Nr. 228. Mittwoch den 1. October 187». Kichener Anzeiger Anzeige- uni Amtsdlstt fit den Kreis Gießen. Stedactt»rrSbrrremr r «xpedttionSbrrreau r Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit vringerlobu. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 P^ Amtkicher Hßeit. Gießen, den 29. September 1879. Betreffend: Den im October 1879 vorzunehmenden Wtesengang. Das Großherrogliche Kreisamt Gießen an die Grostherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nach Artikel 7 der Wtesenpolizet - Ordnung ist im Monat October der Wtesengang von den Wiesenvorständen unter Zuziehung der Feldschützen und Wiefenwärter vorzunehmen. Wir beauftragen Sie deßhalb, dieselben hierzu baldigst aufzufordern und die über den Wiesengang aufzunehmenden Protokolle bis längstens zum Ende k. M. anher vorzulegen. In diesen Protokollen haben die Wiesenvorstände, was Sie denselben noch besonders eröffnen wollen, hauptsächlich folgende Punkte aufzunehmen: 1) ob die Anordnungen, welche Sie bet dem im März l I. vorgenommenen Wtesengang getroffen haben, befolgt worden sind und welche nicht; 2) welche Anordnungen von den Wiesenvorständen zur Beseitigung der bet dem diesmaligen Wtesengang vorgefundenen Mängel von Ihnen getroffen worden find oder vorgeschlagen werden; hierbei wird den Wiesenvorständen besonders empfohlen, ihr Augenmerk namentlich auch auf die Reinigung der Wiesen von Gestrüpp, Gesträuch, Moos rc.; auf die Entfernung der Herbstzeitlosen, des Erdauswurfs aus den Be- und Entwäfferungs- gräbcn, auf die Verebenung der Maulwurfshügel und dergleichen und auf die Unterhaltung der Be- und Entwässerungsgräben zu richten und hierbei nach den bestehenden Bestimmungen zu verfahren. 3) VerbefserungSvorschläge tn Bezug auf größere Wteseofluren, namentlich solche, zu deren Ausführung das Wiesenculturgesetz vom 7. October 1830, Regierungs-Blatt Sette 365 Anwendung findet. Zu Nr. 2 erläutern wir, daß Sie tn der Regel, insofern kein besonderer Anstand vorliegt, jedem der betreffenden Wiesenbesitzer fpeciell eröffnen wollen, welche Mängel der Wiesenvorstand vorgefunden hat und daß diese Mängel binnen der vom Wtesenvorstaud zu bestimmenden Frist so gewiß zu beseitigen wären, als sonst die nöthigen Herstellungen auf Kosten der Säumigen angeordnet würden. Nach fruchtlosem Ablauf der gesetzten Frist wollen Sie nach Anhörung des Wtesenvorstandes wettere Anträge stellen. Jedenfalls find die von Ihnen getroffenen Anordnungen in den von Ihnen etnzusendenden Protokollen einstweilen zu erwähnen. Das Protokoll über den Rundgang ist von allen Theilnehmern zu unterzeichnen. War ein Mitglied des Wtesenvorstandes verhindert, am Rundgange Thetl zu nehmen, so ist dies am Schluffe des Protokolls zu bemerken. Sollte der Wtesenvorstand, der außer dem Großherzoglichen Bürgermeister oder Beigeordneten, mindestens noch aus zwei Ortseinwohnern, welche Wiesen besitzen, oder solche zu benutzen oder zu verwalten haben, bestehen soll, nicht mehr vollständig sein, so wollen Sie den Gemeinderath wegen Ergänzung des Wtesenvorstandes vernehmen und uns die Anträge des Gemetnderathes tn besonderer Verhandlung vorlegen. W schließlich Exemplare der Wiesenpoltzei-Ordnung fehlen, empfehlen wir Ihnen anzugeben, wie viel Exemplare derselben Sie bedürfen. Dr. Boekmann. Aokitisch Die neue Justizorganisation. XXV. Was ein Proceß kostet. Wer sich genau informiren will, der braucht nur eine von den vielen Tabellen zu ergreifen, welche bereits im Buchhandel erschienen sind, z. B.: 22 Tabellen zur Berechnung der Gertchtskosten von C. Förster, — und: 20 Tabellen zur Berechnung der Gebührentaxe der Rechtsanwälte von C. Förster, — (beide tn der Schwann'schen Verlags-Buchhandlung zu Düsseldorf erschienen). Wie bereits erwähnt, werden die Gerichtskosten wie die Gebühren der Rechtsanwälte künftig nach dem Werthe des Streitgegenstandes berechnet. Die volle Gebühr beträgt z. B. bet Gegenständen im Werthe von a. bis 20 JL etnschl.: 1 «X Gerichtskosten, — 2 «X Sachwaltgebühr, b. über 20 «X bis 60 «X etnschl.: 2,40 «x Gertchtskosten, — 3 eX Sachwaltgebühr, c. über 100 bis 300 ua-laff-u, wenn sie vorher gewaschen und völlig von Erd- - Versuche der Störung der öffentlichen Ordnung au« beschlagnahmten Schrift. " |l n? ö ö " ' stücken beroorging. v. Möller. Madrid, 28. Septbr. Die Militärbehörde befahl die Verhaftung eines Obersten und von zwei anderen Officieren, deren Theilnahme an einem überall, in der Kirche und 4. 5. 6. 7. 8. 9. gute Früchte getragen hat. Straßburg, 30. September 1879. eines Atelier«. 