Mo Sumftug, den 26. Januar 1878. kl DOOOOOOQ ein. NgUNtztN. (221 Howe-, Ueinet«» Bedarf, 66 P,eis«l reelle rL,"dwirtheu0d -____ 497 I t die Gemeinde w 1, lütrtlit her »on Herr« ,r bctvobnto । anderweitig ind Anfangs Simmet I“ tu Ml, ®gtttelt>_ ^zeigen. ■ssii« wTäM"?" irbtübet Fs-* bei der T^SS? lÜS^Sf* >en*er* ---- »ter* 1115 * ,d «"l ittt Meßmer MWiM Anzeige- vnd A«t;M für den Kreis Gießen. W^w#tie*»»er««lt «-,«-nstr-ß- B. 165. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. «rpediti»r,O»«reour Schulstraße B. 18. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher H ß e i k. B e k a » n t m a ci> ii n g. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß dem Vorstand des Vereins für Vögel- und Geflügelzucht in Darmstadt von Großherzoglichem Ministerium des Innern die Vornahme einer Verloosung von Geflügel, Käfigen, Nistkörbchen u. s. w. gelegentlich der am 30. März l. I. beginnenden Geflügelausstellung unter der Bedingung gestattet worden ist, daß nicht mehr als 7000 Loose das Stück zu 30 ausgegeben und daß wenigstens 60 °/0 des Verkaufserlöses der ausgegebenen Loose zum Ankauf von Gewinnsten verwendet werden. Gießen, 24. Januar 1878. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Bookman n. politisch Da» erzielte Einverständnis. Aus Berlin gehen dem „Rhein. Kurier" unterm 19. d. Mts- folgende wichtige Mittheilungen zu: Zwischen dem Kaiser, dem Fürsten Bismarck und Herrn v. Bennigsen ist ein vollständiges Einverständmß erzielt; es handelte sich aber ausschließlich nur um die Reorganisation der Reichsämter. Die anderen Fragen, wie Steuerreform, Durchführung des Reichseisenbahn- Systemö u. s. w., sind nur secundäre Fragen, über welche allerdings auch eine principieüe Einigung erzielt ist, die aber nicht als Haupt-Action in's Auge gefaßt worden. Entschieden wird die Frage erst, wenn Fürst Bismarck gekom- vieu ist und er wird auf keinen Fall eher kommen, als bis der Reichstag eröffnet ist, weil es ihm faktisch seine Gesundheit nicht eher erlaubt. Dann wird die Frage zwischen dem Kaiser, Fürst Bismarck und Herrn v. Bennigsen, sowie den betreffenden Ministern persönlich erörtert werden. Zunächst die Frage, ob der Finanzmintster Camphausen geneigt ist, das Reformprojekt mit zu über- nehmen und ob er aus die vom Fürsten Bismarck beabsichtigten tief eingreifenden Reformpläne auf finanziellem und Steuergebiet einzugehen bereit ist. Wrrd eine vollständige Uebereinstimmung erzielt, so bleibt Minister Camphausen, sonst, wenn er Bedenken trägt, die Absichten des Fürsten Bismarck zur Ausführung zu bringen, wird er seine Entlassung nehmen und dann aller Wahr scheinlichkeit nach v. Bennigsen an seine Stelle treten und damit zugleich die Stellvertretung des Reichskanzlers erhalten. — Würde aber Minister Camp hausen bleiben, so wird jedenfalls noch ein besonderes Amt geschaffen werden, welches in der Stellvertretung des Reichskanzlers als Vicekanzler besteht und ist dafür dann Herr v. Bennigsen in Aussicht genommen. lieber andere weitergehende Personal-Äenderungen ist zur Zeit noch nichts bestimmt, doch ist es sehr wahrscheinlich, daß dann auch Herr v. Forckenbeck in's preußische Ministerium eintritt,, wahrscheinlich als Minister des Innern. Außer dem Finanzamt hält der Reichskanzler die Verewigung des preuß. Handelsministeriums mit einem zu schaffenden Reichshandelsamt für unumgänglich nothwendig. Ob auch hier eine Personalveränderung vorgenommen wird, darüber ist bis jetzt noch gar nichts entschieden. Weit weniger Gewicht soll der Reichskanzler aus die Vereinigung des preußischen Justizministeriums mit dem Reichsjustizamt legen. Auch legt er kein Gewicht darauf, daß das etwa obzutrennende preußische Eisenbahn-Ministerium schon jetzt mit dem Reichsetsen- bahnamt vereinigt wird. Die Durchführung aller dieser Projekte hängt schließlich davon ab, wie sich die übrigen deutschen Staaten, also speciell der Bundesrath, zu dieser Sache stellen werden. Findet von dieser Seite ein Entgegenkommen statt, so ist anzunehmen, daß das ganze Projekt vollständig zur Ausführung kommt. Wenn hingegen einzelne Bedenken aufstoßen sollten, würde sich der Reichskanzler auch mit den beiden, dem Finanzamt und dem Handelsamt, sowie event. der Crei- rung eines besonderen Vice-Kanzleramtes sich begnügen. Wie wir hören, geht die Absicht dahin, diese Veränderungen zunächst im Bundesrathe durch den Reichskanzler einzubringen, und zwar nur als eine Budgetfrage, nicht als eine Verfasiungsänderung, weil zu dieser eine zweidrittel und zu jener nur eine einfache Majorität des Bundesrathes gehört. Würde freilich der Reichstag darauf bestehen, daß eine Verfassungsänderung involvirt sei, so würde dadurch allerdings die Durchführung der Fragen bedeutend erschwert werden, weil dann möglicher Weise eine Majorität des Bundesrathes nicht zu erzielen wäre. Der Reichstag würde die Frage der Verfaffuugsände- rung wahrscheinlich nur vom Gesichtspunkte der Minister-Verantwortlichkeit aufstellen, weil sonst kein praktischer Grund zu einer Verfasiungsänderung vorliegt. In diesem Punkte, hören wir, hat der Reichskanzler bereits prinzipielle