1878. Dienstag, den 30. Juli Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montag». Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mar! 50 Pf. Gießen, am 26. Juli 1878. Ntdaclion-birreaur Gartenstraße B 165. kxpeditionSburealrr Schulstraße B. 18. üSreveille uit“ ine. AnM- md AmtsM sir bc« Kreis Sießr«.__ ° viertMhrlich 2 Mar! 20 Pf mit Bringerlohn. :nben Sdegirtt, Men. "u«" !. ‘ unserer Mehener Wizeiger urch die toppen, tes: äslbrand- tl »'S rt. Saal. lot, dem Volke, unb zu dem wir das Vertrauen haben, daß sein Wirken dazu leitrogcn wird, die wunden Stellen, die unserem öffentlichen Leben geschlagen wrden sind, zu heilen. Darum bleibe Keiner daheim i Gebt Eure Stimmen ab nach Eurer inneren Ueberzeugung, wählt einen Mann von zrwer- lässigem und selbständigem Charakter, der sein Vaterland liebt und ein Herz hat für das Wohl des Volkes! Fahnenweihe, gender Weise: tbkt, bftnn durch bürg, Neuenweg, )or, Selrersweg, ' K. DMUth. ir. Arisch, h «T HB & E.« hotte es sind, welche die Nbwebr nöthig machen und gegen welche daher diese Abwebr ru richten ist. Es ist überdies im Voraus gewiß, daß Einschränkungen wirksamer Art, wie sie zur Bewältigung der Socialdemvkratie unerläßlich sind^ aus dem Boden des Allen gemeinsamen Rechts vom Reichstage weder jetzt, noch später zugestanden werden würden. Um die socialdemokratffche Bewegung zunächst zum Stillstand zu bringen, bedarf es für ttne Zett lang der vollständigen Beseitigung der täglichen Agitation in der Preffe und in den Vereinen. Wie wenig die bestehenden Gesetz- selbst be, strenger Anwendung gegenüber der Socialdemokratie vermögen, daS hat sich gerade in den letzten Wochen sur ,eden Beobachter der socialdemokratischen Preffe gezeigt. Inmitten des erschütternden Eindrucks der beiden Attentate wird die gesammte sich daran knüpfende öffentliche Bewegung von den socialdemokratischen Blättern nur zum Anlaß des frechsten Hohns genommen. Was Hilst es, wenn einzelne der bösartigen Artikel nach Verlaus einiger Wochen vcrurthetlt und wenn ein dafür bezahlter Sitz- Redacteur auf kurze Zeit eingesperrt wird - während inzwischen das verderb- liche Gift ungehindert überall hin verbreitet worden ist und in Tausenden von Lesern gewirkt hat. Dieser Wirkung kann nur durch ein Zuschutten der Quellen, aus denen das Gift fließt, vorgebeugt werden: die Schule des Verbrechens * mu6 eben geschloffen, die verwerfliche Agitation unterdrückt werden. Die Wähler ' also, welche die Regierung bet Erfüllung ihrer Aufgabe für das Wohl der bur- gerlichen Gesellschaft unterstützen wollen, mögen sich nicht durch ^S°meine aus- ! weichende Erklärungen über eine gewiffe Bereitwilligkeit der Wahlcandidattn beruhigen laffen, sondern nur solchen Candidaten ihre Stimme geben, welche durch ihr bisheriges Verhalten, durch ihre Gesamuttstellung zur Regierung oder durch ausdrückliche bündige Zusagen die Bürgschaft gewähren, oaß sie die v m-rr hpn imb wirksamen Unter- Gießen vn. Boek mann.__——— m ~ H laefaat • Italien solle sich in Albanien oder sonst einem Punkte des Adriati- In der letzten Stunde. O 8-n Meeres eine Compenscttton suchen. Die „Post" erklärt autoristrt zu sem, Der Gang zur Wahlurne ist diesmal, davon legt schon dre Schärfe des anfle61^e Anerbietung Bismarck's in Abrede zu stellen. - In Ober- Mkampfcs das beste Zeugniß ab, wichtiger denn je. Von allen Setten istiSchlesien tauchte der Coloradokäfer in erschreckender Anzahl, namentlich^bei -ei ickwankende Staatsbürger umbuhlt worden und em geistiger Kampf, zwischen, ^krahütte, auf. — Gestern wurde wieder eine christlich - foctale Versammlung Bartet und Partei, wie zwischen Volk und Regierung hat ihn umwogt, inwelche unter Anderem die Börse des Hochverraths und btt Juden mlchem er endlich Farbe zu bekennen und Stellung zu nehmen geuöth.gt war,kp Paterlands-Verraths bei Jena und Auerstedt angeklagt hatte. - Te: neu Wl„n man ihm nicht in so bewegter Zeit Ehre und Character absprechen sollte. (fl P^is gegründete katholisch- Bank ernannte den -h°"^lgen österr icht rathllnaen-Elk Wahlen am 30. Juli sind sür die Zukunst unseres Staates, wie sur uns Süobahn-Director Bontour zu ihrem Präsidenten, während der frühere 9 M von höchster Wichtigkeit; es ist eine Pflicht für Alle, Gouverneur der Bank von Frankreich, v. Plocuc, vom Dtrectortum zurucktrat. Wl zu nehmen und aus innigster Ueberzeugung dem Manne ihrer Wahl diel Flugblatt: „200 Millionen neuer Steuern , wurde gesternnut stimme -u geben. Nichts fälscht mehr die öffentliche Meinung, als der In- t 3 I .a ‘iffagMfett, MnenttSmus und es ist geradezu eine Schande, darauf zu verzichten, an seinem w Berlin, 24. Juli. Di- heutige Nummer des Armee-Verordiiungs- »eickeidenen Tbeil jenen Antheil an dem öffentlichen Leben und an oer Fort- ^^tes" enthält folgende Ordre des Kronprinzen, datirt vom 20. d. Mts.. Muna unseres Staates zu nehmen, welchen uns das Wahlrecht geährt. @c(nc Majestät der Kaiser und König sehen Allerhöchst Sich aus Gesundheit^- Denn die Pflicht zur Wahl entspringt aus dem Wahlrecht und wer Rücksichtki^veranlaßt, Seine Anwesenheit bei dendt-sjährMn großen.Herbst- ein Recht vergißt oder nicht achtet, der ist -,n Schwächling oder ein Vor- Übungen^-r Truppen zu beschränken, hoffen jedoch, Einon Thetl der Manöver ■ . • drittel am Gemeinwohl seines Volkes, wie an sich selbst, an seiner Zukunst. M Armee-Corps beiwohnen zu können. In Rücksicht hierauf bestimme . . „ 30. Juli, an diesem Wendepunkt unserer konstitutionellen Ent- (n Veränderung der Ordre vom 15. April d. I., betr. die dlesjahrigkn „ i^nicklung gibt es keinen Entschuldigungsgrund sür das Fernbleiben von der £n Truppen-Uebungen: Di- großen Herbst-Uebungen des 15. Armce- Mhl, als etwa schwere Erkrankung. Das Wählen ist unsergute-Recht und k^ps fallen aus und haben an deren Stelle elstägige Divistons-Uebui^n nach ,»nla»°t seine Ausübung l Wir brauchen allerdings Niemanden als uns selbst btg Anhangs II der Verordnungen vom 17. Juni 1870 stattzufinden. • • ■ » "ktchenschast über das zu geben, was wir thun. Aber sür unser Gewissenhon b„ Zutheilung des Stabes und zweier Batterien der rettendenAbtheilung ist ^unsere Stimme nicht gleichgültig. Niemand darf und soll sagen. kg ersten rheinischen Feld-Artillerie-Reglmentti Nr. 8, sowie des»wetten badi- . ,, h- Was liegt an meiner Stimme? die wird den Ausschlag nieyt geben, - Die ,, FAd-Artillerle-Regiment« Nr. 30, ist Abstand zu nehmen. D.e 16. Div'- -W«hl kann an einer Stimme liegen und überall, wo eine Wahrfchelnlläp L n (^Te Divisions-Uebungen — anstatt bei Metz — in dem Bezirk des ■ ' ' " ' Rechnung anders denken läßt, liegt doch an einer Stimme so viel, daß' Armee-Corps und die 29. Division elftägige Divisions-Hebungen m dem „tomit durch diese eine Stimme, das ziffermäßige Verhältniß der wahren b(g 14. Armce-Corps ab. , • • ■ " ^ «rlksarsicht klarer gestellt, d°ß die Statistik der Wahl richtiger und getreuer Berlin, 26. Juli. Ueber das Socialistengesetz, wie es die Regierung . . „ -.’nto, daß mit einem Wort dos V o lksb ewußts e tn, aus dem die Volks-! Dringen gedenkt, gibt die 8Du»CtnetnentalE „$Il)Din^fa^(5omfronbEn$ ^1116 ..s, fatttoen, jmttetcr den Geist bei Gesetzgebung ableiten soll, besser zum Ausdruck kommt. Erklärung: „Die Regierung muß und wird, wie gesagt, von Neu m . „ WAm in diesem Sinne, wenn wir nach bestem Gewiffen immer und überall ^k^here Vollmachten zum Verbot socialdemokratlscher Zeitungenc, Vereine und rerven ;um f rwn'tcn, Redlichen und Verständigen, den wir sur den GeeignetstenUNVorsaNiMlungen, sowie zum wirksamen Einschreiten gegen die Agitator n ver- lt Aston halten, das Wohl des Volkes zu vertreten und es mit dem Wob beäL^ g(e fann und wird sich nicht auf etwaige Aendeiungen des Allen. v* oraetii 10 Al Ixodes in Einklang zu bringen, unsere Stimme geben, hat unsere Wahl tw'Lnielnfainen Rechts verweisen lasten; sie hält es nicht für gerecht und nicht „ mehr »«M vohren sittlichen Werth. Ein Volk, welches sich nicht als Stimmvieh miß-k. uMch, mit den von ihr erstrebten Sich-rheitsmaßregeln auch andere buchen läßt, kann auch einmal schwere Zeiten ertragen, schließlich kehrt ihm „.gen zu treffen, als diejenigen, durch welche die bestehend^ Oli6 «jaener Kraft, aus eigenem Vertrauen der Segen wieder, der von uns gewichen gefäbtbet ist; sie glaubt, daß gerade die Bestrebungen der Socialdemo an sein scheint, es schwinden Roth und Elend und aus dem bescheidenen staais- wlitischen Acte, den wir durch gewistenhafte Ausübung unseres Wahlrechts vollziehen erblüht das Richtige und das Gute für die Nation. Es ist schlimm genug, l-ß wir nach 30jähriqer konstitutioneller Schulung, nach einem historisch zwar knrzen, aber für uns langen Verfassungsleben nochmals nnlc aller unserer Kraft eintreten müsten für die Sach- der Ordnung und des Reehts, sur dic Wahrheit und das Gesetz, sür die Förderung unserer friedlichen inneren Ent- r-ickelung. Es ist, als ob düstere Verhängniste, dunkle Gewalten uns nöthigen rollten, als Deutsche, als Bürger einer jungen kräftigen Nation, nochmals Zeugniß abzulegen für unser redliches Streben auf dem politischen Gebiet, ft den alten deutschen Geist der Treue. Das wollen und werden wir thun, wenn wir am 30. Juli unseren , Ltimmzettel geben. Der Name, den er enthält, sei ein lebendiger Piotest gegen utiüf be k’en des Umsturzes der staatlichen und gesellschaftlichen Ordnung, gegen "" mittelalterliche Ueberhebung der Kirche über den Staat und gegen di- starren ftidalen Grundsätze, die ihr moderndes Wesen mit dem Schemen der „Staats- 1 - 1 v « t.. ... «XX hov STeprtr.'iiiPtl Ml I— ~t“P'- - -V* -......- -.......k t nttung" umgeben Wir wollen einen Mann wählen, der Vertrauen zu nns Mtzer ei^Ai ... k__SRPTtr/iiipn hnBen. daß sein Wlrken dazu Oesterreich. Arankreich. Paris, 25. Juli. Di- Kellner der Duval'schen Bouillon-Anstalt aus fcem B°u.-v°rd Montmartre haben heute di. Arbe7 mit Humor' erstellt! von ^lan7W AZAA Berlin, 26. Juli. Die „Nordd. Allg. Ztg." bestätigt, daß die Havarie- Commission in Kiel die Mannschaften am Ruder des Schiffs „Königs Wilhelm" fretgesprochen hat. Seitens der Admiralität wird nunmehr auf Grund der Voruntersuchungen gegen den Geschwader-Chef, den Commandanten und die bethetligten Officiere die förmliche Anklage erhoben. Das Kriegsgericht wird, da ein Admiral dabei bethetligt und sämmtltche anderen Admirale entweder als Sachverständige oder als Beisitzer functioniren, in den drei obersten Klaffen voraussichtlich durch Generale gebildet werden, während Seitens der Marine nur die Klaffe der Capitäne zur See vertreten sein wird. — Das genannte Blatt meldet ferner: Die Frage wegen der Vollziehung des Urtheils gegen Hödel ist gegenwärtig Gegenstand der Berichterstattung deslStaatsmtnisteriums an den Kronprinzen. r u - ’r’ -v-- .....o r^.avir.,vcn haben würde Schließlich sprach Beaconsfield sehr scharf gegen Gladstone, weil dieser die fy* üentton vom 4. Juni eine Thorheit genannt habe. — Außer Beaconsfield na!' men auch Salisbury und Northcote das Wort. Darmstadt, 28. Juli, Abends 10 Uhr 42 Min. Der Großherzog # Madrid, 27. Juli. Der