ein
Mittwoch, den 5. März
1879
srr. S4
5 Uhr
Redaet1o«»bareM»r 1
«°rpE.n,b„r«m- I B. 18.
Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags.
viel
llwirth.
»rch gutes
ltUkMkg.
Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
Widern, Wen.
i, auch durch reuigen Tagen versehenen 'en.
non
Sinn,
Das Reform-Programm Bismarck s.
In neuester Zett wird von Durchfuhrzöllen und Dlfferentialtarifen so
nern, daß der Kanzler in erster Linie wünschte: Verminderung der direkten Steuerlast durch Vermehrung der auf indirecten Abgaben beruhenden Einnahmen des Reichs. Noch heule handelt es sich darum, wie weit der Reichskanzler das Schutzzoll-System in sein Pogramm ausgenommen hat und seinen Einfluß dafür einzusetzen gedenkt. Die Stellungnahme der Regierung in dieser Frage bewegt die Staatsgesellschaft weit mehr, als der Streit über directe und indirekte Abgaben; sowohl die Vertheidiger als die Gegner der Schutzzölle
14 Tagen geahndet wird.
Gießen, am 3. März 1879.
Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. Fresenius.
erwarten mit Spannung die entscheidende Antwort.
Da der Reichskanzler die Finanzreform in den Vordergrund stellt, so würde man nach der bisherigen Finanzpolitik erwarten, daß er als Mittel zur Durchführung der Reform reine Finanzzölle wählt, d. h. Grenzabgaben von Verzehrsgegenständen, welche (wie Kaffee, Thee rc.) im Jnlande nicht er« zeugt, aber masienhast eingeführt werden und dem Fiskus große Erträge zuführen. Doch der Reichskanzler zieht die Finanzzölle vor, welche zugleich als Schutzzölle wirken und für welche der Zuckerzoll ein Vorbild gewährt. Ein , solcher Schutzzoll wird heute besonders von der Textil- und der Eisenindustrie begehrt, und der Kanzler hat offenbar diesen Forderungen Concessionen machen wollen. Jndeffen stellten sich als Hinderniß die einander widerstreitenden Jn- tereffen der Producenten entgegen. Der Spinner würde sehr froh sein, wenn die Garne mit einem hohen Zoll belegt würden, indeffen würde dies der Weber, welcher die Garne braucht, als eine Erschwerung seines Gewerbes und eine Ungerechtigkeit empfinden. In ähnlicher Weise ist jeder Producent zugleich Consument und wünscht die Waaren, welche er oon anderen Fabrikanten, vom Landwirth oder Grubenbesitzer entnimmt, möglichst billig zu kaufen ; werden aber diese Waaren durch einen Zoll geschützt, so muß er höhere Preise zahlen und wird die Schutzzölle, welche ihm schaden, verurtheilen. Diese Klippe haben die Protectionisten sehr wohl gemerkt und ein sehr geschicktes Auskunftsmtttel gefunden, um den Widerspruch der Producenten, welche für Freihandel gestimmt sind, abzuschwächen: sie verlangen Schutzzölle für alle Producer.ten, also auch für die Landwirthe. Fürst Bismarck hat sich diesen Plan vollständig angeeignet. Schutzzölle für einzelne Industrien, meint er, wirken wie Privilegien und begegnen auf Setten der Vertreter der nicht geschützten Zweige der Erwerbsthätigkeit der Abneigung, welcher jedes Privtle- I fltum ausgesetzt ist. Dieser Abneigung wird ein Zollsystem nicht begegnen können, welches innerhalb der durch das finanzielle Jntereffe gezogenen Schranken der gesummten inländischen Production einen Vorzug vor ausländischer Production aus dem einheimischen Markte gewährt.
Die allgemeine Zollpflicht ist also ein Mittel, welches Fürst Bismarck von den Protectionisten angenommen. Doch soviel Sympathien es ihren Forderungen entgegenbringt, so entscheidet für ihn in letzter Reihe doch immer das Staatsintereffe, das Gesammtwohl. Er wünscht deshalb nur einen mäßi- aen Gebrauch dieses Mittels. Endlich ist bemerkenswerth, daß der Reichskanzler das Princip der allgemeinen Zollpflicht nicht als rin System für ewige Zeiten proclamirt, sondern nur als ein Verlegenheitsmittel ansteht, welches zur Zeit durch die schutzzöünerische Haltung des Auslands geboten ist und dazu beitragen soll, das Ausland gegen uns nachgiebig zu stimmen. Der Reichskanzler erstrebt nicht die Schutzzölle an sich, sondern seine Politik geht auf Kampkzölle oder (wo der Kampf den Gegner nicht beugt) auf Repreffalien durch' Retorsionszölle, welche Mittel auch vom sreihändlerischen Standpunkte wicht absolut verworfen werden.
ors Herrn r räulein Herrn
Hungar 'Greins Orchesters,
Deutschland.
Darmstadt, 3. März. Der Kronprinz des deutschen Reichs ist um 11 Uhr Vormittags zum Besuche des Großherzogs hier eingetroffen. Derselbe rätst Die erste Kammer der Stände tritt, vorausgesetzt, daß die Budgetberichte bis dahin im Finanzausschuß erledigt und ab- «edruckt sein werden, noch vor Mitte März zusammen.
— Der ärztliche Kreisveretn Darmstadt-Groß-Gerau hat sich nach wiederholter eingehender Berathung mit überaus großer Mehrheit gegen die
Montag btnW.M ■ äirnb« 8 nbt
MMis- y/rfam*9 in m
Bekanntmachung.
In neuester Zeit kommt es häufig vor, daß die Schutzmannschaft von Seiten Unberechtigter durch Nothsignale (Signalpfeifen) insbesondere zur Nachtzeit irre geführt wird. Wir sehen uns daher veranlaßt, darauf aufmerksam zu machen, daß eine derartige Handlungsweise nach Art. 80 des Strafgesetzes mit Strafe von 8,57 Mk. (5 Gulden) bis 85,71 Mk. (50 Gulden) oder Haft bis zu
nrg.
n 5. M«i. - r Director choenebeck^ mit guten W welches alle
* na R fi‘2.
gesprochen, daß die Grundzüge des kauzlerischen Programms fast zurücktreten. Man muß sich bei diesen vorläufigen heftigen Debatten daran ertn-
Giesse0,
L (Teuft 5' öts 7 [j K. L
Hießener Wye i ger
Anikize- und Amtsblatt für den Kreis Keßen.
Zulaffung der Realschul-Abiturienten zum Studium der Medictn ausgesprochen. In demselben Sinne haben sich dem Vernehmen nach ausnahmslos alle diejenigen äiztlichen Kreisvereine des Landes geäußert, welche bis jetzt der Aufforderung der Großh. Regierung entsprechend, ein Gutachten über den neuen Entwurf einer ärztlichen Prüfungsordnung abgegeben haben.
Mainz, 2. März. Die hiesigen Ltadtverordneten haben mit 17 gegen 13 S'imwen beschlossen. dem deutschen Reichstage die Erwartung und Bitte vorzultgen, daß er jeden Versuch, die unentbehrlichen Lebensbedürfntffe des Volkes durch Irgendwelchen Zoll zu vertheuern, mit Entschiedenheit zurückweise. Von den 13 mit der Minderheit stimmenden Mitgliedern haben nachträglich 11 ihre Zustimmung zu dem Inhalt des Antrags erklärt, da ihr Votum gegen denselben nur aus formellen Gründen (Competenzbedenken) beruht habe.
