wrr 30. 4. u- txxx n ,e X R hnung mit s 1. April ’ltcrSbtrg. rt oder um ieggärten. mmer bei weg 194. ries Hauses, oermietheli' Seidig. ?g unb ein •t zu oer- oeg 134 nloati pn jroqV vrrmiethen. H- !■__ jotrnudbcu. ^nbcnplo^-__ mer ju otr- 6 Kost. irte Zimmer u Vermietern L Parterre^ u vermiet eu iic3florun_ rte« ißt B. 103- rmer zu ver- zuvemMU am Markt- tx zu oermie- 61b®8L- r Mmertver- .pimtrn,^ taüuS^- :.*C -h^e Dienstag, den 1. April Ne. 77. 1879. Hießener WWM Anzeige- «sh Amtshlnlt für he« Kreis Gieße«. R dere Herzlichkeit im Tone aus. Man ersieht daraus, wie wohlthuend dem Herzen des Kaisers alle jene Tausende von Segenswünschen und Gratulatioi en waren, nachdem er so bittere Erfahrungen vor Jahresfrist gemacht und bis in die neueste Zeit erfahren hat, daß seine gerechten Maßnahmen und fein Streben für das allgemeine Beste der Nation leider nicht überall Verständniß gefunden haben. Obwohl der Kaiser mehr, als er selbst zugestehen wollte, körperlich leidend war, hat er doch die Regierungsgeschäfte eifrig und in vollem Umfang? geführt. Das neue politische Attentat, sowie ein vollendetes Verbrechen der russischen Nihilisten, erregen überall großes Aussehen. Es muß doch schlimm stehen um die Sicherheiteverbältnisie oder gar um die politische Situation des großen Nachbarstaates. Man traut seinen Augen kaum, wenn man liest, wie die Verbrecher leicht enikommen. Man bedenke: der Verbrecher stürzt vom Pferde, was doch immerhin einigen Aufenthalt verursacht, — aber er springt in eine Droschke und fährt davon. Und das am Hellen lichten Tage! Wie? War denn Niemand auf der Straße anwesend? Mittags um 1 Uhr? Konnte Keiner den Verbrecher festhalten, nickt einmal der Kutscher des Generals? Oder wollte dies Kemer? Gehören die Droschken- Kutscher der Verschwörung an, — oder ist das gekämmte russische Volk vom Nihilismus infic:rt, so daß Niemand zusprang? Das sind schwer zu beantwortende Fragen I Unheimlich muß es jedenfalls bei einem solchen Treiben den russische Machthabern werden I Die diplomatische Haltung des Fürsten Gortschakosf flieht zu vielen abenteuerlichen Combinationen Anlaß. Bei dem B rltner Congreß war er rechtzeitig krank geworren und hatte es dem Grafen Schuwaloff überlasten, den Schlußsitzungen beizuwohnen. Nur zur Ablchiedssitzung erschien er, um zu erklären, daß er nicht so leicht die Karten aus der Ha-ck gegeben haben würde. Jetzt, sagt man, rechne Fürst Gortschakosf noch auf Revanche. Er ist einmal mit dem Berliner Vertrage unzufrieden und sein neuestes geflügeltes Wort lautet bekanntlich, er wolle lieber untergehen wie ein Stern, aber nicht auslöschen wie ein Lampendocht. Mit Gewalt freilich — das sieht selbst ein Gortschakoff ein — wird für die Realtsirung der rüst. Orientpläne zur Zeit nicht viel auszurichten sein ; dazu ist das Czarei reich nach dem jüngsten Kriege militärisch und finanziell zu sehr geschwächt. Folglich soll die Jntrigue aushelfen. Man wird nicht fehlgreifen, wenn man anntmmt, daß die Reffen daran find, eine neue aroße politische Comökie in Scene zu setzen. Deutschland. Darmstadt, 27. März. Wegen des Abllbens Sr. König!. Hoheit des Prinzen Waldemar von Preußen ist auf Allerhöchsten Befehl eine Hoftrauer bis zum 5. April verordnet worden. Darmstadt, 29. März. Der Gesetzgebuugsausschuß der zweiten Kammer wird am 4. April wieder zusammentreten. Gegenstände seiner Berathung sind: die Recommunikattonen der ersten Kammer bezüglich der Gesetzentwüife in Betreff der Ausführung der deutschen (Stoib proceßordnung und der ConcurSordnung und in Betreff der Rechtsverhättniffe der Richter, ferner der Gesetzentwurf, das Notariat in Rheinheffen betreffend. Darmstadt, 28. März. Das Großherzogliche Regierungsblatt (Beil. Nr. 8) enthält: 1. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Justiz, die in den Provinzen Starkenburg und Oberhesten legaUsirten Grundbücher betreffend. 2 Verzeichniß der Vorlesungen, Hebungen und Praktika, welche im Sommer-Semester 1879 in den fünf Fachabtheilungen der Großherzoglichen technischen Hochschule zu Darmstadt gehclten werden. 3. Uebersicht der für das Jahr 1879 von Großherzoglichem Ministerium er T y eil. des Innern genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal-Bedürfniffen in den Gemeinden des Kreises Oppenheim. 4. Dienstnachrichten. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben aller- gnädtgst geruhl: am 25. Febr. dem evang. Pfarramts-Candidaten Friedrich Reichert aus Beunde-Hof die evang. Pfarrstelle zu Nieder - Wiesen zu übertragen. 8 März wurde dem provisorischen Zeichenlehrer Otto Rühl zu Worms, unter Verleihung der Rechte eines definitiv angestellten Volksschullehrers, die Stelle eines Zeichenlehrers an den städtischen Schulen zu Worms übertragen; am 10. März wurde dem Geometer 2. Klaffe Johann Wallma- nach zu Nieder-Jr gelheim das Patent als Geometer 1. Klaffe für den Kreis Bingen ertheilt. 5. Ruhestandsversetzungen. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben allergnäbtgst geruht: am 25. Febr. den Forstwarten der Forstwartei Grebenau Förster Franz Joseph Bormuth auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 3. April l. I an, am 2. März den Landgerichtsdiener bet dem Landgerichte Butzbach Heinrich Allendörfer auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen treugeleisteten Dienste in den Ruhestand zu versetzen. 6. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bellersheim mit einem Gehalt von 900 Jt. Eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ueberau mit einem Gehalt von 900 JL Eine Leh. rerstelle an der Gemeindeschule zu Unter-Schönmattenwag mit einem Gehalt von 1000 Jl. Die Stelle einer Lehrerin an der Gemeind schule zu Viernheim mit einem Gehalt von 1000 Jl. Eine Lehrerim enstelle an den städtischen Schulen zu Mainz mit einem Gehalt von 1200 Jl. WormS, 27. März. Der „W. Z." wird telegraphirt: In -estriger Sitzung hat der Reichstag die 2. Rate des Beitrags des Reichs für die Wiederherstellung der Katharinenkirche zu Oppenheim in zweiter Lesung verwilligt und damit den dem Parlament dabet vorgelegten prächtig ausgeführten ganzen Wiederherstellungsplan jener herrlichen Kirche von Oberbaurach Schmitt in Wien und deffen Sohn gutgeheißen. Berlin, 29. März. Dem Bundesrathe ging ein Gesetzentwurf wegen Erhöhung der Brausteuer zu, wonach künftig von den zur Bierbereitung verwendeten Stoffen, und zwar vom Centner Getreide und Reis 4, vom Centner grüner Stärke, Stärke, Stärkemehl, Kartoffelmehl und Stärkegummi 6, vom Centner Zucker und Zuckerauflösung 6, von allen übrigen Malz-Surrogaten 8 Mk. erhoben werden soll. — Der „Reichs-Anz." enthält ein Telegramm des Professors Hirsch, welches meldet: Die ärztlichen Delegirten, welche in Samiana ihre Quarantäne abgehalten haben, begeben sich am 30. März nach Astrachan, wo sämmt- liche fremden Aerzte zusammentreffen. In Wetlianka ist kein weiterer Eptde- mtkfall vorgekommen. — Dem Vernehmen nach hat daS Reichsgesundhettsamt sich auf gestellte Anfrage gutachtlich dahin geäußert, daß der Verlauf und gegenwärtig nicht contagiöse Charakter der Pestkrankheit gestatten dürste, in den diesseitigen Sicherdeitsmaßregiln Erleichierungen eintreten zu lassen. Insbesondere erschie e die Aushebung des Einfuhrverbots für die meisten Artikel, ausgenommen etwa Lumpen, getragene Kleider, Abfälle und dergl., als zulässig. Weiter würde die ärztliche Jnspection in den Seehäfin nur für die aus dem Asow'schen und Schwarzen Meere kommenden Provenienzen und bei dem Landverkehr besondere Sicherheitswaßregeln nur für die aus dem Astrachan'schen Bezirk kommenden aufrechtzuerhalten sein. Aus dem Bezirk Saratow kommende Personen würden einer Jnspection nicht weiter unterworfen sein. Ueber diese gutachtlichen Aenßeriingen wird anderweitig Beschluß zu fassen sein. — Die Kaiserin begab sich heute Vormittag mit den Mitgliedern der königlichen Familie, den Botschaftern, Staatsministern, Generalseidmarschällen Generalen der Infanterie und der Kavallerie, Generaladjutanten, Flügeladjutan', ten und den obersten Hofchargen mit Eztrazug nach Potsdam. Nach endigung der Betsetzungsfeierlichkeiten verweilten die höchsten Herrschaften kurze Zett bet der Frau Erbptinzesstn von Meiningen und kehrten um 121/2 Uhr per Extrazug nach Berlin zurück. Die krouprinzliche Familie trifft einige Stunden später h er ein. Potsdam, 29. März. Die Beisetzungsfeier des Prinzen Waldemar fand in der Fiteder.Skirche programmmäßig um IP/i Uhr statt. Die Kaisern, der Kroi prinz und alle hier anwesenden Mltglteder des königl. Hauses und Fürstlichkeiten wohnten derselben bei. Karlsruhe, 29. März. Die .Bad. LandeSztg." meldet als aus guter Quelle herrührend: Die Hessische Ludwigsbahn werde von Heffen angekauft werden, welcher Staat den Betrieb dieses, sowie seines anderen Bahn- besitzes ernem Stritten überlasten würde. Derselbe würde der Frankfurter Dtrectton unterstellt werden. Straßburg, 29. März. Nach Erlaß des Oberpräsidenten werden die Bekanntmachungen der Landesverwaltung von Elsaß - Lothringen, welche bisher auf Grund der Verordnungen des General-Gouverneurs vom 9. Septbr. und 18. Octbr. 1870 in der „Straßb. Ztg." veröffentlicht worden sind, künftig in der Gemeinde-Zeitung und den Amtsblättern der Bezirkspräsidenten veröffentlicht werden. Vesterreich. Wien, 29. März. Die „Polit. Corresp." meldet aus Konstantinopel von gestern: Eine besondere mobile Truppendtvtsion unter dem Commando Nedschib Paschas wird in Rumelten etwa entstehende Unruhen unterdrücken und das Land von Marodeurs reinigen. — Mazhar Pascha wurde mit der Einführung der englischen Reformen in Kleinasien betraut. — Die „Polit. Corr." meldet aus Bukarest vorn 29. d.: Seitens einer leitenden Großmacht ging der rumänischen Regierung eine dringliche Note in Betreff der Judenfrage zu. Pesth, 29. März. Das ungarische Oberhaus hat den Gesetzentwurf in Betreff der Jnartikulirung des Berliner Vertrages ohne Debatte angenommen. AranLreich. Paris, 29. März. Die „Republique francaise" glaubt zu wisten, daß Waddington eine Note an die Mächte vorbereite, worin er die Forderungen des griechischen Cabinets in der Grenzfrage unterstützt. — Abends. Die Delegirten-Versammlung der landwirthschastlichen Gesellschaften Frankreichs, in welcher 60 Departements vertreten sind, hat eine Resolution angenommen gegen die Erneuerung der Handelsverträge und für Einführung allgemeiner Tarife. Die Versammlung stellt ferner folgende