Nr. 4. Sonntag, den 5. Januar 1878. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Sießen. Redaetionsbureau: Expedttionsbureair: | Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher H H e i l. Bekanntmachung. Betreffend: Das Ersatz-Geschäft für 1879. Mit Bezug auf die Bestimmungen der Deutschen Wehr-Ordnung, fordern wir alle im Jahr 1859 geborenen Militärpflichtigen, sowie die in frühe- ren Jahren geborenen, welche sich noch nicht zur Musterung gestellt haben, oder welche hinsichtlich ihrer Verpflichtung zum Eintritt oder ihrer Befreiung vom Militärdienste noch keine definitive Entscheidung erhalten, und entweder im Kreise Gießen ihren dauernden Aufenthalt haben, oder in demselben als Studenten, Gymnasiasten und Zöglinge anderer Lehranstalten, oder als Haus- und Wirthschaftsbeamte, Handlungsdiener, Lehrlinge, Handwerksgesellen, Lehrburschen, Dienstboten, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft sich aufbaltcn, hiermit auf, sich behufs Eintragung ihrer Namen in die Stammrolle in der Zeit vom 18. Januar bis zuw 1. Februar I. I. bei der Bürgermeisterei ihres Wohnortes, beziehungsweise ihres Aufenthaltsortes, zu melden und dabei, wenn sie an diesem Orte nicht geboren sind, ihren Geburtsschein und wenn sie bereits bei einer früheren Musterung concurrirt haben, ihren Loosungs-Schein vorzulegen. Wir machen zugleich daraus aufmerksam, daß Diejenigen, welche die Anmeldung unterlassen, zu gewärtigen haben, daß sie mit einer Strafe bis zu 30 Mark oder mit Haft bis zu drei Tagen belegt, von der Theilnahme an der Loosung ausgeschlossen und ihrer etwaigen Ansprüche auf Zurückstellung rc. verlustig erklärt werden. Bezüglich derjenigen Militärpflichtigen, welche zur Zeit abwesend sind, sind deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brod- und Fabrikherrn zu diesen Anmeldungen verpflichtet. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises werden beauftragt, Vorstehendes iji ihren Gemeinden noch besonders auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lasten. Gießen, am 2. Januar 1879. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. —~—————————————— Gießen, den 2. Januar 1879. Betreffend: Die Ausführung des Gesetzes vom 9. März 1878, die Gehalte der Volksschullehrer. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglicken Bürgermeistereien des Kreises. Wir lasten Ihnen in Kürze dr. m. die Besoldungsnoten nebst Formularpapier zu vierfacher Ausfertigung zugehen. Dieselbe hat in guter, leserlicher Reinschrift zu geschehen. Alle Noten sind von Gemeinde- und Schulvorstand inclus. Lehrer zu unterzeichnen, von dem Kirchenvorstand diejenigen, in welchen Kircheugehalt aufgesührt ist. Die ausgefertigten Noten sind unfehlbar innerhalb 8 Tagen mit Original an uns zurückzusenden. Insbesondere bemerken wir zur Erklärung stattgefundener oder vorzunehmender Veränderungen in den neuen Besoldungsnoten 1) daß alle Anträge von Gemeinden auf Verwandlung von Natural-Leistungen in Gkld durch Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 14. v. M. genehmigt worden sind; weshalb die Naturalansätze in den Noten wegbleiben und der Geldbetrag in der Baarleistüng der Gemeinde einbegriffen erscheint, 2) daß alle Geldansätze für Bezüge von Holz in Natur genau nach dem in der „Beilage Nr. 24 des Großherzogl. Hessischen Regierungsblatts von 1878" aufgestellten Tarife stattzufinden haben. Hiernach sind die Ansätze in der neuen Besoldungsnote nochmals zu prüfen, resp. zu rectificiren, röthige Veränderungen am Original vorzunchmen, und ist dann erst zur Abschrift der Note zu schreiten. Wo wegen Feststellung der Besoldungsnoten besondere Verfügungen Großherzoglichen Ministeriums des Innern erlaffen worden sind, werden wir Ihnen diese in Abschrift mittheilen. Wegen Bewilligung der beantragten Staatszuschüffe zu den Lehrerbesoldungen wird Verfügung nachfolgen. Die in Folge des Gesetzes vom 9. März 1878 bestimmten Dienstalterszulagen sind für die Lehrer des Kreises mit Wirkung vom 1. Januar 1879 an verwilligt worden. Sollten sich bei Abschrift resp. Neuaufstellung der Besoldungs-Noten noch unerwartete Anstände ergeben, so ist uns hiervon unverzüglich Mitthetlung zu machen und vor Ausfertigung der Noten Entscheidung abzuwarten. ______________________Dr. Boekmann.