Nfetbt^t, Metzlar. wiifc ümmeten. kürTkide. Ewustern. oügt ?e» von den Zeit' Jltuemyg, ft G 3 Uhr. «S-Vnem. 13 ihrer Mitglied- :t Borstand. Ufo. ifcO» Freitag, den 24. Mai 1878« Kießener WWiger ___________ Ww- null Amtsblatt für bk« Kllis Clkßk«. fcitr eo«r 66*VIkaVe^B ^8^ Erscheint täglich mit Ausnahme deS MvNtagS. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. — 1 I I , L-Tniww4w^MMMJ Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. SBttreffenb: Die Ausführung ^s Gesetzes vom 9. Mär; 1878, die Gehalte der Volksschull-Hr-® am 201 ®?al ,878' Das Großherzoglichc Krcisamt Gießen nv v „ an die Kirchenvorstande des Kreises. ».S'L"L"LLÜ «” L7^r',L.?7.' ffflÄ** stetÄKrtta11* ,o° •* i* -----»- w-k. s.... » W«S«iTÄÄMIw5™ÄT “"■» »-»»-«>-- «-»- l*»'« •<.».«, B.I Wir sehen Ihren Berichten innerhalb 14 Tagen entgegen. ---------------------------------- Dr. Boekmann. stattfindenden Giessen im Uebrigen aber über die 32^ 66^ 52" 18- M' 16 16 20 16 16 9 4 > ? k^Cx0e«?ef von den Russen constituirten Neubulgariens sieht sich durch •”fnc-L- «chd ohne politische Moral ist. Das siegreiche Rußland, welches nach langem nd hartem Strauße die tapfer kämpfende Türket ntederwarf und durch einen itt brutaler Gewalt aufgedrungenen Frieden knebelte, ist selbst hart an den GeiigSSS^- ^and des Abgrundes gerathen. Wir wollen noch schweigen von der Misere die un Innern des russischen Reiches gähnende Abgründe geöffnet hat, und nur sie äußere Lage Rußlands in Verbindung mit seiner militärischen auf dem occu- itten türkischen Gebiete soll in Erwägung gezogen werden, und da ergibt sich, aß Rußland sich in einer entsetzlichen Calamität befindet. — Vor Jahr und «Kevd: ''ag drückte Rußland der Türkei das Schwert an die Brust, um fie seinem , .^:MgcUl Een gefügig zu machen. Der russische Wille ist durchgesetzt, aber die Refor- Melti) n für die christlichen Stammesverwandten der Russen haben dieselben Uebel h .s der anderen Seite hervorgerufen, wegen welcher sie ursprünglich geschaffen "den. Denn nicht nur die muhamedanische Bevölkerung Rumeliens, sondern ^Herren ch diejenige des von den Russen constituirten Neubulgariens sieht sich durch »A a lt>ög russische Regiment, was allem Anscheine nach mit dem seiner Zett so ver- LpftenS • ^"schleu Türkenjoche die größte Aehnltchkeit hat, schwer bedrückt und inmitten hiermit ^er russischen Besatzungen, in ihrem Rücken und auf ihren Flanken sind groß- iller ®^Ctl /11 . ‘Jige Aufstände ausgebrochen, Aufstände, die durch eine Menge in dem Rhodope- r lAFCrhä iv# ^btrge versprengter türkischer Soldaten neue Nahrung erhalten. Abgesehen von PflCI W»1 j d" polttsschen Bedeutung dieser Jnsurrectionen haben dieselben auch noch einen httn M s posten Werth für die militärische Beurtheilung der Russen. Die Existenz y . u Ausstandes überhaupt und die überhandnehmende Ausdehnung desselben, jh. Hails beweist, daß die Russen die türkisch-bulgarischen Ortschaften nur ungenügend u können und bet dem Rückzüge der türkischen Armee nicht alle Schlupfwinkel der Nachzügler abgesucht haben. Die Russen können daher nun Studien an Ort und Stelle darüber machen, wie es der Türkei seiner Zeit in Den tnsurgtrten Provinzen zu Muthe gewesen ist. sich auch bei den entsprechenden men nach hier dahin ausgesprochen, daß er — Die „Provlnz -Eorresp." bringt ferner folgende M ttheilungen i läufig noch nicht zu mZtele. Jetzt gilt es die wahrhaft staatserhaltenden 5:» ^ WtAtx So-ialdem°kr7n- mitten w« Mg* «jJ* Elemente zu gemeinsamer That in unmittelbarstem Interesse der Wahrung von Stärto^S“» 6innt8' für Recht unb Staat und Gesellschaft gegen unzweiselhafte Gefahren zu vereinigen. Die tuTC^ wjrthfchaftlich- V-rb-ff-rang-n di- Wurzeln des U-b-l« zu b-f-Mg-n. Solch- Regierung kann und will der Hoffnung nicht entsagen, daß die staatserhalten- Spanien können über nur durch die S-s-ßg-iung °uf?mcht-t «erden, und dnf- m^ den Kräfte, deren gemeinsame Gefühle in der jüngsten Woche dem Kaiser gegen- sich um -in. -ll-Bun°e«st°°ten gl-ichm-p>g bedrohend, »-fahr handel., «°n d-m Reich, -usg-h-n, Telegraphische Depeschen. Wagner'» telegr» Uorresp»nbenr-Burean» Darmstadt, 22. Mai. In der heutigen geheimen Sitzung der zweiten Kammer wurde die Civilliste des Großherzogs mit 1,096,288 Mk. in namentt licher Abstimmung mit 29 gegen 20 Stimmen bewilligt. Wien, 22. Mai. Die „Polit. Corresp.'' meldet aus Athen. Die türkischen Truppen auf Kreta machten gleichzeitige Angriffe auf^die^in den Un^ gebungen verschiedener Städte lagernden Insurgenten und bemächtigten sich größtentheils der Positionen derselben. Aus Konstantinopel meldet dieselbe Correspondenz: Im Quellengebiet der Arda sanden Kämpfe zwischen den Ruffen und den Insurgenten statt; letztere wurden aus ihren Positionen vertrieben und verloren viele Todte und England. London 21. Mai. Im Unterhause antwortete der General-Staats- vrocurator Holke'r auf eine Anfrage Gourley's, es lägen keine Nachrichten vor, welche zu der Vermuthung führen könnten, daß die angeblich von Rußland m Amerika gekauften Schiffe im Kriegsfälle als Corsaren im Gegensätze zu der Pariser Declaration benutzt werden sollten. Es sei kein Grund vorhanden, zu vermuthen, daß Amerika die Bestimmungen de« Washingioner Vertrages bei Seite setzen würde; es sei daher auch