anla. Vortrag des Herrn Prof. Dr. Hess über die Spechte und ihren Werth in forstlicher Beziehung. Auch Nichtmitglieder haben Zutritt.__(5130 Geschäfts Cmpfehlung. (Sinern hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich uuch dahier als Kappenmacher etablirt habe und empfehle mich m aller in mein Fach einfchlagender Arbeit zu billigen Preisen und reeller Bedienung. Die Bewohner von Lich und Umgegend bittend, das früher meinem verstorbenen Vater geschenkte Zutrauen gefl. auch auf mich übertragen §u wollen zeichne Achtungsvoll August Etsch, Kappenmacher, neben dem Gasthaus „zum Enael". Lich, den 2. August 1879. NB. Reparaturen werden schnell und billig angefertigt. (5138 5087) (Schulze). begleitet haben, sagen wir hiermit August 1879. (5134 Die trauernden Hinterbliebenen. zur letzten Ruhestätte unfern besten Dank. Gießen, am 4. WirUchasts-Eriichmng. Einem verehrlichen hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich mit dem Heutigen in dem am Wallthor A 99 gelegenen Dostein'schen Hause eine JFt'r l h s c fi a ft eröffnet habe, und wird es mein eifrigstes Bestreben sein mir das Wohlwollen meiner geehrten Gäste, durch Verabreichung guter Speisen und Getränke, zu erwerben und zu erhalten. Um geneigten Zuspruch bittet Danksagung Allen Denjenigen, welche unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Sophie Isterliog Wiltive, geb. Euler. $ F. G. F. Mittwoch den 6. ds. Mts., Abends 8i/2 Uhr, in der Restauration Spieß Besprechung über die Theilnahme am Hess. Feuerwehrtag in Worms. Entlaufen ein großer Bernhardiner Hund, grau mit hellbraunen Beinen. Vor Ankauf gewarnt. Abzug. Adr. in der (%peb. d. Bl. (5153 5136) Em Notizbuch ist verloren worden oder irgendwo liegen geblieben. Gefälligst abzugeben bei ______Heinrich Hollmann, Tapezier. 5147) Gut möblirte Zimmer werden gesucht f. d. n. Semester. P. Hofmann, Aula. 5052) Ein hiesiges Engros-Geschäft sucht per sofort einen mit den nöthigen Vorkenntnissen versehenen jungen Mann als Lehrling unter günstigen Bedingungen. Wo? sagt die Expedition d. Bl. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. zMtfionsbur brpMonsbu nQd) h Obwohl bi Meuuverkennbi in nächster fielt rriumphe zu feie' sichend" der toi 2ande ei streben a, jchaffung du piff der Theologie, die Wg der Maigeses ter Stiehtlchen R Alles sind Di« aOtin durchsetzen f( itatagswablen. ! taten, dafür fehl riivMng doch je t Es scheint a ochsen werden. Der Rnät tementut. Osten ton auch nicht b wäre. Das Aufl Verbitterung im i tnd den national» ''.zenden MMe ü ras Gewissen Nh seit Jahren Nret aller pari «ßerliches an sich -k rin Präsident e Wort zu erg ches er stets m S über Allem ste uiiamenlarischen 5 ^r Laster selbst s i Die Nitivrdw JW» Abschluß T! in denselben Ta . 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