rem S Uhr, ^nquartetts 'e Tschampa ^Amalie *m Theresa ard Cossmana Brahms. Ipavic. TitL Chopin. Scharwenka. Schumann. Mandanici Chopin. ir-Potpeschnigg. n Doppler. Schubert Chopin. Cossmann. Kreutzer. Södermann. ker'schen Buch- eben Musikalien- ig bis Freitag althuren bis zum (745 im 31. mtxlt * mltxen innigen jd /rau. UUfT Stutnwtg. Hebamme. MitthrüllNg, km r-d * Frau. 16 ,tn- , 4- l f i« ä (6 Nv $!♦ Donnerstag, den 6. Februar 187V. Kretzener Anzeiger AiM- nah Amts!i!lrit für den Kreis Gießen. Mcdae1io«Sbmeeo« t ^rpeditionSbureau t Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montag-. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheil. Gießen, am 3. Februar 1879. Betreffend: Die vierte Auflage von Dr. F. G. Kopff's illustrirten Feuerlösch-Regeln, herausgegeben von W. Kitz in ger in Stuttgart. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglicken Bürgermeistereien des Kreises. , Wir benachrichtigen Sie, daß derRedacteur der deutschen Feuerwehr-Zeituna, W. Kltzinger zu Stuttgart, von dem Werke „Dr. F. ®. Ka pff« I öeu«löwregeln für Jedermann" eine neue (die vierte) Auflage mit 125 Holzschnitten herausgegeben hat. Der Preis eines broschtrten Exemplars dieses Werkes ist auf 2 JC. 80 , eines gebundenen Exemplars auf 3 M. 40 festgesetzt, bei Abnahme einer größeren Parthie tritt eine erhebliche Ermäßigung ein. 7 Zufolge Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern machen wir Sie auf diese gediegene und reichhaltige Schrift aufmerksam und empfehlen Ihnen deren Anschaffung. 1 1 ________________________________________Dr. Boekmann._______________ Bekanntmachung. Großherzogliches Ministerium des Innern hat die Genehmigung zur Vornahme einer mit dem diesjährigen Frühjahrs -Fasselmarkt zu Butzbach zu verbindenden Verloosung von Fafleln, Rindern, Schweinen und landwirthschaftlichen Gerätben. unter der Bedingung ertheilt, daß höchsten- 7000 Loose h 1 JL ausgegeben und mindestens SO0/* des Brutto-Erlöses hieraus zum Ankauf der Gewinn-Gegenstände verwendet werden. Gießen, den 3. Februar 1879. Großherzogliches Kceisamt Gießen. Dr. Boekmann. „ ec Gießen, am 3. Februar 1879. Betreffend: Die Ablieferung der Vacanzüberschüsse erledigter Schulstellen an die Provinztal-Schulfonds. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und Schulvorstände des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche noch mit Erledigung unserer Verfügung vom 31. D-cember v. I. — Anzeiger Nr. 3 von diesem Jahre — im Rück- stände find, werden an Einsendung der fraglichen Berechnungen Binnen 8 Tagen erinnert. ____________________Dr. Boekmann.___________________________________ Gefundene Gegenstände: 1 goldener Siegelring, 1 Tabakspfeife, 1 Bürste, 1 Hammer, 1 schwarzes Kopftuch, 1 Paar braune Handschuhe, 1 Schlüffel, 1 Brieftasche. Gleßen, am 4. Februar 1879. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. _______ Fresenius. Aolitisch Jules Grevy. Durch die Wahl Grevy ist die Republik Frankreich erst wirklich gefestet, nachdem sie unter Mac Mahon noch ein schwankendes Dasein geführt hatte. Run daö Werk gethan war, konnte der Mohr gehen. Nichts logischer, aber auch nichts undankbarer, als eine solche Aufgabe. Man hat bemerkt, daß bei diesem, von Gambetta durchgesührten Ränkespiel dieser hervorragende Politiker selbst ziemlich im Hintergründe geblieben sei. Man weiß sogar, daß sich im letzten Moment, als