Mittwoch, den 25 September 1878 Nr. 223 Hichmer 'SXi^eißcr ÄMige- eub Amtsblatt fit des Kreis Gießen "NNcHrch, Derselbe erscheint täglich, mit Ausnahme Montags, unv kostet für die Abonnenten in der Stadt Gießen vierteljährlich 2 Mark 20 im bei B' ns empfiehlt (1916 hasse 25. uenkleider, nzeigersA u. 216 q, >. Bl. z«« wird, so kann deßwegen der Fortschrittspartei nach ruhig die Welt untergehen. Nicht unzeitgemäß betonte der Elsässer Dollsuß die positiven Bestrebungen zur Hebung der Lage der Arbeiter, wenn auch seine politischen Anschauungen speciell mit Rücksicht auf den Militär-Etat nicht gerade die glücklichsten waren. Die frei-conservative Partei machte schließlich durch Abg. v. Kardorff einen ehr beredten und günstig aufgenommenen Appell an die staatsmännische Gesinnung der National-Liberalen, bot ein Bündniß auf der Grundlage der beiden Parteien gemeinsamen staatserhaltenden und staatstreuen Grundsätze an und versprach gleichzeitig allen begründeten Verbesserungsanträgm zustimmen zu wollen. So kann man denn dem Resultate der Commissions-Sitzungen um so beruhigter entgegensetzen, als diese unter dem bewährten Vorsitze Bennigsen's stattfinden und in die Commisfion bezeichnender Weise außer dem zuerst in Aussicht genommenen Abg. Sonnemann oder Bebel ein Nationalltberaler und zwar der Professor Gneist gewählt worden ist, welcher schon dem früheren Gesetze nicht absolut ablehnend gegenüber gestanden hat. Während der Commissions-Berathungen werden nur Wahlprüfungen und minder wichtige Dinge das Haus beschäftigen. ? Parlamentarische Wochenschau. Die erste Lesung des Social ist enge setz es ist, soweit man dies bis jetzt beurtheilen kann, unter den günstigsten Aussichten für das Zustandekommen j des Gesetzes zu Ende geführt. Außerdem kann man es wohl aussprechen, daß, die Diskussion im Ganzen und Großen auf der Höhe des Gegenstandes geblieben ist. Den Schwerpunkt der zweitägigen Verhandlungen bildete naturgemäß das Auftreten des Fürsten Reichskanzlers, der nicht nur sachlich sehr Bedeutendes beibrachte, sondern auch durch die Frische seines Auftretens und die glückliche Laune seiner Rede seinen Freunden und Anhängern das erfreuliche Bewußtsein verlieh, daß sein Gesundheitszustand ein ganz befriedigender sei. Nach zwei Seiten hin verdient die Rede des Reichskanzlers besonders hervorgehoben zu werden. Einmal wegen der Motivirung energischer Maßregeln gegen das Umsichgreifen der Socialdemokratte und zum Schutz der bürgerlichen Gesellschaft gegen die sie bedrohenden Umstürzler, sodann wegen der glänzenden Rechtfertigung gegen den Vorwurf, selbst mit der Soctaldemokratie geliebäugelt und dieselbe dadurch, sowie durch die Einführung des allgemeinen Stimmrechts gleichsam großgezogen zu haben. Man weiß ja, wie diese Vorwürfe in der Presie Eingang gefunden haben und zur böswilligsten Agitation gegen die Regierung benutzt woroen sind. Wenn schon Graf Stolberg geschickt aus die Pflicht hingewiesen hatte, welche der Regierung beim Auftreten der Soctaldemokratie den Versuch gebot, diese tiefgehende Bewegung kennen zu lernen und in gesetzmäßige Bahnen zu führen, so konnte Fürst Bismarck noch eingehender darlegen, wie wenig Wahres daran sei, wenn man behaupte, daß er die Soctaldemokratie gegen den Liberalismus habe ausnutzen wollen, wie er vielmehr nur seiner pflichtmäßigen Ueberzeugung gefolgt sei, wenn er versucht Habe, soweit ihm dies damals seine Zett erlaubte, an den Bestrebungen zur Verbesserung der Lage der Arbeiter theilzunehmen. Von dem Momente an, wo die commu- nisttschen Tendenzen der Socialdemokratie zugleich mit ihren antinationalen Bestrebungen hervorgetreten seien, habe er mit Energie die Unterdrückung derselben ausgenommen. Gleichzeitig geißelte der Reichskanzler in der treffendsten Weise die Verlogenheit und Eitelkeit der jetzigen Socialdemokraten, welche trotz ihrer ultrademokratischen Tendenzen die Beziehungen zu hochgestellten Persönlichkeiten so hoch schätzen, daß sie dieselben erlügen, wo sie factisch nie vorhanden gewesen sind. Von den anderen Rednern sind zu erwähnen Abg. Helldorf, welcher mit Glück den conservativen Standpunkt vertrat, sodann Bamberger, welcher als einziger Redner der nattonalliberalen Partei auftrat, ohne indeß ausdrücklich