1878. Dienstag, den 25. Juni Se. 144 Meßmer MnMger iuen AnM- e») Jlmtsblett für den Kreis Gießen Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. 's bei btm schmerz- ®ir hiermit uchren ie Hoch. -ol^D x ein- " 16 16 20 16 18 S 4 Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Hie Anzeigen. WigeS, in der Küche er en per 1. Juli gejucht. iat aon w°m Aeutfcgfand. , Darmstadt, 22. Juni. Bald nach den Reichstagswahlen werden auch \ die Ergänzungswahlen für 25 Mitglieder, welche gesetzesgemäß aus dem hessi , schen Landtag ausscheiden, stattzufinden haben- Rus den oberhefi. Wahlkreisen schei- < den aus : 3. Wahlkreis : (Butzbach) : Dittmar; 6. (Grünberg) : Frhr. v. Nordeck , zur Rabenau; (Lauterbach): List; 10. (Herbstein): Schmalbach ; 11. (Schot. ' ten): Sturmsels. Endlich scheiden aus die Abgeordneten folgender Städte: . Mainz: Dumont und Oechsner; Darmstadt: Welcker und Otto Wolfskehl; l Gießen: Hirschhorn; Offenbach: Weber; Worms: Edinger; Bingen: Allmann; ' Friedberg: Scriba; Alsfeld: Hofmann. 1 Berlin, 22. Juni. Die Untersuchungssache Nobiltng nimmt, so schreibt ' das „Tagblatt", einen immer bedeutenderen Umfang an. Tie Verhaftungen von Personen, welche im Verdacht stehen, mit dem Attentäter im Ccwplot ■ gestai den zu hoben, dauern sorr. Tie Criminal - Polizei ist in den Besitz von Schriftstücken gelangt, die einen Anhalt dafür bieten, ja ihr die Gewißheit . verschafft haben, daß Nobiling wirklich die That unter Mitwissenschast mehrerer Personen ausgesührt hat. Bei einer polizeilichen Turchsuchung der Wohnung eines Studenten fanden fich Papiere eines stuck, med. Abraham Blumenthal vor, welche diesen arg verdächtigen. Letztgenannter, deffen Eltern in Rumänien ihren Wohnßtz haben, war seit dem Attentate aus seiner bisherigen Wohnung verschwunden. DIumenihal, unter deffen Papieren mehrere sehr gut gelungene Photographien seiner Person fich vorsanden, ist mit Hülse derselben am Montag Mittag im Universitätsgebäude aufgefunden und durch einen Criminalbeamten verhastet morden. Er leugnet, Complice des Nobiling zu sein, und will denselben nur vorübergehend kennen gelernt, sonst aber mit demselben nie über Pläne, wie sie Nobiling verfolgte, am allerwenigsten aber über eine Ermordung des Kaisers gesprochen haben. Er räumt aber ein, sich den socialdrmokrati- scheu Bestrebungen hingeneigt zu haben, was auch daraus hervorgeht, daß bei ihm ablehnende Briese von verschiedenen Berliner Zeitungen vorgefunden wurden, die olle seine blutroth gehaltenen Artikel zurückgewiesen hatten. Ein anderer Student, deffen Verhaftung gemeldet wurde, führt den Namen Freudenthal ; er hat sich ebenfalls literarisch beschäftigt und ist durch Schriftstücke verdächtigt, die ihn mehr als ave anderen bisher verhafteten Personen belasten. Diese Papiere sind nun allerdings nicht bei ihm selbst, sondern im Besitze eines anderen, schon ftüher verhafteten Mannes vorgesunden worden; sie enthalten die thatsächlichen Beweise, daß der Plan, den Kaiser zu ermorden, schon früher bestanden, ehe Nobiling sein fluchwürdiges Attentat aussuhrte (?). Die Untersuchung über diesen bisher noch nicht bekannt gewordenen Vorfall wird sehr geheim geführt. So das genannte Blatt. In dem Zustande des Dr. Nobiling ist eine Besserung nicht euigetreten. Zwar ist ihm vor einigen Tagen ein Stückchen Blei des in den Kops eingedrungenen Geschoffes von der Größe einer Erbse entfernt worden, doch ist die Gefahr für das Leben des Patienten hierdurch durchaus nicht beseitigt. Tie Aerzte sind vielmehr der Ansicht, daß trotz des im Allgemeinen recht günstigen Krankheitsverlaufes, bei der Schwere der Verwundung der Tod unter Umständen sehr schnell eintreten kann. Berlin, 22. Juni. Bulletin von 10 Uhr Vorm. Nach vollkommen ruhiger Nacht ist das Befinden Sr. Maj. des Kaisers ein durchaus erwünschtes. (Unterz.) v. Lauer, v. Langenbeck. Wilms. Berlin, 22. Juni. In der gestrigen Bundesraths-Sitzung wurde die Rechtsanwalts-Ordnung angenommen. , _ — Der von dem Reichstage zu der Rechtsanwalts-Ordnung beschlossenen Resolution, betr. die einheitliche Regelung des juristischen Prüfungswesens, wurde von dem Bundesrathe in der gestrigen Sitzung eine weitere Folge nicht Pi üH UH 30- 65- 52- 17-. RedaetionSbirreanr Gartenstraße B. 165. Expedttiontzbirreairr Schulstraße B. 18. VT ?