Deutschland. Darmstadt, 29. Septbr. Durch Verfügung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz vom 25. l. Mts. sind zur Ausführung der veränderten Gertchtsorgantjatton mit Wirkung vom 1. October l. Js. bestellt worden: Zu Hilssgerichtsschreibern: Bet dem Oberla ndesgertchte: Gerichtsaccessist Dr. Wilhelm Berchelmann in Darmstadt. Bei dem Landgerichte der Provinz Starkenburg: Hofgerichts-Secretär Theodor Zimmermann, Gerichtsaccessist Hermann Geil fuß, Gerichtsaccessist Dr. Carl Meisel, GertchtSaccesstst Theodor Kolb (sämmtlich in Darmstadt). Bet dem Landgerichte der Provinz Oberhessen: Gerichtsaccessist Georg Ltndenstruth in Altenstadt, Gerichtsaccessist Hermann Funk in Schlitz, Gerichtsaccessist Heinrich Engel in Gießen. Zum Gehülsen des Oberstaatsanwalts: Kanzleigehülfe Johann Enders tn Darmstadt. Zu Gehülsen der Staatsanwaltschaft:- i) Bei dem Landgerichte der Provinz Starkenburg: Actuariatsaspirant Friedrich Lutz tn Darmstadt. 2) Bei dem Landgerichte der Provinz Oberhesseu: Actuariatsaspirant Heinrich Weiß in Grünberg. 3) Bet dem Landgerichte der Provinz Rheinhessen: Staatsprocuratorgehülfe Ludwig Panizza in Mainz. Zu Hulfsgerichtsschreibern zunächst bei den Untersnchungsrichtern: 1) Bet dem Landgerichte der Provinz Starkenburg: Actuariatsaspirant Heinrich Fink in Darmstadt, Actuariatsaspirant Friedrich Kalt in Lorsch, Actuariatsaspirant Leonhard Schmitt in Wald- Michelbach. 2) Bei dem Landgerichte der Provinz Oberhessen: Actuariatsaspirant Theodor Becker in Gießen, Actuariatsaspirant Wilhelm Lind tn Gießen. 3) Bet dem Landgerichte der Provinz Rheinhessen: Hülfsgertchtsschretber Martin Krancher in Mainz, Hülfsgerichtsschreiber Jacob Ebert tn Mainz. Zu Hülssgerichtsschreibern bei den Amtsgerichten: Darmstadt I: Gerichtsaccessist Ludwig Schudt tn Gießen, Actuartats- Aspirant Heinrich Schmeckenberger in Darmstadt, Actuariats- Asptrant Rudolph Geiß in Darmstadt. Darmstadt II: Actuariatsaspirant Carl Huth in Darmstadt, Actuariats- Aspirant Georg Uhrig in Hirschhorn. Fürth: Actuariatsaspirant Heinrich Roth tn Langen. Groß-Gerau: Actuariatsaspirant Joseph Anton Carnter tn Seligenstadt. Groß-Umstadt: Actuariatsaspirant Carl Eichenauer tn Beerfelden. Langen: Actuariatsaspirant Carl Bauer in Groß-Gerau. Lorsch: Actuariatsaspirant Heinrich Born in Höchst, Actuariatsaspirant Johann Georg Pfaltzgraf in Groß-Umstadt. Michelstadt: Actuariatsaspirant Joseph St re über in Darmstadt. Offenbach: Actuariatsaspirant Rudolph Römer in Offenbach. Actuariatsaspirant Heinrich Lein in Offenbach. Actuariatsaspirant Heinrich Holzamer in Offenbach. Actuariatsaspirant Georg Thierolf in Darmstadt, ? UV* Slobei ”b!«m ffs- Donnerstag den 2. October 9tr. 229. 1879. zeige r Anzeige - und Amtsblatt für de» Kreis Gieße». '9 und sonstigen 1- M üermie: >ehen. Seltersberg. V meines neuen. Dermietben. Bahnhoffnaxe. Ausscheider, -ö^plah. ^LueMue,. ÖSwnüber. nzeigen. inscht ein fiinb lihlaasse D. 72. iohnungbe- ndenhof atioo , H«stu SS ler, isvollzieher. autes Wohnhaus wdn'einegüiW eschastsbetricb als chast eignet, steht SHWtraiic, tzlar. in itningen werben M .äusbutg A. 8. es Dienstmädlben s wollener sehr famtei Lttick- seiiherigen bü- Hanse Neue epöt doch, f6^ uKuchler^ imiinSy ,r feiten ßUF unb mpMc-ch n unb m W™' StridarbtMJ® pfeif MU*. 7-231,3. Stock, obnuug be- rrn chnw BOOA , Oct. Bauer, ollzieh^ Ne>actto«Sb«reaur GxpedtttonSbnreau r Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Preis vierteljährlich 2 Marl 20 Pf. mit Bringer lohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Marl 50 Amtlicher PHeit. Bekanntmachung. Samstag den 4. l. M., Vormittags 11 Uhr, findet die Ausloofung der Schöffen für das laufende Quartal in öffentlicher Sitzung statt. Gießen, den 1. October 1879. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. Langsdorfs. politisch Die neue Justizorganisation. XXVI. Die Zwischenklagen. An dem Streitgegenstand der beiden Parteien können noch Andere Anspruch haben. Um einen solchen Anspruch geltend zu machen, braucht der Dritte nicht zu warten, bis der Proceß entschieden ist, sondern macht ihn sofort als Zwischenkläger (durch Jnterventions - Proceß) geltend. Z. B.: A. und B. streiten sich um einen Gegenstand und C. intervenirt, weil ihm der Gegenstand gestohlen ist. Eine viel häufigere Form der Interventions-Klage ist bekanntlich die, daß nach Rechtskraft eines Erkenntniffes auf Antrag des Klägers bei dem Beklagten eine Sache gepfändet ist, von welcher ein Dritter behauptet, daß sie sein Eigenthum sei und daß sie der Beklagte nur zur Benutzung (etwa leihweise) gehabt habe. Dann erhebt er Zwischenklage und giebt den Beweis an (etwa: a) der anliegende schriftliche Kaufvertrag, b) Zeugniß des Möbelhänd- iers N., c) Eid, der dem Zwischenverklagten zugeschoben wird). Die Klage schließt dann: „Ich bitte, den Zwischenverklagten schuldig zu erkennen und den gepfändeten (Schreibtisch rc.) Gegenstand aus dem Pfandverbande freizugeben. Das Verfahren gehört der Executions-Jnstanz an. Die eigentliche „Hauptintervention", wie sie oben zuerst erwähnt