für diese zu sprechen. Nicht alle Mitglieder der Partei dürften auch den Standpunkt thetlen, daß die staatliche Gesetzgebung in socialen Dingen und specrell in den Fragen der Regelung der Productions- und Consumttons-Verhältniffe eigentlich incompetent sei. Doch ganz abgesehen von diesen Prtvatansichten sprach Bamberger im Ganzen so, daß man wohl annehmen kann, von Sellen der nationalliberalen Partei werden dem Gesetz keine unüberwindlichen Hinder- Aerrtfchkand. Darmstadt, 22. Septbr. Dem Vernehmen nach beabsichtigt die Regierung gelegentlich des Aussührungsgesetzes zur Reichs-Civilproceß-Ordnung eine Materie zu regeln, welche allerdings dringend der legislatorischen Behandlung namentlich in den rechtsrheinischen Provinzen bedarf, nämlich die Ehescheidung auf Grund gegenseitiger Uebereinstimmung. Nachdem die Scheidung aus landesherrlicher Machtvollkommenheit bei protestantischen Unterthanen nicht mehr zulässig oder doch deren Zulässigkeit bedenklich ist, muß Abhülfe geschafft werden, die zweckmäßig in jenem Aussührungsgesetz eine Stelle findet. Friedberg, 20. Septbr. Wie man dem „Franks. Journ." schreibt, kam am 18. d., nachdem seit einigen Wochen mehrere Insolvenzen mit Erfolg über die hiesige landgerichtliche Bühne gingen, d. h. durch Arrangements erledigt wurden, kam gestern das Hauptstück derselben an die Reihe. Der Mann der noblen Passionen, in Firma L. H. Strauß, mit einer Passivmaffe von über 400,000 Mk., gab Veranlassung zu einer kleinen Volksversammlung (worunter viele hessische Rechtsanwälte) die im Landgerichts-Locale abgehalten wurde. Obwohl die Activa im kleinsten Westentaschenformat angelegt waren, so kam es nach längeren Debatten schließlich doch zum Abschluffe eines Arrangements, wonach der Bruder des Cridars, als Bürge etntretend, in drei Monaten 5 pCt. für ihre Forderungen an die Gläubiger auszuzahlen hat. Die früheren, hauptsächlich aber der erwähnte Fall hat das Rechtsbewußtsein in unserer Wetterau sehr erschüttert, wenn auch die Acten über diesen Fall der criminali- stischen Untersuchung beim Großh. Hofgerichte der Provinz Oberheffen zu Gießen dermalen noch unterbreitet sind. — In Berlin hat das Stadtgericht einem, aus ähnlicher Grundlage beruhenden Accord des Weinhändlers Wutsdorf im Jntereffe der öffentlichen Ordnung die Bestätigung versagt. Berlin, 21. Septbr. Anläßlich der Aufmerksamkeit, welche die russische Prefle den Mitthetlungen des „Times"- Correspondenten über seine Unterredung mit dem Fürsten Bismarck zuwendet, kommt die „Nordd. Allg. Ztg." auf diese Mitthetlungen zurück und spricht ihre Ueberzeugung dahin aus, daß der Corre- spondent viel Richtiges und Neues bringe, nur sei das Richtige nicht neu und das Neue nicht richtig. Der größere Theil des Gesagten sei theils unbegründet, thetls entstellt. Mit Blowitz (dem Correspondenten) dürfe man deshalb nicht zu scharf in's Gericht gehen. Derselbe habe aus Grund derselben Interview, aus der er jetzt angebliche Nachträge liefere, dem Frieden und indirect ; den russischen Interessen erhebliche Dienste geleistet, und zwar in der Frage be- ; züglich Datums, hinsichtlich welcher seine Preßthätigkeit an der schließlichen ■ versöhnlichen Haltung Englands wesentlichen Antheil gehabt habe. Für dieses Verdienst könne man die kleine nachträgliche Romanttsirung vielleicht in den t Kauf nehmen. Was Blowitz über das Verhalten Gortschakoffs im Jahre 1875 Pfg., frei ins Haus geliefert. Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch IV. Quartal 1878 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen. Die Abonnenten, welche den Anzeiger abholen, erhalten denselben zu 2 Mark. Für alle außerhalb Gießen wohnenden Abonnenten beträgt der vierteljährige Abonnementspreis 2 Mark excl. Postgebühr. Dieselben können nur bei der Post oder den Landpostboten abonniren. — r , Um vollzählige Exemplare liefern zu können, ersuchen wir unsere geehrten Abonnenten, ihre Bestellungen rechtzeitig bei der ihnen zunächst gelegenen Postanstalt oder den Landpostboten aufgeben zu wollen. Die Redaction. nifien bereitet werden. Von den Socialdemokraten sprach nur Bebel anregend und interessant. Leider sind nicht alle Socialdemokraten Bebels. Die ganz überwiegende Mehr- zahl hört aus all' den Philosophien