•»•« bft Malt zur Von 10 bis ■' 0M Sonn- und 3 12 Ubt )ncess. AnU besucht Mchen einen leichtm Diem zu Kindern ober bergt H b, Erved. k Bl- _ säw nitiapenbin goonP-lsterwo-elinunl natcje Wimung w'rb jum Feldbaus? Tapezier rtehrlini W Werg. Bierflaschen^ ute Rothenberger, ...ntW* abmachung mit Rußland, mit der er auf dem Congreß erschien, als das bewährt, wofür man ihn hielt. Er hat gegen den Vertrag von San Stefano protestirt, um ihn ganz anzunehmen." Graf Andraffy spiele eine sehr traurige, aber wohlverdiente Rolle, sein größter Feind auf dem Congreffe sei England aus dem Grunde, weil er vor dem Congreffe Englands schlimmster Gegner gewesen. Andraffy hat den ersten Fehler begangen, indem er den Krieg zuließ. Diesen könne man ihm allenfalls verzeihen. Den zweiten aber habe er gemacht, als Rußland die Abmachungen mit Oesterreich brach, Adrianopel besetzte und die Bulgarei autonom machte. Damals verhinderte den Grafen Andraffy sein Ehrgeiz, den Kaiser vor die Wahl seines Rücktrittes und des Krieges zu stellen. Ein Bündniß mit der damals noch starken Türkei wäre ihm sicker gewesen. Den größten und unverantwortlichsten Fehler aber beging er, als er England, welches drei Wochen lang ein Woffenbündniß antrug, mit Ausflüchten abspeiste, in der Hoffnung, ein Sondercbkommen mit Rußland zu erzielen. Rußlands Rache für die Abweisung Jgnatieffts war dieselbe wie die Englands für die Zurückweisung des bewaffneten Bündniffes, nämlich die englisch-russische Verständigung. England wird alles thun, wcs Andraffy compromittiren kann. Die Gerechtigkeit verlangt, zuzugestehen, daß Andraffy jetzt am liebsten Krieg machen würde; allein Englands Bündniß ist jetzt nickt mehr zu haben. Ter Kaiser, sowie der Hof und die Militärkreise um den Erbherzog Albrecht wollen von Krieg gegen Rußland nichts hören und können heute Andraffy als Minister leicht enlbehren, den sie vor drei Monaten nicht hätten fallen lasten können, ohne England in sofortige Action zu treiben. Dorum auch sind die jetzigen Mobilifirungen Oesterreichs nur eine Deckung des Rückzugs Adrasty's, gar nichts anderes. Tas Tcppelreick Bulgarien ist fertig. Andrasty hat nicht den Muth es zu hindern. In fünf Jahren aber, äußerte jener Staatsmann — ich verbürge mich dafür als Kenner der Verhältniste — werden bk Bul- floref, Serbien und Montenegro, vielleicht auch Griechenland, ein Bündmß abgeschlossen haben, dem zuerst die europäische Stufet, in absehbarer Zeit aber dann das heutige Oesterreich-Ungarn zum Opfer fällt. Tos ist die Folge der Politik Androffy's und Salisbury's. Ein großer Fehler ist es, zu glauben und Andere glauben zu machen, das griechische Clement werde den Ponslovisten ein Gegengewicht sein. Tie Griechen, das ganze Königreich einbegriffen, zählen wenig über drei Millionen. Tieselben sind, was das Volk anbelangt, das Gegentbeil von dem, woraus man einen lebensfähigen Staat bilden kann. Die besseren Sphären sind Schreiber und Schwätzer. Man etablire autonome griechische Provinzen, gräcifire Südbulgarien und — in zwanzig Jahren ist Alles slavisch unter directem russischen Eiifluß. Eine Wiederstandskraft gegen den Panslavismus bat das griechische Element am allerwenigsten. Rußland wird die gemeinsame orthodoxe Religion ausspielen und den Orient in zehn Jahren thatsächlich erobern. Wenn Rumänien geschwächt und Griechenland oder doch der Hellenismus gestärkt ist, wird der Panslavismus auf der Balkanhalbinsel herrschen, Rußland Konstantinopel erlangen und Oesterreich in die Botmäßigkeit eines südslavischen großen Staatenbundes gerathen oder doch von demselben zu Tode gehetzt werden. Rußland hat den Vertrag von San Stefano scheinbar aufgegeben, um ihn thatsächlich durchzusetzen. Salisbury bekämpfte ihn, um ihn zuzulaffen. Andraffy unterschreibt den Austritt Oesterreichs aus dem Concert der europäischen Großmächte. Die Türkei wird in zehn bis fünfzehn Jahren den Todeskampf kämpfen zum Entsetzen des heute verblendeten Europas." (In dieser sonst intereffanten Meldung dürfte doch manches Falsche neben dem Wahren herlaufen). ~ n f Berlin, 22. Juni. Heber den Stand der