__ Das Großherzogltche Steuer-Commissariat Gießen an die Großherzoglicken Bürgermeistereien des Bezirks. Da die von Ihnen in 1879 auszustellenden Gewerbspatente bis Ende März 1880 Giltigkeit haben, so müssen solche mit 50 H Stempel versehen und im Contexte entsprechend abgeändert sein. Gießen, den 4. Januar 1879. Süffert. politisch Deutschland. Darmstadt, 3. Januar. Wie wir hören, beabsichtigen Se. König!. Hoheit der Großherzog sich noch im Laufe dieses Monats mit seinen Kindern zu Besuch Ihrer Majestät der Königin Victoria nach Osborne zu begeben. (Darmst. Ztg.) Berlin, 3. Januar. Der französische Botschafter St. Vallter ist heute früh 974 Uhr nach Friedrichsruhe abgeretst, um sich zum Fürsten Bismarck zu begeben. Derselbe kehrt Sonnabend hierher zurück und nimmt am Diner bei Sr. Mas. dem Kaiser Thetl. England. Gloucester, 2. Januar. In einer Versammlung der Conservativen erklärte Colontalminister Hicks-Beach, die Angaben hinsichtlich des Noihstandes seien übertrieben und würden für Parteizwecke ausgebeutet. Redner begründete, daß Aussicht aus Erhaltung des europäischen Friedens sei, welche ebenso im Interesse Englands wie jedes anderen europäischen Staates liege. Asien. Kalkutta, 2. Januar. Nachrichten aus Kabul besagen, daß Jakub Khan zur Soldzahlung bereit sei, wenn Daud Shah sich für die Truppen er Hheil. verbürge, da viele desertirten. Jakub Khan habe auch verlangt, daß Offictere und Soldaten ihm beim Koran Treue schwörten. Daud Shah habe die Bürgschaft verweigert, worauf der Sold zurückgehalten sei. Es fanden Scharmützel mit den Afridis und Kukt-Kheyls statt, wodurch beiderseits leichte Verluste entstanden. Amerika. New-Uork, 2. Januar. Zwei Speicher nebst Baumwollprcffen der Union-Cottonpreß-Company In Charlestown mit 10,129 Ballen Baumwolle sind durch eine Feuersbrunst zerstört worden. New-Bork, 2. Januar. Im Monat December hat die Staatsschuld um 1,234,000 Doll, zugenommen. Der Bagrvorrath des Staatsschatzes betrug am 31. December 224,865,000 Doll., der Bestand an Papiergeld im Schatz 4,516,000 Doll. — Der erste Tag der Wiederaufnahme der Baar- zahlungen verlief ohne Zwischenfall. Die Goldnachsrage hat nicht zugenommen, vielmehr stoffen 270,000 Doll. Gold in den Staatsschatz. Die Banken nahmen ebenfalls mehr Gold ein, als sie verausgabten. New-York ist gegenwärtig der einzige Ort, welchen die Regierung für Auswechselung von Gold gegen Billeis bestimmte. Bei der allgemeinen und wohlverdienten Anerkennung, deren sich der echte Benedictiner Llqueur, aus der Abtei zu Fecamp, Seine Inter., schon seit langen Jahren erfreut, dürfte das Urtheil eines der bedeutendsten Aerzte Frankreichs, das, des Dr. Martin, nicht uninteressant zu lesen sein. Dieser Herr sagt wörtlich: ,Der Benedictiner ist nicht allein eine Delicatesse ohne gleichen, sondern er besitzt ',auch, mit Hülfe seiner glücklichen Komposition, Eigenschaften, die von der vortheil- „haftesten Rückwirkung auf das Nervensystem begleitet sind. Ich wüßte kaum gegen „geistige wie körperliche Ueberanstrengung oder die Schwäche des Alters etwas „besseres, als den viel besprochenen B6n6dictiner zu recommandiren; er ist, sei der „Vergleich erlaubt, die Schildwache, dem bösen Feinde, den Krankheiten, ihren Ein- „zug bei uns verwehrend. — Versage man sich deßhalb diesen treuen Wächter „nicht, den zu empfehlen ich es für meine Pflicht halte."— Doeteur etc. Martin. Auszug aus den Standesamtgregistern des Standesamts Gießen Vom 28. December 1878 bis 3. Januar 1879. Aufgebote. December 23. Eisengießer Jacob Wallbrecht von Niederlemp mit Anna Elisabeth Seibert, Tochter des Schweinehirten Johannes Seibert von Frankenbach. 31. Schreiner Georg Ord.-Nr. 114. Lokales 1879 im 80. 81. 82. 83. dürfnisse dienen. 