Nr. 281. Dienstag den 2 December 1878. Archener Htiyerger Aijeigk- ueb Amtsblatt für bti Kreis Gieße«. _______________________________________ — "— --------------- PreiS vierteljährlich 2 Mar? 20 Pf. mit Bringerlohn. NeS»etts«Sb«reatrr l Schulstraße v. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. 1. 2 3. 4. & muß v°n dem Betreffenden ,-lbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in A-.enforma. (nicht Briefpapier) zu »er- wenden. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird. Dem Gesuche find folgende Papiere beizufügen: t ^MnwUUgungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklänmg über Bereitwilligkeit und F-h.gk-.t den Freiwilligen behörde auszustellen ist; —------------ - ßß pes Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 26. l. M., enthält: (5Rr. 1350.) Verordnung, betreffend die Abände-ung der Bestimmungen über di- Tagegelder, Fuhrkosten und Umzugskosten der R-ichsbeamt-n. Vom 19'(^°™65“),87u9ebeteinfutlft Äffchen dem Deutschen Reich und Belgien wegen gegense.i.ger Zu.affung der beiderseitigen Staatsangehörigen zum Aimenrecht^ Oberem,euch zwischen dem Deutschen Reich und Luxemburg wegen gegenseitiger Zulaffung der beiderseitigen Staatsangehörigen zum Armenrechte^ November 1879. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ' vr. Boekman n.______ 6. das Schulzeugniß. ^°Zu"r°^b7daßl7d7m MnwUltgungs.Attest die Erklärung des Vaters oder Vormundes, in der Lage zu sein, den Freiwilligen CI Tbetl der Wehr-Ordnung vom 28. September 1875 — Reg.-Bl. Nr. 55 von 1875) ausgestellt sein miss . Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der §§ 88, 89, 90, 93 und 94 der angeführten Ersatz-Ordnung verwiesen. Darmstadt, im December 1 A^ßherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Dpamer. ________ B-treff-nd: Di- Rachsuchung der Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst auf Grund von Schul- mit kaltblütiger Grausamkeit nicht beffer als das Zugvieh. Seit dieser Zeit wuchs im russischen Volke jene feindliche, bitteren Haß athmende Stimmung gegen die Deutschen empor, und dieses Gefühl hat sich erhalten und lst erstarkt bis auf den heutigen Tag. Daß im russischen Gemüthe nichts liegt, was es ,u dem Deutschen zieht, ist eine Thatsache, die jeder Rufie erkennt, und daß jeder Deutsche uns von ganzer Seele »»der Haßt, ist es nicht weniger. . - - Zwischen dem russischen und dem deutschen Volke ist nicht die geringste Sym- pathi" und es hat auch nie eine solche gegeben- Diese Sympathie besteht auch nicht bet den intelligenten Klaffen, welche sich In Folge vieler Ursachen in großer Mehrzahl zu den Franzosen hingczogen suhlen; sie ist bei den Ar- meen beider Reiche ebenso wenig zu finden. Was in letzter Zeit als Symp^ thie halte erscheinen können, war weiier nichts als der gegenseitige Austausch äußerlicher Höflichkeiten, von welchem die Waffe des russischen Heeres unbe. rührt geblieben. So erscheint denn als einziges Band der Freund^ast zwischen Rußland und Deutschland die Freundschaft beider Monarchen. Doch Monarchen sind sterblich. Es ist unzweifelhaft, daß Rußland auch nach den- selben noch lange nicht In die traurige Nothwendrgkett versetzt sein wird, Deuschland den Krieg zu erklären, ob wir aber von deutscher Seite eine genügende Bürgschaft vor einem solchen Schritte haben, durste eher zu b'^^Berlin 29 November. Das dänische Königspaar ist heute früh 9'/. Uhr abgeretst. Der Kaiser und die Kaiserin, sowie der Kronprinz m chten den dänischen Herrschaften vorher im Schlöffe einen Besuch, worauf die Kaiserin im ersten Wagen die Königin, sodann der Kaiser im zweiten den König zum Bahnbose gelet'ete. Im dritten Wagen folgte der Kronpr.nz. Am Bahnhöfe waren zur Verabschiedung anwesend l der Stadteommandant, der Polizeipräsident, der dänische Gesandte und der Ehrendienst. — Fürst Gortschakoff ist gestern Abend 8 Uhr 50 Mm. hier eingetroffen und in der russischen Botschaft abgestiegen. Deutschland. Berlin 29. November. Ein Moskauer Correspondent der „Köln. Leitung" schreibt: Unter dem Titel „Rußland und