Tabakssteuer-Angelegenheit wird der „Voff. Ztg." mitgetheilt, daß dem Reichskanzler von einem hochge- i stellten Beamten ein sehr ausführliches Memorandum überreicht worden ist, in : welchem derselbe sehr eingehend die Nachtheile entwickelt, welche sowohl die Einführung des Monopols als auch die Fabrikatsteuer mit sich bringen wurde, und chließlich Vorschläge macht, wie der Tabak zu besteuern sei, ohne daß dadurch der Tabaksbau und die Tabaks-Industrie ruinirt werden. Diese Vorschläge sollen sich, natürlich mit veränderten Sätzen, ziemlich eng an unser jetziges System der Tabaksbesteuerung anschließen. Ein anderes Memoire in derselben Angelegenheit wird jetzt von einem Mitglied des Reichskanzleramtes, welches m volkswirtschaftlichen Dingen als Autorität gilt, ausgearbeitet. Nach der Stellung deffelben zu den wirthschaftlichen Fragen ist mit Sicherheit anzunehmen, daß derselbe sich gleichfalls gegen das Monopol und gegen die Fabrikatsteuer aussprechen wird; in den weiteren Ausführungen wird er aber von ten Ausführungen des Verfassers der vorerwähnten Denkschrift abweichen, indem er vermuthlich einen sehr hohen Eingangszoll unter Modalitäten, welche ein Fortbestehen des inländischen Tabaksbaues ermöglichen werden, ohne die Differenz zwischen Einfuhrzoll und inländischer Steuer zu einem Schutzzölle und zu einer Prämie aus die Ausdehnung des Tabaksbaues zu gestalten, Vorschlägen wird. Denen aber, welche aus der Existenz dieser beiden Denkschriften auf ein Ausgeben der Monopolpläne folgern wollen, n eraaismann gqa»w y-u möchten wir doch in's G-dächtniß zurückrufen, wie fest der Reichskanzler etnmrl Der Conareß wird nicht den gefaßte Pläne trotz aller Schwierigkeiten weiter zu verfolgen Pflegt. 9 - - - - —, Stuttgart, 22. Juni. In dem 10. württembergischen ^Wahlkreise M Sichel h. feite® "ÄÄ_- gegeben^ fischen Delegirten werden auch in der heutigen Sitzung des Congreffes keinen Protest gegen den zu erwartenden Beschluß, die Zulaffung Griechenlands betr., erheben. _ * _ .. Berlin, 22. Juni. Heute fand die 4. Sitzung des Congreffes statt. Dieselbe begann um 2 Uhr und schloß gegen 43/4 Uhr. Alle Congreßbevoll- mächtigten waren gegenwärtig. __ Ein Telegramm der „Times" aus Berlin meldet, den russischen Con- areßbevollmächtigten sei gestern die Antwort aus Petersburg zugegangen, worin die Vorschläge Lord Beaconsfields bezüglich der südlichen Grenze Rumeliens und Besetzung der Balkanlinie durch türkische Garnisonen angenommen wurden. Beaconsfield habe die Fortsetzung der Congreßverhandlungen von der Annahme dieser Bedingungen abhängig gemacht. Man glaube, das Resultat der heutigen Congreßsitzung werde ein befriedigende- sein. Die Verantwortlichkeit für Die Richtigkeit dieser Nachricht muß der „Times" Überlaffen bleiben. Berlin. Ein Correspondent der „Köln. Ztg. theilt diesem telegra- graphisch nachstehende Anschauungen über die Thätigkeit des Congreffes mit die er ans einer Unterhaltung mit einem activen Staatsmann geschöpft hat und welche als wohl beglaubigt gelten dürfen. „D.r -cr. N di-«.,» w-»- >u ■<- ermiethm Urs äimmer mit Cabinkl. ________Nttweg 106. itzis von 3 Zimmern, Küchi mb sonflhem Zubehör, am nr, zu oermiethen bei chomber, Neusiädter Thor Vermischt«». , «m 7weVaI' 21‘ ®efJcrn ist bet Stockhausen zwischen 4—5 Uhr Nachmittags gefallen, der, soweit bis jetzt übersehbar, arge Verwüstungen anae- ! « n Ott\ 2)16 ?Mr Y18 uoch nicht bekannten Dttails über uie Xi; nette beS Unglücks werden wir un|ern Lösern erst demnächst mittheilen können. , , Marktbrett (U^terfranken) Ein Fall urwüchsiger Loy alstät ist ausO>-ricklls- bsim zu berichten, In der M ,chen Wirthschaft äußerte sich ein M tzg^rbarsch^ über btc. Mordversuche gegen den Kaiser in-einer W ise, die den gut deutsch gesiinten Wirth f6 btztere aber nahm die Strafrechtspflege in seine eigene Hand; er oer- etzte dem Sprecher mit den Worten .im Namen desK.isers" eine derbe O-rfeiae, ließ sofort eine ^zweite Jm Namen deS Königs von Bayern- falzen, faßte ihr daran am Kragen und warf ihn unterBeihülfe einiger Bürger „im Namen des deutschem Balkes* zum Hause hinaus. worin Ausnahmegesetze, nöthigenfalls auch Einschränkungen des Wahlrechts und des Vereinswesens für zulässig, und die Sicherstellung der finanziellen Selbständigkeit des Reichs für nothwendig erklärt werden. Hesterreich. Wien^, 22. Juni. Die „Polit. Corresp." berichtet aus Athen von heute: In Folge der Berliner Meldungen über angebliche, Griechenland ungünstige Beschlüsse des Congreffes herrscht hier förmliche Panik. Die Regierung setzt die Rüstungen eifrig fort. Vor der Abreise des Congreß-Delegirren Detyjannis beschloß das Cabinet.