Forderungen: Der Ertrag der Grenzzölle soll zur Herabsetzung der indirecten Steuern, mit welchem gewiste Consumtionsobjecte, wie namentlich Zucker und Getränke, belastet sind, verwendet werden. Für den Ackerbau soll ebenso wie für d e Industrie protectionistische Maßnahmen getroffen werden. Alle land- wirthschastiichen Erzeugniffe des Auslandes sollen einem Ausgleichszoll unterworfen werden, welcher gleichkommt der Summe von Steuern aller Art, welche für gleichartige französische Erzeugniffe erhoben werden. Aus dem Auslande kommender Weizen soll 3 Frcs. Zoll pro Centner zahlen, so lange der Weizenpreis unter 30 Frcs. steht. Diese Resolutionen sollen morgen dem Präsidenten der Republik überreicht werden. Versailles, 29. März. Im Senat brachte Laboulaye den Bericht der Commission für Prüfung des Antrages Peyrat ein. Derselbe schließt mit dem Anträge aus Ablehnung des Antrages aus Berufung des Congrefses. Die Rechte beantragt Verlesung des Berichtes, die Linke ist dagegen, die Majorität aber entscheidet für die Verlesung. Der Bericht giebt Motive für die Aufrechthaltung des Sitzes der Kammern in Versailles und gegen die Einführung irgend einer Veränderung in der Versaflung. Der Bericht wird gedruckt und sodann vertheilt werden. Die Discussion ist aus Dienstag festgesetzt worden. Italien. Rom, 29. März, Abends. Das Amtsblatt meldet: Der König wandelte die Todesstrafe Paffanante's in lebenslängliche Zwangsarbeit um. Rom, 29. März. Wie der „Italia" berichtet wird, hat die zur Prüfung des Eisenbahnbetriebes eingesetzte Commission gestern Vormittag eine Sitzung abgehalten, in welcher der Bericht Laporta's über den Rückkauf der römischen Eisenbahnen verlesen wurde. Die Commission beschloß einstimmig eine Tagesordnung, in welcher die Nothwendigkeit des Rückkaufs anerkannt, aber der Regierung angerathen wird, den gegenwärtigen Betrieb ausrechtzu- erhalttn, um der Commission zur Prüfung des Eisenbahnbetriebes im Königreiche die volle Freiheit der Berathung zu sichern. — General Corte, ehemals Präfect von Palermo, ist zum Präfecten von Florenz ernannt. — Die Königin Victoria ist gestern Nachmittag 5 Uhr in Baveno angekommen. Nurnänierr. Bukarest, 29. März. Die Kammer verwarf ungeachtet der eifrigen Befürwortung des Finanzministers die Regierungsvorlage in Betreff des Tabaksmonopols mit 66 gegen 22 Stimmen. Telegraphische Depeschen. Wagners telegr. Korrespondenz - Bureau. Berlin, 30. März. Der Kaiser empfängt heute Nachmittag 3 Uhr das Präsidium des Reichstages, um 3*/, Uhr das Staatsministerium, und demnächst den Präsidenten des evangelischen Oberkirchenraths. — Der Kronprinz und die Kronprinzessin mit Prinz Wilhelm und den jüngeren Prinzessinnen begeben sich morgen Abend auf etwa 14 Tage bis 3 Wochen nach Wiesbaden. Rom, 30. März. Das Journal „Esercito" meldet: An Stelle des zum Militär-Attache in Berlin ernannten Obersten Orero ernannte das Ministerium den Generalstabs-Hauptmann Pallavicini zum Vertreter Italiens bei der Valkan-Grenzcommission. Major Velini soll Nachfolger des ermordeten Obersten Gola werden. Wien, 30. März. Die „Montagsrevue" meldet: Der Vorschlag Rußlands, einerseits die Vollmachten der europäischen Commission tn Ostrume- lien zu verlängern, anderseits dem von der Pforte einzusetzenden Gouverneur zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung ein gemischtes europäisches Be- satzungs-Contingent zur Verfügung zu stellen, darf als im Princip von allen Mächten angenommen betrachtet werden. Paris, 30. März. Das Journal „Temps" erfährt, daß die französische Regierung ein russisches Circularschreiben, betr. die gemischte Besetzung Ostrumeliens, noch nicht empf.ngen habe, wohl aber einfache telegraphische Mittheilungen bezüglich dieser Anzelegmheit. „Temps" fügt hinzu, F ankreich sei vollständig entschlossen, sich an dieser Occupation in feiner Weise zu bethei- ligen. Emer weiteren Meldung des „T»rnps" zufolge hat Waddington eme neue Regelung der griechisch - türkischen Grenzlinie in Erwägung genommen, welche geeignet sein würde, von den Mächten genehmigt zu werden und auch die Zustimmung der Pforte zu finden. Wien, 30. März. Die amtliche „Wiener Zeitung" veröffentlicht den Berliner Vertrag. DaS Schulwesen in Heffen vor dem Richterstuhl der „Deutschen ReichSpost". (Schluß.) Im letzten Artikel macht der Herr Correspondent auch einige Ausstellungen an den höheren Schulen. Nach der flüchtigen und allgemein gehaltenen Art seiner Bemerkungen zu schließen, scheint er übrigens mit den einschlägigen Verhältnissen nicht besonders vertraut zu sein, will es auch vielleicht nicht scheinen. Da werden die alten Klagen wiederholt von Ueberbürdung und Ueberlastung der Schüler. Diese Klagen hört man im Augenblick aus ganz Deutschland, vielleicht mit einigem Recht. Wir möchten nur darauf aufmerksam machen, daß unsere Regierung ganz außer Stand ist, in einem solchen Fall Abhilfe zu schaffen. Die höheren Schulen haben ihre Berechtigungen vom Reich ; das Reich steckt also auch die zu erreichenden Ziele, und eine Einzelregierung kann sich von diesen für gam Deutschland geltenden Bestimmungen nicht emancipiven, wenn nicht das Reich vorgeht. Uebrigens war der technische Leiter des höheren Schulwesens