unnöthig, die Verantwortlichkeit der besagten Regierungen in Erwägung zu ziehen. — Abends. Das Unterhaus fuhr fort in der Debatte über die von Hartington vorgeschlagene Resolution. Gladstone sprach sich energisch gegen das Verfahren der Regierung als Verletzung der Gesetze und Eingriff in bte Volksfreiheiten aus. — Die Debatte wurde aus Donnerstag vertagt. - nach Ems. — An die Reise Schuwaloff's knüpfen sich fortgesetzt günstige Aus- ichten für Gewinnung einer hoffnungsvollen Verständigung Englands und Rußlands. Die neuesten Erklärungen der englischen Minister wie die Kundgebungen in Petersburg betonen den Wunsch und die Hoffnung einer neuen Sicherung des europäischen Friedens. Petersburg, 22. Mai. Die „Agence Ruffe" schreibt: Alles berechtige zu dem Glauben, daß die Anstrengungen derjenigen, welche an dem Ausbruche des Krieges ein Jutereffe hätten und die Einigung Rußland und England- zu verhindern suchten, erfolglos bleiben würden. Auch die letzten Nachrichten aus Konstantinopel und Berlin, sowie die Nachrichten über den demnächstigen Zusammentritt des Congreffes bewiesen dies. Um vorzeitigen falsch'n Nachrichten über die Resultate der Mission Schuwaloff's von vornherein entzegenzutreten, weist die „Agence Ruffe" darauf hin, daß positive Nachrichten über dies Resultat erst im Laufe der nächsten Woche von London nach Petersburg gelangen könnten. — Der am Freitag stattfindenden Truppenrevue wird der ® Petersburg, 22. Mai. Die „Agence Ruffe" und das „Journal de St. P6rersbourg" fordern ihre Leser unter Hinweis auf die Konstantinopeler Depesche der „Times" zur Vorsicht auf gegenüber pessimistischen Nachrichten aus Konstantinopel, wo man eine Verständigung zwischen England und Rußland verhindern wolle. Ein Beweis dafür sei die gescheiterte Verschwörung gegen den Sultan. — Der „Reqierungsbote" meldet, daß der Schah von Persien morgen im kaiserlichen Palais empfangen werden wird. Daffelbe Blatt veröffentlicht den Wortlaut der Glückwunschadreffe der Deputation des Petersburger Adels an den deutschen Kaiser und die Antwort desselben, sowie ein Danktelegramm des Großfürsten - Thronfolger- an die Gesellschaft der Moskauer Kaufleute wegen Übersendung von 400,000 Rubel für die Frei- Bukarest, 22. Mai. Anläßlich des Jahresfestes der Thronbesteigung des Fürsten Karl und der Unabhängigkeitserklärung Rumäniens waren heute alle Häuser der Stadt beflaggt. Der Fürst hat auf seiner Inspectionsrnse heute Kalasat besucht und das Schlachtfeld von Smrdan besichtigt. Der Fürst passirte dabei Widdin, wo er von den Ruffen mit militärischen Ehren, vo» Clerus mit Brod und Salz empfangen wurde. In 3 bis 4 Tagen wird der Fürst hier zurückerwartet. ___________ Thurmschiff „Glatton" verstärkt. Nom, 22. Mai. Wegen der politischen Lage hat der Vatican die beab- chtigten Aenderungen in der ausländischen Vertretung verschoben. Auch die neuen Cardinäle werden erst am Ende des Jahres ernannt werden. London, 22. Mai. „Standard" erfährt, es sei jetzt mehr als wahr- cheinlich, daß der Congreß in der ersten Hälfte des Juni zusammentreten werde, ufolge des ungeregelten Standes der Angelegenheiten in Konstantinopel werde das britische Geschwader wahrscheinlich nach den Prinzen-Jnseln übersiedeln. Die „Times" bestreitet, daß die britische Regierung geneigt sei, ihren bisherigen Einwand gegen die Beschickung des Congreffes fallen zu lassen. Der erste pofitive Schritt zu Gunsten des Friedens muffe die Einwilligung Rußlands sein, dem Congreffe unter der Bedingung beizutreten, welche das gemeinsame Jntereffe sämmtlicher europäischen Mächte an der Lösung der orientalischen ®C*an|ggictt, 22. Mai. Der „Polit. Corresp." wird aus Cattaro über einen drohenden Conflict zwischen der Pforte und Montenegro berichtet. Fürst Nikolaus beschuldigt offen die Türkei, in Albanien einen Angriff gegen Montenegro vorzubereiten, den er zurückzuweisen entschloffen sei. Derselbe setzte von den angeblich feindseligen Absichten der Pforte sowohl das Consularcorps in Skutari, als auch den türkischen Gouverneur in Kenntniß, für den Fall des Blutvergießens die Verantwortung der Türkei zuschiebend. Das Consularcorps und der Gouverneur versicherten dem Fürsten auf's Bündigste die friedlichen Gesinnungen der Pforte. Der Gouverneur erklärte, die Grenzcommandanten seien strengstens angewiesen, selbst den Schein einer Prooocation zu vermeiden. Er erwarte von der Loyalität des Fürsten ähnliche Ordres an die montenegrinischen Behörden. Die türkischen Militärkreise in Skutari wissen den Zwischenfall nicht anders zu erklären, als daß der Fürst tatsächlich falsch allarmirt wurde oder den Vorwand zu einem Conflicte mit der Türkei suche. Anderer» eits erfährt die „Polit. Corresp.", daß die Montenegriner in letzter Zeit auf's Eifrigste militärisch rüsten. — Einer Bukarester Meldung der nämlichen Correspondenz zufolge nimmt die gesammte rumänische Armee eine concentrirte Stellung zwischen Slatina und Tirgoveschti ein. Die russtscherseits verbreiteten Gerüchte von dem erfolgten Abschluffe einer neuen Militärconvention werden auf's Entschiedenste dementirt. Das gegenwärtige Cabinet werde nie die Hand zu dem Abschluffe eines zweiten Vertrages mit einer Macht bieten, welche die Schah anwohnen. Brüssel, 22. Mai. Die Sammer der Repräsentanten berieth