"8 und t0, 'S6 don 2 i,j iT Himtnt. Sonntag end) von I'/, Uhr 'S MU teilt, wie dir- Thiere nach erie der ttrrs, btt r malerten feniän|t aus- en Mtin, ^agenbeck'ichtn atation und In icb das tztihlie el großarttsa Zum Schluß rksam aemachl, t interessant Ist. UogUchk» per Person. iibeek urfl- ch-A"sW" pigen, 8«*1 HIN Stoff-- i« x: 20 Lj 16 67 65 I 16 fr* 9 5 Ur. 22«. Samstag, den 28. September 1878. Kichener Wmeiger Amcige- mH Amtsblatt für bei ßrn, Gieße». «.ebattionibttreaut Gartenstraße B. 165. SrpebifionSburtaut Schulstraße B. 18. » im l jjuiiiuim nrrwiM ■ I ■ m Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Preis vierteljährlich 2 Mar? 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher H h ei 1. Bekanntmachung, die gesetzlichen Forderungen an Studirende aus dem Sommer-Semester 1878 betr. Die in diesem Sommer entstandenen gesetzlichen Forderungen an Studirende müssen bis zum 28. September d. I. mittelst specificirter Rechnungen zur Anzeige gebracht und längstens bis zum 16. November d. I. geltend gemacht werden, widrigenfalls dieselben den ihnen durch Art. 136 der Statuten zugewiesenen Vorzug verlieren. Gießen, den 24. August 1878. Großherzogliches Universitäts - Gericht. Notitisch * Aur allgemeinen politischen Lage. Die Gefahren, welche dem Weltfrieden aus der Entwicklung der Dinge auf der Balkanhalbinsel von Neuem zu erwachen drohten, haben sich im Laufe der letzten Zett erheblich verringert. Das von Oesterreich unternommene Paci- slcationswerk macht neuestens so bedeutende Fortschritte, daß es in der Herzegowina schon jetzt als in der Hauptsache beendet betrachtet werden kann und in Bosnien aller Voraussicht nach tu einigen Wochen vollendet sein wird. Die Pforte hat amtlich erklärt, daß nur die Macht der Verhältnisse sie bisher verhindert habe, die Bestimmungen des Berliner Friedens ihrem ganzen Umfange nach auszuführen, sie erkenne tndeß die von ihr übernommenen Verpflichtungen vollständig an und werde ihnen so bald als möglich nachkommen. Die zur Festsetzung der neuen Grenzen Montenegros und Serbiens eingesetzte internationale Commission hat schon ihre Arbeiten begonnen und die Abtretung der für die beiden Fürstenthümer bestimmten Dtstrtcte wird auf um so weniger Schwierigkeiten stoßen, je mehr sich die siegreiche österreichische Armee denselben nähert. Die rumänische Frage extsttrt nicht mehr, seitdem die Bukarester Regierung ihren Widerstand gegen die vom Congreß gebilligte Rückgabe Bessarabiens an Rußland aufgegeben hat. Die „Grenzbertchtigung" zu Gunsten Griechenlands wartet freilich noch immer vergebens auf eine ernstliche Angriffnahme. Da aber England die griechischen Ansprüche nicht mit freundlichem Auge ansieht, auch die übrigen Mächte keine Lust haben, die Ausführung ihrer Beschlüsse von der ' widerspenstigen Türkei mit Gewalt zu erzwingen, so wird diese Angelegenheit wohl bis auf Weiteres ruhen bleiben. Am bedeutsamsten für die Entwicklung ter Dinge aus der Balkanhalbtnsel ist die Thatsache, daß die Russen die drohende Stellung, welche sie bisher in der unmittelbaren Nähe der Hauptstadt inne batten, jetzt endlich aufgegeben und den Rückzug nach Adrtanopel angetreten haben. Läßt sich auch nicht erwarten, daß sie diesen wichtigen Punkt, an dessen Befestigung sie vielmehr arbeiten, bald verlassen werden, so ist und bleibt doch die Räumung St. Stefanows ein Act, durch welchen die augenblickliche Haltung Rußlands der Türket gegenüber als eine durchaus friedfertige gekennzeichnet und welcher den ebenso bedeutungsvollen Rückzug der englischen Flotte unzweifelhaft nach sich ziehen wird. Leider