zu haben, ir die Herren bin. 28 ühx: m? i«9t £ iHT' Ä’ le u« pniiirf .Mail, ' 19. "ws;. ^•nbaiitt, '^abfaintn, Schriften W ^eBeschäfti- 'lwer Ww. E^Glchr^ esellei?Ub -len Mittags» billigst. Ac- iw allein. ehr Giessens se c. 90. yramm. e 'n werden unter lligst angefertigt i Kirchenplatz 25. I erti. utschen n ^ortbc- höchften •fomntlu«# ■ qtwäbltt (2918 ERT ZS FfS' 'ilb (2938 ief bmli* Nr. 1OO. Donnerstag, den 1. Mai 1879. Kichener Anzeiger AMize- iin) AmtsblM fit len Kreis Gieße». RedaetionSbureau r Cxpeditionsbureau: Schulstraße B. 11. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Uolilischer Phcil. Politische Ueberstcht. Der Nihilisten-Prozeß (n Berlin hat die öffentliche Aufmerksamkeit wieder einmal auf das verborgene Treiben der Internationale gerichtet. Es verbreitet sich das Grücht, daß tie Drei-Kaiser-Mächte gemeinsame Maßregeln gegen das Treiben der Umsturzparteten ergreifen würden. In England, Frankreich und Italien dürfte man jedoch nicht geneigt sein, zu einer Verkümmerung des Asylrechtes die Hand zu bieten. So lange von Frankreich aus, woselbst die Rückkehr der Communisten allerdings bald sich bemerkbar machen wird, keine dtrecte Unterstützung der Socialdemokratie stalifindet, dürften die bestehenden Gesttze zur Darniederhaliung der gefährlichen Propaganda ausreichen. Für Rußland dürfte sich allerdings ein Einlenken in constitutionelle Bahnen viel nützlicher 9 weisen, als die Militärdespotie. Das Zustandekommen des Friedens mit der Kurie ist für den Fürsten BiSmarck gegenwärtig die Voraussetzung der Verwirk lichung seiner Zoll- und Finanzreform. Da Papst Leo XIII. erst unlängst durch Desavouirung der belgischen Ultramontanen, wie durch Veruriheilung b Haftungen fortbauern. Unter den Verhafteten befindet sich auch der — Staatsanwalt Miasow vom Warschauer Gerichte, weil man ihm Verbindungen mit revolutionären Kreisen von Petersburg nachgewiesen hat. Ein gravirender Umstand für ihn war, daß ein Brief, den ein nihilistischer Gefangener aus der Peter - Pauls - Festung bei Petersburg an einen andern Gefangenen in der Citadelle zu Warschau gerichtet hatte, an die richtige Abreffe gelangt ist. Limburg, 26. April. Die hiesige Handelskammer hat gemäß Be- schluffes in der Sitzung vom 21. April an den hohen Reichstag in Berlin nachfolgende Petition betreffs der Etsenzölle gerichtet: Im Hinblick auf den in Bergbau und Eisenindustrie ihres Bezirkes that- sächlich h-nschenden Nothstand, der auch Handel und Gewerbe in Mitleidenschaft gezogen hat und sich selbst bis tief in die bäuerlichen Verhältnisse erstreckt, weil alles productive Leben ihres Kreises mit der in erster Linie stehenden Montanindustrie innig verbunden ist beschloß die Handelskammer in ihrer Sitzung vom 21. April, speciell um der schwer daniederliegenden Eisenbranche einen Ausgleich gegen die natürlich bevorzugte Production Englands zu bieten, wo Eisen und Kohlen dicht zusammen sich finden und die Lage unmittelbar an der Meeresküste auch noch besonders billige Verfrachtung gestattet, daher englisches Eisen heute billiger in den Bezirk eingeht, als es aus inländischem Erze gewonnen werden kann, „an hohen Reichstag die Bitte zu richten, derselbe möge die Wiedereinsührung eines mäßigen Zolles beschließen." Kesterreich. Wien, 28. April. Bei dem gestrigen Festzuge erwiderte der Kaiser auf die Ansprache des Bürgermeisters: Er