Däh„e. tr' cassel.) *’’« »to Ott» Jfo. 168. Dienstag, den S3 Juli 1878. Aichener Wizciger Anicigk- ul XmteMtttt fit itu Kreis Gießen. Redaetion-bureaur Gartenstraße L. 165. ExpedMonSbureaur Schulstraße 8. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. einen genuß: rs- Aulebens- n. Serie* GJ.J)aube L C. Berl- ast. nburg, Beistand. en. 1 Turnhalle nach urnwart. rtem). 8t aus Dresden. 8 I. Christ, der ves Organisten und An unsere Leser in der Stadt Gießen. Vielfache Beschwerden Seitens unserer Abonnenten, sowie verschiedene Unzuträglichkeiten bei der seitherigen früh Morgens erfolgten Ablieferung unseres Blattes, veranlaßt uns, den „Gießener Anzeiger" anstatt Morgens schon des Abends vorher in hiesiger Stadt austragen zu lassen. Wir ersuchen deshalb unsere geehrten Abonnenten, uns sofort Anzeige machen zu wollen, wenn ihnen der Anzeiger nicht Abends zugestellt werden sollte. Mit dieser Aenderung verbinden wir zugleich die Bitte, alle Anzeigen, welche in dem am Abend erscheinenden Blatt Aufnahme finden sollen, bis spätestens 10 Uhr Morgens bei der unterzeichneten Expedition einreichen zu wollen. Die Aptditm des Gießener Anzeigers. Schulstraße. Amtlicher Hßeit. Bekanntmachung. Nach einer Mittheilung des Kommandos des Großh. Hessischen 2. Infanterie-Regiments Nr. 116 finden am 24., 25., 26. und 27. Juli, Vormittags von 8 bis 12 Uhr, Gefechtsschießen und am 30. Juli, Vormittags von 8 bis 10 Uhr, Prüfungsschießen statt. Das Feuer wird von der Lahn her über die sogenannte Wismarer Schafweide gegen die Teufelsberge gerichtet. Zur Verhütung von Unglücksfällen sind die Teufelsberge zu der bemerkten Zeit nicht zu betreten und es wird der Weg von Wismar nach Salzböden, sowie die. Straße von Wismar nach Ruttershausen abgesperrt. ,, , n Es wird dies mit dem Bemerken bekannt gemacht, daß den Anordnungen der aufgestellten militärischen Sicherheitsposten unbedingt Folge zu leisten ist. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien haben in den betreffenden Gemeinden noch besondere Bekanntmachung dieserhalb zu erlaffen. Gießen, den 20. Juli 1878. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann._____________________________ " " Gießen, den 21. Juli 1878. Betreffend: Die Verwerthung der Sterbfallszählkarten für die Ermittelung des Gesundheitszustandes. Das Großherzogliche Kreis-Gesundheitsamt Gießen an die Großherzoglichen Standesämter Beltershain, Beuern, Ettingshausen, Garbenteich, Klein-Linden, Lauter, Lumda, Mainzlar, Münster, Nieder-Besflngen, Odenhausen, Reiskirchen, Rodhcim a. d. Horloff, Staufenberg, Stockhausen, Watzenborn. Wir erinnern Sie an sofortiae Einsendung der SterbfallsMkarten und Todesz-ugnifl- aus den beiden letzten Monaten. Dr. Glasor. len mm Abonnement t der Anstalt zur . für die Zcbub J6 von 10 W an Sonn-und Sours .. n Kgi UhtungsvöU 5chey^- id-sÄ Molilisch Die Socialdemocratie im Königreich Sachsen. Die Socialdemocraten weisen mit Vorliebe aus die Thatsache hin, daß die Zahl der Anhänger ihrer Weltanschauung gerade in den Gegenden am bedeutendsten sei, in welchen die höchste und allgemeinste Volksbildung herrsche. So ist das brave und gemüthltche Königreich Sachsen im letzten Jahrzehnt seiner harmlosen politisch-socialen Stellung entriffen worden und hat sich als der Hauptherd der deutschen Socialdemocratie entpuppt. Es mag vielleicht salsch sein, diese Thatsachen auf ein „einiges" Sachsen zu beziehen, denn man kann in socialer Beziehung 1) das patriotische Letztg mit seinem Bezirk, 2) das höfische und von fremden Elementen erfüllte Dresden und Umgegend, sowie 3) die zahlreichen Arbeiterdistricte nicht scharf genug trennen. Jedenfalls find die Verhältnisie in Sachsen hochtntereffant und lasten wir nachfolgend eine gewerkveretnliche Stimme aus einem „socialen Brief aus Sachsen" sprechen: Unser Ländchen gilt als Herd der Socialdemocratie, weil fast ein Drittel unserer Reichsboten dieser Partei angehört; daher mag es kommen, daß man bei uns jedes Mittel gut zu heißen scheint, welches der Haß gegen die Anhänger Bebel's und Liebknechts eingibt. Sechsen war wohl das erste Land, wo man die Arbeiter, welche sich zur Socialdemocratie bekannten, ja nur socialistische Blätter lasen und Volksversammlungen besuchten, entließ. Die Arbeitgeber haben sich bei uns leider nie groß um das Wohl ihrer Arbeiter gekümmert, sondern sie nur möglichst ausgenutzt und dann heimgeschickt, wenn die Geschäfte schlecht gingen. Dieser Umstand hat den Soctalismus groß gezogen, denn jedes Versprechen, das auf Besterung des Looses der Arbeiter und aus die Machtbeschränkung der Fabrikherrn hinauslies, sand in den niederen Volkskretsen williges Gehör. Wenn die Arbeitgeber dies einsehen und mit dazu beitragen wollten, ihre Arbeiter bester zu pellen, so würde den Socialtsten eine Hauptwaffe entzogen werden. Statt dessen glaubten die Herren Fabrikanten die jetzige arbeitslose Zeit