5—ö. ... , ~ • bald einer gesegneteren Zeit weichen! — Den Voranschlag lassen wir der Uebersicht halber vollständig folgen. — In einem Orte des Odenwaldes, in dessen Nähe sich eine Bande Zigeuner häuslich niedergelassen hatte, wandte man ein eigenthümlichcs Mittel an, um die Gäste wieder los zu werden. Man pfuhlte nämlich die Decker rund um das Zigeunerlager so gründlich aus, daß es selbst die Geruchsnerven der Schwarzen nicht länger auszuhalten vermochten und die Bande schleunigst verduftete. Ausgabe. Ordentliche Für Straßenbeleuchtung Wasserleitungen und Brunnen Bäche und Entwässcrungsanstalten Unterhaltung der Gemarkungs-, Flur- und Gewann- Grenzen Feuerlöscbanstaltcn Für Faßeich-, Meß- und Waaganstalten „ Octtoi-Verwaltung und Rückvergütung Anschaffung und Unterhaltung des Faselviehes Für den Markt ,, „ Wasen „ die Rettungsanstalt Beitrag zum Einkommen des Reichsbankagenten Unterstützung Hilfsbedürftiger Für das Ortsholz Magazin Einquartierungsgelder Beitrage zur Kreiskasse Wachekosten Werth- und Sckadcnsersatzgelder von Feldstrafen Für Feierlichkeiten „ den ev. Centralkirchenfonds Besoldungen Pensionen Diäten und Gebühren Bureaukosten Gertchtskosten Botenlohn und Verkündigungskosten Zeitungen, Formularien und Buchbindertosten Die Anlegung und Einrichtung der Abtritte re. Uneinbringliche Posten und Nachlasse Betriebskapital, und zwar baar: und indisponibler Ueberschuß vorhergehender Jahre Reservefond Briefkasten. An die Herren klagefül.renden Gemcinderathsmitglieder zu Lauter. Sie werden uns doch wohl nicht zumuthen, den nach unserer Ansicht sogar injurieusen Artikel als Berichtigung aufzunehmen. Wir haben uns einfach an die nackte Thatsache gehalten und es existirt nach unserer Ansicht kein Paragraph im Preßgesetz, welcher uns zu beregtem Verlangen zwingen könnte Die Redaction. 84. 85. 87. 88. 90. 91. «2. 93. 94. 95. 97. 98. 93. 100. 101. 101a. 102. 103. 104. 105. 106. 107. 108. 109. 112. 113. Summe der ordentlichen Ausgabe (Fortsetzung folgt) Gießen, 4. Januar. In der nächsten Woche werden vor dem Schwurgericht vom I Quartal l. I. nachbemerkte Anklagesachen zur Verhandlung kommen: Den 6. Januar, Vormittags 9 Uhr, gegen Johannes Kutsch von Ebsdorf, wegen Diebstahls; Vertheid.: Gr. Hofg.-Advocat Weidig. Denselben, Nachmittags 3 Uhr, gegen Friedrich Langenhahn von Eisenberg, im Herzog- thum Sachsen.Altenburg, wegen Diebstahls; Vertheid.: Gr. Hofg.-Advocat Thor wart.. Den 7. Januar, Vormittags 8‘/2 Uhr, gegen Karl Heus von Vilbel, wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg; Vertheid.: Gr Hofg.-Advocat vr. Eckstein. Den 8. Januar, Vormittags 8V2 Uhr, gegen Conrad Schäfer von Nainrod, wegen Körperverletzung mit tödtllchem Erfolg; Vertheid.: Gr. Hofg.-Advocat Bai st. Denselben, Nachmittags 3 Uhr, gegen Friedrich Scheer von Lauterbach, wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg; Vertheid.: Gr. Hofg-Abvocat Lauer. Den 9. Januar, Vormittags 81/? Uhr, gegen Conrad Fuchs III. von Groß - Eichen, wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg; Vertheid.: Gr. Hofg.-Advocat Kraft. Denselben, Nachmittags 3 Uhr, gegen Handlungscommis Karl Stohr von Gleßen, wegen Dtebstabls; Vertheid.: Gr. Hofg.-Advocat I)r. Dittmar. Den 10. Januar, Vormittags 8'/2 Uhr, gegen Friedrich Baumbach von Trais-Horloff und Johannes Werner Dickel von Freienseen, wegen Brandstiftung. Denselben, Nachmittags 3 Uhr. gegen Adam Köbel von Aulendiebach, wegen Diebstahls; Vertheid.: Gr. Hofg.-Advocat Metz. Den 11 Januar, Vormittags 8i/2 Uhr, gegen Heinrich Wagner III. von Schwalheim, toegen 3 uhr, gegen Karl Lehr und Cons. von Nidda, wegen Diebstahls und Hehlerei; Verthciv.: Gr. Hofg.-Advocaten Dr. Schwarz und vc. Reatz. t Telegraphische Depeschen. Wagner's telegr. (Korrespondenz-Bureau. London, 3. Januar. „Standard" meldet aus Jsmid vom 2. b.: Durch Bersten einer 38 - Tonnen - Kanone an Bord des Kriegsschiffes „Tlwn- derer" wurden 7 Personen geiödtel, 40 verwundet und der ^hurni zelstort. — Die Colonne Stewart trifft am 5. d. in Kandahar ein. Ralfutta, 3. Januar. Einer Depesche aus Queltah zufolge trat ein großer Theil der Dioiston Stewart am 31. December gegen Kandahar durch den Chawaja-Paß an; die Division Biddulph ruckte durch den Khojak-Paß vor. Paris, 3. Januar. Die „Agence Havas" meldet aus Madrid: Die Hinrichtung Moucast's wird erst mögen früh statifinden. Petersburg, 3. Januar. Die „Agence Russe" meldet: Die Nachrichten aus Konstantinopel find befriedigend. Man wurde b°retts cir> schelles und glückliches Resultat der Verhandlungen über den Abschluß des definitiven Friedensvertrages voraussehen