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Freitag den 22. wcarz Kießener AWrger AMize- md AmisM sm den Kreis Gießen. . ---------------- -------------------- PreiA vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringcrlohn. RedartionSbureattr Gartenstraße v. 165. Erscheint täglich mit Ausnahme deß MontagS. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheit. Gießen, am 19. März 1878. Betreffend: Vormusterung des Pfervebestandes im Frühjahr 1878^ OUaCwx« Das Großherzogluhe Krcisamt Gießen an die Großherzoqlicben Bürgermeistereien des Kreises. zm yn. 3. w.» * -J™*™Sv« •— ----- 3»„. . ä s;™ "w » Hii»-- --- -»*•* - * ®- &*%,%** M N*., «♦ S — «• 1676 «•" Sy! *Ä- bi« mr Zeit der Musterung noch ergeben, zu bemerken und das Verzeichniß zu der Musterung mUzubrmgen. 6 vr. Boekmann.___________________________ f Nidda, II n n n ii Nieder-Wöllstadt, Bieberau, Bickenbach, Groß-Gerau, Goddelau, Juli ii Gernsheim. , Stelle abgenommen und gegen Quittung sofort baar bezahlt. 29. 4. 5. 6. 8. 9. 10. -- Bekanntmachung „um ÄS WÄ .'.Ä. »»..*- Die von der Militär-Commission erkauften Pferde werden zur Stelle-bg-nommerlun> 8W« W’" gegen Erstattung des Kaufpreises und Pferde mit solchen Fehlern, welche nach den Landesgesetzen den Kauf ru»flän9t9 m^en • jebem »»tauften Sterbe eine SÄÄ «AU« -°. -.d" °d" H»> »>' »■* “-1 ™" ,1*n 6..J8.1»« ■ sm*— ^eT ln' ' 5 Ablheilung für das Remonte-Wesen. sgez.) von Rau ck. von Usla r. — ----------------- --------------s;c («rofib. Drtsaerichtsvorfteher des Bezirks Gieße». $ Mls Ortsgericht hat außerdem diese Meßbriefe auf der ersten Seite zu viflren. Gießen, den 20. März 1878. , p Großherzogl. Steuer-Comnufsanat Gießen. Süffert. Der Unterricht ist unentgeltlich und wird von dem Wksenbaumerster und von Lehrern der Ackerbauschule ertheilt. Aufnahmefähig sind junge Leute, welche bereits eine Ackerbauschule besucht, angehende Geometer und l^che, welche tm Wiesenbau praktisch geübt sind und in einer Prüfung die erforderlichen -öor« kmntniffe nachweisen können. ----—— Das Curatorium der Ackerbauschule zu Friedberg. Dr. Braden. Küchler. Schmidt. B e k a n u t m a ch u u g, . Wiesenbau an der Ackerbauschule zu Friedberg betreffend. 01 n.Ahl h.T g-fte Inehmer wird voraussi den Unterrichts-Cursus im Nach Beschluß des Ausschusses des landwirthschaftlichen Vereins für Ober- hesien wird auch in diesem Jahre wieder ein Cursus M ^Ausbildung von Wiesenbaugehülfen unter Leitung des Vereinscultur-Technikers, Wiesenbaumetster G reb, an hiesiger Ackerbauschule stattfinden und soll derselbe m der Zettvom 6. Mai bis 6. Juli, jedoch mit Aussetzung der Pfingstwoche abgehalten werden. Der Unterricht umfaßt i Fortbildung der Elementarfächer. Botanik, Feld- mesien, Nivclliren, Planzeichnen, Aufstellung von Culturplänen und Kosten- Überschlägen, Theorie des Wiesenbaues, der Drainage, verbunden mit Demonstrationen und praktischen Uebungen bei den in Ausführung begriffenen Mello- Kaiser Wilhelm. Kaiser Wilhelm, am 22. März 1797 im königlichen Schlöffe zu Berlin geboren, hat heute sein einundachtzigstes Lebensjahr zurückgelegt. Unser Leben wäbret fiebenzia Jahre, und wenn es hoch kommt, so sind es achtzig Jahre, faat der Psalmist und fügt hinzu: „und wenn es köstlich gewesen ist, so ist,-s MSbe und »rb it aew-sen I" - Ja, ein langes Leben voll Mühe und Arbeit H dem Kaiser des neuen Deutschlands b-schi-den, welchen die Geschichte unter Eine entsprechende Anzabl der Th-ilnehmer wird voraussichtlich alsbald nach Absolvirung des Unterrichts- Cursus als Gehülfen des Wiesenbaumeisters, bczw. al« Wiesenbau-Aufseher je nach Befähigung gegen entsprechende Vergütung bei den in Ausführung begriffenen Meliorations-Unternehmungen V-rw°ndung finden und ist denselben hierbei volle Gelegenheit zu ihrer Ausbildung als selbst- '‘"‘Sn;»™.”*'—-W »«». 1*1» «" -8 »-« senden Jahres unter Vorlage eines Zeugniffes über gute Aufführung, etwaiger Zeugnisse über Vorbildung ic. bei dem unterzeichneten Curatorium zu erfolgen, das zu jeder weiteren Auskunft gerne bereit ist. Friedberg, den 8. März 1878. den Großen" der Hohen,ollern als dritten nennen wird, aber auch em Leben voll Segen und Ebren Der Lebenslauf Kaiser Wilhelms erfüllte das Flehen der unvergeßlichen Königin Luise: „Meine Sorgfalt ist meinen Kindern gewidmet für und für, und ich bitte, Gott, daß er sie segnen und fernen guten Geist ,'l*t Jed»Ge"burtstag' des ^allgemein verehrten Kaisers erffillt Millionen Seelen unseres Volkes mit Dankbarkeit gegen den Lenker aller Geschicke, daß er den Kaiser, welcher uns das neue Reich schuf, uns so lange in unverminderter Rüstigkeit des Körpers und Frische des Geistes erhält, daß er sein Älter selbst über jene Grenze wachsen läßt, welche schon vor Jahrtausenden Jedem, der sie überschritt, die Ehrfurcht des Volkes zuwendete. In einem Alter zur Herr scherwürde berufen, wo die größte Mehrzahl Der Menschen von des Lebens Arbeit müde die Hände sinken läßt, wo das Gesetz sie theilweise schon befreit von der Verpstichtung zur Uebernahme öffentlicher Aemter, hat Kaiser Wilhelm mit unermüdlicher Hingebung den Pflichten seines hohen Amtes sich unterzogen, nicht sich beschränkend aus geistreiche Anregungen und gelegentliche Eingriffe in den Gang