Erscheint täglich mit Ausnahme deS Mo«tagS< I) acb tkda jotttn blüh steht nun seit von allen gegen Hagel- !■ driger als ich 1877 und - alle Erzeug- dic Gesellschaft joron/rrte »Swichk PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh«. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. inwettrnt Sortheik 'en neuesten l'ren für b'c der nicht in ^pie ganzer Achtungen t. Adresse: •(814 * 175,2.60, modern zu I, 6.- 8.- Wx-. und N, p. Meter te 132 Cent., zu Diensten» •iligten über- - zu einer ' Normal- Gesellschaft d'AB-von enden) Prämie en, welche auch llmRichMgen iarhetw Appeichem Die Nachrichten über das Befinden unseres Kaisers lauten günstig. Nächster Tage gedenkt Seine Majestät von Wiesbaden nach Berlin zurück- zukehren. Angefichts des Wiederzusammentritts des Reichstages ist die Bewegung für und gegen den neuen Zolltarif auf ihren Höh«punkt gelangt. Von den Kundgebungen gegen das Bismarck'sche Programm sind die Erklärungen der Hamburger Kaufmannschaft gegen alle Zölle, soweit dieselben nicht reine Fmanzzölle sind, und die des Münchener Magistrats gegen Erhöhung der Zölle aus Lebenöu.ittel herroizuheben. Den Aeußerungen der „Prov.- Cor resp." zufolge rechnet die Regierung noch immer darauf, daß die nationalliberale Partei ihrer Mehrheit nach dem Werke der Finanz und Zollreform ihre Unterstützung leihen werde. Innerhalb der liberalen Partei tritt indeß neuerdings die Forderung constitutioneller Garantien immer bestimmter als Pedti gung einer Unterstützung auf. Auch die Centrumspartei rückt jetzt mit ihren eigentlichen Absichten heraus. Ihre Organe erllären nämlich, die Partei habe die Pflicht, in der Bewilligung der Einnahmen die größte Vorsicht zu gebrauchen, damit die Regierung nicht zu viel Geld zur Erhöhung Les Milltäretats m die Hände bekomme: sie werde daher die Schutzzölle be- günstigen, die Fmanzzölle dagegen möglichst zu beschränken juchen. Bei dieser Sachlage wird es der Regierung einige Mühe kosten, ihren Willen durchzufetzen. Dem Bundesrath ist eine Vorlage über den Ankauf des Raczinsky- schen Palais und einiger augrenzel den Grüntstücke zuvi Bau eines Parlaments- gebäudes zugegargkn. Der Gesetzentwurf über die neue Verfassung Elsaß- Lothrirgers Le^t der Allerhöchsten Lanction vor. Als zukünftiger Statthalter der Rcickslande und noch immer der Generalfeldmarsäall von Manteuffel gkrannt. Mit seiner Ernennung wüide die bisherige Stellung des Herrn von Möller, trotzdem der Präsident des Landesausjchuffes kürzlich die Hoff- nui g aulsprach, „unser verehrter, beliebter Oberpräsident^ werde berufen sein, dem Lande auch fernerhin seine hervorragenden Dienste zu leisten, jedenfalls ein Ende nehmen. Die kaiserliche Marine steht leider wieder im Begriff, einen verdienten Osficer zu verlieren: Viceodv irol Hnk hat näv l'ch in Folge von Differenzen mit dem Ches der Almualüä, General ror Siosch um sen en Abschied gebeten, gleichzeitig aber eine Besctwerde gegen letzteren eingereicht. Aufsehen erregte in Berlin der Nihil » stei Prozeß, welcher damit erdete, daß die drei angeklugten jur gen R. ffen der Propaganda für den Sociolismus schuldig erklärt und zu 4-9monatltchem Gesängniß verurtheilt wurden. Oesterreich-Ungarn hat zur Feier dir Silbernen Hochzeit seines Kaisers glänze, de Festtage verlebt, t>mn herronagendste Momente in der Einweihung der zum Andenken on die R-itung d>S Kaisers aus Mörderhaud and tum Votiv Kirche und dem Festzug zur Huldigung deS