srr. LSS. Samstag den 1. November Kietzener MnMger AMP- lab AÄZM fit ton Kreis Gieße«. ssasss.) »■ «— -> - —-- s>rr.^L» LL.LL rgsg Amtlicher HHeit. Bekanntmachung. Karl Heller in Lich will in seinem Färberei-Gebäude einen Dampskeflel aufstellen. Einwendungen dagegen sind bei Meldung des Ausschluffes binnen 14 Tagen bei der untcrze chn ten Behörde vorzubringen, woselbst auch die Pläne und Beschreibung der Anlage eingesehen werden können. Gießen, am 29. October 1879. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. (7126 ■ ii — Uolilischer Theil. Deutschland. Darmstadt, 25. October. (Fortsetzung des von dem Abgordneten Wolfs kehl Namens der Majorität des Finanzausschusses der zweiten Kammer erstatteten Berichts über die Vorlage Großh. Gesammtministeriums, die Abtretung des hessischen Antheils an der Main-Weser-Bahn an Preußen betreffend.) Was endlich die bereits vorhandene und. noch zu erwartende Concurrenz betrifft, so können wir uns der Anschauung nicht verschließen, daß die nachtheiligste Einwirkung in der bereits erwähnten Linie Frankfurt-Bebra-Göttingen gelegen sei und daß dieser gegenüber die von den Linien Berlin-Wetzlar und Friedberg-Hanau zu befürchtende Concurrenz erheblich zurückstehe. Zwar soll nicht geläugnet werden, daß die Linie Berlin-Wetzlar der Main-Weser-Bahn Manches entziehen wird, allein andererseits darf man erwarten, daß sie der letzteren auch neuen Verkehr zuführen und dadurch wenigstens theilweisen Ersatz für das Entzogene bringen wird. Von der Linie Friedberg-Hanau läßt sich letzteres allerdings nickt sagen, jedoch dürfte der nachtheilige Einfluß derselben um deswillen kein sehr eingreifender werden, weil der von ihr absorbirte Theil des Verkehrs der Main-Weser-Bahn doch nur auf der oerhältnißmäßig kurzen Strecke Friedberg-Frankfurt entzogen wird. Wenn daher die Großh. Regierung in der Vorlage betont, daß durch die Ausführung der projectirten neuen Bahn die Concurrenzverhältnisse der Main-Weser-Bahn verwickelter werden würden, so ist dies zwar vollkommen richtig, allein es darf doch auch erwartet werden, daß denselben durch eine unparteiische nicht geradezu gegen die diesseitigen Interessen gerichtete Verkehrsleitung, wenn nicht ganz, doch zum erheblichen Theile wird begegnet werden können. Während wir in Vorstehendem ausaeführt haben, daß die von der Großherzoglichen Regierung angeführten Gründe nicht schwerwiegend genug sind, um uns die Genehmigung des Kaufvertrags räthlich erscheinen zu lassen, so gehen wir in Nachfolgendem nunmehr zu denjenigen Gründen über, welche uns birect gegen den Vertrag zu sprechen scheinen. Zunächst ist es uns in hohem Grade zweifelhaft, ob es bei der Lage der Eisenbahnverhältnisse im Großherzogthum sich überhaupt empfiehlt, mit einem nur theilweisen, dennoch aber hochwichtigen Schritte vorzugehen, ehe die Zukunft des Eisenbahnwesens in Deutschland etwas klarer zu überschauen ist, als dies jetzt der Fall zu sein scheint. Daß in dieser Hinsicht augenblicklich entgegengesetzte Strömungen mit einander ringen, ohne daß mit Sicherheit erkannt werden kann, welche den Sieg davontragen werde, wird wohl von keiner Seite bestritten werden. Wenn auch das Neichs- eisenbahnproject, welches vor zwei Jahren der Realisirung nicht ferne zu sein schien, seitdem wieder aus dem Vordergründe verschwunden ist, so wird doch schwerlich behauptet werden wollen, daß dasselbe damit endgültig verdrängt sei. Es muß vielmehr mit der Möglichkeit gerechnet werden, daß dasselbe im gegebenen Momente wieder auftauchen und alsdann nicht mehr diejenige Opposition finden werde, die demselben damals bei andererseits lebhaftem Beifall zu Theil geworden ist. Selbst der vorliegende Vertrag enthält in dem letzten Absätze des Artikels 16 eine ausdrücklich auf diese Eventualität gerichtete Klausel. Wird nun, wenn etwa die nächsten Jahre diese Voraussetzung zur Wahrheit machen, die Stellung des Großherzogthums nicht eine günstigere sein, wenn es sich bis dahin noch im Besitze seiner beiden gut rentirenden Linien befindet und auf Grund dieses Besitzes zugleich über die Abtretung seiner schlecht rentirenden Linien zu unterhandeln vermag? Wir glaubten diese Frage entschieden bejahen zu müssen. Die gleiche Erwägung aber muß sich uns auch jetzt aufdrängen, wo von Seiten Preußens, wie es scheint mit Erfola, dahin gestrebt wird, einen Com- plex maßgebender Eisenbahnlinien in die eigene Hand zu bekommen, so lange das Pro- ject der Reichseisenbahnen der Verwirklichung ferne bleibt. Daß aber, wenn es sich einmal darum handelt, diejenigen Mittelglieder für Preußen zu erwerben, welche geeignet sind, die Bahnen des Nordens mit denen Süddeutschlands, insbesondere mit denen des Reichslandes zu verbinden, daß, sagen