r srr. 199. Mittwoch, den 28. August 1878. % in «reu, ichs. ^elmstroßx 19. ZMCaffe," rt Mädchen für Bit Kretzener 'Anzeiger AWgk- mL NtsMatt str tea Kreis GM. Redaetio«»d«rem»r Sartenstraße B. 165. GxpedittonSd«rea«> Schulstrahe B. 18. Erscheint ILgttch mit Ausnahme bet Montag». Preis viertchLhrttch 2 Mark 20 Pf. mit vrmgerlohx. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Pf. Amtlicher Th eil. Nr. 26 des ReichS-GesetzblattS, ausgegeben den 26. v. M., enthält: (Nr. 1262.) Erlaß, betreffend Abänderungen und Ergänzungen der Instruction vom 2. September 1875 zur Ausführung des Gesetzes vom 13. Februar 1875 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden. Vom 11. Juli 1878. Nr. 27 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 10. l. M., enthält: (Nr. 1263.) Gesetz, betreffend die Revision des Servistartfs und der Klaffeneintheilung der Orte. Vom 3. August 1878. Nr. 28 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 8. l. M., enthält: (Nr. 1264.) Verordnung, betreffend die Einberufung des Bundesraths. Vom 5. August 1878. Nr. 29 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 12. l. M., enthält: (Nr. 1265.) Verordnung, betreffend die Einberufung des Reichstags. Vom 9. August 1878. Nr. 30 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 24. l. M., enthält: (Nr. 1266.) Auslieferungsvertrag zwischen Deutschland und Brasilien. Vom 17. September 1877. Gießen, am 26. August 1878. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. ... ... ....... Prof. Birnbaum, rlmg nrcnfabrik unter seht gen gesucht, Nähens ______(M -Werg, Mtsfiug, chen kauft rger, Neuenweg 193. Neuhof bet Langens n Gartenarbeiten n- Schuchard. n häuslichen Metten chen wirb gesucht. der Exped. d. M. ellner, serviren kann, Mo erfragen in der 6$ptb. (5091 >e8 Dienstwadchen auf Anlage LIt. C. Nr. *>. er, Stiefeln, Hemdes, es gesetztes Gold M Roßhaar, Möbeln M Rothenberger, ieuenweg 193. )ächselhündinmltB' , am Halse einefitbe abhanden gekoniiins- eT oder Demjenissv . hjesklbe geben km i der Wed. d. Bl- rselben^irdIwano^ hhausuhr am 26. Aff f* -Wige. c>uni d. I. verfchied ^Herzschläge nicn Adrian aeb. von Atme ”W23.W18" ;tW Urkilisch Deutschland. Darmstadt, 26. August. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: Am 6. August den Univerfitäts-Gerichtsactuar an der Landes-Universität, Karl Schmitt, zum UniversitätS-Rentamtmann an der Landes-Universität zu ernennen. Berlin, 23. August. Pikant und von Jntercffe ist es jedenfalls, daß die russische Regierung eine der ersten — ich glaube sogar — die allererste war, die von dem neuen Socialtsten-Gesetzentwurf eins der ersten Exemplare sich von hier „zum Studium" übermitteln ließ. — Eine der schwersten Arbeiten des neuen Reichstages dürften die Wahlprüfungen sein. Denn täglich mehrt sch das Material über Wahlbeeinfluffungen, unter denen sich ganz eigenthüm- Iche Fälle finden. So wird u. A. eines der neugewählten Reichstagsmitglteder, dos eine hohe amtliche Stellung einnimmt, beschuldigt, bet Vtsitattonsretsen in amtlicher Eigenschaft Wahlreden gehalten zu haben; aber nicht etwa als Reichs- tags-Candidat, sondern als Amtsperson. (Fr. Journ.) Berlin, 24. August. Die Berathungen des Socialisten-Gesetzes im Justizausschuß des Bundesrathes gleichen durchaus den Discussionen in Reichs- logs'Commissionen, worin die verschiedensten Ansichten auf einander platzen. Im Ausschuß sitzen unversöhnliche Gegner und unbedingte Vertheioiger der Vorlage; zwischen beiden stehen Andere, die theils eine Milderung , thetls eine Verschärfung einzelner Bestimmungen erstreben. Das Reichsamt ist ein Stein des Anstoßes für Viele. Andererseits wird mit viel Geschick und Schärfe die Nothwendtgkeit der Besiegung außergewöhnlichen Nothstandes durch außergwöhnltche Mittel betont und dem Verfaffer des Entwurfs, als welcher der Minister des Innern, Graf Eulenburg, betrachtet wird, die Anerkennung in logischer Energie ein streng einheitliches Werk geschaffen zu- haben, nicht versagt. Diese Einheitlichkeit ist schwer zu durchbrechen, und in ihr liegt die sicherste Gewähr dafür, daß schließlich die Vorlage den Ausschuß unverändert (?) passirt. Im Vereine mit dem Präsidenten des Reichsjusttzamts dürfte dem Grafen Eulenburg hauptsächlich die Vertretung der Vorlage im Reichstage zufallen. Das persönliche Eingreifen des Fürsten Bismarck in diese Debatte, dem man mit Sicherheit entgegensieht, dürfte sich doch nur auf die in Betracht kommenden allgemein politischen Gesichtspunkte beschränken. Mit Spannung sieht man auch dem ersten Auftreten des Grafen Stolberg entgegen. Es gilt