über den gegenwärtigen Gesellschaftszustand nur das Eine heraus, daß es anders werden muffe, daß Alle mit viel weniger Arbeit ein vergnügliches und genußreiches Leben müßten führen können und daß dies nur durch die Bosheit der Besitzenden verhindert werde. Daher denn auch alle die Gefahren der Socialdemokratte, welchen solche Leute wie Bebel, wenn es zum gewaltsamen Ausbruch käme, bald zur Zielscheibe würden, um ungestört ihre Verwüstungen alles Bestehenden durchzusühren. Reichensperger mußte natürlich nachweisen, daß alles Unheil nur cus dem Kulturkampf entspringe, Kleist-Retzow desgl., daß der Liberalismus schuld an dem Anwachsen des Nebels sei. Der Fortschritt erklärte durch eine pathetische Rede Hänel's zum so und sovtelten Male, daß er zu Allem bereit sei, nur nicht zu etwas wirklich Wirksamen. Wenn nur das Princip gereitet »ff? ItrHtW 1878 s se, öon 1K3T Einladung zum Abonnement auf den A**',» , i01 %in „ . _ _ , Ä ■’tlreiö viert eljäkirlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohrr. «rfäehit täglich mit Ausnahme des Montag». £urc$ bie Poft bezogen vierteljährlich 2 Mar! 50 Pf. Wohvung JjJ bergerTöh^ ?11 Oktober, et beziehen. zu vermitlhiv.' 1 aal". nstadter Haut, iititige«, 'ter Tteinkohteir esuchi. Schloßgafse 259, dtchcn Oberbchir; ur- und Colonial einen jungen Mm eineLehrlinzM eped. d. BI. ecknv in । gesucht. Wns (574 W eiuLchwet idMmrBr 9- Neustadier Aor. in erfahret M in urd mn 1.23 KircheM, { Sonntag büude eine goliiM !oen ErstaitM W jolel zum Dienstmädchen o" • Von wem? W " Mädchenßi^7 jt. Näheres"" der, ylartenstraße B. 165. r Schulstratze B. 18. .IM I. JÜILL /imiBMWraWWrTiataWMJfr-. sage, sei nicht neu. Die russische Presie habe ähnlichen Tendenzen in den 5 Jahren vor dem letzten Kriege zur Freude Frankreichs und Sorge Deutschlands hinreichend Ausdruck gegeben, um Deutschlands Vertrauen in die Zukunft der russisch-deutschen Beziehungen nicht blind und sicher werden zu laffen. Diese Thatsache gehöre der Geschichte an und solle nicht todtgeschwiegen werden. Unrichtig aber sei, daß Deutschlands Verhalten durch solche Eindrücke bisher beeinflußt worden sei. — „Deutschland stand in der jetzigen Situation frei genug da, um seiner Neigung und langjährigen Gewohnheit intimer Freundschaft mit Rußland bis an die äußerste Grenze folgen zu können, welche diplomatischen Beistand von militärischem trennt. Deutschland hat sein volles Gewicht dem befreundeten Nachbar auf dem Congrefle zur Verfügung gestellt, wie die Congreßacten beweisen. Was Blowitz von der Niederlage Rußlands auf dem Congrefle sagt, ist eine tendenziöse Wendung, auf die Erweckung von Verstimmung berechnet. Blowitz verfolgt damit seine eigene Politik und ist als englischer Publtcist dazu berechtigt; aber von einer Niederlage kann er doch nur sprechen, wenn er die ersten Ignatieff'schen Fciedensbedingungen für den berech tigten Ausdruck der Situation hält; wären diese nicht vorhergegangen, so würde Jedermann auch in Rußland in dem Berliner Ergebniß einen glänzenden Erfolg der russischen Politik sehen und dafür nächst der Tapferkeit des russischen Heeres dem diplomatischen Geschick Schuwaloff's Anerkennung zollen." Gewiß werde das der künftige Geschichtsschreiber thun; diesem werde selbst Blowitz nicht einreden, daß Rußlands Siege nicht die Erfolge gehabt hätten, durch welche diejenigen früherer Türkenkriege des Czaren-Reiches in Schatten gestellt sind. Berlin, 21. Septbr. Die „Kceuz-Ztg." schreibt: Als den Anlaß zu Differenzen zwischen dem Chef der Admiralität und Admiral Werner bezeichne man weniger die neuliche Rede des Generals v. Stosch als die literarische Thätigkeit Werner's. Letzterer soll (wie die „Wes.-Ztg." hinzufügt) bei dem vielbesprochenen Artikel der „Deutschen Revue" über den Untergang des „Großen Kurfürsten" bethetligt sein. Berlin, 22. Septbr. Die im Auftrage der deutschen Reichsregierung zu Olympia begonnenen Ausgrabungen werden voraussichtlich am 12. October von Neuem ausgenommen werden. Bekanntlich ruhen dieselben wegen der heißen Jahreszeit im Sommer bis zur Beendigung der Ernte, welche einen großen Theil der zur Verfügung stehenden Arbeiter in Anspruch nimmt. Von den bevorstehenden Arbeiten verspricht man sich einen sehr günstigen Erfolg, da vor Abschluß der letzten Ausgrabungen verschiedene Anzeichen dafür sprachen, daß man dem reichsten Theile des ehemaligen Tempels sich nähere. Aus Ithaka waren auch Berliner wiflenschaftltchen Kreisen directe Meldungen zugegangen, daß es unserem unermüdlichem Landsmanne Schliemann gelungen sei, aus der Insel Grundvesten anscheinend cykloptscher Bauart zu entdecken. — Vor einiger Zeit durchlief die Blätter eine Nachricht über die parti- kularistischen Strömungen, welche in dem königl. sächsischen Kadetten-Corps gepflegt würden. Diese Nachricht war der „Nat.