Nr. 272 Donnerstag, den 21. November 1878. 'ethoten. Anzkizk- uni Amtsmit für Den Kreis Gieße« ert Erscheint täglich mit Ausnahme deS MontagS. Z>eat^land. eskWß bett 29. M, tt. er., ^0iP Vlü m Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. en :9. .3 ert. Mnn. Berlin, 17. November. Der Bischof Retnkens hat betreffs der Ver- I hekrathung altkatholtscher Geistlichen folgende Bestimmungen erlassen: 1) Ein Geistlicher, welcher hetrathen will, hat dem Bischof davon Anzeige zu machen, init Angabe des Namens, Standes und Alters und sonstiger Verhältnisse der zu heiralhenden Person, und, falls er nicht auf ein Beneficium investirt ist, - über die Mittel zur Ernährung einer Familie Auskunft zu geben. 2) Die I Absicht der Verehelichung ist dem Kirchenvorstand mitzutheilen. Dieser hat entweder sein Etnverständniß schriftlich zu erklären oder dem Bischof seine Gründe gegen die Heirath mitzutheilen. 3) Das Aufgebot durch den Heiraths- Ca.ndidaren ist unzulässig. 4) Es versteht sich von selbst, daß ein Geistlicher nur in einer Ehe leben darf, welche kirchlich etngesegnet ist; diese Einsegnung darf nur ein von dem Bischof ausdrücklich dazu ermächtigter Geistlicher vornehmen. 5) Jede Uebertretung dieser Vorschriften fällt unter das Statut für die Handhabung der Dtsciplin über den Klerus. Berlin, 18. November. Die „Nordd. Allg. Ztg." berichtet: Heute früh um 10 Uhr ' i feierliche Einweihung des neuen Apparateusaales im Central-Telegraphengebäude durch .... General-Postmeister Dr. Stephan statt. Noch bis in die Nacht hinein hatte man gearbeitet, M die letzte ordnende Hand an die Einrichtung zu legen. Zu der Feierlichkeit waren erschienen ier, iihlt sich ta haltuOl. nann. Joachim, hen Buchhandluü| Perrsitze ä jtly en die Abendzü?» l Concerlbesucber (7021 Ich sage meinen Dank dafür dem Herrn Generaldirector, den Herren von der General-Verwaltung, namentlich von dem Bauwesen und von der Ober-Postdirection; ferner dem Herrn Vorsteher des Haupt-Telegraphenamtes, den betheiltgten Beamten desselben, den Baumeistern und Bauführern, den Herren von der Technik und dem Handwerk, gleichwie allen Arbeitern, sie haben bis zum letzten Mann und bis zum letzten Tage, ich darf sagen bis zur letzten Nacht, eifrig und gewissenhaft an der Vollendung mitgewirkt. Sie dürfen sich mit Befriedigung sagen, daß sie ein Werk geschaffen haben, welches einen großen Erfolg erzielen und die Ehre des deutschen Namens über die Grenzen des deutschen Vaterlandes mit hinaustragen helfen wird. Mehrere Tausend Batterie-Elemente, Hunderte von Leitungen und Apparaten, bewegt durch geschickte und fleißige und auch durch zarte Hände, werden den geformten Gedanken des menschlichen Geistes in alle Städten des In- und Auslandes überliefern. Laßen Sie Ihren Blick schweifen über die Inschriften der Apparat-Tische in diesem Saale, so sehen Sie hier die directen Verbindungen von Petersburg und Paris, von Stockholm unv Mailand, von Wien und Kopenhagen, von Amsterdam und Pefth und von London bis Teheran durch die Wüsten und Weltmeere. Auf Erdachsenweite trägt der prometheische herabgeholte und gezähmte Blitz die Nachrichten und Mtttheilungen der Bewohner des Erdballes, als ob sie gegenwärtig wären, liebet die Weite darf aber die Nähe nicht vernachlässigt werden. Sie sehen deßhalb in der Abtheilung hier zu Rechten, wo der unbestreitbar schönere Theil des Personals augenblicklich beschäftigt ist, die zahlreichen Verbindungen, Leitungen und Rohrpoststränge für die verschiedenen Bezirke der Hauptstadt, die besonderen Leitungen zum Reichskanzler, dem Reichstage, Abgeordnetenhaus, für die Ministerien, den Generalstab, das Polizeipräsidium, für die großen Verkehrsinstitute, die Reichsbank und die Börse und für wissenschaftliche Anstalten wie die Sternwarte. Es bildet das für sich allein ein Netz von vielfach verzweigten Gehirngefäßen und Adern für den wichtigen telegraphischen Dienst der Hauptstadt des Reiches und den Schnellverkehr von mehr als einer Million Menschen. Gleichwie diese ganze Halle die Herzkammer bildet des telegraphischen Lebens des ganzen Vaterlandes, an Ihnen ist es dafür zu sorgen, daß ihre Pulsschläge pünktlich und regelmäßig, unablässig bei Tag und Nacht sich vollziehen, den Lebensstrom des Verkehrs unterhalten und den Ruf deutscher Arbeit über die Grenzen des Reiches bis in das fernste Ausland tragen. Und nun lasten Sie unS freudig an die Arbeit gehen im Namen GotteS mit dem Rufe, der überall als Panier vorschwebt, wo Deutsche sich zu gemeinsamer Thättgkeit für einen großen vaterländischen Zweck vereinigen, mit dem Rufe: Es lebe Seine Majestät der Kaiser! Berlin, 18. November. Der „Reichs-A^z." schreibt: Französische Blätter bringen die Nachricht, daß die deutsche Regierung von den Samoa- Inseln Besitz genommen habe und dieselben zu einer deutschen Colonie zu machen gedenke. — Daß Deutschland die Erwerbung oder Gründung transatlantischer Colonien nicht beabsichtige, ist wiederholt in authentischer Form erklärt