wurde, wird tm wirklichen Rechtsstreit vor ergangener Entscheidung eingelegt. Sie wird natürlich bei dem zuständigen Gericht des Hauptprocesses erhoben und gegen beide Parteien geltend gemacht. Auf Antrag einer Partei kann der Hauptproceß sogar bis zur rechtskräftigen Entscheidung über die Hauptintervention ausgesetzt werden. Das Gericht ist nicht verpflichtet, auf diesen Antrag einzugehen, andererseits kann es die Aussetzung auch selbstständig anordnen, wenn es ihm zweckmäßig erscheint. Das Verfahren ist ganz daffelbe, wie bei anderen Proceffen. Außerdem giebt es noch eine „Nebenintervention." Wenn nämlich Jemand irgend ein rechtliches Interesse daran hat, daß in einem zwischen anderen Personen anhängigen Rechtsstreite die eine Partei obsiege, so kann er dieser Partei zum Zwecke ihrer Unterstützung beitreten. A. hat z. B. auf Herausgabe eines Gegenstandes den B. verklagt, weil der Gegenstand ihm gehört. B. hatte den Gegenstand von C. gekauft. Verliert B. den Proceß. so wird er sich an C. halten und den Kaufpreis zurückbegehren. C. hat also ein wesentliches Jntereffe, wie die Sache entschieden wird und darf dem B. als Nebenintervenient zur Seite treten als eine Art Nebenpartei. Für diese Intervention genügt es, sich schriftlich zu melden, das rechtliche Jntereffe anzugeben, sowie zu erklären, daß man der oder der Partei als Nebenintervenient beiträte. — Ein anderes Beispiel ist noch, wenn eine Genoffenschaft gegen die Mitglieder des Aufstchtsraths klagbar wird; es kann dann jeder einzelne Genoffenschafter dem Proceffe als Kläger beitreten. — Der Beitritt kann in jeder Lage des Proceffes erfolgen, sogar noch in späteren Instanzen gleichzeitig mit Einlegung cines Rechtsmittels. Er darf alle Proceßhandlungen selbstständig vornehmen, wie eine Hauptpartei, nur dürfen sie mit denen der letzteren nicht in Widerspruch stehen. Die bisherige Führung des Proceffes darf er nicht angreifen oder bemängeln, es sei denn, daß er nachweise, daß er durch das Verhalten der Hauptpartei absichtlich oder schuldvoll benachtheiligt wordrn sei. Ist der Intervenient im Stande, sein Jntereffe an einem Proceß glaubhaft nachzuweisen, so muß er zugelaffen werden. Gelingt ihm das nicht, so kann er nach vorgängiger mündlicher Verhandlung zwischen ihm und den Hauptparteien durch richterlichen Beschluß zurückgewiesen werden. Gegen dieses „Zwifchen- urtheil" steht ihm die Beschwerde zu (innerhalb 8 Tagen). So lange er nicht rechtskräftig zurückgewiesen ist, muß er im Hauptoerfahren zugezogen werden. Der dritte Fall der Intervention ist die „Streitverkündigung" Sie greift dann Platz, wenn tn einem Proceffe eine der Parteien der Ansicht ist, daß, falls sie unterliegen sollte, ihr ein Regreßanspruch gegen eine dritte, außerhalb des Proceffes stehende Person zustehe. Dann ist sie berechtigt, diesem Dritten den Streit zu verkündigen, d. h. ihm Nachricht von dem schwebenden Proceffe zu geben und ihn aufzufordern, zu seiner Unterstützung und zur Wahrung seiner eigenen Jntereffen in den Proceß einzutreten. Tritt dieser Dritte in den Proceß ein und glaubt seinerseits an einen Vierten Regreßansprüche zu haben, so verkündet er diesem den Streit, und so fort. (Z. B. bei mehrfach weiter verkauften, unredlich erworbenen Gegenständen). Die Streitverkündigung geschieht durch einen schriftlichen Aufsatz, welcher dem, dem der Streit verkündigt werden soll , zugestellt wird. In dem Aufsatz muß die ganze Sachlage erörtert sein. Die Streitverkündigung kann ebenfalls in er HH eit. jeder Lage des Proceffes erfolgen. Tritt der Aufgeforderte bei, so wird er wie ein Nebenconventent behandelt; wenn nicht, geht der Proceß fort. Unter Umständen kann sogar die streitverkündende Partei, wenn der Dritte beitritt, ganz aus dem Proceffe ausschetden. Wenn nämlich eine eingeklagte Forderung auch von einem Dritten in Anspruch genommen wird, so kann der Schuldner diesem den Streit verkünden, und, tritt er bei, die streitige Summe gerichtlich hinterlegen. Dann kann er zurücktreten und die beiden Gläubiger streiten sich weiter. Ebenso kann der Besitzer des Streitgegenstandes, wenn er ihn nur für einen Dritten zu besitzen behauptet, diesem den Streit verkünden, und, falls dieser beitritt, aus dem Proceß ausschetden. Bestreitet der Dritte die Angabe des Streitverkünders, so ist Letzterer berechtigt, dem Ansprüche des Klägers zu willfahren (z. B. die streitige Sache herauszugeben), ohne daß er ferner dem Dritten verantwortlich ist. Reinheim: Actuariatsaspirant Franz Schnellbächer in Reinheim. \ Seligenstadt: Actuariatsaspirant Adam Jäger in Seligenstadt. Zwingenberg: Actuariatsaspirant Franz Gombert in Bad Nauheim. Gießen: Gerichtsaccesfist Ludwig Bötticher in Gießen. Gertchtsaccessist Konrad Koch in Lauterbach. Actuariatsaspirant Friedrich Neun in g in Nidda. Alsfeld: Actuariatsaspirant Ludwig Adam Cramer in Darmstadt. Butzbach: Actuariatsaspirant Ludwig Christ in Gießen. Friedberg: Actuariatsaspirant Karl Hohenstein in Altenstadt. Grünberg: Actuariatsaspirant Ludwig Kohlheyer in Vilbel. Herbstein: Actuariatsaspirant