-Liber. Corresp." entnommen. Jetzt hat das königl. sächsische Kciezsmtnistertum das genannte Organ diesert- wegen gerichtlich belangt; auf den Ausgang dieses Proceffes, der jedenfalls mehr Licht über die Angelegenheit verbreiten wird, darf man gespannt sein. Frankreich. Paris, 22. Septbr. Das Journal „Soir" meldet, in Folge der letzten polizeilichen Untersuchungen würden verschiedene Fremde als Affiliirte der Internationale ausgewiesen werden. — Aus Anlaß des Jahrestages der Proclamirung der ersten Republik sanden in Paris, Marseille und anderen Städten Bankette statt. In Paris trat u. A. Louis Blanc, in Marseille Naquet als Redner auf, um das Programm der radikalen Partei zu entwickeln, welches die Abschaffung des Amtes des Präsidenten der Republik, des Senats und des Budgets der Culten, sowie die Etnsührung absoluter Preß- und Vereinsfreiheit fordere. Blanc äußerte ferner mit einem kritischen Seitenblick auf die politische Methode Gambetta's: es sei eine traurige Berechnung, wenn man eine Verstärkung der Zahl der Republikaner durch die Monarchtflrung der Republik erzielen wolle. Zum Schluß brachte Redner ein Hoch der Republik, die auf wahrhaft republikanische Institutionen begründet sei. — Der „Temps" meldet: Da der socialisttsche Arbeiter-Congreß am Donnerstag wiederum eine Sitzung zu halten versuchte, so wurden neuerdings Haussuchungen vorgenommen, welche zur Beschlagnahme der Protokolle der Vereinssitzungen führten. Italien. Rom, 21. Septbr. „Liberia" hebt die Umsicht und den Eifer hervor, welche die österreichischen Behörden bei der Ausforschung der der Ermordung des Consuls Perrod Schuldigen entwickelten und bemerkt, diese Haltung Oesterreich-Ungarns entspreche vollständig den Erwartungen Italiens. Es sei indeß nicht überflüssig, dieses Vorgehen zu constatiren, welches die niemals getrübten guten Beziehungen zwischen den Regierungen des Königs von Italien und des Kaisers von Oesterreich nur noch fester knüpfen werde. Ftußlaud. Petersburg, 22. Sept. Aus London wird hierher gemeldet: „Times" erfährt, Rußland habe Unterhandlungen mit der Pforte eröffnet, um diejenigen Stipulationen des Vertrages von San Stefano, welche lediglich Rußland und die Türkei betreffen und im Berliner Vertrag nicht berührt sind, in einen definitiven Vertrag zu verwandeln. — Eingezogenen Erkundigungen zufolge ist an berufener Stelle hiervon nichts bekannt. Telegraphische Depeschen. Waguer'4 telegr. Torrespoude-rr-B»reart. Berlin, 23. Septbr. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Der bisherige Verlauf der Commissionsoerhandlungen über das Socialistengesetz entsprach nicht den Erwartungen, welche die Generaldebatte im Plenum und die Com- mtssionswahlen Hervorrufen mußten. Es schien, als ob die national-liberale Fractton in ihrer Mehrheit gewillt sei, die Reichsregierung in der Bekämpfung des socialdemokratischen Unwesens zu unterstützen und angesichts der vorliegenden ernsten und verantwortlichen Aufgabe die Geltendmachung doktrinärer Weisheit möglichst zu beschränken. Diese Hoffnung sei nicht erfüllt. — Der Artikel der „Norddeutschen" weist namentlich auf die Haltung Lasker's hin und fügt hinzu: schon jetzt sind einige Beschlüfle gefaßt, welche die verbündeten Regierungen! voraussichtlich als unannehmbar bezeichnen werden. Das Zustandekommen des Gesetzes erscheint gefährdet, mindestens erschwert, falls nicht im Fortgmze der Verhandlungen, namentlich bei der dritten Lesung, diejenigen Mitglieder die Oberhand gewinnen, welche eine Verständigung mit der Regierung auf Grundlage des praktischen Bedürfniffes wirklich erstreben. Wien, 23. September. Der Berichterstatter der „Polit. Corresp." aus Serajewo äußert