heute über den Gesetzentwurf wegen Ankaufs eines Theiles des Flandrischen Eisenbahnnetzes. Fröre Ocban führte aus, daß dieser Ankauf den Staat unverhältmß- mäßig belasten würde. Der Minister für die öffentlichen Arbeiten dagegen wies auf dir bisher erzielten guten Resultate des staatlichen Betriebes hm. London, 22. Mai. Graf Schuwrloff ist heute Nachmittag in Dover eingetroffen und alsbald nach London weiter gefahren. Heute findet ein Cabl- netsrath statt. c _ ,, . — Der Lordmayor hat ein Telegramm von dem deutschen Kaiser empfangen, welches deffen aufrichtigen Dank für die freundlichen Glück vünsche ausspricht und die unwaikdelbaren guten Wünsche des Kaisers für das wachsende Gedeihen der großen und mächtigen Corporation Londons versichert. — Da« deutsche kronprinzliche Paar dejeunirte gestern bei dem Grasen Münster. — Die Mittelmeerflotte wird demnächst durch die Corvette „Boadicea" und das Araukreich. Versailles, 21. Mai. Im Senate interpellirte Erzbischof Dupanloup über die Feier des 100jährigen Todestages Voltaire'-. Er bezeichnet diese Manifestation als antikatholisch, beschwert sich über die für drefe Feier durch einen Band voller Auszüge aus Voltaires Werken, die sämmtlich gegen d n Katholicismus gerichtet seien, unternommenen Propaganda, fragt, ob diese nicht eine nach den Gesetzen strafbare Beleidigung der Religioa sei und verlangt Anwendung des Gesetzes, sowie Verweigerung des Stempels für die gedachte Schrift (Beifall aus der Rechten). Der Justizminister Dufaure erwidert: Der Gedanke, diesen Jahrestag zu begehen, ist bereits vor zwei Jahren entstanden. Die Regierung beschäftigte sich jüngst damit wegen des nationalen Charakters, den man der Feier geben wollte. Die von Dupanloup bezeichnete Schrift anlangend, so habe sich der General-Procurator nicht für gerichtliche Verfolgung derselben ausgesprochen. Er (Dufaure) theile die Gefühle des Herrn Dupanloup, aber man könne Voltaire nicht vor der Jury belangen. Er erkenne ab-r auch an, daß Voltaire Milderungen in der Gesetzgebung bewirkt habe. Voltaire's Werke seien tausendmal veröffentlicht worden; die Regierung habe nicht geglaubt, diese neue Publtcation verhindern zu sollen. Den Stempel an- langend, so sei ein solcher bisher nicht verlangt worden; «ber die Regierung werde diese Frage näher prüfen. Die Linke äußerte Beifall. Die Interpellation hatte keine weitere Folge. Berlin. Die Motive zu dem Gesetzentwürfe zur Abwchr ,oci^demokratischer Au»- chreitunqen lauten: Die Ausbreitung der Socialdemokratie hat in Deutschland im Lauf der lebten Jahre immer größere Dimensionen angenommen.^ Die socialdemokratischen Lehren. und Tendenzen sind in Kreise gedrungen, welche denselben früher unzugänglich waren. D»e foeuck. demokratische Agitation, planmäßig und durch geschulte Agitatoren betrieben, ub.mehr und mehr ihren verderblichen, die Gemüther verwirrenden Einfluß auf die (Haffen bn ©etoolfening aul. Um den Umsturz der bestehenden Verhältnisse und die Bildung des !°cmlist.ichen Staates herbeizuführen, ist die Socialdemokratie unablässig bemüht, Unzufriedenheit in. ben zu verbreiten, dieselben gegen die besitzenden Klaffen aufzureizen, die überlieferten un religiösen Anschauungen, die Vaterlandsliebe, die Pietät und die Achtung vor J überhaupt alle diejenigen Grundlagen zu untergraben, auf welchen der -taut und bte Sicherheit ter Gesellschaft beruhen. Die Socialdemokratie droht das Gemeinwohl auf das empfindlichste zu schädigen, indem die durch Agitation hervorgerufene'Beunruhigung Störung de« öffentlichen Friedens nicht ohne Rückwirkung auf die Entwicklung der w.rthjcha tl.chen Berhaltmffe bleiben können. Wiederholt sind die verbündeten Regierungen an den Re.chstaa mit Vorschlägen herangetreten, um den Gefahren der Socialdemokratie durch schärfere Strafbestimmungen ent- qeqenzuwirken. Es geschah dies bei Gelegenheit der Vorlage des Ge,etzes über bte Presse ,imv tn9ber Session 1875—1876 durch die Abänderungsvorschläge zum Strafgesetzbuche. Diese Vorschläge haben die Zustimmung des Reichstags nicht gefunden. Die Frage aber, ob c8 nicht besonderer Maßnahmen bedürfe, um den Ausschreitungen und der wetteren Derbrettung der Socialdemokratie entgegenzutreten, ist damit nicht erledigt worden. Dieselbe ist^vielmehr fort, dauernd eingehend erwogen und nunmehr au8 Anlaß des vor Kurzem gegen das Leden «Leiner Maiestär des Kaisers verübten Attentats wiederum in den Vordergrund getreten. *uie verbündeten Regierungen glauben diese Frage bejahen zu muffen. Die in Deutschland geltend« acsetzlichen Vorschriften auf den Gebieten der Preffe und des Deremswesens, auf welchen sich die socialdemokratischen Agitationen vorzugsweise bewegen, reichen, wie dte Erfahrung gezeigt va^ nicht aus, um diesen Agitationen mit Erfolg zu begegnen. Es bedarf kräftiger und schneller eingreifender Mittel, um den Gefahren vorzubeugen, welche aus der Derbreiwng ver^soctaU demokratischen Lehren dem Gemeinwesen drohen. So fern die Absicht liegt, das Derelns- Persammlungsrecht, so wie da« Recht der freien Meinungsäußerung allgemeinen! und I" Beschränkungen zu unterwerfen, so erscheint es doch tm öffentlichen Jntereffe geb' ««.er_____x. «tif diesen Freiheiten fortgesetzt trewen, Aprilconvention gebrochen hat. _ ; Berlin, 22. Mai. Die „Provinz.