M«- 143 Sonntag, den 23. Juni 1878. Kießencr Anzeiger AMige- mi> Amtsblatt fit i)tn Kreis Gießen. MedactionSvureaitr Gartmnstraße v. 165. CxpeditionSbureaur Schulftraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag-. Prei- vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher dßeil. Nr. 17 des Reichs Gesetzblatts, ausgegeben den 18. l. M., enthält: (Nr. 1247.) Gesetz, betreffend den Gewerbebetrieb der Maschinisten auf Seedampsschtffen. Vom 11. Juni 1878. (Nr. 1248.) Auslieferungvertrag zwischen dem Deutschen Reich und den Königreichen Schweden und Norwegen. Vom 19. Januar 1878. Nr. 18 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 19. l. M., enthält: (Nr. 1249.) Allerhöchsten Erlaß, betreffend die Aufnahme einer verzinslichen Anleihe im Betrage von 97,484,865 Mark. Vom 14. Juni 1878. Gießen, den 21. Juni 1878. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Betreffend: Die Gründung eines Oberhessischen Vereins für Lokalgeschichte. Gießen, den 20. Juni 1878. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Indem wir Sie auf die nachstehende Bekanntmachung verweisen, empfehlen wir Ihnen, die Zwecke dieses in hohem Grade gemeinnützigen Vereins thunlichst zu fördern. Dr. Boekmann. Bekanntmachung. Am 15. Juni l. I. hat sich in Gießen ein „Oberhesfischer Verein für Lokalgefchichte" gebildet, welcher den Zweck hat, das Forschen auf dem Gebiete der Alterthumskunde und Geschieht zu fördern. Der unterzeichnete Ausschuß dieses Vereins bittet die Bewohner der Provinz um werkthätige Betheiligung. Diese würde besonders darin bestehen, daß sowohl Behörden wie Private den Ausschuß von antiquarisch und historisch wichtigen Fänden in Kenntniß und womöglich in Besitz der Fundgegenstände setzen. Letztere werden in einem dem Vereine gehörigen Museum in Gießen aufgestellt, ohne daß dadurch der Einsender das Eigenthumsrecht aufgeben müßte. Adresse für Fundgegenstande ist: „An den historischen Lokalverein in Gießen, abzugeben im botanischen Garten." Gießen, den 15. Juni 1878. Der Ausschuß: e. Dr. med. Klewitz. Folitisch Zur allgemeinen politischen Lage. Ueber den Verlauf der Congreßverhandlungen verlautet zwar, da sich ■ die Theilnehmer zur strengsten Geheimhaltung verpflichtet haben, bisher noch nichts Genaueres; was man indeß über den Stand der Dinge im Allgemeinen sowie über die Stellung der einzelnen Mächte zueinander hört, ist der Art, : daß es zu den besten Hoffnungen auf das Gelingen des Friedenswerkes berechtigt. Seitdem das an: 30. Mai von dem Marquis Salisbury und dem Grafen Schuwaloff unterzeichnete Memorandum bekannt geworden ist, unterliegt es keinem Zweifel mehr, daß sich Rußland und England, letzteres fast noch mehr als ersteres, bedeutende Zugeständnisse gemacht haben. Man darf daher wohl erwarten, daß die weiteren Verhandlungen über die einzelnen Punkte auf der gewonnenen Grundlage seitens dieser beiden Hauptgegner keinen allzu großen Schwierigkeiten mehr begegnen werden. Oesterreich hat zwar, noch bevor Graf Andrassy zum Congreß abreiste, den Entschluß gefaßt, einen Theil seines Armee kriegsbereit zu machen. Diese Thatsache schließt indeß die Wahr- sche^ichkeit eines Einverständnisses mit Rußland um so weniger aus, da die bulgarische Frage schon von England in einer Oesterreich befriedigenden Weise gelöst worden ist und Rußland nicht so thöricht sein wird, sein bisheriges gutes Verhältniß zu dem Nachbarstaat um Serbiens und Montenegros willen aufs Spiel zu setzen. Die Mobilisirung von 4 oder 6 Divisionen ist offenbar nicht sowohl eine Drohung gegen Rußland, als eine Maßregel, die Oesterreich in den Stand setzen soll, die vom Congreß zu erwartenden Beschlüsse in Bezug auf gewisse türkische Provinzen zur Ausführung zu bringen. Denn, daß die Congreßmächte fest entschlossen sind, die orientalische Frage, nöthigen- falls selbst gegen den Willen der Türkei, in einer Weise zu erledigen, welche die Ruhe und den Frieden Europas auf längere Zeit sichert, wird immer deutlicher. Sollen doch, nicht bloß Griechenlands Wünsche auf Erweiterung seines Gebiets soviel als möglich befriedigt werden, es ist sogar die Rede davon, die Türkei mit dem Rest der ihr verbleibenden Länder förmlich unter europäische Vormundschaft zu stellen. Der bedenklichste Punkt in der Gesammtlage ist freilich noch immer der schwankende, vulkanartige Zustand der Dinge in Konstantinopel, wo man von einem Tag zum anderen einer gewaltsamen Umwälzung entgegensehen zu müssen glaubt und von wo bald das geflügelte Wort des auswärtigen Ministers herüberkommt, es bleibe der Türkei nichts anderes übrig, als mit Anstand zu sterben, bald die Nachricht, die Pforte sei entschlossen, über die im Vertrag von St. Stefano ihr