benutzen zu können, um diktatorisch aufzutreten und ihren Arbeitern selbst andere Ueberzeugung aufzudrängen. Wollte man glauben, daß diese Maßregelungen nur die Socialdemocraten allein träfen, so würde man irren, denn viele unserer reichen Großindustriellen N leider so schlechte Politiker, daß sie Socialdemocratie und bürgerliche Democratte nicht unterscheiden können und vielleicht kein Bedenken tragen würden, er P y ei l. einen Gewerkvereinler ebenfalls als Anhänger der Socialdemocratie zu verdächtigen. Wenn selbst die Mitglieder des Stadtrathes in Döbeln noch nicht einmal diesen Unterschied kennen, wie soll man es da einem nur kaufmännisch gebildeten Fabrikanten zumuthen? Die Socialdemocraten sind wieder sehr rührig; sie stellen fast in allen Kreisen Sachsens wieder Candtdaten auf, forctren aber die Agitation besonders dort, wo sie die meiste Aussicht auf Erfolg haben. Leider hat sich unser Spteß- bürgerthum durch die Furcht vor den Socialdemocraten so in das Schlepptau nehmen lassen, daß es meist mit den Conservattven sraternisirt. Von letzteren haben die Arbeiter allerdings nichts zu erwarten, den sie taxiren den Menschen nicht nach seinem wahren Werth, sondern nur nach der Länge seines Stamm- baumes oder der Größe seines Geldbeutels. In Chemnitz sieht es mit den Arbeiterverhältntssen trübe aus. Hunderte von Arbeitern haben noch keine regelmäßige Beschäftigung und muffen auf kärgliche Weise ihr Leben fristen. Wenn der Winter nicht bessere Zeiten bringt, so wird der Hunger vor mancher Thür Wache stehen. Die Kohlenpreise sind jetzt so niedrig, daß die Werke nur mit geringem Gewinn arbeiten können. Die Folge davon ist, daß die Arbeitslöhne herabgesetzt werden. Während in den Blüthejahren 1872—1874 mancher Hauer 30 Mark pro Woche verdienen konnte, vermag er es jetzt bet allem Fleiß kaum' auf die Hälfte zu bringen. Die Aussichten sind in jeder Hinsicht unerfreulich. Deutschland. Berlin. Eine nicht uninteressante Information bringt das „Deutsche Montagsblatt." Danach hätte Lord Beaconsfield die Convention betreffs Cyperns nicht an die Olffentltchkeit gelangen lassen, ohne zuvor rechtzeitig, ja sogar zu allererst den französischen Congreßbevollmächttgten Mitthetlung von dem Inhalt des Traktats gegeben zu haben, den das Cabinet von St. James unterm 4. Juni mit der Pforte abgeschlossen hatte. Lord Beaconsfield erkannte sehr wohl das Mißliche, welches in der Einleitung dieser Separatverständigung zwischen England und der Türkei für einen Staat wie Frankreich liegen mußte, dessen Handels-Interessen in der Levante bisher von allen seefahrenden Nationen die bedeutendsten waren. Der englische Staatsmann erklärte Herrn Waddington, habe sich mit Rücksicht auf Frankreich geweigert, auf das ihm von deutscher Seite gemachte Anerbieten einzugehen, Egypten für England mit Beschlag zu belegen. Angesichts der russischen Ansprüche aufJBatum sei aber die Besetzung von Cypern das Mindeste, was England zur Sicherung seines Handelsweges nach Indien thun könne. Da es nun der Regierung der Königin Victoria nicht darum zu thün sei, durch Besetzung Cyperns französische Interessen zu schädigen, wolle England der Republik einen Beweis seiner guten Gesinnungen geben, indem es sich anheischig mache, einer französischen Besitzergreifung der Regentschaft poti Tunis allen erdenklichen Vorschub zu leisten. Herr Waddington nahm diese Erklärungen zwar mit Dank, aber mit jener Reserve auf, welche der republikanische Statlksrnann allen solchen Anerbietungen gegenüber festzuhalten für unumgänglich erachtete. Er sagt wörtlich: „Je veux revenir i Paris les mains nettes I“ Damit waren die Compensativns-Verhandlungen zwischen Frankreich und England beendet. Berlin, 18. Juli. Heute ist die Tabaks-Enquete-Commission zur ersten Sitzung zusammengetreten. — Die Worte des Staatsanwalts Tesiendorf bei Verurtheilüng eines^!7jäh- rigen Burschen wegen Majestätsbeleidigung sind in der Fülle des täglichen Stoffes unbeachtet vorüber gegangen, sie verdienen aber sehr wohl eingeprägt und verbreitet zu werden. Hier in dem angegebenen Falle konnte die Socialdemokratie nicht sagen, daß der Verbrecher sie nichts angehe, denn dieser erst 17 Jahren alte Mensch erzählte mit einem gewissen Triumph vor Gericht, daß er seit 2 Jahren sociäldemokratische Versammlungen besuche, und die That seines Freundes Nobiling nur billigen könne. Der Staatsanwalt schloß seine Rede mit folgenden Worten: „Die sociäldemokratische Preffe hat aus diesem Proceß Anlaß genommen, die Jahre der Verhaftung, welche erkannt sind, herauszurechnen und Verdächtigungen der Gerichte daran zu knüpfen; sie hätte lieber eine Berechnung anstellen sollen, wie viel von diesen Strafen, wie viel von dem dadurch angerichteten Unheil auf das Konto der socialdemokcatischen Agitatoren zu setzen ist." — Zur Ausführung des Gesetzes, betr. die Gewährung einer Ehrenzulage an die Inhaber