Kaan fttty 1 wltbrßy u A«s- • r 7,r .®ltb flarantir, r iu über Uhr PW 1 * Kann. lau« in Wirn. «jolttn Robalk r°^-n. Lotten, < K *y>48 Hungen. ist |l KT. m Dec. beziehbar tei w°ki I, Neustadl liche Nansrrdench- Wt zu vtlmltldcn »u brzieben. Mksurttt 6tra§t. ’bTnct (2 Selter» sü eiten unter E. S. m rin'lchen Haust finb- :n Etagen zwei steaid- je 4 3'mmein M irmktbtn unb Chr. Th. loflie iu vrnnt'tiftn Äaum, Weuenro.c- atebalb gi. Neverwra 134 zu üiimkttti). Reidn. Qurtfflb. 8, elegant cMterloK- L?KÄ K-Ki feste ! W -nj-ige». t«°ufm«n»'’S n Stunden wtt - Gartt Freitag, den 22. November Nr. 273 1876 Kichener Mmeiger AHtigk- «ui Amtsblatt für Örn Kreis Gieftn. Ne-aciionSbirreaur 1 r_ _ _ ,o GxpedittonSbureaur f Schulstraße 8. 18. KTOMWMCCTCagMgMBBaMB—aPMBBMHI Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. PreiA vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh«, Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pst Amtlicher Htzeit. Gießen, am 20. November 1878. Betreffend: Die Landgestüts-Anstalt, insbesondere die Bedeckung der Stuten durch die Landgestütsbeschäler für 1879. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Sie haben binnen 8 Tagen zu berichten, wie viele Scheine Sie im Jahr 1879 für zum Bedecken zu bringenden Stuten bedürfen werden. Dr. Boekmann. politisch Gießen, 21. November. Aus Anlaß des Trauerfalles in der Großherzozlichen Familie richtete Herr Bürgermeister Bramm Namens der Stadt Gießen einen Beileids-Brief an Ihre König!. Hoheit die Frau Großherzogin. Unterm Gestrigen erging nun nachfolgendes Schreiben an den Herrn Bürgermeister: Darmstadt, Neues Palais, 20. November 1878. Dem Großherzoglichen Bürgermeister Herrn A. Bramm zu Gießen. Auf Befehl Ihrer Königlichen Hoheit der Frau Großherzogin habe ich die Ehre, Hochderen besonderen und herzlichen Dank den Einwohnern der Stadt Gießen für den vom Herrn Bürgermeister hierher gerichteten Beileids-Brief bekannt zu geben. Ihre Königliche Hoheit ist gerührt von der Theilnahme und den Em- pstidungen der Trauer und Betrübniß der Bevölkerung an dem Unglück, welches, nah Gottes Willen, die Gcoßherzogliche Familie betroffen hat. Möge der Wunsch der treuen Stadt Gießen, daß baldige Wiedergenesung der Erkrankten und die Ergebung in den unerforscklichen Rathschluß des Allmächtigen, Trost und Frieden in das Großherzogltche Haus zurückbringe, recht bald seiner Erfüllung nahe sein. Schließlich die Mittheilung, daß mit begründeter Hoffnung auf baldige Genesung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs gerechnet werden kann. Seine Königliche Hoheit der Erbgroßherzog ist nach recht schwerer Krankheit seit heute bester und giebt sein Zustand die Sicherheit, daß die Gefahr vorüber ist. Mit besonderer Hochachtung von Dieskau, Hauptmann d la suite, Cavalier Ihrer Königlichen Hoheit der Großherzogin. t Die Lage des Handwerks. Häufig drückt die berüchtigte Loosung: „Billig und schlecht" noch nicht einmal die ganze Misdre des Handwerks aus, sondern diese lautet nur zu oft: .Theuer aber schlecht." Selbstverständlich kommt uns nichts weniger in den Sinn, das ganze deutsche Handwerk über einen Kamm zu scheeren. Es giebt Gottlob, noch deutsche Handwerker genug, welche wisten, was sie ihrem ehren- h.sten Stande schuldig sind, und die ihre Ehre darin setzen, gute Arbeit und treiswerthe Maare zu liefern. Diese Leute klagen auck, es sei denn, daß sie iu Mitleidenschaft gezogen worden durch die allgemeine Last der Zeit, welche dm Credit erschwert und Niemanden mit Verlusten verschont; — für sie hat Im Ganzen auch heute noch das Handwerk seinen goldenen Boden. Wohl mag t« sein, daß die Solidität noch immer die Regel bildet, und die Unsolidität die Ausnahme, aber diese Ausnahmen sind leider so zahlreich, daß das Ganze dadurch bedenklich beeinflußt wird; und durch die zahlreichen Ausnahmen einer nicht gewissenhaften Concurrenz leidet auch der anständige Theil der Handwerke, so daß mit der Zeit gar Mancher nicht Stand halten kann und sich in |dnen Leistungen mehr und mehr herabstimmen läßt. Das Handwerk selbst klagt zunächst über die Concurrenz der Großindustrie unb über den Zwischenhandel. Richtig ist, daß viele Industriezweige durch Großbetrieb einzelne Handwerke auf den Aussterbe-Etat setzen, wie diese nämlich bisher betrieben worden sind; aber es lehrt die Erfahrung, daß neben der Industrie der Handwerker, wenn er nur einigermaßen solider oder künstlicher arbeitet, sehr gut bestehen kann. Leider aber hat der Handwerker oft versucht, ra in seiner Art zum Klein-Industriellen zu erheben und in Bezug auf