abgerungenen Zugeständnisse unter keinen Uni ständen hinauszugehen und nöthigenfalls selbst ihre Bevollmächtigten von Berlin zurückzuberufen. Aber bei der allseitigen Geneigtheit der europäischen Mächte zum Frieden darf man sich wohl der Hoffnung hingeben, daß auch eine Revolution in Konstantinopel oder der Widerstand der Pforte gegen die Ausführung der Congreßbeschlüsse das Einvernehmen Europas nicht mehr ernstlich in Frage stellen wird. Zur Ehre des Deutschen Reiches gelangt man immer mehr zu der Einsicht, daß die Leitung der Congreßverhandlungen durch den deutschen Reichskanzler, welcher sein Vermittlungsgeschäft notorisch ohne alle er H h eif. Selbstsucht allein im Interesse des Weltfriedens betreibt, die beste Bürgschaft für das schließliche Gelingen des Versöhnungswerkes bietet. Soll doch Fürst Bismarck selbst geäußert haben, er sei für den Ausgang des Congresses verantwortlich und werde daher dafür sorgen, daß er nicht ohne Resultat verlaufe! In dem günstigen Verhältnisse, welches sich zwischen ihm und dem französischen Minister des Auswärtigen herausgebildet hat, liegt sogar ein gutes Anzeichen für eine friedliche Gestaltung der Dinge in weiterer Zukunft. Kurz, es ist alle Aussicht vorhanden, daß der Congreß, wie die „Prov.-Corresp." sagt, ein endliches friedliches Einverständniß der Mächte über die Frage herbeiführen wird, welche früher stets als der Ausgangspunkt eines unvermeidlichen gemeinen Kriegsbrandes erschien. Aeutschkand. Darmstadt, 21. Juni. Die erste Kammer erledigte heute nach kurzer Verhandlung das Einführungsgesetz zur neuen Gerichtsverfassung und acceptirle mit 23 gegen 3 Stimmen die Gleichstellung der Amts- und Landrichter bei Regulirung ihrer Gehaltssätze. Bezüglich der Sitze der Amtsgerichte entschied man sich für einfache Aufrechterhaltung der bestehenden Bezirksetntheilung, also auch für den Fortbestand der Landgerichte Altenstadt, Laubach, Ltch und Bad Nauheim. — Ein Antrag, in Freiensteinau ein neues Amtsgericht zu errichten, wurde abgelehnt, ebenso der von dem Grafen Erbach-Schönberg eingebrachte, in Starkenburg aus Orten der Landgerichtsbezirke Zwingenberg und Lorsch ein weiteres Amtsgericht mit dem Sitz in Bensheim zu bilden. (Hess- Lds.-Ztg.) Berlin, 19. Juni. Was in verschiedenen Blättern von einem princt- piellen Zusammengehen der National-Liberalen und der Fortschrittspartei bet den bevorstehenden Wahlen berichtet wird, beruht unseren Nachrichten zufolge auf ganz willkürlicher Unterstellung. Es sind darüber bis jetzt weder bestimmte Beschlüsse gefaßt, noch dürften überhaupt solche gefaßt werden. Von liberaler Sette hat man es bisher stets vermieden, über das taktische Verhalten bet den Wahlen allgemeingültige Vorschriften zu geben, da man mit Recht der Ansicht ist, daß es sich nur aus den localen Verhältnissen der einzelnen Wahlkreise heraus beurtheilen läßt, inwiefern nahestehende Parteien gegen einander austreten dürfen oder gegen einen gemeinsamen Feind einträchtig zusammenstehen müssen. Nur der Grundsatz dürfte überall zum Durchbruch kommen, daß in solchen Wahlkreisen, wo die Socialdemokraten Aussicht haben, durchzudringen, alle auf dem Boden unserer Staatsordnung stehenden Parteien zusammenzuhalten haben. Uebrigens scheinen die Socialdemokraten in ziemlich gedrückter Stimmung in den Wahlkampf einzutreten; die Wahlaufrufe in ihren Blättern athmen nicht mehr die alte Siegeszuversicht, und das hiesige Parteiorgan kündigt auch bereits eine Beschränkung der Agitations- und Geldkräfte auf die „günstigsten" Wahlkreise an, da nur so Wahlsiege möglich seien. (Köln. Ztg.) Breslau, 18. Juni. Mit Rücksicht auf die gegenwärtige Zeit ist das fünfte allgemeine deutsche Turnfest, welches vom 28. bis 30. d. Mts. stattfinden sollte, auf Beschluß des Centralausschuffes für dieses Jahr aufgehoben und auf das nächste Jahr verschoben worden. selben die Türkei in Respect halten werden. London, 21. Juni. „Reuter's Bureau" meldet aus Konstantinopel: Oesterreich hat die Verhandlungen mit der Pforte wegen Repatriirung der bos- nischen Flüchtlinge suspendirt und wird die Angelegenheit aus dem Congresse zur Sprache bringen. — Dasselbe Bureau berichtet aus Erzerum, daß die Armee Ismail Paschas reorganisit werde und Versenkungen erhalten habe. General Lazareff sei in Erzerum eingetroffen und habe Besitz von der Citadelle ergriffen. Berlin, 21. Juni. Das Staatsministerium beschäftigte sich in seiner gestrigen Sitzung mit der Erörterung allgemeiner, aus die innere Lage bezüglichen Fragen. Der Bundesrath und die vereinigten Ausschusie desselben für Justiz, Elsaß-Lothringen, Handel u*b Verkehr hielten heute Sitzungen. Dem Personale des Congresies sind der österreichische