es sich darum handelte, einen paffenden Nachfolger für Mac Mahon zu finden, Gambetta seinem persönlichen Gefühl Zwang anthun mußte; denn für den Exdictator war der 65jährige Grevy turchaus nicht der Gewünschte. Er hätte den 73jährigen Dufaure als Präsidenten bei Weitem vorgezogen. Allein es giebt Momente, in denen auch der geschickteste Jntriguant, will er anders die Partie nicht ganz verlieren, sich mit einem halben Erfolge zufrieden geben muß. So wurde Grevy der Candidat der vereinigten Fraktionen der republikanischen Mehrheit von Senat und Deputirtenkammer, und so erfolgte seine Wahl zum Präfidenten der französischen Republik. Grevy genoß immer allgemeine Achtung. Lange begnügte er sich mit den platonischen Achtungsbezeugungen, er war fast ganz in's Privatleben zu- rückgetreten, und eine ländliche Ehe, die er etngegangen, ließ ihn die Freuden der Zurückgezogenheit noch lebhafter empfi- den. Er weilte die Hälfte des Jahres in Parts, wo er in der höheren Geschäfts- und Verwaltungswelt als Advocat und Rechtsconsulent eine ausgedehnte Kundschaft besaß. Es war die goldene Aera der großen Unternehmungen und fetten Prozeffe, wo ein beliebter und routinixter Anwalt mit Leichtigkeit 150 bis 300,000 Frcs. jährlich ver- dienen konnte. Nach gethaner Arbeit suchte der künftige Präsident Zerstreuung bei guter Musik oder am Schachbrett. Als er später im Staate eine der höchsten Stellungen bekleidete, wurde er seinen beiden Passionen nicht untreu. Gegen Ende des Kaiserreichs erst stürzte sich Grevy in den Strudel politischer Kämpfe. Ein Abgeordnetensitz war im Herbst 1868 in seinem Heimaths- Departement erledigt worden. Grevy, der ohnedies fast die eine Hälfte des Jahres dort lebte und als einer der besten und rüstigsten Gebirgsjäger gefeiert war, gab dem Drängen des republikanischen Comit^s nach, das ihn aufforderte, seine persönliche Beliebtheit bei seinen speciellen Landsleuten zu Gunsten der republikanischen Sache auszubeuten. „H. Grevy", schrieb damals ein Oppo- ßtlonSblatt, das selige „Avenir national", „begiebt sich nach dem Jura, wo feine Candidatur aufgestellt ist. Er nimmt in seinem Reisekoffer die Hoffnungen und Wünsche der gesammten französischen Demokratie mit." er HHeil. Die Wünsche und Hoffnungen der französischen Demokratie erfüllten flch auf das Glänzendste. Die Popularität Grevy's unter den Leuten im Gebirge, die ihn von Kmdesbeinen an kannten, mit ihm jagten und verkehrten, war eine solche, daß der kaiserliche Präfekt den Kampf gegen ihn aufgab. Eine ungeheure Majorität sendete Grevy in's Palais Bourbon. Hier blieb er so ziemlich im Dunkeln. Sein Name war der Menge nicht so geläufig, wie jene der damaligen Tenore der parlamentarischen Beredtsamkeit. Er war kein emphatischer Redner, der Vorträge hielt, lediglich der Kunst zu Liebe, tote Jules Favre, oder düstere Kapuzinaden wie Pelletan, oder gar süßlich widerliche Elegien wie Jules Simon vom Stapel ließ. Sein Wesen war nüchtern, seine Beredtsamkeit diejenige eines Rechtsgelehrten, eines Profeffors, aber durchaus nicht die eines franzöfischen Volkstribunen, bis er gerade durch feine Ruhe und Unparteilichkeit immer mehr Achtung gewann. Für bte nächste Zeit ist damit Frankreichs politische Entwickelung in ruhigeres Fahrwaffer gewiesen. Selbst die ungeduldigeren Radikalen werden sich durch die erprobte republikanische Ueberzeugungstreue des neuen