des Eisernen Kreuzes von 1870 bis 1871, vom 2. Juni 1878, hat der Kriegsminister unterm 3. Juli d. I. Folgendes bestimmt: „Die Ehrenzulage ist monatlich postnumerando zahlbar. Die Zahlung derselben erfolgt durch die Corpszahlungsstellen, und zwar an alle Empfangsberechtigte, so weit dieselben Militärpersonen des Friedensstandes sind, unter Vermitltung der zu ständigen Truppenkaffen, an alle übrigen Empfangsberechtigte unter Vermittlung der Kaffen der Ortsbehörden bis einschließlich der Regierungs- rc. Hauptkaffen. Die Zahlung ist nur zu leisten gegen Vorzeigung eines die Empsangsberechtt- gung bescheinigenden Legittmations-Attestes und gegen Aushändigung einer vollständigen über die Zahlung des Betrages aus der betr. Corpszahlungssteüe lautenden Quittung, auf welcher die Unterschrift und das Leben, sowie der Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte des Empfängers durch den Truppentheil, bezw. die Ortsbehörde bescheinigt ist. Behufs Erlangung dieses Legitimations' Attestes haben sämmtliche nach dem vorstehenden Gesetze zum Empfange der Ehrenzulage berechtigten Inhaber des Eisernen Kreuzes von 1870 bis 1871, und zwar so weit dieselben zu den Militärpersonen des Friedensstandes gehören, auf dem militärischen Dienstwege, alle übrigen durch Vermittlung derjenigen Bezirkscommandos, in deren Controlbezirk ihr Wohnsitz belegen ist, die Befitz- zeugnifle über die zum Bezüge der Ehrenzulage berechtigenden Dienstauszeichnungen unter Namhaftmachung der Kasse, aus welcher sie die Zulage zu erheben wünschen, den Generalcommandos ihres Corpsbezirks einzureichen. Empfangsberechtigte, welche ihren Wohnsitz außerhalb des Militärverwaltungsbereiches von Preußen haben, reichen ihre Besttzzeugniffe den ihnen nächstgelegenen Bezirkscommandos ein. Welche nichtpreußischen Dienstauszeichnungen dem preußischen Militärehrenzeichen 2. Klasse gleichzuachten sind, wird nach Maßgabe der Be stimmung in § 2 des Gesetzes besonders bekannt gemacht werden. Die Generalcommandos stellen nach Prüfung der Besttzzeugniffe bei Rückgabe derselben jedem Empfangsberechtigten ein Attest dahin aus: daß der (Name, Titel, Wohnort) auf Grund der vorgelegten Besttzzeugniffe über die (zu bezeichnenden) Dienstauszeichnungen zum Empfange der Ehrenzulage von 3 Mk. monatlich nach Maßgabe des Reichsgesetzes vom 2. Juni 1878 berechtigt ist. Empfangsberechtigte, welche ihren Wohnsitz wechseln und demgemäß die Zulage aus einer andern als der ursprünglich namhaft gemachten Kaffe zu erheben wünschen, haben dies bebufs der erforderlichen Uebertragung der Intendantur desjenigen Corpsbezirks, in welchem sie ihren bisherigen Wohnsitz gehabt, anzuzeigen bezw. durch die Ortsbehörden anzeigen zu lassen. Geht ein Empfangsberechtigter in's Ausland, so wird die Zulage von derjenigen Intendantur zahlbar gemacht, in deren Bezirk er zuletzt seinen Wohnsitz gehabt und die Zulage empfangen hat." Berlin, 20. Juli. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Wie zuverlässig verlautet, gedenkt der Kaiser, sobald es die Witterung irgend gestattet, seinen Aufenthalt in Babelsberg zu nehmen. Darüber hinaus, namentlich über eine etwaige Kur in Teplitz und Gastein, sind noch keinerlei Entschließungen gefaßt, welche wesentlich von der Genesung des Kaisers, besonders von der Zunahme seines Kräftezustandes, abhängen dürsten. — Die „Nordd. Allg. Ztg." bemerkt gegenüber der Meldung verschiedener Blätter aus Kiel über das den Untergang des „Großen Kurfürsten" betr. Urtheil der Havarie-Commission, zur Richtigstellung, daß hier die bezüglichen Verhandlungen noch nicht eingegangen und jene Mittheilungen daher, im Falle sie richtig seien, nur auf einen Act der Jndiscretion beruhen könnten. Dieselbe sei jedoch insofern bedeutungslos, als erst auf Grund dieser Voruntersuchung das weitere gerichtliche Verfahren eingeleitet werden könne. JSerlin, 20. Juli. Der Kaiser hat heute Nachmittag um 3 Uhr die erste Spazierfahrt unternommen. Kiel, 20. Juli. Die Nachricht mehrerer Zeitungen von der Freisprechung der bei der Katastrophe des „Großen Kurfürst" betheiligteu Officiere durch die Havarie-Commission ist unrichtig. Die Havarie-Commission hat lediglich ein technisches Gutachten erstattet. Daffelbe liegt gegenwärtig dem Stations-Ches vor und geht dann an die Admiralität. Authentisches ist über den Inhalt des Gutachtens nicht bekannt. Hesterreich. Wien. Die „Neue Fr. Pr." schreibt bezüglich der Abtretung Cyperns: Unwillkürlich fragt man sich: Haben die russischen Staatsmänner um den englisch-türkischen Vertrag gewußt oder werden sie davon überrascht? Haben Beaconsfield und Salisbury chre „edlen Freunde Gortschakoff nnd Schuwa- loff betrogen oder haben sich beide Theile vorher verständigt und wie die Auguren über einander gelacht, wenn sie anscheinend heftig wegen Sophias und Datums stritten? Jedenfalls weiß jetzt die Welt, warum Beaconsfield den