-Corresp." reproducirt die Motive des Gesetzentwurfs gegen die Ausschreitungen der Socialdemokraten und knüp daran einen längeren befürwortenden Artikel, welcher folgendermaßen schließt: Die Regierung, getragen von dem Bewußtsein ihrer unmittelbaren Verantwortung und Pflicht, ruft den Beistand der Volksvertretung zur Erreichung ihrer Ziele für den inneren Frieden und das wirthschaftliche Gedeihen des deutschen Volkes an. Auch sie erstrebt in vollster Aufrichtigkeit die Stärkung des Staatslebens durch Vereinigung und Stärkung der wirklich erhaltenden Elemente in^der liberalen wie in der conservativen Partei. Aber diese Vereinigung hat Lrinn und Bedeutung nur durch einen positiven Inhalt und bestimmte gemeinsame Ziele. Der Versuch, eine solche fruchtbringende Gemeinschaft auf wirthschaft- lichem Gebiet anzubahnen, führte zu lebhaftem Bedauern der Regierung vor- -- * W»MLWSÄtWÄrÄtaswg Regierung nicht ablehnen. — Die deutsche meichspa i cv-ir» fnünfen sich fortaefeht aunfttae Aus- Dtutsch-Consttvatfvm einstimmig für da« «att-Socialistengesetz stimmen Die national-liberale Partei hat sich noch nicht schlüssig gemacht. («. Fkkftr. Pr.) — Minister Falk verweigert die Rücknahme der Demtsston. — Die Ablehnung des Abwehr-Gesetzes durch etwa 80 Stimmen ist gesichert. eine zeltgem noßartilltli Fackelzuges bau Mer brachten, bi liibstm Unkenrufe her . Lebendste Moment de der vor dem Palast Dglingssttmmen, uni Hoffmann v. Fallersleb !der Alles in der Welt. >«L>i. d-- S H «aitation. ; «le«1 » di- tcinas wachsende rt. - Das nster. - Die a" und das :kan die beab« *n. Auch die u. hr als wahr- mtreten werde, ntinopel werde übersudeln. sei, ihren bis- u lassen.. Der gung Rußlands iS gemtinfame orkntalifdjtn vas Journal ton^antvnoptUt ;m Nachrichten Janb und W e Verschwörung der Schah von vird. Dasselbe Deputation des »esselben, sowie Sesellschast der für die Frer- ThronbeslelgM \i waren Ne F"S' x*t.a SriS? IH lV nin ®el" das w Dtt- SÄ utf’J. un boten< j 1 »tw,. '«** tw9* LS M “en b r,t li^n unl -selten M" 'ötje8t, g vor Ljcherhei^ 4s Vermischtes. 20% Rabatt Wilh. Balser Louis Flett. L. Klinket 2909) Obergericht .abspielte*, wohl der Erwähnung werth sein. Gegenstand der Klage war eine große Drehorgel, die als corpua delicti die Hauptrolle bei der Verhandlung .spielte*. Es handelte sich um die Beweisaufnahme über den musicalischen Werth oder Unwerth des Leierkastens. Der Sachverhalt ist der, daß ein Wirth in Papenburg es müde war, sich mit den Musikern bei seinen Tanzoergnügungen herumzuärgern, er schaffte sich Jeßhalb ein mechanisches Orchester in Gestalt einer großen Drehorgel an, welche er zu ciotlem Preise aus einer Fabrik in Gera bezog. Das Toncloset kam in Papenburg an, wurde ausgestellt und sollte nun zum ersten Balle aufspielen; Polka und Galopp wickelten die Walzen zur allgemeinen Zufriedenheit ab, nur der Walzer genügte den Anforderungen der papenburger Tanzlustigen nicht, sie erklärten, danach nicht tanzen zu können; der Walzer ist aber dort gerade der beliebteste Tanz, und so sah sich denn der Wirth genöthigt, die Drehorgel wegen mangelnder Walzerfähtgkeit der Fabrik zur Verfügung zu strllen und nach Gera zurück zu schicken. In Gera nahm man aber das bemängelte Instrument nicht so ruhig hin, man schickte es einem Sachverständigen zur Prüfung und erhielt vom Professor N. N. ein glänzendes Zeugntß über die Walzer- letstungsfähigkeit der fraglichen Orgel. Mit diesem Atteste wurde der Kasten wieder nach Papenburg gesandt, dort abermals auf Walzer probtrt, leider jedoch mit keinem besseren Erfolge wie das erste Mal. Jetzt aber wurde in Papenburg zur Prüfung durch Sachverständige geschritten und als solche Mitglieder der Capelle des Musik- dtrectors Schröder in Emden gewählt; diese erklärten, daß man nach einer solchen Dudelet nicht Walzer tanzen könne, worauf der Wirth wiederum die Annahme verweigerte. Gegen den papenburger Käufer wurde in Folge dessen von Gera aus Klage auf Zahlung erhoben. Am vorigen Montag nun sollte die vertragsmäßige Leistungsfähigkeit des Instruments vor dem oSnabrücker köntgl. Obergerichte festgestellt werden. Als Sachverständige waren geladen der Musikdtrector Drobisch und der Tanzlehrer Zangenberg. Auf Veranlassung des Gerichts wurden die drei tncrimtnirtm Walzer beruntergedreht. Der Mustkdirector Drobisch gab sein Gutachten dahin ab, daß die drei gespielten Stücke allerdings Walzer seien, freilich mit mangelhaftem Rhythmus, aber immerhin Walzer. Die Frage jedoch, ob man nach diesen Walzern tanzen könne, vermöge er nicht zu beantworten, das Walzen nicht zu seiner Competenz gehöre. Jetzt kam Herr G. H. Zangenberg als Tanzkundtger an die Reihe. Dieser erklärte, daß ein gewandter Tänzer wohl nach den aus dem fraglichen Kasten entwickelten Walzern tarnen könne, da ein geübter Tänzer auch nach einer viel schlechteren Musik, ja, sogar ganz ohne Musik tanzen könne. Ob nun auch die Papenburger dazu im Stande wären, vermöge er nicht zu entscheiden. Auf Grund dieser Sachverständtgen-Gutachten wird nun das Gericht demnächst sein Urtheil über die Leistungsfähigkeit der schwer geprüften Orgel abzuaeben haben. (Wests. Ztg.) — (Es gibt keine Kinder mehr.) In einer erschreckend originellen und praktischen Weise benahm sich dieser Tage in Wien ein