Karl Heutzenröder in Ortenberg. Schotten: Actuariatsaspirant Konrad Lind in Schotten. Vilbel: Actuariatsaspirant Wilhelm Stein in Vilbel- Mainz: Actuariatsaspirant Wilhelm Hirt er in Alzey. Actuariatsaspirant Philipp Mann in Bingen. Alzey: Actuariatsaspirant Albert Ludwig Fritz in Alzey. Bingen: Actuariatsaspirant Johann Heinrich Maus in Wallertheim. Oppenheim: Actuariatsaspirant Peter Engel in Mainz. Osthofen: Actuariatsaspirant Johann Ittel in Worms. Worms: Actuariatsaspirant Heinrich Zimmermann in Mainz. Hesterrerch. Wien, 29. Septbr. Meldung der „Presse" aus Serajewo: Der Proceß gegen Hadschi Loja wurde am Samstag beendet; derselbe ist zu 5 Jahren schweren Kerker verurthetlt und vorgestern Nacht nach Theresienstadt in Böhmen transportirt worden. — Abends. Meldung der „Polit. Corresp." aus Konstantinopel vom 28. d.: Die internationale Commission hat die militärische Grenzregulirung zwischen Bulgarien und Ostrumelien beendigt und dieselbe mit 5 Stimmen gegen die russische Stimme angenommen, während der französische Commissar sich der Abstimmung enthielt. IranLreich. Paris, 29. Septbr. Die offictellen Kreise Frankreichs fließen wieder einmal von Friedensliebe über. Zwar hat der Besuch des Kaisers im Elsaß und die glänzende Heerschau in der französischen Presie mancherlei feindliche und gehässige Bemerkungen Seitens galliger Chauvinisten gefunden, aber die gemäßigte Republik steht angeblich allen solchen Gehässigkeiten fern und desavoutrt sogar ein Mitglied der eigenen Regierung, wenn es, wie Herr Lepeyre in Mömpelgard und Belfort, nicht reinen Mund zu halten weiß. Die kleinen deutschfeindlichen Eretgntfle in Parts ziehen sich auf ganz private Kreise zurück; höchstens nimmt von ihnen ein Wtnkelblatt oder eine beliebte Chansonette Notiz und auch dann sucht die Censur ihre Freundschaft für Deutschland zu bekunden. Man erlebt endlich das merkwürdige -Schauspiel, daß eine so mäßige Aenderung in der großen Politik, wie sie die deutsch-österreichische Allianz durchführt, in Paris als etwas selbstverständliches betrachtet und kaum des Aufsehens werth gehalten wird. Kurzum, mit mehr Recht als das Kaiserreich vermag die Republik zu sagen, sie sei der Friede. Diese Stimmung ist offenbar eine zu freundliche, als daß sie nicht verdächtig sein sollte Man wird daher gut thun, an ihrer Aufrichtigkeit etwas zu zweifeln, und sie mehr als das Product einer politischen Nothwendtgkett, denn als wahre Sympathie, die wir auch nicht verlangen können, zu betrachten. Frankreichs Staatsmänner sind klug. Was haben sie davon, wenn sie ihren Aerger über das herzliche Einvernehmen zwischen Deutschland und Oesterreich verlautbaren? Grevy, Waddington und selbst Gambetta ziehen es vor, zu schweigen, aber dabei fühlen sie überhaupt, wie das gesammte französische Volk, daß mit dem Besuche Bismarck's in Wien alle Hoffnungen auf eine künftige Bethetligung Oesterreichs an einer deutschfeindlichen Revanche-Liga eingesargt sind. Die französischen Staatsmänner stehen am Grabe dieser Hoffnung, und weil ihnen die Leichenbittermiene nicht gefällt, so heucheln sie Gleichgültigkeit. Im Grunde aber sind sie um so mißgestimmter, als ihnen sogar die Hoffnung benommen ist, daß Oesterreich bet einem Revanche-Werk wenigstens neutral geblieben wäre. Die Allianz bedroht Frankreich nicht, aber die Heeres- solge Oesterreichs, wenn Deutschland von Osten ober Westen, oder von beiden Seiten zugleich bedroht werden sollte, ist doch ein sehr unangenehmer Faktor in der politischen Rechnung der Zukunft. Fürst Bismarck hat bereits in Wien, um jede Mißdeutung des Einvernehmens Deutschlands und Oesterreichs in der Ortentpolttik, wie überhaupt auszuschließen, dem französischen Botschafter Teifferenc de Bort seinen Besuch gemacht, und voller Courtotste es verstanden, Frankreich die bittere Pille verzuckert etnzugeben. Nußland. Petersburg, 29. Septbr. Telegramm aus Beurma vom 16. ds.: Während einer Recognoscirung am 9. ds. bei Heoktepe begegneten den Ruffen große Masten Tekke-Turkemenen, welche sich in Denziletepe stark befestigt hatten und verzweifelten Widerstand leisteten. Die Rusten beschosten 6 Stunden lang aus 12 Geschützen den Aul, woselbst sich über 30,000 Tekke-Turkmenen befan- den und besetzten am Abend die äußeren Befcstigungswerke. In der Nacht flüchteten die Turkemenen nach Verlust von mehreren 1000 Mann. Der russische Verlust betrug: 7 Officiere, 178 Soldaten tobt, 16 Officiere 234 Soldaten verwunde:. Telegraphische Depeschen. W«gner'S tclegr. Correspondenz - Bureau. Hamburg, 30. Septbr. Heute Nacht gegen 3 Uhr explodirte auf der Süderelbe unweit Harburg der Ewer des Pulverschiffes „Boothby" aus St. Pauly, an besten Bord noch 3 Wagenladungen Pulver waren; die Besatzung des Fahrzeuges, aus 3 Mann bestehend, sowie angeblich einige in der Nähe fischende Fischer wurden getödtet. In Harburg und Hamburg wurde durch den Luftdruck mehrfacher Schaden verursacht. London, 30. Septbr. Das „Reuter'sche Bureau" meldet aus Simla: Dalka wurde am 29. ds. ohne Widerstand besetzt. In Kabul herrscht Ruhe. General