jetzt alS wahrscheinlich, daß Graf Stolberg die Eröffnung der Retchstags^ession vollziehen werde, da der Reichskanzler voraussichtlich erst gegen Mitte September in Berlin eintreffen wird. Der Gesammt-Stellvertreter des Reichskanzlers und Vtcepräsident des Staatsmtnisteriums wird nunmehr auch die Leitung der politischen Geschäfte in die Hand nehmen und voraussichtlich für's Nächste Berlin, wohin er heute aus Norderney zurückkehrte, nicht wieder verlasien. — Die Unruhen in Harburg beschäftigen die Regierung sehr eingehend. Der ganze Vorgang, welcher auf ein Bündntß der Welfen mit den Socialdemokraten zurückzuführen ist, hat in Regierungskreisen einen sehr deprimirenden Eindruck gemacht, und cs liegt auf der Hand, daß man sich die Gelegenheit nicht wird entgehen laffen, bei den Verhandlungen über den Welfenfonds, die im Landtage unausbleiblich find, daraus Capital zu schlagen. Der Minister des Innern hat direkten Bericht eingefordert, und es steht die strengste Bestrafung der Schuldigen zu erwarten. Man vermuthet, daß die Untersuchung erneuten Anhalt für das Vorhandensein einer welfischen Agitation bieten möchte, welche, wie bekannt, von der Welfenpartei und ihren Freunden so energisch in Lbräe gestellt wird. — Der „Hamb. Corresp." enthält ein Telegramm aus Kiel, wonach in gut unterrichteten Marinekreisen verlauten soll, daß es neuerdings fraglich geworden sei, ob Anklage gegen die bei der Affaire des „Großer. Kurfürsten" bttheiltgte« Ofßeierr «Hobe« «d eiv Kriegsgericht berufen werde. Die In- er Hheil. struction, kurze Distanz zu halten, soll angeblich von dem Chef der Admiraütä selbst ertheilt worden sein. — Man erfährt nun bereits aus Petersburg, daß der Mord des Generals Mesenzow nicht unerwartet gekommen sei. Drei Tage vor seiner Ermordung hatte er einen Brief erhalten, worin ihm sein Schicksal im Voraus angezeigt wurde. Er war übrigens nicht der Einzige, gegen den sich die geheime Vehme in dieser Weise gewandt hat. Man will in Petersburg wiffen, daß andece hervorragende Personen schon früher in solcher Weise gewarnt worden seien, und man nennt darunter Namen, wie den des. Unterrichtsmtnisters Tolstoi, des früheren Justizministers Pahlen u. A. Die Mörder sind noch nicht entdeckt. Die Nachforschungen sollen indeß die Hoffnung gewähren, ihnen auf die Spur zu kommen. Die Section der Leiche des Ermordeten hat ergeben, daß der Dolchstoß mit außerordentlicher Gewalt geführt ist. Der Dolch ist durch zwei Tuchlagen des Mantels, durch ebenso viel Lagen des Rockes, durch die Weste und die Wäsche so gewaltig in den Körper gedrungen, daß man bequem zwei Finger in die Wunde stecken konnte. Der „Telegraph" theilt mit, daß die mit dem feurigen Rappen bespannte Droschke, sobald sie an die Tscherny- schewbrücke gelangt war, von ihren beiden Jnsaffen verlaßen wurde und alsdann, nur vom Kutscher besetzt, Wetter davon eilte. Wie in russischen Kreisen in Paris erzählt wird, vermuthet man, daß die Ermordung eher das Werk einer Privatrache als politischer Fanatismus ist. Die Mörder, welche offenbar den vornehmen Ständen angehören, so nimmt man an, haben im Auftrage einer Dame gehandelt, welche sich von der Polizei tödtltch beleidigt glaubt. Berlin, 25. August. Wie ein Berichterstatter der „Nat.-Ztg." hört, ist in letzter Stunde noch von der bereits bestimmten Hinrichtung Thürolfis Abstand genommen worden, da sich in Betreff des Sabatzky'schen Mordes noch ein Zeuge gemeldet haben soll, der gravirende Thatsachen gegen Thürolf zur Sprache bringen will. Gumbinnen, 21. August. Der „Bürger- und B.-Fr." veröffentlicht eine Reihe von Schriftstücken, durch welche der Beweis geführt wird, daß die geheime Wahl in vielen Bezirken des Gumbtnner Wahlkreises vollkommen illusorisch gemacht war. Zur Charaktertsirung aller übrigen gehöre das erste Schriftstück: Unter Anführung von Zeugen erklärt Oeconom Otto Helmdach von Lenkeitschen wörtlich : „Als wir am 30. Juli beim Beginn der Wahl das Wahlloca! betreten hatten, gab mein Bruder, der Gutsbesitzer Julius Helmdach von Lenkeitschen, den ersten Wahlzettel ab. Der Wahlvorsteher Naujoks öffnete denselben, las den darauf verzeichneten Namen, faltete ihn wieder zusammen und legte ihn erst dann in die Wahlurne. Mein Bruder verwies ihm dieses Verfahren als unzulässig, trotzdem wiederholte Naujoks dasselbe noch mehrmals bei allen Zetteln unserer Bekannten, von denen er ver- muthete, daß sie den Namen des Candidaten, von Saucken, enthielten. Auf wiederholte Proteste dagegen sagte er zu dem Wahlbeisitzer, Besitzer Motzkus aus Jeffen: „Der Herr Landrath habe ihn dazu ermächtigt" [11). Er