Sonntag, den 29. September (Erstes Blatt 1878 Kr. 227. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag- tont Dr. Petermann, der berühmte Geograph, ist chweihe wie in üt gute Einhorn") chni f«nn ®tolt Tanzmußi in Hause (|tt er Person, beek Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. lagenbeck'schm tation und In b das geehrte [ großartiger {um blufft 'am gtmadjt, iteressant ist. Mm (5820 eniänst auf: m Schildern, leit sestgestellt worden sei. Gotha, 26. Septbr. heute hier gestorben. Gefunden: 2 Portemonnaies, 1 Zeug, 1 Corallenkettchen, 1 Stück Sohlleder, Gießen, am 27. September 1878. Bekanntmachun g. goldenes Kreuzchen, 1 Rolle Einpfennigstücke, 1 goldenes Medaillon, 1 blauer Shawl, 1 Stück blaues wollenes 1 Herren-Sonnenschirm, 1 Tragpolster (beide letzteren Gegenstände in dem Hauptpostamtsgebäude liegen geblieben). Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. Freseniu s. ellt, wie dic- 1 Thiere nach ;erie n der Utters, der :r malerischen Renntag ms) NedactionSbureanr Gartenstraße B. 165. ssxpeditionöbirreairr Schulftraße B. 18. AeulsHfand. Berlin^ 27. Septbr. Die „Nordd. Allg. Ztg." erkennt in einer Besprechung des Schreibens des Papstes an den Cardinal Nina den entschieden siiedlichen Charakter desselben an, hebt aber die Nothwendigkeit hervor, denjenigen Forderungen der preußischen Gesetzgebung, welche bereits in anderen Ländern ohne Widerstand der Curie zur Ausführung gekommen sind, thatsäch- lich entgegenzukommen. Erst in einem solchen Entgegenkommen könnte der Staat ein Unterpfand wahrhaft friedfertiger Gesinnung erkennen, und erst im Besitze eines solchen Unterpfandes würde die preußische Regierung sich auf Verbandlungen einlassen können, für welche bis jetzt doch wohl nur die Möglich- 5r neinnranxe — Das „Reuter'sche Bureau" meldet aus Stmla vom 27. d.: Der Seitens des Vicekönigs von Ostindien nach Kabul entsendete Special-Emisiär Gholam Husiem Khan ist nach Peshawer zurückgekehrt. Zum Oberbefehlshaber der gegen Afghanistan bestimmten Armee wird wahrscheinlich General Crawford Chamberlain ernannt. Wien, 27. Septbr. Der „Polit. Corresp." wird von authentischer Seite aus Konstantinopel mitgethetlt: Gelegentlich des Empfanges eines hervorragenden Mitgliedes des diplomatischen Corps sprach sich der Sultan geradezu gereizt darüber aus, daß man ihn der Ermuthigung des albanesischen und bosnischen Widerstandes verdächtige. Nicht nur seien diese Verdächtigungen unbegründet, sondern der Sultan persönlich habe auch Alles gethan, um die aufgeregten Volksstämme zur Annahme der Congreßbeschlüffe zu bewegen. Der Sultan führte die Thatsache an, daß er einen albanesischen Sendling von hohem Rang und Einfluß, welcher kam, um die kaiserliche Unterstützung der albanesischen Sache zu erflehen, in Konstantinopel habe zurückhalten lasten, damit Niemand sage, der Sultan billige das Vorgehen der Albanesen. — Dieselbe Corre- spondenz berichtet ferner aus Konstantinopel: Das. im Lager von Kostova zu concentrirende Armee-Corps soll auf die Effectivstärke von 62 Bataillonen unter dem Befehl Fuad Paschals gebracht werden. — Die „Neue Fr. Pr." meldet aus Innsbruck: Beim Empfang der Deputation des Tyroler Landtages erklärte der Kaiser, er erwarte vom Landtag die Schaffung ersprießlicher