Präfidenten ein wenig in ihren überstürzten Forderungen zurückbalten laffen. Auch das Ausland dürfte bald genug einseyen, daß es von diesem Mann weder republikanische Propaganda nach Außen, noch kriegerische Gelüste zu befürchten hat. Aerrtschland. Darmstadt, 3. Februar. Ein von Notabilitäten aus allen Theilen des Landes unterzeichneter Aufruf zur Errichtung eineö Alice-Denkmals wird in aller Kürze an die hessische Bevölkerung ergehen, und zwar nicht etwa eines Denkmals von Erz oder Stein, sondern eines solchen, das die mannigfachen segensreichen Anstalten und Vereine, welche die verstorbene Fürstin in's Leben rief, für alle Zukunft sicher stellt, indem sie dieselben hinlänglich dotirte; diese Institution wird den Namen tragen „Alice-Stiftung." Aus Ersuchen des Central Comitös des Alice-Frauenvereins für Krankenpflege, deffen Präsidentin die Verewigte gewesen, hat der Großherzog nunmehr bereitwilligst das Protektorat dieses Vereins übernommen. Darmstadt, 3. Februar. Heute trat die zweite Kammer wieder zusammen und erklärte die Regierung auf desfallstge Interpellation der Abgg. Kugler und Böhm, daß sie keineswegs geneigt sei, für eine auf dem Main einzusührende^ettenschlepp-Sckifffahrt eine Zinsgarantie allein zu übernehmen, solches eventuell Sache sämmtlicher Beteiligten Uferstaaten sein würde. Was die Kanalisation des Mains betrifft, so wurde aus die noch in Schwebe be- findlichen Verhandlungen mit Preußen hingewiesen und erklärt, daß man über England. Der Stellvertreter des Reichskanzlers: Otto, Graf zu Stolberg. Auf Grund der mir im § 4 der Verordnung vom 2. d. Mts., betr^ die Paßpflichtigkeit der aus Rußland kommenden Reisenden (Retchs-Gesetzbl. S. 9) und im § 2 Absatz 2 der Verordnung vorn 29. v. Mts., betr. Beschränkungen der Einsuhr aus Rußland (Reichs-Gesetzbl. S. 3) ertheilten Ermächtigung bestimme ich hierdurch: 1) Reisende, welche aus Rußland kommen, sind zum Eintritt über die Retchsgrenze nur dann zuzulasien, wenn sie sich durch Päffe ausweisen, welche der Vorschrift des § 1 der Verordnung vom 2. d. Mts. vollständig entsprechen. 2) Das Reisegeräth derjenigen Reisenden, welche hiernach zum Eintritt über die Reichsgrenze zwar zugelasien sind, welche jedoch einem von der Pest ergriffenen oder derselben verdächtigen Gouvernement Ruß- lands durch Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt angehören, ist beim Eintritt über die Reichsgrenze vor Gestattung der Weiterreise einer Deslnfection zu unterwerfen. Von der Kleidung, welche solche Reisende an sich tragen, sind mindestens die Oberkleider gleichfalls zu desinfictren. 3) Die Desir,fec- tion (2) hat mittelst gasförmiger schwefeliger Säure in der Weise zu geschehen, daß die zu desinficirenden Gegenstände mindestens sechs Stunden hindurch in geschloffenem Raume der unmittelbaren Einwirkung der schwefeligen Läure ausgesetzt und daß dabei mindestens 15 Gramm Schwefel auf den Cubikmeter lichten Raumes verbrannt werden. Berlin, 3. Februar 1879. Berlin, 3. Februar. Trotz der ofstciell anbefohlenen Geheimhaltung des kriegsgerichtlichen Erkenntniffes in Sachen des „Großen Kurfürsten" oer lautet, daß daffelbe wesentlich frelsprechender Natur sei. (Berl. Tagebl.) — Wie aus Bekanntmachungen des Armee-Verordnungsblattes zu ersehen ist, werden die diesjährigen Kaiser-Manöver vom 1., 2. und 15. Armee-Corps abgehalten werden. Ueber Zett und Ort steht die