z Samstag, den 4. Januar 1S79* Kichencr Anzeiger AMP- mD AMgAkN fit Den Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Ps. Redactionöbureair: l Schulstraße B. 18. Crvedttionsbureau: f p Amtlicher H h e i l. Gießen, den 31. December 1878. Betreffend: Die Ablieferung der Vacanzüberschüsse erledigter Schulstellen an den Provinzial-Schulfonds. Das Großbcrzoqlichc Krcisamt Eießm an die Großherzoglieben Bürgermeistereien und Schulvorstände des Kreises. Unter Bezugnahme auf unser Amtsblatt Nr. 1 vom 24. Januar 1878, fordern wir Sie auf, die von Ihnen gemewschaftlich aufzustellenden Berechnungen des Einkommens vacanter Schulstellen für 1878, soweit dies noch nicht geschehen, längstens b,s zum 31. Ianuar k. I. in duplo an uns einzusenden. Dr. Boekmann. Bekanntmachung. Die Amtstage des Landgerichts Gießen werden Dienstag und Mittwoch abgehalten und zwar des Vormittags von 8—12 und des Nachmittags von 2 — 5 Uhr. Gießen, den 3. Januar 1879. Großherzogliches Landgericht Gießen. Erdmann. ______________ Pfarr-Conferenz. Künftigen Mittwoch den 8. Januar: Pfarr-Conferenz in Gießen. Zahlreicher Besuch wird erwartet. Lang-Göns, den 1. Januar 1879. Uokitisch Sonst und Jetzt. Seit nahezu 70 Jahren marschirte Deutschland an der Spitze der Freihandelsbewegung. Jetzt hat das Bismarck'sche Zoll-Breve zum ersten Male eine rückläufige Bewegung eingeleitet und mit Besorgniß wartet man auf die Entscheidung, wie wett der Reichskanzler mit den Schutzzöllnern liirt ist.. Lehrreich und mterefsant dürfte darum ein historischer Rückblick sein. Für uns, die wir nicht mehr einsehen können, daß die Staaten, statt um den internationalen Verkehr zu schützen, zu fördern, zu elleichtern, vulmehr extstiren sollen, um ihn zu hemmen oder gar zu verbieten, — für uns bedarf es einer besonderen Anstrengung, wenn wir uns ein deutliches Bild von der Buntscheck'g- keit, der Verkehrsgrenzen und von den sonstigen Hemmnissen des inneren Verkehrs machen wollen, welche bis in das zweite Jahrzehnt unseres Jahrhunderts unsere wirthschafillche Entwickelung verkümmerten. Noch auf die Zeit, in welche die Errichtung des Bundesactes fällt, bezog sich das leider nur zu bezeichnende Witzwort eines Franzosen: „In Deutschland ist es soweit gekommen, daß seine Bewohner nur noch durch Gitter mit einander verkehren können." In das Chaos der deutschen Zoll- und Verkehrsbeschränkungen brachte, zuerst wenigstens in seinem Territorium, Preußen feste und klare Ordnung, und zwar ohne erst abzuwarten, welche Reformversuche etwa die Bundesocte für das ganze Bundesgebiet in der gleichen Richtung anbahnen würde. Preußen, welches Deutschland aus den Fesieln der Fremdherrschaft errettet hatte, sollte es auch vor dem jäh drohenden Geschick wirthschaftltcher Versumpfung bewahren. Und mehr noch — dieser Staat, welcher die politische Selbstständigkeit Deutschlands mit seinem Herzblute erkaufte, sollte der Verkündiger der neuen Lehre werden, derzufolge die Freiheit des internationalen Verkehrs die politische Selbstständigkeit der Staaten eher gewährleistet als gefährdet. Aus der tiefsten Roth erwuchsen diesem Staate schöpferische und nach allen Setten hin segenspendende Kräfte. Das in einem Ausschuß dev Staatsrathes unter dem Vorsitze W. v. Humboldts, unter der Mitwirkung von Männern wie Maaßen, Gras Bülow, Beulh, Hoffmann, Kunth berathene Gesetz „über den Zoll und die Verbrauchssteuer von ausländischen Maaren und über den Verkehr zwischen den Provinzen des Staates" vom 26. Mat 1818 proclamirte zunächst die völlige Freiheit des Verkehrs im Innern des Staates, es vernichtete mit einem Male die zabllosen Schranken, durch welche das Staatsgebiet zerriffen und zerstückelt war, es schuf aus dem, nach dem Frieden von Tilsit verstümmelten, dann aber nach den Freiheitskriegen, in neuer und größerer Gestalt hergestellten preußt schen Staatswesen ein wirkliches einheitliches Ganzes; bisher waren die verschiedenen Landesthetle „eine Herrschaft"; sie wurden nun eine „Lebensgemeinschaft." Aber noch mehr. In jener Blüthezeit des Merkantil- oder Prohtbitiv'Systems ward in diesem Gesetz verkündet, daß alle