Höne erst mit dem Oeffnen der Zettel auf, als der Ortsschulze Karwelies aus Jeffen es ihm auf das Ernstlichfte verwies. Als er meinen eigenen Zettel öffnete, dauerte es so lange, daß es dem Protokollführer Lehrer Riel zu langweilig wurde und dieser den Naujoks fragte: Naujoks, riecht es nach Saucken? worauf Naujoks antwortete: ja, er hat auch einen." München, 25. August. Mit Genehmigung des Königs findet im nächsten Jahre eine internationale Kunstausstellung in München statt, die sich alle 4 Jahre wiederholen soll; der König hat das Protectorat derselben übernommen. Detmold, 15. August. Der „Elberf. Ztg." schreibt man: Während des gestrigen schweren Gewitters, das von Süden her über unsere Stadt zog, hat ein Blitzstrahl das Hermannsdenkmal getroffen. Der Blitz fuhr am Blitzableiter herunter, ohne irgend erheblichen Schaden anzurichten. Nur etwas Kalk wurde von der Wand herabgertßen. Zwei Männer, die vor dem Regen unten in der Halle Schutz gefunden hatten, wurden, als der Blitzstrahl Hernie» derfuhr, von dem Luftdrucke an die Wand geschleudert, ohne jedoch verletzt zu werden. Harburg, 21. August. Von den Bei dem Tumulte hier am vorigen Sonnabend Verwundeten sind noch zwei gestorben, so daß die Zahl der Ge- tobteten bis jetzt vier beträgt. Ein Theil der Verhafteten ist nach Lüneburg abgeführt worden. Harburg, 23. August. Ueber den Kravall der vereinigten Welfen und Socialdemokraten am Sonnabend verübt, bringen die „Harburger Nachrichten" vom 19. D. noch folgende Mitteilungen: Nachdem gestern Abend noch einige Verhaftungen von Leuten, die sich Widersetzlichkeiten gegen Polizeibeamte und Soldaten hatten zu Schulden kommen lasten, vorgefallen, hat die Stadt heute chr ruhiges Ansehen wieder gewonnen, und ist die verstärkte Wache, welche im Stadthause eingerichtet war, heute Mittag aufgehoben worden. Der Graf Grote, welcher seit gestern hier in Harburg ist, soll bei dem Vertreter der Kronanwaltschaft Schritte gethan haben, um die verhafteten Welfenführer Bre mann und Moritz gegen Caution auf freien Fuß zu setzen. Soviel uns bekannt, gehört Moritz, der nach Aussage von Zeugen vor dem Hause der „Harb. Nachr." zuerst mit Steinen geworfen haben soll, zu denjenigen Mit- glredern der Welfenpartei, welche vor etwa V/2 Jahren von dem verstorbenen König Georg mit Orden bedacht wurden. Betreffs des Scandals vor genannter Officin ist noch htnzuzufügen, daß das Militär die erste Salve in die Llfft gegeben und erst, als hierauf ein Steinhagel als Antwort erfolgte, scharf ge- jchosten hat. Die Socialdemokraten in Hamburg haben für den Fall, daß die Unruhen sich gestern wiederholen sollten, wegen eines Extrazuges verhandelt, um eventuell ihren hiesigen Gesinnungsgenosten mit 500 Mann zur Hülfe zu kommen. (Letztere Nachricht wird auch der „Post" aus Lüneburg bestätigt. Danach sollen, als sich die Kunde von den Unruhen in Hamburg und Altona verbreitete, Tausende von Socialisten sich auf den Hamburger Bahnhof begeben und einen Extrazug verlangt haben, einem Verlangen, dem nicht entsprochen wurde. In Celle stand noch am 20. d. ein Extrazug bereit, um nöthigenfalls Truppen nach Harburg zu befördern). Hesterreich. Wien. Einer Mittheilung des „Standard" zufolge sollen mehrere Compagnien in der Szapary'schen Division, welche mit 240 Mann ausgerückt tonen, nur noch 80 Mann stark sein. Die Zahl der bei Doboj befindlichen Aufständischen soll täglich wachsen, aber auch die Szapary'sche Division soll bedeutende Verstärkungen erhalten haben. Der Fanatismus der Mohamevaner soll seit Niederbrennung von Tuzla und Gracantca aufs Aeußerste erregt sein, so daß selbst Weiber und Kinder sich an den Kämpfen betheiligten. Die gleiche Nachricht wird auch von österreichischen Berichterstattern gebracht, die bei den Kämpfen um Han Belalovac Frauen in den Reihen der Kämpfenden gesehen haben. Vier Frauen wurden sogar zu Gefangenen gemacht. Aus Agram vom 13. d. M. wird dem „Ellenör" berichtet: „Im Banjalukaer-Spital lagen außer unseren eigenen auch einige türkische Verwundete. Unter dem Vorwande, letztere zu besuchen, kamen mehrere Türken irfs Spital; ihnen folgten in unauffälliger Weise bald andere nach, bis zuletzt ganze Haufen sich eingefunden hatten. Wie sich später herausstellte, barg jeder dieser Besucher Waffen unter seinem Gewand. Plötzlich entstand ein furchtbarer Alarm und entsetzliches Wehegeschrei. Die in Banjaluka befindlichen Truppen stürzten herbei und fanden entsetzt unsere sämmt- lichen Verwundeten, Aerzte und Krankenwärter ermordet in ihrem Blute liegen. Die eingedrungenen Türken, welche Widerstand leisteten, wurden