Arbeit. Er sei befriedigt über das Landes- verthetdigungswesen und habe sich von den Leistungen der Landesschützen überzeugt, die jedem Feinde zu begegnen wisten. Tyrol sei auch einer guten Vertheidtgung werth. Bukarest, 27. September. Die Session der Kammern wurde heute durch eine Botschaft folgenden Inhalts eröffnet: Rumänien empfing officielle Mittheilung vom Berliner Vertrage und seitens Rußlands die Aufforderung, sich dem Beschluste Europas zu fügen. Die Kammern seien gemäß der Verpflichtung des Fürsten einberufen worden. „Europa nahm Rumänien unter die unabhängigen Staaten auf, gab ihm die Donau-Mündungen zurück und dehnte es bis an das schwarze Meer aus, verlangte aber, daß wir die Distrtcte jenseits des Pruth aufgeben. Wir beklagen diese Abtrennung, aber wir haben die Pflicht, kaltblütig die schwierigen Verhältniffe zu prüfen und einen Entschluß zu faffen, welcher die Gegenwart nicht compromittirt und die Zukunft sicherstellt. Die Energie der Völker erweist sich in Zeiten der Prüfungen. Bemühen wir uns, die Wohlthaten des Friedens zu verbreiten! Wir werden derartig beweisen, daß Rumänien ein befferes Loos vom europäischen Areopag verdiente und daß es darauf vertraut, die bester erleuchtete Gerechtigkeit Europas werde uns morgen das gewähren, was Eifersüchteleien und die gegenwärtigen Notwendigkeiten uns heute nahmen." Die Botschaft richtete darauf an die Kammern die Aufforderung, die Verhältniffe mit Sorgfalt, Ruhe und Klugheit zu erwägen und nicht am Vaterlande zu verzweifeln und schließt mit folgenden Worten: Wie immer auch der Beschluß Europas sei, lasten Sie uns das Haupt hoch tragen, denn wir haben ein Gut, welches uns die Gegner nicht entreißen können: die Sympathie der fremden Regierungen und die Achtung aller Völker. — Die vom Minister Cogalniceano verlesene Botschaft wurde bet mehreren Stellen beifällig ausgenommen und machte überhaupt einen sehr guten Eindruck. — Verschiedene diplomatische Aktenstücke wurden den Kammern mttgetheilt. Wien, 27. September. Das hiesige „Telegr. Corresp.-Bureau" meldet aus Rom, 27. d.: In katholischen Kreisen wird versichert, das Schreiben des Papstes an Cardinal Nina sei in Folge einiger Hindernisse veröffentlicht worden, welchen die Verhandlungen mit Deutschland begegneten, wegen des Mißtrauens der deutschen Katholiken gegen die Regierung und wegen des Mißtrauens der Centrumsmitglteder des deutschen Reichstages, welche die Unterhandlungen nur für einen Vorwand hielten, um sie zu bewegen, mit der Regierung zu stimmen. Die Veröffentlichung des Schreibens habe sonach den Zweck gehabt, die katholischen Deputaten zu überzeugen, daß die Unterhandlungen ernst gemeint seien. Italien anlangend, verfolge das Schreiben den Zweck, eine Aenderung von desten kirchlicher Politik herbeizuführen. Breslau, 27. September, Abends. Die hiesige Stadtverordneten-Ver- sammlung beschloß in ihrer heutigen Sitzung, eine Deputation an, den Oberbürgermeister v. Forckenbeck zu entsenden; laut Mittheilung des Bürgermeisters Bartsck wird der Magistrat den gleichen Schritt thun. Paris, 27. September, Abends. Einem Telegramm aus Alexandrien zufolge hat sich die französische Regierung geweigert, den Antrag des egyptischen Ministerpräsidenten Nubar Pascha, daß der Profestor Cauvet von