a|| «r. 224. Donnerstag, den 26. September 1878. Nation B(». lrrailgiiter Ulfa. 'a beträgt Blt assirt und » ! Essens nJ Werd®> da, gutes G|J h- und Ent. . Hichener Myeiger Imeizk- rnib Amtsblatt fit des Kreis Gieße». 1M- ~W» «W* mit »u-n-hm- M OTontafl», ««■ Einladung gim Abonnement auf den 20 'lorgenjeitung. im In tr ir (16.) n . 30.3® ® \ In der Stadt // n 3m (6.) Wahlbezirk Oppenheim Dr. Wchröder zu Worms. Pfed- (1.) [ ta W f (2.) (7.) (6.) n ii rr tr fr « in ftM (io.) (ii.) der 1 // Kreise. >s5 Nevenwez Derselbe erscheint täglich, mit Ausnahme Montags, und kostet für die Abonnenten in der Stadt Gießen vierteljährlich 2 Mark Pfg., frei ins Haus geliefert. 1 it ir Stadt rr tr Reinheim Bierbrauerei-Besitzer Georg Schönberger in Groß Bieberau. Groß-Steinheim Schriftsteller Wasserburg von Mainz. In der Provinz R h e i n h e s s e n: Mainz Commerztenrath Betz und Beztrksgerichtsrath Bockenheimer zu Mainz. Bingen Bürgermeister Allmann zu Bingen. Worms Fabrikant Nicol. Reinhart zu Worms. ichstr- eilt wyE Grünberg Freiherr von Nordeck zur Rabenau in Frie- delhausen. Herbstein Bürgermeister Schmalbach zu Crainfeld. Schotten Gutsbesitzer Sturmsels zu Ulfa. Friedberg Buchhändler Scrtba zu Friedberg. Gießen Hofger.-Advocat Dr. Muhl zu Gießen. Alsfeld Fabrikant K. Grünewald zu Alsfeld. In der Provinz Starkenburg: Darmstadt Banquier Otto Wolfskehl und Rentner Diehl zu Darmstadt. Offenbach Fabrikant Böhm zu Offenbach. richt die „HEst, auf beh Gebiete, M gibt sie eim lkbenheiten im > Grliche Bni-bd 3^ Erscheinen 'n Morgenzeitvnz" >rt zu übermitteln lsätze und beleuchte! , kritischer Weise, ngen in Heffen bei !seßt, ein getremz Snummer wird den !lieferti AboonementZxrei; rigen Bestehens in jenen Waldeck einen "den. Zie eignet Die Einrückungs- Deutschland. Darmstadt, 24. Septbr. Bei der heute durch die Wahlmänner statt- habten Abgeordnetenwahl zum 23. Landtag wurden gewählt: :tä. 59,919,631 ’ 12,761,159 n 1 schreiben, wenn in der socialdemokrattschen Preffe mit Recht aus diesen Vorgängen Capital geschlagen werden wird. — In der Commission liegt der Schwerpunkt der Entscheidung bei den sieben National-Liberalen. Bestimmt ist, daß gegen das Gesetz in jeder Form stimmen die sechs Mitglieder des Cen- trums und die zwei der Fortschrittspartei, dafür die.sechs Conservativen. Läßt mau die Namen der national-liberalen Commissions-Mitglieder Revue passtren, so werden nach der in parlamentarischen Kreisen herrschenden Meinung für das Gesetz mit mehr oder minder unbedeutenden Abänderungen stimmen: Gneist, v. Puttkamer und Harnier, dagegen werden nur unter sehr einschneidenden Aen- derungen für das so amendtrte Gesetz stimmen: Bennigsen, Lasker, Stauffen- berg und Schauß. Es läßt sich daher über das Schicksal des Gesetzes noch gar nichts sagen. Alles kommt auf die Stellung an, welche der Bundesrath den Amendements gegenüber etnnehmen wird. Berlin» Das Retchs-Eisenbahnamt hat unter dem 17. Septbr. eine Verfügung an sämmtliche Eisenbahn-Verwaltungen Deutschlands gerichtet, in welcher dem § 22 des Betriebs-Reglements für die Eisenbahnen Deutschlands vom 11. Mat 1874 eine wettere Ausführung gegeben wird. Es wird in Bezug auf diesen Paragraphen bemerkt, daß bei Formirung der Züge die Zahl der Nichtraucher-Coupes der Erfahrung gemäß ausreichend bestimmt, und daß ferner den Zugführern durch Überweisung einer Anzahl entsprechender Schilder die Möglichkeit gegeben werde, unterwegs dem hervortretenden Bedürfnis obhelfen zu können. In gleicher Weise macht die Verfügung auf die Bestimmung im § 12 aufmerksam, daß allein reisende Damen auf Verlangen möglichst nur mit Damen in einem Coup6 zusammengesetzt werden sollen. — Die Elbschafts-Regulirung des verstorbenen- Geh. Commerzienrathes Borsig nähert sich jetzt ihrer Beendigung, und man kann, wie der „Berl. Börs- Courter" schre'bt, einigermaßen das Vermögen übersehen, das derselbe seiner Wtttwe und seinen Kindern hinterlaffen hat. Es beträgt in Staatspapteren und baarem Gelde in runder Summe 33 Mill. Mk., von denen 18 Mill, auf die Gattin, 15 Mill, auf die Kinder des Verstorbenen kommen. Dabei sind die großen Borsig'schen Fabrikanlagen hier und in Oberschlesien nicht mit eingerechnet. Berlin, 22. Septbr. In Folge der von mehreren Seiten erhobenen Klagen über die schlechte Qualität des für die Standesamtsregister verwendeten Pavieres hat sich der Minister des Innern veranlaßt gesehen, die Einsendung von Proben dieses Papieres anzuordnen und über die Qualität und Brauchbarkeit deffelben das Gutachten der technischen Gewerbe-Deputation zu erfordern, gleichzeitig die Erwägung anzuregen, wie dem Uebelstande abzuhelfen sei. — Fürst Bismarck hat die von der Militärbehörde vor dem Reichskanzler- Palais ausgestellten beiden Schilderhäuser wieder entfernen laffen. Berlin, 23. Septbr. Der „Berl. Börs.