Deutschland" bringt die russische Monatsschrift „Rußkaja Retsch" einen Artikel, für welchen der Titel Geschichte des Deutschenhaffes in Rußland" bezeichnender wäre. mit einer solchen Genauigkeit verfolgt der Verfaffer seine Entstehung und Entw ckelung, von dem Czaren Johann dem Schrecklichen an bis auf die neueste Zett, wo die Politik des „Mannes von Blut und Eisen" die Deutschen Rußland gegenüberstellt. Ein ähnliches Werk hat die russische Preffe trotz ihrer maßlosen Ausfälle gegen Deutschland nicht aufzuweisen, denn noch nie hat man den Deutschen in so ungeschminkter Rede gesagt: „Wir Haffen euch, weil wir euch baffen muffen — weil wir ein Recht dazu haben. Es durfte für unsere deutschen Leser nicht uninteressant sein, zu erfahren, weshalb und wie sehr die Deutschen in Rußland gehaßt werden; wir fuhren daher Einiges aus der genannten historischen Abhandlung in der russischen Monatsschrift an: Die Freundschaft zwischen Rußland und Deutschland ist eine rein persönliche. zufällige. Sie ist aus der Persönlichkeit beider Monarchen, auf verwandtschaftlichen Beziehungen und deren Vergangenheiten begründet; dieselbe wurzelt jedoch nicht im Volke und hat keine Zukunft. Der erste deutsche Name, welcher wie eine Gewitterwolke über Rußland emporstteg und unsäg- jjchis Elend über das Land brachte, war der Name des Deutschen, Biron, und von dieser unseligen Epoche des vorigen Jahrhunderts faßteder Haß aeaen die Deutschen im russischen Volke Wurzel. Nach der französischen Invasion vom Jahre 1812, he ßt es weiter, und hauptsächlich während der Regte- runa des Kaisers Nikolaus wurde Rußland von einem Heere deutscher Gutsverwalter überschwemmt, welche nach und nach Adelsrechte erwarben und lelbsi Gutsbesitzer wurden. Diese deutschen Verwalter und Gutsbesitzer wurden erbarmungslose Blutsauger der russischen Bauern und behandelten dieselben Berlin, 29. Novbr. Der Ausschuß des Landes-Eismbahn-Rathes soll nach den Commissions-Beschlüssen bestehen aus dem Vorsitzenden, zwri Regie- rungs Commlsiarten, je zwei Mitgliedern beider Häuser ceö Landtags und vier Delegirten der Bezirks-Eisenbahnräthe, zusammen aus 11 Mitgliedern. — Die Eisenbahn-Commission des Abgeordnetenhauses beriech heute über die Zusammensetzung des Eisenbahnrathes, welcher nach den gefaßten Beschlüssen besteht aus: dem vom Könige ernannten Vorsitzenden bezüglich dessen Stellvertreter; je einem Commisiar der Minister für öffentliche Arbeiten, Handel, Finanzen und Landwirthschast; je drei Mitgliedern beider Häuser des Landtags ; je zwei Mitgliedern der Provinzen Ostpreußen, Westpreußen, Pommern, Posen, Sachsen, SchleSwig-Holstein und Hannover; je drei Mitgliedern von den Provinzen Westphalen, Brandenburg, Schlesien und Rhemprovinz; je einem Mitgliede von den Städten Berlin und Frankfurt a. M. Die Delegirten des Provinztal-Ausschuffes für die Eisenbahn-Bezirksräthe werd.n von den Pcovtnztal-Ausschüffen direct gewählt und bedürfen, wozu der Minister Maybach seine Zustimmung aussprach, keine Bestätigung Seitens der Regierung. Die Schanksteuer-Commtssion berieth heute den § 5, und beschloß, die Mittelsätze für Berlin auf 96 für die erste Gewerbesteuer-Klaffe, auf 72 für die zweite, auf 60 für die dritte, auf 48 für die vierte, auf 36 Mark für die fünfte Steuerklaffe herabzusetzen und denjenigen Gastschankwirthschaften, welche an einem neuen Orte ihre Gewerbe aufschlagen, den fünffachen Betrag der Mitreliätze für das erste Jahr aufzulegen. München, 29. Novbr. Der frühere langjährige erste Bürgermeister von München, Dr. Kaspar v. Steinsdorf, ist heute früh im 83. Lebensjahre gestorben. — Abgeordnetenkammer. Der Präsident gibt bekannt, daß ein Antrag von Hafenbrädl und Genoffen in Betreff der Abschaffung des siebenten Schuljahres eiugelaufen sei. Da ein gleicher Antrag bereits in dieser Session von der Kammer abgelehnt wurde, soll der Geschäftsordnungs-Ausschuß berathen, ob der, wenn auch modificirte, Antrag nochmals berathen werden darf. Der Finanzminister legte im Auftrag des Königs vier Gesetzentwürfe über die Einkommensteuer, die