der Ecole Rußland. Petersburg. Seit drei Wochen erscheinen drei nihilistische Blätter in Rußland, und zwar in Petersburg, Kiew und Odeffa. Dieselben sind in gehet- mn Druckereien gefertigt, führen alle Jben Namen „Volksfrethett." Sie verkündigen Beschlüste der „Revolution", fordern das Volk auf, der bestehenden msfischen Regierung jeden Gehorsam zu verweigern und drohen allen Jenen, «eiche noch künftighin Angeberdienste derselben leisten sollten, mit dem Tode. Wetter wird aus Petersburg gemeldet: Die Regierung hat, um die Sicherheit in Petersburg zu erhöhen, den Hausetgenthümern etngeschärft, keine Wohnungen en Studenten zu vermtethen. In Odessa und Charkow haben massenhafte Verhaftungen stattgefunden, da man einem Complote auf die Spur kam, welches mm Zwecke hatte, die in den betr. Staatsgesängntsten sich befindenden Nihilt- ften zu befreien. In Nikolajew sind Plakate angeschlagen gewesen, welche die Vermtheilung hervorragender Polizei-Organe ankündigten. i er Czar hat da- :1er, als er Nikolajew besuchte, auf seiner Pacht „Livadia" übernachtet und Mite die Gastfreundschaft der Stadt nicht annehmen. Telegraphische Depeschen. Wagner'- telegr. Torrespoudenr ««Lian Berlin, 27. September. Die Commission für bas Soctalisten-Gesetz berieth heute im § 19, betreffend die Beschwerde-Instanz. Der Antrag v. Helldorf-Schmtd wurde mit 15 !>zm 5 Stimmen abgelehnt, der Antrag v. Kardorff zurückgezogen, dagegen der Antrag Harnier- lofier-Schwarze mit 11 gegen 9 Stimmen (6 des Centrums, 2 der Fortschrittspartei und Lasker) ^genommen. Hiernach fungirt als Beschwerde-Instanz eine Commission von 9 Mitgliedern, von 'hilkn der Bundesrath 4 aus seiner Mitte wählt, während die übrigen 5 den höchsten Gerichten he Reiches oder der Einzelstaatcn angehören. Die Wahl letzterer Mitglieder erfolgt für die |fit der Dauer des Gesetzes und ihres Verbleibens im richterlichen Amt. Der Kaiser ernennt itn Vorsitzenden und den Stellvertreter desselben aus der Zahl der Mitglieder. Die Commission scheidet in der Besetzung von 5 Mitgliedern, von denen mindestens 3 richterliche sein müssen, lot der Entscheidung über eine Beschwerde ist den Bethetligten Gelegenheit zur mündlichen oder Wlichen Begründung ihrer Anträge zu geben. Die Commission entscheidet nach freiem Er- kkssen; ihre Entscheidungen sind endgültig. Minister v. Mittnacht hatte sich gegen den Harnier- 6tn Antrag, ausgesprochen, der, wenn auch nicht in der Form, so doch im Wesen auf die lchimmungen des früheren preußischen Entwurfs hinausläuft. — Die §§ 4 und 18 kamen | !«auf dem nunmehrigen Inhalte des § 19 entsprechend modificirt zur Annahme. Zu diesen toen Paragraphen wurde noch ein Zusatz beschlossen, wonach ein gegen Vereine oder Druck- I giften gerichtetes polizeiliches Verbot den Betheiligten schriftlich unter Angabe der Gründe l kzestellt werben muß. — Minister Graf Eulenburg wohnte der Sitzung bei; Minister Fäustle I tn durch Erkrankung ferngehalten. — Die Minister der Mittelstaaten werden zur zweiten tyung des Gesetzes hier verbleiben. Auch der Reichskanzler gedenkt, wie verlautet, der zweiten ijung in der Commission betzuwohnen. London, 27. Septbr. „Times" meldet aus Calcutta: Es haben noch «eitere Regimenter Marschordre erhalten. — Dem „Standard" wird aus Bombay vom 