kaiserliche Bestimmung noch aus. Straßburg im Elsaß wird während der Manöver von der 57. Infanterie-Brigade besetzt. Im August und September ist eine großartige sechs- wöchentliche Belagerungsübung mit Minenkrteg in der Nähe von Coblenz in Aussicht genommen. die Weitersührung bis Offenbach noch keinen definitiven Beschluß gefaßt. — Die Berathung des Gesetzes-Entwurfs, das Verfahren in Sachen der nichtstreitigen Gerichtsbarkeit betr., bot wenig allgemeines Jntereffe. Der Antrag der Mehrheit des Ausschufles für die zweite Instanz, den Anwaltszwang ein- zuführen, wurde nach lebhafter Debatte abgelehnt. (^ägl. Anz ) — In unserer StaatSschulden-Tilgungskafse befindet fich noch eine ziemliche Anzahl faktisch herrenlos gewordener Depostten, welche demnächst dem Fiscus, der auch einen guten Magen besitzt, anhetmfallen werden. — Wie verlautet, soll die hiesige Münze nach erfolgter Außer-Coursfetzung der Thaler- stücke und den damit im Zusammenhang stehenden Neuprägungen definitiv aus- gehoben werden. (Tägl. Änz) Darmttadt. 4. Februar. Zweite Kammer der Stande. Der in der heurigen (8.) Sitzung der 2. Kammer zur Berathung gestellte Gesetzentwurf, die Ausführung der deutschen Strafproceßordnung betreffend, wurde nach kurzen Verhandlungen mit den von dem Ausschuß hierzu gestellten Anträgen angenommen. Die im Ausschuß nicht zur Verhandlung gekommenen Anträge des Abg. Hetnzerling, betreffend Verfahren bei Eontraventionen gegen die Ge.werbe- «efetze und solche gegen die indtrecten Auflagen, sowie der weitere Antrag um ausdrückliche Aufhebung der durch die Strafproceßordnung derogtrten Gesetze, Verordnungen -c mit großer Majorität abgelehnt. c t Das Haus begann sodann die Berathung über den zweiten Gegenstand der Tagesordnung, die Vorlage Großh. Ministeriums der Finanzen, den Hauptvoranschlag der Staatseinnahmen und Ausgaben pro 1879/82 betr., insbesondere Theil I., Ausgaben. Die Verhandlungen ge- dt-h-n bis zur „Hauptabthkilunz IX, Ministerium des Innern und der Justiz, Di- °n- aesorderten Beträge wurden, im Wesentlichen in U-b-r-insttmmung mit den «uslchußantragen, bewilligt. C®- 3‘a-J Berlin. Dle deutsche Presse ist mit einer Vorlage des Reichskanzlers bedacht. Schon am 8. Oktober v. Js sprach der Kanzler beim Soclalisten- gesek im Reichstage von der „Gefälligkeit der Post, wohlfeile Blätter für 4 Sgr. Porto das ganze Jahr lang viele hundert Meilen weit durch das Land zu fahren." Diese „Gefälligkeit" soll nun (wie die „Bresl. Morgen- Zeitung" berichtet), durch eine erhebliche Vertheuerung der Postprovision für Zeitungen beseitigt werden. Die Vorlage ist bereits in der Ausarbeitung C. _ — 1 cc ... —' Der „Reichs-Anzeiger" verkündet folgende Bekanntmachung, betr. die Bedingungen der Zulassung von Reisenden aus Rußland zum Eintritt über btc Reichsgrenze, vom 3. Februar 1879: London, 3. Februar. Trotz ihrer bisherigen Erfolge gegen Afghanistan werden die Engländer noch manchen Strauß zu bestehen haben, ehe sie an's Ziel ihrer Wünsche gelangen. Die „Times" meldet aus Jellalabad vom 31. Januar, Jakub Khan habe in seiner dem Major Cavignari zugegangenen Antwort die britischen Forderungen entschieden abgelehnt und erklärt, er sei entschloffen, dem Befehle Schir Ali's. Kabul zu vertheidigen, nachzukommen. Vali Mohamed sei in Hazarpir angekommen und habe dem Vernehmen nach die Unterstützung der englischen Re gierung nachgesucht, um