Freitag, den 25. October -rr. 2£9 1878 AnMk- unb Amtsblatt für bea Kreis Gießen Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Gießen, am 23. October 1878. Gießen nbcr 1878 W Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. asch-Anstalt , Spitzen, W11. mischtet Stofc jen, NP*^ tnip, daß wto euchelheivi.A Qimtion. Preise. y^NeuenM ein, w w südr ^Alheiluiif pgj c, JimmA H Verbrechens zu schließen, zu erinnern. Wenn ein Monarch, der sein Leben inb seine Krone eingesetzt hat, um die Wünsche seiner Nation zu verwirklichen, und der dies stets erlangt hat, wenn ein milder und volksfreundltcher Herrscher, k so populär ist, daß man ihn als Heldengreis gleich sehr pries, wie als ge- tichten Vater seines Volkes, in seiner Hauptstadt, mitten unter der ihn begeistert liieinben Bevölkerung seines Lebens nicht mehr sicher ist, dann sind alle, auch ne schärfsten Ausnahmemaßregeln innerlich und äußerlich berechtigt. Dieser Gedanke hat die Majorität des Reichstags erfüllt und nahm jüngst noch Form an, als im Reichstage selbst die soctalisttsche Agitation von Neuem |nch und drohend ihr Haupt erhob. Auch hier traf der Reichskanzler das Rechte, als er Vertrauen forderte. Von der Anwendung des Gesetzes haben wir vchts für die Volksfreiheit zu befürchten, nachdem Fürst Bismarck, der bisher fetö das ihm entgegengebrachte Vertrauen gerechtfertigt, erklärt hat, er verlange M »Gesetz, welches ohne gewaltthätige Auslegung ehrlich die Erreichung der Zwecke der Regierung gestatte, und er sei fest entschlossen, über die loyale Ausführung des Gesetzes zu wachen. Darmstadt, 22. Octbr. Das Großherzogliche Regierungsblatt (Beil. Nr. 26) enthält: 1. Bekanntmachung Großherzogltchen Ministeriums des Innern, die Bestätigung von Stiftungen und Vermächtnissen betreffend. 2. Nachtrag zum Verzeichniß der aus der Großherzoglichen Ludewigs- Univerfttät zu Gießen im Winter-Semester 1878/79 zu haltenden Vorlesungen. 3. Erhebung in den Fretherrnstand. 4. Namensveränderungen. 5. Dienstnachrichten. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben aller- gnädigst geruht: am 27. Septbr. dem evang. Pfarrer Simmermacher zu Dietzenbach die evang. Pfarrstelle zu Hatnchen zu übertragen; am 2. Octbr. den Landgerichts-Assessor bet dem Landgerichte Gernsheim, Dr. Karl Etgenbrodt, zum Bezirksstrafgerichts - Secretär bei dem Bezirköstrafgerichte Darmstadt zu ernennen. Am 26. Septbr. wurde dem Schullehrer Hugo Ltnck zu Blofeld die dritte Gemeinde-Schulstelle zu Echzell, dem Schullehrer Wilhelm Heyl zu Kefenrod die erste Gemeinde-Schulstelle zu Büttelborn, am 2. Octbr. wurde dem Schullehrer Johann Friedrich Lamm zu Worms die evang. Schulstelle zu Nieder- Ltebersbach, am 4. Octbr. wurde dem Schullehrer Konrad Becker zu Unter- Sensbach die Gemetnde-Schulstelle zu Ernsthofen übertragen; am 8. Octbr. wurde der Militäranwärter Konrad Bayer aus Eppelsheim zum Conducteur bet der Matn-Neckar-Etsenbahn ernannt. 6. Ruhestandsversetzungen. Se. Köntgl. Hoheit der Großherzog haben allergnädtgst geruht: am 5. Octbr. den Kreisarzt Wilhelm Diehl zu Butzbach, den Kreisarzt Dr. Ferdinand Block zu Reinheim, an dems. Tage den Distrtcts- einnehmer der Distrtctseinnehmerei Vilbel, Rendanten Ludwig Haller, auf sein Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen. 7. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die Gemeinde - Schulstelle zu Utphe mit einem Gehalt von 685 jl 71 H. Das Präsentationsrecht zu dieser Stelle steht dem Herrn Grafen zu Solms Laubach zu; eine Lehrerstelle an der evang. Schule zu Vilbel mit einem Anfangsgehalte von 1000 jl. 8. Sterbesälle. Gestorben sind: am 30. August der Dtstrictseinnehmer t. P. Rendant Justus Merte zu Darmstadt; am 8. Septbr. der Schullehrer Johann Wilhelm Corvtnus zu Bindsachsen; am 28. Septbr. der Schullehrer Heinrich Kaspar Köhler zu Trais-Münzenberg. Berlin, 21. October. Die Nachricht des „Berl. Tagebl.", daß am 1. November 20,000 Rekruten mehr als im vorigen Jahre eingezogen werden sollen, ist vollständig aus der Lust gegriffen. Ein Vergleich mit der Allerhöchsten Cabinetsordre vom 23. Januar 1877 mit der vom gleichen Tage des Jahres 1878, auf Grund deren die Rekrutirung der Armee für das Jahr 1877/78 und 1878/79 erfolgt ist, bezw. noch erfolgen wird, zeigt nur die einzige Verschiedenheit, daß 1878 bei vier preußischen Infanterie-Regimentern auf jedes Bataillon 35 Mann mehr eingezogen werden, dagegen verlieren im Jahre 1878 die mecklenburgischen auf jedes Bataillon 20 Mann gegen das Vorjahr. Wenn man nun von der Vermehrung der vier preußischen Regimenter oaS Minus der mecklenburgischen Regimenter abzieht, so kommt man zu einem Plus von noch nicht 100 Mann. Eine anderweite Ordre als die vom 25. Januar ist aber weder in der ersten Hälfte dieses Jahres, noch seitdem ergangen. Es ist also nicht ersichtlich, worauf das „Berl. Tagebl." seine Mittheilung, wenn diese nicht rein erfunden ist, stützen will. Berlin, 22. October. Gegen die neueste bereits mehrfach verurtheilte Verfügung des General-Postmeisters, betr. die Behandlung der Postnachnahmen, circultrt jetzt in den kaufmännischen