worden. Betreffs der Samoa-Angelegenheit hat die „Nordd. Allg. Ztg." vom 10. Novbr. eine eingehende Darlegung des Sachverhalts gebracht, woraus sich ergiebt, daß die deutsche Regierung in den Südsee-Jnseln keinen andern Zweck im Auge hatte, als die vertragsmäßig sestgestellten Rechte der Reichsangehörigen, welche sich auf Samoa angesiedelt haben, und die friedliche Entwickelung des deutschen Handels zu schützen. Die gegenwärtige Krisis auf den Samoa-Inseln wird ihre natürliche Lösung dadurch finden, daß die Landesregierung sich entschließt, mit den betheiltgten Staaten einen Vertrag abzuschließen, welcher denselben die Deutschland bereits zugesagte Stellung der meistbegünstigten Nation etnräumt und verbürgt. — Die „Nordd. Allg. Ztg." bestätigt, daß Oesterreich den Antrag Deutschlands auf einjährige Verlängerung des Handelsvertrages ablehnte, und gleichzeitig andere Propositionen machte, die auf einen Meistbegünstigungs- Vertrag auf ein Jahr ober längere Dauer unter verschiedenen Modalitäten für den einen oder anderen Fall hmauslausen. Eine prtncipielle Verständigung scheine noch nicht erzielt, doch sei dem Vernehmen nach die deutsche Regierung geneigt, auf den Vertrag für ein Jahr einzugehen, namentlich falls der Veredlungsverkehr gegen Gewährung des Zollcartells gesichert werde. Frankfurt, 17, November. Die früher bereits in den hiesigen Zei- tungen erwähnte Zusammenkunft von Delegirten sämmtltcher Krieger-Vereine Deutschlands behufs Schließung eines Verbandes, über welchen der Kaiser alsdann das Protectorat zu übernehmen geruhen werde, findet Ende dieses oder Anfangs nächsten Monats hier statt. Der Vorstand der Krieger-Kameradschaft Frankfurt a. M. ist von dem General der Infanterie, v. Glümer, bereits mit den nöfhtgen Vorbereitungen zu den Empfangsfeierlichkeiten betraut worden. Kassel, 17. November. Es dürfte für die Leser wohl von Interesse sein, diejenigen Stationen und Haltestellen kennen zu lernen, welche auf der Neubaustrecke Letnefelve-Treysa-Lollar der Berlin-Coblenz-Metzer Bahn, soweit solche durch Ntederheffen und Oberheffen führt, nach dem jetzt feststehenden Plane angelegt werden sollen, resp. schon angelegt sind. Es sind dies folgende: A. Niederhessen: 1) Kreis Eschwege: Schwebda. Eschwege, Niederhone, Bisch- Hausen, Waldkappel und Burghofen; 2) Kreis Melsungen: Spangenberg und Malsfeld; 3) Kreis Homberg: Oberbeisheim und Homberg. B. Oberheffen: Kreis Ziegenhain: Frielendorf, Ziegenhain und Treysa (Einmündung in die Main-W-.serbahn). Die Strecke Treysa-Lollar (hessische Grenze) mit den Zwischenstationen Neustadt, Kirchhain, Cölbe, Marburg und Fronhausen wird bekanntlich mit der Main-Weserbahn gemeinschaftlich benutzt. Hoffentlich wird indeffen dieser Stationsplan kein definitiver sein, da z. B. bet Reichensachsen (zwischen Niederhone und Btschhausen) schon mit Rücksicht auf den dortigen Anhaltepunkt der Bebra-Göttinger Bahn die Anlage einer Haltestelle unabweisbares Bedürfniß ist. Kiel, 18. November. Die Untersuchungs-Commission in der Angelegenheit des „Großen Kurfürsten" wird morgen die Admirale Jachmann und Klatt gutachtlich vernehmen. Stuttgart, 18. November. Der „Staats-Anz." enthält das Verbot des Gewerkveretns der deutschen Gold- und Stlberarbeiter mit dem Vorort Gmünd. w*1 ^r°fessor an a im Clubsaale. 2lus Oberhessen, 17. November. Man erinnert sich, daß bet Be- rathung der Amtsgertchissitze die zweite Kammer den Wunsch aussprach, die Regierung möge bli der neuen Organisation einzelne kleinere Untergerichte, namentlich diejenigen von Ltch und Laubach, etngehen laffen, während die erste Sammer sich für die Beibehaltung dieser Gerichte aussprach. Die Regierung Hit sich nun, in Ausübung ihres verfaffungsmäßtgen Organisations-Rechtes, überall für die Aufrechterhaltung des bisherigen Zustandes entschieden, was dadurch erleichtert worden ist, daß die betr. Gemeinden die Mittel für die nothwendigen Neubauten, bezw. Umänderungen der bisherigen Amtsgebäude bereitgestellt haben. Aus diese Weise sind finanzielle Ansprüche für Bauwesen an die Stände nicht zu erheben. (Fr. Journ.) 71 Darmstadt, 17. November. Die amtlichen Zollauswetse über die ersten neun Monate dieses Jahres constatiren, im Gegensatz zu den fast allent- baiben verlautenden Klagen über die allgemeine Geschäftslage eine fortschreitende Entwickelung unserer nationalen Industrie und zunächst der Eisenbranche, wo die Einfuhr gegen das Vorjahr sehr bedeutend gefunden, die Ausfuhr dagegen er- mI hrblich gestiegen ist. Ein gleiches Vcrhältniß ergibt sich bei der Baumwollen-, b Mas- und Kurzwaaren-Jndustrie, wie auch der Export von Bier und Rohzucker einen erheblichen Aufschwung genommen hat. Gestiegen ist dagegen die Einfuhr von K'ffee, Tabak und Fletsch, während die von Flachs einen Ausfall erlitten hat. Was den Fleisch-Import anlangt, so beträgt die Steigerung mehr als 50 pCt und die Gesammt-Einsubr von geräuchertem oder gesalzenem Fletsch bis Ende September über 500,000 Centner. ter