Berlin, 1. März. Fürst Bismarck äußerte nach dem gestrigen parlamentarischen Diner: Die Zollpolitik fei mit der Medtcin zu vergleichen; es gäbe darin keine absolute Wissenschaft; nur in der Chirurgie habe die medicinische Wisienschaft Erfolge aufzuweisen. Die Pathologie sei vollständig stehen geblieben. Wenn ein Patient stirbt, so käme der Arzt nach wenigen Tagen condolirend zur Familie mit der Bemerkung, daß der Patient nach den Regeln der Wisienschaft noch zehn Jahre hätte gut leben können. So lassen sich auch in der volkswirthschaftlichen Wisienschaft keine feste Normen und Gesetze aufstellen. Wäre es nach der Wisienschaft gegangen, so hätte Frankreich unmittelbar nach dem Kriege von 1870—71 verbluten müssen, während es umgekehrt glänzend prosperirt habe. Ebenso hätte cs England und Deutschland, die beide heute unter der "gesellschaftlichen Krisis zu leiden haben, gut gehen müsien. In dem Augenblicke, wo Amerika „die Klappe zumachte" und sich vom Freihandel-System lossagte, sei es ihm bester gegangen. Es sei richtig, daß er ftüher sich um wtrthschaftliche Fragen nicht gekümmert habe. Er habe nichts zu antworten gewußt, wenn ihn Jemand um den Stand des schwedischen Eisens gefragt hätte. Es erinnere ihn das an einen Vorfall. — Zu Rothschild sei ein Geschäftsfreund gekommen mit der Frage: „Wie ist Ihre Ansicht über schwedisches Eisen?" Rothschild habe sich darauf sehr verwundert an einen seiner Commis gewandt mit der Frage: „Meyer, wie denke ich über schwedisches Eisen?" Von dem Augenblick ab, wo Delbrück ihn verkästen, sei er auf sich allein angewiesen gewesen. Er habe seitdem jede freie Stunde zum Studium der Volkswirthschaft benützt und habe sich heute seine bestimmte feste Ansicht und Meinung gebildet, die in den Vorlagen an den Reichstag zum Ausdruck gelangen werde. Auch in der Volkswirthschaft gebe es keine feststehenden Normen. Ueber Delbrück meinte der Reichskanzler, daß dieser ein überaus erfahrener Mann, seine Natur aber eine zu gemäßigte sei, als daß er nicht, wenn er nicht aus dem Reichsdienst ausgetreten, sondern heute noch in demselben thätig wäre, wünschen sollte, daß die Verhältniste heute anders sich gestalteten, wie damals, als er den deutsch-französischen Handels-Vertrag im Jahre 1865 abschloß. Damals waren die Freihandels.Theorien in der Zunahme begriffen, heute sei es umgekehrt, heute sei der Schutzzoll im Anwachsen. Delbrück sei seiner ganzen Stellung nach sehr geeignet, im Reichstage vermittelnd einzutretrn; wenn nicht seine (des Reichskanzlers) Gegner, Eugen Richter rc, ihn reizten und versuchten, ihn an vergangene, unter anderen Umständen und Verhältnisten ausgesprochene Ansichten festzunageln. Auf die parlamentarischen Verhältniste übergehend, meinte Bismarck, daß Richter ihn fortwährend angreife; dies rühre ihn aber nicht sehr, wie er sich denn auch vorgenommen habe, Richter auch nicht mehr zu antworten. Er (der Reichskanzler) müsse es sich gefallen lassen, wenn die Feinde auf ihn schießen. Wehe thäte es ihm aber, wenn auch die Freunde auf ihn schössen. Es ist kein Glück für die parlamentarischen Versammlungen, daß eine so große Anzahl von Abgeordneten immer wieder kämen; denn sie würden dadurch viel weniger Vertreter der öffentlichen Meinung, als vielmehr ihrer eigenen Meinung und Jn- teresten. Es sei durchaus wünschenswerth, wenn die Berufs-Abgeordneten weniger zahlreich aufträten und mehr durch frisches Blut ersetzt würden. Bismarck ließ sich noch über die Pest aus: Aus Rußland lauteten die officiellen Nachrichten günstig; indessen seien andere Kreise dort sehr ängstlich. Er könnte jeden Augenblick die Grenzsperre verfügen, eine solche würde aber unter allen Umständen schwere materielle Schäden im Gefolge haben. Er sei auf den allergrößten Tadel in der Oeffentltchkcit gefaßt; indessen befände er sich in der schwierigsten Situation von der Welt. Wenn er jetzt die Grenzsperre decretiren wolle und es träte keine Gefahr ein, so würde es heißen, die Regierung thue zu viel. Wenn er sich hingegen dazu verstände, den officiellen Mittheilungen ausschließlich Glauben zu schenken und darnach zu verfahren, und es würden sich dann neue Pestfälle zeigen, so würde man wieder sagen, der Reichskanzler thäte zu wenig.
Berlin, 1. März, Abends. Die Commission für Schutzmaßregeln gegen die Pest berieth in ihrer heutigen Sitzung die gestern bereits bezeichneten Vorlagen des Cultusmtnisteriums über Errichtung von Quarantäne. Anstalten in Häfen und Desinfections-Anstalten für den Handelsverkehr mit Rußland. Nach einer hierauf bezüglichen statistischen Ueberstcht kommen dabei in Betracht 18 Nordsee- und 30 Ostsee-Häfen. Wie verlautet, ist die AuS- dehnung des Ausfuhrverbotes auf gewisse bisher nicht betroffene Artikel, wie namentlich Knochen, Dünger und Seilerwaaren, in Aussicht genommen.
Arankreich.
Paris, 2. März. In Frankreich bedrohen die unruhigen Elemente die gesicherten Zustände. Grevy hat wohl in seiner Ansprache an den Pariser Municipalrath in sehr entschiedener Weise die Pflicht, maßvoll zu bleiben, betont, um das Land nicht in dem Vertrauen an die Republik wankend zu machen, und ebenso ermahnte Gambetta zu einem opportunen und bedächtigen
Aschen Buchen Musikalien- bend sicher (1327
Nachricht, lieh unter-
Vsrgehen. Mit Worten allein kann jedoch die Gefahr, welche die radikalen Elemente herausbeschwören, nicht beseitigt weiden. Die Regierung des Präsidenten muß auch durch ihre Entschlüsse bekunden, daß sie von der gefetzmäßt« gen und friedlichen Richtung, welche sie eingeschlagm hat, nicht abgebracht werden kann, und daß sie nicht allein gegen die Rcacrton, sondern auch geaen die Radikalen, welche sich über die Gesetze htnwegsetzen wollen, eine Nachdrucks- volle Energie zu entfalten bereit ist. Nur auf diese Werse können die errungenen Fortschritte erhalten werden. Die größte Gefahr, welche die gegenwärtige Gestaltung der Dinge bedrohen kann, ist nicht mehr in einer Lchtlderhebung der Royalisten oder in einem bonapartlsttschen Staatsstreiche, sondern in dem Ueberwuchern der Radikalen zu erblicken.
— Mit Napoleon III. und dem Adler von Straßburg ist der Zug zum Abenteuerlichen, der die Napoleonisten charakteristrt, nicht ausgesiorbrn. Lte Betheiligung des Prinzen Louis Napoleon an dem Feldzüge gegen die Zulus veranlaßt die „Times" zu einem Leitartikel, in welchem es heißt, die Sache habe durchaus nur eine private Bedeutung und solle die französische Republik nicht beleidigen.
Kngkand.
London, 1. März. Der Vicekönig von Indien erhielt einen Brief von Jakub Khan vom 26. Februar, worin ihm derselbe den Tod Schir Ali's anzetgt.