von unseren Soldaten rasch bewältigt und niedergestochen. Die Soldaten drangen hierauf in die Häuser und holten von dort einen Haufen Gesindel hervor, dem kein Pardon gegeben wurde. Schließlich, nachdem die Leichen der unglücklichen Ver- w mdeten, Aerzte und Krankenwärter hinweggeschafft märet, wurde die Stadt von den Truppen umzingelt, mit Kanonen beschossen und in Brand gesteckt. Banjaluka existirt nicht mehr." Von anderer Seite wird der Hergang folgendermaßen dargestellt: „Die Muhamedaner aus der Umgebung von Banjaluka, im Besitz aller ihrer Waffen, verstärkt durch eine militärisch bewaffnete und ausgerüstete Schaar von ungefähr 3000 Mann aus der Umgegend von Novi, Buschim und Bihatsch, wollten Banjaluka nehmen. Um unsere leider nur aus drei Compagnien bestehende Besatzung aus der Festung von Banjaluka heraus - zulocken, haben sie zuerst das etwas abseits der Stadt gelegene Kloster, welches gegenwäct'g zu einem Feldspital urnge-vandelt wurde, überfallen und angezündet, worauf in dem ausschließlich von Muharnedanern bewohnten Stadtviertel von Bmjaluka eine allgemeine Erhebung folgte. Die drei Compagnien verließen nicht die Festung, sondern bombardirtrn das türkische Stadtviertel- Mittlerweile wurde die Sache nach Gradiska gemeldet, von wo ein Oberst in solcher Eile mit vier Gebirgsgeschützen, der nöthigen Munition, Bedienungs- und Bedeckungsmannschaft nach Banjaluka eilte, wo er schon nach drei Stunden mit einem neben sich reitenden guten Wegweiser (einem Schiffsmatrosen, der sich vor mehreren Jahren lange Zeit in Banjaluka aufhielt) Banjaluka erreichte — an geeigneter Stelle die Geschütze postirte und in den dichten Knäuel der Aufständischen derart mit Kartätschen hineinarbeiten ließ, daß die Türken — wie das Gras mit der Sense — niedergemäht wurden, wobei auch der türkische Skadttheil in Flammen aufgegangen sein soll. Was aber mit unseren Oranten, mit Aerzten und Nonnen geschah, darüber konnte mir bis jetzt Niemand etwas Bestimmtes mittheilen. Aus dem ganzen Vorfall kann man neuerdings die Ueberzeugung gewinnen, daß dem Muhamedaner niemals und nirgends zu trauen ist. möge er noch so schöne Versprechungen und Bücklinge machen, weil ihm eben sein Glaube gebietet, den Ungläubigen zu täuschen und womöglich zu tobten. Telegraphische Depeschen. Wagner'« telegr. Eorrrspondeuz Bvrearr. Wien, 26. August. D'.e „Pol. Corr." meldet aus Cettinje vorn 26.: Nach der jüngsten für die Insurgenten so verhängnißvollen Affaire bei Stolac suchten zahlreiche türkische Flüchtlinge Zuflucht in Montenegro. Der Fürst von Montenegro verfügte deren Jnternirung und bestimmte für alle an Der Demarkationslinie eintreffenden Flüchtlinge Nccsic als Jnternirungsort. — Dieselbe Correspondenz meldet aus Konstantinopel: Die Pforte verheimlicht immer noch die Nachricht von Der Besetzung Serajewo's durch die Oefterreicher und verbreitete die Version, Graf Zichy hätte auf Verwendung der Pforte, daß Sera- jewo von einem Bombardement verschont bleibe, angeblich erklärt, dies sei nur möglich, wenn die Stadt ohne Widerstand übergeben werde. — Trotz der fortgesetzten Vorbereitungen zur Einschiffung der russischen Garde ist es positiv, daß die Befestigungen Tschataldja's erst nach der Uebergabe Batums geräumt werdet, sollen. Hierauf würde das Hauptquartier des Generals Totleben nicht nach Nodosto, sondern nach Varna verlegt werden. — Die Fürsten Dondukoff unb Labanoff arbeiten an einem Berichte über die Rhodope-Jnsurrection, welche: dem Elaborate der internationalen Rhodope-Commifsion entgegengesetzt werden soll. — Mukhtar Pascha soll demnächst in einer Mission nach Kreta abgehrri. — Die Vorbereitungen der Türkei zur Abwehr der griechffchen Invasion (n Epirus unb Thessalien werden fortgesetzt. London, 26. August. „Reuter's Bureau" meldet aus Calcutta: Die indische Regierung dürfte sich, falls der Emir von Afghanistan in seiner feind, seligen Haltung verharren sollte, veranlaßt sehen, den Kyber-Paß zu schließen und eine Rectification der Nordwestgrenze eintreten zu lassen. — Nach einem Telegramm des „Standard" aus Konstantinopel wären die Lazen neuerdings gewillt, sich der Abtretung Batums an Rußland nicht zu widersetzen, wenn die Autonomie Datums gewahrt würde. Wien, 26. August. Der Verkehr am Saatenmarkte gestaltete sich aus. nahmsweise schon gestern, Sonntags, sehr lebhaft. An Weizen, Gerste und Korn wurden mindestens 150,000 Meter-Centner umgesetzt. Die Tendenz war angenehmer, die Kauflust bester. Mainz, 26. August. Heute Vormittag 4 Minuten nach 9 Uhr fand hier fein Erdbeben statt, welches 4—5 Sekunden währte. Die