Eapitalrentensteuer, die Gewerbesteuer und einige Abänderungen an den Bestimmungen der Haus- und Grundsteuer vor. Hierdurch sollen die angeregten Reformen des directen Steuerwesens etngeführt und thetls Verbefferungen gemacht werden. Der Minister mottvirte die Gesetzentwürfe in längerer Rede. Der Schwerpunkt liege in dem Entwürfe in Betreff der allgemeinen Einkommensteuer. Ec überlasse dem Hause die Entscheidung über dre Behandlung der Entwürfe. Eine rasche Erledigung könnte bezüglich einiger Steuergattungen auf die Budget-Beschlüffe noch Einfluß haben. Hesterreich. Pesth, 29. Novbr. Unterhaus. Tisza erklärte in Beantwortung einer älteren Interpellation von Kautz über die handelspolitischen Verhand- lungen mit Deutschland, daß er, nachdem die Verhandlungen in ihrem An- fangsstadtum befindlich seien, detatlltrte Aufklärungen darüber nicht geben könne. Der Minister constatirte berettwtlltgst, daß die Absicht, mit Oesterreich-Ungarn in ein bleibendes Handels^ und wirthschaftliches Verhältntß zu treten, auf Seiten des deutschen Reiches entschieden vorhanden sei. Unter welchen Bedingungen diese Absicht zur Geltung kommen werde, hänge von dem Verlauf dec Verhandlungen ab. Angesichts der neuen wirtschaftlichen Politik Deutschlands treten zwar sehr viele Hinderntffe der Aussicht auf das Zustandekommen eines allen unseren Jntereflen in jeder Hinsicht entsprechenden Vertrages entgegen. Die Regierung werde aber alles Mögliche aufbieten, daß die Bedingungen eines beiderseitig gewünschten dauernden Vertragsverhältniffes für die Monarchie und Ungarn speciell möglichst günstig seien. Der Interpellant und das Haus nehmen die Antwort zur Kenntniß. In Beantwortung der Interpellation Heliy's erklärte Tisza, künftighin würden Veränderungen im gemeinsamen Ministerium dem ungarischen Reichstage durch den jeweiligen Minister- Präsidenten zur Kenntniß gebracht werden. Arankreich. Paris, 29. Novbr. Waddington erklärte den Deputirten der Linken, welche sich gestern wegen Purification des Beamtenpersonals zu ihm begaben, die Regierung betrachte diese Aufgabe keineswegs als beendet und sei mit Vor- bereitung eines Gesetzes, betr. die Reform des Beamtenstandes, beschäftigt. Der Minister versprach weitere Abberufungen von Beamten des Finanzministeriums und stellte die Lösung der Gensd'armeriefrage in nahe Aussicht. — Die Bureaux der vier Gruppen der Linken bertethen gestern die Frage wegen einer Interpellation des Mtmstertums. Mehrere Mitglieder machten darauf aufmerksam, daß es unlogisch und gefährlich sei, das Ministerium zu stürzen, bevor man wüßte, wie es zu ersetzen sei. Da die Gruppen der Linken kein gemeinsames politisches Programm haben, so beantragte Brisson, zuvörderst ein solches auszuarbeiten. Dieser Vorschlag wurde mit großer Majorität angenommen. Paris, 29. November. Der National - Oeconom Michel Chevalier ist gestorben. Paris, 29. Novbr. Das „Journal des Dubais" sagt: Der größere Theil der republikanischen Deputirten erachtet als Resultat des Meinungsaustausches der Bureaux der Linken die Gewißheit, daß das Cabinet unter der Bedingung einer Purification des B. October 1879): Die junge Künstlerin spielt Schumann's ichwteriges A-moll-Goncert. Schon daß sie den Beruf in sich fühlt, mit einer so tiefsinnigen Composition vor die Oeffcntlichkeit zu treten, stellt nicht nur ihr Talent und ihre Virtuosität, sondern auch ihre musikalische Durchbildung und Intelligenz außer Frage. In der That erfüllte Frl. Schirmacher die technischen und geistigen Ansprüche dieses Werkes in überraschender Weise. — Die Beleuchtung der Schumann'schen, theils männlich energischen, theils zart sinnigen Gedanken war eine von künstlerischem Geiste getragene, klare und lichtvolle, dabei klangschöne und durch die wechselnde Nuancen deS Anschlages dem Ausdrucke Farbe gebende. Die Aufnahme der jungen Künstlerin war eine äußerst warme. Die „Königsberger Allg. Zeitung" (2. November 1879) äußert sich etwa folgendermaßen: Die hochbegabte, im besten Rufe stehende Pianistin spielt- zuerst ein Concert von Scharwenka. Dieses