5: *4k ? !» und fl 8 i e. n *Wa ii - i * ® ® 5 i ^'Expedition fw Gießen WJ *5^29 «. S~55h‘S S ?Aä 5 u»SB ’ c o.ia I5M-S ‘111= - ?5il ( g Ämtern ft.? ,"-Ä' VS» Ätt». ;en, । I in gu''U8nge JB unb ,1 eine st besitzt. Werst werben g«rt ch unter Mabe - 6. 733 Mbie i. ___■ enJrtthi-Mzu 'm Herrn MH, ch ich nidÄfjr t meinem W'e, ?r. 164, git. ammtl Sn, nben Ste^Men bien. ?lditnng5oÄ itl BaiW Abends 8 Uhr, M §s ist. Karten. L / X, ehe) zu haben lotend. Ähr: 'cf. §• 14 b-r «wart. iMieib einen Kamille (55n* zt die Ekped. ;1, usteUwiS- ggeg -keS« |iud nr °l"! ik Abschied i T? gönnt« itv' gfe Mx. 203» Dienstag den 2. September 1870. idiener Änreiger A»?eige- und AmtsNatt flr htn Kreis Gießen. Re-chetiorrSbttrekM r 1 Expedttion-bureau r / Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mft Ausnahme des Montag- Preis vierteljährlich 2 Mart 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mari 50 Pß» Amtlicher Iheil. Gießen, am 28. August 1879. Betreffend: Den Ausschlag der Kreisumlagen für 1879. Das Großherzoglichc Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nach einer Anzeige des Rechners der Kreiskaße sind noch viele Gemeinden mit Bezahlung der Kreisumlagen für 1879 im Rückstände. Sie wollen daher, soweit es noch nicht geschehen ist, die Rechner anwetsen, die betreffenden Beträge alsbald an die Kretskaffe (Rechner Grüneberg dahier) zu bezahlen. I. V. d. K.: Nover, Kreis affeffor. Gießen, am 28. August 1879. Das Großherzoglichc Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien nnd Localpolizeibeamten des Kreises. Da mit dem 1. October l. I. Ihre Stellung als Localpolizeibeamte eine ganz andere wird, als setthed, empfehlen wir Ihnen als Anleitung für Ihr künftiges Verhalten das Merkchen: „Die Thätigkeit der Polizei in Straffachen" von Haller, welches Buch bei Arnold Berg st räßer in Darmstadt erschienen und in jeder Buchhandlung im Preise von nur 60 Pfennig zu haben ist. I. V. d. K.: ________________________________________Nover, Kreisaffeffor.__ Gießen, am 30. August 1879. Betreffend: Die Feier des Geburtstages Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs. Die Großherzoglichc Krcis-Schlll-Commission Gießen ) ■> an die Schulvorstände des Kreises. In den ersten Tagen wird Ihnen das in rubricirtem Betreff erlaßene Ministertalausschreiben vom 22. d. zur Kenntntßnahme nnd Nachachtung zugehen Ein :mplar ist für den Schulvorstand bestimmt und jedem Lehrer ein Exemplar zuzustellen. I. V.: Dr. Hoffmann, Regierungsrath. Kolilisch ZUM Sedantage 1879. Keine Kriegsbotschaft ist begeisterter ausgenommen worden in Deutschland als die Nachricht von dem Falle Sedans und der Gefangennahme Napoleons HI. Das Volksurtheil bezeichnete sofort von da an das Schicksal Frankreichs als entschieden. Das Fest von Sedan hat eine Art natürlichen Ursprung und deshalb läßt es sich sein Existenzrecht nicht verkümmern, so sehr auch gerade die Wahl des 2. Septembers zu einem nationalen Festtage angefochten worden ist. Das Volk hat ihn einmal in den verschiedensten Gegenden gefeiert und nach und nach ist die Feier osficiell geworden. Das Fest war um so freudiger, je frischer die Erinnerung an die großen Thaten der Armee und an die Gründung des Reiches, je einmüthiger die Arbeiten aller politischen Parteien waren, das Reich aus eigene Füße zu stellen, je munterer der Milliardensegen herabregnete und je höher Deutschlands wirthschaftlicher Aufschwung stieg. Wenn wir freilich heute um uns schauen und so manche Er- lebniffe Revue passiren laffen, welche uns nicht zur Ehre gereichen, wenn wir endlich den verblendeten Kampf der Parteien