12. Gesuch der Otto Freund Wittwe zu Gießen um Erlaubntß zur Anlegung emes Kellerlochs auf dem städtischen Trottoir _ r 13. Gesuch des Gastwirths Wilhelm Wenzel um käuflich« Ueberlafiung von Basalt» steinen 14. Die Errichtung von Grabdenkmälern betr. 15. Die Denunciationsgebühren für Octroidrfraudationen. 16. Klage gegen Kupferschmied Zimmer. Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Correspondenz - Bureau» Baden-Baden, 29. Septbr. Der Erbgroßherzog von Baden ist heute Vormittag hier angekommen ; der deutsche Kronprinz und Prinz Wilhelm von Preußen sind Abends 7 Uhr cmgetroffen und im Großherzogltchen Schlöffe abgestiegen. Berlin, 29. Septbr. Das Stadt »Schwurgericht hat den Arbeiter Kuhnke bet gewaltsamen Nothzucht und des Todtschlages, begangen an der ünfjährtgen Anna Friedrich, für schuldig erkannt, worauf der Gerichtshof den Angeklagten zu löjährigem Zuchthaus verurtheilte. London, 29. Septbr. Meldung der „Daily NewS" aus Allahabad vom 28. d.: Die britischen Truppen rücken in aller Eile vor. Der Ein» marsch in Kabul wird am 5. October erwartet; ob Widerstand geleistet wer. den wird, ist zweifelhaft, da die aufständischen Afghanen der Führer und Organisation ermangeln. New-Uork, 29. Septbr. Die Getretdehändler beschloffen, die Ein» führung des adoptirten Gewichtssystems bis zum 1. Januar 1880 zu vertagen. Straßburg, 30. Septbr. Der Oberpräsident v. Möller veröffentlicht beim Scheiden aus seinem Amte folgende Abschiedsworte: Nachdem das Ober-Präsidium von Elsaß-Lothringen aufgehoben und die Leitung der Landesverwaltung anderen Händen anoertraut ist, lege ich mein Amt nach achtjähriger Verwaltung heute nieder und sage dem Reichslande und deffen wackerer Bevölkerung ein herzliches Lebewohl, Allen dankend, die mir bei der Lösung meiner Aufgabe Beistand geleistet haben. Ich htnterlaffe dem Lande eine regelmäßige und auf allen Gebieten er« folgreiche Verwaltung, Ordnung und Gleichgewicht in den Finanzen bei Verminderung der Staatsabgaben und eine politische Vertretung, durch welche es auf dem rechten Wege sich weiter helfen kann. Ich scheide mit dem Bewußtsein, daß mein beständiges Streben, der Bevölkerung den ruhigen Uebergang in die neuen Verhältnisse leicht zu machen, Lokales. Gießen, 30. September. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am Donnerstag den 2. Oktober 1879, Nachmittag- 4 Uhr, tm alten Nealschul» gebäude r 1. Die Prüfung der Rechnung der Löber'sckrn Stiftung pro 18* */79. 2. Den Voranschlag der evangelischen Kirche pro 1880 betr. 3. Definitive Anstellung von Schutzmännern. • Die Vergebung der Holzhauer- und Waldculturlöhne für daS Jahr 1880. Die Anschaffung eines Nummerschlägels. Die Verpachtung des StcinbruchS tm Hange'.stein. Miethvertrag mit dem Turnverein bezüglich der Turnhalle. Gesuch des br. I L. Jett um Bauerlaubntß. Gesuch des Christian Keller um Bauerlaubniß. 10. Gesuch des Heinrich Schäfer II. um Bauerlaubntß. 11. Gesuch des Photographen Backofen in Darmstadt um Srlaubntß zur Erbauung befreit Jlnb^ @ . 6etr- &en Verkehr mit Nahrungsmitteln, Genußmitteln und Verbrauchsgegenständen, bestimmt in § 5, daß für das Reich durch kaiser- liche Verordnung mit Zustimmung des Bundesrath zum Schutze der Gesundheit Vorschriften erlaffen werden könnten, welche verbieten, bestimmte Arten der Herstellung, Aufbewahrung und Verpackung von Nahrungs- und Genußmitteln die zum Verkaufe bestimmt sind, das gewerbsmäßige Berkau en und Feilbalt'en von Nahrungs- und Genußmitteln von einer bestimmten Beschaffen- bett oder unter einer der wirklichen Beschaffenheit nicht entsprechenden Bezelch- nun», das «erlaufen und Feilhalten von Tht-nu, welche an bestimmten Krankheiten leiten, jum Zwecke des Schlachtens, sowie das Verkaufen und Mfoalten des Fleisches von Thieren, welche mit bestimmten Krankheiten behaftet waren, die Verwendung bestimmter Stoffe und Farben zur Herstellung von Bekleidungs-Gegenständen, Spielwaaren, Tapeten, Eß-, Tunk- und Koch-Geschirr, sowie das gewerbsmäßige Verkaufen und Feilhalten von Gegenständen, welche diesem Verbote zuwider hergestellt find, und endlich das gewerbsmäßige Verkaufen und Feilhalten von Petroleum von einer bestimmten Beschaffenheit. Wie verlautet, ist man jetzt im Relchs-Gesundheitsamt eifrig damit beschäftigt, das entsprechende Material zu sammeln, damit so bald als möglich die angedeuteten Vorschriften, die ja eigentlich den Kern des ganzen Gesetzes bilden, erlaffen werden können. Die Schwierigkeiten, denen man bei der Aufstellung der Vorschriften begegnet, find nicht- gering, da manche Fragen, i B. die, was man unter gutem Petroleum versteht, keineswegs leicht zu beantworten sind. Der Hinweis auf fremde Gesetzgebungen erweist sich als nicht stichhaltig da man selbst in England, dem Musterstaate des Sanitätswesens, mit den entsprechenden