hat sich der politische Horizont gleichzeitig im fernen Mittelasien in bedenklicher Weise mit Wolken überzogen. Die von dem General Chamberlain geführte englische Gesandtschaft, welche sich nach Kabul begeben sollte, um den dortigen Emir den russischen Einflüssen zu entziehen und den englisch-indischen Interessen dienstbar zu machen, ist auf der Grenze von Truppen des Emirs an i der Weiterreise gehindert und dadurch zur Rückreise gezwungen worden. Eng- lischersetts empsindet man diese Handlungsweise des Emirs begreiflich als einen ! schweren Schimpf, der nicht ungeahndet bleiben dürfe. Wie es heißt, concentrirt I die indische Regierung schon eine bedeutende Truppenmacht an der Grenze, um die Züchtigung des anmaßenden kleinen Nachbarn zu vollziehen. Selbstverständlich macht man in England Rußland für die herausfordernde Haltung des Emirs verantwortlich, wird sich aber durch den Rückhalt, den derselbe an dem nordischen Kaiserreiche hat, um so weniger abhalten lassen, die Schritte zu thun, welche zum Schutz der indischen Grenzen erforderlich scheinen, als Rußland es amtlich in Abrede stellt, daß ein Bündniß zwischen ihm und Afghanistan bestehe. Ob es wegen Centralasiens zwischen England und Rußland zu Feindseligkeiten kommen wird, dürfte sich indeß erst im nächsten Frühjahr entscheiden. Bis dahin wird sich auch wohl in der Stellung der europäischen Mächte za einander Manches geklärt haben. Glücklicher Weise bestätigen die neuesten Rachrichten die für die Erhaltung des Weltfriedens entscheidendste Thatsache, laß das Dretkaiserverhältniß ungetrübt fortbesteht und die deutsche Regierung, welche zudem in den freundschaftlichsten Beziehungen zu Oesterreich steht, nach wie vor die stets zum Frieden und zur Versöhnung rathende Seele desselben bildet. Die vom Fürsten Bismarck lange vergeblich erstrebte, jetzt endlich bevorstehende Rückberufung des Grafen Beust von London, jenes enragirten Preußen- serndes, der seit jeher seinen Lebensberuf darin fand, Oesterreich vom Deutschen Reiche abzuziehen und eine Coalition gegen letzteres zu Stande zu bringen, ist ein Ereigniß, dessen Bedeutung nicht zu verkennen ist. Frankreich hat zwar, wie es scheint, nicht übel Lust, sich von England mit dem Anerbieten eines Pro- textorats über Tunis ködern zu lassen, aber die natürliche Rivalität beider er Hheit. Mächte auf dem Mittelmeer ist doch zu groß, als daß ersteres sich entschließen ollte, aus seiner bisherigen Zurückhaltung plötzlich herauszutreten. Italien endlich begreift, daß es in der Frage von Trient und gar Triest Oesterreich gegenüber mit Gewalt Nichts erreichen kann und denkt daher um so weniger daran, den Frieden zu stören, als es sich selbst von Frankreich und England in seinen maritimen Interessen bedroht fühlt. Unter diesen Umständen glauben wrr ohne allzu große Besorgniß in die Zukunft blicken zu dürfen. Keutfchland. Darmstadt, 24. Septbr. Das in AuLsicht gestellte Wegbaugesetz, dessen enorme Tragweite, aber auch Schwierigkeiten in keiner Weise unterschätzt werden darf, wird voraussichtlich die wichtigste Vorlage werden, die den neuen Landtag zu beschäftigen hat. Durch verschiedene Verhältnisse ist der Straßenbau in unserem Lande schon seit längeren Jahren fast vollständig in's Stocken gerathen und es wird von keiner Seite in Abrede gestellt werden wollen, daß in Folge dessen in verschiedenen Landestheilen Zustände geschaffen werden, die nicht mehr fortdauern können. Die Entwickelung des Eisenbahnverkehrs und der Ausbau unseres Eisenbahnnetzes hat vielfach die frühere Bedeutung einzelner Straßen verändert, ja manche ehedem