1878 Ko. 116 Kichener Mnzeiger AllMk- 11b AmtsblM sil bei Kreis Kikßki Erscheint tEgttch mit Ausnahme des «-«tags. Baden-Baden begeben. < Die Nachrichten über das Befinden des Fürsten Bismarck lauten ' diesmal leider nicht günstig. Der Reichskanzler leidet so stark an neuralgischen Schmerzen, daß sein Arzt ihm von Neuem angerathen hat, sich für längere Zelt , von den Geschäften fern zu halten, und seine Familie sogar daraus dringt, er solle sich ganz in's Privatleben zurückziehen. Sein Zustand hat ihn jedoch nicht gehindert, mit dem Grafen Schuwaloff, der ihn in Friedrtchsruh aus- suchte, eine lange, sich tief in die Nacht hineinziehende Unterredung zu pflegen. Der Reichstag beschäftigte sich hauptsächlich mit der Novelle zur Gewerbeordnung, in welcher es sich um Errichtung von Gewerbegerichten, Regelung der Kinderarbeit und des Lehrlingsverhältntsies, Einführung der Arbeitsbücher, Einschränkung der Sonntagsarbeit und ähnliche, zur Abhülfe allgemein beklagter Uebelstände dienende Maßregeln handelte. Leider war der Reichstag sehr getbeilt in seinen Ansichten und kamen die Abstimmungen über die wichtigsten Gegenstände, wie z. B.^über das Verbot der Sonntagsarbeit in Fabriken und bei Bauten, meist mit nur sehr geringer Mehrheit zu Stande. Es steht daher zu erwarten, daß seine Beschlüße bei der bevorstehenden dritten Lesung tn mancher Beziehung anders ausfallen werden. Bei der Debatte über die Tabakssteuer-Enquete, an welcher der neue Finanzminister Hobrecht sich zum ersten Mal betheiligte, wurde es klar, daß das Haus die von der Regierung zur Enquete geforderten Mittel zwar bewilligen, aus dem betr. Gesetzentwurf aber gewisie ihm vexatorisch erscheinende Bestimmungen ausmerzen wird. Die Samstags-Sitzung, welche der Rechtsanwaltsordnung galt, wurde durch die Nachricht von dem Attentat unterbrochen. Das Präsidium des Hauses beeilte sich, dem Kaiser zu seiner Errettung aus Lebensgefahr Glück zu wünschen, konnte indeß, da das Diner schon begonnen hatte, nicht mehr vorgelasien werden; üdoch hatte der Präsident v. Forckenbeck am folgenden Tage Gelegenheit, die Glückwünsche der Volksvertretung in einer besondern Audienz darzubringen. Der Reichstag selbst stimmte, als der Präsident am Montag über den Verlauf der Audienz Bericht erstattete und den kaiferlichen Dank für diese Kundgebung der Theilnahme überbrachte, in ein dreimaliges begeistertes Hoch aus den Kaiser ein. „, r Was den Culturkampf betrifft, so erhält sich zwar immer noch das Gerücht von Verhandlungen zwischen Rom und Berlin; der Kultusminister Dr. Falk soll indeß kürzlich geäußert haben, er sei bisher noch nicht zu ernstlichen Erwägungen über Herstellung eines Ausgleichs zwischen Staat und Kirche veranlaßt worden. Die leidenschaftlichen Auslastungen, welche einige Mitglieder der Centrumspartei jüngsthin im Reichstage zum Besten gegeben haben, lasten daraus schließen, daß ihre Hoffnungen auf baldige Beendigung des Conflicts an der Festigkeit der Regierung zu scheitern drohen. In Oesterreich-Ungarn ist die Ausgleichsaction tn vollem Zuge; in Pesth hat sich schon die Majorität des Unterhauses für den zwischen beiden Ministerien vereinbarten Compromiß ausgesprochen und das österreichische Abgeordnetenhaus scheint denselben ebenfalls gutheißen zu wollen. Nicht minder günstige Aussicht auf Genehmigung haben die Regierungsvorlagen wegen Deckung der betr. Anthetle an dein 60-Millionen-Credit. Zu Parts ist am 11. d. nunmehr auch die — bekanntlich nur mit Gemälden und Sculpturen beschickte — .deutsche Ausstellung eröffnet worden. Einen günstigen Eindruck machten allerseits die Reden, welche dabei gehalten wurden. batterie „Helgoland" statt. Die Einladung der Vereinigten Staaten Nordamerikas zur Beschickung einer internationalen Münzconferenz behufs Feststellung des Werthtzer- hältnistes zwischen gemünztem Gold und Silber ist von der holländischen und französischen Regierung angenommen, von der deutschen hingegen mit richtigem Tacte abgelehnt worden. Der deutsche Botschafter Fürst Hohenlohe versicherte: wenn Deutschland keinen bedeutenderen Antheil an dem Wettstreit der Nationen genommen, so sei dies nicht aus Feindseligkeit oder aus Eifersucht geschehen, sondern lediglich aus Gründen volkswirthschastlicher Natur; Deutschland sehe in seiner Betheiligung eine neue Bürgschaft für die guten Beziehungen, welche jetzt in so erfreulicher Weise zwischen beiden Ländern herrschten. Desgleichen beglückwünschte der französische Handelsminister in seiner Antwort beide Regierungen zu dem freundschaftlichen Verhältniffe, welches sich aus der Betheiligung Deutschlands ergeben habe. Mit diesen Aeußerungen stimmen auch die Erklärungen überein, welche der Minister deS Auswärtigen einige