26. d. berichtet: Der Vormarsch auf Kabul findet nicht unver- ßgltch statt, weil erst die Neutralität der Bergstämme gesichert werden soll. Das Vorrücken von Quetta auf Kandahar ist indeß zu erwarten, sobald eine ^reichende Streitmacht versammelt sein wird: — Das „Reuter'sche Bureau" meldet aus Simla, daß in Setstan (persisch-afghanische Grenze) Unruhen aus- ßrbrochen seien. — Wegen der Angelegenheit, betr. Afghanistan, ist eine Sitzung des Ninetsrathes auf nächste Woche einberufen. Wie verlautet, soll Beaconsfield sigeuwärttg leidend und sein Gesundheitszustand überhaupt unbefriedigend sein. - Die Tagespreise fährt fort, Rußland wegen des Verhaltens des Emirs i ton Afghanistan in Mitleidenschaft zu ziehen. „Times" äußert, England werde W tamü begnügen, Rußland, dessen Verhalten ein unfreundliches, obschon kein ojsrn feindseliges sei, von Afghanistan zu excludtren. chichcncr gültiger Aussige- M Amtsbklt für den Kreis Gießen. i-r W w*. Centrale zu Paris zum egyptischen Minister der öffentlichen Arbeiten ernannt werden solle, zu genehmigen. Berlin, 27. Septbr. Das Antwortschreiben Sr. Majestät des Kaisers auf die an Hochdenselben gerichtete Glückwunsch-Adresse des Gesammtvorstandes des Reichstages lautet: Die Worte, welche der Gesammtvorstand des Reichstages im Namen der Vertretung des deutschen Volkes an Mich gerichtet hat, sind wohlthuend für Mein Herz. Sie entsprechen der treuen Tbeilnahme, die Mir aus allen Kreisen des theuren Vaterlandes und von Deutschen aus allen Welttheilen dargebracht wurde. Sie erhöhen Meine Dankbarkeit gegen Gott, der Alles für Kaiser und Reich gnadenvoll führte. Der Ernst dieser Zeit ist Uns Allen klar und fühlbar. Wir muffen ein Jeder in seinem Verhältniffe dahin trachten, daß Gefahren, die der sittlichen Ordnung und staatlichen Sicherheit drohen, abgewendet werden. Das dem Reichstage vorliegende Gesetz bezweckt, die Wege hierzu zu finden. Kassel, 27. Septbr. Der General-Feldmarschall Graf Moltke ist von seinem Unwohlsein wieder so wett hergestellt, daß er morgen von hier abreisen kann. Lokal-Notiz. Gießen, 28. September. (Sitzung der Stadtverordneten am 26. September.) Bekanntlich soll das neu zu erbauende städt. Schlachthaus auf die Wiesen am Viadukt der Main-Weser-Bahn in der Nähe des Bahnhofs gestellt werden. Zwischen den städt. Wiesen liegt eine solche des Herrn F. Burk, und sollte dieselbe, einem Beschlüsse der Stadtverordneten zufolge, käuflich erworben werden. Herr Burk will nun einen Tausch vertrag mit der Stadt dahin etngehen, daß ihm dieselbe eine Wiese in der Nähe seiner Mühle abtritt und er diejenige auf der Lahnspitze der Stadt überläßt. Nun ist aber die städt. Wiese fast Wz mal größer als die Burk Ische, wenngleich nicht in Abrede zu stellen ist, daß letztere durch ihre Lage einen bedeutenden Mebrwerth repräsentirt. Die Versammlung ermächtigt den Herrn Bürgermeister weitere Verhandlungen mit Herrn Burk zu pflegen und im Falle keine größeren Differenzen mehr obwalten, definitiven Tauschoertrag abzuschließen. — Frau Jeremias Friedel Ww. verlangt für ihr Haus in der Reichensand-Bahnhofstraße 8000 fl. Die Baudeputation schlägt nun vor derselben 8000 zu bieten, da durch Niederlegung des Hauses der daranstoßende Garten alS Bauplatz enorm an Werth gewinne. Die