Freitag, den 26. Juli 1878 Mo. 191 m Preise. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montag-, soll Leider Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Redaetionsdirreanr Gartenstraße 8. 165. Gxpevitionsburea«r Schulstraße 8. 18. deutschen Krlegerbund übernehmen. Ein Congreß dieser Vereine in Berlin mit dieser Kundgebung verbunden werden. Berlin, 22. Juli. Das im Reichsgesundhetts-Amt ausgearbeitete Kalb entlaufen, ty, Schädigung Msichert hn __Rass- Hof. die Leichenschau ist sestzustellen, daß der Tod eingetreten und welches seine trabrscheinliche Ursache ist. $ 2. Die Leichenschau wird, wenn nicht ein anderer Arzt, welcher den Verstorbenen behandelt hatte, an die Stelle tritt, durch diejenigen Aerzte bewirkt, welche hierzu nach Anordnung der Landesregierungen von den betheiligten Gemeinden zu bestellen sind. § 3. Von jedem Sterbefall ist dem zur Leichenschau bestellten zuständigen Arzte unverzüglich Anzeige zu machen. Die Anzeige kann unterbleiben 1) wenn der zur Vornahme der Leichenschau bestellte Arzt selbst den Verstorbenen in der Krankheit, welche den Tod zur Folge hatte, ärztlich behandelt und durch diese Behandlung aus eigener Wahrnehmung Kenntniß von dem Sterbefall erlangt hat; 2) wenn ein and hnhtn mirb6 Verschiedene Ständchen dem Herrn Bürgermeister, dem Herrn Vereins- i Äer unb dem Dtrek?or des Vereins dargebracht, schlossen die festlichen Tage. 1 Seiber wurden wir gegen Abend des 2. Festtages durch einen sehr traurigen Fall -Überrascht. Ein in den 30. Jahre stehender, kräftiger Mann, Schäfir der hiesigen Gemeinde, stürzte aus der Scheune in die Tenne herab und war schon nach einer halben ^tunde eine Leiche. @(n gr9yen Brutalität und Rohheit spielte sich in der Nacht vom verflossenen Samstag auf Sonntag vor Niedercleen, auf der Chaussee nach Pohlgöns hin, ab. Zwei hessische Lehrer hatten mit einem preußischen Colleaen in Niedercleen eine gemüthliche Zusammenkunft gehabt und gingen gegen 10 Uhr ruhig ihrer Wege heimzu. Zwei Subjecte begegneten den beiden Dahinschreitenden, d'eft boten denselben freundlich „guten Abend- und wurden zum Dank dafür, als sie einige Schritte weiter gegangen waren, von den beiden rücklings überfallen. Der Ltt?e der zwei Lehrer, ein 61jähriger Greis, stürzte bei dem ersten Schlage auf den Kovf zusammen, aber nicht damit zufrieden entriß ihm der eine der beiden Strolchen fernenWtod, und zerhieb denselben auf dem Gesichte des alten Mannes. Tiefe Wunden bedeckten das Antlitz des Greifes, ein Glück ist es nur, daß er nicht tobt auf bem Matze blieb — lebensgefährlich liegt er barnieder. Der andere Lehrer, ein kräftiger Mann wehrte sich entschieden, hatte es aber, nachdem sein College, der besinnungslos auf der Chaussee lag, von den beiden Straßenräubern für tobt geglaubt würbe, nun mit zwei Gegnern zu thun, bie mit Messern auf ihn einstachen, ihm 3 Kopfwunden, eine direct über dem Auge, beibrachten und außerdem seinen Arm fast lahm schlugen. Diese beiden Subjecte kann man heute noch nicht mh 9t im en nennen; aber auf ihrer Spur ist man. Möge die Justiz solche Acte der größten Bsssiialitat nicht ohne sebr strenge Ahndung vorbeigehen lassen! Hoffentlich werden diese Zeilen dazu dienen. — (Eine seltsame Warnung.) Die in -Burlington, Iowa, erscheinende Tribüne* veröffentlichte unter dem Titel: „Warnung" folgende interessante Anzeige: "Ich warne hiermit Jedermann, meiner Frau Mary Melcher, die mich am letzten Samstag, den 15. Juni, böswillig