wellenförmige Bewegung ging von Norden nach Süden. Wiesbaden, 26. August. Das Erdbeben von heute Vormittag 9 Uhr wurde auch hier in Wiesbaden und in Idstein bemerkt. Osnabrück, 26. August. Heute Morgen 9 Uhr 5 Min. wurden hierselbft drei starke Erdstöße mit bedeutenden Schwankungen verspürt. Dortmund, 26. August. Heute Morgen 9 Uhr 7 Min. wurde hier, selbst ein heftiger 2 Secunden andauernder Erdstoß in der Richtung von West nach Ost wahrgenommen. Barmen, 26. August. Wie die „Barm. Ztg." meldet, fand heute Morgen nach 9 Uhr hierselbft ein ziemlich heftiger Erdstoß statt. Tische unb Pulte in den oberen Etagen wackelten; in den Schaufenstern ausgestellte Gegen, stände fielen um, bie Giebel der Häuser wiegten sich hin unb her unb die Häuser hoben und senkten sich. Clberfeld, 26. August. Die „Elberf. Ztg." meldet: Heute Vormittag 9 Uhr lebhaftes Erdbeben mit Wellenbewegung von Norden nach Süden. Daffelbe wurde auch in Köln wahrgenommen. — Um 11 Uhr 10 Min. wurde ein weiteres Erdbeben hier, in der Umgegend, in Düffeldorf und in Köln wahrgenommen. Bonn, 26. August. Heute früh 8 Uhr 58 Min. wurden hier zwei starke Erdstöße von 6 resp. 4 Secunden Dauer, wellenförmig, in der Richtung von Nord-Nord-Ost nach Süd-Süd-West bemerkt; eine halbe Stunde später ein schwächerer Stoß. Brüssel, 26. August. Heute früh wurde in Lüttich ein Erdbeben gespürt. In mehreren Häusern wurden die Thüren unb Fenster ziemlich heftig erschüttert unb Stühle von ihrem Platze gerückt. Berlin, 27. August. Der „Voss. Ztg." zufolge hat Stabtrath Techow auf die an ihn bezüglich feiner Stellung zu der Berliner Reichstags-Erndtdalur durch den Vorsitzenden des fortschrittlichen Wahlkreises gerichtete Anfrage geantwortet, die von beiden liberalen Parteien ihm angebotene Candidatur würbe er annebmen; er lehne aber eine von einer Partei allein angetragene Candi- batur ab, da er nicht wolle, daß bei den Nachwahlen durch seinen Namen Zer- würfniffe unter den beiden Parteien herbeigeführt würden. Berlin, 26. August. Der „Reichsanzeiger" bringt eine Darstellung des Harburger Tumultes, woraus, da das Uebrige meist bekannt, hervorzubeben ist, daß, als bie Feuerwehr, bie Polizei unb das Militär mit blanker Waffe unb gefälltem Bajonnet gegen bie Menge vorrückten, bie beiben letzteren aui einer Querstraße mit Steinwürfen empfangen würben, worauf das angegriffene Militär zunächst hoch und bann scharf Feuer gab. Einige Mitglieber der Feuerwehr, einige Polizeibeamte unb ein Gensbarm wurden durch Steinwürse contufionirt. Von den Tumultuanten wurde ein Arbeiter getöbtet unb zwei Arbeiter sind am folgenben Tage an ihren Verletzungen gestorben. 19 Personen wurden mehr ober weniger schwer verwundet. Viele Verhaftungen haben statt- gefunden und ist die Untersuchung im Gange. Wien, 26. August. Das „Fremdenblatt" erklärt auf Grund bester Informationen, daß alle Sensationsgerüchte über Ministerkrisen und Demisstonö- gesuche jedweder thatsächlichen Grundlage entbehren. London, 26. August. Wie „Reuter's Bureau" aus Konstantinopel meldet, beziehen sich die der Pforte von der britischen Regierung empfohlener Reformen für Asien auf Einführung einer Gensdarmerie, auf Steuern, Gericht, sowie Errichtung eines Appellgerichtshofes. Die Pforte erklärte, sie besäße nid?l die Mittel, um die geforderten Reformen durchzuführen und ersuchte gleichzeitig die britische Regierung um deren Unterstützung behufs Aufnahme einer Anleihe Lokal-Notiz. Gießen, 27. August. Ueber das gestern bereits gemeldete Erdbeben geht uni noch nachfolgendes Schreiben zu: Soeben, 9 Uhr 10 Min, beobachten wir in hiesiger Stadt ein ziemlich heftiges, mehrere Sekunden lang andauerndes Erdbeben. Der Tisch, an dem ich gerade arbeitet war in deutlicher, anscheinend wellenförmiger Bewegung. Sehr deutlich bemerkte nut die Wirkung auch an der Thüre. Ebenso war an den Wänden ein starkes Geräuich zu hören, zum Theil durch ihre eigne Bewegung, zum Theil auch durch das Spanne der Tapete, die wir in einem Zimmer sogar gerissen sanden. Kurz vorher fielen otn einem gegenüberstehenden Gebäude einige Dachziegeln prasielnd herab, und ich halte tfl daher für wahrscheinlich, daß schon vorher ein schwächerer Stoß stattsand. D. Gießen, 27. August. Ueber das gestrige Erdbeben liegen uns heute aus eint großen Reihe von Orten Nachrichten vor. UeberaU wird von einer sehr heftigen Be wegung berichtet. Von mehreren Städten wird sogar ein zweites Erdbeben nach 11 UH Vorm. gemeldet. Es wurde wahrgenommen in Marburo 9 Uhr 8 Min., Hanau 9 ll 10 M-, Cassel 9 U. 12 M-, Cöln 9 U- 3 M. und 11 U. 10 M. (Es fanden oielfacc