Ho. 45» Freitag, den 22. Februar 1878 Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. re7?a Deutschland. drich Hilpert: Der Cardinal Pecci hat schwierige Zeiten durchzumachen bvv„_. Vä,. öeigte sich stets sich selbst gleich: als ein Mann von großer Bedeutung, als kath. Theologe und als Politiker von großer Umsicht. Er hat für seine Priester eine St. Thomas-Akademie gegründet und ihren theologischen Disputen prästdirt. Er hat selbst eine sehr mannigfaltige Bildung, er macht sogar Gedichte. Gegenüber den Syndici, den Präfecten, den Behörden Italiens hat er eine über den Parteien stehende Haltung beobachtet. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. • 2, von L. van ra Schumann), iffenbach: ob. Schumann, Redaetionsbrrrea«r Gartenstraße B. 165. Expcditionsbirreau r Schul st raße B. 18. Violoncello, von 1 in modo d'una »ffenbach: ranz Schubert meister Fleisch- Greßen, 21. Februar. Ueber den neuerwählten Papst Leo XIII. b'ingen wir nach der „N. Fr. Presse" folgende Personalbeschreibung: Cardinal Joachim Pecci*), jetzt Papst Leo XIII., geboren zur Carpineto in Italien, am 2. März 1810. Der Cardinal-Priester Pecci, Erzbischof von Perugia, ist eine der wichtigsten Persönlichkeiten des Heiligen Collegiums — gewichtig durch Charakter, Energie, Klugheit und geleistete Dienste. Er vereinigt aposto lische Sanstmuth mit administrativer Strenge. Er hat es verstanden, sich geliebt und gefürchtet zu machen. Er ist von hoher Gestalt; er hat die Hagerkeit eines Asceten. Sein Kopf fällt durch seine Feinheit auf. Die Linien seines Antlitzes sind fest, bestimmt, ein wenig eckig. Die Stimme ist sonor und glänzend, wenn er eine Rede hält, leicht näselnd, wenn er familiär spricht. In seinem Privatleben ist er einfach, einnehmend, liebenswürdig, geistvoll. Im Amtskletde, unter dem Purpur oder im bischöflichen Schmuck wird er ernst, erhaben, majestätisch: er scheint sich mit der Größe seines Amtes zu durchdringen. Man könnte sagen, er gtbt sich in plastischer Haltung, aber nein, er sucht diese Haltung nicht, sie ist ihm natürlich, sie ist der Ausdruck seiner patricischen Natur. Als Delegat in Benevent säuberte er diese Provinz vom Brigantenthum. Als Delegat zu Spoleto und zu Perugia zeigte er dieselbe Energie. In der letzten dieser Städte geschah es unter seiner Verwaltung, daß die Gefängnisse leer wurden. Als Nuntius zu Brüssel erreichte er es, daß Leopold I. für ihn vom Papst Gregor XVI. den rothen Hut begehrte. Gregor XVI. bewilligte denselben, indem er ihn in petto reservirte, und verbaute ihm die Diöcese Perugia an; er verwaltete sie bis jetzt. Der Cardinal Antonelli hat ihn sorglich von Rom ferngehalten — er fürchtete einen Rivalen. Darmstadt, 19. Februar. Se. König!. Hoheit der Großberzog baben allergnadigst geruht: am 8. Febr. den Lehrer au dem Gymnasium zu Gießen, Dr. Friedrich Curschmann, zum Lehrer an dem Gymnasium zu Darmstadt, mit Wirkung vom 15. April I. I. an, zu ernennen. München, 19. Februar. Die Kammer der Abgeordneten hat den Ge- setzentwurf über Abkürzung der Finanzperioden bezüglich des Militärbudgets nach dem Anträge des Ausschusies angenommen. Die Forstschulfrage mußte von der Tagesordnung abgesetzt werden, weil der Finanzausschuß seine Vorbe- rathungen nicht beendigt hat. Der außerordentliche Militärcredit muß noch vor der Vertagung der Kammer erledigt werden. Hesterreich. Wien, 19. Februar. Das Abgeordnetenhaus nahm bei Fortsetzung der Specialdebatte über den Zolltarif nach einer längeren sehr beifällig aufge- nommenen Rede des Finanzministers bet namentlicher Abstimmung den Kaffeezoll nc ™{tJ 59 gegen 130 Stimmen an. Für gebrannten Kaffee wurden 25, für Kaffee-Surrogate 6 fl. beschloffen. ,, 19- Februar. Das Unterhaus hat in namentlicher Abstimmung mit 219 gegen 183 Stimmen die Zollvorlagen als Grundlage der Specialdebatte angenommen. England. London, 19. Februar. Das Cabinet tritt heute zur Discussion über Gortschakoff's Depesche zusammen. Dem „Standard" zufolge würde in Gort- schakoffs Depesche für die Nichtbesetzung Gallipolis durch die Russen ein an- derwettlges Zugeständntß von England verlangt. — „Daily News" glaubt, 5. Promotionen an der Großherzoglichen Landes-Universität Gießen. 6. Dienstnachrichten. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben allergnä- dlgst geruht: am 16. Januar den auf die evang. PsarrsteUe zu Glauberg von dem Grafen zu Stolberg-Gedern - Wernigerode präsentirten evang. Pfarrer Friedrich Schuster zu Nieder-Moos für diese Stelle zu bestätigen. Am 7. Januar wurde dem Heinrich Ludwig Bretsch aus Egelsbach das Patent als Geometer 1. Klaffe für den Kreis Darmstadt ertheilt; am 23. Jan. wurde dem^Schulamts - Aspiranten Adam Hoffmann aus Ober-Scharbach die Gemeinde-Schulstelle zu Siedelsbrunn übertragen; am 28. Jan. wurde der von dem Herrn Fürsten zu Solms-Braunfels auf die Gemeinde-Schulstelle zu Nieder-Bessingen präsentirte Schullehrer Emil Walther zu Wölfersheim für diese Stelle bestätigt; am 29. Jan. wurde dem Schullehrer Hermann Heßler zu Weckesheim die erste Gemeinde-Schulstelle zu Reichelsheim, am 30 Jan wurde dem Schullehrer Peter Weber zu Kelsterbach die zweite Gemeinde- Schulstelle daselbst übertragen; am 31. Jan. wurde der von der Frau Gräfin houise zu Erbach - Fürstenau Namens ihres minderjährigen Sohnes auf die dritte Knaben-Schulstelle zu Michelstadt präsentirte Schulamts-Aspirant Heinrich Ztmmer aus Ueberau für diese Stelle bestätigt. 7. Ruhestandsversetzungen. Seit langer Zeit ist der Cardinal Pecci als Candidat für den päpstlichen Stuhl bezeichnet worden, aber Pius IX. hat, indem er ihn nach 30 Jahren Ungnade zum Camerlengo ernannte, seine Aussicht, wie es schien, ein wenig vermindert. Der letzte Leo trug vom Jahre 1823—1829 die Tiara und war vor semer Erhebung auf den päpstlichen Stuhl als Nuntius seines Vorgängers Pms MI. vielfach thätig. Er verdammte schon in seiner Antrittsbulle die Freimaurerei und die Bibelgesellschaften, gab den Jesuiten das frühere Collegium zurück, schrieb ein Jubeljahr aus, ordnete dabei das Gebet um Ausrottung der Ketzer an und lebte mit den Höfen von Frankreich und Oesterreich in Spannung. Man darf glauben, daß dte Annahme dieses Names Leo XIII. Seitens des neuen Papstes nicht ohne Rücksicht auf den letzten Träger dieses Namens erfolgt ist. ' Vus Hessen, 18. Februar. Der vor einiger Zeit den Ständen zugegangene, in der Bevölkerung freudig begrüßte Gesetzentwurf, die Errichtung einer Laudescultur-Rentenkasse betr., ist im Finanzausschuß zweiter Kammer wegen einer noch rückstehenden Auskunft der Regierung noch nicht zur Berichterstattunggelangt. Umsomehr mag darauf hingewiesen werden, daß in neuerer Zett der Wunsch hervortritt, der fragl. Bank eine solche Ausdehnung zu geben, wie es bei der Naffauer Landesbank und der Boden-Creditbank in Caffel der Fall ist. Namentlich arbeitet der landwirthschaftliche Verein der Provinz Ober- heffen hieraus hinaus, indem er zum Zweck der Erörterung der fragl. Ausdeh- rw.ng deö Gesetzentwurfs eine Commission niedergesetzt hat. Wir wollen hoffen, daß dte betr. Arbeiten so zeitig den Ständen zugehen, daß die Berechtigung der zu stellenden Anträge noch im Finanzausschuß geprüft werden kann. m c Xtotmftabt, 18. Februar. Das Großherzogl. Regierungsblatt, Beil. Nr. o, enthält: Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, die zur Ausfertigung und zur Erledigung von Uebergangsscheinen ermächtigten Stellen betreffend. . _ 2’ Uebersicht der für das Jahr 1878 von Großherzoglichem Ministerium des Innern genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal-Bedürfnissen Ni den Gemeinden des Kreises Bensheim. 3. Uebersicht der für das Jahr 1878 von Großherzoglichem Ministerium des Innern genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Communal-Bedürfnisse in den israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Dieburg. 4. Uebersicht der für das Jahr 1878 von Großherzoglichem Ministerium des Innern genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal-Bedürfnissen in den israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Alsfeld. , *) gestrigen Privat-Depesche hieß es irrthümlich Perri, was wir zu oenchngen bitten. D. Red. ara Schumann: tob. Schumann, ohn. 5 Uhr, Oeflnen zten Eisenbahnzüge Rückfahrt beny.it ncertflügel. durch verschiedene Termin für die Ein- >iscn bis Donnerstag - dabin von unseren widerruflich ander- n JL 3, reservier ng und Rudolph- ncerweins. i i8tqutmbd)tdttn lu is bei Wiih.K°'er, Kichener Wyeiger Aykize- uni) Amisblnit für den Kreis Gießen. e Anzeige. rsriÄ J mit Ä (ljw> 'B-l-dnE -------— SS* zrau f11* 6 eine t rein. ’Oxicert Schmnann aos aus Giessen, nartettvereins auer> Kammer’ es Florentiner 8. Concurrenzeröffnuvgen. Erledigt sind; die zweite Gemeinde-Schulstelle z" Kaichen mit einem Gehalt von 685 c/ft 71 ; die Gemeinde-Schulstelle zu Güttersbach mit einem Gehalt von 771 M. 71,$. Dem Herrn Grafen zu Erbach-Fürstenau steht das Präsentattonsrecht zu; dte Gemeinde-Schulstelle zu' Ober-Kainsbach mit einem Gehalt von 771 43 Dem Herrn Grasen zu Erbach-Erbach steht das Präsentationsrecht zu; dte evang. Pfarrstelle zu Nieder-Florstadt; dotationsmäßiger Gehalt 3621 Das Präsentattonsrecht aehabt. (5ijlu bUIer. Stelle steht dem Frhrn. Löw von und zu Steinfurth zu, der