während seiner Thätigkeit als Gymnasiallehrer gerade wegen seiner Bestrebungen gegen Ueberlastung der Schüler in Lehrerkreisen bekannt Während seiner Amtswaltung ist denn auch, um nur eins zu erwähnen, die altberüchtigte crux der Gymnasiasten, der lateinische Aufsatz, vom Lehrplan verschwunden. Ohne Frage müssen indeß auch viele Beschwerden aus Uebertreibungen fauler und nachlässiger Jungen und nachsichtiger schwacher Eltern zurückgeführt werden. Aber das ist zweifellos: es wird in unseren höheren Schulen jetzt etwas gelernt; die Schüler werden angehalten zu energischer, angestrengter Arbeit und kommen in ganz anderer Weise vorbereitet auf die Hochschule als früher. Recht dankenswerth ist, daß die gegenwärtige Schulleitung in die bunte Mannigfaltigkeit, die früher unsere höheren Schulen auszeichnete, einmal einige Ordnung gebracht hat. Es ist unter Zuziehung der Gymnasialdirectoren ein Lehrplan für Gymnasien ausgearbeitet worden, der bei competentcn Beurtheilern des In- und Auslandes die allgemeinste Billigung gefunden hat- Zur Feststellung eines Lehrplans für die Realschulen ist in allerletzter Zei hier in Darmstadt eine Conferenz sämmtlicher Rcalschuldirectoren abgehalten worden. Ungleichheiten in der Aussühnung kommen freilich überall vor und sind bei uns früher in noch viel höherem Maße vorhanden gewesen. Mit Massenpensionirungen, die der „Reichspost" als Ideal vorzuschweben scheinen, läßt sich da nicht immer Helsen, abgesehen davon, daß Finanzministerium und Kammern für diesen Fall auch mitzureden haben. Ganz besonderes Mißfallen erregt der „Reichspost" das neu eingerichtete pädagogische Seminar in Gießen. Warum, ist uns unerfindlich; sie spricht nämlich ohne wertere Begründung einfach ihr Mißbehagen über diese Schöpfung aus und überläßt es dem Leser, sich die Gründe selbst zu suchen- Das pädagogische Seminar ist unserer Meinung nach eine der zeitgemäßesten und vernünftigsten Institutionen, welche die neue Regierung überhaupt geschaffen hat Sollte der Herr Gegner wirklich in der gymnasialpädagogischen Literatur so unerfahren sein, um nicht zu wissen, daß schon seit Jahrzehnten von den bedeutendsten Gymnasiallehrern und Directoren in ganz Deutschland auf Errichtung von Seminarien gedrängt wird, daß namentlich ein Mann wie Stoy ganz in neuester Zeit wieder sein gewichtiges Wort dafür eingelegt hat? Daß seither so wenig für pädagogische Seminarien an höheren Schulen geschah, ist eine Vernachlässigung der Candidaten des höheren Lehramts gegenüber den Volksschullehrern, eine Benachtheiligung der Kinder gebildeter Eltern gegenüber dem ärmsten Bauernjungen gewesen. Der junge Schuloicar, der in das geringste Vogelsbergdorf geschickt wird, ist zur Ausübung seines Berufes geeigneter, wie der angehende Gymnasiallehrer für den {einigen. Der erstere ist auf dem Seminar wenigstens auf die gröbsten Anfangsschnitzer aufmerksam gemacht worden, der letztere hat vielleicht viel gelernt, vom Unterrichten aber hat er feine Ahnung, und wenn er nicht das Glück hat, zu einem fleißigen und energischen Director zu kommen, so experimentirt er fröhlich darauf los, um bann durch Schaden klug zu werden, leider weniger durch eigenen, als durch den der Schüler *). Wenn das die Jdealpädaaogik der „Reichspost" ist, wir können uns absolut nicht damit befreunden, weil uns die Jugend zum Experimentiren zu kostbar ist. Bei dem Gießener Seminar ist nur Eines zu bedauern, daß nämlich die Einrichtung nicht eine größere Zahl von Seminaristen zuläßt. Nach unserer Ansicht müßte der Besuch des Seminars mit der Zeit für jeden Candidaten des höheren Schulamts obligatorisch gemacht werden- Der beschränkte Raum zwingt uns, zum Schluß zu eilen. Nur noch ein Wort über die Angriffsweise der „Reichspost": Sie macht sich's da oft recht leicht. Ein Beispiel für viele: Da wird erzählt, allerdings ohne Nennung von Ort und Namen, jüdische Schulvorstandsmitglieder hätten bei Prüfungen in den christlichen Religionsunterricht hineingeredet. Das wäre allerdings sehr komisch- Indeß scheint uns, als habe sich hier der Herr Correspondent einen recht ansehnlichen Bären aufbinden lassen- Werden nämlich die bestehenden Vorschriften eingehalten, so ist das gar nicht möglich Bei öffentlichen Prüfungen prüft ausschließlich der Lehrer, bei Visitationen ist die Prüfung Sache der Commission; der Schulvorstand hat nur zuzuhören. Sollte sich aber roirfhd) em jüdisches Schuloor- standsmitglied die Dummheit beigehen lassen, in den christlichen Religionsunterricht drein reden zu wollen, so würden wir den einfältigen Menschen durch Veröffentlichung seines Namens dem allgemeinen Hohngelächter preisgeben. Und warum es die „Reichspost" nicht thut, begreifen mir nicht; sie ist doch sonst gerade nicht sehr rücksichtsvoll gegen den „Samen Abrahams." — Das nennt man Stimmung machen.' Wer über die Schulverhältnisse eines Landes schreibt, muß sich doch auch fragen, was sagen die mitten im Strom stehenden Lehrer zu der neuen Ordnung der Dinge? Die „Reichspost" ist nun in der für sie unangenehmen Lage, zugeben zu muffen, daß die Lehrer damit zufrieden sind. Aber sie fährt fort: „Man hat nämlich mit einer anzuerkennenden Geschicklichkeit unter den „Lehrern die Parole