der Staatsangelegenheiten, sondern mit gewissenhafter Prüfung in alle Einzelnhetten eindringend und keine Sache von Wichtigkeit je aus den Augen verlierend. Die Pflichten seines Herrscheramtes haben ihm zu aller Zeit viel Mühe, schwere Arbeit gekostet. D'rum ist aber auch sein Leben ein köstliches gewesen vor dem aller andern Herrscher seiner Zett. Glanzvoller hat die Sonne des Ruhmes über den Thaten eines Alexander des Großen geleuchtet, doch allzufrüh und fern der Heimath mußten die Freunde ihm an den Wassern Babylons den Scheiterhaufen rüsten. Unter den Kaisern Roms haben die, welche lange und glücklich über den orbis terrarum herrschten, das köstliche Vorrecht der Majestät, ein Volk zu beglücken, am meisten genoffen ; doch war ihre Zeit eine Zeit des Nie. Hergangs ; der Abglanz, der von ihrem Thron ausgtng, ein wehmüthiges Abend- roth, nach deffen Verlöschen eine öde Nacht heretnbrach. Jene reckenhaften Könige der Germanen, welche aussen Trümmern des Römerreiches ihre Throne errichteten, leben zwar, von der Sage verklärt, wie die göttergleichen Helden der Ilias im Volksmunde fort, tndeffen war ihr Glück in Wirklichkeit kein so beneidenswerthes, und ihre Stirn umwölkte schwere Schuld, die sich am eigenen Hause strafte. Selbst Karl der Große, der erste römische Kaiser deutscher Nation, nachdem er das mächtigste Reich feiner Zeit begründet hatte, bewahrte nicht bis zum Ende seines Lebens die heitere Ruhe, die des Greisenalters Ehrenschmuck ist; er schied mit tiefem Kummer im Herzen, daß sein Reich ihn Nicht lange überleben werde. Kaiser Wilhelm, der im Felde glänzende Siege errang, über welche bei den fernsten Völkern schon heute die Sänger wie von einem Märchen berichten, hat — kein Freund der Kriege — stets schnell das Schwert in die Scheide gesteckt, um dem besiegten Feinde die Hand zum Frieden zu reichen. Wir danken ihm die Schöpfung des neuen Deutschen Reiches, die Erweiterung feiner Grenzen und die Sicherung derselben. Wir danken ihm unsere entwickelungs- sählge Verfassung und eine Reihe hoch bedeutungsvoller Gesetze, welche auch eme freiheitliche Förderung der Jntereffen des deutschen Volkes gewährleisten. Wir danken ihm nicht nur die Ruhe und Sicherheit im Innern, welche ms mit Vertrauen auf die Zukunft erfüllt, so sehr auch die Reichsfeinde ihr Haupt erbeben, wir danken ihm vor Allem auch die Führerschaft in dem großen geistigen Kampfe, welchen Deutschland gegen das mittelalterliche Dunkel des Fürwitzes und Aberglaubens führt, auf deffen sumpfigen Boden Rom, die deutsche Cultur zu locken, vergeblich versucht hat, dem jungen Kaiserthum ein Canossa zu bereiten. Wiederum nahen sich alle Glieder des Hohenzollern-Hauses, wiederum treffen tn Berlin viele Fürsten ein, um den Kaiser an seinem Wiegenfeste per. sönlich zu begrüßen, die Abgesandten der Herrscher des Auslandes überbringen ihre Glückwünsche, mächtiger aber als Alles ertönen die Segenswünsche des Volkes. Selbst Den Gegnern, welche Deutschlands Heil aus Wegen suchen, welche ihnen das Deutsche Reich gesperrt hat, nöthigt des Kaisers Bild Bewunderung und Ehrfurcht ab. Wer sich aber Eins weiß mit dem Geiste seines Volkes, ist heute eingedenk der Thatsache, daß die Hand der Vorsehung auf unteren Kaiser sichtbarlich ihre höchsten Gaben und Gnaden gehäuft hat, und aus den tausenden von Glocken, die mit ehernen Zungen für das Volk zum Himmel sprechen, steigt das Gebet empor: „Gott schenke unserem Kaiser Wilhelm noch viele Jahre einer gesegneten und glück- lichen Regierung k" Deutschland. Berlin, 19. März. Dem Bundesrath ist heute vom Kanzler ein Gesetz- *' ''vurf, betr. statistische Erhebungen über die Tabaksfabrikation und den Tabakshandel und die Feststellung eines Nachtrags zum Reichshaushalts-Etat für 1878/79, zur Beschlußnahme zugegangen. Der Entwurf enthält 8 Paragraphen. Für Kostendeckung der Aufnahme statistischer Erhebungen werden 200,000 Mk. gefordert. (Wir werden in nächster Nr. den Entwurf sammt Motiven unseren Lesern zur Kenntniß bringen. D. Red.) Oesterreich. Wien, 19. März, Abends. Ungarische Delegation (Fortsetzung.) Zu der auf der Tagesordnung stehenden Frage übergehend, verwies Andraffy auf seine früheren Erklärungen über die Anschauungen der Regierung bezüglich der Er- etgniffe der jüngsten Vergangenheit und des demnächst Geschehenden, worin er l't weit gegangen sei, als er bei Den gegenwärtigen Verhältnissen gehen könnte. Denjenigen gegenüber, welche seine Politik mißbilligten, ohne sagen zu können, w,e die Regierung es hätte bester machen sollen, bemerkte Der Minister, man wöge die Feststellung Der Bilanz jenem Augenblicke Vorbehalten, welcher den Erfolg oder die Erfolglosigkeit der sestgehaltenen Politik in das gehörige Licht stellen werde. Heute präsentire sich die Lage folgendermaßen: Der Friede bestehe noch; die Erhaltung Desselben bilde Die Politik der Regierung, welche hoffe, daß er zu erhalten sei. Bis jetzt bestehe Die Hoffnung und der Glaube, daß die Vermittelung zwischen Den geschehenen Thatsachen, dem europäischen Rechtszustande und Den Jntereffen Der anderen Staaten erreichbar sei. Hätte die Regierung eine andere Politik befolgt, wie sie die Opposition wollte, so stünde die Bilanz heute anders; der sichere und