Genrral-Postrneister Dr. Stephan, General-Telegraphenditector Budde, Ober-Postdirector wachse, Geh. Rath Prof. Dambach, Prof. Helmholtz, die Geh. Räthe Elsoffer, Ludwig und ter technische Leiter der ganzen Einrichtung Postrath Oxford, Baurath Keßler, Baumeister Schmedding, Herr Siemens, der die Apparate geliefert, und Andere. Kurz nach 10 Uhr bestieg ter General Postmeister Dr. Stephan das reich mit Blumen und den Büsten des Kaisers, des Kronprinzen und des Fürsten Bismarck geschmückte Oberaufsichtspult und hielt, während die Apparate das Signal „warten" gaben, folgende Ansprache: Es ist mir eine angenehme Pflicht, die kaiserl. Beamten des Haupt-Telegraphenamtes des Reiches in diesen schönen und würdigen Räumen zu begrüßen, welche fortan die Stätte ihrer cnUichen Wirksamkeit sein werden. Getreu dem alten Brauch des Richtspruches bei einem neu erstandenen Bauwerk, laffen Sie auch uns mit einem Spruch beginnen, mit den Bibelwarten: ,Gleichwie ein Haus, das fest ineinander verbunden ist, nicht zerfällt vom Sturmwind, also auch ein Herz, das seiner Sache gewiß ist." Auf das Innere kommt es an. Mag ein Bau sich Ilhön von außen vorstellen mit seinen ragenden Säulen und sich wölbenden Bogen, mag der Wohlklang seiner Verhältnisse unseren Schönheitssinn erfreuen, der Zierath seine Zauber ausüben, - das Wesentlichste bleibt doch, wie im Innern geschaltet und gewallet wird; und das hängt bicterum wesentlich davon ab, wie eß in dem Innern eineS jeden Einzelnen von uns ausfieht. Darauf ist der höchste Werth zu legen. Lassen Sie uns an diesen Spruch ein Dankopfer der bnnnerung anreihen für die großen Männer der Wissenschaft, deren Forschergeist diese bewunderns- derlheste Erfindung der Neuzeit ihr Dasein, ihre Entwicklung verdankt und deren Bildniffe binnen blizem von den Bogenblenden dieser Halle auf Sie gewiffermaßen anspornend hcrabschauen verden: Franklin, Galvani und Volta; Sömmering, Ampere und Oerstedt, von dem einen hoch- .ug eschenen Landsmann heute als unseren Gast zu begrüßen wir die Ehre haben. Dann das Meuchtende Zwiegestirn Gauß und Weber, denen in der Dienstaltersliste der Telegraphisten ier Welt unzweifelhaft die erste Nummer zukommt, dann Steinheil, Kirchhoff und Siemens, >Aorse und Hughes, Tompson und Wheatstone und Andere. Die meisten sind bereits heimge- xmigen in das große Jenseits, aber ihre Werke folgen ihnen nach und ihre Namen werden fort-- leben, so lange es eine physikalische Wissenschaft, eine telegraphische Kunst geben wird, ihre Manen werden mit Befriedigung heute auf diese Stätte herabschauen, welche ein glänzendes Zeu-gniß der großartigen Entwicklung gewährt; aber auch den Lebenden gebührt ihr Recht. Die Schöpfung ist wenigstens in ihrer Art nur möglich gewesen auf dem festen und großen Bau- Müde des wiedergeeinten Vaterlandes. Auch sie ist eine Frucht der Gesammtkraft des deutschen AoI kes und, seiner Waffen. Auch bezüglich ihrer «gebührt die Ehre Kaiser und Reich! Nicht Mi nger Anstrengung hat es bedurft, um in der kurzen Zeit von 1% Jahren diesen Bau zu 8ntre zu führen und mit seinen zahlreichen Maschinen und Vorrichtungen für umfaffendsten Betrieb bild' für das Wohlbefinden eines zahlreichen Personals. Alles steht, wie Sie sich überzeugen, in Mer Ordnung da im genauesten Zusammenwirken bis auf den feinsten und kleinsten Stift. — Den dem „Berl. T gebl." zugehenden Andeutungen zufolge sollen die Frsahrungen, welche die von dem Reichskanzler nach Amerika entsandten Com- mtffarien über dte dortige Tabaksbesteuerung gesammelt haben, die letzten Jllu- . i L (tonen darüber beseitigen, als ob dte amerikanische Tabaks-Fabrikatsteuer sich in 11) VVeW. I tfC einen ober anberen Form sür das deutsche Reich eigne. ^bscbi®^8’ is Ihr. „I ittttlltiW im ®en MnenM^ RedactionSbureanr 1 CxPeditionSbureaur j Dchulstraße v. 18. Die Tage der Trübsal und Prüfung aber sind zugleich Tage vaterländischer Ech? bung und Bewährung geworden. Von Dienern hat sich in vielseitigen lebhaften Kundaebuw gen offenbart, daß das Herz des Volkes in treuer Liebe und Verehrung bei seinem Die Bethätigung dieses patriotischen Geistes, sowie der tiefe und nachhaltige Ginbrud jener schweren Erfahrungen gewähren die Zuversicht, daß es gelingen werde, die traurigen Verirrungen, zu deren äußerer Einschränkung die Reichsgesktzgebung die unerläßlichen Hand haben gewährt hat, durch vertrauensvolles Zusammenwirken aller staatserhaltenden Kraute in ernster Fürsorge für das allseitige Gedeihen des Volkes allmälig auch innerlich zu über winden. Das innige Band, welches das Volk mit seinem Fürstenhause verbindet, hat sich auch in dem zuversichtlichen Vertrauen bewährt, welches Seiner kaiserl. und königl. Hobelt dem Kronprinzen bei der einstweiligen Führung der Negierung von allen Selten entgegen gebracht worden ist und welches Höchstdernselben die Erfüllung der schweren Aufgabe tm Sinne Sr. Majestät des Königs wesentlich erleichtert hat. Die Staatsregierung nimmt für die beginnende Session Ihre