ausgegeben: Ihr müßt unter allen Umständen zu dem „gegenwärtigen Schulregnnent halten- Dasselbe hat gar wenig Leute hinter „sich. Wenn ihr auch von ihm adfallt, so kann es sich nicht halten, und dann „kommt die finsterste Reaction." Die Finte i|t denn doch gar zu grob! Wem will man denn weiß machen, die zweitausend Lehrer unseres Landes ließen sich auf eine so einfältig-plumpe Art den Mund stopfen, wenn sie wirklich mit den Verhältnissen unzufrieden fein müßten? Sie haben sich doch bisher nicht so ängstlich gezeigt, vielmehr haben sie ihre Forderungen stets mit Freimuth und Energie geltend gemacht. Wir wollen der „Reichspost" sagen, warum die Lehrer zu dem gegenwärtigen Schulregiment halten: Weil es der Schule Licht und Luft und freie Bewegung geschafft, weil es den Lehrern Inspektoren gegeben hat, die ihr Geschäft verstehen und für die Schule ein Herz haben, weil es sorgt für anständige, gesunde Schulräume, weil es die materielle Lage der Lehrer in einer Weise ve. bessert hat, wie man sich das vor sechs Jahren nicht ttäumen ließ Deßhalb halten die Lehrer zu dem neuen Regiment, indem sie sich bemühen, ihre volle Schuldigkeit zu thun und an ihrem Theil mitzuwirken, daß unser Vaterland Hessen für das Schulwesen ein Mutterland werde. Möge dieser frische, fröhliche Geist rüstigen Schaffens und treuer Pflichterfüllung unserem Lehrerstande zum Heil des Heranwachsenden Geschlechts erhalten bleiben! Möge aber auch unser oberstes Schulregiment auf dem von ihm betretenen Weg sich weder durch offene noch durch versteckte Angriffe und Schwierigkeiten beirren lassen, sondern energisch durchführen, was sie begonnen. Dann wird es sich um das Vaterland wohl verdient machen! *) Wem fällt ba nicht bas Wort bes Dichters ein: „Schneidet, schneibet ihr Herren, durch Schneiden lernen die Schüler, „Aber wehe dem Frosch, der Euch die Schenkel muß leih'n." Lokales. Gießen, 31. März. Das kaiserliche Generalpostamt erläßt folgende Bekanntmachung. D«s Sammeln von Lausenden oder gar Millionen gebrauchter Freimarken nimmt neuerdings überhand Diese Sache hat ihre sehr bedenkliche Kehrseite; tnvem verichiedene Anzeigen darauf Hinweisen, daß — wie eS im Auslande vorgekommen ist — die Gutmüthigkeit achtbarer Personen von Betrügern gemißbraucht wird, um auf leichte Art große Mafien von Freimarken behufs deren nochmaliger Verwerthung zusammenzubringen. Da die Wiederbenutzung ent- -wertheter Freimarken nach dem Strafgesetzbuche geahndet wird, so möchte die Mahnung an ^lle Freimarkensammler nicht überflüssig sein, bet der Betheiligung an derartigen Sammlungen sorgfältig zu erwäge», ob nicht etwa schwerwiegende Folgen für sie selbst aus einer solchen Betheiligung entstehen können. _______— Zwei Strich-Nymphen wurden gestern Abend abgefaßt und im Arresthaus einlogirt. B er m i f ch t e s. Dillenburg, 24. März. Außerordentlich zahlreich war gestern der Besuch ves hiesigen Rathhaussaales in dem die Arbeiten unserer jungen Bauschule, namentlich Zeichnungen, ausgestellt waren. Mit großem Jnterefie wurden die einzelnen Arbeiten, welche — mit einfachem Freihandzeichnen in der dritten Classe der Schule beginnend — alle Zweige bei Zeichenunterrichtes, der darstellenden Geometrie und Schattenlehre, der Bauconstructionslehre und des auf letztere gegründeten Bauconstructionszeichnens zur Darstellung brachten, besichtigt, und kann mit Befriedigung constatirt werden, daß das allgemeine Urtheil, wie namentlich daS^ jenige fachkundigir Leute, sich über die Ergebnisse der Schule höchst anerkennend ausspricht. Namentlich lassen die au-geführten Zeichnungen von Gewölbe- und Mauerconstructionen, vom Steinschnitt, Treppen-, Dach- und Zimmerconstructionen, wie die bis ins Detail durchgeführten Zeichnungen der verschiedenartigsten größeren baulichen Anlagen (welche sämmtlich nicht nach Vorlagen, sondern auf Grund gestellter Aufgaben gefertigt sein sollen), erkennen, daß die Schüler, insbesondere der oberen Klassen, welche auch ihre» früheren Unterricht zum großen Thctl bei Herrn Schönebeck erhielten, ihre Aufgabe richtig erfaßt und die Befähigung erlangt haben, vas Erlernte in richtiger Zeichnung darzustellen. — Das Elend im Spessart ist, wie man uns berichtet, in derThat groß und eS blutet einem Jeden, der nur einiger Maßen fühlt, beim Anblicke der bleichen und vor Hunger ganz abgemagerten Leute förmlich das Herz. Die Spenden fließen zwar jetzt reichlicher als anfangs, aber es sind der Dürftigen zu viele, als daß die eingesandten Gaben ausreichen könnten. Deßhalv thut weitere Hülfe Noth. Allgemeine Bekanntmachung. 2065) Das Fahren der zwei städtischen Gießfäffer soll im Submissions- wcge vergeben werden. Die hierauf Reslectirenden wollen ihre Offerten binnen 8 Tagen von heute an verschloffen bei unterzeichneter Stelle, woselbst die Bedingungen eingesehen werden können, einreichen. Gießen, den 28. März 1879. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. r Anzeiger. Hoszoersteigerung in der Oberförsterei Wahlen. 