wir, alsdann die hessischen Staatseisenbahnen in erster Linie in Betracht kommen werden, glauben wir mit ziemlicher Sicherheit annehmen zu können und deßhalb halten wir es nicht für gerathen. einen Theil dieser günstigen Position aufzugeben, zu einer Zeit, da, wie bereits bemerkt, ein sicheres Urtheil über die nächste Zukunft nicht zu Gebote steht, äußerer Anlaß aber, trotzdem schon einen entscheidenden Schritt zu thun, uns nicht oder doch nicht in hinreichendem Maße vorzuliegen scheint. Wenn man sich schon im gewöhnlichen Leben nur durch besondere Vortheile bestimmen zu lassen pflegt, ein gutes Object zu veräußern und das weniger gute zu behalten, so scheint uns dies umsomehr auch in dem vorliegenden Falle zuzutreffen. Die wenig günstige Lage der Oberhessischen Eisenbahnen ist eine bekannte Thatsache. Es wäre müßig, heute die Klagen zu wiederholen, die bezüglich dieser Linien, ihrer wenig zweckmäßigen Richtung und ihrer Kostspieligkeit halber, gar oft laut geworden sind. Daß dieselben in der Hand Hessens ohne Aussicht auf Fortführung und ohne directe Beziehungen zu eigenen Verkehrsgebieten nur roentg Aussicht auf eine entsprechende Rente darbieten, liegt auf der Hand. Ganz anders würde sich dies gestalten, wenn diese Bahnlinien in die Hand Preußens übergingen. Auch abgesehen von einer etwaigen Fortführung würde denselben mit Leichtigkeit ein durchgehender Verkehr geschaffen werden können, zu dem sich die südliche Strecke als directe Fortsetzung der Linie Deutz-Gießen nach Südosten ganz besonders darbietet. Kommt ledock der vorliegende Vertrag zu Stande und wird auch das längst ventilirte Project der Erwerbung der Linie Deutz-Gießen durch Preußen zur Thatsache, so ist zweifellos, daß beide Oberhessische Eisenbahnlien, umklammert von Preußischen Staatsbahnen, auf die kein, auch nicht der geringste Einfluß im diesseitigen Interesse möglich wäre, von allem durchgehenden Verkehr entblößt, zur Kategorie secundarer Localbahnen herabsinken werden, aus deren Betrieb für alle Zukunft auch nicht die bescheidenste Rente für die Staatskasse zu erhoffen wäre. Daß diese Eventualität vielleicht doch nicht zu vermeiden sein wird, verkennen wir nicht, daß es aber im Staatsinteresse geboten ist, Alles zu versuchen, um dieselbe zu verhüten oder doch so lange als möglich hinauszuschieben, erscheint uns unbestreit1859 i 5,28 1861 : 5,32 1863 : 6,28 1865 : 5,18 1867: 6,27 1869 : 5,99 1871: 3,65 1858: 5,94 pCt. 1860 : 6,07 „ 1862: 5,45 „ 1864: 6,12 „ 1866 : 4,68 „ 1868 : 7,25 „ 1870: 6,28 „ 1872: 6,98 „ bar. Daß in dem vorliegenden Vertrag mit keinem Worte eine Fürsorge für die Zukunft der Oberhessischen Bahnen getroffen ist, ist — für den Berichterstatter wenigstens — ein Grund zur Ablehnung der Vorlage. Wenn wir aber auch von diesen allgemeinen Bedenken absehen und den Verkauf lediglich vom geschäftlichen Gesichtspunkte aus betrachten wollten, so hätten wir, was die Hauptsache, den Kaufpreis, anbetrifft, auch hier eine Reihe von Einwendungen zu erheben. Der Preis von 17,250,000 3L repräsentirt den rechnungsmäßigen Betrag des hessischen Antheils am Anlagecapital der Bahn zuzüglich eines Plus von 7—800,000 3L als Entschädigung für die in den letzten Jahren aus den Betriebseinnahmen bestrittenen bedeutenden Aufwendungen für Vermehrung der Betriebsmittel. Es fragt sich hier vor Allem, ob der Betrag des Anlagecapitals an und für sich als der für Bemessung des Kaufpreises überhaupt entscheidende anzusehen ifl. Daß diese Frage in ihrer allgemeinen Fassung unbedingt zu verneinen ist, wird wohl kaum bestritten werden können. Weit eher würde diejenige Berechnung als die richtige erscheinen, welche den Reinertrag zu Grunde legt, aber auch diese dürfte nur mit einer gewissen Beschränkung gelten, wenn man erwägt, daß eine Rente vorübergehend und selbst auf längere Zeit herabsinken oder in die Höhe getrieben werden kann, ohne daß an dem inneren Werthe des Objectes dadurch eine wesentliche Aenderung herbeigeführt würde. Keinesfalls aber wird es angemessen erscheinen, diejenige Rente zu Grunde zu legen, welche das Ergeb- niß i'-hrerer aufeinander folgender ungünstiger Jahre gewesen ist, wenn zuvor durch eine lange Reihe von Jahren hindurch ein weit höherer Ertrag fast constant erzielt wurde. Letzteres ist bei dem hier fraglichen Verkaufe der Fall gewesen. Man hat bei Man sieht hieraus, daß in diesem langen Zeitraum von 16 Jahren das Erträg- niß nur zweimal unter 5 pCt. gesunken ist, das eine Mal in dem Kriegsjahre 1866, das andere Mal im Jahre 1871, in welchem für Unterhaltung und Ergänzung der während des französischen Krieges ungewöhnlich in Anspruch genommenen Betriebsmittel nahezu zwei Millionen Mark verausgabt wurden. In den