Oberlieutenant Thömmel, der türkische Escadron-Ehef Husiein Nazim Bey und der Attache Riza Bey hinzugetreten. — Die „Nordd. Allg. Ztg." veröffentlicht den Wahlaufruf der Deutsch- Conservativen. Danach stellen sich dieselben offen aus die Breite der Reichsregie- rung und sind bereit, der Regierung diejenigen besonderen Vollmachten zu gewähren, welche geeignet sind, den aus Umsturz gerichteten Bestrebungen der Socialdemokraten erfolgreich entgegenzutreten, sind indeß. nicht der Ansicht, daß durch diese Vollmachten allein die Socialdemokratie zu überwinden sein werde. Vielmehr sei es nothwendig, daß alle erhaltenden Elemente sich vereinigten, um die politische und sociale Ordnung durch Stärkung und Neubelebung der con- seroativen Grundlagen zu bewahren. Die deutsch-conservative Partei wolle das deutsche Kaiserthum und die monarchischen Institutionen vertheidtgen gegen alle Gelüste, die dahin gingen, die Autorität immer mehr durch die Herrschaft der Majorität zu ersetzen. Als fernere Punkte des Partei-Programms werden aufgefuhrt: Erhaltung der deutschen Wehrkraft, keine Schwächung derselben, Befferung der zerrütteten wirtschaftlichen Verhältniffe, Befolgung einer weisen Handelspolitik, wie sic dem Zollverein zur Blüthe verholfen, Steuerreform mittelst Eröffnung von ausgiebigen Quellen indirecter Steuern unter Entlastung des Volkes von direc- ten Steuern. Bezüglich des Tabaks als Steuer-Object werde das Resultat der angestellten Enquete eine weitere Grundlage bieten. Vor Allem betont wird die Pflege des religiösen Lebens des Volkes und Erziehung der Jugend tzur Frömmigkeit und Gottesfurcht. Der Ausruf schließt: Wir brauchen Ver treter, die dem Wohle des Ganzen dienen, nicht von Fractionspolitik und ein- Auszug sus drn Kirchenbüchern der Itsdl Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. _ Den 16. Juni. Konrad Bork, Fuhrmann dahier, des verst. Tagloyners zu Fellingshausen Avdreas Bork, ehel. Sohn, und Dorothea Brück, deS Schweinehirten zu Rödgen Konrad Brück, ehel. Tochter. Getaufte. , Den 16. Juni. Dem Kaufmann Friedrich Schaaf dahier, eine Tochter, toutjc, 1 Denselben. Dem Dienstknecht Heinrich Seng dahier, eine Tochter, Katharine, Denselben. Dem Schneider Peter Hexamer dahier, eine Tochter, Marie Magdalene, geb. den 16. April Gingesandt. Gießen, 22. Juni. Die Zeichen patriotischer Gesinnungen und Kundgebungen mehren sich in erfrenlicher Weise. „ Die gestrige Gesangunterrichtsstunde des hiesigen kaufmännischen Vereins begann mit einer warmen Ansprache des Vorsitzenden anläßlich des wiederholten ruch osen Mordanschlags auf das geweihte Leben unseres greisen HeldenkatserS, die in einem Zfachcn Hoch gipfelte, in das die Versammlung begeistert einstimmte. In der Beiseitesetzung des planmäßigen Uaterrichtspensums gelangten: »Heil Dir im Siegeskranz-, ferner das schöne Lied von Ernst Moritz Arndt: ,-L>ind wir vereint u. s. w." zur Aufführung, denen sich noch viele patriotische Gesänge und Toaste anschlo^em frenntc sich die Versammlung mit dem festen Vorsatze, stets treu zu Kaiser und Reich zu sieben und nach besten Kräften mitzuwirken an dem üuurni Aufbau unseres Deutschen Vaterlandes, damit die mit so vielen theurem Hel^enblute erkauften Errungenschaften nicht schmählich wieder verloren gehen, durch die Irrlehren einer vaterlandslosen Partei, durch das, alles Gesetz und Ordnung zerstörende Gift des SocialiSMus. Wien, 21. Juni. Meldungen der „Polit. Eorresp.". Rom. Das Befind cn des Papstes ist in den letzten Tagen schlechter geworden; die Aerzte rrethen zum Verlassen des Vatikans, was aber der Papst bestimmt ablchntc. — Athen. Es geht das Gerücht, der Ausstand in Epirus und Thessalien drohe bald wieder auszubrechen. 12,000 Flüchtlinge aus allen Gegenden der Türkei verweigern die Rückkehr in ihre .heimath. Die griechische Regierung beabsichtigt wegen des Räuberunwesens in Theffalien Truppen an der Grenze zu concentriren. London, 21. Juni. Im Unterhause erwiederte der Staatssecretär der Colonien Hicks Beach auf eine Anfrage von James: Er habe feine Nachricht darüber, daß der Kiieg mit den Zulukaffern ausgebrocheu, jedoch sei eS mög lut), daß Angesichts der unruhigen Zustände jener Gegend Verstärkungen vom Cap babm abgegangen seien. Berlin, 22. Juni, Morgens. Se. Maj. ber Kaiser hat btc vergangene Nacht sehr gut geschlafen. Eingesandt. In der warmen Jahreszeit kann, bei enlsprechendem Gesundheitszustand, besonders zur Abhärtung der Haut und um körperliches und geistiges Wohlbefinden im Allgemeinen zu steigern, die vernünftige maßvolle Anwendung der Bä)er tm fließenden Wasser nicht genug empfohlen werden- Freilich ist auf der anderen Seite ebenso vor einem voreiligen Baden im Vorsommer unter