Erfolgen Rußlands so geringen Widerstand entgegensetzte. Er hatte bereits seinen Gewinn in der Tasche, er besaß, was er daheim vor dem Parlamente braucht, um sich und seine Politik zu rechtfertigen. England, das eben erst die Transvaal-Republtk in Afrika confiscütte, macht auch in der orientalischen Frage sein Geschäft. Der Sultan willigt, zum Dank für die Garantie, die England fortan der verstümmelten Türkei gewährt, in eine neue Amputation, er überläßt England die Insel Cypern. Wo einst die Lusignan geherrscht, wo Katharina Cornaro gewandelt, dort werden künftig die Rothröcke Schildwacht stehen. Cypern ist ein reiches, fruchtbares, blühendes Land und ein unschätzbarer Posten für die Vertheidigung des Suez-Canals. Lord Beaconsfield hat Romane geschrieben, aber er ist kein Romantiker. Mit Idealen giebt er sich nicht ab, er will etwas Greifbares, Praktisches. Eine Insel von hundertdreiundsiebzig Quadratmeilen mit hundertfünfunddreißigtausend Einwohnern, ist ein ganz hübscher Bissen, und den ächten Cyperwem als „inländisches" Gewächs betrachten zu können, wird dem englischen Nationalflolz nicht wenig schmeicheln. Die sittliche Entrüstung der Presse über Beaconsfield's Verhalten auf dem Congresse wird jetzt plötzlich verschwinden; ein Staatsmann, der das Reich vergrößert, wird in England immer mit Beifall belohnt. Wer ein Stück Land als Geschenk mitbriugt, den feiert die Menge leicht, ohne zu fragen, wie es erworben worden. Wien, 20. Juli. Die „Polit. Corresp." meldet aus Konstantinopel von heute: Mit Rücksicht aus die Verhandlungen mit Griechenland wegen der Grenz-Rectification hat der Ministerrath beschlossen, einstweilen die für Volo bestimmte zweite Truppen-Expedition nicht abzusenden. — Die internationale Consular-Commission für die Enquete im Rhodopezebirge reist morgen dahin ab. — Die türkischen Behörden in Macedonien verlangen wegen der revolutionären Agitation Truppenverstärkungen. — Dieselbe Correspondenz meldet aus Bukarest von heute: Die Gehirnerschütterung Bratiano's (welcher aus dem Wagen stürzte) dürfte den ernstesten Ausgang nehmen. Auch mehrere Souveräne haben ihr Beileid auf telegraphischem Wege ausgedrückt. Arankrcich. Paris, 20. Juli. Marschall Mac Mahon verläßt heute mit seiner Frau und Tochter Paris, um einige Tage tn Trouville zuzubringen. St. Etienne, 20. Juli. 700 Arbeiter der Färbereien striken und verlangen eine Erhöhung ihrer Löhne. Valenciennes, 20. Juli. Der gestrige Tag verlief ruhig. Die Zahl der Strikenden beläuft sich auf ungefähr 9000. Es ist Hoffnung vorhanden, daß dieselben nächste Woche die Arbeit wieder aufnehmen werden. England. London, 20. Juli. Die von Hartington im Unterhause angekündigte Resolution wird die Genugthuung darüber aussprechen, daß die Unruhen im Orient durch den Berliner Vertrag beigelegt worden, ohne daß es von Neuem zum Kriege gekommen sei, sowie daß einigen Völkerschaften der Türkei Freiheit und eine selbstständige Regierung bewilligt worden sei. Die Interpellation wird aber zugleich bedauern, daß den Reclamationen Griechenlands nicht mehr Folge gegeben worden und daß England, indem es allein die Garantie für die der Pforte verbleibenden Territorien übernommen, damit zugleich sich Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten ausgebürdet habe, ohne daß ein Mittel angezeigt fei, denselben nachzukommen und ohne zuvor die Genehmigung des Parlaments einzuholen. Die Besprechung der Resolution findet voraussichtlich am 29. Juli statt. — „Times" und „Daily Telegraph" wollen wissen, daß die Discussion über die Resolution Hartington's am 25. Juli beginnen und voraussichtlich bis zum 29. Juli dauern werde. Die regierungsfreundlichen Mitglieder beider Häuser geben am 27. Juli im Carlton-Club ein Banket zu Ehren Lord Bea- consteld's und Lord Salisbury's. WusMnd. Petersburg, 20. Juli. Das Amtsblatt veröffentlicht drei Ukase vom 19. Juli, betr. die Annahme des aus Gesundheitsrücksichten eingereichten Ent- laffungsgesuchs des seitherigen Finanzministers Reutern, die Ernennung des Reichsgeneral-Coutroleurs Greigh zum Finanzminister, ferner die Ernennung des Directors der Reichskanzlei, Ssolsky, zum ReichsgeneralControleur und des Staatssecretärs Peretz zum Director der Reichskanzlei. Ein Handschreiben des Kaisers verfügt die Verleihung des Andreas-Ordens an Reutern und gedenkt der ausgezeichneten Verdienste desselben, namentlich um die Herstellung des großen Eisenbahnnetzes, sowie des Gleichgewichtes im Budget, welches dem Lande die Bestreitung der beträchtlichen Kosten des jüngsten Krieges ermöglichte. — Das -,Journal de St. Pätecsbourg" publicirte gestern den Berliner Vertrag und beginnt heute mit der Publication der Sitzungsprotokolle. Türkei. Konstantinopel, 20. Juli. Die Verhandlungen bezüglich des Rückzuges der russischen Truppen nehmen guten Fortgang. — Die Engländer auf der Insel Cypern haben angefangen, das