Mo. TL. Mittwoch, den 30. Januar 1878. Keßenek -Anzeiger AnM- mL AmisdiM für icn Kreis Gießen. Srscheint täglich mit Ausnahme des Montags. W^oMoWssnrsanr «nrtenstraße B. 165. r Echnlstraße B. 18 PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher HHeik. Bekanntmachung. Es wirv hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Großherzogliches Ministerium des Innern genehmigt hat daß m. Frühjahr und Herbst 1878 ein Fohlen- und Pserdemarkt zu Darmstadt abgkhalten wrrd und hiermit Verloosungen von Fohlen und Pferden, Pferdegeschirren, landwirthschaftlichen Gera-Hschaften ,c. verbunden werden „ , p „ u Dem vorgelegten Verloosungsplan gemäß sind bei jeder dieser beiden Verloosungen höchstens 20000 Loose — das Loos j« 2 Jt. — auszugeben und wenigstens 65% der Brutto-Einnahmen zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden. Gießen, den 26. Januar 1878. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Aolitisch Zur Tabakssteuer. Der „Berl. Börs.-Cour." erhält von beteiligter Seite folgende Darlegung über die Angelegenheit der Tabakssteuer: Ein in Bezug aus die Tabaks- steuer-Vorlage der preußischen Regierung vielfach ventilirter Streitpunkt ist die Frage, zu welchem System dieselbe das Uebergangs-Stadium bilden soll. Will die Regierung durch die hohe Belastung des inländischen Tabaks und durch die Unbequemlichkeiten, welche die Waagsteuer mit sich bringt, den inländischen Tabakkbau allmühlig beseitigen, um dann zu dem englischen System des hohen Eingangszolles bei gänzlichem Verbot des Tabaksbaues überzugehen, oder will man aus diese Weile nur den sporadischen Tabaksbau aus kleinen Parzellen, angeblich das größte Hinderniß für die Einführung des Monopols, beseitigen, tm Utbiigen aber die Tabaksbauer an die lästigen Controlmaßregeln des Monopols gewöhnen, um so den Weg zur Einführung des Monopols zu ebnen ? Diese Frage, bei welcher vor Allem die Tabakspflanzer und die Tabaks-Importeure beteiligt sind, ist schwierig zu entscheiden; jede von beiden Parteien be- urtheilt den Gesetzentwurf so, wie es ihr am günstigsten scheint und findet für ihre Ansicht in dem Gesetz und in den Motiven Gründe, aber, während diese beiden Parteien sich streiten, scheint man ganz zu vergefien, daß es neben den Pflanzern und Importeuren noch einen dritten Factor gibt, welcher doch auch ein gewisses Recht hat, berücksichtigt zu werden, nämlich die Tabaks- und Cigarren-Jndustrie. Für diese, und ganz besonders für die Cigarren-Jndustrie, ist der neue Tarif, wie ihn der preußische Entwurf vorschlägt, ein harter Schlag und wir fürchten, daß, ganz abgesehen von den Einschränkungen, welche die Erhöhung der Tabaksabgabe naturgemäß im Gefolge hat, die Cigarren-Jndustrie, welche heute in Deutschland ein blühender Gewerbezweig, und mehr als hunderttausend Menschen — nach einer Berechnung in der von den Tabaks-Jn- tereflenten im Jahre 1873 dem Reichstag überreichten Denkschrift 126,750 Personen — Arbeit und Nahrung gibt, durch die Consequenzen des neuen Tarifs auf ein Minimum herabgedrückt wird. Wenn wir neulich die Durch- schnittswerthe, welche dem Zolltarif zu Grund gelegt sind, annahmen, so betrug bis jetzt der Eingangszoll auf Rohtabak durchschnittlich 16 pCt. vom Werthe, während Cigarren nur 6% pCt. vom Werthe bezahlten. Dieses Verhältniß war der inländischen Cigarrensabrikation genügend, um sie vor dem allzugroßen Eindringen der billigen Fabrikate zu schützen; jetzt aber soll das Verhältniß derart geändert werden, daß der Rohtabak künftig einen Eingangszoll von 56 pCt. bezahlt, während Cigarren durchschnittlich nur 10 pCt. vom Werthe bezahlen. Berücksichtigt man, daß bei Cigarren der Zoll nur von dem bezahlt wird, was an die Consumenten zum vollen Werthe verkauft wird, während bet dem eingeführten Rohtabak alle künftigen Abfälle, ganz besonders auch die bei der Cigarrensabrikation ganz werthlosen Rippen als Tabak verzollt werden muffen, fo stellt sich das Verhältniß noch weit ungünstiger für die Cigarrenfabrikation, als es sich nach den einfachen Ziffern des Tarifes darstellt. Es würde also voraussichtlich nach Einführung des neuen Tarifes nicht nur ber Import der billigen Cigarren aus Holland ganz bedeutend zunehmen, sondern die nordamerikanischen Cigarrenfabrikanten werden es sehr bald vortheilhast finden, Cigarren zu fabriciren, die dem Geschmack des deutschen Publikums zu- jagen, und statt des Rohtabaks solche nach Deutschland zu importiren. Ob es zweckmäßig ist, eine blühende Industrie dadurch zu ruiniren, daß