Tage vorher in der Kammer aus Anlaß einer die orientalische Frage betr. Interpellation über die guten Beziebungen Frankreichs zu allen Mächten ohne Ausnahme gab. Einen glänzenden Sieg hat das gegenwärtige Ministerium durch die mit großer Majorität erfolgte Annahme des Eisenbahngesetzes Seitens des Senates erfochten. In England bebält Lord Beaconsfield nach wie vor das Heft in den Händen. Die Opposition im Unterhause hat zwar ihre Angriffe auf die Politik der Regierung wieder ausgenommen, dabei aber ebensowenig Erfolg erzielt, wie Gladstone und die übrigen Friedensfreunde mit ihren Agitationen außerhalb des Parlaments. Die dänische Regierung hat Angesichts der Eventualität eines Krieges zwischen England und Rußland, während deffen sie die Hauptstadt nicht gern von Truppen entblößt sehen möchte, beschlossen, die Lagerübungen in diesem Jahre nicht wie bisher in Jütland, sondern auf Seeland abhalten zu lasten. In Kopenhagen fand am 9. d., als am Jahrestage des Seetreffens bei Helgoland, in Gegenwart des Königspaares der Stapellauf der neuerbauten Panzer- Gartenstraße B 165. t «chnlstraße B. ih. Das hervorragendste Ereigniß der letzten Tage war das Attentat, welches ein Klempnergeselle und Colporteur socialdemokratischer Schriften aus Leipzig auf unfern allverehrten, theuren Kaiser machte. Die Nachricht von dieser Frevelthat rief in der ganzen cimlifirtcn Welt die tiefste Entrüstung hervor, in den Herzen aller wahren Deutschen aber zugleich das Gefühl freudigsten Dankes, daß der Allmächtige das Leben unseres greisen Heldenkaisers gnädig bewahrt hat. In Berlin gab sich die Freude darüber in enthusiastischen Hochrufen der zu vielen Tausenden um das kaiserliche Palais versammelten Menge, sowie durch Fahnenschmuck und Illumination der Häuser kund. Bon allen europäischen Höfen langten Glückwunsch-Telegramme an. Die Glück wünsche, welche auS allen Theilen Deutschlands von Behörden und Privatpersonen, von Korporationen und Vereinen einliefen, waren zahllos. Glücklicher Weise ist der beklagenswerthe Vorfall aus den Gesundheitszustand des Kaisers ohne nachtheiligen Einfluß geblieben: er ließ nicht einmal das bald nachher stattfindende Diner, zu welchem Einladungen ergangen waren, absagen und zeigte sich Abends der Bevölkerung sowohl im Opern- wie im Schauspielhause, wo er der Gegenstand begeisterter Ovationen wurde. Aus der sonstigen Thä- tigkeit des Kaisers ist zu melden, daß er wiederholt Vorträge des Staatssecretärs im Auswärtigen Amt, des Kriegsministers und des Admiralitätschess entgegennahm, dem neuernannten Gesandten der Vereinigten Staaten, Taylor, behufs Ueberreichung seines Beglaubigungs-Schreibens eine Audienz ertheilte und auch den aus der Durchreise nach Petersburg befindlichen russischen Botschafter in London, Grafen Schuwaloff, empfing. Daß der Kaiser den gewohnten Früblingsbesuch in Wiesbaden für dieses Jahr definitiv aufgegeben, bestätigt sich. Dägegen hat sich die Kaiserin in gewohnter Weise zur Kur nach Zweites Blatt Sonntag, den 19. Mai- Loka l - N o t i z. Gießen, 18. Mai. (Sitzung der Stadtverordneten am 16. Mai.) Ehe in die heutige Verhandlung getreten wurde gedachte der Herr Bürgermeister mit warmen und erhebenden Worten der Errettung unseres Kaisers vor der verruchten Mörderband. Zur Zustimmung erhob sich die Versammlung von ihren Sitzen. ES wurde sodann folgendes Telegramm nach Berlin abgesandt.- „©einer Majestät Kaiser Wilhelm, Berlin. Im Namen der Stadt Gießen spricht der zur Sitzung versammelte Stadtvorstand Ew- Kaiserlicher Majestät seinen tiefen Schmerz aus darüber, daß eine frevelhafte Hand dos Leben des Neubegründers des deutschen Reiches, unseres erhobenen Kaisers Wilhelm bedroht hat, indem er zugleich mit dankbarem Herzen zu der Vorsehung sich wendet, welche unseren geliebten Herrscher gegen die Mörderhand in Schutz nahm und mit Bewunderung der heldenmüthtgen Tochter gedenkt, welche für die Erhaltung des Lebens des ehrwürdigen greisen Vaters das eigene Leben zu opfern bereit war. »ramm, Bürgermeister." — Nach einer Mittheilung des Schulvorstandes befinden sich in den städtischen Lehranstalten zusammen 1930 Schüler, welche sich wie folgt vertheilen: Realschule 319, Vorschule derselben 287, erweiterte Mädchenschule 525, Stadtknabenschule 476 und Stadtmädchenschule 323 Schüler. Ein hübsches Contingent! — In letzter Sitzung war man sich über den Gehalt des „Wachtmeisters" der Schutzmannschaft noch nicht schlüssig geworden, sondern betraute die Finanzdeputation mit der Aufgabe Vorschläge hierüber zu machen. Dieselbe proponirte nun heute einen Anfangsgehalt für einen Wachtmeister mit 1400 at, sowie nach Ablauf von 6 Jahren weitere 100 JL und nach Ablauf von 12 Jahren nochmals 100 at, so daß der