Sonntag, den 21. Jnli 1878 SO« äti* Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag-« chnell. 1C. IC. IC. 1. 2. 1C. IC. IC. en 1, Preis viertchtchrlich 2 Mark 20 Pf. mit vringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Pf. dürfen GenSd'armen und Polizeidtener nicht zur Vertreibung von Flugblättern und Wahlzetteln im Interesse einer Partei benutzt werden. — 3) Der Reichstag hat in allen Fällen nicht nur die betreffenden Stimmen, sondern die gesammte Wahl, die durch solche unzulässige Wahlbeeinflussungen erwirkt war, als ungiltig cassirt. Um die Giltigkeit des Wahlactes und die volle Freiheit der Wahl sicher zu stellen, ersuchen wir unsere Freunde, alle Fälle, in denen obigen Regeln zuwider gehandelt wird, uns sofort unter Angabe des Thatbe- standes und der betroffenen Personen anzuzeigen. — Nicht der uninteressanteste und schmerzloseste Theil des Aufenthalts der Fremdlinge in Berlins Mauern ist das Ende: nämlich die Bezahlung der Rechnung. Die 4 Wochen, während welcher der Katserhof die englischen Con- rist aus Dresden ikers I. Christ, k i des Organisten uß (442 §. 91< Nachweis der wissenschaftlichen Befähigung durch Prüfung. Wer die wissenschaftliche Befähigung für den einjährig freiwilligen Dienst durch eine Prüfung nachweisen will, hat sich auf Vorladung der Prüfungs- Commission persönlich im Prüfungstermin einzufinden. Alljährlich finden 2 Prüfungen statt, die eine im Frühjahr, die andere im Herbst. Das Gesuch um Zulassung zur Prüfung muß für die Frühjahrsprüfung svätestens bis zum 1. Februar, für die Herbstprüsung spätestens bis zum 1. August angebracht werden. 1 om i. UV ru btti.Lober RedaettonSbnrea« r G a r t e n st r a ß e B. 165. Expeditionsbirreaur Schulstraße B. 18. Aerrlschland. Berlin, 17. Juli. Die „Kieler Ztg." bringt folgende zeitgemäße Mahnung und Aufforderung an die Wähler: In besonderer Veranlassung machen tiir auf das Folgende aufmerksam: 1) Es ist unzulässig, daß ein Beamter (Landrath, Amtmann, Gensd'arm, Polizeidtener) unter Benutzung seiner amtlichen Eigenschaft einem Wähler das Versprechen abfordert, für einen bestimmten Kandidaten zu stimmen. Das Versprechen ist an sich ungiltig, auch wenn es schriftlich eingefordert und gegeben ist. — 2) Es ist unzulässig, daß ein Beamte unter Benutzung der amtlichen Eigenschaft die Beeinflussung der Wahlen bitretbt und dadurch die volle Freiheit der Wahl beeinträchtigt. Insbesondere „ Wetzlar. Abdruck. 1. Bekanntmach u n g. Betreffend: Den einjährig Freiwilligen Militärdienst. Diejenigen Wehrpflichtigen, welche als einjährig Freiwillige dienen wollen und im Großherzogthum Hessen nach §.23 und 24 der Ersatz-Ordnung vom 28. Septbr. 1875 (Reg.-Bl. Nr. 55 von 1875) gestellungspflichtig sind, werden aus die in den §§ 89 und 91 der Ersatz- Ordnung enthaltenen, nachstehend im Auszuge mitgetheilten Bestimmungen aufmerksam gemacht, mit dem Anfügen, daß die Bestimmungen über die Pflichten der zum einjährig freiwilligen Dienst Berechtigten und die Meldung zum Dienstantritt in den §§ 93 und 94 1. c. enthalten sind. Bei Nichtbeobachtung der bestehenden Vorschriften oder verspäteter Einreichung der Gesuche, kann die Zulassung zu der nächsten Prüfung nicht stattfinden, bezw. der Berechtigungsschein nichk verliehen werden. Die vorstehenden, sowie die Bestimmungen des unten abgedruckten § 89 gelten sowohl für diejenigen Wehrpflichtigen, welche sich der Prüfung unterziehen wollen, als auch füx die, welche auf Grund eines Schulzeugnisses den Berechtigungsschein nachsuchen. Für die im nächsten Herbst stattfindende Prüfung sind die Gesuche um Zulassung spätestens bis zum 1. August 1878 bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission einzureichen. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung eingereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuch nur ein Unbescholtenheitszeugniß betzulegen. Ueber die Anforderungen, welch-e an die zu Prüfenden gestellt werden ic. gibt die Pr ü fun gs-Ordnung (Anlage 2 zur Ers.-Ord.) Aussckluß. Bezüglich des Prüfungs-Termins, sowie des Locals, worin die Prüfung stattfindet, erfolgt weitere Bekanntmachung. Eine specielle Ladung erfolgt nicht. Darmstadt, den 31. Mai 1878. Großherzogliche Prüfungs - Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: S p a m e r. §. 89. Nachsuchung der Berechtigung. Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr nachgesucht werden. Der Nachweis derselben ist bei V er lu st des Anrechts spätestens bis zum 1. April des ersten Militärpflichtjahres (§.20,2) zu erbringen. Die Berechtigung wird bei derjenigen Prüfungs-Commission nachgesucht, in deren Bezirk der Wehrpflichtige gestellungspflichtig ist. (§. 