KatseipaareS bestanden. Das ga> ze Fest wurde zu einer großa,tigen Ku> dgebung der Zusam- mengehörigketr der verschiedenen, m der P,r>on des Monarchen geeinigten Stämv e LeS weiten Reichs. Auch in der Hauptstadt der Niederlande haben aus Anlaß des wegen des Lobes d.S Piinzen Heinrich b s jetzt verschobenen Einzuges des Köiigspaarcs zahlieiche Festlichkeiten stattgesunden. In Rußland herrlchr seit Einsetzung der mit außerordentlichen Vollmachten aurgestatteten General Gouveitieure der SchiecktN Les Belagerungs- zupal des. Besonders rücksichtslos reifäbrt d.r aus dem letzten Fe dzuge durch seine energische VertheiLignng des E ch'pka Paff S bekam te General Gmko in Petersburg. Lretzdeu weiden sortwähre, d neue Mordanfälle geneidet. Wie es scheint, Hal die rufsiiche Regierung eine Revision des Völkerrechts in der Richtung, daß der Kömgsmord auch international verfolgt werden kann, angeregt. Der neuerrichtete Staat Bulgarien hat in dem Prinzen von Battenberg, nm mehr Alexander 1., th en Herrsche gesunden. Am 29. April wurde derselbe ei» stimmig in der NotablemVersammlung zu Ttrnowa zum Fürsten erwählt. Die Engländer bekamen zwar aus dem Caplande die Nachricht, daß die Festung Ekowe, in der Obeip Pearson Monate lang von den Zulus etn- gefchlossen gehalten wurde, ersetzt worden sei, konnten sich aber dies.S Erfolges Loch nicht recht freuen, da die britische Armee den Pl tz sofort geräumt und sich rückwärts concei trtrt hat, der Feldzug in Feindes Land mithin bis aus Weiteres gescheitert ist. Zugleich droben die aufstä difchen Boers im Trans- vaol-Larb, ten General-Geuvern'ur Bärtle Freie, der sich zu ihnen begeben, als Geißel zurückzubehalten, wenn ihnen nicht ihre Unabhängigkeit wiederge- g'ben würde. Ter Krieg am Cap ist also noch lange nicht zu Ende. Die Regierung fährt denn auch noch immer mit der Sendung von Truppenver- stärkungen fort. Die Königin Victoria ist von ihrer Reife noch Italien wieder in der Heimath etngetroffen. Die Wahl deS noch im Gefängntß sitzenden, nach den Gesetzen nicht V^lbaren Blanqut hat tu Frankreich eine „Frage Blauqui" hervorgerusen, GxpeditionSbrrreaur j Schulstraße v. 18. Vieliscd Men' no»rj2/ ■**5üocbe”' welchen ib,‘bflerzlo66 •IIer' ^'1018 welche der Regierung nicht geringe Verlegenheit bereitet- Wie es heißt, will letztere sich zwar für die Ungültigkeit der Wahl erklären, die Entscheidung aber der Kammer selbst überlasten. Zur Beruhigung der Radikalen hat Präsident Grevy von Neuem eine große Zahl Aufständischer aus dem Jahre 1871 — nicht weniger als 307 ! — begnadigt. In dem Kampf gegen die Klerikalen geht die Regierung um so entschiedener vor. Die betr. Minister lasten wenigstens über ihre guten Absichten keinen Zweifel. Der Unterrtchtsmimster Ferry erklärte auf einem ihm in Epinal gegebenen Banket, er werde seine Virlagen mit Nachdruck aufrecht erhalten, und der Cultusminister Lepöre in Auxerre, das Concordat dürfe fein leeres Wort bleiben, alle Geistliche, hoch oder niedrig, müßten dem Gesetze Folge leisten. Gleichzeitig hat das Ministerium den Erzbischof von Aix, der einen das Volk gegen die Regierung aushetzenden Hirtenbrief von der Kanzel verlesen ließ, bei dem Staatsrath wegen Amtsmiß- brauchs verklagt. Die Klerikalen schäumen natürlich über dies energische Vorgehen der Regierung vor Wuth ■— der „Monde" z. B. nennt die Ferry'sche Rede die officielle Verfolgung, welche eines chinesischen Kaisers würdig wäre — es wird ihnen aber schließlich