man den Zoll auf das für sie absolut nothwendige Rohprodukt verhältnißmäßig ganz koloffal steigert, während man sich mit einer ganz kleinen Steigerung bei dem fertigen Fabrikat begnügt, ist eine Frage, auf welche die Antwort nicht schwer zu fehl scheint, und diejenigen, welche sich für die Regierungsvorlage einzig und allein aus dem Grunde begeistern, weil die Regierung behauptet, das Geld zu gebrauchen, sollten doch nicht vergeßen, daß die Regierung außer Geld auch noch eine möglichst große Anzahl von wohlhabenden und von erwerbenden Bürgern und wirthschaftlich so geordnete Zustände, daß Handel und Industrie blühen können, gebraucht. Deutschland. AuS Hessen, 26. Januar. Bekanntlich muß nach dem neuen Land- tagSwahlgeseß die zweite Kammer für den folgenden (23.) Landtag (1879 ex Hheit. bis 1881) in ihrer Hälfte ergänzt werden und stehen die infofern erforderlichen Neuwahlen etwa für den Sommer d. I. in Aussicht. Es ist nicht ohne Interesse, zu wissen, welche der Abgeordneten gesetzlich austreten. Nach unserer Information liegt die Sache so: für Starkenburg treten aus: §eft>enreid), Jost (Allertshausen), Keller, Königer, Martin, Usinger, Weyrauch, Weber, Welcker, Wolfskehl; für Oberhessen: Dittmar, Hofmann, Hirschhorn, List, v. Rabenau, Schmalbach, Scriba, Sturmfels; für Rheinhessen: Allmann, Dumont, Edinger, Möllinger, Oechsner, Schröder, v. Wedekind (Darmstadt). Die Ausscheidenden sind natürlich wieder wählbar. (Neue Fr. Pr^ Berlin, 25. Januar. Es wird mit Sicherheit erwartet, daß das Ent- laßungsgesuch des Präsidenten des Ober-Kirchenraths, Dr. Herrmann, demnächst genehmigt werden wird. Als fein Nachfolger im Amte wird in der „Volks-Ztg." der zur kirchlichen Mittelpartei gehörige Consistorial-Präsident Ballhorn in Königsberg genannt. — Daß die gegenwärtige Tabakssteuervorlage, die sich nicht als der Bestandtheil einer allgemeinen Steuerreform darstellt, durch den Reichstag verworfen werde, wird hier allgemein erwartet, so daß die Tabakshändler und Tabaksfabrikanten vor der Hand nicht nöthig haben, in ihren Geschäften darauf Rücksicht zu nehmen. — Der Mangel an evangelischen Studireuden der Theologie ist zimmer noch sehr groß, und nicht nur in Preußen, sondern auch in dem übrigen Deutschland. Das Consistorium der Provinz Westfalen hat neulich sogar Can- didaten gleich nach der Prüfung in's geistliche Amt einweisen müssen, lediglich um die Stellen nicht ganz ohne Besetzung zu lasten. Desgleichen sind in Preußen noch viele Richterstellen unbesetzt, obschon das Studium der Jurisprudenz einen gewaltigen Aufschwung genommen hat und die juristischen Fakultäten zu den besuchtesten gehören. Hesterreich. Wien, 26. Januar. Im Abgeordnetenhause erklärte Minister-Präsident Fürst Auersperg, daß der Kaiser das Demissionsgesuch des Ministeriums angenommen und dasselbe mit der Fortführung der Geschäfte bis zur Bildung des neuen Cabinets beauftragt habe. Nächste Sitzung Dienstag. Wien, 26. Januar. Wie man dem „Pesth. Lloyd" schreibt, bereitet das „Cabinet" des Ex-Königs Franz von Neapel einen Protest gegen den Regierungs-Antritt Humbert's in beiden ©teilten vor, nachdem der Papst bekanntlich sich auch seinerseits formell alle Rechte auf den Kirchenstaat Vorbehalten hat. In dem bezüglichen, von dem Minister-Präsidenten Antonio Spinelli und dem Minister-Staatsseeretär des Aeußern de Martino gegengezeich- neten Act heißt es zum Schluß: „Wir befehlen . . ., daß dieser Act in unserem Reichsarchiv niedergelegt werde als ein ewiges Denkmal unseres Willens, Recht und Gerechtigkeit der Usurpation entgegenzuhalten.' Da die „Regierung" des Ex-Königs keine diplomatische Vertretung an den Höfen mehr besitzt, ist man einigermaßen darauf neugierig, durch wessen Vermittlung das Aktenstück denselben mitgetheilt wird. £ , Pesth, 36. Januar. Der Minister-Präsident Tisza erklärte im Unter= Hause, die gegenwärtigen Verwickelungen seien durchaus nicht geeignet, um sich in Betreff der orientalischen Angelegenheiten zu äußern. — In der gestrigen Sitzung der liberalen Partei fanden Verhandlungen über die Ausgleichungs-Vorlagen statt. Tisza trat warm für den Ausgleich ein und protestierte gegen die Auffassung, daß Oesterreich Alles verwerfe, was für Ungarn vortheilhast sei. Bezüglich des Abschlußes des Vertrags mit Deutschland sprach der Minister-Präsident feine besten Erwartungen aus. Italien. Rom. Gegen den Papst, der Italien gegenüber eine zu versöhnliche Haltung anzunehmen schien, hat sich eine Art von Verschwörung der jedem Ausgleich