übrigen Jahren des gedachten Zeitraums bewegte sich die Rente zwischen 5,18 und 7,25 pCt. Daß vom Jahre 1873 an die Rente erheblich niedriger geworden ist, haben wir schon oben erwähnt und zugleich bemerkt, wie dies in der mit jenem Jahre eingetretenen und zur Stunde noch fortdauernden wirthschaftlichen Krisis seine theilweise Erklärung findet. Es verlohnt sich indessen, diesen Punkt noch etwas näher zu betrachten. Wie aus der oben abgedruckten Zusammenstellung hervorgeht, sind die Brutto- Einnahmen, welche im Jahre 1866 5,311,334 JL. betrugen, im Jahre 1874 auf 9,801,147 gestiegen und bewegen sich seitdem abwärts, betragen jedoch noch 1877—78 8,106,851 3L also immer noch rund 2,800,000 JL mehr als im Jahre 1866. Mit dieser Steigerung der Brutto-Einnahmen geht jedoch Hand in Hand eine Zunahme der Ausgaben, die 1866: 3,437,400 3L, 1874: 8,570,936 3C. und 1877-78 immer noch 5,584,192 be. tragen. Diese unverhältnißmäßige Zunahme der Ausgaben gegenüber den Einnahmen im Zusammenhänge mit dem gleichzeitig von 48,209,400 3L in 1866 auf 53.200,000 3L in 1877- 78 gestiegenen Anlagecapital ist es, welche neben den erwähnten allgemeinen wirthschaftlichen Zeitverhältniffen die ungünstigen Reinerträanisse der letzten Jahre verschuldet. Vergleicht man die Zunahme der Ausgaben in den einzelnen Rubriken, so findet man, daß seit dem Jahre 1868 die Beträge für Besoldungen um etwa die Hälfte gestiegen sind; ebenso die anderen persönlichen Ausgaben; die sachlichen Verwaltungskosten um das Doppelte und mehr als dieses; die Ausgaben für Erhaltung und Erneuerung der Bahnanlagen betragen 1877—78 etwa das Dreifache der entsprechenden Summe in 1868, waren aber im Jahre 1874 auf mehr als das Vierfache gestiegen; die Rubrik Kosten des Bahntransportes steigt von 1868: 1,303,332 31. auf 2,937,041 3L in 1873, geht aber dann so erheblich zurück, daß sie im Jahre 1877 bis 78 nur uur 974,761 3L, also etwa ein Vieitel weniger als im Jahre 1868 beträgt; die letzte Rubrik, Sonstige Ausgaben, welche 1871 nahezu das Fünffache des Betrages von 1868 ausmacht, beträgt 1877—78 immer noch das Dreifache des Letzteren. (Schluß folgt.) m. Darmstadt,30 October. (Zweite Kammer der Stände, 30. Sitzung.) Zu Beginn der heutigen Sitzung der zweiten Kammer verkündigt der Präsident als neue Eingaben eine Interpellation der Abgg. Ellenberger und Genossen, den Fahrplan der Oberhesstschen Bahnen betreffend, sowie einen Antrag der Abgg. Mölliuger und Stephan (Heßloch) auf Reform der directen Steuergesetze. Sodann schreitet die Kammer zur Wahl eines Stellvertreters des landständischen Direktors der Staatsschuldentilgungskasse an Stelle des aus der Kammer ausgeschiedenen Oerlandesgerichts - Rath Königer- Gewählt wird der Abg. Wolfskebl mit 32 Stimmen. Auch bei dieser Wahl wurden 9 weiße Zettel abgegeben. Die Kammer tritt sodann ein in die Berathung der Vorlage Großh. Gesammtministeriums, die Abtretung des hessischen Antheils an der Main-Weser-Bahn an Preußen betreffend und damit zusammenhängenden Petitonen der Stadtverordneten Versammlung zu Gießen, des Gemeindevorstandes zu Dortelweil und des Gemeindevorstandes zu Bad-Rauheim. Präsident Kugler, welcher als Berichterstatter der die Vorlage besür- wortenden Minorität des Ausschusses sungirt, überträgt den Vorsitz dem zweiten Prä- Festsetzung des Kaufpreises, indem man — abgesehen von der oben erwähnten besonderen Vergütung weaen der Aufwendung der letzteren Jahre für Betriebsmittel — denselben einfach nach dem Anlagecapital al pari berechnete, offenbar eine oierprocentige Rente zu Grunde gelegt. 9hm ergibt aber eine Betrachtung der Reinerträgnisse der Main-Weser-Bahn seit ihrer Erbauung, wenn man von den ersten Entwickelungsjahren 1851—1856 absieht, daß dieselbe von 1857 bis einschließlich 1872 nachstehende Reinerträgnisse vom Baucapckale geliefert hat: 1857 : 6,25 pCt. sidenten Muhl. Die Debatte eröffnet Seine Excellenz der Staatsminister Freiherr von Starck. Es sei kein freudige? Gefühl — so führt derselbe aus — mit dem er sich anschicke, den vorliegenden Vertrag zu vertreten und er könne sehr wohl mit denen empfinden, welche die Rechte an der Main-Weser-Bahn, welche uns der Krieg von 1866 und die traurigen Folgen desselben für unser Land noch gelassen habe, noch zu bebewahren wünschen. Nicht aber Empfindungen und Wünsche seien es, welche im Staatsleben für die Entschließungen maßgebend sein dürsten, und wenn die klare Er- kenntniß der Sachlage zu der Ueberzeugung führe, daß die Interessen des Landes am besten durch die Ratifikation des vorliegenden Vertrags gewahrt werden, so werde man fich zu diesem Schritte entschließen, auch wenn er dem eigenen Gefühle wehe thue. Doch sei dies nach der Ueberzeugung der