^eine eventuelle Zulaffung Grtechenlands zum Congresie mit blos consultativer Stimme nicht zu acceptiren. Doch würde in diesem Falle der griechische Gesandte in Berlin den Verhandlungen des Congreffes beiwohnen und der griechische Minister des Aeußern nach Athen zurückkehren. In Epirus und Theffalien nimmt der Aufstand zu. Zahlreiche Jasur- gentenführer organisiren den Aufstand. Auf Kreta haben neuerdings mehrere blutige Kämpfe zwischen Insurgenten und Türken stattgefunden. — Der „Polit. Corresp." wird aus Belgrad vom 21. d. berichtet: Die Jnsurgentensührer Milanooic und Widovic find nach Berlin abgereist, um dem Congreffe ein Memorandum über die Forderungen der in Bosnien lebenden orthodoxen Serben zu überreichen. — Aus Konstantinopel vom 21. d. meldet die „Polit. Corresp." : Demeter Bratiano wird heute vom Sultan empfangen und darnach nach Bukarest zurücksehren. Derselbe ist von seinem Empfange aus dec Hohen Pforte befriedigt. Die Frage des Austausches der Kriegsgefangenen ist geregelt. 22. Juni. Die „Polit. Corresp." meldet aus Bukarest vom 22. d.: Die in Cttttnje abgehaltene Versammlung der herzegowinischen Jnsur- gentenführer bezweckte, alle Rajahs zu den Waffen zu rufen. Die untere Herzegowina verweigerte entschieden jede Theilnahme, da die maßgebenden Persönlichkeiten daselbst entschieden zu Oesterreich hinnetgen. Seit vorgestern sind alle Kämpfe bei ©futari eingestellt. In Montenegro sollen Nachrichten von bestbefreundeter Seite eingelangt sein, welche den Montenegrinern anempfehlen, dem energischen Auftreten Oesterreichs gegenüber nicht auf allzuweit gehenden Ansprüchen zu bestehen. — Die „Polit. Corresp." meldet aus Konstantinopel von heute: Die Ruffen legen Torpedos zwischen San Stefano und Rodosto. 19 Torpedo-Boote sind auch für den See von Tschekmedje angekommen. ] England. । uc?OttrDtt' f22* Juni. „Morning Post" schreibt: Salisbury habe das engltsch-ruffriche Abkommen nur mit seinen Initialen unterzeichnet, wodurch zwar die Gültigkeit nicht afficirt sei, das Document aber doch mehr den Charakter eines Arrangements zur Erleichterung von ernstlicheren Unterhandlungen annehme. Die „Times" bringt ein Berliner Telegramm, wonach die Delegirten Englands, Oesterreichs und Rußlands sich gestern Abend über folgende Punkte vorbehaltlich der Zustimmung des Congreffes verständigt hätten: Bulgarien endet am Balkan. Die Türkei ist berechtigt, die Balkanpäffe zu befestigen und ™ P^tze Sst besetzen. Sofia bildet einen Theil Rumeliens, Varna einen Theil Bulgariens. Die Türken behalten Burgas. Die nördlichen Grenzen Montenegros und Serbiens werden eingeschränkt und die betr. Staaten dafür tm Süden entschädigt. — Diese Nachrichten sind nicht correct, vielmehr in dem ganzen letzten Theile unrichtig. Richtig ist, daß im Principe anerkannt wurde, daß Bulgarien am Balkan endet und daß die Balkanpäffe von den Türken besetzt bleiben, während Varna einen Theil der Vertheldigung Bulgariens bildet. Bezüglich Rumeliens, Montenegros und Serbiens ist es in Berlin noch n.cht zu Verhandlungen unter den Vertretern der concurrirenden Staaten gekommen. Die Verhandlungen über Bulgarien werden vielmehr noch längere Zeit in Anspruch nehmen. * London, 22. Juni. Einige 20 conservative Mitglieder des Parlaments ersuchten den Lord-Mayor, ein Meeting der Bürger Londons zu berufen, um gegen das von dem Blatte „Globe" publicirte englisch-russische Abkommen Protest zu erheben. D-r Lord-Mayor hat zugejagt. Spanien. Madrid, 22. Juni. Die Königin ist an einem gastrischen Fieber erkrankt. Man befürchtete einen Augenblick deffen Ausartung zu einem typhösen Fieber. Die Familie Montpenster wird morgen erwartet. Türkei. ^^ustantinopel, 22. Juni. Seitens der Regierung wird die Nachricht europäischer