Vorschriften schlimme Erfahrungen gemacht hat und gezwungen gewesen ist, einzelne Anordnungen wieder aufzuheben, bie sich in der Praxis nicht bewährt haben. , Berlin, 28. Septbr. Mit der Coalitton der deutschen Locomotivfabri- kanten, welche bei den Verhandlungen des Reichstags über die Eisenzölle eine große Rolle gespielt hat, geht es zu Ende. Den sechs süddeutschen Etabliffe- ments, welchen die Bahnen in Süddeutschland „zum Reffort" überwiesen waren, scheint ihr engeres Vaterland gar zu eng geworden zu sein; sie haben, ebenso wie die Firma Schichau in Elbing, das Bündniß gekündigt. Der Bedarf an Locomottven ist zur Zeit in Deutschland so gering, daß von den 16 der Coalitton angehörenden Fabriken bei Festhaltung des vereinbarten Verthet- lungsplanes keine einzige auch nur einigermaßen genügende Beschäftigung stndet. Der Trieb der Selbsterhaltung scheint demnach wieder zur freien Con- currenz zu drängen. Die Coalition ist im Jahre 1877 begründet. Nur zwei Jahre hat also das Muster vorgehalten, welches der Abg. Berger in seiner Rede über die Eisenzölle der deutschen Industrie überhaupt zur Nachahmung empfahl. Lehrreich aber ist das Schicksal dieser Coalition in Zwiefacher Begehung. Daß in einer Zeit regen Bedarfs, wo alle bestehenden Etablissements reichlich Arbeit finden, Verbindungen dieser Art überflüssig sind, bedarf weiter keines Beweises; daß sie aber in Zeiten schwachen Bedarfs unhaltbar sind, dafür liefert gerade dieser Fall, in welchem die schutzzöllnerische Mehrheit des Reichstages die Quintessenz wirthschaftlicher Weisheit zu sehen wähnte, em recht schlagendes Beispiel. Uebrigens scheinen auch die Tage einer anderen Coalition, der Coalition der deutschen Schienenfabrikanten, gezählt zu sein. Wenigstens verlautet, daß die preußische Regierung entschloffen sei, um sich der Dictatur dieser Coalition zu entziehen, die Schienenlieferungen für die Staatsbahnen freihändig zu vergeben. Wird dieser Entschluß zur Ausführung gebracht, so würde damit der Coalition der Boden entzogen, da dieselbe nur für die bei den Submissionen zu stellenden Preise Geltung hat. Das Miß- verbältniß zwischen der vorhandenen Nachfrage und der Productionsfähigkeit der noch in Betrieb stehenden Werke dürfte in diesem Falle kaum geringer fein, als in der Locomotiv-Fabrication. __ Bei der am 1. October stattfindenden feierlichen Eröffnung des Reichsgerichts wird der Staatssecretär des Reichsjustizamts, Herr Dr. Friedberg, nach einer Ansprache den Präsidenten des Reichsgerichts, Dr. Simson, und den Reichsanwalt Frhrn. v. Seckendorff als Reichsbeamte vereidigen und Herrn Dr. Simson ersuchen, den Mitgliedern des obersten deutschen Gerichtshofes , soweit sie.nicht bereits im Reichsoberhandelsgericht im Dienst des Reiches fungirt haben, den Eid abzunehmen. Nachdem dies geschehen, wird Herr Präsident Dr. Simson das Wort zu einer Ansprache ergreifen und das Reichsgericht als constituirt erklären. Damit erreicht die officielle Feier, der Seitens der Juftizminlster der Einzelstaaten nur der sächsische, Herr v. Abeken, beiwohnt, ihr Ende. Zum Nachmittag hat Herr v. Abeken im Namen der sächsischen Staatsregierung Einladungen zu einem Diner ergehen laffen. 17. Kostendccreturen 18. Expropriationsverfahren gegen I. Friebel Wittwe dahier. Gießen, 30. Septbr. In der festlich geschmückten Synagoge versammelten sich beute Morgen 10 Uhr die israelitische Gemeinde, die Deputationen der israelitischen Gemeinden der Provinz Oberhessen, sowie dieSpitzen der hiesigen Cw'l-Bebdrden , die Vertreter des Kreisamts, der städtischen Behörden, Stadtvorstand, Kreisschulmspector, sowie die Geistlichen der evangelischen und katholischen Gemeinde u. s. w. zur Feier oes fünfriajährigen AmtSjubiläumS deS Großh. Nabbinen Herrn Dr. Levi. Am 1 nctober 1829 erhielt der Jubilar von Er. Kgl. Hoheit dem hochseligen Großherzog Ludwig I. das Dekret als Rabbinen der Provinz Oberheffen. Am heutigen Tage sind 50 Jahre verflossen, innerhalb welcher der greise aber immer noch rüstige und frische Jubilar segensreich in seinen Gemeinden gewirkt hat. Se. Komgl. Hoheit Groüberzoa Ludwig IV. hat in Anerkennung dieser Verdienste darum auch beute an diesem Jubeltage den Jubelgreis mit dem Ritterkreuz 1. Klasse Philipps des Groß- müthigen decorrrt- — Die eigentliche Feier anlangend, wurde der Jubilar am Eingang zur Synagoge vom Thoraträger empfangen, welche ihm die fcstlichst geschmückte Thora überreichte. Vor dem Jubilar gingen Mädchen, welcher Blumen streute,, Am Allerheiligsten angelangt, wurde vom Gesangverein der Gemeinde Psalm 117 mehrstimmig gesungen. Hierauf erfolgte die Ansprache des 1. Vorstehers, Herrn M. Homberger, an dieser