allen Umständen nachdrücklichst zu warnen; jedenfalls sollte es, wenn Überhaupt, nur mit der größten Vorsicht geschehen. In diesem Jahre jedoch erschien eine derartige Mahnung ganz überflüssig, da das gefährliche Frühlingsgeschäft der Schwärmer für die kühlen Wellen unsere« Flüßchens sich durch die forlwahrenve Ungunst des HtmmelS bi« heute von selbst legte. Es dauerte diesmal, aus bekannten Gründen, ungewöhnlich lange, bis die sehnlichst erwartete, gehörige Badeeinnchtung wirklich zur Einladung berechtigte. Hatte doch schließlich und bis tn die letzten Tage herein der bewährte, um die Gesundheit der Stadtbewohner verdienstvolle Vorsteher der aus der Asche erstandenen, nun so appetitlichen, äußerst zweckmäßig und schön eingerichteten, hiesigen Badeanstalt, seine große Noth, dieselbe beim letzten, unerwartet rasch eingetretenen hohen Wasserstand vor der Gesahr der Zerstörung zu retten und vermöge fast übermenschlicher Anstrengung wohl zu erhalten. — Seitdem hat sich übrigens Alles zum Bessern gewendet und freundlich gestaltet. Die Jung und Alt lockende Anstalt ist sicher geborgen und trotzt nun Wind und Wetter- Die liebe Lahn scheint endlich Miene zu machen, nicht länger „die geschwollene" spielen zu wollen- Und wir dürfen uns gewiß, nach den vielen unfreundlichen, anhaltend naßkalten Monaten nun zuversichtlich der Hoffnung auf Sonnenreichen Sommer htngeben, so daß Versäumtes noch reichlich nachgeholt und in den um so zahlreicher herbeieilenden Gästen Anerkennung und einiger Ersatz gefunden werden kann für die zur Neuherrichtung der fo fegen« reichen Anstalt nöthig gewordenen, neuen, großen Opfer an Arbeit und Geld- *• ßngkand. London, 18. Juni. Gestern wurden zwei Leute, die zur Mannschaft des „Großen jiuisürsten" gehört hatten. an's User geschafft und mit militari scheu Ehren beerdigt. Die Namen werden von der „Times" als Haakfeldt und Schumacher angegeben. Diele Leute folgten dem Leichenzug. Die in Haydock stattstndenden Ausgr-bunge-Arbeiten zum Zweck- des Herausschaffens der verunglückten Arbeiter sind durch einen Einsturz des Daches zur Zeit gehemmt. Bis zum Freitag waren 138 Leichen an's Licht gebracht. Italien. Rom, 19- Juni. Die Curie ist beunruhigt über die Abnahme des Peterspsennigs; Frankreich hat um vier Fünftel weniger eingrschickt, als in der entsprechenden Zeit des vorigen Jahres. ___________________________ Auszug s. b. Standesamtsregistern des Standesamts Gießen. Dom 15. bis 21. Juni 1878. Nufg ebote. 15. Juni. Bierbrauer Alois Blum von Gräffingen mit Sophie Rühl von Dorf-Gill. 18. Juni. L-ckirer Ludwig Georg Karl Gottlieb Nauheimer oen Ließen mit Wilhelmine Louise Hoch von Gießen. 19. Juni. Der Oeconomiehandwerker im II. Großh. Hessischen Infanterie-Regiment Nr. 116 Ernsi Koch von Meßen mit Helene Elisabeth Karoline Massing von Gießen. 19. Juni. Schneider Wilhelm «stumpf von Maulbach mit Wilhelmine Elisabethe Deine« von Ermenrod. Geborene. 8. Juni. Marie, ein außereheliches Kind von auswärts. 14. Juni. Eduard Julius, Sohn des Schreiners Georg Lind. 12. Juni. Eine Tochter (noch ohne Vornamen) des Cigarren-Fabrikanten Gustav Brunet. 15. Juni. EMe Tochter (noch ohne Vornamen) des Kaufmanns August Wehn. 17. Juni. Heinrich Martin Ludwig, oobn des Weichenstellers bei der Cöln-Mindener Bahn Heinrich Rusaq. ".Juni. Margarethe Elise Karoltne Marie Natalie, Tochter des Schlossers Leopold Atzelhofer. 18-M Emma, Tochter des Obergüter-Jnspectors bet der Oberhessischen Bahn Christoph Nies. 15. Juri. August Heinrich Christian, Sohn des Weichenstellers Wilhelm II 14. Juni. Christian Karl, Sohn des Wagners Johann Georg Zeiß. 17. Juni. Karl Georg Adolf Christian, Sohn des Kaufmanns Ludwig Martin Konrad Friedrich Karl Vogt 19. Juni. Ein Sohn (noch ohne Vornamen) detz Kaufmanns Samuel Elsoffer. 18. Juni. Louise Katharine Marie, Tochter de« Kaufmanns Heinrich Krug. 16. Juni. Friedrich Karl, Sohn des Steigers im Braunsteinbergwerk Johannes Appel. 19. 3unt Emil Philipp Adam, Sohn des Schuhmachers Johannes Steck, *9. Juni. Eine Tochter (noch ohne Vornamen) des Schuhmachers Karl Orth- ^2unt. Matte Alma, Tochter des Maschinenwärters Karl Etmert. 20. Juni- Friedrich Andreas Christian Karl, Sohn des Bremsers bet der Cöln-Mtndener Bahn Christian Rumps. Gestorbene. 17. Juni. Ein tobtgeborencr Sohn des Fabrikarbeiter« Eduard Lind. 19. Juni. Anna Katharine, 1 Jahr 11 Monate 10 Tage alt, Tochter de« Taglohners Ludwtg Jung- 19. Juni- Adam, 2 Monate 20 Tage alt, em außereheliches Kind von au«- wärt«. 