Beschädigungen durch herunterfallende Schornsteine statt, eine Frau wurde habet ge» tobtet.) Nippes 9 Uhr, Kalk 9 U , Lövenich 8 U- 58 M-, Rhöndorf 9 U. 4 M-, fern* in Aachen, Brühl, Godesberg, Remagen, Udenbach, Hilden, Neuß, Norf, Bonn, Düren, Jüchen, Hitdorf, Neuenahr, Dülmen, Dortmund, Osnabrück, Elberfeld, Barmen £. Gießen, 27. August. Wie man hört scheint das am 1. unb 2. September ftati* findende J^hn- unb Sedanfest ein in jeder Beziehung würdiges zu werden. An bem am 2. September ftattfinbenben Festzug betheiligt sich außer bto hiesigen Vereinen unb Korporationen auch bie Jugend hiesiger Stadt, insbesonbere diejenige über 12 Jahren. Zu dem programmmäßiaen PreiSturnen haben sich schoo eine ganz bedeutende Anzahl fremder Turner angemeldet. Sebr erwünscht wäre es wenn die Einwohner hiesiger Stadt ebenso wie bei früheren Gelegenheiten zu dem projectirten Freudenfeuer, welches am 1 September abgebrannt werben soll, alte Fässer, Kisten rc. zur Verfügung stellten unb noch er» Ä 1 „r.W te't” ’Ä’ nS Frank Ult batik diel ii Belgien & SSI« Treiben des fti in den ö1 auf alle nur jrt, cus der unbezahlt die unb Md ih« deutschen Zer dah Fabii ar geeignet« £} faulen Geschi vorden M - Dal ,Da die Zahl ^iicpsie nach i.-rftammenbei derartiger Ein d-orch bekannt jur Anfertigu ttaudj des sr I-lben auf etg Min L'chießübunge fit beim Ein Masses eti unb die zur letzte. Einen einem zweiter Die anderen M zur M Eeneraüleute (W norde - Ve neidet, das 6 b-i-lbst maidj ^Möglich n Kibafttrtcn in hlrflbt und i '.nMm zu bi Letchenbe, H seine Col liatmonk in cdMachten. liegt, geöffnet Hrit wicoe «D gehen feit . - „D nfi die seltsam da, heutige G wenigen Tage, M einen tzh kn Cheque ei Mene Sum 'iumlgtn; di Gericht ( Lrdnung: di um die k fi(j wn. Da al 5139' Alien inner emstag nc Gieß Die n ’Jta ec Vc ii Vo Local - Historisches Museum. Ordnung: die Unterschlagung konstatirt, der Schuldige geständig, sogar die Summe, um die eo sich handelte, war im Besitze des Bull, so daß das Unrecht leicht zu repariren war. Vor Vor Vor 5133) Vor 5131) Müller. 1! 9 Vor 4759) Schloßgasse B. 1. Vor ir worden sind." — Das Großherzogliche Cabinet in Schwerin erneuert folgende Bekanntmachung: „Da die Zahl der hierher gerichteten Gesuche wegen Abgabe eines Mittels gegen die Epilepsie nach einem beim Hofmarschallamte befindlichen, aus dem vorigen Jahrhundert herstammenden Recepte sich so gesteigert hat, daß die bisherige geschäftliche Behandlung derartiger Eingaben länger nicht ausführbar ist, so wird auf Allerhöchsten Befehl hierdurch bekannt gemacht, daß das fragliche Recept der Franke'schen Apotheke Hierselbst zur Anfertigung übergeben worden ist und muß es allen Denjenigen, welche den Ge- drnuch des fraglichen Mittels wünschen, überlassen bleiben, wegen Verabfolgung desselben auf eigene Kosten an die genannte Apotheke sich zu wendend München, 19. August. Bei den vorgestern auf dem Lechfelde zu Ende gegangenen Schießübungen des 1. Fußartillerieregiments ereignete sich das gräßliche Unglück, daß sich beim Einführen einer Granate durch die rasche Bewegung der sog. Vorstecher dieses Geschosses etwas lockerte. Kaum hatte die Granate das Rohr verlassen, als sie krepirte unb die zur Bedienung des Geschützes commandtrte Mannschaft mehr oder minder verletzte. Einem Mann flog ein Stück so an den Hals, daß er sofort eine Leiche war, rtaem zweiten zerschmetterte ein Splitter das Schulterblatt und einem dritten den Arm. Die anderen 3 Mann wurden leichter verwundet. Dem gerade beim Geschütz stehenden int) zur Inspektion am Lechfeld anwesenden Inspekteur bei1 Artillerie und des TratnS, Generallieutenant Graf v. Bothmer, flog ein Splitter des Geschosses unschädlich am Gesicht vorbei, der aber leider den nebenanstehenden Mann schwer verletzte. — Verschwörung in einem Bagno. Vor einigen Tagen erst wurde gemeldet, daß der Direktor des Bagno zu Laoignano (Italien) von einem Sträflinge dalrlbst meuchlings ermordet wurde, daß aber auch der Mörder seinen Tod fand. Nachträglich melden nun die römischen Blätter über den Fall noch Folgendes: „S)te Jnbafttrtrn in diesem Bagno zeigten sich über den grausamen Tod ihres DirectorS sehr betrübt und machten sich auch erbötig, die Kosten für dessen Letchenbegängniß auS Eigenem zu bestreiten, womit sich ihre Vorgesetzten auch einverstanden erklärten. Vor dem Letchenbegängntße verrieth jedoch einer der Sträflinge einem Beamten der Anstalt, daß seine Collegen nichts Geringeres im Schilde führen, als während der Trauer- Ceremonie in der Kirche dieselbe abzusperren und ihre darin anwesenden Vorgesetzten obzuschlachten. Hierauf