*• 6 I hr Sonntag den 24 Marz Erstes Blatt 1878, $<>• ss Anzeige - und Anlisblntt für den Kreis Meßen Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Stadt inr ortcrnoiwt, ° Kitßt" 1* * Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. fest gen i stein. men 20 •r Vorstand» e iversität. lafien wollte, deutlich genug bewiesen, daß sie ihre Stellung in dem Kampfe Zwider Rom nach wie vor aufrecht zu erhalten entschlosien ist. Allgemeines Aufsehen erregte es, daß die Kölner Regierung dem von den dortigen Stadt' veiordneten zum Mitgliede der Schuldeputation wiedererwählten Führer der jlideralen Partei und eifrigen Vertheidiger des Simultanschul-Systems, Georg Zung, die Bestätigung versagt hat; man nimmt aber wohl mit Recht an, daß bei Cultusminister, bei dem der Kölner Magistrat gegen die Entscheidung der Regierung Beschwerde erhoben hat, letztere wieder aufheben werde. Eine in ,2«rtmund abgehaltene Delegirtenversammlung der altkatholichen Gemeinden Die „innere Krisis" scheint nunmehr endlich ihrer Lösung entgegen- zugehen. Der Bundesrath hat das Gesetz über die Stellvertetung des Reichskanzlers, nachdem der Reichstag dasselbe unverändert genehmigt, sofort dem Kaiser zur Vollziehung vorgelegt, und dieser soll den bisherigen Bot schaster in Wien, Grasen Otto zu Stolberg-Wernigerode, der seit einigen Tagen in Berlin wellt, zum Vicekanzler bestimmt haben. Es unterliegt jetzt auch wohl keinem Zweifel mehr, daß der Finanzminister Camphausen, der auf seinem Eutlasiungsgesuch besteht, demnächst wirklich abgehen und einen sog. Fachminister zu seinem Nachfolger erhalten wird. Desgleichen soll die baldige Bildung eines selbständigen Reichsschatzamtes in Aussicht stehen. Mittlerweile fetzt Fürst Bismarck seine Bemühungen zur Durchführung der Steuerreform eifrig fort. Auf ein Rundschreiben, in welchem er die einzelnen Bundesregierungen aufforderte, sich über die Einführung des Tabaksmonopols refp. eine anderweitige Besteuerung des Tabaks zu äußern, sind die Erwiderungen theils in zustimmendem, theils in ablehnendem Sinne erfolgt. Die preußische Regierung hat ihrerseits einen Antrag bei dem Bundesrath eingebracht, durch welchen die Reichsregierung zur Anstellung von Ermittelungen über die verschiedenen Formen der Tabakssteuer ermächtigt werden soll. (Vergl. die Rheinlands und Westfalens sprach sich für Aufhebung des Cölibatzwanges und Einführung der deutschen Sprache bei der Meffe aus. In Bayern hat die extreme katholische Volkspartet durch den überaus zahlreichen Besuch, deffen sich ihre Jahresversammlung zu erfreuen hatte, während die von den Patrioten veranstaltete Papstfeier verhältnißmaßig schwach besucht war, einen entschiedenen Sieg über die Partei der Gemäßigten davongetragen. Die Bevölkerung der Stadt Gent in Belgien hat ihrem Gemeinderath für den Protest, den dieser gegen die Angriffe des dortigen Bischofs auf die Schulen der Stadt veröffentlicht hatte, eine öffentliche Ovation dargebracht. Der Schweizer Bundespräsident, sowie die Gesandten Deutschlands und Italiens unterzeichneten am 13. d. den Vertrag, wonach die beiden letztgenannten Länder je 10 Mill., die Schweiz 8 Mill. Frcs. Nach-Subvent'.on für das Gotthardt-Unternehmen zu zahlen haben. In Oesterreich-Ungarn war das öffentliche Interesse fast ausschließlich von der Creditvorlage in Anspruch genommen. Nachdem die Ausschüsse der beiden Delegationen — der ungarische sogar einstimmig — sich für die Bewilligung der von der Regierung geforderten 60 Mill. Gulden ausgesprochen, unterliegt die Genehmigung Seitens der genannten Körperschaften selbst keinem Zweifel mehr. Graf Andraffy bekommt also das Geld, ohne daß er sich Herbeigelaffen hätte, deutlich zu sagen, was er unter den Interessen, zu deren Wah- •ruug er es brauchen will, eigentlich versteht! England setzt seine Rüstungen mit fieberhafter Eile fort. Welch ein Umschwung in der Stimmung der Bevölkerung vor sich gegangen, ergiebt sich u. A. daraus, daß der Ruffenfreund Gladstone erklärt hat, er sei fest entschlossen , in keinem neuen Wahlbezirke mehr als Parlaments - Candidat aufzutreten. In Frankreich gewinnt die Sache der Republik und mit ihr die liberale Regierung immer mehr Boden. Das Land hat durch die Wahl von Republikanern bei den am 17. d. stattgehabten Nachwahlen zur Deputirtenkammer seine verfaffungsfreundliche Gesinnung von Neuem kundgegeben und das Ministerium Dufaure hat sowohl in dem Senat wie in der Deputirtenkammer glänzende Siege davongetragen, indem jener das freisinnige Gesetz über den Belagerungszustand, letztere das wichtige Gesetz über den Rückkauf der Secundär-Eisenbah- nen nach der Vorlage der Regierung mit großer Majorität annahm. Nach Abschwenkung der sog. Constitutionellen haben sich nunmehr auch die Bouapar- tisten von der conservativen Rechten des Senats getrennt und offen erklärt, daß sie die Wiederherstellung des Kaiserreichs von nun an nur auf breitester demokratischer Grundlage erstreben würden. Nachdem Papst Leo XIII. die Hauptleitung der Politik selbst in die Hand genommen, mehren sich die Anzeichen, daß derselbe andere Wege einzu- schlagen gedenkt als sein Vorgänger. Nicht nur. daß er den Kaisern von Deutschland und Rußland, sowie der Schweizer Bundesregierung , kurz allen Mächten, mit denen die Curie bisher auf gespanntem Fuße stand, in freundlichsten Schreiben feine Thronbesteigung angezeigt, er hat auch den italienischen Bischöfen erlaubt, alle gesetzlichen Forderungen zu erfüllen, um die Anerkennung der Regierung zu erhalten, und soll sogar Befehle erlaffen haben, um die von Pius IX. seit dem Jahre 1870 eingestellten Zeremonien, deren Mittelpunkt der Papst bildet, wieder aufzunehmen. Leider hat die italienische Ministerkrisis noch keine Lösung gefunden, da der mit der Neubildung des Cabtnets beauftragte Führer der radicalen Partei, Cairoli, bei der Ausführung seines Vorhabens auf zahllose Schwierigkeiten stößt. (Nach neuesten Nachrichten ist es jedoch gelungen, ein Cabinet zu bilden. D. Red.) In Dänemark geschehen Zeichen und Wunder: das Volksthing hat in Folge der Vereinbarung, welche die gemäßigteren Mitglieder der Linken mit der Rechten getroffen, das Budget in dritter Lesung in einer Fassung angenommen, welche ohne Zweifel ebensowohl die Zustimmung des Landsthing, wie die der Regierung finden wird. Ein noch merkwürdigeres Zeichen der Zeit ist tue Derselbe erscheint in den Vormittagsstunden täglich, mit Ausnahme Montags, und kostet für die Abonnenten in der Gießen vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg., frei in s Haus geliefert. Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch ih. is 6'12 Uhr: ?rsammlung RedaettonSdrrreaur Gartenstraße L. 165. Expeditionsdureaur Schulstraße k 18. 