Maffen- Production, Billigkeit — und leider oft auch Schnelligkeit der Maaren zu lmcurriren. In diesem ungleichen Kampfe siegte natürlich die Groß-Industrie; die Schund-Erzeugniffe dieses zur Klein-Industrie emporgeschraubten Handwerks vermehrten die Ueberproduction und drückten den Markt. Denn es ist thörichl ,ju glauben, daß die Fabriken den meisten Schund produciren; er stammt vielmehr zumeist aus jenen Gewerbebetrieben, welche als Fabriken nicht leben und als- Handwerker nicht sterben können. Es war kein Zufall, sondern wahrschcin- Ich eine wirthschaftliche Nothwendigkeit, daß auch das Handwerk von dem all- prtmdnen Größenwahn nicht unberührt blieb, der sich darin kund gab, daß so Alle, mit den nach ihren Mitteln und ihren Kräften ihnen zugefallenen Wir- lmgskreisen nicht zufrieden, ohne jede Rücksicht auf die Verhältnisse oben dniausstrebten. Dadurch sind die Mißgeburten der Scheinproduction entstanden, welche sich noch heute in den Wanderlagern, Schwindelauctionen und in er H h ei t. den 50 - Pfennig - Bazaren darbieten. Die Polizei kann leider nicht allein diesen Schund fortschaffen, wie man etwa die schlechte Milch in den Rinnstein gießt, obwohl dies für das Publikum wie für eine gesunde Production das Beste wäre. Denn diese Art Industrie, deren Products Absatz nur unter Dummen finden, stirbt gerade darum so rasch nicht aus, und es leidet darunter nickt nur das solide Handwerk, welches mit den Scheinproducten nicht concurrtren kann, sondern auch das allgemeine Wohl, sei es auch nur in sofern, als die Zahl der Zwischenhändler in beklagenswerther Weise vermehrt wird. Man könnte nun einwenden, daß die Erzeugnisie des Handwerks, welche, für den Zwischenhandel bestimmt, oft schon „billig und schlecht" gefertigt werden, so gut wie alles Andere den großen Gesetzen von Angebot und Nachfrage unterliegen, und daß die Nachfrage nach schlechten, unsoliden Erzeugnissen einmal von selbst aufhören muß. Aber erstens könnte es lange daueru, ehe Jeder einmal getäuscht oder „hereingefallen" ist, so lange vielleicht, daß inzwischen eine ne"k Generation heranwächst; sodann ist aber diese Angelegenheit nicht nur eine Geldfrage, sondern eine Frage der Ehre und der Sittlichkeit; — fie ist endlich auch eine Frage des öffentlichen Wohles seitdem die Statistik uns belehrt hat, daß in der Periode dieses Rückganges der Solidität im Handwerk, wie in anderen Geschäftszweigen sich die Zahl der Bankerotte in erschreckender Weise vermehrt hat. Es giebt in diesem Falle für das Handwerk nur eine Rettung, die es vom Zwischenhandel emancipiren und ihm seinen goldenen Boden wieder verschaffen kann. Das Handwerk muß wieder zur soliden und guten, zum Theil auch zur schönen künstlerischen Production zurückkehren und auf Preise halten. Das ist ein Gebot der Moral und der Selbsterhaltung. Wird es erfüllt, so verlangt es von selbst und schafft mit der Zett auch wieder tüchtige und zuverlässige Lehrlinge, treue und strebsame Gesellen, erfindungsreiche Meister, die im Stande find, auch einmal eine geschäftliche Krisis zu überstehen. Aerttschkarrd. Darmstadt, 18. November. Heute Nachmittag um 3 Uhr 45 Min. war, wie her Allerhöchste Befehl angeordnet hatte, in der Stille das Leichen- begängniß Ihrer Großh. Hoheit der in Gott ruhenden Prinzessin Marte von Hessen und bei Rhein. Die Einsegnung der Höchsten Leiche fand nur Im engsten Kreise statt und erfolgte durch den Hofprediger Bender, worauf der Sarg auf den unter dem Portal des Palais haltenden Leichenwagen gebracht wurde; Hofmarschall Oberst Westerweller v. Anthont, Major Frhr. v. Nordeck zur Rabenau, Major v. Herff und Hauptmann v. Dieskau trugen die Zipfel der Sargdecke. Demnächst setzte sich der Trauerzug um 3 Uhr 45 Min. durch die obere Hügelstraße und Mühlstraße in der Ordnung in Bewegung, daß der Wagen der vorgenannten vier Herren den Zug eröffnete, ihm schloß sich der Wagen mit den Hofgcistlichen an. Dann folgte der mit vier Pferden bespannte Wagen mit der Höchsten Leiche, der über und über mit Palmen, Kränzen und Blumenspenden bedeckt war. Zur Seite des Leichenwagens gingen je vier Hos- laquaien, vor demselben der Kammerfourier. Hinter dem Sarge folgten die Wagen der Höchsten Herrschaften, die Wagen des Großbritannischen Geschäftsträgers, des Ministers des Großh. Hauses und der Adjutanten der Prinzen des Großh. Hauses. Auf der Rosenhöhe hatten sich mittlerweile die zur Theilnahme an der Beisetzung Geladenen versammelt, nämlich die Mitglieder des diplomatischen Corps, die nicht zum Dienst befohlenen Hofstaaten, der Präsident des Großb. Ministeriums der