fremden Er- zeugniffe der Natur und Kunst im ganzen Umfange des preußischen Staates lingtbracht, verbraucht und durchgesührt, daß alle inländischen Erzeugniffe der Natur und Kunst aus dem preußischen Staate ausgeführt werden könnten; daß diese gesetzlich ausgesprochene Handelssretheit den Verhandlungen mit andren Staaten zur Grundlage dienen solle; daß Erleichterungen, welche preußischen Unterthanen in anderen Ländern zugestanden würden, erwidert werden sollten. Wer sich die damals in Europa herrschenden handelspoltschen Anschauungen vergegenwärtigt, wird begreifen, daß der Geist dieses Gesetzes wie ein leuchtendes Meteor in der Sphäre dieser Anschauungen erschien. Preußen wurde er H h ei t. angestaunt und bewundert. Wie aber wird man heute über das neue Bis- marcksscde System urtheilen? __ Nr. Deutschland. Darmstadt, 31. December. Das Großherzogltche Regierungsblatt 28 enthält: 1. Gesetz, die Prorogation des Ftnanzgesetzes betreffend. 2. Bekanntmachung Großherzoglicheu Ministeriums der Finanzen, den Ausschlag der dirceten Steuern für das erste Vierteljahr 1879 betreffend. — Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 29 enthält die Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die Abänderungen und Erläuterungen der Instruction vom 30. April 1875 für die Großherzoglich-n Kreisgesundheitsämter, die Jmpfärzte und die praktischen Aerzte, sowie sür die Großherzoglichen Bürgermeistereien, Standesämter und Vorsteher von Sckul- anflalten zur Ausführung des Reichs-Jmpfgesetzes, insbesondere die neuen Formulare für Jmpflisten u. s. w. betreffend. Darmstadt, 1. Januar. Seither wurden im Großherzogthum Heffen, abweichend von anderwärtiger Uebung, bet Verfetzungen keine Entfchädigungen für am früheren Wohnort fortlaufende Miethen gewährt. Nunmehr sollen zu- künftig Bestimmungen dahin getroffen werden, daß solche Entschädigungen sür höchstens 3 Monate, jedoch nur insoweit geleistet werden sollen, als der Mieih- zms den ortsüblichen Betrag nicht übersteigt. Offenbach, 1. Januar. Wie die „Offenb. Zig." aus sicherer Quelle vernimmt, hat Se. Durch!, der Fürst von Usenburg-Birstein zu dem (Saran- ttefonb für die projectirte Landes-Gewerbe-Ausstellung die Summe von 6000 Mk. gezeichnet und unter gleichzeitiger Bekanntgebung dieser hochherzigen Entschließung an den Präsidenten des Comiiös, Herrn Commerzienrath Weicker, diesem den Wunsch aussprechen laffen, daß alle aus das Zustandekommen der Ausstellung gerichteten Bestrebungen vom besten Erfolg begleitet sein möchten. Beifügen können wir noch, daß die Zeichnungen sür den Garantiefond in den Kreisen der hiesigen Bürgerschaft einen so erfreulichen Fortgang nehmen, daß die Ausbringung der nöthigen 100,000 Mk. wohl nicht mehr zu be- Berlin. Eine in mehrfacher Beziehung intcreffante gerichtliche Entscheidung verdient hervorgehvben zu werden. Aus den norddeutschen und auch anderen Eisenbahnen wird bekannllich sür die Person ein Freigewicht von 25 Kilogr. an Gepäck gewährt. Es ist und war nie zweiselhaft, daß die Berechnung dieses Freigewtchts nach der Zahl der Fahrkarten erfolgt, so daß derjenige, welcher gar kein oder nut geringes Gepäck hat, seine Fahrkarte einem Andern abtreten kann, damit letzterer von der Freigewichts-Bewilligung Nutzen ziehe. Nichtsdestoweniger hat erst ein richterliches Urthetl ausspreche» muffen, daß eine solche Ausnutzung der Fahrkarte durch eine andere Person als den Erwerber vollkommen zulässig sei, da der letztere sein Recht auf Gepäckbeförderung beliebig, auch getrennt von dem aus Besördcrung seiner Person ab- treten könne, die Fahrkarte überdies auch nicht für darin bestimmte Personen ausgefenigtl^rde.