Roberts hatte gestern eine Unterredung mit dem Emir, welcher versprach, durch Stellung von Transportmitteln und Proviantvorräthen Hülfe leisten zu wollen. Bukarest, 30. Septbr. Der Fürst von Bulgarien ist heute Mittag auf dem Bahnhofe von Cotroceni, wo der Fürst Karl mit einer glänzenden Suite und sämmtliche Minister zum Empfange erschienen waren, eingetroffen. Die Begrüßung zwischen beiden Fürsten war eine äußerst herzliche. Straßburg, 30. Septbr. Nachdem der Oberpräsident v. Möller gestern eine große Anzahl Abschiedsbesuche von Beamten, Mitgliedern des Lan- desausschufles, von dem Directorium der Kirche Augsburger Cvnfesfion, sowie Notabeln des Landes empfangen und heute sich von seinen näheren Beamten verabschiedet hatte, reiste derselbe heute Mittag um 1 Uhr 10 Min. über Mainz und Frankfurt nach Kassel ab. Auf dem Bahnhofe waren der Gouverneur, General Schkopp, die Generäle Bauer und o. Ziemiatzky, sowie die Spitzen der Cioil- und Stadtbehörden versammelt. Von diesen verabschiedete sich Herr v. Möller in sehr herzlicher Weise. Damen überreichten dem Scheidenden Blumensträuße. Heute Nachmittag 3 Uhr ist Staatsseeretär Herzog, von einer Anzahl von Beamten empfangen, hier ein« getroffen. Herr v. Puttkammer ist gestern, Dr. Mayr letzte Nacht, Herr v. Pommer-Esche heute Mittag angekommen. Der Stadthalter Feldmarschall v. Manteuffel wird erst morgen erwartet. Madrid, 30. Septbr. In Folge der Beschlagnahme von compro- mittirenden Papieren, welche im Besitze von Officieren der Armee gefunden worden, wurden in Saragoffa mehrere Personen verhaftet. Die Schlußscene des Zulukrieges. Während König Cetewayo, dessen Gefangennahme vor acht Tagen in der „Köln Ztg." ausführlich erzählt wurde, an Bord des Dampfers Natal als hoher Kriegsgefangener sich auf der Fahrt nach dem Cap befand, um einstweilen im dortigen Fort untcrgebracht zu werden, hatten sich in Ulunvi seine früheren Getreuen, darunter die obersten Häupter des Zululandes, eingefunden, um aus dem Munde Sir Garnet Wol- seley's die Grundzüge der künftigen Verwaltung des unterworfenen Landes zu erfahren. Es war gewissermaßen die Schlußscene des Krieges und gar interessant war der Anblick dieser merkwürdigen Versammlung. Sämmtliche anwesende Zulus erschienen in ihren Festgewändern und wurden in einem Viereck aufgestellt, in dessen Mitte die englische Flagge aufgepflanzt war. Beim Erscheinen Sir Garnet's begrüßte ihn die schwarze Versammlung mit lauten Rufen, worauf er mit seinem Gefolge die für ihn bereitstehenden Sitze einnahm. Auch für die Häuptlinge der Zulus waren Stühle beschafft worden. Den Ehrenplatz nahm Urnnyana, der frühere Premier Cetewayo's, ein. Abseits von ihm etwas getrennt saß der oft erwähnte John Dünn. Hinter ihnen saßen und standen die übrigen, während der gesammte Stab des englischen Oberbefehlshabers sich hinter des letzteren Sitz den Schwarzen gegenüber aufgestellt hatte. Sir Garnet's Ansprache, die über eine Stunde dauerte, wurde von Herrn Shepstonc Satz für Sah den anwesenden Zulus verdolmetscht. Sechs Jahre, so bemerkte er ihnen, seien es gerade, daß die Krönung Cetewayo's mit großem Glanze stattgefunden habe, und wenn er jetzt enthront und gefangen sei, so habe die Schuld lediglich an ihm gelegen, da er die dazumal gegebenen Zusagen wiederholt gebrochen, einen Aufruhr gegen England angestiftet und zuletzt einen Krieg gegen dieses begonnen habe Wohl sei die Königin von England milde und großmüthig im Verzeihen begangener Fehler. Aber wo es unumgänglich nothwendig sei, einen Feind zu vernichten, da zeige ftc entschlossen ihre gewaltige Macht. Dies habe sie nun im Zululande bewiesen. Cetewayo werde für alle Zeiten aus dem Lande verbannt bleiben, das Land werde unter die obersten Häuptlinge getheilt werden, die alle gleich hohen Rang besitzen sollten, und zu hoffen stehe, daß Cetewayo's Niederlage und Ende allen Denen, die sich zur Vertragszeichnung eingefunden, eine Warnung sein werde, selber jedweden Treubruch zu vermeiden. Nach diesen einleitenden Worten setzte er die Grundzüge der zukünftigen Verwaltung und die Bedingungen auseinander, die von den Häuptern der neu abgegrenzten Bezirke getreulich erfüllt werden müßten. Jeder einzelne der elf Punkte wurde von Sir Garnet erklärt, was man auf gut deutsch „motioirt" heißt; am Schlüsse aber bedeutete er die Häuptlinge in eindringlicher Weise, daß ihr Land kraft des Rechtes der Eroberung der Königin von England zu eigen sei und daß die Häuptlinge es als einen Beweis der Gnade betrachten müßten, daß es ihnen hiermit zur freien Verwaltung zurückgegeben werde. Mit dieser Auseinandersetzung schienen die anwesenden Zulus denn auch vollständig zufrieden zu sein und die Versammlung trennte sich unter landesüblichen Ergebenheitsbezeugungen. Auch in der Capcolonie herrschte im Großen und Ganzen Befriedigung über den Ausgang des unwillkommenen Krieaes. Doch fehlte es nicht an Stimmen, die gegen die Friedensbedingungen lebhafte Bedenken äußern, in so fern, als ihrer Meinung nach eine vollständige, offen eingestandene Einverleibung des