Nr. 281. Erstes Blatt. Sonntag, den 1. December 1878 Hichmer Anzeiger AMlgk- UÄ AmtÄkit fit dkll Kreis Gicht«. RedacttonStmrea« r NxptdittonSburearr: Schulftraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. flimmer gewählt. Paris, 29. November. Ein Telegramm des „Journals des Dubais aus London bezeichnet die Nachricht von der Sendung einer englischen Note nach Petersburg, betr. die Ansprache des Generals Kaufmann, als unbegründet, mit dem Zusatze, daß die Beziehungen zwischen England und Rußland einer Verständigung günstig seien. Madrid, 29. Novbr. Das ministerielle Journal „Polttica" schreibt: Die Regierung halte keine außerordentlichen Maßregeln für erforderlich. Die demagogischen Anschläge in Saragossa und Kreta seien ohne Bedeutung. — Zwei an einem Complot bethetligtc Marine -Osficiere sind aus den Kadres entfernt. Athen, 29. November. Die Regierung ist auf nichtamtlichem Wege von der Ernennung der türkischen Commission zur Bestimmung der neuen Grenzen unterrichtet worden. Die Kammer hat mit 83 gegen 64 Stimmen das Gesetz wegen Organisation der Mobilgarde angenommen. Vermischtes. Darmstadt, 28. Novmbr. Das Verordnungsblatt für die evangelische Kirche des Grosthbrzogthums veröffentlicht eine Tabelle, worin in übersichtlicher Weise die Procentsätze hinsichtlich des Kirchen- und Abendmahlbesuchs, des Verhältnisses der blos civiliter Getrauten zu den kirchlich Getrauten, der unehelichen Geburten zu der Gesammtzahl der Geborenen, und der nicht kirchlichen Beerdigungen zu der Gesammtzahl der Beerdigungen nach den einzelnen Dekanaten mitgetheilt sind. Am schlechtesten von allen größeren Städten scheint hiernach der Kirchenbesuch in Offenbach zu sein, wo etwa nur 1,6 pCt. der Bevölkerung im DK „Nordd. Allg. Ztg." meldet: Se. Maj. der Kaiser und König hat auf Antrag deS evangelischen Oberktrchenraths genehmigt, daß zur Feier seiner Wiedergenesung in allen evangelischen Kirchen am 8. December ein Dankgottesdienst stattfinde. Rom, 29. November. Im Senat wurde mitgetheilt, daß Cairoli eine chlechte Nacht gehabt hat. Cambray Tigny und Casati kündigten Interpellationen wegen Anwendung des Sicherhe!tsgesetzes auf anarchische Vereine an. — Die Deputirtenkammer verhandelte über die Trockenlegung der Campagna Romana. Ancona, 28. November. „Corriere della Marche" meldet, daß der Kriegsminister auf Grund von Gutachten der Eeneralprocuratoren bei den Casiationshöfen gestern die Gerichtsbehörden beauftragt hat, gegen die Barsanti- Clubs mit gleichzeitiger Schließung der Vereinslocalstäten vorzugehen. Berkin, 29. November. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Die österreichisch-ungarischen Commisiarien zur Wiederaufnahme der commerctellen Verhandlungen werden Sonntag ober Montag erwartet. Nach Ablehnung des von deutscher Seite gemachten Vorschlages auf einjährige Verlängerung des bestehenden Handelsvertrages ist statt dessen und als Ersatz ein den wichtigen Veredelungsverkebr mitumfassender Meistbegünstigungsvertrag, wobei Tartspost- honen nicht in Frage kommen sollen, in Aussicht genommen. Hieraus werden die Verhandlungen gerichtet sein. Doch bleibt die Erreichung einer Verständi- aung immerhin fraglich. Diese ist an und für sich schwierig, die Zeit ist kurz und'es scheint, daß ein einflußreicher Theil der österreichisch-ungarischen Presie diese schon vorhandenen Schwierigkeiten, anstatt sie im beiderseitigen Interesse zu vermindern, eher zu vergrößern sich angelegen sein läßt. Bukarest 29. November. Der Minister des Innern hat seine Entlastung genommen; Cogalniceanu ist interimistisch mit der Leitung des Ministeriums