1878 Mittwoch den 27. März No. 53 Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS ‘kei. fintntgen, V- gv Berlin, 23. Marz. (Stn r trag wirst für dos Reichefinanz Amt g Leipzig (erste Rate) 35,000 Mk. Wie man versichert, ist das Cabinet, nachdem Corr- Deutschland. Darmstadt, 24. März. Das Verordnungsblatt für di- -v-ng des Großherzogthums Hesten, Nr. 1, enthält: RedactionSbureaur Gartenstraße B. 165. «rpeditionsbureaur Schulstraße B. 1«. 2. Ordensverleihungen. , ~ c s 3. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen eines fremden Ordens. ist zweifellos. Hesterreich. Wien. 23. März. Das Wiener Cabinet beantragt eventuell die Ab- haltungdes Congrestes ohne England; der Erfolg des Antrages ist zweifelhaft. — Dw Presse" erklärt, durch die geplante Vergrößerung Montenegros fei «.L..LLä-3.2«w.- »«-«•«• sä.”*;: Torvedo-Fabrik in Fiume die Lieferung für Rußland. — «DaUY ^etegrapv bestätic/die Existenz ein Geheimpacts, worin Rußland den türkischen Besitz garanürt und gegen einen etwaigen englifchen Angriff auf den Wafferstratzen die Stellung russischer Hülfstruppen zusage. Frankreich. Versailles, 23. März. Der Senat votirte heute das Budget des Cultusmsiustnänms mit einem" Amendement Belcastel s (Rech e) w-llches d von der Kammer gestrichene Do.irung der Seminar en wieder herstellt. Der Senat nahm ferner das Budget des Ackerbaumtntsterinms an. , Italien. 5. Ruhestandsveftetzung. S°. König!. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht i am 28 Octbr. den Kanzleiinspector bei dem Ob-rc°nßsto- rmm, Christian Heim, auf fein Rcchsuchen, unter Anerkennung seiner langjahri- gen treuen Dienste, in den Ruhestand zu versetzen. 6. Sterbefälle. Berlin, 23. März. Ein dem Dundrsralh zugegangener Etats-Nacy- ~ t 38,010 Mk. aus und als Abfindung an Yuiuia imu üiuic. _____ Außerdem ist eingegangen ein Entwurf wegen Uebernahme der bisher aus preußischen und sächsischen Landes-Fonds ge- Aten Pensionen auf's Reich. - Hobrccht's Ernennung zum Fmanzminister 1. Bekanntmachung Großherzoglichen Ober-Consistvriums, die Aufnahme der Candidaten der Theologie in das Großh. evang. Pr-b,g-r-D-mma,/ bett. Dieselbe lautet i „Mehrfach-Erfahrungen haben dargethan daß es m t grotz-n Mißständen sowohl für den kirchlichen Dienst, als auch für die Betreffende elbst verbunden ist, wenn Pfarramts-Candidatcn nod) llirer 6ntl“fful’.B de/ evang. Prediger-Seminar und sogar nach geschehenem Eintritt in das geistliche Amt ihrer Militärpflicht noch nicht G-nuge geleistet haben und zum Militärdienst herangezogen werden. Wir finden uns hierdurch veranlaßt, Bestimmung zu treffen, daß die Candidaten der Theologie in der Regel nu dann in das Prediger-Seminar ausgenommen-werden sollen, wenn ihre Mi war- Verhältnisse insoweit geordnet sind, daß, im Fall sie in ^enKirchendlensteh treten, ihie Abberufung zum Militär durch eine von uns ausgehende Unabkömmlichkeits-Erklärung verhindert werden kann, daß also insbesondere miliwrtang- ltch- Candidaten ^ihrer Militärpflicht vor dem Eintritt in s Seminar nachzu om- men haben. Den Gesuchen der Candidaten um Aufnahme m bad aunlnat finb Ausweise über die geschehene Ordnung ihrer Mil.tärverhaltniss- be zulegen. Dispensationen von der Erfüllung gegenwärtiger Bestimmungen behalten wir uns in einzelnen, ganz besonders hierzu geeigneten Fallen vor. *9 Wbt 8’/2 Uhr, JSW zsablagk. ___7, )swahl. 1 wird gebeten. (l78i üben aller Art, MeMer Mynger Anstigk- ixb AlfitÄM fir bei Kreis Gieße«. ---Preis vierteljährlich 2 Marl 20 Pf. mit Bringerlrchr. )er s ^3uS9:®nIb®1«H ®°»s in» । "A nie» 60* bT*1* :"ö-iid Z».. Parlamentarische Wochenschau. Berlin, 22. März. 