23 u. 24.) Wer die Berechtigung nachsuchen will, hat sich bei der unter Nr. 2 bezeichneten Prüfungs-Commission spätestens bis zum 1. Februar des 1Ä. Li: gsbrunneii 21/2 Uhr. interhaltunst « Vorstand^ i'tipnh unt 2. 3. r iu T Zeigen. , dk Fnien hier üer, ■ etfrggm w b([ „ ckn werden Lollar von er fr Grüber. Küchn Haus- ! e^nen ober lud luslülfe. Zu erfragen 104. ersten Militärpflichtjahres zu melden. Dieser Meldung sind betzusügen: a) ein Geburts-Zeugniß, b) ein Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über die Bereitwilligkeit und Fähigkeit den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zu verpflegen, c) ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren Bürgerschule«) durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist. Sämmtliche Papiere sind im Original einzureichen. 4. Außerdem bleibt die wis s en sch aftliche Befähigung für den einjährig freiwilligen Dienst noch nachzuweisen. Dies kann entweder durch Beibringung von Schulzeugnissen oder durch Ablegung einer Prüfung vor der Prüfungs-Commission geschehen. 5. Der Meldung bei der Prüfungs-Commission sind daher entweder die Schulzeugnisse, durch welche die wissenschaftliche Befähigung nachgewiesen werden kann (§. 90) beizusügen, oder es ist in der Meldung das Gesuch um Zulassung zur Prüfung auszusprechen. Die Einreichung der Zeugnisse darf bis zu dem unter Nr. 1 genannten äußersten Termin ausgesetzt werden. In dem Gesuche um Zulassung zur Prüfung ist anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen der sich Meldende geprüft sein will (Anl. 2. §. 1). Auch hat der sich Meldende einen selbst geschriebenen Lebenslauf beizusügen. SerzeÄ ttfctt die ÄÄ 0. eufl.o |Xn6L__-< » Kichener 'Anzeiger JLijtijt- Md AmtEt flr in Kreis Gieße«. von ö t * ’■ 11 . ü$5, 12' Gefundene Gegenstande: 3 Portemonnaies, 2 Rockhalter, 1 Fächer, 1 weißes Taschentuch, 1 Taschenmesser, 1 Henkelkörbchen, 1 Cigarrenspitze, 1 Regenschirm, 1 Figur aus Gummi, 1 Maaßstab. Gießen, am 19. Juli 1878. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. Fresenius. Ms- und Küchenarbkil, baldigen Eintritt. i rühetlt Vermietherir Lindenplatz 244. DOQOQOQQQaOQOC i lieben Dr. .. r m 17. Wieger.fcste die ^wünsche. P-a. XI__ :Ler reinlicher Buch- für Häusliche Wn Schloßgasse L'l greßdelegirten tn seinen Mauern gesehen hat, werden wohl mit goldenen Buchstaben in den Geschäftsbüchern des Hotels verzeichnet werden. Die Herren, deren Zahl, einschließlich der 16 Attaches und der Bureau-Beamten des Lords Salisbury, gegen 50 erreichte, bewohnten 63 Zimmer. Ihre Gesammtrechnung betrug — circa 40,000 Mk., also täglich gegen 1120 Mk. Lord Beaconsfield selbst hatte im Kaiserhos eine ganze Flucht von Zimmern inne; er mußte fich daselbst mit einer Summe von mehr als 28 000 Mk. auslösen. Außerdem hatte der Lord die Inrechnungstellung einer füzlichen Gratification an die Dte- nerschast befohlen, die er bei seiner Abreise noch mit einem „Trinkgeld" von 1000 Mk. bedachte. Wiederholt drückte er bei seiner Abreise dem Director des Kaiserhoses seine Befriedigung über die ausgezeichnete Verpflegung aus. Und, wie bekannt, ist er in letzterem Punkte Kenner; denn obwohl in seinen sonstigen Bedürfnissen höchst anspruchslos, hält er bei Tafel nur das Auserwählteste für gut genug. Aus seinem Frühstückstische durften nie zwei gebratene Hühnchen fehlen, von denen er nur die mittleren Bruststücke auf Sandwichs (Butterbrod) genoß. Ferner gehörte zu seinen Lieblingsspeisen Champagner- Gel6e, welches täglich mehrere Male frisch bereitet werden nillßte. — Vicht weniger als die Diplomaten haben auch die Vertreter der Presse tief in die Tasche greifen müssen. So hat dem Correspondenten der „Times" sein hiesiger Aufenthalt einen Aufwand von genau 17,200 Frcs. verursacht. Von einer Summe von 18,000 Frcs., welche er zu seiner Verfügung hatte, blieben ihm nach Zahlung des Retourreise-Bahnbillets genau 800 Frcs. übrig. Von dieser Gesammtausgabe fallen nahezu 9000 Mk. oder 11,050 Frcs. auf die Telegraphengebühren. Nicht mit eingerechnet ist natürlich hieibei das Gehalt oder die Remuneration, welche der Correspondent selbst für seine hiesige Mission bezog. Viel mäßiger, aber immer noch bedeutend stellen sich die Ausgaben anderer Special- Correspondenten. Der Vertreter des „Temps" z. B. hat 3600 Frcs. (nahezu 3000 Mk.) für Telegramme ausgegeben, seine Gesammtausgaben erreichen ziemlich 6000 Frcs. Kassel, 17. Juli. Die „Hess. M-Ztg." meldet: Das 11. Armee- Corps wird nun doch sein Kaiser-Manöver haben. Dasselbe^wird jedoch 14 Tage später stattfinden, als ursprünglich geplant wurde. Se. Maj. der Kaiser und König hat ausdrücklich den Wunsch