abgeneigten Cardin äle und Prälaten gebildet, wobei die Jesuiten dw Hand im Spiele haben. Zweck ist, allen Maßregeln des Papstes, die nach der Meinung jener Starrköpfe der Kirche gefährlich sein könnten, Widerstand zu leisten. Selbst Manning gilt diesen Unversöhnlichen für zu gemäßigt, und steht sich durch ihre Anfeindungen bewogen, Rom in kurzer Zeit zu verlaßen. Als Pius Kunde davon erhielt, berief er andere Cardinäle und Prälaten in feinen Rath. Jetzt ist ein friedlicher Protest gegen den neuen König beschlossen worden, der ihn als unrechtmäßig bezeichnen und die frühern Verwarnungen wiederholen soll. Es ist jedoch ungewiß, ob das Schriftstück an die Kirchen- thüren angeschlagen werden wird oder nicht. Die Beziehungen Oesterreichs zur Curie sind getrübt, der Papst befürchtet feindliche Maßregeln auf dem Gebiete der Schule und der Klöster. 19 Stimmen den Antrag auf Vertagung der Berathung über das Zoll- und Handelsbündniß mit Oesterreich und beschloß, sofort tu die Generaldebatte darüber einzutreten. London, 28. Januar, Abends. Im Unterhause erklärte Schatzkanzler Northcote: Dte Credttforderung liege in der Situation. Die Friedensbasen lägen noch nicht osficiell vor, sondern nur autoritativ. Der Waffenstillstand sei noch nicht unterzeichnet. Die bekannten Friedensbasen müßten als sehr weitgehend die Aufwerfung von Fragen veranlaffen, die durch einen Congreß zu regeln wären. Die Regierung verlange die Bewilligung des Credits als Vertrauensvotum, um in jeder Hinsicht stark auf dem Congreffe zu erscheinen. Loudon, 28. Januar, Abends. Im Oberhause bestätigte Derby auf Befragen Granville's, daß er sein Entlaffungsgesuch zurückgezogen habe. Der Antrag Srratheden's auf Erhaltung der Neutralität wurde schließlich zurückgezogen. Das Unterhaus vertagte die Berathung über die Creditforderung der Regierung nach längerer Debatte auf nächsten Donnerstag. Wien, 28 Januar, Abends. Die „Polit. Corresp." meldet aus Konstantinopel: Bis zum 27. Mittags waren osficielle Anzeigen über die Unterzeichnung der Präliminarien noch nicht auf der Pforte eingetroffen; übrigens ist die Verzögerung wahrscheinlich nur der Uebersiedlung des russischen Hauptquartiers und der türkischen Bevollmächtigten nach Adrianopel zuzuschreiben, wo die Unterzeichnung stattfinden soll. — Aus Bukarest meldet dasselbe Organ: Oie Rumänen haben vorgestern außer dem von drei Redouten vertheidigten Dors Emirdan dte türkischen Positionen Rupcaz und Kaptitanootscha unter erheblichen Verlusten mit Sturm genommen. Dieselben haben nunmehr die Türken aus allen vorgeschobenen Werken Wtddins vertrieben, welches jetzt vollständig eingeschloffen ist. — Aus Cettinje meldet die genannte Correspondenz: Gestern ergab sich das Fort Esendra den Montenegrinern- diese rücken gegen Skutari vor. Der Commandant von Skutari, Ali Saib Pascha, dürfte von der Bevölkerung gezwungen werden, sich mit seinen Truppen zurückzuziehen. LoLal-Mottz. Gießen, 29. Jan. Wir lassen nachstebend die Tagesordnung für dte Stadt- oerordneten-Sitzung am Donnerstag den 31. Januar 1878, Nachmittags 4 Uhr, im alten Realschulgebüude folgen: 1. Dte Anlegung eines Streifen Waldes im Heegstrauch zu Wiesen. 2. Dte Branntwein Großhändler betreffend. 3. Beitrag der Stadtkasse zu den Bedürfnissen der Armenkasse pro 1877. 4. Definitive Besetzung dreier Lehrerstellen an der erweiterten Volksschule für Mädchen. 5. Die Ausführung des Regulativs vom 20. März 1869. 6. Kostendecreturen. Gießen, 28. Jan. Rechenschaftsbericht des Herrn Bürgermeisters Bramm für 1876. (Fortsetzung aus No. 21.) Erläuterung der Abweichungen der vorgesehenen Beträge von den wirklichen Ergebnissen. Ord.-Nr. Einnahme. 1 Rest aus vorderen Jahren. Zur Zeit der Aufstellung des 1876er Budgets lag das Ergebniß der 1875er Rechnung noch nicht vor; als voranfchlagsmäßig wurde daher auf Grund der §§ 51 u. 52 der Instruction für dte Aufstellung der Voranschläge der Ad- schlutz der 1874er Rechnung eingetragen, welcher bestand: a) in Kassevorrath . . . . . . . 51191 82H b) in Ausständen......... 2227 ,, 33 „ Zusammen . . ——— 53419 15 H während der in der 1876er Rechnung vereinahmte Ueberschuß der 1875er Rechnung beträgt: 1) an Kassevorrath........ 88063 90 H 2) an Ausständen 5579 91 „ Zusammen . . ——— 93643 JL 81 mehr . .... 40224 66 Aus Gras und anderen Naturalien. Hierunter war der Erlös für Heu- und Grummetqras, für Obst, Lehm, lz außer dem Walde und auf Durchschnittsberechnung vorgesehen mit 10572 je 51 H die wirkliche Einnahme beträgt 19560 96 H sonach Mehretnnahme 8988 45 H und diese Mehretnnahme hat sich ergeben mit: a) bet dem Erlös für Heu- und GrummetgraS. . . 