Gemeinde, im Namen deren Vertretung und tm Namen der Gemeinden der Provinz Overhessen trete ich an dies^ heiligen Statte, geehrter Herr Dr. vor Sie hin, um Ihnen den wohlverdienten Dank auszusprechen für Ihr langjähriges segensreiches Wirken, dessen Sie sich in unserer Mitte beste,ß,gt haben und Ihnen darzuthun, wie alle Betheiligten ohne Unterschied des Alters wetteifern, Ihnen ihre Huldigungen darzubringen dafür, daß Sie es sich zur Aufgabe Ihres Lebens gemacht haben, die Wohlfahrt der Gemeinde durch Ihren Einfluß auf ihr sittliches und kirchliches Verhalten zu begründen „ . Es sind heute 50 Jahre verfloßen, seitdem Sie zum ersten Male das Wort Gottes von der Kanzel heraboerkündeten und dieser Umstand allein schon wäre dazu anaetban daß man diesen Tag ob des so seltenen Ereignisses, welches nur wemgcn Menschen und nur einem sehr kleinen Thetle Ihrer Amtsgenossen beschieden ist, festlich beaebe Allein es acsellt sich zu diesem Umstande noch der hochwichtige, daß Sie das Wort Gottes mtt so großem Erfolge verkündet haben daß es Ihnen gelungen ist, in Ihnen selbst Stuie in Uen denjenigen, welche Ihrer Seelsorge anvertraut waren, die Ueberzeuauna zu befestigen, daß der Same der Moral, welchen Sie gesaet haben, wohl aufgegangen^ist und sich segensvoll über die weiten Gefilde Ihres Wirkungskreises vcrbreittt^hab alljährlich Mädchen und Knaben in das Wesen der Religion ihrer Väter einaefüb-'t Sie haben ihnen als Jungfrauen und Jünglingen das wachsame Auae nickt entwaen, Sie haben dieselben in vielen Fällen zu demjenigen Bunde vereinigt, welchen nur der Tod 311 trennen vermag, Sie haben viele Heimgegangene zur ewigen Ruhestätte geleitet und die Hinterbliebenen durch frommen und beredten Trost in lhl em. <5ÄmersEinzelnen Ihrer Gemeinden in Frieden, Sie nahmen den innigsten und herzlichsten Antheil an Freuden und Leiden, Sie hatten Wohlgefallen daran wenn die Familien in Eintracht verkehrten und sind stets beschwuhttgend em- getretcn, wo dieses Verhältniß drohte gestört zu werden Sic haben aber noch weit mehr gcthan, geehrter Herr Dr., und dieses ist kennzeichnend für das edle -Streben und die schönen Ziele welche Sie sich für Ihren hohen Lebensberuf vorgesetzt hatten. Sie haben neben den Pflichten des Geistlichen, . bic Gleichgültigen und Sorglosen zu überzeugen und die Zweifelnden zu berathen, ...... ' - nd aller Orten, wo sich Gelegenheit dazu darbot, Toleranz ge- Arankreich. Paris, 27. Septbr. Wie die „Estafette" aus „guter Quelle" erfährt, hat der Minister des Aeußern dem österreichischen Geschäftsträger in Paris feine ganze Zufriedenheit über den ihm von Herrn Teifferenc de Bort hinsichtlich der Wiener Reise des Fürsten Bismarck erstatteten Bericht ausgesprochen. Herr Waddington hätte hinzugefügt, daß Frankreich von den friedlichen Gesinnungen Oesterreichs und Deutschlands überzeugt sei. Knglaud. London, 27. Septbr. Aus Kairo wird von verläßlicher Seite gemeldet daß der junge Khedive durch die ernste Freundlichkeit seines Benehmens, die Sparsamkeit seines Haushalts und den guten Willen, den er nach allen Seiten hin bethätigt, mit jedem Tage an Ansehen gewinnt. Sein Vater scheint vorerst jede Hoffnung auf eine Rückkehr aus Europa aufgegeben zu haben. Er überwacht nun selbst die Ausstattung der Villa Favorita zu Neapel, die er soeben beziehen will, hat sich 24 Pferde aus Egypten kommen laffen und seinen beiden jüngeren Söhnen, die ihn begleitet hatten, die Erlaubniß ertheilt, nach Egypten zurückzukehren, woselbst sie ihre früher innegehabten Posten wieder einnehmen sollen. - Heute früh kamen in Harwich zwei von einem Leuchtschiffe abgelaffene Brieftauben mit der Meldung an, daß ein in großer Gefahr befindliches Schiff in Sicht fei, worauf sofort ein Rettungsboot anSgesandt wurde. Es »st dies das erste Mal, daß die den Leuchtschiffen neuerdings zugetheilten Brieftauben zur praktischen Verwendung gelangten. Kpanieu. n Schrift, ^Öabtn i» ‘i Wilhel^ ""Schloßt ,n Meta en an btt chtshof btn Allahabab Der Ein. eistet wer. iihrer und n> bi? Ein« vertagen. »nbßtntlicht ben unb die ge ich Win hslanbt unb die mir bti Tebitttn er« ijen bei Ber- cch weicht e8 Streben, ber |t zu machen, öller. ien-Sitzung am r Realschul. 