4“, * I-, * es- Einladung zum Abonnement auf den lnd Schüler h 50 A VriuUd01ph’schm lta? Mittag 12 ühl} ÖsSSe ä. *riS’ w. 8 " ”"kb Fmkfurt,r dichwMchlck hab«, t8 «iMtrmdrn md die ra$ zu hüten, verbunden zestellten und provisorisch wird Samstag btn j®iie gütigst bemiOigitn ^dluog, fo®i( in der . ottot gtitW l” W l, Md Memrbck estch"" Mort Wt »ute etilm M- irt _____— im II. Quartal 1878 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen. Die Abonnenten, welche den Anzeiger abholen, erhalten denselben zu 2 Mark» Für alle außerhalb Gießen wohnenden Abonnenten beträgt der vierteljährige Abonnementspreis 2 Mark excl. Postgebühr. Dieselben können nur bei der Post oder den Landpostboten abonniren. — Um vollzählige Exemplare liefern zu können, ersuchen wir unsere geehrten Abonnenten, ihre Bestellungen rechtzeitig bei der ihnen zunächst gelegenen Postanstalt oder den Landpostboten aufgeben zu wollen.Die Redaktion. - gen ’ Ittf 4# «minus ’T « ttt'i ““Wemanfc. M gestrige Nr. D- Red.). Der Reichstag hatte sich, nachdem er den Gesetzentwurf über die Ersparnisse aus den französischen Dcrpfleguugsgeldern, für den Gras Moltke mit Energie eintrat, an die Budgetcomnnssiou verwiesen und das Deficit des Etats durch Höherveranschlagung der Zölle rc. um 4,868.540 Mk. vermindert, am 13. d. auf 8 Tage vertagt, um dem preußischen Landtag Zeit zur Erledigung seiner Arbeiten zu lassen. Das Herrenhaus nahm seitdem das Aus iührungsgesetz zum deutschen Gerichtsverfaffungsgesetz meist nach den Beschlüssen des Abgeordnetenhauses — darunter auch den über die Amtstracht der Richter — an; das Abgeordnetenhaus erledigte u. A. die Gesetze über den Forstdieb- stahl und die Kirchenverfassung für Schleswig-Holstein und Nassau. Bei der ] Berathung über das letztgenannte Gesetz that der Cultusminister die bemerkens- .... . werthe Aeußerung, sein Ideal sei zwar die Einheit der gesammten evangelischen "v lkirche, nicht bios in Preußen, sondern auch in Deutschland, er werde indeß s. m M«S a-61 dagegen wird mit Serbien vereinigt. Lokal-Notiz. Auszug Abschiedsgesuch eingereicht habe. । — Wie es heißt, wurde der Urlaub des Präsidenten des evangelischen ( Oberkirchenrathes Herrmann auf 6 Wochen verlängert. i Petersburg, 22. März. Der Reichskanzler Fürst Gortschakoff überbrachte heute Morgen dem deutschen Botschafter v. Schweinitz Glückwünsche 1 zum Geburtsfeste des deutschen Kaisers und überreichte dem Botschafter gleichzeitig das Großkreuz des Aexander-Newsky-Ordens. , Berlin, 22. März. Bei dem Empfang der Generalität äußerte Se. Maj. der Kaiser: Ich danke Ihnen für den Ausdruck der Gefühle, die Sie deute zu Mir geführt haben, Ich danke Ihnen auch für diese Gefühle selbst. In Meinem hohen Alter habe Ich wohl Ursache, mit besonderem Ernst auf die Wiederkehr dieses Tages zu blicken, hoffe aber, daß Sie Mich auch in dem für Mich beginnenden Jahre mit derselben Umsicht und Thätigkeit in Allem unterstützen werden, was die Armee in den Stand gesetzt hat, zu erreichen, was jetzt erreicht worden ist. — Die Feier des Geburtstages Sr. Maj. des Kaisers wurde heute Morgen durch Choralmusik von der Kuppel der Schloßcapelle eröffnet. Kurz vor 10 Uhr begann die Auffahrt der Mitglieder des königlichen Hauses vor dem königl. Palais zur Gratulation, denen sich bis gegen 1 Uhr die Auffahrten der übrigen Glückwünschenden in der programmgemäßen Ordnung anschloffen. Die FestgolteSdlenste in den Kirchen waren zahlreich