und dabei mancherlei Noth im Lande sehen, da tritt wohl die Frage an uns heran, ob wir nicht am besten thäten, gar keine Feste zu feiern. Untröstlich ist's noch allerwärts! Und dennoch sollten wir zufriedener sein, als wir stnd I Mag auch eine kleine rückläufige Bewegung den Entwickelungsdrang, der etwas zu stark fich äußerte, hemmen, wir brauchen wahrlich nicht zu verzagen und können uns ruhig eines nationalen Festes freuen. Es gtebt in vielen großen Fragen, besonders in der wirtschaftlichen Entwickelung eines großen und neugeschaffenen Organismus wie Deutschland, keine Unfehlbarkeit. Möchte es daher mehr unser Streben, wie Zweck der Zukunft sein, nicht die Erbitterung, welche an stch unfruchtbar für das Volkswohl ist, zu schüren, sondern die streitenden Parteien zu versöhnen und sie wieder der Förderung gemeinsamer Culturaufgaben zuzuführen. Auch Fürst Bismarck, so sehr er jetzt verketzert wird, ist nicht der Mann, der aus der Verwirrung des Volkes Nutzen ziehen will oder etwa einen dauernden Ersolg zu erringen glaubt, wenn er an die Unwiffenheit und die Leidenschaften appellirt. Viele Anzeichen, besonders bedeutende Erschütterungen in der auswärtigen Politik, deuten darauf hin, daß er große Zwecke verfolgte, wenn er Deutschland wirth- schaftltch unabhängig und aus sich selbst gestützt hinstellen und die Versöhnung mit Millionen von Katholiken beschleunigen wollte. In allen diesen Dingen ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Sicherlich aber hat Fürst Bismarck sein eigenes Wort von 1866 noch nicht vergessen: „Wir haben nur einen zuverlässigen Alliirten, — das ist die deutsche Nation!" Das wirre Treiben, welches wir jetzt in vielen Gegenden erblicken, wo gesprengte Parteien mit Mühe zu neuen Gruppen fich zu einigen suchen, kann nicht andauern; — es muß in Kürze wieder ein klärender Gedanke sich Bahn brechen, welcher der Nation den richtigen Weg weist. In diesem Gedanken müßen Regierung und Volk wieder Berührungspunkte und wiederVerßändniß und Liebe für gemeinsame, politische Arbeit finden. er Theil. Darum begrüßen wir den Sedantag diesmal wie eine Mahnung, ein anderes Wort auf Deutschlands Fahnen zu schreiben, als inneren Kampf und Zwietracht der Parteien. Der Tag der hehren Erinnerung an die patriotische Erhebung des Volkes, an die Siegeszüge der Armee und an die Geburt deS Kaiserreichs mahnt uns gebieterisch zum inneren Frieden und zur Einigung, und aus den Gräbern ruft die Stimme der theuren Todten, uns ihrer Opfer werth zu zeigen. Warum zagen und klagen wir? Ist es Jahrhunderten nicht gelungen, Deutschland zu ruiniren, so wird es auch den Streit seiner Parteien überstehen. Noch sehen wir das deutsche Reich einig in seiner Liebe zu einem milden und gerechten Kaiser, noch kann es stolz sein auf seine Stimme im Weltconcert und auf seine Staatsmänner, noch ist das Volk einig in ehrlicher Arbeit, in Sitte und Gesetz, in Kunst und Wissenschaft, noch ist es einig in dem Ruse: „Deutschland, Deutschland über Alles I" So möge es denn der Tag von Sedan auch an seine Einigkeit im Innern mahnen, an den gemeinsamen Weg aller Guten und Mäßigen, deren einiges Kämpfen ein Sedan erzielen möge, bei welchem Revolution und Reaction vernichtet werden. Deutschland. Berlin, 29. August. Die „Post" bringt heute den von Aegidi, Be- thusy-Huc, Franckenberg, Kardorff, Kräh, Stengel, Thilo und Zedlitz unterzeichneten Wahlaufruf der Freiconservativen. Im Eingänge wird erklärt, die freiconservative Partei glaube von der Ausstellung eines eigentlichen Partei- Programms umsomehr absehen zu dürfen, als sie in der Vergangenheit