Dienstag den 4. November L87A srr. 2S7 Aedacti»»Sb«r-«rr 1 «*„rarn6, n ir GxPedMon»d«rea«r / ^»ulstraß- B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 P^ Die Volksschule. Nicht in Preußen allein, sondern in ganz Deutschland blickt man mit dem allergrößten Interesse aus die Entwickelung des Volksschulwesens. Der freisinnige Geist, welcher sich in dem preußischen Schulaufstchtsgesetze von 1872 aussprach, verschaffte Preußen eine moralische Eroberung in allen deutschen Staaten. Es war von großer Bedeutung, daß man die Schule nur als „Veranstaltung des Staates" oder Gemeinden hinstellte, daß man sie als die einigende Bildungsstätte sür das gesammte Volk behandelte. Die klerikalen Etnflüffe, weiche zu zerreißen und zu trennen und die Verbreitung gemeinnütziger Ktnntmffe zu hemmen suchen, wurden beseitigt. Dies war nur Dadurch möglich, daß die Schulaufsicht allmälig in die Hände pädagogisch erfahrener Schulniänner gelangte. Die Austastung des Zweckes der Volksschule wurde eine erweitere und freiere als bisher. Das Wesen der von der Kirche abhängigen Volksschule rag keineswegs in einer weisen Beschränkung des Lehrstoffs, sondern in der Zurechtmachung deffelben für sehr einseitige Za ecke, in der mechanischen Dressur des Geistes und der Volipfropsung der Köpfe mit kirchlichem Ge-'ächtnißwerk. Nach dieser Tendenz war vorher in Preußen sowohl die Volksschule, wie die Btldungsanstalt sür den angehenden Lehrer, das Seminar, geordnet; der letztere wurde mit voller Absichtlichkeit von der Berührung mit den allgemeinen Bildungsmitteln, insbesondere mit den „sogenannten" deutschen Klassikern, ferngehalten. Dieser, leider nuj zu lange wirksam gewesene Versuch, das Volk an eine künstlich zurechtgemachte, der kirchlichen wie der politischen Reac- tion dienende Nahrung zu gewöhnen, wurde durch Falk beseitigt. Gleichzeitig wurde sorgsam darauf gehalten, daß die Erweiterung der Unterrichtsziele in Geschichte, Geographie, sowie in Raum- und Zchlenkenntntß nicht über die Lehr- und Lernkraft hinausging und zum oberflächlichen Vielerlei führte. Nun soll auf einmal der Geist der Unterrichtsleitung ein anderer wer den. ES ist das etn offenbarer Rückschritt, der nicht nur störend in die gegenwärtige Lage des Unterrtchtsweseus etngreift, sondern auch auf lange Zeit das Zustandekommen eines guten Uiilerrtchtsgesetzes unmöglich macht. JDem Kampfe gegen die Simultanschulen soll eine Begünstigung der geistlichen Schulaussicht folgen. Sollte man nicht hierbei dle Stimmen der VolkSwitthe und Staatsrechtslehrer höher stellen, als die Urtheile der Geistlichkeit? So sagt z. B- unser bester Volkswirth Max Wirth: „Die Trennung der Confessio- nen im Schulwesen bringt eine künstliche Spaltung unter der Bevölkerung hervor, welche von dem nachtheiligsten Einfluß für das Staatsleben sein muß; es wird dadurch Haß und Zwietracht gesäet, wo nur Friede und Eintracht die Staatszwecke erfüllen Helsen können;" — und der größte Staatsrechtslehrer von Deutschland, Pölitz, schrieb sehr treffend: „So wenig man dem Präsidenten des Gerichtshofes die Bearbeitung eines neuen Katasters behufs der Regultrung der Grundsteuer übertragen, oder den commandirenden Feldherrn zur Reform des Bergwesens berufen, oder einen Finanzrath mit der Organisation des Generalstabes beauftragen, oder einen Fabrikanten an die Spitze des Criminalgerichtshofes stellen wird, ebensowenig können bloße Geistliche das Schulwesen berathen und leiten." treff der mangelhaften Ausstattung der Gerichtsschreibereien mit Hilfspersonal, welche Staatsmintster Freiherr von Starck sofort in genügender Weise beantwortet. — Ein Antrag des Abg. Kugler wegen Errichtung einer Güterstation bei Sprendlingen wird ohne Debatte nach dem Anträge des Ausschusses nach einer von der Regierung abgegebenen Erklärung vorerst für erledigt erklärt. — Die Budgetforderungen für das