anläßlich des gemeldeten militärischen Erfolges der östwreichi- chen Truppen bei Senkooic seine zuversichtliche Ansicht, daß der bosnische Auf. stand im Ganzen und Großen innerhalb einiger Wochen niedergeworfen sein werde. Derselbe conftatirt ferner, drß nach den Erfahrungen sänmtlicher Heereskörper weder die christliche noch die israelitische Bevölkerung Bosniens den kaiserlichen Truppen entgegengetreten sei. In der Regel ständen nur von fanatischen Priestern aufgehetzte, von türkischen Civil- und Militärbehörden, sowie von türkischen Truppentheilen unterstützte Mohamedaner im Kampf gegen die österreichischen Waffen. Allseitig strömten zahlreiche Einwohner, darunter auch mohamedanische, nach Serajewo und anderen Städten, um sehnsüchtig das Ende des Aufstandes erwartend, sich unter den Schutz der österreichischen Armee zu stellen. — Aus Bukarest meldet die „Polit. Corresp.: zwei italienische Ofstciere, der Oberst vom Generalstabe Rossi und Hauptmann Fanfani, sind in einer militärischen Mission hier eingetroffen. Berlin, 23. Septbr. Fürst Bismarck ist heute nach Varzin abgereist; er wird daselbst mit seinen beiden Söhnen einige Tage verweilen und dann nach Berlin zurückkehren. — Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Die von „Pesti Naplo" neuerdings verbreitete Behauptung, daß Fürst Bismarck während des Congreffes der von den österreichischen Delegtrten gestellten Forderung betreffs des europäischen Mandats zur Besetzung Bosniens und der Herzegowina sich energisch widersetzt habe, ist eine Erfindung von seltener Dreistigkeit. Es ist nicht nur den Cabi- neten bekannt, sondern auch in weitere Kreise gedrungen, daß die Vorschläge der österreichischen Bevollmächtigten während des Congreffes nicht nur bezüglich Bosniens, sondern auch in allen anderen Fragen bet Bismarck stets die bereiteste nachdrücklihste Unterstützung gefunden haben, wie dies den engsten freundschaftlichen Beziehungen dec beiden Nachbarstaaten entspricht. Wien, 23. Septbr. Officiell. Von, der 36. Truppendtvision wird ge- meldet, daß die Entwaffnung in Kozara und dem Prosavagebirge anstandslos beendigt sei. Der Commandant des Truppencordons in Unterlapac berichtet, daß seine Demonstration gegen Kulen Bakus vollkommen gelungen sei; 10 Notable aus Bakus, Otrovica, Orasac und Havala überreichten eine Ergebenheits- adreffe, welche die Unterwerfung dieser Orte ankündigt, sowie Verzeihung für die verübten Grenzverletzungen erbittet. — Das hiesige „Telgr.-Corresp.-Bureau" meldet aus Rom vom Heutigen : Die päpstliche Regierung machte Preußen den Vorschlag, rücksichtlich der wegen Verletzung der Matgesetze abgesetzten oder zu Gefängntß verurtheilten Geistlichen daflelbe Vorgehen zu adopttren wie der Kanton Bern und denselben die einfache Rückkehr auf ihre Posten zu gestatten. (Stehe jedoch das Dementi unter Rom. D. Red.). Rom, 23. Septbr. Die hier verbreitete Nachricht, daß die päpstliche Regierung vorgeschlagen habe, Preußen solle die abgesetzten oder mit Gefängntß bestraften Geistlichen gleich der Regieruna des Kantons Bern einfach auf ihre Posten zurückkehren lasten, ist nach anderweitigen Informationen mehr alS zweifelhaft. Konstantinopel, 23. Septbr. Ein aus englischen, österreichischen und französischen Capitalisten und Unternehmern bestehendes Syndicat für den Bau der asiatischen Bahnen überreichte dem Großoezir einen Protest gegen die principielle Annahme des Klapka'schen Projectes. Das Syndicat reclamirt die Priorität für den von ihm etngebrachten Antrag. Berlin, 23. Septbr. Die gestern stattgehabte Uebernahme von 30 Mill. Mark Reichsanleihe durch das Consorttum erfolgte zu gleichen Bedingungen wie die letztoorhergegangene Uebernahme eines Theilbetrazes dieser Anleihe. Berlin, 23. September, Abends. Die Reichstags-Commission für das Socialistengesetz berteth heute über den § 4 und diejenigen Paragraphen, welche die Beschwerde-Instanz betreffen. Gneist stellte folgende Anträge: im § 4, Absatz 1, statt „Bundesrath" zu setzen „Reichskanzler"; ferner den § 10 folgendermaßen zu fasten: gegen Personen, welche es sich zum Geschäft machen, die in § 1 bezeichneten Bestrebungen zu fördern, kann im Falle der Verurtheilung wegen Zuwiderhandlung gegen dieses Gesetz neben der verwirkten