Zeitungen, wonach der türkische Consul in Semlin seiner Zeit an dem Complote gegen den Fürsten Milan theilgenommen, als unbegründet bezeichnet; ebenso wird die Meldung serbischer Organe, daß das Complot erklärt ”cr ^ortc un^ Karageorgevic unterstützt worden, für unrichtig Literarisches. ♦* (WerthvolleS illuftrirtes Drachtwerk nationalen Charakters.) In ber -weiten gänzlich umgearbetteten, bi» -um Jahre 1878 fortgesetzten Auflage liegt jetzt ln Lattichen Banden vollendet vor: Kaiser Wilhelm, der Wied-rhersteller d.s deutschen Reiches und seine Zeit. Ein Gedenkbuch für das deutscheVolk, von Ferdinand Schmidt und Franz Otto. (Leipzig, Verlag von Otto Spamer.) Obwol der Ausstattung nach, im Anschluß an das in Demselben Verlage erschienene Bach von Fedor von Koppen „Fürst Bismarck" ein Prachtwerk, kann dieses Gedenkbuch in Bezug aus Darstellung und Behandlung des Stoffes doch ein Volksbuch im edelsten Sinne deS Wortes genannt werden. Den Werth deS gedachten Werkes haben Se. Majestät der Kaiser Selbst anerkannt. 3tn JtaiferL Kabinetsschreiben vom 31. Januar 1878, an Herrn Ferdinand Schmidt gerichtet, heißt eS: „Seine Majestät erkennen es mit Vergnügen an, datz Ihre schone Gabe volksthümlicher Darstellung sich in diesem Buche von Neuem bewährt hat, und daß durch Ihre und Ihres Herrn Mitarbeiters (Franz Otto) Hingebung mn die patriotische Aufgabe der deutschen Nation ein Werk geschaffen worden 'st-, das ihr die Entwicklung der mit der Wiedergeburt des deutschen Reichs zusammenhängenden Ereignisse in anregender, lebensvoller Weise zur Anschauung bringt. Leine Majestät halten Sich überzeugt, daß sich in diesem Sinne dem Werk die Be- urthetlung der weitesten Kreise zuwenden wird." Gleichzeitig hat das K. Preußische KultuSmtntstermm vom 23. Februar 1878 seine Befriedigung über die Ausführung deS Werkes durch Anschaffung einer größeren Anzahl von Exemplaren ausgesprochen, wie binn ^U(*> ^"^irftanb ber Strlincr Schuldeputatton erklärt: .Das Buch mit seimn reizmden Illustrationen ist ein wahres Familienbuch, das in keinem patriotischen Hause fehlen sollte. Sochen gewichtigen Empfehlungen gegenüber bedarf es weiterer Worte n^cht. Telegraphische Pepeschen. , Wagner'S telegr. Corresponbenz - Bureau. f, Derlin, 23. Juni. Se. Maj. der Kaiser schlief die vergangene Nacht enlf„rka3"aiet,In 80n2° Uhr Vorm. Das günstige Befinden Sr. Maj. des Kaisers dauert fort. Die Beweglichkeit des linken Armes nimmt merklich zu sh , (Unterz.) v. Lauer, v. Langenbeck. Wilms. eingetr^en 23" 3un' ®taf Münster ist gestern Abend aus London hier ' J2; 3»ni. Das Unterhaus nahm die 80-Millionen-Creditvor- lage uut einer Majorität von 58 stimmen in der Generaldebatte an. « Uh» 3nwf<”7 23‘ 2u°>- Die Leiche des Königs Georg ist heute früh i'Ngetroffeu und unter der Escorte einer Abtheilung der Lechgachr nach der St. Georgs-Capelle gebracht worden. 2« 2nni. Der Zustand der Königin ist beunruhigend. h« UtOT n'““'' bur* einc starke Hemorrbagie geschwächt. Der Herzog von Montpenster ist heute mit Extrazug eingetroffen. recht gut ^schlafen W bCr ffalfcr bat bic ""gangen- Nacht »ulaaritn'bLrA Ä rcuffifd,e Zugeständniß, daß das Fürstenthum «Mgarten durch die Balkan-Lime begrenzt und die Befestigung des Balkans gestattet werde, ist unbedingt abhängig gemacht von 'der Herstellung Sicherheit m der südliche., Provinz, für welche der Lame noch z vesttmnzen sein wird und von der Bedingung, daß in dem ganzen Gebiet her südlichen Provinz keine türkischen, sondern einheimische Miliz-n stehen. Sofia wird dieser Provinz angehoren. Die Verhandlungen wegen dieser Organisation werden noch fortgesetzt. Diese russische Bedingung gilt als absolut. Weqen der europäischen Control- für die südliche Provinz stehe» die B-rhandluiigen noch bevor. Die griechischen Angelegenheiten werden erst später zur Sprache *,c,b.ra*t wer"en. D,e autonomen Garantien für die südliche Proom, werden lebhafte Verhandlungen herbeiführen. — An die Behandlung der bulgarischen Organisations-Frage resp. die Frage einer vom Balkan bis zum Littorale reichenden Südvrooinz wird sich auch die Frage wegen Räumung der Festungen knüpfen und hierdurch die schwae- ri9c Frage entstehen, wie die Türkei, die sich völlig indifferent und zurückhaltend zeigt, zur Räumung anzehalten werden solle. Ueber Varna ist für B tlaarien dlöponirt; die Räumungsfrage wird sich außer Varna auch auf die. anderen Festungen erstrecken. L o k a l-N o t i zV _ Juni. Bel dem am (Samstag Nachmittag tobenden furchtbaren tinCc? bcr ^kksim seit Menschengebenl'en, schlug der V!itz in die Mechanische Weberei der H.