ar» so Donnerstag, den 24. Januar 4878 iCBcner m ■ s- 3.3 AusBukarest kam die Mittheilung, daß die rumänischen Kammern an den Fürsten Karl eine Adresse richten wollten, in welcher derselbe aufgefordert wird, den Königstitel anzunehmen und Rumänien als ein unabhängiges Königreich zu proclamiren. Diese Umwandlung in Rumänien kann ohne die Zustimmung der Großmächte aber schwerlich vor sich gehen, denn gerade Oesterreich und Rußland werden ein rumänisches Königreich nicht son- derlich fördern, weil ihnen die Bestrebungen aus Gebietserweiterungen einer solchen Macht nicht besonders angenehm sein können. Die rumänische Königs- krone^ wird daher vorläufig nur in den Köpfen der ruhmsüchtig gewordenen Rumänen extstiren. r Gartenstraße B. 165. Schnlstraße B. 18. bie Debatte zog und in einer für die ultramontane Partei sehr niederschlagenden Weise zur Erledigung brachte. Der orientalisch- Krieg stellt an Oesterreich-Ungarn eine starke Zumuthung, die bisher wenig gewürdigt worden ist. Nach den neuesten Mitthellungen von den österreichischen Südgrenzen beherbergt Oesterreich-Unqarn in der Militärgrenze und in Croatien weit über 100,000 Flüchtlinge, welche auf Staatskosten ernährt werden. Die türkische Mißwirthschaft legt also offenbar Oesterreich-Ungarn ein schweres Opfer auf, doch Oesterreich denkt jedenfalls, daß es besser ist, 100,000 Flüchtlinge zu ernähren, als 100,000 Soldaten mobil zu machen. Beim Abschlüsse des orientalischen Friedens wird Oesterreich schon seine Ansprüche geltend machen und eine Entschädigung an Geld oder Land durfte für dasselbe nicht ausbleiben. Wie schon wochenlang vorher angezeigt wurde, ist am 17. «Januar das englische Parlament eröffnet worden. Die bei dieser Gelegenheit gehaltene Thronrede der Königin Victoria hat nicht gerade überrascht, da man nach den ^dgebungen der englischen Regierung schon darauf gefaßt war, daß dieselbe beabsichtige, Maßregeln gegen gewisse Eventualitäten im Orient zu ergreifen. In der Thronrede fordert die englische Regierung einfach vom Parlament die ? C an C Vorbereitungen in Scene setzen zu können. Was England durch $ '°Prc9e^n im Orient erreichen will, bleibt aber gewissermaßen in ein 5Lcf Halbdunkel gehüllt, und England verräth offenbar dadurch eine ge- wrsse Schwäche. Denn wenn dasselbe mehr Zuversicht auf seine Kraft und mehr Hoffnung auf seine Ziele im Orient hätte, so würde es jedenfalls mit seinen Absichten offen und stärker hervortreten. Bedauernswerth wäre nur, wenn die Türkei aus der englischen Thronrede die Hoffnung schöpfte, daß England ihr noch beistehen würde; denn in dieser Beziehung wird dann die Türkei vergeblich hoffen. Deutschland. Darmstadt, 21. Januar. Bekanntlich hat das Ministerium des Innern durch ein Ausschreiben verordnet, daß den Lehrern, welche die in der Kreisstadt abgehalten werdenden Lehrerconserenzen, Bezirks- und Kreisconferenzen besuchen, Seitens der betreffenden Gemetndekaflen Diäten für diesen Besuch bewilligt werden sollen. Der Abg. Büchner hat in Bezug auf diese Anordnung eine Interpellation eingebracht, in welcher es am Schluffe heißt: „Ohne mich gegen eine eventuelle Zweckmäßigkeit solcher Diäten hiermit auszusprechen, erachte ich eine solche Verordnung als eine, die die Selbstständigkeit der Gemeinde verletzt. Ich erlaube mir deshalb die Anfrage, ob beabsichtigt wird, eine Form zu finden, durch die derselbe Zweck erreicht wird, ohne den Art. 36 der Landgemeindeordnung zu verletzend Irankreich. Versailles, 21. Januar. In der Depurirtenkammer beantragte Admiral Touchard im Namen der Rechten, daß künftig zur Vernichtung einer Wahl eine Majorität von 2/s der Abstimmenden erforderlich sein sollte, und forderte gleichzeitig