7147 „ 35 „ b) „ der Einnahme für verkaufte Erbbegräbnisse . 711 „ — „ c) „ „ „ für Obst und Lehm .... 326 „ 58 „ d) durch den Verkauf von Obstbäumcn in Folge des Orkanes im März 1876 492 „ 95 „ e) bet den Werth und Schadenersatzgeldern von Feldstrafen aus dem Jahr 1875 ........ 310 57 „ Zusammen wie oben . . . 7 8988 45 H 5 Don Waldungen Die unter dieser Rubrik vorkommenden Erträgnisse der Gießener Stadtwaldungen bestehen in Brenn-, Bau-, Werk- und Nutzholz sowie in Nebennutzungen und die Ansätze für dieselben sind auf Grund des Wirthschaftsplans nach Maßgabe des Tarifs berechnet auf........ 87986 04 H Die Emnahme hat sich in Wirklichkeit gestellt 108604 „ 27 „ also Mehrerlös . 7 20618J4 23 H Diese Mehreinnabme hat hauptsächlich darin ihren Grund, daß in Folge des bedeutenden Windfalles im März 1876 eine den Etat weit übersteigende Quantität Holz hat aufgearbeitet werden müssen. Auch für das Jahr 1877 wird ein Theil dieses Windfalles aufgearbeitet und verrechnet. Eine Berfchnung über die hierdurch nöthig gewordene Gesammtaufarbeitung kann erst nach Schluß des Erndtejahres. 1877 und wenn alles Holz verwerthet ist, vorgelegt werben. Obwohl diese Rubrik eine Mehretnnahme von 20618 JL 23 3. r- geben hat, so muß doch angeführt werden, daß der Tarifprets im Durchschnitt nicht erreicht worden ist, weil ein großer Theil deS aufgearbeiteten HolzeS von geringer Qualität war. 10 Don verkauften Baumaterialien und Mobilien. Hauptsächlich durch den Verkauf der städtischen Gewehre ist die Mehretnnahme unter dieser Rubrik entstanden. 21 Octroi. Die Einnahme unter dieser Rubrik war nach der Durchschnittsberechnung der letzten zehn Jahre veranschlagt zu........ 58448 jü — 4 eS wurden aber an Octroi erzielt 81929 ,, 34 mithin mehr . . 234^1 34 H Der Grund dieser Mehretnnahme liegt in der Zunahme der Bevölkerung und dem damit in Verbindung stehenden größeren Consum. 22 Schul- und Holzgeld. Das Schulgrld aus allen Schulen der Stadt war veranschlagt mit Berücksichtigung der lktztjährigen Ergebnisse auf..... 42295 64 Ä nach der Rechnung erfielen.......... . 50393 „ 44 „ sonach mehr .... . . 8097 jl 80 welche Mehretnnahme hauptsächlich in der fortwährenden Steigerung der Schülerzahl ihren Grund hat. Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr» Eorrespondeuz-Bureau. Athen, 27, Januar, Abds. Heute sanden abermals tummultuarische Kundgebungen (tatn Eine große Menschenmasse sammelte sich in den Straßen und zog unter Lärmen und Schreien vor die Wohnungen der Minister. Eine Schaar von circa 2000 Menschen zog nach dem Piräus, wo es ebenfalls zu lärmenden Auftritten kam. Das Militär schritt ein und zerstreute die Menge durch mehrere Angriffe. Gegenwärtig tst bie Stadt ruhig. Konstantinopel, 27. Januar. Die Kammer hat beschlossen, den Kriegsmimster über dte Gründe der Exilirung verschiedener Personen zu inter- pelliren und verlangte ferner, die Regierung solle Maßregeln ergreifen, um die Bevölkerung vor Acten der Plünderung zu bewahren, wie solche namentlich in Rodosto von Tscherkessen begangen worden seien. London, 28. Januar. Der „Morning-Post" zufolge sind die vom Grafen Schuwaloff mitgetheilten Friedensbedingungen folgende: Autonomie Bulgariens — die Grenzen sind noch nicht defiuirt — unter einem gemäß den Beschlüssen der Konstantinopler Conferenz zu ernennenden Gouverneur; die türkischen Truppen sollen nach gewissen, näher zu bestimmenden Ortschaften zurückgezogen werden; Unabhängigkeit Rumäniens mit einer Entschädigung für ein an Rußland abzutretendes Gebiet unweit der Donaumündung; Unabhängigkeit Serbiens mit einer Gebietsrectificirung; Gewährung einer lokalen Autonomie für Bosnien und der Herzegowina; Vergrößerung Montenegros anf der Basis quo post bellum, vorbehaltlich der Genehmigung der Mächte; Abtretung des Hafens von Datum; Kriegsentschädigung in Geld, Gebiet oder anderem Aequi- valent. Der Sultan übernimmt die Verpflichtung, zu erwägen, wie Rußlands Interesse in der Dardanellenstraße zu schützen. — Amtlicher Mittheilung zufolge willigte Lord Derby nach Auseinandersetzung mit seinen Collegen und in Folge der Rückkehr der Flotte in die Vesikabai ein, auf seinem Posten zu bleiben. Paris, 28. Januar- Aus diplomatischen Kreisen verlautet, Graf Schuwaloff habe am Freitag Nachmittag dem britischen Cabiuet die russischen Friedensbedingungen mitgetheilt. An dem nämlichen Tage habe sich die Pforte