können, wenn die d»mAige Lage in Koi.fiaw ttnopel eine minder bewegte wäre. Der Kaiser empfängt die $"'cW$e ' nicht vor dem 10. Januar. Der Führer derselben beansprucht Vorrecht, „nes Botschafters während derselbe in seinen Beglaublgungs-Dchreiben nur den Titel eines außerordentlichen Gesandten hat. Von P-ktng ist telegraphisch Auskunft, hierüber erbeten. Paris, 3. Januar. Die „Agence Havas" berichtet aus Tu,ns: D.e tuncstsche Regierung hat kein Ultimatum Seitens der framostschen Regierung erhalten bezüglich der zwischen dem Grafen Sancy und der tunesischen Regierung obwaltenden Schwierigkeiten. Man vernimmt rnveffen, die französische Regie rung werde Entschulbigungen und di- Absetzung der comprornitttrien Beamten fordern und auch auf ihren. Verlangen nacb einer Unte'snchuug beharren. Gießen, 4. Januar. Gemäß Artikel 83 der Städt-ordnung hat Herr Bürgermeister Bramm den Stadtverordneten den Voranschlag über di- Einnahmen und SMgabm für da Jahr 1879 zugehen lassen. Er bemerkt in seiner Einleitung Folgendes: Wie Sie aus der dem Budget beigefügten Nachweisung zu den Umlagen ersehen wollen hat sich das Bedurfnlß in dieser Richtung gegen daS Vorjahr um nahezu 46000 Jl erboht. Von den hurbe, mit. wirkenden Minder,Einnahmen im Gesammtbetrage von über 100,000 ^. werden wohl bie Minder-Erlöse von Gras und von Holz in den nächsten Jahren ^eber weichen, daqegen wird eine Anzahl neuer resp. gegen das Dor;ahr erhöhter Ausgabeposten, re diejenigen für Besoldungen der Lehrer und der Schutzmänner, für Abfuhr ^..^trabewKehrlch.s u. a. von nun an jährlich wiederkehren, sodaß für dw Folge stets zwischen 30,000 _4 000 X mehr durch Umlagen aufzubringcn sind als seither, was emem Ausschlag von mindestens 10 auf Einen Gulden Normalsteuerkapital gleichkommt. So sehr ich es bedauere, daß bei der Fortdauer der ungünstigen wirthschaftlichen Lage, an welchen zur Zeit so.zui sagen vie ganze Welt leidet, zu einer Steigerung der Steuer geschritten werden mußte, so aßt sichdoch md)t verkennen, daß die Neu- resp. Mehraufwendungen nur zur Befriedigung unabwe sbarcr Be- Möge der Druck, der schon so lange auf Handel und Wandel lastet, recht ö - über Einnahmen und Ausgaben Theater. Die gestrige 1. Probe-Vorstellung, „Des Nächsten Hausfrau", ging unter mittelmäßiger Besetzung des Hauses recht gut in Scene. Frl. Häser als Camilla, Herr Richard als Hugo Tonner spielten recht brav und von Frau Weber und Hrn. Lindner als guten alten Bekannten brauchen wir dessen nicht zu erwäbnen. Sie sind ja von früher her noch in gutem Andenken. Die Einrichtung dcs Theaters, welche uns heute zuerst interessirte, ist eine recht gefällige und wurde vom Publikum wohlwollend ausgenommen. Was zu einer kritischen Bemerkung Anlaß geben könnte, wäre die Kürze des Stückes an sich, welches zu vielfachen irrigen Annahmen über Ende oder Nichtende der Vorstellung führte. Zu letzterer Annahme trug das Orchester auch Vieles bei, indem daffelbe felsenfest auf seinen Sitzen verharrte, bis es von zuständiger Sette eines Befferen belehrt wurde. Hoffentlich werden die kleineren, bei ersten Vorstellungen fast nicht zu vermeidenden Uebelstände für die Folge beseitigt und das Theater recht sehr besetzt werden. Kandel und Verkehr. Gießen, 4. Januar. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter, per Pfd. 75 bis 1 X, Hühnereier, per Stück 7 H, Enteneier, per Stück 7 H, Käse, per Stück 5 biS 9 H, Käsematte, per Stück 3 H, Erbsen, 1 Liter 20 H, Linsen, 1 Liter 22 H, Tauben, das Paar 60 Hühner, per Stück X 1 —, Hahnen, per Stück X 1.25, Enten, per Stück X 2, Gänse, per Pfd. 30—40 Kartoffeln, per 100 Kilo X 5.50, Zwiebeln, per Ctr. X 8. Ockstnfleisch 70—72 H per Pfd., Kuh-und Rindfleisch 56—60 Schweinefleisch 58—60 H, Kalbfleisch 52—60 H, Hammelfleisch 60 70 H. Betrag im vorigen Jahre Für 1879 vorgesehen. X* X* 12000 — 12000 — 21979 — 19975 — 3086 60 3056 60 50 — 50 — 7536 — 4336 — 190 — 190 — 95« 0 — 9800 — 342 86 342 86 350 — 3"6 — 20 — 20 — 535 74 2o0 — 500 — 500 — 12502 35 13324 85 520 — 520 — 13500 — 16000 — 2475 — 2503 — 176 15 1005 70 70 — 50 — 3000 — 2000 — 9236 28 9236 28 173976 90 139638 46 1420 — 2420 — 2160 — 2:60 — 3408 — 3318 — 400 — 600 — 1393 56 1393 56 140 — 150 — — — 2000 — 1200 — 40i>0 — 8867 66 7852 47 26655 54 160025 49 2000 — 20i >0 — 488603 o3 680009 01 Ord.