des Innern betraut. Rosetti wurde zum Präsidenten der Deputirten- Derttschtaud. Berlin, 28. November. Der Zoll- und Steuer-Ausschuß des Bundes- raths hat bet dem letzteren beantragt, folgendem Gesetz, betreffend die Abänderung des Gesetzes vom 10. Juni 1869 über die Wechselstempelsteuer, seine Zustimmung zu geben: Wir Wilhelm von Gottes Gnaden rc. verordnen im Namen des Deutschen Reiches nach erfolgter Zustimmung des Bundesraths und des Reichstags was folgt: Art. 1. An die Stelle der §§ 2 und 3 des Gesetzes vom 10. Juni 1869, betreffend b;e Wechselstempelsteuer, treten die nachfolgenden Bestimmungen. § 2. Die Stempelabgabe beträgt: von Summen von 200 eX und weniger 0,10 «X, von einer Summe von über 200 bis 500 «X 0,25 eX, von einer Summe über 500 bis 1000 «X 0,50 «X., über 1000 bis 1500 en walt^na Scehöndl?ng, Münzverwaltung und das Gcsetzsammlungs^Amt 0ene^)mt9t. SBtnbb und Richter (Hagen) sprechen für Aufhebung, v. Benda und Graf L.mburg- ^rst (Meppen) un 8 ^ Ölungs-Institutes. Dom Reglerungs-Commiffar wlro bÄu* ,”Ä H'nb-'-k -Vf ihr. B-nkg-fchäft. mchgewirsen. - X SbvSrtWt "°n M°n.°g wird ein« Ruh- kleinere. Klagen ge.etzt, ba.unt« der Gesetzentwurf bezüglich der Reffortveränderungen im Ministerium. ßabore 29. November. General Brown führte eine Recognosctrtmg au« aus ber Straße nach Dj.llalabab, 10 Meilen weit bis zu dem am Mut Di- „Ag-nzia Stefan.» meldet. Die bei den letzten Verhaftungen beschlagnahmten Schriftstücke bieten der Regierung eme genaue Einsicht in die Organisation der Internationalisten und deren auswar. tige Beziehungen. - Die „Opintoue« bestätigt, daß em ministerielles Rund- schreiben betreffs Verfolgung der Barsanii-Elubs ergangen ,st. Berlin, 29. November. Wik die Abendzeitungen vernehmen, sind heute Mittag etwa 40 hervorragenden Mitgliedern der Socialdemokratie, darunter auch Haffelmann und Fritzsche, durch dass Polizei-Präsidium Ausweijungsorore. zugestellt worden. Lokal-Notiz. W. Gießen, 30. November. Nichts ist so schlimm, es hat auch sein Gutes. So baben die neuerlichen Brände Anlaß gegeben, daß vor einigen Wochen in Heuchelheim und in dieser Woche zu Groß-Linden freiwillige organisirte Feuerwehren gebildet worden sind. Die Ortsvorstände beider Gemeinden haben in Würdigung des Werthes einer zeitgemäß geordneten Feuerwehr einstimmig die nöthigen Mittel zur Uniformirung und Ausrüstung der Mannschaften bewilligt und die jungen Männer haben es um so weniger an sich fehlen laffen, als in beiden Gemeinden Mitglieder des Ortsvorstandes selbst mit gutem Beispiel vorangegangen sind und sich in die Dienstliste eingetragen haben. Die Feuerwehr Heuchelheim, aus gegen 60 Helmen bestehend, dürfte in ihrem Hauptmann, Fabrikant Mylius, den rechten Mann gefunden haben, und für Groß-Linden steht ebenwohl ein Mann in Aussicht, den Besonnenheit und Energie, sowie volle Hingabe für die gute Sache, zur Führung befähigen. Mögen nun die anderen größeren Gemeinden unseres Kreises nicht zurückbleiben, auf daß der Feuerswutz bei uns ein allgemeiner werde. „Früher war ich ein Nachtwandler, jetzt aber bin ich ein glücklicher Mann, seit unsere Feuerwehr besteht, kann ich wieder schlafen", sagte neulich Herr Kaufmann und Ortsvorstand Moll in Allendorf beim zweiten Jahresfest der dortigen Feuerwehr. Dies Wort dürfte den Vorständen der anderen Ortschaften zu denken geben, denen es jetzt dazu durch die Beihilfe der hiesigen Feuerwehr so leicht gemacht wird, ihren Gemeinden die Wohlthat eines zuverlässigen Feuerschutzes zu geben. Die Jugend ist überall willig zu gemeinnützigem Werke; möge jene das andere Wort schlagen, das die