Regierung allerdings der Fall, da man in dem Vertrag wirklich werthvolle Rechte nicht aufgebe, das große Kapital aber, welches in dem Unternehmen der Main-Weser-Bahn angelegt sei, dem Lande unvermindert und unentwer-thet erhalten werde. Die Main - Weser-Bahn sei für Hessen kein Mittel des Einflusses mehr, Hessen trage nur noch das Risiko aus der Kapitalbetheiligung und sei sogar in der Lage,^ eigene weitere Kapitalverwendungen auf dieses seiner Einwirkungen fast entzogene Objekt nicht immer ablehnen zu können und produktive Verwendungen seines Miteigentümers die Rente seines Kapitals sich mindern zu sehen. Redner geht nun des Näheren auf den geringen Einfluß ein, welchen der Commissär der hessischen Regierung bei der Direktion der Main-Wefer-Bahn auszuüben vermöge und erachtet jetzt, wo die Gefahr drohe, daß auch die Rente der Main-Weser-Bahn sich zu unserem Nachtheil ändere, die Zeit für gekommen, Preußen zu der seitherigen Betriebsleitung auch das finanzielle Risiko für das Bettiebsergebniß zu überlassen. Eine politische Bedeutung lege die Regierung der Beibehaltung der südlichen Strecke der Main-Weser- Bahn nicht bei, doch werde die Regierung umsomehr im Stande sein, die künftige Entwickelung des Eisenbahnwesens im Interesse des Landes zu benutzen und zu beeinflussen je mehr wir auf eine entgegenkommende Haltung Preußens rechnen können und je fester gegründet unser Staatskredit sein wird. In diesen beiden Beziehungen sei der vorliegende Vertrag nur geeignet, unsere Stellung zu stärken. Eine Ablehnung des Vertrags würde den Interessen des Landes zuwiderlaufen und die Regierung könne nur wünschen, daß die Kammer demselben ihre Zustimmung ertheile. — Gegen den Vertrag spricht zunächst Abg. Bockenheimer, der an der Hand statistischen Materials nachzuweisen sucht, daß die in den letzten Jahren aufgetretene geringe Rente der Main-Weser- Bahn die Folge übermäßiger Anschaffungen zu den Zeiten der Blüthe des Handels und der Industrie im Anfang dieses Jahrzehnts gewesen, daß die Befürchtungen einer Ver- kehrscntziehung von der Main-Weser-Bahn unbegründet seien und diese jedenfalls ihre natürlichen Grenzen finden würde, daß überhaupt die Rentabilität der Main-Weser- Bahn, wenn man die einzelnen Positionen in's Auge fasse, eine so ungünstige nicht sei, als sie auf den blos einmaligen Anblick des Reingewinnes der letzten Jahre erscheine. — Abg. Freiherr von Nordeck zur Rabenau ist ebenfalls entschieden gegen den Verkauf der Main-Weser-Bahn, obgleich er sich heute, wie früher, als Anhänger des Reichseisenbahnprojekts bekennt. Er erblickt in dem Verkauf der Main-Weser-Bahn das Aufgeben eines großen Theils der Selbstständigkeit unseres Staates, den er für einen lebensfähigen hält. Wer die Eisenbahnen in der Hand habe, werde für die Zukunft alle Macht in der Hand haben. Auch die Gesetzgebung werde fich demnächst den Verkehrsmitteln in erschöpfender Weise zuwenden. Er sei entschieden der Ansicht, daß die Main-Weser-Bahn unmöglich einer Verminderung ihrer Rente entgegen gehen könne, vielmehr eine Vermehrung derselben zu erwarten fei. Es wird ein Antrag auf namentliche Abstimmung eingebracht. — Für die Vorlage spricht Ministerialrath Fink; dagegen Abg. Frank. — Nach einer kurzen Pause ergreift Seine Excellenz der Ministerialpräsident Schleiermacher das Wort für die Vorlage. Der vorgelegte Vertrag biete in Bezug auf die wirthschaftlichen Verhältnisse des Landes im Wesentlichen dieselben Vortheile, wie der seit 1868 bestehende, außerdem aber den weiteren Vortheil, daß wir für unser Anlagekapital in der Main-Weser-Bahn uns dauernd eine bestimmte Rente sichern. Sehr wohl begründet sei die Furcht, daß die Main-Weser-Bahn durch die bestehenden ober noch entstehenden Concurrenz-Bahnen in der Rente geschädigt werde, und indem der Vertrag diese Furcht beseitige, biete er wesentliche Vortheile für das Land. — Wiederholt und in der eingehendsten Weise unter fpecieUer Anführung aller einschlägigen technischen und anderen Momente befürwortet Ministerialrath Fink die Vorlage der Regierung, während Oberfinanzrath Schulz detaillirte Miltheilungen über die Verkehrsverhältnisse der Main-Weser-Bahn macht. — Dittmar erklärt sich ebenfalls für die Vorlage, in welcher er eine Annäherung an die Verwirklichung des Reichseifenbahnprojekts erblickt. — Als letzter Redner in heutiger Sitzung tritt Abg. Wolfskehl auf, der als Berichterstatter der die Verwerfung der Vorlage beantragenden Majorität seinem eingehenden Berichte noch einige mündliche Ausführungen anfügt. Wegen vorgerückter Tageszeit wird die Berathung abgebrochen und deren Fortsetzung auf morgen Vormittag 9 Uhr anberaumt. Darmstadt, 29. October. Die