Zuge- ständnisie gemacht; er ist keineswegs abgeneigt, den neu zu creirenden Aemtern eine größere Selbstständigkeit und auch die Verantwortlichkeit für ihre Aemter einzuräumen. Es wird also die Schwierigkeit der ganzen Frage sich vorzugsweise darin gipfeln, die Angelegenheit so zu ordnen, daß der Reichstag befriedigt wird, ohne daß doch die bedenkliche Frage der Verfasiungsänderung dabei angeregt wird. Ein ausführliches Regierungs-Programm, wie in verschiedenen Blättern gesagt worden, soll nicht vereinbart worden sein. Man sollte auch glauben, daß es nicht von so großer Bedeutung wäre, weil, wenn den Führern der nationalltberalen Partei so einflußreiche Aemter übertragen sind, dies ge- er H h e i L wisiermaßen selbst schon ein Programm und es auch unmöglich ist, ein specifi- cirtes, die verschiedenen Chancen und Nüancen betreffendes Partei-Programm vorher auszuarbkiten, und umsomebr, weil Männer wie Bismarck und Bennigien chon an und für sich ein vollständiges Programm bedeuten. Die weiteren nothwendigen Veränderungen im preußischen Ministerium, wie z. B- die in Aussicht genommene Uebertragung der Verwaltung der Domänen an das landwirthschaftliche Ministerium, sowie die Uebertragung des Berg- und Hüttenwesens vom Handelsministerium ebenfalls auf das landwinh- schaftliche, werden erst in zweiter Linie in Berücksichtigung kommen und wohl 'chwerlich vor dem in Aussicht genommenen Zusammentritt des preußischen Landtags im Frübjahr entschieden werden können. So würde das landwirthschaftliche Ministerium also dadurch an Umfang und Bedeutung in hohem Grade gewinnen, insofern, als es außer seinem bisherigen Ressort auch noch die Verwaltung der Domänen, des Berg- und Hüttenwesens, die Anlage von Landstraßen und Kanälen u. s. w. erhalten würde, während das Handelsministerium nur die Angelegenheiten des eigentlichen Handels und der Industrie behalten würde, da bekanntlich auch das Eisenbahn-Resiort abgetrennt und zu einem eigenen Ministerium gemacht werden soll. Diese Abtrennung würde aber auch erst im Laufe des Frühjahrs zur Ausführung kommen können." Deutschland. Aus Hessen, schreibt man der „Cöln. Ztg." unterm 18. ds.: „Vor Kurzem wurde in der zweiten Kammer eine Angelegenheit behandelt, welche auch über die Grenzen Hesiens Interesse erregen wird, da es sich dabei um die Auslegung des Reichscivilehegesetzes dreht. Eine noch aus dem vorigen Jahrhundert stammende althessische Verordnung bestimmt, daß Brautleute die gerichtliche Bescheinigung, daß ihrer Verheirathung ein civilrechtliches Hinderniß nicht entgegenstehe, nur dann sollen erhalten können, wenn sie zuvor entweder Ehepacten errichtet oder erklärt haben, sie wollten bezüglich ihrer Vermögensverhältnisse nach dem Landrecht beurtheilt sein. Als es sich um Entwerfung einer Instruction für die Standesbeamten zum Reichscivtlehegesetz handelte, ging die hessische Regierung davon aus, daß nach § 38 des genannten Gesetzes, wonach „die Vorschriften, welche vor der Eheschließung eine Nachweisung, Auseinandersetzung oder Sicherstellung des Vermögens erfordern", durch das Gesetz nicht berührt werden, jene Verordnung forthin gültig sei, und nahm eine dem entsprechende Bestimmung in die Instruction auf. Diese Auffassung führte zunächst zu einer Interpellation und dann zu einem Anträge des Abgeordneten Hirschhorn, wonach gebeten wurde, jenen Theil der Instruction zuruck- zunehmen. Jene der Instruction zu Grunde gelegte Verordnung erscheine durch das Reichsgesetz außer Kraft gesetzt, die Instruction widerspreche also dem Reichsgesetz. Die Regierung beharrte dem Anträge gegenüber auf ihrer früheren Auffasiung, indem die Verabredungen, welche Brautleute für den Fall der Auflösung der Ehe in Bezug auf ihre Vermögens- und Erwerbsoerhältniffe träfen, als eine „Auseinandersetzung" im Sinne des Reichsgesetzes, wenn auch vorerst nur als eine „eventuelle" anzusehen, folglich die Vorschrift der alten Verordnung als sortbestehend zu erachten sei; der Ausschuß dagegen hielt die Ansicht des Antragstellers für die richtige und schlug folgeweise ein entsprechendes Ersuchen dem Plenum vor. In der desfallsigen Verhandlung betonte nun die Regierung ausdrücklich, daß nicht allein die beiden Hffgerichte, sondern auch der höchste Gerichtshof auf erforderten Bericht die alte Verordnung als durch das Reichsgesetz nicht berührt erachtet hätten; die Kammer trat aber trotzdem dem Anträge mit allen gegen wenige Stimmen bei, und es stehen sich sonach jetzt die Auslegungen der Gerichte und der Landesvertretung scheitelrecht gegenüber. Man darf darauf gespannt sein, wie sich dieser Widerspruch lösen wird. Berlin, 23. Januar. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses wurde der Antrag Henze's, betr. die Gewährung der Steuerfreiheit für dena- turirten Spiritus, fast einstimmig angenommen. Hierauf folgte die Berathung des Berichtes der Unterrichts-Commission über die Petitionen des Grafen Droste-Vischering und Genossen, betr. die Ertheilung des katholischen Religionsunterrichtes in Volksschulen durch Geistliche. Während Seitens der Commission der Uebergang zur Tagesordnung beantragt wurde, stellte Reichensperger den Antrag auf Ueberweisnng der Petitionen an die Regierung zur Abhülse, wofür der Antragsteller in langer Rede eintrat. Gneist befürwortete den Commissions- Antrag, ebenso der Regierungs-Commissar Stander; letzterer führte Folgendes aus: die Kirche habe das Recht, zu verlangen, daß ihre Religion rem und unverfälscht gelehrt werde; der Staat habe das Recht, die Schule in jeder Hinsicht zu leiten. Das vom Centrum verlangte Verfahren verstoße gegen die Verfasiung, die allen Consessionen gleiche Rechte garantire. Der Cultusminister habe seine bezüglichen Grundsätze in der Verfügung vom 18. Februar 187b niedergelegt, die rechtlich fest begründet sei und auf dem Boden der Verfasiung stehe. Die Berücksichtigung der heute berathenen Petitionen würde gegen dreie Verfügung, gegen das Gesetz, gegen die Beschlüsie dieses Hauses und gegen die Urtheile des Obertribunals verstoßen. Die Beschwerden der Petenten könnten nicht beachtet werden, ehe sie sich nicht auf den Boden der Verfasiung, des Gesetzes und der Thatsachen stellten. Die Beschwerden seien auch äußerst übertrieben. lieber 2000 katholische Geistliche ertheilten noch heute rote brsher den Religions-Unterricht an Volksschulen. Was die Leitung des Religions-Unter- richtes anbetresie, so seien an 10545 Schulen nur 1806 Geistliche ausgeschlossen. — Der Cultusminister empfahl ebenfalls den Commissions-Antrag, bas Verlangen der Petenten sei unerfüllbar; ein Dispens vom Religions-Unterricht unzulässig. Ein Gewissenszwang liege nicht vor. Den Religions Unterricht ertheilten meist solche Lehrer, die von den Bischöfen selbst anerkannt seien. Man werde unter den nothwendtgen Garantien verfahren, wie dies den Altkatholiken gegenüber geschehen sei. — Virchow sprach gleichfalls für den Commissions- Antrag. Nach der Rede Virchow's wurde die Debatte geschlosien. v. Schor- lemer beantragte namentliche Abstimmung. Das Haus beschloß, die Abstimmung morgen vorzunehmen. Hesterreich. Wien, 23. Januar. Aus Rom, 16. Januar, meldet man dem „Pesth. Lloyd" • Die hinterlassenen Schulden des Königs Victor Emanuel betragen 26,000,000 Lire in Wechseln und 10,000,000 Lire in Hypothekar-Schulden. IrankreiH. Versailles, 23. Januar. In der heutigen Sitzung des Senats verlas der Präsident Audiffret-Pasquier ein Schreiben des Präsidenten des italieni schen Senats, worin derselbe dem französischen Senat für die Sympathien dankt, die Letzterer für den verstorbenen König Victor Emanuel auszedrückt hatte. — Bei der Wahl eines unabsetzbaren Senators erhielt Lefranc (Linke) 129, Duc Decazes (Rechte) 128, General Ducrot 7 Stimmen. Die übrigen Stimmen zersplitterten sich auf andere Candidaten, so daß keiner die erforderliche Majorität von 137 Stimmen erhielt. Ein neuer Wahlgang ist aus morgen anberaumt. • Italien. Rom, 23. Januar. „SDiritto" meldet: Das Ministerium Hal be- schlosten, die gegenwärtige parlamentartiche Sesston zu schließen und eine neue Sesston am 14. Februar zu eröffnen. Kriechenland. Athen, 23. Januar. Das neue Cabinet ist folgendermaßen gebildet: Communduros, Präsidium und Inneres; Theodor Delyannis, Auswärtiges und Cultus; Bumbullis, Marine; Papamichalopuloch Finanzen und Justiz; Sose- ros Petmezas, Krieg. Türkei. Konstantinopel, 23. Januar. Die Kammer beschloß,. von dem Groß- veztr Aufklärungen wegen der langsamen Beförderung der Flüchtlinge auf der Eisenbahn, in Folge deren viele derselben vor Kälte gestorben sind, zu verlangen. — Der britische Botschafter theilte der Königin von England mit, daß er dem Compassionate Fund 100 Psd. Sterl. überwiesen habe. — Die Rusien sollen in Kechan sein. Konstantinopel, 23. Januar. Das Parlament hat eine Adresse an den Sultan beichlosien, des Inhalts, daß derselbe den Abschluß des Friedens beschleunigen oder, falls dies wegen der übermäßigen Bedingungen Rußlands unmöglich sei, den Widerstand ausss Aeußerste zu organisiren. Amerika. Washington, 23. Januar. Im Senat brachte Blaine eine Bill ein, welche die Prägung eines Silber-Dollars vorschlägt, der soviel Gran enthalten soll, als der Münzdirector und der Schatzsecretär es jedesmal für nothwendig halten, um denselben von gleichem Werthe mit dem Gold-Dollar zu machen und welcher gesetzliches Zahlungsmittel für die Hälfte jeder Forderung sein soll. — In New-Jersey hat die Legislative eine Resolution gegen die Silber bill angenommen.