langwierige Krieg mit dem großen Nachbarstaate und der unversöhnliche Haß der gesammten orientalischen Cbnstenheit wäre das Resultat einer solchen Politik gewesen. Redner confta- tirte mit Genugthuung, daß in Ungarn, wenn es sich um die großen Jntereffen der Monarchie bandle, kein Partemnterschied existire, und empfahl schließlich den Antrag der Majorität der Commission wr Annahme. Hierauf wurde (wie bereits gemeldet) Der Beschlußantrag Der Subcommission mit großer Majorität angenommen und der Credtt von 60 Mill. Gulden einstimmig ootirt. England. London, 19. März, Abends. Im Fortgänge der Unterhanssitzung erwiderte Schatzkanzler Nortbcote auf Befragen Goldsmid's: die Regierung habe noch keine Mittdeilung Der Friedensbedingungen erhalten. Derselbe erklärte auf eine Anfrage von Dodson: da die Februarzinsen der garantirten türkischen Anleihe Seitens der Pforte ungedeckt geblieben seien, so habe die Regierung die Bank von England aufgcfordert, den Betrag vorzuschüßen, um der Pforte Gelegenheit zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen zu geben. Nach Ablauf Der gewährten Frist seien Die Gelder nicht einzetroffen, worauf die Regierung Den Betrag Der Bank ersetzt habe. Ein Therl des Geldes Härte durch Den egypti» schen Tribut gedeckt werden sollen; bis gestern sei der Tribut noch nicht emge- troffen. Auf Englands Vorstellungen habe der Khedive erklärt, ein kleiner Theil des Tributs würde gesandt werden. England habe diese Vorgänge an Frankreich mitgetheilt. welches zur Hälfte beteiligt sei. Auf Befragen Lefeore's checkte Unterstaatssecretär Bourke mit: die Unterhandlungen wegen Erneuerung des Handelsvertrages mit Frankreich seien auf Wunsch Frankre chs wegen Der gegenwärtigen L ige des Handels abgebrochen worden; auch sei die französische Regierung noch nicht im Stande zu bestimmen, wann sie die Verhandlungen wieder aufnehmen könne. Telegraphische Depeschen. Wagner'« telegr. Esrrespondenz-Bureau. Konstantinopel, 20. März. Die Pforte hat ihre Botschafter und Gesandten angewiesen, die Nachricht, daß die Gouverneure von Janina, Pre» vesa und Arta Befehl erhalten hätten, die in den Gefängnissen inhaftlrten Verbrecher freizulaffen und gegen die Aufständischen in den griechischen Provinzen zu verwenden, kategorisch für unbegründet zu erklären. — Die Hobart Pascha zugeschriebene Absicht, gegen die Ortschaften der Aufständischen mit Feuer und Schwert vorzuzehen, wird von Seiten Der Regierung tn Abrede gestellt; derselbe habe Befehl, durch gütliche Ueberredung auf die Aufständischen einzuwirken und Gewalt nur anzuwenden, wenn gütliches Verfahren sich erfolglos zeige. Es heißt, mit den Führern der Insurgenten seien bereits Verhandlungen eingeleitet.9 Berlin, 20. März. Das Abgeordnetenhaus nahm heute Den Gesetz entwurf, betr. die Berliner Stadt-Eisenbahn, in zweiter Lesung unveränder nach den Commisstons-Anträgen an; die darauf bezügliche Petition der Deut, schen Eisenbahnbau Gesellschaft wurde durch die Beschlußfassung über den Gesetzentwurf für erledigt erklärt. — Gutem Vernehmen nach wird dem Landtage Seitens Der Regierung noch eine Vorlage zugehen, welche folgende Anträge enthält: Abzweigung der Abtheilung für Domänen und Forsten vom preußischen Finanzministerium und deren Ueberweisung an das Ministerium der Landwirthschaft, ferner Bildung eines besonderen vom Handelsministerium abgezweigten Eisenbahnministeriums, endlich Uebertragung des etatsmäßigen Gehaltes von 36,000 Mk. des preußischen Ministerpräsidenten auf deffen Stellvertreter. — Die Nachricht, daß der Cultusminister Falk aus Anlaß von Minister- Combinationen oder sonst welcher Veranlaffung seinen Rücktritt in Aussicht gestellt habe, ist durchaus unwahr. — Baron Abraham v. Oppenheim aus Köln wurde vorgestern und gestern von Ihren Majestäten in Audienzen und heute zur kaiserlichen Tafel gezogen. London, 20. März. Im Unterhause kündigte Williams folgende Anfragen an : Welche Kriegsschiffe sich tn den Dardanellen und Dem Marmara- Meer befänden; ob es wahr sei, daß diese Schiffe die Meerengen unter Dem Protest Der Pforte passirt hätten ; was die Zurückhaltung Der Schiffe im Mar- mara-Meer bezwecke, da ja Pie Pforte im Friedenszustand sei.__________ Mit Rücksicht auf den nächsten Samstag von Herrn Eduard Zachartä zu haltenden Vortrag entnehmen wir der „DidaSkalta" das Folgende: DaS Pianoforte mit Luftrefonanzwerk. So kündigt sich eine neue Elfindung an, welche dermalen von dem Erfinder, dem Wiener Tonkünstler Herrn Eduard Zach ariä, in die W-lt gebracht und dem öffentlichen Urthetl übergeben wird. Dem genannten Werke liegt die Idee zum Grunde, daß die durch eine an beiden Seilen offene Tonröhre gebildete Luftsäule eine unglaubliche Feinfühligkeit, d. h. die Eigenschaft besitzt, sich aufs leichteste erregen und in einen SchwingungSzuftand versetzen zu lassen — die sogenannte stehende Schwingung! — wodurch sie zur selbständigen Tonquelle wird. Ein nach den verschiedensten und feinsten Maßoerhälln ff en ausgebildetes Tonröhrenwerk, welches, aus mehreren Thetlen bestehend, alle freien Räume des Claoierlnstrumentes ausfüllt, dient demnach zur breitesten akustischen Grundlage für alle Ton und Klang-Entwicklung, welche dadurch so ganz außerordentlich