Ortsvorstände die Väter der Schwierigkeiten nennt. --Heute wurde wiederum Seitens der Schutzmannschaft mit der Revision der Maaße und Gewichte in den verschiedenen Läden fortgefahren. Ein Monstrum von einer sog. Salz- waaae wurde in der Nähe der Polizeiwache aufgefunden. Diese Waage hatte ursprünglich zwei Blechschalen. Um jedoch ber Waage ein eleganteres Ansehen zu geben, hängte man statt der einen Blechschale eine Pvrzellanschale in vielleicht dreifachem Gewichte an, ohne das Gegengewicht auszugleichen. Man muß wirklich staunen über die Naivität der Verkäufer,^ um keinen anderen Ausdruck zu gebrauchen. --Heute Vormittag wurde auf dem Kreuz eine Frau durch einen Wagen überfahren. Ohne weitere Verletzungen davongetragen zu haben, konnte die Ueberfahrene ^ihren Weg fortsetzen. _ _____________________________________________ Jahre die Kirche besucht, während in Gießen dies von ca. 4,3, in Mainz und Darmstadt von 6,3, in Worms von ca. 7,4 pCt. der Berolkerung geschieht. Auf dem Lande ist dagegen der Kirchenbesuch ein mehr erfreulicher und steigt in einzelnen Dekanaten bis nahezu 40 pCt. In Starkenburg zeichnet sich das Dekanat Groß-Umstadt durch regeren Kirchenbesuch aus, während nicht zu verkennen ist, daß in der Provinz Oberhessen im Allgemeinen noch am meisten kirchlicher Sinn bei der evangelischen Bevölkerung herrscht. Im Zusammenhang hiermit steht wohl die Thatsache, daß diese Provinz in der Reael die wenigsten, die Provinz Starkenburg dagegen die meisten Schwurgerichtssälle aufzuweisen hat. An Seelen hatte im Jahre 1877 die Superintendentur Darmstadt 253,535, die Superintendentur Gießen 229,828, die Superintendentur Mainz 117,005, die ganze Landeskirche 600,368. Zur Landeskirche Ubergetreten waren 35 Katholiken, 156 von anderen christlichen Confessionen, 21 von anderen Religionen, zusammen 211. Ausgetreten waren: zur katholischen Kirche 4, zu anderen christlichen Konfessionen 17, zu anderen Religionen 2, zusammen 23. Von der Landeskirche Getrennte gab es zu Ende 1877: Altlutheraner 146, Dar- bysten 31, Baptisten 167, Tempelbrüder 17, Freiprotestanten 4209. An Ehescheidungen sind angegeben 32; an von Evangelischen gehaltenen Wirths- häusern in der Superintendentur Darmstadt 1611, Gießen 1608, Mainz 603, zusammen 3822; an öffentlichen Tanzbelustigungen in der Superintendentur Darmstadt 1518, Gießen 759, Mainz 588, zusammen 2865. — An Selstmorden: Superintendentur Darmstadt 75, Gießen 37, Mainz 20, zusammen 132. — An Bestrafungen von Evangelischen wegen Sonntagsentheiligung: Superintendentur Darmstadt 225, Gießen 74, Mainz 38, zusammen 337. Darmstadt, 29. November. Wir machen namentlich die Herren Züchter von Kana- rten und ausländischen Vögeln auf den am 1. und 2. December im Hotel zur Post dahier abzuhaltenden Vogelmarkt aufmerksam, indem daselbst Gelegenheit geboten ist, nicht nur Zuchtmatertal von allen Kanartenraffen und Exoten, sondern auch vorzügliche Vorschläger billig zu erstehen. Die Vögel können abgehört werden und somit ist Jeder im Stande, sich das für ihn Taugliche bequem auszusuchen. Außerdem werden von einer Commission unparthettsch alle Ka- nartcn vorher schon abgehört und dürfen als fehlerfreie Sänger nur solche Vögel verkauft werden, welche die Commission als solche spectell bezeichnet hat. Die Preise sind sicherem Vernehmen zu Folge durchaus keine hohen, erreichen wenigstens die meist von den Händlern für gute Sänger geforderten hohen Summen nicht, wodurch selbst bet geringen Mitteln ein Ankauf möglich gemacht ist. Darmstadt, 27. November. Anknüpfenv an die neue Verfügung des Ministeriums, wonach in Zukunft auf