eventuell den Thron von Afghanistan besteigen zu können. Nicht viel günstiger lauten die Nachrichten vom Schauplatze des Kampfes mit den Kaffern. Nach Mittheilungen aus aus der Capstadt vom 14. December haben vier Colonnen der englischen Truppen, da der König Cetiwayo aus das eng'ische Ultimatum keine Antwort erthetlt hat, am 12. v. Mts. den Umgena- und Tugela-Fluß überschritren und im Zulugebiete Lager bezogen. Bisher sind die Truppen auf keinen Widerstand gestoßen. Wie es heißt, fürchte Cetiwayo die Fliedenspartei. Es wird nur schwacher Widerstand erwartet. Die Opposition nimmt die augenblickliche Lage zu ihren Vortheilen wahr. Gladstone hat an die liberale Partei in Midlothian eine Zuschrift gerichtet, in welcher er erklärt, daß er die ihm an- gebotene Candidatur für die nächste Parlamentswahl in der Grafschaft annehme. Er werde hierzu durch die außergewöhnlichen Umstände in der politischen Lage bewogen, da es sich bei der nächsten Wahl um die ernste Frage handle, ob das Land wünsche, daß die gegenwärtige innere und auswärtige Politik der Minister sortdauere. Wumänien. Bukarest, 3. Februar. Laut Nachrichten aus Widdin vom 1. d. ist in Rumänien gegen alle Provenienzen aus Bulgarien Quarantäne eingeführt. Die rumänischen Behörden erhielten Auftrag zur Errichtung eines Sanitäts- Cordons längs des Pruth. Zwei Regimenter find dazu beordert. Telegraphische Depeschen. Wagner'- telegr. Eorrefpondenz-Bureau. Petersburg, 4. Februar. Officielles Telegramm aus Astrachan vom 3. d.: I» Wclliauka und Umgegend sind keine Pestkranke, in Stlistrenn und den benachbarten Höfen 6 Kranke (darunter 2 neu Erkrankte) und 2 Gestorbene. Die Epidemie fährt fort, in den durch Quarantäne abgesperrten Bezirken localisirt zu bleiben. In Tschernojarsk erkrankte eine Person an typhus- artigen Erscheinungen, befindet sich aber auf dem Wege der Sefferung., Die Epidemie läßt an Heftigkeit nach. Der Thermometer zeigt 10 Grad Kälte. — Die Nachrichten aus Astrachan lauten günstig. Vorgestern sind nur 2 Erkrankungen in Selistrenn-Oie vorgekommen. Eme weitere Verbreitung der Ep'demie hat nicht stattgefunden. Wien, 4. Februar. Das Abgeordnetenhaus setzte die zur Berathung vorliegenden Gegenstände bis zur Ernennung des definitiven Ministeriums ab. Der Zciipunkt der nächsten Sitzung ist noch unbestimmt. London, 4 Februar. Die „Times" enthält in ihrer Specialausgabe ein Telegramm aus Lahore vom 4. d. mit einer Depesche aus Djellalabad, weich' letztere meldet, daß in Kabul der Bürgerkrieg ausgebrochen sei, Jakub Khan den, Chandol genannten, Stadttheil Kabuls bombardire und eine große Anzahl Afghanen-Häuptlinge mit Familie die Stadt verlaffen haben. Berlin, 4. Februar. In Bestätigung der heutigen Meldungen über die Ergebnisse der Berathungen der Pest-Commisston sagt der „Reichsanzeiger": Die Maßnahmen, welche zu ergreifen sind, bestehen vornehmlich in der auf Einladung Rußlands bevorstehenden Entsendung einer Commission in die von der Pest ergriffenen und derselben verdächtigen Gebietstheile Rußlands und (n den durch die kaiserl. Verordnungen «om 29. Jan. und 2. Febr. und in den Bekanntmachungen des Reichskanzlers vom 3. d. vorgesehenen Beschränkungen des Personen- und Sachen-Verkehrs aus Rußland, sowie in der Anordnung der sanitären Jnspection der ans russischen und anderen verdächtigen Häsen eingehenden Schiffe und der darauf befindlichen