doch nichts anders übrig bleiben, als sich dem Gesetz zu unterwerfen. Lokale-. Gießen, 3. Mai. (Sitzung der Stadtverordneten am 1. Mai.) Anwesend: Herr Bürgermeister Bram m, Herr Beigeordneter Keller von Setten der Stadtverordneten: die Herren Batst, Gail, Grüneberg, Haustein, Kauf, Lüdeking, May, Ang. Noll, Pfannmüller, Sckeel, Schopbach, Wenzel und Wortmann. — In einer kürzlich abgehaltenen geheimen Sitzung der Stadtverordneten wurde den hiesigen Metzgern gestattet eine schriftliche Eingabe in Betreff der Erbauung eines neuen Schlachthauses an die Stadtverordneten Vcr,ammlung zu machen. Dieses ist nun geschehen, und kam die Eingabe heute zur Verhandlung. Sie lautet im Wesentlichen folgendermaßen: Die Metzger hegen wie früher so auch jetzt noch einmüthtg die Ucberzeugung, daß es nicht angehe da« neu zu erbauende Ecklachthaus an dem Platze zu errichten, welcher von den Stadtverordneten dazu auscrsehen sei. Die Gründe gegen den Platz sind folgende: 1. Zunächst ist eS die große 6nb fernung ves Hamm von der Stadt; die Interessen des Publikums sowohl al» auch der Metzger würden dadurch auf's Schwerste geschädigt, denn es würde alsdann a) der Transport de» Viehes nach dem Schlachthaus und der Rücktransport de» Fleisches nach der Stadt mit einem unverhältnismäßig großen Zeit- und folgeweise auch Kostenaufwand verbunden jein; b) würden die hierdurck erwachsenden Mehrkosten eine Erhöhung der Fleischpretse zur Folge haben; c) würde es den Meistern unmöglich sein, die nöthige Geschäfts-Controle und insbesondere auch die erforderliche Aufsicht über ihre Gehülfen auszuüben; d) würde bet der großen Entfernung von der Stadt und bei dem Mangel jeglichen Verkehrs in der Nähe des Platzes die Möglichkeit von Diebstählen und Verübung sonstigen Unfugs sehr nahe liegen, endlich e) würde die polizeiliche Controle sehr erschwert sein. An alle diese Gegengründe reiht sich 2. ein weiterer, welchem das größte Gewicht beizumeffen ist und der besteht in der nur allzunahe liegenden Gefahr der Ueberschwemmung. Wie sehr der, Hamm dieser Gefahr ausgesetzt ist, haben die Erfahrungen des letzten Winter» zur Genüge gelehrt. Trete eine Ueberschwemmung so plötzlich wie in diesem Winter ein, so würde taS Schlachthaus sehr rasch unter Master stehen und es nur sehr schwer oder überhaupt nicht möglich sein, die darin befindlichen Fleischquantitäten sowie die Schlachtgeräth- schaften noch rechtzeitig zu entfernen. Welcher Schaden dadurch für die Metzger erwachsen würde sei leicht zu ermessen, der Durchnässung, Verschlammung und Beschädigung des Schlachthauses selbst und der damit verbundenen Unzuträglichkeitcn gar nicht zu gedenken. Weiter sei zu erwägen, welche Mißlichkelten die zeitweise Unmöglichkeit der Benutzung des Schlachthauses nach sick ziehen würde. Sobald letzteres erbaut sein werde, würden die jetzt noch in der Stadt vorhandenen Schlachtemrickiungen sehr rasch verschwinden und liege darum die Frage nah, wo und wie dann geschlachtet werden sollte, wenn das Schlachthaus plötzlich zeitweise unbenutzbar würde. Diese Gründe dürften genügen, um von der Erbauung des Schlachthauses an dem dafür in Aussicht genommenen Platze auf dem Hamm Abstand zu nehmen und einen anderen geeigneteren Platz dafür in's Auge zu fasten. Als solchen bringen die Metzger in Vorschlag die Gegend oberhalb der Lahnbrücke auf diesseitigem User in der Nähe der Frtes'schey Brauerei oder letztere selbst. Allerdings könnte gegen