geäußert, diesem Manöver persönlich, wenn auch nur vom Wagen aus, beizuwohnen. Die Hauptmanövertage fallen auf die Tage vom 23. bis 26. September. Telegraphische Kepeschen. Wagner'S telegr. Eorrespondenz-Bureau. Loudon, 19. Juni, früh. Der Sitzung des Oberhauses wohnten die Prinzessin von Wales und andere Mitglieder des königlichen Hauses bei. Die Tribünen waren dicht besetzt. Beaconsfield und Salisbury wurden bet ihrem Erscheinen von den Conservativen mit großem Beifall begrüßt. — Beaconsfield depontrte die Protocolle der Congreß-Sitzungen und vertheidigte in längerer Rede die Politik der Regierung, den Berliner Vertrag Und die Convention von Konstantinopel vom 4. Juni, wodurch die Bedrohung der Unabhängigkeit Europas und die Schädigung der Interessen Englands, welche der Vertrag von San Stefano bedroht habe, abgewendet werden sollen. Der Congreß habe der Türket zwei Drittel des Gebietes wiedergegeben, welches durch den Vertrag von San Stefano genommen werden sollte. Der Congreß habe der Türket die Balkan-Linie wiedergegeben. Sofia und Varna anlangend, habe Mehemed Ali ersteres als strategische Position für werthlos erklärt. Varna der Türket zu erhalten, sei unmöglich gewesen; dieselbe habe dafür den Hafen von Burgas behalten, der viel wichtiger sei. Die Besetzung Bosniens durch Oesterreich sei beschlossen worden, um die Türkei von der Last zu befreien, in dieser entlegenen Provinz durch 50,000 Mann die Ordnung ausrechterhalten zu müssen, was gegenwärtig die Türkei ruintrt hätte. Oesterreich sei daher berufen worden, Bosnien zu besetzen, bis daselbst eine feste Grundlage für künftige Ruhe und Ordnung gelegt sei. England habe nicht in die Theilung der Türkei gewilligt, sondern sei bestrebt gewesen, solche zu verhindern. Sämmtliche Mächte, Rußland miteinbegriffen, seien zu der Ueberzeugung gelangt, daß die beste Chance für Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung die Erhaltung des Sultans sei. — Beaconsfield ging sodann auf die hinsichtlich Griechenlands vom Congreß befolgte Politik ein und erklärte, die Interessen Griechenlands seien keineswegs vernachlässigt, doch hätten die Forderungen Griechenlands, das viele Sympathie besitze, nicht befriedigt werden können; dasselbe habe die Zukunft vor sich und müsse Geduld lernen. — Große Resultate betreffs Neugestaltung der Karte Europas seien erreicht, ohne daß ein Tropfen englischen Blutes vergossen worden wäre. Die gemachten Ausgaben hätten Englands Stärke bewiesen. Wäre der Krieg entbrannt, für den England wohlvorbereitet gewesen, so wären dke Ausgaben viel größer geworden. Die bezüglich Astens vom Congresse erzielten Resultate vertheidigte Beaconsfield in warmen Worten und bemerkte dabei: England habe große Interessen in Asien, die es vertheidigen müßte. Dies habe zu der Konstantinopeler Convention vom 4. Juni geführt, deren Zweck nicht nur ein militärischer sei, sondern hauptsächlich der Herstellung von Ruhe und Ordnung dienen solle, damit Retch- thnm und Unternehmungsgeist sich entwickle und Europa sich an den Hülfsquellen Kleinasiens betheiltgen könne. Die Convention habe auch nicht das Mißtrauen Frankreichs erweckt, dessen freundschaftliche Beziehungen zu England in stetiger Zunahme begriffen seien. Die Interessen Frankreichs in Egypten seien mehr Gefühlssache (sentimental), während die Interessen Englands substantielle seien. England habe Rußland Halt zugerufen. In Asten sei genug Raum für England und Rußland. England habe keine unnöthige Verantwortlichkeit durch Cyperns Occupation übernommen, vielmehr solle dieselbe zur Erhaltung des türkischen Reiches und Sicherung des Friedens dienen. Viele Details könnten erst mttgetbeilt werden, wenn der Berliner Vertrag ratificirt sei. — Die Rede Beaconsfields wurde an vielen Stellen mit großem Beifall ausgenommen. Nach Lord Beaconsfield ergriff Granville das Wort und erklärte, er wolle mit einer eingehenderen Kritik der Politik der Regierung warten, bis er die Sitzungsprotokolle eingesehen habe. Die große Gefahr, welche in der Mißverwaltung der Türket gelegen und der Druck der Letzteren auf ihre christlichen Unterthanen hätten zu einer europäischen Vereinbarung geführt, um dieser Gefahr zu begegnen. Er bedauere, daß Griechenland dabei unberücksichtigt geblieben sei und müsse bezweifeln, daß sich die Türkei wieder erholen werde. Der Besitz Cyperns werde zur Vertheidigung des Suez-Canals nicht beitragen. Die Kosten der Occupation Cyperns seien bedeutend und bürdeten dem Lande eine große Verantwortung auf, die durch die Vortheile, welche der Besitz Cyperns bieten werde, gewiß nicht ausgewogen werden würde. Lord Derby unterzieht die Politik