Strafe auf Stellung unter Polizeiaufsicht erkannt werden. § 17, Absatz 2, soll nach Gneist's Amendement lauten: dem Betreffenden steht die Beschwerde an den Reichskanzler offen; derselbe hat, soweit es sich um die Untersagung des Gewerbebetriebes handelt, die Sache dem obersten Verwaltungsgerichtshofe des betreffenden Bundesstaates oder der nach den Landesgesetzen dafür zuständigen höchsten Behörde zu überweisen. Endlich soll dem Amendement Gneist's zufolge ein neuer Paragraph bestimmen, daß die Ausübung dieser Befugniste des Reichskanzlers im ganzen Umfange oder in einzelnen Zweigen einem Stellvertreter übertragen werden kann. Zur Ueberwachung des Gesetzes soll der Bundesrath einen Ausschuß von 7 Mitgliedern aus seiner Mitte bilden. — Minister v. Mittnacht sprach sich für die Bundesraths-Vorlage aus, Lasker für sein Amendement, Minister Abeken und Ackermann für die Vorlage, Reichensperger für das Amendement Lasker's, mit dem Unterschiede, daß er statt dem Reichsoberhandelsgericht das Oberlandesgericht in den Staaten, welche keine Verwaltungsgerichte haben, als Beschwerde- Jnstain einsetzen will. (Die Sitzung dauert fort.). Neapel, 23. Septbr. Die in der verflossenen Nacht begonnene Eruption des Vesuvs nimmt zu. Berlin, 23. Septbr. Die Wahlprüfungs-Commission des Reichstages beschloß beim Plenum zu beantragen, daß die Wahlen der Abgg. Bär (Offenburg) und Knobloch (Wehlau) beanstandet werden. 1 W— ■■ ......—■ Lokal,Notiz. Gießen, 24. September. Tagesordnung für die Stadtverordnetm-Sttzung am Donnerstag den 26. September 1878, StachmittagS 4 Uhr r 1 Die Erbauung eines Schlachthauses. 2. Ankauf des Hauses der Jeremias Friedels Wtttwe. 3. Das Pfandlokal betreffend. 4. Die Verpachtung eine« städtischen KellerS. 5. Die städtischen Uhren betreffend. 6. Gesuch des Emil LooS um Erlaubntß zur Anlegung eines Abflußrohrs. 7. Gesuch des Christian Zimmer um Erlaubntß zur Anlegung eines Treppentritts. ? 342 9lnfrä|3< ö ->^ 2900 ^. äSßffTi MZ * VÄ 20'®n •»mÄX N Setreffenb: 2 a 5778) Die eudgü 'iptnübungeil auf bei zsitnben Donnerstag d, ij fcie hierzu ernannte M Betheiligten w dtnb zu sein. Gießen, den 24. GroU . Neigetw ne,ta8 den 2(j F^b n„._ 3 Our kjfentliche Au 5769) Zur Erbschaft liii 1. I. dahier verstl > Oberförsters Fried i M-Wiedermus, Kai s 11)aar, |inb nach de ne KeiK, geb. ©elf) :nn ©elfaar gerufe : unbekanntem Auf« nrnfa abwesend sind, s kn ober ihre etwaige fit aufaeforbert, über • Wt binnen einer F :"Wn dahier sich zu • ^zicht unterstellt i ff lesenden Erben übe ^'chn, den 17. Eeplei V?NW Stadtae ?Mer, @ Archer. ^Gemtinie Hutl rala9 den 27.2,N Mmittajä um tt >4 " 9'IM M 6 I- 5*1«. b«19.( r Wnneipnti J "^ÄUnfel. Marinirle Häringe 8 Hürden, vorrätbig bei 5771 empfiehlt (5712 A. Buch in Hungen. rathe, Bei (5689 4759) Schloßgaffe B. 1. zu verkaufen durch alten 16 60 813 5597) Lüdeking. 5745) 5772) Die Kinzenbacher Ziegelei St. X 24, k 1000 A» Müller« 5764) 3 16 2 3 2 1600 3444 669 338 1600 Schießgärten, Wiese daselbst, Acker daselbst, Acker an der k 1000 k 1000 Bötticher, Stadtrichter. Gebhardt, Stadtg.-Affeffor. 5 2 3 31 313 44 19 1869 die päpfilify mit ©efingnifc fach auf ihre a mtfyt 6U öflerreichifLell iibtcat für dm :otefl die it Ttclamiti bit Flur 2 lDMtr. 88 August Blancke, in Avolda (Tbüringen). Oeffentliche Aufforderung. 5769) Zur Erbschaft der am dritten Juni l. I. dahier verstorbenen Wittwe des Oberförsters Friedrich Kalkhof von Alt-Wiedermus, Karoline, geborne Gelhaar, sind nach dem Gesetz Heroine Keitz, geb. Gel haar u. Hermann Gelhaar gerufen. Da beide mit unbekanntem Aufenthaltsort in Amerika abwesend sind, so werden diesen oder ihre etwaigen Leibeserben hiermit aufgefordert, über Antretung der Erbschaft binnen einer Frist von zwei Monaten dahier sich zu erklären, als sonst Verzicht unterstellt und solche den hier anwesenden Erben überlasten werden eirb. Gießen, den 17. September 1878. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. 191 9 125dl 125ai 125,4 30 Ein Wohnhaus mit Garten in der Nähe des Main-Weser-Bahnhofes un vom Hriiii- rückflchtlich der ß vnurtheilten i und denselben h das Dementi 8. Anlagen in der Wieseck und auf deren Böschungen. 9. Gesuch der neuen Schützengesellschaft um Ueberlassung des Schießplatzes. 