besucht, auch in allen Schulen wurde der Tag festlich begangen. Die Stadt ist allenthalben beflagg! insbesondere sind die Straßen der Friedricksstadt und namentlich die Straße unter den Linden reich geschmückt. Letztere war schon vom frühen Morgen an von festlich gestimmten Volksmaffen durchwogt, die gegen Mittag so anwuchsen, daß nur mit Mühe die Passage ermöglicht werden konnte. Se. Maj. der Kaiser wurde, sobald Er der vor dem Palais versammelten Menge sich zeigte, mit jubelnden Zurufen begrüßt. Um 4 Uhr findet Diner im kronprinzlichen Palais, Abends Soiree im weißen Saale des königl. Schloffes statt. Zur Jlluminirung der Stadt werden vielfache Vorbereitungen getroffen. London, 22. März. Die englische Regierung, von den bisherigen russischen Erklärungen über die Dtscussion der Vertragsartikel auf dem Congreffe nicht befriedigt, erwartet noch eine präcisere Antwort aus Petersburg, ehe sic London, 22. März, Abends. Im Unterhause erklärte der General- * ~ : Aller- Den 20. MS mmn8 in Queckbo, Ackennanntz Matth , Mte. Muhten, Mt ^chuhmchns Heil „ Den 17. Mc Uabeth Emilie? ihre Entscheidung über die Theilnahme am Congreffe trifft. London, 22. März. Der ehemalige Militär-Attachä bei der türkischen Armee in Armenien, General Kemball, begleitet Lord LyonS auf den Congreß. — Die „Times" bespricht den Gesammttext des Friedensvertrages und hebt hervor, daß derselbe Vieles enthalte, was kritisirt und bekämpft werden könne, aber absolut Nichts «ußerhalb der Sphäre der Discussion Liegendes. — Einem Telegramm der „Times" aus Belgrad vom 21. d. zufolge haben die Serben am Montag Wranja geräumt. Stuttgart, 22. März. Die Geburtstagsfeier des Kaisers wurde gestern Abend durch Galatasel bei dem Könige eingeleitet, welcher dabei den Trinkspruch auf den Kaiser ausbrachte. Der Schloßplatz war festlich be. leuchtet. Heute früh ertönte von den Höhen Kanonendonner, auch war die Stadt reich beflaggt. Abends finden Festmahle beim preußischen Gesandten qebracht werden könnten. L.. —,--------o - - v . nicht räthlich. Redner protesttrte gegen bte Behauptung,^daßmr 16. gjlirj. ®' 3SSÄ 31Ä ttS 1. ScklefMN. üblich Carl Perm 22. März- Schneide' Mistelbach- - von Bersrod. 20. März. Fr Friedrich von Weit .Hörster von Pforten 11. März- S. .nany- 14. März. .öhnuS Friedrich B -.värtä- 13- März «in autz'.rehrliches 1 ncher Eduard P Matthäus Cahn. Carl Henzerüng. 11. GrohherzvM Griesbach. 16. März. Torbenen Poftunl cußereheliches ftti 34 Jahre 10 M 18 Jahr? alt, di 17 Tgge alt, Toc Nein, geb. Balser Reallehrers vr. I Aeilg Sptta! bie v -—— Für ^elmühl s&S? Verwischtes. Pid) 19 März. Wie wir aus einem m unserer Stadt von 18 hiesigen S'' wobnern welche verschiedenen Ständen angebören, erlassenen Aufruf ersehen, so Unterzeichneten desselben „einen Verein der nationalen und ItbtraUn W ^ dte StadtLtch und die benachbarten Ortschaften" ins Leben zu rufen- Wir ßW daher im JntnAse der guten Sache, den erlassenen Aufruf wortgetteu in diesem Bla! ,,n iu AÜsten- 16« Kt bann t ifi« Htndn fll",«Uinn>Mi*'!6l bi^Ätci füra [fitrahn v m 3 Alten, nattonalnn Hiller IU Schön; H. ZiM Gießen, 23. März. (Stadtoerordneten-Sitzung am 21. März.) Vor Eingang in die Tages-Ordnung nahm der Herr Bürgermeister Veranlassung aus ein »Etngr- fanbt" im „Gießener Anzeiger" aufmerksam zu machen, in welchem angedeutet war, der Stadworstand resp. die Handelskammer möge die Initiative, behuss