-rren Gedr. Hornberger ein ohne w leren Schäden anMrjchten als baß der Blitz an einem Webstuhl den soz. Zutel verbrannt Die furchtbaren Wassermassen nchteten im Felbe und der Stadt immmsen Schaden an. , oer Nacht von Samstag auf «Sonntag richteten verschiedene H rrchen im sog. „Kläwerngäßchen am Nahrungsberg den größten Uifug an. (Si.MprSblt teunt"werden^kö^ bcmollrt u. s. w. Wann wird diesem Uifug einmal ge- m "Rheinische Quartett" führte sich gestern durch ein Cancert im Wenzel schen Garten recht gut ein. War der Genuß des Gesanges tm G irten also schon ein sehr großer, so will e« unS doch bebünken, daß eigentlich ein Gesangs- Quartett in ben Saal gehört und haben sich die Herren auch entschloffen bei dem morgenden Concerr dortselbst zu fingen. Das Qiartetc, aus den früheren Jahren noch Cm 2ltl?CrrnHin, ^M?rttgte seinen alten Olaf und brill rtr gestern arebec mst Jr’fe ^lltschen Stimmen. Der Beifall deS Pudltkams war denn auch ein recht lebhafter und wird sich bet den Leistungen im Saale, wo das P.ani'si no und Forte erst zur rechten Geltung gelangt, wohl noch mehr steigern. 1. s Oberhausen, 11. Juni. Die Rhein-und Ruhr-Ztg. schreibt: ,Dte Harmonika, dieses verhangnißvolle Instrument bei den Orgien der 18jährigen Fabrikarbeiter, hat auch gestern Abend wieder einmal zu einem Todtentan, aufgesp eit; sobald man sie nur hort, weiß man, daß die Polizei Arbeit bekommt. Sechs bis si den solcher doff aun is- ooll'N Jünglinge zogen gegen 8 Uhr mit der Harmonika ein in das Haus e;n-3 ber Büter. Dort wurde W.rthschaft improvistrt, indem man zusammenlegte und .en ?^uvowtrth nunmehr die Heranschiffang von Branntwein unt.-r Wahrnehmung auch seines Interesses aufgegeben. Mit Hülfe bieseSk ermuthigenden DafteS ging oann, nach- bem jnin Xan^e au^ norb Frauenzimmer aus ber Bahnhofs-Restauration heranaeholt ®orbel% ^r?llerei los- In bereu weiterem V:rfola schoß einer bec Jünglinge mit seinem sechsläufigen, in Erwartung etwelchen Vergnügens gelade-.ea Rwolo.'r einen anberen auf sechs Schritt tobt, ber zweite, dritte uib v erte Schuß wurde in den Hauffn der Collegen ohne Erfolg htneingefeuert und mit dem füiften eine n ders.-lben ermRV“be10$e%rei"rea,CUCren jtl) '--»st- Schutz — (Bergebliche Vorsicht) Ein Gast wurde in München aus der Bierstube heraus gerufen, da draußen ihn Jemand zu sprechen wünschte. Dam't ihm inj-vischea sein voller Schoppen nicht von einem Unberufenen ausgetrunken werde, schrieb er auf nmfflinb C Jra ^^te: ,Jn dieses GlaS habe ich gespuckt, und befestigt- d-n Z ttel amGlase. AlS er zurückkehrte, waren von anderer Handschrift die Worte h-n.uaefuit: »Ich auch. 3 ... mit -iner Puhwaar-nr-chnung.) Männchen, st-h' bie Not-, bie konntest Du berichtigen.' - Mann: .Was, Note nennst Du bas? Das ist jr eine ganze Partitur!" - Nestroy machte einmal eine Bemerkung: „Es gibt Besuche, die man bis an die Treppe geleitet, — nur um sich zu überzeugen, ob sie auch wirklich gehen!- Kunst-Notiz. seine Vertreter hat, beweist unser Landsmann, Photograph W. A. Stückrath in Weimar. Derselbe hat die Meisterwerke oo a Fr. Preller, dem genialen Zeichner der Odyssee-Landschaften, G c nel lt, FrieS, Darstellu agen ? »n 5? un^ Gehrts Aqaarelle und Zeichnungen tu künstlerisch ausgeführten Photographien herausgegeben, wovon Gehrt S Dorn- aöschen in der Ferber'schen Buchhandlung ausgestellt ist. Handel und Verkehr. a - §\aPf UItk22,rÄunt" ®cr heutige Heu- und Stroh-Markt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität per Centn er JL 2.30—3.20, Stroh per Centn et JL 2—2.10. futter im @ro|cnba8 Pfunb 1. Qual. 90-95 2. Qual. 80-85 im Detail 1 Qual. »n 21 Oual. v4L 1, Eier das Hundert v4L 4.50-6. Kartoffeln JL 5—6 «?0_Ktlo. Fleifchpretse: Ochsenfletsch per Pfd. 68-75 Kuh- u. Rindfleisch 55-64 3b Kalbfleisch 60-70 Hammelfleisch 55-68 Schweinefleisch 70-75 X Ibsm, geschälte (per 100 Kitogr.) 