jedoch dem Gesetz über die Classification des Diensteinkommens der Geistlichen vom 8. Jan. 1876 nicht betgetreten ist; die Gemeinde-Schulstelle zu Ober-Scharbach Ement Gehalt von 771 43^; die Gemeinde-Schulstelle zu Merlau mit 685 JL 71-Lchul- und 85 71 Kirchendienst-Gehalt; die zweite Gememde-^-chulstelle zu Ulrichstein mit einem Gehalt von 685 71 die erste Gemeinde Schulstelle zu Ulfa mit einem Gehalt von 771 Jl. 43 &; die dielte Gemeinde-Schulstelle zu Neustadt mit einem Gehalt von 771 c/fL 43 X Herri^ Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg und dem Herrn Grafen zu Erbach-iL-chonberg steht das Präsentattonsrecht zu dieser Stelle zu; die Ge- melnde-Schulstelle zu Ensheim mit einem Gehalt von 685 72 o l 0- .Sterbefälle. Gchorben sind: am 14. Decbr. 1877 der Untversitäts- i Profeffor Dr. Johann Michael Franz Birnbaum zu Gießen; am 24. Decbr. der Obereinnehmer t. P. Steuerrath Kaspar Eduard Bollermann zu Worms; am 26. Decbr. der Lehrer Johann Kleinhaus zu Dorn-Dürkheim; am 13. Jan. 1878 der Förster i. P. Schnauber zu Friedberg; am 15. Jan. der Provmztal-Director, Territorial-Commissär und Kreisrath i. P., Geheime- rath Heinrich Karl Joseph Schmitt zu Mainz; am 17. Jan. dte Lehrerin Apolloma Keusch zu Mainz; am 22. Jan. der Oberförster Jochem zu Storn- dorf; der Revistons-Controleur t. P. Christian Opel zu Mainz; am 25. Jan. der Pfandmeister Karl Scriba zu Groß-Umstadt; am 26. Jan. der Lehrer i. P Feick zu Pfordt. ' In auf der Charakter der Gortschakoff'schen Mitthetlung sei dazu angethan, die Hoffr.ungen auf Erhaltung des Friedens zu stärken. — Aus Gibraltar wird gemeldet, daß die Canal-Flotte gestern dort angekommen ist. Meer einlaufen werde. Petersburg, 20. Febr. Die „Agence Ruffe" erklärt die Nachricht der „Daily News", daß am Mittwoch der direkte Frieden zwischen Rußland und der Türket unterzeichnet werden solle, für unbegründet. Die Pforte sei im Gegentbeil halsstarriger geworden. Durch den Umstand, daß die britische Flotte bis in die Mudanta-Bay zurückgegangen sei, werde die Wichtigkeit der Thatsache, daß dieselbe gegen den Willen der Pforte die Dardanellen passirt, nicht vermindert. Der Rückgang der Flotte bis in größere Entfernung von Konstantinopel beweise, daß englische in der Türket lebende Untertanen nicht bedroht seien. Die Durchfahrt sei demnach unnütz gewesen. Da dieselbe aber ein „fait accompli“ sei, so nöthige sie die russischen Truppen, gewtffe näher an Konstantinopel gelegene Punktt zu besetzen, um für jede Eventualität vorbereitet zu sein, welche die Christen bedrohen könnte. Die Lösung der Frage würde in dem Rückzüge der britischen Flotte nach der Besika Bay liegen; alsdann würden die russischen Truppen hinter die Demarkationslinie zurückgehen. Wien, 20. Febr. Die gestrige Jnterpellationsverhandlung im deutschen Reichstage, speciell die Erklärungen des Fürsten Bismarck, werden hier mit Befriedigung ausgenommen. Man schöpft aus der Verhandlung die Zuversicht daß die Jntereffen Oesterreichs im Orient von Deutschland in ihrer vollen Bedeutung gewürdigt werden und man weit entfernt sei, Oesterreich-Ungarn in der entschiedenen Vertretung derselben entgegenzutreten. London, 20. Februar. Das zu Donnerstag angesagte große liberale Arbeiter-Meeting, bei welchem eine Kundgebung zu Gunsten der Neutralität Englands stattfinden und Gladstone sprechen sollte, ist abbestellt worden, weil die Lage durch die Abfahrt der britischen Flotte aus der unmittelbaren Nachbarschaft von Konstantinopel verändert sei. — Baker erklärte in einer Zuschrift an verschiedene Zeitungen, er habe seine militärische Stellung in der türkischen Armee nicht aufgegeben, sondern sei nur auf Urlaub nach England gegangen. Nom, 20. Febr., Abends. Die große Loge in der Vaticanischen Basilika wurde um 1 i/i Uhr geöffnet Der Kardinal-Diakon verkündigte die Papstwahl. Der neue Papst zeigte sich um 4i/2 Uhr, von einer großen Menschenmenge mit lebhaften Beifallsrufen empfangen. Der Papst war von dem Kardinal-Collegium umgeben und ertheille den Segen. Alle Kirchenglocken verkündeten die vollzogene Papstwahl. Das Journal „Fanfnlla" berichtet über den Hergang bei der Wahl: Bei dem vormittägigen Scrutininm hatte Pecci 36 Stimmen, es fehlten ihm daher nur 5 Stimmen um gewählt zu sein. Als das Scrutininm beendigt war, beugte Kardinal Franchi und dessen Partei das Knie vor Pecci. Die Anhänger des Kardinals Segar (?) folgten diesem Beispiele. Letzterer benachrichtigte sodann den Papst, daß er ihm eine Million Francs als ersten PeterSpf nmg überreichen werde, welchen der französische Episcopat dem Papst bezeichnen. „ , , Alle jene päpstlichen