musikalisch feine, recht schöne Stück erfordert hohe musikalische Befähigung des Spielers, um zur Geltung zu kommen. Desto mehr will cs sagen, wenn Fel. Schirmacher mit dem Vortrag desielben einen schönen Erfolg erzielte. An Klarheit und Brillanz der Technik, an Eleganz in der Ausführung blieb nichts zu wünschen übrig. Ueberaus reizend und wahrhaft wundervoll spielte die junge Dame eine Etüde und einen Walzer von Chopin. Daran erwärmte fick das Publikum dermaßen, daß es noch eine Zugabe verlangte, die Frl. Schirmacher freundlichst gewährte. Herr Hausmann, Solo-Cellist an dem königlichen Hoforchester in Berlin, ist in musikalischen und weitern Kreisen längst hinreichend gekannt und hoch geschätzt, so daß wir es für uimöthig erachten, über dessen Bedeutung Ausführliches zu berichten, und sehen wir mit Spannung den ausgezeichneten Leistungen eines der ersten jetzt lebenden Künstler in diesem Facke entgegen. Gießen, 1. December. Am Samstag wurde von einem jungen Bürschchen in einem Stalle vor dem Wallthor ein Teppich vom Pferde herunter gestohlen. Der resolute Besitzer, ein Gastwirth, verfolgte die Spur des Diebes über Wieseck nach Lollar, wo er den Burschen faßte und hierher transportirte. — Einem Mann aus Wieseck, welcher am Samstag einem Frachtfuhrmann 2 Kisten aufladen half und dabei seinen Ueberrock ouszoa und nebenhin hängte, kam derselbe aus noch nicht aufgeklärte Art abhanden. In der Tasche des Rockes befand sich eine Brieftasche mit einem Wechsel über 64 JL. und diverses Papiergeld. — Die Samstag Nacht war zur Abwechslung einmal wieder ungemein lebhaft. Die Heinzelmännchen verübten wieder mancherlei Schabernack. Auf dem Asterwcg oer- barikädirten sie die Brücke mit 5 großen Kisten und Steinen, wurden aber dabei gestört als sie noch eine auszuhängende Thür beifügen wollten. In der Wagengasse standen anderen diverse Fässer, sowie ein Stoßkarren im Wege und wurden dieselben hin- und hergerollt u. f m. Die Polizei hatte die Unfreundlichkeit auch hier zu erscheinen und die Spaßmacher abzufassen. K—1. Allgemeiner Anzeiger Emil Fischbach, 7815) December, den ii Wochentage die 1880 werden sodann Monat Januar Montag und Dienstag festgesetzt. bis Ende November 1880 bleibt der bei zur das Montag Dienstag Montag Dienstag Montag Für den Bezahlung der Zinsen rc. von Jahr 1879, sind nachstehende Sämmtfirfje Ingredienzien empfiehlt in besten Qualitäten zu billigsten Preisen den Aufruf. Gleich Abendschatten wächst die Noth In Deutschlands (Sau'n von Stund' zu Stunde, An tausend Tischen fehlt das Brod, Der bleiche Hunger geht die Runde. (Ls darbt jetzt mancher brave Mann, Den Niemand sab dem Laster fröhnen, Und manches Weib, das wusch und spann, Klagt Gott die Noth mit bangem Stöhnen. Der Winter ist der Armuth Feind, Er fällt der Arbeit in die Zügel, Und stumm vor seinem Grimm erscheint Die Nahrungsorge ohne Flügel. Da'.d fehlt das Brod, das kräftig- nährt, Bald fehlen Kohlen, Salz und Fette, Das Elend sitzt am kalten Herd, Der Kummer wacht am Krankenbette. Dann schleicht der Tod tn's düst're Haus, Don Frost und Hunger hergerufen,' Und mißt mit seinen Opfern aus Erbarmungslos des Elends Stufen. Wer Augen hat, der kann es seh'n, Wer Ohren hat, der kann cs hören, Und wenn die Dinge also stehn Muß sie der Menschenfreund beschwören. ES steigt die Noth im Vaterland, Der strenge Winter läßt sie wachsen, Drum sei die Hülfe rasch zur Hand, Sei's hier, in Scklcsien oder Sach'en — Am vergangenen Dienstag wollte ein Einwohner von Groß Linden auf raschem Wege -nach Hause gelangen. Zu diesem Behufe löste er ein Eisenbahn-Dillet nach Lang-Göns, sprang aber in der Nähe der Lüche - «ach auS dem Zuge und fiel dabei so unglücklich auf den rechten Arm, daß derselbe brach. In der Nacht noch in die Klinik verbracht, wurde ihm der Arm amputirt. — Das gestrige Concert des schwedischen Quartetts war recht zahlreich besucht und ernteten die fremden Gäste für ihre wahrhaft schönen und großartigen Leistungen den wohlverdientesten Befall. . - In der Samstagnacht gegen 1 Uhr erlaubten sich mehrere