2100) Es kommen zur Versteigerung: I. Dienstag den 8. April in den Districten Kirchhainerbag und Grebenhainsheck^n txt Forstwartei Wahlen: 271 E chen-Stämme mit — 218 Cubrkmeter, zum großen Theile ausgezeichnet schöne und starke Klötze, bis zu 60 Centtmeter Durchmeffer und 15 M-ter Länge haltend; 4 Nadel- und 2 Buchen-Stämme; 19 Eichen- und 27 Buchen-Derbstangen. II. Mittwoch den 9. April in den Districten Sauerbornshege, Herzerhege und Hoföyege der Forstwartei Lehrbach 1: 294 Eichen-Stämme mit ----- 108 Cublkmeter; 9 Birken-, Buchen- und Aspen Stämme; 152 Eicken- und 32 Nadel-Derbstangen. Die Eichen-Stämme eignen sich theils zu Schnitt- und Baustücken, thetls, nebst den Eichen - Derbstangen, in vorzüglichem Grade zu Wagnerholz. Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen Morgens präcis um 9 Uhr aus dem Kreuzungspunkte des Müllerwegs und Lehrbach-Wahlener Vicinalwegs im District Herzerhege. Wahlen, am 28. März 1879. Großherzogliche Oberförsterei Wahlen. Stumpf. OberlMche Eisenbahnen. 2098) Zum Verbands-Gütertarife für den Verkehr mit der Bayerischen Staats- dahn gelangt mit dem 1. f. M. der 3. Nachtrag zur Einführung. Derselbe enthält Ermäßigungen im Verkehr mit Lindau, Aufnahme der Bodensee- nferplätze Romanshorn, Rorschach und Bregenz. Exemplare des Nachtrags ä 5 Pf. sind bei den Expeditionen, sowie unserer Druck- sachenverwaltung zu beziehen. Gießen, den 27. März 1879. Großherzogliche Direction. __Mohn.___________ Bekanntmachung. 2097) Die am 27 und 28. März ■b. I. in dem Stadtwald zu Hungen abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt und können die Abfuhrschetne vom 2. April an bei Großherzoglicher Bürgermeisterei Hungen in Empfang genommen werden. Hungen, am 29. März 1879. Großheizogl. Bürgermeisterei Hungen. Bender. Holzverfteigerung. Dienstag den 8. April l. I., Vormittags 8 Uhr anfangend, sollen in den Waldungen der Gemeinde Keffelbach, Districte Rüdengeheeg, Neu- geheeg und Kohlkaute: 3 Eichenstämme von 22—26 Ctm. Durchmeffer u. bis zu 17 Mir. Länge, 208 Nadelstämme von 11—39 Etm. Durchmeffer u. bis zu 16 Mir. Länge, 16 Buchen- und Birkenstämme von 10—62 Etm. Durchmeffer und bis zu 5 Mtr. Länge, 186 Nadel-Derbstangen, 790 Nadel-Reisstangen zu Bohnenstangen geetguet, 25 Rmtr. Buchen-Scheiter, 70 „ Nadel-Scheiter, 10 „ Buchen- und Birken- Knüppel, 351 „ Nadel-Knüppel, 538 , Buchen- u. Nadel-Reisig, 118 „ Buchen- u. Nadel-Stöcke öffentlich versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am District Rüdengeheeg bei Nr. 1. Keffelbach, am 29. März 1879. Großh. Bürgermeisterei Keffelbach. 2109)_______Becker.____________ Holflchneiderei-Verkauf. Donnerstag den 17. April, Nachmittags 2 Uhr, Versteigerung der Holzschneideret der Gebrüder Köhler in Gießen mit Dompsmaschtne, einem dreistöckigen Wohnhaus und einem Bauplatz, zusammen oder getrennt. Das Werk ist tm Betrieb. Gießen, den 19. März 1879. 2096) Th. Batst, Hofg.-Ado. Mittwoch den 2. April, Nachmiitags von 3 Uhr an, werden 24 Haufen Pappel- und Linden- rnser von den Schoorbäumen, sowie 23 Haufen Obstbaumreiser und eine Partie abgängige Obstbäume auf städtischen Triebvierteln öffentlich versteigert. Die Zusammenkunft ist am Wall- thor. Bemerkt wird, daß eine große Parthie der Reiser zu Elbsenretser verwendet werden kann. Gießen, den 29. März 1879. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 2108) A. Bramm. HolzoerfleiMMig in der Fürst!. Oberförsterei Lieh. In den Districten Münchwald, Schwarze Kuh, Wehrholz und Erlesberg sollen versteigert werden: Montag den 7. April: Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter Wellen Eichen — 24 — 350 Buchen — — — 970 Nadelholz 10 58 36 3210 Zusammenkunft Morgens 10 Uhr bei Mühlsachsen. Dienstag den 8. April: 192 Fichten- u- Kiefern-Bauhölzer, kantig beschlagen, in Stä-ken von 10 — 25 Etm., zusammen mit 49,41 Cbm. Inhalt, ferner tm Wehrholz: 478 Eicheustangen mit 10,67 Cbm., SO Fichtenstämme mit 8,17 Cbm. und 1297 Fichtenstangen mit 50,85 Cbm. Inhalt. Zusammenkunft Morgens 10 Uhr am ErlcSbeig unweit der Grünberger Straße, wo mit dem beschlageneu Holze der Anfang gemacht wird. Sich, den 31. März 1879. 2099) Wtmmenaner, Forstrath. Arbeitsversteigerung. Freitag den 3. April l. I., Vormittags 10 Uhr, sollen auf hies. Bürgermeisterei nachstehende Arbeiten durch Versteigerung öffentlich in Akkord gegeben werden, a's : JC. Glaserarbeiten an der Kirche, veranschl. zu 66,— Weißbinderarbeit daselbst, veranschl. zu 66,72 Maurerarbeit an der Ortsstraße (Anfertigung eines Durch- laffes), veranschl. zu 52 50 Oppenrod, den 29. März 1879. Großh. Bürgermeisterei Oppenrod. I. A.: (2101 K. Schön, Beztrksbauaufseher. Hohverfleigerungen in der Fürstlichen Oberförsterei Hohensolms. Montag den 7. April er. soll in den Districten Hollerberg und Lappens rg nachstehendes Gehölz ver- stei ert werden: 52 Rmtr. Buchen-Scheitholz, 215 „ Buchen-, Eichen- und Tannen-Prügelholz, 179 „ berJ. Stockholz, 8070 Wellen dergl. Reisholz, 130 gerinae Eichen - Stämme mit 37,48 Fstmtr. zu Wagner- und Grubenholz geeignet, 33 geringe Fichtenstämme mit 6,18 Fstm., 46 Stück Eichenstangen für Wagner, 65 „ Fichtenstangen zu Sparren und Leiterbäumen geeignet. Der Anfang der Verweigerung ist Morgens 9 Uhr im District Hollerberg zunächst Hohensolms und wird noch bemerkt, daß die Eichenstämme im District Lappenberg lieaen und erst Nachmittags zur Versteigerung kommen. Alsdann wird Mittwoch den 9. April er., Morgens 9 Uhr anfangend, in dem District Fnckslöcher zunächst Oberlemp nachstehendes Gehölz versteigert : 50 Rmtr. Kiefern-Prügelbolz, wobei ca. die Hälfte 2,5 Mtr. lang geschnitten ist und sich zu Grubenholz eignet, 216 „ Kiefern Siockholz. 