kulturtechnische Personal werden nach dem heute Morgen gestellten Antrag des Finanzausschusses verwilligt und auf Anfrage Schröder's die Vorlage eines Disciplinar- gesetzes für nichtrichterliche Beamte zugesagt. — Die Kammer vertagt sich auf unbestimmte Zeit. r _ Berlin, 1. Novbr. Die Generalsynode genehmigte ohne Debatte in zweiter Berathung den Gesetzentwurf, betr. die Ausschreibung der Umlagen für provinzielle und landesktrchliche Zwecke, ebenso »n erster Berathung den Gesetzentwurf, betr. die Vertheilung der Ger.eralsynodalkosten und landeskirchlichen Umlagen auf einzelne Provinzen. Es folgte hierauf die Fortsetzung der Berathung des Antrages der Versaffungs-Commission in Betreff des Antrages der Pommer'schen Provinzialsynode auf Erlaß eines Kirchengesetzes zur Abänderung des § 14 der Kirchengemeinde-Synodalordnung, betr. die Zurückweisung von der Theilnahme an der geistlichen Amtshandlung, besonders dem Abendmahl. Der betr. Abschnitt bestimmt: Erklärt sich der Gemeinde-Kirchenrath gegen die Zurückweisung, so wird dieser Beschluß sofort wirksam. Die Commission schlägt vor, den Paragraphen dahin abzuändern, daß bis zum Erlaffe der Entscheidung der Kreissynode die Ausführung des Gemeinde-Kirchenraths- Beschluffes ausgesetzt bleibt. Der Entwurf der Commission wird nach langer Debatte mit 124 gegen 57 Stimmen angenommen. Zum Antrag Eiselen's, betr. die Einwendungen der Gemeindeglieder gegen die Lehre der zum geistlichen Amte Designirten und Anschuldigungen gegen Geistliche wegen Irrlehre, beantragt die Commission als feststehenden Grundsatz anzue. kennen, daß diese Einwendungen und Anschuldigungen im Disciplinaroerfahren nicht allein durch Handlungen in unmittelbarer Ausübung des Amts, sondern auch durch außeramtltche Erklärungen oder Publicationen begründet werden können und den Oberkirchcnrath zu ersuchen, diesen Grundsatz bei allen in der Recurs-Jnstanz an ihn gelangenden Fällen zur Geltung zu bringen und daher dem Generalsynodal-Vorstand die Theilnahme an der Entscheidung zu versagen, ferner die Conststorien anzuwetsen, in allen derartigen fällen die gesetzlich vorgeschriebene Zuziehung des Prooinzialsynodal-Vor- standes nicht zu Unterlasten. Die Professoren Kleinert und Köstltn sprachen gegen den Antrag. Der Antrag von Geß aus Tagesordnung wurde abgelehnt, dagegen wurden die Commissions-Anträge gegen die Stimmen der Linken und der evangelischen Vereinigung angenommen. — Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet: Der Justizminister empfing bet seiner Entlassung ein huldvolles eigenhändiges Schreiben des Kaisers und den Stern der Comthure des Hohenzollern'schen Hausordens. — Die Mitteilung, daß eine Personal-Union des Reichsjustizamts mit dem preußischen Justizministerium bevorstehe und der Bundesrath bereits mit der bezüglichen Vorlage sich betaste, ist ungenau und verfrüht. Es finden an maßgebender Stelle erst vorbereitende Besprechungen statt. — Der „Retchs-Anz." veröffentlicht eine kaiserliche Verordnung vom 31. October, welche das Verbot der Einfuhr von Reben zum Verpflanzen, vom H. Februar 1873, auf alle Reben, gleichviel ob zum Verpflanzen geeignet oder nicht, sowie auf alle sonstigen Weinstocktheile, insbesondere Nebenblätter, ausdehnt und nur die Einfuhr von Trauben gestattet, wenn zur Ver- Packung derselben keine Nebenblätter verwendet sind. Berlin, 1. Novbr. Betreffs der Arbeiten zur Hebung des „Großen Kurfürsten" wird officiös bestätigt, daß das Leck völlig geschloffen sei, eine Vorbedingung jedes Hebungsversuches. Nach den letzten Berichten beabsichtigt die Gesellschaft um die Mitte Novembers bei günstiger Witterung mit den eigentlichen Hebungsversuchen zu beginnen. Der bisherige Contract, welcher nur bis Ende October lies, ist bis Ende des Jahres verlängert worden. Straßburg, 1. Novbr. Die Reichstags-Abgeordneten