belebte Staatsstraßen sind verödet und früher wenig srequenttrte Vtcinalwege, die fortwährend von den betr. Gemeinden unterhalten werden müssen, sind jetzt zu den am stärksten frequentirten Straßen unseres Landes zu zählen, dienen vorwiegend dem großen Verkehr, so daß hier eine Ausscheidung gemacht und mit den jetzt gegebenen Factoren gerechnet werden muß. Berlin. Vielfach verlautet, daß der Contre-Admiral Werner, welcher sein Abschiedsgesuch beim Kaiser bereits etngereicht haben soll, sich demnächst auf einige Zeit nach Wiesbaden begeben wird. Man erfährt jetzt, daß der Chef der Admiralität, General v. Stosch, bei seiner Anwesenheit in Kiel vor 8 Tagen dem Contre-Admiral Werner in deutlicher Weise zu verstehen gegeben, daß er die von Werner entwickelte literarische Thätigkeit mißbillige, zugleich mit der Andeutung, daß er dem Contre-Admiral Werner auch die Autorschaft an dem bekannten Artikel der „Deutschen Revue" zuschriebe. In seemännischen Kreisen wird indessen auf das Entschiedenste in Abrede gestellt, daß Werner jenen Artikel geschrieben oder auch irgend welches Material Jemandem dazu geliefert habe. Der allerhöchsten Entscheidung über das Demissionsgesuch Wer- ner's wird mit großer Spannung entgegengesehen. Die „Kieler Ztg." bemerkt: „Der Artikel der „Deutschen Revue" ist einem Juniusbrief ähnlich geworden. Alle Welt zerbricht sich den Kopf über den Verfasser, und alle Welt ist auf ganz falscher Fähre. Ist denn der Name des Verfassers die Hauptsache? Nein, die Hauptsache ist, daß er die Wahrheit gesagt hat. Und wie es damit steht, kann man ja sehr leicht erfahren. Man sagt uns, weder Werner, noch Heldt, noch Jachmann haben den Artikel der „Revue" geschrieben und wir glauben das. Doch worauf es ankommt, das sagen wir hiermit: Diese drei alten Admirale, die seeerfahrensten, welche wir jemals gehabt haben, sie hätten den Artikel der „Revue" schreiben können, Punkt für Punkt, Satz für Satz. Das ist unsere Behauptung. Und glaubt man wirklich, es seien nur die „Alten", welche nichts Anderes haben, als den einen nie endenden Schmerz, feiern zu müssen? Es sind ganz subjective Meinungen, welche wir hier aussprechen, aber es ist unsere feste Ueberzeugung, daß der Admiralitätsrath sich materiell genau so aussprechen würde, als es der anonyme Verfasser in der „Deutschen Revue" gethan bat. Berlin, 25. Septbr. In einem Leitartikel mit der Ueberschrist: „Die Wiederkehr des Kaisers in die Mitte seines Volkes", feiert die „Prov.-Corr." das erstmalige Wiedererscheinen Sr. Maj. des Kaisers inmitten seines Heeres und Volkes, von welchen Hochderselbe den Ausdruck tiefer Verehrung und lebendiger Begeisterung unmittelbar entgegennebmen konnte. — Die Correspondenz bestätigt ferner, daß Ihre Majestäten sich am Sonnabend nach Baden-Baden begeben, um am Montag daselbst mit dem kronprinzlichen Paar und der Großh. Badischen Familie das Geburtsfest der Kaiserin zu begehen. Bezüglich des Fürsten Bismarck meldet die Correspondenz, daß derselbe Ende der Woche nach Berlin zurückzukehren gedenke. — Hinsichtlich der Bera- thungen der Reichstags-Commission für das Socialistengesetz äußert dasselbe Bern, 25. Septbr. drei Pulverkisten explodtrt. bewältigenden Schwierigkeiten erleichtern könnte. Berlin, 26. September. Der „Reichsanzeiger" publtcirt einen au- Kassel vom 22. d. datirten katserl. Gnadenerlaß; laut demselben wird bezüglich aller ans Elsaß-Lothringen stammenden Wehrpflichtigen, welche sich als beurlaubte Recruten der Einstellung in ihren Truppentheil durch die Flucht entzogen haben, wenn sie sich bis Neujahr 1879 zur Erfüllung der actioen