die Dringlichkeit für die Berathung des Antrages. Gam- betta widersprach der Dringlichkeit und beantragte die Vorfrage. Nachdem Caffagnac hieraus erwidert hatte, wurde die Vorfrage mit 312 gegen 186 Stimmen angenommen. England. London, 21. Januar, Abends. Im Unterhause erklärte Unterstaats- secretär Bourke auf Anfrage Stewart's: Die Ratificirung der Convention von Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. _____ Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. ««k ,^n0ele0cn6e’t der Friedensvermittilung zwischen Rußland und der Türkei hat die Haltung Deutschlands, wie man aus den Mitthetlun- ^^r knglischen Diplomatie ersährt, den Ausschlag gegeben; die übrigen Großmächte sind bereit gewesen, gemeinschaftlich zu interveniren, Deutschland hatte eine Intervention rundweg abgelehnt. Eine authentische Aufklärung über diese Weigerung Deutschlands liegt von keiner Seite vor, wir glauben jedoch annehmen zu müssen, daß das deutsche Reich auf diese Weise am besten den europäischen Frieden gewahrt hat. Denn wenn die Intervention fruchtlos aus- ge allen wäre dann hätten einige Großmächte jedenfalls Lust gezeigt, für die orientalische Frage das Schwert zu ziehen und Deutschland hätte schließlich nicht neutral bleiben können. Durch die Weigerung jedoch, sich an einer allgemeinen Intervention zu betheiligen, hat Deutschland als die erste Continental- l rl ?vä) anderen Großstaaten außer England, welches auf seine Vorherrschaft zur See pocht, von einer Intervention abgeschreckt. Im £icfe H^ug Deutschlands zu würdigen wissen, n der russische „Regterungsbote" brachte vor wenigen Tagen eine Note, in .Her hervorgehoben wurde, daß das russische, Volk in seinen Siegen die ^tkn^ienste des Rußland befreundeten mächtigen deutschen Reiches für die russische Sache nicht vergessen möge. Wils. S?s S indem ch Altchen, 1 diesem Ge. freien i,e Ur seit ‘fei "4e> und ” 7' -°b«°den , und sich “Achtle pen Tagen ?!rt w'irden, ’.elcnke nach “ge Bei^pie]e ' dass die- * der Gicht K,jrpertheile reifen, den- te.r Frist zur die Hombur- iweh gezeigt. ' der Mittel Hilfe. Heilmethoden diaft afhcirten res Wohnorts, ■zeugende Be- iben, die zu- gten Einsicht (313 irt a. IW. ne Nr. 15 =| : frisch-- *«*" SlSg : S..Ä» : Der W*' öon && wT Wasser een®0 tehr NUN auch das deutsche Reich in Bezug auf seine q7 , "9 Außen glänzende Erfolge aufzuweisen hat, so wollen die inneren Angelegenheiten desselben doch nicht vorwärts kommen. Freilich sind innere evinem Bundesstaate wie Deutschland nur unter den größten ^.chw.erigkeiten durchzuführen, denn da kann man fast noch immer das Sprüch. ™,DIt ?.1,Se"6cn »Biele Köche verderben den Brei." Wir befinden uns nun aver glücklich unter einem Hute und unter einem Rocke, also müflen auch noch in anderer Rtchtung gleiche oder harmonische Verhältnisse hergestellt werden. Kommentare zu den schwebenden Reformen wollen wir weiter nicht geben, denn mit wenigen Ausnahmen bis zu der am 6. Februar zu erfolgen- aen nrh^!n?i9»et^,lun9 fa|t überflüssig. Erst dann werden authentische Anfra- gen und entsprechende Antworten aus berufenem Munde gegeben. eine 'rc8/-!!'* Preußen hat dem Bundesrathe einen Antrag über en/sneirUe nnN, ®tt,D^ln9 der Tabakssteuer zugehen laffen. Dieser Antrag ausae^-ee 1873 von den Bundesraths-Ausschüssen näl8 bnr. m C" ^er eine erhöhte Tabakssteuer. Handelt es sich tyV an^de^. m m?'^^°ülich° Steigerung der eigenen Einnahmen des Reiches flicken be™ T-r(tan untl insbesondere desjenigen Verbrauchs zu l dem Bedürfnisse der großen Masie der Bevölkerung dient, auf w bes F"3 "! °d"° Schädigung seiner Gesundheit oder seines Er! aeaenllnnd' ‘"n *?'?