1880. zur Zrblumng inltguna tmt8 «z vvn 8ajalt« ersammeltcn fit der israelitischr» )j|;$ebörbtn,Ht eisschulmspA .s. ö-f K Dr.5 1. Aw HZ uner noch . Königl -Po--» 1 auch imte an 7rnehrsiimnns Hombergs im Namen bn Stätte, stW AusS°e stütz °ui'hr Male bas i^on öflrej„L Dt9 (f tlw -M tinn vielen aus> Martinen 6 meinben norgetommen sind und leider »och Vorkommen, hier gänzlich f»mb Hieben ®ie Angehörige» Ihrer Gemeinde» habe» sich trotz der verschiedensten S^rnmnen unttr dieser Pflege der Duldsamkeit achten und lieben gelernt, ein Werk, wÄcheEichi hoch genug gischLtzt werden kann und für alle Ihre got.gesalligen Hand- lungen die Krone bildet im Gesühle der tiefsten Dankbarkeit hier an h„. snfuS e Ihre? Wirkens alle Anwesenden Mit Bewunderung und Verehrung, mit AnNimstchkest und Hochachtung aus Sie, den Jubelgreis, in der Freude darüber, die 28ucht der Jahre es nicht vermocht hat, Sie zu beugen, daß Sie mit altgewohnter Spannkraft und Energie Ihre Pflichten erfüllen und Ihres Amtes walten, roiC ^"-sch'darsSie deshalb von ganzem Herzen und von ganzer Seele beglückwünschen und handle ganz gewiß in dem Sinne acker Ihrer Verehrer wenn ich an d'-s-r Stelle den himmlischen Vater darui» anflehe, daß er Sie noch lange Jahre ,n der Irische des Geistes und der Gesundheit des Körpers erhalten mochte wie heute, zum Nutzen und Frommen Ihrer dankbaren Gemeinden und Ihrer engeren Familie, welche an diesem heHe^Ehrentage^un^S^iversammelt^isü Amen. , Änrphiflt welcher er den Text: „Preise den Herrn meine Seele und all" m«n Jnnm's feinen heilige» Namen" zu Grunde gelegt hatte. Er schilderte in tiefer glänzenden Rede seinen Lebenslauf, wie er schon im siebenten Jahre von seinem stabende» Vater ,um Rabbinen bestimmt, wie er durch ernsies Streben unb Arbeiten 1 99 c\ni.re biefer Würde fähig befunden und wie er am 1. Oeiober 1829 m di ftr Wü?H e ?aut worden, der e? bis heute im 73. Lebensjahre stehend, mit fachem Geiste und körperlichem Wohlbefinden treulich und nicht ohne Erfolg gewartet D^r Dank hierfür gebühre dem Allmächtigen, der ihn bisher geleitet und der ibn auch fermrhm gnädiglich geleiten möge. Nachdem er.noch u. A des guten Einvernehmens gedacht, welches in Gießen zwischen den Bekennern.der verschiedenen^Consesfionen herrscht des Gießens, wo Toleranz herrsche und wo hohe Bildung und Humanität, sowie Patriotismus eine heimische Stätte gefunden, stattete er mit vor Rührmig fast Eckten Worten für die Liebe und Verehrung, welche ihm an diesem seinem Jubel- taae Theil geworden, seinen Dank ab. Der alte Segen der Hohenpriester wurde sodann allen Anwesenden gespendet und endete damit die so seltene hohe Feier. Auch wir schließ n mit dem herzlichen Wunsche, daß es dem Jubilar noch,lange ve^onnt stin möge unter uns in segensreicher Wirksamkeit zu walten und mochten auch hier den letzten Vers des schönen Chorals gelteni lassen: Nun schreite weiter Deine Bahn, Dem schönsten Ziele Dich zu nah'n, Und Gottes Gnade ebne Dir Des Lebens Straße für und für Im Geiste Kraft, im Herzen Glück — Schau lang auf diesen Tag zuruck. Nur Gott allein, nur Gott allein Kann ewig unsere Hoffnung sein. Gicsten, 30. Sept. Gestern Nachmittag wurden zwei Schwindler, welche 1 Dutzend unächte Ringe für 70 H gekauft und dieselben für ächte unter der Angabe, dieselben gefunden zu haben, zu verkaufen suchten, beigesteckt. . xxxxxxxxxxxxxixxxxxxxxxxxx 8 Avis für Damen« x x Den Empfang der Herbst- und Winterstoffe zeige g X ich hierdurch ergebenst an und erlaube mir ganz beson- g X ders auf die sehr feinen Sachen aus der Fabrik der g X Herren Kratz & Burk in Glauchau aufmerksam zu g Prima Astrachan-Camar empfiehlt , , <6139 Emil Fischbach. flarinirte Häringe empfiehlt (6399 G-g. Wilh-Weidig. 6398) Kelterschrauben, Schrot- und Wurzelrnühlen bei Emil Pistor. empfiehlt Fritz Flimm. Johnsons Patent-Stärke-Glan? empfiebli (5949 Frnil Fischbach, 6209) Prima Saatkorn bei L. Süß, Gießen. Versteigerung. 6390) Die Kastanienernte von den Alleen auf den Straßen nach Grünberg und nach Lich, zunächst hiesiger Stadt, soll Freitag den 3. Oktober, Vormittags 9 Uhr, in unserem Geschäftslocal an die Meistbietenden versteigert werden. Gießen, 30. September 1879. Großh. Kreisbauamt Gießen. In Vertretung: ^M. Wahl, Großh. Kreisbauaufseher. Aeikgeöolenes. 6383) Cramer'sches Jagdpulver Patent- schrot, Pattoncnhüisen, Jagdstühle und sonstige Utensilien bei Emil Plitor. Handel und Verkehr. Gießen, 30. Septbr. Auf vem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. JL 1,10 bis X 1,20, Hühnereier per Stück 6 Käse per Stück 5—10 Käsematte per Stück 3 A, Erbsen 1 Liter 18 A), Linsen 1 Liter 24 H, Tauben das Paar 60 A,, Hübner per Stück JL 0.90—1.00, Hahnen per Stück JL 0.55-1.00, juyge Hahnen Stück JL Ü.OO-O.OO, Enten per Stück JL 1.50, Gänse JL. —, Kartoffeln per 100 Kilo JL 6-7, Zwiebeln per Centner JL 7-8, Milch per Liter 16 u. 18 Ocksenfleisch 70 A, per Pfd., Kuh. und Rindfleisch 50-56 H, Kalbfleisch 50-52 A,, Hammelfleisch 60-70 A>, Schweinefleisch 60 Frankfurt, 22. Septbr. (Fruchtbericht.) Unser heutiger Markt verlief bei regelmäßigen Um ätzen ohne jeden Umschwung der seitherigen Tendenz. Heutige Preise: Mehl Nr. 1 jL 41, Nr. 2 JL 39, Nr. 3 JL 33, Nr. 4 JL 29, Nr. 5 JL 23. Roggenmehl % (Berliner Marke) JL 23 50, do. I (Berliner Marke) JL 21.50-22.