diesen Vorschlag eingrwandt werden, die Ausführung desselben sei im Interesse der am unteren Thetl der Lahn liegenden Badeanstalt nicht räthlich, weil diese durch Einleiten des Schwenkwassers und Blutes in die Lahn benachthetltgt werden würde. Dieser Einwand sei aber nicht stichhaltig, denn Blut wie Schwenkwaffer brauchten überhaupt nicht in die Lahn geleitet, könnten vielmehr in Cisternen aufgefangen und theils als Dungmittel benutzt werden, theils könnte deren Ableitung bei Nacht oder vermittelst einer Röhrenleitung oder eine» Kanals unterhalb der Babeanstalt erfolgen. Mas speciell den Vorschlag auf Verwendung der Fries'schen Brauerei zu dem gedachten Zwecke betreffe, jo sei zu bemerken, daß diese nebst Zugehör allerdings nicht denjenigen Flächeninhalt hat, der für bas zu errichtende Schlachthaus vorgesehen sei, allein sie würbe dennoch reichlich groß genug j in und für die Bedürfntste sämmtlicher hiesigen Metzger vollständig auSreichen. Mtt Rück,ia)t aur das Vorbemerkte glauben die Metzger bitten zu dürfen: Wohllöbl. Stadtverordnetenversamm ung wolle nach nochmaliger Prüfung der Sache beschließen, daß das neu -umbauen unmittelbar oberhalb der Lahnbrücke auf diesseitigem Ufer zu errichten, ob. o w Brauerei nach deren käuflicher Erwerbung dazu zu verwenden sei. a-kakten Die Bau-Deputation, welche über die Eingabe bcrathen, beantragte ausdem früher^gefaßten Beschluß zu verharren. Die Bedenken und Gegrngründe der Metzger s^n " cht st'ckh ^ig. D ch die Unterführung des Bahndammes und Erbauung der projektirten S B q H- 9 und die Gefahr der Ueberschwemmung würde durch die vorgesehene tt 9 . j L . „ M anderen vorgebrachtcn Gründe als: Erhöhung der Lleischprc'se, Pc'.^zusehen ' Was^n und dgl. könnten nicht Veranlastung sein von dem gefaßten B tt 8 19 2. Punkt anlungt, s° fe, di- Frosch- °,.l ,uXÄibat?« M “X Ä iütfte «uß«rd.m darunt« Ruth l-td-n. N°4 d->■«»> WJ* 1 * * * * * * * T b *, G°N und «-ist Herren Wenzel und Hanstetn für das Gesuch ver rucetzg , v - , . , b M« d°ss''b- m,s,pr-ch-n, b-IchU-ßt bie ®6er^m0”tain®d)laä)t”«u89am Hnmm «baut wird - früher gefaßten Beschluß zu verharren, so daß ai,o ca» v «n.bcr und Pb. 1879. er gefunden. — Auf da» Gesuch des Kaufmann- C. R. Textor um Stundung des Oktrois bis zur Feststellung des Nettogewichts seiner Fleischwaaren sowie um Rückvergütung von^Oktrol von ausgeführten konnte aus diversen Gründen nickt cingegangen werden. Geheime Atzung. Verwischtes. Mainz, 26. April. Ein schändlicher Ehepaar wurde heute verhaftet. Schon seit einiger Zeit ging das Gerücht, daß ein hiesiger Schuhmacherme,ster sein eigenes Kind auf eine fürchterliche Weise mißhandle und dasselbe dem Hunaertode nahebringe. Vorgestern starb das Kind, und die Section der Leiche hat Momente zu Tage gefördert, welche tote Verhaftung der »abeneltern notwendig machten. Das Kind ist buchstäblich — verhungert. (Elberf. Ztg.) Den armen Abgeordneten für Bremen, Herrn Mösle, bätte sein Einlenken in die Schutzzollpolitik beinahe daS Leben gekostet. Am vorletzten Donnerstag fand die große Volksversammlung in Bremen statt, vor welcher Herr Mosle sein Programm entwickeln sollte. Gerade als er sich zum Redeturnier begeben wollte, erhielt er folgenden unfrankirten Brief: .In der häutigen Versammlung wird auf Ihnen geschosen werden und wird der Mörder als Berichtreporter anwesend sein- Past est in die Versammlung nicht, so werden Sie auf Haus, weg geschosen. Mörder wird vorab Gif