* bct Tabak als derjenige Verbrauchs- E welcher zuerst ms Auge zu fasten sein wird. Demnach wird । . der Tabakssteuer wahrscheinlich die bedeutsamste Berathungsvor- >?t in 9iei^8t09c fein- - Das preußische Abgeordnetenhaus tresspnb b » ^,en. Woche eine Menge hauptsächlich die Volkswirthschaft be- unhrf*n6P!!t7fteCItbatCnSlnf’ek8en^ilen erledigt, deren Nutzen zwar nicht zu wär. bä*» 1°"? ^er ohne politische Bedeutung bleibt. Eiwähnenswerth e höchstens, daß man die Marpinger Wunderangelegenheit noch einmal in । * Gießen, 23. Januar. 3" den vielen schwebenden Fragen der äußeren und inneren Angklkgenheiten ging es in der letzten Woche mit Schneckenlangsamkeit weiter. Die Friedtnssrage im Orient steht noch fast auf dem alten Standpunkte, indem bis jetzt noch kein vollständiger Gedankenaustausch zwischen dem russischen und türkischen Cabinet stattgcfunden hat, denn die türkischen UnteiHändler dürften kaum seit dem 19. Januar Im russischen Hauptquartiere anwesend sein und TOB 01,8 AükM h-rvorgkht, Rußland mit dem Abschlüße eines Waffenstillstandes auch nicht gar so eilig. Wenn auch Rußland gern Frieden fließen mochte, so Hot es das Woffenglück doch jetzt so entschieden aus seiner Gute, daß es den Türken noch gern einige Schlappen beibringen möchte, um s77'',^77°"E°»handlunge„ die Türkei am liebsten wie einen „abgestochenen Schöps behandeln zu können. Als europäischen Culturstaat müssen wir die Türkei unter allen Umständen aufgeben und da also aus der Türkei für den Erdtherl nichts Gutes kommen kai n, so mag nur recht bald etwas Besseres an die Stelle der Türkei gesetzt werden. Großherzogliches Ministerium des Innern hat dem Stadtvorstand zu Friedberg gestattet, bei Anlaß des im ^Ot,1Cn' ^nd Pfcrdemarktes eine Verloosung von Pferden und andern landwirthschaftlichcn Gegenständen^mittclst 50W Loosen ä l>/2 Mark zu veranstalten und die Loose im Großhcrzogthum abzuseßcn. J ' t00,en Es wird dies hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Gießen, 21. Januar 1878. Großherzogliches Kreisamt Gießen. _______ Dr. B o e k m a n n. zeigen. nädchen, welches hat, auf Osten: nbler Ricker. )t lach em einfach Mmit Kost, für m Preisangabe Crv. d. Sl. <^60 uf doi\ getragenen mden, er, außer Cours Idtmälbtn, Anti- Zinn, Roßhaaren ithenberger, veg 193, Ms zum Löwen" : Rattenpinscher Von wem faßt nstmäkchan Tkm'Mren Stock. F Mädchen vom Antritt gesucht ; Exped. d. Bt * 1 ,ner gesucht von br^der^oh^ l Quartals! bonnwf. Ausgabe. Weniger. Mehr. anschlag. nung. | I 4 Q 88 123 124 125862) 98 “14972| 67 137023 626133) 25 56 102939) 9? 51 95621 46 7318 olgt) 75 76 77 78 79 84 85 87 67 68 71 74 80 81 82 83 94 95 97 98 99 100 112 113 89 90 91 92 93 412125 202847 32 35 416813 21'9319 721754 626133 31 9 4 71 25 129705 137023 73685 63338 05 56 229231 01 125862 98 68997 56865 61 62 63 64 65 66 115 117 118 121 122 19 37 20 78 84895 35 10690 Mntnn gegen den Voranschlag B E s es 614972 67 614972)67 101 101a 102 103 104 105 106 107 108 Wiederholung. Ordentliche Ausgabe....... Außerordentliche Ausgabe Hauptsumme aller Ausgaben . - ist nur schlecht armlrt. Konstantinopel, 22. Januar. Man befürchtet, daß die Truppen unfähig seien, die Hauptstadt zu verteidigen; die Bestürzung ist ungeheuer. — Suleiman Pascha telegraphirt, daß er gestern bei dem Hasen von Kawala eingetroffen sei. wo er seine Truppen auf den erwarteten Transport- 125 schiffen einschiffen werde. m , Athen, 22. Januar. Der türkische Gesandte interpellirte die Regierung über ihr Verhalten gegenüber dem überhandnehmenden Aufstande in der benachbarten Provinz. — Der König hat die Demission des Cabinets an- Lokal-Notiz. Gießen, 23. Jan. Rechenschaftsbericht des Herrn Bürgermeisters «ramm ür 1876. (Fortsetzung aus No. 15.) Summarische ^lebersicht