-Ztg." zufolge übernahm das bekannte Consortiuui für die Anleihe Preußens und des deutschen Reiches abermals 30 Mill. Mk. Reichsanleihe, welche einen Theil der vom Reichstag in der vorigen Session bewilligten Credite bilden. Der Uebernahme-Vertrag sei heute genehmigt und danut perfect geworden. Kassel, 23. Sepbr. Die gestrige Ovation, welche dem Kaiserpaare, sowie dem Kronprinzen nach dem Kirchgänge von der gesammten Schuljugend Kaffels dargebracht wurde, war eine der erhebendsten, die jemals dargebracht worden ist. Se. Majestät führte des Oefteren das Taschentuch nach den Augen, um die hervorquellenden Freudenthränen zu trocknen. Fast 3/< Stunden blieben die kaiserlichen Majestäten auf dem Balcon und ließen die ganze jugendliche Schaar, stets huldvoll grüßend, an sich vorüberziehen. Mehr als Zehntausend aus dem Volke waren Zeuge des herzlichen Aktes. Karlsruhe, 22. Septbr. Der Minister des Innern, Stöffer, hat dem altkatholischen Bischof Reinkens bezüglich der Ehelosigkeit der Geistlichen in Baden auf deffen Anfrage erwidert, daß letztere seit dem badischen Gesetz vom Jahre 1869 über die Beurkundung des bürgerlichen Standes nicht mehr ein * geh-Anstalt When, A lischtn Stosst, n, | Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch im IV. Quartal 1878 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben laffen. Die Abonnenten, welche -en Anzeiger abholen, erhalten denselben zu 2 Mark. Für alle außerhalb Gießen wohnenden Abonnenten beträgt der vierteljährige Abonnementspreis 2 Mark excl. Postgebühr. Dieselben können nur bei der Post oder den Landpostboten abonniren. — Um vollzählige Exemplare liefern zu können, ersuchen wir unsere geehrten Abonnenten, ihre Bestellungen rechtzeitig bei der ihnen zunächst gelegenen Postanstalt oder den Landpostboten aufgeben zu wollen. Die Re-aetion. 77,000,000 ' । j lnthi'l am *' md Auch"- In der Provinz Ob er Hess en: (9.) Wahlbezirk Lauterbach Bürgermeister List in Lauterbach. (6.) --- ~ ~ - „ Pfeddersheim Bürgermeister Möllinger zu dersheim. (9.) „ Rieder-Ingelheim Gutsbes. George zu Büdesheim. unu w-r Berlin. Ueber die Wahl des Abg. Gneist, statt Bebel's, in die Kom- n> cfn MM/ Won zur Vorberathung des Socialistengesetzes erfährt und bemerkt die lü'at sind od«^.^olks-Ztg." Folgendes: Der Seniorenconvent hatte sich am Dienstag dahin gemacht, daß, nachdem der Abg. Sonnemann zu Gunsten Bebel's '^-iterrnZ^Wückgetreten war, in die Commission zu wählen seien: je sechs Mitglieder ie ö Centrums, der Conservativen und der National-Liberalen und zwei der 36 Wk 'Aiischrittspartei. Das 21. Mitglied sollte durch die Abtheilung rite gewählt c’ ' r vttden, doch war dabei vorauszusehen, daß unter Zustimmung der wilden tm - j. tziuppen der Abg. Bebel von der Abtheilung gewählt werden sollte. Das Loos zur Wabl die zweite Abtheilung, in welcher das günstige Stimmenverhält- $ für die Conservativen und den rechten Flügel der National-Liberalen vor- ^en ist. Bei dieser nun am Mittwoch vollzogenen Wahl wurde zur nicht eißE gelingen Ueberraschung Abg. Gneist mit 20 Stimmen gewählt, während auf MN Bebel nur 6 fielen. Bei dem Wahlact in der Abtheilung fehlte weitaus < <0* ilit die Hälfte der Mitglieder, viele Mitglieder hatten auch bereits die Heim- angetreten. So gelang den Conservativen der Steg mit Gneist. Da die -—Konservativen durchaus nicht für Bebel stimmen wollten, ein Mitglied ihrer Partei aber nicht durchsetzen konnten, so stimmten sie für Gneist, in der richtt- ■ber Voraussetzung, daß dieser mit ihnen in der Commission durch Dick und Tlt/ Cünn gehen werde. Ihnen schloß sich der rechte Flügel der National-Liberalen 1T- der in der Fraktion entschieden überwiegt. Die Wahl Gneist's erregte tinlße Verwunderung, nicht zum Mindesten bei dem linken Flügel der National- ' r, Oralen, der in der Fraktion die vom rechen Flügel befehdete Wahl Lasker's t-’bie Commission gegen die Candidatur Gneist's durchgesetzt hatte. Der Aus^ IW Bebel's ist ein politischer Fehler und haben sich die Parteien selbst zuzu- 3m (13.) Wahlbezirk Wolfskehlen Obersteuerrath Baur zu Darmstadt. Michelstadt Bürgermeister Weihrauch zu Ober-Moffau. Groß-Umstadt Stadtrichter Königer zu Darmstadt. Telegraphische Depeschen. Waauer'S telegr. Gorresvpnde«r-««rea«. Berlin, 24. September. Die Commission für das Soctalistengesetz nahm mit 13 gegen 8 Stimmen den § 7 mit dem Amenvement an, wonach bei periodischen inländischen Druckschriften die Landespolizeibehörde des Bezirks, wo die Druckschrift erscheint, zuständig für das Verbot ist, Bet § 8 beantragt Kardorff für den Bundesrath als Recursinstanz zu setzen: Bundesamt für Heimathwescn. Laut Gesetz vom 6. Juni 1870 besteht dasselbe aus einem Vorsitzenden und vier Mitgliedern, die auf Vorschlag des Bundesraths auf Lebenszeit ernannt sind. Der Vorsitzende und mindestens die Hälfte der Mitglieder muß die Qualifikation zum höheren Richteramt haben. Die gegenwärtigen Mitglieder sind: König (Präsident), die Geh. Regierungsräthe Wohlers und Göpel, Obertribunalsrath Holleben und Kammergerichtsrath Leske. Der Abg. Schmid (Würtemberg) beantragt als Recurs-Jnstanz eine Behörde, die der Bundesrath ad hoc ernennt und deren sämmtliche Mitglieder richterliche Qualification haben sollen- Lasker beantragt, die DiScussion über die Anträge abzubrechen, um den Mitgliedern der Commission Zeit zu Besprechungen darüber zu lasten- Die 9 bis 15 werden mit geringen Abänderungen angenommen- — lieber § 16, die Ausweisung socialdemokratischer Agitatoren und die Concessionsentziehunaen bctr., findet eine längere Debatte statt, die heute nicht abgeschlosten wurde. Minister