Besan^on, Dollsus, Germam, Grad, Guerber, Heckmann, Stintzy, Jaunez, Schmitt, Bastian, Simonis und Winterer erlasten heute in dem hier erscheinenden Eisäff. Volksbl." einen Wahlaufruf an die Gemetnderäthe als Urwähler zum Landesausschusse, worin sie erklären, die Rechte des Landesansschuffes seien unvollständig. Der Landesausschuß allein könne aber auf die Regierung des Landes Einfluß haben; er habe eine Stimme über die Landesgesetze und über das Budget; er könne in wichtigen Angelegenheiten die Wünsche des Landes aussprechen. Die Genannten erklären, daß sie sich als WahlConnt6 geernigt haben und fordern die Gemeinderäthe auf, nur unabhängige Wahlmänner zu ernennen. Deutschland. m. Darmstadt, 1. Novbr. In der gestrigen Nachmittags-Sitzung der zweiten Kammer der Stände spricht zunächst Böhm gegen die Regierungsvorlage, da ihm der dem Vertrage zu Grunde liegende Kaufwerth kein der seitherigen Durchschnittsrente entsprechender zu sein scheint. — Jäckel tritt für die Vorlage ein, da er der Ueberzeugung ist, daß die Verkehrsverhältnisse Oberhessens sich bessern werden, wenn die Bahn in preußischen Besitz übergegangen. — Weith ist gegen den Verkauf, ohne damit reichsfeindlich zu sein. Baur tritt für die Regierungsvorlage ein. Er möchte die Regierung befreit wissen aus der mißlichen Lage, in welche sie durch den in Folge des Friedensvertrages von 1866 abgeschlossenen Staatseifenbahn-Vertrag vom 30. Mai 1868 gekommen ist, noch an der Leitung und Verwaltung einer Bahn betheiligt zu sein, während ihr Einfluß auf dieselbe doch ein geringer ist. — Auch Lantz ist entschieden für die Regierungsvorlage, Falck und Ellenberger dagegen. Nach weiteren Ausführungen der Herren Ministerialrath Fink und Oberfinanzrath Schul; folgen die Schlußworte des Berichterstatters Kugler Namens der Minorität und Wolsskehl Namens der Majorität des Ausschusses. In namentlicher Abstimmung wird, wie bereits telegraphisch ae- meldet, die Vorlage der Regierung mit 31 gegen 17 Stimmen abgelehnt. Mit Za stimmen die Abgeordneten Baur, Dittmar, Hallwachs, Heidenreich, Jockel, Jost, Küchler, Lautz, Maurer, Möttinger, Neinhart, Scriba, Stephan lHeßloch), von Wedekind, Weitzel, Heinzerling und Kugler. Mit Nein stimmen die Abgeordneten Betz, Bockenheimer, Böhm, Diehl, Ellenberger, Falk, Frank, Grünewalt, Haustein, List, Matth, M?tz, Osann, Pennrich, Psannstiel, von Rabenau, -Racke, Schmalbach, Schönberger, Schröder, Seubert, Stephan (Osthofen), Sturmfels, Theobald, Wadsack, Wasserburg, Weith, Wehrauch, Wolj, Wolsskehl, Muhl. — Abg. Osann richtet eine Interpellation an die Regierung in Be- CTKl^t**«****.* Wer auf eine Terminsstunde geladen ist, muß auf die Minute da sein, sonst können ihn die 3tt5uiinlinß* größten Nachtheile treffen. — Mahngesuche müssen bei Meidung der Zurückweisung Gegenstand und Forderungsgrund so vollständig enthalten wie Klage; es sind daher im betreffenden Falle Rechnungen anzusügen. Gießen, den 28. Oetober 1879. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. Langsdorfs. Frankreich. Paris, 1. Novbr- Eine anscheinend inspirirte Note der „Agence Havas" meldet, die Abreise von Don Carlos nach England sei erfolgt in Folge von Andeutungen, welche denselben über den Beschluß der Regierung aufklärten, keinerlei weitere politische Kundgebungen von der Art zu dulden, für welche kürzlich seine Anwesenheit zum Vorwande gedient habe. England. London, 31. Oclbr. Nach Abschluß der fachmännischen Untersuchung über das Platzen des 38-Tonnenrohres auf dem Panzerschiff „Thunderer" im Marmarn'Meere wurde Seitens des Kriegsamtes beschlossen, zur befferen Verdeutlichung des Vorganges und zur Schaffung vollständiger Gewißheit über die Ursache, ein zweites 38-Tonnenrohr absichtlich in derselben Weise zum Platzen zu bringen. Nach Gutachten der Untersuchungs-Commission soll das Unglück durch zufällige doppelte Ladung des Rohres erfolgt sein, nachdem