nemen. N. N." — Herr Mosle kam indeß glücklicherweise mit diesem leichten Schreckschuß davon und auch das „Äii" wird wohl bei dem meuchlerischen Schützen seine Wirkung verfehlt haben — Wie groß gegenwärtig in Rußland die Furcht vor den Attentätern und hauptsächlich vor den Attentäterinnen ist, mag folgende der Petersburger Nowoje Wrem-a von ihrem Moskauer Lorresponbenten mikgetheilte Thatsache beweisen: „Dor Kurzem kam in das Comptoir des Moskauer Banquters K. ein junges Mädchen und verlangte den Banquier persönlich und zwar in einem besonderen Zimmer zu sprechen. Unter dem Eindrücke des Attentats der neunzehnjährigen Praskowja Katschka fürchtete der Banquier, „in ein besonderes Zimmer" zu gehen, um so mehr, da das Mädchen während der ganzen Zeit die rechte Hand in der Tasche versteckt hielt. „Was wünschen Sic?" frug der Banquier das Mädchen. — „Ich brauche Geld für die Reise nach Kiew," war die Antwort des Mädckens. „Bitte, hier haben Sie drei Rubel," sprach der Banquier und reichte dem Mädchen das Geld hin — „Ick brauche zehn!" bemerkte kategorisck das Mädchen. Der Banquier beeilte sich, die Summe hinzureichen. Die Unbekannte verneigte sick und ging. — „Ich habe mich doch billig losgekauft," sprach darauf der Banquier halb scherzend, halb ernst zu seinem Personal. — Der „Reuen Preuß. Ztg." wird aus New-Jork vom 26. März über eine schnelle vtsenbahnfahrt berichtet: „Die Mehrheit der Demokraten im Hause ist nur gering daher bas pünktliche Erscheinen aller Mitglieder der Partei in der ersten Sitzung nothwendig war, was, da nur 12 Tage zwischen der Einberufung und dem Zusammentritt des Conqresse? lagen, bei den thetlweise ungeheuren Entfernungen eine schwere Aufgabe wurde. Das National Executw- comits ertheilte seinem Vorsitzenden Barnum freie Hand, und dieser ging sofort mit Energie ——. m, । ii ii an die Arbeit. Nach allen Richtungen gingen telegraphisch Depeschen ab, den Parteigenossen (Silc anempfehlend, während nach Hotsprings im fernen Arkansas ein cxpresier Bote abgesandt wurde, um zwei sick dort zur Cur aufhaltende Abgeordnere zur Stelle zu bringen; die meiste Sorge machte der Repräsentant Whiteakcr von Oregon. Derselbe hatte die Reise von Astoria, Oregon, längs der Pareificküste zu Dampfer San Franeisco, und dann die Tour fast über den ganzen Continent zu Bahn zu machen. Er traf am 12. April in San Franeisco ein, aber 24 Stunden zu spät, um mit dem regelmäßigen Schnellzuge Washington zur Zeit erreichen zu können Er telegraphirte dieS an Barnum, der sofort an das Hauptbureau der Pacificbahn in New-Aork telegraphisch das Ersuchen stellte, für Whileaker einen Separatzug zu beordern und für Freihalten der Bahn zu sorgen. Dies geschah, und noch am >2. April Abends begann von San Francisco die wilde Jagd; die 1928 englische Meilen bis Ohmaha in Nebr-Ska wurden (über das Feljengebirge!) in 62 Stunden zurückgclegt, während sonst vom Schnellzage für diese Strecke 102 Stunden gebraucht werden. Auch in Omaha kam Whiteaker zum Anschluß zu spät. Aber auch für diesen Fall hatte Barnum Vorsorge getroffen. Ein Spectal»ug stand bereit, der mit gleicher Schnelligkeit über die 494 Meilen nach Chicago dahinstürmie, wo der Eilzug eingeholt wurde, der die letzten 700 Meilen nach Washington rasch genug zurücklegte, um Whiteaker noch den 17. April Abends zum „Caucus" in Washington zu bringen.' Sommerfeld. Am letztvergangenen Sonntag verbreitete sich hier gegen Abend die Nachricht von