Dienstpflicht freu Schweiz. Gestern sind im Gotthard-Tunnel an der Südseite Die Zahl der Verunglückten ist noch unbekannt. Atalien. Der Papst erließ ein Schreiben an den Staats- Wien, 26. Septbr. Meldungen der „Polit. Corr." Konstantinopel, 26. d. Gerüchtweise verlautet, wegen des Widerstrebens des Sultans gegen den englischen Reformplan für Kleinasien sei zwischen Layard und dem Sultan em Zerwürfniß eingelreten. Die russische Armee concentrirt stch nach ihren Abmarsch von Tharday und Rodosto vollständig um Adrianopel. Türkische Brigaden rücken von Boulair aus successioe in die von den Ruffen verlaffenen Stellungen. — Bukarest. 26. d. Die Anerkennung des vom Fürsten ange> nommenen Titels „Königliche Hoheit" ist seitens Oesterreichs, Italiens und Englands in schmeichelhaftester Weise erfolgt. Von Frankreich, Deutschland und Rußland war auf die betreffende amtliche Notification bis gestern noch keine Antwort eingegangen. — Die rumänische Regierung erhält die befrte. digendsten Nachrichten über die Stimmung der Bevölkerung der Dobrudscha hinsichtlich der event. Besitzergreifung seitens Rumäniens. Von Widerstand der bulgarischen und mohamedanischen Bewohner ist keine Rede mehr; die auf diese berechneten Aufreizungsversuche blieben erfolglos. Berlin, 26. Septbr. Dem Vernehmen nacb hat Se. Maj. der Kaiser in Beantwortung der vom Reichstag durch deffen Präsidium an Hochdenselben gerichteten Adresse ein Dankschreiben an das Präsidium ergehen lassen. Wien, 26. September. Das „Fremdenblatt" ist der Ansicht, daß du Besetzung aller militärisch wichtigen Punkte des Occupationsgebietes in 8 bi! 10 Tagen durchgeführt sein wird und betont sodann, daß es den berufenen Factoren sehr fern liege, auf halbem Wege stehen zu bleiben oder gar das begonnene Werk rückgängig zu machen. Die bisherigen Opfer sind größer und schwerer als dies in den Tagen des Berliner Congreffes erwartet werden konnte. Der Regierung erwachse daher die Pflicht, die Pacification in einer Weise durchzuführen, daß sie unserer Monarchie zu dauerndem Segen^geretche. Dazu sei eine Auseinandersetzung mit der Pforte über die rechtliche Stellung^des er« oberten Landes wünschenswerth. Die ehemaligen Unterthanen des Sultant würden sich um so bereitwilliger der neuen Ordnung fügen, je vollständiger das Verhältniß zu ihrem früheren Landesherrn auch nach rechtlicher Sette hin geklärt werde. Die gebrachten Opfer seien zu kostbar und die noch zu überwindenden Schwierigkeiten zu groß, als daß die Regierung aus die Mitwirkung auch nur eines Factors verzichten könnte, der die Urberwindung der noch zu Organ: Auch die Commissions-Mehrheit, welche das Gesetz wesentlich auf den von der Regierung in Aussicht genommenen Grundlagen zu Stande zu bringen entschloffen sei, spalte sich vielfach bezüglich der Faffung des Entwurfs im Einzelnen. Namentlich sei ein Theil der National-Liberalen bestrebt, Bürgschaften gegen etwaige mißbräuchliche Auslegung und Ausdehnung des Gesetzes durch einschränkende Bestimmungen zu gewinnen, in welchen aber die Regierung und die Conservativen eine theilweise Gefährdung der unmittelbaren Wirksamkeit deö Gesetzes erblickten. Die zweite Lesung in der Commission werde Gelegenheit bieten, in einzelnen wichtigen Beziehungen die vorläufig gefaßten Beschlüffe einer erneuten eingehenden Erwägung zu unterziehen. Eine volle Verständigung schon in der Commission sei dringend wünschenswerth. Die Hoffnung auf Verständigung scheine noch begründet. Von dem Gelingen hänge der innere Friede, die gesammte wettere Entwickelung unserer öffentlichen Zustände, die Möglichkeit