'Die parlamentarischen Aussichten sind m dieser L Zustandekommen des Gesetzes nicht zu gefährden denStari unk s ^erreeibauses einnehmen und dadurch eine wichtige Frucht dieser Session retten wttd Dadas Lerrenhaus in der Forstdiebstahlgesetz-Frage und der ~ hni urbnunfl für Schleswig Holstein und Nasiau das gleiche mit dem Äll tj, I- * ">•" »" sich°-uf^-"-m" äderen "Orgämswionkgebiett^bem ' B-°rwal,^ JU widmen, auf welchem e d gr°tzt° ^-i,^W I keine ÄS"Xo"ki”-’~ L teil gestimmt sein. \rait eien um in den letzten Tagen der Session, sam erwogen und zur Reife gebr ch , Mpii4»«taas befriedigend zum Aus- -drängt durch das gleichzeitig- Tagen Reich«. g . gg-J fln ble -rag gebracht werden können. Es knüpfen sich « organisatorischer Frag- Eiftnbahnmintst-riums, s », l jS 6 ctfd)tint, ohne ge- und gesetzgeberischer Natur, daß es aller « . ?^r besten Consequenzen •VS L- L" $ syrstST-Ä Ä oder bei den Expropriationen em remes Etsenbahnmmtner' 1 -TftÄä ÄÄ'iSSX S» .....« nds 8% 1 ng w . , (Treibhaus) ittuug- rblage- i- '■** • Der VcrstoA. u,Stt 1 dm HE gwi-s* ^Korsebe les bese^ . r taub- - isLrA^ ko (16ti- M rk 1,80, 1,60 srtSw. ab. 7hr: entlichen Miigsiedcr ! t»hr. nd Setaillitunyn, ^chWe u., - übtinßmmen unb A Mt. (i'frii SR 23 Märr Wie man verpcverl, i|i va» «s-uvuiti, nuu/vim ------ ....... Petersburg, 24. März. Di- „Ag-nc- Russe" sagt i Dte Nachricht, Petersourg, habe, sein- Flotte aus bem Marmara-Meere tic ges-tzlich-» Fort.--»»,,-» an Studlr-»d- dem Wi»t».S-m-st-r ,877/78 b-tr. : L»-»' »W»JäES iUfleWkfen®i e^7n^den"23.°März 1878. Großherzog,ich^Univusitäls-Gericht. '== warum ^der b'ritsiche Botschafter Layard gegen die Einschiffung russischer Trup- pen p7°t°stir h bl ba baburch di- Ausführung des Fri-d-nsvertrages nur »tv oirfte hindert und di- Occupation des türkischen Gebietes nur verlängert wurde. Di- Einschiffung der russischen Garden sei in der That contremandirt. 1856 und das Protokoll von 1871 lenken und eine Resolution beantragen de- Inhalts, daß keine Macht sich willkürlich von ihren Vectragspfl chten lossaaen auch keine Macht auf Einhaltung derartiger V-rpfltchtimgen bestehen dürfe' nachdem sie sich selbst davon losqesagt habe. — Graf Stolberg hat das Amt als Stellvertreter des Reichskanzlers und Vicepräsident des preußischen Staatsmintsteriums angenommen. Der Abschluß der Verhandlungen mit Oberbürgermeister Hobrecht wegen Uebernahme des Finanzministeriums dürfte heute noch erfolgen. Petersburg, 25. März. Die „Agence Rüste" schreibt: Nachdem Rußland den Präliminarvertrag seinem ganzen Umfange nach den Congreß- mächten mitgetheilt und das Vorhandensein eines geheimen Vertrages bestimmt in Abrede gestellt hat, nachdem Rußland jeder Congreßmacht in gleicher Weise wie sich selbst das volle Recht zuerkannt bat, zu discutiren, Vorschläge zu machen und Entschließungen zu fasten, kann das Drängen Englands, Rußland seine Formel aufzuzwingen, nur als arge Chikane angesehen werden, worin sich eine verletzende Absicht offenbart. _ f 20 März. Der „Nat.-Ztg." zufolge hat Oberbürgermeister Hobrecht Mitgliedern des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung mitgetheilt, daß er den Posten als Finanzminister angenommen habe. London, 25. März, Abends. Im Unterhause erwiederte Northcote auf die von Courtney am 21. d. angekündigten Fragen: Rußland habe den Vertrag von San Stefano England und den anderen Pariser Vertragsmächten mttgethi'ilt; derselbe gehe heute dem Parlament zu. Die übrigen Anfragen zu beantworten, sei nicht opportun, da sie sich auf wichtige Angelegenheiten bezogen, über welche noch Unterhandlungen schwebten. Befragen Dilke's erwiderte Unterstaatssecretär Bourke: der britische Konsul in Salonichi sei nach Epirus und Thtssalien nicht in einer politischen Mission entsendet, sonder» behufs