die Grundsätze genugsam bestätigt zu haben glaube, die ihr auch künftig zur Richtschnur dienen würden. Bezüglich des Culturkampfes heißt es in dem Aufrufe: Die Partei beklagt tief den noch immer fortdauernden Zwiespalt innerhalb der Bevölkerung, welcher einen großen Theil unserer Mitbürger bisher von einem gedeihlichen Zusammenwirken mit der Mehrheit derselben vielfach fern- hielt. Aber wie sie ihrerseits den gegenwärtigen Kampf niemals als religiösen oder consesstonellen, sondern immer als vorwiegend politischen auffaßte, so glaubt sie, daß eine feste Grundlage für die Wiederherstellung dauernder Eintracht nur gewonnen werden kann durch eine tatsächlich gleichmäßige Unter» ordnuna aller Staatsbürger und Parteien unter die Gesetze des Landes. Berlin, 30. August. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Die Behauptung italienischer Blätter, daß sich der italienische Ministerpräsident Cairoli durch den deutschen Botschafter in Rom, v. Keudell, eine Zusammenkunft mit dem Fürsten Bismarck erbeten, Letzterer aber abgelehnt habe, ist nach zuverlässiger Auskunft vollständig aus der Luft gegriffen. Von keiner Seite ist der Versuch eines Gedankenaustausches über eine Zusammenkunft gemacht worden. — Die „Nordd. Allg. Ztg.", indem ste darauf hinweist, daß die bei irgend welcher amtlichen Veranlaffung von dem gegenwärtigen Cultusminister gesprochenen Worte von einem Theil der Preße in einer Weise commenitrt wurden, welche weniger das Bestreben objectiver Berichterstattung als die Absicht erkennen laße, die Amtsführung deS Minister- gleich im Beginne in der Meinung des Publikums möglichst herabzusetzen, fommt auf die von der Wahrheit abweichende Darstellung des Besuches des Ministers in dem Cösliner Schullehrer-Seminar und seiner dabei gclhanen Aeußerungen zurück, flieht bte Darstellung des Vorganges nach dem Bericht eines zuverlässigen Gewährsmannes unb theilt ben Wortlaut bet von bem Minister an bie Abiturienten gerichteten Mahnworte mit. Berlin, 29. August. Bezüglich bes Marketenderwesens ist in ber deutschen Armee kürzlich insofern eine Aenberung eingetreten, als im Falle bcs Ausbruches eines Krieges bie Marketender sämmtlich aus der Zahl der Landwehr- resp. Reservemannschaften gewählt werden. Dieselben haben eine entsprechende Crution zu leisten und stehen im Unterofficiersrang. — Vom Centralverband der Kaufleute Deutschlands ist ein Delegirten- und allgemeiner Verbandstag ausgeschrieben worden, welcher in den Tagen vom 14. bis 16. September in Leipzig stattfinden wird. In erster Linie wird bie Frage ber Consum- unb Hausfrauen-Vereine zu Berathung gelangen. In dieser Hinsicht sind sehr weitgehenve Anträge angekündigt, und zwar nicht nur aus Besteuerung der Consum- und Hausfrauen-Vereine in sämmtlichen Staaken Deutschlands, aus Beschränkung derselben lediglich aus Vertheilung der noth- wendigsten Lebensbebürsnisie unb Verbot des Verkaufs an Nichtmitglieber, sonbern es ist auch ber Antrag gestellt, barauf hinzuwirken, baß activen unb pensiontrten Staats- unb Gemeinbebeamten, sowie Osficieren und Lehrern die Betheiligung an Consum-Veretnen verboten werde, ferner ein Antrag, die allerhöchsten Personen, welche ein Protectorat über Hausfrauen- und Consum- Vereine übernommen Haden, zu ersuchen, dasselbe niederlegen zu wollen. Berlin, 29. August. Es wird bestätigt, daß bei der deutschen Telegraphie fernerhin weibliche Beamte nicht mehr angestellt werden sollen. Jetzt sind allein im Großherzogthum Baden 76 Telegraphistinnen im Dienst und außerdem noch 220 m Berlin, Hamburg, Stettin, Königsberg, Breslau, Leipzig, Dresden