neuen Auflebens des öffentlichen Vertrauens und damit des so lange ersehnten neuen Aufschwunges von Handel und Wandel ab. Coblenz, 24. Septbr. Der Kaiser, die Kaiserin und der Kronprinz sind heute Abend kurz vor 9 Uhr hier eingetroffen. Auf allen Stationen, durch welche der kaiserliche Zug fuhr, hatten sich die Schulen und die Vereine mit Musik zur Begrüßung aufgestellt. Die Städte Weilburg, Limburg, Nassau, Ems und Oberlahnstetn waren festlich beleuchtet. Auf der hiesigen Rheinbrücke bildeten der Kriegerveretn, die Gilden, Turner, Schützen, die Feuerwehr und der Gesellenveretn mit Fackeln und Lampions Spalier und begrüßten Ihre Majestäten mit den Klängen der Nationalhymne und der „Wacht am Rhein." Alle Straßen der Stadt waren festlich beleuchtet. ÄÄt «ri, 1 qienietl Sfe k bt,‘ 1 iUhti StrSron»11' 21 -SH . jub i?» und - w.« fifer '"Sw ggfcss frA '°Aa-Waare v Ms Ks Sg N lotbert ßr UentlicheAl 5842) Jacob Ku Mn zuletzt in Geme iaib Schneider gierbrauerei betrüb l. März 1875 gesto Etlichen Erben haben intet der Rechtswo! :ht8 angetreten. Alle diejenigen, tr >en wahrscheinlich ü! des Jacob ffn meinen, werden aufai t innen 14 Tagen bei d Gericht anzumeiden, a lei der Auseinandeffes ichtigt werden lönnte, Gießen, den 21. S Großh. Landger Erdmann, $ Landrichter. ! Bbkchksfischk d W) Mit btm 15. rnm die directen Fracht! im Verkehr der ( " X Romrod und Eh 'd der Station Brett ^nichcn Bahn, sowie d der Badischen ! Kraft. Nm, ben 25. Sepie Trotzherzoaliche n, I. V.: —- NUdgeti , ^rtverftei ben 1. Oct, ..« ?on Morxiens ! .^^inbeof 1 bin 25. Nom, 25. Septbr. secretär Cardinal Nina, welches das Programm für das Verhalten des heil. Stuhles enthält. Das Schreiben erinnert unter Ausdrücken des Schmerzes an das Ableben des Cardinals Franchi und lobt sodann die geschäftliche Geschicklichkeit, Festigkeit und den Geist Nina's, an welchen sich der Papst wende, indem er ihn mit seinen Anschauungen bekannt mache. Der Papst sagt weiter: Alsbald nach seiner Erhebung auf den päpstlichen Stuhl habe er eine Encyklika an alle Bischöfe gerichtet, in welcher er die gegenwärtige in dec Gesellschaft herrschende Verwirrung beklagte und das Wohloerhalten der Kirche heroorhob, _ . . , _ * , « - . - , ■ • „ . die auch heute noch alle Kraft besitze, um den moralischen Uebeln der Gesell- willig stellen, jede strafrechtliche Verfolgung wegen Fahnenflucht eingestellt und schäft entgegenzuwirken. Von diesen Gefühlen geleitet, habe sich der Papst an die etwa bereits erkannte aber noch nicht eingezozene Geldstrafe unter Nieder, die Oberhäupter der Nationen und selbst an diejenigen derselben gewendet, die schlagung rückständiger Kosten erlassen. , nicht durch die Bande der katholischen Religion mit ihm verknüpft seien und sie 261 Sepbr. Feldmarschall Graf Moltke hat sich beim Mano eingeladen, ihre mächtige Unterstützung der Kirche nicht zu versagen. Ec habe oer eine Erkältung zugezogen, in Folge deffen er in seinem Quart.er, der Villa sich daher auch an den mächtigen Kaiser dec erhabenen deutschen Nation ge- Hensch< zuruckbleiben^mußte. , .... wendet, die wegen der den Katholiken geschaffenen schwierigen Lage die ganz Berlin, 26. Lreptbr. Die hiesige ^tadtverordnetei^Versammlung wählte besondere Fürsorge des heil. Stuhles erheische. mit 85 gegen 8 Tttmmen den Reichstags-Präsidenten v. Forckenbeck. seither,gm Dieser einzig in dem Wunsch- unternommene Schritt, Deutschland wieder Oberbürgermeister von Breslau, zum Oberbürgermeister von Berlin. den religiösen Frieden zu geben, fand günstige Aufnahme Seitens des Kaisers -Die Kronprinzessin begibt sich morgen Nachmittag