Loudon, 2. März. Verschiedene aus der Capstadt eingetroffene, bis zum 11. Febr. reichende Nachrichten melden übereinstimmend Folgendes: Die Besorgniß vor einem Angriffe der Zulus in Natal ist gemildert worden, nachdem die Kaffern den günstigsten Zeitpunkt dafür versäumt. Der Tugelafluß ist gegenwärtig undurchwatbar und verspricht weiter anzuschwellen. Andererseits ist die ßige des britischen Heeres aber derart, daß eine Offensive Seitens desselben vor Eintreffen von Verstärkungen unthunlich erscheint. Pearson hat sich mit ungefähr 1500 Mann in Ekowe stark verschanzt. Er ist nicht abgeschnitten und kann jedwedem Zuluangriff widerstehen. Wood hatte unbedeutende Gefechte. Die Bewaffnung von freiwilligen Colonisten schreitet fort. Die Transvaals Baers dagegen verweigerten entschieden einen kriegerischen Anschluß gegen die Zulus und erklärten neutral zu bleiben.
Flußkand.
Petersburg. Zu dem Mordanfall auf den inzwischen gestorbenen Gouverneur von Charkow, Fürsten Krapotktn, entnehmen wir russischen Blättern folgende Einzelheiten: Am 21. Febr., Nachts zwischen 11 und 12 Uhr, fuhr Fürst Krapotktn von einem Balle nach Hause zurück, als an der Ecke des Wornesensky-Boulevards, in der Nähe des Gouvernements-Gebäudes, ein ver- larvter Mann auf ihn einen Revolverschuß abfeuerte und sogleich in der Richtung der Paraskewaktrche die Flucht ergriff. Die Gasse war menschenleer und nur ein Nachtwächter befand sich in einer Entfernung von etwa 1000 Schritten von dem Orte der That. Dieser sprang sofort, als er den Schuß hörte, zum Wagen und mußte die gescheuten Pseroe anhalten, damit sie mit dem Wagen nicht durchgingen. Der Bediente sprang vom Bock und verfolgte den Verbrecher in der Richtung der Paraskewaktrche, konnte ihn aber nicht ein* holen. Der verwundete Gouverneur wurde tn fein Haus gebracht und der sofort geholte Dr. Grube legte den ersten Verband an. Man erzählt tn der Stadt, daß schon vor einigen Tagen ein verdächtiger Mensch mehrmals vor dem Palast bemerkt wurde, der angeblich dem Gouverneur ein Bittgesuch wegen Anstellung überreichen wollte. Der Mann gab sich den Namen Simson Korba."
Türkei.
Krnotva, 1. März. Die Nationalversammlung nahm bet Berathung ihres Reglements die Anträge der Commission an, wonach die Versammlung sich lediglich als constttuirende zu betrachten hat, also keine legislativen Befugnisse ausüben darf, und derselben das Recht der Unverletzlichkeit zusteht.
Afrika.
Kairo, 1. März. Die Reooluttonsfarce, die der Khedtve von Egypten in Scene gesetzt hat, zieht neben den ernsteren Angelegenheiten Englands zeitweilig dort nicht weniger Aufmerksamkeit als diese auf sich. Dabet kommt fast durchgängig die Ansicht zu Tage, daß, so bedaueryswerth auch die Amtsniederlegung Nubar Pascha'S sei, Englands Interesse dennoch verlange, daß Mr. Wilson auf seinem Platze bleibe, damit nicht etwa der Vicekönig seinen Lieblingswunsch durchsetze, allein die Herrschaft in die Hand zu bekommen.
Telegraphische Depeschen.
Wagner'- telegr. Eorrespondenz-Bureau.
London, 3. März. Die für die Capcolonie bestimmten Truppenverstärkungen sind nunmehr tnsgesammt dahin eingeschifft. — Emer Meldung der „Times" aus Parts zufolge verlangen Frankreich und England vom Khedtve nicht, daß er Nubar Pascha für immer, sondern nur so lange als Minister behalte, b's das neue Verwaltungssystem gründlich erprobt.
Ueplitz, 3. März. Heute früh 7J/2 Uhr wurde in einer Tiefe von 13 Metern der Quellenspiegel erreicht, das Quellwasser hat eine Temperatur von 37%0 Grad Rsaumur. Es herrscht großer Jubel.
Petersburg, 3. März. Professor Botkin steht sich veranlaßt, gegenüber den durch die berufenen amtlichen medlctntschen Autoritäten geschehenen Feststellungen in mehreren Blättern heute zu erklären, daß er ungeachtet aller Behauptungen, wonach Prokoffjeff's Krankheit Syphilis sei, doch bei seiner früher ausgesprochenen Diagnose beharren müsse.
München, 3. März. Der Landtag wurde durch königliche Botschaft biS auf Weiteres vertagt.
Wien, 3. März. Meldungen der „Polit. Corresp." Ans Bukarest, 2. d. Das Fort Arab-Tabia ist, wie verlautet, Bereits vollständig demolirt — Aus Adrtanopel, 2. d. Ein Demonstratlonsversuch bewaffneter Bulgaren vor dem britischen Consulat wurde durch russisches Militär vereitelt. Durch ein Telegramm des Kaisers von Rußland wird dem General Totleben Befehl zu exemplarischer Bestrafung der Personen ertheilt, welche sich des Attentats gegen den griechischen Erzbischof schuldig machten; 16 Bethetligte wurden verhaftet.
Berlin, 3. März. Das Staatsministerium hielt heute Mittag 1 Uhr eine Sitzung. — Der „Reichsanzeiger" schreibt: Die Zeitungsmeltung, daß der General-Consul Blau in Odessa in einem Anfall von Schwermuth seinem
Leben selbst ein Ende gemacht habe, bestätige sich leider. Wenn russische Blätter diesen traurigen Vo'garg, der das auswärtige Amt eines tüchtigen und bewährten Beamten beraubte, mit einem Verweis in Verbindung brächten, den der General Consul erhalten, so sei dies gänzl.ch unwahr; demselben sei kein Verwe.s ertheilt uoroen; ein Anlaß dazu habe überhaupt nicht vorgelegen. — Der , ReiLsanzeiger" warnt vor Pariser Placementsbureaus, die in verschiedenen deutschen Blättern, auch der „Köln. Ztg.", annoncirt seien, da das Verfahren dieser Bureaus auf Geldprellerei hinauslaufe. — Der „Reichsanzeiger" meldet ferner: Zwei in Tangerog (Taganrog?) gleichzeitig vorgekommene verdächtige Todesfälle sollm nach amtlichem Bericht als exanthematischer Typhus constatirt sein. Laut Bericht aus T'flis war bis zum 22. Februar im ganzen kaukasischen Statthaltereibezirk kein einziger Erkrankungsfall an Pest oder einer verwandten Krankheit vorgekommen. Längs des angrenzenden Don'schen Kosaken- G'bieles und längs des Gouvernements Astrachan ist ein Cavallerie-Grenz- Cordon gezogen. Außerdem sind am kaukasischen Ufer des kasprschen Meeres bei den b uptsäcbllck>stkn Landungsplätzen Quarantäue-Stationen errichtet.
Brüssel, 3. März. Das kömgl. Schloß Tervueren, die Residenz der Prinzessin Coarloite, ehemaligen Kaiserin von Mexico, ist durch eine Feuersbrunst gänzlich zerstört; Niem rno ist dabei um's Leben gekommen. Die Kaiserin Charlotte si delle nach Schloß Laeken über.
Berlin, 3. März. Die conservattven Fractionen werden, da die National Liberalen, das Centrum und die Fortschrittspartei das Reichstags- D sciplmargefftz a limine ablehnen dürften, alsbald nach der Ablehnung Anträge auf Aen erung der Geschäftsordnung etnbringen.
Kalkutta, 3. März. (Osficiell.) 1500 Alkapats und Dorains griffen die Arr..regarde des von Girischk zurückkehrenden Generals Biddulph an, wurden aber mit Verlust von 150 Todten zurückgeschlagen; die Enalän- der verloren 15 Mann.