eroberten Landes zweckmäßiger gewesen wäre, und es überaus fraglich sei, ob die britischen Residenten durch ihr bloßes Ansehen im Stande sein würden, einen Bruch der beschworenen Bedingungen hintanzuhalten. Was den gefangenen König betrifft, so benahm er sich mit großer Würde und ruhiger Ergebung in sein Schicksal. Die Engländer ihrerseits bezeigen ihm gegenüber diezenige Rücksicht, die der Sieger einem bezwungenen tapferen Feinde schuldig ist. Er wird vor zudringlichen Gaffern geschützt, mit Ehrerbietung behandelt, und wenn sie ihn aus politischen Rücksichten für immer von seinem Vaterlande fern halten müssen, so werden sie doch Sorae tragen, daß seine Verbannung eine erträgliche werde und er mit den ©einigen (drei Frauen, einer Tochter und vier Dienern) ein seiner früheren Stellung entsprechendes Dasein führen kann. (Köln Ztg.) Lokales. Gießen, 1. October. In hiesiger Stadt ereigneten sich in der Woche vom 21. bis 27. September im Ganzen 6 Todesfälle. Von 2 Kindern im ersten Lebensjahre erlag bas eine einem Darmkatarrh, das andere einer Gehirnentzündung. Bei 4 Erwachsenen ex folgte btt Tod je einmal durch Schlagfluß, organische Herzkrankheit, Leberentartung und in Folge Zerschmetterung eines Oberschenkels. 0. Gießen, !• Octbr. Heute Vormittag wurde durch Herrn Geheimerath Hallwachs aus Darmstadt unter Anwesenheit sämmtlicher Gerichtsbehörden im Schwurgerichtssaale des Justizgebäudes die neue Gerichtsordung inaugurirt. Gießen, 1. October. Gestern Nachmittag meldete sich auf der Polizei dahier ein lunger Mann von gutem Aussehen, aber gänzlich mittellos, mit bem ©enterten, baß er am 26. to. Mts. in Frankfurt in einem Gasthause, wo er logirte, biverse Kleidungsstücke gestohlen habe Er habe biese für 3 Jt sofort wieber verkauft, das Geld sei aber nun auch alle und da er nun bereits verfolgt würde, wolle er sich freiwillig stellen. Seinem Verlangen, ihn zu behalten, wurde seitens der Polizei bereitwilligst entsprochen. V e r m i s ch t eS. Witten a. d. R., 24. Sept. Der „Köln. Ztg." wird von hier geschrieben: Zu Ihrer Mittheilung über die in der Nacht vom Montag auf DienStag um 1'/. Uhr beobabachtete meteorische Erscheinung läßt sich von hier aus folgender Beitrag liefern. Es würbe hier um bif angegebene Zeit eine heftige Erschütterung wahrgcnornmcn. Man hielt bieselbe allgemein für ein Erdbeben. Unseren drei Banquierß in der Poststraße freilich stieg der Verdacht auf, eS seien tb« Geldschränke durch Dynamit gesprengt worden (wie es leider in der That vor einigen Tagen in den Bureaux einer benachbarten Zeche vorgekommen), und sie durchsuchten ihre Häuser; auch wurde ihnen die Bestätigung ihrer Befürchtung glücklich erspart. In vielen Häusern hallen die Gläser geklirrt, in einer Apotheke waren Bilder herabgestürzt und viele Bewohner der Stadt suchten die Straße zu gewinnen in der bekannten Angst, die den Menschen beim Erdbeben erfaßt Da indesien manche die Feuererscheinung beobachtet hatten, glaubte man wohl an eine Explosion der 11/? Stunde von der Stadt gelegenen Dynamitfabrik. Doch nichts fand sich bestätigt- nur die Mittheilung in Ihrem heutigen Ersten Blatt scheint die richtige zu sein, daß ein Meteor den Dunstkreis der Erde erreicht hat. Vielleicht findet sich durch andere Nachrichten noch weitere Aufklärung. (Auch in Gießen wurde in gedachter Nacht das Meteor beobachtet. Beamte der Post schildern das Licht so intensiv hell, daß sie im Momente die Packet-Abrcflen im Posthofe lesen konnten. D. R.) — In Madrid ist kürzlich der Thirrbändiger Karoly während einer Production von einer Boa Constrictor erdrücke worden. Er hatte die gelehrige Schlange wie gewöhnlich um den Leib sich winden lasten, als sie plötzlich ihre Ringe enger zog. Karoly stieß einen heiseren Schrei aus, mehrere Zuschauer applaudirten, in der Meinung, es handle si um eine neue Schaustellung, aber der unglückliche Thierbändiger war binnen wenigen Augenblicken zerdrückt ntag den 3. von Vormittag WM hiesige tWtt zwetschrn i 000 Dirnen, meis werden. «rtnfngen, ben B-rg« Mgei Eine Part LZ- •Äs " lnn8W»ir : ÄL Don compro» n" gesunden 1 ?)er „Köln W Kriegs: 1 dortigen Fott darunter die :r Garnet 5t$ )u erfahren, llt war der Anus erschienen in Mitte die eng- 'grüßte ihn die lge die sür ihn -ren Stühle be- ier Celcwayo's, ■ Hinter ihnen n Oberbefehls.- llt hatte. Sir ohepstonc Satz lerfte er ihnen, gefunden habe, biglich an ihm einen Aufruhr i habe Wohl ngener Kehler, i zeige sie ent- itn. Cclemyo »erde unter die zrn svilten, und iit sich zur Deren Treudruch zu der zukünftizen : bet neu abge- F Punkte wurde i Schluffe aber ast des Rechtes uptiinge es als ien Verwaltung wesenden Zulus ch unter landes- im Großen und Do» fehlte es enken äußern, in ne Einverleibung aglich sei, ob die )tn, einen BrA en König betch, i Schicksal- Die der Sieger emm Gaffern gelchuSl sichten für num tragen. Mfig rei Krauen, Mn — LKi Ää!: e&r. en u fanb I** : 4 btibach'^ rtn anf nt'J' „flick'" r" ii 'Wi, 2 b“?