Verfügungen über die Jnquisttion und H^xenoerfolgung, jene Bullen, durch welche Fürsten abzesetzt, die Untertanen der Treue entbunden uno zum Aufruhr verpflichtet, durch welche der Mord Andersgläubiger gutgcheißen, ja geboten worden, sie können nicht mehr als Produkt einer finsteren, barbarischen Zeit hm- gei'.ellt werden, für welche die Kirche keine Verantwortung treff; — nach dem Vatikanum muh sie die Kirche als von dem unfehlbaren Papst verkündigte göttliche Geietze anerkennen und die Gläubigen zu ihrer Annahme im Gewissen verpflichten. Deutschland sieht ohne Furcht und ohne Hoffnung der Wahl oes neuen Pontifex entgegen. Das deutsche Reich hat seine bestimmt vorgezeichnete Aufgabe, ob der nächste Träger der Tiara den Weg fiuger Mäßigung und praktischer Anvequemung an b?e gegebenen Verhältnisse einschlagen oder ob er gleich Pius IX. den unversöhnlichen Kampf fortsetzeu wird. Für Deutschland gäbe es nur eine Gefahr: wenn feine Regierung, verleitet durch kluges Entgegenkommen der Kurie, davon abstünde, durch die Weiterbildung der Gesetzgebung die Souveränetät und Ruhe des Staate» gegenüber den Ansprüchen und Machinationen der Kurie sicher zu stellen. Zu oft hat der Staat, hat besonders Deutschland es erfahren, daß jedes Rachzeben, jede der römischen Hierarchie gemachte Concession van dieser nur zum Schaden des Staates, der bürgerlichen Gesellschaft, ausgenützt worden ist. t x .. Seit lange, besonders aber seit Papst Pius IX., hat d.e Kirche die Miffron: Pflegerin und Verbreiterin des christlichen Gedankens zu sein, ausgegeden. Diese Mcs sion hat heute der Staat übernommen und er ist in oem Matze chriillich geworden, als er sich von der Kirche emancipirt hat- Der christliche Grundsatz der Rechtsgleichheit, sowie alle humanen Einrichtungen, welche den Völkern Erleichterung von geistigem und von materiellem Drucke gebracht, konnten nur unter beständigem Kampfe mit dcr römischen Papstkirche errungen und bewahrt werden. P'Us IX yat diele Wahrheit selbst feierlich bestätigt durch den Satz des Syllabus: „Der römische Siuhl kann sich mit der modernen Etvilisation nicht versöhnen und vergleichen.'^ Wird der Nachfolger des Neunten Pius ebenso offen und entschlossen auf der Bahn fortwandeln, auf welche die herrschende Partei der Jesuiten die Kirche getrieben, wird er ebenso den Krieg gegen die Humanität erklären und jede geistige Auffassung des Christenthums verdammen, so sehen wir darin keinen Schaden, sondern eine göttliche Fügung für die christ-katholische Welt: Noch ein Papst wie Pius IX und es muß endlich dahin kommen, daß die Urberzeugung: nur eine völlige Umkehr könne die Kirche retten, und die Sehnsucht nach dieser Umkehr in allen noch christlich denkrnden Katholiken starker und stärker werden, bis wir wieder zur alten Ecclesia, zu jener Verfassung zurückkehren, in welcher die christliche Gemeinde rote in der ersten aposto,Ischen Qett wieder zu ihrem Rechte kommt, in welcher wieder Bischöfe der Gemeinde Christi vorstehen, die, rechte Nachfolger der Apostel, treue Hirten ihrer Heerde, Hüter des Glaubens und des Evangeliums der Liebe sind — nicht aber die Helfershelfer einer • von Herrschsucht erfüllten Kaste, welche die göttliche Stiftung Christi zur Erreichung ; weltlicher Macht und irdischen Besitzes mitzbroucht. —■* Papst Pius IX. VIII. (Schluß.) Auch frühere Päpste hatten der Kirche schwere Schäden zuzefüzt Allzuoft befleckten Blutschuld und gräuliche Laster die Tiara und vom Stuhle Petri aus vcc breitete sich die Ruchlosigkeit über die Priester. Aber bet aller Verworfenheit der K.rchen- hüupter und des größten Thetls der Priesterschaft gab es in der Kirche stets hohe Geiser, die mit engelremer Sitte christliches Erbarmen und apostolischen Muth verbauen. Sie retteten den Glauben an die Heiligkeit der Kirche, wenn durch das Aergerniß am heiligen Ort die Gläubigen in Zweifel gerathen waren, ob eine Lehre wirklich von Gott sei, deren oberste Priester in so gräuelvolle Sünden versunken waren. Heute ist die Kirche in einem Einzigen concentrtrt, alle Jrrlhümer, alle sittlichen Gebrechen tnews Einen fallen auf die Kirche zurück. Wie im absolutistisch regierten Staat Die Fehler des Herrschers das Gemeinwesen zu Grunde richten, so wird es auch mit der Kirche gehen, und den Neunten Pius wird die Geschichte einst als den „Verwüster der Kirche" zu widmen gesonnen sei. Bukarest, 20. Februar. Im Senate kündigte Demeter Ghtka eine Interpellation an folgenden Inhalts: Ob die auf Rumänien Bezug habenden Friedensbedingungen der Regierung mitgetheilt worden seien? welches Princip die Regterung hinsichtlich des Congreffes leiten werde? welche