verlassen, alles Hausgeräth und Lebensmittel mi - Genommen, die mir gehörenden Gelder erhoben und eingesteckt hat, kurz, mir nur bie [eeren vier Wände zurückgelassen hat, irgend etwas auf meinen Namen zu borgen, ober ihr irgend welche Gelder auszuzahlen, die man mir schuldet. Ich werde keine von der Frau gemachten Schulden bezahlen und werde die an sie gemachten Zahlungen nicht onerfennen. Wo bie Frau ist, weiß ich nicht, wer sie hat, mag sie dehalten. Den, welcher sie mir bringen will, verklage ich um fünfunbzwanzig Dollars Schadenersatz- Josef ^lcher, Butcher, ^gen Verfälschung der Lebensmittel" schreibt: „Daß iy China der Thee, an dessen erster Blume sich die Bewohner des Reiches der Mitte erlabt haben, nochmals wieder getrocknet, gefärbt und jungfräulichem ^.hee in größerem oder geringerem Maße beigemischt wird, ist allbekannt; und wenn man einw billigen Thee kauft, so kann man froh sein, wenn nicht eine zu große Menge von jenem Product beigemischt ist- Uebrigens kommen alle diese Theesorten in echten chinesischen Theekisten direct aus China. - Was den Pfeffer und das englische Gewürz betrifft, so verbanne man den schwarzen Pfeffer aus dem Haushalt und benütze nur weißen, ben man in ganzen Körnern einfauft- Abgesehen von sonstigen Beimischungen wird der schwarze Vfeffer, ehe er in den Handel geht, häufig zur Bereitung von scharfen «Saucen (Sauce Royale Worcestershire Sauce etc.) benützt, uyd die des ersten Aromas beraubten Korner gelangen bann in bie Hanb ber Hausfrau. Aehnlich wirb mit englischem Gewürz, mit Wachholderbeeren und manchen anderen Gewürzen manipulirt. NamentlA ist es beliebt, den gemahlenen Gewürzen solche taube Stoffe beizumen^n. - Etwas Neues ist aber, baß sogar ber Kümmel, von dem man doch annehmeu sollte, daß der Bedarf der Haus- wirthschaften daran ohne Mühe gedeckt werden kann, nachdem ev in den Brennere en bereits feine Dienste geleistet hat, getrocknet, gefärbt und ben noch nicht benützten Kümmelkörnern beigemischt wirb. Das ist neuerbings erst conftatirt worden Darmstadt, 22. Juli. Nächsten Sonntag, den 28. d. werden der „Hlstonsche Verein für das Großherzogthum Hessen", der „Verein zur Erforschung Rheinischer Geschichte und Alter- thümer in Mainz" und der „Verein für Geschichte und Alterthumskunde zu Franffurt" einen gemeinschaftlichen Ausflug nach Miltenberg machen. Die Abfahrt erfolgt mit dem ersten Bahn- zuq Morgens nach Aschaffenburg. In Miltenberg wird zunächst indem mcht nur wegen seiner trefflichen Weine renommirten Gasthof „Zum Riesen" ein Frühstück eingenommen und sindet sodann die Besichtigung der Sammlungen vom Castell (unter Führung des Hmn Ingenieur Scheerer) sowie des Schlosses statt:, woran sich ein gemeinschaftliches Essen im „Riesen" anschließen wird. Am Nachmittag ist Besichtigung der Steinbrüche und der Ausgrabungen am Castell sowie die des Schlosses und Parkes zu Klein-Heubach unter Führung des Herrn Hofarzt Dr. Jung vorgesehen. Die Rückfahrt von Klein-Heubach erfolgt um 6 Uhr 16 Min. Abends Herren-Sonnenschirme empfiehlt in reicher Auswahl zu billigen | Preisen. (3091) H. Nübsamen. 4331) Stets frische Butter und Gier empfiehlt zum Wochenmarktspreise, bei größeren Quantitäten billiger, W. Heuser, vorm. Kr. Bieler.! Hängematten empfiehlt (4479) Louis Senner. Eine gut erhaltene Treppe zu verkaufen. Linbenplatz Lit. A. Nr. 241. üeoeholLVollhäriiige empfiehlt (4196 Gg. Wilh. Weidig. 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