Teplitz, 3. März. Se. Mas. der deutsche Kaiser beauftragte den Leibarzt v. Lauer, sei e Freude über die glückliche Wiederauffindung des Q teilen- splegels dem Bürgermeister auszusprechen. Auch Kronprinz Rudolf nimmt laut Telegramm des Obersthofmeisters herzlichen Anthetl an der Freude der Teplitzer. Von vielen Gemeinden, Corporationen, Gesellschaften und Kurgästen sind Bea'ückwünschungs-Telegramme eingelaufen.
Madrid, 4. März. Gestern überreichte Ministerpräsident Canovas dem König das Eultussungsgesuch des ganzen Cabinets; der König nahm dasselbe an und beauftragte C movnS wiederum mit der Neubildung des Ministeriums.
Lokales.
Gießen, 4. Marz. Der hiesige Verein für Geflügel- und Vogelzucht hält, wie bekannt, während der Ofterfetertage in der Turnhalle seine 4. Ausstellung ab. Bereit« sinv über 500 Anmeldeformulare an die renommirtesten Züchter und Liebhaber von Geflügel und Vögel versandt und in Folge dessen auch schon eine erkleckliche Anzahl Anmeldungen beim Vorstande angelangt. Hoffen wir, daß die diesjährige Ausstellung eine reichlich beschickte und schöne werde, damit dem Publikum und namentlich den Landwtrthen vor Augen geführt werde, daß die Geflügelzucht, rationell betrieben, immer ein nicht zu verachtender Zweig der ökonomischen Wirthschaft ist. — Wenn man tn neuerer Zeit öfters vom Import der italienischen Eier hört, so sollte dieses den Landwirth wohl auf den Gedanken bringen, es einmal zu versuchen, unser Landhuhn durch Blutwechsel zu verbeffern und ertragfähiger zu machen. Ganz besonders eignet sich zur Kreuzung und Bluiwechsel das italienische Landhuhn, welche« nicht allein reich, lich sondern auch große Eier legt, wenn nicht vorgezogeu werden sollte einen Stamm reiner Italiener sich anzulegen, wozu auf der kommenden Ausstellung sich Gelegenheit genug bieten dürfte.
- Zwei betrunkenen Handwerksburschen, welche sich heute Nacht vor der Herberge prügelten, sowie einem eben aus dem Zuchthaus Entlaffenen, der auch sehr daneben war, mußten im Arrest Obvach verschafft werden. — Eine größere Keilerei wurde heute Nacht vor der Restauration „Zum Gambrinus" in Scene gesetzt.
E i n g e s a n d t.
Zur Tabak Nachversteuerung.
Bei den Steuerspeculationen wurde an eine Nachversteuerung nicht gedacht, bis der Bericht der Enquete-Commission sich dafür aussprach unb ist hierdurch bet den Spekulanten eine solche Panik entstanden, daß sämmtliche Tabakintereffenteu der Opposition beigetreten find. Durch die Nachversteuerung ist eine Lösung der Tabakfteuerfrage aussichtsloser wie eS irgend vorher der Fall gewesen. Die dem Reichstag vorliegenden Proteste gegen eine Er- hohung der Steuer beziffern sich nach vielen Tausenden, die Petitionen der Speculanten, welche die Steuer acceptiren und nur die Nachversteuerung verwerfen, bilden eine Minorität, die ihre Zwecke vergeblich anstrebt. Der Reichstag wird sich niemals dazu verstehen, der Specu. latton zum Schaden der allgemeinen Industrie Millionen tn den Schooß zu werfen! Nehmen wir an, daß Vie Steuer acceptirt und die Nachversteuerung verworfen würde, so hätte die Speculatton gegenüber der für den Consum arbeitenden unv sich für die laufende Zeit nur deckenden Jnvustrie einen überwiegenden Vortheil errungen, so daß die Mehrzahl der Fabrikanten, wozu die Mittel- und Kleinindustrre gehört, unterliegen müßte. Durch die ledtgltche Verwerfung der Nachversteuerung wird sich ein Privatmonopol entwickeln, dem das StaatSmonopo! entschieden vorzuzieben ist. Bei Einführung des letzteren müffen die Fabrikanten entschädigt werden, während durch die Begünstigung der Spekulation, d. h. durch Verwerfung der Nachbesteuerung in der Cigarrenindustrie ein neues, großer Proletariat geschaffen wird. Wurden doch schon bei der vorbergehenden Steuerschwindelperiode Circulare an Die Kundschaft versandt, worin Fabrikanten auf Jahre hinaus die alten Preise zusichern. Die Competenz der Enquete- Commission wird bei den bevorstehenden Verhandlungen aus dem einfachen Grunde beanstandet werden, weil das Colleg aus einseitigen Elementen zusammengesetzt ist; die Vorarbeiten sind für eine Vorlage überhaupt ganz ungenügend und wird das Ende der ganzen Bataille in der Ver- weisung an eine Commission seinen Abschluß finden.____________________
Eingesandt.
Beuern, 28. Februar. Der am voriaen Dienstag Abend im Gasthause zur Germania abgehaltenc Sängerball verlief in der brüderlichsten Weise. ES zeigte sich dtesesmal, daß ein solches Fest nicht einseitigen Charakter in sich trägt, daß es nicht nur die Tanzlust befriedigt, sondern wichtigere Aufgaben und Verpflichtungen zu lösen im Stande ist! Es wechselten nicht nur mit Tanz die erheiternsten Gesänge, bestehend in Volks und patriotischea Liedern (welche unter Dtreclion des Herrn Lehrer Musch über Erwarten, zur Befriedigung oller Anwesenden ausgeführt wurde», es waren auch die indirecten Pflichten, welche ollen wahren Bildungs- Vereinen angehören müffen, welche hier freudig empfunden worden durch das Streben nach einer freien Bildung. Diese« Streben fand seinen Ausdruck in den hierauf bezüglichen Toasten, welche dem Director Herrn Lehrer Musch sowohl, als dem Gründer des Vereins Herrn Lehrer Funk, in erhebenster Weise gebracht worden, selbige fanden bei der zahlreichen Versammlung den herzlichsten Wiederhall. Ebenso entwickelte sich ein förmlicher Enthusiasmus bet einem Toast auf unfern vielgeliebten Landcsvater den Großhenog, als auch auf unfern Heldenkaiser Wilhelm, wo mit der innigsten Tbeilnahme der traurigen Verhängnisse des letzten Jahres gedacht wurde, die Ersteren durch den Tod seiner hohen Gattin, wie Letzteren durch die ver- abscheuenswürdigstkn Attentate betrafen Es zeigt dies zu Genüge, daß ein wahrer Patriotismus dem Verein inne wohnt. Wo ein Verein auf solche Grundlage gestützt ist, kann ein Jeder, der Freund des Fortschritts ist, mit Stolz und Hoffnung auf das fernere Gedeihen deßelben Hinblicken! Unter den freudigsten Gefühlen wird jedoch leider daß Herz auch wieder verstimmt, wenn ein so erhabenes, nach den vornehmsten Zwecken nach freier Bildung und Humanität gerichtetes Bestteben nicht allenthalben getheilt wird. Namentlich wurde es schmerzlich empfunden, daß mehrere Mitglieder unteres Vereins, wie die Mehrzahl des Gemeindevorstandes, (Letzterer war nur durch Herrn Bürgermeister Ranft und 3 Personen vertreten) welche freundliche Einladung nebst Freikarten erholten hatten, zu Der veranstalteten Festlichkeit nicht erschienen, was umsomehr zu bedauern ist, als man berechtigte Hoffnungen einer Stütze bezüglich etwas Schönem, Erhabenem, auf den Ortsvorstand setzen muß. Jedoch ist von jeher zu constatiren gewesen, daß ein ernstliches Streben, wo nur die besten Mottve zu Grunde liegen, sein vorgestecktes Ziel dennoch erreicht, und mag dies zum Tröste gereichen. Gin jedes ernstliche Streben nach Humanität und Bildung muß endlich zum Siege führen!