schulpflichtiger Knirps, welcher seine junge bürgerliche Ehre und seine Wangen in gleich schmerzhafter Weise durch öffentliche väterliche Züchtigung angegriffen fühlte. Das Dürscklein besucht die im Esterhazy-Garten befindliche Schule, richtiger gesagt, er soll sie besuchen, denn, statt seine Lehrer zu hören, sieht er lieber, wie jetzt in diesem wunderschönen Monat Mai die Knospen springen, mit welch poetischer Beschäftigung indeß sein Papa durchaus nicht einverstanden ist. Da eindringliche Vorstellungen bei dem Jungen in diesem Sinne nichts fruchteten, beschließt der Vater, die bekannte Auslegung Klopstocks anzuwenden. Das Söhnchen ging eben im Schatten des Esterhazy-Gartens so vor sich hin, und nichts zu suchen, das war sein Sinn. Da tritt ihm der gestrenge Vater entgegen und beginnt dem auf frischer That ergriffenen Schulschwänzer ausgiebig das Fell zu gerben. Auf sein mörderische« Zetergeschrei kommen die P. T. Gartenbummler herbeigelaufen und auch ein Sicherheitswachtmann ist bald zur Stelle. Beim Ansichtigwerden des Letzteren erfaßt den gezüchtigten Buben eine Teufelsidee. Auf seinen Vater deutend, ruft er: „Arretiren Sie diesen Herrn da! Er hat mich ohne Ursache geschlagen." Der Vater ist über diese bodenlose Frechheit so erstaunt, daß er kaum im Stande tft, sich als den glücklichen Erzeuger dieses Früchtchens zu geriren. Der unge aber heult: „Es ist nicht wahr, ich kenne ihn nicht; arretiren Sie ihn, arretiren Sie ihn." In Anbetracht dieser Erklärung, in Anbetracht des zerzausten Kopfhaares u. der Maulschellenröthe im Gesichte des Jungen, sowie in Anbetracht der erregten Stimmnug des immer größer werdenden Auditoriums beschließt das Auge des Gesetzes, die Sache vor das in nächster Nähe gelegene Polizeikommis - sariat zu bringen. Das seinen Vater verhaften lassende Söhnlein will auch dort von einem Verwandt- schaftsverhältniß nichts totff en, gibt aber zum Glück sein wahrheitsgetreues Nationale an, auf Grund dessen zu weiterem Glück sich der Vater durch seine Karte legitimiren kann. Das Nach. , spiel zu diesem Geschichtchen läßt sich leicht denken; für das Sitzfleisch des ingeniösen Knaben mag es von einschneidendem Interesse gewesen sein, für uns resultirt ein neuer Beleg zur alten - Klage: „Es gibt keine Kinder mehr". ____________ Handel und Verkehr. Frankfurt, 22. Mai. Der heutige Heu-und Stroh-Markt war schlecht befahren Heu kostete je nach Qualität per Gentner JL 2-3.30, Stroh per Gentner JL 1.70-2.20 Butter im Großen das Pfund 1. Qual. 110, 2. Qual. JL 1.—, im Detail 1. Qual. «X 1.20—30, 2. Qual. JL 1.10, Gier das Hundert JL 4.50-5.80. Kartoffeln JL. 6 per 100 Kilo. Fleischpreise: Ochsenfleisch per Pfd. 66—75 Kuh- u. Rindfleisch 55—64 H, Kalbfleisch 55-70 H, Hammelfleisch 58—68 Schweinefleisch 68-75 H, Erbsen, geschälte (per 100 Ktlogr.) 28—33 JL, ganze Erbsen 24-28 J4, Bohnen 25-28 JL, Linsen 28—36 Jü, Spargel nicht mehr sehr beliebt, 30-40 das Pfund, Speck 1 JL Buchenscheitholz per Quadrat-Meter JL 10-12.50, Tannenscheit holz JL. 6—8.50, Tannäpfel per Hect. 50 H. Limburg, 22. Mai. (Fruchtbericht.) Rother Weizen JL. 20.25, Weißer Weizen JL —, Korn JL 13.25, Gerste JL 11.40, Hafer J4 7.40. (Durchschnitts-Preis pro MalterJ . Braunkohlen -.m Hessenbrückerhammer Die Unterzeichneten liefern: per Waggon von 200 Ctr. Bahnhof Gießen per Ctr. 70 Pfg., frei aus Haus geliefert per Ctr........78 „ Eine zeitgemäße Erinnerung bringt die Berl. Vztg." anläßlich> des trnfcarHaen Fackelzuges, den die Berliner Studenten chaft am letzten Freitag Abend b™SaifabtaÄbk um fo inteveffanter ist, als gerade in diesen Jabel die wider- kicksten Unkenrufe der Reaction sich etnmischen. Das genannte Blatt fctyreibt. Der erhebendste Moment des gestrigen Fackelzuges war vielleicht der, als nachdem derselbe, der vor dem Palast des Kaisers Aufstellung genommen, Tausende von kräftigen Jünglingsstimmen, unter fast andachtsvollem Schweigen der Zuschauer, Hoffmann v. Fallersleben anstimmten: „Deut schlau d, D eutsch a n d über Alles, WAlles in der Welt." Mächtig brauste der letzte Vers über den weiten schonen Platz: Einigkeit und Recht und Freiheit Für das deutsche Vaterland Danach laßt uns Alle streben, Brüderlich mit Herz und Hand! Einigkeit und Recht und Freiheit Sind des Glückes Unterpfand — Blüh' im Glanze dieses Glückes, Blühe deutsches Vaterland! , r a v , .. n, JRotb vom Flammenschein war der prächtige Giebel des Opernhauses, der kaiserliche Palast und gegenüber der mächtige Sitz der Wissenschaft angehaucht, dastauchte vor unserer Erinnerung unwillkürlich ein anderes Bild auf, das wohl über ein ^^"schen- alter hinaus in ihr geschlummert- Fackeln erhellten auch da die Nacht, diesmal «her umrahmt von dem dunkeln Grün der Bäume des Thiergartens, auf dem Balkon des Hauses Lenneestraße 8 standen die ehrwürdigen Gestalten der Brüder Grimm, die SÄff nähern sie ihres Festhaltens am Verfassungseidc von dem König von Hannover fünf anders Professoren entlassen waren durch ctri.hrirh Wilhelm IV. nach Berlin berufen worden. Ihnen galt die Ovation der BerUnn«Studentenschaft- Aber hinter ihnen tauchte die kräftige Gestalt eines lüngeren Mannes mit wallendem Haar und vollem Bart und gerotheten Wangen^ aus, der (SrfiArfhTirf her ^uaenb erkannte den Dichter des „Liedes der Deutschen