v. Eulenburg tritt entschieden für die Fassung der Vorlage ein, da die socialdemokratische Agitation nicht nur in der Preste und den Vereinen, sondern auch in ihren Agenturen und hinsichtlich der Colportage verfolgt werden müsse. Prag, 24. September., Die beute im Landtage erschienenen czechischen Abgeordneten gaben eine Erklärung ab, wonach sie bei ihren früheren Verwahrungen beharren, jedoch versuchen wollen, ob ihre durch den Eintritt in den Landtag bethatigten versöhnlichen Gesinnungen Erfolge erzielen würden. Wien, 24. September. Gestern sind die Verhandlungen über den neuen Handelsvertrag mit den italienischen Abgesandten Elena und Axerio eröffnet worden. vom bürgerlichen Rechte anerkanntes Ehehinderniß bilde, und daß daher altkatholische Geistliche, welche nach Aushebung des Eheverbots seitens der kirchlichen Gewalt eine Ehe eingehen, von civilrechtlichen Nachtheilen unter der Herrschaft des badischen bürgerlichen Rechtes nicht getroffen werden können. Selbstverständlich bleibt es, daß diese ministerielle Austastung für die richterlichen Behörden nicht bindend sei, wo etwa deren Entscheidung hinsichtlich der rechtlichen Wirkung Ehe-Eingehung für den einzelnen Fall einzutreten habe. Die Ordnung der ganzen Angelegenheit stelle die badische Regierung lediglich der zuständigen kirchlichen Gewalt anheim. Frankreich. Paris. Der Gang der zwischen Midhat Pascha und dem Divan ge- pfloaenen Correspondenz war nach dem „Journal des Döbats" folgender: Um ben 25. August hatte der türkische Botschafter in London, Musurus Pascha, dem verbannten Staatsmann zu eröffnen, daß der Sultan geneigt wäre, ihn zurückzuberufen, wenn er darum nachgesucht hätte. Midhat erwiderte unter dem 31. August, er danke dem Sultan für seine großmüthige Initiative und wünschte allerdings mit seiner Familie nach der Türkei zurückzukehren und sich an dem Ort, der ihm gefiele, niederlasten zu dürfen, da er unter den obwaltenden Umständen nicht nach Konstantinopel kommen möchte. Hieraus wiederum entgegnete der Sultan mit einem zweiten Telegramm, welches der türkische Botschafter in Paris, Baris Pascha, Midhat am 16. Septbr. zu überreichen hatte: er nehme mit Besriedigung von dem Briefe vom 31. August Act und lade ihn dringend ein, sich seinem Wunsche gemäß nach Kreta zu begeben: ein Staats- schiff werde ihn, sobald es ihm gefällig sei, nach der Insel bringen und ein hoher Würdenträger vom Palast ihn in Kreta begrüßen. Demgemäß wird Midhat Paris demnächst Verlusten und sich in Marseille direct nach Kreta einschiffen. (Ist geschehen.) Von anderer Seite wird noch hinzugesügt, daß der Sultan der Familie Midhat Pascha eine Pension von 200 Pfund monatlich ausgesetzt und ihm selbst für seine Reisekosten 1000 Pfund (1 Pfd — 20 Mk-) zur Verfügung gestellt hat. Marseille, 23. Septbr. Vor seiner Abreise von hier äußerte sich Midhat Pascha gegenüber einer Deputation von hiesigen Inhabern türkischer Staatspaptere folgendermaßen: Wenn er auch nicht wieder an's Ruder gelange, werde doch von der türkischen Regierung die Finanzfrage geregelt werden, sobald die politischen Verwickelungen geschwunden sein würden; das sei der Wunsch des Sultans. „Die Einstellung unserer Zahlungen war das Signal unseres Niederganges; die wenn auch nicht vollständige, so doch theilweise Wiederaufnahme derselben wird das Signal der Auferstehung sein. Die türkische Nation kann ihren verlorenen Rang nur wiedergewinnen, wenn sie ihre Finanzen reorganistrt. Italien. Rom, 23. Septbr. Der Gesundheitszustand des Papstes ist befriedigend ; derselbe empfing heute Pilger aus Piemont und verschiedene andere Persons. _ „Voce della VeritL" erklärt es für unbegründet, daß in den Verhandlungen zwischen der päpstlichen Kurie und Deutschland Schwierigkeiten betreffs der Art der Anwendung der Matgesetze entstanden seien. Ebenso entbehre die Meldung der „Times" aus Rom, betr. die angebliche Revtston des zwischen der Kurie und Belgien bestehenden Concordates vollständig der Begründung; dieses Concordat habe niemals bestanden. Rußland. Worms, 24. September. Im Wahlkreis Worms wurde Fabrikant Reinhart (nat.-lib.) zum hessischen Landtags-Abgeordneten gewählt. — Ja Pfeddersheim erfolgte die Wiederwahl von Müüinger (nat.-lib.), in Oppenheim desgleichen von Schröder. Bukarest, 23. September. Dem Journal „Orient" wird aus Tultschr telegraphisch gemeldet, daß sich Banden organisirt hätten, um der Besetzung der Dobrudscha durch Rumänien Widerstand zu leisten und daß an dieselben Waffen — man spreche von 8000 Gewehren — vertheilt worden seien. — Der Fürst von Rumänien wird morgen von Schloß Sinai hierher zurückkehren. — Dem Journal „Vocca" zufolge ist eine russische Commission im Begriff, die bisher von den Ruffen oceupirten Kasernen m Galatz an die Rumänen zu übergeben. London, 24. Septbr. „Daily Telegraph" will wissen, daß das Ca- binet zur Berathung der asganischen Frage unverzüglich zusammentreten werde. — Einem Telegramm des „Standard" aus Simla vom 23. d. zufolge fand heute eine Specialsttzung des Raths des Vicekönigs statt. Der Befehlshaber der Grenztruppen reiste mit geheimen Befehlen von Peshawer ab. Die Zusam- menziehung einer großen Streitmacht an der Grenze ist angeordnet; 12,000 Mann sind