der Regierung ebenfalls einer Kritik und theilte mit, der Grund seines Rücktritts sei die ohne Vorwiffen des Par- ! laments unternommene Entsendung indischer Truppen gewesen, welche den Z veck )atte, sich Cyperns und eines Punktes an der syrischen Küste, event. auch ohne Zustimmung der Pforte zu bemächtigen. Lord Salisbury vertheidigte die Regierung und erklärte die Behauptung Derby's für unrichtig. Lord Derby erhärtet die Wahrheit seiner Behauptung. Lord Salisbury erwiderte, man werfe Derby nicht Mangel an Wahrheitsliebe vor, sondern nur Mangel an Gedächtniß. Der Zwischenfall war damit erledigt und fand hierauf die Vertagung der Sitzung statt. Berlin, 19. Juli. Die „Post" bezeichnet die von ihr gebrachte Nachricht, daß Se. Maj. der Kaiser den Wunsch hege, den Reichstag persönlich zu eröffnen, als unrichtig, und schreibt tn Bezug hierauf: Wenn es auch nicht unmöglich sei, daß das Befinden Sr. Majestät zu dem tn Aussicht genommenen Zeitpunkt sich wesentlich gebessert haben dürfte, so sei doch die Eröffnung des nächsten Reichstags vom Throne aus überhaupt nicht beabsichtigt. — Der „Poff" zufol^ die Versuche, in Italien und Frankreich Aufregung zu erzeugen, wesentlich mit dem Bestreben der consortesken resp. der ultramontanen Partei zusammen, die liberalen Cabinete in beiden Ländern zu stürzen. Die liberalen Blätter, welche den Lärm vergrößern, dienen (so urtheilt die „Post"), ohne es zu wollen, wie schon häufig, ultramontanen Zwecken. London, 19. Juli. Sechs Panzerschiffe und drei Kanonenboote wurden beordert, sich unter dem Commando des Admirals Hay in den Gewässern von Cypern zu contentrirdn. Ein Telegramm aus Malta meldet, daß Wolseley mit 7000 Mann nach Cypern abgesegelt ist. Wien, 19. Juli. Laut Meldung hiesiger Blätter dauern die Verhandlungen wegen der Occupation Bosniens sowohl hier wie in Konstantinopel noch fort. Bisher sei kein Termin für den Einmarsch der österreichischen Truppen festgesetzt; doch habe man der Pforte erklärt, daß über einen bestimmten Termin hinaus ein weiterer Aufschub der Occupation unzulässig wäre. Nom, 19. Juli. Die im letzten Conststortum ernannten apostolischen Delegirten erhielten die Instruction, sich sofort auf ihre Posten zu begeben, um ihre Anerkennung seitens der Regierung zu erlangen und ihre Bischofssitze einzurichten. — Zwischen dem Vatikan und der Türket wurde eine die bestehenden Differenzen beseitigende Convention vereinbart. — Die Versetzung der apostolischen Nuntien ist auf unbestimmte Zeit verschoben. Als Mittelweg zu dem herzustellenden Einvernehmen soll der Nuntius in Folge der weit vorgeschrittenen Verhandlungen die Jurisdiction über die preußischen Kirchen und Bischöfe erhalten. — Nach Meldungen verschiedener Journale werden in einigen Städten Meetings der „Italia irridente" veranstaltet. Ein von dieser vorgeschrittenen Partei in Rom organisirtes Meeting findet wahrscheinlich am Sonntag statt. London, 19. Juli, Abends. Im Unterhause kündigte Hartington an, er werde demnächst den Antrag auf eine Resolution, betr. die orientalische Frage, einbringen. — Montague interpellirte die Regierung über die Beschießung eines britischen Bootes in der Nähe der russischen Linien bei Gallipoli. Mrrine- minister Smith erwiderte, Totleben habe von der Beschießung eines britischen Bootes nichts gewußt und sein ernstes Bedauern darüber ausgedrückt, auch erschöpfende Untersuchung versprochen; derselbe sei überzeugt, daß den höheren Officieren des betr. Districtes von dem Ereigniß nichts bekannt sei. Paris, 19. Juli, Abends. Nachrichten aus Anzin zufolge hatten einige bisher feiernde Arbeiter die Arbeit wieder ausgenommen; die Situation erscheine wesentlich gebessert. Vermischtes. — (Was ist eine Kleiderschleppe?) 1) Ein Schnetderoersuch zur Menschen- Verlängerung in horizontaler Richtung; 2) ^taub-Besen bei trockener W-tlecuiz; 3) Scheuerlappen bet nassem Wetter; 4) Speichelleckerin; 5) Fußabtreter für Böswillige und Unvorsichtige; 6) Krummbeinoorhang; 7) Lunzenoerqtfteria bet trock rem Wetter; 8) Verdeckungs-Apparat für schmutzige und löcherige Strümpfe und Siribe und endlich 9) kann dieselbe nach vollbrachtem Tagewerk immer noch als Bceh- mittel dienen. Darmstadt, 18. Juli. Bei der unlänast stattgehabten Fahnenweihe des Kriegervcreins in der benachbarten Gemeinde M. ereignete es sich, daß nach Absingen des Bundesliedes „Brüder reicht die Hand zum Bunde" zwischen tzwet dem Feste anwohnenden Vereinen eine furchtbare Schlägerei entstand, wobei es blutige Kopfe in Menge gab. Darmstadt, 18. Juli. Wir wollen nicht unterlassen, darauf aufmerksam zu machen, daß mit dem 12. d. Mts. die kaiserliche Verordnung wegen vorläufiger