ein Schuß, ohne zu explodiren, im Rohre geblieben war. Um bet Wiederholung dieses Vorganges jedes Unglück zu vermeiden, sind besondere Vorsichtsmaßregeln nothwendig. Es ist in Woolwich ein Raum mit außerordentlich starken Wänden zur Aufnahme des Rohres erbaut worden. Derselbe hat einen äußern Umfang von 18m im Geviert bet 6m Höhe, aber in Folge der dicken Wandung, welche aus Gebälk, eisernen Stangen und einer fall meterdicken Betonschicht bestehe, bleiben für das Innere nur etwa 3m Brette bet 12m Länge und 3m Höhe. Außen ist dte Kammer noch dick mit Erde umhüllt. Nach vorn ist sie offen. Zutritt zu derselben gewährt ein aus eisernen Platten hergestellter Gang. Zur Abführung der Gase führen zwei eiserne Effen durch die 10 Fuß starke Decke. Die gegenüberliegende Reihe von Zielscheiben ist 70 Fuß stark hergestellt, und jede Scheibe mißt 20 Fuß im Geviert. Aus der oben beschriebenen Kammer soll aus dem 38 - Tonnenrohre zuerst ein Schuß in gewöhnlicher Weise auf die Zielscheibe abgegeben werden, darauf soll das Rohr doppelt geladen und die Zündung so eingerichtet werden , daß sich die vordere Patrone gerade an der schwächsten Stelle des Rohres entzündet. Damit glaubt man unter allen Umständen das Rohr zum Springen zu bringen. Der Versuch ist etwas kostspielig, wird indeffen für wünschenswerh gehalten, um das Vertrauen zu den Woolwtcher Geschützen wieder zu kräftigen. Nußland. Petersburg. Zum deutsch-österreichischen Bündniß bringt die russische „Neue Zeit" folgende humoristische, aber ernstgemeinte Enthüllung, welche aus Paris nach Petersburg importirt worden ist und für deren Glaubwürdigkeit der Verfasser „vollste Verantwortlichkeit" übernimmt: „Durch diesen Vertrag", so schreibt der Correspondent, „hat Deutschland die Garantie für dte neuen territorialen Erwerbungen Oesterreichs im Osten unter der Bedingung übernommen, daß Oesterreich seinerseits Deutschland eine entsprechende territoriale Entschädigung gleichfalls im Osten garantire. Einen detailltrteren Vertrag konnte Bismarck nicht erlangen, obgleich es sein Wunsch war, zu erfahren, wie weit Oesterreich aus dem Sandschak von Novibazar nach Süden Vordringen wolle. Kaiser Franz Joseph weigerte sich jedoch, jetzt schon hierauf eine entscheidende Antwort zu geben, und diesem Umstande ist es zuzuschretben, daß die Presse einen Mißerfolg Bismarcks ankündigte." Möge den Verfasser die übernommene Verantwortlichkeit nicht zu sehr drücken. Kriechenland. Athen, 1. Novbr. Die Kammer wurde heute eröffnet. Die Thronrede betont, daß die griechische Frage nunmehr einer Erörterung unterzogen wird, spricht die Hoffnung auf deren endliche Lösung unter dem Beistände der Mächte aus und empfiehlt die milttärische Ausbildung des Volkes. — Die zur Öffnung der Kammern vom König verlesene Thronrede gedenkt ferner der bet den allgemeinen Wahlen beobachteten Ordnung, welche das Vertrauen des Königs auf das Volk gerechtfertigt habe, und der freundschaftlichen Beziehungen zu den Großmächten. Dte Regierung sei bestrebt, den auf Griechenland bezüglichen Congreßbeschluß zu verwirklichen; die damit zusammenhängenden praktischen Fragen schreiten von Tag zu Tag ihrer weiteren Lösung entgegen. Der König sei überzeugt, daß die großen Interessen der angrenzenden Staaten und die Unterstützung der Signatarmächte des Berliner Vertrags zu einem guten Ausgange der eingeleiteten Unterhandlungen führen würden, um die Absicht des Congreffes zu erfüllen. Griechenland müsse sich auch mit der Formation und Vorbereitung seiner Armee beschäftigen, denn das Element, welches die Stellung eines Volkes bestimme, sei seine Kraft. Amerika. Washington, 31. Octbr. Officiell wird bestätigt, daß der amerikanische Gesandte in Wien, Kaffon, Anweisung erhielt, sich nach Bukarest zu begeben, um die Unabhängigkeit Rumäniens anzuerkennen und die diplomatischen Beziehungen zwischen Rumänien