Donnerstag > tl«W' ‘A klldm MU? f , SG S'tßtns N f
Wer kennt ukberttvytne Zau stücken vdne A .iboren. (to Sok Knwandten erR («ater noch mehr Urzie k wußte ( uni Döbler zu ve
erste Ml« an, urr Qm Qafiie i itto l. von Gne. engaqirt und noä> ter Türkei, im Rai
Lorsiellungen zu g «laßt, erfolgte «IS eine Berühmth auch kolossale Äeld selbst sagte, als Bo und iverwahren. ' wurde zu Repräsen unb brachte ibm s Ersten und in Loi er sich auf seine : seinem Fach nicht Frickell als Künstl« sucht, das ihm s brachte ihm zur E wieder und trat al
hold war, denn be Geschäften und grc kam der Vielgereist
1340) 2 Hauses zu W.
1) Srd-, M veranschlc
2) Zimmerei 3) Dachdeckei 4) Zchmiebec 5) Klempnera
9) Tünchno
lollen im Subu mfieaelt, mit f
. Mon an den Unterteil Kosten-Ani bX 12 Uh, jur Btedenk
Nächsten Frei
Me« ouf b(O
:1335)
—-—----Äü
Et, !N>:
! Ndn i Zcbl
I
1.3
L
I j»b«i
tbmtn Mo»«« ^er melbet ,°krdächtig,
8in|en hu-. .* einer 7 »eilten, Mrenj. 14« «üjtet »efibenj bet
chrin tyw>
«Utter 51* Ä bett ‘"llei lein
4tn, bt bie "ihm, g„, nd Dorains Biddulph bie Snglfir.«
>gte ben Lrtb- des Q teilen« iubolf nimmt r Krrnde der inb LllrgLßen
Emovas bem * dasselbe AintßerilMls.
ilt, wie begannt, tritt ftnö über igel un6 Aizel beim Sorftenoe cktt unö schöne hrt werte, Dai er ökonoiaischen sch» Sier hört, 'ttiudjtn, unftt 'm} btfonbni «aötin re/ch- 5tamm reiner Rieten Wt
t>n tantiwa war, tut» Rächt M
gedacht, bis ter den Epeeularie» tion btiidTttt; ichlSloser wie tf gegen eine A ttt vveealanta, । etne ÄtiflM eben, der 6pe» werfen! H«" rbr, 1° i“' M< Z-i>»“
„ inijiiti8“:
5* 'Ä .(tfung »kr
rtffli der W“; tu«
,ain« i« -«
ii fff0' Stiche
’Qrr
6tL w*
" Jj1!»
*«»fe
•»*
et»11
1 p ‘ ,srz<
Ifl !^ Str^
Buchen-Scheitholz,
22
1
2
Rmtr. Buchen-Scheitholz,
die Ringosenziegelei von
(452
ff
ff
Eichenstämme mit
Knüppel, Wellen,
44,61
0,64
18,58
6,07
3,05
v4L 6658 1449
784
39 136 1632
175 666 1142
2080
182
21
65
129
225
ff tt tf
H If ff ff
18
16
31
9
6
40
12
15
1850 250 450
13
ff
tt
54
7
15
4150
6
26
58 11
48
60 54
96
50
80
92
o R.
ff
n tf
ff tf
tf tf
ff
Stück
ff
—8,0 4-0,95 4-0,52 4-9,0
Holzverfteigerung
im Wiesecker Gemeindewald.
Freitag den 7. März d. J.,
2,48 Par. Zoll.
1,38 ,
1) Erd-, Maurer- und Steinmetz-Arbeiten incl. Material, veranschlagt zu.............
2) Zimmererarbetten incl. Material, veranschlagt zu . .
3) Dachdeckerarbeiten desgl...........
4) Schmiedearbeiten desgl...........
5) Klempnerarbeiten desgl........., .
6) Schreinerarbeiten desgl...........
7) Schlofserarbeiten desgl...........
8) Glaserarbeiten desgl............
9) Tüncherarbetten desgl............
25,5 830
4
J4
Cbm.,
tt tt
Temperatur in Gießen.
Februar 1879.
Holzversteigerung.
Freitag den 7. März I. I., des Vormittags um 10 Uhr anfangend, sollen in hiesigen Gemetndewaldungen nachstehende Holzsortimente öffentlich versteigert werden, als:
WerheUche Wubchlku.
Nächsten Freitag den 7. d. M..
Nachmittags 1 Uhr, sollen auf dem Bahnhofe Groß-Buseck eine größere Partie ausrangirte Bahnschwellen öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Bedingungen werden im Termin bekannt gegeben werde«.
Gießen, den 3. März 1879.
Die Hauptmagazinsverwaltung: 1335)Günther.
Niederste........
Mittlere........
Mittel früherer Jahre ......
Höchste .........
Niederschlag an 20 Tagen .
Niederschlag im Mittel früherer Jahre an 13 Tagen
Derbstangen
Nadelstämme „ -derbstangen
Reisstangen
versteigert werden.
Wteseck, den 28. Februar 1879.
Großh. Bürgermeisterei Wieseck.
1286) Lang.
1340) Die Arbeiten und Lieferungen zum Neubau eines Schulhauses zu Waldgirmes, und zwar:
von Vormittags 9 Uhr an, sollen im Wiesecker Gemeindewald, District Badenburger Wäldchen:
89 Rmtr.
1160) Cement, eiserne Träger, Achsen, Stabeifen, geschmiedet 4WÖ gewalzt, bei
I. G. 0. Bapst.
Theater»
Donnerstag den 6. März findet die erste Benefizvorstellung und zwar die des Herrn Llndner I. statt! Derselbe hat zu diesem Zwecke die als geradezu vorzüglich bekannte Posse -Leiden und Freuden eincS alten (Komödianten* oder: .Der Dater der Debu- tantin* gewählt und wird darin die Hauptrolle „ben Vater Tanne" spielen! Die große Beliebtheit des Künstler- und die Verdienste, welche derselbe sich um das diesjährige Theater erworben hat, dürfte denselben wohl ein volles Haus hoffen lasten und wird das Publikum Gießens gewiß gerne diese Gelegenheit ergreifen, demselben durch zahlreiches Erscheinen, seine wohlverdiente Anerkennung auszusprcchen! Die Parole für diesen Abend möge sein- .beim ulten Vater Tanne"! P
Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Juli d. I. gestattet.
Die Zusammenkunft ist aus der Anlage, oberhalb des Orts.
Rödgen, am 3. März 1879.
Großh. Bürgermeisterei Rödgen.
1346) Jnderthal.
»r. Wiljalba Frickell.