wollte alles kostspielige Gepränge vermieden sehen und nahm den von der Wiener Gemeindeverttetung angebotenen glänzenden Huldigungsact in dem Wunsche an, der schaffenden Arbeit auf allen Gebieten des Gewerbefleißes, des Handels, Verkehrswesens und der schönen Künste den Beweis seiner Anerkennung ihres Werthes und seiner schirmenden . ünorge zu geben. Er freue sich des seltenen großartigen Schauspiels und spreche im Voraus der Gemeindevertretung, den genialen Künstlern, den Gesellschaften Genossenschaften, Corporat'.onen und einzelnen Persönlichkeiten, endlich sämmt- lichen Thetlnehmern des Fepzuges seinen und der Kaiserin herzlichen Dank aus. — Kronprinz Rudolf ist heute in Begleitung des Prinzen Leopold von Bayern und des Naturforschers Brehm nach Spanien abgereist. Frankreich. PariS, 28. April. Im Departement Drome ist gestern ein Bona- parttst zum Deputirten gewählt worden. Von 50 Generalräthen, die ihre Ansichten über Ferry's Unterrichts-Gesetzentwürfe kundgaben, sprachen sich 30 gegen und 20 für dieselben aus. Italien. Nom, 28. April, Abends. Die Deputirtenkammer nahm mit 192 gegen 25 Stimmen die mit Deutschland und der Schweiz abgeschloffene Addi- tional-Convention zum Gotthardbahn-Vertrage an. Spanien. Madrid, 29. April, früh. Die Infantin Christine ist gestern Abend gestorben. Der König reift heute nach Sevilla ab. Aegypten. Kairo, 28. April. Man glaubt hier, daß die Commiffare zur Con- trole der egypttschen Schuld vor dem Gericht das Decret, betr. das neue Finanzproject, angreifen wollen. Telegraphische Depeschen. Wagner'- telegr. Correspondenr-Bureau. Wien, 29. April. Die „Polil. Corresp." meldet aus Tirnowa: Nachrichten aus Ostrumelien stellen der Aufnahme Aleko Pascha's kein besonders günstiges Prognosticon; dieselben stgnaltsiren Agitationen zur gewaltsamen Zurückweisung jedes türkischen Einmarsch-Versuches und zur Verjagung Aleko Paschas. Berlin, 29. April. Die Besitzer sämmtlicher Schtffsbauwerften in den Ostseeplätzen haben eine Conferenz nach Berlin zusammenberufen, um gegen die Zollprojecte Protest zu erheben. Während nämlich nach dem Entwurf eiserue Schiffe zollfrei eingehen sollen, ist auf das Material ein Satz von 30 Jt. pro Tonne vom Bundesrath vorgeschlagen. Es bedeutet dies eine Vertheuerung beispielsweise einer mittleren Corvette um 4000 bis 5000 JL und damit vollständige Vernichtung des Exports, der namentlich aus dem Gebiete des Schlff- daues in den letzten Jahren recht lebhaft war. Die Jntereffenten verlangen keinen Schutzzoll für fertige Schiffe, sondern werden voraussichtlich um Ablehnung aller Eisenzölle bei dem Reichstage petüioniren. — Der engere Ausschuß des deutschen Landwirthschastsraths erklärte sich für die Herabsetzung des Rohetsenzolles auf die Hälfte. London, 29. April. Das „Reuter'sche Bureau" meldet auS der Capstadt vom 8. d.: General Pearson ist mit der Garnison von Ekowe am Tugela-Fluffe angekommen. General ChelmSford, von dem Generalstabe begleitet, befindet sich auf dem Wege nach Durban. Wie verlautet, haben die Zulus Ekowe besetzt. Es geht das Gerücht, König Cetewayo habe sich jenseits des Umvolost-Fluffes zurückgezogen. Das Gerücht, die Boers würden Sir Bärtle Frere als Geißel zurückhalten, ist bis jetzt unbestätigt geblieben. Tirnowa, 29. April. In der Rede, mit welcher Fürst Dondukoff- Korsakoff die neue Notabeln-Versammlung eröffnete, sagte