sollten die Pforten des Ba^no, das auf einer kleinen Insel liegt, geöffnet und allen darin Jnhaftirten, deren Anzahl ungefähr 500 beträgt, die Freiheit wleoergegeben werden. Das Letchenbegängniß wurdr in aller Stille abgehalten Md gehen seit dieser Zett die Beamten der Anstalt bis an die Zähne bewaffnet herum." — „Die englische Gerichtspraxis" mit ihren uralten Gebräuchen fördert oft die seltsamsten Dinge zu Tage. Wie wett aber auch die Gesetzgebung selbst gegen das heutige Gerechttgkettsgefühl zurück ist, zeigt folgende kleine Geschichte, welche vor wenigen Tagen sich in einer englischen Gertchtsstube zutrug. Mr. Toddle hatte Mr. Bull einen Cheque über 5 Pfund zum Einlösen bet der Bank gegeben. Mr. Bull löst den Cheque ein, vergißt jedoch indessen Monate lang, seinem Freunde die dafür erhaltene Summe auszuhändigen. Mr. Toddle mahnt verschtedentltche Male den Säumigen; vergebens! Da entschließt er sich endlich zur Klage. Bull wird verhaftet, vor Gericht geführt und gesteht den Sachverhalt ein. Es war also Alles in bester in. werden hier D »rmig, in der Nichts halbe Stunde sche ittld) ein Erdbeben ge Feaster ziemlich Wi Versteigerung. Donnerstag den 29. August, Nachmittags 2 Uhr, sollen im Psandlokal dahier 5 Meininger Loose öffentlich versteigert werden. Gießen, den 26. August 1878. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. fier Ausführung, bei T!u Briick Gemarkung Berstadt. dem Namen der Jo Hs. Schmidt I. Wittwe, Anna Katharine, geb. Schneider, 1/162. 1/1091. 11/262. IV/215. IV/216. IX/295. XI/210. XI/211. XIV/Ul. dem Namen der Anna Dorothea Schmidt XI/208. Gemarkung Obbornhofen. dem Namen des Hrch. Lrmpner HL 1/25. „ „ „ Philipp Kammer 1/28,z. 1/28,7. „ „ „ Heinrich DietzllL und Ehefrau Margarethe, geb. Roth, V/24. Aeilgeöotenes. 5109) Ein vollständiges Spenglerwerk- zeug zu verkaufen bei H. Weber, Ehringshausen bet Wetzlar. Hungen, am 24. August 1878. Großherzogliches Landgericht Hungen. I Cellartu s. Gemarkung Hungen, dem Namen des Heinrich Steller III/278. Sehlffeberleht. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd E. W. Dietz in Gießen. N e w y o r k, 24. August. (Per transatlantischen Telegraph.) DaS Postdampfschiff Oder, Capt. C. Leist, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 11. August von Bremen und am 13. August von Southampton abgegangen war, ist gestern 8 Uhr Abends wohlbehalten hier angekommen. e es sich handelte, war im Besitze des Buu, so oay oas unrecyr teicyr zu repariren Neu eingelaufen diverse Gegenstände. Nr. 145—241 von den Herren Finger, Da aber erhebt sich der Richter und erklärt zum Staunen aller Bethetligten,! Dornseiff, Böger, Landmann. H. Edietalladung. Die nachstehend nach Flur und Nummer bezeichneten Liegenschaften sind veräußert worden, ohne daß das Eigenthum daran urkundlich, resp. genügend aachgewiesen werden kann. Es sind deßhalb Ansprüche jeder Art an dieselben sogewiß binnen 4 Wochen von heute an dahier vorzubringen und zu begründen, widrigenfalls die darüber stattgehabten Veräußerungen bestätigt, beziehungsweise die Einträge „beschränkt" gelöscht und die Einträge in das Mutations- Lerzeichniß werden verfügt werden: Gemarkung Villingen. dem Namen des Hrch. Zimmer, Schuster, XXII/586. Literarisches. »Die gefiederte Zeitschrift für Vogelliebhaber, -Züchter, -Händler; herausgegeben von Karl Ruß (Verlags-Buchhandlung Louis Gerschel, Berlin) hat ihren siebenten Jahrgang begonnen und schreitet nach der uns vorliegenden Probenummer auf dem mit Glück und Erfolg betretenen Wege fort. Die Liebhaberei für Sing- und Schmuckoögel, sowie für alle Käfig-, Luxus- und Nutzvögel überhaupt zu fördern, so wett dies Wissenschaft und Erfahrung ermöglich..!, das ist ihre Aufgabe, welche sie bis jetzt in einer Weise verfolgt hat, die ibr viele Anerkennung und einen weiten Leserkreis gebracht. Wo es Vogelltebhabir, Vogelzüchter und Freunde alles großen und kleinen Geflügels giebt, da ist auch die „Gefiederte Welt* bekannt und eingebürgert Der Herausgeber ertheilt sowohl in den Spalten des Blattes als auch brieflich Rothschläge in Betreff der Vogelpflege, -Zucht und Liebhaberei und gleicherweise werden alle Berichte und Mittheilungen aus den Vereinen kostenlos ausgenommen. Probenummern sind durch alle Buchhandlungen zu beziehen. Jllustrirte Jagdzeitung. Organ für Jagd, Fischerei und Naturkunde. Herausgegeben vom k. Oberförster H. Nltzsche. 5. Jahrgang. Nr. 22 enthält: Das Aschenbrödel der heutigen Thierzucht, der Hund, von G. Lunze. — Zwei Ottern auf einen Schuß von O- Freiherr^von Gemmingen. — Zur Naturgeschichte der Wildkatze von Freiherr von Buttlar u. s. w. — JagdeinladungSkarten vom Thiermaler Detker. 