Finanzen, die Generalität, eine Deputation der englischen Gemeinde, der Oberbürgermeister und die Beigeordneten der Haupt- und Residenzstadt Darmstadt. Ferner hatten die Zöglinge des Elisabethenstists am Eingang des Mausoleums sich eingefunden. Am äußeren Eingang der Rosen- Höhe war die Garde Unterofficiers-Compagnie aufgestellt, am Mausoleum eine Compagnie des Leibgarde-Regiments mit der Fahne und der Regimentsmusik, welche bei Ankunft des Zugs einen Choral tntonirte. Vor dem Mausoleum wurde der Sarg von dem Leichenwagen abgenommen und unter Vortritt des Hofceremonienmeistcrs unb der Hofaeistltchen in die Grabhalle getragen; hien wurde die Höchste Leiche an ihren Ort, zur Seite des Sarges des Höchstseligeu Prinzen Friedrich gestellt und von dem Hofprediger Bender zur letzten Ruhe eingesegnet. Der Beisetzung wohnten bei: Ihre Köngl. Hoheit die Prinzessin Karl, Ihre Großh. Hoheiten Prinz Wilhelm und Prinz Alexander, Ihre Durch- London, 15. Nov. In Sachen der Schiffe „Prinzeß Alice" und „Bywell Castle" hat endlich die Jury nach einer Berathung, welche die ganze Nacht dauerte, ihr Urthetl abgegeben. Es geht dahin: der Zusammenstoß sei unabsichtlich ge- wesen, „Bywell Castle" habe nicht Vorsicht genug angewandt beim Anhalten und Wenden, „Prinzeß Alice" habe zu dem Unglück beigetragen durch N'cht- anhalten der Maschiyen. Die Jury empfiehlt serner dringend strengere Regeln für den Verkehr von Dampfschiffen auf der Themse. Hinzugesügt wird, „Prinzeß Alice" sei freilich seetüchtig gewesen, aber nicht in geeigneter Weise bemannt und habe mehr Passagiere an Bord gehabt, als die Vorsicht erlaube. — Der Gerichtshof in Edinburgh wird entscheiden, ob die Directoren der City of Glasgow Bank gegen Bürgschaft auf freiem Fuß zu lasten seien oder nicht. Die Zeichnungen in Glasgow für den Fonds der Acttonäre belaufen sich auf 134,102 L. laucht die Prinzessin von Battenberg, Se. Erlaucht Gras von Erbach-Schönberg mit Durchlauchtigster Gemahlin. Ein zahlloses Publikum erfüllte alle Plätze und Straßen, durch welche der Zug sich bewegte, und gab zu erkennen, wie groß die Theilnahme der hre- stgen Bevölkerung an dem schweren Unglück ist, das dir Gcoßherzogliche Famrlie tuirenden Landtags. Berlin, 20. November. Das Herrenhaus berieth in seiner heutigen Sitzung über die geschäftliche Behandlung der eingegangenen Gesetzentwürfe. — Nächste Sitzung Donnerstag 12 Uhr. Berlin, 20. November. Abgeordnetenhaus. Eingeaangen sind die Uebcrstcht über die Einnahmen und Ausgaben pro 1877/78 und der Rechenschaftsbericht üder die weitere Ausführung des Gesetzes betreffend die Consolidatton preußischer Staatsanleihen. — Auf Antraa v. Windthorft wurde das bisherige Präsidium durch ilcclamatton wieder» gewählt. P> äsident v. Bennigsen suchte für den Vorstand die Ermächtigung nach, in* Hinblick auf die erschütternden Ereignisse, welche Se. Maj. den Kaiser und das ganze Land getroffen, dem Kaiser im Namen deS Abgeordnetenhauses die Allen gemeinsamen Gefühle der Tbeilnahme, des Schmerzes und der Dankbarkeit auszusprechen. Diese Ermächtigung wurde ertheilt. Finanzmtiitster Hodrecht legte den Staatshaushaltsetat pro 1879/80 vor, sowie einen Gesetzentwurf betr. die Ergänzung der Einnahmen. In Anknüpfung an den Hinweis der Thronrede auf das Budget gab der Minister folgende Darlegung: Der Überschuß des Vorjahres beziffere sich auf 5,400,000 JL Die G'sammtetnnahme habe 657,500,000 JL betragen. Redner detaillirte die Meyr- und Minoer-Elnnahmen bei den einzelnen Positionen. Der gedachte Ueberschutz komme dem laufenden Etat nicht zu Statten, da der Reichshaushalt bedeutende Summen für den Matrtkula beitrag erfordert habe. Der laufende Etat habe fast gar keine außerordentliche Einnahmen, dagegen vielfache Mehrausgaben, welche durch Ersparnisse nicht zu decken wären. Die ordentlichen Einnahmen betrügen 642.575,308, die Ausgaben im Ordtnartum 652,641,614, sodaß das Deficit im Ordtnartum 10,076.308 JL betrage. Die Förderung der auf bat vorjährige Extra-Ordtnartum angewiesenen Bautm erfordere 48Vs Mtllio ren, die Ge- sammlsamme deS Extra-Ordtnartums betrage 64,683,692. Der Mtn'ster erwähnte so« dann der bevorstehenden Aenderunqen des Etats durch die beschlossene R-ssittiruig der Domänen und Forsten vom Ministerium der Landwtrthschaft und die Ablöiung Mörder hat gestern und heute mehrere Verhöre bestanden und angegeben, er haste nicht den Köniz Humbert besonders, sondern die Könige überhaupt. Er habe sich viel mit Journal-L sen beschäftigt. Der Mörder hat eine Wunde um eine Contusion. Sein Testament wurde in Vieste beschlagnahmt. Telegraphische