Versammlung ist mit dem Antrag der Baudeputation einverstanden. — In einem Schreiben Großh. Stadtgerichts an Großh. Kretsamt ersucht dasselbe letztere Behörde, daß die Stadt veranlaßt werden möge ein geeigneteres Lokal als Pfandlokal für das Ortsgericht zu beschaffen, da das jetzige Lokal im Hospital zu klein und ungeeignet sei. Die Baudeputation beantragt, daß das frühere Pfandhaus, welches momentan an einen Fruchthändler für 200 verpachtet ist, dem Ortsgericht alS Pfandlokal zu überweisen sei und genehmigt die Versammlung diesen Antrag. — Der Keller im städt. Hause auf dem Asterwerg wird an einen Weinhändler zu 40 gegen pränumerando Zahlung verpachtet. — Für die Neubeschaffung einer Uhr auf dem Stadtthurm und am Rathhaus sind verschiedene Offerten eingelaufen zu deren Prüfung der Stadtbaumeifter ermächtigt wird sachverständige Personen beizuziehen. - Ein Gesuch um Anlegung eines Abflußrohrs, sowie Anbringung eines Trrppentritts wird genehmigt. — In letzterer Zeit hat sich die Unsitte eingeschlichen daß in dte Wieseck und an deren Böschung Abflüsse angelegt, Stege und am Ufer Waschpflöcke angebracht wurden ohne um Erlaubniß eingekommen zu fein. Die Versammlung beschließt, daß die Ueberbrückungen zu entfernen und an den Zugängen zum Wasser Treppenttttte anzulegen seien. Von einer Beseitigung der Waschpflöcke wurde abgesehen. — Dem Gesuch der neuen Schützengesellschaft um Ueberlassung des Schießplatzes wird insofern entsprochen als derselben der Platz bis zum Lärchenwäldchen überwiesen werden soll, wenn die r.öthigen Schutzmaßregeln getroffen und der Platz eingezäumt, auch die Pläne zu den Anlagen der Stadtverordneten-Versammlung vorher unterbreitet werden. — Versuchsweise soll eine Laterne am Schiffenbergerweg in der Nähe der Fabrik von Koch & Patz Mit transportablem Gas gespeist werden. — Der Firma Meyerfeld & Mayer wird eine UeberbrÜckung zu ihrem Oellager an der Hohleiche gestattet. _a Literarisches. UAettuny. Organ für Jagd, Fischerei und Naturkunde. Heran-- gegeben vom k.OberförsterH. Nrtzsche. 5 Jahrgang. Nr. 24 enthalt: lieber R hbübnei, kSLDon — U;6cr Schwarzwild von Forstmeister Pfizenmoyer. - Jagdbilder aus Siebenbürgen von M. Wagner. - Eine Erinnerung von Freiherr Schenk zu Schweinsberg. 2 große Illustrationen u. s. w. Verlag von Schmidt 4 Günther \ßÄ9' nciic (6-) Sabrnang fängt am 1. Oktober an alle Buchhandlung und Postanstalten nehmen Bestellungen an, 3 halbjährlich. P ” m Schreib- und GeschäftS^Kalende^hat stets, sowohl von SeitenVr« Publikums, ch^s auch der Presse die wärmste Anerkennung gefunden. Bei dem Erste, ev erfreute er sich reichlichen Absatzes, die Letztere spendete ihm ausnahmslos unbedingte« uns vorliegenden 68 Jahrgang (pro 1879) können wir, nach söra- fältiger P'üstmg, daS Zeugmß nickt versagen, daß er einem jeden Käufer in sehr oielm des getckaftlichen Lebens ein treuer, zuverlässiger, daher höchst ha! Rathgeber fein wird. Wir empfehlen ihn umsomedr auf das Angelegmt- unseren geehrten Lesern, als er, obgleich über 20 Bogen stark, bei sauberer Aus- stEung' handlichem (Taschen-) Format, dauerhaft gebunden, zu dem billigen Preis 1'»° f4On,2?1 bur$ icbe ^ch- und Papierhandlung, als auch von dem Verleger C. W. Leske in Darmstadt, zu beziehen ist. H ' Handel und Verkehr. ßen, 