-Nr. Einnahme. , vorigen Jahre vorgesehen. Ordentliche. X X 1. Rest aus vorderen Zähren: a. Kassevorrath b. Ausstände Von Gebäuden „ verliehenen Gütern Aus Gras und anderen Naturalien Von Waldungen „ Jagden, Fischereien und Teichen 84930 10690 75 71 200166 9377 19 16 2. 3. 4. 5. 7. 3944 5295 15669 71546 2760 514 3630 14 70 51 64 2274 5593 12905 65164 2760 19 71 55 28 44 8. 9. „ Schäfereien, Weidegeldern n Zehnten, Grundrenten und anderen Gefällen 23 3632 10. verkauften Baumaterialien und Mobilien 300 — 100 — 11. Kapitalzinsen 1486 50 50 685 07 411 100 43 15. Einzugsgeld 16. 17. Feuereimergeld Pflaster-, Weg- und Brückengelder 71 685 71 18. Mietbe von Markt- und anderen öffentlichen Platzen 2500 — 2800 — 19. 21. Faßeich-, Meß- und Waagegebühren Octroi 775 76171 43 775 76171 43 22. 25. Schul- und Holzgeld und sonstige Beitrage zu den Schulkostcn Hr»7esteuer 44045 1800 29 86649 1800 29 26 28. Ersatzposten Für Hülfsbedürftige 3 595 06 72 1053 618 22 33. Einquartierungsgelder 4000 — 6000 — 34. Strafen wegen Schulversäumniffen 57 — 80 — 35. Forst-, Feld-, Polizei- und Defraudationsstrafen 2590 — 2628 — 36. Für Formularien 30 — 30 — Summe der ordentlichen Einnahmen 334121 24 482339 60 Ord.-Nr. Einnahme. Betrag im vorigen Jahre Für 1879 vorgesehen. Außerordentliche. X X 41. Zurückzuempfangende Kapitalien 29628 57 3428 57 42. Neu aufzunehmende Kapitalien 25*900 — 236200 — Summe der außerordentlichen Einnahmen 288528 57 239628 57 Itmlafl-n. X X 4 53. Auf das gesammte Communalsteuerkapttal der Einwohner und Forensen 113650 50 168206 40 54. Auf dasselbe zu den älteren Kriegsschulden 14178 48 5422 74 55. ,, die Mitglieder der evangelischen Gemeinde 2762 34 2742 48 60. Allgemeine evangelische Kirchensteuer 9236 28 9236 28 Summe der Umlagen 139827 60 185607 90 Ord.-Nr. Ausgabe. Betrag im vorigen Jahre Für 1879 vorgesehen. Ordentliche. X 'Vf X 61. Grundrenten und andere ständige Gefälle 702 85 682 85 62. Landes- und Provinztalsteuer 2400 — 2400 — 63. Communalstcuern 3000 — 3800 — 64. Brandverfichcrungsbeiträge 530 — 530 65. Kapitalztnsen 67498 53 73002 15 66. Unterhaltung u. Kosten der gemeinheitlichen Gebäude 7491 07 7936 95 67. „ „ „ ,, Güter 6242 15 61*5 57 68. „ „ „ „ Waldungen 22178 57 26058 20 71. Gemeindenuhungen der Ortsbürger 50 75 39 60 74. Kosten der Kirche, dcs Pfarrhauses und des Gottesdienstes 9242 — 11334 80 75. Kosten der Sckulhäuser und Schulen 15493 12 96787 81 76. Unterhaltung und Kosten des Friedhofs 9575 65 5199 71 77. „ der Straßen, Brücken und Wege 13687 30 13073 10 78. Reinigung der Straßen und Plätze 7820 — 8904 — 79. Unterhaltung der Baumpflanzungen an Straßen und Wegen 2480 — 2500 — Friedrich Kromer von Weisweil mit Katharine, Wittwe des Schachtmeisters Heinrich Bauer, aeborene Selzer, Tochter des Ackermanns Christian Selzcr von Niederzell. 31. Bierbrauer Ernst Otto Kranke von Oberweißbach nut Johannettc Karoline Neuling, Tochter des verstorbenen Kaminfegers Karl Neuling von Gießen Eheschließungen. Januar 3. Schuhmacher Christian Gottlieb Söhnle von Murrhardt nut Thusnelda Erb von Hosenfeld. Geborene. December. 21. Marie, Tochter des Taglöhners Johann Jacob Wolf von Rendel. 2" . Jarl Julius Emil, Sohn des Schlossermeisters Christian Leonhard Noll. 24. Dem Bezirksfeldwebel Heinrich Schäfer eine Tochter, noch ohne Vornamen 26. Karoline Marie, Tochter- des Bahnarbeitcrs Adam Schomber. 22 Julius Solch, Tochter des Branntweinhändlers Salomon Löser. 26. Wilhelm, ein außereheliches Kind von auswärts. 29. Adam Wilhelm Johann Leonhard, Sohn des Lehrers Johann Adam Lehr 27. Karoline Laura, Tochter des Güterexpeditionsgcbülfen Julius Adolf Gerndt. Januar Helene Karoline, Tochter des Hülfsbrcmsers bei der Öberbessischcn Bahn Konrad Martin Kreiling. December 30. Jean Wilhelm, Sobn des Gastwirths Wilhelm Hofmann 30. Elisabeth, Tochter des Wirths Johann Karl Schmandt. 29. Dem Apotheker Heinrich Albert Alexander Lauer eine Tochter, noch ohne Vornamen. 28. Theodore Katharine Minna, ein außereheliches Kind von auswärts. Gestorbene. December. 28. Elise Semmler, geborene Walther, 63 I. 5 M. 15T. alt, Ehefrau des Kaufmanns Karl Friedrich Semmler. 