«n, 'W". kii Mm. üb-, 2" ®««= *, fo»|t ’’le» An- 3 Uhr it ' hier ein. W Herr i"bmarschall jflje Dom 21. bis Mtt »lag d°S isenen ttsolgte w inb in Folg’ > -th tzallwach» iMsf-ale des M-l dahin e5 NUN auch Verlangen, Mi Heber eine Stunde hielt die Schlange, bei sich Niemand zu nähern wagte, den Leichnam; endlich wurde eine Schale Milch in ihren Käfig gestellt, worauf sie sich langsam von dem Leichnam abwickel^u^d r^chren^Kafig^^ch ^trefflichen Wochenschrift „Isis" an alle Freunde der c>ac.d folgende Bitte: Uebereinstimmende Berichte aus Den einander am entferntesten liegenden Gegenden unseres großen deutschen Vaterlandes besagen, daß in diesem Jahre die Anrabl der Hasen und Rebbühner überall eine außerordentlich geringe sei. Es ist ja erklärlich, daü aerade diese beiden Wildarten in Folge der ungünstigen Witterung viel mehr gelitten haben 1,» iemals vorher. In Anbetracht desien, daß der Hase sowohl als auch das Rebhuhn gegenwärtig gewisiermaßen nur noch Hauöthiere sind - deren Dasein unter den obwaltenden Cultur- verhältnisien ohne den Schutz und die Hegung des Menschen kaum mehr möglich Ware - bitte ich alle Jäger, Jagdfreunde und Jagdberechtigte dringend darum, daß sie in diesem Jahre ein- mal hochherziger Weise ein Opfer bringen mögen; ich bitte, baß in sämmtlichen deutschen Jagdbezirken in der Jagdzeit 1879—80 Hasen und Rebhühner wenn möglich gar nicht geschosien werden. Wenn diese Bitte allentbalben ohne Erfüllung bliebe, so würden, davon bin ich fest überzeugt, an vielen Orten beide Wilvarten völlig ausgerottet und es dauert bekanntlich stets eine gar lange Zeit, bis solche Thiere sich wieder anfinden und vermehren. Sollte daher eine Enthaltsamkeit für diesen außergewöhnlichen Zweck nicht viel zweckmäßiger sein, als wenn man in unbedachtsamer und verständnißloser Weise jede derartige Rücksicht außer Augen setzen wollte? Die Jagd ist heutzutage nicht mehr ein bloßes leeres Vergnügen, sondern sie hat eine volks- wirthschaftliche, ja, selbst eine eulturliche Bedeutung — und dieser eingedenk mögen doch alle Jäger handeln. Auch in England, Dänemark, Schweden, den Niederlanden, Oesterreich-Ungarn, Oe'sterretchtsch- und Russisch Polen u. s. w. sind die Wahrnehmungen, daß das Wild sehr Der* rtngert sei, übereinstimmend. Allgemeiner Anzeiger. Markt-Anzeige. 6412) Der im Landkalender auf den 15. 1. Mks. anqezetgte Herbst- markt zu Nidda ist mit regierungsseitltcher Genebwiaung auf Montag den 6. October lfd. Jahres verlegt worden. Dieser Viehmarkt wird in diesem Jahre sowohl für das Viehhande! als auch für das qeschäftstreibende Publikum ein besonderes Interesse bieten, da mit dem Vieh-Markt auch zugleich die Abhaltung eines Zuchtbullen- Marktes in Verbindung gebracht worden ist, die Prämiirung von Zuchtbullen, Vorführung einer Anzahl in der Schweiz aufgetaufter Bullen und Versteigerung derselben vorgenommen wird. Auch die Berloosung von Vieh und landwirthschaftlichen Geräthen findet zugleich Statt und wird das zur Berloofung kommende Vieh nur von dem zu Markt gebrachten Vieh entnommen werden. Nidda, den 29. September 1879. Großherzogliche Bürgermeisterei Nidda. Nullmann. 6369) Die leihfülligen 116 Trieb- viertel der Stadt Gießen sollen Freitag den 3. Oktober d. I., Nachmittags 2 Uhr, anderweit auf sechs Jahre verpachtet werden. Zusammenkunft am Schützenhof. Gießen, den 29. September 1879. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. A. Dram m.__ ___ Donnerstag den 16. Oktbr., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht bje Immobilien des Johannes SchneiderII, als: Flur. Mtr. 39/77z4 393 Hofraithe am Wreseckerweg 3»/77,g 1076 Grabgarten daselbst meistbietend versteigert werden. Gießen, den 2. September 1879. Großherzogl. Ortsgericht Gießen. 5711) Müller. Obstverlteigerung. Freitag den 3. Oetbr. d. I, von Vormittags 10 Uhr an, soll das hiesige Gemeindeobst meisten- theils Zwischen und einige Bäume voll Birnen, meistbietend versteigert werden. Grüningen, den 27. Sepibr. 1879. Großh. Bürgermeisterei Grüningen. 6343) Leidig. Jettgeöolerres. 6409) Eine Parthie feinster Hühner unb Racetauben billig abzugeben. Näheres in der Exped. d. Bltts.___________________ Gutsverkauf. 6416) Ein Gut von 200 Morgen, zwei Stunden von Gießen entfernt, ist unter günstigen Bedingungen zu verkaufen durch I. Blitz, Gießen. 8a. Cervelatwurst, „ Zungenwurst, „ Vraunschw. Leberwurst, „ Corned-Beef im Ausschnitt, „ abgekochren Schinken bei Oe R. 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Ich versäume es daher nicht, meine gebrannten Caffee s nochmals zu empfehlen, sowie ein geehrtes Publikum auf eine neue Sorte feinsten gebrannten I*erl - Calfee a Mk. L 80 aufmerksam zu machen. (5733 Wiederverkäufer erhalten an- aemessenen Rabatt. 'M' Mailyer Sauerkraut versendet (6179 per Vi Ohm k X 22,— i/o „ b. „ 13,— ' 1/4 „ * . 7,50 „ Vs „ ä „ 4,50 „ 100 Kilo im Faß X 14,— qeaen Nachnahme die Sauerkrautfabrik von A. Wlllwohl in Mainz. larielrie Häringe empfiehlt (6399 Gg. Wilh.. Weidig. Klcmgemachtes Holz empfiehlt (6082 H. J. Köhler, Schneidemühle. Bielefelder Hemden - Einsätze empfiehlt zu sehr billigen Preisen (2910 __________H. Rübsaruen. 