20.' Juni. Marie Emilie Wilhelmine Louise Elisabeth, 3 Jahre 9 Monate 7 Tage alt, Tochter des Bauunternehmers Julius Hoch. 20. Juni. Bleichunternehmer Johannes Monk, 38 Jahre alt. 20. Juni. Katharine, 3 Jahre 7 Monate alt, Tochter des Steindruckers Johannes Odenweller von Bieber bei Offmbach a. M. seifigen Theorien sich leiten laffen. Berlin, 21. Juni. Die „Post" veröffentlicht den Wahlaufruf der „deutschen Reichspartei." Darnach will dieselbe die Grundlagen des gesellschaftlichen und staatlichen Lebens gewahrt wissen -, zur Bekämpfung der sich außerhalb der staatlichen Ordnung stellenden Partei seien außerordentliche Vollmachten, welche den Vorzug vor einer allgemeinen Beschränkung der bürgerlichen Freiheit verdienten, für hinreichend zu erachten. Tas Staatswesen sei ebensowohl vor Reaction wie vor überstürzendem Radicalisinus zu bewahren. Fermer werden als Forderungen der deutschen Reichspartei ausgestellt: Verbesserung der Gcwerbegesetzgebung, Festhalten an den guten Traditionen der Handelspolitik des Zollvereins, Regelung der Zolltarife nach Maßgabe der zunehmenden Kräftigung der deutschen Gewerbthätigkeit und des Entgegenkommens der Nachbarstaaten, Selbstständigkeit des Reiches in seinen Finanzen, Beseitigung der Martrikülarbeitrüge, Entlastung von directen Steuern mittelst ausgiebiger Benutzung indirecter Steuerguellen. Tie Partei wolle keine größere Steuerbelastung des Volkes, als die Bertlieidigung des Vaterlandes und Erfüllung der Eultnrausgaben erforderten. Schließlich wird die Erwartung ausgesprochen, daß eine Mehrheit solcher Männer aus den Wahlen hervorgehe, welche gewillt seien, zur Unterstützung der Politik der leitenden Staatsmänner, die das Vaterland zn ungeahnter Höhe geführt und diesem die verdiente Achtung der Welt erworben habe. Telegraphische Depeschen. Wagner'« telegr. Eorrespondenz-Bureau. London, 21. Juni. Der deutsche Botschafter Graf Münster ist gestern nach Hannover abgereist und wird am 3. Juli hier zurückerwartet. - Das deutsche Aoiso-Boot „Loreley" ist mit Tauchern an Bord bei Folkestone angelangt. — Die Beerdigung des Königs Georg findet am 24. Juni in der Georgs-Capelle zu Wmdsor statt. — Die britische Regierung beschloß, eine größere Anzahl Truppen und Kriegsmaterial nach der Cap-Colome zu senden. Nom, 21. Juni. „Diritto" constatirt, daß die italienischen Congreß- bevollmächtigten die Zulassung Griechenlands zum Congreffe lebhaft unterstützt haben. Berlin, 21. Juni. Bulletin von 10 Uhr Vormittags. Der Kräfte- zustand Sr. Maj. des Kaisers schreitet stetig vor; in dem Heilungsvorgaug der Verletzungen ist keine Störung eingetreten. (Unterz.) v. Lauer, v. Lanzenbeck. Wilms. Straßburg, 21. Juni. Das „Mainzer Journal" ist in den Reichs- lanben verboten worden. . r Petersburg, 21. Juni. Das „Journ. de St. Pötersbourg bespricht die Haltung, welche die türkischen Congreßbeoollmächtigten den Meldungen auswärtiger Blätter zufolge annehmen, und weist dem gegenüber darauf hin, daß die Türkei sich den Entscheidungen des Congreffes zu fügen habe; die Pforte suche das Einvernehmen der Mächte zu stören, indem sie alarmirendeNachrich ten verbreiten lasse. Das Journal meint, die Mächte würden den Werth des Widerstandes der Türkei zu ermessen wissen und äußert die Hoffnung, daß die- Das Aerzte leimte, »allen 'n der fam, tdr bet glicht S lnög: en vorn gangene md, br- nben tm ahenden mso vor »amen; 1 diesem Ehrliche . X. o gedungen begann ruchlosen tn einem tm: .Heil .Sind wir unb Toaste ets treu zu ntrui 3Luf; Satt er- Jrrlehrrn unbt W Gießen. Rühl von jjn ließen dwerker im mit Helene Kumpf von ini- Edvard h ohne Vor- ■ (noch ohne dmig, * Marg^reM .. 18. Mi- rißoph ff. W Karl redr ich Karl ul Llloster. 16. Jun - 19-JUN« Jgni- Eine marie Alm"' ^Christio» ^^Monate s# ifF j!Ö** LoU^' )chiel' rti jtoti* 1^* Vermischtes. Berlin. 8. Juni. Die 7. Criminal-Deputation des Stadtqerichts verhandelte heute aeaen mehrere Majestätsbeleidiqer. Der Schneidergcseüe Joh. Julius Bock passirte am 3 Juni Lb-nds die Große Frankfurterst'aße und sang, wie die Zeugen behaupteten, in geradezu frivoler Weise Worte gegen den Kaiser. Der Gerichtshof erkannte auf 2'/- JahrGefangntß. Alsdann erschien ein buckliger, zwerghafter Mensch Namens Emü Muller, der sich als „Schriftsteller" ausgab, auf der Anklagebank. Derselbe äußerte am 27. Mai d. I. m einem am Spittelmarkt belesenen Nestaurationslocale eine hier nicht wiederzugebende Mazesta sbeleldigung, und als er deshalb zur Rede gestellt wurde, bemerkte er: Ich bin Soc.aldemokrat. Der Umstand, daß die Acußerunq vor dem zweiten Attentat geschehen ist, kam ihm in so fern zu gute, daß er zu bloß »wei Jahren Gefängniß verurtbeilt wurde. Der Staatsanwalt hatte 5 Jahre Gefangniß beitragt Der Arbeiter Albert Friedrich Sommer äußerte am Abend des 2. Juni tn der Nahe des könialichen Palais: „Et muß allens unterminirt werden, denn wird et besser werden Eher aibt et