über Koburg m und hatte das erfreuliche Ergebmß, daß freundschaftliche Unterhandlungen ein- Darmstadt nach Baden-Baden, um an der Geburtstagsfeier Ihrer Majestät geleitet wurden, bet welchen es nicht unsere Absicht war, einen Waffenstillstand, der Kaiserin theilzunehmen. sondern einen wahren, soliden und dauerhaften Frieden zu erlangen. Die Wien, 26. Septbr. Eine Deputation des russischen Lubow scheu Husa« Wichtigkeit dieses Zieles, von der hohen Weisheit derjenigen, welche die Ge- renregiments ist in Wien ringetcoffen, um dem Erzherzog Karl Wrotg 4mn schicke des Reiches in ihren Händen halten, richtig erwogen, wird dieselben, wie 25jährigen Jubiläum als Ches des Regiments die Glückwünsche des Kaiser- wir vertrauen, dahin führen, uns die Freundeshand zu reichen, um daffelbe zu Alexander, der kaiserlichen Familie und des Reg ments zu uberbrmgen. erlangen. Die Kirche würde ohne Zweifel glücklich sein, den Frieden in Deutsch- , - Offic^ll. Eine Deputation aus Zwornik erschien am 25. d. tn Dolm. land wieder hergestellt zu sehen, aber auch das Reich würde glücklich fein, daß Tuzla oor g.^ß. em, um bie Unter^^^ es, nachdem die Gemüther beruhigt wären, in den Söhnen der katholischen und die Bitte auszusprechen, daß bie Stadt durch kaiserliche Truppen beseht Kirche wie ehedem seine treuesten und hochherzigsten Unterthanen finden würde, werden möge. An demselben Tage wurde daraus, wie früher bereits bestimmt, Unsere Aufmerksamkeit ist auch auf den Orient gerichtet, wo sich Ereigntffe vor- der Marsch nach Zwornik angetreten. Deputationen aus Petrovac, bereiten, die für die Kirche vielleicht von höherem Jntereffe sein können, und Vakuf und Bjelai erklärten ebenfalls die Unterwerfung der von ihnen terhu der heil. Stuhl wird alle Anstrengungen machen, um die Jntereffen der Kirche tenen Bevölkerung und deren Bereitwilligkeit zur Ablieferung der Waffen. D-e zu fördern. Entwaffnung von Rogatica ist durchgeführt; man hat daselbst eine große Au- Es ist demnach unser Zweck, die wohithättge Action der Kirche und des i»hl Gewehre und viel Munition vorgefunden. Papstthums auf die gesammte gegenwärtige Gesellschaft zu erstrecken. Ueber- London, 26. Septbr. Die meisten Journale befürworten em dies werde Nina seine ernste Aufmerksamkeit der schwierigen Lage zuwendenVorgehen gegen Afganistan und erachten eine bloße militärische Dem^ muffen, welche dem Papste in Italien und Rom infolge der Beraubung seiner stration für unzulänglich. Die „Times" empfiehlt, einige wichtige Punkt Asgba- weltlichen Macht geschaffen wurde. Der Papst wolle sich nicht dabet aufhalten, nistans vor Eintritt des Winters zu besetzen. von den Rechten des päpstlichen Stuhles, noch von der Beunruhigung der Köln, 26. Septbr., Abends. Ihre Majestät der Kaiser und die Kair- Katholiken zu sprechen, die ihren Vater ohne wahre Freiheit, ohne wirkliche rin trafen mittelst Sonderzuges heute Mittag 12 Uhr unter Kanonendonm Unabhängigkeit sehen. Aber er könne nicht umhin, zu bemerken, daß, während und Glockengeläute hier ein und begaben sich alsbald durch die prachtvoll die geistliche Macht der weitesten Freiheit bedürfe, dieselbe unter den gegenwär- schmückten Straßen nach dem Heumarkt, wo die Enthüllung des Denkmals tigen Verhältnissen gerade im Gegentheil in einer Weise gehindert sei, daß die Königs Wilhelm III. stattfinden sollte. Die Feier wurde mit einem Chonl Regierung der allgemeinen Kirche sehr schwierig werde. Der Papst erinnert eingeleitet, woran sich das Festlied des Kölner Männergesangvereins anschlcz diesbezüglich an die Klagen seines Vorgängers wegen Aufhebung der religiösen Hierauf hielt Oberbürgermeister Becker eine Ansprache, worauf der Kaiser Fc!