er, der Kaiser wünsche, daß kein russischer Unterthan gewählt werde. Fürst Dondukoff empfahl den Exarchen zum Vorsitzenden. Die Rede wurde mit lebhaftem Beifalle aufge- nommen. Alle Commiffarien der Mächte, mit Ausnahme des türkischen, unterzeichneten das Protokoll und verließen sodann mit dem Fürsten Dondukoff den Sitzungssaal. Die Versammlung erwählte den Exarchen zum Präsidenten, ernannte das Bureau und schritt dann in geheimer Sitzung zur Wahl eines Fürsten. Paris, 29. April. Die „France" schreibt, es seien in officiöskr Form Schritte bei der französischen Regierung gethan worden, dahingehend, daß Letztere die Attentate und Complote gegen die gesellschaftliche Ordnung als gemeinsame Verbrechen beurtheilen laffe. Diese Schritte seien aber ohne Erfolg gewesen. Wien, 29. April. Der Herausgeber der „Neuen Fr. Pr.", Michael Etienne, ,st plötzlich gestorben. Tirnowa, 29. April, Mittags. Der Prinz von Battenberg wurde einstimmig durch Acclamation unter dem Namen Alexander I. zum Fürsten von Bulgarien gewählt. Berlin, 29. April. Der „Reichs-Anz." meldet: Der Kronprinz des deutschen Reichs hat als Protector der Kaiser-Wilhelm-Spende den wirklichen Geheimen Rath Schuhmann zum Präsidenten des Aufsichtsraths desselben ernannt. London, 29. April, Abends. Oberhaus. Bateman beantragt eine Resolution zu Gunsten der Reciprocität bei zukünftigen Handelsverträgen und wegen Untersuchung der Ursachen deS Nothstandes beS Handels. Beacons- field bekämpft die Resolution: Reciprocität sei unmöglich wegen der zahlreichen bestehenden Handelsverträge. Die Untersuchung sei zwecklos ohne' ein bestimmtes Ziel. Gr glaube, der Handel werde wieder lebhafter. — Der Antrag Bateman's wird ohne Abstimmung verworfen. — „Times" meldet: Gouverneur Wolseley kehrt Anfangs Mai von Cypern zurück. Washington, 29. April. Die Botschaft des Präsidenten Hayes, mit welcher er gegen das vom Repräsentantenhaus vottrte Armee-Budget sein Beto einlegt, ging am Dienstag dem Hause zu; der P, äsident begründet das Veto damit, daß das Haus dem Budget gewiffe Artikel hinzufügte, die sich auf die Anwesenheit von Bundestruppen an Wahlorten bei der Präsidentenwahl bezögen. ________________________________________ Die Silber-Hochzeit in Wien. „Es giebt nur a Kaiserstadt, 's flieht nur a Wien", — so sinflt das Volkslied und dieses Wien gehörte in den letzten Tagen voll und ganz seinem Kaiserpaare. So sehr auch die Nationen und Natiönchen, welche den österreichischen Kaiserftaat bilden, sich befehden, Wien betrachten sie sämmtlich als ein Sluck Gemeingut So nahten fi ch denn aus allen Theilen und Gauen des oieliprachigen Kaiserreichs ehrfurchtsvoll die Unterthanen, um an den Stufen des kaiserlichen Thrones ihre Huldigungen niebei- zulegen. Der Unterschied der Nationalitäten, der politischen Richtungen und der Glaubensbekenntnisse schweigt und das Herz Aller schlägt dem Monarchen entgegen, der die silberne Hochzeit mit seiner Gemahlin Elisabeth feiert. Von Privatleuten und Vereinen, von Corporationen und Behörden, von den Staatsmännern, Cablncten und Höfen gehen dem kaiserlichen Jubelpaare Glückwünsche, Huldigungen und Spenden aller Alt zu, ein Feensestspiel wurde ausgesührt, dessen Pracht an die Märchen von Tausend und Eine Nacht erinnerte, in allen Kirchen wird von Millionen für das Leden und das Glück des österreichischen Kaiserpaares gebetet. Es war im Jahre 1853, am 18. August zu Ischl, als der jugendliche Kaffer von Oesterreich auf einem Hosball die baierische Prinzessin Elisabeth, eine Tochter der Herzogin Max von Baiern, besonders auszeichnete. Tags darauf fand die Verlobung, am 24. April 1854 die Vermählung in Schönbrunn statt. 