und den de? unpolitischen Lieder" wegen deren er seine Professorstelle„ in Breslau von eben demselben König „roegen anstößiger Grundsätze und Tendenzen entsetzt worden war dcr di- Grimms nach Berlin berufen. Unendliche J-bel und brausende Hochs lArtfion rturfi fSnf fmann von Fallersleben entgegen, die begeisterte Jugend zog dann zum damals sanderfüllten Exercierplatz (jetzt Königsplatz), warf ^ Fackeln zulammen und brachte erneute Hochs aus Hoffmann, auf die Gottinger Sleben aus, Lia hie bis babin den Zug führenden Gensarmen nun dieselbe Jugend, der sie eine ©affe Satte« frei mach-n° sollen, auseinandersprengten. Und dabei bliet• eB niit. Hoffmann ward aus Berlin ausgewiesen und gegen das frift^e ßcben, ba3 damals die Studentenschaft Berlins durchwogte, mußten Rektor und Senat Einschreiten. Der iinin«>rfitat§rtd)ter Lehnert bekam viel zu thun mit Jnguiriren über diese und andere ® Ä bald darauf dem allverehrten Boeckh aus Anlaß seines Geburtsfestes ^>ensalls^ein^Fackelzug gebracht^werdens>llte, ertheilte der Polizei-Präsident die Erlaubnis Bedingung, wenn die „Excedenten" von dem Grimm'schen Ähuae oon her Betheiligung der Studenten feibft ausgeschlossen würden- Als die Studnftcnfchaft mit Entrüstung diese entwürdigend- Bedingung zurücka-i-sund lieb-r starfehua verzichtete — gab es neue Untersuchungen und als schließlich °hUrr ^ubentcn in einer Denkschrift an ben Senat für bie Rechte ber Stnbenten- Untren marb auf fie unglaublich aber wahr, der Landrechtsparagraph angi- imndet^"^Studttende, "wenn sie etwas btt ihrer Obrigkeit nachsuchen sollen dies nicht »aufInroeffe t“un " Sie mußten das (oäenannte Consihum abeundi unterschreiben, gSSÄWAres s erhra* unb Kommoben; was derselbe von da alles entwendet, wirb sich erst nach der Rückkehr bes Grafen feststellen lassen. Die gerichtliche Untersuchung wur e heute ™ Ö ^ort gewiß « fetten, unb deßhalb mag ein berartiger musicaltscher Protttz^wie^sich^am^osnabr^^ ^sien Kompetenz dazu nach Artikels Ziffer 16 der Reichsverfassung keinem Zweifel unterliegt. Auf diesen Gesichtspunkten beruhen bie Bestimmungen veS vorgelegten Gesetzentwurfs. Nach § 1 bet Bunbesrath bie Ermächtigung erhallen, Druckschriften unb Vereme, welche die Ziele der Locialbemokratie verfolgen, zu verbieten. Die auf Grunb dieser Ermachllgung erlassenen Verbote sollen der Kontrole bes Reichstages unterliegen, welcher befugt sem soll, vie Außerkraftsetzung !..a-k,lben berbeizufübren. In der Presse unv in bem Vereinswesen liegt der Schwerpunkt der sÄalistischen Agitation. Eine große Menge vielgelcsener Blätter verbreiten die socialdemokratischen -ebr n täglich in allen Theilen Deutschlands und tn allen Schichten der Bevölkerung. Hand in Hand mit der Presse wirken zahlreiche Versammlungen für die Zwecke der Soc.aldemokrat.e, 7nd in weitverzweigten Vereinen besitzt dieselbe in Deutschland.in höherem Maße eme emhelllrche «»b aescklossene Organisation, als in irgend einem anderen Lande. Das Verbot des Bundes- ^bes würde, so weit es sich auf nichtperiodische Druckschriften erstreckt, häufig erst eintreten E’S die Verbreitung der Druckschrift vollendet ist. Dieses gttt insbesondere von Flug- Kisten und Broschüren, welche auf Straßen und an öffentlichen Orten verbreitet werden. Dssbalb schlägt der $ 2 des Entwurfes vor, die Polizeibehörde für befugt zu erklären, die Verbreitung socialdemokratisch-r Druckschriften auf öffentlichen Wegen, Straßen, Platzen oder «n anderen öffentlichen Orten vorläufig zu verbieten. Em solches Verbot soll ledoch erloschen, eß nicht innerhalb vier Wochen von dem Bundesrathe auf Grund des $ 1 bestätigt wird, «ttk die nach dem 8 1 dem Bundesrathe zu gewährende Bcfugniß zum Verbote von Vereinen ^ü7de in vielen Fällen von geringer Wirkung sein, wenn nicht-gleichzeitig den Organen der Staatsgewalt eine entsprechende Befugniß in Bezug auf die Versammlungen beigelegt würde. Senn wenn auch Versammlungen, welche von einem Vereme veranstalret werden, von dem Verbote des Vereins mitgetroffen werden würden, so wird^doch bie agitation n^t Wo« in Len Versammlungen betrieben und die Erfahrung lehrt, daß sobald ein soeialdemokratischer Verein geschlossen wird, die von demselben bisher betriebene Agitation in Versammlungen fort- ae efit wird, welche sich nicht immer als Vereinsversammlungen quallficiren lassen. Es bedar Ler der in S 3 des Entwurfs vorgeschlagenen Bestimmung, wonach die Polizeibehörde befugt sein soll, Versammlungen im Voraus zu verbieten oder nach dem Beginn durch den von ihr entsandten Vertreter aLzulösen, sobald Thatsachen vorliegen welche die Annahme rechtfertigen, daü die Versammlung die Ziele der Soeialdemokratie verfolge. Die in ben SS 4 und 5 vor- n^Alflaenen Strafbestimmungen sollen die Durchführung der nach den §S 1 bis 3 zu erlassenden Anbote fichelstellen. Wenn endlich in S 7 bie Beschränkung ber Gültigkeit des Gesetzes auf ^nen Zetttaum von drei Jahren vorgesehen ist, so beruht dies auf der Absicht, die Freiheit der Vreffe und des Vereinswesens auch der Soeialdemokratie gegenüber nicht langer zu beschranken, als mr Sicherung des Staates und des öffentlichen Friedens unumgänglich nothwendlg st, und auf der Hoffnung, daß es nach Ablauf von drei Jahren eines solchen Schutzes nicht mehr bedürfen werde. Um mein Lager in IvwacttÄtraareit einzuschränken, verkauft ich solche von heute gegen baar mit Wohnungs-Veränderung. 