Wer kennt nicht diesen Namen schon aus früheren Jahren? Er ist und bleibt der unübertroffene Zauberkünstler, der ein eigen erfundenes Repertoir von über 300 originellen Stücken ohne Apparate und Diener auszuführm versteht. — In Sagan in Schlesien geboren, (der Sohn eines preußischen Regiments-ÄrzteS) hat Frickell, als Waise von einem Verwandten erzogen, schon in seiner Jugend rcges Interesse für Chemie und Physik, und später noch mehr für die Magie gezeigt. Nach dem heimlichen Studium der Wiegleb's Magie x wußte er sich Zutritt zu den Vorstellungen eines Ltnsky, Habit, Schumann, Bosco und Döbler zu verschaffen und trat, nach dem Tode seines Beschützers allein gestellt, bald seine erste Reise an, um für seinen Unterhalt »urch Kunstproductionen das Nöthige zu verdienen. Im Jahre 1835 gab er als 17jähriger Jüngling in Martenbad Vorstellung, wo er von König Otto I. von Griechenland, der sich an seinen bedeutenden Fertigkeiten ergötzte, als Hofkünstler engagirt und nach Athen berufen wurde. — Die Urlaubszeit benutzte er regelmäßig, um in der Türkei, im Kaukasus, in Rußland, Aegypten, Afrika, Persien, Südamerika, Brasilien :c 2c. Vorstellungen zu geben, die ihm immenses Geld einbrachten. Durch verschiedene Jntriguen -veranlaßt, erfolgte seine Entlassung, und wanderte er seitdem in der Welt herum, wo er bald als eine Berühmtheit überall genannt wurde. Hatte Frickell bis zur Entlastung in Athen auch kolossale Gelder verdient, so hatte er das Sparen vergeßen; er lebte, wie er von sich selbst sagte, als Bonvivant — wie gewonnen, so zerronnen. — Jetzt aber begann das Erwerben und Verwahren. Auf seinen Reisen wurde er überall mit Enthusiasmus ausgenommen, er wurde zu Repräsentationen an den königl. preußischen, kaiserl. russischen Hof re. re. befohlen und brachte ibm seine Thätigkeit bis zum Jahre 1862, nachdem er vor einer Anzahl von Fürsten und in London allein über 700 Vorstellungen gegeben, ein solches Vermögen ein, daß er sich auf seine Besitzung in Warmbrunn als Rentner zurückziehen konnte, wo er zwar in seinem Fach nicht ganz unthätig, aber doch in Ruhe bis zum Jahre 1872 verblieb. Hatte Frickell als Künstler ersten Ranges gut gespielt, so hatte er als Rentner doch ein Spiel versucht, das ihm schlecht bekommen sollte. Ein Börsenspielversuch in den Jahren 1870—72 brachte ihm zur Strafe den Verlust seines ganzen Vermögens ein. Er packte seinen Reisekoffer wieder und trat als Künstler wieder eine Reise an. Sein Ziel war Amerika, wo ihm Fortuna hold war, denn bekannt wie einst Merlin in Frankreich, so nannte man bald neben wichtigen Geschäften und großartigen Unternehmungen auch überall den Namen Frickell. Im Jahre 1875 fom der Vielgereiste wieder nach Europa und konnte er sich den Luxus wieder erlauben, in |
ber Nähe von Dresden eine Villa zu kaufen. Die gewünschte Ruhe aber sand er dort nickt benn die Reiselust erwachte von Neuem und die Liebe zu seiner Kunst ließ ihn nicht »ur «ubie fommen. So reist er auch heute noch und ist er immer noch der gern gesehene unb\i« \ekt unübertroffene Zauberer, worüber eine Breslauer Zeitung au- neuester Zeit schreibt- ***
'Ach und Niedrig, Alt und Jung drängt sich zu seinen Sollen, um 'die Nackt „des Zauberstabs zu bewundern, welcher in der Hand des Meisters nie aeahnie „Wunder schafft. Vergeblich sucht sie der Verstand des Laien zu ergründen/ — He „bleiben ihm trotz alles Nachdenkens ein ungelöstes Räthsel." P
„ Knüppel,
„ Stock,
„ Wellen, Eichen-Scheitholz,
„ Krüppel,
„ u. Nadel'Stock,
„ Wellen, Nadel-Scheitholz,
Handel und Verkehr.
cn er « 4; Märö- Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Bfb
80 85 ^ Hühnereier, per Stück 5—6 Enteneier, per Stück — Käse, per Stück 4—8 $ Kasematte, per Stück 3 H, Erbsen, 1 Liter 18 Linsen, 1 Liter 22 H, Taubem daS Paar jl \, Hühner, per Stück JL 1.60, Hahnen, per Stück JL 1.70, Enten, per Stück JL 2 /H, Kartoffeln, per 100 Kilo JL 5—6.—, Zwiebeln, per Ctr. JL —. Ochsenfleisch
50-11 T 56-60 * 6d,toE*mfleito 58-6°^’
Mehl Nr. 1 38, Nr. 2 36, Nr. 3 X 30, Nr. 4 26, Nr. 5 JC. 20.
Roggenmehl o/j (Berliner Marke) JC 21 50, do. I (Berliner Marke) Jü 19.50-20, do. II (Berliner Marke) Jt. 14.50—15.50. Weizen, effectlv hiesiger ab Bahnhof hier JL 20, ab unferer Umgegend JL 19.25—50, do. fremder je nach Qualität JL 19.50—20.50, Roggen "ach Qualität 13.50-15.50, Gerste JL 17-19.50, Hafer JL 12.50-14, Kohlsamen i2« on' Sr6fen J* 19“27' Wicken JL 14-16, Linsen JL 17-37, Bohnen, weiße, 1q—Roggenkleie Jl. 9.50—10, Weizenkleie, grobe und feine Ji. 7—8, Rüböl, detail, m * (®li » 'ämm.,.ch p«
u. gro^AfiT2' 3n??ärJ- Der heutige Viehmarkt war ziemlich befahren. Angetrieben waren ca. 360 Ochsen, 200 Kühe und Rinder, 160 Kälber und 240 Hämmel. Die Preise ki« 7» Ochsen 1 Qual. .£ 67-69, 2. Qual. 60-65, Kühe 1. Qual. JL 60 big 62 2. Qual. JL 49-52, Kalber 1 Qual. . Weygand in Wetzlar.
1192) Ein Garten ist auf dem Nahr- ungsberge unter guten Bedingungen zu verkaufen.2Bo ? sagt d. Exped. d. Bl.
Summe 12086 49 sollen im Submissionsweqe verdungen werden. Offerten sind portofrei und versiegelt, mit entsprechender Aufschrift, bis spätestens zum Submisstonstermine
Montag den 17. März, Vormittags 11 Uhr,
an den Unterzeichneten einzureichen.
Kosten-Anschlag rc. liegen bei dem Unterzeichneten Morgens von 9 Uhr bis 12 Uhr zur Emsicht offen.
Biedenkopf, den 2. März 1879.
Der Kreisbaumeister:
Traen er.
Eichen- „
Nadel- „
Buchen-Prügelholz, Mchen- „
Nadel- "
Buchen-Stockholz, E chen- „
Nadel- „
Buchen-Wellen, Eichen- „ Nadel« „
Eichenstämme, 5,90 Cbm. enthaltend,
Nadelstämme, 13,86 Cbm. enthaltend,
Buchenstamm, 1,23 Cbm. enthaltend, Btrkenstämme
Atthesßscht Eisenbahnen.
1336) Die nachstehend aufgcführten Gegenstände sind auf den Oberhess. Bahnlinien gefunden worden. Die unbekannten ßtgenthümer werden aufgefordert ihre Ansprüche innerhalb Jahresfrist bei der nnterzeichneten Stelle geltend zu machen, andernfalls zum Verkauf geschritten werden vird:
1 Etui mit Weißzeug, 3 Cigarrenspitzen,
1 neues Hemd mit Kragen, 3 Körbe, 1 Kette,! Kinderjäckchen, 1 altesKamisol, 3 Halstücher. 1 Ledertäschchen, 13 Mützen, 1 Peitsche, 1 Päckchen Kleider, 3 Säcke, 3 Paar Strümpfe, 2 Säckchen mit Wollengarn, 2 Strohhüte, 11 Stöcks, L 2Sonnenschirme, 7 Regenschirme, 1 Paar alte Stiefel, 12 Taschentücher, 1 Packet g Tabak, 1 Tabakspfeife, 1 Taschenmesser, | L Schippenstiel, 1 Paar Achselklappen Nr. 116.
Gießen, den 1. März 1879.
Die Hauptmagazivsvcrwaltuug. Günther.
Wersteigerungen.
Mittwoch den 5. März,
Nachmittags 2 Uhr, sollen im Pfandlocal dahier 52 Weißbinder- Gerüststangen, Möbel, 2 Ziegen, 2 Gänse, ein Handwagen meistbietend versteigert werden
Gießen den 4. April 1879.