und der Union herzustellen. Telegraphische Depeschen. Waguer'S telegr. Correspondenr ■ Bureau. Madrid, 2. November. Die Verbindung zwischen Valencia und Barcelona ist wiederhergestellt. Das schlechte Wetter dauert noch fort; jedoch sinkt der Wafferstand deS Ebro merklich. Innsbruck, 2. November. Die erste protestantische Kirche Tyrols ist unter Thetlnahme der Behörden und ungeheurem Andrang von Menschen heute feierlichst eingeweiht. Wien, 2. November. Die „Montagsrevue" bezeichnet die Zeitungs- melbnngen über bevorstehende Ergänzungen des Cabinets als Erfindungen. Die parlamentarische Situation lasse diejenige Ergänzung des Cabinets, welche dem Grafen Taaffe als wünschenswerth und seinem Programme homogen erscheine, als vorerst unthunltch erscheinen. — Der demnächst zu veröffentlichende Steuerausweis wird bei den direkten Abgaben ein kleines Minus, bei den indirecten abermals ein erhebliches Plus gegen das Vorjahr constat'ren. Berlin, 2. November. Der Kaiser ertheilte heute Vormittag dem Botschafter v. Schweinitz, dem Präsidium des Abgeordnetenhauses und dem Kammergprichts-Präsidenten Meyer, Nachmittags dem Justizminister Dr. Friedberg Audienz. Lokales. Gießen, 3. November. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am Donnerstag den 6. November 1879, Nachmittags 4 Uhr, im alten Nealschul- gebäude r 1. Den Voranschlag der Armenkasse für 1880 betreffend. 2. Die Quellwafferleitungsarbeiten. 3. Die Pflasterung des rechtsseitigen Trottoirs an der Grünberger Straße. 4. Gesuch des Heinrich Schäfer III. von Gießen um Bauerlaubniß. 5. Pachtvertrag mit Friedrich Simon von Gießen. 6. Gesuch des Apothekers Dr. Mettenheimer um Erlaubniß zur Errichtung eines Anbaues. 7. Gesuch des Schreinermeisters Emil Menget um Erlaubniß zur Anlegung eines Hosthors. 8. Gesuch des Wirths Emil Harms um Erlaubniß zur Anlegung emes Hofthors. 9. Bau einer Brücke über die Lahn bei Wismar. Gießen, 3. November. Im Monat October 1879 wurden von Seiten der Schutzmannschaft arretirt: Bettler 69, Obdachlose 11, wegen Scandal 7, wegen Trunkenheit 9, Prostituirte 5, Diebstahl 4, auf Requisition wurden 11 Personen arretirt Anzeigen erfolgten in sanitätspolizeilicher Beziehung wegen schädlicher Ausdünstung 20, bösartiger Thiere 1, in ficherheitspolizeilicher Beziehung gegen Bettler 71, Trunkenheit 3. Ruhestörung 72, Diebstahl 9, Betrug 1, schwere Körperverletzung 7, Meldewesen 11, sonstige Sicherheitspolizei 2. Ferner wegen Thierquälerei 5, Prostitution 6, Störung der Sonntagsfcier 1, Übertretung der Feier- abendstunde 36, Führung von unrichtigem Maß und Gewicht 17, wegen Vergehen gegen die Droschkenordnung 17, Straßenreinigung 43, Fahrordnung 1, sonstige Straßenpolizei 32, Bau- Polizei 3, Feuerpolizei 7, Feldpolizei 6, Steuerdefraudation 6, Oktroi 7. Summa sämmtlicher Anzeigen 387 gegen 380 im Monat September. — Am Samstag Nachmittag anncctirten zwei anständig gekleidete Herren in einem Garten in der Schwarzlach Blumenkohl, wurden aber dabei abgefaßt und dürfte die Suppe wohl etwaS versalzen werden. — Ein Besuch der Eisenerzgrube „Eleonore" der G eb r. Stumm auf der Bieber, derselben Grube, in welcher neulich im Tagbau das versteinte, resp. umsteinte Hirschgeweih gefunden worden, bietet dem Naturfreunde, dem Geologen und Mineralogen des Jntereffanten viel Nicht allein, daß in besagter Grube diverse Sorten Erze gefördert werden, welche vor Tag zu sehen schon wiffenswerth ist, sondern durch die Anhauung einer Eisenerzschichte, worin sich Baumstämme, Strauchwerk, Haselnüsse, Blätter und namentlich ein Hirschgeweih :c. ea. 10 Mlr. unter der Erdoberfläche finden, ist für den Forscher jedenfalls von großem Werthe, umsomehr als die Verkrustung dieser Gegenstände, resp. Umwacksung mit Mineral hier ganz genau beobachtet werden kann. Herr Obersteiger Götz von Bieber hatte die Freundlichkeit uns die Fundstücke, welche