diplomatische Vorkehrungen getroffen worden seien, um die Jntereffen des Landes zu ver- tbeidigen? Konstantinopel, 20. Februar. In Folge starken Schneefalls sind die Straßen unfahrbar geworden und ward dadurch die Räumung von Erze- rnm und Datum verzögert. Suleiman Pascha, der nach Konstantinopel berufen ist, soll vor ein Kriegsgericht gestellt werden. — (Via Odessa.) Die Telegraphen-Verbindung über Keschan, wo die Linien nach Otranto und Gradiska abzweigen, ist von den Ruffen derart in Anspruch genommen, daß nur die Kabelverbindung Über Odessa für den Privatverkehr offen bleibt. Nom, 20. Februar. Gestern fanden zwei Abstimmungen statt, der ersten veriheilten sich die Stimmen auf Pecci, Bilm und wenige Kvkal-Ktotij. Gießen, 21. Febr. Die Vorbereitungen zu dem im Sommer b. I in unseren Mauern ftatfinbenben 12. Gesangsfeste des Lahnthal-Sängerbundes machen die besten Fortschritte. Bereits sind der engere Festausschuß, dem auch der Stabtoeiorbnete Herr Th. Wortmann als Vertreter her Stadt angehört, und die erforderlichen Commissionen: Musik-, Finanz-, Bau- und Decorations-, Ordnungs- und VergnügungS-, sowie Wirthschafts Commission, definitiv gebildet und in Thättgkett getreten. Zu dem Feste hat außer den schon früher erwähnten 4 hiesigen Gesangvereinen nunmehr auch in Folge nochmaliger Einladung der Sängerkranz seine Mitwirkung zr^ gesagt, so daß man jetzt auf eine Betheiligung von 400 Sängern rechnen kann. Jcaaj Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr» Eorrespondenz Bureau« London, 20. Febr. „Morning Post" will wiffen, daß Rußland Gallipoli besetzen wolle, falls England nicht die Besetzung der Bosporus-Forts durch die Russen gestatte oder verspreche, daß die britische Flotte nicht in das Schwarze Nina, in der zweiten fielen die Bilio und Nina gegebenen Stimmen dem obscuren Klosterbruder Martinelli zu, während Pecci 28 erhielt, so daß noch keine Zweidrittel Mehrheit erzielt ist. Heute wurde eine Rauchwolke von verbrannten Stimmzetteln um 12^ Uhr sichtbar. , » Nom, 20. Februar. Die „Agenzia Stefani" erklärt die Nachricht auswärtiger Blätter, die Regierung habe die nachgesuchte Genehmigung zur Abhaltung einer Versammlung, welche die Aufhebung der Garantiegesetze fordern solle, ertheilt, für unbegründet. — DaS Journal „Fanfnlla" versichert, daß die französischen Cardtnäle ihre ursprünglichen Anschauungen in Folge einer Unterredung mit dem französischen Botschafter beim Vatican geändert hätten und sich nunmehr den österreichischen und spanischen Cardinälen, sowie Hohen- lohe behufs der Wahl eines gemäßigten Papstes anschließen würden. — Zum Andenken an Pius IX. soll in einem der neuen Stadttheile Roms eine Kirche erbaut werden. — Der Cardinal-Patriarch von Liffabon ist gestern angekommen und am Abend in das Conclave eingetreten. Wie verlautet, würden die Cardinäle während des Conclave Briefe und Journale erhalten können, nachdem letztere zuvor von zuständiger Seite geprüft worden seien. Konstantinopel, 20. Februar. Die hiesige „Agence Havaö" meldet: Namyk Pascha geht in außerordentlicher Mission nach Petersburg. Heute ist eine wichtige Depesche Savset Pascha's aus Adrianopel im Palais des Sultans eingetroffen, in Folge deffen ein Ministerrath abgehalten wurde. * Nom, 20. Februar, Nachmittags. Die Würfel sind gefallen. Etwa 200 Personen befanden sich auf dem Petersplatz, als auf der Loggia über dem Eingangsthor ein Geistlicher mit weitglänzendem Kreuz erschien, hinter ihm em Cardinal in Violett und viele Geistliche. Der Cardinal verlas einige Worte, die man aus der Entfernung nicht verstand, worauf die Leute auf der Treppe Tücher schwenkten und riefen: „Es lebe Leo XIII.!" Auch die Geistlich m auf dem Balcon schwenkten ihre Tücher. Bald darauf sammelte sich auf dem Petersplatz eine unermeßliche Volksmenge, die bereit war, den neuen Papst mit Enthusiasmus zu begrüßen, wenn er auf der Loggia erscheinen würde. Sie wartete vergebens. Leo XIII. zog es vor, einigen Hunderten in der inneren Kirche zu erscheinen, als Vorbedeutung und Symbol zugleich. (Vergl. jedoch dix Depesche des Wagn. „Telegr.-Corr.