kccne Arbeet nid) mehr. Hödel war een SchafSkopp, der Dr. Nobilmg, der versteht man doch wenigstens zu schießen. I, det muß noch Ville besser kommen!" Der Gerichtshof verurteilte diesen Angeklagten dem Anträge des Staatsanwalts gemäß zu toter Jahren Gefängniß. Der Nutzer Karl Eduard Jacob machte am Nachmittag des 2. Juni, eine Bekanntmachung über das Attentat lesend, eine strafbare Andeutung, wurde von der Menge ergriffen und der Poltzeiuber- aeben. Er wurde heute zu 2-/r Jahren Gefängniß verurtheilt. Der Handelsmann Otto Rosm äukerte am 2. Juni gegen Abend in einem Schanklocale Worte, die stch nicht wtedergeben lassen. Als er von dem Wirth deßhalb zur Rede gestellt und nach dem Zwecke des Dolches, den er bei llck sübrte aefraat wurde, antwortete er unter anderen nicht zu wiederholenden Worten: ,,Jn vier Tagen kommt das anders!" Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten zu 5 Jahren Gefängniß. Der Arbeiter Ernst August Heffe äußerte am 2. Juni Abcnps in einem Wirthshause Aehnliches. Die übrigen geradezu haarsträubenden Delckviguncftn entziehen sich Hrcr cynischen Rohheit wegen der Berichterstattung. Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten zu 5 Jahren Gefängniß. Ferner wurde ein Arbeiter Karl Düber zu 18 Monaten Gefängniß verurtheilt. Dke Verhandlungen wurden selbstverständlich bei geschloffenen Thüren geführt. Diele Richter, Referendare und Criminal-Beamte wohnten der Sitzung an.(N. Pr. Z.) Handel und Verkehr« Gießen, 22» Juni. Auf dem heutigen Wocheumjr^t kostete: BrHty:, per Pft . 75 bis 85 L, Hühnereier, per Stück 5—6 Entene»er, per St. 6 wafC per Stück 5—10 ,A, Käsemgtte, per Stück 3 Erbsen, 1 Liter U Linsen, 1 Liter 22 H Tauben, das Paar 75 , per Stück JL 1 3D, Höhnen, per St. JL 1. Enten, p. Stück JL —, Kartoffeln, 100 Kilo JL 7.— Ochsenfleisch 70—72 $ per Psd., Kuh- u. Rindfleisch 58—60 Schweinefleisch 64 Kalbfleisch 56-60 H, Hammelfleisch 65-70 Für die Hinterbliebenen des auf dem „Großen Kurfürst" Verunglückten sind weiter einaeaangen: A. Z. in Lollar 10 J£. — Um wettere Gaben bittet die Redaction dcS Gießener Anzeigers. Briefkasten. Anonymus. Eingesandtes Scherzräthsel. welches nicht ohne Berechtigung ist, haben wir vor 3 Jahren bei ähnlicher Gelegenheit schon gebracht. Erdmann. 3714 Lang. 3838) Liederkranz Giessen Sensen, Sichel, Wetzsteine empfiehlt (3876 Wilh. Seibert, Marktftraße. 3850) Eine Schrauben - Copirpresse nebst Copirbuch (beides neu) zu verkaufen bet Louis Rothenb erger, Neuenweg. obiger Eintrag erfolgt. Gießen, am 5. Juni 1878. Großherzogliches Landgericht Gießen. Meinen Kunden hiermit zur Nachricht, dafi tcb das fett Jahren von mir.betriebene Kohlengefchäft meinem Sohne Carl übergeben habe und bitte, das mir seither geschenkte Vertrauen auch auf denselben überfragen zu wollen. Unverzagt Gartfeld. 3699) Das Heugras von mehreren Wiesen hat zu ver- kaufen rr. Semntler. Aus Obiges bezugnehmend, empfehle la. Steinkohlen, sowie trockene Braunkohlen vom Heffenb. Hammer bestens. C Uaa verzagt, Gartfeld. Versteigerungen. Montag den 24. l. Mts., Vormittags 9 Uhr, soll behufs Anfertigung von Subsellien aus dem städt. Baubüreau versteigert werden: Schreinerarbett, veranschl. zu 148 Jl. Wetßbinderarbeit, „ „ 48 „ Gießen, den 22. Juni 1878. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. 3875) A. Bramm.__________ Gewerbebank Gießen (eingetragene Genossenschaft). 3407) Diejenigen Mitglieder, welche ihr Stammantheil voll eingezahlt haben, können ihre Dividende bis zum 30. Juni c. an der Caffe unserer Bank in Empfang nehmen. Die bis dahin nicht abgehobenen Beträge werden den Betheiligten durch unseren Vereinsdiener ins Haus gebracht. Gleichzeitig diene den Mitgliedern unserer Genossenschaft zur Nachricht, daß Vorschußgesuche und Wechsel zum Discontiren längstens bis Nachmittags 4 Uhr eines jeden Freitags im Geschäftslocale der Bank eingebracht sein müssen. Gießen, den 31.'Mai 1878. Namens des Ausfchusses: J. Hanstein, Vorsitzender. Glück auf! nach Hannover! Hauptgewinn 10,000 Mk., 60 Pserde re. Zlehuny Morgen, Montag den 24. Juni 1878. Die letzten voträthigen 10 Stück Loose sind noch bis zum Monsog Mittag zu haben bei (3867 Th. Roloff am Wallthor. 3874) Dickwurzpflanzen, Blumenkohl, Sellerie Und Lauch zu haben auf der "„LiebigShöhe". besondere Bekanntmachungen HtUgrstS = Versteigerung. OeffentlicheAusforderung. Vormittags 10 Uhr anfangend, 3563") Die in der Gemarkung Daub- soll das diesjährige Heugras hiesiger ringen gelegene, der Herrschaft vor Gemeindewiesen, circa 200 Morgen Namen stehende Parcelle gl. I. Nr. haltend, meistbietend an Ort und Stelle 843 soll auf den Titel versteigert werden •-nsÄ.»