Kreisen eine Petition an den Reichstag, der wir Folgendes entnehmen: „Es gibt in Berlin und im ganzen Lande Tausende von Geschäften mitt- I leren und kleineren Umfanges, welche den Absatz ihrer Fabrikate oder Maaren te ®«bne 2 ;tn» m h Herdt, ? Nach der Entscheidung. Die Verhandlungen im Reichstag haben sowohl eine Mehrheit für das Deutschland. Darmstadt, 22. October. Se. König!. Hoheit Prinz Leopold von Großbritannien und Irland ist heute Nachmittag 1 Uhr 38 Min., von der Gwßh. Familie am Bahnhofe empfangen, zu mehrtägigem Besuch hier einge- fwffen und im Neuen Palais abgesttegen. Einschreitens gegen die socialen Gefahren zu bestärken. Zu gleicher Zett ist dadurch die Hoffnung gestiegen, daß eine sich und der Regierung vertrauende Majorität des Reichstags für die Sicherung einer stetigen und segensreichen Entwickelung des Reiches eintreten wird. Nach einer erbitterten Gegnerschaft her Deutsch-Conservativen und Liberalen, wie sie sich noch während des Wahlkampfes kund gab,^4st das Ereigniß einer Vereinigung dieser Parteien, um den staatserhaltenen Absichten der Regierung dienstbar zu sein, um so erfreulicher. Es ist für die Zukunft von Bedeutung, daß der Reichskanzler erklärt hat, sein Bestreben ginge über das Socialistengesetz hinaus, er beabsichtige, wo möglich uis den drei Parteien, die überhaupt an den staatlichen Zwecken der Regierung in befreundeter Weise mitarbeiteten, und aus der Regierung zusammen eine |kste, sich gegenseitig in allen Theilen vertrauende Phalanx zu bilden im Stande ij, allen Stürmen, denen unser Reich ausgesetzt ist, wirksamen Widerstand ent- zegenzusetzen. Das Gesetz gegen die Socialdemokratie hat sich als nothwendig Mesen, weil die Agitationen eine so bedauerliche Schärfe angenommen hatten, daß Fürst Bismarck im Reichstage, ohne Widerspruch zu finden, hervorheben konnte, daß aus Furcht vor der weiteren Entwickelung der socialistischen Um hiebe das Vertrauen und der Glaube im Innern nicht wiederkehren und daß dchhalb auch die Arbeitslosigkeit so lange andauern werde, als uns die Social- demokratie ernstlich bedroht. Um das öffentliche Vertrauen zu heben, war es fit den Staat eine Nothwendigkeit, die Macht der Agitatoren zu brechen. Es ist ein Akt der Rothwehr, den der Staat ergreift und sehr richtig betonte der Reichskanzler, daß wir, je zeitiger wir diese Nothwehr eintreten lasten, mit desto weniger Schaden für die Freiheit der Uebrigen und für die Sicherheit und den ' inneren Frieden damit zu Ende kommen werden. Es war nicht nöthig, auf die kannten Ausschreitungen des gedruckten und gesprochenen Wortes hinzuwetsen, durch welche auf Gewalrthaten und Königsmord, auf die Untergrabung aller Autoritäten hingewirkt wurde; — die Erinnerung an die Attentate genügte, um fden Vaterlandsfreund en seine ernste Pflicht, die socialdemokratische Schule Die diesjährige Kreis-Lehrer-Conferenz soll Mittwoch den 6. November, Bormittags 9 Uhr, in dem Saale des Gasthofs „Zum Einhorn" zu Gießen abgehalten werden. Sie wollen Die Lehrer Ihrer Gemeinden hiervon mit dem Ansügen in Kerntniß setzen, daß wir dringend wünschen müssen, daß ohne triftigen Grund kein Lehrer fehle. Ihre geistlichen Mitglieder werden zur Beiwohnung freundlichst eingeladen. Zur Verhandlung kommen folgende Gegenstände: 1) Die Errichtung und Einrichtung von Schulbibliotheken zum Gebrauche für die Schulkinder. Referent: Kreisschulinspector Büchner. 2) Umfang und Art des Geschichtsunterrichts in der Volksschule. Referent: Lehrer Müller zu Ober-Hörgern. 3) Der Unterricht in der Physik, insbesondere der Gebrauch der eingeführten physikalischen Lehrmittel in der Volksschule. Referent: Lehrer Kalbfleisch zu Gießen. Die für die Monate October und November angesetzten Special - Conferenzen fallen vorerst aus. Dr. Boekmann. «HIN. jlgW'«" anffurt«. ® Betreffend : Kreis - Lehrereonferenz. Die Großherzogliche Kreis-Schul an die Schulvorstände des Kreises Redactionsbureau r „ 1O arp.ditionsbur-au- i B. 18. "Wgung, Müller, ’ Franz-Str. 4, huf,,, E ta W die Expkd.d.Es. chen kaust Mr, Nmemvra 193 ÄS öon gtueJ Kti-niu- l tzL'Ä 0Murt a. A ^überallhin I WI I ,, ., , Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Socialdemokratte geschaffen, w den größten Erfolg hatten, die Nothwendigkeit eines festen und wirksamen Wal en! ■dqW rrnsten Bestrebungen bestechen lassen. Wir haben schon vtelsachr Klagen *on Äaurermnen - -»• - Die Correspon.Inachträglich schr in der Qualität der gelieferten Stoffe getäuscht haben. Die o.ceynl- Verfügung des Polizeipräsidiums voö „Berl. Freien Presse" auf Grund des Telegraphische Depeschen. Wsgner'A telegr. Uo«eespynde«r • •«««««♦ Yeter4b«rg, 23. October. Dem Blatte „Golos" wurde die Erlaub, nitz gum Straßcuverlaus wegen eines Artikels über das deutsche Soctalistengesetz Kußland. Warschau, 20. October. Welch' weite Verzweigung die Nihilisten Verschwörung in Rußland hat, beweist u. A. nach der „BerU Börs.