-, do. II (Berliner Marke) JL 16.50—17.50. Wetzen effectiv hiesiger ab Bahnhof hier JL 22—23.—, ab unserer Umgegend JL 21.25—21.50, do, fremder je nach Qualität JL 22—23, Roggen, je nach Qualität JL 15—17, Gerste JL 18-20, Hafer JL 13.50, Kohlsamen JL 23-24, Erbsen JL 19-27, Wicken JL 16-17, Linsen JL 20-40,. Bohnen, weiße, X 23—25, Noggenkleie JL —, Wetzenkleie, grobe und feine JL —, Rüböl, Detail, JL 62. Stimmung fest. Hauptsächlich gefragt war: —. Dringend offerirt: —. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewtcht — 100 Kilo ) Frankfurt, 29. Septbr. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Angetrieben waren ea. 420 Ochsen und Stiere, 260 Kühe und Rinder, 250 Kälber und 300 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. JL 68-69, 2. Qual. JL 64-66, Kühe und Rinder 1. Qual. JL 58—60, 2. Qual. JL 50—52, Kälber 1. Qual. JL 52-54, 2. Qual. 4*—50, Hämmel 1. Qual. JL. 60-62, 2. Qual. JL 48-50 per 100 Pfd. Schlachtgewicht. Schweine je nach Qualität das Pfund 50 - 60 H.___________ Bückinge zum Rohesten sind eingetroffen. (6395 Gg. Wilb. Weidig. 6393) Unterzeichneter verkauft eine Quantität guter Kartoffeln. ________Statt Wallenfels II. Kieler Bückinge, Spick-Aal, Lachsforellen treffen täglich ein in (6407 Carl Schwaab’s Delikatessenhandlung. 6384) Metzger-Werkzeuge, Wiegen, ^üll- Maschinen, Hackmesser bei Emil Piftor. blicklichen Gefechtkpause einen in blauer landesüblicher Blouse gekleideten, mit der Ehrenlegion und einigen Kriegsmedaillen dekortrten Mann von kühnem, enrrgischem Gesichtsausdruck unv mit einem hölzernen Stelzfuß, der alle Truppenbewegungen mir der schärfsten Aufmerksamkeit verfolgte. Er ritt an ihn heran und frug freundlich in französischer Sprache: „Wo haben sie gedient und wo den Fuß verloren?" Sich sofort gerade aufrichtend, militärisch salutirmd und den Kaiser fest anblickend, antwortete der Gefragte keck: „Ich diente vierunddrffßig Jahre als Korporal bei dem 2. Zuavenregiment, machte vierzehn Kampagnen in Algerien, der Krim, in Italien und Mexiko mit und verlor den Fuß bei Sedan." „Da haben Sie viel durchgemacht, mein Braver," erwiderte freundlich der Kaiser. „Nun, e8 geht, Sire, es ist gutes Soldatenblut in unserer Familie, mein Bater diente über dreißig Jahre Napoleon le grand, ich lange Zeit Napoleon III. und mein ältester Junge, der jetzt bei den Garvcjägern in Berlin steht, wird, wills Gott, dem Kaiser Guillaume ebenfalls lange Jahre als Soldat dienen." — Der Kaiser, über diese Antwort sichtlich erfreut, fragte nun: „Kann ich Ihnen irgendwie dienen?" „Merci, Monsigneur“, antwortete der Veteran, „ich erhalte eine gute JnvaUdenpension aus Paris und sonst verdiene ich mir noch Geld durch Korbflechten und hölzerne Schuhe schnitzen, habe ein eigenes kleines Häuschen mit Garten und das genügt für mich und meine Alte vollkommen uno wir brauchen nichts " „Sie sind ein seltener braver Mann und ich habe mich gefreut, Sie kennen gelernt zu haben," sagte der Kaffer, beim Fortreiten freundlich grüßend, „Merci, Sire, die Ehre war ganz auf meiner Seite," entgegnete ver höfliche Elsäffer. SchilFsberieht. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd E. W. Dietz in Gießey. Newyork, 26. Septbr. (Per transatlantischen Telegraph.) Dcr Postvampfer Neckar, Lapt. W. Willigerod, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 1-1. d. M. von Bremen und am 16. d. Mts. von Southampton abgegangen war, ist gestern 12 Uhr Nachts wohlbehalten hier angekommen. __________ Handschuhe werden schön gewaschen und reparirt.____ Zur Desinfection empfiehlt (4675 Carbolsäure, flüssig und in Pulver, Chlorkalk, Eisenvitriol und Desinfeetionslösung Fritz Flimm, Mäusburg. Strickwolle! in allen Farben und Qualitäten das Psund von 2V2 Mk. an, sowie Rockwolle, das Pfund ;u 1 Mk. 40 Pf. empfiehlt (6148 J. H- Fuhr, Sonnenstraße. Zum Einmachen empfiehlt: 4677 Feinsten Weinessig, Nelken, Zimmet, chinesischen und Ceylon, Pfeffer, weiß und schwarz, Senffaat, gelb und grün, Museatnüffe und »Blüthe, Cardamomen, Ingber, Piemont, ganz und garantirt rein gemahlen, Arrac, Num, Cognac, sowie die feinsten Korn- und Franz- Branntweine. l?rilz Ftom, Mäusburg. Loose zur Landes-Gewerbe-Ausstellung in Offenbach a M. » JL 1 pr. Stück bei (5463 Wilh. Balser, Kirchenplatz. 6246) Steinkohlenkasten (ge« wohnliche u. lacktrte), Kohlenlöffel, Stocheifen empfiehlt 'w'ild.Slm Seibert. Feinste Frankl. Würstchen find wieder eingetroffen. V Gg. Mlh. Meidig. Forbacher Formziegeln, sowie gewöhnliche Dachziegeln empfiehlt (3520 Fr. Müller II. Jermiethungen. 