Einholung von Information. Er (Bourke') nabe nichts davon gehört, daß der Consul sich mit den Aufständischen in Ber- btndung gesetzt babe. Die guten Dienste des Consuls Sandwith hätten e'.n Abkommen zwischen der Pforte und den Aufständischen auf Kreta ber- betgefubrt, dock babe er (Bourke) nicht erfahren, ob ein gehöriger Waffenstillstand abgeschlossen sei. Die Pforte habe die Verbrecher aus den Gefängnissen fretgelasten; Layard sei instruirt, dagegen zu remon- stnren. Auf Anregung Baxter s theilte Bourke ferner mit: die Garnisonen üon 2 türkischen Plätzen hätten sich den Aufständischen ergeben. Kein Tbeil des Innern von Kreta könne jetzt als unter der Autorität der Pforte stellend betrachtet werden. 1 v Sourtnev kündigte an, er werde die Aufmerksamkeit auf den Vertrag von Kriechentand. Athen, 24. März. Admiral Hornby, von dem englischen Geschäftsträger Wyndham von der Gefahr unterrichtet, in welcher die christlichen Familien auf dem Olympos schweben, sandte ein Panzerschiff zu deren Beistände ul d zur Verhütung von Greuelthaten. Hobart Pascha hält mit der türkischen Flotte alle Zugänge zur See gesperrt, um die Insurgenten durch Hunger zur Ergebung zu zwingen. Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr» Eorrespondenz-Burearr. Konstantinopel, 25. März. Osman Pascha, welcher (wie gemeldet) in Begleitung von Reuf hier eintraf, wurde gestern Abend vom Sultan empfangen, welcher ihm den Großcordon des Osmanie-Ordens mit dem Stern in Brillanten und die goldene Militärmedaille nebst einem Ehrensäbel überreichte. Heute wird Osman auf der Pforte und dem Seraskierat mit großen Ehren empfangen. — Die in der Ebene von Bujukdere lagernden Truppen stehen unter dem Befehl Mehemed Ali's. — Der Sultan empfing ein Schreiben des Papstes, welches dessen Thronbesteigung notistctrt. Berlin, 25. März. Die „Post" erklärt wiederholt in bestimmtester Weise das Gerücht, daß der Eintritt des Grafen Stolberg in das Minlsterium den Rücktritt des Cultusmtnisters Falk zur Folge haben werde, für unbegründet. Wien, 25. März. Die „Polit. Corresp." meldet aus Brüssel: Mau scheine vielfach geneigt, die Weigerung Rußlands, die Uebermittelung der Friedenspräliminarien an die Mächte als Vorlage derselben an den Congreß gelten zu lassen, nicht als Rußlands letztes Wort anzusehen. Den vermittelnden Cabi- neten sei noch immer Spielraum geboten durch die mögliche Eventualität, daß das russische Cabinet die nach seiner Ansicht indiscutablen Punktationen der Präliminarien osficiell von der Vorlage eximtren und nach Anerkennung dieser Exemtion Seitens des britischen Cabtnets den übrigen Theil der Präliminarien der englischen Bedingung gemäß als Congroßvorlage declariren würde. Die Anbahnung eines Compromiffes auf solcher Grundlage würde der bisherigen Differenz zwischen Rußland und England den rein formellen Charakter benehmen, dieselbe aber bet ausbleibender Begleichung aus das sachliche Terrain placiren. — Demselben Organ wird aus Athen berichtet: Nachdem die Aufständischen die Katastrophe bei Litochoron erlitten und die Türken viele Christen niedergemetzelt hatten, sind 20,000 (?) Weiber und Kinder in das Kloster Melym- pion Dionysios geflüchtet. Assaf Pascha ist mit Regulären und Tscherkeffen gegen dasselbe im Anmarsch. Seitens der englischen Regierung wurde deren diplomatischrr Vertreter in Athen, Wyndham, hiervon benachrichtigt, welcher die Panzercorvette „Rubby" von der Flotte des Admirals Hornby nach der thessalischen Küste berief. t , 24. März. In Sanct Domingo hat sich eine provisorische R-glerung unter dem Vorsitz des Generals Gutllelmo gebildet. Die Wahl eines neuen Präsidenten soll baldmöglichst erfolgen. Der durch die Revolution angerichtete