einem entsetzlichen Ereigniß. Der dem Trünke cigebcnc Tuchscherer Grulich war In seiner Wohnung, in einem Hause neben dem Schloßberge, mit drei Stichwunden versehen, tobt neben seinem Bette liegend gefunden worden. Diese drei Stichwunden hatte ihm seine löjährige, zum Jähzorn geneigte, blödsinnige Tochter, wahrscheinlich während er geschlafen, beigebracht. Die Thäterin, welche schon früher erklärt haben soll, ihrem Vater, wenn er wieder betrunken sein würde, etwas Ordentliches auszuwischen, weil er sie nickt gut behandle, hat auch bald nach der That zu einer ihr begegnenden Frau geäußert, sie hätte ihm nun etwas beigebracht. Das Mädchen ist noch Sonntag Abend in Haft genommen worden. (Schl.Pr.) Wirtschaftliches. Das blaue Licht in seinem Einflüsse auf den Keimungsproceß des Malzes ist wiederholt Seitens der Wormser Brauer-Akademie eingehenden Untersuchungen unterworfen worden und es hat sich mit Zuverlässigkeit bestätigt, daß die vor einigen Jahren von Dr. Schneider aufgestellte Thesen, das blaue Licht bewirke einen normaleren Verlauf der Keimung, sieh auch in der Praxis als richtig bewährt. Das unter blauem Lichte (blau angegebenen Fensterscheiben) gekeimte Malz macht stärkere Wurzelkeime, als das bei gewöhnlichem Lichte entstandene Gewächs; es liefert daher pro Ccntner Gerste unter sonst gleichen Umständen wohl ih bis 1 Pfund Malz weniger; allein die Auflockerung des Malzes ist eine größere, als desjenigen, das unter gewöhnlickem Lickte keimt; es löst sich bester auf, läutert bester ab und liefert Würzen, die weniger zur Trübung geneigt sind. Es haben große Mälzereien bereits blaue Tenncnfcnstcr angeführt und finden sich durch die Ergebnisse derselben befriedigt. 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Schmücker, norm. H. M. Inghardt. Versilherungs-Gesellslhost Thuringia, gegründet 1853. 2885) Diese Gesellschaft schließt gegen feste, billige Prämien: 1) Feuerversicherungen auf Fahrnisse. 2) Lebensversicherungen aller Ar'. V ersicherten Beamten werden Cautions-Darlehen gewährt. Der Unterzeichnete empfiehl' sich für den Abschluß solcher Versicherungen. Gießen, den 27. April 1879. Heinrich Hohmeyer, 2885)wohnhaft bei Herrn Kaufmann Retter, am Kreuz. Unterricht im Zeichnen, Aquarell- und Olmalen ertheilt Maler Hfc <Üa*taurr. 2956) bei Uhrmacher (Seiömar. Zum Vrivatunterricht noch 2 Mädchen von (i ii< 7 Jahren gesucht NÄhcrcS ^ct der Expedition d. BlttS. (2986 Grosser Ausverkauf. Baulicher Veränderungen wegen, sehe ich mich veranlaßt, sämnitlichr Wsarrn-Vorräthe einem Ausverkauf sus- )«fehen. Ganz besonders mache auf eine sehr große Auswahl in Kleiderstoffen, per Meter zu 50, 70 u. 85 Pfg., hochfeine Sachen 1 Mk. u. 1 Mk. 15 Pfg., aufmerksam, Cattun von 26 Pfg. per Meter an bis zu den feinsten, Cachemir, Blaudruck, Barchent, Bettzeug, Leiuen u. Gebild, Shirting, Tuch ii. Buckskin, Hofenzeug u. Hofeudrell bedeutend untrrm Preis. Musterkarte wird während des Ausverkauf s nicht susgrgtben. 3768) Ategwsl Aloni ^ermiethungen. 1698) Der 2. Stock meines Hauses (6 Zimmer mitZubehör) per 15- Juni, eoent- früher, zu vermietben. Emil Pi stör. 2736) Ein möblirtes Mansardenzimmer mit Cabinet ist zu vermietben und alsbald beziehbaren der Frankfurter Strafte Nr. 81. bei Lang, Oberförster. 2904) Das von Herrn Dr. Weißinann bewohnte Logis ist durch den Wegzug desselben von hie? nach Leipzig bis zum 15. August zu vermiethen. B- Strauch. 2892) Ein Logis, gleich beziehbar, in 90 Neue Baue.______ $772) Das seither von Herrn Fabrikant Georgi bewohnte Logis ist per 1. Juni anderweit zu vermiethen. Karl Bergmann, Gartfeld. 2428) Mansarden-Wokmung zu vermiethen. Ehr. Sprnck. 2470) In meinem neuerbauten Hause, in der Bleichstraße, sind 2 Logis, je mit 5 Zimmern und Zubehör, auch Gartenan- therl, alsbald zu vermiethen. _______________________A. Huhr. Der seither von Herrn Dr. Weiffenbach bewohnte untere Stock meines Hauses, Mcenstraße lO25/to, bestehend aus 6 Zimmern und Zubehör, ist vom 1. Juli an zu vermiethen. (2988 ___________________Dr. Th Tafche. 2964) Eine Stube mit Kammer zu vermiethen. Sandgasse 176. 2906) Der zweite Stock meines Hauses, Tis-ä.-vis dem Clubgebäude, zu vermiethen. ________________________K arl W ei d ig. 2888) Eine Familienwohnung zu vermiethen Neue Baue B. 83. 2887) Eine große Stube mit Cabinet per 1. Juli zuvermiethen bei Christ. Frech. 2869) Möblirtes Zimmer zu vermiethen bei Ehr. Löber Ww, D)rünberaerstr. 2844) Möblirtes Zimmer zu veimiethen- C. Lony, Seltersweg. 2636) Ein Familienlogis zu vermiethen auf der früher Herbert'schen Bleiche. Näh, im Hause selbst, im unteren Stock. 2587) Der untere Stock meines Hauses, bestehend aus 5—6 Zimmern, per 1. August zu vermiethen. ______L. Bersch, Alicenstraße E. 102, 2318) Der 2. Stock meines Hauses ist zu vermiethen und am 1. Juli d. I. be- ziehbar. S Katzenstcin, Seltersberg. 2046) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen bei Gg. MalkomesiuS, Neustadt. 2944) Unmöblirtes Zimmer zu ver- miethen. Kanzleiberg B. 66. 2939) 2 kl. Familienlogis zu vermiethen. Jacob Thomas, Schiffenberger Weg. 2574) Im dritten Stock des Hess Hofs (Seltersberg) sehr freundliche möblirte Zimmer zu vermietben. 2551) Möblirtes Zimmer zu vermiethen. ®auer, Seltersweg. 1470) Der untere Stock in meinem Hinterhause, sowie Mansardenwohnung rm Vorderhause zu vermiethen. Carl Haas, a. d. Actienbrauerei. 2573) Möbl. Zimmer m. Cab zu oer- miethen. Preis p. Semester 90 x Bei d. Exved. d. Bl. zu erfragen.____________ Ein wöblirte^Zimmkr mit anstoßendem Scblafcabinet per 1. Mai er., auf Wunsch auch früher, preiswürdig zu vermietben. E« Lari«, 2631) Frankfurterstr. E, 37. 2814) 2 gut möblirte Zimmer, auf Verlangen mit 2 Betten, zu vermiethen. Weiusaal. 2854) Cin möblirtes Zimmer zu ver- miethen. H. Fuhr, Sonnenstraße. 3016) Ein Logis zu veimiethen bei I. Schneider, Spengler, Wallthor. 2890) Möblirtes Zimmer zu vermiethen. Heinrich Hohmeper am Kreuz. 2839) Cm freundliches möblirtes Zimmer zu vermiethen. Marburgerstr. Nr. 161. 2444) Ein Laden in bester Lage der Stadt nebst Wohnung ist zu vermiethen und zum Juli zu beziehen. Seltersweg Lit. C. Nr. 184. Einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich meine Apotheke an den Herrn Apotheker W. Nnochl am 1. Mai l. I. käuflich übergeben habe. Für das mir geschenkte Vertrauen besten Tank sagend, bitte ich dasselbe meinem Nachfolger gütigst übertragen zu wollen. Gießen, 1. Mai 1879. Dr. C. Laubinger, Apotheker. Auf obige Anzeige Bezug nehmend bitte ich das meinem Vorgänger geschenkte Vertrauen auch auf mich übertragen zu wollen. Gießen, 1. Mai 1879. 