Herren von gebildetem (?) Stande (Studenten :c.) die Schutzmannschaft in einer Weise zu verhöhnen, welche nicht unge- rügt bleiben darf. Dieselben verübten durch überlautes Schreien und Scandalisiren vor dem Prinz Carl" derartigen Unfug, daß Die Anwohner, aus dem Schlafe geweckt, an die Fenster eilten In aller Ruhe zur Einstellung der Larmereien aufgefordert, verübten sie einen Unfug an den Beamten, welcher schwer zu beschreiben ist. Sie tanzten um die Leute herum, schrieen denselben in's Gesicht und leisteten dergleichen Heldenthaten mehr. Wie soll man nun mit den Herren verfahren? Legitimation haben dieselben meistens nicht, die Karten, welche ihnen von Großh Ministerium wieder zugestellt worden, um eine allenfallsige Arrestation zu verhüten, liegen unabgeholt auf dem Secretariat der Universität! Dabei wollen die Herren schonend behandelt sein. Wo bleibt da die Achtung vor dem gebildeten Stande, wenn solche Ausschreitungen stattfinden? ___ ._______________ Eingesandt. Der Gießener Zitherkranz gab vorigen Sonntag im Römischen Kaiser m Wetzlar zu Gunsten der Nauheimer Kinderheilanstalt ein Concert, welches gut besucht war und dem hiesigen Zitherkranz viel Beifall eintrug. Für die der Nauheimer Kinderheilanstalt durch oben erwähntes Concert zuge- Mendete Gabe sagt herzlichsten Dank . im Auftrag des Gomit6 der Nauheimer Kmderhetlanflalt Der Rechner: Eugen Kaufs mann. zu ,a^n-1 c n ö r f Q b Lda, am 28. November 1879. Die Spar- und Uorschutz-Kaffe Mendorf a. d. Lumda. Bieber. Suppen-Anstalt. Für obige Anstalt gingen bei uns ein: In letzter Nr. quittirt 84 AL Ferner von Lenz (Felsenkeller) 16 AL, Frau v. St. George 5 AL, Ungenannt 3 Säcke Kartoffeln, 1 Korb Kohlrabi, 1 Korb Gemüse. Prof Lutterbeck 10 AL, L. F. "i AL, Weinhändler Schwan 20 AL, M. P. 10 AL, Fulda 20 AL, Frau L. St. 2 Al., Pascoe 10 AL, E. W. Fernie 100 AL, P. Wilson 20 AL, C M. 3 AL, ß. D. 3 AL, W. E- 3 AL, Frau Dr. Bruel 6 AL, Dr. Kübel 3 AL, N. N. 2 AL, A. v. T. und A. B. 10 AL, G. H. Schirmer 50 AL Sa. 374 AL Den freundlichen Gebern Dank sagend, nehmen wir gerne weitere Gaben für obige Anstalt entgegen. Wir machen bei dieser Gelegenheit auf die heute Abend im Saale des Saf6 Leib abzuhaltende Bürgerversammlung nochmals aufmerksam und können es nicht dringend genug den Einwohnern ans Herz legen, rasch helfend für den edlen Zweck einzutreten. In einer gestern Nachmittag im Eafö Ebel abgehaltenen Versammlung wurde eine Vereinigung der beiden Aufrufs Unterzeichner angestrebt und wird heute Abend die Suppenanstalt auf eine Weise ins Leben geschaffen werden können, welche hoffentlich Alle befriedigen wird. Vermischte-. Marburg, 28. November. Heute Nacht zwischen 3 und 4 Uhr brach in der Sauer- schen Lederfabrik am Grün Feuer aus, das in Folge des zahlreich vorhandenen Brennstoffs alsbald solche Dimensionen annahm, daß man für den ganzen Häusercomplex, in deffen Milte «ch das brennende Gebäude befand, die größte Besorgniß hegte. Trotzdem gelang es der alsbald zahlreich auf der Brandstätte anwesenden Feuerwehr durch energisches Eingreifen das Feuer auf seinen Heerd zu beschränken; zu den vielen hindernden Schwierigkeiten, dieses zu erreichen, gehörte noch die, daß das Wasser in den Spritzen fror und dieselben erst mit heißem Wasser auf- gethaut werden mußten. Bei der Mächtigkeit des Feuers, das den ganzen Südhimmel röthete, wurde die Feuerwehr in verhältnißmäßig kurzer Zeit Herr desselben und gebührt derselben alle und jede Anerkennung. — Bei dem Löschen selbst ist ein Unglücksfall nicht vorgekommen, wohl aber durch Heraustrciben einer Kuh aus dem Stalle, die, als sie wieder eingefangen werden sollte, einen Metzger mit größter Wildheit angriff und verfolgte und demselben mehrere Verletzungen beibrachte — Heber die Ursache der Entstehung des Feuers ist bis jetzt nichts bekannt geworden. Handel und Verkehr. Gießen, 29. November. Auf dem heutigen Wochenmarktc kostete: Butler per Pfd. „«.1.15 biß AL 1.20, Hühnereier per Stück 7—8^, Käse per Stück 5—8 »matte per Stück 3 H, Erbsen 1 Liter 20 H, Linsen 1 Liter 22 