u. s. w. beschäftigt. Magdeburg, 29. August. Hier tagte am 24. d. d/r 6. deutsche Kriegertag. Die Verhandlungen bezogen sich fast nur auf innere Angelegenheiten. Hinsichtlich der Mission des Generals v. Glümer betreffs der Vereinigung aller deutschen Vereine und Verbände unter dem Proteclorate des Kaisers sei dem bez. Referate nur entnommen, daß das durch die bestehenden Verhältniffe mehr oder weniger erschwerte Werk namentlich dadurch noch nicht so recht vorwärts gekommen ist, daß der bayerische Veteranen- unb Kampf- genoffenbmib sich bem Project vollständig ablehnend gegenüber verhalten und kategorisch erklärt hat, sich nicht unter des Kaisers Protectorat zu stellen, eine traurige, aber leider nicht zu ändernde Thatsache. Ferner sind auch diplomatische Schwierigkeiten vorhanden, denn der König von Bayern ist Protector des bayerischen Kampfgenoffenbundes, der König von Sachsen Protector von Sachsens Militärvereinsbund unb der Großherzog von Baben Protector bes Kriegervereinsverbanbes von Baden. Da jedoch bie Princtpien ber Lanbesvrr- bänbe nach dem Worte bes Kaisers völlig inlact bleiben sollen, so ist Hoffnung vorhanben, baß ber große beutsche Verband doch zu Stande kommen wirb, zumal ber sächsische wie württembergische Lanbesverbanb unter Zustimmung unb auf Veranlassung ber Könige von Sachsen unb Württemberg beizutreten erklärt haben und der Kaiser damit einverstanden ist, daß Bayern event. für sich bleibe, da besten Armee ja auch eine Sonderstellung im deutschen Reichs- Heere etnnehme. Immerhin aber hat der Ruf des Kaisers in die deutschen Kriegervereine neues Leben gebracht und sie sind im frischen, fröhlichen Aufblühen begriffen, mehr denn je zuvor. — Auch wurde eine Resolution angenommen, daß die deutsche Kriegerkameradschast unb ihr Präsidium auch fernerhin nichts unversucht lasten sollen, die endliche Schaffung des großen deutschen Kriegerverbandes herbeizuführen. Hesteneich. Wien, 30. August. Die „Poltt. Corresp." meldet aus Konstantinopel vom 30. b.: Savfet Pascha entschuldigte den Botschaftern gegenüber die neue Verzögerung der Conferenz in der griechischen Frage mit der Nothwcn- digkeit, für die Beantwortung ber griechischen Declaration Material sammeln unb sichten zu muffen. Schweiz. Winterthur, 30. August.. Die West-Section der Nationalbahn wurde von dem internationalen Comits zum Schätzungspreise von 1 Million Francs erworben. Auf die Ost-Section bot das Comtt6 34/10 Millionen. Der Zuschlag wurde nicht ertheilt, weil der Schätzungspreis von 4j/2 Millionen Francs nicht erreicht worden war. Irankreich. Paris, 30. August. Der Handelsminister Ttrard kehrt nächsten Mittwoch zurück unb wirb sich bem Vernehmen nach mit Waddington über ben ben fremben Mächten bezüglich Verlängerung ber Handelsverträge vorzn- legenden Entwurf sofort schlüssig machen. Die Verhandlungen sollen alsbald beginnen. Kugland. London, 28. August. Em Telegramm an Lloyds, welches heute hier eingetroffen ist und am 25. August von Dokohama abging, meldet, daß ber russische Dampfer A. E- Norbenskjöld bei Nemora zu Grunbe gegangen, bie Mannschaft gerettet ist. Der Norbenskjöld, der bekanntlich der „Vega" in's Eismeer entgegenfahren sollte, war am 1. August in Dokohama eingetroffen unb am 4. nach der Behringsstraße weitergegangen. — Nach kurzer Unterbrechung burch ein paar Halbwegs sommerliche Tage hat sich seit Anfang bet Woche wieder eine wahre Regenfluth über Eng- lanb ergossen, unb mancher Lanbwirth fängt an, bie Pikees, welche uns mit solcher Unermüdlichkeit Stürme unb Unwetter herübersenden, in den Abgrund „eines sehr heißen