26-32 jl, ganze Erbsen 20-26 je, Bohnen 25—28 JL, Linsen 24—30 JL Speck 1 JL Jllustrirte Fraum-Zeitung. (Preis vierteljährlich 2 jl 50^.) Die neueste Moden - Nu mm er (19) enthalt: Promenaden-, Haus- und Neise-Anzüge, Staubund Regenmantel, Fichüs, Sonnenschirme, Taschentücher und Morgenhauben. Toiletten^ Gegenstände zur Trauer: Prinzeßkleid, Anzug mit Tunica und Paletot, Hüte, Hauben Cravaten, Kragen und Manschetten. Anzüge für Knaben und Mädchen einzelne Prinzeßkleider und Blousenschürzen. Altdeutsche Truhe. Kleiderbürste, Sckirm- und Stockständer Rückenk.ssm, Plato-Tasch-. Irische, gehäkelte, geeckte und pickte Spchen zur Verzierung von Sommerkleidern, Bärtchen und Kragen-Ecken in Kreuzstich- Stickerei, schmale und breite Durchzugmuster in Tüll geknüpfte Franzen, auch Spitzen in Filet-Guipüre rc. rc. mit 83 Abbildungen und einem colorirten Modenkuvfer — Die neueste Unterhaltungs-Nummer (20) enthält: Heimaihlos. Novelle von Adelheid von Auer. Fortsetzung. — Nubische Frauen. Von Adolf Ebeling — Aus der Frauenwelt. — Verschiedenes. — Briefmappe. — Frauen-Gedenktage. — Ferner folgende Illustrationen: Herzog Arthur von Connaught und Prinzessin Luise Margarethe von Preußen. Von C- Kolb. — Das Stewart'sche Frauen-Hotel in New-Vork — Wjera Sassulitsch. — Die „Doctorbäuertn" Amalie Hohenester. — Emma Saure!. — Nubische Frauen. Von Hans Makart. — Zwei Illustrationen zu Schiller's Wallenstein und Maria Stuart. ■ Zu beziehen durch alle Buchhandlungen und Postämter. ■ „ 8ehlfT*berieht. Mitgetheilt von dem Agentm deS Norddeutschen Lloyd E. W. Dietz in G i e ß e n. n , Baltimore, 20. Juni. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Postdampfschiff Leipzig, Capt. R. Hoffmann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 5. Juni von Bremen abgegangen war, ist heute wohlbehalten hier angekommen. Newyork, 22. Juni. (Per transatlantischen Telegraph.) DaS Postdampfschtff Neckar, Capt. W. Wtlltgerod, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 9. Juni von Bremen und am 11. Juni von Southampton abgegangen war, ist gestern 10 Uhr Vormittags wohlbehalten hier angekommen. Wie gut und köstlich ist eS, wenn man sich so recht gesund und wobl fühlt wenn einem alles schmeckt, und man sich so 0ana ber «oIHraft fXcr ®^nb6dt ?nMnnb a 6™n aber ebensooiele leben mißmuthig und oerstimutt Appetit, der Schlaf, frisches gesundes Blut, und in Folge k ! müde, abgespannt und unbehaglich. Um sich das Wohlbehagen, m wieder zu aeben, giebt es ein köstliches Mittel, es ^ie berühmte Schrader tche werßc Lebens - Essenz, von Apotheker 3uL Schrader in Feuerbach - Stuttgart, die schon Tausenden früheres Wohlbefiiwen unh Gesundheit wieder gegeben hat, und die in unzähligen Familien ein j5au§= schatz^worden ist. Sie sei deßhalb allen Leidenden bestens empfohlen. (3901 Zur Beachtung. . . Eintritt der Sommerhitze sei daran erinnert, daß es sich empfiehlt, di- Wasiergefjße über Nacht randvoll zu halten. Im Falle eines BrandeS sind alle unter dem vom Feuer herkommeuden Wind belegenen Gebäudeöffnunaen insbesondere die Dach,ucken, zu schließen, alle Zugfintze zu Wasier dagegen zu öffnen und bei Nacht zu erleuchten. B 6 . Feuerwehrleute haben bei nahem Gewitter fick bereit zu halten, um sofort g-rusttt zu sein. Feuerwehr-Commando, Aecht kölnisches Wasser von Jean Maria Farina. Niederlage davon in der Expedition des „Gießener Anzeigers" empfehle ^äfch^n^u^O//b/2^^ndb6^O'bb per halbes Dutzend, sowie in ganzen und halben Flazcycyen zu Jü 1,28 und 68 gehorsamst Johann Maria Farinir in Köln. Allgemeiner Anzeiger. besondere Bekanntmachungen Freitag den 28. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, wird hterselbst der Bau zweier Brücken über den Kleebach bei Hochelheim resp. Lützel-Linden, veranschlagt zu rund 3900 resp. 4900 vergeben werden. Beide Brücken erhalten je 2 Pfeiler, 4 eiserne _■ Träger, Bohlenbeleg und eisernes Geländer. Die Gebote sind schriftlich und versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zu obenerwähnter Stunde Bekanntmachung. Am Montag den 8. Juli, Vormittags 10 Uhr, sollen im hiesigen Posthofe ein vter- sitziger Personenpostwagen und ein kleiner zweirädriger Transportkarren öffentlich und meistbietend gegen Baarzahlung versteigert werden. Gießen, 22. Juni 1878. Kaiserliches Postamt. 