Mitwirkung vor Allem zur Lösung der Schwierigkeiten in Anspruch, welche auf dem Gebiete der Finanzverwaltung hervorgetreten sind. Zwar hat das letzte Verwaltungsjahr, wie Sie aus der Ihnen alodalb vorzulegenden Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben desselben ersehen werden, rotebenim noch einen nicht unerheblichen Ueberschuß ergeben. Allein die abermalige Erhöhung bei Matrikularbeitrages für das Reich nimmt diesen Ueberschuß fast vollständig in Anspruchs so daß nur ein geringfügiger Betrag davon für die Ausgaben des nächsten Jahres zur Verfügung bleibt. Bei diesen Ausgaben ist außer dem erhöhten Matrikularbeitrage für bui Reich ein beträchtlicher Mehraufwand zur Verzinsung der öffentlichen Schuld und für einigt andere unabweisliche Bedürfnisse vorzusehen, während Ersparungen nur in geringem Umfange thunlich erscheinen, wenn die Schädigung wichtiger Jntereffen und die Verkümmerung erfreulicher Entwickelungen vermieden werden soll. Große einmalige Einnahmen, wie sie in den diesjährigen Etat eingestellt werden konnten, sind für das nächste Jahr auch nur in annähernder Höhe nicht vorhanden. Die regelmäßigen Einnahmequellen des Staates aber lassen unter dem leider noch fortdauernden Druck, der so lange schon auf fast allen Gebieten der Erwerbsthätigkeit lastet, em irgend ins Gewicht fallendes Mehrerträgniß nicht in Aussicht nehmen. Die Einnahmen reichen daher auch zur Deckung der ordentlichen Ausgaben Telegraphische Depeschen. tßeftiter’# teleflt. UorrespVvd-«, Bwe«« Darmstadt, 19. November. Bei dem Erbgroßberzog zeigte sich gestern Abend eine kurze Ftebererscheinung, nachher etwas Heiserkeit und eine geringe Ausdehnung des diphterittschen Membrane. Das Befinden der Prinzessin Irene ist befriedigend. ^Die zur notwendigen baldigen Beseitigung dieses Mißverhältniffes erforderlichen Mittel werden auf dem dem Reiche überwiesenen Gebiete der Besteuerung zu suchen und wie die Staatsregierung fest vertraut, zu finden sein. Bis dahin aber wird es nöthig sein, die zur Ergänzung der Einnahmen des nächsten Staatshaushalts-Etats erforderlichen Mittel im Wege der Anleihe zu beschaffen. . Der nach diesen Gesichtspunkten aufgestellte Etat und em denselben ergänzendes besonderes Anleihegesetz werden Ihnen unverzüglich vorgelegt werden. In der Etatsaufstellung kommen mehrere Aenderuugen m den Reffortverhältmssea der Ministerien zum Ausdruck, deren Bedürfniß schon seit längerer Zeit hervorgelreten war. Die bedeutende Zunahme einzelner Geschäftszweige, die dadurch hervorgerufene übermäßige Belastung der betreffenden Ministerien und die Erwägung, daß gleichartige Angelegenheiten richtiger unter gemeinsamer Leitung zu vereinigen sind, haben dahin geführt, mit einer veränderten Eintheilung vorzugehen. Insoweit durch diese Veränderungen die anderweitige Regelung einzelner gesetzlicher Competenzbestimmungen bedingt ist, wird Ihnen em darauf bezüglicher Gesetzentwurf vorgelegt werden. Die Vorarbeiten für die Weiterführung der Reform der inneren VerwaltungsCrn- richtungen haben in Folge der Aufgaben von unmittelbarer Dringlichkeit, welche die Staats- regierung seit dem Frühjahr ununterbrochen in Anspruch genommen haben, bisher nicht weit gefördert »erden können, daß Ihnen in der gegenwärtigen Session weitere Vorlage» darüber zugehen könnten; die Durchführung des bedeutsamen Reformwerkes für die gesamt Monarchie gehört jedoch nach wie vor zu den nächsten Zielen, welche die Staatsreglerunz im Zusammenwirken mit der Landesvertretung zu erreichen hofft. Der Gesetzentwurf, betreffend die Aufbringung der Gemeindeabgaben, welcher m D't vorigen Session nicht zum Abschlüsse gelangte, ist unter wesentlicher Berücksichtigung M bei der CommissionSberathung des Abgeordnetenhauses hervorgehobenen Gesichtspunkte rvu bearbeitet worden und wird der Beschlußfassung des Landtages wiederum unterbrsta leistet werden. Pesth, 18. November, Abends. In der ungarischen Delegation intet« pellirte Banhidy den Kriegsmtntster über die Maßnahmen zur Verpflegung der Armee in Bosnien während des Winters. Apponyi richtete eine Anfrage an den Minister des Auswärtigen wegen des Verhaltens des österreichischen Dele- girten in der Rhodope-Commtssion. Andrasiy sagte die Vorlegung der bezug lichen Schriftstücke zu, welche darthun würden, daß die Regierung dem österreichischen Delegirten in dieser Commission keinerlei Instructionen erthetlt habe. Dänemark. Kopenhagen, 18. November. Im Volksthing wurde der Antrag der gemäßigten Linken, die Regierungsvorlage, betr. die interimistische Erweiterung der Marine-Unterofficiersschule als angeblich stückweise Militärreform -zu sistiren, durch den Anschluß der Radikalen an die Rechte mit 56 gegen 25 Stimmen abgelehnt. „Dagens Nyheder" berichtet: In der heutigen Sitzung des Finanzausschusses erklärten die Mitglieder der gemäßigten Linken auf An- ftage der Rechten, sie würden die vollständige Ablehnung der Regierungsvor. läge, bett, die Anleihe für St. Croix, beantragen. Italien. Außlaad. Petersburg, 