3089) Meine Wohnung befindet sich von heute an in dem Hause des Herrn Emil Schmall, Frankfurter Hof. Christian Schwalb, Dachdecker. Enal. Orig.AampfArelchmaschinen ä-?ocomobilm von Clayton & Shuttleworth der größten Fabrik bitter Branche in England. Heber 600 combl. Sätze wurden von mir nach Süd. und Mtiel-D-ntschland verlauft. Lieferung franco auf jede Eisenbahnstation, Garantie, Zahlungserleichterungen. Ausführliche illustr. Cataloge auf Anfrage gratis und franco. 3214) HEINRICH LANZ in Mannheim & Regensburg. Literarisches. ^llustrirte Iagdreitung. Organ für Jaqb, Fischerei unb Naturkunde. Heraus- gegeben vom k. Oberförster H. Nitzsche. 5. Jahrgang. Nr. 16 enthalt: ©aujagb in einem Klostergarten von G. o. b. Borne. — Des alten Forsters Geist. Gebicht von Paulus mit Illustration. — Jagbbilber aus Ostinbien von H. v. Clausewitz. — Büchsen von kleinem Kaliber u. f. w. Verlag von Schmibt & Günther in Leipzig. 3 JC. halbjährlich. Als Anhang bazu erscheint: „ Bibliothek für Jäger und Jagdfreunde. Von erfahrenen Fachmännern herausgegeben. 10. Lieferung: Zur Naturgeschichte ber Walbschnepse von Freiherr v. Thüngen. Jährlich 12 Hefte, 6 pro anno. Alle Buchhanblungen unb Postanstalten nehmen Bestellungen an. Sehirfsberleht. Mitgetheilt von bem Agenten bc8 NordbeMschen Lloyd E. W. Dietz in Gießen. Southampton, 22. Mai. Das Postbampsschiff Weser, Gapt. G. Meyer, vom Norbbeutschen Lloyb in Bremen, welches am 11. Mai von Newyork abgegangen war, ist gestern 6 Uhr Abenbs wohlbehalten hier angekommen unb hat nach Lanbung ber für Southampton bestimmten Passagiere, Post unb Labung 7 Uhr Abenbs bie Reise nach Bremen sottgesetzt. Die Weser überbringt 328 Passagiere unb volle Labung Alle Sorten Eelfarben, Leinölfirniß 98 50 573 65 JL 368 3M,örere Arbeiter können Schlafstelle et; ballen. (3233) Liudenplatz 244. In der Schulstraße ist ein Familienlogis von 3 Zimmern (3128 nebst AugeKör yi vernriethen Robert Stuhl, CloldliNche eingetroffen. Wilh. Balser. 2363) am Rath Hans. HO 122 350 90 Aersteigerungen. Arbeitsversteigerung. Dienstag den 28. d. M., Nachmittags 2 Ubr, dick, sowie zum Anstrich fertig, Fußboden-Anstrich, Fußboden-Lack, Damarlack, Copallack, empfiehlt in besten Qualitäten die Material , 3226) Der Bedarf an Brennholz für Großherzogliches Hofgericht dahier pro 1878/79, bestehend in 80 Rmtr. Buchen-Scheitholz, soll Samstag den 1. Juni d. I., Vormittags 10 Uhr, im Hofgerichts-Canzleigebäude in Accord gegeben werden, was hiermit zur Kennt- niß der Jnteresienten gebracht wird. Gießen, den 22. Mai 1878. Im Auftrag Großherzogl. Hofgerichts: Böger, Hosgerichts-Protocollist. und im Juli bezrehbar. Nähe- res in der Vxped. d. BlttS. per Pfd. 60 Pf empfiehlt Gesangbücher in grosser Auswahl bei Wilhelm Klee 3231) Portland-Cement, Stuccaturgips, Sandstein- und Thonplatten, Kaminrohre ___bei Emst Piftor. AeUgeöotenes. 3220) Ein kleines Wobnbaus nebst Garten mit vielen Sorten Obstbäumtn, auf dem Hamm, ist zu verkaufen. Näheres in der (Aped. b. Bltts. 3235) Dectmalwaagen, Tafelwaagen mti und ohne Marmorplatten, Uhrcnwaagen, Sackkarren empfiehlt Emil Pi stör. co Z 3229) Zur Eröffnung meiner Wirthschaft „Zur Kartslust“ fxntet Sonntag den 26. ÄNai Ta.H2Mlu.cii statt, wozu ergebenft einladet * ®**aäi*** Gesucht werden Dienstmädchen, welche in Küche und Hausarbeiten tüchttg erfahren sind und gute Zeuanisse aufweisen können. Dieselben er- halten gute Stellen durch (3234 ___Frau Müller, Löwengasse 161. 3232) Mehrere Mädchen für Haus- uüd Küchenarbeit suchen Stellen zum baldigen Eintritt. Näheres ertbeilt Vermietherin Frau Langsdorf, Ltndenvl. 244. 8. Hahn, Bezirksbauaufseher Arbeitsversteigerung. Dienstag den 28. d. MtS., Vormittags 9 Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Mainzlar nachfolgende Arbeiten öffentlich wenigst, nehmend in Accord gegeben werden: Ledertreibrlemen auch gegen Nässe widerstandsfähig empfehlen Gehr. Schuckart, 3223) Oberursel b. Frankfurt a. M. Maee.Handschuhe für Conft'rmanden empfiehlt billig und gut (3236 A. Fangmann. Für bevorstehende Verpflanzzeit der Blrnnengriippen empfehle reiche Auswahl von Geranium, Fuchsien, Petunien, Georginen, Levkoyen, Astern und Blattpflanzen zu Teppichbeeten. (3038 Carl Deines. schlagen, veranschl. zu . . 291 4) Maurerarbeit, veransch. zu 5) Planirarbeit, „ 6) Ehaussirarbeit, „ „ 7) Steinbrechen, Steinfahren Vo. «»'• u. Steinsetzen, veranschl. zu Danbringen, am 22. Mai 1878. Großh. Bürgermeisterei Daubringen. 3238) I. A.: Danksagung. . 3225) Für die große Theilnabme, welche unserer unvergeßlichen Knna UJitjcnöarijer während der kurzen Krankheit und bei ihrer Beerdigung gewidmet wurde, sprechen wir hiermit unsern tiefgefühlten Dank ans. Die tiefbetrübten Hinterbliebenen. 4c ’S‘-cction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühlffchen Univ.-Druck ,n sFr. Ehr. Pietsch) in Gietzen. schnell und hart trocknend, Petersburger Möbellack Eifenlack, . Berlin, ; iL"' * b m6? . ®ult 1,8 X.»