alte Fort Famagusta auszuräumen. leirgraphische Depeschen. Wagner'- telegr. Lorrespondenz-Bureau. London, 21. Juli. Auf einem gestern in Bermondsey abgehaltenen Meeting der Liberalen erklärte Gladstone, er lehne es ab, die Führung der liberalen Partei wieder zu übernehmen und sprach sich dann sehr entschieden gegen die Art und Weise aus, wie das britische Volk seit einiger Zeit regiert werde. Kein despotischer Staat in Europa hätte es gewagt, wie das jetzige Cabinet zu handeln, das eine bedeutende Verantwortlichkeit ohne Wissen des Volkes übernommen. Die Liberalen seien weder Freunde der Russen, noch der Türken, sondern überhaupt Freunde aller unterdrückten Völkerschaften. Gladstone ver- urtheilte heftig das Regiment der Pforte und hob hervor, die liberale Partei hätte stets darauf bestanden, der Situation durch das gefammte Europa und nicht durch einen einzelnen Staat abzuhelfen. Der Redner kritistrte ferner den Berliner Vertrag und tadelte lebhaft, daß England der Abtretung Bessarabiens an Rußland zugestimmt hätte. Rußland hätte übrigens das Recht auf eine große Kriegsentschädigung behalten und könne hieraus zu jeder Zeit den Vorwand zu einem neuen Kriege ableiten. Der Berliner Vertrag zerstöre die Un- 21. Juni: 22. Mai 28. Juni: 1853, 18. Februar: Loka l-N o t i z 1. Januar 1873. 1878, 11. Mai: üene holl. Vollhäringe Montag, Mittwoch und Freitag, ° von 9 Uhr an. Carl Ockel. 4467) (3092 billigen Preisen. 3729) 1848, 1849, 1850, 1850, 1852, 1867; 1868, 10. Juni: 1862, 18. December: 1863, 24. December: 1865, 14. April: 1866, 6. April: lief ruhig. DieZch Hoffnung vorhanden, werden. Bildhauerei u. Marmorgeschäft Oberbrecheiij (Station der Hess. Ludwigsbahn, Strecke Limburg a. d. Lahn — Frankfurt a. M.). hi heute mit seiner Bringen. -Mu ffriken und vertreten. Paris, 21. Juli, Nachmittags 4 Uhr 20 Mtn. Der Strike in Anzin dehnt sich weiter aus und bedroht das ganze Kohlenrevier daselbst. Die Ordnung ist indesien nicht gestört. Man hofft, daß die morgen stattfindende Versammlung der Verwaltungsräthe der Compagnie eine Lösung herbetführen werde. erhaufi angekündigik >aß die Unruhen im daß es von Nm der Türkei Mi Die JnterpellM chenlands tntyt mein die Garantie für bii ^gleich sich Verpslch ein Mittel anzeztz ehmigung des Paü- )et voraussichtlich am 1878, 2. Juni: Dies ergiebt aus dem Wege schaffen sollte- Ein ungarischer Schneider, Namens Bilzens, verwundet dm Kaiser Franz Josef in Wien schwer am Kopfe. In den italienischen Kankmern wird angezetgt, daß ein Meuchelmordversuch auf Victor Emanuel gemacht würde. Mordversuch auf Napoleon III, als er eben das Opernhaus betrat. Ferdinand Karl III., wird von einem Unbekannten durch einen Stich in den Unterleib getödtet. Giovanni Pianort, feuert in Paris auf Napoleon III. Frenkes wird verhaftet, als er auf die Königin Isabella von Spanien feuert. Der Soldat Agesilao Milano bajonnettirt Ferdinand II. von Neapel. Barnelettt, Hibaldo und Hillo kommen von London nach Paris um Napoleon III. zu ermorden. Orsini und Genossen warfen Bomben auf Napoleon III. als dieser sich auf dem Wege zur Oper befand. Der Student Becker feuert in Baden-Baden zwei Mal auf dm König Wilhelm von Preußen ohne ihn zu treffen. Der Student Dossius feuert in Athen auf die Königin Amalie von Griechenland. Vier in London angekommene Verschwörer, welche es auf Napoleon III. abgesehen hatten, werden verhaftet. I. Wilkes Booth erschießt den Präsidenten der vereinigten Staaten Nordamerikas Abraham Lincoln. Der Russe Karakasow wird durch einen Bauern an der meuchlerischen Ermordung des Zaren Alexander in St. Petersburg verhindert. Mordversuch des Polen Berezmsky auf den Zaren Alexander im Boulogner Wäldchen bet Parts während einer Truppenschau. Fürst Michael von Serbien wird von den Brüdern Radwatowitsch empfiehlt (4196 Ga- Wilh. Weidig. Handel und Verkehr. Frankfurt, 20. Juli. Der heutige Heu- und Stroh-Markt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität^ 1.80—2.40, Stroh per Gentner X 1.70—2.20, Butter im Großen das Pfund 1. Qual. X 1 15,—20 2. Qual. X 1—1.10, im Detail 1. Qual. X 1.40, 2. Qual. 1.15—20. Eier das Hundert X 4.70—5.60. Fleischpreise: Ochsenfleisch per Pfd. 70—75 Kuh- u. Rindfleisch 55—64 Kalbfleisch 60—70 H, Hammelfleisch 55—68 H, Schweinefleisch 70—75 Speck X —, Erbsen, geschälte (per 100 Kilogr) 28—33 X, ganze Erbsen 24—28 X, Bohnen 25—28 X, Linsen 28—36 X Kartoffeln, nme 6—6.40. — Buchenscheitholz per Quadrat - Meter erste Sorte 11.05, zweite Sorte X 9.80, Tannenscheitholz erste Sorte X 7.90, zweite Sorte X 6 80. , daß die Discussm :nb voraussichtlich bien Mitglieder beiber zu Ehren Lord 23ea= Gießen, 22. Juli. Durch das Umfallen des Wagens verunglückte gestern auf 1OÄ Robert Pase, ein Exleutenant der Armee, versucht die Känigtn Victoria meuchlerffch zu ermorden. 