1400 Wellen Kiefern-Reisholz, 83 Kiefernstämme mit 29,61 Fstm. 415 Ki fernstnraen I. und II. El. Hohensolms, om 29. März 1879. Fürstliche Oberförst.rei Hohensolms. 2106)Dörmer, Reviersörster. Zu verkaufen aus dem akademisch, xorstgartcn 4 jährige Lärchen, Eschen, 5jährige Ahorn, 1—3jährige Kiefern, Schwarzkiefern, Seekiefern, Fichten rc- Näheres zu erfragen beim 2121) Gartenaufseher Earl Dormer. Versteigerung von Pappelstämmen und Reisern. 2116) Die auf nachbenannten Straßen aufgearbeiteten Pappelstämme und Reiser sollen an den dabei bemerkten Tagen meistbietend versteigert werden und zwar: 1- auf der Straße Gießen nach Groß- Linden Donnerstag, den 3. April d. I. 5 Stämme bester Qual. v. 7—9 m. Lange, 70 bis 80 cm. Durchmesser und 3 Haufen Reiser. Anfang Morgens 9VrUhr vor Klein-Linden. 2. Auf der Straße von Lich nach Butzbach Freitag, den 4. April 49 Haufen Reiser Anfang Morgens 9*/z Uhr in Lich am Pofthaus 3. Auf der Straße von Gießen nach Lich Montag, den 6. April 24 Haufen Reiser. Anfang Morgens 9V2 Uhr in Lich am Posthaus. Die resp. Großherzoglichen Bürgermeistereien werden ersucht, diese Versteigerungen im Interesse ihrer Gemeinden besonders bekannt machen zu lassen. Gießen, den 31. März 1879. Großherzoal. Kreisbauamt Gießen. Zn Vertretung M. Wahl Großherzoglichcr Kreisbauaufseher. Aeilgeöotenes. 2115) Rothen, weißen, Luzerner Klee- samrn, Grassamen, künstliche Dünger bei Emil Pistör. Subsellien für 70—80 Schüler, erst ganz kurze Zeit gebraucht, sind wegen Auflösung der Privattöchterschule zu Marburg sofort billig zu verkaufen. Dieselben können durch Vermittlung des Apotheker Siebert besichtigt werden.___________________ (2105 Mir 9 Mark. 14 Berl. Ell. schönen dunklen Kleiderstoff und 1 woll. Damen - Umschlagetuch, .solide, 1 eleg großes Mohair-Kopftuch, 3 weiße Damentaschentücher, rein leinen, 1 Paar Zwirn-Damen-Handschuhe, 1 weißes seidenes Damen-HalStuch, versendet alles zusammen gegen Postnachnahme von 9 Mark die Weberei von F. Oppenheim in Berlin, Seba- stianstraße 66.__(2110 2102) Ein gut gehaltenes Pianino umzugshalber zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bl. XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX&XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX 00 CO o N xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxaxuxsmxxxxxx« MXXXXXXXXXXX adere f aus. Som Ausverkauf fertiger Herren- & Knabenklcider Schulstrake 21, anzuschaffen. — Das Lager soll wegen vollständiger Liquivirung des Fabrikgeschäftes in Kürje gänzlich geräumt sein und werden sämmtliche Artikel weit unter Selbstkostenpreisen abgegeben. Verzeichnete Gegenstände stehen nicht wie anderwärts nur auf dem Papier, sondern sind zu angeführten Preisen vorräthig. Preisverzeichniss: SSS Complette Herren-Anzüge in Jacquet-, Gehrock-, oder Sackfacon, größte Auswahl, moderne Stoffe, gute Arbeit, von Mk. 14, 18, 20, 22, 25, 28, 30 bis Mk. 45. Bl" Frübjabrs- und Sommer-Ueberzieher in großer Auswahl von Mk. 7, 9, 11, 14, 16, 18, 21, 24 bis Mk. 30. ■fifis Jacquets, ein- oder zweireihig, von Mk. 7, 9, 11, 12, 14, 16 bis Mk. 22. SB Joppen, mit und ohne grüne Einfassung, von Mk. 5, 6, 7, 8, 10, 11, 13 bis Mk. 20. BS Einzelne Hofen in Woüestoff, modernem Schnitt und dauerhafter Arbeit, von Mk. 5, 6, 7, 9, 10 bis Mk. 14. SSES Hosen mit eleganten Westen von Mk. 7, 8, 9, 11, 12, 13 bis Mk. 20. BBS Schwarze Anzüge, do. Röcke, einzelne schwarze Hofen und Westen auffallend billig. B Knaben Anzüge in allen Größen, schon von Mk. 2,50 an. SIB Knaben Hosen do. mit Westen, sowie einzelne Knaben-Säcke und -Joppen und Constrmanden- Anzüge, sehr preiswürdig. Arbeiter-Hosen in Baumwolle, Halbwolle, Englisch-Leder, die billigste Sorte Mk. 1,50. ; Rur noch kurze Zeit im Laden des Herrn Dr. Dornseiir, 21. Sehulslrasse 21. Um Geld zu sp liegt es im Interesse eines Jeden sich seinen Bedarf in Kleidungsstücken im 2018 i Rothe und weiße Frühkartoffeln, Dickwurzeln zu haben bei __________Chr. Svieß, Neuenweg. 2066) Gute Frühkartoffel _______K. Malkomesiu-, Neuenweg. 2054) Ein Haufen Kuhmist zu verkaufen- S. Goldenberg, Löwengasse. 2026) 2 Kauten Mist zu verkaufen. ___________Gebrüder Lotz. 1822) Eine Kaute Mist zu verkaufen. ________________________Aster weg A. 108. Samen-Handlung von darl Heines empfiehlt (1911 alle Sorten Samen, frühe Rosen ■ Kartoffeln, 12Vr Kilo 1 Mk. 2V. 1959) Eine neue zweischl. Bettstelle mit Strohsack, Seegrasmatratze und dito Keilkissen, billig zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bl. Patent Ledersohlen. Dieselben sind bei Herrn Carl Berg zu gleichen Preisen wie bei mir zu haben. 1780 Theodor Hüchler. (wobei sich auch die ärmsten und obdachlosen Brandbeschädigten ohne Ausnahme betheiligt haben.) Alice Stiftung. In Folge unsres Aufrufs sind an Beiträgen bis jetzt gezeichnet worden und eingegangen: 1. Von Einwohnern der Stadt Gießen M. 1872. 90. 2. II Gemeinde Burkhardsfelden 8. 10. 3. II H II II Leihgestern 22. 25. 4. •• Hausen 5. 10. 5. II Mainzlar 3. 