28. Dienstknecht Martin Weyer, 54 I. 3 M- 28 T. alt, von Herkersdorf, Kreis Altenkirchen. 29 Taglöhner Karl Friedrich, 25 I. alt, von Laubach. 2. Januar. Minna, IM 17 T. alt, Tochter des Zeugwebers Konrad Jung. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 28. December. Ernst Michel Ludwig Emil Schmidt, Kaufmann in Gelsenkirchen bet Essen a. d. N, des verstorbenen fürstlich Wiedel'schen Pächters auf Hof Rothe bet Dierdorf Johann Friedrich Theodor Cäsar Schmidt, ehelicher Sohn; und Anna Dorothea Henriette Schröder, des verstorbenen Kaufmanns zu Wiesbaden Ludwig Schröder, eheliche Tochter. Getaufte Den 28. December. Dem Hofgerichtsadvocaten August Metz em Sohn, Karl Ernst, geboren den 23 August. Denselben. Dem Schreiner Ferdinand Bauer ein Sohn, Franz Philipp August, geboten den 4. August. Den 1. Januar. Dem Zimmermann Konrad Marx ein Sohn, Ludwig Konrad, geboren den 11. December. Den 3. Januar. Dem Gastwirth und Metzger Otto Luft ein Sohn, Otto, geboren den 27. November. Beer digte. Den 29. December. Friedrich Bötticher, Stadtrtchter dahier, alt 59 I. 1 M. 3 T, gestorben den 27. December. Den 30. December. Elise Semmler, geborene Walther, Ehefrau des Kaufmanns Karl Friedrich Semmler, alt 63 I. 5 M. 15 T., gestorben den 28. December. --EW»WM«WWWWWWWMWWW^WWWWWWWWWMWWMWWWWWVW^WW«MH Allgemeiner Anzeiger. B e k a ii n t m a ch » n g. 119) Die Register über die Erhebung der directen Steuern füfj erste Vierteljahr d. I. liegen acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten auf rinserm Bureau offen. Gießen, den 2. Januar 1879 Großheizogiiche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. Bekanntmachung. 117) Das 6. und letzte Ziel Communalsteuer pro 1878 Dann innerhalb 10 Tagen an den Zahltagen: Dienstag, Donnerstag und Samstag noch ohne Kosten zur hiefigen Stadtkasse bezahlt werden. Gegen Dielenigen, welche bis dahin im Rückstände verbleiben , wird und must das gesetzliche Zwangsverfahren einaeleitet werden. Giesten, den 4. Januar 1879. Der Stadt-Rentmeister Enders 85) Die Lieferung des Bedarfs an Buchen-Scheitholz, Coaks, Braunkohlen, (Böhmische und Habichtswalder), Dochte, Brennöl, (raff. Rüböl und Möhringöl), Petroleum, Stearinlichte, Zündhölzer, Lampengläser, Hanfheede, Leinen, Matülatur- papier, Reiserbesen, Piasavabesen, Kernseife, Harzseife, Schniirgelleinen, Schwämme Waschleder, Putzlappen, Rüböl, robes, Rüböl, gereinigtes, Talg, Vulcanöl, Bindfaden, Chlorkalk, Dcsinfectionsflüssigkeit, Klebgummi, Plomben und diverse Stiele soll im Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. Termin hierzu wird auf Montag den 20. Januar 1879, Vormittags HVz Uhr, in das Geschäftslocal der unterzeichneten Direction Hierselbst anberaumt. Die Offerten deren Eröffnung in Gegenwart etwa persönlich erschienener Submittenten stattfindet, sind francirt mit der Aufschrift: „Submission auf Lieferung von Betriebsmatcrialien in dem bezeichneten Termin an uns einzureichen. Die Lieferungsbedingungen nebst zuae« hörigen Bedarfs-Nachweisungen sind bei unserer Central-Materialien-Verwaltunas- und Rechnungsstelle Hierselbst einzusehen und können gegen portofreie Einsendung eines Baarbetrags von 50 $ pro Exemplar von derselben bezogen werden. Cassel, am 24. December 1878. Königliche Direction der Maiu-Weser-Bahn. Kischereiverpachtung. Das den Freiherrn v. Schutzbar, genannt Milchling, zustehende Recht der Mttausübung des F'sch- und Krebsfanges im Lumdafluß, von der Allendorfer bis zur Mainzlarer Grenze, soll vom 1. Januar k. I. an anderweit verpachtet werden. Pachtlustige wollen sich an den Unterzeichneten wenden. Treis a./Lda., am 27.Decbr. 1878. Der Freiherrlich v. Milchling'sche Administrator: 94) _______Kehr.____________ Ein großer Schreibtisch mit Aufsatz zu kaufen gesucht u. bittet um Angebot J. Kolhenheiger, 102) Lindenplatz. Fristnblanf. Die zu Martinitag v. I. zur Fürstlichen Rentei Lich fällig gewesenen Holz-, Gras- und Pachtgelder müssen bei Vermeidung gerichtlicher Beitreibung innerhalb 8 Tagen bezahlt werden. Die Herren Bürgermeister ersuche, dies im Interesse ihrer betr. Gemeinden durch die Schelle bekannt machen zu lassen. Lich den 4. Januar 1879. Kreutzer, 111) Rentmeister. Bekanntmachung. Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar: Dienstag den 7. Januar 1879, Mittwoch „ 8. „ „ Donnerstag „ 9. Samstag „ 11. „ „ Dienstag „ 14 Mittwoch „ 15. „ „ Donnerstag „ 16. „ „ Samstag „ 18. „ Die Interessenten werden daher aufgefordert, die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu legi- timiren. Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen die übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden ortsüblich bekannt machen zu lassen. Gießen, den 28. November 1878. Der Rechner der Spar- und Leihkasse. Kehr. Uerfleiflenmg. Mittwoch den S. d. M., Nachmittags um 1 Uhr, soll auf dem hiesigen Gemeindehaus ein gutes Zugpferd mit vollständigem Geschirr gegen Baarzahlung freiwillig versteigert werden. Leihgestern, den 3. Januar 1879. Großherzogl. Ortsgertcht Leihgestern. 114) Heß. Hauteversteigcrung. Montag den 6. Januar 1879, Abends 8 Uhr, werden die Häute, welche der hiesigen Viehversicherungsgesellschaft im Laufe des Jahres 1879 zusallen, im Locale Führer versteigert. (45 K Simon. Versteigerung von Baugegenständen. Dienstag den 7. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, sollen im Rentirntsbof dahier alte Oefen, Thüren, Fenster, Läden, Dach- kandeln, Bretter und eine große Quantität Schmiede-Eisen gegen sofortige Zahlung öffentlich versteigert werden. Gießen, am 3. Januar 1879. Großh. Kreisbauamt Gießen. In Vertretung: M. Wabl, 67) Großb. Kre'sbarnufseher. Jeikgebotenes. 103) Feinster Lofodinischer vorsch-Lkberlhran von K. Sardemann in Emmerich, wegen seiner Güte und Wirksamkeit allseitig von den Äerzten empfohlen ist stets vorräthig in Originalstaschen ä 1 i Derselbe eisenhaltig ä 4 1 20 in Gießen bei I. A. Duscb Söhne. Wollene Hemden, Unterjacken, Unterhofen und Hemd n- Flanelle empfiehlt sehr billig (96 A. fflaubach, Mäusburg. Für Raucher! 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Markt No. 8. micthen. Marburgerstraße 179. Cacao- Lahnstem 120 Verantwortliche Redaetton: A. Scheyda. s w O pH Ö In- und ausländ. Weine. Mousseux u. Champagner. Aechten Arac, Cognac u. Jamaica-Rum. Punsch-Essenzen. Liqueure. Chocoladen. Cacao - Pulver u. Masse. Vanille. Blockchocolade. N g CQ L) s dL Feinste chinesische Thee’s. Conserven, Gemüse und Conservirte Früchte. Julienne u. Julienne-Gries. Orangen u. Citronen. Muscat-Datteln, Tafel-Rosinen, Mandeln u. Feigen Gelatine. Aechten ostind. Sago. Maccaroni. Feinste Eiergemüsenudeln u. Suppenteig. Apfelspalten. c CD CO Sonntag, den 5. Januar Coneert der Gießener Civll-Copklle. Anfang 4 Uhr Nachmittags und 8 Uhr Abends. — Entree 20 H. Brünellen. Türk. u. Bamb. Zwetschen. Paniermehl. Cervelatwurst u. sonstige Fleischwaaren. Schweizer, Holländer, Limburger, Parmesan- und Rahm-Käse. Fische. Ganze u. rein gemahlene Gewürze. Nestle’s Kindermehl. Liebig’s Fleisch-Extract. Condensirte Milch. Stets frisch gebr. Caffee. Prima Stearinlichter. 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Die Dualität dieses Caffee's wird nach wie vor die vorrüq- lichst- sei». Hochachtend . _. A- 2untz fiel. Wittwe. Allemrge Niederlage bet ff. uih o/‘. Gg. Wilh. Weidig empfiehlt sein LAGER in Äolonirrl-, Material- & jfarbbaaren, Tabak und Cigarren, («se Hkermischte Anzeigen. 99) Ein brauner kurzhaariger Hühnerhund mit weißen Vorderpfoten ist entlaufen. Dem Wiederbringer eine gute Belohnung. Vor Ankauf wird gewarnt. Näheres in der Exped. d. Bl- s F. St. F. Montag Abend: Restauration Albold. 78) Unserm lieben Freunde G . . . g M . . . . r zu seinem 21jährigen Wiegenfeste ein dreifaches Hoch! Hoch! Hoch! Brüderschaft. Wenzel s Garten^Saalbau). Sonntag den 5. Januar: «ROSSES ÜONCERT g flamörinus! &eute, Samstag Abend von 7 Uhr an: Frei-Concert! (Sextett) Bockbier per Glas 15 Pfg. Theater in Giessen. (Cafe JLeib.) Sonntag den 5. Januar 1879. II Probevorstellung : ^Bummelfritze", Posse mit Gesang in 3 Acten u. 5 Bildern von Jacobsohn. Montag den 6. Januar 1879. I Abonnementsvorstellung im 1. Abonnement: »Sie ist wahnsinnig", Drama in 3 Acten von ß. Schneider. — Hierauf : »Der Präsident", Lustspiel in 1 Act von Kläger. Preise der Plätze: Sperrsitz: 1<^L50H. I. Platz: 1^L20H. II. Platz: 75 H. III. Platz: 40 Tagesbillets: Sperrsitz : Ut25^. I. Platz 1 sind bei Herrn Gustav Gerhard, Schulstraße und im Theater - Büreau (Stadt Mainz, 2. Stock» zu haben. Die Abonnenten erhalten ihre Plätze zu den Probevorstellungen ä Billet 1 JL Kasseöffnung 7 Uhr. — Anfang Vr8 Uhr. 50) Die Difectien. Verloren ein neuer schwarzer Regenschirm (Zanella), mit dunkelem Griff. Abzugeben gegen Belohnung bei der Exped. d. Bl- (112 113) Für eine junge Dame wird in einer feinen, wenn möglich Beamten- Familie Giessens Pension gesucht, deren Zweck aus der gewünschten Behandlung als Familienglied erhellt. Gefall. Offerten beliebe man Zwecks weiterer Verhandlungen einzusenden unter „E. H. postlagernd Mar bürg“. 8 F. G. F. Montag Abend Restauration Spies. 129) Ein älteres Mädchen sucht eine leichte Stelle auf gleich; auf hohen Lohn wird nicht gerechnet. Nähere Auskunft ertheilt Vermietherin Frau Langsdorf, Lindenplatz 244 Mr 1 die Nähschatulle ge- wonnen (im Beisein des Herrn Wachtmeisters).__(110 Restauration jum Stern. Sonntag von 3 Uhr ab: Roastbeef mit Macaroni, 79) Croguetchen. 93) LogiS, gleich beziehbar zu üer? rniethen in B 90 Neuebäue.____________ 86) Ein kleines Familienlogis zu ver- miethen bei Buchhändler Roth, ,____________Marburgerstraße 179. 87) Ein möblirtes Zimmer zu ver- Wohnung gesucht. Ein einzelner Herr (Professor an der Universität) sucht bis zum 15. April eine Wohnung von 2—3 möblirten Zimmern, worunter eines groß sein muß. Freie Lage in den südlichen Stadttheilen wird vorgezogen. Offerten nimmt innerhalb der nächsten acht Tage Hausverwalter mann im Universitätsgebäude entgegen. (84 Wohnungsveränöerung, Von heute ab wohne ich bei Frau E. Pitthan Ww., Wallthorstraße, vis-a-vis dem O afe Leib. (123 Dienstmann Dietz. 81) Neue Anlage C. 30 ist der unterste Stock vom 1. April ab zu vermiethen. N auma n n. 80) Der zweite Stock meines Hauses, 5! Zimmer, Küche, Corridor zu vermiethen. H. Rusag, Frankfurterstraße. 83) Ein kleines Familienlogis zu ver- rniethen bei Th. Schmidt, Gartfeld. 109) Ein schönes Logis zu vermiethen. _______________________Tiefenweg 144. 27) Die Wohnung des verstorbenen Herrn Prof. vr. Th. Keim ist per 1. Mai 1879 anderweit zu vermiethen. _________ A. Petri. 54) Die Mansardenwohnung in meinem Hause, bestehend aus 4 Zimmern und Zubehör ist aus den l. April eoent. auch früher zu vermiethen. Carl S t ü ck r a t h. 130) Eine Wohnung, bestehend aus zwei großen Zimmern mit allem Zubehör, ist zu vermiethen, und sofort zu "beziehen. Emil Lotz, Kirchenplatz. 9) Ein Mans ar den zimmer, einfach rnoblirt, zu vermiethen bei Chr. Wallenfels am Markt. 100) Eine Mansardenwohnung ist zu vermiethen und 1. April beziehbar. I. Ruppel, Ludwigsplatz B. 145. 124) Die Mansardenwohnung in meinem Hause, Frankfurter Straße, ist sofort zu vermiethen. A. Geisse. 118) Familienlogis vermiethet _____Carl Lehrmund, Neuenweg. 116) Ein Zimmer an 1 auch 2 Leute abzugeben. H. Rain, Hammweg. 121) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen bei H. Hochstätter Ww. 19) Im Doflein'schen Hause sind zwei freundliche Wohnungen im mittleren und oberen Stock, bestehend aus je 4 Zimmern mit allem Zubehör zu vermiethen. ____________Chr. Vix. 1) Im Darmstädter HauS (Vorder- haus) ist ein Logis zu vermiethen und p. 1. März zu beziehen. Näheres 1 Stiege hoch- 105) Empfehle für Umzüge gefälligste Benutzung meines Möbelwagens. Billigste Preisberechnung. _____F. Fürst IFf/w« Nachdem ich mich unter der bewährten Leitung des rühmlichst bekannten Herrn Niederhofheim in Frankfurt a. M. in der Operation der religiösen Beschneidung ausgebildet und von demselben ein sehr gutes Zeugniß empfangen habe, empfehle ich mich meinen Glaubensgenossen bei vorkommenden Fällen. Julius Rosenthal, 88) in Münchholzhausen Kreis Wetzlar. Theateraisteige, Den geehrten Abonnenten nochmals die Mittheilung, daß die Sperrsitze nur in meiner Wohnung (Stadt Mainz. 2. Stock) an Spieltagen von 10—12 Vormittags und 2—4 Uhr Nachmittags um- getauscht werden. An der Abendkasse findet kein Umtausch statt. Zur 2., Sonntag den 5. Januar stattfindenden Probeoorstellung, erhalten die Abonnenten ihre Billets zum Abonnementsbetrag. Montag 1. Vorstellung im l. Abonnement. 122) Achtungsvoll C Alberti, Director.