25 Jahre sind verflossen! In diesem Zeitraum wand das Glück wohl manche Strahlenkränze um den Thron des Jubilars, aber auch gewaltige Stürme und Ungewitter hat des Schicksals Ungunst über ihn dahingeführt. Schlag auf Scklag traf Oesterreich? Politik, bis ihr int Osten eine neue Sonne auszugehen scheint. Das Unglück aber erwies sich als ein guter Kitt für die unruhigen Völkerschaften des Staats. Und unwandelbar, von den Volkern wie em Genius verehrt, blieb die Kaiserin Elisabeth ihnen ein Engel an Huld und Milde, ein Vorbild jeder Tugend, ihrem Gatten die liebevollste Gemahlin, die ihm mit einem glücklichen Familienleben Heil und Segen schuf. Die Hochherzigkeit und der Seelenadel des hohen Paares haben ihm die Herzen der Völker gewonnen, und freudig und aufrichtig ertönt in Oesterreich der Ruf: Gott erhalte Franz Joseph, den Kaiser, und seine hohe Gemahlin Elisabeth! Durch die Einmüthigkeit und die patriotische Begeisterung, welche das gesammte Oesterreich bei diesem Anlaß bekundet, gewinnt das Fest eine politische Bedeutung. Nach langen Zwisten feiert Oesterreich wieder einmal seine Zusammengehörigkeit. An der Thorschwelle von Wien sind alle nationalen Eifersüchteleien, aller Hader der Provinzen stehen geblieben. An sein ganzes Volk konnte das Kaiserpaar die erhebenden Worte der Anerkennung richten, aus denen seine offene Freude sprach, so viele Beweise der treuen Anhänglichkeit entgegennehmen zu können. In Leid und Freud hat Wien und der Kaiserstaat der Dynastie Liebe und Treue bewiesen, — und mit solchen That- sachen, welche die Einigkeit Oesterreichs bekuiiden, hat auch die Politik zu rechnen; sie machen die Freundschaft dieses Staates auch für Deutschland, welche sich in jüngster Zeit oft bekundet und praktisch bewährt hat, werthvoll. Und in diesem Sinne entbietet auch das deutsche Volk dem österreichischen Herrscherhause, welches so nahe Fa.nilienbande mit Baiern, dem Staate, dessen Initiative den Grundstein zum deuffchen Reiche legte, verbinden, seinen aufrichtigen Glückwunsch dar. Lokales. Gießen, 30. April. Vom Reichskanzler Fürsten von Bismarck ist nachstehende Zuschrift an Se. Erlaucht ven Grafen zu Solms-Laubach eingetroffen: Berlin, 25. April 1879. Eure Erlaucht wollen für die Adreffe des conservativen DeremS in Oberhesien, welche Sie die Güte hatten, mir zu übersenden, meinen verbindlichsten Dank entgegennehmen. — Die zahlreichen und competenten Unterschriften der Erklärung bestärken mich in der Hoffnung, daß es gelingen wird, die angestrebten Reformen zum Zwecke der Hebung unseres nationalen Wohlstandes zu verwirklichen v. Bismarck. - In der Woche vom 20.—26. April ereigneten sich in hiesiger Stadt im Ganzen 8 Todesfälle. Von 4 Erwachsenen starben 3 an Lungenschwindsucht, 1 an organischem Herzfehler. Ein 6jähriges Kind erlag einer Lungenentzündung. Von 3 im ersten Lebensjahre stehenden Kindern wurde 1 von Bronchienentzündung, 1 von Lungenentzündung weggenommen und 1 starb nur wenige Stunden alt, an angeborener Schwäche. G. — (Aus den Verhandlungen der Äroßh. Handelskammer.) Anwesend sämmtliche Mitglieder. 