König beschäftigt fick mehr als je tnü h Staatsgeschäften. Sein Gesundheitszustand ist vortrefflich. Der König 15 Vorbereitungen zu den Manövern der im Norden befindlichen Truppen, weit er commandiren wird, treffen und wird bei dieser Gelegenheit die ProvW Arragonien, Navarra und Casttlten besuchen. Gegen Ende October rvtrb König nach Madrid zurückkehren, um die Kammern zu eröffnen. telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Torrespon-euz-Brrreart. , London, 28. Juli. Dem gestrigen Banket zu Ehren Beaconsfield und Sallsbury s im Carlton-Club wohnten etwa 500 Parlamentsmitglied — Die Reise des Kaisers nach Teplitz findet deshalb statt, weil sich rheumatische Beschwerden bei demselben eingestellt haben. Von Teplitz dürfte sich der Kaiser gegen Ende August nach Gastein und. von dort gegen Ausgang September nach Mainau begeben, von wo die Rückkehr nach B.erlin vorläufig auf die zweite Hälfte des October festgesetzt ist. Bis dahin wird bestem Vernehmen nach der Kronprinz jedenfalls als Stellvertreter fungiren. Berlin, 26. Juli. Die neue „innere Mission" der Prediger Stöcker und Todt gleicht jener bedenklichen Sorte von Heiden-Misston, welche schon zufrieden ist, wenn der bekehrte Wilde christliche Gebete plappert und kirchliche Ceremonien mitmacht, sich aber um solche Kleinigkeiten, wie Vielweiberei, Menschenfreffen und dergleichen, vorläufig nicht viel kümmert. Mit den volks- wirthschaftlichen Trugschlüssen und Verirrungen der Soctaldemokratie es aufzunehmen, fehlt es jenen nur theologisch gebildeten Männern an jeder Fähigkeit. Für den Staat aber ist der christlich-soctale Agitator, der die Arbeiter in ihrer von den socialdemokratischen Demagogen eingesogenen Verachtung aller staatlichen und gesellschaftlichen Autorität bestärkt, um kein Haar harmloser als der ursprüngliche atheistische Verführer. Deßhaib wird das von der Regierung vorbereitete Gesetz gegen socialdemokratische Umtriebe schwerlich umhin können, auch den Herren Stöcker, Todt und Genoffen das angemaßte Handwerk zu legen, zu welchem sie weder erzogen noch berufen sind. Vor der Hand werden die Wähler am 30. Juli ihrem Größenwahn eine fühlbare Lectton ertheilen müffen. Die „Christlich-Socialen" fühlen sich bereits so, daß sie an Orten Candtdaten ausstellen, wo man sie bis jetzt glücklicherweise höchstens erst durch die Zeitungen kennt oder wo Herr Hofpredtger Stöcker in seinem unaufhaltsamen Drange, überall den Apostel seiner Weisheit zu spielen, sogar von den ihm kirchlich nächststehenden Kreisen mit Protest zurückgewiesen worden ist. Daß derartige Candidaturen, bemerkt die „Nat.-Lib. Corr." beim allgemeinen Stimmrecht auch nicht den Schatten einer Aussicht auf Erfolg darbieten, verhehlt sich natürlich nicht einmal die hohe Einbildung ihrer Urheber. Es kommt ihnen also lediglich darauf an, allerorten nur erst Fuß zu faffen und von überall her Stimmen für die Wahlstatistik zu sammeln. Es soll nach vollzogener Retchs- tagswahl gesagt werden können: „Die christlich-sociale Partei verfügt in ganz Deutschland bereits über so viel Tausende von Stimmen!" In Ermangelung von Reichstagssitzen nimmt man einstweilen mit einer gewissen Anzahl von Wahlkreisen, in denen man es doch wenigstens zu irgendwelchen Minderheiten gebracht hat, vorlieb. Auch dies hat die christlich-sociale Secte ihrer Vorläuferin und Geistesschwester, der Soctaldemokratie, abgelernt. Der ruhige Bürger mag daraus wieder erkennen, wie wichtig es ist, am Wahltage nicht zu fehlen, damit seine Stimme mit in die Wagschale falle gegen die Musterung des socialdemo- kratischen Umsturzheeres beider Flügel, des „christlichen" und des „anttchrtstltchen". Berlin, 27. Juli. Se. Maj. der Kaiser reist am Montag Mittag von der Station Großbeeren, wohin er sich zu Wagen begibt, nach Teplitz. , Stuttgart, 27. Juli. Dem „Schwäb. Merk." wird vom Main geschrieben: Gegenüber den Zweifeln der „Nattonalzettung" halten wir die Mittheilung bezüglich der Heidelberger Minister-Besprechung aufrecht. Es handelte sich bet dieser Zusammenkunft einer größeren Anzahl deutscher Ftnanzminister um vertrauliche Besprechungen über die Finanzlage des Reiches und der größeren Bundesstaaten. Der Tabakssteuerfrage sollte hierdurch nicht vor- gegriffen werden. ^Berlin, 28. Juli. Nach zuverlässiger Auskunft ist es nicht m daß der von der „Germania" veröffentlichte Protest des Prinzen Ernst Au:>' von Hannover an sämmtliche deutsche Fürsten gerichtet war. ^ien, 28. Juli. Die „Wiener Ztg." vernimmt, daß der Kaiser! Ratification des Berliner Vertrags-Instrumentes vollzogen habe. 7-»Vor?üttags gi/? uhx. Dem hiesigen „Telegr. Corresp.-Bureau" l»: bls jetzt kem Telegramm über den etwa erfolgten Einmarsch der Oesterrch in Bosnien vor. während des Frühstücks saßen die Gäste plötzlich allein vor der unvollend Speisung. In Anzin hat sich die Lage verbessert; in Haleluy traten ' sämmtliche Arbeiter wieder ein; in anderen Gruben arbeiten ungefähr 800 ■ beiter; in Absum suchen die Arbeitverweigerer jnoch mit Waffen und Stöcken Arbeit zu verhindern. Paris, 26. Juli. Die mit der Leitung der Ausstellung betraute ß Mission setzte heute die Anzahl der zu verleihenden Auszeichnungen auf 150 (5q- preise und 2500 goldene Medaillen fest. — Der „Agence Havas" zus bezeichnet eine amtliche Depesche aus Madrid die Zeitungsangaben über angebliche Krankheit des Königs von Spanien unb4 seine Absicht abzudanken vollständig unrichtig. Paris, 27. Juli, Abends. Wie die „Agence Havas" erfährt, ist angekündigte Rundschreiben des Ministers Waddington