und in so edler Weise gefördert wird, daß ein mit dem Luft- resonanzwerk aus gestattetes Klavier alles Bisherige weit überbittet. Wir hatten kürzlich hier im „Journalisten und Schriftsteller-Verein" Gelegenbeit, einem die wissenschaftliche Grundlage des Ganzen erläuternden Vortrag des Herrn Eduard Zachariä beizuwohnen und die musikalischen Wirkungen des neuen Werkes eingehend zu prüfen; wobei gewiß ein Jeder in der Versammlung von der Ueberzeugung durchdrungen wurde, daß es sich hier um einen unverkennbar großen Fortschritt handle, bei welchem Theorie und Praxis in gleicher Weise schlagend erscheinen. DaS Klavier- inftrument ist durch die neue Erfindung nicht nur theilweise tn einzelnen Tonlagen, sondern gleichmäßig im großen Ganzen aus eine ganz neue Stufe emporgehoben: Ton und Klang haben hier eine allseitige Ausbildung erfahren; und das Instrument zeichnet sich durch Fülle, Tragkraft, Gesangfähtgkeit, Ebenmaß tn allen Lagen, Klarheit der Tonbildung und der Tonbegrenzung, Möglichkeit der höchsten Steigerung bei stets gleich bleibender Rundung und Anmuth des ToneS tn einer so erstaunlich vortheilhaften Weise aus, daß man, einmal an diese herrliche Klangentfaitung gewöhnt, bei dem an; gestellten Vergleich jedes andere, selbst das beste Instrument daneben abfällig findet. Namentlich auf große Entfernung hin treten die neuen Klangwirkungen eklatant hervor: man erkennt je noch den Tonfiguren deutlich etwas Orchestrales, eine Beimischung des Charakters der Stretch- und Bias-Instrumente, in den hohen und höchsten Lagen das Weiche, Flötenarttge. Und diese Wirkungen traten schon an einem Piantno zu Tage! Der mit dem Luftresonanzwerk ausgestattete Flügel muß daher um so mehr Großartiges leisten. Dabei ist es praktisch von großer Bedeutung daß das neue Werk keine Veränderung im bisherigen Klavierbau beansprucht, sondern sogar noch nachträglich den Instrumenten betgefügt werden kann. — Die Erfindung mutz naturgemäß tn allen musikaltschen Kreisen bedeutendes Aufsehen erregen; und wir wollen hiermit das Unserige dazu beitragen, auf ein Werk hinzuweisen, welches ohne Zweifel eine große Zukunst hat und dem die allgemeine Anerkennuna nirgends fehlen kann. Vermischtes. Von der Schwalm, 13. März. Daß der alte Aberglaube noch nicht ausgestorben ist, haben wir im Dorfe W- dieser Tage erst wieder erfahren. Vor dem Dorfe hatte eine Zigeunerbande ihr Lager aufgeschlagen und alsbald durchbettelte die braune Gesellschaft das ganze Dorf. Auch zu dem Landwtrth D kam eine junge Zigeunerin und bat um ein Stück Fleisch. Der Alte sagte, Brod könnt ihr kriegen, aber fein Fleisch; und stützte wieder mit verdrießlichem Gesicht seine Backen auf die Ellenbogen. Die Zigeunerin hatte alsbald gemerkt, daß dem Alten etwas in die Quere gekommen sein mußte und auf ihr dringendes Zureden erfuhr sie bann, daß des Mannes Kuh vor vier Tagen gekalbt habe und noch feine Milch gäbe. Da hieß es denn, die Kuh ist behext und die Hexe muß eifannt werden; und wer die ganze Hexerei bannen wollte, war die Zigeunerin. Zunächst sollte der Mann btngehen und alles alte Geld, was er im Hause habe, aber ja fein neues, feine Marfstücke rc-, herbeiholen; das Geld wurde ge- Ehrllche Arbeit Weber, huren Rothe, a Tblr- ,z waren ,n pachte Jf"an flann ‘M»""1 1W mW«*«1’. lverk" -Ian" fiotte »»*$*#** — _ Dtrior ssää» ai’SSS“ lkgte Ba Cigarr °°ch bald fei« ? ' Last Du »le ®«arl 34 geb« Dtt Du bist ein ckl M Im Di-°st- i" t«6™, tat li habe meinem Her R fWet, d°ß Sie Zigarren einzubringen. Gj , „Soll'Ich auch von dm Wer ging, erledigte stt Ilnerikaners zurück: Amanten zu ein. hlb war ich über den Ver bitstlben wohl Ihrem b-ranke habe. Empfange gefügt werden muh nur Stehen, 20. Mari susgetrteben: 1672 Stück foril, am letzteren Tage Einyet aus der. Fabrik der Mainz und des Hi 1464)_______ Die gsrL' Otto "l') Paten Prämiirt mit den , rskl> Medaillen i i > d 72) 1 1493) Polstermöbel, als: Sopha ' ' allen Faoons, Seffel, Stühle, Bettstelle« mit Sprungfedermatratzen u s. w. stets vorräthig bet _>*. HolltiMIHtl« ' 8a,ä?V*ili'U ’ h&e di, »"ich-n Hin, um bi, eto^la«f bet M'tl W9'''“»« d-« eau. L*1" ^"'djafter u„b von Janina, Lre- M!sm inhastirten Ber- SNchlschen Provinzen ^rtsehasien der von Selten derReale- ullche Uebenebun^ auf ^btn,?tnn MchS ^rern d-r Jufnrgenten heute den Gesetz ker Lesung unveränder che Petition der Deut, affung über den Gesetz- Deitens der Regierung hält; Abzweigung der NnanzmHeri'm und hschast. ferner Bildung i EisenbatzumiHeriums, 6,000 Mk. des prenßi- us Anlrß von Minißer- Rücktritt in Aussicht ge- rourüe vorgestern unb Handel unk^Derkehr. Gießen, 20. März. Auf dem peftern und heute abaehaltenen Viehmarkt waren eufgetrieben: 1672 Stück Rindvieh und 721 Schweine; Nächster Markt den 2. und 3. April, am letzteren Tage auch Krä^ermg'kl. __ Theater. Ehrliche Arbeit fand durch die trefflichen Leistungen der Fr. Kurde, Frl. L. Weber, Herren Rothe, Lindner, Teile und Bömly allseitiae Anerkennung, aber holt, eS waren 6 Thlr. und 15 Sgr., auf den T-sch gezahlt in schone Reihen ge eg und die Zigeunerin machte ihr Hokuspokus. Nun yieß eS, jetzt geht hin und zieht Euer „AbendmahlSwerk" an, der Mann ging hin und khats; w.e er nun geputzt w eder ?am, sagte ihm die