Depeschen. W«g«er'4 telegt. •ortefp»n»ai| V«re«> Darmstadt, 20. November. Die Besserung im Befinden des Großher- zozs, sowie der Prinzessin Irene, macht langsame Fortschritts Darmstadt, 21. November. Das Befinden Sr. König!. Hoheit des Großherzogs ist tn fortschreitender Besserung begriffen. Der Erbzroßherzoz hatte gestern kurz andauerndes Fieber, Heiserkeit ist vermehrt, dagegen keinen Husten und Akhmungsbeschwerden. Bei Prinzessin Irene zeigten fich noch einige diphteritische Häute. Das Befinden ist jedoch bester. Darmstadt, 21. November. Se. Kömgl. Hoheit ernannten den Grafen v. Görz-Schlitz zum ersten Präsidenten der ersten Kammer des sich heute resti» Italien. Neapel, 19. November. Der König hat gestern Abend eine Deputation des Parlaments empfangen und derselben die hohe Befriedigung über die Beweise der Zuneigung der Bevölkerung gegen ihn und sein Haus ausgedrückt. — Vor dem Palast drängte sich den ganzen Tag eine große Volksmenge unter patriotischen Kundgebungen. Ebenso fanden in Palermo während de« ganzen Tages patriotische Demonstrationen mit Hochrufen aus den König und den Rufen: „Tod den Mördern! Nieder mit den Socialisten!" statt. Das Befinden des Königs ist sehr befriedigend. Die Wunde Cairolis ist 4 Centimeter lang. Man hofft, derselbe werde morgen das Bett verlosten können. Bet dem Einzuge hatte sich der König die Begleitung von Polizei-Agenten verbeten, weil er mit der Bevölkerung tn unmittelbarer Berührung bleiben wollte. Der Vertraaes widersprächen. Neapel, 20. November. Gestern Abend sand eine große Ovation Ml dem kölngl. Palais statt, an welchem über 80,000 Personen thetlnahmen; btt König, die Königin und der Herzog von Aosta erschienen auf dem Brlkon uni dankten. Heute wird der Geburtstag der Königin feierlich begangen. — Caüoii hütet noch das Bett; man glaubt, er werde dasselbe tn 2 bis 3 Tagen ren »asten können. Poffamante, der nunmehr tn das Gertchtsgefängniß abgefchrl ist, beharrt dabet, daß er keinen Mitschuldigen habe und trägt gegen das richt ein cyntsches Wesen zur Schau. Unter den hier Verhafteten befindet ist ein gewister Ctrcarese, welcher am Morgen des Tages, an welchem der Kcuz eintraf, äußerte: wir werden heute oder morgen eine Regentschaft haben. — 06 König bat dem Erzbischof von Neapel das Exequatur ertheilt. Wien, 20. November. Meldungen der „Poltt. Corresp." Aus Sw» stantinopel, 19. d. In Folge der stetigen Zunahme des Ausstandes tn Mu- tonten hat der SeraSkier telegraphisch den Commandanten des 3. Armee-Ccrfi tn Monastir, Chefket Pascha, angewiesen, unverzüglich und energisch die ratlonen gegen die Insurgenten zu beginnen^und sich behufs combintrten W gehens mit dem Corps-Commandanten tn Salontchi, Salih Pascha, zn i# stä'^Aus Bukarest von heute: Der neuernannte italienische Gesandte giN ist von seiner Regierung angewiesen, seine Creditive nicht eher zu überreich«, als bis er von der rumänischen Regierung die formelle Zusicherung erhaim habe, daß die Frage der Juden-Emanctpation in kürzester Frist ihre Lösung finden werde. Der britische Vertreter gab der rumänischen Reglenez zu verstehen, seine Regierung muffe den Abschluß einer neuen Convention M schen Rumänien und Rußland nicht nur lebhaft bedauern, sondern auch au betroffen. Darmstadt, 19. November. Während früher die feierliche Eröffnung des neuen Landtags im Restdenzschloffe durch den Großherzog tn Aussicht ge- nommen war, wird jetzt in Folge der Erkrankung des Letzteren lediglich eme Eröffnung im Sitzungssaals der zweiten Kammer durch den Ministerpräsidenten Frhrn. v. Starck stattfinden. Unter den den Ständen sofort zugehenden Vorlagen nennt man jetzt auch bestimmt einen kleinen Gesetzentwurf, betr. eine Abände. rung der landständischen Geschäfts-Ordnung behufs schleunigerer Behandlung des Staatsbudgets, wie ein solcher schon auf dem vorigen Landtag angeregt, aber nicht zu Stande gekommen war. (Fr. Journ.) Berlin, 18. November. Die von Berliner und auswärtigen Zeitungen verbreitete Nachricht, von den zuständigen Bundesraths-Ausschüffen seien bereits Grundzüge zur Einführung des Tabaksmonopols festgestellt worden, ist absolut falsch. Der Bundesrath erwartet Vorschläge der Tabaks-Enquete- Commisfion. M Berlin, 19. November. Herrenhaus. Präsident Herzog v. Ratlbor eröffnete die Sitzung mit den Worten: Nach gewohnter guter Sitte haben wir unsere Berathungen stets mit der Bekundung unserer Hingabe und Treue gegen den Kaiser und König begonnen. Heute haben wir besondere Veranlassung dazu. Durch Gottes gnädige Fügung ist unser Landesvater bei zwei frevelhaften Unthaten