Platzes" hinein zu verfluchen. Allenthalben wachsen die Flüsse unb kleineren Wasserläufe wieder mit bedrohlicher Schnelligkeit. Das auf den Wiesen lagernde Heu wird hinweggeschwemmt, die niedriger gelegenen Felder stehen meist unter Wasser und Getreide wie Kartoffeln faulen um die Wette; kurzum, bie noch vor kaum 14 Tagen gehegten bescheidenen Hoffnungen auf einen nicht allzu magern Ernte-Ertrag schwinden mit jedem Tage mehr dahin. Telegraphische Depeschen. Wagner'» telegr. GarrespONbeuz- vurea». Wien, 31. August. „Presse" unb „Fremdenblatt" melden: Die österreichische Commission hat gestern die Grenze des Paschaliks Novtbazar übet» schritten. Eine türkische Escorte von 28 Mann wurde ber Commission beigegeben. Konstantinopel, 31. August. Die im Artikel 23 bes Berliner Vertrags erwähnten Verwaltungsmaßaahmen siad bereits ausgearbeitet. Sie werben ben Prooinsial-Verwaltungsräthen vorgelegt und nach Genehmigung Seitens ber europäischen Commission in Rumelien sofort ausgeführt werden. Petersburg, 31. August. Ein Telegramm bes Commandeurs bes Kreuzers „Nischni Nowgorod" meldet dessen Ankunft in Saghalien am 30. August. Die ärztliche Besichtigung constatirte, baß bie Arrestanten gesund unb nur 4 Kranke, barunter 3 Augenkranke, vorhanben seien. Wien, 31. August. In einem Artikel über bas Budget von 1880, welches unter ben ersten Regierungsvorlagen bem Reichsrathe zugehen wird, führt die „Mont.-Revue" aus: Das cisleithanische Deficit, welches in diesem Jahre nach Ausscheidung der Auslagen für Bosnien rund 21 Millionen betrage, werde sich in Folge ber erfreulichen Steigerung der Production unb Consumtion, welche sich schon burch diesjährige effective Mehreingänge mam- festire, ferner durch die Reduction des Militärbudgets bis an die Grenze des Erreichbaren, im nächsten Jchre auf weniger als 10 Millionen herabmtndern. Aber auch dieser Abgang werde gedeckt und schon der Voranschlag für das Jahr 1880, abgesehen von etwaigen, aber nicht wahrscheinlichen Ausgaben für Bosnien und die Herzegowina, ohne Deficit sein, wenn die von ber Regierung projectirten Steuervorlagen die Genehmigung des Reichsraths erhalten. Es handele sich bei letzteren nicht um eine allgemeine Steuererhöhung ober um die Einführung neuer Zuschläge, sondern um Erhöhung ober Einführung solcher Abgaben, welche an gewisse Nutzen bringende Geschäfte, an zufällige Gewinne geknüpft werden. Es gehöre mit zu ben Aufgaben der neuen Gestaltung der politischen Parteien, die Regierung in der Vollführung ihrer Mission, der Herstellung des Staatshaushalts-Gleichgewichts, durch Votirung der vorzulegenden Stenergesetze zu unterstützen. — Die „Montags-Reoue" meldet: Die bisherigen Nachrichten über das Vorgehen ber militärischen Commission melden, daß dasselbe widerstandslos erfolgte und lassen als gewiß erscheinen, daß auch die nachrückenden österreichischen Truppen unbehelligt die Lim-Linie besetzen werden. Stuttgart, 1. September. Prälat Kapff ist gestorben. Lokal e S. Gießen, 1 September. Von gut unterricktcter Seite geht uns die Mtttheilung zu, daß die auf den 6. October a. c. fallende Jubiläumsfeier Sr. Ehrwürden des Herrn Provirizial- rabbinen Dr. L ev i dahier diverser Gründe halber von diesem Tage abgesetzt und auf den 30. September d. I. zurückverlegt worden ist. — Heute Morgen wurden in einem Brunnen bet der Wohnung des Schlossers K. ein Bund Schlüffe! (11 große und 7 sog. Diebsschlüssel) welche bei dem Synagogencinbruch hier und Kirchenraub zu Vilbel benutzt sein dürften, aufgefunden. — Eine Anzahl betrunkener Handwerksburschen wurde gestern Abend und heute Morgen