Zigeunerin, nun geht in den Stall, nehmt einen Eimer, riegelt die Thüre fest zu, setzt Euch unter die Kuh und melke, und wenn es dann an die Stall- thüre k öpft, springt auf und öffnet sie rasch, dann babt ihr die Hexe, die den Zauber sofort losen wird. Der Bauer tönt, wie ihm geheißen, kaum fitzt er unter der Kuh o klopft eS, er auf und an die Tbüre, wie ist er aber erstaunt, als er dieselbe öffnet und seine Frau vor ihm steht. J.tzt geht der Spektakel los, du Hex', jetzt mach' daß die Kuh wieder Milch gibt und wie es all' von seiner Seite hieß; doch auch die Frau war im höchsten Grade überrascht, nicht allein deS Empfanges wegen, sondern ihren Mann im besten Sonntagsstaat zu sehen. Endlich kam eS heraus, wie es gekommen wir und als nun Mann und Frau in die Stube gingen, um nach der Zigeunerin zu leben war diese verschwunden, mit ihr aber auch die 6 Thlr. 15 Sgr.; nun sollte der Mann ihr Nachläufern doch im „Sonntagsstaat' ginge nicht und bis er das „Alltags- we?k" wieder anae g , hatte nicht allein die Eine Zigeunerin das Weite gesucht, son fern die ganze Bande batte sich aus dem Staube gemacht. So geschehen im Jahre 1878. B — ®in menschenfreundlicher Charakter. Am letzten Sonnabend — erzählt der Soort" — verlor auf einer Soir6e bei einem reichen Amerikaner ein Landsmann desselben einen Hemdknopf, welcher aus einem 12,000 Francs bewertheten Soli- tür bestand. Nachdem sich die eingeladenen Gäste zurückgezogen hatten, wurde das aanze Haus durchsucht, jedoch vergeblich. Der Verlustträger, welcher sich natürlich zuletzt entfernte, ging fort, ohne feine üble Laune zu verbergen. Am nächsten Morgen sand ein Stallknecht beim Reinigen des Hofes und der Einfahrt in letzteren den kost baren Stein, welcher wahrscheinlich iu die Kleid Garnitur einer Dame gefallen war und von derselben beim Einsteigen in den Wagen ebenfalls verloren wurde. Der Hausherr war von dem Funde hocherfreut und schickte augenblicklich den Finder zu dem untröstlichen Eigenthümer des Juwels. Dieser empfing den Diamant mit sichtlicher Freude, legte ihn sorgfältig in eine Lade seines Schreibpultes und griff dann in seine Tasche, rus welcher er zwei Cigarren zog und sie dem ehrl'chen Finder anbot. Derselbe zog slch zurück, indem er sich für den Amerikaner schämte, und erzählte zu Hause sein Er- iebniß, das auch bald seinem Herrn zu Gehör kam, welcher den Diener sogleich rufen ließ. „Hast Du die Cigarren schon geraucht?" sagte er zu demselben. - ,,Nein, mein ßerr." — „Ich gebe Dir 500 Francs dafür " — „Wahrhaftig?" — „Hier ist die Summe. Du bist ein ehrlicher Bursche und ich muß wohl eine Prämie dafür zahlen, Dich im Dienste zu haben. Nun aber kehre zu Herrn X. zurück und sage ihm: Mein Herr, ich habe meinem Herrn von der Güte erzählt, welche Sie mir gegenüber hatten; ober er fürchtet, daß Sie heute vielleicht sich zu rauchen versagen müssen, um jene Cigarren einzubringen. Er hat mir daher befohlen, Ihnen dieselben zurückzustellen." — »Soll ich auch von den 500 Francs erzählen?" — „Kein Wort'. Geh!" — Der Diener ging, entledigte sich seines Auftrages und kehrte mit folgendem Billet des Amerikaners zurück: „Geehrter Herr! Ich bin sehr glücklich, wieder im Besitz meines Diamanten zu sein. Ich habe deren sechs, welche eine so schöne Garnitur bilden; deshalb war ich über den Verlust völlig trostlos. Was die Cigarren anbelangt, konnte 1* dieselben wohl Ihrem Diener geben, da ich von dieser Sorte 5000 ntück in meinem Schranke habe. Empfangen Sie rc." — Der Schreiber diefis Briefes besitzt, wie &itv zugefügt werden uuß mehr als 200,000 Livres R ntt und ist unverbettatb«tt. ... leider, wie wir daS schon oft sahen, ein sehr schwach besetztes Haus *). Worin der schlechte Theaterbesuch in diesem Jahre seinen Grund hat, können wir nicht ergründen, denn Herr Kurde gibt sich die größte Mühe, ein gediegenes Repertoire in möglichst gelungener Aufführung zu bringen. Sind auch die Zettverbältnisse nicht so günstig wie früher, eine solche Wirkung dürften sie keinesfalls auf den Theaterbesuch äußern. Jnner- balb 8 Togen bot Herr Kurde 3 berühmte Novitäten, gewiß ein großer Beweis feiner Rastlosigkeit und Energie, und heute gehen die berühmten Rosa Dominos in Scene. Dieselben sind eiy so vorzügliches, gelungenes und erhei'errdes Stück mit solch' trefflicher Characterzeichnung, daß es unter Laub48 bekanntlich vorzüglicher Leitung im Wiener Stadttheater mehr als ein Jahr lang das Repertoire der e rschte, und ebenso im Dresdener Hoftheater durch lange Zeit selbst die Oper in Schatten stellte. Hoffent- lich gelingt es auch hier ein volles Haus zu erzielen, was wir dem trefflichen Stücke und den Anstrengungen des Herrn Kurde von Herzen wünschen. —?— *) Es war doch vorauszusehen, daß am Mittwoch Abend, wo die Wohlthätig- keitS Vorstellung des Bürgerclub in Wenzel's Saalbau stattend, der Besuch im Theater des CafäLeib unbedingt schwach ausfallen mußte. Dem Benefizianten ist gewiß durch d-e Wahl dieses Abends nicht gedient gewesen. D- Red. Eingesandt.