Abgg. Ellenberger, Wadsack, Theobald, Jockel, Pfannstiel, Sturmfels, Haustein, Dr. Muhl, Grünewald, Schmalbach und Dr. Schröder haben folgende Interpellation, den Fahrplan der Oberheff. Bahnen betreffend, gestellt: Die ergebenst Unterzeichneten beehren sich, an Gioßh. Ministerium der Finanzen die Anfrage zu stellen: „Kann der am 15. October 1879 in Kraft getretene Fahrplan der Oberheff. Bahnen, wodurch sehr wesentliche Veränderungen eingetreten sind, in Rücksicht daraus, daß die Jntereffen des Verkehrs aus das Empfindlichste geschädigt erscheinen und von allen Seiten Klagen laut werden, nicht demnächst wieder in der Weise geändert werden, daß der frühere, dem Verkehr weit günstigere und darum dem eigentlichen Zweck der Oberheff. Bahnen mehr entsprechende alte Fahrplan wieder etnge- fübrt werde?" Dom Rhein. Aus dem Dortmunder Montanbezirk wird der „F. Z." am 27. d. Mts. geschrieben: „Im Eisengeschäft mehren sich fortwährend die Aufträge; insbesondere aber werden Walzwerkfabrikate in großen Posten bestellt, so daß in Folge deffen der Grundpreis des Stabeisens wieder um einige Mark gewonnen hat und 117 bis 120 Mk. pro 1000 Kg. notirt. In Roheisen, besonders in Gießerei-Roheisen, ist noch immer viel zu thun; die Bestände von solchem Fabrikat, die vor wenigen Wochen noch maffenhafr auf manchen Hochösenwerken lagerten, sind bis auf kleine Posten verschwunden und auf anderen wird das Eisen sozusagen noch warm in die Waggons verladen und versandt. Vieles geht davon in's Ausland, namentlich nach Belgien. Die Preise haben sich mittlerleile befestigt. Neuerdings ist auch in Blechen bedeutende Nachfrage. — Der Absatz im Kohlengeschäft ist ebenfalls noch immer im Wachsen begriffen. Die Preise sind zwar noch nicht gestiegen, aber die Kohlenwerke find zurückhaltend bei neuen Abschlüffen und gewähren nur kurze Contracte. Es liegt auch für die Kohlen endlich, wie uns scheinen will, etwas wie steigende Conjunctur in der Luft." Hamburg, 29. Octbr. Gestern Abend ist von hervorragenden hiesigen und anderen Actionären der Rheinischen Eisenbahn an die Direction der Gesellschaft der Antrag ergangen, eine außerordentliche Generalversammlung zu dem Zweck zu berufen, den von der Regierung vo^gelegten Entwurf wegen Verstaatlichung der Rheinischen Eisenbahn anter der Modification zu genehmigen, daß für die Actien eine 6l/zproc. Rente gewährt werde. Die Antragsteller repräsentiren ein Actien-Capltal von 23 Millionen. Straßburg, 29. Octbr. Nach einer soeben im „Gesetzblatt für Elsaß-Lothringen" erschienenen Verordnung des Statthalters v. Manteuffel, betr. die Feststellung des Wahltermins für die vorzunehmenden Wahlen der Abgeordneten zum Landesausschuffe findet die Wahl der Wahlmänner am 6. November, Nachmittags um 2 Uhr, und die Wahl der Abgeordneten am 18. November, Vormittags um 11 Uhr, statt. AranLreich. Paris, 29. Octbr. Der neue päpstliche Nuntius stattete gestern Garn- betta ein Besuch ab. — Don Carlos erhielt bei seiner Rückkehr nach Paris die Anzeige, daß er aus Frankreich ausgewiesen werde, wenn er seine jetzige Haltung sortsetze. — Aus den Ostpyrenäen und des Landes wird von großen Überschwemmungen gemeldet. tzugland. London, 28. Octbr. Gestern stand General Roberts in heliographischer' Verbindung mit Ali-Khel und den Stationen zwischen Kushi und Sha- turgardan. Der „Times" wird aus Jellalabad gemeldet: Oberst Noel Money war am 17., 18. und 19. ds. im Shaturgardan von große Masten Gbilzais — welche auf 10,000 und mehr geschätzt wurden — umzingelt. Dieselben besetzten die umliegenden Hügel, umfaßten ihn enger und enger und schnitten ihn schließlich durch heftiges Feuer vom Wasserzufluß ab. Oberst Money schonte Munition und Leute und enthielt sich des Angriffs. Die Ghilzais sandten eine Botschaft an den Obersten, in welcher sie den Engländern das Leben zusicherten, falls sie sich ergeben wollten. General Hugh GouA, welcher von Kushi heranrückte, Heliographirte an Money aus Schinkae. Am 19. ds. griff Money an und zersprengte die Ghilzais, deren Rückzug von dem General Gough beobachtet wurde. Die Ehre, die Gdilzais versprengt zu haben, wird von Verschiedenen beansprucht, kommt aber rechtmäßig nur dem General Gough für seinen Vorstoß und Oberst Money für seinen Angriff zu. General Gough erwartet im Shaturgardan 400 Mann Verstärkungen. Telegraphische Depeschen. Wagner's telegr. Correspondenz - Bureau. Berlin, 30. October. Abgeordnetenhaus. Alterspräsident v. Bockum- Dolff's eröffnet die Sitzung nut geschäftlichen Mittheilungen, darunter ein Schreiben des Viceprästdenten des Mmisterrathes bezüglich der Bewilligung der nachgesuchten Dienstentlastung des Justlzrninisters Leonhardt und Ernennung deö Staatssecretärs Friedberg zum Staats- und Justizminister. Unter den