17. Nooember. Die „Agence ruffe" constatirt den guten Erfolg der Note des Senators Giers an Loftus und hebt hervor, daß durch diese Note die Frage der gewisienhafteu Ausführung des Berliner Vertrages wieder angeregt sei. Durch den Vertrag seien gegenseitige Zugeständnifle festgesetzt: Einerseits habe Rußland in die Abtretung Rumeliens eingewilligt, andererseits hätten die Mächte die administrative Autonomie Rumeliens im Der- trage garantirt. Nur die vollständige Ausführung des Vertrages könne es dem Kaiser ermöglichen, seine gegen Europa eingegangenen Verpfl chtungen zu erfüllen und die Truppen nach Rußland zurückzuziehen. Russisches Blut sei nicht umsonst gefloßen; diese Beruhigung werde durch die Ueberzeugung herbeigeführt, daß Niemand ein besserer Freund des Friedens in Europa sei, als der Kaiser und Niemand ein besserer Ruffe als er. Türkei. Konstantinopel, 18. Novbr. Karatheodori Pascha ist zum General- Gouverneur von Kreta ernannt, heute vom Sultan empfangen worden und reist demnächst ab. Der Sultan hat Midhat Pascha telegraphisch beaufttagt, die englischerseits vorgeslblagenen Reformen in Syrien einzuführ-n. * •«•«btt lUld unb n fielst fie bc - und 1 chrr * Peine verr Kerlin, uffnett die *« ti -• * u iweiten Mftt Stoft Msordnung, *8101 Jj(et und SO ,ln- Der Sproi Wertes zu p und Sach^ iulungen. S sixlere ist aus jtiltrnlvahl. Kiel, 1 borvrtlen-Capt 6ommlffton hl Pesthi Ht auswärtig' värtigen angr Vorbehalten. Londc asghanische F zurüägetehrt. Ernennung fl In Folge ein von Rrtta, a glorei Platze eine po der VollSmen rerr andere x diese Schänd! hiesigen Berel König. Ttutt einer Unterbi gleich in di, v. Hölder, be Justizgesetze. Neap Abend im S hatte im Der friedigend, j rne Tausend! dauern in all' - Unt leien Person« Mitte, welc Nakate vrrha °>chr taufte, Resser. Lond, Öligen Gene Deputation [ glaube, Regierung bi sollten die \ Einberufi Mbtt, baß i Artigem Vor Dessert. LPeru Ul L stehen. Daneben laufen neuerliche Pourparlers betreffs der Occupation Bosniens, welche aber, da die Pforte ihren bekannten früheren Standpunkt fast aar nicht modifictrte, geringe Aussicht auf ein positives Ergebniß eröffnen. Nichtsdestoweniger ist ein offenbarer Umschwung in der Stimmung der Pforte zu Gunsten Oesterreichs zu constatiren, welcher zum nicht geringen Theile auf die Informationen der Pforte über die Mission Schuwaloff's in Pesth zurückzuführen ist. Die letzten officiellen russischen Erklärungen sollen die Pforte zu dem Beschlüsse gebracht haben, auf den definitiven Friedensvertrag mit Rußland zu verzichten, dafür aber die durch den Berliner Vertrag nicht aufgehobenen Bestimmungen des Vertrages von San Stefano zu bestätigen. — Aus Rom. Der Papst beauftragte den Erzbischof von Neapel, den König zu dem glücklichen Ausgange des Attentats zu beglückwünschen. — Aus Bukarest. Die Räumung Rumäniens Seitens der Russen hat begonnen. Die russische Transport- und Approvistonirungs-Commission ist vorgestern nach Odessa abgegangen. Die Intendanz und das Sanitätswesen wird am 22. d. nach Kischeneff abgehen. Die Kriegskaffe schloß ihre Zahlungen ab, welche fortan nur in Rustschuk ge- Das Interesse der Verwaltung erfordert immer dringlicher die Feststellung der 6- stirnrnungen in Betreff der Vorbildung für den höheren Verwaltungsdienst; der baritf bezügliche Gesetzentwurf wird Ihnen von Neuern vorgelegt werden. Die Reform der sächsischen Domstifter wird Sie wiederum beschäftigen. In hervorragendem Maße wird Ihre Thätigkeit auf dem Gebiete der RechtSpfl?ze durch eine Reihe von Gesetzentwürfen in Anspruch genommen werden, welche die Ausfuhr^, und Ergänzung der am 1. October k. I. in Kraft tretenden deutschen Justlzgefetze bezweüei Die durch diese Gesetze angeordnete Aufhebung der Universitätsgerlchtsbarkeit macht i« gleichzeitige Neuordnung der Rechts- und Disciplinarverhältniffe der Studirendcn nothweMi; Es wird Ihnen ein darauf bezüglicher Gesetzentwurf vorgelegt werden. Die Bestimmungen » selben sind dem im vorigen Jahre ausgearbeiteten Entwürfe des Unternchtsgesehesi* nommen, dessen weitere Berathungen im Laufe des letzten Jahres theils wegen der ^cho^ rigkeiten vielfacher dabei zu erledigender wichtigen Fragen, theils aus äußerlichen Gründen n» so weit haben gefördert werden können, um den vollständigen Entwurf Ihrer Beschlunna.m schon in dieser Sitzungsperiode zu unterbreiten. Die Staatsregierung ist sich jedoch in» Verpflichtung, denselben mit allen Kräften auch ferner zu fördern, vollständig bewußt, jetzt darf sie freilich ihre Ueberzeugung dahin aussprechen, daß auf demjenigen Gebiete, welchem die Neuregelung der gegenwärtig bestehenden Verhältnisse am dringlichsten ist, < der Unterhaltung der öffentliche« Volksschulen, eine befriedigende Lösung der Ausgabe ohne sehr erhebliche finanzielle Mehraufwendungen des Staates möglich sein wird, p welche die Mittel neu zu beschaffen sind. , . . « Die gewerblichen Interessen nehmen fortgesetzt die volle Aufmerksamkeit