10. Straßenbeleuchtung betreffend. 11. Gesuch der Kaufleute Meyerfeld und Mayer zu Gießen um Erlaubniß zur Anlegung einer Ueberbrückung. Acker, Gewann^ Lappen am Wismarer Weg, Acker daselbst, Acker daselbst, Wiese in den vordersten Leimenkaute am Wismarer Weg, Acker daselbst, Acker, auf die Ehaussee, hinter d. Pulvermühle, Acker, auf die Hohleiche, gegen die Leimenkaute 2MK~ Nicht pi übersehen! 9t Das Mainzer Schuhlager, Mäusburg D. 13, zum letzten Male öffentlich meistbietend versteigert werden, mit dem Bemerken, daß sich die Wiesen und Aecker in den vordersten Schitßgärten zur Anlage einerBleiche eignen. Gießen, den 10. September 1878. Großherzogltches Ortsgericht. Ilonigtöpfe, ^2111 giitw (täte, zu außergewöhn- lich billigem Preise, in großem Vor- lt* (5186 I. Blitz. „ Firftenziegel k St- 10 Mauersteine , Ofenbrand) in Reichsformat . Fajsktochsrn-Versteigerung. Donnerstag den 26. Septbr., Vormittags 10 Uhr, loDen auf hiesiger Bürgermeisterei zwei er Gemeinde gehörige diensttaugliche Welochsen, ein Berner 2 Jahre alt, ['n Vogelsberger, 3 Jahre alt, meist- Mend gegen gleich baare Zahlung verwert werden. Steinbach, den 20. Septbr. 1878. Aoßherzogl. Bürgermeisterei Steinbach. Nicolaus. Nr. 190 Damenkidstiefel mit Pariser Absätzen, von X. 8 an, Chagrinstiefel von x 7 an, Damenlederstiefel von X. 5 an, Kinderstulpstiefel von X. 6 an. Pantoffeln von X. 1.80 an, Hochf. Reitstiefel mit Doppelsohlen und Falten, von X 20 an, Herrenstifeletten von x. 7.50 an, Herrenschaftenstiefel v. x.7 -50 an. Jaqdverpachtnng ki der Gemeinde Ruttershausen. Zreitag den 27. Septbr. d. Z., des Nachmittags um 1 Uhr, rirb bie leihfällig gewordene Gemeindend anderweit auf 6 Jahre öffentlich pachtet. Ruttershausen, den 19. Septbr. 1878. 8roßh. Bürgermeisterei Ruttershausen. Wl) Klinkel. verkauft eine Partie zurückgesetzter Pantoffeln mit Absätzen, das Paar X. 2.50, sowie Kinderstiefel auf Rahmen, das Paar X. 3. Ferner empfehle mein Lager in allen Arten Schuhen und Stiefeln, sowie das Neueste in Wintersachen. von Julius Buch AeUgeöotenes. 5737) Eine neue Familien-Nähmaschine, ein ovaler Goldspiegel, und eine Kinderbadbütte zu verkaufen. I. Schmücker, Marktstraße 219. Obstdörrofen, transportabel, fertig zum Gebrauch mit Handel und Verkehr. Gießen, 24. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pfb- X 1.10, Hühnereier, per Stück 6 Käse, per Stück 5—9 Käsematte, per Stück 3 Erbsen, 1 Liter 18 H, Linsen. 1 Liter 22 Tauben, das Paar 45 4, Hühner, per Stück X —70, Hahnen, per St. X —.50 Enten, per Stück X 1.50, Kartoffeln, 100 Kilo X 5.40. Ochsenfleisch 70 — 72 H per Pfd. Kuh- und Rindfleisch 52—62 H, Schweinefleisch 66—68 H, Kalbfleisch 56—60 Hammelfleisch 60—70 Frankfurt, 23. Sept. Der heutige Viehmarkt war bester als der vorige befahren. Angetrieben waren ca. 400 Ochsen, 190 Kühe und Rinder, 720 Kälber und 460 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 73—75, 2. Qual. X 68 bis 70, Kühe und Rinder 1. Qual. X 64—66, 2. Qual. X 56—58, Kälber 1. Quai. X 66-68, 2. Qual. X 60-62, Hämmel 1. Qual. X 62-63, 2. Qual. X 54—56. Frankfurt, 23. Sept. (Fruchtbericht.) Heutiger Markt war abermals flau. Weizen ab unserer Umgegend schwerfällig unterzubringen, fremder wenig gethan. Roggen kaum genannt, Prima X 16, russischer X 13.25. Gerste am offenen Markte wenig gethan, Prima bis X 18.50. Hafer sehr flau, X 13.50—15.50. Am Mehlmarkt keine Aenderung. Futterstoffe ruhig. Mehl Nr. 1 X 39.—, Nr. 2 x 35.—, Nr. 3 X 31.—, Nr. 4 x 27.-, Nr. 5 X 21.—. Roggenmehl % (Berliner Marke) X 21.—, do. n. (Berliner Marke) X 18.—, Weizen, effect. hiesißer ab Bahnhof hier X 19.50, ab unserer Umgegend X 18.25—18.50, do. fremder je nach Qualität X 19—20.50, Roggen je nach Qualität X 13—16.—, Gerste X 13-18.50, Hafer X 13.50—15.50, Kohlsamen X 28—29, Erbsen X 19—23, Wicken X 15—16, Linsen X 17-23, Rüböl, detail, X 70. Stimmung flau. Hauptsächlich gefragt war: —; Dringend offertrt: Getreide und Mehl- (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Vfund Zollgewicht = 100 Kilo.) Donnerstag den 26. September, Nachmittags 3 Uhr, sollen auf biestaem Ortsgericht die zum Nachlaßdes Wilhelm Hilgardt gehörenden Grundstücke, als: Bekanntmachung. Betreffend: Die Herbstübungen der Truppen in 1878, hier die Abschätzung der dabei vorgekommenen Flurbeschädigungen. 