- Corporationen, wegen der Recrutirung der Kleriker, Errichtung häretischer gendes antwortete: Wir sind hier zu einer ebenso wahren als vielfachen Dcu- Schulen in Rom und wegen des glaubenslosen Unterrichts. Der Papst beklagt kesfeier versammelt. Zunächst gebührt unser Dank der Vorsehung, die nab sich sodann über das Exequatur der Regierung für die bischöflichen Ernennun- blutigen Siegen die Rheinlande in ihrer jetzigen Ausdehnung dem Sceptn gen, über ihre Weigerung, einige Bischöfe anzuerkennen, wie über die langen König Friedrich Wilhelm III. zusührte, womit Preußen die Aufgabe zufil Formalitäten, die zu ihrer Anerkennung nothwendig seien. Der Papst spricht mit seiner Macht die Wacht am Rhein zu halten, und diese Aufgabe HN das königliche Patronatsrecht denjenigen ab, welche gegen die Kirche sind, und Preußen in Verbindung mit dem gesammten Deutschland glorreich erfü-t schließt mit der Erklärung, daß er unter diesen beklagenswerthen Umständen die Ich bin gekommen, um der Rheinprovinz persönlich Meine dankbare An^ Pflichten seines apostolischen Amtes nicht verkenne. fennung dafür zu zollen, daß sie Meinem Vater dieses Denkmal errichtet da - ■ -gg=B - ---------- — --------- Dank für die Segnungen des Friedens, mit welchem Er ein Vterteljahrhundrr: Telegraphische Depeschen. hindurch über diesem schönen Lande gewaltet. Daß Ich kommen konnte, vcr T8«guer's telegr. stattung der Einrückungsgebühren abzuholen ______Bei wem? sagt die Exped. d. Bl. 5832) Gefunden ein Sack Weizen; abzuholen gegen Erstattung der Joseratge- dühren bet G^oßh. Büraerrn^steret Whskck. 5828) Ein Gymnasiast erhält Kost und Logis. Näheres bei d. Exped d. Bl. 5827) Unfern lieben Ehrenmitgliedern hiermit die Mittheilung, daß sich unser Unterhaltungs-Dokal seit dem 21. d. Mts. bet Herrn Felde!, Restaur. Pöschel, befindet. o«■■■■ Vertrauen kann ein Kranker] nur zu einer solchen Heilmethode haben, welche, I wie Dr. Lir»'« Naturhellmethode, sich thatsLch« ■ Ä Uch bewährt hat. Daß durch diese Methode flaßtrfl ■ B glluglqe, ja flaaenurngtn6t Teilerfolge erzielt wur« ■ ■ den, beweisen die in dem reich illogririeu Buche: > -0r. Airy’s Naturheilmethode» S abgedruckten zahlreichen Lriginal-Attefte, lautB B welchen selbst sotche Kranke noch cheiloag fanden, B ■ füt die Hilfe nicht mehr möglich schien. 68 darf B ■ daher jeder Krank« sich dieser bewährten Methode ■ Ium so mehr orrtnaeniDoU jomeabtn, als die Lei- W ■ tung der Kur auf Wunsch durch dafür angestelli« ■ ■ praktische Aerzte greliS erfolgt. Näheres darüber B A findet man in dem vorzüglichen, 544 Seiten B W starken Werke: Dr. Hirt) 5 Naturheilmetbode.B ■ 100. «uff , Iads!-«usgabe, Preis 1 Mark, B W Leipzig, Bichter's Verlags,Anstalt, welche das B ■ Such auf Wunsch gegen Einsendung von 10 Brief» B marken » 10 Pf. direct franco versendet. 3243 Köln-Gießener Bahn. Abfahrten von Gieße« nach: Deutz 6«, 12, 4*3. Dillenburg 6*$, 12, 4*3, S». (M Stegen 6*s, 12. n, , Wetzlar 6*5, 835, 955, 12, 4*3 7, 9». 5775) Geschütteltes unb gebrochene« Obst kauft zum höchsten Preis Obsthändler Buch, Neustadt Nr. 54. Feines Tafel Obst wird billig frei ins Haus geliefert._______________ 5819) Ich juche einen lüchtigen Scribenten. Dr. Ditt mar, Hofgerichtsadvocat. 5792) Ein zuverlässiges Dienstmädchen wird gesucht von _____________Frau I. Roth, Gartfeld. 5816) Ein Mädchen im Nähen und Ausbesiern geübt, wünscht noch einige Tage in der Woche besetzt zu haben. Näheres in der Exped. b. Bl. 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