__ Telegraphische Depeschen. Privat-Depeschen des Gießener Anzeiger-. London, 25. Jän. (Unterhaus.) Minister Northcote kündigt an, er werde nächsten Montag einen Supplementarkredit für maritime und militärische Zwecke beantragen. London, 25. Januar Die „Times" erfährt, der Extra- Credit der Regierung werde sich auf 3 Mill. Sterl. belaufen. — „Daily News" meldet nach authentischer Information: Da die Ruffen auf Gallipoli vorrücken, wurde der Admiral der Mittelmeer-Flotte, welcher gegenwärtig auf der Insel Saros sich aufhält, instruirt, seine Streitmacht an Marine- Soldaten und Matrosen in der Nähe von Bulair (Plajar?) zur interimistischen Vertheidigung Gallipolis zu landen, sowie 6 der geräumigsten Schiffe bereitzuhalten, um die große Garnison Maltas nach Gallipoli überzuführen. Warner'- telcgr. Eorrespondenz-Bureau. Petersburg, 24 Januar. Die „Agence Rusie" erklärte die Nach- licbl aus Konstantinopel von einem Vormarsche eines russischen Corps für formell unbegründet und bemerkt: Die kaiserliche Regierung verkenne nicht die Wichtigkeit, welche England auf Gallipoli lege. Rußland habe kein Interesse, diesen Punkt zu berühren, welcher nicht in der Sphäre seiner militärischen Operationen liege. Gallipoli werde daher weder besetzt, noch angegriffen werden, es sei denn, daß reguläre türkische Truppen sich dort concentrirten. Es wäre unmöglich, solche in Der Flanke der Russen zu lassen. — Ein officielles Telegramm aus Kajanlyk vom 22. d. meldet: Gegen den in dec Nacht vom 18. auf den 19. Januar bemerkten türkischen Tram wurde Oberst Panjutin mit dem Uglitz'schen Regiment, dem 11. Schützenbataillon und 2 Geschützen abgesandt und holte derselbe ihn 12 Werst von Hermanli ein. Der türkische Train war von 6 Tabors und zahlreichen bewaffneten Einwohnern geschützt, welche nach einem heißen, 2 Stunden dauernden Kampfe geschlagen und zerstreut wurden. Oberst Panjutin erbeutete 20,000 Wagen. Der Verlust der Russen belief sich auf 4 Osficiere und 46 Soldaten. Konstantinopel, 24. Januar. Die Truppen Mehemed Ali's, welche ich in der Umgebung von Kirkilissa befanden, haben sich zurückgezogen. Die Straße Knlaki-Burgas-Konstantinopel ist noch frei- Der größte Theil der in Adrianopel gewesenen Kanonen ist in Tschataltscha angelangt. Etwa 60 in Adrianopel znrückgelassene Kanonen waren unbrauchbar gemacht worden. Die Kammer forderte die Regierung auf, Maßregeln gegen die Entwerthung der Kaimes zu treffen. Versailles, 24. Januar. Die Kammer stimmte einer Amnestie für alle zwischen dem 16. Mai und dem 13. December 1877 begangenen Preßver- gche« zu. London, 24. Januar. Gestern hat ein Ministerrath stattgefunden. — Schatzkanzler Northcote empfing eine Deputation von conservativen Deputaten, welche der Regierung die Beobachtung ernster Aufmerksamkeit gegenüber der Verzögerung im Abschlüsse der Waffenstillstandsverhandlungen anenipsahl. Nortb- cote gab zu, daß die Situation ernst sei und versicherte, die Regierung werde an der Politik der bedingten Neutralität festhalten. Petersburg, 24. Januar. Ein officielles Telegramm aus Kasanlik vorn 22. d. berichtet: Der Sieg Gurko's in den Kämpfen bei Philippopel am 15., 16. und 17. Januar stellt sich als viel vollständiger und glänzender heraus, als zuerst gemeldet wurde. Gurko kämpfte gegen die gejammte Armee Suleimans. Nach dem Kampfe am 17. war Suleimans Armee endgültig in zwei Theile zersprengt. Die Russen erbeuteten 97 Geschütze. Die eine Hälfte der türkischen Armee unter Fuad Pascha floh in der Nacht vom 18. Januar in der Richtung auf Najatschin ins Gebirge, die andere Hälfte unter Suleiman Pascha in der Richtung von Haskivi, von den Generalen e>fo6eleff und Karzoff verfolgt. Konstantinopel, 24. Januar. Die Rusien sind noch nicht gegen Gallipoli vorgerückt und stehen nicht in Keschan und Tschorln. Nachrichten in Bezug aus das Zustandekommen des Waffenstillstandes werden hier mit fieberhafter Spannung erwartet. Reisende, welche am Samstag Adrianopel verließ-n und erst Mittwoch in Konstantinopel eingetroffen sind, erzählen, daß die Eisenbahnlinie bis Station Kuldi Burgas, wohin die Rusien noch nicht gekommen sind, von Flüchtlingen und versprengten Soldaten förmlich verlegt ist. Wien, 24. Januar. In der heute bei dem Ministerprästdenten Fürst Auersperg ftattgehabten Conferenz machte letzterer die Mittheilung, daß das Cabinet seine Demission gegeben habe; der Kaiser habe sich jedoch seine Entscheidung vorbehalten, bis das Resultat der heutigen Conferenz vorliege. — Die Conferenz vertrat nahezu einstimmig die Anschauung, daß das Abgeordnetenhaus über einen Zollsatz von 20 fl. für Kaffee und 3 fl. für Petroleum unmöglich hinausgehen könne. Auf Befragen erklärte der Ministerpräsident, die Regierung könne nicht darauf eingehen, ihre Demission bis nach erfolgter Entscheidung der schwebenden Fragen durch das Abgeordnetenhaus hinauszuschieben, weil inzwischen möglicher Weise der Kaiser bereits ein anderes Cabinet berufen haben könnte. Die Conferenz faßte keinen formellen Beschluß. Berlin, 24. Januar. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses wurden die Gesetzentwürfe betreffend die Betheiligung des Staates an der Eisenbahn Kiel-Flensburg und die Ausdehnung der westholsteinischen Eisenbahn in dritter Berathung ohne Debatte genehmigt. Darauf wurde hinsichtlich der geftern erörterten Petitionen über die Ertheilung des katholischen Religionsunterrichts in katholischen Volksschulen der Commissionsantrag auf Uebergang zur Tagesordnung in namentlicher Abstimmung mit 276 gegen 104 Stimmen angenommen. — Bezüglich der Petition katholischer Einwohner des Dorfes Neuhof bei Heilsberg wegen der Auflösung der dortigen Simultanschule wurde der von der Unterrichts-Commission gestellte Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung nach mehrere Stunden währender Debatte