6392) Möblirtes Zimmer zu vermiethen. ______________________Kreuz Lit B. 204. 6389) Möblirtes Zimmer zu vermiethen. Christian Nühl, Wallthorstraße. 6381) In der neuen Bahnhofsstraße Nr. 131 ist ein kleines Familienlogis, 93ar; terre, zu beziehen, bei Musiklehrer Geller. 6394) Kleine Wohnung vermiethet Wtlh. Kohlermann Ww., Neustadt 56. 6396) Eine Schlafstelle für einen Arbeiter zu vermiethen. Lindenplatz A. 242. 6404) Freundliches, geräumiges Logis zu vermiethen. Tiefenweg C. 144. 6403) Bei E. Ottmann in der Schloß- gaffe ist ein kleines, möblirtes Zimmer zu vermiethen.____________________________ 6402) Ein möblirtes Zimmer in der Nähe der Caserne, Lindengasse A. 229, ist zu vermiethen.________________________ 6357) Ein seither von einem Einjährigen bewohntes, gut möblirtes Zimmer ist per 1. Oktober er. anderweit zu vermiethen. Pension nach Wunsch. Näheres Neustadt D- 85. 6367) Ein möblirtes Zimmer zu Der; miethen. Gmil Lotz, Kirchenplatz. 6354) Zu vermiethen: Ein kleines und ein großes möblirtes Zimmer. Seltersweg 10. 6352) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Steueraufseher Bertling, Gartenfeld. 6349) Ein freundl. möblirtes Z mmer sofort zu vermiethen. Näh. Wallthor 189. 6345) Mehrere kleine Familienlogis zu vermiethen bei Schreiner Hammel, Mühlgasse D. 83. 6342) Ein kleines Familienlogis mit Zubehör ist sogleich zu vermiethen. ______________H Kinkel, Conditor. 6313) Ein kleines Familienlogis zu vermiethen. Louis Friedel, Sandgasse. 6309) Zwei möblirte Zimmer (das eine mit Cabinet) zu vermiethen. __W- Ferber, Lindenplay. 6292) Ein gut möblirtes Zimmer, seither von Einjährigen bewohnt, ist zu ver- miethen. Lindenplatz A. 29. 6288) Ein kleines Logis vermiethet ____I. Benner, Neustadt. 6228) Eine Wohnung, bestehend aus 7 Zimmern nebst Zubehör, sowie Mitbenutzung des Gartens, ist per 1. Januar, auf Wunsch auch früher, zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bl._________ 6214) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethcn^ Neue Anlage C. 26, Vorderhaus. 5287) Ein Familienlogis zu vermiethen per 1. December oder früher im Hinter- hause des Darmstadter HauseS. Der mittlere Stock meines'Hauses, bestehend in 5 Zimmern, Küche, Keller rc. ist sofort zu vermiethen, und alsbald begehbar. Balth. Strauch. Grossh. technische Hochschule za Darmstadt mit folgenden Abtheilungen: Bauschule, Ingenieurschule, Maschinenbauschule, Chemischtechnische Schule, Mathematisch-naturwissenschaftliche Schule. — Anmeldungen bis zum 10. Octeber. Beginn der Vorlesungen 15. October. Programme gratis vom Secretariat. Die Direction. 6387) _______H. Wagner.____________ Generalversammlung des landwirthschastl. Befirtrsvereins Büdingen am 6. Oclober l. Z. zu Uidda in Verbindung mit einem Vieh- und Zuchtbullen - Markt. Prämiirung von Zuchtbullen im Alter von % bis 2 Jahren, 13 Preise im Gefammtbetrage von 300 Mark. Für gute, nicht prämiirte Zuchtbullen wird entsprechende Vergütung ausgezahlt. Aufstellung der zu prämiirenden Zuchtbullen um 8y2 Uhr Morgens auf der Gänsweide, Verkündigung des Resultats der Prämiirung und Zustellung der Preise um 12 Uhr Mittags, Versteigerung von 10 in der Schweiz angekauften Zuchtbullen um 3 Uhr Nachmittags. Verloofung von Vieh und landwirthfchaftlichen Geräthen. (6388)________________________ Das Comite. Vorbereitungs-Institut in Giessen. Planmässige und gründliche Vorbereitung für alle Arten Militär specielle Finanz- und Geometer-Examina, für den kaufmännischen Beruf, sowie behufs Aufnahme in polytechnische und sonstige höhere Schulen. Für Geschäftsleute, welche sich für ihren Beruf oder ein Examen vorbereiten wollen, an den gewöhnlichen Cursusstunden theilzunehmen aber behindert sind, ist ein Abend-Cursus eingerichtet. Beginn des Winter-Semesters am 15. lief ober. Resultate : Seit dem vierjährigen Bestehen der Anstalt gelangten durchschnittlich 90pCt. aller Vorbereiteten zu einem günstigen Resultat. Der Vorsteher: _____/Jr Hübel. Von heute ab wohne ich (6385 jVette Anlage <\ £8 im dritten Stock. Gießen, den 30. September 1879. R. Hirschhorn, Advorat. Bur gefälligen Reoknchlung. Einem hochgeehrten Publikum der Stadt Gießen und Umgegend die ergebenste Anzeige, daß die bis jetzt erste und einzige Kaiserlich Kgl. Kunstseucriverkerm Fräulein Rennebarth aus Berlin hier binnen Kurzem eintreffen wird, um am Sonntag den 5. October in Wensel’s Garten ein von ihr selbst gefertigtes, großartiges Monstre - Feuerwerk abzubrennen. Dasselbe wird an Pracht und Größe alles bis jetzt hier Gefehene übertreffen. Die von ihr selbst componirten Decorationen in der Größe von 40—60 Fuß Höhe und Breite, in noch nie gesehener blenden der Farbenpracht und Brillantstrahlen-Feuer werden Alles übertreffen, was die Phantasie sich auf diesem Gebiete vorzustellen vermag. Sobald die hierzu erforderliche Erlaubniß einer wohllöblichen Polizei- Behörde nachgesucht ist, wird alles Näherere angezeigt. 