-Bur." vom gestrigen, Abds D- Red.) * Paris, 20. Februar. Der neue Papst gilt in unterrichteten Kreisrn für einen Mann von großer Energie und hartem Charakter, aber zugleich für einen gewandten Diplomaten uud Politiker, weshalb man es für möglich halt, derselbe werde früher oder später sich auf Unterhandlungen einlaffen. — Die Rede Bismarck's hat in allen ernsten politischen wie auch finanziellen Kreisen durchaus befriedigt und einen dem Frieden günstigen Eindruck gemacht. Italien. Rom, 18. Februar. In der „Times" liest man: „Der Camerlengo hat in dem Schreibepult des Papstes ein versiegeltes Paket mit Instructionen für deffen Ablieferung in die Hände seines Nachfolgers gefunden; ferner 400,000 Scudi in Gold und französischen Banknoten. Die Bestimmung über diese Summe wird wahrscheinlich in dem Testamente des Papstes angedeutet sein. Das Unterlaßene Vermögen des Papstes wird im Ganzen auf 120 Mill. Lire geschätzt und befindet sich größtentheils in den Händen des Hauses Rothschild in Paris." Der Stellvertreter Christi so reich! Es ist nicht möglich. Ein Jude fein Bankier 1 Es ist wunderbar! Türkei. Konstantinopel, 18. Februar. Die britische Flotte ankert gegenwärtig vor Tuzla (Golf von Jsmid.) Die Ruffen räumten die in der neutralen Zone gelegenen von ihnen besetzt geweselien Redouten und stehen jetzt innerhalb der Demarcationslinie, concentriren aber große Streitkräfte in Tscha- taldja. Dte Ruffen verlangen, daß alle Muselmänner Bulgarien verlaffe«. — Griechische FreiwllligewBanden sind in Epirus eingedrungen. — Zwölf Depu- t:rte wurden angewiesen, Konstantinopel zu verlassen. — Heute findet ein außerordentlicher Ministerrath statt. Konstantinopel, 18. Februar. Layard hatte gestern Privat-Audienz beim Sultan. Ein britffches Panzerschiff ist von der Besika-Bay nach Bulair am Golfe Saros beordert worden. Amerika. Washington, 18. Februar. Die Blandffche Silberbill in der vom Senate beschlossenen Faffung ist heute dem Repräsentantenhause zugestellt worden ; innerhalb des letzteren werden Anstrengungen gemacht, eine Modification des vom Senat angenommenen Amendements, wodurch die Silberausprägung per Monat auf 4 Mill. Dollars festgesetzt wird, herbeizuführen. zwei der ft bläiur ließen un» <■ neder Land und ,,u - „Deutsch 1878. Skullg Die bis l-tzl k lli rcichstn unb * v mit dm prächtigsten rm mit der enormei sein Iubiläum der Brennholz ff 12, 13, do. do. do. kleingemacht, „ per Ctr. X. 1,50, Aeilgevotenes. 1091) 640 Bändchen Hempels National- Bibliothek sämmtl- deutscher Classiker billig zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl- Buchcnscheiiholz per Raummeter X 11. kleingeschnitten, per Rmtr. . 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Vor Kurzem wurden in des ftagl- Schweims gegessen h sh gl n nicht weniger als 150 di- lammt und sonders trichinös lvaren, verbrannt -----1—- Oberhessen. Rus Grund des § 10 der Statuten wird die diesjährige ©eiterab Versammlung der Mathllden-Stiftung Mittwoch den 27 Februar vormittags elf Uhr, in dem alten Rathhausfaale daht-r stattfinden. Die verehrlichen Mitglieder des Vereins werden hierzu mit dem ergeben- fit.i Anfüaen eingeladcn, daß die Rechnung für 1877 vorgelegt, der Voranschlag für 1878 sestgestellt und die regelmäßige Ergänzungswahl des Vorstandes vor- acnommen werden wird. Gießen, den 19. Februar 1878^ Für den Vorstand: Der stellvertretende Vorsitzende: Dr. Seel. JTÄ SMerinn-n ^ger Schulen Nachhülfeunterrichi in allen Dtsciplinen zu ertheilen. Nähere Auskunft erthellen außer der Unterzeichneten Frl. Dickere und Frl. Oeser dahier. 6 Mathilde Dieckmann, aeprulte Lehrerin, ©artfetb, bei Herrn Reiber. . Handel und Verkehr. Limburg, 20. Febr. (Fruchtbertcht ) Rother Weizen 19.60, Korn 13 50, SSs’äXK’&nÄS"t'SäS. t nual J^llO 2. Qual 90-95 Eier, d. Hund. Jt 6.50—8 Kartoffeln^650—7 10.50—12 55, Tannenskbeithol^ J4 6 50—8 55 — ..... ...... lk gefitottaten auB1*lu6ltd) tn bem K^mit Dgn bcr Erbauung einer g£ft. -chk ««»«•«">- 3tbf,anb 0enom,nen '""''"Wie bei IM-r-nG-l-genh-tt-n eon Hallen dt-stger Wwthe umgrenz, w^rd n mdncg Volkoscstes anntmmt. liommcn, datz das Fest den Eharacr » Trotzes geleistet, wenn es galt, ein slen®,ro0&ehUnhn bauen m™hen 6=mi6 auch bei dieser Gelegenheit ihr Scher,- gift in würdiger Weis- ubzuhalten, r°- °^e>tiaaen, und in dieser Hoffnung werden km zum ^-stugen des ch°n-n Emission erlauben, eine Liste zum Em ftch später die Mit« teder der,«°Y t Neurung d-r Familien, welche wahrend *" ib“ Wohnungen auszunehmen sich bereit zeigen, dieultren zu lassen. ■ — — . ®. 1088) Di- Unterzeichnete beabsichtigt für Mädchen von 6 Jahren und Mathilden - St,w'ngm der Provinz . «mmhi; M.'JiÖX •«* Weiße Vorhänge sller Art, Rouleaux-Drell in den gangbarsten DessinS. Anfertigung jeder Decorations- Arbeit in geschmackvollster Ausführung, bei 170) Th. Brück, Kanzleiberg B. 1. Wichtig für SchweiWH-Leidende! Bon meinen rühmlichst bekannten Filzschweißsohlen in dem Strumpfe zu tragen, die den Fuß beständig trocken und roar-n erhalten, daher besonders den an Schweissfuss-Leidenden zu empfehlen sind, hält für Gießen und Umgegend allein auf Lager: Ht-rr Julius Buch, Mainzer Schuh- und Stiefellager, Mäusburg. Preis per Paar 50^, 3 Paare 1 Ji. 40 Wiederverkäufer eroalten Rabatt. 