der runa in Anspruch. Von der Förderung und Neugestaltung des gewerblichen Untern^ wesens, wie von der Unterstützung der auf dem Gebiete der Kunstindustrie. hervortreteron Bestrebungen, welche die Regierung sich angelegen sein läßt, darf ein Sonstiger Einfluß^ 1 die Hebung der Industrie erwartet werden. Um die vaterländische Production nachh. zu steigern und die Ausführung zweckmäßiger Unternehmen im Interesse des Verkchrs der Landeskultur durch genossenschaftliche Einigung der Betheiligten und durch eine angemessenen Bedingungen beruhende Zuführung reichlicherer Geldmittel zu befördern, j es erforderlich, die bestehende Gesetzgebung über die Bildung von Meliorations-Genossensch^I weiter auszubilden und gleichzeitig die Errichtung provinzieller Landeskultur-Ren endanren 13 gesetzlichen Normen anzubahnen, lieber beide Gegenstände werden Gesetzvorlagen an f gelangen. - Im Interesse der Landeswohlfahrt erweist sich eine kräftigere 11 und Ordnung des Eisenbahnwesens sowie die Ergänzung des vaterländischen ^'-lenbahnn ? in verschiedenen Theilen des Staates als unerläßlich. Sofern, rote gehofft wird, die v demnächftiger Uebersührung wichtiger Actten-Eisenbahn-Unternehmungen m die -anve flantlnopel6 Zwischen dem Großvezir und Ztchy finden seit einigen Tagen sehr Raiibor brachte zum Schluß ein dreifaches Hoch auf den Kaiser auS. Um ttbhaste Verhandlungen statt In Kreisen der Pforte «ttd mit großer Be- 12 Uh^lS M.n. bc6 £anbtageb. Erlauchte, -di- stimmthett versichert, es handle sich hierbei um den angebUcheyr y >cy unb geehrte Herren von beiden Häusern des Landtags! Jrn Allerhöchsten Auftrage haben ltch gewordenen Abschluß einer österreichisch - türkischen Conveutlon wegen et r {ai|-erI unb königl. Hoheit der Kronprinz mich zu ermächtigen geruht, die Sitzungen eventuellen gemeinsamen Occupation des Distrtctes Novibazar. Die in AUS- Landtags der Monarchie zu eröffnen. Tief schmerzliche und erschütternde Ereignme sickt aenommene Convention würde ein besonderes Abkommen zur Grundlage haben seit dem Schluffe der vorigen Session das Vaterland in der Person Sr. Majestät u t* wt>f4*pa llnaarn die Verbindlicklkeit Übernehmen würde, des Kaisers und Königs betroffen: das theure Leben des Monarchen, zweimal von ^realer erhalten durch welches D eu w । gefährdet, ist durch Gottes gnädiges Walten dem Volke erhalten unb m für gewisse näher zu präcifirende Eventualitäten der Türkei schwend zur Sette ^bibarer Weise neu gestärkt worden. « < «TX ...-C__f___C... „„„..(IX» KttTPTT« hPT J If f HnilllOtt 20005 11 — . ~ .< t < v m Wrlßen tuua eines Baenen Landgerichtes für daS Fürstenthum Reuß älterer Linie Saale des königl. Schlaffes waren ca. 80 Personen anwesend, in der Diplo- tu«S “ne8 c,Scnen "uagernpres |u, o maten-Lage ein Mitglied der chinestichen Gesand,schäft. Ufl 12 Uhr 5 Minuten *u tt)reli' - traten di- Minister in kleiner Uniform unter Führung des Grafen Stolberg ein, Heperreich. weicher Gaide-Cürassier-Uniform trug. Graf Stolberg verlas die Thronrede, Wien, 18. November. Meldungen der „Polit. Corresp." Aus Kon-die lautlos ausgenommen wurde. Der Präfident des Herrenhauses, Herzog Vorbehalten. 1 Todes-Anzeige. 7150) Freunden und Bekannten die txcurtge Nachricht, datz mein innigstgeltebter Gatte . . Johannes Roftmann, Wachtmeister, nach schwerem ßdbcn sanft entschlafen ist. Die trauernde Gattin: Elisabeth« Rossman». Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag 4 Uhr vom Sterbehause (Nahrungsberg) statt. ehoirtE gebeffett. P ivatdepesche aus Lima meldet: Pardo, Präsident des Senats uan Peru^und ehemaliger Präsident der Republik Peru, ist ermordet wordem Staates und für den Bau einiger besonders dringlicher Eisenbahnlinien eingeleiteten Borgten bei weiten »um Abschluß gelangen, wird Ihnen eine desfallfige Vorlage zugehen. Für die im Verkehrs Interesse erwünschte nachdrückliche Verbesserung der öffentlichen , Wassersttaßen ist die Verwendung weiterer außerordentlicher Mittel m Aussicht glommen Die in der vorigen Session nicht erledigte Gesetzesvorlage über den Schutz der Walder und Forsten wird Ihnen mit einigen, zumeist dem Ergebnisse Ihrer Berathunzen entsprechen- ÖCn der durch die Verhältnisse gebotenen Einschränkung auf die dringlichsten Aufgaben ist Ihnen wiederum em Feld mannigfacher ^ätigteit für eme ersprießliche Entwickelung des inneren Staatslebens eröffnet. Mögen Ihre Beratungen unter dem Walten des patriotischen Geistes, der sich m dieser schweren Zeit so lebhaft bethätigt hat, dem Vaterland zum Segen gereichen! Berlin, 19. November. Abgeordnetenhaus. Präsident v. Bennigsen eröffnete die Sitzung mit folgender Ansprache: In dem Augenblicke, wo der Landtag sich versammelt, erreicht uns die Nachricht von einem zum Gluck ohne tröstlichen Erfolg gebli.benen mörderischen Angriff auf d-n Herr ch-r eines be- freundeten Landes. Dies Verbrechen ruft mit erneuter Lebhaftigkeit die Er- ianerung und den Gedanken wach an die Schreckenstage dieses Frühlings, an die Gefahren, in