höchste Gehalt 1600 Jü betragen würde. Die Versammlung genehmigte mit nicht großer Mehrheit diesen Vorschlag der Finanzdeputation, ferner den weiteren, daß zur Anschaffung der nothwendtgen Kleidung und Ausrüstung ein einmaliger Zuschuß von je 150 at pro Mann von der Stadt beige- schoffen werbe. — Die Erbauung eines Schlachthauses erregte eine sehr lange und mitunter auch recht animirte Debatte. Ursprünglich war als Bauplatz hierfür die Stadtwiese unterhalb den Bade-Anstalten vorgesehen, auch schon die nothwendtgen Pläne rc. angefertigt worben. Großherzogliches Kreisamt nahm aber Veranlassung in einer Zuschrift aufmerksam zu machen ob dieser Platz nicht der Stadt, durch Auffüllen, Correklur der Lahn, etwaige Processe mit den Mühlenbesitzern rc., der Stadt nicht zu Iheuer käme. Es wolle an und für sich gegen das Projekt nichts einwenden, gebe jedoch dem Stadtvorstande anheim sich die Angelegenheit nochmals zu überlegen und auch die Projekte refp. Plätze zu prüfen, welche nach feiner (des Kreis am ts) Ansicht in Betracht gezogen werden könnten. Es liegen nun heute fünf Plätze vor und find diese 1. an den Bleichen am Krofdorfer Weg refp. Lohbach, 2. auf der Insel unterhalb der Pulvermühle, 3. die Stadtwiese unterhalb den Bade-Anstalten, 4. der Schmied M ay'sche Garten am Mühlgraben unterhalb der Neumühle und 5. die Spitze der Insel wo die Wieseck in die Lahn mündet am Viadukt der Main-Weser-Bahn, welche Spitze der Stadt gehört und s. Z. von derselben zur Erbauung der Veterinär-Anstalt erworben worben. Die Discussion über die einzelnen Plätze, war wie oben schon gesagt zuweilen recht animirt. Von einer Erbauung auf dem rechten Lahnufer wurde wegen der Entfernung und auch wegen Verunreinigung des Wassers überhaupt abgesehen, der Platz auf der Stadtwiese unterhalb der Bade-Anstalten wurde dann fallen gelassen, weil einestheils derselbe einer Ueberschwemmung ausgesetzt eoent. bei einem Eisgang gefährdet sein konnte, 2. weil das Wasser der Badeplätze verunreinigt wird und 3. ein Proceß mit der Neumühle in Betracht gezogen werden könne. Die Hauptdebatte entstand über den Platz wo der Mai'sche Garten liegt und der Jnselsvitze, welche der Stadl zusteht. Gegen bas letztere Projekt wurde geltend gemacht, daß die Wieseck tm Sommer zu seicht, das Wasser der Wieseck durch das Hineinfließen der Stadtbach nicht rein und schließlich an ein baldiges Bauen nicht zu denken sei, weil die Main-Weser- Bahn ihren Bahnkörper an dieser Stelle crbreitern und die Wieseck z. Th. verlegen wolle, worüber noch Jahre hingehen könnten. Schließlich wurde beschlossen den letzteren Prei» viertrkjShrlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerld-n. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Ps. — auch ““ >" Ä !LLEechnikks. 3L°J- Sandgassk. Gartfeld. Frau Dr. "eines JWe^iMelb. 5“"«ienioöi§ zu vn- _ Neustadt v, 83, Stock meines Hauses Wohnung mit allen E ruhige Familie fort beziehbar. A. Seuling. Anzeigen. einer in der Badeanstalt amen.(3154 inifen 1 meiste und 3 graue, eine gute Belohnung , Schuhmachenneister. warnt.(3151 21. d. MonaiS, Uhr.- i (liehe 'Setfammluitfl .'n Grün» Der dieMngePartei- ^ongreh. mädchen sucht Prof. Naumann. ihrliug sabrikgeschäft gefugt- n der Txped. d. Bl. v Kinder- >roben Lode angefertigt. ihentiicheretc. iumt. Mässige Preise H, Dörr« lühlgasse 81. Ä*» Platz m wählen. (Wenn wir uns hier eine Bemerkung erlauben wollen so wäre es die. daß wenn man wieder über den Bau des Schlachthauses und die Einrichtung desselben verhandelte, man doch einen Sachverständigen, also hier einen qaalistctrten Metzger, als Auskunstsperson heranztehen mochte. Uns will es scheinen als wenn man dann Diel rascher und vielleicht besser und richtiger sich schlüssig machen konnte. Es ist dies nur eine Meinung aber wir glaubten solche von uns geben za müssen.) — Die Verpachtung des Platzes worauf der Plank'sche Stall am Tiefenweg gestanden, wird genehmigt. — In Gießen soll nach dem Muster von Darmstadt ein FrauewVeretn für Grauen-Bildung und Erwerb gegründet werden. Zweck desselben ist durch Heranbildung zu Lehrerinnen rc. dem weiblichen Geschlechte eine gesicherte Lebensstellung zu ermöglichen. Die Versammlung bewilligte nun dem Verein zwei Zimmer im Hinterhause der früheren Ebel'schen Hoiraithe auf dem Asterweg zu den Zwecken des Vereins. — Em Gesuch wegen Eröffnung der Bleichstraße, sowie em Gesuch wegen Gelandeaustausch an der Bleichstraße werden abgeschlagen. — Der Antbeil an den Denunciations-Gebühren von Oktroi-Defraudationen im Betrage von 78 JL für 78 Falle soll nach dem auch früher beliebten Modus an die einzelnen Bediensteten vertheilt werden. — Die Gesuche der Herren Gg. Wtlh. Weidig um Bauveränderungen, des Herrn Ehr. Zimmer