eingesteckt. — Wie wir hören, wird die hiesige Ruder-Gesellschaft Sonntag den 7. ds. ihre diesjährige große Auffabrt abhalten und werden wir dabei auch Gelegenheit haben, das in Frank furt bei der internationalen Regatta gesiegt habende Boot, sammt der betr. Mannschaft in Tbätigkeit zu sehen. Um dieses schöne Fest auch Richtmitgliedern zugänglich zu macken, bat I die Gesellschaft beschlossen, den Bootsplatz gegen ein kleines Enträe zur Verfügung zu stellen. Bei schönem Wetter versprechen wir uns einen herrlichen Genuß, umsomehr als das Fest mit | Concert und Feuerwerk rc. verbunden ist. Wir finden noch Gelegenheit, an dieser Stelle näber darauf zurück zu kommen. V e r rn i f d) t Trier, 22. August. Einem Berichte der „Tr. Z." entnehmen wir Folgendes: Das 1. und Füsilierbataillon des 69. Infanterie-Regiments rückte gestern Vormittag 6 wotben ift » metoung des St lich-Klag-««» dieser Pst ist di Zedem zestattei. Darresta Arbeitsvi Donnerstag (ollen aus hirs. ‘ BauaMen qp in Mord Mi ZiumnaMten Säsreimarbeiti Wrißbinderarbe MingShaustt Bürgern c 5673) K.' MM Freitag den soll bie zu 93 Weißbinberarbei zu Mnbors o RalhhM ba|e' Nmtnb in Ak Eenborf a.M Dienstag i ,,, Nachni tollen (iuf bahies glien des Heft N. Mir. 137 382 Erc i Sch 394 haft &ben l.( 11 >r /<6 Aa- Hetzen, ben 1 ?,lut Mir. 5 ®r°86eqoBIiö Wafer von 2 Aeckern ist auf dem Halm zu ver- kaufen. <5660)I« Blitz. 5636) Gin noch im guten Zustand befindlicher kupfer ner Damvfkeffel, 778 Liter enthaltend, steht preiswürdig m verkaufen. Wo? sagt die Gxped. d. BlttS. 5521) Eine guterhaltene Kelter zu verkaufen bei Ludwig Herbert, Mäusburg. 5578) Als neu und äußerst praktisch, besonders zur Benutzung im Freien, empfehlen neufilb. LundenfeuerMgr mit Zündmaffe. Moritz Gregori 86 Sohrr. Hoc ter & Hat® 5612) (4541 empfiehlt Rohe Kaffee’s: Müller. 567d) Garantie zu verlangen. 1.50 1.04 1.12 1.20 1.50 1.70 pr. Pfd. -.80 die Mttheilung zu, i M Herrn Provinzial- ■ abgesetzt und auf dir i des Schlossers K. ein Synagozeiuinbruch Ijw Ibtnb und heute Msigm iq dm 7. ds. ihn W- tit haben, das in N der feetr. Mannskbasl in ünq/ich zu maditn, Hain ir Sßerfüflunq zu Men. imehr als das Fest mit iit \\i lvmmm. S. Katzenstein, Holzhandlung. NB. Bei Bestellungen pr. Stadtpost wird Porto vergütet. ______________ Regulir-Füllöfen, Reguliröfen, Sparkochherde der Amerikanischen Ofenfabrik Nürnberg. Musterstücke der patentirten amerikanischen Ikegulir - Fükl- ösen mit Illumination und Sparkochherde stehen von heute an bet Herrn Theodor Küchler aufgestellt und werden daselbst Bestellungen entgegengenommen. Die höchste Leistungsfähigkeit dieser neuen Heiz- und Kocheinrichtungen mit einer Kohlenersparniß von circa 50 Procent wird garantirt und durch Atteste nachgewiesen. Einmalige Anfeurung der Oefen genügt für den ganzen Winter. Nur der Stempel „Amerikanische Ofenfabrik Nürnberg“ berechtigt Heinrich Lindner Frankfurt a. M. Kleingemachtes ftrm »tle ot® Kode mit Barett (Amtstracht) | | für die Herren Gerichtsbeamten liefern nach Vorschrift ächt afrik. Mocca . . - „ arab. „ . .. Java (garantirt rem schmeckend) .... desgl. . ...... desgl........ Java, gelb,..... Damen ■ Regenmäntel und Havelocks empfehlen in größter Auswahl und neuester Fa^on von 6 Mark an bis zu den feinsten Wörter «f* Hat®, am Seltersweg. Ebenso große Auswahl in Mädchen- und Kinder- regenmänteln. 