bereits concentrirt. — Die indische Presse verlangt Abbitte Sei- tens des Emirs von Afganistan oder die Besetzung Afganistans. — Die Times" glaubt, die militärischen Operationen dürsten vor Frühjahr nicht stattfinden. England könne warten und dem Emir Zett gewähren, um anderen Sinnes zu werden. Wien, 24. September. Officiell. Die erste Division rückte nach dem siegreichen Gefecht bet Senkovic und Baadin Oziak vor bis Rogatica und 6e« setzte diesen Ort. Aus den Berichten der Einwohner geht hervor, daß die Insurgenten theils nach Visegrad, theils nach Gorazda entflohen sind. Die Gesammtzahl der Todten aus Leite der Insurgenten beträgt wett über 400. — Die Spitzen des 3. und 4. Corps rückten nach Dolnje Tuzla vor; aus der dortigen Cidatelle wurde unter Loyalitäts-Kundgebungen der Bevölkerung die Kaiserflagge aufgehisst. Der Fall von Bihac scheint von entscheidender Wirkung zu sein. Aus allen Gegenden erscheinen Deputationen ^und Erklärungen der Unterwerfung. — Von Banjaluk wird gemeldet, daß Streifcommandos von Piedor und Sanskinost gegen Krupa und von Kluc in der Richtung nach Bihac entsendet seien. Die Gegend von Petrovac sei durch bewaffnete Banden uw sicher gemacht. __ Lokal-Rott z. Gießen, 26. September. Die .Darmst- Ztg." erhält nachstehenden weiteren Bericht über die von dem historischen Verein für das Großherzogthum Hessen in Darmstadt durch Herrn Gustav Dteffenbach in Friedberg unternommenen Ausgrabungen auf der Capersburg: „Bei fortgesetzten Nachgrabungen auf der Capersburg fand sich eine gepflasterte resp. mit großen rauhen Quarzitplatten belegte Straße rechtwtnkeltg von der Straße, welche von der porta decumana nach dem Prätortum führt, abjwetgend nach der Sette der porta sinistra hin. Weiter fand sich an derselben Sette an derselben Straße von der porta dooumani zum Prätortum ein Hypocaustum. Ferner kamen die Fundamentmauern einer langen Säulenreihe auf berfelbm Seite an der Straße von der porta decumana zur porta praetoria zu Tage. Auch die Fundamente eines halbrunden gegen die Stntstrasette gerichteten ThurmeS am Prätortum und zweier weiterer Gebäude, welche sich an die Setten des HalbthurmeS anschlteßen, wurden fretgelegt- Diese Aufdeckungen sind um so interessanter, alS .sie ganz und gar von der Construktion des Prätoriums auf der Saalburg abwetchen. Die Fundstücke flnd relativ unbedeutend und bestehen in einem Sandstetnbrocken mit Merkmalen einer Inschrift; einer sehr massiven Sandsteinplatte mit einer sch nalen sehr tiefen Einsenkung (zur Befestigung einer Broncestatue) am östlichen Anbau am Petersburg. Nicht nur Petersburg, sondern auch Moskau hat seine Wera Saffulttsch. Russische Blätter melden nämlich, daß am 12. d. Mts. vor dem Moskauer Schwurgerichte das 23jährige Fräulein Alexandra Paulowna Wenetzka, die Tochter eines russischen Staatsrathes, des Mordversuchs angeklagt gewesen ist. Das Mädchen beabsichtigte, den gefürchteten L-taatsprocureur Przewalski zu tödten, hatte aber irrtümlicher Weise den Stellvertreter desselben, Namens Prozorowski, welchen sie für den Procurator angesehen hat, mit einem Revolverschusse schwer verwundet. Die Geschworenen haben die Ange« klagte einstimmig freigesprochen und im anwesenden Publikum fehlte es darob nicht an lärmenden Beifallsbezeigungen für die befreite Verbrecherin und ihren Vertheidiger. Nähere Details über diese Copie des Sassulitsch-Prozesses versprechen die russischen Blätter demnächst zu bringen. Amerika. Washington, 23. Septbr. Die deutschen Tabaks-Delegirten hatten heute eine Unterredung mit dem Regierungs-Commissar der directen Steuern. New-Orleans, 23. Septbr. Die Gesammtzahl der bisherigen Erkrankungen am gelben Fieber beläuft sich aus 7972, die der Todesfälle auf 2514. Halbthurme. Ein Sandstelngestmsstück an der porta praetoria gibt Zeugniß, baß diese eia Prachtbau gewesen. r Ein Stempel der Legio XXII primigenia pia fidelie auf einem Backstelnstuae: terra aiglUata Stücke mit Topferstemveln, barunter MA.CIOF, welcher sich auch irn Musen I zu Wiesbaden befindet, und DIGNV . . . (DIGNVS fand sich auf der Saalburg); brd Speerspitzen; eine Agraffe aus Wetßbronze etyenlhümltcher Form; ein besonders schöne großer Eisenschlüssel; ein Eisenmesser; ein Eisenlöffel mit senkrechtem Stiele; eint Eisenspitze mit rechtwtnkeltg stehender Tülle, wie ssch solche mehrere auf der Saalburg sanden; ein Eisenkalkmetsel; ein EisenstyluS; Etsenrtnge, Kloben, Bänder, Beschlägt, Nägel und andere Etsenqegenstände; ein Bronzeblechstretfen mit schönen Etngraoirunzm, ein Bronzering, ein B.onzeschtldchen (Verzierung eines Schlosses?) eine Bronzesch.lt der größte Theil eines sehr großen R aus Bronze mit Resten von Nieten, etneBro^l münze, ein runder Bleigegeustand, Thonkügelchen, ein Steinringstück, ein schwarz Pollrstein (Blutstein) zum Goldpoliren, ein Stück Bleistufe, GlaSrest:, Schleudersteine (Flußgeschiebe), Schleuderkugeln aus Sandstein und porösem Basalt in und am Pcä toriumthurme, eine hüosch erhaltene Silbermünze, deren Avers: imp autoninas pius a.g Revers: invictus sacerdos aug. ein schönes, blattförmiges, durchbrochenes Brouzecharniw ,band und viele Thierknochen seien als weitere Fundstücke erwähnt." Gießen, 25. September. Zur Begrüßung Sr. Majestät unseres Kaisers, soii.' auch unseres Großherzogs strömte gestern Nachmittaa eine ungeheure M-rschenmai! nach dem Bahnhofe. Leider hielt der festlich geschmückte Extrazug nur einige Mimre- und dann dampfte er mit dem theuren Haupte der deutschen Nation nach CoblNj weiter. Kurze Zeit als der Kaiser!. Zug abgefahren, bestieg unser Landesoater eliti zweiten für denselben bestimmten Separatzug, welcher ihn nach der Residenz entführt Bei seiner letzten Anwesenheit auf hiesigem Bahnhofe soll sich Se. König!. Hoheit erbeten haben, daß der Perron abaefperrt werde und unterblieb dieses auch gestern Lk» Publikum drängte sich denn auch an den Zug heran um in nächster Nähe feinen g"' blaen unb wahrhaft geliebten Fürsten zu sehen und benselben freubigst zu begrüßen. Vermischtes. — Eine Bestie. Aus Marburg in Oesterreich schreibt man: ,3m hiesigen Bahnh)- ereignele sich bieser Tage eine grauenhafte Szene. Die mit bem Agramer Zuge anlanga den türkischen Gefangenen würben hier auSwaggonirt, um gespeist zu werben. Wä-rn dieselben nun in Reih und Glied aufgestellt waren, stürzte plötzlich ga-iz_ unoerfebnj einer der Gefangenen, ohne baß eine äußere Veranlassung bazu gewesen wäre, auf etxi Solbaten von ber Begleitungsmannschaft, warf benselben zu Boben unb begann V- an ber Kehle zu würgen. Sofort stürzten einige Solbaten herbei unb versuchten zu- auf einen freien Platz nächst dem Bahnhofe geführt und dort angesichts seiner fangenen erschossen. Vor seinem Tode erklärte er, daß er habe sterben willen, ch< <- jedoch ins Jenseits ging, wollte er noch einen Giaur ums Leben bringen; jetzt sei - Berlin. Eine jugendliche Xantippe. Der verwittwete Rentier L, bem bofe Zungen behaupten, baß sein schöner Lockenbau unb feine blendenden Per zähne von ben teuersten Künstlern fabrizlrt seien, mochte ben Wittwenstanb nicht lanz« ertragen unb beschloß, sich wieder zu verheirathen. Er hatte aber eine Tochter A etwa 20 Iihren, vor ber er sich gar sehr fürchtete, benn sie führte ben Pantoffel mit berfelben Meisterschaft wie ihre verstorbene Mutter. Nach langem Zögern er enblich den Muth und tbeilte der Tochter feinen Entschluß mit- Als ob seine Al- Frau leibhastig vor ihm stände, solch' eine e>cene führte bas Mädchen nach dieser Lkr theilung auf, unb als sie gar erfuhr, baß die Erwählte eine Jugenbfteundin von u- lu sie etutN aa daö fi $ Vater umal ü ja «ater, der SfeÄ -AÄFÄ ÄKkö jtfÄ8 M auf de '^klankte der klei Ä" Die Aerjte eckav •> .Regeln bet L über Lu-LT i jtbocb ruhig- 3 . »Id« »iU* 'n inti«« - ma” • j auSgearbeitete deutsch« ^jenb." DaSKMM -n tm unicheinbares „r, I ";ubn tiefer Ausgabe, n ■-.! jtrcmten die Gedanken ! in Natur zugeschrieben i ‘ €ttl anfeuern können, x j-r feine edle Begchnune timen auf der Liste - 1 - Eine Bitte i Wetschen, haben in dies 3 5» Pfn i|#) ”«i MC'*«' ««»'s ’’91) gorbetunge k" an ben ’?»»d)tnbab(er i 'S®** ^ENtlicheA, VMM 5785) Jn unferei *i,l heute folgender ( worben: Georg Neidl unb Inhaber eines mit Nähmaschinen .,T. Neidlinger iu solchem am 9. ^schäft in Gießen ließen, ben 21. C Großh. Etadtge 8dttid ®lt bem 1. *» >!• 1« SM1 n I . \ W M 19 b c «Oft. «IWawhä^tr, hX ^erbardgstati ^NenütrwaUund 1 Wn btn 23. ^roßherzogliche V. -___ Altva Müller. 5782) Gießen. giebt 5129) !! Lacke!! ä 50 Pfg. und höher von beute ab : Damenstiefel in Wichsleder L 4 50 H. bet Georg Grieb Schloßgasse. Leidende greifen häufig zu den abenteuerlichsten Mitteln, um die verlorene Gesundheit wieder zu erlangen und schädigen dadurch nicht selten ihren Körper noch mehr. Wir erachten es daher für unsere Pflicht, die geehrten Leser, in erster Reihe aber alle Kranken auf ein medicinisches Werk aufmerksam zu machen, welches die meist vorkommenden Krankheiten in volks- thümlicher Weise bespricht und die geeignetsten Mittel zur Heilung derselben angiebt. Es ist dies das reich illustrirte, 544 Seiten starke, in 105. Auflage erschienene Buch: „Dr. Airy's Naturheilmethode", Preis nur 1 Mark. — Versäume kein Kranker, sich dies ausgezeichnete, in den meisten Buchhandlungen vorrätbige Buch anzuschaffen; die kleine Auslage macht sich hundertfach bezahlt, nur sehe man beim Einkauf danach, daß auf dem Umschlag die Firma der Verlags-Buchhandlung: „Richter's VerlagS-Anstalt, Leipzig" steht, da sich diese Empfehlung nicht auf die täuschend ähnlichen Nachahmungen bezieht._____________________________________________ Bekanntmachung. 5785) In unserem Ftrmen-Regtster ist heute folgender Eintrag vollzogen worden: Georg Netdlinger, Kaufmann und Inhaber eines Handelsgeschäfts mit Nähmaschinen unter der Firma „G. N e i d l t n g e r" in Hamburg, hat zu solchem am 9. d. M. ein Zweiggeschäft in Gießen gegründet. Dießen, den 21. September 1878. Großh. Stadtgericht Gießen. Bötticher. Oeffentliche Aufforderung. 5791) Forderungen, sowie Ansprüche ■jeher Art an den Nachlaß der Philipp Damm Eheleute in Birklar sind innerhalb 4 Wochen dahier anzumelden, wenn sie Berücksichtigung finden sollen. Lich, 18. September 1878. Großh. Landgericht Lich. Weyer. Lahrer Hinkende Bote, deutscher Reichsbote, Landkalender bei Ernst Balser. Wiederverkäuser erhallen den höchsten Rabatt. (5651 OeffentlicheAnfforderung. 5789) Forderungen und Ansprüche j-bet Art an den Nachlaß der Andreas Heim Eheleute von Holzheim sind, wenn sie bei desien Regulirung Berücksichtigung finden sollen, innerhalb 4 Wochen bet -uns anzumelden. Lich, 18. September 1878. Großh. Landgericht Lich. Weyer. Versteigerungen. Freitag den 27. September, Nachmittags 2 Uhr, soll in der Wohnung der Frau Hofgerichts- Advocat Fuhr im Hause des Schreiner Stückrath, Schwarzlach, verschiedene Möbel: ein Sopha u. 6 Stühle, 4 Tische, Kleiderschrank, Spiegel, ein Ofen mit Rohr und eine Partie Weinflaschen meistbietend versteigert werden. Gießen, den 24. Septbr. 1878. Großh. Ortsgericht Gießen. Astrachan - Caviar empfiehlt (5686 Emil Fischbach. Prima Lachslorellen empfehlen (5786 I. A. Busch Söhne. Obst Versteigerung. Montag den 30. September, des Vormittags um 10 Uhr anfangend, soll das hiefige Gemeindeobst, in Aepfel und Zwetschen bestehend, öffentlich versteigert werden. Bemerkt wird, daß eine bedeutende Quantität Aepfel von vorzüglicher Qualität zur Versteigerung kommt. Rödgen, am 23. Septbr. 1878. Großh. Bürgermeisterei Rödgen. 5799) Jnderthal. Merhcssischk Eisenbahnen. 5803) Mit dem 1 October tritt der Nachtrag II. zu Theil II., sowie der Nachtrag V. zum Heft 19 des Mitteldeutschen Verbandsgütertarifs vom 1. November 1877 in Kraft. Exemplare des Nachtrags V. k 5 find t den Verbardsstationrn und unserer Drucksachenoerwaltung hier zu erhalten. Gießen, den 23. September 1878. Großherzogliche Direktion. I. V.: Altvater. ,, -Chagrinstiefel ä 7 ,, -Kidstiefel mit Pariser Absätzen ä 7 Jl. 80 Warme gute Hausschuhe mit Ledersohlen h 2 «X Mädchen-Schulstiefel mit Rahmensohlen (Handarbeit) von 3 an. Herren-Zugstiefel von 7 «x an. „ -Schaftenstiefel in gutem Wichsleder von 8 50 H an. Ferner für Herren gute Filzpantoffel mit Ledersohlen von 2 Jt. an, Neiterstiefel von 18 jt. an. Giessen, am Kreuz — 203. — 5802) (lieben Herrn PH. Schlatt er.) Turh und Buckskins für die jetzige Saison in allen Qualitäten empfiehlt unter billigster Bedienung (1916 Marktstrasse 25. NB. Reste, und zurückgesetzte Stoffe zu Frauenkleider, bedeutend unter dem Preise. Großherzogliches Salmen- und Bergamt Bad Nauheim. von der Großherzogl. 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Ist das der Dank für den Baum, der zur Bildung dieser Aestchen 4—6 und mehr Jahre seinen Saft angewendet hat? All' die Aestchen sind Tragholz, an denen sich für die folgenden Jahre die Fruchtaugen ansetzen! So viel Aestchen unter dem Baume liegen, um zwei-, dreimal so viel Früchte hast du dich für die nächste Zeit gebracht. Und wenn du dich darüber beklagst, daß die Bäume wenig Tragknospen haben und wenig Frucht bringen, so trägst du selbst zum Theil die Schuld. Hat der liebe Gott den ganzen Sommer gebraucht, um die Früchte reifen zu lasten, so kannst du dir auch mehr Zeit nehmen, die reife Frucht zu sammeln. Also Schutz und Schonung deinem eigenen Baume; Schutz und Schonung aber auch dem, der nicht dein eigen ist. Gemeinden und Besitzer größerer Anpflanzungen, welche den Ertrag des Obstes verpachten, sollten mehr darauf sehen und kontraktlich feststellen, daß die Bäume nur geschüttelt und die dann noch daran hängenden Früchte sorgfältig abgepflückt würden, wie dies auch bei Kirschen geschieht. Verstand und Gewinn gingen mit einander Hand in Hand. — Selbstaufopferung eines Gatten. Ein betagter Deutscher Namens Karl Lehmann, aus Lahr in Baden gebürtig und zuletzt in Nr. 50 Allen-Str., Newyork, wohnhaft, der eines lahmen Beines wegen keine beständige Arbeit mehr finden und seine greise Gattin nicht ernähren konnte, hat sich in der vorigen Woche selbst den Tod gegeben. Er hoffte, auf diese Weise seiner Lebensgefährtin Aufnahme in ein Asyl für Greisinnen zu sichern und sie gegen fernere Noth zu schützen. Wie er in einem hinterlassenen Briefe mtttheilt, hatte er sich vorher bet der Stifterin jener Anstalt wegen der Aufnahme seiner Frau in das Asyl erkundigt und den Bescheid erhalten, daß nur Wittwen ausgenommen werden könnten. Um dies Hinderniß zu beseitigen, machte er seinem Leben ein Ende. — Ein neuer Name. Ein neuer Lehrer kam in die Schule. ,,Du, Kleiner, wie heißt Du?" fragte er einen Jungen auf der unteren Bank. „Hannes!" — „Du heißt nicht Hannes, sondern Johannes!" sagte der Lehrer. „Unv Du, Kleiner, wie heißt Du?" — „Ich heiße . . . Jo-Fritz!" antwortete dieser mit funkelnden Augen. Im Anschlüsse an die Ernennung zu Hoflieferanten Sr. Majestät deS Königs von Holland ist dem Hause Gebrüder Stollwerck neuerdings die gleiche hohe Auszeichnung und Anerkennung der Vorzüglichkeit seiner Cacao-Präparate von Sr. Majestät dem Könige von Belgien zu Theil geworden. Die Kaiser!. Deutsche Marine hat das Stollwerck'sche Cacao-Fabrikat nach eingehender Prüfung zu Lazarethzwecken eingeführt. ____________________ sei, da machte sie etiicn wahren Höllenlärm. „Aber die Minna ist ja noch vier Monate jünger wie ich — daS gibt ja einen Scandal in der Stadt ab- — wetterte das Mädchen, daß dem Vater förmlich Hören und Sehen verging. Das alte Herz hatte aber einmal Feuer gefangen, und alles Scandaliren half dem Mädchen nichts. ,©o heirathe jch Mtnna's Vater, der auch Wittwer ist; dann bin ich Deine Schwiegermutter und werde Dir, wie es einer Schwiegermutter zukommt, Dein Leben so sauer machen, daß Du keine frohe Stunde mehr haben sollst!" Mit diesem letzten Trumpf, den sie aus- fpielte, hatte sie ihr Spiel vollständig gewonnen. Der geplagte Mann wurde bet dieser Drohung förmlich bleich, dieses heftige Töchterchen sich als seine Schwiegermutter zu denken, verursachte ihm eine wahre Gänsehaut. Er machte noch einige schüchterne Versuche, das Mädchen günstiger zu stimmen, doch als sie ganz entschieden bet ihrer Drohung blieb, gab er mit einer wahrhaft komischen Resignation jeden HetrathS- aebanken auf. — Wir finden in der „Odess. Ztg." nachstehenden traurigen Fall berichtet. Der Knabe B- brachte seinen Angehörigen einen Kranz von Immortellen; da der Vater B. wußte, daß solche Kränze meistens bet Tobten gebraucht werden, so frug er seinen Sohn, woher er den Kranz habe, und es zeigte sich, daß den Kranz ihm ein anderer Knabe gegeben, der ihn auf dem Friedhöfe von einem Grabe genommen hatte. Binnen drei Tagen erkrankte der kleine B- ohne sichtbare Ursache plötzlich an der Dtphtherttts und starb- Die Aerzte erkannten, daß die Ansteckung von dem Kranze herrührte. — (Regeln bei Annahme von Dienstboten.) 1) Miethet nie ein Mädchen, welches sich über seine letzten Arbeitgeber tadelnd ausspricht. Eine solche Person hat eine böse Zunge, wird auch in eurer Familie zu tadeln finden, stets Unannehmlichkeiten veranlassen, und auch über euch bei anderen Leuten sprechen. 2) Miethet nie etne. welche Alles zu verstehen vorgibt. Sie wird wenig, wenn überhaupt Etwas, verstehen. 3) Miethet nie eine solche, welche fragt, was sie zu thun und nicht zu thun habe. Alles, was ihr darüber sagt oder anhört, wird euch spater Verdruß bereiten. 4) Miethet nie solche, welche viel davon sprechen, wie ihre vorige Herrin Dies oder Jenes that. Sagt fest, jedoch ruhig: Jede Hausfrau hat ihre eigene Art und Weise, die Dinge zu tbun, und diese hält sie als die beste für sich; sie erwarte Befolgung in ihrer Art und Weise dies zu thun. — Die Folgen eines „r". Man schreibt aus Stuttgart unterm 16. d.: Hier sollten die Jünglinge, welche zur Hochschule abzugehen gedenken, daß Zeugniß ihrer Reife ablegen. Qum Thema des deutschen Aufsatzes wurde die Aufgabe gestellt: „Die Natur, eine Erzieherin der Jugend." Just um die Tage der Prüfung war es in dem Thalkessel der Neckarstadt wie anderwärts sehr schwül und dem einen Caudidaten^seßen die Torturen der Prüfung mehr zu als dem anderen — man kann sich verhören, und kurz und gut, der von einem Examinanden säuberlich ausgearbeitete deutsche Aufsatz trägt die Ueberschrift: „Die Natur einer Erzieherin der Jugend." Das Komma, das schon oft in der Welt eine tückische Rolle gespielt, fehlte; dafür war ein unscheinbares „r" zu viel. Und wie ging der feurige Jüngling, angespornt von dem Aauber dieser Aufgabe, in's Zeug; wie floffen da die Sätze, wie bauten sich kühn die Perioden, wie strömten die Gedanken! Nimmer hätte der pädagogische Zweck, den die Herren Professoren der Natur zugeschrieben wtffen wollten, das Jüngltngsherz so begeistern, zu solch blühendem Styl anfeuern können. Leider soll die Prüfungs-Commission für die Auffaffung des Jünglings und seine edle Begeisterung nur ein geringes Verständniß entwickelt haben, denn sein Name prangte obenan auf der Liste — der Durchgefallenen. „, — Eine Bitte für die Obstbäume. Unsere Obstbaume, namentlich Aepfel und Zwetschen, haben in diesem Jahre reichlich Frucht getragen und die Ernte des schönen Obstes bstehrndkn wdlniD roßherzozlhui in Friedberg * ich eine gepflM tg von der end nach der End der porta deoumani ei-e ans beweibe , Tage. MtllmTtrurrnü ;n bti HMhM! i । unb gar doh V.: mSMtiM« e mit einer schM östlichen Wii ngniß, daß blflim »Inem BackDii^ ! sich auch iin MM> der Sialbarfl);-': ein besondrr? M- rechtem 6tkk: i- re auf Der |*ji Baader, oncnW«*r ?i eine Mi, ein W" zrest-, Tchle^ alt in und ui t' ip anton cheneS'öronM ' Meres Kaistd " eheuce i /nur einiges Natian «E ler Landesva^, >ses auch E. ssr| ‘Ä **;- Opf« en, ,anze M H Hß Restauration zum Stern. 5806) Heute Abend: Haas-Essen, Hasen-Paftete, -Kagout und -Braten. Neues Sauerkraut, Salzgurken empfiehlt (5808 Karl Hoffmann« AeUgeöolenes. 5807) Eine fast noch neue Kelter steht zu verkaufen bei__Louis Sony. Forbacher Formziegel von Gebrüder Couturier, Prima Dachpappe, Mastic-Dachlack, Portland-Eement von Dyckerhef &| Söhne, Thonröhren zu Wasserleitungen und Appartements-Anlagen, Feuerfeste Steine, Tuffsteine und Kaminröhren, Mosaikplatten in diversen DessinS, Thonplatten. Trottoirplatten, Sandsteinplatten, fein und halbfetn geschliffen, Tröge, Krippen, Waffersteine, Kamindeckvlatten, Kandelrinnen rc. empfiehlt zu billigsten Preisen (5660 Fr. Müller II. Fraiikf. Würstchen, ä 20 Pfg., empfiehlt (5746 G-g, Wilh. 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Realschule: Soldau. 5647) In der Serie gezogene — om 30 September 1878 sicher gewinnende Großherzogl. Badische fL 33 Loose, Hauptgewinne jl. 68,371. 43, 17,142. 86 rc. rc. sind zu JL 261. 14 und nacd Vorautzkürzung des pertnuften O'winms Ganze ä 160. —, Halbe k JL 80. —, Viertel k Jt 40. Achtel k 20. — nrb Sechszehntel* Antdeile ä 10. — noch voirätbtp im Bank und Wcchselgeschaft von Moriz Stiebei Sohne in Frankfurt a. M. Zttr fjeflk Beachtti/ng» Meinen geehrten hiesigen und auswärtigen Kunden die ergebene Anzeige, daß wegen hoher Feiertage von nächsten Freitag Abend 6 XJhr bis Sonntag Abend mein Geschäft geschlossen bleibt. 5780)J. M» SclilllilOl» 5790) Die nächste Tanzunterhaltung findet Sonntag den 29. d. Mts. Der Vorstand. .Kircljiiicil)}’ zu Lich. Auf allgemeines Verlangen wird die hiesige Kirchweihe wie in früheren Jahren gefeiert. Sonntag den 29» Septbr., Nachmittags: Tanzmustk in meinem Gartenlokal, Abends Ball im Hause (zum Einhorn). Montags: geschloffener Ball daselbst. Für reingehaltene, abgelagerte Weine, sowie für gute Speisen ist bestens gesorgt. Um zahlreichen Besuch bittet 5801) Der Unterricht beginnt Dienstag den 1. October, Morgens ~ i dem Herausgegeben von Dr. Fr. Oetker. Von entschieden liberaler und deutsch-nationaler Tendenz bespricht die „Hessische Morgenzeitung'' in täglichen Leitartikeln die hervorragenden Ereignisse auf den Gebieten der Politik, der VolkSwirthschaft und des Handels. In ihrer Tagesschau gibt sie einen gedrängten und scharf gesichteten Gesammtüberblick der neuesten Begebenheiten im )n- und Ausland, und widmet dem parlamentarischen Leben durch ausführliche Bericht: erstattung die ihm gebührende Aufmerksamkeit. Durch ihr zweimaliges Erscheinen am Tage und durch direkte telegraphiscbe Berichte wird es der „Hessischen Morgenzeitung' möglich, die neuesten Nachrichten (Politik und Börse) ihren Lesern sofort zu übermitteln. Im Feuilleton bringt sie allgemein belehrende, sowie unterhaltende Aufsake und beleuchtet die Erzeugniffe der Kunst und Literatur in durchaus unabhängiger, kritischer Weise. Besondere Bedeutung legt die „Hessische Morgenzeitung" den Vorgängen in Hesien bet und wird durch zahlreiche Specialcorrespondenten in den Stand gesetzt, ein getreues Bild unserer provinziellen Entwicklung zu liefern. Mit der Sonnlagsnummer wird den Abonnenten ein besonderes illustrirtes Unterhaltungsblatt kostenfrei geliefert. Die .Hessische Morgenzeitung" erscheint 12 Mal per Woche, Abonnemmtspreis pro Quartal 3 at 75 sie bat sich wahrend ihres neunzehnsahrigen Bestehens in allen Tbeilen des ehemaligen Kurfürstenthums, wie auch im nahegelegenen Waldeck einen großen Leserkreis, namentlich unter der wohlbabenden Bevölkerung erworben. Sie eignet sich deshalb zur Verbreitung von Geschäftsanreigen vorzugsweise. Die Einrückungsgebühr von Anzeigen beträgt 20 H für die gespaltene Petitzeile. Cassel, 1878. Die Expedition der Hessischen Morgenzeitung. Vermischte Anzeigen. 5783) Ein kräftiger Bursche, welcher in der Oekonomie bewandert, fahren und säen kann, findet Stelle a. d. Liebigshöhe. 5792) Ein zuverlässiges Dienstn ädchin wird gesucht von Frau I. Roth. Gartfeld. 5788) Ein möblirtes Zimmer mit oder ohne Eabinet in der Nähe der Klinik monalweise zu mielhen ge» sucht. Adresieu unter Ehiffre L. in d. Erped. d. Bl. abzugeben._________ 5798) In eine ansiändtae Familie wird ein Knabe, der das hiesige Gymnasium besucht. in Pension genommen. Näheres in der Exved. d. Bl. , In der Serie gezogene — am 30. September 1878 sicher ge- I winnende Herzogl. Braunscdweiger Thlr. 20 Loose, Hauptgewinne 120,000, JL 13,000 rc. rc. sind zu JL 266 — und Lj nach Vorauskürzm g d-s ptitrcften Gewinnes, Ganze ä «4L 200—, Halbe 5 a x 100—, Viertel k jl 30—, Achtel k je. 23—, und SechSzehntel- rt Antheile k JL 12 30 noch oo-rülhig im Bank- und Wcchselgcfchäft von 5468) Eine Wohnung zu vermiethen. Näheres im „Weins aal".__________ 5736) Ein gewölbter Keller und ein großer Boden zu vermiethen. I. Schmücker, Marktstraße 219. Aermielhungen. 5787) Kleines Logis zu vermiethen. Jacob Thomas, Sch ffenberger Weg. 5784, Eln FamMenlogis (neu hergerichtet) p r October zu vermiethen. Georg Schultheis, Markistraße v. 20. 5794) Ein Familienlogts zu vermiethen und den 1. Oktober beziehbar. ______________________Wallthorstraße 137. 5793) Ein großes gut mövltrteS Zimmer ,u vermiethen. Kirchenplotz 8. Nr. 6. 5797) Ein FamilienlogtS oermtethet Chr. Dan. Fillmann. 5795) Kleines Logis mit allem Zubehör alsbald zu vermiethen. Georg Unverzagt, Kaplanscasie. 5796) Das von Herrn Conseroator Einser bewohnte Familienlogts in meinem Hause am Riegelpfad ist zu vermiethen und kann alsbald bezogen werden. F. Appel Ww., Riegelpfad E. 11,4. 5805) Ein möblirtes Zimmer zu ver mietben. 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Scheid«. — Druck und Verlag der Brübl'iche» llniv.-Druckerei (Fr. 6br. Pietsch) in Gießen '«rtionfW»“' Seit , di« Großberj iiütn, Mainzla Mr erinnern Die am 1. £ 'rivung der Mahnu rHer^ogiichen Bür Grünberg, ( ®e: Rewe ten9tt!|en®‘ L foi * /imeiblick ti ;^e dem Kai -m in v0) At unb wÄ" leiMn :=•», Ä “ 'boi 8ei,n e1 «ns u « " ®r. 3 : W b« iJe.6ei y eir Der begeisterte : ibut der Liebe des ■1 Umfhinbt bqu bergt ^meinen inid demonstrl und die Eemeindevv' wolle es ihm rothm wr am Ende des I -’-m wurde und Kais :|4 Er ging schweig 'n fernen Bädern in nm dande geschlagen E!hn( sondern schmerz! Wir sahen den Kais Mdjen Volkes verfl politischen Beklemmu der nach treuer, au 7 fluJ einen friedvolle f n dehenschte uns. , es menschlicher i ^-«hiiuig f0igt r B-imjscht, ; J® 9.Ö- A,h Ndbt. ^"enb. i