angenommen. Windthorst hatte Überweisung an die Regierung event. Aufhebung des Zwanges zur Theil- nahme am Religionsunterricht in Der Volksschule beantragt. An der Debatte beteiligten sich Windthorst, von Schorlemer und Franz im Sinne deS Antrages Windthorst, während die Regierungscommisiare Stander und Wätzold wie die Abgeordneten Lasker und Miquel die Ausführungen Windthorfts bekämpften und für den Commissionsantrag eintraten. Nächste Sitzung morgen. Versailles, 24. Januar. Die heute im Senat wiederholte Wahl eines Senators auf Lebenszeit blieb wiederum ohne Resultat, gleich dem gestrigen Wahlact. Auf den Herzog Decazes fielen 128, auf Victor Lefranc 129 Stimmen; die übrigen Stimmen von den Gruppen der Rechten zersplitterten sich auf verschieden- andere Namen; zur absoluten Majorität waren 136 Stimmen erforderlich. — Die abermalige Wiederholung der Abstimmung wurde um 14 Tage hinausgeschoben. Wien, 24. Januar. Mittheilungen zufolge, welche der „Polit. Corresp." aus Konstantinopel zugehen, sind die Verhandlungs-Schwierigkeiten, welche insbesondere die künftige Gestaltung Bulgariens und die Kriegsentschädigung betreffen sollen, keineswegs behoben. Trotz ihrer Vollmachten suchten die türkischen Delegirten gestern um neue Instructionen nach. Ehestens wird die zur Ver- theidigung der Hauptstadt zu concentrirenbe Armee 110000 Mann zählen. — Einer Meldung der „Polit. Corr." aus Athen zufolge veranlasie die Bildung des Cabinets Comunduros im ganzen Lande neue kriegerische Kundgebungen, deren Einflüsse die im Cabinete enthaltenden zahlreichen Actions- elcmente sich um so schwerer entziehen dürften, als der König persönlich sich immer mehr als Anhänger einer actioen Politik deklartre. London, 24. Januar. Sitzung des Unterhauses. Hanbury fragt: Kennt die Regierung die Friedensbedingungen? Schatzkanzler Northcote verneint. Lord Hartington wünscht Aufklärung darüber, wie die heutige Ankündigung eines Credites mit Nortbcote's Versprechen vereinbarlich sei, daß er keine Anträge machen werde, bis er die Friedensbedingungen kenne? Er fragt weit-r an, ob Northcote irgend welche Mittheilung machen könne, welche die Besorgniß. zu beschwichtigen geeignet sei, die die heutige Ankündigung sicher Hervorrufe t,,n' ®« »ite leidet: m. «fiWe» 5?” 11 Sx. •fia^Sen61= ? 8?**« i n' Der £ welch. ; ö^a 60 iu r worden. Die '^werthung Dfr r Amnestie für 'Senen Preßver- üttgefunden. — wen Deputaten, gegenüber der empfahl. Nortb- ^Kierung werde aus Kasanl.k bei Philippopel und Mnzender gesammie Ärme "ee endgültig in Die eine Hälfte om 18. 3wr unter Suleiman eleff und Kar^vff ^och nicht gegen Nachrichten in n hier mit fieber- rrianopel verließen en, daß die Eijen- ) nicht gekommen erlegt ist. erpräfidenten Fürst theilung, daß das jedoch seine Enteren; vorliege. - )aß das Mgeorb f. für Petroleum Ministerpräsident, lis nach erfolgter ^enhaus hinauszu- in anderes Eabinet Beschluß. Abgeordnetenhauses z Staates an der einigen Wnöahn rde hinsichtlich der olischen Religivns- i9 aus Uedergang ,en 104 Stimmen chner des W nultanjiiule *lbt «gang znr Öd* ntnen- ganger zurThki- 3 an >r Debatti Sinne M W* > Wtz°ld »« ,l( choists bekämpsten ST«** dein yW" eia? JOÜ StlttV Lesranc i2yö -A . ers-litt» p „7 ZS gita816 L- w»rd- “« PoUd L«rre>^ «,rÄ » f’* lköniK Ver,v i °'° k fi er f'1"' lid> f* L nn»' K"'°" Northcote erklärt: Die heutige Ankündigung sei nicht unvereinbar mit seinem Versprechen. Als er letzteres abgab, hoffte er, in ein bis zwei Tagen die Bedingungen des Friedens zu kennen. Seitdem sei eine Woche vergangen und die Negierung kenne nicht nur nicht diese Bedingungen, sondern bedeutende russische Streitkräfte setzten ihren Vormarsch fort. Die Regierung glaube daher, sie dürfe die Vorschläge nicht länger verzögern. Sie werde weitere Erklärungen am Montag machen und sie hoffe, daß der Voranschlag des Supplemen rar-Credits morgen bereit sein werde. — In den Vorsälen des Parlaments herrschte große Ausregung. Die Conservativen applaudirten Northcote, die Liberalen Hartington. — Im Oberhause waren Derby und Carnarvon nicht anwesend. Es ging das bisher nicht bestätigte Gerücht, Carnarvon habe seine Demission gegeben._____________________________________________________' Vermischtes. Oberaula, 20. Jan. Das Kretsblatt für den Kreis Ziegenhain berichtet, daß .am 15. d M. bet 50 Grad Wärme Regenwetter dort gewesen ist und blühende Nelken n der Festung zu sehen sind. Ziegenhain muß in die heiße Zone verlegt worden sein: Die wird bei einer solchen Hitze das Korn dort wachsen und die Reisenden sich unter oie Schatten der kühlen Bäume flüchten, die noch kein Laub haben. — (Redactionssreuden.) Das „Berliner Fremdenblatt" schreibt: Es kann nicht chaden, wenn das Publikum mitunter erfährt, was einer Zeitung alles für Zumuthungen gestellt werden, zumal einer Zeitung, rote die unsrige, dle nach unzählrgeu Setten hin Allen gerecht zu werden bemüht ist. Da schickt ein Buchhändler ein Buch, eins mehr LU den Hunderten, die alle durchgesehen, beurtheilt, gewürdigt und besprochen sein wollen und fordert eine warme Empfehlung desselben, also keine Kritik