5390 Für Neubauten empfehle Werksteine, nach Zeichnung und Maaß bearbeitet per Cubik- meter von 40—75» «Ä* der H'ße« •«Sfr -"I ThnringerZlunstsärberei und chemische Reiniaungtz-Zichalf. Neue Musterkarte der modernsten Farben. Färberei von Sammeten, auch unjertrennt. Färberei von Federn und Handschuhen, Färberei ä Ressort Färberei von unzertrennbaren Kleidern re. Mäßige Preise! ©utigti ertheilte Aufträge vermitteln unentgeltlich 568l tn den Stand gesetzt sind, das Loos der JnvaUden und Hinterbliebenen auch weiterhin zu verbessern. M 2- 2-,»» m , dl'isere Zweigvereiue ersuchen wir, wie im Vorjahr möglichst für Verbreitung dieser Ansprache und Durchführung unserer Idee zu wirken, ins-- besondere an geeigneten Orten Sammelbüchsen aufzustellen. ... , W^che uns demnächst die Erträgnisie von Sammlungen zu über, Mitteln haben, bitten wir, dieselben durch Posteinzahlung an unseres Schatz' meister Herrn Hauptstaatskaffe-Direetor Michell dahier einzusenden ® Darmstadt, am 20. August 1879. Erstand b-i-Hülfsvereins im Großherzogthnm Heffen für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde' als- Landesverein der Kaiser-Wilhelm-Snstung. A. Weber. A. Buchner. Si ^.?'5,""^°ichneten Mitglieder des Zweig-Hülfsvereins Gießen, sowie die Expedition dieses Blattes erklären sich zur Annahme von Gaben zur Unter- stützung von Invaliden und von Hinterbliebenen Gefallener bereit. ä Gießen, den 30. August 1879. Hahn’ u^rid^®!teC,Dt' Dr- Stammler, Hofgerichts-Rath. _________Dr- Wilbrand, Professor. Arnold Müller. Haberkorn. 5687) Ein möblirtes Zimmer, sowie mehrere Schlafstellen für Arbeiter, zu vermiethen.__________Kaplansgasse 219. 5683) Ein Logis zu vermiethen. __________ Gg. Weber, Neuenbäuen. 5685) Der mittlere Stock meines Hauses, begehend in 5 Zimmern, Küche, Keller rc. ist sofort zu vermiethen, und alsbald be- -iehbar._________ Balth. Strauch. 5158) Die Mansarde meines Hauses, 4 Zimmer, Küche und Zubehör, pr. 15. Oktober zu vermiethen. Fabrikant Iughardt, Kanzleiberg B. 72. Empfehle ein extrafeines Glas Lagerbier, bekannte gute kalte Küche, Ungarischen Gullasch. Beleuchtung der Veranda durch Ballons und bengalische Flammen. Textor’s Hardt. Ein vorzügliches Glas Lagerbier und eine gute Tasse Kaffee empfiehlt 5678) Onkel R.the. 5649) Ein Logis mit 3 Zimmern nebst Zubehör ist wegen Umzug gleich zu oer= mrethen. I. Nuppel, Ludwigsplatz. 5^22) Möblirte Zimmer (auch seine). _________________ Weinsaal. 3024) Eine Wohnung von 4 Zimmern und Zubehör in meinem Nebenhaus an eine stille Familie sofort zu vermiethen. _______________________ Dr. Ploch. 5057) Ein möblirtes Zimmer vermiedet __^ugen Kauffmann, Alicmstraße. 5287) Ein Familienlogis zu vermiethen per 1. December oder früher im Hinter- hause des Darmstädter Hauleö. 5465) Em möblirtes Zimmer zu ver- miethen bei C» Fr. Conrad, Friseur, __Mäusburg 48._______ 4383) Zimmer mit Cabinet zu vermie- tyen._____________Frankfurterstraße 32,3. 4991) Zwei Parterrezimmer, un- moblirt, auch als Gefchäftslokal geeignet, sind zu vermiethen bei W. Ferber, Buchhändler, Sch ulstraße. 5185) Eine Mansarden - Wohnung an eine ruhige Familie auf den 1. Oktbr. zu vermiethen. G. MalkomefiuS. I Maurer u. Handlanger finden sofort dauernde Be- fchäftigung. (5635 Äug. Nauheimer Ww. 5676) Am Sonntag wurde auf der Krofdorfer Kirchweihe ein Haarzopf gefunden und kann derselbe gegen Erstattung der Insertions-Gebühren bei der Exped. d. Bl. abgeholt werden._________________ 5616) Mädchen, welche das Putzmachen zu erlernen wünschen, können eintretcn bei Geschw. Peth. 5615) Ein Zapsjunae auf sogleich ge- sucht._________________Gebrüder Lotz. 0^57) Privatunterricht in den Elementar- fächern, sowie i. d. engl. u. franz. Sprache wird von einer gepr. Lehrerin, welche längere Zeit im Ausland war, zu ertheilen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts.