Samstag, den 29. Juni M». 148 'i* Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag-. Gastwirth. *11 durch die Preßreptilten erregten Staubwolken nur Wahlmanöver sind, um einen und Wege finden, um seinen Willen zur Ausführung zu bringen. »iehen- außerordentliche nationalen und in der .nzeigers Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. theilen müsien: „ _ .. _ Nach einem Telegramm von „Reuter's Bureau" ist „Herr Legationsrath Bucher zum Archivar und Secretär des Congreffes designirt." Sollte dieser Herr Bucher der Lothar Bucher sein, der während seiner langen Verbannung in London sich als begeisterter Parteigänger des Herrn Urquhart her- vorthat, fctffen ruffenfeindliche Lehren er Woche für Woche in der Berliner „National-Zeitung" verkündete; derselbe Lothar Bucher, der nach Rückkehr nach Berlin so feurig für Lassalle's Lehren eintrat, daß der Letztere ihn zu feinem Testamentsvollstrecker ernannte und ihm ein jährliches Einkommen vermochte, indem er das Verlagsrecht seiner Werke ihm überließ? Kurz nach Lassalle's Tod trat Lothar Bucher in das preußische Auswärtige Amt, wurde zum Legattonsrath gemocht, er wurde Bismarck's Vertrauter für Alles. Er hatte die Naivität, mir einen Brief zu schreiben, worin er mich, natürlich mit Zustimmung seines Herrn einlud, die Redaktion der Börsenabtheilung des preußischen Staats-Anzeigers zu übernehmen. Die pekuniären Bedingungen dieser Stellung zu bestimmen, wurde mir überlasten, indem mir ausdrücklich versichert wurde, daß ich volle Freiheit genießen sollte, das Börsengeschäft und die Börsenleute von meinem eigenen „wistenschaftlichen" Standpunkte aus zu behandeln. Nach diesem seltsamen Vorkommniß war es mir nicht wenig ergötzlich, die Beitrage Herrn Lothar Bucher's, Mitgliedes der „Internationalen Arbeiter-Astociatton", i fortwährend in dem „Vorboten", dem von Johann Philipp Becker in Genf herausgegebenen Organ der „Internationale", verzeichnet zu finden. Wenn hier : fein Jrrthum in den Personen vorliegt, und wenn etwas Wahres an der - Nachricht ist, daß die russische und die deutsche Regierung dem Congreste gelegentlich der Attentate von Hödel und Nobiling internationale Maßregeln gegen die Ausbreitung des Socialismus vorlegen wollen, so. ist Herr Bucher allerdings der Mann dazu, dem Congreste mit aller Autorität zu sagen, daß die Organisation, die Thätigkeit und die Lehren der deutschen Socialdemokratie nicht mehr mit jenen Attentaten zu thun haben, als mit dem Untergange des * Zur allgemeinen politischen Lage. Der Congreß arbeitet mit Dampf: eine Sitzung folgt auf die andere und wie es scheint, schreitet das Frtedenswerk in erwünschtester Wetse fort. Nach- 1 dem Rußland sich zunächst mit seinem Hauptgegner, England, über die wich- , Haften Punkte geeinigt, hat es auch die Verständigung mit Oesterreich gesucht - und gefunden. Dem Vernehmen nach kann die bulgarische Frage, welche Fürst i Bismarck kluger Weise als die schwierigste zuerst in Angriff genommen, der Hauptsache nach schon als erledigt gelten. Aus beiden Seiten sind natürlich bedeutende Zugeständuisie gemacht worden. Rußland hat die Zweitheilung der Bulgare!, die Ueberlasiung der Balkanpässe an die Türkei, die Entfernung Sud- bulgariens vom ägäischen Meere, sowie die Beschneidung der östlichen und westlichen Grenzen deflelben zugegeben, dagegen aber Varna und den Bezirk von Sofia für Nordbulgarien durchgesetzt. Serbien und Montenegro sind russischerseits angewiesen worden, ihren Appetit zu mäßigen und sich in Bezug auf ihre Zukunft vor allen Dingen den Wünschen Oesterreichs zu fügen. Für eine friedliche Lösung der beffarabischen Frage und eine befriedigende Ordnung der Verhältniste an der unteren Donau überhaupt bürgen die guten Beziehungen Rußlands zu Deutschland und Oesterreich, deren Jnteresten dort in erster Lime zu berücksichtigen sind. Griechenland endlich soll in denjenigen Sitzungen, in denen es sich um die Länder mit griechischer Bevölkerung handeln wird, mit berathender Stimme hinzugezogen werden, und da Rußland keineswegs feindselige Gesinnungen gegen die griechischen Stämme hegt, so wird sich auch über das Schicksal der von ihnen bewohnten Provinzen ein Einvernehmen unter den Mächten erreichen lasten. Kurz, der bisherige Verlauf der Congreßverhand- lungen berechtigt zu der Hoffnung, daß das Friedenswerk bald, in Folge der Berliner Hitze vielleicht noch eher, als man glaubt, zu einem glücklichen Abschluß Aeutschland. Gießen. Die „Daily News" bringt folgende Zuschrift von Karl Marx, dem bekannten Haupt der Soclaldemokraten in London, die bereits ihren Weg durch die gesammte deutsche Preste gemacht hat und die wir deshalb und, da sie wohl noch vielfach besprochen werden wird, unseren Lesern mit- RedactionSbureaur Gartenstraße B. 165. Expe-itionSbureaur Schulstraße B. 18. »• 20'3 65'65 -20 >" @mpfan3 Kerbvereins, iflen. Derselbe erscheint in den Vormittagsstunden täglich, mit Ausnahme Montags, und kostet für die Abonnenten ,n der Stadt Gießen vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg., frei in s Haus geliefert. Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das -Blatt auq> im III. Quartal 1878 zusenden und den Abonnementsbctrag durch Quittung erheben lasten. Die Abonuenten, welche den Anzeiger abholen, erhalten denselben zu 2 Mark. Für alle außerhalb Gießen wohnenden Abonnenten beträgt der vierteljährige Abonnementspreis 2 Mark excl. Postgebühr. Dieselben können nur bei der Post oder den Landpostboten abonnircn. - , ___ Um vollzählige Exemplare liefern zu können, ersuchen wir unsere geehrten Abonnenten, ihre Bestellungen rechtzeitig der der ihnen zunächst gelegenen Postanstalt oder den Lantpostboten aufgeben zu wollen. Einladung Mn Abonnement auf den folgen werde, oiesn Par, "ebr besuchen, Gießener Myeiger Anzeige- lllld Amtsblatt für den Kreis Gießen. i i6 16 “ f 5 | j Jrtt« Ott unter- < H. Hoffmann. ewitz. üug der bekannten al bei Heidelberg apeten in vorzüg- \ Per Stück bis zu ausgesübrt und die ä W 111*11 , ,um Abonnement in Oer Malt zur itfürdicL-bul- Cfl6 V0N 10 i>!S . an Sonn- und ,'is M. SÄ»? \tW n 011 TOD 1111(1 bWö e i n Kirlheliplätz. ke Gießen, am 26. Juni 1878. Betreffend: Die von den Gemeinden für die 1878r Holzsamensendungen zu leistenden Ersatzzahlungen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoistichen Bürgermeistereien und Markvorstände. Denjenigen Gemeinden und Markvorständen, welche für 1878 Holzsamen aus dem Großherzoglichen Holz^menmagazm bezogen haben, übersenden wir die betreffenden Verzeichnisse kurzer Hand mit dem Auftrag, für alsbaldige Bezahlung der Betrage zu sorgen. Dr. Boek m a n n. __________________________________ Bekannt in a ch u n g. Bei der ^eeannahcnden Rnft der Feivfrüchie machen wir auf die durch die Hagcl-VekilcherungS.Gescllschaflen g-bokenc Gelegen, heit zur Versicherung gegen Hagelschäden unter dem Anfügen aufmerksam, daß Colleeten für Hagelschaden nicht statthaft sind. Gießen, den 27. Juni 1878. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann.____ gelangen wird. Bedenklich ist zwar noch immer die auffallende Zurückhaltung der türkischen Bevollmächtigten und der schwankende Zustand der Dinge in Konstantinopel, der unangenehme Zwischenfälle befürchten läßt und bisher auch den Rückzug der russischen und englischen Streitkräfte aus der Nähe der genannten Stadt verhindert hat. Offenbar vermindert sich aber mit jedem Tage, an dem das Einigungswerk in Berlin Fortschritte macht, zugleich die Gefahr, daffelbe Tü.lm",wMm Ml" Cougwfus Widlsstlnd -niMknw- .Gioiw KursüG" °i-r mi> dem Zui.mmmttiiw decliu; »m»,*. 8«®. >»>.«*««*• •*k* “»:■,™ HÄÄÄ-i Reichstag zusammenzubringen, der dem Fürsten Bismarck endlich die Lösung des schon längst bearbeiteten paradoxen Problems genehmigen soll: Deutschland mit allen finanziellen Mitteln eines modernen Staates auszustattten und zugleich dem deutschen Volke das durch den Orkan von 1848 zertrümmerte politische Regime wieder aufzuzwingen. Karl Marx. Darmstadt, 27. Juni. Wie wir hören, beabsichtigen die Allerhöchsten Herrschaften zu Anfang des nächsten Monats, nach Schluß des Landtages, einen längeren Aufenthalt in einem englischen Seebade zu nehmen. Darmstadt, 26. Juni. Bei der vorletzten Session der zweiten Kammer hatte der Abg. Büchner den Antrag gestellt, die Kammer wolle an Großh. Staatsregierung das Ersuchen richten, eine gesetzliche Abänderung der Art. 14 und 21 der Landgemeinde- und der Städteorbnung vom 15. Juni 1874, sowie der Art. 8 und 22 des Gesetzes vom 8. November 1872 über die Zusammensetzung der beiden Kammern der Stände und die Wahlen der Abgeordneten in dem Sinne zu veranlasten, daß ein beglaubigter Auszug aus den Steuerliften, mit Verantwortung für die Richtigkeit, für die Folge als Wählerliste aufzulegen sei, aber auch zu prüfen, ob die Bestimmungen, daß die mit der Zahlung der einschlägigen Steuer Zurückgebliebenen nicht stimmberechtigt sind, den Werth haben, den. man ihnen früher beigelegt hat, und es nicht bester wäre, dieselben zu beseitigen. Ueber diesen Antrag, welcher auf der Tagesordnung der am 28. d. Mts. stattstndenden Sitzung der zweiten Kammer sieht, hat Namens des Gesetzgebungs-Ausschustes der zweiten Kammer der Abg. Hirschhorn Bericht erstattet. Gegen den ersten Theil des Antrags hat sich die Regierung entschieden ausgesprochen und der Ausschuß ist mit deren Ansichten durchaus einverstanden. Der Bericht sagt in dieser Beziehung : „Zudem sollte man doch auch annehmen dürfen, daß, wer seine politischen Rechte überhaupt werth hält, sich die geringe Mühe nicht verdrießen lasten würoe, bei Offenlegung der Wadl- listen sich über Eintrag seines Namens zu vergewtstern und eventuell zu recla- miren. Die Erfahrung zeigt, daß dies auch mehr und mehr geschieht. Der Indolenz in dieser Richtung aber, da wo sie besteht, eine besondere präventive gesetzgeberische Fürsorge zuzuwenden, möchte sich aus den verschiedensten Rücksichten in keiner Weise empfehlen." Der Ausschuß beantragt einstimmig Abweisung des ersten Antrages des Abg. Büchner. Auch gegen den zweiten Antrag hat sich die Regierung ausgesprochen, indem sie in dem an den Ausschuß gerichteten Schreiben bemerkt, daß gegen die Richtigkeit des in der frag!. Gesetzesbestimmung aufgestellten Princips nichts einzuwenden sein dürfte. Der Ausschuß ist in den wesentlichen Punkten mit der Austastung der Großh. Staatsregierung nicht einverstanden, er ist vielmehr der Ansicht, daß die in das Gesetz aufgenommene Steuerzahlpflicht als Bedingung für Ausübung des Wahlrechtes nicht den Werth besitzt, den man ihr früher beigelegt hat, und glaubt deshalb, daß es in der That bester wäre, dieselbe zu beseitigen; der Ausschuß beantragt, die Kammer wolle Großh. Regierung ersuchen, in eine Revision der Verwaltungsgesetze und der mit solchen zusammenhängenden Gesetze einzutreten und hierbei den Inhalt des Antrags des Abg. Büchner sub 2 zu berücksichtigen. (Offenb. Ztg.) Berlin, 26. Juni. Das socialistische Central-Wahlcomit6 hat nunmehr diejenigen Wahlkreise sestgestellt, in denen die Agitation mit verstärkten Kräften sofort in Angriff genommen werden soll. Es sind dies die Wahlkreise: Altona; Barmen-Elberfeld; Berlin 4. und 6. Kreis; Bornau-Pegau; Breslau 1 und 2; Chemnitz; Crtmitschau; Dresden 5. sächsischer Wahlkreis; Freiberg Oederan; Glauchau; Gotha; Greiz; Hamburg 1 und 2; Hanau; Kiel; Leipzig-Land; Mittweida; Nürnberg; Offenbach a. M.; Ottensen; Reichenbach i. V.; Rei- chenbach-Neurode; Solingen; Stolberg; Waldenburg t. Schl, und Zschopau. — Für die übrigen Wahlkreise ist sodann bestimmt worden, daß nur überall da agitatorisch vorgegangen werden soll, wo sich dies, wie in Städten und industriereichen Gegenden, ohne große Mühe und Kosten thun läßt. Ausge- schlosten von der Wahlagitation sollen dagegen alle Wahlkreise bleiben, wo die Agitation selbst sehr erschwert ist, viel kostet und wesentliche Erfolge nicht verspricht. Berlin, 26. Juni. Der Kronprinz conferirte gestern Abend 8 Uhr mit dem Minister Graf Stolberg, sodann mit dem Minister v. Stosch und um 9 Uhr mit dem Fürsten Bismarck. Der Großherzog von Baden tritt heute Abend 8 Uhr seine Rückreise nach Karlsruhe an. Die Generalversammlung der rumänischen Eisenbahn erledigte sämmtliche Gegenstände der Tagesordnung nach den Vorschlägen des Aufsichtsrathes. Die Anträge zweier Actionäre wurden von diesen selbst zurückgezogen. — v. Hansemann , v. Bleichröder und Scheele wurden nahezu einstimmig wieder in den Aufsichtsrath gewählt. Hesterreich. Wien, 26. Juni. Die „Polit. Corresp." meldet aus Konstantinopel vom Heutigen: Die Pforte beschloß, den aus dem Schwarzen Meere mit Bestimmung nach San Stefano anlangenden Truppen oder Munition führenden Schiffen den Eintritt in den Bosporus zu untersagen. Delegirte der Bevölkerung von Batum petittonirten telegraphisch beim Congreffe gegen die Annection an Rußland. Italien. Rom. Das Gerücht, daß die Gesundheit des Papstes ernstlich bedroht lei, und für den Fall, daß er den Sommer im Vatican zubringt, geradezu Besorgniffe einflößen, erhält sich hartnäckig. Die „Polit. Corresp." meldet aus Rom: Leo XIII. besitzt entfernt nicht die feste Constitution seines Vorgängers. Schon während der 33 Jahre, die er in Perugia, einer der gesundesten Städte Italiens, verlebte, litt er an einem Unterleibs- und Blasenleiden. Die Luft in Rom, der ununterbrochene Aufenthalt im Vatican, die sitzende Lebensweise, die Sorgen und Mühen des Pontificates, endlich das Alter; das Alles zusammen hat den Zustand Sr. Heiligkeit so verschlimmert, daß Bewohner von Perugia, dir den Papst seit seinem Eintritte in's Conclave nicht gesehen batten, ihn nicht wieder zu erkennen vermögen. Der Papst klagt über Nervosität, die ihm weder zu schreiben, noch zu sitzen, ja nicht einmal vor einem photographischen Apparate einige Minuten ruhig zu halten gestattet. Die Anfälle sind von so beträchtlicher Schwäche gefolgt, daß Leo XIII. genöthigt ist, sich in den Pavillon Pius IX. und in die Gärten, wo er etliche Stunden zuzubringen liebt, tragen zu lasten. Die Aerzte Sr. Heiligkeit und einige eigens herbeigerufene haben kürzlich eine Berathung gepflogen, in der sie übereinkamen, daß der Papst den Vatican während der Sommerschwüle verlasten muffe. Leo XIII. erklärte aber bestimmt, er habe die Tiara nicht ohne den Entschluß angenommen, alle Folgen über sich ergehen zu lasten, folgerichtig werde er um jeden Preis im Vatican bleiben, jetzt und sein ganzes Leben hindurch. Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Eorrespondenz- Bureau. Berlin, 27. Juni. Die „Nordd. Allg. Ztg." erfährt aus sicherer Quelle, daß die Nachricht des „Hannov. Kuriers" über ein Abkommen der Regierung mit dem Prinzen Ernst August (Herzog v. Cumberland) aus der Luft gegriffen sei; Einleitungen zu einem solchen Abkommen könnten überhaupt nur getroffen werden, nachdem der Prinz selbst der Regierung bezügliche Vorschläge gemacht bätte; das sei aber bisher nicht geschehen. Elberfeld, 27. Juni. Die „Elberf. Ztg." meldet: In der heutigen Generalversammlung der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft wurde der Jahresbericht geschäftsmäßig erledigt und sodann die Anträge des Gesellschafts- Vorstandes betreffs der Eisenbahnlinie Finnentrop-Rothemühle und der Emscher. thalbahn angenommen. Die Gesellschafts-Deputation ward in der bisherigen Zusammensetzung wiedergewählt. Wien, 27. Juni. Meldungen der „Polit. Corresp.": Konstantinopel. Es heißs, die Russen hätten in den letzten Tagen wichtige, anscheinend eine Concentration und Vorbereitung für alle Fälle bezweckende Truppenbewegungen vollzogen ; auch sollen die Rusten in Rumelten und Bulgarien die Aufstellung einer Truppenabtheilung von 3000 Mann Bulgaren veranstalten. Ueberhaupt herrscht der Eindruck, daß die Stimmung im russischen Hauptquartier kriegerisch sei. — Aide!'. Ja der Umgebung von Kanea findet seit 3 Tagen ein erbitterter Kampf zwischen den Türken und den kretensischen Insurgenten statt. Pesth, 27. Juni. Anläßlich der Verhandlung von Petitionen bezüglich der orientalischen Frage im Unterhause erwiderte Ministerpräsident Tisza auf Ausführungen^HUsy's: Es könne niemals im Interesse Ungarns gelegen sein, daß slavische Staaten an unserer Südgrenze einander die Hände reichend eine K'lte um unsere Füße schlingen. Athen, 26. Juni. Man hat hier anläßlich des Congrestes eine Aufstellung b.-r in Sücbulgarien, der nunmehr als Ostrumelien bezeichneten Provinz, vorhandenen griechischen Schulen anfertigen lasten, um klarzulegen, wie stark das griechische Element dieser Provinz ist. Die Zahl der griechischen Schulen in Ostrumelien übersteigt hiernach die Zahl 1000, die der Schüler 70,000. Griechischerseits wird gegenüber der Drohung der Türken, daß, wenn mm auf dem Congreß über den Vertrag von San Stefano hinaus etwas für die Griechen verlange, die türkischen Bevollmächtigten sich zurückziehen würden, darauf hingewiesen, daß die Türkei, wie sie durch den Congreß gegenüber den Bestimmungen des Vertrages von San Stefano in Ostrumelien Verbesterungen erfahren habe, sich auch von Europa festgesetzte, für den Frieden erforderliche Bestimmungen im Interesse der Griechen gefallen lasten müste. London, 27. Juni. Ein im Ministerium des Auswärtigen angestellter Schreiber, Namens Marvin, wurde unter der Beschuldigung, das englisch- russische Memorandum dem „Globe" mitgetbeilt zu haben, heute vor die Magistratsbehörden gestellt. Zur Steuerfrage. Während die Steuer-Experimente, welche in der Tabaks-Industrie gemacht werden, die bethetligten Kreise derselben in große Besorgniß versetzen, scheint ganz das gleiche Schicksal dem Braugewerbe beoorzustehen. In der Reichstagssitzung vom 5. April a. c. erklärte der Präsident des Reichs, kanzlerumtes, Staatsminister Hofmann, bei Gelegenheit der Berathung über die lieber gangs- Abgabe von Essig, daß die Frage, ob der Norden die süddeutsche Biersteuer annehmen soll, neuerdings in Erörterung begriffen wäre und daß auf Anordnung des Herrn Reichskanzlers eine genaue Untersuchung Darüber stattgefunden, aber noch nicht zum Abschluß gelangt sei. Man denkt also, wie 1875, daran, die damals mit so überwiegender Majorität abgelehnte Erhöhung der Brau Malzsteuer von Neuem auf die Tagesordnung zu setzen. Es dürfte deßhalb geboten erscheinen, wenn jetzt schon aus den Kreisen der be- ihetligten Industrie die schweren Bedenken geltend gemacht werden, welche heute hi noch höherem Grade als damals gegen Durchführung der geplanten Maßregel sprechen. Denn heute haben sich die Verhältnisse für das Brau-Gewerbe bedeutend ungünstiger gestaltet als damals, die wirthschaftliche Lage, Das völlige Darntederltegen von Handel und Industrie, die fast vollständige Einstellung aller Bauthätigkeit, zwinge,, die Haupt-Bier Consumenten, die Arbeiter, sich Beschränkungen im Btergenuß aufzulegen (? h wodurch eine bedeutende Schmälerung des Bierconsums seither entstanden ist und nod- weiter entstehen wird. Dies beweist zur Genüge der 1877 gegen 1876 eingetretene Rückgang in der Einnahme aus der Brausteuer. Es mag hier erinnert werden, welche schwere Schädigung 1875 der für daü Braugewerbe arbeitenden Industriezweige aller Art zugefügt, als das Project bekannt wurde, und diese lähmende Wirkung auf wette Gebiete der deutschen Industrie wird sich wieder geltend machen. Denn welcher Gewerbetreibende wird selbst die allernoth- wendigsten Verbesserungen vornehmen, wenn ihm eine so große Mehrausgabe, für bk ihm kein Aequ'valent geboten, in Aussicht steht. Man wird uns einwenden, daß die süddeutschen Brauer mit der höheren Steuer- schön seit Jahren bestehen, warum ein Gleiches die von der Steuer-Gemeinschaft nicht ebenfalls leisten könnten. Die Verhältnisse sind aber so gründlich verschieden, daß sie wirklich hier nicht zur Vergleichung aufgkführt werden können. Bayern consumirt und produzirt unter ganz andern glücklichen Verhältnissen all die Steuergemeinschaft. In Bayern bildet die Biersteuer die Hauptsteuer und liefert somit nicht nur Den wesentlichsten Beitrag zu den Matrikular-Umlagen, sondern sic ergänzt die mäßigen directen Steuern, welche in Norddeutschland außerordentlich hoch sind Duzu kommt in Bayern auf den Kopf der Bevölkerung eine fünffache Bier Consumtion (270,5 gegen 57 Liter) gegen Norddeutschland und diese ist es, welche eS hauptsächlich dem bayerischen Wirth ermöglicht, sich mit einem geringen Detailnutzen zu begnügen. Außerdem weiß jeder, der einmal in Nürnberg, München ober einer andern bayerischen Stadt gewesen, daß bafekft die Ansprüche der Gäste bezüglich Eleganz der WirthschaftSräume, Bedienung, Beleuchtung rc- viel bescheidenere sind, als in Norddeutschland und diese da herabmindern zu wollen, scheint doch wirklich nicht durchführbar- Ebenso produzirt Bayern unter so glücklichen Verhältniffen, indem es die besten Gersten- und Hopfengegenden tm eigenen Lande hat, über billige Arbeitskräfte verfügt und außerdem ist das Brau-Gewerbe in diesem Lande seit einem Jahrtausend zu Hause, während es in Norddeutschland neueren Ursprungs ist. Es dülfte somit bewiesen sein, daß die bayerischen Brauer weit günstigere Existenzbedingungen haben, als die zur Steuergemeinschaft gehörenden, eine Erhöhung der von Letzteren zu zahlenden Brausteuer auf den bayerischen Satz würde, weil die BorauS- s'tzungen und Bedingungen in Bayern andere ftnb als bei uns, nur scheinbar eine Gleichheit begründen, in Wahrheit aber uns weit schwerer belasten Ferner muß hier hervorgehoben werden, daß wenn auch die Steuergemeinschast dieselbe Höhe der Bierbesteuerung wie Bayern durchsühren würde die Uebergang3abgeben nicht fallen könnten, da Bayern bei seinem fünffachen Bierconsum auf den Kopf Der Bevölkerung aus finanziellen Rücksichten niemals darauf eingehen kann, daß die Brausteuer alSdunn Reichssteuer werde. — Dieselbe Bierconsumtion vorausgesetzt, würde Bayern nur Vs der jetzigen Einnahmen in seine Kasse fließen sehen. ES erhellt daraus, daß des Abgeordneten Braun Wunsch, daß Deutschland bflü btt 91 ......s«jS "L« ® < 50°/o vom ^rdUfltl b e Dai P""8 ©te J»d»st' d„ ,-dr l»eln%rirani »>,i- Erhöhung der *** xopprlte erhöht, x vv Denjenigen, feit nickt noch we iMwiren, das d° Den trmuthtftnden duselben auf ßg schwerwiegende M Nach offener her Eteuerge-neM Facioren, denen die stand nehmen, wd Braugewerbe, m o SchirfBbt S. W. Dietz in 1 Southam ccm Nordbeulichen war, ist gestern < lanbung der für Abenbs die Reise r volle Ladurg. _ Die Annon nimmt die prompt, und des Auslandes Tagespost.") Jeilge 3985) Ein Raup nahe am Asterweg, Zu ei fahren In b 3990, J J Ji Kinder-Fi 3 M sehr dauerhaft, ZusammenleM. transportabel mit für bas Zimmer, ^ Moritz G 3«L_ S-It-'s $d)raberT Sommersprol ®j-der 3 unreine u tt und L Sdjraber nn l-ngstbkiv-br,, 2'»°' in ®(e6e ----_J8. Feinst, 3 dadurch, daß der Norden die bayerische Brausteuer adopttre, auf bem Biersteuer-Gebiete kein einig Volk von Brüdern werden könne. Bet Einführung der bayrischen Steuer in Norddeutschland würde durch die Erhöhung der Hectoliter um eine Mark verteuert, der Liter also um einen Pfennig. Da nun der Liter obergSKrtpen Bieres um 10 Pfennige, der Liter untergährigen Bieres für 18 Pfennige irn Durchschnitt von den Brauern an die Wirthe abgegeben wird, so würde irn ersteren Falle der beabsichtigte Steuerausschlag 10, im letzteren Falle 5,50 o/o vom Verkausspreis betragen. Diese Steuererhöhung auf den Verkaufspreis des Bieres zu schlagen, ist, wie die Erfahrung gelehrt hat, mit großen Schwierigkeiten und Gefahren nicht nur für das Braugewerbe, sondern mehr nach für Staat und Gemeinde verbunden, wie die Bier» strikes und die damit verbundenen Ausschreitungen zur (genüge bewiesen haben. Die Industrie selbst kann die Erhöhung nicht tragen, ihr Nutzen ist schon jetzt ein sehr geringer und würde in den meisten Fällen nach der Steuererhöhung ganz schwinden. War man doch — selbst in den Regierungskreisen der Ueberzeugung, daß mit der Erhöhung der Steuer eine Verminderung der Production Hand in Hand gehen müßte, daß man 1875 deshalb den Ertrag der Steuer nicht wie diese selbst auf das Doppelte erhöhte, sondern nur mit dem anderthaldfachen Betrag in den Etat einstellte. Denjenigen, welche darüber zu wachen haben, daß Deutschlands Gewerbethätig- kett nicht noch wettere Rückschritte mache, dürfte es ein Leichtes sein, sich dahin zu informiren, das das Braugewerbe unter den Zeitoerhältnissen der Gegenwart nicht zu den ermuthigenden Industriezweigen gerechnet werden darf und daß eine Schädigung derselben auf Landwlrthschaft, rote auf viele andere Gewerbezweige ihre nachtheilige, schwerwiegende Rückwirkung nicht verfehlen würde. Nach offener Darlegung dieser gegen eine Erhöhung der Brau - Malzsteuer in der Steuergemeinschaft sprechenden Gründe hoffen wir zuversichtlich, daß diejenigen Factoren, denen die Entscheidung darüber anheimgegeben ist, von einer Maßregel Abstand nehmen, welche den Fortbestand eines so wichtigen Industriezweiges, wie das Braugewerbe, in der Steueraemeinschaft in Frage stellt. Sehlrfeberteilt. Mttgetheilt von dem Agenten deS Norddeutschen Lloyt C. W. Dietz in Gießen. Southampton, 26. Juni. Das Postdampfschiff Donau, Capt. R. Bussius, vom Norddeutschen Lloy? in Bremen, welches am 15. Juni von Newyork adgegangen war, ist gestern 4 Uhr Nachmittags wohlbehalten hier angekommen und hat nach Landung der für Southampton bestimmten Passagiere Poft und Ladung 6 Uhr Abends die Reise nach Bremen fortgesetzt. Die Donau überbringt 336 Passagiere und volle Ladung. ______ Die Annoncen-Expeditton TH^Dietrich in Cassel übernimmt die prompte Besorgung von Anzeigen in sämmtliche Zeitungen Deutschland? und des Auslandes zu Originalpreisen. (Alleinige Jnseraten-Annahme f. d. „Casseler Tagespost") Irischbäcker in Gießen. ^euenw^r «onUeUV^"aiborU>,0lfl ^»r-ch Faß, Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Sonntag den 30. Juni. Morgens: Pfarroicar Schöner. Nachmittags: Pfarrer Schlosser. Die Katechtsmuslehre für die Mädchen findet an diesem Sonntag nach dem Vormittagsgottesdienfte statt. (Sonntag den 7. Juni wird das heil. Abendmahl gefeiert werden.) (Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 30. Juni bis 6. Juli besorgt Pfarroicar Schöner.) Gustav Adolf Verein. Der Gießener Zweigverein der Gustav-Adolf-Stiftung wird in diesem Jahre sein Jahresfest am VI. Juli zu Lang - Göns begehen. Der Gottesdienst beginnt um 2y2 Uhr Nachmittags. Die Festpredtgt wird Herr Mitprediger Ritsert von Darmstadt halten. Alle Mitglieder und Freunde des Vereins werden freundlichst zur Theil- nahme an diesem Feste eingeladen. Gießen, 28. Juni 1878. Für den Vorstand Dn Seel. Ieilgebolenes. 3985) Ern Bauplatz von 90—100 Klftr., nahe am Asterweg, ist billig zu verkaufen. Zu erfahren in brr Expkd. b. Bl. 3990, VI Heu !! Kinder-Fabrsliihlcheu ä Mk. 4.80, sehr dauerhaft, ui Buchenholz, zum Zusammenlegen. Dieselben sind leicht transportabel und eignen sich sowohl für das Zimmer, wie fürs Freie. Moritz Gregori Sf Sohn. Erdbeeren 3973) Gelte» sberg E. 37, Ne'»enbous Depot in Gießen bei (3975 W. Eigner, Kreuz. IZommersprossm, Hamausschläg. jeder Art, Röthe deS Gesicht», x unreine Haut, Schuppen, Mit- .csser und alle Unreinigkeiten 'dcS TeintS werden sicher bc- ____ jcitigt durch die ächte Hchrader'sche Liiionaise itzoluline). Fiae. 2M Apoll). 3. LchraLer, Feoerdach-Stattg. 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Werner, ferner eine neue Novelle: ffAufg'fetzt", bairische Bauerngeschichte von Herman | von Sdjlllib, Verfasser von „Im Himmelmoos" rc., sowie e ne Reihe belehrender und unterhaltendkr Artikel. Die Verlagshandlung von Ernst Keil in Leipzig. Alle Postämter und Buchhandlungen nehmen Bestellungen an. 340) An- unb Verkauf von getragener Kleibern, Stiefeln, Hemden, Weißzeug, Betten, Gold unb Silber, außer Cour? gesetztem Gelbe, alten Oelgemälben, Antiquitäten, Kupfer, Messing, Zinn, Roßhaaren Werg, Möbeln rc. bei Louis Rothenberger, Neuenweg 193, neben bem „Gasthaus zum Löwen". 2101) Empfehle für Umzüge gefälligste Benutzung meines Möbel- wagens. Billigste Preisberechnung. ______E. Ehrst Witte. 178) Reparaturen an Nähmaschinen schnell, aut unb billigst. Theodor Haubach , Reichensand - Bahnhofstrasse. j vMHial-N‘1 T VprphrlirhpR Publikum lade ZU mei w« Verehrliches Publikum lade zu meiner auf dem Festplatz errichteten Restauration Actienbier (Pression Fritz Weine des Herrn Heinrich Schnett. 3983) 3984) Unserem lieben on (3924 d. Bltts. 3243 4<3, 96. 12, 4« 7, AM- -- - , S It I (94 95. vorzügliche Küche. Achtungsvoll Köln-Gießener Vahn Abfahrten von Gießen nach: freundlichst ein. Im Verzapf jLotz- und mit Eis), sowie die beliebten Leib im Rappen. Ausserdem empfehle eine 8 ö Oessentliche Ladung. 3977) Dem mit unbekanntem Aufenthalte abwesenden Johannes Becker IX. von Muschenheim wird eröffnet, daß Jakob Oppenheimer II. von Langsdorf als Cesstonar der Firnhaber von Eber- stein-Jordirschen Stiftung in Leihgestern ihn auf Rückzahlung der Hälfte eines am 31. Januar 1853 aufgenommenen Darlehens von 300 fl. nebst 5% Zinsen vom 1. Januar 1877 an verklagt hat. Einwendungen gegen diese Klage sind innerhalb 3 Monaten von dem Tage dieser Verfügungen bei dem unterzeichneten Gerichte vorzubringen andernfalls der Klageinhalt als zugestanden, Verzicht auf Einreden angenommen und Verurtheilung nach der Klagebitte erfolgen würde. Die Einsicht der Acten steht ihm auf dem Actuariate dahier frei; alle weiteren Verfügungen werden als durch den Anschlag an der Gerichts- thüre ihm zugestellt angesehen werden. Lich, den 20. Juni 1878. Großherzogliches Landgericht Lich. Weyer. Th eifh aber gesucht für einen Brennholzhandel hier am Platze. Näheres zu erfragen in der Exped. die herzlichsten Glückwünsche zu seinem Geburtstage. Frohsinn. iöQÖDÖDÖäDDOiaoQOoaaoDaco Unserem wackern Bernhard. die herzlichste Gratulation zum 8 heutigen Wiegenfeste. 8 Die eckigen Runden. | laooooaaooaoQ Kermiethungen. 3987) Das seither von Herrn Feldwebel Gunschmann bewohnte Logis ist durch dessen Wegzug anderweit zu oermiethen. L. Fronhauser. die Annoncen-Expedition von G. L. Daube & Co. Central-Bureau: Frankfurt a. M. Deutz 6", 12, 4« Dillenburg 6<5, 12, Han-werks)cilhnciislhulm in Gießen. 3942) Di- Schüler der Handwerkszeichnenschulen werden hierdurch benachrichtigt, daß das Unterrichtslokal des Herrn Hug, welches sich bisher am Neuenweger Thor befand, in das Schulhaus am Asterwcg verlegt worden ist und daß das bisher im Schnlhause an der Schnlstraße befindlich gewesene Lokal des Herrn Reuling in das frühere Lokal des Herrn Hug am Neuenweg übergesiedelt ist. Gleichzeitig werden die früheren Schüler der Handwerkszeichnenschulen, welche noch Reißbretter in den Schulen stehen haben und solche nicht mehr benutzen, aufgesordert, dieselben bis längstens 1. Augnst dieses Jahres in Empfang in nehmen, widrigenfalls anderweitig darüber verfügt wird. Der Vorstand des GewerbvereinS. Dr. H. v. Ritgen. Zum Lindeiiliof. Einem verehrten hiesigen und auswärtigen Publikum bringe meinen Gasthof in empfehlende Erinnerung. Freundliche gesunde Zimmer, aufmerksame Bedienung und billige Preise. Achtungsvoll 3934)€/• H C S Bad Salzschlirf. Station der G-iessen-Fuldaer Eisenbahn. 3974) Altbewährte Heilquellen. Kohlensäurereiche Kochsalztrinkquellen mit Jod-, Brom- und Lithiongehalt (Bonifacius- und Kinderbrunnen) und mit starkem Eisengehalt (Tempelbrunnen), sowie eisenhaltige, alkalisch muriatische Schwefelquelle (Schwefelbrunnen). — Kohlensäurereichste Soolbäder. Musterhafte Badeeinrichtungen nach Schwär z’scher Methode. Localdouchen, Sturzbäder etc. — Kräftige, nervenstärkende Wald- und Bergluft in geschützter Lage und schönster Gegend. Ausgedehnte Anlagen; geräumiges Curhaus. Comfortable Wohnungen. Eröffnung der Saison 15. Mai. — Dirigirender Arzt: Dr. Löwe. Mineralwasser, Wohnungen, Brochuren etc. besorgt die Brunnen- und Badeverwaltung zu Salzschlirf. An die Bewohner Gießens. Es ist sehr zu wünschen, daß zu dem bevorstehenden Sängerfeste unsere Stadt, wie bei früheren derartigen Gelegenheiten, zur Verschönerung deffelben im Festgewande erscheine. Wirersuchen daher die gethrten Einwohner angelegentltchft, ihre Häuser mit Fahnen,Kränzen rc. zu schmücken und bitten, da die auswärtigen Gesangvereine am Samstag den 2 9. Juni d. I., Nachmittags 4V2 Uhr am Bahnhofe empfangen und von da mit Munk durch die Stadt bis zum Marktplatz geleitet werden, es so einzurichten, daß diese Ausschmückung bereits vorher vollendet sei. Gießen, 25. Juni 1878. 3928) Das Fest-Comite. 2083) (£m Familtenlogis zu oermiethen bei Fritz Fürst, Wittwe. ~ 3827) EM kleines Logis, zwei Zimmer urb Küche, zu oermiethen. Näheres in der Exped. d. Bltts.___ ~ 3562) Ein hübsches Logis am Marktplatz neu hergertchtet, mit oder ohne Möbel zu vermittben. Wo? sagt die Exp- d. Bl- Deutz-Gießener Eisenbahn. Submission. 3976-, Di- Lieferuna von 3200 kiefernen Pfähle» »ur Unterhaltung der Einfriedigungen längs der Deutz Gießener Eifenbahn soll an »«-> „n »ä Betriebs-Jnspection einzusehen und die Offerten bis zum 10. Juli d. I. mir einzureichen. Wetzlar, den 25. Juni 1878. Der Betriebs-Jnspector: Polko. ________ «•‘J abgebrudttn zahlrtichrn Original Eltltftt, (nut K weichen selbst solche Ärantt noch fitilang sanden, für dir Hilse nicht mehr mSqlich schien «S darf t.-J daher jrdcr Ärantc sich dieser bewährten M-ihod« um so mehr orrtraatmeoU jnntubrn, all dir Ltr tung der Rur auf Wunsch durch dafür angtfltdit praktische Stritt grati« trfoLtt. Nähtrt» darüber findet man in dem vorzügllchen, 544 Leiten starken Werke: Dr. virst s Naturhrilmethode, 100. Aufl, Aubtl-Ausgabe, Preie 1 Mark, Leipzig, Richter'» Btrlaq»-Lnstalt, weiche da» Buch auf Wunsch gegen Einsendung von 10 Bries. marken » io Pf blrtet franco versendet. eine Stelle sucht, eine solche zu vergeben bat, ein Grundstück zu verkaufen wünscht, ein solches zu kaufen beabsichtigt, eine Wirthschaft, Oekono. i miegut rc. zu pachten sucht, eine Ge- fchaftSempfehlung zu erlassen gedenkt, überhaupt Rath zu Jnsertionszwecken w-nÄ'sich vertrauensvoll zum Ruffenbrennen auf sofort gesucht v. «j™ "g« 12 3961) Aug. Nauheimer Wetzlar meinem neu erbauten Hause im k-'Ti Gartfeld ist im ersten Stock ein sehr schönes Familienlogis mit allen Be- quemlichkeiten, Wasserleitung,Garten^ Antbeil rc- on eine ruhige Familie zu ver- miethen und sofort beziehbar. 3451) W. S e u l i n g. vermischte Anzeigen. 3986) 100— 150 Fichten - Rüststangen werden auf sofort zu kaufen gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bl. £ F Wohnuiigs-Veränderiing. 3991) Von heute an wohne ich bei Herrn Ludwig Klinket in der Reichensand-Bahnh.-Stratze. Th, Rautenstrauch. Ein tüchtiger Accordant 3988) Bringe mein Kleider - Reintg- ungsgeschäft sowie das Färben von Kleidern (unzertrennt) und das Decattren von Stoffen, in empfehlende Erinnerung. Auch verkaufe ich im Laden meinen Vorrath von Kleidern unter dem Einkaufspreise. Kellner - Jäckchen habe in Vorroth zum Verkauf oder Verleihen auf das Fest. L- Ho sch, Sonnenstraße. 3981) Tüchtiae Handlanger gesucht von Aug. Nauheimer Ww. JLehrUnff mit guter Schulbildung für etn hiesiges Fabrikgeschäft gesucht. Schriftliche Offerten b. d. Exped. abzugeben.(3841 2179) Eine Familien-Wohnung zu ver miethen.________________Neuenweg 134. 3944) Möblirtes Zimmer zu oermiethen. _________________Htntergosse A. 38. 3836) 3 möblirte Zimmer, varterre sind zusammen oder getrennt zu ve,miethen bei '______________________ F. Jutzi. 3920) Eine geräumige Stube mit Bett zu oermiethen._________Wetzsteinsgosse 62. 3919) Etn möblirtes Zimmer zu ver- mtetben- Frankfurter Straße E. 3. 3788) ©er dritte Steck meines Hauses ist zu oermiethen und am 1. Oktober, auf Wunsch auch früher, zu beziehen., Dr. Ploch. 3457) DaS von Frau Mitprediger B elfer bewohnte Logis ist anderweitig zu oermiethen und alsbald beziehbar. I. H. Fuhr, Sonnenstraße 104. 3930) Etn tüchtiger Hufschmied rndet dauernde Arbeit bet _______Fran z Rauch in Dillenburg. Verloren. 3943) Auf dem Wege von der Aula durch die Sonnenstratze, über den Seltersweg bis in die Wtlhklmfiftraße wuroe am Dienstag Abend eine goldene Damenuhr an einem schwarzen Bande verloren. Der redliche Finder wird gebeten dieselbe gegen eine gute Belohnung bet Herrn Ferdinand Hail, Wtlhelmsstraße abzugeben. Vertrauen kann ein Kranker nur zu einer solchen Heilmethode haben, welche, wie vr. riro'S Naturheilmcthode, sich thatsäch- . .4 UH bewährt hat. Daß durch diese Methode lufltrft 'jV* günjlint, ja rtaanrnrrrtginit fitiltrfulgt erzielt tour» ■ -q ftn, beireiltn die 'n >em rtuli iUnP-ririr» Bucht: f c Dr. Airy’s Naturheilmethode 3989) Die Maniorde In meinem neuer bauten Hause in der Reichensand - Bahnhofstr. zu oermiethen und am 1. August zu beziehen. K Simon. 3971) 1 freundltches Ztmmerchen in der Nähe des Seltersd. Thores zu oermiethen. Näheres bet der Expedition.______________ 3969) Etn schönes Logis, aus 5—6 Ztm- mer nebst Zugehör bestehend, ist an eine ruhige Familie zu oermiethen und gleich beziehbar. Gartfeld A. Nr. 115z. -972) Der mittlere Stock in meinem neu erbauten Hause, bestehend aus 4 Zimmern, Küche, 2 Keller und sonstigem Zubehör, zu vermiethen und alsbald zu beztehen. Ferner zwei freundliche Mansardenzimmer mit oder ohne Möbel zu oermiethen. Näheres bei Ferd. Werner, ____________Schlossermeifter, Ludprigsstraße. 3979) Der sehr geräumige obere Stock meines Vorderhauses, ist zu vermiethen, und Mitte September, auch früher zu beziehen. ________Ph. S chlatter. 3102) Eine Wohnung im mittleren Stock von 4 Zimmer, Küche mit Zubihör, auch Bl.ichplatz; bezithbar Mitte August zu vermiethen. Bismarckstroße L. 170,". 2958) Der zweite Stock meines Hauses, 4 Zimmer, Küche, Keller, Wa'chküche u. s. w., sofort beziehbar zu vermiethen. ________I. Cb- Retter. »er Kindergarten wirb vom 1. Juli ab wieder in das Vorderhaus des Herrn Glaser Keck am Neuen- weg verlegt._____________________(3828 3751) Ein Cursuo in franz, und engl. Correspondenz und Convers. wird für junge Kaufleute eröffnet am 1. Juli er. Wo? sagt die Exped. d. Bltts.___________________ 326) Lumpen, Werg, Bierflaschen rc. kauft Louis Rothenberger, ________________Neuenweg.___________ 3886) E n zuverlässiges Dienstmädchen sür Küche und Hausarbeit gesucht. Näh. bet der Exped. d. Bltts. ®trantmortT‘(f>e Ne^etion: A @ r. «tetsL) >n Hteßeu. Kg. s,fartion»»Ut Krprditionsvv Das W den Umständen r folge ist indeß i' laufes des Krankl orthodoxer Seite für die Rettung wohnenden Deut| einen Ausruf erlfl eines neuen Pah Neben dem reitungen zu ter ausschlußlich in ! licht. Da außer schrittspartei ihre jocialdemokratisch« Zweifel, daß di Wünschen günstig finden fich denn Aufforderung de staatslreukn und obzuwarien. W< den Aussall der Folk angeordnet welchen der Wal Die Leiche nachdem zuvor ii wart dir englisch worden. ^nUn. nicht den Sönigsi^ hat, deutet daran rmd mit Preußen Sachsen feierte w'lche für die $ «in schönes Zeug Der deut verlängert wordei , 3" Kalisch^ hg Frohn leichna! Protestanten verh vrrschiedene Kaus Das mue von Fröre-Oiba fieoilbet. «n ®Qtlt 8rq Ma>Ich°li-Pkjfid, YuVPen einen p b»>e6felt^ lre‘d>m ,r f„.t SSJikÄ’ en S8ud> f. 1(1 sollte Sil, * utntoufd, b|8< x - *■> Jft I»,