Petitionen zur Abwehr der projeklirtcn Tabakssteuer event. Monopols seitens der Bewohner der Stadl, in die Hände nehmen. Herr Hom berg er legte in längerem Vortrage die Rothwendfi- kett dar, daß überhaupt Schritte in beregter Sache geschehen müßten und habe die Handelskammer in ihrer Sitzung vom 16. dss. auch bereits über diese Angelegenh^ verhandelt und eine Eingabe an Großh. Regierung beschlossen. Herr Keller meine, nach S 36 der Städte-Ordnung, warm es heißt, daß nur Gemeinde-Angelegenheitri in den Sitzungen der Stadtoerordneten-Versammlungen verhandelt werden könnln, sei eine Verhandlung über Tabaksteuer im Stadtrathe unzulässig, wird aber von da Herren Adolf Noll, Hornberger und Diery widerlegt. Allerdings fei das eine Ä-m-inbe-Ang-I-g-vh-it, wenn über das Wohl und Weh- von Tausenden BonSabril arbeitern rc. verhandelt würde, wovon die Gemeinde Steuern und sonstigen Nutzen siebt. Herr Ad. Noll theilte ferner mit, daß demnächst eine größere Versammlung von Interessenten berufen würde und sollen die daselbst gefaßten Beschlüsse auch den Stadtverordneten unterbreitet werden. Herr Diery warnt vor Petitionen an die Ri- gierung ohne ausführlich statistische Nachweise über die zu erwartenden Ausfälle und ohn Belege über Production, Verdienst und Anzahl der Arbeiter in den einzelnen Fabriken. T»t Herren Fabrikanten, mit einzelnen Ausnahmen, seien auch nW fo ^r bereitw iü. Auskunft über ihre Geschäfte Verhältnisse zu geben, dres beweise der dürft ee Fahr«- bericht der hiesigen Handelskammer. Herr Hornberger versicherte, daß die üanb(U= kammer sich jedenfalls vor Absendung der vezügl. Eingabe über statistisches Materi^ gesorgt habe. Schließlich einigte siw die Versammlung über emen Antrag des Hem Sanfte in, die Angelegenheit der Tabaksteuer vis auf eine ber nächsten TageSordnungni ru vertagen. - Betreffend Punkt 1 der Tages Ordn. wird der Antrag der Schuld^ tation angenommen, welcher dahin geht, daß bei Großh. Ministerium beantragt werd« möge, daß die Vorschule zur Realschule mit dieser in organische Verbindung zu setze», also zu vereinigen sei. (Es ist dies eine consequente Folge des Beschlusses über Erriä^ tung einer Realschule I. Ordnung vom 14. dss.) - Die Aborte ln dem Schulhar in der Neustadt sind derart, daß eine Aenderung dringend geboten erscheint. Der Bon anschlag über Neuherrichtung derselben betragt 840 JL. Ehe sich jedoch darüber schlüs i gemacht wird, soll sich vorerst mit Herrn Bro el über Einführung des Tonnen yftemS do Kommen weroen. - Wie bekannt, muß die Stadt das eine ThorhauS wmin sich d Octroi-Erheberftelle am SelterSthor befindet, raumen. Ehe nun über ein definitiv» Gebäude berathen werden kann, soll nach Antrag der Baudeputation ein prov. Gebaa» aus Holzwerk errichtet und der Oktroi-Erheber dort placirt werden. Die Versamm av beschUeßt demgemäß. - Ein Vergleich zwischen der Stadt und Herrn^Andr. Euln über ein Stück Böschung am Stadtgraben wird angenommen. — Die Anschaffung -u -Samen fftr die städt. Wiesen aus der Hand wird genehmigt. — In einem Schrecha der Pol'zei-Verwaltung werden verschiedene Mißstände an dem Jsterling s'chen Hav am Reichensand heroorgehoben, so u. A. der Abort, welcher von der Straße zu fei sowie auch der Graden, welcher zugedeckt werden müsse rc. Außerdem befürwort die Polizei-Verwaltung den Ankauf qu- Hauses, weil kein gesetzliches Mittel vorhantz.' sei, beregten