-Ztg." auch die Lhsrsache, daß sogar an weit entfernten, fast in der Polarzone gelegenen Punkten, wie Archangel und Cholmogory, zahlreiche Verhaftungen aus Anlaß der Emnrdung des Generals Mesenzew in Petersburg stattgefunden haben. Wie dcm Petersburger Wochenblatte „Nedicta" berichtet wird, sind die Gefäng- ntsir tn bcn genannten beiden Städten, sowie in dem noch nördlicher gelegenen StLdtLe?. Koltz Mit Nihilisten, welche demnächst nach Petersburg transportirt werden sollen, L^erfüLt. Aus dem Gefängniß in Cholmogory sind jedoch unlängst sechs Nihilisten, darunter eine Frau, entsprungen, und zwar auf so geheimniß» volle Weise, daß man die Gefangenenaufseher in Verdacht hat, ihnen behülsttch gewesen zu sein; es haben deshalb bereits Verhaftungen stattgefunden. sind andauernd gespannt. Nach detaillirter Meldung aus Konstantinopel sind die Unruhen in Mace- donien ernster als vermuthet ward. Eine Schaar von 2000 wohlbewaffneten Bulgaren griff am 18. Krasna an; am 19. dauerte der Kampf noch fort. In den bulgarischen Districten Djuma und Samakof ist gleichfalls Alles zur Er« Hebung bereit. Auch Raslik ist von einem bulgarischen Angriff bedroht. Alles deutet aus eine wohlvorbereitete neue bulgarische Erhebung. — Aus Bukarest. Dem Vicepräsidenten des Senats Demeter Bratiano wurde der Konstantinopeler Gesandtschaftsposten übertragen. General Ghika wurde^ zum Gesandten in Petersburg ernannt, obwohl der hiesige russische Vertreter Stuart nur den Rang etneS Mtnisterresidenten erhielt. Berlin, 23. October. Der „Reichsanzeiger" publicirt ferner eine Bekanntmachung des Polizeipräsidiums vom heutigen, wonach auf Grund des § 11 deS Socialistengesetzes 34 namentlich aufgeführte, nicht periodische, seit 1872 erschienenen Druckschriften verboten werden. Davon sind 16 in Berlin, durch den Bundesrath zu bestellenden Recursinstanz erfolgt morgen. — Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet: Die definitive Instruction des preußischen Ministers des Innern für die Ausführung des Socialistengesetzes wird unverweilt ergehen. Eine Vertagung des Bundesraths tritt überhaupt nicht ein. vielmehr bleibt dessen Thätigkeit auch jetzt eine fortlaufende, indem daS Plenum voraussichtlich allwöchentlich zusammentritt, während die Ausschüsse n ununterbrochener Thätigkeit bleiben. Die Angabe, daß in nächster Reichs« tagssession jedenfalls die in der vorigen unerledigten Vorlagen wieder eingebracht werden sollen, sind verfrüht, da hierüber bisher Bestimmungen noch nicht getroffen sind, auch in nächster Zeit noch nicht getroffen werden dürsten. — Dasselbe Blatt erklärt die Nachricht, daß v. Bennigsen irgend ein hohes Reichsamt rugesichert worden wäre, für eine leere Erfindung. Desgleichen widerspreche die Behauptung den Thatsachen, daß die Compromiß-Verhandlunzen seitens des Reichskanzlers nur mit den Nationalliberalen unter Uebergehung der Conseroa- tiven geführt worden wären. Fürst Bismarck habe sowohl mit Helldors als auch mit Kardorff bezügliche Besprechungen gehabt. London, 23. October. Der Schatzkanzler Rorthcote hielt in Wolverhampton eine Rede, in welcher er heroorhob, man könne nicht sagen, sicher zu fein, daß die Kriegsausstchten, die man als beseitigt betrachtet habe, sich nicht wieder erneuerrn würden. Die Frage sei, ob die Arrangements des Berliner Vertrages ausgeführt würden. Man könne nicht verkennen, daß gegen die Ausführung gewisser Theile des Vertrages sich Schwierigkeiten erheben würdei. , Er wünsche, den Unterzeichnern des Vertrages, namentlich dem Sultan, möge die Wichtigkeit einleuchten, daß das große Dertragswerk nicht wieder vernichtet werde. Berlin, 23. October. Laut im „Reichsanzetger" mitgetheilten Bekanntmachungen sind die vom hiesigen Polizeipräsidium verbotenen Vereine die nach- stehend genannten: der Verein zur Wahrung der Interessen der werkthätigeu Bevölkerung Berlins, der Verein für communale Angelegenheiten des Nordost- Districts, der deutsche Tabakarbeiter-Verein und der Verband der deutsche» entzogen. Madrid, 33. October. Zn Folge der energischen Vorstellungen der spanischen Regierung wurden Seitens der marokkanischen Behörden am 21. d. in Gegenwart bcS spanischen Consuls die Wachmannschaften, welche an dem Tage, aLL der spanische Unterthan Liano von Marokkanern ermordet ward, mit der Ueberwachung des Lazareths betraut waren, streng bestraft. Berlin, 33. October. In einem Artikel, überschrieben „Die Annahme des Socialistengesetzes", weist die „Prov.-Corrrsp." auf das vertrauensvolle Zusammenwirken der staatserhalteuden Mehrheit des Reichstages mit der Re- giermig hin, wodurch ein neues festes Band für alle staatserhaltenden Parteien auch zu weiterer fruchtbringender Thätigkeit gewonnen worden sei. Allseitig sei klar erkannt und offen ausgesprochen worden, daß das neue Gesetz vor Allem dm Boden wieder frei machen solle für eine segenbringende positive Thätigkeit auf dem Gebiete der Volkswirthschaft und ernster Fürsorge des Staates für alle berechtigten und besonnenen socialen Bestrebungen. Möge die Wirkung des Gesetzes'sich bald so erfolgreich bewähren, daß diese ernsten Bestrebungen wieder allseitig günstigen Boden in unserem Volke finden. ■ ?. denz meldet ferner, daß der Landtag voraussichtlich auf einen Tag der am 18. November