631/) uin $,;,aar Do^-e.ponny, sehr gut ein- und zw^spännig eingefahren, sind zusammen oder auch einzeln zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. : SIMEONS AUTOGRAPH Anerkannt bester Vervlelfältigungs-Apparat einseitig 8*>, 4°, Folio Mk.4. 6. 9. -2 [zweiseitig » . » » 6. 9. 12 LZ Emballage 35 Pf. Tinte 50 Pf. pr. Glas Masse zurSelbstanfert. od. Nachfüll M.3.’ I__Wilhelm Simeon», Höchst a. M Jermiethungen. 6421) Familienlogis, gleich beziehbar, zu vermiethen. Georg Weber, ___________ Neue Baue B. 90. 5465) Em möblirles Zimmer zu oer- miethen bei C. Fr. Eonrad, Friseur, ___Mäusburg 48.______ 6402) Ein möblirtes Zimmer in der Nähe der Caserne, Lindengasse A. 229, ist zu vermiethen. 2174) Ein Logis im Freien, erster Stock, 4—5 Zimmer mit Zubehör, sowie Theil am Garten zu vermiethen und sofort beziehbar. ___________________I. Jutzi. 2737; Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen im Frankfurter Hof. 4154) In unserem Nebenhause ist ein Logis, bestehend aus drei Zimmern rc., zu vermiethen und sogleich zu beziehen. _______________ Flick 4? Kröll. 4668) Wegen Versetzung des Herrn Hofgerichtssecretair Scharmann ist der obere Stock meines Hauses, bestehend auS 5 Zimmern, Küche mit Wasserleitung rc., pr. sofort anderweitig zu vermiethen. _______________ Emil Fischbach. 4670) Der zweite Stock meines Vorderhauses ist per sofort anderweit zu ver- miethen H. Keck, Neuenweg B. 177. 4942) Der zweite Stock meines H^u^es, 6 Zimmer und aller sonstiger Zubeyör, zu vermiethen. ________Karl Bergmann, Gartfeld. 4963) Der dritte Stock unseres Hauses ist per sofort zu vermiethen. _________ Gebr. Stamm. 5396) Zimmer mit Cabinet, parterre, unmöblirt, zu vermiethen. _________________Sonnenstraße B. 62. 5459) Ein Logis, bestehend aus sechs geräumigen Zimmern nebst Zubehör, per 1. November zu vermiethen. Ebenso eine Werkstätte auf sofort. M. Markus, Reichensand 224. 634a) Mehrere kleine Familienlogis zu vermiethen bei Schreiner Hammel, Mühlgasse D. 83. 6349) Ein freundl. möblirtes Zimmer sofort zu vermiethen. Näh. Wallthor 189. 6394) Kleine Wohnung vermiethet Wtlh. Kohlermann Ww., Neustadt 56. 6392) Möblirtes Zimmer zu vermiethen. __Kreuz Lit B. 204. 6367) Ein möblirtes Zimmer zu oer- miethen.______Emil Lotz, Kirchenplatz. 6357) Ein seither von einem Einjährigen bewohntes, gut möblirtes Zimmer ist per sofort anderweit zu vermiethen. Pension nach Wunsch. Näheres ______________________Neustadt D. 85. 6354) Zu vermiethen: Ein kleines und ein großes möblirtes Zimmer. _______________________Seltersweg 10. 6342) Ein kleines Familienlogis mit Zubehör ist sogleich zu vermiethen. ________________H. Kinkel, Conditor. _ 5287) Ein Familienlogis zu vermiethen per 1. December oder früher im Hinter- hause des __Darmstädter Hauses. 3714) In meinem neu erbauten Hause im hinteren Gartfeld sind mehrere kleine und größere Familienlogis mit abg"- schlossenem Corridor und allen Bequemlichkeiten zu vermiethen und alsbald beziehbar^______________W. Seuling. 5712) Der 3. Stock meines Hauses ist zu vermiethen und sofort beziehbar. __________Peter Pitz, Zimmermeister. 5966) Ein gut möblirtes Zimmer per sofort zu vermiethen. ________________Böger, Uhrmacher. 6229) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen.____________Löwengasse E. 160. 6255) Zwei möblirte Zimmer zu ver- miethen bei _____________Aug. Hilgardt, Kreuz. 6262) Ein Mansardenlogis auf sofort zu verm. bei Earl Herbert, Nahrungsb. 6326) Der zweite Stock meines Hauses, bestehend in 3 Zimmern, Küche, Kammer und sonstigem Zubehör, sofort zu vermte- then. PH. Stiehl, Krofdorferstraße 6341) Das seither von Herrn Hofgerichts- dicner Betz bewohnte Logis ist wegen dessen Wegzug von hier anderweit zu ver- miethen._______Aug. Noll im Stern. 2006) 5 Zimmer, Küche rc. im 1. Stocke, gleich beziehbar, zu vermiethen. F. Zöller, Neustadt. 6125) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen bei Ehr. Reiber am Kreuz. 6291) Ein möblirtes Zimmer per 1. Oct tober zu vermiethen. Asterweg A, 103. Mr Einjährig-Freiwillige. 6035) Einige möblirte Zimmer in der Nähe der Caserne zu vermiethen. Emil Schmall (Frankfurter Hof). 5040) Ein Logis von 4 ZimmernH eine Familie oder getrennt zu vermiethen bei Dr. Bindcwald. Vermischte Anzeigen. 6410) Eine Frau, welche aus Nähen geht, hat noch Tage frei. Näheres im Katzenftein'schen Hause auf dem Marktplatz. Zwetfchen zum Brennen kauft die Destillation von Mayer Katz, 6414) Steinbach. EhTHaus zum Alleinbewohnen per Anfang nächsten Jahres zu miethen oder zu kaufen gesucht. Näheres Kreuz Lit. B. 114.______(64?8 6391) Meine Wohnung befindet sich im Lindenhof (Lindenplatz). Greissler, Gerichtsvollzieher. 