3897) Lochmann. einzureichen. Kosten-Anschlag und Bedingungen sind hier einzusehen. Groß-Rechtenbach, 20. Juni 1878. Kgl. Pr. Bürgermeisteramt. 3830) Hardt. 3890) Die Arbeiten und Lieferungen zur Reparatur des zur Oberförster-Wohnung herzurichtenden Hofgutes Strupbach und zwar bestehend in Maurer-, Anstreicher und Schreinerarbetten, veranschlagt zu 2163 «X, sollen im Submissionswege verdungen werden. Offerten sind portofrei und versiegelt mit entsprechender Aufschrift bis spätestens zum Submissionstermin Mittwoch den 3. Juli, Vormittags 11 Uhr, an den Unterzeichneten einzureichen. Kosten-Anschlag liegt bis zum 29. d. Mts. bei Herrn Oberförster Neuenhagen zu Gießen und von da bet dem Unterzeichneten zur Einsicht offen. Biedenkopf, 24. Juni 1878. Der Kreisbaumeister: 3890)Trainer. Keilgebotenes. 3892) Das Heugras von einer Wiese im Hegstrauch zu verkaufen. ____________Wilh Löber, Brandgasse. Bollwerk billigst bei Louis Rothenberger, 3885)_____________Neuenweg.___________ 3891) Hundemaulkörbe, Drathgewebe, Gläserkörbe, Drathwaaren aller Art bei _________________ Emil Pistor. 3896) Sechs antike Stühle und Sessel, eine Partie gebrauchte und neue Stühle aus einer Wirthschaft, Sophas, 2 Wasch- consols (eines mit Mormoraufsatz), Nachttische in Nuß- und Tannenholz mit Man morplatten, Consolschränkchen, 1 Ausziehtisch, schöne ovale und Pfeilerspiegel, Kommoden. Bettstellen rc., olle diese Gegenstände sind sehr gut erhalten. Vollständige zwei' schläfrige Betten. _______I. Rothenberger, Lindenplatz. 3265) Das Doflein'fche Saus in der Wallthorstraße (Eck des Asterwegs) ist zu nunmehr herabgesetztem Preise bei ent* sprechender Anzahlung zu verkaufen. Ohr. Vlx, Neuenweger Thor. Das Universitätsgut zu Caldern, bestehend in circa 340 Acker — nach neuer Messung circa 84 Hectar — stellbares Areal, soll von Petri 1879 an, anderweit aus zwölf Jahre verpachtet werden. Termin dazu ist auf: Montag den 8. Juli l. I., Vormittags 10 Uhr, anher anberaumt und soll thunlichst nur dieser eine Termin abgehalten werden. Pachtbewerber haben sich im Termin über genügendes Vermögen und Quali- ficatton zu legitimiren. Nähere Auskunft ertheilt die unterzeichnete Stelle wohin sich auch, wegen etwaiger Besichtigung vor dem Termin, zu wenden ist. (3732 Marburg, den 15. Juni 1878. Königliche Universitäts-Kasse. Iagdverpachtung. Freitag den 28. Juni, Mittags 1 Ubr, soll die der Gemeinde Sichertshausen zustehende Wald- und Feldjagd in der Wohnung des Unterzeichneten meistbietend verpachtet werden. Sichertshausen, den 17. Juni 1878. Der Bürgermeister: 3786) Stingel. Depot in Gießen bei (3884 W. Eigner, Kreuz. Ertlbeerew > chra der'schen elecl. Zoynyat«- bänder alS das lVorzüglichstccm- Kpsohlcn.PerSt. V M. Apoth. As chrader, \ Feoerdach- t Stuttgart. 3610)______Seltersberg E. 37, Nebenhaus Leichte Iommeruntertzosen u. Unterjacken in Wolle und Baumwolle, in allen Größen und Wetten empfiehlt zu sehr billigen Preisen. (3092 ______ff. Rübsatnen. 3899) Schmetterlingsnetze mit Stiel zu 30 und 35 H empfiehlt ________________Beruh. Kullmann. Roseukohlpflanzeu ZU haben in Ur. 165 Gartenstratze. Sensen, Sichet, Wetzsteine empfiehlt (3876 Wilh. Seibert, Marktstraße. 3833) Eine neue hölzerne llttwtttrt ist billig abzugeben. MMPk _ 3266) Ein neues Wohnhaus mit Hos- raum und einem einen halben Morgen haltenden Hausgarten am Wiesecker Weg ist billig zu verkaufen. Näheres bei der Expedition d. Bltts. Ein Haus in der Frankfurter Straße (in der Nähe der Wiefeäk brücke) zu verkaufen. Näh. in der Exped. d. Bl. (3792 i 3« verkaufen: 1 Küchenschrank mit Glasaufsatz, mehrere Kommoden, 2 Schreibsecretaire,ültere Fa?on, mit Kommode und Aufsatz, ve; schtedeve Tische, wobei auck 2 runde und eintpe ovale. Louis Rothenberger, Neuenweg 193. Hfengras | verkauft unter sehr günstigen Bedingungen H. Becker, Amatze. Fdinster Leberthran fast geruch- und geschmacklos in' Fittichen mit Metall-Verschluss k 60 Pfg., M. 1.__ and M. 1,70. Eisenhaltig pr. Fl. a M. 1,—. 157) C. F. Semmler in Giessen. Pianinos, 10 bis 12 Stück (gebraucht), im Preise von 25