für die Annahme der Bedingungen entschieden, deren Unterzeichnung in Adria- nopel nach der Ankunft des Großfürsten Nikolaus erfolgen soll. London, 28. Januar. Das Reuter'sche Bureau meldet aus Konstanti- i.opel vom 27.: Der Minister des Auswärtigen, Savfet Pascha, benachrichtigte den britischen Botschafter Layard, es sei ihm noch nicht möglich, Layard Mit- theilung von den Friedenspräliminarien zu machen, obwohl die am Freitag telegraphirten Bedingungen annehmbar seien. Heber die Waffensttllstands-Ver- handlungen sei er ohne Nachricht. — „Standard" will wissen, daß Derby nichts gegen den Extracredit einzuwenden habe, welcher laut Beschluß des gestrigen Ministerrathes heute ein- gebracht werde. — Den Oppositionsantrag stellt nicht Hartington, sondern Rylands; der Antrag lautet: Irgend eine Mehrausgabe für Heer und Flotte sei durch die bestehenden Umstände nicht gerechtfertigt und würde solche die drückende Steuerlast des Landes nur unnöthig erschweren. — In einem von Gladstone an den Secretär des liberalen Vereins in Greenwich gerichteten Schreiben heißt es hinsichtlich der Creditforderung: Er (Gladstone) sei fest davon überzeugt, daß dieser höchst indiscrete Vorschlag im Parlament stetig und mächtig bekämpft werde, und hoffe, das Land werde seine Meinung darüber verständlich ausdrücken. — „Times" glaubt noch immer, die Regierung werde die Creditforderung in elfter Stunde vertagen; andernfalls werde Hartington die Vertagung der Debatte beantragen. Es verlautet, die Regierung werde einem solchen Anträge zustimmen. Konstantinopel, 28. Januar. Nach hier eingegangenen Berichten haben am 26. d. bei Silistria und Bettkick Gefechte stattgefunden; auch mit den Serben wurde bet Sienitza und Kurschumlje, ferner mit den Montenegrinern bei Kova und Popova gekämpft. Bei Mostar wurden sämmtliche feindliche Angriffe zurückzeschlagen. Suleiman Pascha befindet sich in Kirkagutel. Die Einschiffung der Truppen dauert fort; sechs ägyptische Transportschiffe werden erwartet. Stuttgart, 28. Januar. Commerzienrath Schiedmayer, Inhaber der weitbekannten Pianoforte-Fabrik, ist gestorben. Petersburg, 28. Januar. Der „Regierungsbote" veröffentlicht eine Adresse der Bewohner des Sandschaks Tultscha, worin der Kaiser zu seinen glänzenden Siegen beglückwünscht und der Dank der Bulgaren für ihre Befreiung ausgesprochen wird. — Aus Tiflis vom 26. d. wird amtlich gemeldet: t>er Frost in der Umgebung von Erzerum dauert fort; das starke Schneegestöber hat feit dem 24. d. aufgehört. Ismail Pascha ist am Typhus erkrankt. Rom, 28. Januar. Das Journal „Bersagliere" meldet: Der König hat ein Decret gezeichnet, durch welches Prinz Amadeus zum Commandanten des Armee CorpS von Rom ernannt wird. — Der Gesundheitszustand des Papstes bat sich etwas gebessert, doch hütet derselbe wegen Anschwellung der Beine das Bett. Konstantinopel, 27. Januar, Abends. Die „Agence Havas" meldet: Es wiid verficbeir, die Friedenspräliminarien, welche gegenwärtig in Adrianopel wahrscheinlich schon unterzeichnet sind, würden morgen der Kammer vorgelegt- letztere scheine geneigt, dieselben ohne Debatte zu genehmigen. München, 28. Januar. Wie die hiesigen „Neuesten Nachrichten" vernehmen, ist Herzog Karl Theodor in Bayern zu Possenhofen schwer an Bluterbrechen erkrankt und Professor Buhl an sein Krankenlager berufen worden. Konstantinopel, 28. Januar. Nachdem am Freitag die Zustimmung zu den Friedenspräliminarien Seitens der Pforte beschlossen worden ist, haben noch Verhandlungen über die Specialitäten des Waffenstillstandes stattgesunden. Paris, 28. Januar. Gestern wurden neun Ergänzungswahlen zur Deputirtenkanrmer vorgenommen, davon 7 an Stelle von ungültig erklärten ; cs wurden 8 Republikaner gewählt; in Bordeaux muß eine Stichwahl stattfin en. Pesth, 28. Januar. Das Unterhaus verwarf mit einer Majorität von 4 3oJ" und Kanzler '*|tanb «•« s-hr '>inen. M auf x '• Der ’JWäts "Forderung aus Koii- die Unter= übrigens en Haupt- :e*6en, wo ,e Organ: rl^ibigten unter erbte Türken ^Üständig W- Gestern Tkntari on bet Be- dic Stadt- ss 4 Uhr, 1877. schule für 'S Bramm i wtrklidjtn iß ber 1875er nr @runb ber :äge der Ad- 419 15^ >3643 Jt 814 1)224 JL 66 4 D6fi, Nm, raesehev mit I572J4 51 1560 96 4 454 7147 „ 35 „ 711 „ - ii 326 „ 58 „ 492 „ 95 „ 310 „ 57_» MF 454 jener Slabt- e in Neben- )fdia^plan4 986 F 044 M „ 27^, DölbJt 23 4 daß in ^lge gendeOM- rB 1877 wird , ArfchnuM m erst nach rt vorpeM 5t 23 4 S Duichtch^ di, aM* I(li6r'6"“n? »*—7 L j4 «7 48e»51feru«« N 2” •* 44 „ SA " Ord.