nunmehr festgestellt gelangt demnächst zur Versendung an die Vertreter Frankreichs im Ausla England. Loudon, 26. Juli. Oberhaus. Roseberry lenkt die Aufmerksam des Hauses auf das englisch-russische Memorandum und kritistrt das Verba! der Regierung, besonders das Geheimthun derselben. Lord Salisbury be« nete in seiner Erwiderung das seiner Zeit veröffentlichte Resumö des Ms randums als nicht authentisch, weil es einen wesentlichen Punkt entstc nämlich das Eintreten für die militärische Suprematie des Sultans südlich^ Balkans, welche England auf dem Congreffe erlangt habe. Salisbury erfl: die darauf bezüglichen Schriftstücke seien nicht vorgelegt worden, weil dies w. ohne die anderen Schriftstücke, die vertraulichen Inhalts waren, habe gescheh können. England sei außer den bereits mitgetheilten Verpflichtungen keine künftigen Verbindlichkeiten eingegangen. Das Memorandum sehe nur den & oor, daß der Congreß sich nicht habe einigen können und bezeichne die Pun' die keinen Kriegsfall bilden sollten. Englands Freiheit sei dadurch auf b Congreffe unbeschränkt geblieben und habe dasselbe mehrere Zugeständn erreicht. Frankreichs und Deutschlands Einfluß auf dem Congreffe sei bek tend gewesen. England habe Griechenland keine Versprechen gegeben, dien erfüllt gelassen worden seien, und sicherlich keinen Gebietszuwachs versprach! Die Regierung ermuthige nicht die Schwachen zum Angriff gegen die Stark wenn sie nicht bereit sei, dieselben zu unterstützen. Die wahren Freunde @r chenlands seien diejenigen, die ihm rathen, sich auf die Entwickelung feig eigenen Hülfsquellen zu verlassen und keine seine Kräfte übersteigende abentw ltche Politik zu befolgen. Carnarvon, Bath und Granville kritisiren hiern die Regierung. Damit ist der Gegenstand erledigt und erfolgt die Vertan des Hauses. Italien. Nom, 25. Juli. Der Minister des Innern hat an die Präfecten m Bergamo, Brescia, Verona und Vicenca die telegraphische Anfrage gerichtet, t m den genannten Städten geheime Werbungen versucht worden seien; sämmtli^ Präfecten gaben darauf die beruhigende Erklärung, daß die bezüglichen GerüL durchaus unbegründet seien. — Minister Zanardelli begibt sich nach Tua wird den König nach Mailand begleiten und ihm ein Dekret über umfaflenl Personal-Veränderungen, die sich auf 25 Präfecturen erstrecken sollen, zur Untr schrift vorlegen. — Ministerpräsident Cairolt ist wieder hergestellt und bürf wahrscheinlich ebenfalls nach Mailand gehen. Spanien. T8ren, 27. Juli. Die „Polit. Corr." veröffentlicht die Proklamation, welche bet dem bevorstehenden Einrücken in Bosnien und der Herzegowina in den Landessprachen unter der Bevölkerung vertheilt werden wird und die über viele Absichten der Regierung bei der Besetzung die besten Aufschlüsse bietet. Die Proklamation besagt: „Die Truppen des Kaisers von Oesterreich und Königs von Ungarn, im Begriffe die Grenzen zu überschreiten, kommen als Freunde, um den Uebeln ein Ende zu machen, welche lange Jahre nicht nur Bosnien und die Herzegowina, sondern auch die angrenzenden Länder Oesterreich-Ungarns beunruhigen." Die Proklamation betont, daß der Kaiser mit Schmerz die um "etden des Landes vernommen, sowie, daß der Kaiser, nachdem die Landes- ™ , 7'7..—\.......-— — regierunfl sich unfähig erwiesen, die Ruhe dauernd herzusiellen, nicht länger TrinksMuL^wie^ Erwiderung auf ckc Zusehen konnte, wie Gewalt und Unfrieden in der Nähe seiner Provin.en hJ k ?? sauf die großen Verdienste Sch herrschten, wie Roth und Elend an die Grenzen seiner Staaten pochten Der hV a f 9 ®Ol1flrefJelS h>n- Weiterhin vertheich Kaiser lenkte das Auge Europas auf Eure Lage und im Völkerrath! wuröe [Ln , »8 ? »uA®on8t^;S8joo[I,0'ä^tiatEn hinsichtlich der glich einstimmig beschlosien, daß Oesterreich.Ungarn Euch die langentbehrte Ruhe und ™fr im ^e Griechenland Zurückhaltung empfoch Wohlfahrt wiedergebe. Der Sultan vertraut Euch dem Schutze seines mäch^ m«'n Theilung ,der Türkei Griechenland nothwendi,- tigen Freundes, des Kaisers und Königs, an. Die Truppen bringen nickt ffri/i w ! Mendes Gebiet erhalten wurde und wer! andererseits, wenn s«lt sondern Frieden; sie werden Jeden schißen, Keinen unterdrücken^ Alle^Landes- E,r"n9 die Fürstenthümer und Griechenland auf sehr kärM söhne genießen auf Befehl des Kaisers das gliche Recht nach dem Geseß und lmck'®rf°'8 ^6e b-wiesen, daß GM« Schutz für Leben, Glauben und Eigenthum. Die Gesetze Sitten und Ein- and allerdings mehr erhalte, als die Fürstenthümer, die gegen die Türke! ft richtungen werden geschont, die Einkünfte nur für die Bedürfnisie des Landes fehr^ner^L^ |4t~n; Beaconsfield sprach sich fern« verwendet, die rückständigen Steuern der letzten Jabre nickt einaebobpn wor'hpr C^r -^erkennend über die Haltung des Sultans aus, welcher GriechenlA' Die Truppen sollen tsre Bedürfniff. h £ Ä 7 ^^hnlicher Weise gehandelt habe. D^rch die engl# schließlich die Bewohner auf, sich vertrauensvoll unter den Schutz der alor- Eonventton seien dte von England in Folge des Berliner Songnffi! reichen Fahnen Oesterreich. Ungarns zu stellen, die Soldaten als Frennä >n Berantwortlichkctten nicht vermehrt, sondern vermindert- 8- empfangen, der Obrigkeit zu gehorchen, ihre gewohnte Beschäftigung aufmnebmen bl^e6etjCugung, ba6, wenn England E mehr Entschiedenheit gesproh- und sie sollen geschützt sein in den Früchten ihrer Arbeit. 