1. Der Vorsitzende berichtet über 34 Eingänge. 2. Das Präsidium der Delegirtenkonferenz zur Berathung der Petroleumfrage theilt eine Eingabe an den Reich-tag mit, worin bei diesem beantragt wird: der Aufnahme des Artikels Petroleum i* das Gesetz, betreffend den Verkehr mit Nah. rungsmitteln, Genußmitteln und Gebrauchsgegenständen, seine Zustimmung zu versagen, jedenfalls aber dieselbe nur zu ertheilen unter der Bedingung, daß vor Erlaß der in dem Gesetze vorgesehenen Kaiserlichen Verordnung die Vertreter der wirthschaftlichen Jntereffen und insbesondere die Handelskammern der größeren Petroleumhanvel-plätze gehört werden, und ersucht dieses Vorgehen zu unterstützen. Man überweist diesen Antrag nebst den beigefügten Motiven Herrn Ltebrich als Sachverständigen zur Begutachtung, welche von diesem dahin abgegeben wurde, daß die Vorlage des Gesetzentwurfs wohl durch verschiedene Unglücksfälle veranlaßt wordc» sei, von welchen aber die meisten unvorsichtige Behandlung zur Ursache gehabt hätten. Regierungsseitig scheine angenommen worden zu sein, daß das in neuerer Zeit vielfach vorgekommene geringere Oel durch Verfälschung bezw. Beimischung eines billigeren, leichter entzündlichen StoffeS hergeftellt worden wäre, wa- aber bei dem -enorm billigen Preis des Artikels kaum denkbar und durch die Mittheilungen deS Inspektor Lockwood in New-Iork widerlegt sei. Nach diesem erschöpften sich die alten Quellen immer mehr; das auS den neueren im Bradford District gewonnene Oel ließ sich nach der bisherigen Methode Anfangs weniger gut rafsiniren, welcher Umstand wohl zum Nachtheil der Leuchtkraft influirt haben mochte, wohingegen aber eine größere Feuergefährlichkeit nicht constattrt sei. Neuerdings verständen jedoch die Raffineure auch aus diesem Product eine vollständig befriedigende Qualität für den Export vorzubereiten und sei eS deßhalb zu empfehlen, vor jeglicher Beschränkung des Verkehrs eingehendere Ermittelungen vornehmen zu taffen und den vorliegenden Antrag die gewünschte Unterstützung zu gewähren, welchem Vorschlag die Kamvier beitritt. 3. Der Königlich Preußische Handelsminister theilt dem Präsidium des Deutschen Handelstages mit, daß die Verwaltung der Kaschau Oderberger Eisenbahngesellschaft zur Verhütung der Beschlagnahme ihrer Forderungen an Frachtgeld und Wagenmiethe der Königl. Dtrectton der Oberschlesiscken Eisenbahn gegenüber Maßregeln in Aussicht genommen habe, bet deren Durchführung Güter und Personen über die Linien der erstgenannten Bahn entweder nur gegen Bezahlung ihrer diesfälligen Gebühren bei Uebernahme derselbe» durch die Oberschlesische Eisenbahn ober aber überhaupt gar nicht der letzteren zugeführt oder übergeben werden würden. Der Herr Hanbelsminister hält es nicht für unmöglich, daß durch die beabsichtigten uno durch gleichartige Maßregeln anderer österreichischer Bahnen eine Störung deS internationalen Verkehrs herbeigeführt werden könne und wünscht über diesen Punkt die Ansichten der deuffchen Handelswelt kennen zu lernen. Demgemäß wird die Kammer um ein Gutachten über die angegebenen Maßregeln sowie über die Mittel zur Beseitigung des Uebelstandes ersucht, welches den Vorschlägen des Vorsitzenden gemäß in Folgendem abgegeben wurde: ,,Der hier in Rede stehende Verkehr wird sich unter den vorliegenden Verhältnissen nur „aufrechterhalten