*) Die Aussichten auf Einführung oes Tabaksmonopols mehren sich tagtäglich. Die Gegner desselben finden wieder ihre Gegner. Diese suchen erstere nach allen Seiten hin möglichst zu widerlegen und wird schließlich von den Befürwortern des Monopols dieses noch als einen Cultursortschritt hirzustellrN gesucht- Dieses wird nun noch durch das ganz offene Eintreten des Reichskanzlers für das Monopol thatkräftig unterstützt- Daß die Einführung des Monopols mit sehr großen Nachtheilen für die sich soweit entwickelte Industrie unserer Stadt, aber noch mehr für die ist, welche sich in derselben beschäftigen, braucht wob! nicht erwähnt zu werden- Es liegt auf flacher Hand, daß viele, welche sich gegenwärtig in der Tabaksindustrie ernähren, durch die Einführung des Monopols brodlos werden, und auf welchen Zweig sich bann schwingen, wenn man feit Jahren in der Tabaksinduftrie thätig gewesen ist? Und werden schließlich dadurch nicht auch andere Industriezweige geschädigt? Sich über die Folgen des Monopols klar zu werden, ist eine Lebensaufgabe für unsere Stadt- Einsender hält es für zweckmäßig, wenn einer der hiesigen Interessenten, sei es wer es wolle, der mit der Sache vertraut ist, dieselbe in die Hand nehme, um unter der hiesigen Bevölkerung Klarheit über die Nachtheile des Monopols zu schaffen (Einsender glaubt sicher, daß sehr Vielen die Nachtheile des Monopols nicht bekannt sind) und bann gleichzeitig mit Petitionen gegen Einführung bes Monopols an den Reichstag vorzugehen. An einer allseitigen Unterstützung wird es gewiß nicht fehlen. Da die Sache eine brennende ist, wäre nur zu wünschen, daß dieselbe sofort in btc Hand genommen würde und da die Sache nicht allein Fabrikanten und Arbeitern, sondern auch Händlern, Grossisten, ja selbst der ganzen hiesigen Einwohnschaft sehr nahe liegt, dürfte wohl eine rege Agitation gegen das Monopol zu erwarten sein. Die Sache ist eine allgemeine, deßhalb trete jeder für sie ein und unterstütze den, der dieselbe in die Hand nimmt. Stillschweigen wäre von sehr großem Nachtheile und gälte als Einverständniß und wenn auch bis jetzt geschwiegen wurde, mit der Aussicht auf den Ruin einer schon entwickelten Industrie an hiesigem Platze sowie Verarmung hiesiger Gegend dürfen wir doch gewiß nicht einverstanden fein. *) Indem wir auch diesem „Eingesandt" Raum gewähren, mochten wir bitten, grabe im Interesse unserer Stabt, daß nicht so viel in Theorie gemacht unb oft Gelesenes wiederholt wirb. Mit praktischem Eingreifen seitens Fachmänner wäre viel mehr und rascher gethan. Die Bürgerschaft wird ganz gewiß die maßaebenben Persönlichkeiten unterstützen unb so vielleicht dazu beitragen, daß ein Schaden von unserer Stabt abgewendet wird. *D- Red. te zur kaiserlichen Taft Williams folflenbe Auen und dem Mamara- : Meerengen unter dem der Schiffe mMn- ,nti fti. i tzdnard Aachariä ilgtnbt: ganzwerk. waten von dem Erfinder, t -M gebracht und dm liegt dieJree »-»! erregen unb In etat stchnid- ©«wtngung - n oerfd)tebenften M» f» ssHss ' er^e,n‘n’tntn lonlaaen, ist in tinMe» . ÄfeÄ oerfUunl^^anj WÄjsÄ rsArv i hohen und ho in0 zu S-S'L'» ES--» n f&fretttW di Neri,, W® janat 3 fdn liholkN' Einladung )um Abonnement Brennholz 13 Wilh. Balser 20% Rabatt. Prämiirt mit den ersten Medaillen Frankf. Würstchen empfiehlt (77) Gg. Wilh. Weidig. do. do. do. 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Weine in 11 Sorten empfiehlt als gänzlich rein und ächt, die Orig.-Flasche ä 3/< Liter 1,50 2 3L 918) das Allein-Depot von Dr. Hempel, Hirschapotheke, in Giessen. wird in den Grössen von 1, 2, 4, 6, 8 und mehr Pferdekraft gebaut und ist in vielen Städten auch unserer Gegend bereits in grosser Zahl im Betrieb. Alle Anfragen werden von unterzeichnetem alleinigen Vertreter für Hessen u. s. w. erledigt, welcher gerne jede Auskunft.ertheilt. Darmstadt, Chr. Friedr. Nau, Bessunger-Carlsstrasse 29._____________________Maschinen-Ingenieur. _____ Q Das „Tageblatt und Anzeiger für die Provinz Hessen^ tritt mit »M dem 1. April 1878 in das 2. Quartal seines 25. Jahrgangs. Q Dasselbe ist stets bestrebt, das Wichtigste auf politischem Gebiete schnell zu AL berichten und namentlich die Interessen der Provinz nach jeder Richtung hin zu ver- U treten. Das Tageblatt, welches täglich in der Stärke von mindestens 1 Bogen erscheint und Morgens für die Provinz mit den ersten Posten versandt wird, ist in Anbetracht seiner Reichhaltigkeit das billigste täglich erscheinende Kaffeler 2 Blatt. Telegraphische Depeschen, Leitartikel, eine gut zusammengestellte Tages- M Geschichte, Correfpondenzen, Landtags- und Reichstags-Berichte, lokale Nachrichten, Provinzielles, Gerichtshalle, Sprechsaal, Haus- und laudwirthschaftliche Notizen, 56 Literarisches, Kunst-, Theater- und Musik-Referate, Zwangslose Briefe aus der £3 Reichshauptstadt von Leopold Guttzeit, ein hoch interessantes Feuilleton, ent- 3C haltend spannende Romane von den besten Schriftstellern, sowie die mit großer Sen- O sation aufgenommenen, Sonntags erscheinenden Ö Kasseler Spaziergänge, W Markt- und Cours-Depeschen von allen bedeutenden Handelsplätzen, Verloosungs- Q Listen über in- und ausländische Werthpapiere u. s. w. bilden den Inhalt des O Blattes, welcher ohne Zweifel die große Theilnahme, die unser Blatt in Cassel sowohl, wie in der Provinz in stets gesteigertem Maße gefunden hat, rechtfertigt und wird O mit Recht als die gelesenste Zeitung der Provinz bezeichnet. X Das Abonnement für Auswärts beträgt 3 Mark 50 Pf. pro Quartal W und sind die Bestellungen bei den nächstgelegenen Postanstalten zu bewirken. O Inserate finden durch das „Tageblatt und Anzeiger" die größte Derbrei- tung und werden nur mit 15 Pfg. pro Zeile berechnet. 