der Einnahmen und Ausgaben der Stadt Gießen für 1876 nebst Nachweisung über die Abweichung gegen die Voranschläge bei den bedeutenderen Posten. ______ Wien, 22. Januar. Das „Neue Wiener Tagblatt" meldet aus Belgrad : Die Serben besetzten Novavarosch; dieselben machten bei der Wieder- Einnahme von Kurschumlje 450 Gefangene. Assim Pascha zog sich auf Novtbaiar zurück. , „ . Konstantinopel, 21. Januar. Die „Agence Havas" meldet: Jzze, Bey, welcher den türkischen Unterhändlern Instructionen überbringt, wonach denselben Vollmachten bezüglich der Friedensbedingungen ertheilt werden, sollte heute im russischen Hauptquartier erntreffen. Suleiman Pascha soll sich mit seiner Armee aus die Äbdänge des Rhodvpe-Gebrrgcs zwischen Philippopel und Drama zurückgezogen haben. Die Verwaltung des Vilayets Adriaüopel ist nach Tschorlu übergesiedelt. Versailles, 22. Januar, Abends. Die Deputtrtenkammer hat be- schloffen, die Budget-Berathung am nächsten Montag zu beginnen. Karlsruhe, 22. Januar. Ueber die von klericaler Seite eingebrachten Anträge auf directe Wahlen für Landtag, Kreisvertretung und Bezirksrüthe, sowie Aufhebung der Bestimmung, wonach die Annahme von Lehrmittel-Unterstützung den Verlust des Wahlrechtes zur Folge hat, ist die zweite Kammer heute zur Tagesordnung übergegangen, nachdem sich die Regierung energisch, gegen die Anträge erklärt hatte. 45 30 71 (Fortsetzung Telegraphische Depeschen. Wagnec'S telegr. Eorrespondenz Bureau. Konstantinopel, 22. Januar. Em osficielles Kommunique der Jour- nale besagt: Behufs Wiederherstellung des Friedens sind Verhandlungen in Kasanlyk angeknüpst. Wenn dieselben scheitern, sind Maßregeln zur Vertheidi- qung bis aufs Aeußerste ergriffen. Die Bevölkerung wird zur Ruhe aufgefordert und soll sich nicht von falschen Nachrichten beeinfluffen lasten. Die Verbreiter falscher Nachrichten werden nach dem Kriegsrechte behandelt. — Die hiesige „Agence Havas ' meldet: Mukhtar Pascha ist gestern nach Tschataldje abgercist, um den Oberbefehl daselbst zu übernehmen. — Die Verhandlungen in Kasanlyk haben erst Montag Mittag begonnen. In Adrianopel sind am Sonntag 12 Bataillone Ruffen eingerückt. Vorn 22. d., Mittags, meldet die Agence Havas" : Die Pforte erhielt gestern Abend ein directes Telegramm Suleiman Pascha's, welches meldet, daß seine Armee sich vollständig durchge- Außlaud. Petersburg, 21. Januar, Abends. Die „Agence Ruffe" erörtert nochmals den Widerspruch, welcher darin läge, wenn die englische Regierung einerseits Rußland das Recht abspräche, direct mit der Pforte über die Be^ bingunaen der Friedenspräliminarien zu verhandeln, während sie andererseits auf diese Bedingungen warte, um von denselben ihre Stellung gegenüber dem Parlamente abhängig zu machen. Solche Vorbehalte von Setten Englands würden von vornherein die Feststellung einer Friedensbasis unmöglich machen, ohne Friedensbasis sei der Waffenstillstand unmöglich und käme ein solcher nicht zu Stande, so würde natürlich der Friedensschluß in die Ferne geruckt. Falls der Versuch, den Frieden herzustellen, scheitern sollte, so würde die Kerantrcorb lichkeit dafür auf England zurückfallen. Chefoo sei suspendirt, bis die Entscheidung der indischen Regierung über ge- w/ffe Handelsfragen eingetroffen sei. Eine Anfrage Cartwrlght's beantwortete Bourke dahin, daß es angesichts der kritischen Lage beabsichtigt fei Schriftstücke betreffend Griechenland vorzulegen. Unterstaatssecretär Lowther bestätigte, dap in Folge von neuen Schwierigkeiten weitere Truppensendungen nach der Eap- Colonic beschlossen worden seien. - Der eingebracht- Adr-ß-ntwurf wurde nach kurzer Debatte angenommen. Im Verlauf der letzteren,sprach Forster fein Bedauern