wenigstens dem Aeußersten entgangen. Tiefe Beschämung und ernste Trauer wird für immer jedes preußische Patriotenherz erfüllen, daß diese Unthaten tn der Hauptstadt vorkommen und gegen einen Monarchen geübt werden konnten, welcher der ruhmreichen Geschichte Preußens neue Blätter htnzuge- fügt, Deutschland geeinigt hat und erwarten durfte, daß als schönster Dank, als theuerstes Kleinod sein Leben von Seiten seiner Unterthanen mit ängstlicher Sorgfalt behütet, mit unverbrüchlicher Treue bewahrt werde. Diese schwarzen Thaten werden wir, wie wir auch darnach ringen, aus unserer Geschichte niemals tilgen können; aber sie sollen auch Zeugniß geben, daß die Bewegung, welche jene in Preußen unerhörten Frevelthaten erzeugten, das tief verletzte patriotische Gefühl mit flammenheiliger Begeisterung für König und Vaterland hoch emportrieb. So wollen auch wir Zeugniß davon geben. Ich bitte L>ie, einzustimmen in den Rus: Se. Maj. der Kaiser und König lebe hoch! Die Versammlung stimmte begeistert ein. .......... ..... ........ —--------- , . . Es folate hierauf die Präsidentenwahl unter Leitung des Vice-Präsidenten der Handels- und Gewerbe-llbthetlung vom Handelsmlntstertum. Mtnderetnnahmkn ».««•<«.wf-“«'*jsjyfi 3um ersten Viceprästdenten wurde in engerer Wahl Gras Arnim-Bottzenburg ufit) ybe§ Staatsschatz;«. Mehrausgaben entstünden namentlich durch die Staats- mit 41 gegen 32 Stimmen, welche v. Bernuth erhält, gewählt; zum zweiten btc MatrtkuUrbetträge, die Kosten für die Lanbaendarm:rie und zur Abwehr Vieevräsidenten wurde Oberbürgermeister Haffelbach mit 70 von 71 Stimmen her Rinderpest. Die Gesnmmtfumme des Deficits beziffere sich auf 73,750 000. Der das Präsidium die Glückwünsche des Hauses zu seiner Errettung aus Todes- Diese Annahme hänge von der Steigerung des Gefammtwablstandeö gesahr und zu seiner Wiedergenesung darzubringen. Nächste Sitzung Mittwoch ab- Die dauernde Beseitigung oes Deficits fordere Stillstand und Beschrärkaig tn Mittaa 12 Uhr. Tagesordnung: Berathung über die geschäftliche Behandlung ien Ausgaben. Redner erinnerte an ote äynliche Finanzlage des Jahres 1868/69 unb k Q an das damals erschienene Promemoria der Flnanzoerwaltung. Seitdem sei eine große der eing^angenen 8 Vorlagen. c ~ ( r Reihe Steuern und Lasten durch günstigere Verhältnisse aufgehoben und damit ein ZNÜttchen, 19. November. Se. Majestät der König hat Sr. Königl. üon 35 Millionen jährlich an Einnahmen entstanden. Man habe versucht, btt Hoheit dem Großherzoz von Hessen sein tiefstes Beileid über den dessen Familie Ausfälle durch Vermehrung der Reichseinnahmen zu ersetzen; dieses Z el mässe auch attroffenen herben Schicksalsschlag von Linderhof aus kundgegeben. ferner festgehalten werden, wenn man zu geordneten Finanzoerha tnissen komnen unb '' y 1 w 5 dem Bedürfnisse, die Communalsteuerverhaitnisse zu reformiren, Rechnung tragen wolle. (befterttidL Für den nächsten Etat sei besondere Aushülfe zur Ausgleichung durch eine Anleiht möglich gewesen. — Auf der» Tagesordnung der nächsten Sitzung steht die Berathung Wien, 19. November. Die „Poltt. Corresp." meldet aus Konstanti von 4 Vorlagen aus dem JuM»Ministerium. ( J nopel von heute: Der Ministerrath hat die Grundlage für ein eventuelles Wien, 20. November. Das „Armee-Verordnungsblatt veröffentlicht Abkommen mit Griechenland festgesetzt. Hiernach gewährt die Pforte, falls ein kaiserl. Handschreiben vom 18. d. an den Feldzeugmeister Philippovic, wo« Griechenland von der im Berliner Vertrage festgesetzten Grenzlinie absieht, eint durch der Kaiser die beantragte Aufhebung des zweiten Armee Commandos fit« ausgiebige Gebtetsentschädigung in Thessalien. Die Ernennung von türkischen nehmigt und Phtlippovic auf seine Bitte unter dem Ausdruck des wohlverdienten Delegirtcn zu den Verhandlungen mit Griechenland wird erwartet. Zwischen Dankes und vollster Anerkennung auf dem ihm vorbehaltenen Posten des com- türkischen Truppen und bulgarischen Insurgenten hat bet Djuma ein Gefecht mandirenden Generals tn Prag zurückversetzt. Ferner ernannte Der Kaiser drn stattgefundem in welchem viele Insurgenten gefangen wurden. General Herzog von Württemberg zum commandirenden General und Chef btr ß Landesregierung in Bosnien^ und der Herzegowina und den Feldmarschall-Lieulk' NraNKrelly. nant Jovanovic zu dessen Stellvertreter^ Paris, 19. November. In der Kammer der Deputaten interpellirte Pesth, 20. November. In der Sitzung der Delegation des österreichischra Cazeaux, Bonapartist, über die Wahlumtriebe der Regierung. Marcöre stellt Reichsrathes meldeten Grocholski und Genossen