den Ladungen rc. der Gerichtsbehörden die Titulaturen „Herr" resp. „Frau" betzufügen sind, bemerkt der „Mzr. Anz.": „Das ist schon recht gut, aber es bliebe noch ein Uebriges zu thun. eine praktische Höflichkeit zu üben, die nämlich, die Leute nicht auf das Gericht um 9 Uhr zu bestellen, um ihre Sachen vielleicht erst um 12 Uhr und später vorzunehmen. Die schon großen Schwierigkeiten, Zeugen zu bekommen, werden dadurch noch ver. mehrt, daß die Leute die lange Zett fürchten, die sie vor Gericht zuzubringen haben und bei unseren heutigen Verhältnissen ist ein ganzer Morgen oft viel mehr werth, als das Object der Gerichtsverhandlung. Daß die Sache anders geht, dafür liefern die Gerichte in Wiesbaden gleich ein Beispiel. Die Vorladungen lauten dort auf 8, 8*/2, 9, 9% 10 Uhr u. s. w. Clubconcerte. *) Das 1. Abonnementconcert konnte nur theilweise befriedigen. Der Beginn einer neuen Kunstepoche pflegt in Mittel- und Großstädten durch die Herbeiziehung einer Capazi- tät, durch eine glanzvolle Leistung illustrirt zu werden, solche konnte jedoch von dem Künstlerpaar Freudenberg nicht geboten werden. Herr Director Freudenberg ist ein geschätzter Musiker und Dirigent, es lag jedoch keine Veranlassung vor, denselben hierher zu berufen, um seine compositorische Fertigkeiten kennen zu lernen. Das hiesige Orchesterre- pertoir ist so arm an Novitäten, daß man sich darauf beschränken sollte, nur bekannte Meisterwerke vorzuführen, die Einflechtung von Capellmeistermusiken ist nicht zulässig. Der Eyrnphoniesatz von Freudenberg „das Meer" konnte uns in keiner Weise an ein großartiges Naturschauspiel erinnern, die Cantilene klang vielmehr sehr ländlich und anspruchslos. Der Vortrag der Arie aus den „Jahreszeiten" durch Frau Freudenberg mollte nicht erwärmen, sehr gut gelangen die Lieder von Jensen mit der mustergiltigen Clavierbeglei- tung des Herrn Freudenberg. Nach solchen Vorgaben war es dem Orchester nicht schwer, mit der heroischen Symphonie von Beethoven den Sieg davon zu tragen. Die Tempo waren vom Dirigenten Herrn Felchner richtig gegriffen. Auf die hier stereotypen Mängel in der Orchesterstimmung und bei dem Saitenquartett kommen später zurück. Die hier seit mehreren Decennien activen fadenscheinig und abgelebt klingenden Bratschen sollten abgelegt und durch neue, klangvolle Instrumente ersetzt werden. Daffelbe gilt von den Pauken. Es wäre sehr Wünschenswerth, daß diese Instrumente dem botanischen Garten überwiesen, um als academisches Eigenthuni in Gießkannenform eine angemessenere Bestimmung zu finden (?!). Auf diese Weise werden wir das Gerumpel los! Gute correct gestimmte Pauken sind bei einem guten Orchester ganz unerläßlich. Bei dem Concert, welches Beethoven z. Z. des Wiener Eongresses diri- girte, spielte der Componist Hummel die Pauken, woraus deren Bedeutung im Orchester hervorgeht. Das Concert der Herren de Ah na und Enzian bot einen ungetrübten Kunstgenuß. Sämmtliche Wummern wurden mit großem Beifall ausgenommen. Bei der bedeutenden Stellung, welche Herr d e A h n a in der Reichshauptstadt ein nimmt, bei dem günstigen Erfolge seines früheren Auftretens, war es zu verwundern, daß das Concert nicht stärker besucht war. Die Leistungen des Herrn Enzian waren vollständig ebenbürtig; bei dem Concert von Mendelsohn erwies sich jedoch die Clavierbegleitung zu spröde und hölzern. Die Gesänge des Fräulein Bay er le wurden beifällig ausgenommen. Dem wiederkehrenden Besuch der Künstler sieht man mit großer Freude entgegen! *) Wir geben nachstehender Kritik unverkürzte Aufnahme ohne uns mit dem Verfasser als einverstanden zu erklären. Wir möchten bitten, daß dies zu keinen Gehässigkeiten führen möge. Die Red. U8?u0 a. i>. AanüesamlsrrMeru des Slanürsamis Güßen Vom 23. biS 29. November 1878. Aufgebote. 