Einführung der Paß- pfiichtigkeit in Berlin in Kraft getreten ist. Reisende nach Berlin mögen also nicht versäumen, sich mit Paßkarte oder einem Passe zu versehen. In Hollstadt bei Neustadt a. S. erdrosselten zwei Söhne ihren 60 Jahre alten Vater und hängten ihn bann im Garten an einem Kirschbaume auf, damit angenommen werden sollte, er habe sich selbst entleibt. Diese ruchlose That wurde jedoch entdeckt, die Leiche nach zwei Tagen wieder dem Grabe entnommen und der Mord konstatirt. Die Thäter sind gefänglich ein» gezogen. Der Grund der That war: Der Vater hatte sein Vermögen bis auf etwa 15,000 Gulden seinen Söhnen abgetreten und lebte ihnen zu lange. — Der „Frankfurter Anzeiger" schreibt unterm 15. Juli aus Frankfurt a. Blain: Am Samstag kam ein Kellner tn den Zoologischen Garten und verlangte dem tiorom oorgeworfen zu werden. Da man den Menschen nicht von seinem Vorhaben abbrtngen konnte, holte man die Polizei, die sich desselben annahm. In seinen Taschen fand sih ein Brief an seine Eltern, worin er ihnen mittheilt, daß er mit der Well abgeschlossen, heute dem Löwen oorgeworfen werde. Der junge Mensch war irrsinnig geworden. Sprendlingen, 17.Juli. Am vergangenen Sonntag sollte hier eine von auswärtigen Socialdemokraten etnberufene Wahlversammlung stattfinden. Dieselbe nahm jedoch ctpen eigenthümlichen Verlauf. Nach Eröffnung der Versammlung verhinderten nämlich die Sprendlinger jede wettere Dtscussiön durch immer erneutes Absingen der Wacht am Rhein, bis die Versammlung durch den Bürgermeister geschlossen werden muhte- Frankfurt. 18. Jult. Die hiesige Stadt verbrennt heute ein feines und sehr theueres Gas, dasselbe kostet die Gesellschaft, welche es Herstellen ließ, über !lg wäre. mannten npchoiischeii often zu begeben, um ihre Bischofssitze eh e eine die bestehende! ersetzung der apostoli^ 8 Mittelweg zu den c weit vorgeschrittene- cchen und Bischöfe tt en in einigen Städte: dieser vorgeschrittene: ch am Sonntag stak indigte Hartington w die orientalische gtage, die Beschießung eine! Gallipoli. M» eßung eines briW ausgeörückh ° u“i Ns ^t,8tni«na?er6inberi heute ein s «u tpiiüi: «5^ tnellel'«^^^ fll v geb. den 10. Juni. geft. j Johann Peter Stohr, Schreiner dahier, alt 58 I. 7 M- 1 L> gest. den 15. Juli. ________________________________________ Auszug au» dett Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 14. Juli. Georg Fay, Gardist zu Darmstadt, des Bäckers zu Bettenhausen, Georg Fay, ehe!. Sohn; und Marie Emilie Louise Langsdorf, des Der ft. Metzgers zu Gießen, Johannes Langsdorf, ehe!. Tochter. Den 16. Juli. Dr. Philipp Wilhelm Rehmeyer, Gymnasiallehrer zu Darmstadt, des HospttalDerwalters dahier, Wilhelm Nehmeyer, ehel- Sohn, und Johannette Wil- hrlmtne Anna Weidig, des Großh. Hofgerichttzkaüzleiinspectors dahier, Eduard Wetdig, ehel- Tochter. Den 18. Juli. Eduard Christian Noll, Bäckermeister dahier, des verst. hiesigen Bäckermeisters Christian Noll, ehel. Sohn, und Philippine Louise Lotz, des verst. hiesigen Bierbrauers, Theodor Lotz, ehel. Tochter. ‘ — Getaufte. Den 14. Juli. Dem Bremser Johann Georg Wagner, ein Sohn, Johann Julius Karl, geb. den 23. Juni. k _ Denselben. Dem Bremser Christian Rumpf, ein Sohn, Friedrich Andreas Christian Karl, geb. den 20. Juni. _ Denselben. Dem Weißbinder Hermann Völker, eine Tochter, Marie Elise, geb. den 7. Juni. , Denselben. Dem Steiger auf dem BraunMnbtzrgÄerk Johannes Apptl, ein Sohn, Friedrich Karl, geb. den 16. Juni. Den 18. Juli. Dem Bahnarbeiter Johannes Damshäuser, eine Tochter, Elise, » e e t > l 6 t t. Den 14. Juli. Karoline Friebel, des verst. Schuhmachers Christian Friebel, ehel. Tochter, alt 47 I. 10 M- 2 T-, gest. den 12. Juli. Denselben. Rudolf Ebel, eoang. Pfarrer zu Beienheim, alt 40 I. 9 M H T., Niemanden hat noch die Anschaffung von „Dr. Airy's Näturheiltnethvde gereut. Den Werty dieses medicinischen, verständlich geschriebenen Werkes bezeugen tausende der anerkennendsten Dank- schreiben. Dvr einiger Zeit erschien denn auch bereits die 105. Auflage und sind bisher nachweisbar über 700,000 Exemplare verkauft. Als treuester Rathgeber sollte das Werk nicht nur bei eintretenden Krankheitsfällen, sondern auch überhaupt in jedem Hause als nützlichste, Lektüre zur Hand liegen, denn zahlreiche Dankschreiben geheilter Personen sprechen für den Werth der Heilmethode. Das 544 Setten starke, illustrirte Buch wird gegen Einsendung von 1 Mark (am bequemsten in Briefmarken) direct verschickt von Richter's Verlags-Anstalt in Leipzig. Auch ist es in den meisten Buchhandlungen zu haben. Auszug a. d. Stsndesamtsregisteru des Standesamts Gießen. Dom 13. bis 19. Juli 1878. Aufgebote. 