24. September: In Marseille wird eine Höllenmaschine gefunden, die Napoleon III. 26. November: Versuch zur Ermordung des Herzogs von Modena. Angriff ayf den Kronprinz von Preußen bet Minden. Der Arbeiter Sefloge feuert auf Friedrich Wilhelm IV. Zwiebelkuchen Dienstag, Donnerstag und Samstag, 4414) Morgens um 9 Uhr frisch, bei Fr. Hennings, Seltersweg. 4408) Kommode, Wasch - Schränke Bettstellen und Rolläden empfiehlt zu den billigsten'Preisen Justus Heck, Schreinermeister. ’Ä Ni« > °r bm di ’ dki „i/rltbie * fcÄ« ft ®on8tcne Z's: W’i »ie ks tt> Ä Mwttaojief tte0en bte fut yie 'lifeinationlit morgen dG »'S« der tewlutio, Iponbenj meldet auj aui dem 9 mehrere Souveräne abhängigkeit und die Integrität der Türkei. Für die Convention vom 4. Juni gebe es nur ein Beiwort: die Convention sei eine Abmachung ohne Sinn und Verstand. Kein einziger großer Staatsmann der letzten 40 Jahre hätte ein derartiges Actenstück unterzeichnet, das eine Schande für England sei. England habe Beffarabien an Rußland verkauft, dir Eroberungen der Montenegriner dem österreichischen Egoismus, die Griechen der Türkei preisgegeben. Gladstone sprach schließlich die Hoffnung aus, daß die Stunde kommen möge, in der das Volk über das gegenwärtige Gabinet sein Urtheil fälle. — Gestern sand in Greenwich unter dem Vorsitze Forster's das jährliche Banket des Cobden-Clubs statt. Forster brachte einen Trinkspruch auf den Club aus und knüpfte daran eine Rede, in welcher er die Convention mit der Türkei auf's Heftigste angriff. Die britische Regierung, welche die Geheimverträge verurtheilt habe, habe jetzt solche selber geschloffen und trotz ihrer der Türkei gegenüber befolgten Politik, daS Proteciorat über eine türkische Insel übernommen. Dies könne nur die Herrschaft über die ganze astatische Türkei bedeuten und England, welches sich gerühmt habe, keiner großen Armee zu be- 1853/ iß. April: dürfen, zwingen, eine solche nunmehr zu halten. Forster bestritt Rußlands Ab- sicht, Indien zu besitzen und zu bekriegen- Wenn Rußland es aber wünsche, 8^3, 5. Juli: könne es jetzt, statt durch die asiatischen Steppen und über den Himalaya zu 103 ' ' gehen, England in Armenien angreisen und die beste Gelegenheit dafür aus- i855, 28. April: wählen. Das Resultat der Convention sei, daß England gezwungen sein könnte, 1856, 28 April: dieselbe zu vertheidigen oder sich Demüthtgungen zu unterwerfen. Die seither befolgte Politik bürde dem Lande große Kosten auf und entfremde ihm alle ' ' mv ‘ Herren-Sonnenschirme empfiehlt in reicher Auswahl zu billigen Preisen. (3091) H, Nübsamen. 4331) Stets frische Butter und Gier empfiehlt zum Wochenmarktspretse, bei größeren Quantitäten billiger, W. Heuser, vorm. Kr. Bieler. 4473) Eine Hausthüre (Zwischenthüre) nach beiden Setten aufgehend, sowie zwei gut erhaltene Treppen, billigst abzugeben bei Gg. Wilh. Weidig. ermordet. Mordversuch auf König Amadeus von Spanten. Ein Oberst ermordet den Präsidenten Balta von Peru. Ermordung des Präsidenten Morales von Batavia. Ermordung des Präsidenten Garcta Moreno von Ecuador. Präsident Gill von Paraguay wird von dem Offizier Motas ermordet. Mordversuch Hödel's auf Kaiser Wilhelm. Mordversuch Nobiling's auf Kaiser Wilhelm- 21 Mordversuche und 7 vollendete Morde auf 30 Iihre; dabet stellt sich, freilich traurig genug, heraus, daß nicht Deutschland allein, sondern so ziemlich alle Staaten der Welt dergleichen Meuchelmörder aufzuweisen haben. 4462) 100,000 Feldbrand - Backsteine werden abgegeben pro Mille 15 JL. Näheres in der Exped. d. Bl. 4268) Meinen seit Jahren bewährten Weinessig zum Einmachen halte ich bestens empfohlen. (4268 Exnil Fischbach. 4407) Ein schönes sehr wenig gebrauchtes Pianino ist preiswürdig zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts- Englischer Achboden-Oel-Lack, trocknet rasch mit schönem haltbarem Glanze. Eines vorherigen Anstriches deS Bodens mit Oel bedarf es nicht. 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Apfelkraut per Psd. 26 empfiehlt (4402 W. Heuser, vorm. F. Bieler Feinster Leberthran fast geruch- und geschmacklos in Flaschen mit Metall-Verschluss h 60 Pfg., M. 1.— und M. 1,70. Eisenhaltig pr. Fl. h M. 1,—. 157) C» Ft Sentmler in Giessen. 1) 2) 3) Bettwerk vmat w Loui- Rothenberger 3885) e ©tud unb Verlas bet Br üblichen Unw.-Druck-rei (Fr. Ehr. Pt-tich) tn «i-hkn. Verantwortliche Redactton: A. Scheyda. — 1714 342 v4t. 10285 2571 685 29 86 74 42 72 zu II II II II 252,19 202,91 880,— 94,30 91,82 5855,— werden: Maurerarbeit, veranschl. Zimmerarbeit, „ Schreinerarbeit, !„ Schloflerarbeit, „ Weißbinderarbeit, „ OessentlicheAufforderung. 4292) Jpeintid) Braun seither Gastwirth in Allendors a./Lda. hat sich am 1. l. Mts. von Hause heimlich, angeblich nach Amerika, entfernt. Mit Rücksicht aus den Antrag eines Gläubigers desielben wegen Einleitung Schuldenwesens werden hiermit alle diejenigen, welche gegen Heinrich Braun oder desien Ehesrau Forderungen, irgend welcher Art, zu machen haben, aufge- sordert, solche so gewiß binnen 14 Tagen, vom ersten Erscheinen in öffentlichen Blättern an gerechnet, bei unterzeichnetem Gericht geltend zu machen, als dieselben sonst bei Aufstellung des Status nicht berücksichtigt werden. Gießen, den 8. Juli 1878. Großherzogliches Landgericht Gießen. Erdmann, Dr. Trapp, Landrichter. Landg.