Großh. Ortsgericht Gießen
________ Müller._____(1351
Hostversteigernng
im Gemeindewald Haufen.
Dienstag den II. März I. J.,
von Vormittags 9 Uhr an, sollen im hiesigen Gemeindewald, District Bekertswald und Bruch nach- verzeichneteS Holz, als:
60 Fichtenstämme bis zu 18 Mir.
Länge = 16,16 Cbm.,
799 Fichtenstangen bis zu 18 Mtr. Länge, == 58,02 Cbm.,
22 Rmtr. Eichen- u. Nadelknüppel, 39 „ Nadelstock,
2000 Buchen-Durchforstungswellen u. 2650 Nadel-Wellen
versteigert werden.
Bemerkt wird, daß das Stangenholz ganz besonders zu Dachsparren, Rüststangen u. s. w. geeignet ist.
Der Anfang ist zur bestimmten Stunde im District Bruch beim Wegweiser, wo der Weg von Hausen nach Annerod über die Staatsstraße führt.
Hausen, am 3. Mäcz 1879. Großh. Bürgermeisterei Hausen.
Samstag den 8. l. Mts.,
Vormittags 11Uhr, soll auf dem Lenz'schen Felsenkeller eine Mufikhalle versteigert werden.
Dieselbe ist im Mittel 6,30 m lang, 4,30 m breit und 3,45 m im Lichten hoch, aus Fichten-Rundholz gezimmert, mit Bretterwänden und Schieferdach versehen.
Gießen, den 4. März 1879.
Großh. Bürgermeisterei Gießen.
1348) A. Bramm.
1353) Bei Gelegenheit der am
Donnerstag den 6. März d. I.,
Nachmittags 2 Uhr, auf dahiesigem Ortsgericht stattfindenden Wiefenversteigerung sollen auch nachstehende Grundstücke des Herrn L. Kauf einer freiwilligen Versteigerung ausgesetzt werden:
Flur Meter
4%i u. 92 3006 Wiese an den Schwarzlachgräben.
j 1075 Wiese in der Schwarzlach. 42/gi 1513 Acker neben dem Sandfeld.
Gießen, den 4. März 1879. Müller, Ortsgerichtsmann.
Eiserne Bettstellen
find billigst zu haben bei (968
____________Karl Noll, FlNgelSgasfe.
1182) Kleiderschränke, ein- und zwei- thürige,Kommoden in verschiedenen Größen, Waschkommode und Nachttische mit Mar^ moraufsatz, Sopbas, Spiegel, Tische und Stühle, Bettstellen lein- und zweischläfrige) und sonstige Möbel billig.
I. Notheuberger, Lindenplatz.
1278) Gut gebrannte Nuffeusteiue find zu haben bei Frau Etchenberg.
Aeikgeöolenes.
rr ,1350) Alle Sorten gewöhnliche, gebleichte und farbige
Bindfaden, Packstricke, Waschleinen eic. zu Fabrikpreisen empfiehlt __Iuliu» Wallach.
Für prompte Lieferungen von besten RingofenrZiegelstei«e«, Fa^on- und Verblendsteive», Dachziegeln aller Art rc. zu den billigsten Preisen empfiehlt sich
. B.
Dietoria-Erbsen, Heller-Linsen, Kleine Bohnen
empfiehlt (1255
Kobert Stuhl, Marktstr. 23.
Patent Ledersoblen
für Herren und Knaben.
Der Erfinder der Patent-Ledersohlen hat mir für Oberhessen den Alleinverkauf dieses Artikels übergeben. Durch ihre Vernietung sind diese patentirten Sohlen von solcher Haltbarkeit, daß sie 3 gewöhnliche Sohlen aushalten. Gegen Nässe besitzen sie durch die Dichte der Nieten eine Wiederstandsfähigkeit, wie sie weder dem natürlichen Sohlenleder gegeben ift noch von Gummisohlen bis jetzt erreicht wurde. Muster nebst Preisen bei
Theodor Küchler,
Seltt-rsweg 79. (1047
§ Stroh
verkauft K. MalkomefiuS, Neuenweg.
Bauplatz,
in schönster Lage der Wilhelmsstraße, 180 Quadratklafter — 1125 qm. enthaltend, ist zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. _____________ (1027
729) Durch einen Gelegenheitskauf bin ich in Stand gesetzt
Herren-Regenröcke a JL. 10
Knaben „ äJ. 8
per Stück abzugeben.
Diese Waare ist neu und wasserdicht.
K. Girünebaum.
Fächer u.
Fäclierschnüre empfehlen in reichhaltiger Auswahl und zu den billigsten Preisen. . (734
Moritz Gregori & Sohn.
verkaufe zu äußerst
ZOCttWCrr billigen Preisen
286) Louis Rothenberger.
Neuenweg 193.
Wermiethungen.
1338) Ein Famüienlogis ist zu ver- miethen und bis den 24. Mai beziehbar (auf Wunsch auch früher.) ___________Georg Noll, Gärtner.
1341) Ein kleines Logis zu vermiethen.
L5her « Ww«, Neuenweg 194.
1344) Ein kleines Familienlogis zu vermiethen.__Neustadt D- 56.
1342) Eine Familienwohnung zu ver- miethen per 1- Mai.
Mettenheimer & Schultheis.
293) Ein Haus, best. aus 7 Zimmern, verschließb. Boden u- s. w. nebst Garten, zu vermiethen. Ebenso eine Wohnung von 4 Zimmern u. s. w.
Näheres Grünbergerstraße Lit. B. 151,5.
885) Das seither von Herrn Uhrmacher Schmidt bewohnte Logis nebst den beiden Läden ist per 15. Juli zu vermiethen, der kleine Laden auch früher.
Seltersweg C. 184.
242) Mansardenwohnung mit Wasfer- lcitung an eine ruhige Familie zu ver- miethen. Näheres bei d. Exped. d. Bl.
653) Die Mansarden-Wohnung in meinem Hause, mit Wasserleitung versehen und per 1. März beziehbar, ist zu vermiethen. S. Katzenstein, Seltersberg, __Holzhandlung.________
1237) Ein Zimmer in der Nähe der Kaserne zu vermiethen.
Wo? sagt die Exped. d. Bl.___________
150) Eine Wohnung von 4 Zimmern, Küche, nebst Zubehör, sowie der Mansardenstock ganz oder getrennt, auch ein einzelnes Zimmer zu vermiethen und gleich beziehbar bei __________Adolf Hoß, Schießgärten.
545) Eine Familienwohnung zu Der= miethen bei Herd. Welsing, Neuenweg.
570) Ein Logis von 4 Zimmern, Cabinet und Zubehör, bis 1. April beziehbar, zu vermiethen. L. Huhn, Bleichstr. 37.
1253) Eine kleine Wohnung an eine kinderlose Familie und ein Zimmer an einen Herrn zu vermiethen.
________________Weidengasse 98.
1275) Ein Familienlogis ist zu ver- miethen und sofort zu beziehen. __Emil Lotz, Kirchenplatz.
1284) Möblirtes Stübchen zu Dcr= miethen. Flügelsgasse Lit. A. Nr. 87.
1292) Eine Famitienwohnung und ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. Neuenweg 134.
1294) Freundliche Wohnung und Werkstatt zu vermiethen. Chr. Horeyseck.
1185) Wir liefern in Wagenladungen frei Bahnhof Gießen:
Bucbenfcbeithokz........per Rmtr. 7,90
Buchenknüppelholz (gerissen) . . . . „ „ „ 6,40
Tannenholz, aus 20 25 cm kurz geschnitten und gebellt per Ctr. „ —,78
Gebr. Wallach in Alsfeld.
140
ä
n
Schinken
ä
la.