über die Nichtvorlegung der auf Griechenlarch bezüglichen Actenstucke aus und erklärte, Griechenland sei nur in Folge des Einflusses Englands vom Kriege serngehalten. Dillwyn stellte die Anfrage, ob die Königin den Kaiser von Rußland brieflich zur Einstellung der Feindseligketten aufgesordert habe. Schabkanzler Northcote erklärte es für unmöglich, die letzte Frage zu de- antworten, da sie nicht vorher angemeldet sei. Di- russischen Bedingungen seien der Regierung noch nicht bekannt, doch h'be sie Grund zu glaubem daß die von den Morgenblättern veröffentlichten bezüglichen Angaben unrichtig seien. Die Regierung werde unzweifelhaft bald genauere Kenntniß erhalten. Hypoihe. tisch- Debatten seien nicht rathsam. Die Regierung wünsche nicht zweideutig zu erscheinen, doch eine gewisse Reserve sei nothwendig. schlagen habe. , .. Belgrad, 22. Januar. Das amtliche Blatt veröffentlicht em proviso- risches Decret über Einführung serbischer Verwaltung und Gesetze in den befreiten, zur Zeit von serbischen Truppen occupirten türkischen Gebietstheilen. Athen, 22. Januar. Das Ministerium hat nach einer längeren Eon- seils-Sitzung seine Demission gegeben. Der König berief hierauf den Kammer- Präsidenten Augerinos. Man nimmt an, daß Kommunduros den Auftrag erhalten werde, ein dem Kriege zuneigendes Ministerium zu bilden. Konstantinopel, 22. Januar. Ein Telegramm aus Gallipoli meldet, daß ein russisches Corps auf Gallipoli vorrückt. — Hier curstren verschiedene Gerüchte in Betreff der Friedensbedingungen Rußlands. Dieselben sollen jenen ziemlich ensprechen, welche Ende December telegraphirt wurden. Offi- cielle Angaben liegen darüber aber nicht vor. Konstantinopel, 22. Januar. Nach Berichten aus Adrianopel wären die Russen erst am 21. Abends mit 12 Bataillonen Infanterie und 2 Regi- 114 meutern Cavallerie daselbst eingerückt. London, 22. Januar. Die „Nadel der Kleopatra" ist gestern Abend Ordentliche. Grundrenten u. andere ständige Gefälle Landes- und Provinzialsteuern . . . Communalsteuern........ Brandoersicherungsbeiträge .... Kapitalzinsen.........1 Unterhaltung und Kosten der gemein- heitlichen Gebäude ...... Unterhaltung und Kosten der Güter . . „ „ „ „ Waldungen Gemeindenutzung der Ortsbürger . . Kosten der Kirche, der Pfarrhäuser und des Gottesdienstes ...... Kosten der Schulbäuser und Schulen Unterhaltung und Kosten des Friedhofs „ der Straßen, Brücken u. Wege........... Reinigung der Straßen und Plätze . Unterhaltung der Baumpflanzungen an Straßen und Wegen...... Für Straßenbeleuchtung..... Wasserleitungen und Brunnen . . . Bäche und Entwässerungsanstalten . . Unterhaltung der Gemarkungs-, Flur- und Gewann-Grenzen .... Feuerlöschanstalten....... Für Faßetch, Meß- u. Waaganstalten „ Octrot-Verwaltung und Rückvergütung ........... Anschaffung und Unterhaltung des Faseloiehes......... Kosten der Desinfection..... Für den Markt........ „ „ Wasen........ „ die Rettunqsanstalt..... Beitrag zum Einkommen des Reichsbank Agenten ......... Unterstützung Hülfsbedürftiger . . . Für das Ortsholzmagaztn Einquartierungsgelder...... Beiträge zur Kreiskasse...... Wachekosten.......... Werth- und Schadenersatzgelder von Feldstrafen......... Für Feierlichkeiten....... Für den eo. Centralkirchenfonds - Besoldungen.......... Pensionen.......... Diäten und Gebühren...... Büreaukosten......... Gerichtskosten......... Botenlohn und Verkündigungskosten . Zeitungen, Formularten und Buch binderkosten......... Uneinbringliche Posten und Nachlässe Betriebskapital, und zwar baar. - • und indisponibler Ueberschuß vorhergehender Jahre....... Reservefond ........ ; Summe der ordentlichen Ausgabe. . Wien, 22. Januar. Die Lage wird für äußerst ernst erachtet. Allseitig bezweifelt man, daß England ruhig bleiben werde. Die Pforte hat im Ruffen-Lager, wahrscheinlich auf englische Veranlassung, telegraphisch ungefragt, weshalb die Mtttheilung der Bedingungen verzögert wird. Am Montag erschienen russische Truppen zehn Wegstunden nördlich von Gallipoli. Letzteres Abschluß. Die Einnahme beträgt Die Ausgabe......... Verbleibt Ueberschuß' Dieser Ueberschuß besteht: ») in baar, einschließlich deS Betriebskapitals b) in Vorlagen........ c). in Ausständen....... Betrag nach vem Vor ter Rech Außerordentliche. Zurückzuzahlende Kapitalien . . . . Ankauf von Grundstücken ...... Erbauung gemeinbettlicher Gebäude „ von Schulhäufern.... „ von Straßen, Brücken und Wegen......... Beitrag zu den Kosten des UniversttatS- gebäudes ......... Kosten für Baumbeschädigung an der Staatsstraße ........ Kosten der Parzellenvermessung . - • Vergütung für Heu und Grummetgraserlös von dem Theil der Wiese, welcher als Bauplatz für's Justiz gebäude abgetreten worden. __- Summe der außerordentlichen Ausgabe . 754 85 1 725 70 29. 1 5 2300 - 2300 13 — 13 - - 3000 — 2944 88 55 2 500 — 429 21 — — 70 t9 56964 67 57390 20 425 53 — 3065 65 6659 61 3593 96 3857 65 2334 5= — — 1523 10 25481 58 60489 6‘. 35008 01 — 84 91 62 4 — — 22 44 7839 81 4210 11 3629 63 16608 75 17497 0 5 888 2t —- 1908 56 2796 7 rt 888 2' — — 10630 9; 10979 1 0 348 1 — 2569 - 2541 7 5 - - 27 25 1800 - 1779 0 3 — - 20 97 10600 - 10215 3 7 — - 384 63 5899 - - 15862 5 9 9963 5 9 — — 3498 5 7 3257 8 9 — - 240 68 150 - — __ — — — 150 —. 7155 - - 1965 3 5 — - 5189 65 170 - 225 2 3 55 2 3 — — 8461 4 3 9366 7 8 9051 3 5 — — 342 8 6 342 6 - — — — __ — 65 ( )7 65 C )7 — — 840 2 9 906 13 66 4 — — 20 - _ _ — — - 20 — 66 3 6 17 ;5 — 49 01 279 59 279 59 — — 11402 3 5 11008 16 — - 394 19 520 309 73 — - 210 27 10400 — 15955 35 5555 35 — — 4190 - 4335 17 145 17 — — 208 >2 29 50 — - 179 12 85 95 54 10 54 — ---- 1 r 2091 >6 1804 71 — — 287 25 _ - 8349 94 8349 94 — —— 144520 18 143670 84 — — 850 04 1420 - 1420 — — — — —■ 1900 - 3559 04 1659 01 — — ’ 2624 )8 4878 79 2254 71 — — 200 68 75 - — 131 25 1119 84 1136 25 16 41 — — 140 — 329 48 189 48 — _ 1200 — 4218 19 3018 19 — — 17000 — — — — - 1700 ) — 37332 66 — .— — — 3733 l 66 1200 — — — — — 120 2E |412125 321416813 31| 73685 19| 6899 7) 20 | 31142 42 57713 84 26571 42 — — 16994 63 16994 63 — ■ ■ — 1500 — 413 78 — — 108 6 22 ; 33000 — 69614 76 36614 76 — 96727 45 63099 08 — — 3362 8 37 20982 85 — — — — 2098 2 85 _ — 9 — 9 _ — — 1 2500 — 1331 66 — — 116 8 34 — I — 143 19 143 .. - — 202847) 35 209319) 94j 63338) 37| 56865) 78 T 487) ®f mu SRepat«*“*' Abends Gieße« 6N ^6N(lq soll bi, t, der $,tI Sol Mir in 2 z L * iS"* Äboch, am 23 ^ortr?6 n unb kul ÄB "SS SZs dtt 8 Uggrs S&S; Bekai Die auf der Hahn von W IV. Quartal o- fliät reclamirttn 3 bäumrooUei fiirme, 3 S> 7 gewöhnliche IgoldrneBrc ring, 3 Umb 3 Cigarren^ 2 Paar Schu wildlederne i schuhe, 1 Rc tärmlihen, 1 buntes un 2 Pelz-, N 4 rstlzhüte, 4Pl«, ‘ Messer, 2 1 Lrderkoss mit Schach merilderzie! 1 n 1 Serviette können innerhal mäßiger Legitim Lr-waltung in von derselben b Kissel, den 1 Die Betrieb 47t)____deN Zberhesf Mit bem 25. M Sobkntan :'onen und § ^isenbabn vom "«cte Tartssäh. Schmer Jnduftr , Näheres hierü l'chen Güter-Er Wen, den Behai Donnerstag U^der G, 32' T'brv Mt,bietend öer M unb (hCQ utibc vrlraen. ^°bherzogi 8 e f a b Ä o t f i, ^3 Ml 15 13 Gießen, 23. Januar. Bei dem am 22. d. Mts. dahier abgehaltenen Vieh- M . - r w - < . rvn ii . o £. . A AO Ittth 53 96 1523 10 01 22 44 3629 63 ' 15 27 25 59 240 68 65 01 69 35 179 12 10 25 04 131 25 16 41 17000 66 19| 68997] 2d 42 Mohn. 489) (H. 5315.) in Nordhausen. 