28. Sept- Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Dst ^,1-1.10, Hühnereier, per Stück 6 Käse, per Stück 5—8 A, Käsernatte 3 ■*> Trb'm, 1 Sftrr - Stillen, 1 Stier 24 4, laubtn, ba8 Paar eö 4 Öflbnn, per Stttck JL —.75, Hahnen, per St- JL —.70, Enten, per Stück JC 1 6? Kartoffeln, 100 Kilo je 5.10. Ochsenfleffch 70 — 72 per Psd. Kuh- und Rindst«is Michel, 51 Jahre 10 Monate 16 tage JL 21, n 24, 50, X Vermischtes. Darmstadt, 26 September. Vom 1. October 1878 ab wird im telearavbiscken Verkehr mit Rußland der Worttarif eingeführt werden. Bei den deutschen Telegraphenanstalten wird im Verlehr mit dem europäischen Rußland für das gewöhnliche Telegramm auf alle Entfernungen: eine Grundtaxe von......Mark 0,40, eine Worttaxe von...... ,, 0,30, erhoben werden. 6rl) b Verkehr mit den außereuropäischen russischen Ländern kommt die Grundtaxe nicht zur Die Wortgebühr beträgt für Telegramme: nach Kaukasien .........Mark 0,75, nach den übrigen Gebietsheilen des asiatischen Rußlands: westlich vom Meridian von Werkhne-Udtnsk Mark 1,45, östlich desselben Meridians......„ 2,35. m t — Eine kühne Reifende. Mit einem der letzten Dampfer traf in Astrachan auS Petrowsk eine Italienerin Namens Serane, aus Venedig gebürtig, ein. Diese kühne Dame hat nach dem „Astrachans?.',List.", den ganzen Kaukasus, Transkaukasien und Persien bis Teheran bereist Ueberall suchte sie das Leben und dte Sitten der Bevölkerung und überhaupt die Verhältnisse des Landes kennen zu lernen. Ihren Aufenthalt in Astrachan beabsichtigt dte Reisende dazu zu benutzen, um das Leben der astrachan scheu Tartaren und Kalmücken zu studiren Ueber ihre Reise wird sie ein Werk in französischer Sprache veröffentlichen. Geschäfts - Veränderung. 5870) Verehrlichern Publikum die ergebene Anzeige, daß 'ich mein feit. ^.aULCr Mäusburg betriebenes Geschäft in das Haus der grat Heer^ Wittwe, Neuenweg, verlegt habe. Gefällige Aufträge beliebe man w dem Laden der Geschw. Heerz aufgeben zu wollen, für derer sorgfältige reelle Ausführung ich stets bestrebt sein werde. c rr „Indem ich für das seither geschenkte Vertrauen bestens danke, bitte mit dasselbe auch ferner gütigst erhalten zu wollen. Hochachtungsvoll _____________F. Baumann, Uhrmacher Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Ließen. Evangelische Gemetade. _ Getraute. , r„r'Den26. September. Johann Karl Julius Schäfer, Buchhalter auf der Ober, hessischen ^ahn dahier, des verst. Gemeinde-Einnehmers Andreas Schäfer dahier ehe! ’ihJr ^Eharine Charlotte Christine Bierau, des verst. Schreiners Anton Bierau oayier, eyet. L.ocyter. Getaufte. Hanna ^Bg"‘ 3«‘ @HfObÄrk; g®embtn8Mgufter"ann clne 5Eo»,‘r- OI^ T , ®'"fe'ben- D-m Arb-it-r an ber MaIn-W-,er-Bahn Justus Belnhauer, circ Tochter, Susann« Justine Katharine, geb. den 2. Juli. ’ ben 17®auguftn' $,m 61t“tnct ®(Or8 Lang, ein Sohn, AnbreaS Martin, g.b. 8«b. ben »"Apt-mb-^. ^brikardeiter Johannes Keller, eine Tochter, Maria Souls-, . . ®en 24' erptember. Wilhelmine Mathilde Emilie Ottilie Martha, Tochter bei d°s verst. B-rgt-chnik-rs Wilhelm Briel, geb. ben 31. August. ’ Dem Gastwirth Konrad Peler Prell, -ine Tochter, Somie <*uou|ic, gco. oen o. ^junt. ,Vi n ' n “ n 8 49e3mPfiehlt r Chr. Daudt, x Grunbergerstrasse Nr. I691. Ä erkaufesteile zu obigen Preisen in der Dclicatessen-Handlun: n Carl Scliwaah, Selteraweg Nr. 11. Reine spanische Roth- und Saniiäls-Weine. Spanischer Priorato Rothwein p. 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Müller. Am ®ru«^ , .„art Mdttholt 1 Ja d-m-hch * di-s- » di- Üa» 3" ’S Mtn unentgeltlilt ^nten der b-tr-ff-nd-n Gießen, am 2t n) .ffbie am heutigen Tage! ^Handlung *i ben vom Großherzo .lt gestellten Antrag . i) stattgehabter Berat! zllchenBezilksstrafgeriö nmer, Grund nachfolgend r SS 185, 186, 194, 20( 5. M 1817 Slrt 322 Erwägunfl daß rc. zu Recht erk y die Angeklagten, ali 1) Johannes ftli Gciltzhausen, 51 2) Johannes Psi Jahre alt, - amtlichen Beleidigt ins Wagner und de K-T1' Ar8‘,B’ K- C,?L unb Wagner II - :iJ zu erkennen und de ua-'n-ine Geldstrafe eventue. ■r K in die Hälff ■■-Mtn fei. w gleich wird den oben '-??"echt zuerka der Angeklagten ( ^dereritenUTaaeoo I ^^?ngsabsch°if ^-bener »U En-urt^ '':'J8Oeffentliclie S .i^oßhrrzogl.SeMtt vom 24. August , 5 zugegen waren.' Lorsihender der G '.'n Seh malfalber j der Großh. St sor Justizrat! -ii-tec Großh. Lank ] vr.Großm ier Großh. Staatsa Aüller, , , in Großh- Secretatr f In Unkrfud rstnnes Kttnzelhöffe ebanntS Pfeiff v- da ^ÄnntU^i6^ als 4759) 2 l Sirhrv. »73) öffentliche Aufforderung. bet ,svoll 3 1 2 alter auf bet vdn- schlfer bablti, # incrs Anton Zimi * WilbeW. Tochter):« Iber Großh. Stadtgerichts-Assessor Justtzrath Ouorier, der Großh. Landgerichts - Assessor vr. G r o ß m a n n, Kattrein. Für den Auszug Kattrein. 12 lagt alt, doü ibtrgtr, 73 Iatzr« Wonatt 16 lagt Mn Johann K-f eriu, Tochter h sicher, Tochter tei eine Tochter, > Zult. eine Tochter, Dl-i tus BeinhM, hreas Martin, & chter, Maria Lon Martha, Tochters eine Tochter, Im Endurtheil. Auszug. Oeffentliche Sitzung des Großherzogl. BezlrkstrafgertchkS Gießen vom 24. August 1878 webet zugegen waren: 1. als Vorsitzender der Großh. Justizrath Vr. v. Schmalkalder, 5 807) Eine fast noch neue Kelter steht zu erlaufen bei Louis Lony. Ms anzumelden. Lich, 18. September 1878. Großh. Landgericht Lich. Weyer. 5700) Frisch gebrannten Java-Kaffee vorzügliche Qualität ä Pfund Mk 1,63 empfiehlt Willi. Seibert. Th* Brück* Schloßgasie B. 1. Obstversteigerung. Dienstag den i. October ds. Jahres, von Morgens 9 Uhr an, M das Gemeindevbst, bestehend in i-pf-l und Zwetschcn, öffentlich an Ort I«d Stelle meistbietend versteigert werden. Der Anfang ist in der Kühgaffe. Watzenborn, den 25. Septbr. 1878. Großh. Bürgermeisterei Watzenborn. M48) Schäfer. '•«‘.Miet, m Dm ffintalito )(9 ohne Sornatmii. i WilhrlMt lllus Louis 3ofepb ■ 25. DeinLtckmr ein außecehelich-S Jon auswärts. 2k U- 21. Ftiebch, A9^ 4 , 9 , 3 , 11 , 5789) Forderungen und Ansprüche jibet Art an den Nachlaß der Andreas heim Eheleute von Holzheim find, wenn It bei dessen Regulirung Berücksichtigung jr.den sollen, innerhalb 4 Wochen Obftdorrofen, transportabel, fertig zum Gebrauch mi 8 Hürden, vorräthig bei 5771 A. Buch in Hungen. Nicht zu übersehen! D-r Frankfurter Sdjulj= u. StiefcbflusDcrüauf (am Kreuz 203) giebt von heute ab: Damenstiefel in Wichsleder L 4 «x 50 „ -Chagrinstiefel ä74 •r -Kidstiefel mit Pariser Absätzen ä 7 ,x 80 Warme gute Hausschuhe mit Ledersohlen ä 2 J. Mädchen-Schulstiefel mit Rahmensohlen (Handarbeit) von 3 .X an. Herren-Augstiefel von 7 außerordentlich billigen Preisen dürfte sich wohl noch niemals am \ hiesigen Platze befunden haben; dasselbe gilt auch von den übrigen oben auf- I geführten Maaren. \ Es liegt daher im Interesse der geehrten Damen Gießen's, sowie der K Umgegend, diese äußerst günstige Gelegenheit richt unbenutzt vorübergehen 5 zu lassen. (5884 J Der Casseler Mode-Bazar. I* , d-ß ichE ßaui bn £ ■Ä 'Näjk; AZL Ä.