9 der Krimkrteg, noch der letzte Krieg stattgefunden haben wflrlt 4599) AWßlich Wagen zi uvun^n bet Grünberg-Li Termin auf Donner ui unserem S Eautiv We resiect "Dffer vnstegeit nn Die $ Dar Dte W: Gieße 12. MusiW einheimifchk ( unter der den auSgesührt u Imperator“ vl Wammtchör meisten fprad vorgettagen. Infanterie Re deSKapellmetj bat. Hr- Trompetenscha «'n- bie reizen schattilt vorgl und ZorigGH beider Festtag Sick-' '*62 7 Sich-' desE es» *“Ä' SähjW»' Wnäi der großen L aus Erlanger lifchenMa firn Organist der beffen-dar hatte die Sm ba3 foWde, Wr ha uns einen so zu hbren. «Mln tani •5?“ „Bin >:’7cntt tf6t ' 'EE H»°as' erwu sr-E ‘S 7" P»E qf ;Ä 2ÄS1 lt W dadurch auf i b*‘ M H« gegeben, k Mtszuwachs verW gegen die )« wahren Freunde S i w Entivickelun^» übersteigende ab Sranville kritifiren fr- ,nb erfolgt die Vech hrt an die PrLsectn Ge Anfrage geriet worden seien; stm ? die bezüglichen @m i begibt sich nach T, n Dekret über uchf erstrecken sollen, zui ll- eder hergesiellt und 8 sich mchr als je mti reM Der König Endlichen Truppen, tu lelegenhett die PM , Ude October Wirt i eröffnen. Bureaw. ifiinlt iß «s M « des Prinzen Ernst Sr et war. _ immt, daß der Kalsel zogen habe. , egr Eorrelp.-Burm . L°M te °** ltt gönn Be°c«»ß» 00 $Ml«ment«nilW In ®tn>lberung ««I1 Li,,, torbienM* ’ Witerhi» verM n hinsichtlich bet rf a«üsih»ltBS el7i 5e’l««b ** ? „uitR wenn!>' ■ “rtrf f# ’ »Jet ÄrM f Aich bf< M »K»,&5 'S,«»** Lokal-Notiz. Gießen, 29. Juli. Zur „WilhelmSspende" sind in unserer Stadt 474 JA 97 H von 1162 Personen gezeichnet worden. Gießen, 29. Juni. Das diesjährige Kirchenconcert unseres Concertvereins, in Verbindung mit dem akademischen Gesangverein wird uns am 2. August statt des sonst üblichen Oratoriums, außer den Solovortcägen des Hrn. CapellmetsterS Friedrich Lux aus Mainz auf der Orgel, zwei größere Werke für Chor und Orchester bringen, die zu den hervorragendsten in unserer Musikliteratur gehören, nämlich das Requiem in C-moii von Cherubint und den 114. Psalm „Da Israel aus Egypten zog" von Mendelssohn. Das letztgenannte Werk gelangt hier zur erstmaligen Aufführung, was eigentlich auffallend erscheinen muß, da es zu den reifsten und schönsten Schöpfungen des Meisters gehört. Wenn man aber bedenkt, daß es fast durchweg a ch t st t m m i g gehalten ist und somll einen großen Chor verlangt, während der Männerchor unseres akademischen Gesangvereins meistens wenig zahlreich ist, so ist es recht erfreulich, daß die Aufführung des Werkes btesesma! ermöglicht werden kann. Cherubint ist in dem Sinne etwa, wie wirShakeSpeare uns ernDichtern beizählen, zu unseren großen Musikern zu rechnen. Wie sein „Wasserträger" noch heute wie vor bald hundert Jahren neben den unsterblichen Mozart'schen Opern ein ständiges Repertoirestück aller besseren Theater ist, so betrachten alle gediegenen Concert- institute sein „Requicm", neben den Mozart'schen, als eine Zierde ihrer Programme. Eingelettet wird daS diesjährige Kirchenconcert durch eine jener unvergänglichen Orgelcompostttonen unseres Altmeisters Sebastian Bach; während das zweite Werk für die Orgel in der Phantasie über den Choral „Ein' feste Burg ist unser Gott", uns Gelegenheit geben wird, Herrn Friedrich Lux auch als Komponisten kennen zu lernen. Manchen Musikfreunden dürfte wohl bekannt sein, daß Herr Lux bei Einweihung der großen Orgel der Alberthalle in London neben den berühmten Organisten Herzog aus Erlangen und Ritter aus Magdeburg mitwirkte. Damals wurde von der englischen Regierung an alle deutschen Regierungen das Ersuchen gestellt, die hervorrag-end- sten Organisten ihrer Länder zu dieser Einweihung nach London zu senden, und von der heffen-darmstädtischen Regierung wurde Herr Lux hierzu erwählt. Jedem Orga- nistm war die Orgel der Alberthalle zwei Tage zur Verfügung gestellt, und Herr Lux hatte die Genugthuung, von der Verwaltung der Alberthalle eingeladen zu werden, das folgende Jahr wieder nach London zu kommen. Wir haben deßhalb einen nicht gewöhnlichen Kunstgenuß zu erwarten und freuen uns einen so bewährten Meister auf dem vollkommensten Instrumente, der Orgel, zu hören. Vermischte-. Die „Deutsche Musiker-Zeitung", Berlin vom 20. Juli 1878, enthält folgenden Artikel: Gießen. Am 30. Juni und 1. Juli hielt der Lahnthal - Sängerbund sein 12. Musikfest in der alten Universitätsstadt Gießen ab. Sieben auswärtige und fünf einheimische Gesangvereine repräsentirten ungefähr 400 Sänger, deren Gesammtchöre unter der bewährten Leitung des akademischen Musikoirectors Hrn. Felchner zu Gießen auSgesührt wurden. Es waren deren drei: „Ehre sei Gott" von Hauptmann, „Macte Imperator“ von F. Lachner und „Das deutsche Schwert" von E. Schuppert. Sämmtliche Gesammtchöre wurden von der Musikkapelle begleitet und vorzüglich ausgeführt. Am meisten sprachen Nr. 1 und 3 an. Einzelne Etnzelchöre wurden ebenfalls recht brav vorgetragen. Den instrumentalen Theil des Mustkfestes hatte die Kapelle des 2. Hess. Infanterie Regiments Nr. 116 zu Gießen übernommen. Dieselbe steht unter Leitung des Kapellmeisters Hrn. C. Krauß e und zählt zu den besten, welche Referent je gehört bat. Hr. Krauße ist ein äußerst gewandter und gewiffenhafter Dirigent. Um Trompetenschall und Paukenschlag allein ist es ihm nicht zu thun. Er übt alles fein ein; die reizendsten Ptanisstmos welchseln ab mit dem stärksten Forte, alles wird fein schattirt vorgetragen und legt Zeugniß ab von dem tiefen musikalischen Verständniß und Zartgefühl deS Dirigenten. Aus dem reichen Programm der Jnstrumentaloorträge beider Festtage hebe ich Weber'S Jubel-Ouvertüre, R. Wagner's Rienzi-Ouvertüre und Liszt's ungarische Rhapsodie Nr. 1 hervor. Letztere bildete den Glanzpunkt des Festes. Hr. Kapellmeister Krautze