schaden ist sehr groß. New-Nork, 25. März. Das nach Nicaragua bestimmte deutsche Geschwader bat am 14 d. Panama verlassen und seine Fahrt nach Nicaragua fortgesetzt. London, 24. März. Das englische Uebungsschiff „Eurydice", von BarbadoeS kommend, wurde gestern durch einen plötzlichen Windstoß an der südlichen Küste der Insel Whigt umgestürzt. Ueber 300 Personen ertranken. Konstantinopel, 25. März. Jgnatieff und Reuf Pffcha in Begleitung von Osman Pascha und Tofik sind gestern Abend 5 Uhr hier beim Arsenal gelandet. Rom, 25. März. Der König unterzeichnete das Decret, betr. die Ernennung des neuen Cabinets, das in der bereits gemeldeten Weise gebildet ist Das Cabinet ist beeidigt und übernimmt sofort die Geschäfte. Berlin, 25. März. Se. Majestät der Kaiser hatte gestern Nachmittag eine längere Conferenz mit dem Fürsten Bismarck und empfing heute um V/2 Uhr den Botschafter Graf Stolberg, welcher am Abend nach Wien zurück- kchren wird. , , Lokal-Notiz. mnr (X K 7?' J?6- Die gestrige Volksversammlung in Wenz el'S Saalbau erwarten burn?* » ? $or.tra0 Herrn Referenten war jedoch nicht der Art wie n an nn nhbJ « ?ükau3 dem Hundertsten in's Tausendste. OhneZu.amm n- inM^nNichten, in Folge dessen wohlerworbene, gewissermaßen staatlich «arantirte Rechte geradezu umstoßen und einen großen Theil derjenigen, deren Existenz von dem Fortbestehen dieser Rechte abhängig ist. der Verarmnnq preis- Es würden mit dem Eingehen der in Deutschland bestehenden ca. 10000 Cigarrenfabriken wohl 50000 Menschen, nach Abzug derjenigen, welche bei der R^gie Verwendung finden könnten, brodlos; dem Reiche würden in den ersteren ganz imposante Steuerkcäfte verloren gehen und in den letzteren, welche seither auch ihr Scherflein za den Reichs und Staatsbedürfnissen beitragm konnten, ein Proletariat erwachsen, welches theils die bereits vorhandene Arbeiter- calamikät vergrößern, theils der öffentlichen Unterstützung anheimfallen müsse. Wozu eine so geschaffene Lage führen könnte, das bedürfe hohem Ministerium gegenüber keiner näheren Ausführung, aber eS sei gewiß, daß die Mittel einer gryym Anzahl der betroffenen Communen nicht ausreichen würden, um die dann forderlich werdende Armenunterstützung zu bewältigen. Neben den Fabrikanten und Arbeitern würden aber auch eine große Anzahl von Händlern und anderen von der Tabaksindustrie abhängigen Existenzen beseitigt, welche darauf hinge- wiesen waren, sich anderen Branchen zuzuwenden, wenn sie vermöge ihres Alters, ihrer Füngkeiten und ihrer materiellen Lage noch dazu im Stande stad; — otqe würden dann als neue Concourrenten auftreten und nach Beseitigung ihrer eigentn besseren Steuerkraft auch noch diejenige anderer Geschästsleuie und deren ^^^runzSfahigkeit unter Umständen in bedenklichem Maße verringern. -nn das Monopol, wie anzunehmen ist, zu Gunsten der ReichseinkÜnfte in gleicher Weise ausgebeutet werden sollte, wie in Oesterreich und Frankreich, k ,3 f9en$ eingeführt wurde, als dort diese Industrie noch auf Kindesbeinen r a2? 'te dort nicht entfernt so ausgebildet, so allgemein verbreitet und von solcher Bedeutung war, als sie in Deutschland ist und die nachtheiligen Folgen demnach auch nur in bedeutend geringerem Maße befürchtet werden konnten, so w/rd es doch lange nicht die erwarteten Erträgnisse bieten, da sicher anzunehmea ist, datz der weitaus größte Theil des rauchenden Publikums darauf angewiesen sein roirb, die Summe, welche bisher für diesen Genuß verausgabt wurve, nicht zu Erhöhen, ja es würde von Vielen sogar bei solcher Verkümmerung des gewohnten Bedürfnisses lieber ganz auf das Rauchen verzichtet. Frage man sich endlich, in welchem Maße unser Bezick und unser engeres Vaterland von dem Monopol betroffen würde, dann entrolle sich die nackte daß diese in ganz unverhättnißmäßig höherem Maße ooi den in Aussicht stehenden Nachtheilen hetmgesucht würden, als das übrige Deutschland, denn von den ca. 5 Millionen Mille Cigarren, welche das ganze Deutschland fabrlctrt, entfallen auf unsere Stadt allein etwa 100,000 Mille, also der fünfzigste Theil, während nach der BevölkerungSziffer auf unsere Stadt im Vergleich zu derjenigen des Reichs nur wohl der dreitausendste Theil kommen dürste. Ziehe man die wettere Cigarren- und Tabaksfabrikation Hessens mit in Betracht, so würde sich für das Großherzogthum ein wett bedeutenderer Antheil an der deutschen Tabaksinduftrie ergeben. Fast in gleicher Weise verderblich, wie das Monopol, würde die Einführung der amerikanischen ober einer ähnlichen Fabrikatsteuer wirken. Auch hier würbe oll» Einkommen für das Reich weil hinter den wahrscheinlichen Voraussetzungen Mrückbleiben und wohl fast die gleiche Masse von Steuerkräften verloren gehen. Bet diesem Modus der Besteuerung würden für den Betrieb der Fabrikation in dem seitherigen Maße bedeutend größere Kapitalien erforderlich sein und da solche wool in vielen Fällen nicht vorhanden sein werden, so müßte auch aus diesem Grunde eine Beschränkung eintreten, die sowohl den Zwecken des Reichs, wie auch der Wohlfahrt der Betheiligten und ihrer Steuelfähigkeit dem Staate gegenüber zum größten Nachtheil gereichen müßte. Es mürben sich ferner die zettrmlbenden Belästigungen und Benachtheiligungen der sich so oft wtederholeu- oen Revisionen in ber unangenehmsten Weise geltenb machen unb zu bedenken ohne alle Nctthwendigkeit hier dem Betrug, dem Schmuggel und viel- leicht auch der Bestechung Thür und Thor geöffnet und dadurch ganz gewiß der moralische Werth des Volkes, welchen man auf allen Gebieten zu heben und zu befestigen suchen sollte, sehr herabgedrückt würde. Es bestehen hier 18 Cigarren- unb Ladaksfabriken mit 27 Filialen auf ben umliegenden Dörfern, also im Ganzen 45 Arbeitsstellen, von welchen einige Häuser eine Anzahl an verschiedenen besitzen. Die für dieses System voraussichtlich eingeiührt werdende n^"iche Controle müsse hier also an je besonderen Tagen ftattfinden und würde schließlich, als ganz unerträglich, die Beseitigung der Filialen um so ge- ist" Folge haben, da der Fabrikvesitzer auch für etwaige Defraudationen, roelctye hinter seinem Rücken von Arbeitern mit oder ohne Absicht verübt werden, etnstehen müßte. Die ländlichen Arbeiter würden sich meist nicht dazu bequemen rönnen, den Dienst in der Hauptfabrtk fortzusetzen, weil sie ihren Heerd unb d e bamit D«rbunbCne Oeconomie zu solchem Zwecke nicht verlassen könnten. Die betheiligten Dörfer seien durch die Tabaksindustrie wohlhabend geworden, ne DOrb<Ä ,arm waren und würde der Verlust dieser lohnenden Neben. beschaftigung zweife Sohne die durch sie herbeigeführten günstigen Verhältnisse auch wieder verschwinden lassend ,nwird in dieser Eingabe ausgeführt, daß die Kammer keineswegs beabsichtige, her Einführung einer höheren Besteuerung des Tabaks überhaupt entgegen- treten zu wollen, wenn für das Reich eigene Einnahmen geschaffen werden sollen und -Weg von allen Steuerpflichtigen zu erheben nicht für zweckmäßig 01en der Keichseinkünste ierreich und Frankreich, :te noch aus Klndesbrlnen imein vubrellei und von die nachtheiligen Folgen rchtel werden konnten, so i'n, da sicher anzunehmea daraus angewiesen ; verausgabt wuroe, nicht : Verkümmerung des ge- S^f'unb unfer etijenä .«Holt fii di- m Maße oo.t den mÄus- Dnge Deutschland, denn Deutschland fabricir . also der M* * bt im LerM r» dtt fnmnten bürste ö " •ffen8 wit in Betrachl. mtenberer Antheil an der Idrl» ’' 51 unb d- nfor’ie«' müjt »»» «“8 Men W«* M Staate ftVbl‘ ’ fld)'° ;Jh in bebenkdN na^mubaae^ und vielem Schmu s jß der dadurch ganz« unb za stbieten I“ 6 8 gigarrtn5 also im erben " f^eben« «tut SttueÄ^e y "”i,n Handel und Verkehr. Gießen, 26. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pfd. JL 1—1.05, Hühnereier, per Stück 5 Gänseeier per St. 10 X Enteneier, per St. 6 X Käse, per Stück 5—10 X Käsemotre, per Stück 3 H, Erbsen, 1 Liter 24 X Linsen, 1 Liter 24 H, Tauben, das Paar JL 1.—, Hühner, per Stück JL 2.—, Hahnen, per St. Jt 2.20, Enten, p. Stück 3.60, Kartoffeln, 100 Kilo 7 50 H. Ochsenfleisch 70 per Pfd., Kuh- u. Rindfleisch 56-60 X Schweinefleisch 64 Kalbfleisch 50 btS 56 X Die Annoncen-Expedition Th. Dietrich Sf Eo. in Cafsel übernimmt die prompte Besorgung von Anzeigen in sämmtliche Zeitungen Deutschlands I unb des Auslandes zu Ortginalpreisen. (Alleinige Jnleraten-Annahme f. d. „Casseler iTageSpoft") N hier hq? J^anbdt, "‘err qi,;re Herrrn m dteBerk/ Herr Wir; 6 1tS J 8tS*»' ,°66,ri°8,l‘6-” SMeli. ! 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Stein, Architekt. then. 1821) Dlstricten Wannberg und Rosen- cbm ti Knüppel, ii an Oberhäuschen unb Spitz: 15,23 cbm n Rmtr. Buchen-Scheitholz, ii ii Buchen-Wellen, 1822) Böcher. 1830) Fr. Möhl. 3,64 3,95 5,95 5 91 ii ii u II II 335 70 27 9 ii ii 790 669 1194 636 1096 588 214 492 160 80 187 432 160 126 130 117 14 60 E'chen- Nadel- Rmtr. 120 Rm 300 „ den bei der Friedrichsbütte gelegenen Districten: 1) Altengericht, nach Zusammenkunft um Anfang ist jedesmal UM 9 Uhr Vormittags. Nadelwellen, Nmtr. Nadelstöcke. in den berg: 182 129 150 6 149 3575 83 11 3 17 70 325 4 12 2 119 2 8 1450 300 550 96 20 5 Der zu u „ Fichten Stangenholz in Schichthausen, Eichenstämme von 19—44 cm Durchmesser 5,61 cbm, Duchen-Stöcke, Eichen- „ Nadel- „ Freitag den 29. d. Mts., in den Dlstricten -Waldwies, Streiteck Buchen-Stockholz, „ Neisholz, bei dem Kiefernhorste: 45 Rm BuchemScheidholz, Rm Buchen Scheitholz, „ „ Astprügelholz, | 1810) Am 17. März wurde Abends 7 Uhr vom Clubgebäude bis zum Ludwigs- platz ein schwarzes Opernglas in Lederfutte- iqI verloren. Der redliche Finder wird gebeten, dostelbe gegen eine Belohnung im Hause des Herrn Schmidt am Ludwtgs- platz, mittlere Etage, abzugeben. auf dem Submissionswege vergeben weiden: Maurerarbeit,..... Steinhauerarbeit, .... Zimmerarbeit...... Dachdeckerarbeit, .... Schreinerarbeit, .... Schlosserarbelt, .... Glaserarbeit,..... Weißbinderarbeit, . . . • Spenglerarbeit, . . 3 Hainbuchenflämme von 18—32 cm Durchmesser und bis 7 m Länge = 0,88 cbm; II. Freitag den 5. April d. J. Bekanntmachung. 1720) Heinrich Nahrgang, ledig, von Odenhausen ist aus gesetzlichen Gründen unter Curatel gestellt worden. vermischte Anzeigen. 1811) Ein ordentlicher Junge kann das Drechsler-Geschäft erlernen. Zu erfragen in d. Exp. !!! Versteigerungs-Anzeige !!! Freitag den -9. März, Nachmittags 2 Uhr, läßt Unterzeichneter eine Partie: Tische und Slühle, .Banke worunter drei gepolsterte, ein Billard mit Zubehör und sonstige Wirthschafks-Utenstlieu gegen gleich baare Z- Hlung versteigern. 1835)Carl Fuhr, Restauration zum „Stern". Aerrnietyungen. 1812) Schlafstellen bei Chr. Hermes, Ttefenweg. Versteigerung. Heute Mittwoch den 27. März, Nachmittags 1 Uhr, lasse ich bei meinem Hause eine Partie altes Bauholz, Thüren und Ziegel öffentlich gegen Baar versteigern. Zusammenkunft im Ort. BerSrod, den 25. März 1878. Großherzogl. Bürgermeisterei Bersrod. Hungen, am 23. März 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen. Bender. Wohnungs - Veränderung. 1818) Meinen verehrten Kunden die ergebene Anzeige, daß ich meint seitherige Wohnung verlassen und nunmehr im Hause des Herrn Schlosser Nagel (Brandgaffe) wohne. Achtungsvoll Friedrich Döher, Schuhmacher Holzversteigerungen in den Gräflich Soims-Laubach'schen Waldungen. Versteigert werden: I. Donnerstag den 4. April d. J.: Distrikte Süflenkopf bei Weickartshain, »ach Zusammenkunft bei Holz- Versteigerungen. Hohversteigerung im Gemeindewald zu Bersrod. Es werden versteigert: Donnerstag den 28. d. Mts., 182») Mehrer» Maowen, welche Hau-- und Küchen Arbeit verstehen, suchen Stelle« zum baldigen Eintritt. Näheres ertheilt Vermtetberin Fra« Langsdorf, Lindevplatz 244. 179y; Zum i. April ein schönes Zimmer gesucht, auch mit Cabinck' von wem, sagt die Exped. d. Bl- 1 Warnung. Ich warne hiermit Jedermann, auf meinen Namen etwas zu borgen, da ich für Nichts hafte. Großenbuseck, 25. März 1878. Joh. Balth. Hahn I. Rechtsgeschäfte mit demselben können gültig nur unter Zuziehung des Cura- tors Heinrich Nahrgang III. Uebernahmslustige werden eingeladen ihre bezügliche längstens bis zum 4. April 1878, Vormittags 10 Uhr, bei unterfertigter Stelle tlnzureichen, woselbst auch der Plan und Voranschlag, sowie das Bedingnißhest zur Einsicht der Jntereffenten offen liegen. Die Abgebote haben in Procenten zu geschehen. beabsichtigt, am nächsten Sonntag den 31 März noch einmal zu lesen. (1827 130 - Offerten franco veranschl. // n Eichen-Stämme Buchen- „ Nadel- „ „ Derbstangen „ Reisstangen Pfiastererarbeit,........ Lieferung von 72 Cubmtr. Basaltmauersteluen, Lieferung von 18000 Stück Ruff-nbacksteine, Lieferung von 8 Cubmtr. Kalk, Lieferung von 26 Cubmtr. Bausand von Wohnbach oder Wölfersheim, .... Nadel-Stämme 50,81 „ Derbstangen 11.82 „ Reisstangen 4,08 Rmtr. Nadel-Scheiter, nummer 1 daselbst um 9 Uhr Vormittags: 400 Rm Buchen-Scheidholz, I 287 Rm Buchen-Stockholz, Fichtenstangen von 11 und 12 cm Durchmesser und bis 8 m Länge — 0,62 cbm; 3) Eichberg: Rm Buchen Reisholz, „ Salweiden-Durchsorstungsreiser, „ Fichten-Stangenbolz, zu Bohnen-, Lattenstangen rc. tauglich. Laubach, den 23. März 1878. Thum, Oberförster. Buchen-Stockholz, „ u. Nadel-Reisholz, ßürgerßcfefffdjnft Mittwoch den 27. März, Abends 8x/2 Uhr: Generalversammlung in der Restauration SCHNELL (Treibhaus). Tagesordnung: Berichterstattung. Rechnungsablage. Vorstandswahl. NB. An- und Abmeldungen bittet man bis zum 1. April Herrn Carl Brück, Goldarbeiter, zu richten. 1806)Der Vorstand. 2) Borngraben, nach Zusammenkunft um 10V2 Uhr an dem Fichtenwäldchen unmittelbar vor der Friedrichshütte: Vergebung oon Mitarbeiten. Nachstehende aus die Errichtung eines Anbaues an dem Landgerichts- Gebäude zu Hungen Bezug habende Arbeiten und Materiallieferungen sollen v4L. „ Prügelholz, Eichen- „ Nadel- Buchen-Knüppel, E'chen- „ Nadel- „ ^trthrhoii wetcve gründlich tn Haus- und Küchenarbeit erfahren sind, können sofort sehr gute Stillen nach- gewtesen bekommen bet 1745)______Frau Müller, Löwengasse. 1814) Ein braver Junge von anständigen Eltern wünscht bei einem Schreiner- meiste. in die Lebre zu treten; zu erfragen bet Herrn Photograph L. Orth._________ 1001) Strohhüte für Damen u Herrn werden aus's schönste gewaschen und fagonnirt bei 1 Fangmann. Odenhausen abgeschloffen werden. Grüuberg, den 15. März 1878. Großh. Landgericht Grüuberg. S e l l h eim, Ebel, Landrichter. Landg.-Affessor. 1816) Ein freundliches Mansardenztmmer ist zu virmtethen bet _________I. Han stein, Ludwigsstraße. 1823) Mödllites Mansardenzimmer mit Cabtnet im Köhler'schrn Hause, Gart- feld 1183/10.________________________________________ 1824) Mödlnles Zimmer zu vermiethen nächst der Kaserne. _____________________Wallthoistraße 199. 1829) Der III. Stock meines neuen Hauses an der Rcichensand - Bahnhofstraße mit 5 Zimmern, Küche nebst Zubehör zu vermie- 1625) Schlafstellen bet Geschiirdändler Pfeiffer, Tiefenweg 1124) In dtM ehemals Ronstad i'schen Hause ist tn dem neu aufgedauten dritten Stock eine schöne Wohnung von vier Zimmern rc. zu vermiethen. ____________________Gebr Scheel 1551) Ein Fumittenlogts zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Gg Noll, Gärtner, Licher Chaussee. 1675) Em Logis oon 5 ZtlliMern nebst Zubehör zu vermiethen u. sogleich zu bezie hen._____________________________I. Blitz. 1714) Mein Nebenhaus (FamilienlogiS) zum Allcinbewohnen auf 1. Juni zu oer- miethen. Auch ist in meinem Vorderhause ein grobes Mansardenzimmer mit Cabtnet (möbltrt) zu vermiethen. Oeconom Wagner, Morburoerstratze. 1726) E'N Logis, bestehend aus 4 Zimmern, Küche u. s- XD., sowie ein kleines Mansardenlogts im Vorderhause ist zu vermiethen und bald zu beziehen. _________H. Werner, Btsmarckstraße. 1757) Zwei möblirte Zimmer zu ver- mtetben.______C. W. D ie tz, Marktplatz. 1778) In der Nähe der Kaserne ist ein schön möbltrtes Zimmer zu vermiethen. _______________________Ktrcbenplatz A. 249. 1045) Ein Logis von 4 Zimmer nebst nöthigem Zugehör ist per 1. April an eine ruhige Familie zu vermiethen. Zinßer S» Schmidt. 1684) Der zweite Stock meines Huuses ist zu vermiethen und auf Wunsch alsbald zu beziehen._____G MalkomestuS II. 1741) Ein FamilienlogiS von 3 Zimmer zu vermiethen.______I. S chäcker Wwe. 1665) Vier Zimmer, Küche, Kammer, Keller, Holzstall. ______________Bismarckstraße B. 170,12. 1832) Für gleich oder später habe ein größeres u. ein kleineres Famtltenlogts zu vermiethen. Carl Lange. | Strolihiite werden zum Waschen, Färben ui d Faeontren angenommen. LouiS Gail, Mäusburg. 340) An- und Verkauf von getragenen Kleidern, Stiefeln, Hemden, Weißzeug, Betten, Gold und Silber, außer Cours gesetztem Gelbe, alten Oelgemälden, Antiquitäten, Kupfer, Messing, Zinn, Roßhaaren Werg, Möbeln rc. bei LouiS Rothenberger, Neuenweg 193, _____neben dem „Gasthaus zum Löwen". 1781) Einen tüchtigen Kellner gesucht ___________________________ „Caf6 Leib.^ In ein hiesiges Geschäft wird ein Mädchen gesucht. Näheres bei der Exp. d. Bl. 1749) Eine kräftige Person sucht Beschäftigung im Waschen und Putzen. Näh. ______________________Lindengasse A. 231. 1725) Ein Garten mit venchtedenen Sorten Obstbäumen zu verpachten oder zu verkaufen; zu erfragen in d. Exped. d. Bl. 1768) Eine perfecte Köchin sucht hiei oder Auswärts eine Stelle. Zu ersra ei bet der Exped. d. Bltts.1 1836) Am lctzten Sonntag bei bem trage (gr. Aula) des Herrn Palle^kt wurde eine Dorflecknadel aufgefunden. Auskunft ertheilt hierüber der Concertdtener Fr. Berg, 1831) Ein Mantel von einem Eesenbadv- Arbetter gefunden worden; abzuholen M Frau Damm, Neuenbäum No. 90. 1817) Ein Kindermädchen auf sossst gesucht bei 1 ________Justus Lenz, am Bahnhofs | Theater* *** Mittwoch den 27. März: Zum Benefize für den Komiker Hamm Flotte Hurwrlie. Vorder: Alles besetzt, oder: Er ist taub. P sie in 2 Acten von Georg Lotz. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. V ML SBetieffeiV Wir sehen de' unb Betragen der Fo Für die Schn Betressen Wir machen t. April an unterfa« i retungen zur Anzeige 8olge 22. sto Di-se ***> «.te Die Freunde bt fürchtet, die unsere in Zukunft auf einer Wei tenen sie errichtet wi ichnnt vor den Augen Mr wohl deshalb, i iHigl-Liberalen eine S Parteien zu fürchten fi iunstömittel in der Pa «nb reactionäre Parteie Etaatsschiff lenkt, als ^vniige Fortschrittler u ^eialiöllius zu nahe zu hak daher au ^^skrvative Element aev des Reichskanzle Aschen Minisieriums Escheidenden ®rQfen j 6011 Hannover, @ st," $er??ll,lll*i Wunß anbetrifft, so ™' ®‘b«iituno ?a,la®ei|t«rlfd dn national w ÄWp nit,9 nicht "^^L^neren