Interpellationen an den Minwr jede Pression zu Wahlzwecken in Abrede; er sagt: Eine weise Verwaltung war des Auswärtigen an betreffs der Nachricht, daß Rußland von ber Türkei bti das einzige Mittel, die Stimme der Bevölkerung zu erhalten. Die von dem Abschluß eines Specialvertrages verlange und den Zeitpunkt der Räumung bti Minister beantragte einfache Tagesordnung wird angenommen. »ürkischen Gebietes von dieser Abmachung abhängig mache, ferner bezüglich del Ä s Einreihung zahlreicher russischer Soldaten und Officiere tn die bulgarische Mu.. SNglaNv. welche Vorgänge nach Ansicht der Interpellanten den Bestimmungen des Berluuk Nä °°« h brinfl,nb|i k» teibmfl«1 Londo Ultimatum un ^Les-Hlzu' bit * D Mbel'Pa^ LllNivi(Ddolai Gießen^ Mdt den Vn Vereine referir gpitgtl auf ® «betteten «inte d-rM« älffl!dl-!» DtebMi ---is Tucb unb_ Frank Zn tintr am tzrovinz Hesse tzlädttn in Ba Lnbandes" bk im Allgtmtinr er an: t) Neu auf das Abrec unter Wahrne Wirkung an b fatlon deS $ Localoerrintn banbtS wutbi benttn; Herr Abtnbioth C Anstalt), Fr< Marburg; T SdbdbtrQ. I Mfft Hemer Brände gehen geherrsc Zrbnmann b dtachbargemet lichen Zustan! auS bin mitt bemerkt, schor Evritzen mit A Kh von Dr. F. tingen; das, empfiehlt per Traubt mit totes Mittel g Brustschm tod M. 1,50. Th Meinte R priorato Priorato fiarnacho Sherry Malaga Madeira »Porto ___Qr., 2075T Mein $ Joh, *> n ; £y*» Äb;n®* 8 R late «t $!? Mw leuUa :".ü"b bk uttei, N'b-kcht ü1(1: 6»f«er StaatäMldk * ä«l«untton * tmc K»>ki unb bat - bl! »en W * laufenden ©tat £ den 3»itrirularbdh? ordentliche ©Innag^ ju decken öättn. i: )rblnartmn652,6tii{:1 Federung der auf' 1 h Millionen, blt Mintfter «roSjnltin 'eschlossrne RchM-^ [ hast und die Air; e um- MindereiMby--.' item unb Strgw!- . eadahnen, derSMe- tntlich durch dir ZM M arme und ;ur Sich । h auf 73,750.0)0. $!t Es sei auf MW= ■ecttn Steuern Mb« I Naotmoblinti ‘ unb AMMz n I Znhres 1868(69 uti Stitbttnfddne gtija 'oodrn wto damit m Man W versucht, d«!k dme4 3 el miifi m$iI chaitnissra foorn unH| Rrch nun, tragen 0^.1 tjung durch eine WJrl ung steht btl Wi>N.!^ ngsblatt" vmPGt mster WN-W' ArmeeOmalM gw ruck des wohlveW« jenen Posten des w mannte der Ä# General und Wk"l eu Feldlnarlchall^l'4 ationbe»« itionen an »,® ft fflb von bet >an!t bet $««?* 4e ferner i-j«M ' ibie 6ul9«ö Htnaunfltn beb W eine große s'D !Sra erthr^' tt. -i bi« \%0r Ä»*i Ärä ?W neuen »j Grund ansehen, ihr Jntereffe von Rumänien abzuwenden und daflelbe seinem Schicksal zu überlassen. Berlin, 20. November. Die „Prov.-Corresp." schreibt bet Besprechung des gegen König Humbert gerichteten Attentates: Immer mehr gelangt im allgemeinen Bewußtsein die Thatsache zuc Geltung, daß ein Netz geheimer revolutionärer Verbindungen über ganz Europa ausgebreitet ist, deren unseliges Wirken die höchsten Güter und Heiligthümer aller geordneten Staaten mit den dringendsten Gefahren umgibt. Immer mehr muß unter solchen Eindrücken die Ueberzeugung erstarken, daß nur ein klar bewußtes und festes Zusammenwirken aller Kräfte, die auf dem Boden der jetzigen Gesellschaftsordnung stehen, mit starken, entschlossenen Regierungen dem weiteren Umsichgreifen des Nebels vorbeugen kann. London, 20. November. Der Emir von Afghanistan ließ das englische Ultimatum unbeantwortet. Das Cabinet beschloß in Folge dessen nach Indien den Befehl zum Vorrücken ergehen zu taffen. Eine Depescke der „Times" glaubt, die ersten Operationen der englischen Truppen werde in der Besetzung des Khyber-Paffes bestehen und würden die Truppen von Quettah durch den Kurum(Bbolan?)-Paß vorrücken. Heute ist wiederum Cabinetsrath. Lokal -Notiz. Gießen, 21. November. Gewerveoerein. In der Versammlung am 16. dss. wurde den Vereinsmitgliedern zunächst über die eingelaufenen Berichte auswärtiger Vereine referirt, sowie die im Fragrkaften vorgefundene Frage betreffs erblindeter Spiegel auf Grund eingeholten fachmännischen Urtheils beantwortet. Hierauf unterhielt Herr Architkct Hug den Verein mit einem humoristischen, mit vielem Fleiße ausgearbeiteten Vortrage über Architectursormen, in welchem er die Bekleidung und Physiognomie des Menschen mit den Architectursormen in Parallele stellte und an der Hand eigenö zu diesem Zwecke angefertigter größerer Skizzen bildlich vorführte. --Die Eltern des gestern beigesteckten jugendlichen Einbrechers wurden heute Morgen gefänglich eingebracht. Eine Schwester desselben verbüßt eben eine Strafe wegen Diebstahls. --Eine Frau aus Wieseck annektirte auf dem gestrigen Jahrmärkte ein wollenes Tuch und wurde in Folge dessen verdöstet. Vermischtes. Frankfurt, 