Mißständen abzuhelfen Die Versammlung beschließt auf ihrem. firüoern biefeft f»aus betr. Beschluß zu beharren. — Für Herstellung von 2 Schulklassen i. städt Haust am Afterweg werden 93 JL bewilligt- Ebenso die Anschaffung dob "ötbifl: Subsellien in^erschiedenen Classcn. - Zur Anlegung einer Straße m der Schwarzstl bedarf die Stadt ca- 34 OKlftr. Gelände von Herrn Schäfer. Die BaudeputaN^ beantragt denselben 6 pro O Klftr. zu -offeriren und beschließt die VcrsammM demaemäß — Die Herstellung emetz weiteren Wegs im Gartfeld wtrd Petenten z«- — Ebenso verschiedenen Bewohnern des HammwegS, welche wegen HerrichlUl desselben vorstellig geworden. - Herr Heinr. Schomber kommt um Genehmigltq zur Errichtung einer hölzernen Einfriedigung ein. Es wird demselben das bezüpli» Gesuch genehmigt, trotzdem es schon im vongep. Jahre errichtet worden. — Gle he m?rb oenehmigt, die Einfriedigung am Hause des Herrn Iah. Fischer, dt «°u -such7b» H-rrn «aN H.UII, SrUbr. Blumöhr. Ab°U fflea “i W. und 3. ». Singer. - D.s Baugesuch der Gewerbebank, welch - (aarfen des Herrn I Bach an der Plockstraße bauen will, wird nach dem Antr- oer Baudeputation abgelehnt, und beschlossen auf dem am 29.März 1877 gefaßten schlüffe zu verharren, wonach nicht eher Genehmigung ertheilt werden könne bis Anstände bezüglich eines Nebengebäudes des Herrn Bach mit demselben geregelt s^ — Zwei Heinere Sachen wurden noch k. H. erledigt und verwandelte sich die^öffe liche Sitzung darauf m eine geheime. «ft «-«'■ ”!»" bi ,,7. B.*”n S.“ Ä b" Cb«W. »-« ®">.b..» »Jb haßten Deutschen Reiche emtritt , damtt das Land m o m e wa oeoorfleyeno « - . 22. Marz, Abends. Zrn Unterhaus- rrklärt; der l»-n Kriege Rußlands mit England ^hr intolerante Reli- mfpector im Kriegspepartement, Cecil, auf eine Anfrage von Lawson: No^weg, ' . . irmschwuna der Verbältniffe zu be- dings seien Torpedos für die Bertheidigung noch anderer britischer Häfen^, als gionsgesetze hatte, ist em bemerkenswerther Nsiisinnssreibeit — derjenigen am Clyde in Anwendung gekommen, aber aus erklärlichen Gründen r.chl-„. inbrm das Storihrng -.neu Anirug au^ «Ogern«ne Don Detail- uuchunlich. Lubbbck beantrag.« die Res°lu- ausgenommen freilich noch für Beamte 9 9 9 tion. ^eI Stand des Völkerrechts in Bezug auf das LreekriegSrecht fei unbe- nommen hat. ______ _____________________— friedigend und bedürfe sorgfältiger Beachtung von Seiten der Regierung. Der wk \er Herjvj, wolle, habe er am 13. d. an Beust geschrieben. Ehe England zum Congreß gehe, muffe klar Don Chartres ist hier eingetroffen und begibt sich nach Bukarest. Die serbische W'b-huf« Lu"hm"°d« »-VSk s°nd.°°S.^w-L Regierung ha. beschlosien künftig diplomatische Vertreter in Berlin Paris, der Annahme oder Beistimmung der verschiedenen Mächte bedürfen, und welche nicht; darüber Rom, Cettiuje und bet wahrscheinlichen Hauptstadt Bulgariens Lrofia zu unter- solle verhandelt werden. Rußland habe die Erklärung abgegeben, der vollständige Text des ualten. Die Stadt Novibazar verbleibt bei der Türkei, die gleichnamige Fcftuuz Vertrages würde den Mächten nach Austausch der Ratificationen mitgetheilt werden; es sei aber - - • die weitere Frage entstanden, worüber eine Verständigung noch nicht erzielt sei, nämlich ob zu- aeaeben sei, daß alle Bestimmungen des Vertrages dem Congreffe zur Discussion vorgelegt werden sollen. England habe angefragt, ob