interessant sind, zu zeigen, sowie uns im Tagbau herumzuführen. Etwaige Besucher der Grube dürften sich an genannten Herrn wenden, welcher jedenfalls gerne bereit ist, nähere Auskunft zu ertheilen. V e r m i s ch t eS. Delitzsch, 27. October. Die Schauerkunde eines Doppelmordes durchdringt heute unsere Stadt. Gegen 4 Uhr Morgens ertönte Feuerlärm, es brannte in dem Hause des Kaufmanns I. S. Schumann, hier, in der Breiten Straße. Hülfe war bald zur Hand und es gelang unter der Leitung deS Branddireetors Sckulze, der einer der Ersten zur Stelle, binnen Kurzem den Brand zu löschen. Betroffen war der Laden und das ganz entfernt davon liegende Schlafzimmer des Schumann. Als das Betreten des Schlafzimmers ermöglicht war, bot sich den Eintretenden ein schauerlicher Anblick dar. Schumann, ein angesehener älterer Herr, und seine Tochter lagen in ihren Betten ermordet, Ersterer mit eingeschlagenem Schädel, Letztere mit klaffender Wunde, an der Stirn und Hand, beide Leichen in den halbverbrannten Betten fast geröstet. Am Boden des Zimmers fand man ibre8 Inhaltes beraubte Brieftaschen und Geld: behälter, auch in dem Laden überall Spuren flüchtigen Raubes. Um die Spuren der Unthat zu verwischen, batte der Mörder das im Laden befindliche Petroleum auf den Ladentisch und andere Gegenstände, sowie auf die Betten der Erschlagenen gegoffen, dann Betten sowohl als Ladentisch rc. angezündet und sich hierauf entfernt. Schneller Entdeckung ist es zu banken, daß die Absicht vereitelt und weiteres Unheil verhütet worden ist, denn in den Laden- und Lagerräumen des Schumann befanden sich große Quantitäten leicht brennbarer Stoffe — als Spiritus, Firniß ic.; das Pulver war durch die Umsicht des Brandireetors sofort aus dem Laden entfernt worden. Don dem Mörder ist zur Zeit leider keine Spur vorhanden; möge es der Thätigkeit der Behörden gelingen, den Uebelthäter ausfindig zu machen und seiner Strafe entgegen zu fuhren Petersburg, 27. October. sRussische Zustände.j In Tichwin verurtheilt das Nowgoroder Bezirksgericht im Prozeß wegen Verbrennung der vermeintlichen Hexe Ignatjewa die Hauptschuldigen Bauern Kanschin, Starowitz und Nikiforow nur zur Kirchenbuße. Die übrigen Angeklagten wurden srcigesprochen. Straßburg i. Elsaß. Ein schreckliches Unglück bat sich, wie das „Els. Journal" berichtet, am 21. d. Mts. Abends auf dem St. Nikolausstaden zugetragen. Ein mit Heu beladener und durch einen Trainsoldaten geführter zweispänniger Wagen fuhr um obige Zeit mit rasender Schnelle den Staden entlang, in der Richtung der Rabenbrücke zu. Die Pferde waren scheu geworden und durch den tollen Lauf des GespanneL wurde das Heu nach allen Seiten hin zerstreut. In der Gegend des Hauses der Gebr. Dietrich begegnete dem Wagen eine Abteilung Soldaten des Württ. Infanterie-Regiments Nr. 126; einer dieser Soldaten Namens Johann Bachofer, aus Aichelberg gebürtig, die Gefahr erblickend, in welcher der Fuhrmann schwebte, stürzte sich muthig den Pferden entgegen, um sie zum Stehen zu bringen. Der Unglückliche jedoch wurde überrannt und die Räder des Gefährtes gingen ihm über die Brust. Als man ihn aufhob, entströmte ihm Blut aus Mund und Nase. Er wurde in einem fast hoffnungslosen Zustande in das Militärspital gebracht Die Pferde hatten jedock ihren wüthen den Lauf fortgesetzt; der Trainsoldat war von seinem Sitz geschleudert worben und auf die Deichsel gefallen, an welcher er sich verzweiflungsvoll anklammerte. Auf dem Nabenplatz warf sich ein junger Einjähriger von der 2. Compagnie des 15. Trainbataillons, Namens Heinrich Löbel, den wüthenden Pferden entgegen und es gelang ihm, Dieselben am Gebiß zu ergreifen; der muthige junge Mann wurde bis zum Eingänge der Metzgergaffe fortgeschleift, wo er das Gespann, jedoch nicht ohne erhebliche Verletzungen davongetragen zu haben, zum Stehrn brachte Eine große Menge hatte mit