um Errichtung von Nebengebäuden, sowie des Herrn Kasp. Schomber um Errichtung einer Einfriedigung werden genehmigt. — Der Thetlung der 6. Elaste der Stadtmädchenschule, welche 99 Kinder besitzt, wird Zustimmung ertheilt und zum Schluß der offentl. Sitzung Herrn Metzger H. Weidig, welcher in seinem von dem W-llthor erkauften Hause eine Schlächterei errichten will, Erlaubniß bis zur Errichtung eines offentl. Schlachthauses gegeben. —a- Vermischte-. Nierstein, 14. Mai. Verflossene Nacht wurde dahier ein schreckliches Verbrechen verübt. Herr Bürgermeister Vowinkel, ein Mann von etwa 68 Iihren und seit einigen Jahren Wittwer, wurde in seinem Bette ermordet, und das in seinem Pulte sich befindliche Geld geraubt- Die alsbald stattgehabte Leichenschau hat ergeben, daß die tödtlichen Stretche mit einer Axt auf den Kopf ausgefüyrt wurden. Das Mordinstrument. das man im Hause vermißte, wurde später in dem durch den Oct fließenden Bache gefunden. Das etngetrofsene Untersuchungsgericht hat bereits einen der That dringend verdächtigen Metzgerburschen aus Friesenheim in Haft genommen. Derselbe hat einige Zeit in demselben Hause bei dem Schwiegersohn des Ermordeten in Arbeit gestanden und wurde kürzlich entlassen. Der Ermordete schlief zu ebener Erde, während der", Schwiegersohn mit Familie im oberen Stocke wohnte. Ein im Hofe befindlicher, sehr wachsamer Hund hat nicht das geringste Zeichen von Unruhe von sich gegeben, so daß die Angehörigen des Ermordeten erst das Verbrechen heute Morgen entdeckten, nachdem derselbe länger wie gewöhnlich in seinem Schlafzimmer blieb. ES ist demnach anzunehmeu, daß der Verbrecher eine Person sein muß, die mit dem Hunde vertraut ist. , (LdSkr.) Frankfurt, 14. Mai. Am Samstag ist in Offenbach der Fabrikant und bekannte Schütze und Jäger de Bary unter der Beschuldigung des einfachen Bankerotts auf Verfügung deS Staatsanwalts verhaltet worden. — Zu der nächste Woche ftaltfindenden Hunde-Ausstellung sind bis gestern Abend über 300 Nummern angemeldet. — Aus Boy ern, 12. Mat. Wie das „Bayreuther Tagblatt" schreibt, ist ein im Feldzuge 1870/71 in französische Gefangenschaft gerathener und von seinem Weibe längst als todt beweinter Oekonomiebesitzer aus einem Dorfe der Oberpfalz kürzlich unverhofft in seine Heimath zurückgekehrt, wo er nur von seinem Reitpferde und seinem Hunde, welche beide beim Anblicke ihres Herrn ihrer Freude lebhaften Ausdruck verliehen, wieder erkannt wurde. DaS Weib des Heimgekebrten hatte sich mittlerweile wieder verehelicht und sind aus dieser zweiten Ehe zwei Kinder vorhanden. Während der letzten acht Jahre war der Todtgeglaubte in Gefangenschaft in Algier zurückgehalten worden- (?) Aus der Kieler Strafkammer, 12. Mai. Am 18. Januar fand auf dem Schießplatz zu Hafseldiecksdamm zwischen drei Kieler Studenten und zwei Marine-Unter-Lieutenants ein Pistolenvuell statt. Jene waren die Herren cand. med. Hermann Bischof au« dem Kronprinzenkoog, cand. med. August Kettler aus Bremer Lehe und atud. chem. Amandus Nagel aus Drochtersen in Hannover; diese die Marineunterlieutenants Kalau vom Hofe und Bachem. In der Nacht zum 21. December 1877 nämlich gingen die drei Studenten auf dem Trottoir bei der Kunsthalle und hatten das Trottoirrecht, wichen aber, da die zwei Offiziere rasch ihnen entgegenkamen, um jede Kollision zu meiden aus. Trotzdem wurde Herr Nagel von einem der Marineoffiziere (es waren Die beiden oben genannten), wie er meinte, absichtlich „gerempelt" Der Anstoßer entschuldigte sich gar nicht einmal, sondern ging weiter. Auf Herrn Nagels Anruf blieben die Marineunterlieuienants stehen, weigerten sich aber, ihren Namen nennen oder ihre Karte zu geben. „Ach was", hieß es, „sie sind Studenten! Mit Studenten lassen wir uns nicht ein!" Sie wurden von den Studenten aus das Unpassende ihres Benehmens aufmerk sam gemacht, und da dies nichts nützte, „schlecht behandelt," und der eine von Herrn Nagel mit der Reitpeitsche berührt. Das wäre allerdings bester unterblieben. Dadurch gereizt, sprang der Marinelieutenant Bachem zur Seite, zog seinen Säbel und schlug auf Herrn Nagel ein. Die Studenten Nagel und Diichof stürzen sich auf den Lieutenant Bachem. Herr Kettler auf den Lieutenant Kallau vom Hofe. Beioe Lieutenants wurden übermannt, geschlagen und ihnen der Säbel entwunden. Als Herr Studiosus Kettler gerade den Fuß gegen Kalaus Säbel setzte, um ihn abzubrechen, hörte er, wie Herr Nagel zu Bachem sagte- „Wenn Sie mir jetzt Ihren Namen nennen wollen, will ich Ihnen den Säbel wiedergeben." Beide Offiziere nannten jetzt ihre Namen, gaben ihr Ehrenwort, daß sie den Studenten Genugtuung geben wollten und erhielten ihren Säbel zurück. Nachtwächter und der Lieutenant Hunck vom 85. Regiment