hat sie für Mtlitärmusik arrangirt und damit gezeigt, daß er auch hierin Meister ist. Das gegen 8000 Köpfe zählende Publikum belohnte aber auch diese Nummer ganz besonders mit nicht endenwollendem Beifall. Wenn Ihr Korrespondent recht berichtet worden ist, so extstirt diese Rhapsodie für Mtlitärmusik noch nicht im Musikalienhandel. Vielleicht ist die Notiz, daß Hr. Krautze das Arranaement gern gegen ein mäßiges Honorar abläßt, Verlegern derartiger Werke oder Militärkapellen willkommen. Kn. Butzbach, 25. Juli. Das achte Turnfest des Bezirkes Hessen wird am 4. und 5. August in unsrer Stadt gefeiert. Der Umstand, daß die Turtteret schon seit 30 Jahren mit unsrer Bürgerschaft verwachsen und daß der Bezirk Htffen turnerisch tüchtig ist, berechtigt m s, allen Festbesuchern von nah und fern genußreiche Tage zu verheißen. Das FestcomitS ist schon seit Wochen mit den Vorarbeiten beschäftigt. Man hat, um die Sache beffer bewältigen zu können, verschiedene Commissionen gebildet, von denen jede eine bestimmte Arbeit zu erledigen hat. Man will die Einquartierung, die Bau- angelegenheiten, befi Zug u. s. w. allen Forderungen entsprechend einrtchten, alle« soll vollendet sein! Bereitwillig unterstützen Stadtrath und Bürgerschaft das Comitä und so dürste unser Turnfest ein recht gelungenes werden. Hoffen wir, daß das nöthige gute Wetter an den Festtagen nicht fehlen wird. Bingen. Commerzienrath Gräff von Bingen ist in Amerika, wohin er eine Besuchsreise unternommen hatte, plötzlich in Folge eines Herzschlages gestorben. Der Verlebte war ein Ehrenmann und freigebiger Förderer aller humanen und freisinnigen Bestrebung^. Wie wir hören hatte sich der Verstorbene lediglich im Interesse der Tabaksfrage und um die dortigen einschlägigen Verhältnisse kennen zu Urnen nach Amerika begeben. Literarisches. Wahlkarte. Wir machen schon , jetzt darauf aufmerksam, daß am 5. August er. unter dem Titel: „Deutsches Reich. Ergebnisse der Reichstagswahlen vom 30. Juli 1878. Bearbeitet durch Th. Ho hoff, Secretär im Kaiser!. Statist. Amt." (Berliner Litb. Jnstttut Berlin W. Potsdamerstraße 110. PreH 1 Mark) eine Wahlkarte erscheint, welche für Viele großes Interesse bieten wird. Die Karte enthält außer den Grenzen der einzelnen Verwaltungsbezirke innerhalb des deutschen Reiches die Grenzen der Wahlkreise in Farbendruck mit der Nummer des betreffenden Wahlkreises. Das Ergebniß der Wahlen wird durch 11 verschiedene Farbentöne so dargestellt, daß jede Fraction einen besonderen Farbenton erhält, mit welchem die einzelnen Wahlkreise illuminirt werden. Außerdem ist der Karte ein Verzeichniß sämmtlicher Wahlkreise beigefügt, enthaltend: die Namen derselben, die Namen des erwählten Abgeordneten, des Haupt- Gegenkandidaten, die Parteistellung Beider und Angabe der Stimmenzahl, die sie erhalten. Allen, welche sich für diese Karte interessiren, rathen wir, Jbre Bestellung schon etzt bei der nächsten Buchhandlung zu machen und sich so den pünktlichen Empfang zu sichern. _ . Handel und Verkehr. Frankfurt, 27. Juli. Der heutige Gemüsemarkt war ausgezeichnet befahren, Kohl, Lattigsalat, Endivien, Gelberüben, Kohlraben, Artischocken, Bohnen, Gurken, Küchengewürze waren massenhaft zu billigen Preisen vorhanden; der Centner Bohnen zum Etnmachen kostete je nach der Qualität 6—8 JA, Gurken das Hundert JA 1—1.50. Heu und Stroh war ebenfalls reichlich vorhanden und nottren wir je nach Qualität per Centner neues Heu JA 1.60—2.40, Stroh per Centner JA 2—2.10, Butter im Großen das Pfund 1. Qual. 95^ bis JA 1.—, 2. Qual. 80—85 H, ttn Detail 1. Qual. JA 120, 2. Qual. 90 H bis JA 1. Eier das Hundert JA 4.60-5.60. Fleischpreise 7 Ochsenfleisch per Pfd. 70—75 Kuh- u. Rindfleisch 55—68 Kalbfleisch 60—70 Ä, Hammelfleisch 55—68 H, Schweinefleisch 70—75 Speck JA 1, Erbsen, geschälte (per 100 Kilogr.) 26—30 ja, ganze Erbsen 22—24 JA, Bohnen 25—28 ja, Linsen 28—35 JA Kartoffeln, neue JA5—6. — Buchenscheitholz per Quadrat-Meter erste Sorte JA 10.80 bis H, zweite Sorte JA 9.40, Tannenscheitholz erste Sorte JA 7.80, zweite Sorte JA 6.20—50. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. 4599) Behufs öffentlicher Verdingung des Bedarfs an Heu, Stroh (einschließlich Lagerstroh) und Bivaksholz, sowie der Gestellung von Wagen zur Anfuhr der Bivaksbedürfnisse während der diesjährigen Herbstübungen der Großherzoglich Hessischen (25.) Division, welche in Oberhessen bei Grünberg-Londorf-Homberg-Alsfeld-Kirtorf stattfinden, haben wir einen Termin auf Donnerstag den 8. August d. I., Bormittags 10 Uhr, in unserem Bureau, Elisabethenstraße Nr. 52, parterre, anberaumt. Cauttonsfähige Unternehmer, welche auf die Lieferung vorgenannter Gegen stände reflectiren, werden ersucht, ihre Offerten mit der Aufschrift: „Offerte auf die Lieferung von Manöverbedürfuiffen" versiegelt und portofrei bis zu dem bezeichneten Termin an uns einzusenden. Die Lieferungsbedingungen liegen in unserem Bureau zur Einsicht aus. Darmstadt, den 26. Juli 1878. Intendantur der Grosth. Hessischen (25.) Division. Welter. Versteigerungen. Mittwoch den 31. d. Mts„ Nachmittags 2 Uhr, wird in dem Hause des Herrn Christian Helm der Nachlaß des stud. theol. Jpeüv eich Wagenbach, bestehend in Kleidungsstücken und Büchern meistbietend versteigert. Gießen, den 27. Juli 1878. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. 