eingegangenen Vorlagen sind Hervorzuheben die, Gesetzentwürfe wegen Erwerbung mehrerer Prioatbahnen für den Staat, wegen Erweiterung der Staatseisenbahnen und Betheiligung des Staates an mehreren Privateisenbahn-Unter- nehmungen. Die Abtheilungen haben bereits 362 Mandate geprüft, welche für gültig erklärt sind. — Bei der nunmehr folgenden Präsidentenwahl werden abgegeben 399 Stimmzettel, von weichen 17 unbeschrieben sind; die absolute Majorität beträgt somit 192. v. Köller erhielt 218, v. Bennigsen 164 Stimmen, v. Köller nimmt die Wahl dankend an und verspricht strengste Unparteilichkeit. v. Benda wird mit 220 von 398 Stimmen zum ersten Viceprästdenten gewählt; 155 Stimmen fallen auf Graf Bethusy-Huc. v. Benda nimmt die Wahl an. Zum zweiten Viceprästdenten wurde v. Heeremann mit 215 Stimmen gewählt. Bethusi-Huc erhielt 167 Stimmen. Heeremann hat die Wahl angenommen. Zu Schriftführern wurden durch Acclamation gewählt die Abgg. Grü-- tering, Schmising-Kerstenbrock, v. Quast, Watzdorf, Delius, Sachse, Schmidt (Sagan) und Quadt. Nächste Sitzung morgen Mittag 12 Uhr. London, 30. Ocibr. Der „Standard" meldet aus Kabul vom 29. ds.: Die Bevölkerung Kabuls ist vollständig ruhig, schein: aber nur durch die Furcht niedergehalten zu sein und dürste sich wtedererheben, sobald sie Aussicht auf Erfolg bemerkt. — Dasselbe Blatt meldet aus Kandahar vom 29. ds.: General Hughes zerstreute die Truppenmacht der Ghilzais unweit Khelat-i-Ghilzai nach lebhaftem Kampfe. Die Engländer hatten einen Verlust von 2 Tobten und 78 Verwundeten. Paris, 30. Octbr. „Gazette de France" meldet, Don Carlos begebe sich nach England. London, 30. Octbr. Durch eine im Amtsblatt veröffentlichte königliche Proclamation wird das Parlament bis zum 19. Decbr. vertagt. Dies ist nur die übliche Weitervertagung und deutet nicht auf eine außergewöhnliche Einberufung Wien, 30. Octbr. Meldung der „Polit. Corresp." Cettinje: 600 Montenegriner sind in Velika und 100 in Orchanitza eingerückt, während 500 gegen Pepich vorrückten. 200 Montenegriner lagern als Reserve zwischen Vellka und Orchanitza. Berlin, 30. Oct. Der Staatssecretär im Reichsjustizamt, Dr. Friedberg, ist zum preußischen Justizminister ernannt. (Wiederholt, weil nicht in allen Nummern unseres gestrigen Blattes enthalten.) Madrid, 30. Octbr. Die Ueberschwemrnungen dauern an. Auf der ganzen Halbinsel herrschen allgemeine Regengüsse. Der Ebro ist neuerdings um 5 Meter gestiegen. Tortosa steht unter Wasser. — Gestern wüthete hier ein heftiger Sturm. In Malaga richtete eine Windhose enormen Schaden an. Die Stadt Vera, Provinz Ameria, wird ebenfalls von Ueberschwemwung hetmgesucht. Der Fluß bei Almazora drang in die dortigen Eisen- und Silbergruben und richtete bedeutenden Schaden an, der auf eine halbe Million Pesetas angegeben wird. 21 Personen ertranken , 30 Häuser wurden zerstört. Paris, 30. Octbr. Ein Decret der Regierung anullirt den Beschluß des Generalrathes der Seine, welcher den Wunsch nach voller Amnestie ausspricht. Andere Decrete verfügen die Absetzung von 22 MaireS in der Vendöe und von 4 Maires im Departement Tarne et Garonne wegen Theil- nahme an fact ösen Kundgebungen. Bukarest, 30. Octbr. Die Kammer votirte mit 64 gegen 5 Stimmen das Gesetz, wonach 883 Israeliten, welche in der Armee gedient, naturalisirt werden. Von der durch die Regierung festgestellten Liste wurden fünf Namen gestrichen. Lokales. Gießen, 31. October. Die Generalversammlung des Oberh. Vereins für Lokalgeschichte am gestrigen Abend war zahlreich besucht. Der Vorsitzende deS Vereins, Herr Prof. Gar eis, stattete den üblichen Geschäftsbericht ab, woraus zu ersehen, daß der Verein immer festeren Boden in Stadt und Land gefaßt hat. Die Zahl der Mitglieder beläuft sich eben auf 209 und ist das Museum durch die Beisteuern der Mitglieder im besten Werden begriffen. An Stelle des nach Straßburg als Amtsrichter versetzten Herrn Accessist I r l e wurde als Ersatz- Mitglied in den Ausschuß des Vereins Herr Geh. Rath Prof, v Ritzen per Acclamation erwählt. Der Herr Vorsitzende theilt« nun hierauf die Resultate der Forschungen an der römi- Ei n g e s a n d t. wflrässäWÄ»® i«Ä’fcw^FFfra d?ucks nickt v-rf-hl-n und di- Berechtigung einer besonderen Pflege derselben darthun ,, Mitte, k-t mit und wurden die Vorgefundenen Antiquitäten «18 Salbentopf, schen Villa bei #D169et™ «.» Scbluü der TaaeSordnung wurde sodann Bericht erstattet über lotff dKTb.n ®ZU1,$orf7 Kadi in ber 2B.tte.au, In längerem unb di- « HUMI "« SnSebS Wesen unb bi. B.b.utung bl.f.r bi.l- sehr faßilä>em Vorträge befindenden Ovferstatte. Der Raum gestattet uns nicht, leicht ast ^^8^^ustchla^dsichb«find^nden Opf rsta . unfcnr ße|e« sich dem Vereine «°«h'«auf -'"rug-h "i wir «««'»«' beiwohnen möchten, I. blefem Falle bürst. ÄÄÄiXÄ &ei alb bab bi-h-'i-- zu -Jta fr 1 Wie wir aus zuverlässig« Quelle Horen, wird bas erste Goncert beS „«ieß-ner -GW-WDMMLArL “ "^nüb-rstch-nd-n Wünschen der Concertbesucher möglichst alljeltlg entstpre -en Gewerbetteibenden mit den alten und sBSSafe i» s s ää thümer von Waagen vorgefundcn und in Beschlag genommen.