22. Noo. Der Actuar-Asptrant Theodor Heinrich Karl Bühner von Hungen mit Johanna Auguste Adelheid Helene Louise Hermine Becker. Tochter deS verstorbenen Schuhmachermeisters Ludwig Becker von Gtetzen. 23. Briefträger Wilhelm Karl Müller zu Gießen mit Marte Christiane Elisabeth Henriette Stärke!, Tochter des Herzoglich Nassauischen LakatS Heinrich August Stärke! von Wiesbaden. 23. Conseroator Geora Karl Ztnser, Wittwer von Gießen, mit Wilhelmine Marte Schäcker, Tochter de« verstorbenen KretSbauaufseher« Friedrich Schäcker von Gteßm. 33. Der Schußmann Johannes Ochö zu Gießen mit Eltsabethe Barbara Tracht, Tochter de« zu Bcssunaen bet Darmstadt verstorbenen MaurerS Johann Philipp Tracht. Handel und verkehr. ün q l.?letzen, A^oobr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pfd 9^Abio Hühnereier, per Stück 7—8 H, Käse, per Stück 5-8 4, Käsematte, per' SS* 3 ^blen, 1 Liter 20 4, Linsen, 1 Liter 24 4, Tauben, da« Paar 60 4, p?^ück v* —70, Hahnen, ver St. X — 70, Enten, per Stück X 2.-, ffartoffeln, 100 Kilo X 5—6.—. Weißkraut per Hundert X 4—6.—. Zwiebeln per c* StlL. Ochsenfleisch 70—72 4 per Pfd.. Kuh- und Rindfleisch 56—62 A. 58~“60 Kalbfleisch 56-60 4, Hammelfleisch 50—60 H. Gänse, 18. Roo. Leonhard, ein außereheliche« Kind von auSwärtS. 21. Dem Metzger- meister August Hofmann, eine Tochter, noch ohne Vornamen. 19. Eine außereheliche Tochter von auSwärtS, noch ohne Vornamen. 27. K-roltne Johanna, Tochter de« Photographen Franz Gerbode. 22. Heinrich, Sohn deö Schreiner« Heinrich Karl Dtckhardt. 22. Dem Schreiner Karl Kratzenberger, eine Tochter, noch ohne Vornamen. 25. Katharine, ein außereheliche« Kind von auswärts. 25. Dem Schreiner Christian Orbig, eine Tochter, noch ohne Vornamen- 27. Dem Fabrikarbeiter Friedrich Alt, ein Sohn, noch ohne Vornamen. 23. Ludwig, ein außereheliche« Kind von auswärts. 27. Auguste Louise Johanna, Tochter des Bierbrauer« August Friedrich Lout« Ulrich 27. Karl, ein außereheliches Kind von auSwärtS. 23. Otto Daniel LouiS Georg Sohn de« Sergeanten im II. Großh. Hessischen Infanterie-Regiment Nr. 116 Konrad Ziegler. 23. Maximilian Karl, Sohn de« Schneidermeister« Wernhard Brück. 27. Otto, Sobn de« Metzgermeister« Otto Luft. Gestorbene. 23. Nov. Marie Louise Berg, geborene Götz, 71 Jahre 6 Monate 23 Tage alt, Witlwe des ConcertvereinSdtener« MattheuS Berg. 23. Anna Margarethe Btttendorf qei.orene Mülich, 47 Jahre alt, Wittwe de« Landwtrth« Heinrich Bittendorf von Wteß! mar. 25. Schuhmachermeister Philipp Jacob Becker, 67 Jahre 11 Monate 7 Tage alt. 27. Friedrich, 2 Monate 16 Tage alt, Sohn des Schlosser« Karl Mootz. 27. etud. pharm. August Otto, 17 Jahre 11 Monate alt, Sohn deö Zimmermetster« Andrea« Otto. 28. Heinrich Karl Nicola, 11 Monate 22 Tage alt, Sohn de« Bremser- bet der Cöln-Mindener Bahn Heinrich Jäger. 29. Der Bremser bei der Oberhesstschen Bahn Kaspar Bott, 30 Jahre 2 Monate 28 Tage alt. ----rill WWWWWWWWWUWWWW | 11 Auszug aus den Kirchenbüchern der Itadt Ließen. Evangelische Gemeinde. Getaufte. m , ®cn 24. Noo. Dem Güteroorsteher August Zöckler, ein Sohn, Friedrich Wilhelm Nctnhold, geb. den 12. October. Denselben. Dem StattonSasstftenten Jeremia« Wolf, ein Sohn, Ernst Wilhelm geb. den 1. November. Denselben. Dem Schlesier Peter Gtel, ein Sohn, Philipp Jacob Justus Adam Johann Martin, geb. den 28. October. Denselben. Dem Schreiner Georg Hammel, eine Tochter, Lina Wilbelmine Franziska, geb. den 9. S-ptember. v _ Denselben. Dem Felowebel Franz Heinrich Freudenberger, eine Tochter, Karoline Katharine Elifabetb, geb. den 31. Juli. Denselben. Dem Schreiner Hermann Treppivger, ein Sohn, Adolf Hermann, geb. den 8. October. Beerdigte. Q Den 22. Nov. Emil Schimpf, Handelsmann dahier, alt 3« I. 10 M. 22 T., gest. den 20. November. ß7 * (2 Samstag ; T Dienstag ' •*. Mtttwoch 7 * Donnersta, • V Samstag - n Die Inter f fordert die > ; X Empfang zu ; - itigung der E • * Zugleich n ■» Domeistag j * 2 tnkssenten de * Ä übrigen Zahl i « stimmt sind. 5 ließen, der Der Rechn, «37) DI- 3 Strtibmafttf 5 Nkhend in: 40 Riei 80 6 " 12 " 3°00 (gtüi 32000 ii 700 8«? 32 20 1 10 " 50 Gro n -soll !? Weg la* äs • ate ««a U ^he ',50. Gieße«. 23 Zug, M IM« Sittmbotf ttenbotf vvllMtb- 7 Tage alt. Mootz. 27. m weistnS Andreas Kremsers bei der MhrWen Bahn W Heinrich »q.1 Srttbriii lln von auöivSrtS Louis Ulrich K S-org. A «• Otto, Sohn «Sfr * Bhf!; Ä? fe«l krKs t:*j5 Dtt 2*’? Verdes iU Munger, Wrich Whe/rn n, EtHMHüm, ocob JufiuS Adam Lina Wilhelmine e Tochter, ÄMOlInt , Adolf Hermann, l 1.10 M. 22 T, Wachtmeister, alt o, Spothekergehilfe )tto, ehel. Soho, WWWMM8 M« Austrag an erichtet. Es dürfte rehlt ger * % a # >»< s tibe u«d 8 Met- - & L » « v Cb 5 *»• 6» L ft 5 ft Btlder. 1 Herrenschreibtisch, 1 RipS-Garnttur, Betten u. s. w. Verkauf beginnt Montag den 2. December, Vormittags 9 Uhr, Seltersweg C. 44 parterre. (7346 7371) Ein Haufen Mist billig^ zu verkaufen. W. Kohlermann, Neustadt. sollen die dem Louis Scheid in Gießen gehörigen Immobilien, als: Flur. ~ --- Steinkohlen bester Qualität bei (6837 Carl Demuth, Neuenweg B. 183. Das Meinhauer-Geschäst von Ang. Mehner Witwe, Neue Anlage C. 40, hält sich zur Anfertigung von Grab - Denkmälern, Monumenten, Einfassungen, Gedenksteinen etc. nach jeder Zeichnung und in jeder Steingattung in geschmackvoller Ausführung und billiger Preisnotirung bestens Ferner: Tischdecken in Cachemire, Rips und line, Chals, Bettdecken, Tisch- und Handtücher zu billigsten Preisen. (7357 Itlf/tfftl JlOlitfllllfX» Italienische Maronen (Kastanien) eingetroffen. (7370 J. A. Busch Söhne. Appenheimer Kirchenbsuloosi, (jedes Loos gewinnt) Ziehung am 10. Dec., vorräthig, ä 3 Mark, bei (7362 Carl Rolloff. dunkle Kleiderstoffe n bO. bocbf. Helle Kleider- stoffe...... Trauben-Brustsyrup mit Fenehe Ihonts bestes Mittel gegen Husten, Heiserkeit, Hals und Brustschmerzen. In Flaschen k M. 1,— und M. 1,50. (97 C. F. Semmler in Giessen. 32 Ktlogr. Lack, 28 „ Kordel und Stechgarn, 52 Dutz. Bleistiften, 20 „ Blaustiften, 10 „ ordinären Notizbüchern und 50 Groß Stahlfedern 0,33, 0,75 I. Mitchell im Wege der Submission vergeben können die Lieferungsbedingungen bei Die Weihnachtsausstellung von Louis Frohnhäuser 7381) ist eröffnet. Bekanntmachung. 7376) Unter Bezugnahme auf die Art. 34 und 35 des Berggesetzes nom 28. J-nuar 1876 wird hierdurch nur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Firma Friedrich Krupp zu Gffen unter« heutigen Ta,! mit dem u»b Manganerzbergwerk „Humboldt" in der Gemarkung H 'lzheim, KJ ia « ®*e^en’ elntm Mde von 1827330 Quadratmetern belieh n worden M Einwendungen gegen diese Verleihung muffen Sei Verme düng deS " ^rlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche K age gegen k." B-rgwerkseigenthümer geltend gemacht werden. Während dieser Frist ist S S'f’fW des L>ituationsriffes bei der Bergmeisterei Gießen Jedem gestattet £ Darmstadt, den 5. Novbr. 