4598)________Lüdeking._____________ Arbeitsversteigerung. Donnerstag den 1. August, Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem Rathhaus zu Hungen die Lieferung von 112 lfd. Meter Rabe- nauer Deckplatten für die Gemeinde Hungen und 711/* lsd. Meter für die Gemeinde Langd, sowie 3 Gartenpfosten für die Gemew^e? Inheiden, öffentlich versteigert werden. Vtüingen, am 26» Juli 1878. H ein eck, 4600) Bezirksbauaufseher. Eine gut erhaltene Treppe zu verkaufen. Lindenplatz Lit. A. Nr. 241. Montag den 5. August, Nacvmittags 2 Uyr, soll auf bahiesigem Rathhaus auf fre^- williges Ansuchen des Georg Friedrich Pfaff dahier die demselben gehörige Hof- ratthe Flur H65Vio Grabgarten mit Gartenhaus 511 Mrter, Flur II 655/w 252 Meter Hofraithe am Wißmarer Weg mcistbtetend versteigert werden. Gießen, ben 29. Juli 1878. Großherzogl. Orlsgericht Gießen. 4603) Müller. Aeilgeöotmes. 4597) Grüne Nüsse (zum Etnmachen) zu haben bei Andr. Bärrn Ww. Stadt Cassel. 4579) Von heute an Frankfurter Export - Bier aus der Brauerei Löschhorn in __Frankfurt a. M._________ Z Badehallbett, Frottirhandschtthc, Frottirharrdtücher u. s. w-, empfiehlt zu billigen Preisen Val. Reuter, Friseur. Frischgebrannten reinschmeckenden •/fit* - f1«flfee I. Qualität per Pfd. JA. 1,80, II. „ „ „ „ 1,60 empfiehlt (4605 Robert Stuhl, Marktstr. D. 23. 4555) Ein Tapisserie- und Kurzwaaren- geschäft in hiesiger Stadt ist unter vortheil- haften Bedingungen zu verkaufen. Näheres bei I. Blitz f zu verkaufen. 4518) J. Rothenberger, Lindenplah. 4333) Frisch gebr. Kaffee von JA. 1,50, bis JA. 2, beste Auswahl in rohem Kaffee von -JA. 1,12 bis UA. 1,70, vorzüglichen Limburger Käse per Pfd. 48 ganze und rein gem. Gewürze, alle Arten Suppensachen, Thee rc. empfiehlt W". Heuser, _________vorm. JFr. Bieler. Herren-Sonneuschinne empfiehlt in reicher Auswahl zu billigen Preisen^ (3091) H. Rübsamen. la. Schweizerkäse per Pfd. ^A. 1, la. Apfelkraul per Pfd. 26 X empfiehlt (4402 W. Heuser, vorm. F. Bieler. Leichte Zommerunterhosen u. Unterjacken tu Wolle unv Baumwolle, in allen Größen und Weiten empfiehlt zu sehr billigen Preisen. (3093 _____H. Rübsamen. Brühe Roseukartossein 4564)_______bei Gärtner Schaum. 4331) Stets frische Butter und Eier empfiehlt zum Wochenmarktspreffe, bei größeren Quantitäten billiger, W. Heuser, vorm. Kr. Pieler. 4268) Meinen seit Jahren bewährten Weinessig zum Einmachen halte ich bestens empfohlen. (4268 Exnil Fischbach. Engt. Orig. Dampf-Dreschmaschinen & Iocomobilen von Clayton <$• Shuttlewortli der größten Fabrik dieset Branche in England. Gesammtabsatz derselben bis Ende 1877 ca. 16000 Locom. und ca. 14000 Dreschmaschinen, lieber 600 compl. Sätze wurden von mir nach Süd- und Mittel°Deutschland verkauft. Lieferung franco auf jede Gisenbahnst., Probe)eit, Garantie, Zahlungserleichterungen. Ausführliche illustr. Eataloge auf Anfrage gratis und franco. 4396) HEINRICH LANZ in Mannheim & Regensburg. Englischer Fußboden-Oel-Lack, trocknet rasch mit schönem haltbarem Glanze. Eines vorherigen Anstriches deS Bodens mit Oel bedarf es nicht. Preis per Pfd. incl. Krug 1 JL 50 Alleinige Verkaufsstelle für Giessen aus d»r Fabrik von Joh. Georg Frank in Offenbach bei (4463) d. Ch. Spruch. Grosses Thrklager in 5 Qualit. Entree 40 Pf; Anfang 6 Ehr 4601) Einmach Bur AeichMgswlchs. aus der Mäusburg. 4551) Garantie für absolute Reinheit, 4590) Delicatessenhandlung. 4552) Das Festcomite. Näheres die Programme. Schulstratze B. 21. zu vermiethen. geeigneten, Kautionsfähigen Agenten für Gießen ♦ incl. 30. Juni 1877. den werden gereinigt, sowie VIH das betreffende Bettzeug Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Drnck und Verlag der Brühl'fchen Untv.-Druck-rei lFr- Ehr. Bietsch) in «ietzev. Wähle, wie Du, wenn Du steuerst, wünschen wirst, gewählt zu haben! 35 80 Rechenschafts-Bericht vom 1. Juli 1876 bis Activa........ Jahres-Einkommen aus Prämien und Zinsen Auszahlungen für Versicherungs- und Rentenverträge und für Rückkäufe rc., seit Bestehen der Gesell- FE11WSTE1V . ii. Speiseessig 4559) Em Zapfjunge gesucht Gebrüder Lotz. und Umgegend zur provisionsweisen Vertretung unserer Firma. Offerten A» mit Angabe der Hauptbeschäftigung und Referenzen erbitten wir baldigst. < , 4606) Die noch vorräthigen Sommerkleiderstoffe habe im Preise bedeutend herabgesetzt. Roben knappen Maaßes und Reste jederzeit zu außergewöhnlich billigen Preisen. J7« vorm. S. Weimersheim. vermischte Anzeigen. 4607) Sonntag Abend von Heuchelheim nach Gießen, Riegelpfad, Medaillon und Uhrschlüsscl verloren. Gegen Belohnung abzugeben in der Exped. d. Bl. häusliche Arbeiten gesucht. Schloßgasie A. 251. aus der Fabrik des Herrn Eduard Silbereiseu, in bekannter vorzüglicher Qualität, für deffen Haltbarkeit und Reinheit in jeder Beziehung garantirt wird, offerirt in Fäßchen von 100, 30 und 23 Liter Inhalt, frei ins Haus geliefert. h» Müller^ Montag . Ans Lang-tz fV'i'rf. Kroel, Bautechniker. 1 Verloren eine kleine Corallenkette am Samstag Nachmittag. Gegen Belohn, gefl. abzugeben bet Frau Emma Wallenfels, Neue Anlage 30. Wcrmiethunge«. 4595) Ein möblirtes Zimmer, parterre. Sh te Men C " ßch VIII. Turnfest des Gaues Hessen | am 4. und 5. August fu Butzbach. Kriegerfest in Wenzel s Garten. 4608) Kellner, sowie Küchenpersonal, welche vom 9—144 August bei den Festlichkeiten serviren wollen, haben ich von 12—2 Uhr bei mir im Garten zu melden. Wilhelm Wenzel, Bekanntmachung. Um den laut gewordenen Zweifeln über die rechtzeitige Abfuhr eingebauter Abort-Tonnen rc. entgegenzutreten, sowie als Beantwortung aus mehrfach an mich gerichtete diesbezügliche Fragen erkläre ich hiermit, daß alle derartige Anlagen durch besonders dazu angestellte und zuverlässige Arbeiter unter meiner Verantwortung rechtzeitig entleert und gereinigt werden, so lange, bis die Stadtverwaltung eines Anderen bestimmt. Es wird über dieses Abfuhrverhältniß mit jedem Hausbesitzer, bei dem eine derartige Anlage erbaut wird, von vornherein Vertrag abgeschloffen. Beschwerden über unpünktliche Abholung sind bis auf Weiteres an mich zu richten. Gießen, den 26. Juli 1878. zu leisten sind. Filiale für West-Deutschland M. Fecht, Friedrichstr. 