und verspricht, sobald wir ihm über die Empfehlung den Beleg eingeschickt, den Betrag des Buches, für den wir belastet feien, zu stretchen. Ein rote guter Mann! — Etn anderer Buch- bändler schickt uns etn Feuilleton von ca. 200 Zeilen über etn Buch tm Werthe von 30 X ein und verspricht, wenn wir die Reclame abgedruckt haben, uns das Buch für ein Drittel des Preises, also zum Selbstkostenpreise, zu überlassen. Das Feuilleton, das ca. 150 x kostet, rechnet er nicht, eine Kritik gestattet er nicht. Auch etn netter Mann! — Wegen des Trousseaus oer Prinzessinnen läuft etn Reporter schon Tage lang von Laden zu Laden, wir bringen täglich lange Artikel auf unsere Kosten, die Firmen haben die Empfehlungen umsonst. Da kommt der Reporter wieder in einen Laden, um wetteren Bericht etnzuholen. „Sie haben ja nicht Alles eingesetzt, was ich Ihnen gesagt habe", spricht die Dame. — „Verzeihen Sie, über die Aufnahme des Geschriebenen entscheidet die Redaction." — „Dann sage ich Ihnen nie wieder etwas, die eingewebten Namen waren die Hauptsache. — Marte, bestellen Sie mal gleich das Fremdenblatt ab." — Das haben wir davon. Wetter. „Da war ein Mensch bei mir," tritt eine Dame in die Redaktion, „bitte, ein Herr," wird sie corrigirt, und dann fährt sie fort, „der hat sich unterstanden, zu behaupten, die feine i Artikel hätte X. geliefert, das ist nicht wahr, ich habe die feinen Sorten geliefert u. s. w." Langer Disput über die Feinheit der Waare und über die Verpflichtung oder Nichlverpfltchtung einer Zeitung, für etn Geschäft Reclame zu machen. Kennzeichnen aber diese wenigen Thatfachen nicht den niederen Begriff eines gewissen Publikums von der Presse? — Das sollte in London, Paris ober Wien passiren. Sehlfhberieht. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd (§. W. Dietz in G i e tz e n. New York, 22. Januar. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Postdampf- schiff Mosel, Capt. H. A. F. Neynaber, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 8. Januar von Bremen und am 10. Januar von Southampton abgegangen war, ist heute 9 Uhr Morgens wohlbehalten hier angekommen. Southampton, 22. Jan. Das Postdampfschiff Neckar, Capt. W. Willigerod, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 12. Januar von Newyork abgegangen war, ist heute nach einer außerordentlich schnellen Reise 9 Uhr Morgens wohlbehalten hier angekommen und hat nach Landung der für Southampton bestimmten Passagiere, Post und t'abuna 11 Uhr Vormittags die Reise noch Bremen fortgesetzt. Der Neckar überbringt 111 Passagiere und volle Ladung. Handel und Verkehr. Mainz, 24. Januar. Weizen per März 21.60, Roggen per März 15.40, p. Mai 15.30, Hafer per März 14 75, Rüböl per Mat 37.40 Frankfurt, 24. Jan. Unser Montags Markt brachte ein wenig mehr Regsamkeit inü Geschäft und schienen die gewöhnlichen Grenzen des Loco-Umsatzes sich einigermaßen erweitern zu wollen, indem zu behaupteten Preisen etwas zuversichtlicher zuge- gciffen wurde; freilich blieb der Anstoß ohne Nachhaltigkeit, denn in weiterem Verlauf kehrte die vorige Ruhe wieder ein. Hiesiger Weizen ab unserer Umgegend X 22.25—50 frei Bahn b. u. B., prima fremder unter X 24 nicht zu beschaffen, Roggen geschäfts- los, da trotz der matteren Stimmung für den Artikel tm Allgemeinen Verkäufer sich der lebucliten Vorrathe wegen nicht hervorwagen, und zu gleicher Zett bie billigen Roggenmehle von der Berliner Börse unsere Fabrikanten von größerem Ankauf roiebeium abschreckten Prima Roggen X 17.50—75, hiesiger X 16.50—70, russischer mit Geruch €1. X 15 ab Köln bez. In Gerste wurde am offenen Markt sehr wenig oethon, prima Waare X 22—23, sonstige Qualitäten von X 19—21. Hafer prima X 15—15.50, ge ringer abwärts bis X 13. Die Frage unserer Consumenten ist unbedeutend, und da das hiesige Proviant-Amt seine Käufe vorerst sistirte, so hat die Stimmung an Gunst verloren. Hülsenfrüchte wenig Handel, nur weiße Bohnen sehr flau, X 22 übrig. Mehl batte schleppenden Handel, Preise zu Gunsten der Käufer. Futterstoffe anhaltend flau, Weizenschoalen X 4.50, Rogglnkleie X 5.50—75. Wir notiren: Mehl Nr. 1 X 41, Nr. 2 x 37, Nr. 3 x 33, Nr. 4 x 29, Nr. 5 X 23, Roggenmehl o/t (Perl. Marke) X 23.50—24, do. II. (Berl. Marke) X 19, Weizen, effect- hies. X 22.25-50, ab Bahnhof hier X 23.25, ab unserer Umgegend X 22 25—50, fremder je nach Qualität X 22—24, Roggen je nach Qualität X 16 — 17.50, Gerste X 19—23, Hafer X 13—16.50, Kohlsamen X —, Erbsen X 19—24, Wicken X 17.—, Ltnsin X 19—24, Rüböl, betatl, X 80. Stimmung unsicher. Hauptsächlich gefragt war nichts; dringend offerirt: sämmtliche Getreidesorten, Mehl als auch Futterstoffe. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht — 100 Kilo.) Irischbäcker in Gießen. Sonntag, den 27. Januar. Georg Spies in der Neustadt. Martin Lenz am Marktplatz. Friedrich Hennings am Seltersroeg. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Sonntag, den 2 7. Januar: Morgens: Pfarrer Dr. Seel. Nachmittags: Pfarrer Schlosser. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 27. Januar bis 2. Februar besorgt Pfarrvicar Schöner. 