21 1086 76 9 31 1168 19 143 (478 56865p 22923 12 Raummeter SS«* loE 5 731' kauft 476) Neuenweg. «IS» < 1 150 5189 20 3*4 3’H 210 97 63 07 14 20 49 12 79 19 27 2h 22 01 S 40 1 1 33628 20982 55 70 189148 >018,19 Sckeith., Prügelh., Stockh., Reiser, J 37332 J 1200 04 71 ^gen ben Uschlag weniger. 23 \ 35 Nadelhoz-Stöcke, 21. Januar 1878. Büraermeister: Coln oh 54 - - 287 .Holzverkauf Montag den 28. d. Mts., 294) Das rioglS m meinem NebtNyuufe ist anderweitig zu oermiethen und kann am 1. März bezogen werden. Christiane Küchler. - als besonders schön markte waren 'trotz des schlechten Wetters ausgetrieben: t02Z Stück Rtndvieb und bino-ft.mS-'bLen und J108 Schweine; nächüer Mark, ^ebr. vermischte Anzeigen. 490) Ordentliche Mädchen finden Arbeit hei I. Barnaß, im Adler. Pianisten Ferd. Lebermaiiii Billets ä M.. 1,50. Oberhessische Eisenbahnen. Mit dem 25. d. Mts. tritt der Nachtrag I. zum Kohlentarife zwischen diesseitigen Stationen und Stationen der Rheinischen Menbabn vom 10 Juli v I., enthaltend ;?irecte Tarifsätze für einige Stationen der Ächrner Industriebahn, in Kraft. Näheres hierüber kann bei unseren sämmt- Lichen Güter-Expedttionen erfahren werden. Gießen, den 20. Januar 1878. Großherzogliche Directton. ÄS' Die Absperrung der Stadtbach. 487) Wegen einer, an der Mauer des Stadtringgrabens vorzunehmen- den Reparatur, wird die Stadtbach von heute bis zum 23. Januar Abends abgesperrt. Gießen, den 23. Januar 1878. Großherzogüche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. Bekanntmachung. Donnerstag den 7. Februar L I, Mittags 1 Uhr, W auf dem Rathhause zu Lich die Gemeinde- Jagd in der Gemarkung Lich auf 6 Jahre (nom 7. Februar 1878 bis dahin 1884) meistbietend verpachtet werden. (480 Die Gemarkung enthält 4000 Morgen Feld und circa 3500 Morgen Wald, ist gut accrescirt und an der Oinrhtssischen Bahn gelegen. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich, I. V.: Vogt. öffentlich verkauft werden. Hungen, den 22. Januar 1878. Fürst!. Rentamt: Demme. ebendaselbst Rmtr. 40 Eichen-, Buchen- u. gern. 52,5 „ n v ti 230 „ if n h 27 „ w n n Jag-verpachtmrg. Montag den 18. Fearuar 1878, Nachmittaas um 1 Uhr, soll die hiesige Gemeinde-Wald- u. Feld jagd, auf eine weitere Bestandzeit von 6 Jahren, unter den vorher bekannt gemacht werdenden Bedingungen, in zwei Abthei- lungen, auf hiesigem Bürgermeisterei-Büreau verpachtet werden. Londorf, am 19. Januar 1878. Großherzogl. Bürgermeisterei Londorf. 483) Weber. Jagdverpachtung. Montag den 11. Februar d. I. Vormittags 10 Uhr, sollen die der Stadt und Hospital Butzbach zustchenden Feld- und Waldjagden mit dem 15. Februar leihfälltg, 1065 Hectar haltend, auf die nächsten 6 Jahre auf hiesigem Raih- hause verpachtet werden. (477 Butzbach, den 21. Januar 1878. Großh. Bürgermeisterei Butzbach. Küchel. 326) Lumpen, Werg, Metall rc Louh Rothenberger, Stück Eichen = 44,50 Festmeter, Buche — 0,28 Festmeter und Kiefer von 0.46 Festmeter Inhalt. Sodann Morgens 11 Uhr, Zagdverpachtung. Samstag den 16. Februar l. I., Nachmittags 1 Uhr, soll die hiesige Gemeinde-Wald- und Feldjagd auf 6 Jahre anderweit unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf dem hiesigen Bürger meisterei-Büreau öffentlich verpacktet werden Keffelbach, am 14, Januar 1878. (375 Großherzogl. Bürge, meisteret Keffelbach. 