taffen, wenn auf der Kaschau-Oderberqer Eisenbahn Güter von Oesterreich- ,.Ungarn nach Deutschland nur bis zur Grenze franfirt und Personenbillets ebenfalls nur „bis dahin ausgegeben würden, so daß für diese Bahn die Verpflichtung beseitigt würde, ihre „Waggons über die Grenze hinaus laufen taffen zu müssen. „Was den Verkebr von Deutschland nach Oesterreich Ungarn betrifft, s» müßten sämmt- „lichc Güter von Oderberg ab franfirt und diese Frankatur nach Einsendung der betreffenden „Beträge durch die Verfrachter von der Oberschlesische» Eisenbahn kostenfrei besorgt werden. „Auf andere Weise könne sich dieser Verkehr ganz birect wohl nicht erhalten lassen und waren „auch damit die Nachtheile des Umladens der Gütertransporte auf deutsche Waggons nicht „zugleich mit überwunden. „Am sichersten und für alle Betheiligten vortaellhaftesten würde sich dieser Uebelstand „beseitigen taffen, wenn ein Abkommen angebahnt werden könnte, nach welchem die österreichisch- „ungarischen Eisenbahnen sich verpflichten würden, die Zinscoupons der österreichisch-ungarischen „Eisenbabnprioritaten nach der Goldwährung einzulösen; die deutschen Besitzer solcher Priori, „täten würden sich wohl gerne dazu bequemen, den Zinsfuß von 5 auf etwa 4Vz% «buchen „zu taffen, ba ihnen bamlt zugleich, eine Sicherung gegen noch größere Schädigungen durch „weitere Entwerthung des Si.bers gewährleistet wäre." ... Vermischtes. — (Der verunglückte Befehl.) lieber die Bretter, welche die Welt bedeuten, ging in einer preußischen Garnisonsstadt vor Kurzem ein Theaterstück, in welchem die Sitzung eines Geschworenengerichts nöthig ist. Der Regisseur hat für die Rollen der Geschworenen Soldaten engagirt und denselben die Weisung ertheilt. sich genau nach ihm zu richten. (St werde in der ersten «ouliffe stehen; sie hätten nur getreu nachzuahmen, was er thun werde Alte Mzzieges-Fenster verkauft W. I^öbe Brandgasse. 1940) Ein Wohnhaus mit Laden in bester Lage der Stadt, mit oder ohne Hinterbau mit Feuerung, steht preis würdig zu verkaufen oder ru vermieten. Näheres in der Exped d. Bl. ____ 2 frischmelkende Ziegen zu verkaufen. 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Wo der Kartoffelbau mehr im Kleinen betrieben wird, kann dieses erfahrungsmäßtg durch das Abwelkenlassen derselben auf trockenen und frostfreien Böden geschehen,'wo hingegen größere Flächen mit Kartoffeln zum Ausbaue kommen sollen, da-hat es sich in der neuesten Zett alS sebr gut erwiesen, die Kartoffeln, die zum Setzen bestimmt sind, schon im Anfang des MonatS Februar auszulesen und sie im vunklen Keller mit gut durchsiebter Asche von Holz, Torf oder Steinkohlen tüchtig zu vermischen. Solche Kartoffeln keimen nicht und geben daher ein vortreffliches Setzgut ab. Schön. Die Scene beginnt, tarnen bet Richtn aHöng' Unverwandt auf ihn gerecht Kandel and Verkehr. Herborn (an ber Coln'-Meßen» Etfenbahn), 28. April. Auf den heutigen hiesigen Markt wurden gebrachte 15t Ochsen. 