steigender Aufregung den verschiedenen Sccnen des schrecklichen Dramas bcigewohnt und Jedermann äußerte seine Bewunderung und seine Sympathie für den ersten Soldaten, deffen muthige That ein so unglückliches Ende gehabt, Joroic für denjenigen, welcher die Pferde zum Stehen brachte und wahrscheinlich weitere Unglücksfülle dadurch verhütete. — (Graf Schuwaloff ein — Baptist.) In Petersburg besteht gegenwärtig die Secte der Baptisten, welcher außer zahlreichen lutherischen Deutschen, auch Personen aus den höchsten Kreisen der russischen Gesellschaft angehören. Das Haupteentrum der Versammlungen der Petersburger Baptisten befand sich bis vor Kurzem im Hause des Londoner Botschafters, Graf Peter Andrejewitsch Schuwaloff, welcher ebenfalls der Secte als Mitglied angehört. Im Hause Schuwaloffs, in der Scrgijew-Skaja-Gaffe, befand sich sc:t Jahren die Kapelle der Baptisten, in welcher die Liturgie verrichtet und Predigten in deutscher und russischer Sprache gehalten wurden. Die Petersburger Baptisten haben ihre eigene Hierachie, welche aus: Diakonen, Geistlichen, Bischöfen, Evangelisten und einem — Engel besteht. In diesem letzteren Amte befindet sich gegenwärtig der General der activen russischen Armee, E -r, ein Deutscher. Diese Secte lebte', Dank dem hohen Protectorat, wie gesagt, bis vor Kurzem in Petersburg sehr ruhig, weder von der russischen Polizei beunruhigt, noch von Der russischen Geistlichkeit verfolgt, als vor einigen Tagen plötzlich die Kapelle der Baptisten versiegelt und das ganze Schuwaloff'sche Haus gesperrt wurde. Bald erfuhren die »Mitglieder dieser Secte, daß sie nicht von der russischen Regierung verfolgt, sondern von Seiten der Petersburger lutherischen Pastoren denun- ctrt wurden. Handel und Verkehr. Frankfurt, 1. Novmeber. (Marktbericht.) Der heutige Heu- und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität der (Zentner 2.30 — 3.50, Stroh jt 2—2.80. Butter das Pfund im Großen 1. Qual. JL 0.90—00, 2. Qual JL 0.80, im Detail 1. Qual. JL 120, 2. Qual. JL 110. Eier das Hundert deutsche JL 6.50, italienische JL 7 00. Ganze Erbsen das Pfd 28—32 geschälte Erbsen 30-35 Bohnen 26—28 H, Linsen 32—46 H Weißkraut das Stück 10 100 Stück 7 — 8 JL, Rothkraut, 1 Stück 10—20 H Kohlrabi 5—7 H, Kohlkraut -- Blumenkohl 1 Stück 30—70 Wirsing — Kartoffeln 100 Kilo JL 6.50, Zwiebeln 25 Bund — JL. Merrettige 25 Stück — JL, 1 Stück — 4- Ochsenfletiw per Pfund 65 — 70 H, Rindfleisch 50 Kuh- fleisch 50-60 \ Kalbfleisch 48 — 55 Stier- und Farrenfleisch - Hammelfleisch 15—60 Schweinefleisch 65—70 H, ein Hahn ,AL 0 90—1.20, ein Huhn JL 90—1.20, eine Ente 1.50—2.20, eine Gans 5—7, eine Taube, 40—50 H, Aepfel 100 St. . Bekanntmachung. Kaufmann Georg Hamel zu Hungen hat mit seinen zur Beschluß- fasfung erschienenen Gläubigern einen Vergleich abgeschlossen, dessen Inhalt auf unserer Gerichtsschreiberei einge- sehen werden kann. Einsprachen hiergegen sind binnen 14 Tagen vorzu- Lringen, als sonst Bestätigung des Vergleichs erfolgt. Hungen, den 31. October 1879. Großherzogliches Amtsgericht Hungen. Krauß. (7196 Submissions-Ausschreillkn. Die Herstellung eines eisernen Steges mit Bohlenbelag und eisernem Geländer über die Lumda beim Orte Lollar, veranschlagt zu 440 0000000000a (7200 eingetroffen. J. A. Busch, Söhne. (7188 20 30 60 90 50 60 80 80 ii ii ti 1 1 1 1 1 2 2 2 2 Priorate secco Priorato dulce Badalono Garnacho Sherry Malaga Madeira Oporto Vino Ranclo 0 0 0 D 0 Cellulosenitrate und Celluloid. Auch Nichtmitglieder haben freien Zutritt. Jährlich 8 bis 10 Romane der ersten vaterländischen Schriftsteller. Wöchentlich eine Nummer von 3 Bogen — oder 14tägig ein Heft von 6 Bogen. Preis vierteljährlich nur 2 Mark, also monatlich noch nicht 70 Pfennig. Probenummern und Probehefte in jeder Buchhandlung vorräthig. — Alle Buchhandlungen und alle Post» ämter nehmen Bestellungen an. letztere jedoch nur auf die Nummern-Ausgabe.