beginnenden Woche einberufen werde. — Das hiesige Polizeipräsidium hat aus Grund des Socialistengesetzes vier hiesiae Vereine aufgelöst. f „ Wien, 23. October. Meldungen der „Pol. Corr." Mlltheilungen, welche der Pforte aus Ueskueb, Küstendsche und Morokope (Bulgarien), sowie aus der Umgegend von Salonichi zugegangen sind, geben Kunde von großer, Besorgniß erregender Agitation. In Philippopel wird eine Kundgebung gegen die ostrumelische Commission vorbereitet. In Seres (Macedonien) sind bereits Unruhen vorgekommen. Die Beziehungen zwischen der Pforte und Rußland heute wurde die heutige Nummer der „L w ... z 11 des Socialistengesetzes verboten, gleichzeitig auch das fernere Erscheine« dieses Blattes untersagt. Kopenhagen, 23. October. Dem „Morgen-Telegraphen" wird go meldet: Die Regierung erhielt die Mittheilung, daß das gelbe Fieber u St. Thomas ausgebrochen ist. Vier Soldaten wurden davon befallen. Nom, 23. October. Es heißt joon zuverlässiger Seite, daß 6air.li das Mininisterium des Auswärtigen, General Borelli das Kriegsminist-rmn Akton das Marine- und der Deputirte Speziale das Ackerbau-Ministerium Schmiede. „ , t , Paris, 23. October. Der „Agence Havas" wird aus Kanea von heute gemeldet: Ein Telegramm der türkischen Regierung spricht Mukhtar Pascha den Dank für die Pacification der Insel aus. — Der Sultan hat den durch die Convention bedingten Aenderungen seine Zustimmung gegeben.. Berlin, 23. October. Durch ~ --ft5)a8 Comits deS KriegerfesteS erzielte gelegentlich der Feier im v. I «offenen Sommer eine Einnahme von 2901 JL 32 H Die Ausgaben betrugen 2725* I 79 Der Ueberschuß mit 175 53 wurde bei der Gewerbebank angelegt. ■ Gießen, 24. October. Viele Städte, namentlich SüDeutschlands un1) so a a der hiesige Platz werden eben wieder mit Katalogen resp-PretS-Coura M dec Magazins du Louvre“ in Paris geradezu überschwemmt. Die Adressen sind offenta. einfach an Hand der neuesten Adreßbücher der betr. Staate gefertigt, so-da«-sich [ mand darüber zu wundern braucht, wenn sein Name in Pari« bekannt ist. iU becd werden durch eigens bezahlte Agenten jener Häuser Adressen gammelt and zahlen selben ihren Unteragenten, welche die betr. Formulare ausfüllen, für je 100 Adre 8 1 Die voluminösen Kataloge nebst Musterläppchen sind in Holland bei der 4 aufgegeben, weil die niederländische Post solche zu 2«/, Cent also EiwiS billiger s die französische und die deutsche befördert. Die Besitzer jenerMagazine,w.lcheUr^» mehrere Millionen derartiger Kataloge versenden, erzielen dadurch, daß sie dteieuv« als große Colli nach Holland schicken und dott erst der Post überaebenS«°r ziemliche Ersparniß, trotzdem müssen aber die HerstellungS- und Sp-ditionSkost-n S i l\ ungeheuere sein und sich auf Hunderttausende von FrancS belaufen. Diese Sumw I müssen natürlich bei den Geschäften wieder- herauskommen, !doch wollen,wir host «, »i nur recht wenige unserer schonen Landsmänninen sich durch die scheinbar v.u , Preise und den Zauber, welchen das Wort Paris vielfach in Modcsachen noch ausi.^ ~ " Wir haben schon vielfache Klagen "vn Käuferinnen gehört, w -che übernehme. ___________________ ” 5 L o k a lVR o t i z. Gießen, 24. October. Verhaftet wurden beute Nacht zwei Handwerksbursch^ welche sich um 11 Uhr in der Herberge auf daS Solideste verhauten und einen grovw Menschenauflmif^ verursachten. ^iite Nacht ein älterer Mann, welcher obdachw in der Stadt^sich Dienstag Abend verhaftete Mann aus Münchholzhausm erhell schon gestern Morgen für feine Schlingeleien gegen Mädchen 6 Wochen auDirtri nut nach Außen finden; nehmen wir nun an, ein solches Geschäft mache einen 1 jährlichen Umsatz von 30,000—40,000 Mk. und der Eingang dieses Betrages wird durch durchschnittlich täglich drei Postoorschuß-Sendungen und drei Postanweisungen vermittelt, so involvirt dies eine jährliche Abtragsgebuhr von 108 Mk., d. h. etwa V3 pCt. des Umsatzes, bei einem Reingewinn, veranschlagt aus 10 pCt., vom Umsatz aber 3i/3 pCt. des Reingewinnes! Das ist ja aber nicht etwa der einzige, dem Postsäckel und dem Verkehr solch eines einzigen Geschäfts erwachsende Gewinn; es versendet jährlich tausend oder mehr Packet- zu 25 und 50 Pf., empfängt tausend Postanweisungen, deren fede 20 Pf. Porto kostet, und zahlt, wenn es die Sendungen srankirt, für die unter Nachnahme gehenden im Werthe von vielleicht 15,000 Mk. mindestens 300 Mk. Nachnahmegebühren i Die Post erhebt für Nachnahme von 1 Pf. bjz 5 Mk. 10 Pf. Gebühren, arbeitet also mit mindestens 2 pCt. Nutzen bei einem Geschäft, das sich reglementsmäßig innerhalb 7 Tagen abwtckeln muß, nach kaufmännischen Begriffen als 100 pCt. pr. Jahr und weit darüber ab- wirft. Und dabei ist cs ja ganz selbstverständlich, daß die Post ihre Gebühren erhebt, gleichviel, ob der Adressat die Sendung einlöst oder nicht." — Die „Nordd. Allg. Ztg." unterzieht die Namensabstimmung des Reichstags über das Socialistengesetz einer näheren Betrachtung, welche also schließt: So lang- eine Partei existirt, welche sich äußerlich als Vertreterin katholischer Jntcreffen gertrt, in Wirklichkeit aber, wie die neuliche