waren mittlerweile biiv zugekommen. Es ward verabredet, daß man andern Tags um 11 Uhr sich in Lasch'Wirthschaft treffen wollte, um über die Genugthuunz für die Studenten zu verhandeln. Die Studenten lehnten aber diesen Zeitpunkt ab, und es ward 1 Uhr festgesetzt. Als die Studenten jedoch um diese Zeit im Eafä Lasch erschienen, waren die Offiziere schon fort, denn sie batten von 11 bis 1 Uhr vergeblich gewartet. Dies Mißverständnis, an dem die Schuld nicht an den Studenten lag, ward ihnen jedoch zugerechnet. Die beiderseitigen Cartellträger suchten sich jedoch im Laufe des Nachmittags auf und die Studenten verlangten commentmäßige Abbitte und Revocation; die Offiziere lehnten dieS, als nicht bei ihnen üblich, ab, erklärten sich aber bereit, ihr Bedauern üoer den in Folge eines Mißverständnisse- entstandenen Vorfall auszusprechen und ihre darauS erwachsenen Handlungen zurückzunehmen." Darauf gingen die Studenten nicht ein, sondern machten wegen Verweigerung der verlangten Genugthuunz ihre Drohung mit Anzeige beim Admiral wahr. Di« Marinelieutenants Kalau und Bachem wurden wegen vorsätzlicher körperlicher Mißhandlung bei gleichzeitigem rechtswidrigen Waffengebrauch vor's Kriegsgericht gestellt und freigesprochen, weil sie sich in der Nothwehr oder mindestens im gerechtfertigten Exceß der Norh- wehr befunden hätten. Nun verlangten die Freigesprochenen von den Studenten die Rücknahme ihrer in der Anzeigeschrift enthaltenen, vermeintlich wahrheitswidrigen Angaben (von „gehässigen" Angaben, wie in der Anklage steht), haben die Offiziere nach eigener Angabe der Studenten nie» mals gesprochen. Die 3 Studenten lehnten dies Ansinnen ab, und wurden darauf auf Pistolen gefordert. Sie standen vor der Wahl, bei der Annahme inkonsequent, bei der Ablehnung feig zu erscheinen. Ais Männer von Ehre konnten sie, und dies erkannte die Strafkammer auch an, nicht anders als annehmen. Herr Kettler schoß sich mit Lieutenant Kalau, Herr Nagel mit Lieutenant Bachem, Herr Bischof als Verfasser der Anzeigeschrift mit beiden Offizieren. Wegen Zweikampfs angeklagt bekannten sich alle drei freimüthig schuldig, wurden von Herrn Rechtsanwalt Lange, der die Schuld der Offiziere an der Affaire vom 21. December als außer Zweifel stehend bezeichnete, mit Umsicht und gewohnter Gründlichkeit vertheidigt, und von der Strafkammer am 27. April Herr Bischof wegen doppelten Zweikampfes zu 34/jf die Herren Kettler und Nagel jeder zu 3 Monaten Festung verurtheilt. So ward Ehre und Gesetz gewahrt. Den Verhandlungen, die von P/4 bis 33/< Uhr Nachmittags dauerten, wohnten übrigens so viele Studenten, Referendare und andere Herren an, daß der Zuhörerraum gefüllt war. SctairTeberielit. Mitgethetlt von bem Agenten dcS Worb beutlet en Lloyd C. W. Dietz in Gießen. Neworleans,12. Mai. (Pertransatlantischen Telegraph.) Das Postdampfschiff Braunschweig, Eapt. E- Undütsch, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 17. April von Bremen und am 20. April von Havre abgegangen war, ist heute wohlbehalten hier angekommen. . Southampton, 15. Mai. Das Postdampfschiff America, Eapt. W- Danne- mann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 2. Mai von Baltimore abgegangen war, ist gestern 12 Uhr Nachts wohlbehalten hier angekommen und bat heute nach Landung der für Southampton bestimmten Passagiere, Post und Ladung 2 Uhr Morgens die Reise nach Bremen fortgesetzt Die America überbringt 124 Passagiere und volle Ladung. Southampton, 15. Mai. DaS Postdampsschiff Donau, Eapt. R. BussiuS, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 4. Mai von Newyork abgegangen war, ist gestern 6 Uhr Abends wohlbehalten hier angekommen und hat nach Landung der für Southampton bestimmten Passagiere, Post und Ladung 7 Uhr Abend- die Reise nach Bremen fortgesetzt. Die Donau Überbringt 343 Passaaiere und volle Ladung. Allgemeiner Anzeiger. Geräucherte seine Aeischwaaren: Blut- und Schwarte- (1624 empfehlen Frankfurter Würstchen ä 20 Gothaer Trüffelwurst, Braunschweiger Leberwurst, Braunschweiger wagen. „ Cxtra-Leberwurst, Göttinger HauSmacherwurst, auch im Ausschnitt, ./. 