« nttn bi, U* kl b, ft" 15 tui m'tote die ä W" beweist pl°- di-« osficiös in bte We brjonders fehlt es nachgiebiger ©efinn nicht recht stimmen, schtffung bereit uni nach ßgYPten kome näher an Konstantii Lchisfe aus, um sie zu senden, sammelt Thronfolgers Beitri schon Dorbereitunge Tolleben in Konstc bulgarischen Jestuns lmingen hartnäckig mit einem Male ei Auch Oesterr sörderüch. In 9B1 Zwiespalt zwischen und spannt daher neueste Parole der den Orient im N über den rvestt ')albinsel ausdehnei ist darum steilich, rräsidenten ungeacht allen Forderungen feil Rußlands gege nsteres um so fest, Österreichs Haltur Ugland, bei dem vnschärfen. 3n unterricht Tchuwalofs'jchen „j b,t evtzlischen M lvvrven und die ru stimmung erwarten '^digung zwischen ^genblicke dürste tor einigen Tagen nach E Gunsten des ft "an»ten starren, S*bo,f * äbttKiu Sä** Spiafletarbeit, veranschlagt zu 212 50 Steinbrechen, Anfahren und Aesondere Aekanntmachung. En-tout-cas und Holzlieferung. . SonHwnsrh irme ö für Konfirmanden billigst bet 3237) a. Fangmann. Ä*in fast neuer Tommerüberrieher ist billig zu »erkaufen. (3230 Asterweg Lit. A. 125. Groß Buseck.________ Aermietyungen. 3215) Zwei unmöblirteZimmer, parterre, zu vermiethen. ____________Frankfurter Straße E. 16,3. 3216) Ein kleines Familtenlopts zu ver- wiethen. LouiS Friebel, Sandgaffe. In meinem Vorderhaus ist bas Mansarden- Logis zusammen oder getrennt zu vermie- tben und gleich beziehbar. Earl HaaS, 3241) o. d. Aktien traueret. 1684) Der zweite Stock meines Hauses ist zu vermiethen und auf Wunsch alsbald zu bezieheu. G Malkomesius II. 3050) Ein kleine- Mansordinlogts ver- mietbet L. Huhn, Bavtechniker. 2741) MöblirteS Mansardenzimmer mit Eabinet zu vermiethen. Gartfeld 11S3/1O 2594) Mansarde, an eine ruhige Familie oem 1. Juli an, billigst zu vermte- then._____________Näheres Anlage C. 25. 3183) FraEnrter Hof, III. Stock, ein möbltrteS Zimmer zu vermiethen und gleich beziehbar. Aufsetzen, veranschlagt zu Steinschlagrn, „ „ 360 — Mainzlar, den 22. Mai 1878. Großherzogl. Bürgetmetsterei Mainzlar. 3239) I. A.i L. Hahn, Bezirksbauausseher. O«rl 8cI»^vaN». Aermischtr Anzeige«. Verloren in der Stadt ein weißer wollener Teppich. Der redliche Finder wird gebeten denselben gegen Belohnung abzugeden im 32*8)__„Darmstädter-HauS*. 3217) Gesucht ein braves Dienstmädchen von einem älteren Ehepaar für Küche un8 Hausarbeit. Näheres N«-ue Anlage 6. 35._______ 3219) tÄastrvtnhen oder sonUlgcn soliden Personen ist der Verkauf eines überall leicht ve,käuflichen guten Artikels bei hoher Pro- vision zu übertragen. Franco-Offerten sind tnnerbalb 8 Tagen sub M. P. 800 postlagernd Carlsruhe (Baden) zu richten.__ Haushälterin, 3221) Eine gediegene Haushälterin, gefitzten Alters, auch mit der Erziehung von Kindern v traut und guten Empfehlungen, sucht entsprechende Stelle. Gefl. Offerten unter A. e. 6250S befördern ^aaf^n^ stein Sc Vogler in Frankfurt u M. 3224) Nr. 80 hat das Bügeleisen gewonnen. Ein neuer schwarzer = Tuchrock “ billig zu verkaufen. Näh. in der Exp. d. Bl. (3228 Leichte Sommerunterhosen u. Unterjacken in Wolle und Baumwolle, in allen Größen und Weiten empfiehlt zu sehr billigen Preisen. (3092 ______II» Kubsamen. Otlie Hasen werden schnell and dauernd natürlich wein mit Menyl, ein vorzügliches Präparat dee Chemikers A. Nieske in Dresden. Preis 5 Mk. Amtlich untersucht und al» unschädlich empfohlen. (3085 31S9) Kellner und Kellnerbursche sofort gesucht tut Restaurant OSca r Eichler, Marburg. 3188) Emige Mädchen, Im Kleider- machen erfahren, finde« Beschäftlguna bei Henriette Namspeek, SelterSweg, im House deS Herrn Kaufm. Schwager. Ein Lehrling ">r -'n b'-sige« Fabrik«-w-s, gdudit 3135) Näheres in der Exved. d Bl. 319t) Ein Mädchen im Büglen geübte rrünscht in und außer dem Huuse Be- schaftigung. NabereS Kirchenplatz A. 23. r 3201) Ein braves DtenstmSdchm auf sofort gesucht. Neuenweg B. 177, im Hinterhaus. 3240) Ein Laden in sehr fri qucnter Lage der Stadt, worin ein rentables Geschäft betrieben wird, ist mit Logts per 1. October d. I. anderweitig zu vermiethen. Nährres in der Exped. d Bl. 3167) In der Wtlhelmtzftraße ist ein Parterre-Logis von 5 Zimmern zu vermte- then und l.Jult zu beziehen. Nähei-es bei ___________________________I Blitz Logis und Kost für einen Schuler in einem freundlichen Hause in der Nähe der Neal- fchule. Näh. Gartenstr. 165. 2257) Ein FamiltenlogiS und ein Man sardenztmmer zu vermiethen und den 15. Mai beziehbar. F. Felsing. 3081) Ein Familienlogis, aus 4 Zimmer bestehend, ist zu vermiethen. ___Schloßgasse Nr. 258. 2915) Ein fleundlich möblirtes Zimmer zu vermiethen bet Valentin Herdt, Glaser, Walltborftr. 145. 2868) Der 3. Stock meines Houses, — 5 geräumige Zimmer mit Zugebör — per 1. August zu vermietben. Dr. Dornseiff 2667) DaS bisher von Herrn Emil M ö hl bewohnte Logis (früher Möhl's Garten) bestehend aus 7 Zimmer ist auf den 16 Juli zu vermiethen. Koch, Banunternebmer. Marktstr. D. 23. 27*57) Empfehle meine Fenster-Jalousien neuester Eonftruction incl. Anschlag, lange Garantie, beste Ausführung, Muster zur Ansicht stets angeschlagen. Achtungsvoll Ehr. Hvreyftck. Ilerreu-Sonuenschirme empfiehlt in reicher Auswahl zu billigen Preisen. (3091) H. Rühsawen. Frische Butter von 10 Pfund ab, ä 80 Pfennig empfiehlt , 3199 _____Julius Wallach* Nene Matjes-Häringe ewpfieblt (3203 Emil Fischbach, Ein- u. zweithürige Kleiderschränke, Küchenschrank, Kom mode, 2 Consolschränkchen, Stuhle und sonstige aut ae haltens Möbeln brllig.