Abstimmung schlagend beweist, in feindseligster Haltung gegen die Reichsregierung im Bunde mit allen blos negirenden Tendenzen und deshalb im direkten Widerspruch mit den wahren Jntcreffen der Kirch- lediglich politische Ziele verfolgt: so lange um diese Partei als Crystallisationspunkt alle Elemente sich gruppiren, welche ",7H7 H «,rn . in < in $,nb bie Institutionen des Reichs und des preußischen Staats mit blindem Haffe 9 in Zurich, 3 m Brüssel, 2 in Chicago, 1 in Bern, 1 Parw, V-,lh verfolgen, - so lange wird selbstverständlich jeder Versuch resultatlos bleiben, und 1 ohne Angabe des ®c($eiimng8oite« h"ausgck°mmen. Die Wahl der den Culturkampf im Wege friedlicher Verständigung zu beenden. Einer k™ ... n.ft.n.nh.n w.mrSmftnm moraen. solchen Partei gegenüber wird auch bet den wohlwollendsten Intentionen des römischen Stuhles keine Garantie dafür geboten werden können, daß der kirch- 1 liebt Friede in Deutschland zur Wahrheit werde. Kiel, 20. October. Seit einigen Tagen hat vor dem hiesigen, mit der Führung dieser Sache besonders beauftragten Marine-Stations-Auditoriat die Voruntersuchung in Sachen des Unterganges des „Großen Kurfürsten" ihren Anfang genommen; nahezu hundert an der Katastrophe mehr oder minder be- theiligte Personen sind vorgelaven, die der Nordseestation Wilhelmshasen angehörenden dürften bereits sämmtlich dahier eingetroffen sei,. Am 31. Mai verlor die deutsche Flotte ihr schönes, stolzes Schiff, den „Großen Kurfürsten", unter Umständen und in einer Weise, welche jedem denkenden Menschen die Frage sick aufdrängen ließt wie ist ein so entsetzliches Unglück möglich geworden? Welch' grobe Fehler müffen da stattgefunden haben 1 Einstimmig machte das Verlangen nach sofortiger strenger Untersuchung des Unfalls sich laut; bald auch erfolgte von maßgebender Stelle die bestimmte Zusicherung, daß diesem Verlangen gewillfahrt werden solle. Die Havarie-Commission trat in Kiel zusammen und erstattete ihren gutachtlichen technischen Bericht, welcher dann gleichwie der Werner'sche im Reichstage durch den Chef der Admiralität der bekannten wunderbaren Beleuchtung sich zu erfreuen hatte. Daß die Berufung eines Kriegsgerichts gleich darauf erfolgen werde, darüber war alle Welt einig, man stritt sich nut noch über die Zusammensetzung deffelbcn, welchem Armee-Corps der Antrag »erde ertheilt werden u. s. w. Dann plötzlich ward es still und inuner stiller von Der Sache. Auch die osficiellen und officiösen Belehrungen, Erklärungen und Beschönigungen verstummten. Di- öffentliche Meinung tappte vollständig im Dunkeln, und gar Mancher wohl gab sich dem Glauben hin, mit dem „Kursürsten" und seinen 300 Opfern sei auch die Untersuchung be- grairn. Doch nein, dem war nicht so! Zwar schreiben wir jetzt schon Mitte Octoücr und vier und ein halber Monat sind seit dem die deutsche Nation b-»:gcnd-n Unglücksfall bereits dahin gegangen: dafür beginnen wir jetzt aber auch schon mit der Voruntersuchung, die dann möglicherweise im Laufe der Zeit noch zu einer wirklichen kriegsgerichtlichen Untersuchung und Aburtheilung führen kamr. Sier wann? fragt das deutsche Volk den Chef der Admiralität, Herrn Staatsminister v. Stosch. (Köln. Ztg.) k'LÄ M «..ssahrtni Grs 3». N»r l°-m btSlai Ära 0ie6«n< :'■ ss Frankfur mit Cereal 6555) Do von der A aufgenommen w tzinpsangnahme dahier jederzeit Gießen B 6540) zu btltfen und Gießen Be 6539) $ ßraße und an Gießen öffentlich b?69) 3ur( >i l. 3. dah^ W Obessörfters ron At-Wieder delhaar, (In «ine Keitz, ( wann Gelh Dit unbekann Eimrrika obtoef leiben oder ü bittmlt aufaefc ®*|t binn konnten dah i’nft Verzicht VN «totienbt eitb. «teSen, ket ®'*iO91ii Bottich- ^Wrichtz Beke 'S-;; b-Nnr ” a Tie **• zur f; p°N°fr^ D°n 40 V? > ÄS* 1 * * * Ilariulrle Häringe -w' «M w-r* Versteigerung Trauben-Brustsyrup AeUgevotenes. Filzhüte Dunst- u. Handclsgärtner. tt 6603) H n 1 1 1 1 2 2 2 2 20 30 80 50 60 80 80 H tt II H II Priorato dulce Garnacho Sherry Malaga Madeira Oeffentliche Aufforderung. 5769) Zur Erbschaft der am dritten Juni l. I. dahier verstorbenen Wtttwe des Oberförsters Friedrich Kalkhof von Alt-WLedermus, Karoline, geborne Gelhaar, find nach dem Gesetz Hermine Keitz, geb. Gelhaar u. Hermann Gelhaar gerufen. Da beide mit unbekanntem Aufenthaltsort in Amerika abwesend sind, so werden dieselben oder ihre etwaigen Leibeserben hiermit aufgefordert, über Antretung der Erbschaft binnen einer Frist von zwei Monaten dahier sich zu erklären, als sonst Verzicht unterstellt und solche den hier anwesenden Erben überlasten werden soll in meiner Behausung, das von meinem verstorbenen Sohn, Schreiner Konrad Schmitt, hinterlastene, meistens noch neue und fast doppelte Schreiner-Geschirr aller Art, wobei auch eine neue Hobelbank ist, sowie 55 Stück Eichen-, 13 Buchen-, 15 Nußbaum-, mehrere Kirschbaum-, Tannen, u- Pappeln- Bohlen, alle von verschiedener Stärke, eine Anzahl Kirschbaum-Fournire u. s. w. öffentlich meistbietend gegen gleich baare Oporto Vino Rancio 6260) Eine Brandkifte, 1 poltrter 2thüriger Kleidersckrank, 1 Silberschronk, (Stoppe, 6537) EM noch fast neuer