'Becker. um 1 Uhr, soll nachbezeichnetes Holz aus dem Gemeinde- Wald Launsbach im Locale des Wirths Pfaff zu Launsbach versteigert werden: 63 Eichenstämme — 35,25 Festmeter, 14 Nadelholzstämme — 1,97 Festmeter, 39 dergleichen Stangen I. — ML Klasse, Eichen- und Nadelholz, Derbholz, Laubholzs und Nodelholzi-Reiser, Bekanntmachuilg. Die auf der Strecke der Main Weser- Bahn von Cassel bis Frankfurt a. M. im 1V. Quartal v. I. gefundenen und bis letzt sticht reclamirten Gegenstände, als: 3 baumwollene und 10 seidene Regen säirme, 3 Sonnenschirme, 4 Rohr- und 7 gewöhnliche Stöcke, 1 wollene Decke, 1 goldene Broche, 1 Medaillon, 1 Ohrring, 3 Umhänge- und 2 Handtasche«, 3 CtgarrewEtuts, 2 Paar Stieseln, 2 Paar Schuhe, 1 Tabackspfeife, 1 Paar wildlederne und 2 Paar Glacehandschuhe, 1 Rolle Zeichnungen, 3 Milt- tärmützen, 2 bunte Taschentücher, 1 buntes und 1 schwarzes Wollentuch, 2 Pelz-, 3 Tuch- und 2 seidene Mützen, 4 Filzhüte, Botanisirbüchse, 1 Album, 4 Plaid's, 1 Damenmantel. 1 Taschen messer, 2 Reisetaschen, 1 Trompete, 1 Lederkoffer, 1 Kopftuch, 1 Damenhut mit Schachtel, 2 Jagdstühle, 1 Som- merüberzieher, 3 seidene Halstücher, 1 Paket mit Socken, 2 Reißschienen, 1 Serviette und ein Kinderjaquet, können innerhalb Jahresfrist bei ordnungsmäßiger Legitimation bet der unterzeichneten tie.waltung in Empfang genommen bezw. von derselben bezogen werden. Cassel, den 18. Januar 1878. Die Betriebsmaterialien Vermattung 472) der Main-Weser-Bahn. wurde der Farbe des Auges jeder phystognomische Werth abgesprochen. Bezüglich der ästhetischen Bedeutung derjenigen Farben, welche unser Schönheitsgefühl ganz besonders befriedigen, lasse sich nur sagen, daß alle Rationen, welche eine ausgesprochene Vorliebe für lichtreiche grelle Farben besitzen, in der Regel das dunkle Auge bevorzugen, während mit einer Neigung für lichtschwächere, gedämpftere Farben mehr eine Vorliebe für blaue Augen verbunden ist. Dann wird gezeigt, daß das Feuer, der Glanz des Auges, welcher von der Reflexion der auf die Hornhaut auffallenden Lichtstrahlen herrührt, erst durch die Bewegung der Lider und der Augen seine ästhetische und phystognomische Bedeutung gewinnt Nun wird noch darauf aufmerksam gemacht, daß auch die beiden Augen eines Paares in Form, Farbe und Bewegungsfähigkeit übrreinftimmen müssen, wenn sie unseren ästhetischen Ansprüchen genügen sollen. Hierauf werden die Bedingungen für die phystognomische Bedeutung des Auges ausetnandergesetzt; und zum Schluß noch der Behandlung und Darstellung des AugeS in den schönen Künsten gedacht, namentlich werden die Gesetze und Kunstgriffe erwähnt, deren sich die hervorragendsten Meister bedienten, um den Augen den gewünschten Ausdruck in wirksamster Weise.zu verleihen. Dieser in hohem Grade interessante Vortrag wurde unterstützt durch das Vorzeigen einer Anzahl von schönen Gypsabgüssen antiker Köpfe und von vorzüglichen Photographien berühmter Gemälde. Gießen, 23. Januar. Vergangenen Sonntag fand der dritte wissenschaftliche ^ortraa im Clubsaale statt. Herr Professor Sattler sprach über „das Auge in seinen Zstbetiscken und kulturgeschichtlichen Beziehungen". Er führte aus, daß es wesentlich 'drei Faktoren seien, nach welchen wir den ästhetischen Werth des Auges schätzen konnten, 1tme ’bwt PunN-"wurd(N nunter Reihe uad. einer einge&enben Betrachtuna .imfmMon der Form wurde gesagt, daß es nicht die Form des Augapfels ist, die un?bier inNressirt, sondern de/Schnitt der Lider und die Größe der Lidspalte ««WÄe, bte“taa groben Th-il des Auges feljen lägt gelte als Pht/nnn ben Cardinalickönbeilen des Auges; doch solle dieselbe nickt durch eine lang bs^üna beileibe® fonbern durch eine große rundliche Wölbung der L ben Jagdverpac htu ng. Mittwock dm 6. Februar, Vormittags um 10 Uhr, soll die der Gemeinde Alboch zustehende Jagd in 2 Abteilungen auf sechs Jabre auf der unterzeichneten Bürgermeisterei öffentlich meistbietend verpacktet werden. Alback, am 22. Januar 1878. (488 Großherzogl. Bürgermeisterei Albach. Schäfer. Concert - Anzeige. Donnerstag den 24. Januar, Abends 7 Uhr, im Saale des Hotel EINHORN: <1