15. Juli. Kaufmann Carl Wolff zu Haspe mit Johanna Mathilde Louise Engel 1U (supfepn 17 c*nH. Kaufmann Joseph Katz, Wittwer, vdn Londorf, wohnhaft zu Gießen, mit Adelhaid Mandelbaum von Rödelheim, wohnhaft SU Mainz. 17. Juli- Lohnkutscher Ludwig Rohrbach von Londorf mit Amalie Volz von Glashütten. Eheschließungen. 14. Juli. Der Gardist im I. Großherzoglich Hessischen Infanterie- (Leibgarde) Reaiment Nr 115 Georg Fay IL von Bettenhausen, Kreis Gießen, mit Marie Emilie Louis? Langdorf oon Gießen, Tochter des verstorbenen Metzgermetsters^Johann.Joseph q nflShntf 16 ^uli Der Großherzogliche Gymnasiallehrer Dr. Philipp Wilhelm WpfimfVer oon Gießen mit Johannette Wilhelmine Anna Wetdig von Gießen, Tochter Wilhelm Eduard Weidig. 18. Juli. Bäckermeister tÄnCToilToÄen7 mit PMpp.ne Souife Lotz von Gt-tzm, Tochter des verstorbenen Bierbrauers Theodor Lotz. Geborene. 15. cvult Catharine Wilhelmine, Tochter des Zugführers bei der Cöln-Mindener Bahn Heinrich Rörig. 12. Juli. Heinrich Lorenz, Sohn des Bäckermeisters Hermann Vogt. 16. Juli. Wilhelm, Sohn des Kutschers Jacob Steinmüller. 11. Suli. ßubro 0 Heinrich Johann, Sohn des Hand-Arbeiters Konrad Nau. 11. Juli. Friedrich, ein außereheliches Kind von auswärts. 14. Juli. Emilie Christine Elisabeth, Tochter des Bäckers Heinrich Hofmann. Gestorbene. 12. Juli. Pfarrer Rudolph Ebel, 40 Jahre 9 Monate " Tage alt, von Beienheim. 12. Juli. Mathilde Elise Karoline Friebel, Jahre 10 Monate 2 Tage alt. 13. Juli. Schreiner Johann Peter Stohr, 58 Jahre 7 Monate 1 Tag alt. " Juli. Johann, 2 Monate alt, ein außereheliches Kind von bier. "- Juli- A^rg Philipp, 2 Monate 4 Tage alt, Sohn des Fuhrmanns Georg Konrad Ockel. " Juli. Tag^ löhnerin Marte Margarethe Langenbach, 49 Jahre 4 Monate alt, von Archen, Kreis Altenkirchen. 16. Juli. Katharine Marie Elise Wilhelmine Monat 8 Tage alt, Tochter des Küfers Eberhardt Karl. 14. Juli. Küfer Fredrich Krocker, 54 Jahre alt. 16. Juli. Eisendreher Jacob Schmuck, 24 Jahre 11 Monate 23 Tage alt. 16. Juli. Marie Alma, 27 Tage alt, Tochter der Maschinenwärters Karl Ermert. Berichtigung. In den Auszügen aus den Standesamts-Registern vom 22. bis 28 Juni 1878 muß es unter den Geborenen heißen: Dem Babnhofs-Jnspectorgehilfen Heinrich Beck einen Sohn (noch ohne Vornamen); und nicht Tochter. Spiegelfabrik 1708 Carl Leib, Vergolder, Giessen (hinter der Kirche), unterhält Lager aller Arten Spiegel, Bilderrahmen, Tische mit Marmorplatten, Gold- und Politurleisten, Alle Sorten Spiegelglas. Das Einrahmen von Bildern wird billigst ausgeführt. Nenvergoldungen werden auf das Solideste bald gefertigt. im Zapf. 4446) Arbeitsversteigerung. 4444) Die Anfertigung von circa 140 Tausend Stück Feldbrandbacksteinen zur Erbauung eines neuen Schulhauses in Leihgestern soll Donnerstag den 25. Juli d. I., Morgens 10 Uhr, 4427) 'Haus mit Stall zu verkaufen. Carl Heil, Sandgasse 182. 4428) Die auf der Strecke der Main- 1 Weser Bahn von Cassel bis Frankfurt a./M. im I. Quartal des Etatsjahres 1878/79 gefundenen und nicht reclamhten Gegenstände, als: 2 seid, und 17 baumwoll. Regen-, sowie 3 Sonnen- und 2 Damenschtime, 4 Rohrund 20 gewöhnliche Stöcke, 5 weiße und 4 bunte Sacktücher, 5 seid., 8 Tuch- und 5 Mtlttärmützen,2Körbe, 1 Portemonnaie mit 73 und 1 mit 48 , 1 Ballen Tuch, 1 Taschenmesser, 2 Reisetaschen, 1 Rolle mit 8 Bilderbogen, 2 Schreibhefte, 2 Bücher, 3 woll. Halstücher, 1 Hut schachtel mit Hut, 5 Filz-, 3 Sirob- und Kinderhütchen, 1 Kasten, 1 Sieb,l Streich kolzbüchse, 1 Pack leere Säcke und ein Sack mit 1 Kaffeekessel, 1 Brille, 1 Fächer, 1 Damenjacke, 1 Milchkanne, 5 Paar Handschuhe, 1 Stahlkette, 3 Thür- und 1 Uhrschlüssel, 2 Pinsel, 1 Hose, 1 Rock, 3 lein, und woll. Hemd, 1 Cigarrenspitze /Weichsel), 1 lange Peitsche mit weißem Stab, 1 Topf mit blauer Farbe, 1 Ofen- töeil, 2 Pantoffeln, 1 Tabakspfeife, 1 Notizbuch, 1 Kissen, 1 türkische Mütze, 1 Päckchen Leinen, 1 Rasirmeffer, 1 Nachtbaubk, 2 Manschetten, 2 Ohrringe, 3 Stückchen Eichenholz, 1 Cigarren-Etuis, 1 Lederranzen mit Stock, 1 Pfeifenrohr, 8 Blechgeschirre, 2 Päckchen enth. div. 1 Pseifenkopf mit und 1 ohne Deckel, 1 Dawenregenmantel mit 3 Paar Schuhen und 1 gelbes Schloß km neu innerhalb Jahresfrist bei ordnungsmäßiger Legitimation von den resp. Eigen- 16ümern bei der unterzeichneten Stelle in Empfang genommen werden. Cassel, om 17. Juli 1878. Betrieb-Materialien Verwaltung der Main-Weser Bahn. Versteigerungen. Dienstag den 23. Juli, Vormittags 10 Uhr, werden im Pfandlocal dahier 1 Drehbank, 1 Pult, 1 silb. Cylinderuhr und sonstige Gegenstände öffentlich gegen Baarzahlung versteigert. (438° 4448)__ Bekanntmachung Loose nach auswärts werden bei Einsendung des Betrags von 3 «X und einer Freimarke ä 10 schnell besorgt. C. Roloff, Brandgaffe. Friseur Chr. Frech, Lindenplatz. I Th. Roloff, Wallthor. Bewerber dieser Lieferung wollen bei Unterzeichnetem ihre Offerten längstens bis zum 1. August l. I. abgeben. Ober-Bessingen, am 12. Juli 1878. Großh. Bürgermeisterei Ober-Bessingen. S erth. 4438) Eine schöne wachsame Doggx (Hündin), gelb von Farbe, zu verkaufen. Näheres bei Fr. Müller II. Lieferung von Feldbrandbacksteinen. 