Personen und Waareu. Weitere Maßregeln sind erst im Falle einer wesentlichen Steigerung der Gefahr in Aussicht genommen. Dahin gehören besonders die Beschränkung des Verkehrs aus Rußland nach Deutschland auf bestimmte Einbruchsstationen und an letzter Stelle eine Grenzsperre unter Errichtung von Quarantäne Anstalten. Auch diese event. Maßregeln sind in ihren Grundzügen von der Commission festgestellt. — Bei der hiesigen Stadtverordneten-Versammlung ist eine Resolution beantragt worden, in der die Versammlung die bestimmte Erwartung ausspricht, daß der Reichstag jeden Versuch, unentbehrliche Nahrungsmittel des Volkes durch irgendwelchen Zoll zu verteuern, auf's Entschiedenste zurückweisen wird. Es wird beantragt, diese Resolution den anderen Stadtvertretungen mit dem Ersuchen mitzutheilen, sich derselben anzuschließen und dieselbe demnächst dem Reichstage zugehen zu laffen. Unterzeichnet ist der Antrag: Ludwig Löwe, Langerhans, Z'wmermann, Hermes, Stryck, Solon. — Ji Verfolge seiner Aeußerungen im Abgeordnetenhause hat Minister Falk eine Verfügung an die Prooinzial-Schulcollegien erlassen, ihm ein Ver- zeichniß aller in den höheren Lehranstalten eingefübrten Lehrbücher einzureichen. Berlin, 4. Februar. Der „Reichsanzeiger" publtcirt einen am 11. October 1878 zu Wien zwischen dem deutschen Botschafter Prinzen Reuß und dem Grafen Andraffy vereinbarten, zwei Artikel umfaffenden Vertrag über Art. V des Prager Friedens. Im Eingänge desselben heißt es: Nachdem die im Art V. enthaltene Bestimmung in Betreff der Modalität einer Retrocession nördlicher Districte Schleswigs an Dänemark zur vertragsmäßigen Durchführung noch nicht gelangt sei; nachdem der deutsche Kaiser und König von Preußen den Wunsch zu erkennen gegeben, den er auf Beseitigung dieser Modalität legt; nachdem andererseits der Kaiser von Oesterreich die Schwierigkeiten würdige, welche sich der Durchführung des in jenem Artikel niedergelegten Princips entgegenstellen und einen Beweis seines Wunsches zu geben Willens sei, die zwischen beiden Mächten bestehenden freundschaftlichen Bande noch enger zu schließen, so hätten die Contrahenten übereinstimmend als nothwendig erkannt, eine Revision des gedachten Artikels eintreten zu laffen und den Prinzen Neuß und den Grafen Andraffy zu ihren Vertretern ernannt. Der erste Artikel des neuen Vertrages bestimmt: Die Verembarung des Prager Friedens, wonach der Uebertragung der durch den Wiener Frieden erworbenen Rechte des österreichischen Kaisers auf die Herzogthümer Holstein und Schleswig an den König von Preußen eine Modalität hinzugefügt ist, wird hierdurch aufgehoben, sodaß die Worte des Artikels V. des Prager Friedens mit der Maßaabe, daß die Bevölkerungen der nördlichen Districte Schleswigs, wenn sie durch freie Abstimmung den Wunsch zu erkennen geben, mit Dänemark vereinigt zu werden, an Dänemark abgetreten werden sollen, außer Gültigkeit gesetzt werden. Der zweite Artikel setzt die Ratification dieses Vertrages in Wien binnen dret Monaten fest. Am Schluffe heißt es: Dieser Vertrag ist von dem deutschen Kaiser und Könige von Preußen und von dem Kaiser von Oesterreich und König von Ungarn ratifictrt und sind die Ratificationen ausgctauscht. Breslau, 4. Fcbruar. Bei der heute stattgesundenen Ersatzwahl zum Reichstag erhielten Jnstizrath Freund 6564, Socialdemokrat Kräcker 5175, Wallenberg'Paschaly 2845 