Steinkohlen- Kochheerd ist Umzugshalber zu verkaufen. Wolkengasse C. 90. schienenen Submittenten eröffnet werden. Später eingehende Offerten bleiben unbe- a M. zur Einsicht auf, können auch gegen portofreie Einsendung der Copialgebühren von 40 H von un bezogen werben. Pachtltebhaber wollen ihre Offerten mit der Aufschrift „Verpachtung der Restauration auf dem Bahnhofe zu Lollar" versiegelt bi-' zum Montag den 28. Oktober lfd. Js., higher einsenden, an welchem Tage Morgens io Uhr dieselben im Beisein der etwa er- Aersteigerunqeu. Freitag den 23. October, Nachmittags 1 Uhr, wird in der Hardtmannffchen Schanze an der Schoor, altes Bau- und Brennholz, Dielen, Thüren, Fenster, Falzziegel, Oefen und Backsteinplatten öffentlich versteigert. C65*3 Montag den 4. November l. Z., von Morgens 9 Uhr an, rücksilbtigt. Cassel, den 18. October 1878. 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Oktober gegen Baarzahlung. 6468) Königsberg, Pfarrhaus. Gräflicher Bauausseher: 6441) Seitz. " d« bringen. Die bezüglichen Bedingungen liegen in ,H , unserem Secretariat, sowie beiden Stations- Qflwunq verkauft werden. Vorstehern in Cassel, Treysa, Marburg, ° - - <- «« Lollar, Gietzen, Friedberg und Frankfurt Ilde hn ■" 10 Bekanntmachung. 6555) Da das von d« Stadt Gi-ß°n am 2^ Februar 1876 bcschlosfene «nd von der Aufsichtsbehörde genehmigte Anlehen von 600,000 ^. succesftv »SY m ÄS dahier jederzeit noch stattstnden. Gießen, den 21. October 1878. , Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. Forbacher Formziegel von Gebrüder Couturier, Prima Dachpappe, Masttc-Dachlack, Portland Gement von Dyckerhof & Söhne, . Thonröhren zu Wasserleitungen und Appartements'Arllagen, Feuerfeste Steine, Tuffsteine und Kammrohren, I Mosaikplatten in diversen Dessins, ! 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"ruhen in ty* ' uoch fort i, $UI §[l 'W Al- * Rührei. 1 “Mmtinopdr Im Tesandten J art nur benfe ^rt ferner eia- $ auf Grund 1 periodisch?, u ud 16 in Bch Paris, 1 in M - Die Wahl k ivrgen. ^Instruction H SoctalistengefPz tritt überhol ortlaufende, ind-a «nd die Ausfchiih in nächster Reitz wieder eingebraihi igen noch nicht $ dürften. - Dii- n hohes Reichel leichen widersprch dlunzen seitens bti hung der thferw-- i mit Hellers ati te hielt in Wolvn- ht sagen, ßcher st et haöe, stch nicht unts des Berlin dch Mn K iw echeden wücki. dem SM»/ * jeder vernichtet-reck, itgetheiltn Aml- en Vereine die wachsen der werKMPl nheiten des W" >rband der deutschen aus Kanea von jun scht MW W Sultan hat bca ba:. ;ezeben. toliseiprästdiu«»» Ät« auf ©tunt ’a8 fernere W chMh-"' * * dis 8ll6t »w« gelte, dH (rInU8t6„i 17. Odobtrlgin b-klagmswirlh-s Unglück, welches einen The« $ unrb°etn"aStSÄÄÄTl« -edrSuchNch-n Fahrkünste mit hölzernen Gestängen in die Ties- und zu Tag- sah i. Mstgm^aMah?enden^B^erglemien^gröNeni^§ ^^Ä^daS^'unt^r^ctwa^so^Met^ l"aae ^SMck ^n^Me^Tiese ^stürzk^die" daraus ^stehende Mmnichasi mit stch tortritz und ZMLLVL-MWßM 5,' Rlumenzwiebeln, Wolkengaste C. 90 Hyazinthen, Tulpen, CroeuS, ——r--. am ’ Scilla in den schönsten Farben, für $1111111 kjc Zimmercultur wie auch für das freie sind billig zu verkaufen. (6532 ßanb geeignet, empfiehlt (5815 W Faber, Küf^r, Neuenwea.| 3 Carl Deines, WZMUMWMS ivelt zu unterstützen. -- ------------ — Bekanntmachung. Betreffend: Das Abladen von Schutt aus der Stadt Gießen in deren nächste Umgegend. 6539) Vor dem neuen Gerichtsgebäude, in der verlängerten Bismarck- straße und an der Georgenschanze kann Schutt abgeladen werden. Gießen, am 22. October 1878. . Grohherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. ______________ Montag den 28. d. Mts Vormittags 10 Uhr, iRietoenamim., > r KSÄsrsrsXÄ Schmiedebau ans den Abbruch versteigert Rothenberger, Lindenplatz. Arbeitsversteiaerung. I Hemden nach Maaß « unter Garantie des guten Passens liefert Donnerstag den S1.,»ktover, (5491 Vormettags 11 Uhr, 0 l sollen auf dem Rathhause zu Grüningen ____________JtUPiamen >as Zerkleinern und Eindecken von 125 6395) Ein arößeres Quantum Stroh Eubmtr. Stein-'n, veranschl. zu 400 und Spreu, zusammen oder in kleineren öffentlich in Accord toergeüen werden. Part en a zuge^en^^ G^Kverwaltung Grüningen, den 23. October 1o<ö.| Utphe bei Hungen. Großh. Bürgermeisterei Grüningen- 6548) Le idich. > V 3 - L. Frohuhäuser. werden. linsten Neuen Elb-Caviar, sowie Das Gebäude ist 45 m lang , 8 m Agrackan- Caviar breit, der untere Stock ist massiv-von ächten^Astrachan.^av.ar Bruchsteinen, der obere Stock, sowie empfiehlt Wilb. Weidig. Dachwerk von Eichenholz, das Dach ist! —-------------------- mit Schiefer gedeckt. Laubach, den 16. October 1878. ---- Dandel und ^Verkehr. mip6en 24 Ddober Auf dem am 22. und 23. October dahier abgehaltenen Viehmmkte ^war'en^^au^getrieben 1500 Stück Rindvieh und 774 Schweine; nächster gz" Oci?b«"Dtt hmstge Markt war in allen Richtungen hin>°biy -eichliF mit" Wien b-sahr-n Aus dem Med waren ca. 6° Wagen mit Kreut und>-» Bekanntmachung. Betreffend: Die Spritzenmetsterstellen bet der Stadt Gießen- 6540) Bet der Stadt Gießen ist noch -in- Spritzenmeisterstelle ,n besehen und wollen sich darauf Reflectirende binnen acht Tagen anmelden. Gießen, am 22. October 1878. . Grohherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. s?