H, Tauben das Paar 60-00 H, Hühner ver Stück 0.60—85, Hahnen per Stück AL 0.55-90, Enten per Stück AL 15" Gänse pr. Pfunv Eingesandt. Die Gesellen-Herberge in Gießen, Teufelslustgärtchen 169 betreffend. Bezugnehmend auf den Artikel in Nr. 279 d. BI., in welchem der Zustand der Herbergen geschildert wird, sehe ich mich veranlaßt, einem geehrten Publikum und meinen Mitbürgern Die Mittheilung zu machen, daß meine Herberge, durch das Verbauen meines Hauses, so vorthetl- haft eingerichtet ist, daß 50 bis 60 Personen bei mir logiren können. Ferner bemerke noch hierbei, daß meine ganze Einrichtung vor einigen Tagen von der löblichen Polizeibehörde und dem Herrn Kreisarzt eingesehen worden ist, bei welcher Gelegenheit letzterer Herr sein Lob und feine Zufriedenheit aussprach. (Sari Retter Kaiser-Anis. 7556) Von diesem so beliebten Anis halten auch in dieser Saison beständigen Vorrath und empfehlen solches hiermit bestens. - Aufträge nach Auswärts werden bestens in guter Packung besorgt. J. A. Busch Söhne. (Lambertsnüffe) rmvsiehll (7814 Emil Fischbach. 46—60 H, Kartoffeln per 100 Kilo AL 5.50—6.00, Weißkraut, 100 St. AL 4—6, Zwiebeln pr. Ctr. AL 8—9, Milch per Liter 16 und 1* Ochsenfleisch 68 H per Pfd. Kuh- und Rindfleisch 50 — 56 H, Kalbfleisch 50 — 54 H, Hammelfleisch 50 — 6Ö H, Schweinefleisch 6Ö Truthähnen per Stück 6 "7 al Frankfurt, 28. November. (Marktbericht. > Der heutige Heu- unD Strohmarkt war übersah'en. Heu kostete je nach Qualität der Centner AL 2- 3, Stroh AL 2.50—3.80. Butter das Pfund im Großen 1. Qual. .AL 1.5—1.10, 2 Qual AL 1, im Detail das Pfund AL 1.25—"0, 2. Qual. AL 1.15—00. Eier das Hundert AL 6.50—x.80. Ganze Erbsen das Pfd. 28—32 geschälte Erbsen 30-36 H, Bohnen 24-28 Linsen 34—50 .5». Weißkraut das Stück — H, 100 Stück 8—10 AL, Rothkraut, 1 Stück 10-25 Kohlrabi — Kohlkraut 8 12 H, Blumenkohl 1 Stück 30—7" Wirsing — Kartoffeln 100 Kilo AL 6.50 8, Zwiebeln 25 Bund - AL. Merrettige Stück — 1 Stück — Ochsenstetich per Pfund 65—70 Rindfleisch 45 — 50 Kuhfleisch 45 — 60 Kalbfleisch 45—55 Hammelfleisch 40—65 Schweinefleisch 60—70 H, ein Hahn AL 1.00—1.70, ein Huhn AL 0.80 — 1.60, eine Ente AL 1.50—2.50, Gans das Pfund 60 eine Taube 40—50 H. Nürnberger Lebkuchen aus der Fabrik von Häberlein, königl. Hoflieferant, in verschiedenen beliebten Sorten, empfehlen (7502 I. Busch, Söhne, 16. 22. 23. 29. 30. noch 7771) Zur Empfang ahme oder B°ischrechung der Zinsen von der hiesiger Spar- und Vorschuß-Kasse angelegten Kapitalien, sow e - " * den aus derselben entlehnten Kapitalün für 1. December, 2. 8. 9. 15. irische 8cheflsische n Cabtiau eingetroffen. (7806 3. A. Busch Söhne. Für den Monat Februar,.__ seitherige Geschäftstaq, nämlich jeden Montag Vormittags von 7—12 Uhr selbstverständlich mit Ausnahme von Festtagen festgesetzt. Die Herren Bürgermeister betheiligter Gemeinden werden ersucht, Vorstehendes im Jnteresie ihrer Gemeinde-Angehörigen ortsüblich bekannt machen Nur während des Marktes. Nur 2 Tage. Im Gasthaus zum Löwen GROSSER TOTAL-AUSVERKAUF fertiger Herren- unö Jtnaöeii^feiöer von J. Joseph aus Darmstadt und Berlin. Compl- Herren - Anzüge von 3t 22 an bis 40, Herren - Paletots , Kaisermäntel, Schlafröcke und Knaben-Anzüge, Juppen, beinahe _ (7810 sw halb geschenkt, Im Gasthaus zum Löwen. Termine festgesetzt: Dienstag Montag Dienstag EMontag Dienstag Jeikgeöolenes. 7806) Eine bedeutende Sammlung ausgebalgter geschmackvolle, decorirter seltener in- und ausländischer Jagdthiere ist preiswürdig zu verkaufen. Adresse zu erfragen bei der Exped. d. Bl.___ Schellfische sind eingetroffen. (7809 Gg. Milli. Weidig^ Pferdedecken in schöner Auswahl und zu billigen Preisen. 7525) Heinr. Wallach. Frifchabgekochten S c hin hen im Anschnitt empfehlen (7807 I. Ä. Busch Söhne. Hirschbraten. Ziemer das Pfund 75 H, Braten das Pfund 60 H, Kochfleisch das Pfund 45 $ ist zu haben bei (7802 Wildhändler Ebel, Martstraße. 7790) 60 bis 70 Ctr. vorj. und dieSj. la. Gual. Heu zu verkaufen. ____Schulfcheuee, Staufenberg. I, von der 6. 1. 2. 