H
sowohl auf der Abgangsstation, wie auch hier, auf Trichinen
unter-
C. H. Textor,
511)
Brandgasse 220.
Brandgasse 220.
XXXXXXXXXXXXXIXXXXXXXXXXXX
II
II
II
II
140
140
140
130
160
160
170
60
60
65
45
45
55
80
85
Pfd.
II
JL. 12 Pfd. 85 H
n
sucht, empfiehlt das
Rheinisch-Wrstphälischc
Fleisch- 85 Wurstwaaren-Geschäft
von
Trüffelwurst...........„ „
Sardellenwurst „
Ferner Ausländische Ileischwaaren
XXXXXX^X^^ÄXIXXXXXXXXXXXXX
| Speciafität. z
la. geräucherten Speck
la. Schmalz......
Corned Beef in Büchsen
„ „ im Ausschnitt
Feinster Westphälifcher Schinken . ä Pfd. 75
„ „ „ im Ausschnitt „ „ it-
Feinstes Westph. Rauchfleisch, zum Rohesten Prima „ Dratspeck „ Tafelschmalz ....
„ „ m Eimer, netto
20 Pfd., ind. Eimer . .
„ Mettwurst
Gothaer Cervelatwurst
Rothe Zungenwurst mit Einlage ....
Weiße , „ . . . .
Augsburger Rollschinken
Nußschinken
NMMldungsverein.
1339) Mittwoch den 3. dss., Abends 8 Uhr, findet im Saale der Br amm’schen Restauration II. Vortrag des Herrn Dr. Buchner über „Braunkohle und Steinkohle" statt.
Um zahlreickeS Ersäume. wird gebeten.Der Ausschuß.
Die Baugewerkschule zn Wetzlar
eröffnet ihr Sommersemester
am 21. April cl. Js.
Programme übersendet auf Verlangen
Raumbach^ Director,
früher in Idstein.
1198)
>
MARKE
FABRIK
Das beste
Krapf & Hofer, Frankfurt a. M.
869)
CO =r
CD
««
Handlungen.
Haupt-Niederlage für Frankfurt a. M. und Hessen-Nassau:
1250) Das seither von Herrn Oeconomen Wagner hier betriebene Latrinenfuhrwerk erleidet durch die Verpachtung seines Gutes an mich keine Unterbrechung und find Bestellungen
und billigste Mittel zum Waschen und schnellen Reinigen von Weisszeug, Stoffen, Glas, Geschirr, Marmor, Silberzeug, Händen; sowie zum Scheuren der Fussböden und angestrichener Gegenstände etc. ete. Garantirt frei von allen schädlichen Substanzen. Blendend weisse Wäsche ohne Bleiche. Zu beziehen in Packeten von 100, 250 und 500 Gramm ä 15, 35 und 65 H durch alle Colonial - und Material-^ aaren-
&
wie früher Dtarburger Straffe 177 an den Unterzeichneten
zu richten.
Oeconom Helfrich.
Loose
zur Geflügel - Ausstellung am 13., 14. und 15. April find
ä 40 in der Expedition d. BI. zu haben.
Wiederverkäu fer gesucht und erhalten dieselben hohen Rabatt.
1298) Eine Mansardenwohnung mu abgeschlossenem Korridor ist auf 1. April zu vermiethen.
_____Im Rheinischen Hof, Seltersberg.
1301) Em Logis von 6 Zimmern und allem Zubehör in der Frankfurterstraße zu vermiethen. Näheres bei I. Blitz.
,1331) Ein kleines Logis sowie ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Neustadt Lit. D. Nr. 57.
588) Eine Werkstätte, welche auch zu einem Lagerraum benutzt werden kann, ist sofort zu vermiethen.
A. Marcus, Reichensand-Bahnhosstr. 224.
1347) Eine geräumige Werkstätte zu vermiethen bei Fr. Fürst Ww-, Neustadt.
Vermischte Anzeigen.
1334) Ein gut empfohlenes Mädchen für Küchen- und Hausarbeit sucht, womöglich für sofort,
Frau Professor Stade, Frankfurterstr.
^Gefunden
ein medicinischeS Besteck; abzuholen 1349) bei I G. D. Bapst.
1352) Ein erfahrener junger Kaufmann wünscht noch für einige Stunde» pro Tag die Führung der Bücher zu übernehmen und bittet cvent. Offerten in der Exped. d. Bl. unter 0. P. 79 gütigst nieder- zulegem_______________________________
1337) Es wird für eine herrschaftliche Küche eine von 25 bis 40 Jahre alte, im Kochen, Backen und Einmachen erfahrene Köchin, evangelischer Confession, mit guten Zeugnissen gesucht.
Wo? sagt die Exped. d. Bl.
1312) Eiu Kellner gesucht. ___________________________Gebr. Lotz. DurmMterHlMS
Heute Dienstag den 4. und Mittwoch den 3 März:
C o n c e r t
und Gesangsvorträge der Gesellschaft Otto aus Böhmen.
1354)________Anfang 8 Uhr.___________
Griessen.
Im Wenzel’schen Saale nur Mittwoch und Bonnerstag den 5. und 6. Mark:
Schwarze Magie in einer nur dem Repräsentanten allein eigenen Art, gegeben von Dr. Wiljalbe.
Programm :
Mittwoch Abend :
1. Aus Nichts Biel und für Jeden Etwas- 2. Gibt man einen Finger, so will man gleich die ganze Hand.
3. Das unschuldige Opfer.
4. Die Geheimnisse der Moneten.
— Pause. —
5. Die Zierde der indischen Soldaten-
6. Man soll und muß lachen.
7. Der kleine Teufel.
8. Man weiß nicht wie viel Uhr es ist. — Pause. —
9. Wiljalba Frikell's neues Kalifornien.
Donnerstag Abend:
1. Die Vereinigung zweier Elemente.
2. Er hat sich geirrt-
3. Das verborgene Cabinetschreiben.
4. Die Geheimnisse der Moneten.
— Pause. —
5. Für Jeden Etwas.
6. Grand maneuvre militaire ou le courage de Wiljalba.
7. Der Scharfblick.
8. Der Strauß zum Ball.
— Pause. —
9. Eine Jntroduction.
Dre verzuckerte Unterhaltung.
Das Reich der Flora. Kasfenöffnung 7, Anfang 8, 1333) Ende gegen 10 Uhr.
Preise der Plätze:
Tagesbillet sind bei Herrn Daniel Heil (Kirchenplatz) bis Abends 5 Uhr zu haben. Nummerirter Platz JL 1,50, 1. Matz 1 Abends an der Kasse Nummerirter Platz JL 2 und 1. Platz JL 1,50.
r—fIL'11 '7/3-7Vr rr Znstr."- g l—l 10/3 7 N. Bef. III. Gr. S
Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'sche« U»io.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.
SUttdltnW Gxpt-iiionöbt
Tie Etat ollgemttnen Lage liefen pflegte, jufjin und durch tem Piüfdenten Vismarä hatte Lvfgespart, In v I mttflen emaitei pifle, welche bi
Tie Tar vielleicht schon gehen kann.
Die Hal ! tinc große Roll, I jir die Regienu diese Bereitwilll sitzt der Friiden j Itinem Zweifel, ütr nicht dieses 11 Betracht, als tiges gethellte H ßramme Geschloss tium sehr stack, i lrthschast, sowie ^an für unpeift ! Wwinttrefjfn mh 3n bir ^en tffbtr tinmal im V 11 ‘4 Men energisl Mdneien Zustände ^'schen Grenzstr 161 laut, daß dt werden , augenbllc ck'"lolischen grafle jRWtmfjen , M M nicht a
enltar ? /"Mit N
''’n IflUtn
ft .®BW "Sb
L’?** Btti
?bfn C9!n °
>ente Ä >"1
ÄS-r
.....Ni»,
t.
8 9«gt