6405) Der Geschäftsführer* SW* EingetrofTen ächt Lyoner SeidenMge u. Seidensammete. Oflerire dieselben zu den billigsten Preisen. 6231> J. Bärmann, Hotel Einhorn. 6348) Lit C. Nr 46 auf dem Selters- weA, erster Stock, wird ein zuverlässiges Mädchen für Küche und Hausarbeit zum sofortigen Eintritt gesucht.________________ 6210) Den höchsten Preis für Weiten, Noggen, Gerste und Hafer bezahlt ________L. Süfi, Gießen. n- Riefer hinter dem Fürften- om brunnen zu verpachten oder zu verkaufen. (6248 LoutS Petri Wwe., Neue Baue 8®- Bierbrauerei. Die Fries'sche Brauerei, an der Lahn gelegen, welche sich auch zu jedem anderen Geschäftsbetriebe leicht einrichten läßt, ist sammt Wohnung und Garten unter sehr günstigen Bedingungen zu vermiethen event zu verkaufen. Näheres bei (6052 I. Blitz. 6297) Ein tüchtiger Fuhrknecht wird gesucht von PH. Größer jun. 5797) In meinem Hause an der Lahn (Bahnhof) sind 2 Zimmer, mit besonderem Eingang, mit oder ohne Möbel, zu ver = miethen. S. PaScor, Seltersderg 32. 5853) Ein Logis von 4 Zimmern auf dem Seltersberg zu vermiethen. Näheres bet I. Blitz. 6006- Ein gut möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen bei <£. Stückcath, Gartfeld. 6120 > Ein freundlich möblirtes Zimmer pr. 1. October zu vermiethen. Marburger- Straße Lit. a. 162.__ 6149) Eine Faimlienwohnung sofort zu vermiethen. Gg. «oll, Gärtner. 6190) Ein kleines Familien - Logis zu vermiethen und ain 15. Octbr. beziehbar. Ehr. Noll III., Kanzleiberg B. 66. 6295) Ein gut möblirtes Zimmer per 1. Oktober zu vermiethen. Chr. Keller, Markscheider, __________________Ludwigsplan._______ 6247) Zwei ineinandergehende möblirte Zimmer zu vermiethen. Loui» Pctri Wwe., Neue Bäue. 6004) Zwei Familienwohnungen in meinem Vorderhaus, je 3 — 4 Zimmer mit allem Zubehör, bald beziehbar. I. Georg Unverzagt, __________Poschel's Bierhakle gegenüber. 6182) Die Mansardenwohnung in meinem Hause, mit Wasserleitung und sonstigen Bequemlichkeiten versehen, ist zu vermiethen und alsbald zu beziehen. _________S. Katzcnftetn, Seltersberg. 6281) Die erste Etage meines neuen Hauses ist auf sofort zu vermiethen. Adolf Möhl, Bahnhofstraße. Vermischte Anzeigen. 6382) Eine Frau.wünscht ein Kind- mitzustillen. Näheres Mühlgasse D. 72. 6391) Meine Wohnung befindet sich im Lindenhof (Lindenplatz). Greissler, Großh. Gerichtsvollzieher. 6305) Mein neu erbautes Wohnhaus am Bahnhof, welches sich durch seine günstige Lage sowohl zu jedem Geschäftsbetrieb als auch zu einer Gastwirthschaft eignet, st.ht zu verpachten. A. Dohr, Silhöferstraße, __Wetzlar.___________ Die neuesten Muster von Damenhüten sind cingetroffen. Umänderungen werden schnellstens besorgt. (6400 Louis Gail, Mäusburg §. 8. 6321) Ein ordentliches Dienstmädchen gesucht im .Schützenhof". 6397) Der Verkauf wollener fehr haltbarer, rein gekämmter Strickgarne wird zu den seitherigen billigen Preisen im Hause Neue Anlage C- 41, eine Treppe boch, forb gesetzt. Theodor Küchler. 6334) Ich zeige hiermit ergebenst an, daß ich wieder, wie früher, Arbeiten außer dem Hause annehme, und empfehle ich mich im Waschen, Putzen und in Feldarbeit ; auch nehme ich Strickarbeiten im Hause an. Frau Sophie NöhUch, Lindengasse 231, 3. Stock. 6401) Meine Wohnung befindet sich bei Herrn Nestaurateur Schnell, Brandgaffe Nr. 200,1. Gießen, den 1. Öct. 1879. August Bauer, Gerichtsvollzieher. 6328) Lehrling mit guten Vorkennt- nissen gesucht. Emil Pittor. Restauration Gainbriiitis, Wehsteingaffe. Mittwoch den 1. Oktober, Nachmittags und Abends: Gesang- 11. Musik- Vorträge von der Familie Rudler aus Böhmen, wozu höflichst einladet (6408 Entree frei. 0. Gastauer. 3/10 7 «. präcir, Rec. (6386 Verantwortliche Redaktion: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brihllsche» U»n».-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) ix Gieße«. Samßc öffentlicher Sitzu Gießen Sn de« ‘Situ sprich haben. Um t nicht jii warten, bis Zwichenttäger (durc streiten sich um einen g.stohlen Iß. Eine t die, daß nach Rechts Beklagten eint Sachi lein Eigtnthum \t\ i weist) gehabt habe, (etwa: a) bet anlie >ns N., c) E>b, I schließt dann: „Iß den gq^nbtien (Sa jtffn. Das Verfahi Die eigentliche wirb im wirklichen s mirb ratütlid) bei b< Hegen beide Parteit, H-Ntplproceß sogar b vention ausgesetzt mt etnzugehen, and m, wenn es ihm ®le bei anderen Pr, Außerdem gleb 'Md ein rechtliches “Wsra S»i Z°>ick. ihm u WflMonbe« d.« I ®W