___ wird. Dem kirchlichen Charakter des Vereins entsprechend, ist der Eintritt unentgUd- lich, damit auch den Unbemittelten dieser geistige Genuß mit feiner Erhebung des Ge- müthes zugänglich sei. ---- Handel und Verkehr. Limburg, 29. October. (Fruchtmarkt.) Rother Weizen <«><> o>oo-o^öoo>o 0 Gelegenheitsikauf! o Moritz Heichelheim W ein. Restauration- Bier. Neue Betten. Billige Preise. @8 empfiehl sich einem diesigen wie reisendcn Publikum bestens L. Textor der Besitzer: 7140) Theodor Becker, Hülfsgerichtsschreiber. 7153) Verantwortliche Redaction: A. Sckeyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. 0 0 CO to 10 7145) 1 weiß Die G 7143) Einen tüchtigen Kellner sucht Cafe Leib. Achtungsvoll Die Directto«. Oswald s Garten. Sonnabend den 1. Nov., AbevdS 7Vz Uhr, Grosse Vorstellung, zum Schluß eine komische Pantomime: Pierrot als Koch. Statt jeder besonderen Anzeige die traurige Mittheilung, daß unser unvergeßlicher Gatle, Vater, Bruder und Schwager Zakob Büttner, Kasernenwärter, gestern Mittag V212 Uhr plötzlich verschieden ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden. Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Samstag den I. Nov., Nachmittags 3 Uhr, von der Caserne aus statt. (7133 6730) Ein'stuä. phil. erhält gegen lieber wachung eines Tertianers luicffcit Schularbeiten fteieMohnung. ___S. Katzenstein. Hausbursche. Für das academische Hospttal dahier, wird ein Hausbursche zum Ein- tritt am 12. November d. I. gesucht. 715°)Die Direktion. 7139) In der Unterzeichneten ist ausgestellt : Kochwinzer an der Donau in Baiern, Original-Oelgemälde von Rösener. Jerber'sche zlniv.-Puchh. in Giessen. Cato Leib. Sonntag den 2. November: Sonntaa den 2. Novbr. r V grosse Vorstellungen um 4 Uhr und Abends 7'/r Uhr. Zum zweiten Male: Wettkampf mit 2 der stärksten Arbeits- Pferde hiesiger Stadt. — Entrse 50 H, 30 außerhalb des Kreises 15 Kinder flefcf)äft8=lleöerflQöe <6 Empschsuiig. Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich unter heutigem Tage mein Manufacturwaaren-Geschäft an Herrn I^udwig Hein käuflich abgetreten habe und gebe ich demselben zugleich Vollmacht, etwaige Zahlungen für mich anzunehmen und deren Empfang rechtsgültig zu bescheinigen. Für das mir m so reichem Maße geschenkt Vertrauen und Wohlwollen meinen besten Dank sagend, bitte dasselbe auch auf meinen Nachfolger überragen zu wollen, der sich dessen in jeder Hinsicht würdig zeigen wird. Gießen, den 1. November 1879. Heinrich Haess. Lotterie Mm Neubau einer kath Kirche in (5934 Ha<1- His »in uen. Staatlich genehmigt. Hauptgewinne: JL 45 O0Ö, zweimal Ji. 12,000, 3mal jl 6000 zc. ° 11800 Loose gewinnen JL 230,000 baar Geld. Oeffentliche Ziehung am 24 Februar 1880. Loose zu 2 JL versendet gegen vorherige Posteinzahlung die General-Agentur A. äe 8. Schuler in Jweibrülden. großes Jliililür=lL"onm( ausgeführt^ von dem Musikcorps des 2. Großb. Hcff. Jnf.- Regiment Rr 116, unter persönlicher Leitung seines Musikmeisters Herrn C. Krauße. Anfang 9 Uhr.________JEntree 34 JPfg. Akademisches 3{ranhßnfjaUeS in Giessen. Wiedereröffnung der inneren Klinik am 1. November. Für unbemittelte Kranke täglich Ordination von 10 bis 11 Vz Uhr, eventuell unentgeldliche Aufnahme. (7029 Der Director der med. Klinik: Prof. Hie ff et. 7135) Für zwei Knaben, im Alter von 11 und 13 Jahren, welche das Gymnasium besuchen, wird am 1. Januar 1880 Aufnahme in anständiger Familie gewünscht. Zimmereinrichtung und Betten sollen von den Eltern der Kinder gestellt werden. — Die Herren Gebrüder Michel, Wallthor- straße, nehmen Anerbietungen entgegen. Häcksel-Schneid-Maschinen neu verbessert, in 17 verschiedenen Sorten: Kleine zu 50, 54, 60 und 62 Mark. Mittelgrosse zu 70 und 72 Mark. Sehr grosse zu 75 —85 Mark, grösste Sorten für Göbel-, Wasser- und Dampfbetrieb von 100—350 Mark. Lieferung franco Eisenbahnstation. Probezeit, Garantie und Zahlungserleichterungen. Illustr. Preislisten auf Anfragen gratis und franco. 6817) Heinrich Lanz in Mannheim. Vertreter: Herren Flick & Kröll in Giessen. 