^ Armenrath veröffentlicht d/« Thatsachk, Paß vielfach Personen ohne Subsistenzmittel und ohne die Möglichkeit, sich solche durch eigene Arbeit zu verschaffen, in die Stadt einziehen mit der bestimmten Absicht, hier den Unterstützungs - Wohnsitz zu erwerben und sich dann aus öffentlichen Armenmitteln erhalten zu laffen. Dieselben wissen sich in den ersten zwei Jahren des Aufenthalts durch geschickte Benutzung der Privat- wohlthättgkeit durchzubrtngen und melden sich dann erst bei der Armenbehörde, wenn fie den Unterstützungs-Wohnsitz erworben haben und eine Ausweisung mcht mehr möglich ist. Um diesem Uebelstand möglichst zu begegnen, will der Armenrath die durch die Vereine und Privaten setiher gewährten Unteistützun- gen selbst vermitteln und die Geber über die Dürftigkeit und die Würdigkeit der Empfänger benachrichtigen, namentlich und darüber, ob die Letzter» nicht in einer andern Gemeinde unterstützungspfllchttg sind. Dänemark. Kopenhagen. Am Abend des 21. December, während der Vermäh- lungsfeter, fiel es in Kopenhagen allgemein auf, daß die Lllaatsgebäude sich an der Illumination nicht betheiligten. Dagstelegraphen erklärt dies dahin, daß die Behörden allerdings den Antrag gestellt hätten, ihre Gebäude erleuchten zu dürfen, aber durch ausdrücklichen Beschluß des Mlnisterrathes abschlägig beschreden worden seien, „weil die Regierung unter den gegenwärtigen Umständen der folkethingslosen Zett sich nicht zu Ausgaben berechtigt fühle, die Nicht durchaus nothwendig seien." England. London, 1. Januar. Den „Daily News" wird aus Peshawer vom 31. Decbr. gemeldet: Eine Bande von Hochländern besetzte eine von den britischen Truppen verlassene Position im Kkyber-Paffe, zerschnitt den Telegraphen und sperrte die Verbindung mit Alt-Musjid. Eine von Jamrod entsendete Truppencolonne stellte die Verbindung wieder her. — Der Herzog von Edin- burg ist zum Contre-Admiral ernannt worden. Spanien. Madrid, 31. December. Der Vertheidiger, ein Bruder und die Frau Moncast's y Oliva, haben sich heute zum Könige begeben, um für Moncafi um Gnade zu bitten. Rußland. Petersburg. Die Studenten-Unruhen in Rußland mehren sich, trotz der drakonischen Maßregeln, welche die russische Regierung gegen dieselben in Scene setzt. Zu den Tumulten in Petersburg, Moskau und Charkow hat sich ein neuer in Kiew gesellt. Die dortigen Studenten hatten in einer außerhalb der Stadt abgehaltenen Versammlung beschlossen, gegen die angeblich ohne alle Begründung erfolgte Schließung der Universität mit materieller Gewalt zu protestiren. Sie drangen darauf, zum großen Theile gut bewaffnet, in das Universitäts-Gebäude ein, machten die sich widersetzenden Stadt-Gensdarmen kampfunfähig, zertrümmerten mehrere Lehrstühle und schlugen am Brett einen fulminanten Protest gegen die Willkür der Behörden, die alle Rechte der Studenten mißachten, an. Mittlerweile marschtrten zwei Compagnien der Lokaltruppen heran, und versuchten mit gefälltem Bajonnete die Tumultuanten zu verdrängen. Die Studenten wichen aber nicht vom Platze und leisteten trotzigen Widerstande, der zu einem beklagenswerthen Blutvergießen führte. Es heißt, daß auf beiden Seiten circa 80 Mann theils verwundet, theils getödtet worden find. Die angesprengte Kavallerie vertrieb die Studenten, von denen viele verhaftet wurden. Die Aufregung in Kiew ist ungeheuer. Von anderen russischen Universitätsstädten werden ähnliche, wenn auch weniger blutige Vorfälle gemeldet. Man glaubt, die Regierung werde den Belagerungszustand über Kiew, Charkow und Umgegend verhängen. Inzwischen ist aus der geheimen Druckerei des russischen Revolutions-Comit6's eine Darstellung der letzten Petersburger Vorgänge mit einem Aufruf an die Studenten der höheren Lehranstalten her- v-orgegangen, der das Motto trägt: „Wer nicht mit mir hält, ist gegen mich" und Folgendes enthält: „Die lang erwartete „Bartholomäus-Nacht" ist endlich über unsere Jugend gekommen, am 30. November, das ist am zweiten Tage nach der Ueber- reichung der mäßig gehaltenen Abreffe an den Thronfolger. Ungefähr zweihundert Studenten find in den Kerker geworfen, die medicinische Fakultät ist von Gensbarmen, Kosaken und Soldaten umzingelt; die Studenten sind mit Peitschen geschlagen und Arrettirungen sind auf's Geradewohl vorgenommen worden. Auch der Proseffor Tarchanoff wurde verhaftet. Am 1. December fand wieder eine Zusammenkunft von 900 Studenten statt. Dieselben wurden abermals von Kosakenlanzen und Nahajkas (Knuten) bedroht, und obwohl die Studenten von 2000 Soldaten umringt waren, faßten sie doch den