3037) W. Knoch. Pferde Rennen des Rheinischen Kenn Vereins in Frankfurt a. M. am 11. Mai 1879, Nachmittags 3 Uhr, am Forsthaus. Eröffnungs-Rennen JL 400. Wach-Rennen X. 500. Officiers - Hürden - Rennen Jl. 750. Gfficiers-Zagd-Rennen X 1000. Große Zteeple Chase, Ehrenpreis, gegeben von Zr. Majestät dem Kaiser und König, und X 1800. Die Aktionäre und Mitglieder des weiteren Vereins des Rheinischen Renn- Vereins haben freien Eintritt. für 1 Dame Zweiter Platz . Dritter Platz u versehen sein. — Netten X 5. Sämmtliche Karten sind sichtbar zu tragen. An den Tribünen werden keine Karlen ausgegeben. — Die Kassen befinden sich auf der Ehaufsee an der Loutsa, em Sandhof, bei Niederrad und am Forsthaus. Zur Bequemlichkeit des Publikums werden Eintrittskarten verkauft bei den Herren: F. Breul, Zeil 61, W Fuchs, Zeil 1, W. Seidler, Roßmarkt 16, Andr. Speetd, Hasengasse 12, Ehr. Strohlcin, Zeil 57, Universal - Reise- Bureau, Frankfurter Hoi. Die Hessische Ludwigs- und Main-Neckar-Eisenbahn lassen an dem oben bezeichneten Renntage die auf den betreffenden Stationen zu ersehenden Züge an den der Rennbahn zunächst gelegenen Stellen ihrer Routen sowohl zur Hin- als Rückfahrt anhalten. (3034 Im Auftrage des Directoriums: Kappel. . 2. — H. Erster Platz für 1 Herrn..... X 6 — „ 4 — „ |U( X «ZUII» ..... „4 - ,, Stehplatz....... — 50 Equipagen X 6, jede Person darin muß mit einem Billet zu dem ersten Platze Zoologischer Garten Frankfurt a. M. Don Dienstag den 6. Mai an, nur auf kurze Zeit, für die Besucher des Zoologischen Gartens täglich von Morgens 8—1 Uhr und von 2 Uhr Nachmittags bis Mm Einbruch der Dunkelheit: Schausteläimg (Ass der Indianer aus Canada vom Stamme der Jrocefen. IO Männer und 2 Frauen iie Nationalcostiiin. Darstellung ihrer Lebensweise, Sitten und Gebräuche, wie: Reiten, Jagen, Schießen, Krtegfuhren, KrtegStanz, Rauchen der Friedenspfeife u. s. w. Ausstellung einer reichhaltigen Sammlung von Waffen, Geräthen rc. Die Bedingungen für den Besuch des Zoologischen Gartens bleiben unverändert. Eintrittspreis für den Besuch der Ausstellung 20 Pfg. a Person. 14iiii- Anzeige. Sawstag den 3. und Sonntag den 4. Mai: in brm Dsma loschen Garten 3 Vorstellungen von der amerik. Seiltänzer -Gesellschaft. 3025) Die 1.: Samstag Abend 8 Uhr. Sonntag die L: 4 Ubr Nachmittags; die 2.: */28 Uhr Abends. Hierzu ladet ergebenst ein Die Direktion: Kaiser. „Brennerei ynn U (‘(1(4111(1. Nordhausen“. Gegründet anno 1770. =--- .... ■ - Unbedingt reell! „erinnert daran , dass sie nicht reisen lässt, Aufträge durch ihre resp. Platz-Vertreter oder per Postkarte erbittet und die Preisberichte ihrse Kornbranntweins alter Brennart franco versendet. Sie verladet monatlich Waggonweies auf allen Hauptstrecken. Die Fässer ihrer Böttcherei sind die billigsten und besten. (945 2994) Ein Zimmer, mit oder ohne Möbel, zu vernnethcn. Näheres m der Exped. d. Bl. «H^öblirtes Zimmer zu vermiethen, w<- Seltersweg C. 180 2756) vermischte Anzeigen. 2945- Emen Jungen sucht in die Lehre __L. Schmidt, Glaser. 2857) Ein ordentliches Dienstmädchen sucht pr. 15. Juni Reallehrer Dietz, Dismarckstraße. 2575) Junge Leute finden gute Pension. Frankfurter Straße E. Nr. 2. Allen, "^^22 t welch« an Beschwerden der AeymungS' Organe, V Brust oder Lunge leiden, kann daö illnftrirle Buch C Die Brust- und V ^nngenkrauksteiten r mit Recht als ein btrodlirltr Knthntbcr empfohlen L werden. Die in diesem oorjilqi. Bucheenthaltenen h Rathschläge beruhen aus laugjähr. Erfahrungen, r sind leicht zu befolgen und haben sehr vielen Leiden- L den die ersehnte Heilung selbst da noch verschosst, V wo jede Hoffnung ausgeaeben war; versäume daher b Niemand, sich rertjliritij dasselbe anznschassen. 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