36, Mannheim. Prospekte und alle weiteren Aufschlüsse werden ertheilt von der General-Agentur für das Großherzogthum Hessen: Deopold Müller, Darmstadl, 8 Ernst-Ludmiglir. 8. 4142) Sandgaffe (Neustadt). | Haasenstein *fc Vogler, $ Annoncen - Expedition, Frankfurt a. M. ♦ 4525) Nachdem Herr A. Scheyda, unser langjähriger ♦ Vertreter in Gießen, diese unsere Agentur ntedergelegt hat, suchen ? wir einen anderen [H. 6] ti« Oksteneichz । ■iHlIfyn Lands HM WK »öden yw“1 totnsM U"tu"9 bet(ea n htT'n,®11 H-i« 4tn! J flute schäft (1848) mehr als Die Gesellschaft übernimmt zu festen Prämien Versicherungen auf Todesfall mit 80 pCt. Gewinnantheil ober auch ohne Antheil am Gewinn; ferner gemischte und auf verbundene Leben, schließt Renten- und Ausstattungsverträge ab; gewährt nach 3jähr. Bestehen der Policen den Rückkauf für Policen auf Todesfall oder gemischt, welche hierzu berechtigt sind oder stellt für Policen auf Todesfall nach 3jähr. und für Aussteuer-Versicherungen nach 5jähr. Bestehen reducirte Policen aus, für welche dann keine weiteren Zahlungen ! THE GBESHAM. Englische Lkdensverstchernngs - Gesellschaft in London. ♦a< Wie das dn Windstille bi ra-chher mhenvilj ^icges die durch Mliiig des Berli m bksriedigt Hal hgrHicher Weise stch mi| »vertragenen Occus W «u(l h«t! ^baflrn Grieche, «ff dm Weze de, R endlich noch Die Wal t'* M Mot d« dritten At zu 50 Kreuzen ßfiiifltn, toelche t ahler -er er ssi vnnittags/ al tup, wenn du eiffolgen wird. Jede Abt! Mehlen sich zu d chnischen und wir ' Die Slim ^Heiligung drrsel Die drei W 4. Juli l. I. slchn werden. Gießen WENZEL’S GARTEN (Saalbau) Heute, Dienstag den 30. Juli 1878: Großes Militär. Concert der auf der Durchreise begriffenen Musik - Kapelle des 8. Jägerbataillons (früher in Wetzlar) 4344) Die Parterre - Wohnung unseres Hauses ist per 1. September er. zu Der- miethen.______G. Friedberger.Söhne. 4563) Seltersdelg E. 37, gletwer Erde ein möblirtes Zimmer mit Cabinet 'für nächstes Semester zu vermiethen.___ 4565) Ein freunbl. möblirtes Zimmer zu vermiethen im Hause des Herrn Jutzi, II. Stock, Gartfeld. 4567) Möblirtes Zimmer zu vermiethen bei Gg. Schomber, Selter sw eg. Ein schönes FamtlienlogtS von 5 Zimmern und allem Zubehör (neu hergerichtet) zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts.__ 4571) Ein LogiS mit Werkstätte ist zu vermiethen und altzbald zu beziehen im Darmstädter HauS. 4568) Ein junger reinlicher Bursche für gewaschen, in «ud außer dem Hause von — - - - - - - -- Frau Ernst Eranx^ Reine Petroleum-Fässer bet Parlhien franco Bahnhof hier, bezahlt heute mit JL 2.80 per Stück. 4549) €1. Ii. Kayser [D. F. 8197.)____________in Mainz. 4536) Ein braves Dienstmädchen für eine kleine Familie zu baldigem Eintritt gesucht_______Frankfurter St. E. 3O*/10. 4588) Ein wohlsituirter Herr von angenehmem Aeußern, Besitzer einer größeren rentablen Fabrik, 29 Jahr alt, wünscht sich mit einer jungen Dame mit einem Vermögen von circa fl. 25000 zu verbinde und bittet solche, welche diesen aufrichtigen Offerten Glauben schenken wollen, ihre Adresse nebst Photographie eub M. C. W. 1000 an die Exped. d. Bl. gelangen zu lassen. 4497) Ein Dienstmädchen auf sofort sucht Frau Anna Bender, Seltersweg. „ 77,000.000 Frs. 59,919.633 „ 12,761,159 4557) Im Christian Haubach'icyen Hause, Reichens.-Bahnhofstr. sind 2 Familien- logis und zwar im 1. Stock aus 4 Zim- nnrn, Küche rc., und in der Mansarde aus 3 Zimmern, Küche rc. bestehend, am 1. Octo: er c. beziehbar, an ruhige Familien zu vermiethen. Näheres zu erfragen im _________________________„Wemsaal." 4541) Ein unmöblirtes Zimmer zu Der- miethen. Karl Herbert, Nahrungsberg. 4486) Zwei kleinere Familienwohnungen, sowie der Laden rc., sind in meinem Neubau in der Kaplansgasse zu vermiethen. __________________________L. Kauf. 4485) Der zweite Stock des Hauses, Wallthorstraße 66, ist per 15. October, auf Wunsch auch früher zu oermitthel-. Näheres bei________Fran; Gerbode. 4469) Ein Logis im 3. Stock von vier Zimmern nebst Zubehör ist zu vermiethen und den 15. September zu beziehen. __________________Wilb- Krämer. 4080) Im Graf'ich en Hause an der Grünberger Straße ist der untere Stock zu vermiethen._______________________________ 4216) Ein Laden mit Logis, geräumigem Keller und Lagerraum zu vermiethen und per 1. October d. I. zu beziehen. Lud. Geißler Ww., __Reichensand-Bahnhofsstraße. 4591) Eine Mansardenwohnung zu vermiethen bei Th. Schmidt, Gartfeld. Frankfurt a. M. Haasenstein & Vogler. < > 3788) Der dritte Stock me nes Hauffs Ist zu vermiethen und am 1. Oktober, auf Wunsch auch früher, zu beziehen. ___________________________Dr. Ploch. 4461) Mansarden - Wodnung an eine ruhige Familie zu vermiethen. Zu erfragen bei der Exped. d. Bl.______ 4339) Das von Herrn Prof. Dr. Lorey bewohnte Logis im v. Klipstein'schen Haufe, Frankfurter Straße Nr. 4, ist vom ersten October an zu vermiethen._________ 4272) Ein kleines Familtenlogis, per 15 August beziehbar, zu vermiethen. ___________Elias Meier Ww. 4192) Der 3. Stock meines Hauses, — 5 geräumige Zimmer mit Zubehör — ist anderweitig zu vermiethen. De. Dornseiff.