-Assessor. 1W®Men, am 12. Juli 1878. . Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. Erdauffüllungen, „ .. • Gießen, den 22. Juli 1878. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. Frauenverem für Armen - u. Krankenpflege. Die statutenmäßige Generalversammlung findet Mittwoch den 24. Juli, Nachmittags 4 Uhr, im alten Rathhaussaale statt, wozu die Mitglieder des Vereins, d. h. alle diejenigen, welche regelmäßige Beiträge zahlen, ergebenst eingeladen werden. Tagesordnung: 1) Rechenschaftsbericht. 2) Ergänzungswahl des Vorstandes. Der Vorstand. 4475)_______—---. Restauration Busch (Stein) Bekanntmachung. In unserem Firmen-Register sind folgende Einträge vollzogen worden: am 12. d. M.: Versteigerungen. Freitag den 26. l. Mts., von 9 Uhr Vormittags an, sollen im alten Rathhaussaale versteiger 4470) A. Bramm. Mittwoch den 24. Juli, Nachmittag 2 Uhr, sollen in der Wcrkstätte des Herrn Schlosser Ulrich eine Dampfmaschine und eine große Drehbank meistbietend öffentlich versteigert werden. Gießen, den 22. Juli 1878. Großherzoglichcs Ortsgericht Gießen- 4464)__Müller.___ Empfehlung» Der hiesige Gesangverein erhielt »on 6g. Hisgen, Maler tn Lich eine neue Verewsfahne geliefert, welche in ihrer Ausführung künstlerisch schön, beste Lyoner Seide, in besonders schöner Malerei- Da die Echtbeit -arantirt und zur Zufriedenheit außfiel, fühlt sich der Vorstand veranlaßt genannte „Adresse" auf das Wärmste -u empfehlen. Grüningen 187S 4457) Der Vorstand. 4466) Ein braver gewandter Junge, der die Schneideret erlernen will, wird gesucht. Wo? saot die Exped. d. Bl. herausg.kommen: Aul-Heu - ijf A. Nr. 92. 71. 96. 101. 12 u. 58 a 1714 JL 29 H Lit* B Nr. 107. 71 u. 168 857 JL. 14 . . - - Lit 0.’ Nr. 144. 195. 83 u. 233 ä 171 JL 43 % . . b) vom 4-Procent. Anlehen: Danksagung. 4456) Allen Denjenigen, welche unseren tnnigst geliebten Gatten, Vater und Großvater, Werksührer Philipp Bellof, seiner letzten Ruhestätte begleitet haben, sagen wir hiermit unseren innigsten Dank. Wteseck, den 21. Juli 1878. Die trauernden Hinterbliebenen. Dienstag den 23. Juli l. I-, von Nochmittags 2 Uhr an, sollen in dem alten Anatomiegebaude dahier die zu dem Nachlasse der Wittwe be8 Unt versitätspedtllen Carl Daniel Kramer gehörigen Mobilien öffentlich an dknMetst- btrtenden gegen gleich baare Zahlung, ver- Max Pilger hat seinen unter, der Firma M. Pilger betriebenen - Cigarrenhandel niedergelegt. Die Firma wurde gelöscht. Wilhelm Heuser von Rosenberg, jetzt zu Gießen wohnhaft, be- treibt dahier seit 28. v. M. unter der Firma „W. Heuser, vorm. F. Bieler" ein kaufmännisches Geschäft. Am 15. d. Mts-: Das von der durch Ebenezar Wough Fernie von London eingesetzte Trustice seither betriebene Geschäft unter der Firma E. W. Fernie zu Gießen ist in Folge Testaments des E.W. Fernie auf dessen ältesten (go^n Charles Witherington Bruce Fernie in DauntseyHouse,Chippen- ham in England übergegangen. Dieser führt solches unter der bisherigen Firma fort und hat dem Peter Wilson dahier wiederholt Procura Bekanntmachung. Bet ress end: Die Lieferung von Steinkohlen und Braunkohlen, sowie Coaks. 4338) Die Lieferung von 1160 Centner Steinkohlen, melirte, ebenso die Lieferung von 580 Centner Braunkohlen erster Sorte , sowie die Lieferung von 470 Centner Coaks soll im Submissionswege vergeben werden und sind Offerten bis zum 31. dieses Monats bei der unterzelchneten Behörde, bei welcher die Bedingungen eingesehen werden können , mit der Lieferung von Steinkohlen, Braunkohlen resp. Coaks — verschlossen ernzu- reichen. Gießen, den 12. Juli 1878. , Grobherzogliche Bürgermeistern Gießen. A. Bramm. __ __________ ~385) Reuenwea. stetpert werden. Dampf-, Hobel- und Sägewerk von Jacob Entricht MANNHEIM, Neuer Verbindungscanal, Comptoir F. 7,25, m , , übernimmt Lieferungen von Hobelbretter, glatt kantig oder mit Nut Ye und Feder in allen Zimmerlängen und> jeder Starte. Ebenso werden Kistenbretter, 6, 10, 12 u. 13 mm stark, rauh oder gehobelt, preiswürdig abgegeben. ___ 1 ^Zerbrochenes 1 Glas, Porzellan, Marmor re. wird daucrhaft tischrein reparirt (in heißem Wasser brauchbar) GtzpSfiguren werden gesäubert, auck zum Abwaschen hergestellt. Um baldigste Zusendung der p. p. Sachen bittet H. Kraatz z. Z. hier im Ltndenhof. 4474) Am Sonntag Abend wurde auf der Bank unter der Schillereiche ein Taschentuch liegen oelossen. Abzugeben __Neue Anlage C. 30, 4. Stock. 178) Reparaturen an Nähmaschinen schnell, aut und billigst. Theodor Haubach? Reichensand - Bahnhofstrasse. 