229 Kühe und Rinder, 898 Schweine. Der nächste Markt ist am Montag den 19. Mai !. I- Die Jury nimmt ihre Plätze ein, der, von dem das Beist, steht in seiner Coulisse. Der Richter strenge Augen sind Er macht eine kleine Bewegung. Die Richter machen dieselbe s^nvien'wollten. Unwillig winkt drr Coultffenmann. Unwillig natürlich winken auch d.e Rickt-r Der Regiffeur winkt mit der Faust - die Geschworenen erheben auch ihre $ L leb ihr Esel" ruft der über die Treue seiner Steifleinenen entsetzte Buhnentyrann, «nh Ack ihr Esel!" dröhnt ihm der Lhorus der Schwurrichter entgegen- Penible Lage! Rasch "-"t'der Regiffeur von bannen, um irgendwie zu retten was zu retten möglich ist^ Ihn aus der Touliffe verschwinden sehen und selbst vom hehren Areopag schnurstracks entfliehen, ist für die ihrer Rolle gerechte Jury» ein». Der Vorhang fällt ... für Grünberg in Schlesien vertheilt der Gartenbauverem seit einigen Jahren an Confirmanden Obstbäumchen, deren Anpflanzung und Pflege durch den Verein control.rt wird .|.« Lrfabr,n allen, und zwat nicht nut dn, ®attenbau»eteinen fondnn auch °»-n lanvwitth- schastlich.n SBettinen, votzugSwtij. ab« allen vastaren auf d-mLand« bringen» zut Nachahmung empfehlen Ei toütbe dutch Einsüytun, di-ski V.tsaht.n« nicht n>» In tutget gelt bie Obst. baum-Sultut einen gtoß.n Ausickwuug nehmen. In bie Hetzen bet jungen Christen wüt», auch eine -.«ist. Liebe tu ben Baumen einziehen, bte sich babutch kennzeichnen wsttbe, bah bie leibet noch ftht HSusig votkommeuben muthwilligen und böswilligen Befchibigungen von Obstbaumen aufhörten oder'doch seltener würden. Schiffsbericht. Mitgetheilt von dein Agenten des Norddeutschen Royd C W. Dietz in Gießen. Baltimore, 26. April. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postvampfer Straßburg, Eapt. O. Heimbruch, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 9. April von Bremen «bgeganaen war, ist gestern wohlbehalten hier angefomuttn. Newyork, 28. April. (Per transatlantischen. Telegraph.) Der Postdampfer Mosel, Capt. H. A. F. Neynaber, vom Norddeutschen Lloyd'in Bremen, welcher am 13. April von Bremen und am L5 April von Southampton aogegangen war, ist gestern 6 Uhr Morgen» 'wohlbehalten hier angekommen. Sctzkartoffeln. Wie sehr der Erfolg in der Kartoffelcultur auch von der Behandel aui —7.....: ----------- v . - i lunq der Setzkartoffeln abhängig ist, darf als allgemein gewürdigt angenommen werden. Mit !. Er nimmt eint ptije und auch die Geschworenen thun sofort Alle so, als wenn st. gm'schädlichsten ist es, wenn die rum Setzen bestimmten Kartoffeln im Frühjahre Keime treiben, n*'u* ’* ** ** ' *" nu " denn diesetven entziehen der MutterkKartoffel nicht allein wesentlich nöthige Stoffe, sondern brechen beim Unterbringen der Kartoffeln gewöhnlich auch ab und geben dann eine hauptsächliche Veranlaffunq rur Erzeugung stark buschiger Stöcke, die gewöhnlich viel Wurzeln erzeugen und wenig Kartoffeln tragen. Darum ist es eine Nothwendtgkeit, vas Keimen bis zum Auslegen Bekanntmachung. Bei mißlungenem Güteversuchr wird über den Nachlaß des dah^r verstorbenen Buchdruckereibesitzers B. (5- SiPmann der förmliche ßMcurs erkannt, und werden sämmtliche Nach- laßglaubiger vorgeladen, ihre Forderungen im Termin (2972 den 28. Mai l. I., Vormittags 9 Uhr C Z, dem Coniradictor gegenüber unter vem Rechtsnachtheil der Ausschließung von der Maffe anzumelden, und zu begründen. Marburg, am 28. April 1879. Königl. Amtsgericht, AbtheilungIII. ~ Edictakladung. Nachdem über das Vermögen des Wwths Johannes Decker zu Königsberg rechtskräftig der Goncurs erkannt worden ist, wird zur Anmeldung sowohl persönlicher, als dinglicher Ansprüche Termin auf Donnerstag den 29. Mai er., Vormittags 9 Uhr, an hiesige Gerichtsfteüe Zunme^-Nr. V unter dem Rechlsneckthell des ohne Bekanntmachung eines Präclusio-Bescheids von Rechtswegen eintretenden Ausschlusses von der vorhandenen Vermögensmasie anberaumt. Gi chenbach, den 24. April 1879. 