1. Sölme 5; a empfehle eine reiche Auswahl in 2 Ellen breiten rein wollenen < J 3 C achemir § jj > die Elle von 1.40 an. 3 J. Bärmann, 4 j! 2483) Hotel Einhorn. <1 Alle Sorten Lacke, Firnifie, Volituren, Blattgold, Pinsel, Farbmühlen, Leim, Schellack, Bimstein, Glaspapier rc. rc. Ferner alle Sorte Farben, trocken, sowie in Del sein abgerieben, empfiehlt zu den billigsten Preisen. (2295 F. C. Henzerling, Neustadt. Alleinverkauf von Original - Singer - Nähmaschinen der Singer-Company, New-York, für Familien, Nähterinnen, Schneider, Schuhmacher, Sattler und Buchbinder. Schutzmarke und Certificat gegen Nachahmungen. Feste Preise, dreijährige Garantie, Unterricht gratis. Utenfilieu, wie Maschinentheile, Nadeln, Oel, Garn, stets auf Lager. Alle Reparaturen an Maschinen aller Systeme pünktlich und billigst besorgt. (1139 E. Eichenberg, Ludwigsplatz. Braunkohlen °.m Heßenbrückerhammer. Die Unterzeichneten liefern: per Waggon von 200 Ctr. Bahnhof Gießen per Ctr. 70 Pfg., frei auS HauS geliefert per Ctr........78 ,, 2909)____________Louis Flett, L. Klinkei- 2285) Wegen vollständiger Aufgabe des Cigarrengeschäfts — daS Local ändernd — verkaufe fämmiliche noch vorräthigen Cigarren nebst allen dahin gehörenden Artikeln, sowie auch eine große Menge Parfümerien verschiedenster Art; ferner Bürsten, Kämme, Spiegel re. re. zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Christian Frech, Lmvenplaß. ________________________Cabinet zum Rafiren, Haarschneiden und Frifiren. Bekanntmachung. 2976) Die verfallenen Pfänder der Pfand- und Leih'Anstalt des Unterzeichneten müssen bis längstens Ende dieses MonatS eingelöst oder prolongirt werden, gegenfalls deren Versteigerung erfolgt. Gießen, den 9. Mai 1878. A. Henrich. Tuch und Buckskins für die jetzige Saison in allen Qualitäten empfiehlt unter billigster Bedienung (1916 fjtuhrifj L ätmmiri I I. V. Gem ; H°rn, John 1 Steinbachs Ntn, bm t Mflti d, ko|<11 ■ 1 und Luxus-Artikeln stets das Neueste und Geschmackvollste (812 Bezeichnung der Parcellen. Namen der Besitzer. 1. 2. Kimmel, Kaspar D. S. von da. 3. I. 514. 515. 516. 7. IV. 54. S. VIII. 317. 2825) Neustadt. (2639 legen, zu verkaufen. s. Fr, K reu der. Bauplätze CM 10. Anzeige eo Wilh. Balser. eingetroffen. (3072 ist ju verkaufen. Dr. Weber. lbdnttichen illoijb sPoftdampfschiff nm, welches am war, ist heute Lapt. W. Danne- l Balttmvre abgr- len und hat beute nb Ladung 2 Uhr gt 124 Passagiere 427. 115. 662. 759. 612. 421. 558. 143. WS en emp*, I. Gemarkung Groß-Buseck. Schwalb, Christoph III. Wtttwe, von Groß-Buseck. Kümmel, Heinrich K. S. von da. I 858. 843. 5. II. 182. III. 455. IV. 145. 202. V. 311.515. VII. 185. VIII. 105. X. 32. XII. 38. XVII. 173. XX. 8. XXL 548 XXIII. 288. I. 548. 561. 562. I. 599. V. Gemarkung Steinbach. Horn, Johannes VH. Eheleute von Steinbach. AeUgeöotent». Goldfische I. 12,5. 12,3. I. 13,3. 13,5. 13,8. 14,1. 17. I. 17. XXV. 163. 707. XXVII. 59. 172. 322 419. XXVIII. 60. 184. 330. 518. 936. 962. Billige Baupiützr, verschiedener Größe, zwischen dem obersten und untersten Riegelpfad, in der Nähe der Villa Wolff ge- MM. II. Gemarkung Lollar. Rohrbach, Christian, von Lollar. Löwenstein, Löb, von da. Bi er au. Christoph u. Verlobte Margarethe Schwalm von Lollar. B i e r a u, Christoph Frau geb. Schwalm von da. III. Gemarkung Staufenberg. Bterau, Christoph Frau geb. Schwalm von Lollar. IV. Gemarkung Reiskirchen. Döring, Johannes und Frau geb. Zimmer von Reiskirchen. Liüvenpla?- en und Küsten. Desinfeetionspulver Carbolsäure, Cisenvitriol, Chlorkalk empfiehlt ’api. K- Aussiid, -ork abgegangm at nach Landung W Abends die zvd volle Ladung. Die Glas- und Porzellanwaaren-Handlung von G. Ph. PUlmann, Neustadl ■>. empfiehlt ihr reichhaltig assortirtes Lager in feinem und ordinärem Porzellan, in Glas- und Crystallgegenständen, sowie in Thon- und Biscuit-Figuren, Marmorwaareil etc« und bietet,überhaupt i$ allen dahin einschlagenden Gebrauchs- Ord.- Nr. Oeffentliche Aufforderung. - 2838) Nachverzeichnete Personen wollen die ihren Namen beigesetzten, ihnen tu dem Grund - und bezw. Flurbuche vor Namen stehenden Parcellen veräußern. Da ste ihr Eigenthum resp. die erfolgte Zahlung der Kausschillinge nicht genügend nachzuweisen vermögen, so werden alle diejenigen, welche irgend welche Rechte oder Forderungen an diese Parcellen bilden zu können glauben, hiermit aufgefordert, diese ihre Ansprüche „binnen sechs Wochen" bei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden, als sonst nach Ablauf dieser Frist, da wo dies erforderlich, die Löschung der Bemerkung „beschränkt" verfügt, die neuen Eigenthumsurkunden gerichtlich bestätigt und die Ueberschreibung der Verkaufsgegenstände auf den Namen der neuen Erwerber wird verfügt werden. 4. 5. 0. Meinen verehrten Kunden die Mtt- theiluna, daß die so rasch vergriffenen Knabenbfit® wieder in großer Auswahl eingetroffen sind, mache noch besonders aufmerksam auf eine neue Sendung H.naben*trohhüte in eleganter Form zu 35 Herrn- Strohhüte von 60 H an «/♦ Weitzenhorn, Kreuz. i fluten flepfetmcin bei Gastwirth H. Griin^ - 70 Psg" 78 „ rrevgeschasts ,8tn Cigarren -ine große W oure, VPttSkl Amerikanische Heu- und Dunggabeln, A Steyerische Sensen, Sicheln bei 3044) Emil Pistor- 306. 4682/10. 594. 626. 656. XVI. 52. 42. 323 XVII. 23. 171. XVIII. 72. 221. 342. 410. 413. XX. 32. 124. 