Entschluß, die Aenderung der Statuten und die Befreiung ihrer College» durchzusetzen. Weder die brutalen Drohungen noch die feigen Versprechungen des Stadthauptmanns Zuroff, für die Studenten eine billige Küche zu errichten, haben etwas geholfen. Der Rector der Universität war so gewissenlos/ die Studenten der Polizei zu übergeben. Die Professoren Botkin, Junge, Koschlakoff, Gorwitz und Andere forderten die Einberufung einer Conferenz, sie protestwten gegen die den Studenten gegenüber von der Polizei an den Tag gelegte Willkür. Der Kampf spitzt sich zu und wird immer intensiver; indifferent zu bleiben, würde jetzt eine Schande sein. Wir haben Niemanden prooozirt, wir haben kein Verbrechen begangen. Wir haben blos den Thronfolger aufmerksam gemacht, daß die Statuten den Studenten Einschränkungen auferlegen, d»e Unruhen und Aufregungen unausbleiblich zur Folge haben müssen; wir sprachen vor zu Gunsten unserer Charkower Cokegen; man war bestrebt, mit den lächerlichsten Mitteln, wie der Abbrechung der Communlcation über die Neva, uns an unserem edlen Vorhaben zu hindern. Als das nichts genützt hat, nahm man Zuflucht zu Gewaltthätigkeiten. Russische Soldaten nahmen feinen Anstand, mit den Waffen über wehrlose Russen herzufallen! Der Angriff war so vehement, daß der Professor der Chirurgie Sklifusowskl mit Verbandzeug den Verwundeten zu Hülfe eilen mußte. Diese Heldenthat russischer Soldaten ist würdig, an die Seite der türkischen Gräuel in Bulgarien gestellt zu werden. Unsere verhafteten College« erwarten im Administrattvwege ihre Verbannung. Daher müssen wir energisch den aufgenommenen Kampf zu Ende führen. Wir müssen Vereine bilden und einen Fonds schaffen, um die Agitation in den Provinzen zu betreiben. So lange unsere Forderungen, betreffend die Abänderung der Statuten und die Befreiung unserer Collegen, nicht befriedigt w rden, dürfen wir die Vorlesungen nicht besuchen. Wir werden den Kampf fortsetzen — und die Verantwortung dafür, sowie die Folgen werden auf unsere Henker fallen. Ueber diesen Kampf der Aufklärung mit der Kosakenknute möge das russische Volk, ja ganz Europa zu Gericht sitzen. Wir laden die Studenten aller höheren Lehranstalten — sowohl in Petersburg als auch in der Provinz — ein, sich mit uns zu vereinigen, um mit vereinten Kräften das beschämende Joch der Willkür abzuschütteln. Wir fordern auf, unseren Manifestationen mehr überzeugende Argumente als Kosakenknute und Bajonnete entgegenzusteüen." Leider fehlen über die socialen Krankhettserscheinunzen, welche die russische Gesellschaft in dieser Welse Helmsuchen, noch alle authentlschen und objektiven Berichte. Denn weder die schönfärbenden officiellen Petersburger Darstellungen, die der europäischen Presse zugehen, noch Die tendenziösen Schilderungen oes „russischen Revoluttonö-Comitees" können Anspruch aus den Titel glaubwürdiger Berichte machen. Indessen geht doch so viel aus ihnen hervor, daß Rußland einer würdigeren Aufgabe gerecht geworden wäre, wenn es, anstatt „Christen- thum und Humanität" nach der Türkei zu tragen, sich der Mission unterzogen hätte, vorerst Cultur und Gesittung im eigenen Lande recht gründlich zu verbreiten. Türkei. Konstantinopel, 31. December. Die ostrumelische Commission in Phtlippopel beneth dte Lage Ostrumeliens nach der russischen Eoacuation: Der britische Deleatrte Wolff schlug eine gemischte Occupation und eine Organisation Rumeliens wie diejenige des Libanon vor. Die Vertheidigang des Balkans solle der bulgarischen Miliz anvertraut werden. — Dte Pforte theilte den Mächten mit, sie beabsichtige den ersten Secretär der Pariser Botschaft, Nasri Bey, zum Gouverneur des Libanon zu ernennen. — Karatheodori Pascha wurde zun ersten, Ali Pascha zum zweiten Bevollmächtigten für dte Verhandlungen über den definitiven türkisch-russischen Friedensvertrag ernannt. Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Correspondenz - Bureau. Berlin, 2. Januar. Der „Proo.-Corresp." zufolge erwiderte Se. Maj. der Kaffer bet dem gestrigen Empfang der Minister auf die Ansprache des Vicedräsidenten Graf Stolberg, daß Ihn die Geschäfte bisher nicht angegriffen hätten, wenn auch die alte Spannkraft noch nicht zurückgekehrt sei. Daß Er von einem Jahre mit so schweren Erfahrungen mit sehr ernsten Gedanken scheide, sei natürlich. Andererseits habe Ec so viel Beweise von Thetl- nahme und treuer Anhänglichkeit empfangen, daß dadurch die schmerzlichen Elndrücke wesentlich gemildert seien. Ec danke dem Staatsmintstertum für das zur Bekämpfung der Gefahren Geschehene, was unverkennbar nicht ohne Erfolg gewesen; die volle Aufmerksamkeit und Thätigkell der Regierung müsse aber darauf gerichtet bleiben. Der Kaffer forderte das Ministerium auf, Ihm auch ferner dte Führung der Regierung zu erleichtern. Se. Majestät reichte jedem Minister die Hand und richtete an jeden freundliche Worte. — Zur Angelegenheit des „Großen Kurfürsten" schreibt die „Norad. Allg. Ztg." : Die Einsetz ing des Kriegsgerichts sei nicht vor Mitte Januar, der Abschluß der Hauptuntersuchung nicht vor dem Februar zu erwarten. Demselben Blatt zufolge steht die Einführung dec neu ernannten Mitglieder des Oberkircheurathes Kögel und Baur in den nächsten Tagen bevor. Betreffend die Zettunqsmeldungen über die Besetzung höherer Commandostellen in der Armee, so sei allerdings in nicht langer Zett ein Avancement in den höheren Ofsictersgraden zu erwarten, bestimmte Angaben seien aber verfrüht, da betr. Entschließungen noch nicht gefaßt worden. Wien, 2. Jrnuar. M ldungen der „Polit. Corresp." aus Konstantinopel, 2. d. Ein Jrade des Sultans ermächtigt dte Pforte zur Verhandlung des defintttoen Frtedensvertrages mit Rußland. Eme an die Albanesen zu erlassende Proclamation der Pforte wird dieselben auffordern, der Abtretung von Podgoritza und Spuz an Montenegro keine Hindernisse zu bereiten; entgegengesetzten Falls wird mit Waffengewalt gedroht. Die türkisch-griechische Grenzregulirunas-Commission tritt in Athen zusammen. Dieselbe Correspondenz aus Bukarest meldet: Rosetti hat sich in besonderer Mission nach Rom, Demeter Bcatiano desgleichen nach Wien und Parts begeben. Berlin, 2. Januar. Die „Pcovinzial-Correspondenz" hebt in einem Rückblick auf das Jahr 1878 den hochb.deutsamen Erfolg und Fortschritt der gemeinsamen Friedenspolitik der Mächte heroor, welcher in dem Berliner Vertrag zu Tage getreten sei. Es hätte eine Zeit lang scheinen können, daß der Bestand des mühsam erreichten Werkes auf's Neue in Frage gestellt sei. Je mehr aber diese Gefahr hervorgetreten, desto entschiedener seien die Bestrebungen der Großmähte zur Wirksamkeit gelangt, aus welchen die ursprüngliche Verständigung heroorgegangen war. In den letzten Wochen des abzelrufenen Jahres seien von allen betheiligten Mächten dir bestimmtesten Kundgebungen und theilweise positive Schritte erfolgt, welche den gemeinsamen Willen und die allseitige Zuversicht bezüglich der wetteren vollständigen Durchführung des Berliner Vertrages bestätigten. „Bei Beginn des neuen Jahres ist somit der auswärtige Horizont reiner und klarer als seit langer Zett. Soweit das Wiederaufleben des öffentlichen Vertrauens von den Beziehungen der Mächte abhängt, können wir mit lang entbehrter Zuversicht den wetteren Entwickelungen entgegensehen." London, 2. Jrnuar. Der Strtke in Oldham ist beendet. Die Baum vollspinner haben die Lohnreductton von 5 pTt. beding ingslos accepttrt. — „Daily Telegraph" meldet aus Jellalabad: Vier afghanische Regimenter sind in Folae eines Streites um den Sold mit Jrkub Khan desertirt. Konstantinopel, 2. Januar. Beim Neujahrs empfang des diplomatischen Corps sprach der österreichische Botschafter Graf Zichy als Doy m desselben dem Sultan seine Gmugthuung über dessen Bemühungen um Sicherung des Friedens aus mit dem Wunsche, solche von Erfolg gekrönt zu sehen. Der Sultan hob tn seiner Erwiderung hervor: Ec wünsche die Wohlfahrt seiner Völker und freundschaftliche B ziehungen zu allen Mächten. An einzelne Diplomaten richtete der Sultan huldvolle Worte. — Die Unterhandlungen wegen des definitiven russisch-türkischen Frtedensoertrages nehmen seit Dienstag einen befriedigenden Verlauf; es verlautet, Rußland habe etngewilligt, daß die Kciegskosten-Entschädigung in Papierrubeln gezahlt werde. — Die britische Flo te ist bei Jrmid eingetroffen. — Der Gcoßoezir ist bereit, als Princip für dte Regulirung der griechischen Grenze die Feststellung einer strategischen Linie anzunehmen; außerdem sollten dte Mächte sich verpflichten, für den Frll, daß n ue Ansprüche Griechenlands zu dem Versuche einer Gebietsbesetzung führen sollten, Neutralität zu beobachten. Madrid, 3. Januar. Der Attentäter Moncasi wird heute früh 8 Uhr hmgerichtet werden. Lokales. Gießen, 3. Januar. Wir hatten kürzlich Gelegenheit einen Blick in das von dem Oberhessischen Verein für Localgeschtchte gegründete Museum zu werfen und sind wir in Folge davon in der Lage unseren Lesern sagen zu können, daß es dem Ausschuß des gen. Vereins gelungen ist, ein Resultat zu erreichen, welches im Verhältniß zu der Kürze der Zeit seines Bestehens schon ganz acceptable genannt werden kann. Das Museum befindet sich bekanntlich im früheren Ortsgerichtszimmer, welches vom Stadtvorsiand dem Verein gütigst überlassen worden. Die wichtigsten Gegenstände stehen in einem schönen großen Glasschrank wohlgeordnet in geeigneten Behältnissen zur Ansicht, die Bibliothek ist im Nebenzimmer untergebracht, welches zugleich dem Secretär und Bibliothekar, auch zum Zweck des Ausleihcns der Bücher als Arbeitszimmer dient, die Münzensammlung harrt noch der alsbald vorzunehmenden Ordnung. Durch die vorhandenen Antiquitäten ist merkwürdiger Weise das Alterthum und das frühere Mittelalter stärker vertreten, als das spätere Mittelalter und die Zeit nach der Reformation; die Römerlager am Pfahlgraben und die Germanengräber nördlich desselben haben das ansehnlichste Material geliefert. Die bis jetzt "weniger vertretene Zeit könnte sicherlich sehr gut rcpräsentirt werden, wenn Jedermann unter seinem Hausrath Umschau halten nnd das darin sich vorfindende geschichtlich Interessante, das nun meist ungesehen in Winkeln liegt und verstaubt, dem genannten Museum wenigstens leihweise überlasten wollte. Wir erlauben uns deßhalb auf die im Annoncentheil enthaltene Bekanntmachung des Vereinsausschustes zu verweisen. Gießen, 3. Januar. Bei dem Brande zu Heuchelheim sollen wieder viele Unzutrag« lichkeiten, veranlaßt durch benachbarte Hülfsmannschaften, vorgekommen sein. So wurden z. B. mehrere Führer der freiw. städt. Feuerwehr thatsächltch insultirt. — Einzelne Momente des Brandes waren geradezu herzzerreißend. Frauen, ohne weitere Bekleidung als Nachtanzug, liefen irrend mit den Säuglingen auf dem Arm auf der Brandstätte umher. Eine Frau wurde sogar zu der Schreckenszeit von einem Kinde entbunden; während Scheuer und Stall niederbrannte, wurde das Wohnhaus, wo die Wöchnerin lag, mit größter Anstrengung gerettet. Nachstehend lasten wir ein Verzeichniß der abgebrannten Hofraithen folgen • 1) Ludwig Römer V. brannte Scheuer und Stall nieder, während das Wohnhaus verschont blieb, 2) Joh. Volkmann V. ist Alles abgebrannt, Wohnhaus, Scheuer und Stallung, 3) Ludwig Römer IV. dto., 4) Ludwig Kreiling brannte das Wohnhaus theilweise, Scheuer und Stallung ganz ab, 5) Andreas Weller Wohnhaus angebrannt, Stallung und Scheuer ganz, 6) Dan- Krögk V. Wtb. Wohnhaus, Scheuer und Stallung abgebrannt, 7 । PH. Rinn II. ist Scheuer und Stall abgebrannt, 8) Joh Hildebrandt Wohnhaus sehr beschädigt, Scheuer und Stallung ganz abge^ brannt, 9) Gg- Hofmann's Wtb. Wohnhaus angebrannt, Scheuer und Stall ganz, 10) Phil. Lenz Erben Wohnhaus angebrannt, Scheuer und Stall sammt 2 Ochsen ganz verbrannt, 11 * Gg. Germer I. Wohnhaus beschädigt, Scheuer und Stall abgebrannt, 12) Ludw. Henkelmann Wohnhaus beschädigt, Scheuer und Stall ganz abgebrannt, 13) Jakob Volkmann IV. Wohnhaus beschädigt, Scheuer und Stall ganz abgebrannt, 14) Ludw. Steinmüller VIII. Haus beschädigt, Stall abgebrannt, 15) Jak. Burks Wtb. Haus beschädigt, Stall abgebrannt. Der Volksmund bezeichnet mehrere Personen als der Brandstiftung verdächtig, jedoch ist bis jetzt noch kein sicherer Anhalt gefunden worden --Gestern Mittag bettelte ein Handwerksbursche in einem Hause der Neuenbäuen- Von der Hausfrau