7794) ii 66 n 2200 7756) 78 95 13 Eichen- u. Klefern-Rund- schtitholz, Buchen- Eichen-, Birken- und Kiefern Knüppel, Der Bahnmeister: Gerhard. Großherzogliche Oberförsterei Ober - Rosbach. Strack. Buchen-, Elchen- und Nadelholzwellen, Rmtr. Buchen-, Eichen- und Nadelstockholz. Verpachtung von Domanial - Jagden und Fischereien im Forste Friedberg. Donnerstag den 8. Januar 1880, Vormittags 11 Uhr, sollen im Tr app'jchen Gasthose zu Friedberg auf 12 Jahre verpachtet werden: I. In der Großh. Oberförstern Ober-Rosbach. 1. Die Jagd in dem 64,12 ha großen herrschaftlichen Frauenwald, sowie auf 1,38 ha großen anstoßende» Felde. 2. Die Jagd in dem 278,63 ha großen herrschaftlichen Burgwald, sowie auf 3^8 ha Feld bei dem Forsthaus Winterstein, in dem 9,26 ha großen Wäldchen der Burgvorstadt Friedberg und in dem 159,81 ha haltenden Nieder-Mörler Gemeindewald. 3. Die Jagd in den zusammen 164,76 ha großen bei Ober-Rosbach gelegenen Domanialwalddistricten Mainzerhecke, Westerfeld'scher Wald und Kcllerberg. Gttvrrbeftei dnr wisthschastlic Herz als mW prüft, in bentn F Anttkelilirniz zolle, find. Ss wäre u dir gefr-liche Fori Richtungen ausgrf Linie galt, das jedes Menschen g' Fähigkellen in de zu vriwerthrn, wo Mit gleicher daß in einem Cult zelner wie ganzer 1 Feststellung wirthfc torgfällige vrgamf wendig ist, wenn Freihkiten ein chw der Stärlste oder Recht zur Seite \ gewicht in rntfpre Willkür und Aus Dies ist mus viele Anhänj Mtßtn. $ad) unftTfü unbedingter Geveib Ällem aber das Lr losen Freizügigkeit der ©emeinte auf müßen, daß fir du oder von den litte übergehender Besch das Proletariat be Ebenso hätte der i fumtion und Prod bm wüsten, deren v anu über Prrir Wi'fe hälte die Angabe der Löhn, Statt j,b0 man fich im G,a Die Fischerei im Flachsbach, Gemarkung Ober- und Nieder-Rosbach. II. In der Großh. Oberförsterei Butzbach. Die Jagd i» dem 104 ha großen, der Gemeinde Kirch-Göns gehörigen Struthwald in der Gemarkung Pohl-Göns. Die Jagd in dem 91,75 ha großen Walddistrict Bodenhard, Gemarkung Butzbach. III. In der Großh. Oberförsterei Hoch-Weisel. Wermitchte Anzeigen 7796) Ein braves Dienstmädchen mit guten Zeugnissen gesucht. Wo? sagt die Exped- d. Bl. ________________________ 1. Die Jagd in dem 212,74 ha großen, eine eigene Gemarkung bildenden Domamalwald bei Bodenrod mit 2,64 ha Privatwald und ca. 5 ha Wiesen. 2. Die Jagd in dem 147,97 ha großen Wald der Königl. Preußischen Gemeinde Kleeberg in der Großherzoglich Hessischen Gemarkung Bodenrod mit Ausschluß der Districte Gickel, Hainbuchenkopf und Fußkopf. 3. Die Jagd in dem 169,37 ha großen Wald der Königlich Preußischen Gemeinde Weiperfelden in der Gemarkung Bodenrod, einschließlich der vorgenannten, vom Kleeberger Gemeindewald ausgeschlossenen, Districte. Nur Solche werden zum Mitbieten zugelassen, von welchen eine vorschriftsmäßige Ausübung der Jagd und Fischerei zu erwarten steht. Jagd-, Fischerei-oder Forstfreoler und Personen ohne Vermögen, sowie solche, welche durch die Jagd- oder Fischerei- Ausübung in ihren Vermögensverhältnissen„ voraussichtlich zurückkommcn würden, bleiben ausgeschlossen. Pachtlustige deren Befähigung hiernach nicht allgemein bekannt ist, haben dieselbe vor der Versteigerung bei der unterzeichneten Stelle genügend nachzuweisen. Ober-RoSbach, den 25. November 1879. 7805) Durch die Geburt einer kräftigen Tochter wurden hoch erfreut Haspe (Weüial n), den 29. Nov. 1879 Karl Wolff, Johanna Wolff, geb. Engel. (Obcd)clL Verein für Localgeschichte. Sitzung Freitag den 3. Decbr., Abends 8 Uhr, im Cafe Ebel. Vertrag des Herrn Dr. Buchner: Beiträge zur (9fr schichte der Chirurgie in Gießen.