1 Frai kfurt a. d. O-, im Februar 1878. | 1090)___________Robert v. Stcvhani. 1 1058) Äpfel- u. Birnbäume zu haben । a. d. LtebigShöhe. Hnterridjts = Anzeige! 1049) Montag den 4. März beginnt wieder ein Cursus im Zuschneiden und Anfertigen von Damenkleidern. Damen, welche geneigt sind, daran Theil zu nehmen, wollen sich qefälliqst bis dahin melden. 9 A. Rothenberger, Lmdenplatz. 1081) Im Thierspital zu Gießen werden abgenützte Pferde oder Csel zum Schlachten gekauft von Ph. Körber, Diener. Fianoforle- und Harmonium-La> 43) von August Förster, Orgelbauer in L I C II, Oberhessen, empfiehlt einem geehrten Publikum sein Pianoforte- und Harmomum-Lager bei reeller Bedienung und billigen Preisen sowie Verleihung derselben mit steter Stimmung. Mehrjährige Garantie. Gebrauchte und gut reparirte Claviere sind stets zu den billigsten Preisen vorräthig. Reparaturen und Atimmung werden rasch und billig besorgt. "--IMScnSc «reifen bäufiq »u den ab-ni-u-rlichst-n Mitteln, um die °«l°rene Gesundheit wieher ut erian«en8unb schädigen d-durch nicht selten ihren Körper noch met^ Wir erachten '8 LsL “Ä V;-sam°z5Lch-n^ welches mJubtläumde?müstndst-nL "°'jch^l'i7de7'7-istenB^^ Tannenholz per Ctr. M. 1,20, bei Abnahme von 1 Raummeter oder 8 Ctr. frei an's Haus, empfiehlt 72) Andreas Euler- 9-26 u u n gt>tcHwW Ctockh. t u e 153 18—59 cm 39,56 cbm, Diet bis n 12 neu 300 Hierzli ii ii Die Zusammenkunft huch 1083) Holzversteigerung. soll s 14 Februar d. ubr an, • I, 56 Stück 25 42 150 46 5 2 70 220 6000 500 10 18 6 7 7 26 115 149 22 148 972 21-31 20—26 108 54 109 62 4130 1280 ii ii 4 3 45 10 38 58 2 60 2775 200 1875 Die e r 50 112 14 14 7 7 5 m m 129 48 7 5 • Reish. Wollen 1050 1100 Länge, n Durchm., n ii ii „ 40 „ 41 und 13 bis 13 „ 13 von 5 — Ctm. ii ii ii ii Meter ii ii ii Pf. 65 50-55 19—23 19—23 30—35 65—70 16-19 I. Donnerstag den 28. von Voimittags 9 Holzversteigerung im Wiesecker Gemeindewald. In dem Wies. cktöcf Eichen-Nuhholz von 4 — 14 Meter Länge und 15—52 Zentimeter mittlerem Durchmesser, sowie 160 Stück Tannen von 4 — 13 Me^r Länge und 10-42 Zentimeter mittlerem Durchmesser zur Versteigerung. Bellnhausen, den 29. Februar 1878. Der Woldverwolter: 1078) I. Jh. Jung. Dienstag den 26. d. M. kommen weiter zur Versteigerung: Drenstag den 26. und Donnerstag den 28. d. Mts., von Vormittags 9 Uhr an, in dem Reisktrcher Gemeinde-Wald, District Wtlshäuserwald nachverzeichnetes Holz versteigert werden, als: IIofsrersteiyemny» 1079) Im Gräfl. Solms-Laub a ch'scheu Revier Arnsburg sollen Montag den 25. d. M. riachstehende Holzsortimente öffentlich versteigert werden: . . _ Morgens 9 Uhr KÄböf0t'ca-10 m,nu,en °°°- Lich, den 16. Februar 1878. Wimmenau er, 1012)___________Forstratb. n Nudel- „ Zusammenkunft ist am Walpersberg am Wege nach Bersrod zunächst an der Waldgrenze. Wermiethungen. 824) Möblirtes Zimmer zu vei miethen bei ___(Sari L 0 ny, Seltersweg. Ä®in Samiltenloatä aus 4 Zimmern ist zu vermiethen, ____Schloßgosse A. 258. 72!) £fe Parterre-Wohnung in meinem Hause ist zu vermiethen und am 1. Mai zu beziehen. Grober Schutt kann uneiugeioiid) abgefahren werdin bei 868) Friedrich Textor, a. d. Hardt. 362) Das Flechten von Stroh- und Rohrstühlen, Anfertigen aller Gattungen in Stühlen von den gewöhnlichsten bis zu feinsten wird prompt und reell ausgeführt von Philipp Henkel, Stuhlmacher hi dem Hause des Herrn Julius Strack am Walltbor. Holzversteigerung in der Fstl. Oberförsterei Lich. Dienstag den 26. Februar, werden auf^der Har- versteigert: Scheith. Prügelh. - R a — Durch- 10 m Lange, mit 140 Hainbuchenstämme 310 Elchenstangen 220 Buchenstangen 100 Fichtenstangen 6 Raummeter 3 Meter langes Kiefernholz (sehr schönes Werkholz, gehalten). ’ Auf meiner Kalkbrennerei (Wilhelmsstraße, Seltersberg a. b. Aclien-Brauerei) kann auf Beste! lung wieder jeden Montag und Donnerstag Kalk pro Centner ru I Mk. 8 Pfg. abgeholt werden und bitte Korrespondenzen genau an C’arl Haas, Kall- brcnnereibesttzer Giessen zu adres- «lreu. (1050 230 Rmtr. Buchen Scheitholz, " Eichen- Buchen Prügelholz, Eichen- Buchen-Stockholz, Eichen- „ Donnerstag den 28. d. Mts., 150,5 Rmtr. Buchen-Scheit, Holländische fl. 10-Stücke Ducaten....... 20 Francs-Stücke . . . do. in l/z . Englische Souvereigns Russische Imperiales . . Dollars in Gold . . . Volksversammlung Sonntag den 24. Februar, Hachm. 3 Uhr auf Lony’s Bierkeller. agesordnung : Die fnbitecten Steuern nut besonderer Berücksichtigung bet N . Projechrtcn Erdöhuna der Tabakssteuer. " R-f°r-nr: W. Pfannkuch aus Cassel. eingeladen Interessenten der Tabaksbranche sind bierzu besonder- —l»«s Comite. 