249 XXI 369. XXIII. 3335/10- XXIV. 88 129. Knabenhemden für Confirmanden von JL 2,50 an empfiehlt (2590 A. Haubach, Mäusburg. Gießen, den 1. Mai 1878. Großherzogliches Landgericht Gießen. Erdmann. 462. 539. 614 X. 43. 136. XI 205 536. 599. XIII. 378. 388. XIV. 341. 440. 505. XV. 194. Ei® in jeder Quantität, auch frei ins Haus geliefert, empfiehlt bei billigster Berechnung die (2911 Küfer- ä- Hohwaarenhandlung von W. Kohlenmann, Neustadt. Weiße Vorhangs aller Art, Rouleaux-Drell in den gangbarsten Dessins. Anfertigung jeder Decorations-Arbeit in geschmackvollster Ausführung, bei 170) Th. Brück, Kanzleiberg B. 1. 3068) Die diesjährige Kleeernte von zwei Morgen ist abzugeben. Von wem ist bei der Expedition zu erfragen. Für Confirmanden Z (Mädchen) empfehlen Shtrktng- und gestreifte Unterröcke, Beinkleider, Kragen, Manschetten und Krausen zu den billigsten Preisen, ferner Damen- und Kinderstrümpfe, Piqu4-Hütchen und Kleidchen. Geschw. Heerz, Neuenweg. Ein u. zweithürige Kleiderschränke, Küchenschrauk, Kommode, 2 Consolschränkchen, Stühle und sonstige gut gehaltene Möbeln billig. J. Rothenberger, 3094) Lindenplatz. t. eox^ verkauft Jng. Merz, R.-Bahnbofsstraße- 2871) Als empfehlen: Patent Stiefelzieher mit Mechanik a hre daraus r e‘n/ sondern W beim Ad- 'cher körperlicher Schellt und frei- Vtz der Noth- m ^>e Rücknahme W® "Sihüfsigen" n Studenten nie- lN auf Mru ^«blehnunz feiz -fkammer auch au, gel mit Lieutenant en Zweikampfs an- mwalt Lange, bti gehend bezeichnete, mn am 27. April Jtl jeder zu 3 Mo- indlungen, die von i, Referendare und 251 Für bevorstehende Verpflanzzeit der Blumengruppen empfehle reiche Auswahl von Geranium, Fuchsien, Petunien, Georginen, Levkoyen, Astern und Blattpflanzen zu Teppichbeeten. (3038 ______Carl Deines. Corsetten in großer Auswahl. Extra-Weiten werden nach Wunsch angefertigt bet (2991 A. Fangmann. Hrru.1 Fischbach. 3033) Die Ernte von 3 Acker ewigem Klee und ein Reaenfaß zu verkaufen. Carl Weidig Wwe., Gartenstraße. Schuhlager von Daniel Schmall, Schlossgasse, empfiehlt auf bevorstehendes Fest seine große Auswahl in Herren-, Jug- und Schaftenstiefel, Damen stiefel in Kid, Chagrin und Lasting, Kinderstiefel in allen Gattungen, Constrmandenstiefel für Knaben und Mädchen, alle Arten Pantoffeln und Vifitenschuhe in guter Qualität zu sehr billigen Preisen.(2996 3043) Die Grasernte aus meinen Gärten ist zu vergeben. Emil Pt stör. 2757) Empfehle meine Fenster-Jalousien neuester Eonstruction incl. Anschlag, lange Garantie, beste Ausführung, Muster zur Ansicht stets angeschlagen. Achtungsvoll ___________Chr. Horeyseck. Feinste Cervelatwurst, ,, Leberwurst, „ Trüffelwurst, Blasenschinken, empfiehlt (3073 Emit Elschbach. XI. 299. I. 883. III. 627. IV 300. XI. 511. XIII. 263. 310. 442. XIV. 356. XV. 595. XXIII. 76. XXVII. 143. 153. 156. I. 385. 385V10- 777. 862. II. 10. 295. 476. 549. 563. III. 157. 367. 544 601. 445. 615. IV. 503. V. 164. 416. I Gis. ^Bom 20. Mai ab geht mein Eiswagen täglich. Aufträge werden pünktlich besorgt. Hch. Schm all, „Hess. Hof-. Bettfedern und Saunen Zwillch und Barchent, Feder-Letneu, Lieferung vollständiger Betten in streng reeller Ausführung, bei 169) Th. BküS, KLnzleiberg B. II. Rnbwitmen Gießen, Mäusburg D. 9, empfiehlt sein reichhaltiges Lager in weißen und farbigen Hemden für Herren und Knaben, Kragen, Manschetten, Chemisetten, sowie stets das Neueste in allen Arten Halsbinden, ferner wollenen Hemden, wollenen und baumwollenen Unterjacken u. Unterhosen, in Socken,Hosenträgern, Glace-, Wildleder-, Buckskin-, Zwirn- und Militär-Handschuhen, eine sehr reiche Auswahl in Kragen- und Manschetten- Knöpfe rc.(2392 Spiegelfabrik Carl Leib, Vergolder, !W Giessen (hinter der Kirche) unterhalt Laror aller Arten Spiegel, Bltderrahmen, Tische mit Marmorphttii, Gold- und Politurleüten. Alle Sorten Spiegelglas. Das Einnahmen von Bildern wird billigst ausgefuhrt. z Neuverpoldungen erden auf das Solideste bald gefertigt. Wenzefs Garten (Saalbau). Sonntag den 19 Mai: «ROSSEN (OMi:«T ausgeführt von dem Mufikcorps des 2. Grofih. Hess. Jnf.-Regiments Nr. 116, unter Leitung des Kapellmeisters Herrn C. Krausse. 3121) Anfang 5 Uhr» - — Entree 35 Pfg. Bier im G-las !! 7MZ 3MF Bei ungünstiger Witterung finden die Concerte stets im Saale statt. «t. flemerfieüanfi Hießen (eingetragene Genossenschaft). Geschäfts Aufgabe. 3090) Einem verehrlieben Publikum die ergebene Anzeige, daß ich die Wirthschaft auf der Wellersburg von heute an nicht mehr betreibe. 1657) 3105) Streng reelle Bedienung. [H. 61231] i von Nr» THEODOR HAUBACH AMERIKA (604 MM/'auf alle Hauptplatze von Amerika sind ftctS zum Ta^e-- ww Cours zu haben bet C. W. Dietz.