1878. ? ’ besorgt. Die Interessenten werden fordert die Zahlungen an diesen Tagen in 8 2. Januar 4- „ 8 " s. „ 9. „ 11. „ 14. „ 15. „ 16 „ 18. „ Zu Weihnachts-Einkäufen empfehle Cabliauen und frische Schellfische eingetroffen. (7369 I. A Busch Söhne. Zum bevorstehenden Feste empfehle bei billigsten Preisen: ff. Blüthenmehl, (Kaiserauszua) ff. selbstgestoßene u. gesiebte Raffinade, neue Rosinen, Corinthen L Mandeln, Citronen, Orangeat und Citronat. s.Ceylon'Zimmt, Amonium, Potasche rc. Rud. Göbel, 7205)_________Reue Baue._______ Zu verkaufen Kommode Bettlade, Vr Dutz. Stühle Sophaaestelle bet (7364 Gg. Tränkuer II., Wallthorstr. 66. per Meter vvn 30 If tr H 40 ir tr ff 40 ir tr If 45 rr tr If 45 tr ff If 70 tr tr If 55 ft if If 25 ff ir 11 40 tr ir 60 ff ff 85 ff rr 100 tr ff 165 S (7350 M rc. rc. für jedes Alter billigste K ^xxxxxxxx^xxxxxxxxx^x*^***^««***«^* Aenntethungn». Mermilchtk Anzeigen. Sonntaq von 3 Uhr an: MittaqS - Tisch um 1 Uhr, Hochachtungsvoll A Heinrich Zimmer, g 7068) MöburteS Zimmer zu vermieden bet Gg. Schomber, SelierSweg. Verantwortliche Redactton: A. S cheyda. Garantie. 7358) 7347) Möblirte Offizierwohnungen mit Burschenzimmer auf Verlangen auch Pferdestoll zu vermieden. Näheres im Wetnsaal. 6807) Ein Logis, 5 Zimmern, Conidm und Zubehör, zu vermiethen. Gustav Bergen, verlängerte Ludwigsstr. Hahnen-Ragout 7365) mit Champignons. 7363) warme Speise ä lat’carte ju jeder Tageszeit. Schachclub. Local: Caf6 Ebel. Spielabende Dienstag und Freitag von 8 Uhr ab. Anmeldungen werden im Club-Local entgegen genommen. (7356 Der Vorstand. Todes Anzeige. 7351) Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß heute Morgen unsere inmgst geliebte Gattin, Mutter, Schwieger- und Großmutter, Elisabetha Oswald, geb. Schnabel, fach er.Wcf.H iß. Um fülle Theilncchme feilten Die trauernden Hinterbliebenen. Wieselt, btn 30. Rov.mber 1878. Geschäftservffnung. Einem verehelichen Publikum mache hierdurch die ergebene Anzeige, daß ich mich hier, Mäusburg Nr. 37, im Hause des Herrn L. Herbert als Uhr mach er etablirt habe uno halle ich mich zu allen in mein Fach einschlagenden Arbeiten bestens empfohlen. Reparaturen von Uhren und Musikwerken führe schnell und gut aus. Gleichzeitig empfehle mein großes Lager in allen Arten goldener und silberner Herreu- und Dawen- uhren, Rernontoir's, Regulateuren, Pariser Pendules und Wecker, Wanduhren, Talmi und vergoldeten Ketten zu den billigsten Preisen unter - Wenzels Garten. Montag Abend: g F. G. F. "Montag Abend im Lindenhos. Zur MM. Theile einem geehrten Publikum hierdurch mit, daß ich die von mir gefertigten Möbel xu demselben Preise auch an das Publikum obgeben werde, wie ich sie früher nur an die Herrn Möbelhändler geliefert bade. Selbstpefertigte Kommode von 80, <59, 40 u. s. w. bis zu 60 Mark, Nußbaum volirt mit Schnitzerei, ebenso «mp ehle wich zum Einsetzen von Fensterscheiben und Rcpariren von Fenstern. Dudwig Möller II. 7343) Neuenweg 116. Lahnstein. Heute Sonntag d. I. d. M. Concert der Civilcapelle Ansana 4 Uhr und Abends 8 Uhr. Entfl-ee SO FTg. (7373 Ilie Haiullimg der J. A. Busch Söh ne empfiehlt für bevorstehende Weihnachten: feinste selbstgestossene dto. Ceylonzillllllt und Nelke», Cilroiu-n, Orangeat und Citrouat, auserlesene neue ^landein, sowie feinstes Bliitlienmehl aus der Kunstmühle des Herrn Ferdinand Burk (Preis derselbe wie in der Mühle). Auch werden Anisformen und Buchformen den verehrten Kunden gratis geliehen. (7134 Krieger-Verein. Die Beerdigung des Kameraden CftSptr Bott^ S8r£in|£r der Oberhefsischen Bahn, findet Sonntag um y24 Uhr statt. Der Verein sammelt sich um 3 Uhr bei Fuhr. (7341 Erster wlssenscbafilidier Vortrag in der grossen Aula. Sonntag den 1. December, 5 Uhr; Herr Professor Dr. PerlS". Ueber den Blitz und seine Wirkungen auf lebende Wesen. (7673 Einzelkarten zu 1 JA 50 bei Herrn Ricker und Rudolph, sowie bei Hausbeschliesser Herrn Hofmann in der Aula. — Druck'und SetUfl drr BrüdNchcn Unw.