(7053 7199) Freunden und Bekannten die Trauernachricht, daß heute Mittag V22 Ühr unser theurer Gatte, Vater und Großvater Georg Wilhelm Mabenau, Grotzhcrzoglicher Kechnnngsrath i. P., nach langem, schwerem Leiden sanft entschlafen ist. Um stille Thcilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 2. November 1879. Die Beerdigung findet statt Dienstag den 4. November, Nachmittags 2 Uhr. Obcrhcssische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. Sitzung Mittwoch. 5. Nov., Abends 7 XThr, in der kleinen Aula. Vortrag des Herrn Prof. Streng: Heber die in der Grube Eleonore vorkommenden Pflanzenreste und des Herrn Prof. A. Laubenheimer: Hebet vormals S. Flörsheim, Marktplatz A. 3. GIESSEN Marktplatz A. 3. empfiehlt sein Lager in Herren- und Knaben Garderobe, sowie in englischen, franzöfischen u d deutschen Stoffen Anfertigung nach Maaß. Ernst Lotz, Kirchenplatz 249, MÖBEL-HANDLUNG Lager in Koffern, Taschen u. Lederwaaren. (£i)dns öramutifdjrr Vorlesungen für Damen. Freitags von 5—7 Uhr im naturwissenschaftlichen Saale des neuen Gymnasiums (Neue Anlage). Freitag den 7. November: Die Braut von Messina, v. Schiller. Abonnementsbillette für 5 Vorlesungen (1 Person 4, Familienbillet für 2 Pers. «A 6), Billet für eine Vorles. «X 1, sind in der Buchhandlung des Herrn I. Ricker zu habe . (7208 jBerfq Nölting. 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Ebenso und Westen un habe ich meinen Ausverkaus in Her ein geehrtes Publikum aus eine neue § Der Flügel von Bechstein ist aus dem Pianofortelager von Wilh. Kudolph. Eintrittskarten für Nichtmitglieder sind in der Ricke r’schen Buchhandlung (Sonntags nur bis 12 Uhr) und in der R u d o 1 p h'schen Musikalienhandlung ä Jl. 2,50 (Sperrsitz ä JC. 3,50) zu haben. *) Nach dem Anfänge eines Stückes bleiben die Saalthüren bis zum Ende desselben geschlossen. (7209 Wermietyungen. 7186) Kleine Wohnung zu vermiethen. Stiehl, Frankfurterstraße. 7205) Möblirte Zimmer zu vermiethen. _______Weinsaal. *"7204) Logis, gleich beziehbar, zu vermiethen. Ga Weber, Neuen Bauen. 6538) Ein Familienlogis und ein möblirtes Zimmer zu vermiethen Neuenweg 134. 68131 Möbln-tes Zimmer zu vermiethen. Wilh. Rudolph, Neuenweg 117. 6790) ©ine kleine Parterrewohnung zu venl. ie then^im „Schutzenh.f-". 7021) Möblirtes Zimmer zu vermiethen. W. Meinhardt, Reickensand-Bahnhofstraße Nr. 9P 10. “"7050) Möblirte Zimmer zu vermiethen. Seltersberg E. 37. —7074) Freundl. möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. Wolkengasse C._88. 7097) )m 2. Stock meines Hauses ist ein möblirtes Zimmer mit Cabinet, sowie 3 Zimmer mit Küche (unmöblirt) zu vermiethen. Karl Kasper, Grünbergerstr. 7134) Ein größeres möblirtes Zimmer sofort beziehbar, zu vermiethen. H. Döring, Grünbergerstraße. tz875) Ein Zimmer mit Cabinet ohne Möbel zu vermiethen. E. Jüngst, Wilhelmstraße 18. 7138) Im älteren Kaufe des ehemals Möhl'schen, jetzt Koch'schen Gartens am Seltersthor, ift ein möblirtes Zimmer mit Bedienung zu vermiethen und kann, wenn es gewünscht wird, sogleich bezogen werden. _______ 7154) Die M ansardenwohnung der verstorbenen Frau Hauptmann Schmidt (Ecke des Ludwigsplatzes) ist per 1. Jan. 1880 anderweitig zu vermiethen. L 8 A. Petri. 7160) Möblirtes Zimmer mit und ohne (Cabinet zu vermiethen. 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DanlWiiiinij. vielen Beweise herzlicher Theilnahme an dem uns betroffenen Verluste unseres unvergeßlichen Gatten Jacob Büttner fühlen wir uns gedrungen, Allen, welche uns in so liebevoller Weise zur Seite gestanden, sowie denjenigen, welche den Verstorbenen zur letzten Ruhestätte begleiteten, insbesondere dem Großh. Znsanterie-Regiment, sowie dem hiesigen Kriegerverein, unseren tiefgefühlten Dank auszusprechen. Giessen, den 1. November 1879. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.