?:-8" 3806) Reitz tn dem betr. Grundbuche mit dnn Er- ------,Jiontafi ben 2 4. ZÜ'ssh werbtitel „GrsttzUNg" überschrieben Nachmittags 2 Uhr, Dienstag den 28. Juni, Nachmittags 2 Uhr, sollen die Immobilien die den Erben deS Adolf Vetzberger gehörend, zum letzten Mal versteigert werden, als: Hoftaithe in der Löwengasse, Ga'ten in ver Notlchol. Gießen, den 21. Juni 1878 Großherzogliches Ortsgericht Gießen. 3852) _____ Ieilgevotenes. 8 Vorchgl. Aepseiwein (ymil «rbig, R-tch-nsand. | Tüll-Fichus in großer eleganter Auswahl l)fferirt billigst C3880 A. Fangmann. werden. und die folgenden Tage, Einwendungen hiergegen sind binnen werden in meiner seitherigen Wohnung im 4 W°ch°n", vom ^scheinen dichr Aufforderung an, bei dem untcrzeich- bestehend in: ritten Gerichte anzumelden, als sonst 1 Sopha, 2 feine Kommoden in Rococo - - arbeit, 3 Commoden von Kirschbaumholz, 1 doppelthüriger Schrank, 2 einthürige Kleiderschrä ke, 1 ovaler Ausziehtisch, mehrere viereckige Tische, Stühle, Spiegel, Bettstellen, Betten, Tisch' und Weißzeug, 1 goldene Uhr mit Kette, 1 Steinkohlen- Oberhessische Eisenbahnen. 3848) Anläßlich des am 30. Juni und Die zu versteigernden Gegenstände können 1. Juli in Gießen stattfindende.i Sanger- am Montag, Vormittags von 10—12 Uhr, festes wird die Gültigkeitsdauer der am angesehen werden. 29. und 30. Juni cr. auf unseren sämmtlichen Gießen, den 20. Juni 1878. Stationen nach Gießen zur Ausgabe 3777, - M. Pilger. ;____________ tommenhen R-t-urMet- bis zum 2. Juli ^.^^ch den 26. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, werden in der Behausung des Herrn Chr. Schopbach, 4. Stock, di.' zum Nachlasse der Lehrer Buch Ww. aehörigen Mobilien, als: aut erhaltene Möbel, Betten, Hausund Küchengeräthe, Lein nzeug, eine Singer- Nähmaschine, 40 Liter Weitzwem incl. Faß (Niersteiner 1874 selbftgezogen) rc. gegen । gleich baare Zahlung vetsteigert. (3877 3766) Einem geehrten Publikum zur Nachricht, daß ich am hiesigen Platze ein Dienstboten - Vermiethungsbnreau errichtet habe und halte mich daher den geehrten Herrschaften bestens empfohlen. Frau HL Bärrn, Sckloßqafse B. Nr. 6. (Obcri|clfr licrcin für Lokalgcschiihte. 3771) Beitrittserklärungen nimmt Jedes ver unter» freichneten Ausschußmitglieder entgegen. Dr. Otto Buchner. Prof. Dr. Carl Gareis. Prof. H. Hoffmann. Gerichtsaccesist Irle. Dr. med. Klewitz. einschließlich verlängert. Gießen, den 20. Juni 1878. Großherzogliche Dircction. M o hm_________ Bekanntmachung. 3838) Das unbefugte Fahren über die Wiesen bei der diesjährigen Heuerndte in der Gemarkung Wieseck ist bei der gesetzlichen Strafe verboten. Wieseck, den 20. Juni 1878. Großherzogl. Bürgermeisterei Wieseck. Bekanntmachung. In der Concurssacke des Johannes Schneider II. zu Fellingshausen, sollen demselben die nachverzeichneten in der Gemarkung Fellingshausen belegenen Immobilien, als: Flur 1176, Hofraithe 1723, II 8516, IV 1230, X 5, 7, 8, 23, 25 und XI 48a, zusammen taxirt zu 1610 JL., auf Samstag den 20. Juli d. I., Vormittags 9 Uhr, in der Gemeindestube zu Fellingshausen einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. , Fellingshausen, den 18. Ium 1878. Der Ortsgerichtsvorsteher. 3859) Wagner. züglichslks Hustcnmillcl für Erwachtrne u. Kinder, ä Fkascke 1 M., l'ls u. 3 M. Ap. Zchrader, ^enerbadj-Stnttq. Depot in Gießen bei (3857 ________W. Eigner, Kreuz. 3853) Ein sehr wohlerbaltner zweisitziger Kinderwagen auch zum Liegen einzurichten steht preiswürdig zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts.___ 3861) Täglich verschiedene Obsttorten d* Kuchen empfiehlt H. Kinkel, Conditor, Schulsü'asse. 3791) Sonntag den 23. Juni er., Parltzie auf StaufeiBberg mit Lxtra^ug nach Dollar. Abfahrt 2*/4 Uhr pracis, Nachmittags, tzüokfahrt 9 Vr Uhr präcis. Abends. Billette ä 60 /^> bei Polizei - Secretair Herrn Kramer bis 9 Uhr Sonntags Vormittags ;n haben; am Bahnhof nur -von 1 bis 2 Uhr.Sonntags._____________________Der Vorstand. 3863) Diejenigen Herren, welche gesonnen find, sich ve, dem am 30. Jnni und 1-Juli gelegentlich des SangerfefieS stattfindenden Festznge als Fcstre.ter zu betherl,gen. werden gebeten, bei Unterzeichnetem fich gefl. unzumelden und Mittwoch den 26. d. MtS., Abends 7 Uhr. zu Pferd t» der Universitäts-Reitbahn zu erscheinen. Im Auftrag des Fest-Comites: August Weidig. 1 1 I ( 1 1 i 1 ! 