6417) Die Dame, welche gestern in der Synagoge einen unrechten Schirm mitgenommen, bitte denselben umzutauschen Neftauration Rothenberger. Lotterie zum Neubau einer kath Kirche in (5934 14.1# s Iny en. Staatlich genehmigt. Hauptgewinne: X 43,00u, zweimal X 12,000, 3mal x< 6000 rc. 11 800 Loose gewinnen X 230,000 baar Geld Oeffentliche Ziehung am 24 Februar 1880. Loose ju 2 X versendet gegen vorherige Posteinzahlung die General-Agentur A. & B. Schuler in Zweibrücken. liess. Laudes-Gewerhe-Aasstelluug in Offenbach a. M. Schluß am 6. Oct Abends. Die Ausstellung ist geöffnet von 10 Uhr Vorm. bis « Uhr AbdS. Der Park und die Restaurationen von 9 Uhr Vorm. bis 10 Uhr AbdS. Zwei Concerte, Nachmittag* und Abend*. Tagesbillette \ x Nach Schluß der Ausstellungsräume Eintritt 50 H. Grrosse Verloosung (6336 von Ausstellungsgegenständen. Gesammtwerth der Gewinne 100,000 Mark. a 1 Mark sind in der Ausstellung zu haben. M — Ziehung am 15. October. W Zur Wahl 6426) r r Die Geschäftsführung. 6415) WenzeFs Garten. Sonntag den 3. October wird die Kaiserl. Könial. Kunst- feuerwerkerrn Fräulein Rennebartli aus Berlin ein von ihr aefeiti9te8 gros-artiges Monstre Pracht Feuerwerk persönlich abbrennen. Die noch junge Künstlerin, welche sich seit ihrem 14. Jahre der Pyrotechnik gewidmet, hat bei einem der berühmtesten Meister der Feuerwerkskunst gelernt, dann zu ihrer ferneren Ausbildung in den k. k. Laboratorien von Wien und Berlin gearbeitet und vor mehreren Jahren in Berlin vor der Kgl. Artillerie . PrüfungS-Com- Mtssion rhr Examen brillant bestanden. Im weiteren Verfolg ihrer Laufbahn finden wir sie bald in den größten Städten Deutschlands und des Auslandes mit Ausübung ihrer Kunst beschäftigt und stets waren ihre Feuerwerke von glücklichem Erfolge gekrönt. Die deutsche sowohl wie die ausländische Presse waren des Lobes ihrer Leistungen voll und liegen die günstigsten Beuchte von Weltblättern vor. Um jetzt auch ihre Kunst hier in Gießen zur Geltung zu bringen, wird Fräulein Reniiebartli die neuesten Fortschritte der Feuerwerkskunst durch Arrangirung ihrer großartigsten pyrotech. Nischen Darstellungen veranschaulichen und hofft umsomehr auf gütige Anerkennung, da sie Alles aufbieten wird, um durch Vorführung neuer großartiger Dekorationen in brillanter Farbenpracht den geehrten Besuchern ein Nachtfchauspiel zu bieten, wie es hier noch nie zur Aufführung gekommen ist. Geschäfts - Veränderung. 6411) Hiermit erlaube ich mir zur allgemeinen Kenntniß zu bringen, daß ich aus Rücksicht vorgeschrittenen Alters meine Sortiment-Buchhandlung am 1. d. M. an Herrn Ernst Eelisenfeld aus Göttingen käufliä' abgetreten habe. Indem ich sür das während einer langen Reihe von Jahren mir erwiesene Vertrauen und Wohlwollen verbindlich^ danke, ersuche ich solches auf meinen Herrn Nachfolger geneiatest übertragen zu wollen. Gießen, im October 1879. eines Kirchenvorstandsmitglir-cs, an Stelle des verstorbenen Herrn Kirsch, erlaubt man stch, um allzugroße Zersplitterung der Stimmen zu vermeiden, folgende Herren als dazu besonders geeignet zu empfehlen. Herrn xandgerichtsrath Kullmann, „ Gotöarbciter Julius Noll, „ Lechner Grüneberg. Ernst Heinemann. Im Anschluß an vorstehende Mittheilung des Herrn Heinemann, beehre ich mich, Ihnen ergebenst anzuzeigen, daß ich mit dem heutigen Tage das alte, wohlrenommirte Geschäft übernommen habe und unter der Firma «. Heinemann s Univ. - Buchhandlung und Antiquariat (Fr. E. Fehsenfeld) fortführen werde. — Es wird mein eifrigstes Bestreben sein, durch Solidität, Regsamkeit und Entgegenkommen mir Ihr gütiges Wohlwollen zu erwerben und zu erhalten. Indem ich mich Ihnen somit bestens empfehle, habe ich die Ehre zu 3c*$nen ganz ergebenst Fr. Ernst Fehsenfeld, in Firma E Heinemann s Nniv.-Puchhandlung und Antiquariat. 6422) Unterzeichnete erlaubt sich ihren Kindergarten in empfehlende Erinnerung zu bringen und bittet geehrte Eltern um recht rege Theilnahme. Auch wird ein junges Mädchen, welches Lust hat, den praktischen Unterricht als Kindergärtnerin zu erlernen, angenommen von Melanie 6401) Meine Wohnung befindet stch bei Herrn Restaurateur Schnell, Brandgaffe Nr. 200,1. Gießen, den 1. öct. 1879. August Bauer, Gerichtsvollzieher. Gesucht ein ordentliches Dienstmädchen. Näheres in der Exped. d. Bltts._____________(6418 6429) Zugelaufen ein junger langhaariger gelber Hund. Näheres bei der Exped. d. Bltts. Härtel, Kindergärtnerin. 6423) Ein tüchtiger Schweizer, welcher melken kann und gute Zeugnisse besitzt, gesucht. Näheres Frankfurterstraße 33,1, parterre. 6420) Meine Wohnung befindet stch Asterwcg Kit. A. 125. Bühner, Gerichtsvollzieher. Verantwortliche Redaction.- A- Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Unw.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. ÄS Sie woller Haigmsgelder »* ju »on Wa v ubl; di? S U1 Ä-° 6m,?* »STä W Ünn. ®et I 仫*. Rieben- lautet die UeJeiförl unfein Lesern nicht Der Tag iß j unseres neuerstandene Volks- und seines R barer Kitt verbindet Bevölkerurg; iras t ermöglicht, ivas die fortgesetzt haben, da pflege gekrönt. Die Deutschen Reiche in Männer, die so ost gepriesen hatten, mi an der Isar ihre H wären sie Nachbarn vermehrte unb H«/si sich ii)m stemme. Das Deut RechteMe; jeder oaib der zibheren Ei Den Rechtsgelehrten sprächen in anderen ergreifenden Mcheg Recht, ein eircheM was unter diesem R and Zusammenstellu canomscher Grundlc allen Ecken und En mhlbar; mit zünde! Trompeter: C (5 2 U L G L Ä T M