2961) Königl. Amtsgericht II. Holzversteigerung. Donnerstag den 8. er., Vormittags 8 Uhr, werden in der Freiherrlich von Rabe- nauischen Obersörsterei Rabenau, Distrikte Holzapfeltrujch und Rabenkopf: 122 Rmtr. Nadel - Scheiter und Knüppel, 62 „ Nadel-Stöcke, 106 Festm. Fichten-Stammholz, 67 „ „ Stangenholz, an den Meistbietenden öffentlich versteigert. Sämmtliches Holz ist frisch gefällt. Die Zusammenkunft ist im District Holzapfeltrusch, in der Nähe von Londorf. Kesselbach, am 29. April 1879. Die Freiherrlich von Rabenauische Oberförst-r-i Rabenau. 2974) Hoppö- Freitag den 2. Mai, Nachmittags 2 Uhr, werden im Pfandlokal dahier eine neue aoldne Damenuhr, eine altere goldne Damenuhr, ein goldneS Medaillon, em vollständiges Stück Zanella und eine Partie alte Regenschirme öffentlich gegen Baarzahlung versteigert- Gießen, den 30. April 1^9- 2987) M- Pilger, Massecurator. Streitigkeiten halber werden nächsten Xanitrtag den L. Mat, Vormittags 10 Uhr, 14 Säcke Wallnüsse, ca. 12 Ctr-, aus hiesi gem Rathhause öffentlich an den Meistbietenden versteigert- v^0,3 Allgemeiner Anzeiger. Holzverfteigerung in der «rosih. «bersorsierei Treis n. d. Kimda. Dienstag den 6. Mai d. I., von Morgens 9 Uhr an, kommen in den Dtftricten Fortbachsecke, Alteunnec, Lweio, H^ege und Neuenwald rechts der Lumda bei Treis a. d. Lda. zur Versteigerung: 6 Stück Eichenstämme von 20-30 cm Durchm. und 5-8 m Länge mit 2,84 cbm. 85 S ück Nabelstämme von 15—21 cm Durchm. und 8—12 m Länge mit if if 1 107 158 27 580 2 if ir Nadel-Knüppel, „ Reisig, „ 27 . 40 7, 150 ' 4 „ „ Stöcke. Die Versteigerung beginnt Morgens präcis 9 Uhr tm District Fortbachsecke auf dem Hauptweg von Treis a. d. Lda. nach dem Hof Fortbach, woselbst auch die im District Neuerwald bei Climbach befindlichen 13 Hausen Buchen- stammreiser, welche sich vorzüglich zu Hors» und Fachgerten eignen, zum 19,32 cbm. , Buchenstamm von 63 cm Durchm und 4,8 m Länge mit 1,50 cbm. S'ück Nadel-Derbstangen mit 9,93 cbm. Rm Buchen-, 24 Rm E chen- und 2 Rm Aspen-Scheiter, tf • Ausgebot kommen. Treis a. d. Lda., den 28. April 1879. Großherzogliche Ob^förster i Treis a. d. Lda. 2962) 2lmrnbt. Versteigerung von verfallenen Pfändern. Dienstag den 6. und Mittwoch den 7. Mai, von Mittags 1 Uhr an, läßt Unterzeichneter in dem Saal des Gastwirths Bramm eine große Anzahl verfallene Pfänder, bestehend in silbernen und goldenen Uhren, G-oldsachen, Kleidungsstücken, Weisszeug, eine große Partie Herren- und KnsLben-lMützen in Seide und Tuch, sowie 100 Stück Herren-Regenschirme u. Damen-En-tout-cas, gegen gleich baarc Zahlung öffentlich versteigern. 2975) K. Grünebaum. 2924) Zur bevorstehenden Saison bringe mein Lager in baumw. Strick- u. Häkelgarnen, Frauen- u. Kinderstrümpfen, Socken u. Beinlängen, in großer Auswahl und billigen Preisen, in empsehlende Erinnerung. Robert Stuhl, Marktstraße 23. XXXXXKKKMXXKXIXHKKXXXXKttS'X | Ausverkauf. * X Um mit meinem Waarenlager, aus anerkannten guten X X Qualitäten, rasch zu räumen, verlause dasielbe X 8 2S"|o § unter dem Einkaufspreis. X X ,/. Häemann X X 2773) im Hotel Einhorn. XXXXXXXXXXXXXIXX**XXX«XXXX Donnerstag den 29. 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