25 Stück l'/i «M. Verlag von Schmidt & Günther in Leipzig. Als Anhang dazu erscheint: Bibliothek für Jäger und Jagdfreunde Von erfahrenen Fachmännern herausgegeben. Lief. 13/14. Ueber Jagvschlösser und Jagdfestlichkeiten von Dr. Foich- ttnger. Jährlich 12 Hefte, pro Halbjahr 3 Alle Buchhandlungen und Postanstalten nehmen Bestellungen an. Handel und Verkehr. Gießen, 27.August. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pfd. Jü 1.05—1.15, Hühnereier, per Stück 5—6,$, Käse, per Stück 5—7 Käsematte, per Stück 3 H, Erbsen, 1 Liter 20 Linsen, 1 Liter 24 H, Tauben, das Paar 60 Hühner, per Stück — 90, Hahnen, per St. JL —.60, Enten, per Stück JL 1.60, Kartoffeln, 100 Kilo JL 5.50. Ochsenfleisch 70 — 72 H per Pfd., Kuh- und Rindfleisch 50—60 H, Schweinefleisch 64—68 Kalbfleisch 50-60 Hammelfleisch 60—70 H. Frankfurt, 26. August. (Fruchtbericht.) Umsätze am heutigen Markte ohne Belang. Prima-Weizen fehlt; hiesiger Landwetzen ab Umgegend nur von Consumenten genommen. Roggen sehr ruhig. Gerste ohne Leben. Hafer flau. Raps dringend offerirt. Am Mehlmarkt wenig Geschäft. Mehl Nr. 1 JL 39.50, Nr. 2 Jü 35.50, Nr. 3 31.50, Nr. 4 X 27.50, Nr. 5 JL 21,50. Roggenmehl % (Berliner Marke) Jü 21.50, do. n. (Berliner Marke) JL 18.50, Weizen, cffect. hiesiger ab Bahnhof hier JL 21.50, ab unserer Umgegend «4L 20—20.25 do. fremder je nach Qualität Jü 19-22.50, Roggen je nach Qualität JL 13.50—16.50 Gerste JL. 13-19, Hafer JL 15—16, Kohlsamen JL 28.50—29 50, Erbsen JL 19—23, Wicken 15—16, Linsen Jt 17—23, Rüböl, detail. JL 74. Stimmung unsicher. Hauptsächlich gefragt war: 1. Qual. Weizen. Dringend' offerirt: — (Die Preise verstehen sich sämmtltch per 200 Pfund Zollgewicht — 100 Kilo.) Frankfurt, 26. August. (Vtchmarkt.) Die vielen zu Markt gekommenen auswärtigen Käufer, der fast mit mathematischer Genauigkeit auf den hiesigen Bedarf berechnete Zutrieb der den Frankfurter Markt beherrschenden Viehhändler, brachten heute wider Erwarten in Hornvieh hohe Preise. Dieser Mißstand dürste erst beseitigt werden, wenn Frankfurt tm Besitz eines anständigen, unter dtrecter städtischer Verwaltung stehenden Viehhofs ist, in welchem ein conttnuirlicher Markt möglich ist; erst dann dürfte sich die Concurrenz für die Alleinbeherrscher des hiesigen Viehmarktes etnftellen und eine wohlthättge Wirkung auch für das consumirenbe Publikum erzielt werden. An- getrieben waren ca. 350 Ochsen, 220 Kühe und Rinder, 200 Kälber und 300 Hümmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. JL 70-73, 2. Qual. JL 66—68, Kühe uno Rinder 1. Qual. JL. 63-65, 2. Qual. JL 56—58, Kälber 1. Qual- Jü 63—65, 2. Qual. JL 58-60, Hämmel 1. Qual. JL 60-62, 2. Qual. Jü 54-56. daß eS leider kein Gesetz gebe in England, um Mr. Bull zur Herausgabe der 5 PfuE zu verurtheilen. Mr. Bull habe den Cheque nicht geraubt, sondern zur Einlösung erhalten. Er habe ihn eingelöst Namens des Toddle, auf den er gelautet. Mit dem Moment der Zahlung seitens der Bank habe das Geld aufgehöit, dieser zu gehören; ehe es in die Hände des Herrn Toddle gekommen, könnte es diesem ehrenwerthen Herrn noch nicht gehört haben, sei daher in dieser Zwischenzeit als Niemanden gehörig, als — res nullius zu betrachten gewesen. Nach den geltenden Rechtsg.undsätzen habe daher Bull das Recht gehabt, dieses herrenlose Gut in feine Tasche zu stecken- — Bei Verkündigung dieses Spruches war Keiner mehr erstaunt, als der Mitleidige, der sich der armen, Keinem gehörigen Münzen angenommen habe. Der Kläger mußte noch stob fein, als er dann nach Zahlung der Gerichtskosten von seinem Freunde, der sich nun einige kleine Ausgaben gestatten durfte, zum Frühstück geladen wurde. — Mr Bull aber behauptet feit jenem Tage, daß einzig und allein die humane Gesetzgebung in seinem Lande zu finden sei, denn es wäre doch zu hart, Gesetze zu erlassen gegen zu schwaches Gedächtniß.* So lesen wir im „D- M.-Bl.*, welches für die Wahrheit einstehen mag. «>w 1161; £ b herab, u"° H toß au^ t, . (T Stabt 18 M btt J 5090) Ein tüchtiges Frauenzimmer, welches im Kochen erfahren und eine Hau»« Haltung gründlich zu führen versteht wird gesucht; am liebsten eine ältere Person. Von wem? sagt die Exped. d- B'- Einquartierung wird angenommen bet (5130 Gastwirth Klein, Wallthorstratze. 5142) Ein Regenschirm stehen geblieben bet Herm. Euler, Mäusburg. gehr beliebt als bestes Mittel für die Erhaltung nnd für das Wachsthum der Haare Fl k 60 Pfg. u. M. 1,20. Haarfärbemittel die Flasche 2 JL. 39) C. F. 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