4330) Die Gemeinde Ober-Bessingen beabsichtigt zur Erbauung eines neuen Schulhauses ca. 100,000 Stück Feld- brandbacksteine an dem nächst dem Ort' gelegenen geeigneten Platze fertigen zu laffen. Die Gemeinde läßt sich jedoch auf weitere Verbindlichkeiten nicht ein und bezahlt demnächst nur die au die Baustelle gelieferten gutgebrannten Steine. Frankfurter Hof. Erlmtget* Rie'i* aus der Brauerei von Franz Erich Versteigerung. Mittwoch den 24. Juli d. I., des Nachmittags um 3 Uhr, oll auf hiesigem Gemeindehaus ein der Gemeinde gehöriger 3^ jähriger fetter Faffelochs, Berner Race, (circa 11 Ctr. chwer) öffentlich versteigert werden. Lang-Göns, den 19. Juli 1878. Großh. Bürgermeisterei Lang-Göns. 4426) Brückel. tae holl. Vollhäringe empfiehlt (4196 Gg. Wilh. Weidig. Zur Beachtung. 4304) Leere Weinfässer, Kisten re. werden in meiner Privat - Wohnung (Reichensand - BahnhofsstraHe ($. 225) entgegengenommen. Comptoir befindet fich: Frankfurterstraße E. 16,3. Achtungsvoll Adolph Bertram. I Friseur Conrad, Mäusburg. I Cigarrenhandl. C. Kinkel, Seltersw. Bekanntmachung. 4448) Von heute ab bis auf Weiteres sind die zwischen Kirche und Thurm stationirten Feuerlöschgeräthschaften am Kanzleiberg und die seither an letzterem Platze befindlichen Spritzen im städtischen Holzmagaztn untergebracht. Gießen, den 20. Juli 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. auf dem Rathause in Leihgestern an den Wenigstfordernden öffentlich versteigert werden. Die Herstellung erfolgt auf einem in der Nähe des Ortes gelegenen Ge- meindegruiidstücke, und sind die Ueber- nähme-Bedingungen bei dem unterzeich- htfen Bürgermeister, sowie bei dem Bautechniker Ferd. Bröl in Gießen, Seltersweg C. 82, zur gefl. Einsicht offen gelegt. Leihgestern, den 16 Juli 1878. Großh. Bürgermeisterei Leihgestern. Heß. Aeilgevotenes. ! VorBgl. Aepfelwem empfiehlt Emil Orbig, Reichensand. Wick auf, nach p'ijrinoiit! Am 27. Juli beginnt die Ziehung der großen Pferdeverloosunq zu Pyrmont. Hauptgewinn: 1 Equipage mit 4 hochedlen Pferden und completem Geschirr, Werth 10,000 JL 20 edle Reit- und Wagenpferde im Werthe von 24,000 1750 Gewinne im Weiche von 17,500 (4422 Loose a 3 sind bis zum 23. Juli zu haben bei: Montag den 22. Zuli, Nachm'ttustS 2 Uhr, werden im Hause des verlebten Carl Berger en der Frankfurter Straße dahier im Auftrag einer von hier abziehenden Familie nachstehend verzeichnete Mobilien öffentlich gegen Baarzahlung versteigert: mehrere Sovha, Commoden, Schränke, Tische, Stühle, Bettstellen und Bettwerk 1 Kinderbettlade, 2 Kinderwägelchen, eine Partie Büchergestelle, 1 Doppelflinte und eine Partie Herrn- und Damenkleider. Vorgenannte Gegenstände können am Montag, Morgens von 10-12 Uhr angesehen werden. Gießen, den 18. Juli 1878. 4377) M. Pilg er. Dienstag den 23. Juli l. I., von Nachmittags 2 Uhr an, sollen in dem alten Anatomigeöäude dahier die zu dem Nachlasse der Wittwe des Uni- versitätspkdellen Carl Daniel Krämer gehörigen Mobilien öffentlich an den Meistbietenden gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. (4442 Wenzel’s Garten. Äir Im Saal. Heute, Sonntag den 21. Juli: GROSSES ( OVI EKT der auf einer Kunstreise begriffenen Casseler Kimheu-Hapellc unter Leitung ihres Directors Herrn W. Dähne. (24 Personen). (König!. Oper, Cassel.) Programm: Erster Theil. 1. Berliner Einzugs«Siegesmarsch. 2. Morgengruß von Schultz-Weida. 3. Potpourri a. d. Op.: „Der Postillon", arr. von W. Dähne. 4. Walzer „Junger Künstlet von W. Dähne. Zweiter Theil. 5. Ouvertüre zur Schweizerfamilie von Weigl. 6. Lied „Morgengruß an die Braut" für Posaune und Trompete, vorgetragen von I. Müller und I. Stern. Anfang 8 Uhr. — 7. „Der fröhliche Zecher", Rheinländer-Polka von Zikoff. 8. Fantasie „Der junge Geigenvirtuos" von F. Kücken, vorgetragen von Otto Ickes und William Schmidt. Dritter Theil. 9. Marclale Maestoso von C. M. v. Weber. 10. Flott, Flott, Galopp. 11. Variationen über das Fuchslied. 12. Amusement - Quadrille. reichen Abend. 4433) Achtungsvoll WiUu Wensel. Entree 50 Pfg. Auf die vorzüglichen Leistungen obiger Kapelle aufmerksam machend, verspreche ich einen genust- Specialität. Neue Constructionen. Dresch-Maschinen für Hand- u. Göpel-Betrieb. 