-Nr. JL. 33 41 42 Donnerstag Ctm. Durchm. Mir. Länge, Die Zusammenkunft ist am Floß, der am 563) 545) vorm. S. Weimersheim. 224) ff 4 340 1 1 80 42 30 4 60 48 Eichenstämme von Fichtenstämme „ Hainbuche „ Linde „ Fichtenstangen „ b) C) d) e) 18-29 14—34 21 32 8-12 Berlin. Double für Frauenjacken u. Joppen von JL 1,60 an, Engi. Ratine und Melton von 2,60 an per Elle. «• S^1?rTbm1,ileflte Mitqethetlt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd am ^5- Januar von Southampton abgegangen war, ist gestern 11 Uhr Abends wohlbehalten hier angekommen. Das jährliche Schulgeld beträgt: a) aus der höheren Mädchenschule 1—4 Klasse 582) Um gefällige Zurücklieferung folgender Drucksachen bittet ergebenst Dr. I*li» Phoebus : Jahresbericht üb Pharmakogn., Pharmacie u Toxikol., f. 1876. [®r. 8. In gelben Umschlag geheftet.^ Archiv d. Pharmacie. 1877, Mai. fAenßeres eben fo.] Pharmaceut. Zeitschr. f. Russland. 1877. Nr. 11 Bogen 21. 22; gr. 8; lose, ohne Umschlags. Tuch und Buckskins in allen Qualitäten empfiehlt unter billigster B e dienun g Eutlivtg Marktstrasse 25. Ausverkauf: Winter-Buckskin und rein Woll-Ratine von «M. 4 an, Das populärste Buch! Welchem andern Werke gebührt wohl dieses Prädikat, als eben dem, welches im Volke die größte Verbreitung fand! 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Ein spanisches Svrüchwort sagt darüber: Mit siebzehn Jahren verhetrathe deine Tochter an Jemanden, der böher im Range steht, als sie, mit zwanzig Jahren laß sie ihresgleichen heirathen; mit dreißig Jahren gib sie irgend Emem, der sie hoben will. v 1 — Stufenleiter. Schweigen ist Gold, Reden ist Silber. Zuerst überall dr-in- reden und schließlich doch zu Allem schweigen ist Britannia Metall. An die Frauen und Jungfrauen der Stadt Gießen! L r,580) Als nach Beendigung des Feldzuges 1870/71 die siegreichen deutschen Truppen heimkehrten in ihre Garnisonsßädte, da waren auch die Frauen und Jungfrauen unserer Stadt freudig bereit, denselben einen herzlichen Empfang zu bereiten. Und als nun eben diese Männer, die den Tod nicht gescheut hatten, um zu sichern die Ruhe unseres heimathlichen Herdes, die ihr Blut herge'geben hatten, um wegzuwaschen den Flecken, den fränkischer Uebermuth aus den Schild der deutschen Nation geworfen, ihre Fahnen verlassen sollten, denen sie gefolgt waren zum Sieg, zur Ehre, da gelobten sie sich, treu zusammen zu stehen für das ganze Leben und das zu schützen, was sie erworben. Diesem Gelöbniß entsprangen die Kriegervereine. Besondere Verhältnisse haben es verhindert, daß sich in Gießen schon i.r jener Zeit überströmender Begeisterung ein solcher Verein gebildet hat. Erst im Jahre 1874 fanden sich die Gleichgesinnten zusammen mit dem Rufe: In Treue fest zu Kaiser und Reichl Im Sturme treu dem unglücklichen Kameraden! In der kurzen Zeit seines Bestehens hat der Verein indeß mannigfach gezeigt, daß em echt patriotischer, ein echt kameradschaftlicher Geist in ihm Herr cht Beweis dafür ist, daß derselbe es verschmäht, aus den Mitteln, die dazu bestimmt sind, hülfebedürftige Mitglieder zu unterstützen oder den Geist der Treue zum deutschen Vaterlande im Volke zu beleben, sich das zu verschaffen was jedem gedienten Soldaten das Heiligste sein muß, das, wofür er sein Leben läßt, ehe er duldet, daß es sinke oder in Feindeshand gerathe: eine Fahne. Aber Frauen und Jungfrauen Gießens, ist es nicht unsere Pflicht, diesem Vereine, als ein Zeichen des Dankes für das, was der größte Theil seiner Mitglieder in den Jahren 1870/71 für das Vaterland gethan hat, als ein Zeichen der Anerkennung dessen, was der Verein heute noch für dasselbe thut ein Wahrzeichen zu stiften, unter dem er wirken soll? Wollen wir allein eine Ausnahme machen von den Schwesterstädten im Hessen-, nein im deutschen Lande? Allüberall haben sich unsere Geschlechtsgenossinnen beeilt, diese Zeichen der Anerkennung auszugeben. Soll von Gießen gesagt werden: dort bat Zeit die Begeisterung, das Dankgefühl erstickt" ? Im kommenden Jahre werden wir die Vertreter einer ganzen Reihe von Kriegervereinsverbänden aus den entferntesten Theilen Deutschlands in unserer Stadt haben; es ist eine Ehrensache für uns, daß dann der Kriegerverein Gießen feine Gäste mit einer Fahne empfängt, die seiner würdig ist. Vereinigen wir uns! Gebe jede Frau, jede Jungfrau ein Scherflein, damit denen eine Anerkennung werde, die gekämpft für Heimath und Herd, die geblutet für Deutschlands Ehre und, indem wir ihre überlebenden Kameraden ehren, denen, die gestorben sind für Deutschlands Größe. Die Unterzeichneten erklären sich zur Entgegennahme von Beiträgen bereit' auch wird eine Liste zur Einzeichnung in Umlauf gesetzt werden. Gießen, im Oetober 1877. Joh. Noll. Wilhelmine Haustein. Maraarethe Petri Sophie Wenzel. I. Montanus. CH. Wittich. H. Echter- nach. Julie Petri. M. Flimm. O. Inna. Pauline Wenzel. Christiane Leo. Friederike Schellenbera. Auaulle Lenz (Bahnhof). Helene Lenz. Marie Tresselt. 