Rußland willens sei, daß die Mittheilung des Vertrages in seiner Gesammtheit an die verschiedenen Mächte als Vorlage des Vertrages für den Congreß angesehen werden solle, damit der Vertrag geprüft und erwogen werden könne. Allgemeine Regel sei, vaß ein Longreß nicht abstimme; daher gebe es keine Majorität oder Minorität, mithin könne Rußland nicht aufgefordcrt werden, alle Fragen der Entscheiduiig der Majorität der Mächte zu unterbreiten, was überhaupt unbillig wäre. England verlange nur, daß sammtliche Artikel dem Congreffe zur Dtscussion und nur zur-Discussion zugehen. (Die nun folgenden Schlußworte Derby's sind bereits gemeldet.) Berlin, 22. März. Der „Nordd. Allg.Ztg." wird als sicher bezeichnet, daß Graf Stolberg sich bereit erklärt habe, die Stelle des Vicepräfldenten des Ministeriums zu übernehmen. Dieselbe bestätigt ferner, daß mit dem bisherigen Oberpräsidenten Grafen Eulenburg wegen Uebernahme des Ministeriums des Innern Einverständniß erzielt ist. Die neue Besetzung dieses Ministeriums habe in die gegenwärtige Reconstruction des Staatsministeriums mit eingeschloffen werden können, weil der beurlaubte seitherige Minister des Innern ein erneutes 4 T-, geft. den 17 März. MW Vom 16. bis 22 März 1878. empfiehlt Heinrtck Lotz, Lick- ausgenommen. Hebamme 1781) Einen tüchtigen Kellner sucht „Cafä Leib." Denselben. Dem Bürger und Fuhrmann Christoph Spieß, eine Tochter, Anna Cui^C' Denselben^ Dem Schuhmacher Max Simon, eine Tochter, Katharine Friederike, geb. ^^^lben.^ Dem Bürger und Gerbermeister Karl Becker IL, ein Sohn, Loui» Adolf, ^den^ ^3^ Feldwebel Heinrich Bruchhäuser, eine Tochter, Auguste Apollonia, 0e& ^Den^elben" Dem Stationsgehilfen Julius Paul, ein Sohn, Emil Melchior Konrad Anton Karl Julius, geb. ^en 6. Febr. * * Den 16. März. Christoph Wagner, Lackirer dahier, alt 53 I. 9 M 11 T., gest. bCn 14$>™art7. Mär,. Margarethe Schad, de? AMeiten an der Main-Weserbahn, Johannes Sckad, ehel. Tochter, alt 16 I. 11 M- 9 T-, gest. " ^Närz. Den 19. März. Christian Löber HI-, Cigarrenfabrikant dahier, alt 34 I. 10 M. 1786) Ein junger Rattenpinscher^ gefticht. Wer an Brustschmerzen, Husten, Heiserkeit, Asthma, Blutspeien, Reiz im Kehlkopf rc. leidet, findet durch das Haus- und Genußmittel den Mayer'schen weissen Brust-Syrup sichere und schnelle Hülfe und Linderung Echt zu haben bet <17^ Tf Bieler in Gießen und Gg. Hammel in Hungen- rrMxX3OCX)öOöOIDöOOOOC3Oa -------------- , _ .. . . t Allen Kranken Kraft und Gesundheit ohne Medicrn und ohne Kosten durch die Aeiinahrung: Zu verkaufen. Harzer Kanartenvogelweibchen per Stück 50 Näheres i. d. Erped. d. BlttS- 1750) Ein Haufen Composterde zu verkaufen im neuen Arresthaus. L .a 18. MSr,. Gendarm Heimich W?lhstm °Ploch in G«-b-n mit EMab.tha Frik ^Schstsischen JLger- Ba"taM°n"?Nr. 5"»^ Lehrer de7 d'e^K^gsschule Georg Kesielbach. - Cigarrenarbeiter Heinrich Bellof von Gleimenhain mit Marie Werth von Bersrod. (kbeschließungen. 20 Mär» Fuhrmann Johann Heinrich Fleischer vonQucckborn ^t Arna Marie Friedrich von Weiters?ain. ~ Der Heizer an der Cöln-Mindener Bahn Christian .Hörster von Pförten mit Louise Scheer ^von Lauterbach. 11 Mär» Germann Fried^Mortin,^ Sohn des Schlossers Wilhelm Schu- .,nnn Friedrich August Louis Wilbelm Peter Konrad, Sohn des Tag- ' Marte, ein außereheliches Kind von aus- l°sJlaT8 n M^r Fran» ein außereheliches Kind von auswärts. 15. März. Heinrich, Handel und Verkehr. (Rieben 23 März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pso. i_?05?®üS««ei« per®t« 5 4, Gäns-E per ®t o @nten= er per ®t- c n a>xc, (GfArf 5__9 3, Käsematte, per Stück 3 Erbsen, 1 Ltter unjen, «ALD.WLKWLsKZ 56 ----- vergeben ja müssen, damit auch andere Orten wo diese B-retne noch nicht bestehen, tut «»bung ^cher «npereflt werten. “tuHone. in derjenigen Richtung, , , D« «a mserer Re,«s uno unb ,re,sinnige Bürgerstand. er- M6 ,rtoeint bann attoert wenn alle national- und liberalgesinnten Manner in su-ÄS ES K ! auf die Wähler seines Bezirks durch Wort und Schrift ^ad^ unb Landesangelegenheiten anregend und belehrend in fretbdt nntinnnfem Stnne zu wirken; insbesondere auch - im Anschluß an die 8?a7nisafton der nationalen und liberalen Partei der Provinz Oberhessen - die Wahl ^Wreuer und freisinniger Männer in den Reichs- und Landtag zu veranlassen. Die Unter e -hneten erlauben sich demgemäß, alle za politischen W°h en bete* einte «MinnuSenoffen in hiesiger Stadt und Umgegend, welche dem in obigem Sstne »u 6e«rünbenben Sereln st» -nzuschließen bereit finb, hiermit einzulabrn st» ,ar B Ä*?a?tfrfirnna »ur Feststellung der Veretnsstatuten und zur Vornahme der durch dieselben bedingen Wahl eines Vereinsvorstandes Sonntag den 24. März, Nachmittags 3 Glöckner'schen Saale dahier einzufinden- __ _ U’ ' tm ®@(org 'g6tfter. 6ellir. Glöckner; A. Gros; Dr. Gros; F. Gros; He nr. Heller HL; Dr. Jhring; H. Jhring; Stephan Oswald; Hetnr. Schmidt, Schön; Stotz; Theobald; I. G- Walz; A. Sartorius; Wimmenauer; H. Zimmer, Kaufmann; H- Zimmer, Unterwüller. Den Empfang t1752 säiiniilliiiiiT Jioöveautes in Regenmänteln, Jaqnettes, Dol- mans, Fichns, sowie tn Klerder- stoffen feige an. Moritz Heichelheim. Jeilgebslenes. Spsrgklpüilnre» ^^Handelsaärtnerei von Gg- Becker Wrm 1770) Mist zu velkausen.^^^ ^0. 1769) Ein Haufen Mist wird unerst- geldlich abgegeben. Neuenweg B- 183. 1558) Verkauf eines Haufens Pferde- dünger bei der Actieu-Brauerer zu Gießen. am 21. Marz.) Vor Eingaq Veranlassung aus ein,Wgr i, in welchem angedeultl m Initiative, behuss PetttivW ja seitens der Bewohner bereit igerem Vortrage dieNost^- eschehen müßten und HÄ d« Breits über diese AngelM^ 'Mm. Herr Keller Mi! nur Gewetnoe-Angelegenhntl m oerhandelt werden könnte unzulässig, wird aber von d- crletzt. WW Wto«, ,ht von Tausenden m W« Steuern unb sonAzeii W< n?4t "’o wFtnto'Ü ^e’Ä'W«‘8Ä i «»«""J'ü 56er 6» Folge deS LesWII Di- »borte ? 5 $er'B nSenb l*Är ,»>»' Anführung d orin ftd)'< • -i"- W ein Ehe nun uver GM , ßaudeputation piacirt werd^ ^nbr; St^ U^Ansch« noMen.einem E wert1 " qftetling’f*"1 »e an »em 3“ gtrrt'>“ a-lch-r »s- n» «.SüRiltd °°' L'S».'SS. .'“ in« ®‘ra6e t«b 5'“* Ein neuer leickter Wagen (Halbverdeck) zu verkaufen bei (17bt> Fr. Schwan, Wetzlar. 1763) Eine Partie größere Kisten zu verkaufen. Wi'helm Or t'ig.^ REVALESCIERE von London. n i M lQfcu"8 et|ln M’i'«« r * «WneVj* •a»t ton 9»J„ 6!,tI 6tiiS°"L «h aus d(ij^^afen- ch ock beantTfirtt^I1 leiten btI L'")t I« unii, s???* nfhnb b-hand-l,' Jj) L",«'ldet «ui Waltan gorbetnng J efe6 T Hril B ä" bi‘ tl'fti : J nach Oo,fja 6 *Mut; Der Bej.i gWq benbslchtigt. ®e WnrSen ernnom. g#gfc -enr Pascha unb Mu^sumi fP; Das englische ftiiti . beendigt. In den left )ißricts Delvino in EM, n 22. b.: Der Heizo! ur Üandwrh ! 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