'Allen Kranken Krafr ms» oyne tiVieOk«« und ohne Kosten butcb die Hettnahrung: llevalesdere Seit 80 Jahren hat keine Krankheit dieser angenehmen Gesundheit«- speise wsverstanden und bewährt sich dieselbe bei Erwachsenen und Kindern ohne Nedicin und ohne Kosten bet allen Magen-, Nerven-, Brust-, Lunten-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut-, Athem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma, husten, Unverdaultchkeit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämor- Horden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blutaufsteigen, Ohrenbrausen, Uebelkett unk Erbrechen se bst während der Schwange-schatt, Diabetes, Melancholie, Abmagerun , Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht; auch ist sie als Nahrung für Säuglinge schon vü^ er Geburt an selbst der Ammenmilch oorzuziehen. — Ein Auszug aus 80 000 C-.rn ricaten über Genesungen, die aller Medicin widerstanden, worunter Certiftcate vo-- Professor Dr. Wurzer, Medicinalrath Dr. Anqelstein, Dr. Shoreland, Dr. Campbcb Professor Dr. DödL, Dr. Ure, Gräfin Castlestuart, Marquise de Brshcm, und vielem lnderen hochgestellten Personen, wird franco auf Verlangen eingesandt. Abgekürzter Au-zug auS 80,000 Eertificate«. Nr. 62476. Dem lieben Gott und Ihnen fei Dank. Die Revaiescifer* hat meine 18 jährigen Leiden im Magen und in den Nerven, verbunden mit allgemeiner Schwäche und nächtlichem Schweiß gänzlich beseitigt. I. Comparet, Pfarrer, Samte Romaine des Dee. Nr. 89211. Orvaux, 15. April 1875. Seit vier Jahren genieße ich die köstliche Revalesciöre lind leide seitdem nicht mehr an den Schmerzen in den Lenden, die miL während langer Jahre fürchterlich gefoltert hatten. In meinem 93. Jahre stehend, erfreue ich mich jetzt der vollkommensten Gesundheit. Leroy, Pfarrer. n Nr. 45270. I. Robert. Von seinem 25 jährigen Leiden an Schwindsucht, Husten, Erbrechungen, Verstopfungen und Taubheit gänzlich bergeftellt. _ e 62845. Pfarrer Boilet von Ecrainoille. Do« Asthma mit häufige« Erstickungen oöaiß |^6efteU^rau gWa-or Deutsch, geb. von Horn in Posen; deren Kinder vom Drüsenleiden hergesielll. Nr. 64210. Marquise von BrShan von 7 jähriger Leberkrankheit, Schlaflosigkeit Gittern an allen Gliedern, Abmagerung und Hypochondrie. Nr. 75877. Florian Köller, K. Militärverwalter, Großwardein, von Lun-en- und Luttröbren-Katarrh., Kop)schwinde! und Brustbeklemmung. Nr. 75970. Herr Gabriel Teschner, Hörer der öffentlichen höheren Handc' "- Lehranstalt in Wien, in einem oerzweiselten Grade von Brustübel und Nervenzerrüttui. , Nr. 65715. Fräulein de Montlouis, von Unverdaulichkeit, Schl-aflosigkeit und Abmageruna. Nr. 75928. Baron Sigmo von 10 jähriger Lähmung an Händen und Füßen Die Revalesciere ist viermal so nahrhaft als Fleisch und erspart bei Erwachsenc und Kindern 50 Mal ihren Preis in anderen Mitteln und Speisen. Preise der Revalesciöre 1/z Pfd. 1 X 80 1 Pfd. 3 X 50 2 Pfd» 5 X 70 12 Pfd. 28 X 50 H. Revalesciere Chocolat6e 12 Tassen 1 X 80 24 Tassen 3 X 50 48 Tas;«> 5 X 70 & u- f ro. Revalesciere Biseuites 1 Pfd. 3 X 50 2 Pfd. 5 X 70 H. Leitehen durch Du Barry u. Co. in Berlin W., 28-29 Paffage (Ka R.- .-SaHe’-fe) und bei nieten au ter Droguen-, Specerei- und Delicatessenhändle'7* im ganzen Lande, in Gießen bei Schwager. (148 Aeeht kölnisches Wasser von Aean Maria Farina. Meine Niederlage davon ir. der Expedition des Gießener Anzeigers empfehle, ich iu M. 13,70 per Dutzend, M. 6,85 per halbes Dutzend, sowie in ganzen und halben Fläschchen zu M. 1,28 und 68 Pfg. gehör'am». __________«ut* Msria in p öln. Die Annoncen-Exped ition Th. Dietrich 8$ in Cassel Über nimmt die prompte Besorgung von Anzeigen in sämmtliche Zeitungen Deutschlands und des Auslandes zu Originalpreisen. (Alleinige Jnseraten-Annahme f. d. „Caffeler Tagespost ") Büdingen. Gg WiSH. Weidig. empfiehlt (77) Gg. Will). Weidrg. 126) FF. Moofj Arabische Gummikugeln. 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Würstchen ^C(|)tfn Waga «. ToKaqrr lltllllll. fVUlDIVHIVII ^Pfiehlt billigst (391 Bekanntmachung. 515) Unter Bezugnahme auf die Art. 34 und 35 des Berggesetzes *aom 28. Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnch gebracht, >aß der Schalter Gruben- und Hüttenverein unterm heutigen Tage nit dem Eisenerzbergwerke „Altenbuseck" in der Gemarkung Alt-Buseck Greises Gießen, mit einem Felde von 1480055 Quadratmetern beliehen worden ist. rtwaige Einwendungen gegen diese Verleihung müssen bei Vermeidung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klage .'gen den Bergwerks-Eigenlhümer geltend gemacht werden. Während dieser trift ist di« Einsicht des Situationsriffes beider Bergmeisterei Gießen Jedem gestattet. Darmstadt, den 18. Januar 1878. Großherrogliche Ober-Korst u. Domänen-Direction, Berg-Abtheilung. Bose. vdt. Tecklenburg. Berlin-Coblen^r-Eilenbahn. Strecke Nordhausen-Wehlar. Abthetlung I. Die Ausführung von rot. 10000 lfd. M Hcckenpflonzungtn von Stat. Obis Etat. 180 soll im Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. Hierzu ist Termin auf Dienstag den 5. Februar er., Vormittags 11 Uhr, im diesseitige, Adth^lui gs Büreau