ä- »äS'Tä“ sä «-S »“»r jSsiväVÄW'i !5°^"K?h-°R^^^Fakrenfl°llch^ 'S SS x » « i ß 70 80 Tannävfel per Hectoliter 80 H. Gescknittenes Holz, je nach- MMMLUW-N-M Sttoh per Centner X 1.50—2. » 5* Kartoffeln X —• (Durchschnitts-Preis pro Cb.ocolad.e Ph. Suchard. JVeuehatel (Schweiz) Bei der am 21. October 1878 stattgefundenen Preisvertheilung der WeltauaetellU K ' in Paris wurde der SSL LM W Di’Äj ß-Ä' -M * lUnW I sehr preiSwürdtse Waare. Reparaturen ~ JL J. />#>>> werden üvernommen bei 1 A. Schultheiß, junior I ^00 x iso empfiehlt (6446 6556) S'lteiswea 10 Wilh. Plank, Reichensand. Hühmr zu^vtlk-mfen^ E?Pttihan Ww. Prima Gummischuhe Zu verkaufen omlgst ba Frohuhäuser. ein Pferd, Schimmelftute, ßfdttcn und gefahren, 1 11p. Dog-Car, offenes Wägelchen! mit Patent-Achsen, 1 leichter Kasten-Wagens fast neu und verschiedene, Geschirre. 6546) _______L. Kauf. 6549) Vier dvppelspännige Wagen verkauft die Gebrüder S t u m m'sche Bergverwaltung zu Leun.______ Aecht chinesische Thees mit Sckutzmarke C. H. L. empfiehlt (6187 Dr. Hempel, Apotheker. Gothaer Cervelatwurst, Geräuch. Franks. Leberwurst, Frankfurter Würstchen empfiehlt (6425 Gg. Wilh. Weidig. 6259) Vollständige Federbetten, sowie einzelne Theile derselben, Bettstellen, ein und zweischläfrige Kederdecken, Unterbetten, Kiffen ic., insbesondere vorzügliche 3theilige Matratzen, empfiehlt zu Eigen Preisen I. Rothenberger, Lindenplotz. Primaltal. Maronen Jtal. Maronen, Nhein. Castanien, empfiehlt (6438 ____Emil Fischbach. Strickwolle! in allen Farben und Qualitäten das Pfund von 3 JJA. an, sowie Kork wolle, das Pfund zu 1XIk. 40 Pf. empfiehlt (5539 J, H. Fuhr, Sonnenstraße. Astrachan-Caviar, Elb Caviar empfiehlt (6437 Emil Fischbach. FF. Moog in Büdingen. 6554) 5547) Das Neueste in Eesatzartikeln, als: farbige Gallons und Sammtborden, sowie Knöpfe, Einfafibänder, Seide, In BuckskinS und Kleiderstoffen haben wir große Partien zum Ausverkauf ausgesetzt. 6475) Gebrüder Scheel. Tuch und Buckskins für die jeiizize Saison in allen Qualitäten empfiehlt unter billigster Bedienung (1916 Liulwig Lang, Marktstrasse 25. NB. Reste, und zurückgesetzte Stoffe zu Frauenkleider, bedeutend unter dem Preise. Zwirne in allen Farben, empfiehlt zu billigsten Preisen J. II. Fuhr, Zonnenstraße. Arabische Gummikugeln. Bekannte, von den meisten Aerzten empfohlene Brust-Bonbons in stets frischer Waare, per Schachtel 40 und 20 Packete ä 10 bei: Julius Wallach in Gießen. empfiehlt (6426 G-g, Wilh. Weidig, Täglich frische Hefe 6203) bei Zoh. Thoma, Löw-rgasse 106 Aermtelhunzen. 6530) 4 Zimmer nebst Küche im ersten Stock, sowie ein Zimmer (möblirt od. um möblirt) sofort zu oermiethen.. _______________F. Zöller, Neustadt. 6543) Lit. E. 86, Seltrrsthor, ist ein möblirtes Zimmer-zu vermietben._________ 6533) Eine fteundliche Familienwohnung von 3 Zimmern, Küche, Keller rc. sowie ein möblirtes Mansardenzimmer, ist zu verwiethen.__________Wolkengasse C. 90. 6544) Im Hause des Herrn v. G ehren (Reichensand) ist ein freundl- möbl- Zimmer zu ve-miethen. _________________________ 6531) Zwei Zimmer nebst Zubehör und Werkstätte zu vermietben bei E. Pitthan T8w. Zu erfragen bet Dienstmann Möbus im Adler. _____________________________________ 6545) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen. Näheres bei Frau Schirm- fabrikant P. Frank. __________________ 6550) Alicen-Sttatze 102, Parterre, ein möblirtes Zimmer zu oermiethen._________ 6553) MöblirteS Zimmer zu oermiethen Lindenplotz. Lit. A. 64. 6345) Ein Zimmer zu oermiethen, aut Wunsch auch möblirt, bei ___________Adols Hoß, Schietzgärten. 5609) Ein möblirtes Zimmer nebst Ca btnct zu oermiethen. _____________L. Baer Walltborstraße. 5432) Em FamilienlogiS ist zu ver- mietbm im______Darmstädter HauS. 4b73) Laven mit Wohnung u. Lagerraum zu oermiethen. _______________________Ehr. H oreyseck. 5889) Ein Familienlogis, bestehend aus 3 Zimmern, Küche und sonstigem Zubehör, zu oermiethen. __Jacob Reiber, Gartseld. 6113) Möblirtes Zimmer zu oermiethen _______________________Neustadt D. 27. 6119) Möblirte Zimmer zu vermiethe. _________,Weinsaal". 6460) Zwei kleine Logis zu oermiethen ___________bei Karl Heil, Scbietzoasse. 6525) MöblirteS Zimmer mit Cabinet zu oermiethen. ____________W. Ferber, Lindenplotz. 6402) Neue Anlage Lit. C. Nr. 28 im dritten Stock ein möblirtes Zimmer zu oer- miethen. 5418) Zwei möblirte Zimmer zu vermietben.___________________(Sarifeld 114,6. 5524) Ein größeres und kleineres Familienlogis hat per gleich oder später zu v rmiethen Carl Lange, SelterSweg C. 44. 6135) Em großes möblirtes Zimmer zu oermieihen. Kircher platz Lit. B. Nr. 6. 6236) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu oermiethen bei Carl Deines, Gartfeld. 6399) Möblirtes Zimmer zu oermiethen bei August Roll, im Stern. 6282) Ein neu hergerichietes, freundliches Familienlogis, sofort beziehbar, zu oermiethen. Heinrich Möser I, Neustädter-Thor. 6344) Zwei kleine und ein größeres Logis zu oermiethen bei ____________Adolf Hoß, Schießgärten. 