(939 H. Siebenborn in Wetzlar 3079) noch New-Orleans: einmal monatlich na» Baltimore: jeden zweiten Mittwoch Direkte Billets nach dem Westen der Vereinigten Staaten. Nähere Auskunft ertheilt die Direetion des Norddeutschen Lloyd Lager (22 t in Singer-, Wheeler & Wilson-, Grover & Baker-, Howe-, Elastic-, Pechdraht-Maschinen etc. für Familien und Gewerbtreibende. in QTESSEKT, Reichensand - Bahnhofsstrasse. Für das mir bewiesene Wohlwollen bestens dankend zeichnet Achtungsvoll M. Möhl, geb, pansch. Werkstätte für Reparaturen. Garantie für Namens des Ausschusses: I. Haustein, Vorsitzender. in Bremen, sowie deren alleiniger General-Agent Eduard Huniann in Mainz und dessen Agent C. W. Dietz in Gießen. Montag den 20. Mai 1878, Abends präcis 8 Uhr, im grossen LELB’schen Saale. t„, Tagesordnung: 1) Aittheilung der Jahresrechnung und Geschäfts-Bilanz, 2) Erstattung des Verwaltungsberichtes, a 3) Beschlußfassung über die Gewinnvertheilung und die den Cassebeamten zu ertheilende Decharge, 4) Ersatzwahl für die ausscheidenden Ausschußmttglieder und 5) Abänderung des Statuts. Gießen, den 16. Mai 1878. Bank- und Wechselgeschäft Sachs ife Co. in Frankfurt a.M Preise billigst. Auf Zvunsch erleichterte Zahlungs-Bedingungen. ’__ J•__niixl_______ ± . — Blitzableiter! = in neuester und verbtsserter Construction, liefert und stellt auf (in Kupserdrahl- seil und Platinspitze) unter Garantie. Vir«te veutslhc Pogdampfschiffsahrt nach von BREMEN Uälimaschiueiltheile, Oel, Zwirn und Nadeln. tadellose Waare. =p_ ' ' -..... ' r AHMalchittW -Sändümg nach Newyork: jeden Sonntag. „per Cassa“ und „auf Zeit“ (gegen entsprechende Kaution in Werthpapieren) zu Tageskursen. Einlösung von Coupons guter St na tepapler e und E 1 sr n bah n-ObIIga11 on en schon 14 Tage vor Verfall ohne Zinsenabzug, von amerikanischen, österreichischen und spanischen Coupons, genau zum Tagoscourse. Baarvorschüsse auf Werthpapiere SSZ auf beliebige Dauer, zu soliden Bedingungen. Fachmännischer Zlath und Auskunft in allen Börsen- TfcJi angelegenheiten unentgeldlich. ZZZ Proeipect (betr. Börsengeschäfte) auf Verlangen gratis. ZZZ Ankauf, Verkauf und Umtausch aller Gattungen Staatspapiere, Prioritäten, Actien, Anlehensloose, Pfandbriefe etc. Sorgfältigste Ausführung aller Wohnungs Veränderung. 3089) Meine Wohnung befindet sich von heute an in dem Hause des Herrn Emil Schmall, frankfurter Hof. Christian Schwalb, Dachdecker. 7) Zu prompten Lieferungen großer Posten Ringofen - Ziegelsteine, Fa^on und Verblöbdsteine re. für Frühjahr und später, empfiehlt sich ______ Li. Weygand in Wetzlar. F* Ritsert, Uergoföer, Wallthorstrasse 156, liefert in geschmackvoller Ausführung und billigen Preisen: Epiegel jeder und Größe, Consol- und Nipptische mit Marmorplatten, Bilder- liabmen für Oelgemälde ic., Photographie-Nahmen, reich verziert. Gallerten mit und ohne Verzierungen. Das Ne uvergolden obiger Artikel wird schnell und auf's Beste aus- gesührt. Das Einrahmen von Bildern in Gold-, Politur- und antiken Leisten wird bei billigstem Preise schnellstens besorgt. (1063 Alte Leitungen werden auf Verlangen mittelst eines Galvanometers geprüft Dampf Färberei, Druckerei und chemische Kunstwascherei von Adolf Vogt, Sonnenllr. B. 60, empfiehlt sich zum Färben von Damen- und Herren - Garderoben (unzertrennt) in allen Modenfarben. Gleichfalls empfehle meine Wascherei für Herren «. Damen- Garderoben, Sonnenschirmen jeder Art. (2515 3114) (59 wünsch! jemand fuhren mit einem einspännigen Fuhrwerk zu überneh- men. Näheres b. b. Exped. d. Bltts. 3110) Eine Kauffrau gesucht. Von wem faqt d. Exped. d. Bl. _________________ Für Kellner. Ein anständiger Kellner findet Stelle im 3054)__________________„Hessischen Hof." Herren und Sainenssrolshütr werden zum Waschen, Färben und Fa?onire: ancenommen. Muster vorräthtg. 2207) L,oul* Gail. 2171) Ammen finden gute Stellen. TötiziH Fahrg. 66 FraqMt a,„M- Geld-CourS. Nm. Pf. 20 Francs-Stücke • . . do. in V* - Englische SouvereignS Russische Imperiales . . Holländische st. 10-Stücke Tucaten ......* Dollars in Gold . . . I 16 20—24 16 20—24 20 32—37 16 66—71 16 65 9 52 - 57 4 IX 21 Verantwortliche Redaciton: A. Scheyda. — Druck und Bcrlag der Brühl'ich.n Univ.-Dtuckerei lFr. Ehr. Pietsck) tn Gießen. (91t. 12' Gieße, Die Hoffnun, mieden werden löt russtsche Botschafter bürg begeben, um 1 Regierungen zu toi dieser Staatsmann Friedens mit einige genaue Kenntniß vl früheren Verstauen lern Kaiser Alexanl densmisston angrsel Es sragl sich Ansprüchen und j ihrem bisherigen ( rmrr siiedlichen ( Wilwäunfl fdt -egen die Bestimmt Hungen erhoben, zufiirdtn geben kön kem Congikß zur \ es anständiger Wei lehr durch seine mi Mr gebunden, a len Vertrag von ^nigsten« - frstz wie verlautet, um Hasen von Batum Julgattfdltn Sfßunc W” I'tzt «18 gtjth !