______________________(7 7 9s Main-Weser-Bahn. Verkauf alter Bahnschwellen. Durch den Umbau des westlichen Geleises von Gießen nach Lollar kommen eine große Partie alter aus- ranflirter Bahnschwellen zum öffentlichen Verkauf, und zwar: Mittwoch den 3. Decbr. d. I., bet1 Nachmittags um 1 Uhr, bei dem Bahnwärterhause Nr. 163, südlich der Bad "bürg / gegen 3 Ubr bei dem Bahnmärterbaufe Nr. 165, südlich am Rodberg, soda- n: Donnerstag den 4. Dee. d. I., des Nachmittags um 2 Uhr, in Gießen am Neustädter Thor. Gießen, den 28. November 1879. Oberhessifche Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. Sitzung Mittwoch den 3. December, Abends 7 Uhr, in der kleinen Aula VOrträge: Herr Prof. Dr. Laubenheimer „über Cellulosenitrate und Celluloid." Herr Dr. Buchner: „über hohes, menschliches Alter." Auch Nichlmitglieder haben Zutritt. (7799 Holzverfteigerung. Im Licher Stadtwald, Schutzbezirk Vorder-u. Hinterwald, kommt künftigen Donnerstag den 4. December nachverzeichnetes Brennholz Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Berlaa her Brübl'scken Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsck) in Gießen Hierzn ewe Beilage zur nochmaligen Versteigerung: Rmtr. Buchenscheitholz, Vorträge öes UolkslMungs- und flemeröroerems. 7801) Der 2. Vortrag des Herrn Profeffor Dr. Gareis über „dir Reichsgesetzgebung" findet Dienstag den 2. December, Abends 8 Ubr auf dem Lahn st ein statt. Der Vorstand. OeffeMchk Aufforderung. 7648) Die Ehefrau des früheren Rechners Karl Bolp von Lich hat cm 13. August l. Js. mit den gerichtsbekannten Gläubigern ihres Ehemannes ein Arrangement abgeschloffen, von dem Einsicht auf der Gerlchts- schreiberei genommen werden kann. Einwendungen gegen dieses Arrangement sind innerhalb 14 Tagen geltend zu machen, als sonst dasselbe bestätigt und in Vollzug gesetzt werden Würde. Lich, den 17. November 1879. Großherzogliches Amtsgericht Lich. 6748) Langermann. gwsj weiteren ®l,lrba' "rwaltuna wesens nnVk ^1 von Gronh SSfJS aast f SZÄ Mchen^un Oberhesstsche Eisenbahnen. Donnerstag den 4. December, Nachmittags 1 Uhr, sollen auf dem Bahnhof Lich 100 Stück alte eichene und 66 Stück alte kieferne Schwellen öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Bedingungen werden im Termin bekannt gegeben werden Gießen, den 29. November 1879. Die Magazinverwaltung: 7792) Günther. Todes - Anzeige. 7811) Freunden und Bekannten hiermit txe traurige Nachricht von dem am Samstag Morgen Plötzlich erfolgten Ableben unseres unvergeßlichen Johannes Kern, Bahnwärter an der Main Weser-Bahn. Um stille Theilnayme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Ruttershausen, den 1. Decemb r 1879 NB. Die Beerdigung findet am Dienstag den 2. December, Mittags 1 Uhr, statt. 7788) Ein junger Mann, der mit allen Comptoirarbeit, n vertraut, und eine schöne Handsch-ift hat, sucht, gestützt auf la. Empfehlungen, Beschäftigung, wenn auch nur gegen eine geringe Vergütung. Näheres bei der Exp.d. d. Bl._____________________ 7787) Ein Mädchen, welches selbstständig kochen und bügeln kann, g> gen guten Lohn gesucht Näheres in der Exped. d. Bl. 7793) Eine hl.sige Cigarren- fabrik sucht einen bksond-rs in Hessen eingefübrten Reisenden. Offerten sub T. Z. 12 befördert die Exped. d. B'. „Unserer heutigen Nummer liegt ein 'Prospekt bei, betreffend „Königs-Trank" von Jacoby, Hygieist, Berlin SO.. Reichenbergerstraße 2, worauf wir hiermit besonders aufmerksam machen." (7789 Dienstag den 16. December, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem Bureau Großh. Ortsgerichts dahier, die dem Pumpenmacher Friedrich Weber von Gießen zustehende Hofraithe Flur40,41«/ig, Hofraithe links der Chaussee, meistbietend versteigert werden. Bei erreichter Taxation wird die Genehmigung sofort ertheilt. Gießen, 4. November 1879. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. 7244) Müller. Kirschbaum Nutzholz-Verkauf. Den 6. December d. I., Vormittags 10 Uhr, sollen an der Wittgensteiner Straße (Gemarkung Caldern) Kreis Marburg 108 Stück Ktrschbaumstämme, ca 30 cbm, welche sich größtenteils zu Nutzholz eignen, öffentlich mefftbietend verkauft werden. Der Verkauf beginnt bei Nr. 75. Marburg, den 22. November 1879. Der ständische Baumeister r 7695) Brüning. Hist der Zustand ^2) eines Leidenden auch besorg, mtzrrregend oder scheinbar hoffnungslos, so wird er au» dem Buche „Praktische Winke für Kranke" neue Hoffnung schöpfen u volles «ertrauen ,u einem Heilvrincip gewinnen, wel. ches sich durch große <5infachl,cN, ganz besonders ober durch 11