7021) Mödlirtes Zimmtr^zu vermiethen. W. Weinhardk, Reichensand-Bahnhofstraße Nr. 913/10. TMs-Auzeige. Freunden und Bekannten die traunge Nachricht von dem gestern, den 30 October, erfolgten Ableben der Frau Zfuttiopine Simon, Wittwe des Gendarmerie - Oberfeldwebels von hier. Die Beerdigung findet statt vom Hau,e des Herrn Kirchendieners Knoll, Kirchenplatz, Samstag Nachmittag 4 Uhr. Gießen, den 31. October 1879. Namens der Hinterbliebenen: WalltlMstr. A. 239. Gi©SS@n. WaUthorstr. A. 239. Mans M llarnistaiiler Ilans Neu hergenchtete Lokalitäten. — Neues franz. Billard. Samstag Abend r ■Restauration Spies, Warnung. Ich warne hiermit Jedermann, meinem Sohne Ludwig auf meinen Namen Etwas zu borgen, indem ich für Nichts hafte Johannes Viehmann, 7124)Kmzenbach. Köln-Gießener Bahn. Abfabrten von Gießen na cd: Deutz 6", 12 4". Dillenburg 6", 12, 4«, 95. Stegen 6", 12, 4,". (6635 Wetzlar 6", 8«, 10, 12, 4", 76* * bedeutet Schnellzug. Auf Vorstehendes Höst. Bezug nehmend, werde ich das Manusactur- waaren- Geschäft des Herrn H. Käß unter der Firma H. Hass Machfolger in gleicher Weise fortführen und wird es mein eifrigstes Bestreben sein, mir bie Zufriedenheit meiner geschätzten Abnehmer zu erwerben und den seit so langen Jahren bekannten guten Ruf des Hauses, durch vorzügliche Waaren, reelle Bedienung, sowie billige Preise zu bewahren. ® i e 5 e n, ben 1. November 1879. Hochachtungsvoll 7125)Ludwig Hein. 0 'OQOOOOOOQQOIQOQOQQQQQQQOo Mr Viehhändler. Ein großer Stall zum Vieh einstellen, besonders für Markttage. (7144 In der Neichspoft (Schlossgasse).— 7131) Ein junger Mann mit guten Zeugnissen wünscht eine Stelle als Ausläufer oder Pferdeknecht. Näheres bei der Erped. d. Bltts. ________________________ Zum 2. Januar 1S80 find viertausend Mark gegen erste Hypothek auszuleihen. Näheres bei der Ex- pedition dss. Bltts. (7141 Eine große Partie 6/4 weiße. reinleinene Creaslcieien 0 offertre gegen Cass r zu 70 Psg. und 7S Pfg per Meter. 9 Mermielyungen. 7134) Ein größeres möblirtes Zimmer, sofort beziehbar, zu vermiethen. _______H. Döring, Grünbergerstraße. 7128) Ein möblirtes Zimmer zu oer- miethen bei P. Herbert, Neuenweg. 7138) Im älteren Hause des ehemals M ö h l'schen, jetzt Koch'schen Gartens am Seltersthor, ist ein möblirtes Zimmer mit Bedienung zu vermiethen und kann, wenn es gewünscht wird, sogleich bezogen werden.__________ 6538) Ein Familienlogis und ein möblir- tes Zimmer zu vermiethen^ Neuenweg 134. 7099) Zimmer mit Bett zu vermiethen. __Schloßgasse B Nr. 5. 7104) Ein schön möbl. Zimmer zu oer- miethen bei ________Ad. Bertram, Reichensand. 7111) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen und gleich zu beziehen. Näheres_________Marktstraße D. 29. 7087) Ein Möblirtes Zimmer zu ver- miethen__________Sonnenstraße B. 75. 7074) Freundl. möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. __________________Wolkengasse C. 88. 7050) Möblirte Zimmer zu vermiethen. ____________________Seltersberg E. 37. 6813) Möblirtes Zimmer zu vermietherü Wilh. Rudolph, Neuenweg 117. 6790) Eine kleine Parterrewohnung zu vermiethen im________„Schützenhof". 6591) Zwei Logis zu vermiethem ___________Adolf Hoß, Schießgärten. 6887) Ein möblirtes Zimmer im Freien an einen ruhigen Herrn zu vermiethen. __________________Gartfeld 115\ 3. St. 6954) Ein Logis, bestehend aus'sechs geräumigen Zimmern nebst Zubehör, sofort zu vermiethen. ______A. Markus, Reichensand 224 7026) Neue Anlage IC. 29 ein möblirtes Zimmer zu vermiethen.___________ 7038) Ein familienlogis zu vermiethen bei Friedrich Weber, Gartfeld. Zu vermiethen ein gut möblirtes Zimmer mit Cabinet Neue Anlage. Zu erfragen in der Exved. d- Bltts.__(7080 7086) Das seither von Herrn A Katz bewohnte Familienlogis ist sofort ander- weit zu vermiethen bet __________($arl Burkhardt, Neustadt. 6455) Zwei schöne Parterrezimmer, un- möblirt, auch als Geschäftslokal, sind zu vermiethen.________Schulstraße B. 29,5. 6976) Ein kleines möblirtes Zimmer an pnen ruhigen Herrn zu vermiethen. ___Asterweg 104. 5378) Geräumiges Zimmer mit Cabinet mit ober ohne Möbel zu vermiethen. ___S. Loefer, Bismarckstr. 6953) Ein Logis zu vermiethen. ________Reichensand No. 131. Obwohl ü kaum ein Zweife mng, welche bi verleiht; bas bet burtsschein bisher ten Aeußernng b( sprechen und die prechschen Landt> läßt es bei der t mit denen sich bl Die zweite 28. Oclober zu e schwerwiegende 3 Dir preuj der Schulsrage consesjioneüe Lha Mftalttn gewahrt dürfch befchribikt Hlfan der ihn Die Beisetzm ^ter großer Trc Wche Persvne- gleiche Genera . 3® Preußis btI 3usttzmtnißer Ehtgt sah, urr ElaatssecretLr F . .Fürst Bi W von seinem Hausarzt, Dr. ($ ... ®etNei 6r«btl, @„6fi , I» Bad« don ,7'7'7" ,hl 7 10, d ‘mittiti. 1 tzZ'L «LhlS formelle "A?” auf iUfhl,ut'e zw 'chl-de ?'>S b no der i?et l! SD?tlZ,n„ Qion S °"> ®u tm 6 8 Ne# 7 rsj d-r j? Suh, Mermischte Anzeigen 6994) Altes Zinn und Blei kauft zum höchsten Preis ____________Job. Zufall, Z-img-eßer, 7093) Eine fleißige Dienslmagd gesucht Wo? sagt die Exped. d Bltts.