3K Kastel, im März 1878. X Die Expedition des Tageblatt und Anzeiger M für die Provinz Hessen. kleinqemacht, „ „ per Ctr. M. 1,50, EiiMiemwcItle oooooooooooooBöoooocxxx:: aus der Fabrik der Herren Joh. PH. Wagner K Co. in Q ntm ‘K linnnpttipttt Mainz und des Herrn Dr. W. Nägeli in Müncken, empfiehl, q 1464) Emil Fischbach, o emfiehlt Krau Henriette Ramspeck. j pr. Kiste 5 Kilo (1641 Nortorf i. Holstein. Kaplansgaffe Nr. 233. Zugleich empfehle ich schöne, starke Schrupper, das Stück 50 JL Wurzelbürsten, das Stück 45 (*54 sowie HopP 6. 1693) empfiehlt 47 und Eichen - Stockschlags-Reis 7900 (1689 die Expcb. b. Bltts. 35 1830 7030 440 4 180 14 120 460 11 5 Rmtr. H n Preisen übernehme. 1717)___________ (1695 Emil Fischbach, Holz, „ desgl. Stockholz, Wellen desgl. Reisholz, Buchen-Forstreiser I. II. Elaste, das Prompteste erledigt. Projekte und ausgesührte Bauten zu gefl. Ansicht. • Nähere Nachricht bet der Exped. d. Blttö. 1724) Qzin brauet Dienstmädchen gesucht Marburgerstrahe 179. Holzversteigerung in der Fstl. Oberförsterei Hohensolms. Häuserhecken 1 Uhr Mittags. Kestelbach, am 19. März 1878. Die Freiherrlich von Raubenauische Oberförstcrei Rabenau. vermischte Anzeigen. Zitin gangbares Geschäft mit guter Kund- tL schäft wird gesucht. Von wem? saot pr. Kiste 5 Kilo, ca. 400 Stück Mk. 5 — Montag den 23. d. Mts., soll in den Districten „Eichelsberg , „Altenberg" und „Grundwald" nachstehendes Gehölz versteigert werden: Rmtr. Eichen- u. Tannen-Prügel- Theater. Freitag bett 22 März: Fcstvorstellvng zur Geburtstagseicr Sr. Majestät Wilhelm I, Kaiser von Deutschland. Alt llofa Dominos. Aesondere Bekanntmachungen BekftlUltmachung. 1720) Heinrich Nahrgang, ledig, von Odenhausen ist aus gesetzllchei. Gründen unter Curatel gestellt worden. Rechtsgeschäfte mit demselben können gültig nur unter Zuziehung des Cura- tors Heinrich Nahrgang 'III. von Odenhausen abgeschlofl-n werden. Grünberg, den 15. März 1878. Großh. Landgericht Grünberg. Sellheim, Ebel, Landrichter. Landg.-Astestor. la. Qualität per Pfund Mark 1,80, lla. do. ,, „ »» 1,60 Robert Stuhl ßSkizzen und Entwürfe zu Gebäuden aller Art, gS Polizei-Zeichnungen, Kosten-Anschläge, ^Vorschriftsmäßige Eisenberechnungen, Faya den-Entwürfe, Bauleitung, Geometrische Arbeiten, Aufnahmen und Detaillirungen, ‘ Rechnungs Nevisionen und Abschlüsse re., werden — vom größten bis zmn kleinsten Auftrage — übernommen und aus Aeitgeöotenes. 1725) Ein Garten mit verschiedenen Sorten Obstbäumen zu verpachten ober zu petfaufen; zu erfragen 'N d. Expeb. b. Bl Frische Sckellfiscke, „ Cabliauen, süße Bratbückinge Irenen Morgen ein, letztere per Stück 8 Pfg. (1713 J, A. Busch. Söhne- 200 Weinflaschen zu verkaufen. 1715) I. Rothenberger, Lindenplatz. Wollene und baumwollene Strickgarne empfiehlt (1650 Robert Stuhl* zur Versteigerung: Buchen-Scheiter, „ Buchen-Stöcke, „ „ Reisig, Festm. „ Stammholz, „ Nadel-Stamm- und Stangenholz, Die Zusammenkunft ist den 26. März 1/29 Uhr Morgens, im District Eichwald bei Holz-Nr. 1. Den 27. März im District Amen- Für Damen! 9fn von ausgekämmten Haaren werden schön und dauerhaft für 1 .U. UjJJv gemacht;' sowie alle Arten Haararbeiten billigst, bet v. Reuter, Coiffeur, Kiefern- „ Buchen-Knüppel, Kiefern- „ Entlaufen ein schwarz und weiß ßtfkcfier Sagb^nb mit schwarzem Kopfe. Dem Alieberbri.gtr eine Belohnung bei ^org Werß, 1711) Steinberg bet Gießer^ "In ein hiesiges Geschäft wirb ein Mü» chen gesucht. Näheres bet ber Exp. b. Bl Geräuchert. Aal, geräuchert. Flun-i dem, Heringe, Sardellen, Sardinen, Neunaugen, Anschovis, Bratheringe, marin. Heringe, marin. Aal, Caviar, fr jMcItc Sfefiwclie, versendet durch die Post franco gegen Nachnahme. I Strohhüte werden gewaschen und fi^onntrt bei I. Weitzenkorn, Kreuz. 362) Das Flechten von Stroh- und Rohrstühlen, Anfertigen alle: Gattungen in Stühlen von den gewöhnlichsten bis zu feinsten wird promp-. und reell ausgeführt von Philipp Henkel, Stuhlmacher in dem Hansi des Herrn Julius Strack am Walltb-i Kartoffel. 1609) Eine Kölner Engros-Handlum mit felnsttn Refei enzen wünscht KaUoM Offerten Franco-Offerten sab K befördert die Annoncen-Expebition vo° Rudolf Wotie it. Cöln. kletnes Logis t|l zu oermtelhen unb Anfangs April bezeehbar. 1712) Frau Petri, Neuftabt. 1658) Ein Familienlogis, mittlerer Grösse an frequenter Straße, mit allem Zubehör, ist zu 120 Mk. pro Quartal auf 1. April zu vermiethen. Aeflectanten belieben schriftl. Adressen bei der Exp. d. Bl. n i ederzulegcn.__ 1691) Ein Fomtlienlogis zu vermiethen unb kann gleich bezogen werden. Heinrich Capeller, Sch'fienbergerweg. 1004) Durch Ableben der Frau Douglas ist bie obere Wohnung meines Hauses zu vermiethen unb sogleich beziehbar. M Rosenthal, Universitätsstraße. 10K5) Ein FamiltenlogiS aus 4 Zimmern bestehenb ist zu vermiethen, Schloßgaste A. 258. Wermiethungen. 1714) Mein Nebenhaus (FamiltenlogiS) zum Alleinbewohnen auf 1. Juni zu ver- mtethen. Auch ist in meinem Vorberhause cm grobes Mansardenztmmer mit Cabinet (möblirt) zu vermiethen. Oeconom Wagner, Morbrrgerstroße. 