Stimmen. Zwischen Freund und Kräcker ist eine Stichwahl erforderlich. Lissabon, 4. Februar. Die morgen stattfindende Zusammenkunft der Könige von Spanien und Portugal in Elvas hat keinerlei politischen Zweck, sondern gilt lediglich als eine Kundgebung herzlicher Freundschaft zwischen den beiden Nationen. Paris, 4. Februar, Abends. Das amtliche Blatt macht bekannt, daß das neue Ministerium in folgender Zusammensetzung die Geschäfte übernommen hat: Waddington Präsidium und Auswärtiges, Marcere Inneres und interimistisch C"!tus, Leroyer Justiz, Say Fnanzen, Ferry Unterricht und schöne Künste, Greslay Krieg, Jaureguiberry Marine, Freycinet öffentliche Arbeiten, Lepere Handel Lokales. Gießen, 5. Februar. Der hiesige Verein für Geflügelzucht hielt gestern Abend seine jährliche Generalversammlung ab. In derselben wurde der seitherige Vorstand per Acclamation wiedergewählt. Aus dem erstatteten Jahresbericht ersieht man, daß der Veretn jetzt aus 109 Mitgliedern besteht, sowie daß die Vermögensverhältniffe deffelben recht günstige zu nennen sind. Es wurde beschlossen in diesem Frühjahre eine Ausstellung verbunden, mit einer Ver- loosung von Geflügel rc., und zwar auf die Osterfeiertagc, wiederum abzuhalten. Der Preis des Looses wurde auf 40 H fixirt und die Eintrittspreise sollen für Erwachsene 30, für Kinder 20 H betragen. --Sterblicbkeit in Gießen Im Monat Januar ereigneten sich in Gießen im Ganzen 24 Todesfälle. Es starben von erwachsenen Personen 10, nämlich 2 an Typhus, 2 an Herzkrankheiten, 2 an brigbtischer Nierenkrankheit, 2 an den Folgen von Schlaganfällen, 1 an Lungenödem und 1 an Eitervergiftung. Don den Kindern befanden fich 5 im ersten Lebensjahre und starben je eins an Scklagfluß, Diarrhöe, Gehirnentzündung, Krämpfen und Lebens- schwäche; die übrigen 9 Kinder standen im Alter von 2 bis 15 Jahren und wird als Todesursache angegeben: Diphteritis dreimal, Scharlach zweimal, Gehirnentzündung, Epilepsie und brigbtische Krankheit je einmal. Unbekannt blieb die Todesursache in einem Falle. Im Januar 1878 hatten wir in Gießen 21 Sterbfälle, wovon 16 bet Erwachsenen, 4 bei Kindern im ersten Lebensjahre und 1 bei einem älteren Kinde. Bemerkenswerth ist es, daß wir im verfloffenen Monat weder an acuter Entzündung I der Athemorgane, noch an Lungenschwindsucht Todesfälle zu beklagen hatten, was im ganzen ' Jahre 1878 nicht in einem einzigen Monate der Fall war. G. Neu eingelaufen saus», Neuling, Sack, . B i Sr-A ^Owstabsa^ xr. Weigel S I im ""'^ki^vermehrten 4 vt" I*; sondern m r--U- i HW.« LUS SÄ'”; : stankt zwischen 9 13 1 Mainz, 1- Leb süi Möbellieferung. Je Uglid)t Rechnung zu f traf ein, in welchem de schlechten Zeiten eine w doch wahrscheinlich e »finger) ständen. - Jassiren. Der Mann 300 * ein! 6, 7, 19; 1 2 1 2 , 10 , W 4 , • ! - , n 1 Stück 3 Pfe 3 1 , C , »ut abarlagcrte . sprechend billiger. F-r"-r «ich feg, retten, von her Comp. Oi M Göb, Masken! 3 in Mb» tewajl ,u ! S b" V. Rex !g® sbü Dkenslen. Tlr Sa —-----^iermat i 392 s geinte Rej.n Pnoratn.5’ ri«rat0 « Scho “'ce ^ Sa Ball, in großer Auswahl b WilheJ NMMgi an 126) Kreiswürdige Cigarren empfiehlt 608) (704 Alle Sorten Mineralwasser 2 Gut (553 in stets frischer Füllung, empfiehlt Gg. Wil ft Weidig Rud. Göbel, Neue Baue. r§ (607 Seltersweg 79. 392) e, 9f in anerkannt 127) Emif Fischbach 325) n *<5 3 — Ed. 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