-S: * t Sh Bekanntmachung. onVJ : ^ic Parcellenvermeffuug in der Gemarkung Gießen. 5892) Montag, den 3V. September 1878, wird die Messung der einzelnen Grundstücke tm Heegstrauch, auf den 20 Morgen, im Sandkauter- weg und Altenfeld und deren nächster Umgebung von dem Geometerpersonal vorgenommen. Die betreffenden Grundbesitzer werden ersucht, dieser Meffung beizuwohnen und zugleich wiederholt und dringend etngeladen, die vorhandenen Parcellen- grenzsteme vorschriftsmäßig auszuräumen und kenntlich zu machen und da wo Parcellensteine gänzlich fehlen, die Grenzpunkte mit Übereinkunft der Neben- läger durch dauerhafte Pfähle von der vorgeschriebenen Größe zu bezeichnen Werden diese Grenzen nicht auf solche Weise bezeichnet, so ist d7r Geo- mter genothigt, nach dem gegenwärtigen Besitzstand aufzunehmen, und haben sich sodann die Grundbesitzer alle etwa dadurch entstehenden Nachtheile selbst zuzuschrelben. In keinem Falle ist der Geometer verbunden, nachträgliche Ver« Sicherungen unentgeltlich vorzunehmen und die späterhin aus Unterlassung der ,-nannten Vorschriften entstehenden Reclamationen können ebenfalls nur auf kosten der betreffenden Grundbesitzer beseitigt werden. Gießen, am 28. September 1878. ___A. Bramm, Bürgermeister. Jh. 20 4 1) ’’en*W! Preiswürdige Cigarren: 1 Stück ~ — 3. der Großh. Staatsanwalt Substitut Müller, 4. her Großh. Secretair Kattrein In Untersuchung gegen Johannes Klingelhöffer v. Geilshausen, Johannes Pfeiff v da wegen Beleidigung wird aufdieam heutigen Tage gesetzlich gepflogene Verhandlung auf den vom Großherzoglichen Staatsanwalt gestellten Antrag rach stattgehabter Berathung des Großher» Mltchen Beztrksstrafgerichts tm Berathungs- jimtner, auf Grund nachfolgender Gesetzcsftellen: her SS 185, 186, 194, 200 St. G. B. d. G. 8. 5. April 1877 Art 322 St. P. O. in Erwägung daß rc. zu Recht erkannt. daß die Angeklagten, als 1) Johannes Klingelhöffer von Geilshausen, 51 Jahre alt, 2) Johannes Pfeiff von da, 42 Jahre alt, der öffentlichen Beleidigung des Bürger- weffters Wagner und der Gemeinderäthe Wagner I., Margolf, Kaus II., Böhmer, Kaus VI. und Wagner II. zu Geilshausen Huldig zu erkennen und deßhalb jeder der- r selben in eine Geldstrafe von fünfund- rwanztg Mark, eventuell in fünf Tage haft und je in die Hälfte der Kosten zu murthetlen sei. Zugleich wird den oben genannten Be- leiaigten das Recht zuerkannt, die Verur- Alung der Angeklagten auf deren Kosten binnen der ersten 14 Tage vom Tag der Zustel- kmg der Urtheilungsabschrift an gerechnet ein Mal im Gießener Anzeiger zu veröffentlichen. V. R. W. So gegeben und alsbald in öffentlicher Atzung bekannt gemacht. 9 Schmalkalder. Ouvrier. Großmann. Wollene Hemden, Unterjacken, Unterhosen und Hemden- Flanelle empfiehlt sehr t-llig (5698 A. Hftubaeh, Mäusburg. 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