20. Novbr. (Mitteldeutscher Buchhändler-Verband.) In einer am 4. l. M. hier stattgehabten Versammlung von Buchhändlern aus der Provinz Hessen-Nassau, dem Großherzogthum Hessen und mehreren benachbarten Städten in Baden und Bayern wurde die Gründung eines „Mitteldeutschen Buchhandler- Verbandes" beschlossen. Die Präsenzliste ergab 59 Anwesende. Der Verband bezweckt im Allgemeinen Wahrung und Förderung gemeinsamer Interessen. Insbesondere strebt er an: 1) Neue, einheitliche Geschäftsnormen zwischen Verlag und Sortiment in Bezug auf das Abrechnungswesen und directe Sendungen; 2) durch gemeinschaftliche Bezüge unter Wahrnehmung der höchsten Rabattvorthetle die Spesen zu verringern; 3) Mitwirkung an der vom Vorstand des Börsenvereins als notwendig erkannten Reorganisation des Börsenvereins. 4) Strebt er an, durch Anregung zur Gründung von Localoereinen den Verkehr mit dem Publikum zu regeln- In den Vorstand des Verbandes wurden gewählt: Herr Könitzer (Jäger sche Buchh.), Frankfurt, zum 1. Präsidenten; Herr Bergsiräßer, (Diehl'8 Sort.), Darmstadt, zum Vice-Prastdenten; Herr Abeudroth (Jügel's Nachf.), Frankfurt, zum Schriftführer; Herr Oswult (Merar. Anstalt), Frankfurt, zum Casstrer, unb als fünf Beisitzer die Herren: W. Braun, Marburg; Th. Kay, Kassel; Ehr. Limbarth, Wiesbaden; A. Ricker, Gießen ; C. Winter, Heidelberg. Als Ort der 2. Generalversammlung wurde wiederum Frankfurt gewählt. Rüsselsheim. Nach dem Bericht eines Augenzeugen soll während der Rüsselsheimer Brände am 1. und 2. November d. I. ein Durcheinander und planloses Vorgehen geherrscht haben, welches jeder Beschreibung spottet. Zum Befehlen fühlte sich Jedermann berufen, zum Gehorchen Niemand. Die Spritzen, welche verschiedene Nachbargemeinden auf die Brandstellen brachten, waren theilwetse m einem solch jämmerlichen Zustande, daß ihre Wirksamkeit gleich Null war, wozu nicht wenig das spritzen «us den mittelalterlichen Standröhren beitrug, eine Einrichtung die man, bei aufiq bemerkt, schon seit Jahrzehnten an keiner neueren Maschine mehr findet. Werden jedoch Spritzen mit Standeobr einer oroanistrten Feuerwehr übe^oeben^o^wird^dgffelbe^^ bald entfernt und durch einen Schlauch ersetzt, da jeder Feuerwehrmann weiß, daß man ein Feuer nur wirksam bekämpfen kann, wenn man dm Strahl aus unmittelbarer Nähe wirken läßt, derselbe aber vollständig wirkungslos bleibt, wenn aus weiterer Entfernung vielleicht gar im Bogenwurf daS Wasser in das Feuer geschleudert wird. Die Rüsselsheimer Brände liefern aufs Neue den Beweis, wie notbwendig der Erlaß und die stramme Durchführung einer neuen Löschordnung, vor Allem aber die Errichtung organisirter wo möglich freiwilliger Feuerwehren ist, wenn die Löscharbeiten bei Bränden, namentlich auf dem Lande, mit der nöthigen Umsicht, Ruhe und Energie vorgenommen werden sollen. An Bayern haben wir in dieser Beziehung ein nachahmungswürdiges Beispiel! Es hat dort in einem Bezirk wie der KreiS Groß-Gerau jeder Ort von einiger Bedeutung eine wohlausgerüstete freiwillige Feuerwehr, welche sich beständig irn Löschdienft übt und alljährlich in Gemeinschaft mit Nachbarfeuerwehren eine größere Hebung abhält, wobei ein großer Brand angenommen und den einzelnen Corps ganz bestimmte Aufgaben zugetheilt werden. Von Geschrei und wildem Durcheinander hort man weder bei den Hebungen noch den Bränden. Die alsbald gebildete Löschdirection, bestehend aus dem Feuerwehrcommandanten des Ortes, dem Comman- danten der zunächst eintreffenden Feuerwehr, sowie dem Bezirksamtmann, wenn derselbe anwesend ist, gibt die Befehle aus, denen sich jeder ohne Ausnahme zu fügen hat. Daß bei einer solchen Organisation Alles ineinander greift und das Möglichste geleistet wird, bedarf wohl kaum einer weiteren Versicherung. Im traurigen Gegensätze hierzu befinden sich die Löschoerhältnisse bei uns. Wir wollen einmal den Kreis Groß-Gerau herausgreifen. In diesem großen Kreise befinden sich nur zwei organisirte Feuerwehren und zwar in Gernsheim und in Rüsselsheim. Letztere besteht erst kurze Zeit und ist selbst unter Feuerwehrleuten kaum dem Namen nach bekannt, da dies CorpS bis jetzt weder dem Starkenburger noch dem Hess. Feuerwehrverbande beigetreten ist. In allen anderen Orten des Kreises, selbst in Groß-Gerau, gibt es keine Feuerwehren. Auch die sonstigen Löscheinrichtungen sind in einem bedenklichen Zustande, da sich in der Regel kein Mensch hierum kümmert, von einer Einübung der vielleicht zu einer bestimmten Dienstleistung beim Brande eingekeilten Ortsbürger ist schon gar nicht die Rede. Bricht alsdann irgendwo ein