20 verschiedene Arten in 48 Größen, ollen Verhältnissen entsprechend. Futter - Zubereitungs - Maschinen (Häs^erotcmhühienTsch ’ 86 goldene, silberne und Bronce-Medaillen, 28 Ehrendiplome als erste Preise. Gesammtabsatz bis Ende 1877 ca. 67000 Maschinen. Franco-Lieferuno auf olle Etsenbabnstattonen Deutschlands, Probezeit, Garantie. Ausführliche illustr. Cataloge auf Anfragen gratis und franco. HEINRICH LANZ, Maschinen-Fabrik & Eisengiesserei, MANNHEIM. Obige Maschinen liefern zu Fabrikpreisen 4450)jFlick & Kröll in Gießen. Wermietyungen. 4441) MöblirteS Zimmer zu oermiethen bei Köhler, Frankfurter Straße __________________(Rheinischen Hof).___ 4451) Der II. Stock, bis 1. 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Ernst Iughard, Marburger Straße. 3964) Die obere Etage meines Hauses, 7 Zimmern rc. mit abgeschlossenem Vorplatz, ist zu oermiethen u. alsbald beziehbar. __________________Otto Kempff. 3432) Der 2. u. 3. Stock meines Hauses in der Reichensand-Bahnhofsstr., 6 Zimmer, Küche und Zubehör, sowie der untere Stock mit Laden bis 1. Auaust beziehbar ist zu oermiethen.________Philipp Strack. 3706) Möbltrte Zimmer zu oermiethen. _________Gasthaus zur „Stadt Mainz." 4432) Ein anständiger Arbeiter erhält Schlafstelle. Marktstraße D. 218. vermischte Anzeigen. 4421) In Ltt. C. Nr. 131, Reichensond, wird eine Pflanzenpresse und ein ©d)metter lingskasten zu kaufen gesucht.______________ J. BlÜZ zu G-iessen empfiehlt sich zum Abschluss von Geschäften jeder Art. Derselbe hat zu verkaufen Geschäfts- und Vfoliiiliäuser9Gastwirtli- scliaften, Güter u. Mühlen in verschiedener Grösse. (4435 Grössere Kapitalien können gegen genügende Sicherheit jederzeit nachgewiesen werden. Geschäfts-Verlegung. 4445) Hierdurch zeige ich ergebenst an, daß sich mein Cabinet zum Haarschneiden und Nafiren in dtm dem Lindenhos zunächst gelegenen Laden (früher 0. Garn), sowie meine Parfümerie-Handlung ebendaselbst befindet. dir. JFrecli, Linvenplaß. junger Mann mit guten Voikennt- IHd nissen findet in einer hiesigen Ci- oarren-Fabrtk sofort Aufnahme als Lehrling. Schrift!. Offerten nimmt die Exped. unter Z. 54 entgegen. (4107 “ Zuverl. Leute all. Stände finden lohn. Erwerb d. d. Verkauf v. concess. Anlehens- u. Serie" rg Loosen u. Bezugsscheinen f. e. solid, gross. Bankgesch. Off. V. 933 an 6. L. Daube & C. Berl Bürger-Gesellschaft. Sonntag den 21. Juli: yarthie mef die Bfidenburg. Zusammenkunft im Gartfeld. Abgang 2 Uhr. 4440)________________________Der Vorstand. Turnverein Ziehen. Heute Nachmittag 1 Uhr Mmarsch von der Turnhalle nach Wieseck._______(4434)______Der Turnwart.__ Restauration Busch (Stein). Heute, Sonntag den 21. Juli: titieispiet der aus der Durchreise begriffenen Sängrrgesellschaft Christ aus Dresden» Auftreten des Charakter-Darstellers und Mimikers I. Christ, der Costüm-Soubrette Frau Christ aus Dresden, sowie des Organisten und Pianisten Herrn Felder aus Karlsruhe. _______Anfang 4 Uhr Nachm. und 8 Uhr Abends. — Entr6e 25 ______ II* iinil Sdiwliiiiiiiinsiiili von L, Chr. Riibsamen eröffnet. Indem ich hiermit das verehrliche Publikum zum Abonnement einlade, bemerke ich, daß die Abonnements-Liste in der Anstalt zur gefälligen Einzeichnung offen liegt. Die Unterrichtsstunden und Badezeit für die Schuljugend find cm Wochentagen Vormittags von 10 bis 12 und Nachmittags von !k bis 7 Uhr, an Sonn- und Feiertagen nur Vormittags von 7 bis 12 Uhr. Lebensversicliernngs- d- Erspanilss-Bank in Stuttgart. Zum Abschluss von Versicherungsanträgen bei dieser bekanntlich einer der ersten Anstalten halte mich jederzeit bestens empfohlen. Prospecte und Antragsformulare, sowie jede gewünschte Auskunft werden bereitwilligst ertheilt. Achtungsvoll A. Scheyda, Gartenstrasse 165. 4449) Anfang« dieser Woche sind mir in meinem Garten auf dem Nahrunasberg die sämmtlichen Zwiebeln gestohlen worden. Derjeniae, welcher mir über den Missethäter Auskunft gibt, erhält eine Belohung. Oeeonom Schleusung. 4447) Schutt kann gegen Vergütung abgeladen werden bei Heinrich Schomber, Ziegler. Geld-Cours. 20 FrancS-Stücke . . . do. in Vs • Englische Souvereigns Russische Imperiales . - Holländische fl. 10-Stücke Ducaten Dollar? in Gold Rm. Pf 16 19—23 16 19—23 20 28—33 16 65—70 16 65 9 52-57 4 17 20 werden gereinigt, sowie <5>vll|vVv1l|. das betreffende Bettzeug gewaschen, in inb anßer dem Hause von Frau JErnsl Franz* 4142) Sandgafse (Sleuftadt). 2711) Ammen finden gute Stellen. Treusch, Fahrg. 66 Frankfurt a. M- Verantwortliche Rehaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag Brübl'schen Univ.-Druckerei sFr. Ehr. 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