5778) Die endgültige Feststellung der Vergütungen für die durch die Truppenübungen auf dem Seltersberg verursachten Flurbeschädigungen erfolgt kommenden Donnerstag den 26. d. M., von Vormittags 9 Uhr an, burch die hierzu ernannte Commission an Ort und Stelle. Alle Betheiligten werden eingeladen, auf den beschädigten Grundstücken anwesend zu fein. Gießen, den 24. September 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. ne von 30 Ä n Bedingung (er Anleihe, mufflon für bei maphen, wch e: im § 4, li- § 10 folgM' machen, die in !t VerurthrilW ■ften Strafe orf 16 2, !»ll * [iuerbe an» rfagung M * !zeii!h'Sh°s'^ afir t ParaM^ iiler« i« 1* ■nt &M* begon«‘nc w (Continuirliche Parallel Ziegelofen-Anlage am Bahnhof Kinzenbach) kann andauernd abgeben und auf Bestellung liefern: Dachziegel, Bieberschwänze . w Westfäl. Dachpfannen OII9in8( J "8< 1 auf ®rN, JS' M •«»Hei 7 MS : tbe"' In, ?' 8'gen bi, ° atz ’1|8 b«8 6^ ’•? Ar«,,, je W I« ’i'n abgereift; dann naj ^plo" neuer- Eongrefles btt ^europäische W tvivechbi nur den Cibi. Vorschläze bet bezüzlich U 8 die bereitege n fteundschch ’iflon wirb ge, 'ge anflandshz lapac berichte!. sei; 10 fr ie Ergebenheit^. 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Das Institut feiert im nächsten Jahre sein 25jähriges Jubiläum; es beruht dasselbe auf voller Gegenseitigkeit und vertheilt demzufolge allen und jeden Ueberschuß eleichmäßig und ungeschmälert unter seine Versicherten. Jede Prämie hat Anspruch auf Gewinn, und da die Bank seit ihrem Bestehen durchschnittlich 37l6o/o der Prämien fln Ueberschüssen erzielte, und solche voll an den Prämien in Abrechnung kommen, so ermäßigen sich die von den Versicherten zu leistenden Prämien schon von Anfang an auf ein sehr niedriges Maß. Die Bank verfügt dermalen über einen Versicherungsfonds Ton ca. 26 Millionen Mark, welcher pupillarisch sicher angelegt ist. " Behiffsberleht. Mitgetheitt von dem Agenten des Norodeurivsen Llopi k. W. Dietz in Gießen. N e w y o r k, 20. Septbr. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Postdampfschifi Main, Capt. I. Barre, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 8. September von Bremen und am 10. September 5 Uhr Nachmittags von Southampton abgegangen war, ist gestern 6 Uhr Abends, nach einer ebenso ausgezeichnet schnellen Fahrt «ie auf der letzten Reife, wohlbehalten hier angekommen. I "Quester Construction, solider Bau- PTIlPI =Jll Illi ifn ort, leicht gehend, mit gußeisernen Waizen sowohl als auch mit rothen und grauen Steinen. neuestes Modell, wenig Raum und wenig F 11111 11 I PI I Fl I Kraft erfordernd, doppelt so schnell beför- । Jl li ) dernd als seither, (5453 liefert unter Garantie von X. HO an franco jeder Eisenbahnstation das Msschinengeschäst von A. Buch in Hungen. 1 Traubenmost, per Liter 70 Pfennig. Emil Schmall, Frankfurter Hof. Neues Mainzer Sauerkraut in bekannter ©fite empfehlen (5669 __I. A. Busch Söbne. Haarbalsam, sehr beliebt als bestes Mittel für die Erhaltung und für das Wachsthum der Haare. Fl fr 60 Pfg. u. M. 1,20. Haarfärbemittel die Flasche 2 X. 39) C. F« Semmler in Giessen. Emil Fischbach. 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Freiw. bewohnt, sind per 1. October zu vermiethen. _____Emil Schwall, Frankfurter Hof. 5538) Möblirte Zimmer zu vrrmiethen ______GostbouS »zur Stadt Cassel. 5524) Ein größeres und kleineres Famtlienlogis hat per gleich oder später zu v rmiethen Carl Lange, Seltersweg 6. 44. 5521) Famtlienlogis zu vermiethen. December beziehbar. I. Sckäcker Ww. 5418) Zwei möblirte Zimmer zu ver- miethen. Gorifeld 114,x. 5344) Im früheren B uff'schen Hause, Wallthorstraße 153, ist eine Mansardenwohnung mit abgeschlossenem Vorplatz und Wasserleitung auf sogleich oder später zu vermiethen.____________L. Meherfeld. 4691) Das Doflein'sche Haus ist im Ganzen oder im Einzelnen zu vermiethen. __________________Chr. Vlx. 4585) Der mittlere Stock meines Hauses in der Reichensand Bahnhofstraße ist als' bald zu vermiethen. __________________Wtlh. Reiber. 4359) 4 Zimmer nebst Küche im ersten Stock (am 15. October beziehbar), sowie ein möblirtes Parterre-Zimmer sofort zu ver- miethen. F. 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