-Druckerei (Fr übr Piel Ich) in »lesen. Hierzu ein „Zweites Blatt" und eine „Beilage Abends 8 Uhr, im Cafe Geilfus Monats- Uersammlung. ______________________ (657 Lungenschwindsucht heilbar! Lungenschwindsucht, selbst im vorgeschrittenen Stadium, wird sicher durch ein Hausmittel geheilt. (7338 Mann wende sich vertrauensvoll an Heinrich Bose in Köp enrck der Berlin Unterzeichneter hat sich, nrdibcm er na-4 dem letzten Feldzuge 1870—71 vom Militär wegen dieser Krankheit entlassen wurde, s-lbst und andere damit geheilt. Adressen von Gebellten können nachgewies n werden. 7353) Der Preis für 50,000 Stück gut gebrannte Backsteine wirb lvco Cöln-Giestner Eisenbahn Hier (gegen Caffa) gewünscht. Offerten sind alsbald in der ^xped. d. Dl. niederlegen. Schlafröcke rc. rc. e IP*“ Damen- und Mädchen-Confectwn Winter-PaletotS, Jacken, Regenmäntel rc. rc. E^Ässchu^mü »Sen und Ledersohlen, für Damen Mark^,60,^fa^H-rren Mansardensimmcr, einfach tnöulitt, zu vermiethen. (7270 Chr. Wallenfels. 7238) Ein kleines Famil'eniogi^ ist zu ver- miethen. H Völker, Weißbinder & Laktrer, Grünbergerftr. 7348) Ein möbltrteü Zimmer zu ver- , miethen bei_________________ H Keck. ; 7342) Familienlogis mtt Rubel, ör zu vermiethen bei Emil Euler Slsterweg. 7336) In meinem neuerdauten Hause an der Grüvderger Straße ist der erste und zweite Stock mit je 5 Zimmer und allem Zubehör zu vermtethen. __Jacob Wißner 7355) Magazin zu vermiethen. — Chr. Löber Wtttwe, ____________ Grünbergcrstraße. 7196) In dem von Klipp st ein'schel Hause (Seltertzberg) ist eine Mansarden Wohnung, 2 Zimmer, 2 Cabimtte und 1 Küche zu vermiethen.__ 7048) Eine Familienwohnung (6 Zimmer mit Zubehör) per Januar n. I. oder später, sowie ein schön möblirtes Zimmer sofort zu vermiethen. „ „ Frankfurterstraße;E. 41. ' 6907) Eine Familimwohnuna zu ver- miethen bei Julius Wallach. 6056) Der dritte Stock meines Hauses 6 Zimmern nebst Zubehör, ist sofort zu miethen. Dr. Ploch 6133) Eine schöne Mansarde mit Wasser leitung an eine ruhige Familie zu ver miethen. Alicenstraße E. 100. 7294 Zwri fleir.e Familienlogis zu oer- miethen und gleich beziehbar bei _________Theodor Schmidt, Gartfeld. 7292) 2 Logis zu vermiethen, gleich beziehbar. Carl Heil, Schießoänen. 7333) Eine kleine Maniardenwohnug zu vermiethen. „ Heinrich Balser, Grünbergerstraße. 5524) Ein größeres und kleineres Familienlogis hat per gleich oder später zu vermiethen. Carl Lange, SelterSweg C. 44. 6806) Zwei kleine Fomilienwohnungei mtt Zubehör sind zu vermiethen. Franz Gärtner, Werkführer bet Fabrikant Scheid. 6944) Ein Familienlogis ist zu Der miethen im , Darmstädter HauS. 7344) Nr. in und Nr. 46 haben die beiden ovalen Spiegel ge Wonnen XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXOXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX 5 Bä empfehlen zu auffallend billigen Preisen in nur guten, * * MB Kä modernen Stoffen, neuestem Schnitt I «■ ÄÄ“.—.....1 Montag Abend: Restauration Alboid. 7366) Zu vermiethen der größere Laden nebst Wohnung in meinem neuerbouten Hause in der Reichensand-Bahnholstroße. _____________ PH. Strack. 7379) Ein Laden auf den 1 Januar zu vermiethen. _______________ Kreuz B. 113. 7378) Die Parterre - Wohnung meines Hauses, bestehend auS 3-4 Zimmer, sowie 2 kleinere LogiS je 2 Zimmer mit Küche und allem Zubehör sind an ruhige Leute zu vermiethen. Georg Lüdeking. 7340) Em LogiS zu vermiethen bei Dörr Wittwe in den Schießgärten. w $ jtSJ