anberaumt, wofilbst die bis dahin eingegangenen Osf.rien m Geaenwart der erschienenen Submittenten eröffnet werden. Bedingungen liegen im Abtheilungsbüreau aus und können auch gegen Erstattung der Copiolikn b-zogen mürben. Die Offerte darf sich nur auf b e Ge- sammtaussührun^ b zi hm. [H. 6332] Wetzlar, den 22. Januar 1878. Der Abtheilungs-Baumeister: 520) Kluge. Iagdverpachtung der Stadt Allendors a. d Lda. Mittwoch den 13. Februar l. I., Mittags 12 Uhr, soll die hiesige Ge ueindejaad in zwei Ab theilungen auf weitere 6 Jahre auf hiesigem Rathhause öffentlich v rpachttt werden. Die Bedingungen werden in dem Ver fteigerunps-Termine bekannt gemacht. Allendors a. d. Lda., am 19. Jan. 1878 Gr. Bürgermeisterei Allendors a. d. Lda. 509)___________Bieber. Jagdverpachtung. Samstag den 16. Februar d. I, Vormittags 11 Uhr, soll die der Gemeinde Trais Horloff in der Gemarkung Trais Horloff zusteh-nde FeUjard, auf weitere 6 Johre auf dem Gtweindehaufe dah er, meistbietend verpachtet werden (521 Trais Horloff, den 24 Januar 1878. Großh. Bürgermeisterei Trais-Horloff. Schneider. Versteigerungen. Dienstag d n 29. Januar, Nachmittags 2 Uhr, sollen die Grundstücke des Herrn vr.Melchior m Butzbach nochmals versteigert werden. Wenn die Taxation erreicht wird, so wird die G.neh igung sofort ertheUt. Gießen, den 24. Januur 1878. Gloßherzogliches Ortsgee cht Gießen. >11)__________Müller.______________ Holzversteigerung 'm Fürstl. Herrngarten bei Villingen. Dienstag den 29. d. Mts., Morgens 10 Uhr, Ullen im obigen Schutzbezirk 40 Stück Eichen — 44,50 Festmeter, 1 Buche — 0,28 Festmeter und 1 tiefer von 0,46 Festmeter Inhalt. Sodann Morgens 11 Uhr, 'er daselbst > ntr. 40 Eichen-, Buchen- u. gern. Scheith., . ™5 " * « « Prügelh., -30 ff « n „ Stvckh., ?7 " Reiser, lsentlich verkauft werden. Hungen, den 22. Januar 1878. (478 Fürst!. Rentamt: Demme. Zn verkaufen. ■06) Eine große Partie eltes Bauholz, Lagerbolz sich eignend, kann in kleinen uantiläten abgegeben werden. I. Blitz. Donnerstag den 31. Januar, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahi'sigem Ortsgericht auf freiwilliges Ansuchen die den Erben des Hein rich Löber gehörige Hofraithe, als: Flur Klstr. i/256 9 Hofraithe in der Löwengaffe meistbietend oerfteigeit werden. Gießen, den 24. Januar 1878. Großherzogl. Orisgericht Gießen. 512)Mül l er. Arbeitsverfteigenmg zu Garbenteich. Mittwoch och 30 Januar 1878, Mittags um 2 Uhr, sollen auf kern Rathaus zu Garbenteich nachstebende Bauarbeitm durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden, als: 1) Maurerarbeit, veranschlagt zu 2) Steinhauerarbett, „ „ 3) Zimmeraibett, „ „ 4i Schlosserarbeit, „ „ 5) Plasterarbeit, „ „ 6) Ehaussirarbeit, » „ 76,20 7) D e Lieferung von Basalt-Schicht- fteinen, veranschlagt zu 26,40 8) Sand- und Steinfahren, verarschlact zu 41,— Gießen, den 24. Januar 1878. (524 I A.: Körner, Bezirksbauaufseher. Aeiigevotenes. 518) Eine aroße Partie Fichtenschwarten, sowie Fichtenbauholz oerf uft ___________H. Keck. 510) Ich beabsichtige mein Geschäft zu verkaufen und ersuche etwaige Liebhaber sich an mich zu wenden. jEriul Wallenfels* Feinster Leberthran fast geruch- und geschmacklos in Flaschen mit Metall-Verschluss ä 60 Pfg., M. 1 — und M. 1,70. Eisenhaltig pr. Fl. ä M. 1,—. 157) C. F. Semmler in Giessen. Prima Limburger-Käse per Psd. 60 H empfiehlt (531 _____C. Rotli,Neuen-Bäuen. 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Müller, Löwengasse C. 161. 485) Eine Mansardenwohnung, btfteh.nd in 2 Z>mmern mit Cabinet und Zubebör, den 1 April beziehbar, zu vermiethen. I. Ruckstuhl, Dachdecker, Gartseld 114 1 344) Der mittlere Stock meines Hauses, mit Wasserleitung re., ist per 1. April oder früher anderweitig zu vermiethen. ____Emil Fischbach. 377) Die 1. und 2. Etage .t etnes i eu- erbauler. Hauses in der Retchensand-Bahn- hossstraße von je 7 Zimmern nebst dazu gehörigen B-quemlichkeitcn, großen Hausgarten, zu vermiethen und im Juni zu be- ziehem____________G g. Emil M ö h l. 109) Eine Wohnung, vier P öcen mit Zubehör. Bismarckstraße B- 170,12. 216) Durch Wegzug deS Herrn Prof, vr. Lutter b eck ist dessen Wohnung in meinem Hause anderweit zu vermiethen und bis 1. April zu beziehen. Ph. Größer, Maurermeister. 87) Ein kl. Farn,limlogis ganz oder getrennt sogleich zu beziehen bei Dr. Bindewald, Grünbergerstr. 526) Ein Merdestall nebst großem Bod ehe mit übernehmen wollen, werden gebeten, schrift-- liche Off. b. d. Exped d. Bl. einzureichen. Bevor Zeder Kranke eine Cur gebraucht ober bei den veraltetsten u. hartnäckigsten Leiden die Hoffnung auf sichere u. gründliche Heilung aufgiebt. wende er sich vertrauensvoll an meine Adresse: Professor L. Wundram, Leipzig, Leib- nitzstr. 2. Meine langjährigen Erfahrungen theile ich jedem Hülsesucken den gern unentgeldlich mit. (374 Entlaufen ein schwarzer lonohaariger Hühnerhund ohne Abze oben, auf den Namen „Feldmann" hörend. Dem Wiederbringer eine Belohnung in der Exp. d. Bltts.________________1513 517) Das Schneiden von Stamm', Da? zu Bohlen, sowie von Brennholz ub.i nimmt H. 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