20. 6. II II II il Albach 4. 82. 7. n II II Heuchelheim n 30. 10. Summa: M. 1946. 47. Indem wir den Empfang dieser Beiträge, die wir wegen der großen Anzahl der Geber nicht im Einzelnen veröffentlichen können, mit herzlichem Dank bescheinigen, bitten wir diejenigen Bewohner und Bewohnerinnen der Stadt Gießen, welchen die Sammellisten nicht zugekommen sein sollten, ihre Beiträge an unsren Kassirer: Herrn Commerzien- rath Karl Gail, oder an die Exped. d. Bl- gelangen lassen zu wollen. Gießen, den 30. März 1879. Das Comite für den Kreis Gießen. Der Vorsitzende Hahn. Bo(6s6iröunfl8oerem. 2111) Dienstag den 1. April, Abends 8 Uhr, findet in den W irt" s ck a f t s l o c a l l t ä t en der Bramm'schen Restauration ein dritter Vortrag des Herrn Professor Dr. Bratuscheck über die „Befreiung des deutschen Arbeiterstandes" statt. Um zahlreiche Betbe-ltaw g wird gebet.n. Der Ausschuss. Mermiethungen. 2122) Ein kleines Familienlogis sofort zu vermiethen. Caplansgasse 0. 196. 2119) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen.__Marburgerstraße ßit._A. 179. 2117) Der oberste Stock meines Hauses ist per 1. Juli anderweitig zu vermiethen. <>$. Wiih. Weidi^ Marktplatz Nr. 8. 2103) Ein schönes ncurnöblirtes Zimmer vermitthet. Eugen Kaufmann, Alicenstraße 105. 2104) Zwei möblirte Zimmer (bisher von Einjährigen bewohnte sofort zu vermiethen. _________Ww. Hanitsch, Kirchenplatz. 2107) Ein Nebengebäude (zum AUein- bewohnen) mit etwas Grabland zu ver- rniethen. Wo? sagt d^Exped. d. Bl. 1583) In der Nabe der Kaserne ist ein schön möblirtes Zimmer an einen Einjährigen ui vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Dl.___ 1995) Ein freund!, möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei __________________C. Rahn, Lehrer. 2006) 5 Zimmer, Küche :c. im 1. Stocke, gleich beziehbar, zu vermiethen. __F. Zöller, Neustadt. 426) Die Wohnung des Herrn Professor Dr. Seuffer t ist wegzugshalber per 1. April d. I. ganz oder getrennt zu vermiethen. A. Griffe. Bürger-Club. Dienstag, den 1. April, Abends S Uhr, im Cafe Klein (Carl Fuhr): Generalversammlung der austerordentlicben Mitglieder. Tagesordnung: Mahl des Uergniigungscomite's______(2085 2118) Um den vielfachen Anforderungen zu entsprechen, wird der Termin zur Abgabe von Anmelrungen zur Ausstellung bis zum O. April ind. verlängert. Eberheff. Vichversich. Anstalt. Generalversammlung u. Ausschußlihung Samstag den 5. April 1. Js., Nachmittags 1 Uhr, im Gasthause „Zum Solms^r Hof" in Hungen. Tagesordnung: Nechnungsablage. Dorstandswahl. Berathung über Vereinsangelegenheiten. Sich, den 29. März 1879. 2113)______________________Der Director: Gros.______ 2112) Gesucht 2-3 Zimmer zum 1. 2120) fifrr Direktor Albkrli! Mai mit oder ohne Küche. o Näheres Lindenplatz A. 244. 2Bo bletbt der Dükt^rich r jtS'i i 1683) Ein miolirted Zimmer für einen Einjährigen zu vermiethen. _________________Feldwebel Seim. 1415) Erne Wohnung, bestehend aus 4 Zimmern, Küche, Keller rc. im 3. Stock ist zu vermierheu. Kaplansgasse 218. Näheres bei Herrn Photograph F. Gerbod e.______________________________ 1470) Der untere Stock in meinem Hinterhause, sowie Mansardenwohnung im Bord er hause zu vermiethen. Carl Haas, a. d. Actienbrauerei. 1937) Die Wohnung des Herrn Pros. Dr. Mattier ist durch dessen Wegzug Anfangs Mai oder Ende Juni zu vermiethen. ______________________Ehr. Petri. 1957) Wohnungen zu vermiethen. __Mühlgusse D. 79. 2029) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen im Hause des Herrn ______Dr. Felsing, Neue-Bäue Nr. 92. 2031) Möblirtes Zimmer zu vermiethen. ___________________Neuenweg B. 204. 1744) Em möblirtes Zimmer zu oer- miethen.__________Sonnenstraße B. 65. 2028) Eine kleine Fanrilienwohnung;u vermiethen______I. Becker Wallthor. 2032) Fein möblirte Zimmer zu vermiethen.__________________Wctnsaal. 2039) Ein schon möblirtes Zimmer für einen Einjährigen zu vermiethen. Zu erfrageii bei der Exped. d. Bl. 2062) Zimmer zu vermiethen bei _______H. Noll, Sonnenstraße B. 74. 2063) Ein möblirtes Zimmer an einen Einjährigen zu vermiethen im Hause des Herrn K. Lotb, Brandgasse._________ 2090) In der Nähe der Kaserne ist ein schön möblirtes Zimmer an einen Einjährig-Freiw. zn vermiethen. ______________Emil Lotz, Kirchenplatz. 2053) Em schön möblirtes Zimmer zu vermiethen bei Jean Boock, Wallthorstraße Nr. 223. 2048) Ein Familienlogis zu vermiethen und gleich beziehbar. ____Fr. Blumöhr, Schießgärten. 1750) Kleine freundliche Wohnung und Werkstatt zuvermiethen. Chr. Horeyfeek. 1708) Ein kleines Familienlogis zu vermiethen. Wallthorstraße Nr. 137. 1500» Ein Laden mit Logis, in welchem seit 3 Jahren ein Kleider-geschäft mit bestem Erfolg betrieben worden ist, ist bis 1. August anderweit zu vermiethen oder das Haus zu verkaufen. Zu erfragen bei Wild- händler Ebel, Marktstraße Vermischte Anzeigen. 2114) Im Anfertigen von Gartenspalnren Hütten, Hallen, Wasckpfählen und sonstigen Zimmerarbeiten empfiehlt sich bestens Zimmermeiftec fettster, Gartfeld.__ Auf 1. October sucht eine geräu- mige Wohnung Steuer-Commiffär Süffert. Veraxtwortlicht Äebadiow: L Scheyda. — Druck und Verlag der Brüdl'sche« Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Bietsch) in Gieße«.