9 * f) „ der Vorschule 24 „ Eine Eimäßigung des Schulgeldes tritt ein, wenn Geschwister dieselbe Schule besuch.n und zwar fürs zweite Kind auf drei Vielte! und fürs dritte und jedes folgende Kind auf die Hä sie des für ein einzelnes Kind zu zahlenden Betrags. EinquartirungSgelder. Die unter dieser Rubrik eingehenden Beträge stndeu nur eine durchlausende Verrechnung, weil solche an die Quartiergeder zu vergüten waren und die mehrveremnahmten 2714 15 sind unter der Mehrausgabe der Rubrik 97 begriffen. Zurückempfangene Kapitalien. Es sino 22000 Kapital weniger zurückgezogen worden, weil solche zur Bestreitung der mittelst Kapitalaufnahme rc. zu deckenden Ausgabeposten nicht erforderlrch wurden. Neu aufgenommene Kapitalien Die hierunter vereinnahmten 138700 Kapitalien sind ganz den Beschlüssen der Stadtverordneten entsprechend verwendet worden, nämlich zur Ab tragung anderer Kapitalien, stehe Rubr 115 und zur Bestreitung von Schul- Haus- und Wegbaukosten, siehe Rubrik 121 und 122. Bezüglich der Einhaltung des Schuldentilgungsplans im Jahr 1876 wird auf die Nachweisung unter Rubrik 115 verwiesen. (Fortsetzung folgt.) Buikhardsfelder Vicinalweg Anfang Morgens 9 Uhr auf der Gänsweid. Holzversteigernng. Im Licher Stadtwald, District Gänsweid, kommen den 3JL Januar zur Versteigerung: Handel und Verkehr. ön «ließen, 29. Jan. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pfd. l°-790 H^"ereier, per Stück 8-9 Enteneier, p. St. 9 Käse, p. Stück 5—9 Kasematte, per «stück 3 H, Erbsen, 1 Liter 18 Linsen, 1 Liter 24 3 ßübmr $ ar H°bnen per Stück J4 1.90, Enten, per Stück 2,80, (Sank per Pfd. 40—46 Kartoffeln, 100 Kilo 7 Jü 50 p r r » 4?rrlt!f!u2tz Januar. (Fruchtbericht.) Der alte Uebelstand der Geschäfts- losigkeit scheint chronisch geworden zu sein. Wetzen ab Umgegend JL 22 25—50, frem- öer wenig gehandelt. Roggen schwerfälliger Verkauf, prima JL 17.50—75. Gerste fetter, namentlich feine Qualitäten. Hafer unverändert. Mehl sehr ruhig. Futterstoffe fester. Wir notiren: v b u 1 1,1 „ .Mehl Nr. 1 JL 41 Nr. 2 ^ 37, Nr. 3 33, Nr. 4 29, Nr. 5 JL 23, Roggen- mehl % (Berliner Marke) X 24 do. II. (Berliner Marke) JL 20, Weizen, effect. hies., Boh"bof hier 23.— ab unserer Umgegend JL. 22-22.50, fremder je "rlh Qualität 23-24, Roggen je nach Qualität 16-17.50, Gerste 19—23, öafer £»Wf«nen JL - Erbsen^ 19-24, Wicken JL 17.-, Linsen x « k « 76/1, ?2etaiI^8^ St mmung unsicher. Hauptsächlich gefragt war nichts; S'wKJSSÄ ET1""- »• »«->»» k.ÄS« 'SÄ'WoÄt und Rinder, 230 Kälber und 300 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. -n—6,8"70 Kühe und Rinder 1. Qual. 60—62, 2. Qualität nn ^'^a?er 1- Oual. JL 70-80, 2. Qual. JL 60-65, Hämmel 1. Qual. Jt. 50 bis 60, 2. Qual. 50—52. Warme Bäder. Erlaube mir, meine Bode Anstalt in empfehlende Erinneruna zu bringen. Die Zellen sind geheizt. ÄtMlr«. Euler. und 6—12 „ 10-22 „ 7 „ 4 „ 12 besondere Aekanntmachungen eingeladen werden- !te ®e- sammtaussührung beziehen- [H. 6332 j Wetzlar, den 22. Januar 1878. Der Abtheilungs-Baumeister: I Theil. Ouvertüre zu Shakespeares „Sommernachtstraum F. Mendelssohn-Bartholdy. Achtungsvoll G. Fritsch Todrs-Antkigr. ) Verwandten Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, W daß am 28. d. M-, Morgens 4 Uhr, unsere unvergeßlich innigst ge- M liebte Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante « Dorothea Watbrach 1 sanft entschlafen ist. M Um stille Theilnahme bitten M Die tiestrauernden Hinterbliebenen. • Die Beerdigung findet Mittwoch den 30. Januar, Nachmit- * tags 3 Uhr statt. (59‘ N J. Ricker'schen Buchhandlung und Kudolpnscnen luusiKuueu- handlung [in Ersterer nur bis Sonntag Mittag um 12 Uhr] zu iahen. Nummerirte Plätze, soweit solche disponibel, M. 3. Anfang des Concertes präcls 5 Uhr. — Oeffnung des Theercapseln. Deutschks Fabrikat. aus reinem schwedischen Theer. 20 Stück = 40 50 „ = 90 „ Pelikan-Apotheke 502) von Dr. A. Mettenheimer. 518) Eine orotze Partie Fichtenschwar- ten, sowie Fichtenbauholz verkauft H. Keck. II. Theil. Die erste "Walpurgisnacht: Ballade von J. W. von Göthe, für Soli, Chor und grosses Orchester von F. Mendelssohn-Bartholdy. 