bekam er irrthümlich ein 5-Francsstück Statt dasselbe zurückzugeben behielt er es. Später als die Frau ihren Jrrthum gewahrte, nahm sie die Hülfe der Polizei in Anspruch, welche den Mann Abends in der Herberge durch die Frau recognosciren ließ. Man fand bei dem Handwerksburschen das Go ldstück unter dem Hutfutter versteckt. Vermischtes. C ö l n. „Bitte, Herr Commistar, öffnen Sie mir gefälligst dieses Briefchen!" Mit diesen Worten trat dieser Tage ein junger Handlungsgehülfe zitternd in das Bureau eines diesigen Polizei-Commistars, indem er demselben gleichzeitig ein Couvert zwischen den Fingerspitzen entgegenhielt. „Mein Principal hat das Briefchen erhalten und der ist zu ängstlich, es aufzumachen, Sie wissen wobl, es wird in letzter Zeit allerhand mit Dynamit gemacht, und da ist der zu bange! Hören Sie einmal!" Damit schüttelte der junge Mann leise das Couvert und in der That raffelten in demselben mehrere harte Gegenstände. „Aber, mein Lieber, bin ich denn dafür da, um Ihnen die Briefe zu öffnen?" entgegnete der Commiffar. „Ich bitte, machen Sie es auf!" sichte der Jüngling und gab ihm das Couvert in die Hand. Der Commiffar weigerte sich noch eine Zett lang, den Brief zu öffnen, und forderte den Commis auf, denselben wieder mitzunehmen. Als der aber erklärte: „Nein, ich nehme ihn nicht mehr zurück!" da ergriff er eine Schere und schnitt das schreckliche Couvert auf. Der Handlungs- befliffene that einen mächtigen Sprung in das nebenanliegende Zimmer, stellte sich dort hinter die Thür und lugte, nur den Kopf vorstreckcnd, entsetzt in das Bureau hinein. Der Commiffar zog ein kleines Schächtelchen mit vier „Pastillen gegen den Husten" und einen Zettel mit Attesten und Gebrauchsanweisung aus dem Papier hervor. „Da sehen Sie", rief er dem Geängstigten zu, „das fürchterliche Dynamit, ein edler Menschenfreund hat Ihrem Herrn Principal seine Pastillen empfehlen wollen. Nun bringen Sie die Dinger nur frank und frei nach Hause. Sie werden dadurch nicht in die Luft gesprengt!" Der Jüngling stammelte seinen Dank und zog sich zurück. Der betreffende Fabrikant hat, wie wir hören, viele hiesige Einwohner zu Weihnachten mit solchen Pastillenbriefchen beglückt. Mülheim a. d. Ruhr, 25. December. Dem reisenden Publikum bot sich heute Mittag, als der um 12 Uhr 25 Min. von Essen abgelaffene Personenzug in den Eppinghover Bahnhof einfuhr, ein erschütternder Anblick dar. Die Frau des Buchdruckers Portmann aus Mülheim, die nach der Eff. Z. mit ihrem Manne auf den besagten Zug wartete, um zum Besuch von Verwandten nach Duisburg zu fahren, sah in dem Augenblick, als der Zug einfährt, ein kleines Kind über den Schienenstrang laufen. Die Frau will das Kind retten, das Kind kommt hinüber, sie aber gleitet aus, wird von den Rädern erfaßt und zermalmt. Der Kopf der Frau lag, vollständig vom Rumpfe getrennt, neben den Schienen. (W Z.) Irischbäcker in Gießen. Sonntag den 5. Januar. Georg Spies, Neustadt. Martin Lenz, Marktplatz. Friedrich Hennings, Seltersweg. Kirchliche Anzeigen der evangelischenGemeinde?uGießen. Gottesdienst: Sonntag den 5. Januar: Landes-Mission sfefit. Morgens: Pfarrer Schlosser. Nachmittags: Pfarrvicar Schöner. (Collecte für die Mission.) (Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 5. bis 11. Januar besorgt Pfarrer Schlosser. Allen Kranken Kraft und Gesundheit ohne Medicin und ohne Kosten durch die Heilnahrung: REVALESCIERE Seit 31 Jahren hat keine Krankheit dieser angenehmen Gesundheitsspeise widerstanden und bewährt sich dieselbe bei Erwachsenen und Kindern ohne Medici» und ohne Kosten bei allen Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut-, Athem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulichkeit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blutaufsteigen, Ohrenbrauscn, Uebelkett und Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht; auch ist sie als Nahrung für Säuglinge schon von der Geburt an selbst der Ammenmilch vorzuziehen. — Ein Auszug aus 80,000 Certificatcn über Genesungen, die aller Medicin widerstanden, worunter Certificate von Professor Dr. Wurzer, Medieinalrath