1 I i c I Gießen, den 23. Juni 1878. Familie Hoch Das Comite. i QOOOOOOQOOQOCXXXXXXSOOlOOOOaQOOQa D 3807) er- u g ö 6jd s B. o 3871) Geld-CourS Hierzu eine „Beilage 7) 7) 7) 7) 7) von T> 7) 7) o 0 cv n P P ä Q cd cd Pi o Heute, Sonntag den 23. Juni: Abschieds - Concert Q 89 89 y £T. cv die Redaction d. Bl. gelangen lasten. Gießen, den 21. Juni 1878. Nagiller. Burger. Beuschel. Reichert. R. Genee. Werner. Kuntze. Vogel. Ernst, Hzg. v. Cbg. Mö bring. der Frankfurter Volkssängerqesellsckaft Simmedinger, genannt Schwoob I. Concert von 4—7, II. Concert von 8—11 Uhr. Entrve für Herren 20 für Damen und Militär 10 H. Bei ungünstiger Witterung finden die Concerte au Lony's Felsenkeller statt. «g Zuverl.Leute all. Stände finden lohn. Erwerb d. d. Verkauf ▼. concess. Anlehens- u. Serie- Loosen n. Bezugsscheinen f. e. solid, gross. Bankgesch. Off. V. 933 an 6. L. Daube &. C. Bert Vermischte Anzeigen. 3856) Ein tüchtige«, in der Küche ahreneS Mädchen per 1. Juli gesucht. Die Exped. saat von w?m Vi Großen Lenden die herzlichsten Glückwünsche zu ictncm heuli stottfindenden 21. Geburtstag.________ 3751) Ein Eursu« in franz, und engl „Mignon“, Dichtung von Göthe, comp. . „Dein Äug' mein Stern“, Bariton-Solo „Fliegende Blätter“, Quodlibett „Der Negersclave“, Lied für Tenor „Beim Kaffee“......... „Der Erlkönig“......... 3881) Unterzeichneter empfiehlt seine selbst gearbeiteten ti*«mxpoi*t«bK*h KocMterd-e in verschiedenen Größen zu den billiasten Preisen. Karl Noll, Schlosser, Flügelsgasse 94. 326) Lumpen, Werg. Bierflaschen re. kaust Louis Rothenberger, Ncuenwe«. _ . Äug. beziehbar, zu vermtethen bei HetnrichSchomber, Strustädter Thor. 3878) Meinem i^reuhhe Ph. Velten Krieger - Verein,* 3868) Die Beerdigung unseres früheren Mitgliedes Mank stndet Sonntag den 23. Juni, Nachmittags, statt. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. Danksagung. 3883) Für die liebevolle Teilnahme, die uns bei dem schmerzlichen Verluste unseres unvergeßlichen KindeS Marie von allen Seiten entgegengebracht wurde, sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank. Beiträge für die Hinterbliebenen der auf dem „Großen Kurfürst" verunglückten Seeleute wollen diejenigen Einwohner, welchen die in Umlauf gesetzte Sammelliste nicht zugekommen sein sollte, an Herrn Regierungsrath *Haberkorn oder an »as Anfertigen und Repariren ' Stil Men wird schnell ausgeführt von (3862 Henkel, Stuhlmacher, Wallthor Nr. 150. 20 FrancS-Stücke • • • do. tu V, . Englische SouvereignS Russische Imperiales . . Holländische fL 10-Stücke Ducaten......* Dollars in Gold . - Lebensver sicher un gs- d- Ersparniss-Bank In Stuttgart. Zum Abschluss von Versicherungsanträgen bei dieser bekanntlich einer der ersten Anstalten halte mich jederzeit bestens empfohlen. Prospecte und Antragsformulare, sowie jede gewünschte Auskunft werden bereitwilligst ertheilt. Achtungsvoll A. Scheyda, Gartenstrasse 165. „Die Schildwache“ „Walzer“ . . . „Der Troubadour“ „Schlaft in Ruh“ . Anfang Abends - Uhr. Entree 50 ffg. ä Person gygr Das Concert findet im Saale statt. BUE Correspondenz und Convers. w.rd für jung! Kaufleute eröffnet am 1. Juli er. Sffio1 sagt die Exped. d. Bltts._________________ § Gesucht für ein junges Mädchen einen leichten Dienst in ein Geschäft, zu Kindern oder dergl. Zu erfragen in d. Exoed d. Bl._______ 3847) Unterzeichneter empfiehlt sich in allen in sein Fach etnschlapendrn Arbeiten: Anfertigung von Polflermöbel in unb außer dem Hause. Reelle und billige Bedtmung w'rd zuoe- sichcrt Emil FeldliaiiS) Tapezier. 3860) Einen Lehrling sucht Eonrad Best, Schretnermetster Cescliälls-Eröffnung: Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, dass ich unterm Heutigen am hiesigen Platze ein Uhren - Geschäft eröffnet habe. Gleichzeitig empfehle mein reichhaltiges LAGER in gold. und silb. Herren- u. Damen- Cylinder- und Anker-Uhren, sowie Pariser Pendules, Federzug- und Gewichts-Regula- । toren mit und ohne Schlagwerk, Pariser Weckern, Schwarzwälder Wand-, Stand- und Kuckucks-Uhren, Talmi-und anderen Ketten etc. etc. Unter Zusicherung schneller und reeller Bedienung empfiehlt sich Giessen, den 21. Juni 1878. Hochachtungsvoll Robert Hartmann, Uhrmacher, Schulstrasse B. 21. Hilde- null NuiiiKliill von L. Ohr. Rübsamen eröffnet. Indem ich hiermit das vereheliche Publikum zum Abonnement einlade, bemerke ich, daß die Abonnements-Liste in der Anstalt zur gefälligen Einzeichnung offen liegt. Die Unterrichtsstunden und Badezeit für die Schuljugend sind an Wochentagen Dormittags von 10 bis 12 und Nachmittags von ZI bis 7 Uhr, an Sonn- und Feiertagen nur Dormittags von 7 bis 12 Ubr. Wermiethungen. 3864) E n kleines Familienlogis zu ver- mtethen und am 1. Just beziehbar E d. Trautmann, Tiefenweg v. 49. 3866) Ein Stübchen mit Bett zu xicx- mietbtn. Teufels - Lustgärtchen 6. 166 3865) Ein Stübchen mtt Bett zu vermtethen. __________________________________Lit. C. 148. 3X70, Das von Frau K örb er bewohnte Logis ist anderweit zu vermtethen, auf Verlangen kann Pferdestall und Burschenzunmer dabet abgegeben werden. ____________Karl Ockel, Ludwtgsplatz. 3854) Der zw