großes Feuer aus, so ist es erklärlich, daß bet dem Mangel einer wirklichen Organisation Vorkommnisse wie die oben geschilderten sich jedesmal wiederholen. Den Kreis Groß-Gerau haben wir nur des Beispiels halber ausgesührt, es würde uns jedoch ein Leichtes fein, eine ganze Anzahl anderer zu nennen, in welchen das Löschwesen in derselben Verfassung ist wie dort. Erst in der neuesten Zett haben einzelne Kreise angefangen das Hebel an der Wurzel anzupacken und zwar durch Ernennung eines Feuertnspectors der in jeder einzelnen Gemeinde Visitationen abhält, Mannschaften organifirt, einexercirt u. s. w-, so der Kreis Offenbach, wo in Folge dieser Einrichtung bereits eine bedeutende Besserung der Löschoerhältnisse zu bemerken ist. Mögen die anderen Kreise des Landes diesem Beispiel folgen, die aufgewandten Kosten werden sich reichlich bezahlen. Handel und Verkehr. Gießen, 21. Novber. Auf dem am 19. und 20. d. M. dahier abgehaltenen Viehmarkt waren aufgetrieben 730 Stück Rindvieh und 479 Schweine. Nächster Markt am 10. und 11. December; am letzteren Tage letzter Krämerrnarkt für 1878. Frankfurt, 16. November. (Marktbericht.) Der heutige Markt war an Gemüsen reichlich befahren, namentlich gilt dies von Weißkraut aus dem Ried, Franken unb Wetterau und wurde für das Hundert je nach Qualität mit 8—10 X bezahlt. Kohlkraut das Stück 8—10 H. Rothkraut das Stück 10^. Butter kostete das Pfund im Großen 1. Qual. 1 X, 2. Qual. 90 im Detail 1. Qual. X 1.15—20, 2. Qual. X 1.05—10. Eier das Hundert X 5.50—8. Kartoffeln je nach Qualität per 100 Kilo X 5.50—9, letzterer Preis für vorzügliche aus Thüringen angekommene Rosen-Kar- toffcln. Heu und Stroh war sehr viel zu Markt, je nach Qualität wurde der Gentner mit X 1.80—2.70, Stroh X 2—2.10 bezahlt. Ganze Erbsen X 20—22, geschälte Erbsen X 24—26, Bohnen X 24-27, Linsen X 26-28 per 100 Kilo. Qchsen- fletsch per Psd. 70—75 Kuh -, Rind - und Farrenfleisch 54—60 Kalbfleisch 54—60 H, Schweinefleisch 70—75 H, Hammelfleisch 40—68 — Hasen per Stück X 2.80—3. Gans das Pfund im Durchschnitt 70 Z) Hahnen per Stück 80 H bis X 1.20. — Buchenscheitholz erste Sorte per Cbk -M. X 10.80—11.05, zweite Sorte X 9.60—9.80. Tannenholz erste Sorte X 7.50—7.90, zweite Sorte X 6.70—6.80. Geschnittenes Holz je nachdem geschnitten im Großen X 1.60—70 per (Str., im Detail X 1.80—2. Tannäpsel per Hectoliter 90 H. Lohkuchen das Tausend X 20. Ruhrkohlen per Hectoliter X 2. Limburg, 20. November. (Fruchtbericht.) Rother Weizen X 17.10, Weißer Weizen X —, Korn X 11.70, Gerste X 9.75, Hafer X 6.—, Erbsen X —, Kartoffeln X —• (Durchschnitts-Preis pro Malter.) ____________________________ Allgemeiner Anzeiger. Aetlgeöotenes. Rindermehl von Dr. F. Frerichs & Co. in Göttingen ; das, bis jetzt, beste Fabrikat, «mpfiehlt Per Büchse Licherm g meines Unternehmens eine Abonnementsliste cirkuliren lasten, wobei mir t.< Zeichnung des Namens vorläufig vollständig genügt. — Die Abonnementsgeldii werden erst einige Tage vor Eröffnung der Bühne gegen Abgabe der eingezogen. — In der Zusammenstellung dls Personals wird es meine Sorg« sein. namentlich im Gebiete des „Lustspiels" Gutes geleistet wird. Die modernen Trivialitäten, namentlich Operetten, bleiben von dem Repertc vollständig ausgeschlosten! — Indem ich mein Unternehmen dem Kunstsinn ur dem Wohlwollen des hiesigen Publikums empfehle, spreche ich zugleich cit Hoffnung aus, daß dasselbe durch zahlreiche Zeichnung die genügende Unter, stützung findet! Hochachtungsvoll 6__C Alberti, Xhrcrl«. der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr Pietsch) in Gießen- Darmstad w hrutr Bormit SOerialrath von yt. Nachdem Gr nt der von Sr. 1 jaiimt von Gortz, Wficflitffl geschr» Lai zegen 2 Sbn Set Dr- Wasser ’ Aus der H-- tzrbach-Schönd Irnct Der Präs bnmti unD schlies bckjchußlvahlen m Dir fdeili« kimtNags 11 Ul Darmstal Mining der zv @r. Siaolsttgu lewit Minifirria Nachdem Mhy als das »crselbk nach eir provisorischen C Präsidenten, ein K Stimmen, tl Der neui ! das ihm durch Amtes noch Kr : Leitung der Ve ZS folgfi 5tabtrl(frttr Ä6t 1 Wir i, MM J rinplüsident gle luSdruck verlieh i -te Sldgg- Heinze ! -orgingen. «bg Netz 1 Stimme Darwi • K 25 enthüll ! Htm und der g saches betreffen Berlin »Beamten und 1 I nicht solche Se H 'Mtrunp au8( g 'chung auf Si yvM, die fid 8 Erarbeitung vc r Das Poffar ■ sterm 19. Au l^btt Uebers Mckotmaltung ■Men, welche M-ltmstaaten E ~ Eine s I^agen, weich ^uu be ■ ^Vorarbeiten ■ lind dem 1 Oetl Akms |7ini"9 ihr, I'** nur ■'Mnfuuf I?h princ^ IfeW'Mbl I^Snon 1'3", I’Ä'S' I % i I ii »it I •,Lllfil6en ni, I * ünb.