6482) Möblirtes Zimmer zu oermiethen. ________________________Marktolotz A. 8. 6185) Ein gut möblirtes Zimmer mit Cabinet zu oermiethen in der Neuen Anlage. Zu erfragen bei der Exped. d. Bl.______ 5985) Die Mansardenwohnung in meinem Hause, Frankfurterstraße, ist alsbald oder per 1. Januar zu oermiethen. A. Geiße. vermischte Anzeigen. 6542) Gefunden ein Medaillon. Abzuholen bei _____________Heinr. Rau in Wieseck. 6534) Eine schwarze Dogge am 21. d. M. entlaufen. Dor Ankauf wird gewarnt. NäbercS in der Exped. d. Bl.__________ 6535) Ich suche auf 1. April n. I. ein geräumiges LogiS. __Duvrier, Justiirath. ß Clavierftunden werden ertheilt und Pensionäre ausgenommen von Frau Dr. Hofmann, Neue Bäue 92. 6246) Im Liefern und Versenden von gutem gebrochenem Tafelobst balle mich bestens empfohlen. CirrlSchwalb, Groß puseck. 5835) Junge Leute, welche hiesige Lehr anftalten besuchen, werden in Pension genommen, auch sind einige moblide gimmn zu vermieihkn. Wo? sogt die Exped. d. Bl 6379) Ein junger Mann aus guter Fe- milie, welcher daS Gymnasium bis zu Sekunda absolvirte, wünscht in einem kaufmännischen Geschäfte in die Lehre zu treten Gefällige Offerten sind an die Exped. d. Bltis. unter V. E. zu richten.___________ Getragene Kleider, Stiefeln, Hemden Betten, außer Cours gesetztes Gold und Silber, Antiquitäten, Roßhaar, kaust Louis Rothenberger, 4752)Neuenweg 193. 6508) Eine 6—8 pstrdige Locomobile zu leihen gesucht. Offerten abzugeben bei Hehliqenstcidt 8? Co. $ Wenzel s Garten. Freitag Abend: Schmorbraten und Spätzle. Gesucht ' wird ein unoerheiratheter HauSbursche, welcher mit Pferden uwzugehen und etwa! Gartenarbeit versteht, vom Oberförster Weyland in Gladenbach. Persönlich, Meldungen erwünscht.(6477 6383) Gesucht per Weihnachten ein Dienstmädchen. _______________Frau Marie Patz. 6536) Auf dem Wege nach Heuchelheim ein Regenschirm gefunden. Abzuholen bei We-chensteller Freitag, Heuchelheim. Vie Dampssägcrci von Andreas Euler übernimmt billigst das Schneiden von Stämmen und Drenw holz; ebenso besorgt dieselbe das Fahren des Holzes aus dem Walde rc. (6554 Steinway-Planos General-Depot von Steinway & Sons in New-York /Größte Pianoforte - Kabrik der ÜJcltX ^Inhaber der höchsten Auszeichnungen/ in FRANKFURT am Main — Kaiserstrasse Nr. 9. Cataloge und Preisliste franco. 6452) Versandt der Instrumente unter Garantie ! Zeschästs-Verlegung. 6486) Mein Schlrnigeschäfl befindet sich jetzt Kreuz 113, im Hause des Herrn Prell. Gießen, 15. Oetobcr 1878. 1*. FPUnfi. Unterzeichneter beabsichtigt vom 1. November d. I. ab Milch nach Gießen zu liefern, per Liter 16 Pfg. franco ins HauS. Jedes bestellte Quantum wird in besonderen Kannen plombirt geliefert, und wird hierdurch die Controle gegen Verfälschung durch den Milch- Fuhrmann in die Hände der verehrten Hausfrauen gelegt, wenn fie gefl. darauf achten wollen, daß die Plombe erst bei der Ablieferung in der Küche entfernt wird. Bestellung erbitte per Postkarte. 6442) _______Thon zu Londorf. Erweiterte Handwerk erschule des Gewerbvereins. 6359) Außer den Unterrichtsstunden für technisches Zeichnen während dis Vormittags, soll diesen Winter an 4 Wochentagen noch Abends neben Zeichnen auch Unterricht im gewerblichen Rechnen und Buchführung ertheilt werden. Das Wintersemester soll mit 5. November beginnen, weßhalb die Therl- uehmer sich recht bald bei unserem Lehrer, Herrn Architekt Hug im Schul« lokal am Asterweg melden wollen. Das Schulgeld beträgt pro Monat für den Abend-Unterricht 1 JL 50 Der Vorstand des Gewerbvereins: ______________________Dr. H. v. Ritgen.________ Geschäfts-Eröffnung. 6499) Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich mit dem heutigen Tage in dem voi mir erkauften, vormals Haggenmüller'fchen Hause, ein Specereimaarengefdjäft verbunden mit einer Wir thschaf t errichtet habe. Durch gute Waaren, prompte und reelle Bedienung, werde ich mir das Vertrauen meiner resp. Abnehmer erwerben un> zu erhalten suchen. Indem ich um geneigten Zuspruch bitte, zeichne Hochachtungsvoll ___________Heinrich Linker Anzeige für Damen r 6521) Damen, welche das Zuschneider! und Anfertigen von Damenkleidern erlernen wollen, können täglich eintreten bei Frau Rothenberger, Lindenplap. Verantwortliche Redaktion: A. Scheyda. — Druck u*b Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. ^nsburec Mr forbi «uuinden mit bei fr,ti zur Ltellu fliit in ihren H g-Men und un lieber da gleich angeben, i 'Z Die allgem r;delt geivvrben. lie jd)Q*fe Note, tiiejen, degreisliä ?j.ote über den Süden, lift blt »en östklleMchei dutt auf Befetzun ^ßimmung oer ! u'ms-Arinee bie1 ■ der Beirilligun ininvänig auch n'iche Operation« « Pforte fahrt Men nach ber ii-pcen'goncentri' ;•* die Griechen Mte Grenzberich Nt nöthigen v $id)t minder 7/ die Pforte *^atfrtcben8 za Wdf baß es f, aus Dem nicht ana Rußland 1 !>i auf Das ! ^?lische Rkgi '^.^chen Tru; Erstellung öuf einet ] ' ^Ssfitst un p berliner« 7 «Men stc ’ »Hi L" 6,11" Sohiil. n. M : Ü"Mni In Oi kl! SS’Jr i USä