1036) @tn tüchtiger, junger Mann tton , der sich im Besitz guter Zeug > ui se d-sinbet, sucht möglichst balb ei e 1 £tt,a,u"'1, nI§ Buchhalter ober Cowptolriste ' ms T«f fann 6all> erfolgen. Gefällig . ^dre eu unter B. C. No. 78. in ber §xp,b ; d. Bltts. erbeten. 934) Eine Wiese und ein Acker in ber Oberau (Vorderwi.senrkiher) zu,. 600 stlfw. haltend, sind zu verkaufen, eventuell zu oer-- pachten. Chr. Vix am Neuenweaerthor. 1089) Unter der vorläufigen Adresse Amor P. G. 18115. postlagernd Betim Postamt No. 35 sind Prospecte für Damen und Herren, gegen dtricte oder anonyme Adresse, bitreffend lleiralhsvermilleliing ni beziehen. Jahrelange Erfahrung bei Vorsteyer dieses erfhn u. ältesten qegensci- anonymen Central HcirathSvermit- !Ä"^?LniritutS Berlins (Deutschlands) sichert schnellen u. günstigen Erfolg und unbedingte Diskretion. Zur Nückintwott Briefmarken nothtg. Mitarbeiter stets unter discieten Verhältnissen gesucht. 953) Gleich beziehbare Logis, __Neuenbäuen B. 90 867) Ein Mansardenzimmer zu vermie- then l>er__Ferd. Felffng. 850) Eine kleine Wohnung an eine ru htge Familie zu vermiethen und bald bezieh- bar: Näheres in d. Exped, d. Bl. 849) Eine Mansardenwohnung von sechs Zimmern per 2. Mai zu vermiethen _____ Reichensand E. 224. UU. Freitag den L März d. I.: 35 Raummeter Buchenscheitholz, Buchenprügel, , ist lingskopf, Morgens 9 Uhr. Lich, den 21. Februar Holzversteigerung iw Gießener Stadtwalde. Montag den 25. Februar 1878, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde, in den Districten Oberhag und Waldshute nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Brennholz: Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter Wellen Nadel — 42 tu 7170 B. Bau-, Werk- und Nutzholz r 540 Fichtenstämme mit 142,30 Festmtter 6142 Fichtenstangen mit 192,37 Festmeter' Unter den Stangen befinden sich Weis binder- und Bohnen-Stangen, sowie s. a. Spalier-Stangen. Die Zusammenkunft ist auf der Ltchei Chausse an der 6. Schneise. Gießen, den 19. Februar 1878. ^^oßherzogl. Bürgermeisterei Gießen. 1084) A. Bramm. Fichtenstämme mit 2,44 cbm, Erlenftämme mit 1,62 cbm 24 Eichen-, 3 Buchen unb* 7 Fichten- Nangen. Zusammenkunft btt Otto Hnuti« bi Eichenstamm- von 5-11 M-t. Länge, 15-38 Ctm. Durchm. = 53,43 Cbm Wen „ „ 6-14 „ " "" K-ef-rn „ „ 7-10 „ Lärchen „ „ 12-16. „ „ 20-26 „ „ = 1,72 Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen präcis 9 Uhr beim Kalkofen. Utphe, den 19. Februar 1878. Vermischte Anzeigen. Verloren am Montag Abad von ber Harbt bis in die Stadt ein Ctgarren-EtuiS; abzugeben gegen Belohnung bei (1070 Gastwirth Kauß, Feldschlößchen. MrlingslleUe-'Gksitch. *034) Für einen jungen Mann aus an- (katholisch) wird eine Lehrllngsstelle in einem kaufmännischen Geschäft gesucht. Gefl. Offerten aub 8. 20 besorgt die Ex. pedition d. Bltts. 4 1092) 6500 werden gegen erste Hy« pothek zu leihen gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. i Theater. Freitag den 22. Februar 1878: Zum Benefiz f. b. Eharakterkomiker, . Herrn L i n d n e r unb Fra u. (Fin MunöermädchenausdenAlpen Wie man fich eine Frau sucht. Vorher: Becker’a G-eschichte oder: 6 Stunden verheirathet. Abonnementsbkllets haben heute keine Gültigkeit. Geld-CourS. mtter mitikttm Trchmesser, von , "rch Ableben der Frau D ou g las 2-10 Meter Länge = 8,63 Festmeter Wohnung meines Hauses zu enthaltend, DCr cm6 !*nb ^gleich beziehbar. 1 Buchen-Stamm 0,23 Festmeter ent- —- Q'^nt hal, Universitätsstraße. n haltend, 1029) Ein freunbl. Famtlienlogis, be- 228 Nadel-Baustämme von 15—48 Zenti« '"bend aus 3 Zimmern und sonst. >zube- meter mittlerem Durchmesser und von 9or. 8 — 18 Meter Länge — 97,04 Fest- Ein möblirtes Mansardenzimmer sofort meter enthaltend, event. auch später zu vermiethen. 25 Eichen - Derbstangen 1,20 Festmeter ________Ehr. Löber, Neuenwegerthor. e-oe- , r, ^055) Zm Hause der Gebrüder Köhler 535 Nabel-Derbholzstangen von 8-14 im Garti.ld ift eine geräumige Wohnung ^ange — 42,39 ^estmeter ent- mit allem Zubehör zu vermiethen unb so- --- lQ“cnb' f°rt ^"beziehen. Näheres zu erfragen bei Fest- M Pilger, Sonnenstraße B. 77. Ii Donnerstag den 28. Februar d. I.: 140 Eichenstämme von 14 bis 29 100 Fichtenstämme „ ii ii 7.80 „ 2- „ Mabchen sucht eine Stelle K°ch n in einer Restauration ober “fraßen In ber Exped. Frohsinn. Samstag Abend den 23. Februar 1878: Tanr-Kraiychrn tm Saale deS Prinz Kart. Anfang 8 Uhr. _____Iler l orsfand. __O. Henckel.________ Holzversteigerung. Am Kicher Stadtwald, Sistrict Unter- u. Sber-SpeicherlinasKopf, kommt nachstehendes Holz zur Versteigerung: 9 Vh