565) Sämmtliche Waaren im Geschäft des Heinrich Battenfeld dahier werden zu ermäßigten Preisen abgegeben, was mit dem Anfügen bekannt gemacht wird, daß der Ausverkauf nur noch kurze Zeit währr. 366) Neue und gebrauchte Betten billigst bet Louis Rothenberger, Ntnenweg. Eintrittskarten für Nichtmitglieder ä JL 2 sind in der Ricke r'schen Buchhandlung und Rudolph sehen Musikalien- Saales 4 Uhr. Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass der kleine Saal neben der einen Seitengallerie auch geöffnet ist, und dass das Concert ganz präcis 5 TTlir beginnt.» 95 Arie und Recitativ: „Nur beut' die Flur etc.“ aus Oratorium : „Die Schöpfung“ von Jos. Haydn. (Vorgetragen von Frl. Louise Knispel.) Symphonie Nr. 4 in D-moll: Introduction, Allegro, Romanze, Scherzo u. Finale in einem Satze für grosse9 Orchester von R. Schumann. Werunetyungen. 1 583) Eine Familienwohnung nebst ca. 6-700 Klaftr. Garten und Baumhof, mtt ! vielen Obstbäumen edler Sorten bestanden, ist zu vermiethen . ~ __Oberer Riegelpfad E 11- ' 256) Das seither von Herrn Herm- Katz bewohnte Familienlogis ist anderweit zu vermiethen und im April zu beziehen. I. Ch. Retter am Kreuz. 519) Der zweite Stock meines Hauses am Neuenweg, bestehend aus 8 Zimmern, Küche, Bleichplatz und allen Bequemlichkeiten, sowie die Mansarde, bestehend aus 4 Zimmern, Küche und Zubehör, ist per 15. April zu vermietben._______H- Keck- 377) Die r Etage meines neu erbauten HauseS in der Reichensand-Bahnhofsstraße von 7 Zimmern nebst dazu gehörigen Bequemlichkeiten, großen Haus- aarten, zu vermiethen und im Juni zu be- ziehen.____________G g- Emil Mo h l- 109) Eine Wohnung, vier P'i»cen mit । Zubehör. Bismarckstraße B- 170,12. 539) Ein mövUrtes Zimmer, gleich be ziehbar, ist an einen ruhigen Herrn zu ver- ^^^Neue Anlage Lit C. Nr. 29, 2. Stock. i 466) Der zweite Stock und ein Man- sardenlogis zu vermiethen und gleich zu be- j Men. Karl Herbert, Nabrungtzberg. 355) Ein kleines Famil'enlogis per 15. t Februar beziehbar zu vermiethen. Elias Meier Wittwe. Ziehener (toncertoerem. Viertes Concert Sonntag den 3. Februar, Abends 5 Uhr, (F. MENDELSSOHN S Geburtstag) im Clubsaale, unter Leitung des Grossherzoglichen Universitäts - Musikdirectors Herrn Adolf Felchner und unter gefälliger Mitwirkung des Fräulein Louise Knispel, Concertsängerin aus Darmstadt, des academischen Gesangvereins und des durch auswärtige Künstler bedeutend verstärkten Orchesters. 585) Unterzeichneter warnt hiermit Jedermann seiner Frau Gltse Becker geb- H el- I er etwas zu borgen, da er für nichts ^Garbentetch, den 29. Januar 1878. Ludwig Becker. § Peilendes welche mit Colonial- und Kurzwaarenhar.d, lungen arbeiten und den Verkauf einer oangbaren Artikels prooisionswetse mit übernehmen wollen, werden gebeten, fchriw llche Off, b. d. Exped. d. Bl. etnzureichen- 517) Das Schneiden von Stammhol- zu Bohlen, sowie von Brennholz übernimmt H Ke g.■, 1170 ,, Eichen-Wllen, 4 Raummeter E'chen- und 90 „ Nadtlreisholz. Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen Vormittags 10 Uhr, am Kreuz des V'cinalwegs von Beller-Herm nach Münzenberg und Obbornhofen nach Muschenheim. Bellersheim, am 28. Januar 1878. Der fürstliche Markmeister: 589)__Bopp, Wj.__ Donnerstag den 31. Januar, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahtesigem Ortsge>icht auf freiwilliges Ansuchen die den Erben des Hein rich Löber gehörige Hofraithe, <43: Flur Klftr. t n„ „ t/256 9 Hofraithe in der Lowengasse meistbietend versteigert werden. Gießen, 24. Januar 1878. Großherzogl. Ortsgericht Gießen. 512) M üller. Jagdvcrpachtuiig. Die den Freiherrn von Schutzbar gen Milchling in der OberseildachSwoldung Oberförsterei Trais a- b- Lda. zustehende Jagdgerechtsame soll Donnerstag den 7- Februar d. I-, Nachmittags um 1 Uhr, in der Wirthschoft des Georg Kehr dahier unter den im Termin bekanntzugebenden Bedingungen auf weitere sechs Iah' e mefft- bietend verpachtet werden, wozu Pachtlieb Haber höflichst einladet. O84 Trais a. d. Lda-, den 26. Januar 1878. Kehr, v. Milchling'scher Administrator. Iagdverpachtung. Donnerstag den 7. Februar d- I-, Nachmittags 3 Mr, wird die der hiesigen Stadt zustehende Jagdgerechtsame, bestehend aus: 766 Hektaren 78 Ar Feld- und 147 „ 72 „ Waldjagd, auf hiesigem Rathhause anderweit auf 6 Jahre verpachtet. Bad-Nauheim, am 25. Januar 1878. Großh. Bürgermeisterei Bad-Nauheim. 587)Sckutt. Rm. Pf. 16 65 9 50-! 16 17—: 16 17__: 20 30-: 16 65- 4 16-