welchen das Leben unseres Kaisers und Königs zweimal geschwebt an die Gefühle der Dankbarkeit für die Erhaltung des Lebens Sr. M-s-stät, aber zugleich die schmerzliche Trauer darüber daß bis heute die Folgen des zweiten Attentats den König verhindert haben, die Regierung selbst zu fuhren. Die ernsten und gesahrdrohenden Zustände der heutigen Zett drängen mit ver. doppelrer Kraft die Vertreter des preußischen Volkes, sich In Treue zu schaaren um die Monarchie als die feste Grundlage unserer^gesammten staats- und Rechtsordnung, um den König und die Dynastie. stimmen Sie deßhalb bei dem Beginne unserer Geschäfte lebhaft mit em in den Ru : „Se. Map er Kaiser und König Wilhelm lebe hoch!" Das Haus stimmt- dreimal be- St-ß-n, 20. November. (Musikalisches, Fortsetzung ou8 Nr. 268.) Die Sängerin, Fräulein Baverle aus Crcfeld, welche hier in Gießen zum Erstenmal bebuttr^ ist dm ©Mn non $rof. S d) n d b e r in Köln. In frühester Tugend '-igt- sich bet Ihr musikalisches Talent und als 12jährigeS Mädchen trat st- in da, Crinn ein um fick als Claviersvtelerin auszubtlden. Da sich spater ihre Stimme günstig entwickelte Entschloß st- sich, Sängerin zu werden und seit einigen Jahren vom tfnnfernatortum entlassen, hat die junge Dame bereits am Niederrhein und in Holland mnnrhen Trtumüb gefeiert. Bei der Aufführung von Schumanns „Paradies und Pnt^im Frühjahr^1877 war Fräulein Bayerle zuerst für bk P wtte der Peri vom Vorstand des Concertvereins dahier in Aussicht genommen, doch eollidirte der hier zur Aufführung festgesetzte Tag mit anderweiten bereits etnqegangenen Verpflichtungen. FrU Bayerle hat als Arie die der Agathe aus dem 3.Akte de« Freischützes „Und ob bte Molkc^ aewäblt' seit 5—6 Jahren ist dieselbe in einem Concert bet uns nicht zum Vorwage gelegt und glaubten wir, diese Wahl, als dem Geschmack des größten Thetl, “• »ÄVIÄÄ'X" Sw .««■ .. *« »' Handel und Verkehr. Frankfurt, 18. November. (Fruchtbericht.) Unser Markt ist aus seiner Ruhe nicht zu wecken, da Consumenten zurückhaltend sind und für Export nichts genommen wurde. Zu Notiz konnte man sich bequem versorgen- _ ~ 5 mrifM sn«. i u 39.—. Nr. 2 vÄ 35.—, Nr 3 «/#£ 31.—, Vtr- 4 vH* • Jer. d JUV- Ro^gmmchl «/, (Berliner Marke, X 22—, do. II. (Berliner Marke, ^1».-, Weiten effect biestaer ab Bahnhof hier Jt* 19.50—20, ab unserer Umgegend vM 18.50—19, ^ ff^dn e nach Qual" 19-20.50, Roggen je nach Qualität^ *3.50-16.50, ®«rteT13-?9 - Ä X 12.50-14.-, Kohl,amen X 27-28, Erbsen X 19-23, 1 Wen 15—16 Linsen JH. 17—23, Rüböl, detail, vH* 68. Stimmung ruhig. (Die Preise verstehen fick sämmtltch per 200 Pfund Zollgewicht — 100 jftlo.) Frankfurt, 18. November. Der heutige Viehmarkt war ziemlich befahren. Angetrieben waren ca. 380 Ochsen, 160 Kühe und Rinder, 200 Kälber und 700 Hämmel. Die Preise stellten stch: Ochsen 1. Qual. vH* 70—73, 2. Qual. JL 66—68, Kühe und Rinder 1. Qual. vH* 66—67, 2. Qual. vH* 55—60, Kälber 1. Qual. 62—64, 2. Qual. JL 58—60, Hammel und Schafe 1. Qual. vH* 60—62, 2. QuflE^_40—50._________ ' Mitwirkung vorN-n ' oer (jinanjoenjiltq ■ aus der Zhm M^ !ehen werden, malige Erhöhung ständig in Anspruü >c ächsten Jahres zur Ä- ltrikularbeitraze für lä t Schuld und für firiji l nur in geringem Ue= und die BerkiiMMD Etat eingestellt Qüte e nicht vorhMdkn. 2ie? leider noch fortbaumM tigkeit lastet, ein iigÄ i ordentlichen Asgckm •Qältnijfä echrderliön euerung ju suchen uni er wird es nöthig feil üs effvrdrckchrn Miö.t infüdrn ergänzendes te , dm AeisoriverMiD : Zeit hemgetreten M.. )urch hemrgmsW ckr- • , daß gl^geW: , haben dchngrM M Veränderungen die W ingt ist, mrd M -n inneren Aerwaltung^ stichkeit, welch- die en haben, Session wertere W I rmvecksfürMtl^I welche die Slaatsreg^i l I deabgaben, welcher «^ | Mer Berülki'ch^^. Men Gesichts -I wiederum unters . iltungsdrenst, ^er "e©k wir autz den uns vorliegenden Recensionen ersehen, ist «erade dieses Lied bäusta vonFrl. Bayerle da capo verlangt worden und freuen sollte eS unS für die iunae Künstlerin, wenn das Gießener Publikum zu gleichem Ruf veranlaßt würde. 1 6 (5ln für un§ Ikber öltetkanntet, Herr Mustkbirector Enzian ausCreuznach, bringt uns in Nr. 3 des Programms die bedeutenste Claviercomposttion Sch übertS, die Phantasie in C-dur op. 15. Was Melodie, Harmonie und L^dulation betrifft, ge bnri diese Phantasie zu den glücklichsten Eingebungen des Schubert schen AntuS, besten himmliche Längen" wie man sie häufig nennt in dieser Phantasie gewiß nicht ermüden. Auf die herrlichen Variationen, welche diese Composttion über das Thema Meffer. «ord B-aconsst-ld hat das Schreiben des vor- S£Ora.„^rnf'(SDutitincui8 von Indien, Lawrenee, wegen Empfangs einer maligen Gen«ral-G ... Angelegenheit ablehnend beantwortet, weil er Lokal-Srotiz. «ieüen. 20 November. Heute Nachte wurde wiederum in einem Laden in der MarktftraßeeMg7br°chen un" diverse Kleinigkeiten, sowie- c°. 