1726) Ein Logis, bestehend aus 4 Zim- mern, Küche u. s- w , sowie ein kleines Mansardenlogis im Vorberhause ist zu vermiethen unb balb zu beziehen. H. Werner, Bismarckstraße. 1723) Wolkengosse C. 90. ein möblirtes Mansarbenzimmer mit Cabinet zu oermte- then._____________________ 1729) Ein schön möblirtes Zimmer zu vermtetben. Neustadt D. 61. 849) Eine Mansardenwohnung von sechs Zimmern per 2. Mai zu vermiethen. __Reichtnsand C- 224. 721) Die Parterre-Wohnung in meinem Hause ist zu vermiethen unb am 1 Mai zu beziehen. S- K a tz e n st ein, Seltersberg. 1555) Eine Farnilienwohnunp aus vier Zimmern nebst allem Zubehör ist auf den 1. April b. I. zu vermiethen. Näheres in ber Expeb. b. Bltts.__ 1675) Em Logis von 5 Zimmern nebst Zubehör zu vermiethen u. sogleich zu beziehen.____________3 Blitz. __ , 1659) Ein kleines Lcgis zu vermietben. Linderplatz A. No. 242. ®erantwortlid;e Rcd°c.I-»: «. S-b°>-d°. - Truck D-rI--c brr BrNHNck-n Nuw.-Druckrr-i r. W. Spieß als Curator der K Oppenheimer scheu Debitmasse in Frankfurt a. M- das Zwangsverfahren gegen ihn beantragt hat wegen 196,51 mit 50/0 Zinsen vom 14. Sep- tember 1870 an und neueren Kosten als Restbetrag der im Jahre 1866 gegen ihn eingeklagten Schuld von ursprünglich ft. 160,23 nebst Zinsen und Kosten. I. V e-l te XII. hat bis zum 20. k. M- obige Schuld zu bezahlen oder etwaige noch zulässige Einreden gegen deren Richtigkeit voi zubringen, widrigenfalls auf Antrag, das Vollstreckungsverfahren eingeleitet werden mt5)ie Zustellung aller weiteren in dieser Sache ergehenden Verfügungen erfolgt ledig lich durch Anschlag an die Gerichlstafil. Gießen, am 14. März 1878. (1679 Großherzogl. Stadtgericht Gießen. Bötticher- vr. Gilm er. Versteigerungen. Hofiverfleigerung. Dienstag den 26- und Mittwoch den 27. März l- I-, kommen in dec Freiherrlich von Ra- benauischen Obersörsterei Rabenau, Districte Eichwald, Awenhäuserhecken u. Zeiselbach nachstehende Holzsortimente Holz, 65 Eickenstämme von 20— 60 Ctmtr. Durchmesser u. 5—10 Mtr. Länge mit 62,64 Festmtr-, 42 Fichtenstämme mit 12,79 Festmtrr., 890 Stück Fichtenstanzen zu Sparren und Leiterbäumen geeignet. Der Anfang der Versteigerung ist Morgens 9 Ubr, in dem District „Eichelsberg" zunächst dem Teich. Hohensolms, am 16. März 1878. Fürstliche Oberförsterei Hohensolms. 1647) Dörrn er, Reviersörfter. Guter Kuhmist (Sar!-Plant-BfVu718 1406 Weiße Vorhänge alter Art, Rouleaux-Drell in den gangbarsten Dessins. Anfertigung jeder Decorations-Arbeit in geschmackvollster Ausführung, bei 170) Th. Brück, Kanzleiberg B. 1 Bralhiirkinge St roh hü le werden gewaschen und fayon- nirt. Carl Schnütlt, 1727) Hutm., Seltersweg. 1703) 2500 oib 3000 Mark werden gegen doppelte Sicherbe't auf erste Hypothek zu leiben gesucht- Von wem? sagt die Expeb. d- Bltts. gkitfcöeni und Saunen »willch unb Barchent, Feder-Leinen, Lieferung vollständtger Betten in streng reeller ?69^^Th?Brück, Kanzleiberg B. 1. Vorzügliches Sauerkraut empfiehlt (1722) 3* Retter. Marinirte Ostsee - Fett- Häringe, , Delicateß - Harmge ohne Gräten in Tomate-Sauce empfiehlt C1728 Emil Fischbach- Sumenhundlung von Carl Deines, Gartfeld, empfiehlt alle Sorten Samcn in frischer Waare. __(1247 Große Volksversammlung. Montag den 25. Mär?, Abends 8 Uhr, in Wenzel's Saalbau. Tagesordnung: „Ist Cer Socialismus culturfeinvlich?" Referent: Wilhelm Pfannkuch aus Cassel. Hierzu ist Jedermann höflichst eingeladen. 1721 ~) Das Comite. Uffgein. Lebensuersicherungs Unflall ZU Ijeipzig. Für Personen, welche die Capital-Verfichernng aus den Todesfall bei einer anderen Lebensversicherungs-Gesellschaft nicht erlangen können, vermöge ihres Gesundheitszustandes jedoch die Hoffnung auf eine mittlere Lebensdauer noch zulasten. Die Anstalt eröffnet ihren Geschäftsbetrieb am 1. April. — Personen, welche ohne weitere Vermittelung eine Versicherung beantragen und Lebens- oersicherungs-Agenten, welche abgelehnte Versicherungsanträge in Vorschlag bringen wollen, erhalten die erforderlichen Drucksachen auf frankirte Zuschrift. Briefe und Sendungen sind mit der genauen Adresse „ Sophien straße 6" zu versehen. ________________________________________(1719 Den Damen Gießens und Umgegend beehre ich mich anzuzeigen, daß ich im Hause des Herrn Phil. Sck)wager, Seltersweg, 2. Stock, die Anfertigung von Bekleidung*- jstucken $ neuester Mode, für Frauen und Kinder» zu den billigsten (SRr. 1221 (9lr. 1223 Zinhulidertmarklioti Hießen, vei Der dem M lungen über die Tab tines Nachtrags zum § 1. Ueber t schm Reich sollen ir ifltt) festzuMenden reranflaltet werden sabricate verfertigt ivit TabaKsabricate Vchkeiten und der beschäftigten Hülst bandenen Tabake u schnitt der letzten! jfibricate diesenign Gemäßheit der von um der statistische Reichs oder der $ Zum Zwecke der Vervollständigung dor vorbezeichneten und Lager-Räumen Tibaksfabricaten zr gen M § 2 werde ,un0 * beizutteil unb 29 des Stich S 2 den Tabakssab Höhung und Eil gen w^den. Welck ^eise Beschwerden ^'indesrath. § 5 Zutviderhandlun ?'ra Vollstreckung u *m Gnaden) ^ttsahren ■ § 6. D * i». d ?U'n gesrtzllchen M *9i« btfä “iei ^chkN 8ennt t 6-ite«, 5,6 fc-n "°-h tieft * «te "--d° m«6eil ’5e» tot Mchtling Mr'