Dr. Angelstein, Dr. Shoreland, Dr. Campbell, Professor Dr. D6dch Dr. Ure, Gräfin Castlestvart, Marquise de Brähan, und vielen anderen hoch- gestellten Personen, wird franco auf Verlangen etngesandt. Abgekürzter Auszug auS 80,000 Certificaten. Certificat des Medicinalraths Dr. Wurzer. Bonn, 10. Juli 1852. Revalesciere Da Barry ersetzt in vielen Fällen alle Arzneien. Sie wird mit dem größten Nutzen angewandt bei allen Verstopfungen, Durchfällen und Rühren, in Krankheiten der Urinwege, Nierenkrankheiten k., bei Steinbeschwerden, entzündlichen ober krankhaften Reizungen der Harnröhre, bei krankhaften Zusammenziehungen in den Nieren und in der Blase, Blasen - Hämorrhoiden rc. — Mit dem ausgezeichnetsten Erfolge bedient man sich auch dieses wirklich unschätzbaren Mittels nicht blos bei Hals- und Brustkrankheiten, sondern auch bei dcr Lungen- und Luftröhrenschwindsucht. L. S. Rud. Wurzer, Medieinalrath und Mitglied mehrerer gelehrten Gesellschaften. Nr 62476. Dem lieben Gott und Ihnen sei Dank. Die Revalesciere hat mein 18jähriaes Leiden im Magen und in den Nerven, verbunden mit allgemeiner Schwäche und .nächtlichem Schweiß gänzlich beseitigt. I. Comparet, Pfarrer, Sainte Romaine des Iles. Nr. 89211. Orvaux, 15. April 1875. Seit vier Jahren genieße ich die köstliche Revalesciere und leide seitdem nicht mehr an den Schmerzen in den Lenden, die mich während , langer Jahre fürchterlich gefoltert hatten. In meinem 93. Jahre stehend, erfreue ich mich jetzt der vollkommensten Gesundheit. Leroy, Pfarrer. Nr. 64210. Marquise von Br4han von 7jähriger Leberkrankheit, Schlaflosigkeit, Zittern an den Gliedern, Abmagerung und Hypochondrie. Nr. 75877. Florian Köller, K. K. Militärverwalter, Großwardein, von Lungen- und Luftröhren-Katarrh, Kopfschwindel und Brustbeklemmung. Nr. 75970. Herr Gabriel Teschner, Hörer bei' öffentlichen höheren Handelslehranstalt in Wien, in einem verzweifelten Grade von Brustübel und Nervenzerrüttung. Nr. 65715. Fräulein de Montlouis, von Unverdaulichkeit, Schlaflosigkeit und Abmagerung. Nr. 75928. Baron Sigmo von lOjähriger Lähmung an Händen und Füßen ic. Die Revalesciere ist viermal so nahrbaft als Fleisch und erspart bei Erwachsene» .und Kindern 50 Mal ihren Preis in anderen Mitteln und Speisen. Preise ber Revalesciere */2 Pfb. 1 JL 80 1 Pfd. 3 JL 50 2 gjfb. 5 JL 70 A 5 Pfb. 14 JÄ, 12 Pfb. 28 50 24 Pfb. 54 JZ.. Revalesciere Chocolat6e 12 Taffen 1 JL 80 H, 24 Taffen 3 50 48 Taffen 5 JL 70 120 Taffen 14 1 *) Preis 1 ji., vortälhig in Wilhelm Erras Buchhandlung, Frankfurt a. M-, welche dasselbe gegen 1 20 in Brief - marken franco versendet. (57 -Wenzels Gauen. Von heute an jeden Abend: Restauration ä la carte. Schwächezustände. 37. -△.■u.fLag'e Der persönliche Schutz 2) von Laurentius Rathgeber für Männer jeden Alters, Hilfe bei Schwächezuständen etc. etc. Daß dieses weltberühmte Werk jedes in diesem Genre erscheinende Buch übertrifft, beweist schon, daß dasselbe bereits G Ncbersctzungcn in fremde Sprachen erlebte und bedarf es deshalb keiner wetteren Anpreisung. Die Original - Ausgabe von Laurentius in Leipzig. ein Octavband von 232 Seiten mit 60 anat. Abbildungen ist durch jede Buchhandlung oder vom Verfasser, Leipzig, Soph en- •trasse TB., franco zu beziehen gegen ytancu.-i?uiien- ung von 3 Mr. Auch zu haben in der Jos. Dill- männ'schen Buchhlg. in Wiesbaden, Marklftraße 36 18) Ein braves Mädchen iuom Lande wird auf Petritag nach Gießen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl. Restauratiou jum Stern. Samstag Abend: (73 Leberklös mit Sauerkraut. IliiniADB ausgenommen. MM«TMRM»R Hebamme Müssig in Mannheim. (59 R Dr. med. IochheilN in Darmstadt, So der str ässe Specialarzt für Flechten (langwierige Hautkrankheiten) u. Scropheln, sowie für Brust- u. Halö-Krankheiten. Gas-Inhalatorium ür Sauerftoffgas, Ozon und Stickstoffgas. Köln-Gießener Bahn. Abfahrten von Giesten nach: Deutz 6", 12 4". Dillenburg 645, 12, 4", 95. Stegen 6", 12. (71 Wetzlar 6", 8^, 9«, 12, 4", 733, 95. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Br üblichen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.