4395) Ein junger Mann von 17 Jahren mit Gymnosiolbildung und schöner Handschrift sucht tn Gießen Stille auf einem Comptoir oder Büreau oder auch als Lehrling. Grfl. Offerten sub F. H. 25 befördert t>'e Exped. d. Bl.__________ 4413) Ein Mädchen, in Küche und Hausarbeit erfahren, sucht auf einen oder zwei Monate Stelle zur AuShülfe. Zu erfragen in der Exved. Ein schönes Fomtltenlogis von 5 Zimmern und allem Zubehör (neu hergerichtet) zu oermiethen und sogleich zu beziehen. Wo < sagt die Exped. d. Bltis. 4U80) Im Gräflichen Hause 4an der Grünberger Straße ist der untere Stock zu oermiethen.___________ . 4035) In dem ehemals Ron st adt'schen Hause ist ein schönes Logis von2Z1mmern rc. zu oermiethen.__N. Scheel. 3788) Der dritte Stcck meines HauseS ist zu oermiethen und am 1. Oktober, auf Wunsch auch früher, zu beziehen. ___Dr. Ploch. 4252) Ein möbltrtes Zimmer im dritter Stcck an einen ruhigen Herrn zu oermiethen ______________Marktplatz A. 5, III. Stock. 4432) Ein anständiger Arbeiter erhält Schlafstelle. Marktstraße D- 218. Bekanntmachung. 4458) Bei der diesjährigen planmäßigen Verloosung der zur Rückzahlung kommenden städtischen Obligationen auf Inhaber sind nachfolgende Nummern Aermiethungen. 4469) Ein Logis im 3. Stock von vier Zimmern nebst Zubehör ist zu vermtethen und den 15. September zu beziehen. ________________Wilh. Krämer. 4468i Etn Famrlrenlogrs zu oermiethen. Ludwtgsplatz 145,1. 4465) MöblirteS Zimmer' zu oermiethen _____________bei Chr. Reiber, Kreuz. 4461) Mansarden - Wohnung an eine ruhige Familie zu oermiethen. Zu erfragen bei der Exped. d. Bl. 4453) Eine Fomtltenwohnung, parterre, von 4 Zimmern und sonstigem Zugehör zu oermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. 4339) Das von Herrn Prof. Dr. Lorey bewohnte Logis im v. Klip steinlchen Hause, Frankfurter Straße Nr. 4, ist vom ersten October an zu oermiethen. 4272) Ein kleines FamiltenlogiS, per 15 August beziehbar, zu oermiethen. EliaS Meier Ww. vermischte Anzeigen. Ein möbl. Zimmer wird zum 1. August zu mtethen gesucht. Offerten mit Preisangabe «erden unter Eh'ffre O. 30 in der Exped. d. Bl. erbeten.__ 4459) Mehrere Handlanger finden dauernde Beschäftigung bei «ermann Völcker, Weißbinder. 4471) Aus dem Bahnhof einPort- monnaie verloren, Inhalt 1000 in Papier und circa 6 JC. Silber. Abzuliesern im Polizeibüreau gegen gute Belohnung. ertheilt. Die bestellt gewesene Trustice welche aus Hofgerichtsadvocat Carl Dornsein zu Gießen, James Lawson Hill in Edinburgh und der Wwe. des Ebenezar Wough Fernie, Margareth Ellis, gebornen Dünlope, bestand, hat damit aufgehört und wurde gelöscht. Güßen, den 15. Juli 1878. Großherzogl' Stadtgericht Gießen. 4454) Bötticher. 4452) Hiermit wird zur öffentlichen Kenntmß gebracht, daß die auf Mittwoch den 24. d. Mts. anberaumt gewesene Versteigerung der zum Heinige s'schen Steinbruchsbetrieb gehörigen Geräthe vorerst bis auf Weiteres ausgesetzt bleiben soll. 4192) Der 3. Stock meines Hauses, — 5 geräumige Zimmer mit Zupehör — ist anderweitig zu vermtethen. »r. Dornseiff. 4412) Etn Logis zu vermiethen. __________________ Neustadt Lit. D. 195. 4216) Ein Laden mit Logis, geräumigem Keller und Lagerraum zu oermiethen und per 1. Octobcr d. I. zu beziehen. Lud. Geißler Ww., Reichensand-Bahnhofsstraße. 4344) Die Parterre - Wohnung unseres Hauses ist per 1. September er. zu ver- mtethen. E. Friedberger Sohne. 4388) Etn freundl. möbltrtes Zimmer zu vermtethen im Hause des Herrn Jutzi, II. Stock, Gartfeld. 4433) Logis zu vermtethen in 90 Neuen Bäuen. Lit. A. Nr. 21 . . - - • • • • * Lit. C. Nr. 46 und 14 d 171 Jt. 43 . - ----- Zusammen 15600 03 Die Inhaber dieser Schuldverschreibungen werden hiervon mit dem ».nntnifi aesetzt, daß die Empfangnahme der Kapitalien gegen Rückgabe der Obligationen mit Zinsabschnitten bis zum Schluffe dresesJahres zu geschehen hat, weil eine Verzinsung nur bls zum 31. December d. I- Heute, Dienstag den 23. Juli: Gastspiel der auf der Durchreise begriffenen SLng-rges-llschast iciI,i-l8t aus Dresden. Auftreten des Charakter-Darstellers und Mimrkers I. Christ, der Costüm-Soubrette Frau Christ aus Dresden, sowie des Organisten und Pianisten Herrn Felder aus Karlsruhe. Anfang 8 Uhr Abends. — Entree 25 H. ______ 3766) Einem geehrten Publikum zur Nachricht, daß ich am hiesigen Dienstboten - Vermiethungsbureau errichtet habe und halte mich tobet ben flehten i Men« empfohlen. Frau K, Bärin, Schloßgasse B. Nr. 6. i ^^ditior Seine 9 und apo Repub Großb fit der und Sei wr dem Wui ! snt durch der Dünung in 5 1656 zu rege linitn Congre ckchtnn." Ajvi „nach \ ladung Nachd, über die Bej Aus de Vulgär Oberhen md eine na blitze die 5 lir zum Bez Folterung, iß am Sonm knet Congreß Öionüt in Ar Der K c ff-X Wen von ^'Mijatior ^mmissariu 2 Bulgarin ! vclkan wiri > miet der di bei adm ^liverneur | wib ^d § Wt @ren$£ Eine ei : Geltens fd Die ru 50,000 MV. I, u Ut h«@e6letl hju 3. b0« Rn 5*g"'tn eet » •Ä5