10 an Geld mitge- nommen — Der Polizei gelang es heute früh den Schrecken der Ladenbesttzer dingfest iu macken indem sie ein knapp 15 Jahre altes Bürschchen aus Beuern verhaftete, welches die oerschiebenen Einbrüche verübte. Außer den bekannten dret Einbrüchen stattete der Scklingel in der Nacht von Montag auf Dienstag dem Frankfurter Hof auch einm Bestich ^ab, st-ckte stch in der Kegelbahn eine Flamme an und verzehrte mit ller Ruhe einen Topf Rothkraut und anneftirte dann noch Zucker, ^6vrre", l Spiel Karten, Messer u. dgl- - Ein wahres Sammelsurium wurde heute früh bei dem Dieb ooraefunden: Maoßstäbe, Klicker, 1 Hämmerchen, Scheere, Wachslichtchen, ^drschlüffel^ Karten u. s. w. Alles Dinge, welche fast keinen Werth für den Dieb habm, aber dock geeignet sind ihm im Gefängniß den Unterschied von Mein und Dein beizubringen. __Wegen groben Widerstands gegen die Polizei wurde gestern Abend ein Mann aus Rödgen verhaftet. , „ . . o . --In Klein-Linden brannte gestern Nachmittag ein Stall nieder. Zwei Kinder im Alter von 4 und 5 Jahren sollen das Feuer angesteckt haben. __In der Woche vom 10 bis 16. November ereigneten sich in hiestser Stadt im Garren 11 Sterbfälle, worunter 3 in dem academischen Hospital. Der Tod er fnlate 2mal durck Lungenschwindsucht, 2mal durch Lungenentzündung (darunter ein Kind im ersten Lebensjahre), 2mal durch Brightische Nierenkranrheit, lmal durch Lungen- emvkvstm lmal durch Melancholie, imal durch Darmblutung. Ein Kind ootr Jahren starb an häutiger Bräune und ein Kind von 8«/r Jahren an Unterleibstyphus. iV.> «;Ä; Rüiftt aug (ij Stlouite ar Mt, di- M ■Ja*«* e’telänbijfe ^rehrung bei g ® "'erde, die bai2 unerläßlichem^,' taatserhaltenden U Ech innerlich iuü7 ?use verbindet, lerl- und königl. allen Seiten entg;-^ !t schweren Ausg^ , Bekanntmachung. 8»ÄSÄ ÄZKÄ--...« r j«. wird Mannt gemacht, daß Fristg->uch° -uf C^mmunalrückständ. B-trag° von m-hr als 50 X, w-nn für di- b-ireffend- schuld ww iH ,, Pacht Grasg-ld-r u. s. w. Bürgschaft geleistet, worden ist, st-s sch rlftUch «Au°rmgm sind und mit der Einwilligung des Burgen in die begehrten Friftgeftarrungen mittelst ordnungsmäßig beglaubigter Unterschrift versehen sein müffen, widrigen^ falls sie vollständig unberücksichtigt bleiben. Gießen, am 18. November 1878. 7149) p A. Bramm, Bürgermeister. vorveymren. Moraen findet ein Cabinetsrath über die ermüden. Auf die herrlichen Variationen, welche diese Composttion I s &. SixkK«.Ä«L!'L"LH: x» ««t t™ -'«»;* *“* --»» “5g Lu..-«-.« »<«•. »«»--.■” a. — Druck und Verlag der Brühl'schen Unw.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Bietzen. Anchovis aux fines herbes, Holl. Kronbrand-Voll-Häringe Frühstückspasteten » » beef, tongue Bischoff, Cardinal und Maiwein-Essenz. Alasch, ächt, Getreidekümmel (Gilka,ächt) Marashino di Zara, Benedictiner, CD X- cd cd CD ▲ 1 " CO ▲ —■ * CD J x T 1 ▲ CD 1 Sardinen in Oel in >/4-, V2- und ‘/j-Dosen, Thun ä l’huile (Thunfisch), Hrouenliuiiimer (nur Scheeren und Schwänze), Halifax Lobster, Krebsschwänze. Scotch Salmon (Salm) Dosen, Delicatess-Häringe, franz, rothe Sardellen, Russ. Sardinen, Aecht russ. Caviar, Elb-Caviar, Veroneser Salami, Die Beerdigung findet vom Sterbehause Donnerstag Nachmittag 3 Uhr statt. Hierdurch beehren sich die Unterzeichneten die Eröffnung ihrer diesjährigen holl., franz, und deutsche Fabrikate Curapao, Anisette, Ingber, Menthe, Noyaux, Vanille, I Wenzels Garten. Donnerstag Abend: Kalbskopf en tortue &. ä la Vinaigrette Eingemachte Früchte aus der Fabrik der Herren Job.. Ph. "Wagner & Co. in Cafe Leib. Freitag den 22. November: ▲ cd a cd T CD Aermischte Anjeige». 7145) Ein junger Kaufmann wünscht sich in seinen freien Stunden mit Buchführung rc. zu beschäftigen. NäbereS bei der Exved. d. Bl. „ n 3. Aboniieiuenls-foncerl ausgeführt von der Kapelle des 11, tirOSSh» ÜCSS» Illfe* Reg. JVr. 1165 unter Leitung ihres Kapellmeisters C. Krausse. V28 Uhr.Entree 50 Ffg. Todes Anzeige. 7144) Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, unsere innig geliebte Tochter und Schwester Emilie Singer heute Morgen V22 Uhr sanft im Herrn entschlafen ist. Gießen, den 20. November 1878. Grüner Käse, $ Strassburger Münster-Käse. (7151 jlJmif Fischbach» „ „ Neufchätel, Camenbert, Mont d’or, Ramadoux, üoiir.s - Anzeige. 7142) Allen Freunden nnd Bekannten hierdurch die traurige Mittbeilung, daß unsere innigst geliebte Gattin, Tochter, Schwester und Schwägerin Sophie Meinberger, geb. Lind, heute Früh 10y2 Uhr nach kurzem aber schwerem Leiden dem Herrn sanft entschlafen ist. Gießen, den 19. November 1878. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Donnerstag den 21. d. Mts., Morgens 10 Uhr, statt. I Ferner sind in Rasen ä vorräthig: § Roquefort, l Fromage de Brie, 6b82) Ein Familienlogis zu vomiettzen. Jacob Reiber, Gartfeld. Weihnachts - Ausstellung anzuzeigen. Unser Lager ist in allen in unser Fach einschlagenden Artikeln von den billigsten bis zu den feinsten aufs Reichhaltigste sortirt. Moritz Gregor! Sohu. Lehmann, „ von Kramer & Co. 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